Title:
VERFÜGBARKEIT VON MITFAHRGELEGENHEITEN UNTER VERWENDUNG DER FAHRZEUGTELEMATIK
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Ein System und Verfahren zur Verbreitung von fahrzeuggestützten Service-Angeboten unter drahtlosen Geräten, umfassend: Erfassung des Standorts eines drahtlosen Gerätes eines potenziellen Service-Nutzers in einer zentralen Einrichtung; hier wird die Nachbarschaft des erfassten Standorts bestimmt, wobei sich Nachbarschaft auf ein geografisch begrenztes Gebiet mit dem Standort bezieht; der Standort des drahtlosen Gerätes wird anhand einer Datenbank in der zentralen Einrichtung der Nachbarschaft zugeordnet; Empfang eines Service-Angebots und eines Standorts oder einer Nachbarschaft in der zentralen Einrichtung von einem zweiten drahtlosen Gerät, das dem Fahrzeughalter gehört; Suche nach der entsprechenden Nachbarschaft in der Datenbank, der das zweite drahtlose Gerät zugeordnet ist; Feststellung, dass die dem zweiten drahtlosen Gerät zugeordnete Nachbarschaft in der Datenbank auch dem ersten Gerät zugeordnet ist; und die Übermittlung des Service-Angebots des zweiten drahtlosen Gerätes an das drahtlose Gerät.





Inventors:
Kar, Krishnendu, Mich. (South Lyon, US)
Application Number:
DE102017111163A
Publication Date:
11/30/2017
Filing Date:
05/22/2017
Assignee:
GM Global Technology Operations LLC (Mich., Detroit, US)
International Classes:
H04W4/02
Attorney, Agent or Firm:
Manitz Finsterwald Patentanwälte PartmbB, 80336, München, DE
Claims:
1. Verfahren zum Verbreiten von fahrzeuggestützten Service-Angeboten unter drahtlosen Geräten, umfassend die folgenden Schritte:
(a) Empfangen einer Standortinformation durch eine zentrale Einrichtung von einem ersten drahtlosen Gerät, das durch einen potenziellen Service-Nutzer genutzt wird;
(b) Bestimmen einer Nachbarschaft anhand des empfangenen Standorts durch die zentrale Einrichtung, die Nachhbarschaft ist dabei ein durch einen Geofence umgrenztes Gebiet, in dem der Standort liegt;
(c) Zuordnen des ersten drahtlosen Geräts zu einer Nachbarschaft in einer Datenbank in der zentralen Einrichtung;
(d) Empfangen eines Service-Angebots und eines Standorts oder einer Nachbarschaft in der zentralen Einrichtung von einem zweiten drahtlosen Gerät, das von einem Fahrzeughalter genutzt wird;
(e) Suchen in der Datenbank nach der Nachbarschaft, die mit dem zweiten drahtlosen Gerät assoziiert ist;
(f) Feststellen, dass die mit dem zweiten drahtlosen Gerät assoziierte Nachbarschaft auch mit dem ersten drahtlosen Gerät in der Datenbank assoziiert ist; und
(g) Übertragen des vom zweiten drahtlosen Gerät empfangenen Service-Angebots an das erste drahtlose Gerät.

2. Verfahren nach Anspruch 1, worin die zentrale Einrichtung aufgrund einer Adresse im Service-Angebot die Nachbarschaft bestimmt.

3. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin umfassend den Schritt des Empfangens eines Wertes für die Service-Gebühr.

4. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Nachbarschaft aus einer Vielzahl von Geofence-Begrenzungen besteht, die sich teilweise überschneiden, das erste und das zweite drahtlose Gerät oder beide befinden sich innerhalb einer dieser Geofence-Begrenzungen.

5. Verfahren nach Anspruch 1, worin das erste oder das zweite drahtlose Gerät ferner einen Mobilfunk-Chipsatz haben, um über ein Mobilfunkanbietersystem kommunizieren zu können.

6. Verfahren nach Anspruch 1, worin das erste drahtlose Gerät ein Smartphone ist und das zweite drahtlose Gerät eine Fahrzeugtelematikeinheit.

7. Verfahren zum Verbreiten von fahrzeuggestützten Service-Angeboten unter drahtlosen Geräten, umfassend die folgenden Schritte:
(a) Empfangen eines Service-Angebots von einem Fahrzeughalter mit einem ersten drahtlosen Gerät;
(b) Bestimmen einer GPS-Position für das drahtlose Gerät;
(c) Übertragen der GPS-Position zusammen mit dem Service-Angebot vom ersten drahtlosen Gerät an die zentrale Einrichtung; und
(d) Empfangen einer Akzeptanz des Service-Angebots in der zentralen Einrichtung von einem zweiten drahtlosen Gerät, das vom potenziellen Service-Nutzer verwendet wird.

8. Verfahren nach Anspruch 7, ferner umfassend den Schritt der Identifikation einer Nachbarschaft anhand der übertragenen GPS-Position, dabei wird die Nachbarschaft von einer Vielzahl von Geofence-Begrenzungen gebildet, die sich teilweise überschneiden, das erste drahtlose Gerät, das zweite drahtlose Gerät oder beide befinden sich innerhalb einer dieser Geofence-Begrenzungen.

9. Verfahren nach Anspruch 1, worin das erste drahtlose Gerät ein Smartphone und das zweite drahtlose Gerät ein Smartphone oder eine Fahrzeugtelematikeinheit sind.

10. Drahtlosgerät, umfassend:
ein GPS-Modul für den Empfang einer Vielzahl von GPS-Satellitensignalen und der Erzeugung von GPS-Koordinaten zur Standortbestimmung des drahtlosen Geräts;
eine oder mehrere Antennen für die drahtlose Kommunikation über ein Mobilfunk-Kommunikationsprotokoll, ein drahtloses Protokoll mit kurzer Reichweite oder beide; und
einen Prozessor in Verbindung mit einem computerlesbaren Speicher, konfiguriert zur Ausführung von computerlesbaren Anweisungen aus dem Speicher und die Erfassung eines Service-Angebots, Erstellung einer GPS-Position des drahtlosen Geräts, Übertragung der GPS-Position mit dem Service-Angebot vom drahtlosen Gerät an die zentrale Einrichtung, Empfang der Akzeptanz des Service-Angebots, die der potenzielle Service-Nutzer auf dem zweiten drahtlosen Gerät erstellt hat von der zentralen Einheit.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft Fahrzeuge und insbesondere die Bekanntgabe einer Fahrzeugverfügbarkeit über drahtlose Geräte innerhalb eines geographisch begrenzten Gebiets.

HINTERGRUND

Momentan nutzen einzelne Fahrzeugbesitzer ihre Fahrzeuge als Transportmittel für individuelle Zwecke. Diese individuellen Zwecke beinhalten das Pendeln zum Arbeitsplatz, Transport der Kinder zu einer oder mehreren Schule(n) oder die Fahrt zu Einkaufszentren, um eine Vielzahl von Konsumgütern zu erwerben. Oft unternehmen viele Personen aus einer kleinen Nachbarschaft wiederholt Fahrten entlang der gleichen Strecke für individuelle Zwecke, was innerhalb der Nachbarschaft zu einem hohen Verkehrsaufkommen mit nur teilweise ausgelasteten Fahrzeugen führt. Während Fahrzeugbesitzer ihre Fahrzeuge für individuelle oder private Zwecke nutzen, ist ihnen eventuell nicht bewusst, dass andere Personen zu vergleichbaren Zeiten zu ähnlichen Zielen in Fahrzeugen fahren, die ebenfalls nur teilweise belegt sind. Zumindest manchmal könnten Fahrzeugbesitzer davon profitieren, mit Mitfahrgelegenheiten für andere Personen zu handeln. Solange der Fahrzeugbesitzer jedoch nicht durch persönliche Kommunikation davon Kenntnis erhält, dass andere Personen zu einer Zeit, die dem Fahrzeughalter entgegenkommt, ebenfalls zu einem gemeinsamen Ziel möchten, werden sich Fahrgemeinschaften oder das Anbieten von Mitfahrgelegenheiten nicht ergeben.

