Title:
Bewegungs-gesteuerte Anordnung und Verfahren zum Lokalisieren von Zielen mit einem verbesserten Betriebsverhalten in einer Örtlichkeit
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Mehrere Erfassungsnetzeinheiten sind über Kopf in einer Örtlichkeit eingerichtet. Jede Einheit hält ein Bewegungserfassungssystem zum Erfassen eines Grades einer Bewegung in einer Zone der Örtlichkeit, und ein RFID Lokalisierungssystem zum Lesen von RFID-Tags in der Örtlichkeit, im Ansprechen auf den Bewegungsgrad, der von dem Bewegungserfassungssystem erfasst wird. Das Betriebsverhalten des RFID Lokalisierungssystems wird im Ansprechen auf den erfassten Bewegungsgrad eingestellt und optimiert.





Inventors:
Lauria, Charles G., N.Y. (Miller Place, US)
Lavery, Richard J., N.Y. (Huntington, US)
Calvarese, Russell E., N.Y. (Stony Brook, US)
Application Number:
DE102017109943A
Publication Date:
11/30/2017
Filing Date:
05/09/2017
Assignee:
Symbol Technologies, LLC (N.Y., Holtsville, US)
International Classes:
G01S5/00
Attorney, Agent or Firm:
LKGLOBAL | Lorenz & Kopf PartG mbB Patentanwälte, 80333, München, DE
Claims:
1. Anordnung zum Lokalisieren von Zielen in einer Örtlichkeit, die eine Vielzahl von Zonen aufweist, wobei die Anordnung umfasst:
ein Gehäuse, das in der Örtlichkeit über Kopf angebracht ist;
ein Bewegungserfassungssystem, das von dem Gehäuse gehalten wird und eine Vielzahl von Bewegungsdetektor-Aufbauten mit einer entsprechenden Vielzahl von Sichtfeldern umfasst, die von dem Gehäuse weg in unterschiedliche Richtungen blicken und sich über die Zonen der Örtlichkeit erstrecken und diese abdecken, wobei die Bewegungsdetektor-Aufbauten betreibbar sind zum Erfassen von Graden einer Bewegung der Ziele in den Zonen; und
ein Funkfrequenz (RF) Identifikations-(RFID)-Lokalisierungssystem, das von dem Gehäuse gehalten und betriebsmäßig mit dem Bewegungserfassungssystem verbunden ist, wobei das RFID Lokalisierungssystem betreibbar ist zum Lesen der Ziele, die als RFID-Tags konfiguriert sind, um die RFID-Tags in den Zonen im Ansprechen auf die Bewegungsgrade, die von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden, zu lokalisieren.

2. Anordnung nach Anspruch 1, mit einem RFID Controller, der betriebsmäßig mit dem Bewegungserfassungssystem verbunden ist; wobei das RFID Lokalisierungssystem betreibbar ist zum Lesen der RFID-Tags in einem Lesebetriebsmodus mit einem Satz von Leseparametern, und wobei der RFID Controller wenigstens einen Leseparameter auf Grundlage der Bewegungsgrade, die von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden, ändert.

3. Anordnung nach Anspruch 2, wobei der RFID Controller das RFID Lokalisierungssystem steuert, um weniger RFID-Tags zu lesen, wenn reduzierte Grade einer Bewegung von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden, und wenigstens einen der Leseparameter, mit dem die RFID-Tags gelesen werden, auf Grundlage der Bewegungsgrade, die von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden, ändert.

4. Anordnung nach Anspruch 2, wobei der RFID Controller das RFID Lokalisierungssystem steuert, um mehr RFID Tags zu lesen, wenn von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erhöhte Grade einer Bewegung erfasst werden, und wenigstens einen der Leseparameter, mit dem die RFID-Tags gelesen werden, auf Grundlage der Bewegungsgrade, die von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden, ändert.