ZUSAMMENFASSUNG

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zur Bekanntgabe von fahrzeuggestützten Service-Angeboten über drahtlose Geräte zur Verfügung gestellt. Das Verfahren schließt die Erfassung des Standorts eines ersten drahtlosen Gerätes eines potenziellen Service-Nutzers in einer zentralen Einrichtung ein; hier wird die Nachbarschaft des erfassten Standorts bestimmt, wobei sich Nachbarschaft auf ein geografisch begrenztes Gebiet mit dem Standort bezieht; der Standort des ersten drahtlosen Gerätes wird anhand einer Datenbank in der zentralen Einrichtung der Nachbarschaft zugeordnet; Empfang eines Service-Angebots mit einem Standort oder einer Nachbarschaft in der zentralen Einrichtung von einem zweiten drahtlosen Gerät, das dem Fahrzeughalter gehört; Suche nach der entsprechenden Nachbarschaft in der Datenbank, der das zweite drahtlose Gerät zugeordnet ist; Feststellung, dass die dem zweiten drahtlosen Gerät zugeordnete Nachbarschaft in der Datenbank auch dem ersten Gerät zugeordnet ist; und die Übermittlung des Service-Angebots des zweiten drahtlosen Gerätes an das erste drahtlose Gerät.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zur Verbreitung von fahrzeuggestützten Service-Angeboten über drahtlose Geräte zur Verfügung gestellt. Das Verfahren schließt die Erfassung eines Service-Angebots von einem Fahrzeugbesitzer über ein drahtloses Gerät ein; die Feststellung einer GPS-Position mit einem ersten drahtlosen Gerät; die Übertragung der GPS-Position zusammen mit dem Service-Angebot über das erste drahtlose Gerät an die zentrale Einrichtung; Empfang durch das erste drahtlose Gerät der Akzeptanz des Service-Angebots, die der potenzielle Service-Nutzer auf dem zweiten drahtlosen Gerät erstellt hat, von der zentralen Einrichtung.

Gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird ein drahtloses Gerät mit einem integrierten GPS-Modul zur Verfügung gestellt, das eine Vielzahl von GPS-Satellitensignalen empfangen und GPS-Koordinaten erzeugen kann, die den Standort des drahtlosen Geräts bezeichnen; es hat eine oder mehrere Antenne(n) zur drahtlosen Datenübertragung über ein Mobilfunkprotokoll, ein drahtloses Protokoll mit kurzer Reichweite, oder beide; und einen Prozessor in Verbindung mit einem computerlesbaren Speicher zur Ausführung von computerlesbaren Anweisungen aus dem Speicher und der Erfassung eines Service-Angebots, Erstellung einer GPS-Position, Übertragung der GPS-Position mit dem Service-Angebot vom drahtlosen Gerät zu der zentralen Einrichtung, Empfang der Akzeptanz des Service-Angebots von der zentralen Einrichtung, die der potenzielle Service-Nutzer auf dem zweiten drahtlosen Gerät erstellt hat.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Eine oder mehrere Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen beschrieben, worin gleiche Bezeichnungen gleiche Elemente bezeichnen, und worin:

1 ein Blockdiagramm ist, das eine Ausführungsform eines Kommunikationssystems darstellt, welches das hier offenbarte Verfahren verwenden kann; und

2 ein Ablaufdiagramm ist, das eine Ausführungsform eines Verfahrens zur Bekanntgabe von fahrzeuggestützten Service-Angeboten über drahtlose Geräte darstellt.

AUSFÜRLICHE BESCHREIBUNG DER VERANSCHAULICHTEN AUSFÜHRUNGSFORM(EN)

Nachfolgend beschriebenes System und Verfahren verbreiten Service-Angebote und deren Akzeptanz unter drahtlosen Geräten, die einer durch eine geografische Begrenzung definierten Nachbarschaft zugeordnet sind. Fahrzeugbesitzer machen häufig geplante Fahrten mit einem Startpunkt, einem Zielpunkt und einem Zeitfenster, in dem die geplante Fahrt für einen bestimmten Service durchgeführt werden soll. Haben Fahrzeugbesitzer verfügbare Sitze in ihrem Fahrzeug, so können sie diese als einen Service für Mitfahrer anbieten, die bereit sind während des gleichen Zeitfensters auf der gleichen Strecke mitzufahren. Oder ein Fahrzeugbesitzer kann den Service innerhalb der Gemeinschaft gegen eine Gebühr anbieten, wenn der Service einen Service-Bedarf aus der Nachbarschaft abdeckt und er Platz im Fahrzeug hat. Fahrzeugbesitzer können ihre geplanten Fahrten für potenzielle Mitfahrer in der Nachbarschaft anbieten, die aufgrund der geografischen Nähe daran interessiert sein könnten, an der Fahrt teilzunehmen.

Die Fahrzeugbesitzer können die Einzelheiten für ein oder mehrere Service-Angebot(e) in das drahtlose Gerät eingeben und die entsprechende Nachbarschaft des Fahrzeugbesitzers kann identifiziert werden. Das Service-Angebot kann zusammen mit dem Standort des Fahrzeugbesitzers, dem Ort des Service-Angebots oder beiden an die zentrale Einrichtung übermittelt werden. Die zentrale Einrichtung kann aufgrund der Angaben von zumindest einer dieser Positionen das Service-Angebot einer bestimmten Nachbarschaft zuordnen. So kann beispielsweise ein Fahrzeugbesitzer die Details einer geplanten Fahrt einschließlich Start/Zielpunkt und der geplanten Zeit in ein drahtloses Gerät eingeben. Das Drahtlosgerät kann vom Besitzer den Standort abfragen oder mit dem integrierten GPS-Modul selbst bestimmen. Das Drahtlosgerät kann dann die geplante Fahrt und den Standort an die zentrale Einrichtung übermitteln. Die zentrale Einrichtung organisiert die geplanten Fahrten und/oder andere Service-Angebote aus der Nachbarschaft, dadurch wird die geplante Fahrt des Fahrzeughalters mit der Nachbarschaft assoziiert, in der sie stattfindet.

Die Service-Angebote können in einer Datenbank vorgehalten werden, in der eine Vielzahl unterschiedlicher Nachbarschaften gelistet ist, die alle eine eindeutige geografische Grenze haben. Für jede Nachbarschaft kann die zentrale Einrichtung die Service-Angebote verwalten, beispielsweise eine Vielzahl von geplanten Fahrten und die Service-Angebote dann auf drahtlose Geräte übertragen, die zu der entsprechenden Nachbarschaft gehören, damit potenzielle Nutzer der Angebote diese prüfen und ggf. eine Annahme des Angebots an die zentrale Einrichtung schicken können. Für jede Nachbarschaft kann die zentrale Einrichtung eine große Anzahl geplanter Fahrten oder anderer Service-Angebote zusammen mit zugehörigen Einzelheiten, wie Gebühren oder Bewertungen der Fahrzeugbesitzer für jedes Angebot speichern. Die zentrale Einrichtung kann dann eine Vielzahl von geplanten Fahrten oder anderen Service-Angeboten an drahtlose Geräte schicken, die ebenfalls in der Nachbarschaft sind oder anderweitig mit ihr in Verbindung stehen.

Bei einigen Implementierungen kann der Fahrzeughalter für die Service-Leistung eine Gebühr verlangen, z. B. den Transport von Mitfahrern bei einer geplanten Fahrt, er kann die Gebühr zusammen mit den Einzelheiten für die geplante Fahrt festlegen. Die Service-Gebühr kann zusammen mit dem Service-Angebot an die drahtlosen Geräte der einzelnen Personen der Nachbarschaft verschickt werden, die potenzielle Service-Nutzer sind. Die Fahrzeugbesitzer und potenziellen Service-Nutzer können jeweils eine Benutzerbeurteilung ihrer Leistung durch Kommentare von anderen Nutzern erhalten. Diese Bewertung kann durch einen Einstufungsbuchstaben oder eine andere Form der Wertung dargestellt werden, die den Wert der Leistung für andere Mitglieder der Nachbarschaft beziffert. Diese Kommentare oder Einstufungen können einzeln oder zusammen mit dem Service-Angebot an die Geräte verschickt werden, sodass potenzielle Mitfahrer den Service mit gutem Gewissen in Anspruch nehmen können.

Die zentrale Einrichtung kann die Service-Angebote, wie beispielsweise einen verfügbaren Sitz in einem Fahrzeug für eine geplante Fahrt, an eine Vielzahl drahtloser Geräte schicken, die sich entweder in der Nachbarschaft befinden oder anderweitig dafür angemeldet sind, Service-Angebote für diese spezielle Nachbarschaft zu empfangen. Potenzielle Service-Nutzer mit solchen drahtlosen Geräten können eine Vielzahl von Service-Angeboten für ihre Nachbarschaft einsehen. Geplante Fahrten – nur ein Beispiel für Service-Angebote – können Einzelheiten wie z. B. den Fahrzeugstandort, Start-/Zielpunkt der Fahrt, das Zeitfenster der Fahrt, den Namen des Eigentümers, die Bewertung des Fahrzeugeigentümers, die vorgeschlagene Gebühr für die Fahrt, und/oder die derzeitige Verfügbarkeit des Fahrzeugeigentümers enthalten sowie eine Möglichkeit, auf Wunsch das Angebot zu akzeptieren. Die potenziellen Service-Nutzer können die geplanten Fahrten auf dem Bildschirm ihrer drahtlosen Geräte ansehen, die geplanten Fahrten durch Fahrzeugbesitzer in der Nachbarschaft miteinander vergleichen und feststellen, welche der geplanten Fahrten akzeptabel sind.

Ist ein Service wie die geplante Fahrt akzeptabel, dann kann er über die Benutzeroberfläche des drahtlosen Geräts ausgewählt werden. Das Gerät kann dann diese Akzeptanz an die zentrale Einrichtung drahtlos übertragen, die einen Dialog zwischen dem anbietenden Fahrzeughalter und dem Nutzer herstellt, der den Service akzeptiert hat. Die zentrale Einrichtung kann den Standort eines Fahrzeugs an den Benutzer und den Standort des Benutzers an den Fahrzeughalter drahtlos übertragen. Zusätzlich kann die zentrale Einrichtung ein textbasiertes Mitteilungssystem betreiben, über das der Fahrzeugbesitzer und der Service-Nutzer des Angebots kommunizieren können.

Außer geplanten Fahrten kann der Fahrzeughalter auch andere Arten von Service-Angeboten über das drahtlose Gerät abgeben. Der Fahrzeugbesitzer kann beispielsweise den Einkauf von Lebensmitteln oder anderen Waren innerhalb seiner Nachbarschaft für eine bestimmte Gebühr anbieten. Diese Arten von Service-Angeboten können anstelle oder zusätzlich zu geplanten Fahrten gemacht werden. Während geplante Fahrten und Einkäufe explizit als Arten von Service-Angeboten durch Fahrzeugbesitzer vorgestellt wurden, versteht es sich, dass andere Arten von Service-Angeboten möglich sind, auch wenn diese nicht ausdrücklich genannt werden.

Der Service-Anbieter, z. B. ein Fahrzeugbesitzer und ein Service-Nutzer können über einen Mitteilungsdienst miteinander kommunizieren, um einen Service zu leisten oder abzuschließen. Der Mitteilungsdienst kann auch die Kommunikation anderer Mitglieder der Nachbarschaft unterstützen, selbst wenn sie am aktuellen Angebot der Mitnutzung eines Fahrzeuges nicht teilnehmen, dies' aber zuvor getan haben.

Kommunikationssystem–

Mit Bezug auf 1 ist eine Betriebsumgebung dargestellt, die ein mobiles Fahrzeugkommunikationssystem 10 umfasst, das verwendet werden kann, um das hier offenbarte Verfahren zu implementieren. Das Kommunikationssystem 10 umfasst im Allgemeinen ein Fahrzeug 12, ein oder mehrere Mobilfunkanbietersysteme 14, ein Festnetz 16, einen Computer 18 und ein Call-Center 20. Es versteht sich, dass das offenbarte Verfahren mit einer beliebigen Anzahl von unterschiedlichen Systemen verwendet werden kann und nicht speziell auf die hier gezeigte Betriebsumgebung einschränkt ist. Auch die Architektur, Konstruktion, Konfiguration und der Betrieb des Systems 10 und seiner einzelnen Komponenten sind in der Technik allgemein bekannt. Somit stellen die folgenden Absätze lediglich einen kurzen Überblick über ein solches Kommunikationssystem 10 bereit; aber auch andere, hierin nicht dargestellte Systeme könnten die offenbarten Verfahren einsetzen.

Das Fahrzeug 12 in der dargestellten Ausführungsform ist ein Personenkraftwagen, es versteht sich jedoch, dass jedes andere Fahrzeug, einschließlich Motorräder, Lastwagen, Geländewagen (SUV), Campingfahrzeuge (RV), Wasserfahrzeuge, Flugzeuge usw. ebenfalls verwendet werden kann. Ein Teil der Fahrzeugelektronik 28 wird im Allgemeinen in 1 gezeigt und beinhaltet eine Telematikeinheit 30, ein Mikrofon 32, eine oder mehrere Tasten oder andere Steuereingänge 34, ein Audiosystem 36, eine optische Anzeige 38, ein GPS-Modul 40 sowie eine Anzahl von Fahrzeugsystemmodulen (VSMs) 42. Einige dieser Vorrichtungen können direkt mit der Telematikeinheit wie z. B. dem Mikrofon 32 und der/den Taste(n) 34 verbunden sein, während andere indirekt unter Verwendung einer oder mehrerer Netzwerkverbindungen, wie einem Kommunikationsbus 44 oder einem Entertainmentbus 46, verbunden sind. Beispiele geeigneter Netzwerkverbindungen beinhalten ein Controller Area Network (CAN), einen medienorientierten Systemtransfer (MOST), ein lokales Kopplungsstrukturnetzwerk (LIN), ein lokales Netzwerk (LAN) und andere geeignete Verbindungen, wie z. B. Ethernet oder andere, die u. a. den bekannten ISO-, SAE- und IEEE-Standards und -Spezifikationen entsprechen.

Die Telematikeinheit 30 selbst ist ein Fahrzeugsystemmodul (VSM) und kann das Gerät eines Erstausrüsters oder nachträglich installiert worden sein und ermöglicht eine drahtlose Sprach- und/oder Datenkommunikation über das Mobilfunkanbietersystem 14 und über eine drahtlose Vernetzung. Dies ermöglicht dem Fahrzeug die Kommunikation mit dem Call-Center 20, anderen telematikfähigen Fahrzeugen oder einer anderen Entität oder Vorrichtung. Die Telematikeinheit verwendet bevorzugt Funkübertragungen, um einen Kommunikationskanal (einen Sprachkanal und/oder einen Datenkanal) mit dem Mobilfunkanbietersystem 14 herzustellen, sodass Sprach- und/oder Datenübertragungen über den Kanal gesendet und erhalten werden können. Durch Bereitstellen von sowohl Sprach- als auch Datenkommunikation ermöglicht die Telematikeinheit 30 dem Fahrzeug das Anbieten einer Anzahl von unterschiedlichen Diensten, darunter solche, die sich mit Navigation, Fernsprechen, Nothilfe, Diagnose, Infotainment usw. befassen. Daten können entweder über eine Datenverbindung, z. B. die Paketdatenübertragung über einen Datenkanal oder über einen Sprachkanal unter Verwendung von auf dem Fachgebiet bekannten Techniken gesendet werden. Für kombinierte Dienste, die sowohl Sprachkommunikation (z. B. mit einem Live-Berater oder einer Sprachdialogeinheit im Call-Center 20) als auch Datenkommunikation (z. B. für die Bereitstellung von GPS-Ortsdaten oder Fahrzeugdiagnosedaten im Call-Center 20) einschließen, kann das System einen einzelnen Anruf über einen Sprachkanal verwenden und nach Bedarf zwischen Sprach- und Datenübertragung über den Sprachkanal umschalten, und dies kann unter Verwendung von Techniken erfolgen, die dem Fachmann bekannt sind.