5. Anordnung nach Anspruch 2, wobei die Leseparameter eine Verweilzeit eines RF Abfragesignals, das von dem RFID Lokalisierungssystem gesendet wird, eine Sendeleistung, mit der das RF Abfragesignal gesendet wird, eine Senderichtung, entlang der das RF Abfragesignal gesendet wird, und eine Auslösereihenfolge einer Vielzahl von RF Abfragesignalen, die von dem RFID Lokalisierungssystem gesendet werden, umfassen.

6. Anordnung nach Anspruch 1, wobei das Gehäuse eine äußere Wand, die eine aufrechtstehende Achse abgrenzt, aufweist; wobei das RFID Lokalisierungssystem eine Vielzahl von RFID Antennenelementen umfasst, die um die aufrechtstehende Achse herum angeordnet und von dem Gehäuse gehalten werden; und wobei die Bewegungsdetektor-Aufbauten eine Vielzahl von Bewegungsdetektorelementen und eine entsprechende Vielzahl von Linsen umfassen, die beide um die aufrechtstehende Achse herum angeordnet und von dem Gehäuse gehalten werden.

7. Anordnung nach Anspruch 1, wobei jeder Bewegungsdetektor-Aufbau einen nicht-Bild-gestützten und nicht-Bild-aufzeichenbaren diskreten Detektor umfasst.

8. Bewegungs-gesteuerte Anordnung zum Lokalisieren von Zielen in einer Örtlichkeit mit einer Vielzahl von Zonen, wobei die Anordnung umfasst:
eine Vielzahl von Gehäusen, die in der Örtlichkeit über Kopf angebracht sind;
eine Vielzahl von Bewegungserfassungssystemen, die jeweils von einem jeweiligen Gehäuse gehalten werden, wobei jedes Bewegungserfassungssystem eine Vielzahl von Bewegungsdetektor-Aufbauten mit einer entsprechenden Vielzahl von Sichtfeldern umfasst, die von dem jeweiligen Gehäuse weg in unterschiedliche Richtungen blicken und sich über die Zonen der Örtlichkeit erstrecken und diese abdecken, wobei die Bewegungsdetektor-Aufbauten zum Erfassen von Graden einer Bewegung der Ziele in den Zonen betreibbar sind; und
eine Vielzahl von Funkfrequenz (RF) Identifikations-(RFID)-Lokalisierungssystemen, die jeweils von einem jeweiligen Gehäuse gehalten und betriebsmäßig mit dem jeweiligen Bewegungserfassungssystem, das von dem jeweiligen Gehäuse gehalten wird, betriebsmäßig verbunden sind, wobei jedes RFID Lokalisierungssystem von einem RFID Controller gesteuert wird und betreibbar ist zum Lesen der Ziele, die als RFID-Tags konfiguriert sind, um die RFID-Tags in den Zonen im Ansprechen auf die Bewegungsgrade, die von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden, zu lokalisieren.

9. Bewegungs-gesteuerte Anordnung nach Anspruch 8, wobei jedes RFID Lokalisierungssystem betreibbar ist zum Lesen der RFID-Tags in einem Lesebetriebsmodus mit einem Satz von Leseparametern, und wobei der RFID Controller wenigstens einen der Leseparameter auf Grundlage der Bewegungsgrade, die von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden, ändert.

10. Bewegungs-gesteuerte Anordnung nach Anspruch 9, wobei die Leseparameter eine Verweilzeit eines RF Abfragesignals, das von jedem RFID Lokalisierungssystem gesendet wird, eine Sendeleistung, mit der das RF Abfragesignal gesendet wird, eine Senderichtung, entlang der das RF Abfragesignal gesendet wird, und eine Auslösereihenfolge einer Vielzahl von RF Abfragesignalen, die von jedem RFID Lokalisierungssystem gesendet werden, umfassen.