Gemäß einer Ausführungsform verwendet die Telematikeinheit 30 Mobilfunkkommunikation entweder nach den GSM-, CDMA- oder LTE-Standards und verfügt daher über einen Mobilfunkstandardchipsatz 50 für die Sprachkommunikation, wie Freisprechen, ein drahtloses Modem für die Datenübertragung, ein elektronisches Verarbeitungsgerät 52, eine oder mehrere Digitalspeichervorrichtungen 54 und eine Dual-Antenne 56. Es versteht sich, dass das Modem entweder durch Software implementiert sein kann, die in der Telematikeinheit gespeichert und durch den Prozessor 52 ausgeführt wird, oder es kann eine separate Hardwarekomponente sein, die sich innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden kann. Das Modem kann mithilfe einer beliebigen Anzahl unterschiedlicher Standards oder Protokolle, wie z. B. LTE, EVDO, CDMA, GPRS und EDGE, betrieben werden. Die drahtlose Vernetzung zwischen dem Fahrzeug und den anderen vernetzten Vorrichtungen kann auch unter Verwendung der Telematikeinheit 30 erfolgen. Für diesen Zweck kann die Telematikeinheit 30 konfiguriert sein, gemäß einem oder mehreren Protokollen drahtlos zu kommunizieren einschließlich drahtloser Nahbereichskommunikation (SRWC), wie irgendwelche von den IEEE 802.11-Protokollen, WiMAX, ZigBeeTM, Wi-Fi direct, BluetoothTM oder Nahfeldkommunikation (NFC). Wenn die Telematikeinheit für paketvermittelte Datenkommunikation, wie z. B. TCP/IP verwendet wird, kann sie mit einer statischen IP-Adresse konfiguriert oder eingerichtet werden, um eine zugewiesene IP-Adresse von einem anderen Gerät im Netzwerk, wie z. B. einem Router oder einem Netzwerkadressenserver, automatisch zu empfangen.

Eines der vernetzten Geräte, die mit der die Telematikeinheit 30 kommunizieren können, ist ein drahtloses Gerät, z. B. ein Smartphone 57. Das Smartphone 57 kann Rechner-Verarbeitungsmöglichkeiten beinhalten, einen Senderempfänger, der über ein Protokoll kurzer Reichweite kommunizieren kann und ein visuelle Smartphone-Anzeige 59. Zu den Rechner-Verarbeitungsmöglichkeiten kann ein Mikroprozessor in Form einer programmierbaren Vorrichtung gehören, die eine oder mehrere in einem internen Speicher abgelegte Anweisung(en) enthält und binäre Eingaben empfängt, um daraus binäre Ausgaben zu erstellen. In einigen Implementierungen hat das Smartphone 57 ein GPS-Modul zum Empfang von GPS-Satellitensignalen und Erzeugen von GPS-Koordinaten basierend auf diesen Signalen. Und in anderen Anwendungen verfügt das Smartphone 57 über Mobilfunkfähigkeiten, dadurch kann das Smartphone 57 Sprach- und/oder Datenkommunikation über das Mobilfunkanbietersystem 14 mit einem oder mehreren Protokoll(en) des Mobilfunks durchführen, wie hier beschrieben. Die optische Anzeige 59 des Smartphones enthält einen Touchscreen als graphische Benutzeroberfläche. Zu den Beispielen für das Smartphone 57 gehören das iPhoneTM, hergestellt von Apple und das GalaxyTM, das von Samsung gefertigt wird, sowie andere. Während das Smartphone 57 die Fähigkeit zum Kommunizieren über drahtlose Verbindungen unter Verwendung des Mobilfunkanbietersystems 14 besitzt, ist dies nicht immer der Fall. Beispielsweis stellt Apple Geräte her, wie die verschiedenen Modelle des iPadTM und iPod TouchTM, die Verarbeitungsvermögen, das Display 59 und die Möglichkeit zu kurzreichweitigen drahtlosen Kommunikationsverbindungen beinhalten. Jedoch haben die Geräte iPod TouchTM und einige der iPadsTM möglicherweise keine drahtlosen Kommunikationsfähigkeiten. Auch können diese und ähnliche Geräte für die Zwecke der hier beschriebenen Verfahren als eine Art Mobilgerät angesehen und verwendet werden, wie das Smartphone 57.

Das Mobilfunkanbietersystem 14 ist bevorzugt ein Mobiltelefonsystem, das mehrere Mobilfunkmasten 70 (nur einer gezeigt), eine oder mehrere mobile Vermittlungszentralen (MSC) 72 sowie beliebige andere Netzwerkkomponenten umfasst, die erforderlich sind, um das Mobilfunkanbietersystem 14 mit dem Festnetz 16 zu verbinden. Jeder Mobilfunkmast 70 beinhaltet Sende- und Empfangsantennen und eine Basisstation, wobei die Basisstationen von unterschiedlichen Mobilfunkmasten mit der MSC 72 entweder direkt oder über zwischengeschaltete Geräte, wie z. B. eine Basisstationssteuereinheit, verbunden sind. Das Mobilfunkanbietersystem 14 kann jede geeignete Kommunikationstechnik implementieren, darunter beispielsweise analoge Technologien wie AMPS oder die neueren Digitaltechnologien, wie CDMA (z. B. CDMA2000 oder 1 × EV-DO) oder GSM/GPRS (z. B. 4G LTE). Der Fachmann wird erkennen, dass verschiedene Mobilfunkmast/Basisstation/MSC-Anordnungen möglich sind und mit dem drahtlosen System 14 verwendet werden könnten. Zum Beispiel könnten sich Basisstation und Mobilfunkturm an derselben Stelle oder entfernt voneinander befinden, jede Basisstation könnte für einen einzelnen Mobilfunkturm zuständig sein oder eine einzelne Basisstation könnte verschiedene Mobilfunktürme bedienen und verschiedene Basisstationen könnten mit einer einzigen MSC gekoppelt werden, um nur einige der möglichen Anordnungen zu nennen.

Der Prozessor 52 kann jede Geräteart sein, die fähig ist, elektronische Befehle zu verarbeiten, einschließlich Mikroprozessoren, Mikrocontrollern, Hostprozessoren, Steuerungen, Fahrzeugkommunikationsprozessoren und anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs). Er kann ein speziell dafür vorgesehener Prozessor sein, der nur für die Telematikeinheit 30 verwendet wird, oder er kann mit anderen Fahrzeugsystemen geteilt werden. Der Prozessor 52 führt verschiedene Arten von digital gespeicherten Befehlen aus, wie Software oder Firmwareprogramme, die im Speicher 54 gespeichert sind, welche der Telematikeinheit ermöglichen, eine große Vielfalt von Diensten bereitzustellen. Zum Beispiel kann der Prozessor 52 Programme ausführen oder Daten verarbeiten, um mindestens einen Teil des Verfahrens auszuführen, das hierin beschrieben ist.

Die Telematikeinheit 30 kann verwendet werden, um eine vielfältige Palette von Fahrzeugdiensten bereitzustellen, die drahtlose Kommunikation zu und/oder vom Fahrzeug beinhalten. Derartige Dienste beinhalten: Wegbeschreibungen und andere navigationsbezogene Dienste, die in Verbindung mit dem GPS-basierten Fahrzeugnavigationsmodul 40 bereitgestellt sind; Benachrichtigung über die Airbagauslösung und andere mit Notruf oder Pannendienst verbundene Dienste, die in Verbindung mit einem oder mehreren Crashsensor-Schnittstellenmodulen, wie einem Fahrzeugbeherrschbarkeitsmodul (nicht gezeigt), bereitgestellt sind; Diagnosemeldungen unter Verwendung von einem oder mehreren Diagnosemodulen; und mit Infotainment verbundene Dienste, wobei Musik, Internetseiten, Filme, Fernsehprogramme, Videospiele und/oder andere Informationen durch ein Infotainmentmodul (nicht gezeigt) heruntergeladen und für die gegenwärtige oder spätere Wiedergabe gespeichert werden. Die vorstehend aufgelisteten Dienste sind keineswegs eine vollständige Liste aller Fähigkeiten der Telematikeinheit 30, sondern sie sind einfach eine Aufzählung von einigen der Dienste, welche die Telematikeinheit anbieten kann. Des Weiteren versteht es sich, dass mindestens einige der vorstehend genannten Module in der Form von Softwarebefehlen implementiert sein könnten, die innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 gespeichert sind, sie könnten Hardwarekomponenten sein, die sich innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden, oder sie könnten integriert sein und/oder miteinander oder mit anderen Systemen geteilt zu sein, die sich im Fahrzeug befinden, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Für den Fall, dass die Module als VSM 42 implementiert sind, die sich außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden, könnten sie den Fahrzeugbus 44 verwenden, um Daten und Befehle mit der Telematikeinheit auszutauschen.

Das GPS-Modul 40 empfängt Funksignale von einer Konstellation 60 von GPS-Satelliten. Von diesen Signalen kann das Modul 40 die Fahrzeugposition ermitteln, die verwendet wird, um Navigation und andere mit der Position verbundene Dienste an den Fahrzeugführer bereitzustellen. Navigationsinformationen können auf der Anzeige 38 (oder einer anderen Anzeige innerhalb des Fahrzeugs) dargestellt oder in verbaler Form präsentiert werden, wie es beispielsweise bei der Wegbeschreibungsnavigation der Fall ist. Die Navigationsdienste können unter Verwendung von einem zugehörigen Fahrzeugnavigationsmodul (das Teil des GPS-Moduls 40 sein kann) bereitgestellt werden, oder einige oder alle Navigationsdienste können über die Telematikeinheit 30 erfolgen, wobei die Positionsinformationen zum Zweck des Ausstattens des Fahrzeugs mit Navigationskarten, Kartenanmerkungen (Sehenswürdigkeiten, Restaurants usw.), Routenberechnungen und dergleichen zu einem entfernten Standort gesendet werden. Die Positionsinformationen können an das Call-Center 20 oder ein anderes Remotecomputersystem wie Computer 18 für andere Zwecke, wie Flottenmanagement, bereitgestellt werden. Außerdem können neue oder aktualisierte Kartendaten zum GPS-Modul 40 vom Call-Center 20 über die Telematikeinheit 30 heruntergeladen werden.

Abgesehen von der Telematikeinheit 30, dem Audiosystem 36 und dem GPS-Modul 40 kann das Fahrzeug 12 andere Fahrzeugsystemmodule (VSMs) 42 in Form von elektronischen Hardwarekomponenten beinhalten, die sich im Fahrzeug befinden und typischerweise eine Eingabe von einem oder mehreren Sensoren erhalten und die erfassten Eingaben verwenden, um die Diagnose, Überwachung, Steuerung, Berichterstattung und/oder andere Funktionen auszuführen. Jedes der VSMs 42 ist bevorzugt durch den Kommunikationsbus 44 mit den anderen VSM sowie der Telematikeinheit 30 verbunden und kann programmiert werden, Fahrzeugsystem- und Subsystemdiagnosetests auszuführen. So kann beispielsweise ein VSM 42 ein Motorsteuermodul (ECM) sein, das verschiedene Aspekte des Motorbetriebs, wie z. B. Kraftstoffzündung und Zündzeitpunkt steuert, ein weiteres VSM 42 kann ein Antriebsstrangsteuermodul sein, das den Betrieb von einer oder mehreren Komponenten des Fahrzeugantriebsstrangs reguliert, und ein weiteres VSM 42 kann ein Bordnetzsteuermodul sein, das verschiedene im Fahrzeug befindliche elektrische Komponente, wie beispielsweise die Zentralverriegelung des Fahrzeugs und die Scheinwerfer, verwaltet. Gemäß einer Ausführungsform ist das Motorsteuergerät mit integrierten Diagnose-(OBD)-Funktionen ausgestattet, die unzählige Echtzeitdaten, wie z. B. die von verschiedenen Sensoren, einschließlich Fahrzeugemissionssensoren, erhaltenen Daten bereitstellen und eine standardisierte Reihe von Diagnosefehlercodes (DTCs) liefern, die einem Techniker ermöglichen, Fehlfunktionen innerhalb des Fahrzeugs schnell zu identifizieren und zu beheben. Sachverständige auf dem Fachgebiet werden erkennen, dass es sich bei den vorgenannten VSM nur um Beispiele von einigen der Module handelt, die im Fahrzeug 12 verwendet werden können, zahlreiche andere Module jedoch ebenfalls möglich sind.

Zur Fahrzeugelektronik 28 gehören auch einige Bedienerschnittstellen für die Fahrzeuginsassen, die dem Empfang und/oder Abruf von Informationen dienen, darunter ein Mikrofon 32, Taste(n) 34, ein Audiosystem 36 und eine optische Anzeige 38. Wie hierin verwendet, beinhaltet der Begriff „Fahrzeugbenutzeroberfläche” weitgehend jede geeignete Form von elektronischer Vorrichtung, die sowohl die im Fahrzeug befindlichen Hardware- als auch Softwarekomponenten beinhaltet und einem Fahrzeugbenutzer ermöglicht, mit einer oder durch eine Komponente des Fahrzeugs zu kommunizieren. Das Mikrofon 32 stellt eine Audioeingabe an die Telematikeinheit bereit, um dem Fahrer oder anderen Insassen zu ermöglichen, Sprachsteuerungen bereitzustellen und Freisprechen über das Mobilfunkanbietersystem 14 auszuführen. Für diesen Zweck kann es mit einer integrierten automatischen Sprachverarbeitungseinheit verbunden sein, welche die unter Fachleuten auf dem Gebiet bekannte Mensch-Maschinen-Schnittstellen-(HMI)-Technologie verwendet. Die Taste(n) 34 ermöglichen eine manuelle Benutzereingabe in die Telematikeinheit 30, um drahtlose Telefonanrufe zu initiieren und andere Daten, Antworten oder eine Steuereingabe bereitzustellen. Separate Tasten können zum Initiieren von Notrufen gegenüber regulären Dienstunterstützungsanrufen beim Call-Center 20 verwendet werden. Das Audiosystem 36 stellt eine Audioausgabe an einen Fahrzeuginsassen bereit und kann ein zugehöriges selbstständiges System oder Teil des primären Fahrzeugaudiosystems sein. Gemäß der bestimmten Ausführungsform, die hier gezeigt ist, ist das Audiosystem 36 operativ sowohl mit dem Fahrzeugbus 44 als auch mit dem Entertainmentbus 46 gekoppelt und kann AM-, FM- und Satellitenradio, CD-, DVD- und andere Multimediafunktionalität bereitstellen. Diese Funktionalität kann in Verbindung mit dem vorstehend beschriebenen Infotainmentmodul oder davon unabhängig bereitgestellt werden. Die optische Anzeige 38 ist bevorzugt eine Grafikanzeige, wie z. B. ein Touchscreen am Armaturenbrett oder eine Warnanzeige, die von der Frontscheibe reflektiert wird, und verwendet werden kann, um eine Vielzahl von Eingabe- und Ausgabefunktionen bereitzustellen. Verschiedene andere Fahrzeugbenutzeroberflächen können ebenfalls verwendet werden, denn die Schnittstellen von 1 dienen lediglich als Beispiel für eine bestimmte Implementierung.

Das Mobilfunkanbietersystem 14 ist bevorzugt ein Mobiltelefonsystem, das mehrere Mobilfunkmasten 70 (nur einer gezeigt), eine oder mehrere mobile Vermittlungszentralen (MSC) 72 sowie beliebige andere Netzwerkkomponenten umfasst, die erforderlich sind, um das Mobilfunkanbietersystem 14 mit dem Festnetz 16 zu verbinden. Jeder Mobilfunkmast 70 beinhaltet Sende- und Empfangsantennen und eine Basisstation, wobei die Basisstationen von unterschiedlichen Mobilfunkmasten mit der MSC 72 entweder direkt oder über zwischengeschaltete Geräte, wie z. B. eine Basisstationssteuereinheit, verbunden sind. Das Zellensystem 14 kann jede geeignete Kommunikationstechnik implementieren, die beispielsweise, analoge Technologien wie AMPS oder die neueren Digitaltechnologien, wie CDMA (z. B. CDMA2000) oder GSM/GPRS, umfasst. Der Fachmann wird erkennen, dass verschiedene Mobilfunkmast/Basisstation/MSC-Anordnungen möglich sind und mit dem drahtlosen System 14 verwendet werden könnten. Zum Beispiel könnten sich Basisstation und Mobilfunkturm an derselben Stelle oder entfernt voneinander befinden, jede Basisstation könnte für einen einzelnen Mobilfunkturm zuständig sein oder eine einzelne Basisstation könnte verschiedene Mobilfunktürme bedienen und verschiedene Basisstationen könnten mit einer einzigen MSC gekoppelt werden, um nur einige der möglichen Anordnungen zu nennen.

Abgesehen vom Verwenden des Mobilfunkanbietersystems 14 kann auch ein anderes drahtloses Trägersystem in Form von Satellitenkommunikation für die unidirektionale oder bidirektionale Kommunikation mit dem Fahrzeugverwendet werden. Dies kann unter Verwendung von einem oder mehreren Fernmeldesatelliten 62 und einer aufwärtsgerichteten Sendestation 64 erfolgen. Bei der unidirektionalen Kommunikation kann es sich beispielsweise um Satellitenradiodienste handeln, wobei programmierte Inhaltsdaten (Nachrichten, Musik usw.) von der Sendestation 64 erhalten werden, für das Hochladen gepackt und anschließend zum Satelliten 62 gesendet werden, der die Programmierung an die Teilnehmer ausstrahlt. Bidirektionale Kommunikation kann beispielsweise Satellitentelefoniedienste unter Verwendung der Satelliten 62 sein, um Telefonkommunikationen zwischen dem Fahrzeug 12 und der Station 64 weiterzugeben. Bei Verwendung kann dieses Satellitenfernsprechen entweder zusätzlich zum oder anstatt des Mobilfunkanbietersystems 14 verwendet werden.

Das Festnetz 16 kann ein konventionelles landgebundenes Telekommunikationsnetzwerk sein, das mit einem oder mehreren Festnetztelefonen verbunden ist und das Mobilfunkanbietersystem 14 mit dem Call-Center 20 verbindet. So kann beispielsweise das Festnetz 16 ein Fernsprechnetz (PSTN) wie jenes sein, das verwendet wird, um festverdrahtetes Fernsprechen, paketvermittelte Datenkommunikationen und die Internetinfrastruktur bereitzustellen. Ein oder mehrere Segmente des Festnetzes 16 könnten durch Verwenden eines normalen drahtgebundenen Netzwerks, eines Lichtleiter- oder eines anderen optischen Netzwerks, eines Kabelnetzes, von Stromleitungen, anderen drahtlosen Netzwerken, wie drahtlose lokale Netzwerke (WLANs) oder Netzwerke, die drahtlosen Breitbandzugang (BWA) bereitstellen oder jeder Kombination davon implementiert sein. Des Weiteren muss das Call-Center 20 nicht über das Festnetz 16 verbunden sein, sondern könnte Funktelefonieausrüstung beinhalten, sodass direkt mit einem drahtlosen Netzwerk, wie dem Mobilfunkanbietersystem 14, kommuniziert werden kann.

Der Computer 18 kann einer von einer Anzahl von Computern sein, die über ein privates oder öffentliches Netzwerk, wie das Internet, zugänglich sind. Jeder dieser Computer 18 kann für einen oder mehrere Zwecke, wie einen Webserver verwendet werden, der vom Fahrzeug über die Telematikeinheit 30 und das Mobilfunkanbietersystem 14 zugänglich ist. Zu anderen derart zugänglichen Computern 18 können beispielsweise gehören: Ein Computer im Kundendienstzentrum, der Diagnoseinformationen und andere Fahrzeugdaten vom Fahrzeug über die Telematikeinheit 30 oder einem Speicherort einer dritten Partei erhalten kann, der Fahrzeugdaten oder andere Informationen durch Kommunikation mit dem Fahrzeug 12, dem Call-Center 20, dem Smartphone 57 oder einer Kombination aus diesen erhalten oder liefern kann. Der Computer 18 kann eine durchsuchbare Datenbank und ein Datenbankverwaltungssystem haben, das die Eingabe, Löschung und Änderung von Daten sowie die Beantragung der Dateneinsicht in der Datenbank ermöglicht. Ein Computer 18 kann auch für das Bereitstellen von Internetkonnektivität, wie DNS-Dienste oder als ein Netzwerkadressenserver, verwendet werden, der DHCP oder ein anderes geeignetes Protokoll verwendet, um dem Fahrzeug 12 eine IP-Adresse zuzuweisen.

Das Call-Center 20 ist dafür konzipiert, für die Fahrzeugelektronik 28 eine Anzahl von unterschiedlichen Systemfunktionen im Rahmen einer Backend-Lösung bereitzustellen, und umfasst gemäß dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel im Allgemeinen einen oder mehrere Switches 80, Server 82, Datenbanken 84, Live-Berater 86 sowie ein automatisiertes Sprachdialogsystem (VRS) 88, was unter Fachleuten alles bekannt ist. Diese verschiedenen Komponenten des Call-Centers sind bevorzugt miteinander über ein verdrahtetes oder drahtloses lokales Netzwerk 90 gekoppelt. Der Switch 80, der ein Nebenstellenanlagen(PBX)-Switch sein kann, leitet eingehende Signale weiter, sodass Sprachübertragungen gewöhnlich entweder zum Live-Berater 86 über das reguläre Telefon oder automatisiert zum Sprachdialogsystem 88 unter Verwendung von VoIP gesendet werden. Das Live-Berater-Telefon kann auch VoIP verwenden, wie durch die gestrichelte Linie in 1 angezeigt. VoIP und andere Datenkommunikation durch den Switch 80 werden über ein Modem (nicht gezeigt) implementiert, das zwischen dem Switch 80 und Netzwerk 90 verbunden ist. Datenübertragungen werden über das Modem an den Server 82 und/oder die Datenbank 84 weitergegeben. Die Datenbank 84 kann Kontoinformationen, wie Teilnehmerauthentisierungsinformationen, Fahrzeugbezeichner, Profilaufzeichnungen, Verhaltensmuster und andere entsprechende Teilnehmerinformationen, speichern. Datenübertragungen können auch durch drahtlose Systeme, wie z. B. 802.11x, GPRS und dergleichen, erfolgen. Obwohl die veranschaulichte Ausführungsform beschrieben wurde, als ob sie in Verbindung mit einem bemannten Call-Center 20 verwendet werden würde, das den Live-Berater 86 einsetzt, ist es offensichtlich, dass das Call-Center stattdessen VRS 88 als einen automatisierten Berater verwenden kann, oder eine Kombination von VRS 88 und dem Live-Berater 86 verwendet werden kann.

Verfahren–

Nun mit Bezug auf 2 wird eine Umsetzung eines Verfahrens (200) für die Verbreitung von fahrzeuggestützten Service-Angeboten unter drahtlosen Geräten gezeigt. Die drahtlosen Geräte in dieser Umsetzung des Verfahrens 200 werden in Begriffen der Fahrzeugtelematikeinheit 30 und des Smartphones 57 beschrieben, während die zentrale Einrichtung basierend auf dem Computer 18 dargestellt wird. Jedoch sollte offensichtlich sein, dass auch andere Umsetzungen mit abweichenden drahtlosen Geräten und anderen zentralen Einrichtungen möglich sind. Beispielsweise könnte das Verfahren 200 zwei Smartphones, zwei Fahrzeugtelematikeinheiten, ein Tablet-Computer und eine Fahrzeugtelematikeinheit oder eine andere Kombination verwenden, wie Fachleute verstehen werden. Und das Verfahren 200 könnte das Call-Center 20 anstelle des Rechners 18 als zentrale Einrichtung verwenden. Diese und andere Konfigurationen liegen im Rahmen dieser Offenbarung.

Das Verfahren 200 beginnt bei Schritt 210 mit dem Empfang einer Position eines potenziellen Service-Nutzers von einem Smartphone 57 durch den Computer 18. Der potenzielle Service-Nutzer kann sich am Rechner 18 mit einer Verbraucher-Kennung und einem Standort anmelden. Die Verbraucher-Kennung kann ein eindeutiger Nutzername sein, durch den sich der potenzielle Service-Nutzer von anderen Verbrauchern unterscheidet. Der Computer 18 kann ein Profil des potenziellen Service-Nutzers unter Verwendung des Nutzernamens verwalten. So kann beispielsweise das Profil einen Standard-Standort haben, wie ein Wohnhaus oder Arbeitsplatz, Zahlungsinformation in Form einer Kreditkartennummer und Kontaktinformationen. Die Kontaktinformation kann eine Rufnummer (MDN) des Smartphones 57 sein, E-Mail-Adressen oder eine Adresse für die Rechnungsstellung. Das Smartphone 57 kann den Standort sowie die anderen Daten mit einer im Telefon gespeicherten Programmierschnittstelle (API) empfangen, die grafisch dargestellte Eingaben definiert und Regeln für die Annahme von Eingaben und die Kreation von Ausgaben bestimmt.

Der potenzielle Service-Nutzer kann einen Standort über das Display 59 des Smartphones eingeben und das Smartphone 57 kann den Standort drahtlos an den Rechner 18 übertragen. Der Standort kann vom potenziellen Service-Nutzer unter Verwendung einer Adresse, PLZ, Gebietskennung, des Namens der Stadt, Gemeinde oder einer ähnlichen offiziellen Gemarkung definiert werden. Im Rahmen dieser Beschreibung bezieht sich offizielle Gemarkung auf eine geografische Grenze, die nicht durch Personen, sondern eine behördliche Körperschaft mit zumindest einigen gesetzlichen Befugnissen innerhalb dieser geografischen Begrenzung definiert wird. Der Standort kann auch durch eine Straße oder eine Kreuzung von Straßen definiert werden. Bei einigen Umsetzungen erfasst das Smartphone 57 den Standort über ein im Telefon integriertes GPS-Modul in Form von GPS-Koordinaten. Das Verfahren 200 fährt dann mit Schritt 220 fort.

Im Schritt 220 bestimmt der Rechner 18 anhand des empfangenen Standortes die zugehörige Nachbarschaft. Die Nachbarschaft kann ein geografisch umgrenztes Gebiet repräsentieren, das entlang der durch den Standort indizierten Geobegrenzung verläuft oder eine Vielzahl von Standorten einschließen kann. Geofences können sich auf geographische Begrenzungen beziehen, die durch die Verwendung von vielen Koordinaten aus Breiten- und Längengraden entstehen und unter Fachleuten allgemein bekannt sind. Der Computer 18 kann die Breiten-/Längen-Koordinaten des Standorts, und damit eine oder mehrere Gemeinde(n) identifizieren, die Geofences haben, in denen sich der Standort befindet, sie ordnen dann dem potenziellen Service-Nutzer eine oder mehrere Nachbarschaft(en) zu. So kann beispielsweise ein potenzieller Service-Nutzer den Namen einer Stadt für den Standort angeben und die Nachbarschaft kann vom Rechner 18 innerhalb der Stadtgrenze in Form eines Geofences definiert werden. In einem anderen Beispiel kann der potenzielle Service-Nutzer eine Straßenkreuzung beim Computer 18 als Standort angeben, dieser kann die Position dieser beiden Straßen innerhalb einer Nachbarschaft zuordnen. Diese Straßen können an der Grenze zwischen zwei offiziellen Gemarkungen verlaufen, z. B. entlang der Grenze zwischen zwei Städten, es kann innerhalb des Geofence' eine Nachbarschaft entstehen, zu der Teile von beiden offiziellen Gemarkungen gehören. Auch wenn zwischen zwei Städten eine genaue Grenzlinie verläuft, können Geofences der Nachbarschaften so gesetzt sein, dass sie sich an der Grenze überschneiden. Ein potenzieller Service-Nutzer kann zu mehr als einer Nachbarschaft gehören, wenn sich die Nachbarschaften per Definition überschneiden. Das Verfahren 220 fährt dann mit Schritt 230 fort.

Im Schritt 230 wird das Smartphone 57 oder der potenzielle Service-Nutzer in einer Datenbank des Computers 18 mit einer Nachbarschaft assoziiert. Der Computer 18 kann die Nachbarschaft zu einem potenziellen Service-Nutzer/Smartphone 57 über das Profil des Nutzers in Beziehung setzen. Der potenzielle Service-Nutzer kann ein Profil und Daten in der Datenbank haben, die dem Profil zugeordnet sind. Die mit dem Profil assoziierte Nachbarschaft ist mit anderen Profilen von potenziellen Service-Nutzern verknüpft, die auch eine gemeinsame Nachbarschaft spezifiziert haben. Die Profile können dann anhand des Merkmals der Nachbarschaft identifiziert und in der Datenbank gesucht werden. Das Verfahren 200 fährt dann mit Schritt 240 fort.

Bei Schritt 240 empfängt der Computer 18 ein Service-Angebot und einen Standort bzw. eine Nachbarschaft von der Fahrzeugtelematikeinheit 30, die ein Fahrzeugbesitzer nutzt. Der Fahrzeughalter kann eine Person mit einem gesetzlichen Titel auf das Fahrzeug 12, oder eine anderweitig zur Benutzung des Fahrzeuges 12 berechtigte Person sein. Der Fahrzeughalter kann das Service-Angebot über das Mikrofon 32 oder das Display 38 in die Fahrzeugtelematikeinheit 30 eingeben. Der Fahrzeugbesitzer kann mit dem Service-Angebot auch eine Besitzerkennung eingeben oder die Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs kann die Besitzerkennung im Speicher des Fahrzeug 12 vorhalten und automatisch an das Service-Angebot anhängen, das dem Computer 18 zugestellt wird. Die Besitzerkennung kann ein eindeutiger Name zur Identifikation des Fahrzeugbesitzers dem Computer 18 und der Datenbank gegenüber sein. Wie oben erwähnt, kann das Service-Angebot eine geplante Fahrt mit einem Start- und einem Zielpunkt und einer festgelegten zeitlichen Periode sein. So kann beispielsweise der Fahrzeughalter regelmäßig ein Kind vom Wohnhaus zur Schule innerhalb der Nachbarschaft fahren. Der Fahrzeughalter kann die Hausadresse (Startpunkt), den Standort der Schule (Zielpunkt) und die Zeitdauer zwischen der Abfahrt und der geplanten Ankunftszeit angeben. Wohnort und Schule können durch eine postalische Adresse oder das Setzen von Markern auf einer Karte auf dem Display 38 dargestellt werden. Der Fahrzeugbesitzer kann auch eine Gebühr festlegen, deren Zahlung er für das Service-Angebot erwartet. Der Fahrzeughalter kann eine Gebühr von € 5 für den Transport einer Person entlang der geplanten Route festsetzen. Diese Gebühr kann in Abhängigkeit davon, wie weit der potenzielle Service-Nutzer vom Startpunkt entfernt ist, angepasst werden. In einem Beispiel kann die Gebühr bei € 5 liegen, wenn der potenzielle Service-Nutzer in einem Radius von bis zu 1,5 km vom Fahrzeugbesitzer ist, bei einer größeren Entfernung werden € 7 fällig. Das Service-Angebot kann zusammen mit den Informationen zu Gebühren und der Besitzerkennung drahtlos an den Computer 18 übermittelt werden.

Obwohl das Service-Angebot im Sinne einer geplanten Fahrt dargelegt wird, können Fahrzeugbesitzer auch andere Arten von Service-Angeboten einstellen. Der Fahrzeughalter kann mit seinem Fahrzeug 12 beispielsweise eine Reihe von Geschäften, wie z. B.

Lebensmittelgeschäfte, Restaurants oder Tankstellen ansteuern. Diese Fahrten können die Grundlage für ein Service-Angebot bieten. In einem anderen Beispiel fährt der Fahrzeughalter möglicherweise an jedem Sonnabendmorgen zum Lebensmittelgeschäft. Der Fahrzeugbesitzer kann dann ein Service-Angebot für eine Fahrt zum Lebensmittelgeschäft erstellen, ausgehend von seiner Wohnadresse und dem Zielpunkt am Lebensmittelgeschäft während einer zeitlichen Periode beginnend irgendwo zwischen 08:00 h–11:30 h und Abschluss ca. eine Stunde später.

In einigen Implementierungen kann der Fahrzeughalter auch einen Standort des Fahrzeugs 12 und/oder des Fahrzeughalters an den Rechner 18 übermitteln. Die Fahrzeugtelematikeinheit 30 kann mit dem GPS-Modul 40 GPS-Koordinaten erstellen und diese drahtlos an den Rechner 18 übermitteln. Das Fahrzeugtelematikeinheit 30 kann dann periodisch die Position des Fahrzeugs 12 aktualisieren. Alternativ kann der Fahrzeughalter eine Adresse oder einen anderen Punkt von Interesse eingeben, der eine gegenwärtige Position oder eine Stelle bezeichnet, an der der Fahrzeugbesitzer zu einem Zeitpunkt zu sein plant. Der Rechner 18 kann die Position empfangen und zusammen mit einem Profil des Fahrzeugbesitzers speichern.

Ein Profil des Fahrzeugbesitzers, das diesen zu einer Reihe von Informationen über sich selbst in Beziehung setzt, kann in der Datenbank vorgehalten werden. Das Profil des Fahrzeugeigentümers kann seinen Namen enthalten, eine Fahrzeugkennung, eine Fahrzeugposition, ein oder mehrere Service-Angebot(e), eine Gebühr für jedes Service-Angebot und/oder einen Status, der anzeigt, ob der Fahrzeugbesitzer aktuell verfügbar ist. Die Fahrzeugkennung kann eine Fahrgestellnummer (VIN) oder ein anderer Indikator sein, der Baujahr, Marke, Modell und andere Unterscheidungsmerkmale des Fahrzeugs ausweist. Das Fahrzeug 12 kann periodisch über ein drahtloses Signal Daten an den Rechner 18 senden, um die Fahrzeugposition und den Status zu aktualisieren. Der Status kann sich darauf beziehen, ob der Fahrzeugbesitzer aktuell verfügbar ist. Das kann ein Signal sein, das besagt, ob die Zündung ein- oder ausgeschaltet ist oder ob ein drahtloses Gerät des Fahrzeughalters momentan über ein drahtloses Protokoll mit kurzer Reichweite mit der Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs verbunden ist. Das Profil kann auch Informationen zum Fahrzeugbesitzer enthalten, wie z. B. eine Mobiltelefonnummer (MDN) für die Fahrzeugtelematikeinheit 30 oder ein drahtloses Gerät des Fahrzeughalters. Die MDN kann für die Kommunikation mit Informationen zwischen dem Fahrzeugbesitzer und einem potenziellen Service-Nutzer verwendet werden. Das Verfahren 200 fährt dann mit Schritt 250 fort.

Bei Schritt 250 wird die Datenbank nach der Nachbarschaft durchsucht, die der Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs zugeordnet ist. Nach Empfang des Service-Angebots vom Fahrzeugbesitzer bestimmt der Rechner 18 eine entsprechende Nachbarschaft für die Zuordnung des Angebots. Zurückkehrend zu dem zuvor genutzten Beispiel der Fahrt zur Schule, kann der Rechner 18 die Adresse des Startpunkts lesen (Wohnort) und/oder des Zielpunkts (die Schule) und die Nachbarschaft anhand der in der/den Adresse(n) enthaltenen Angaben zur Stadt. Der Computer 18 kann auch den Standort des Fahrzeugs oder den durch den Fahrzeughalter bestimmten Ort verwenden, um die entsprechende Nachbarschaft festzustellen. Der Standort oder die Adresse können als Koordinaten in Breite und Länge angegeben werden, danach können dann Nachbarschaften in der Datenbank mit dem Ort abgeglichen werden. Der Rechner 18 identifiziert eine oder mehrere Nachbarschaften im Service-Angebot und assoziiert dann die Nachbarschaft(en) mit dem Fahrzeugbesitzer, Service-Angebot und/oder der Fahrzeugtelematikeinheit 30 in der Datenbank. Das Verfahren 200 fährt dann mit Schritt 260 fort.

Bei Schritt 260 wird das von der Fahrzeugtelematikeinheit 30 empfangene Service-Angebot an eine Vielzahl drahtloser Geräte von potenziellen Service-Nutzern in Verbindung mit einer bestimmten Nachbarschaft gesendet. Die Datenbank enthält Service-Angebote von einem oder mehreren Fahrzeugbesitzer(n) gruppiert nach Nachbarschaften. Potenzielle Service-Nutzer mit drahtlosen Geräten, wie dem Smartphone 57 und in Verbindung mit einer bestimmten Nachbarschaft, können vom Computer 18 Service-Angebote für die Nachbarschaft abrufen. Der Computer 18 kann auf die Datenbank zugreifen und alle passenden Service-Angebote für die Nachbarschaft erhalten. Diese Service-Angebote können dann drahtlos vom Rechner 18 an das Smartphone 57 sowie jede andere drahtlose Vorrichtung in der Nachbarschaft, oder mit Auswahl der Nachbarschaft, gesandt werden. Das Smartphone 57 kann die Nachbarschaft über eine GPS-Ortsbestimmung durch das Telefon oder eine manuelle Ortseingabe durch den Nutzer bestimmen.

Das Smartphone 57 empfängt die Service-Angebote drahtlos vom Rechner 18 und zeigt diese auf dem Display 59 an. Der potenzielle Service-Nutzer kann die Service-Angebote für die Nachbarschaft sehen und auf dem Smartphone-Display 59 aussuchen, wenn ihm eines oder mehrere zusagen. Das Smartphone 57 übernimmt die Auswahl und sendet drahtlos eine Nachricht an den Rechner 18, der das Smartphone 57, den Service-Nutzer, das Service-Angebot oder eine Kombination aus diesen identifiziert. Der Rechner 18 nimmt dann über die Telematikeinheit 30 Kontakt zum Fahrzeughalter auf, um ihm die Akzeptanz eines Service-Angebots mitzuteilen. Der Computer 18 kann die Kommunikation zwischen der Fahrzeugtelematikeinheit 30 und dem Smartphone 57 unterstützen. Die Fahrzeugtelematikeinheit 30 und das Smartphone 57 können mit Textnachrichten über den Computer 18 kommunizieren, der dem Smartphone 57 den Standort des Fahrzeugs 12 und der Fahrzeugtelematikeinheit 30 den Standort des Smartphones 57 mitteilen kann.

Nachdem der Service erbracht wurde, kann der Computer 18 die Kreditkarte des Service-Nutzers belasten oder einen anderen Zahlungsmechanismus zur Begleichung der vereinbarten Gebühr aktivieren. In einigen Implementierungen kann der Computer 18 auch eine Service-Gebühr für die Durchführung aller oder einiger der Schritte des Verfahrens 200 erheben. Der Fahrzeughalter und der Service-Nutzer können dann die Möglichkeit erhalten, eine Bewertung über den Service-Nutzer bzw. den Service abzugeben. Diese Rückmeldung kann dem Fahrzeughalter bzw. dem Service-Nutzer in seinem jeweiligen Profil zugeordnet werden, das in der Datenbank im Rechner 18 gespeichert ist. Bei nachfolgenden Service-Angeboten eines Fahrzeughalters können potenzielle Service-Nutzer die Bewertungen für den Fahrzeugbesitzer durchsehen. Desgleichen kann der Fahrzeughalter Bewertungen über den potenziellen Service-Nutzer vor Durchführung einer Dienstleistung überprüfen. Das Verfahren 200 endet dann.

Es versteht sich, dass das Vorstehende eine Beschreibung einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung ist. Die Erfindung ist nicht auf die besondere(n) hierin offenbarte(n) Ausführungsform(en) beschränkt, sondern ausschließlich durch die folgenden Patentansprüche definiert. Darüber hinaus beziehen sich die in der vorstehenden Beschreibung gemachten Aussagen auf bestimmte Ausführungsformen und sind nicht als Einschränkungen des Umfangs der Erfindung oder der Definition der in den Patentansprüchen verwendeten Begriffe zu verstehen, außer dort, wo ein Begriff oder Ausdruck ausdrücklich vorstehend definiert wurde. Verschiedene andere Ausführungsformen und verschiedene Änderungen und Modifikationen an der/den ausgewiesenen Ausführungsform(en) sind für Fachleute offensichtlich. Alle diese anderen Ausführungsformen, Änderungen und Modifikationen sollten im Geltungsbereich der angehängten Patentansprüche verstanden werden.

Wie in dieser Beschreibung und den Ansprüchen verwendet, sind die Begriffe „zum Beispiel”, „beispielsweise”, „wie zum Beispiel”, „wie” und „gleich”, sowie die Verben „umfassen”, „aufweisen”, „enthalten” und ihre anderen Verbformen, wenn sie in Verbindung mit einer Auflistung einer oder mehrerer Komponente(n) oder anderen Gegenständen verwendet werden, jeweils als offen auszulegen, d. h. die Auflistung ist nicht so zu sehen, dass andere, zusätzliche Komponenten oder Elemente ausgeschlossen sind. Andere Begriffe sind in deren weitesten vernünftigen Sinn auszulegen, es sei denn, diese werden in einem Kontext verwendet, der eine andere Auslegung erfordert.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • IEEE 802.11-Protokollen [0020]