11. Bewegungs-gesteuerte Anordnung nach Anspruch 8, wobei jedes Gehäuse eine äußere Wand, die eine aufrechtstehende Achse abgrenzt, aufweist; wobei jedes RFID Lokalisierungssystem eine Vielzahl von RFID Antennenelementen umfasst, die um die aufrechtstehende Achse herum angeordnet und von dem jeweiligen Gehäuse gehalten werden; und wobei die Bewegungsdetektor-Aufbauten eine Vielzahl von Bewegungsdetektor-Elementen und eine entsprechende Vielzahl von Linsen umfassen, die beide um die aufrechtstehende Achse herum angeordnet und von dem jeweiligen Gehäuse gehalten werden.

12. Bewegungs-gesteuerte Anordnung nach Anspruch 8, wobei jeder Bewegungsdetektor-Aufbau einen nicht-Bild-gestützten und nicht-Bild-aufzeichenbaren diskreten Detektor umfasst.

13. Verfahren zum Lokalisieren von Zielen in einer Örtlichkeit, die eine Vielzahl Zonen aufweisen, wobei das Verfahren umfasst:
Anbringen eines Gehäuses über Kopf in der Örtlichkeit;
Erfassen von Graden einer Bewegung der Ziele in den Zonen durch Halten einer Vielzahl von Bewegungsdetektor-Aufbauten mit einer entsprechenden Vielzahl von Sichtfeldern, die von dem Gehäuse weg in unterschiedliche Richtungen blicken und sich über die Zonen der Örtlichkeit erstrecken und diese abdecken, auf dem Gehäuse; und
Lesen der Ziele, die als Funkfrequenz (RF) Identifikations-(RFID)-Tags konfiguriert sind, um die RFID-Tags in den Zonen im Ansprechen auf die Bewegungsgrade, die von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden, durch Halten eines RFID Lokalisierungssystem auf dem Gehäuse zu lokalisieren.

14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei das Lesen der RFID-Tags in einem Lesebetriebsmodus mit einem Satz von Leseparametern ausgeführt wird, und Ändern wenigstens einen der Leseparameter auf Grundlage der Bewegungsgrade, die von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden.

15. Verfahren nach Anspruch 14, und Lesen von weniger RFID-Tags, wenn von den Bewegungsdetektor-Aufbauten reduzierte Grade einer Bewegung erfasst werden, und Ändern von wenigstens einem der Leseparameter, mit dem die RFID-Tags gelesen werden, auf Grundlage der Bewegungsgrade, die von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden.

16. Verfahren nach Anspruch 14, und Lesen von mehr RFID Tags, wenn erhöhte Grade einer Bewegung von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden, und Ändern von wenigstens einem der Leseparameter, mit denen die RFID-Tags gelesen werden, auf Grundlage der Bewegungsgrade, die von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden.

17. Verfahren nach Anspruch 16, und Konfigurieren der Leseparameter, um eine Verweilzeit eines RF Abfragesignals, das von dem RFID Lokalisierungssystem gesendet wird, eine Sendeleistung, mit der das RF Abfragesignal gesendet wird, eine Senderichtung, entlang der das RF Abfragesignal gesendet wird, und eine Auslösereihenfolge einer Vielzahl von RF Abfragesignalen, die von dem RFID Lokalisierungssystem gesendet werden, zu umfassen.

18. Verfahren nach Anspruch 13, und Konfigurieren des Gehäuses mit einer äußeren Wand, die eine aufrechtstehende Achse abgrenzt; und Konfigurieren des RFID Lokalisierungssystem mit einer Vielzahl von RFID Antennenelementen, die um die aufrechtstehende Achse herum angeordnet und von dem Gehäuse gehalten werden; und Konfigurieren der Bewegungsdetektor-Aufbauten mit einer Vielzahl von Bewegungsdetektor-Elementen und einer entsprechenden Vielzahl von Linsen, die beide um die aufrechtstehende Achse herum angeordnet und von dem Gehäuse gehalten werden.

19. Verfahren nach Anspruch 13, und Konfigurieren jedes Bewegungsdetektor-Aufbaus mit einem nicht-Bild-gestützten und nicht-Bild-aufzeichenbaren diskreten Detektor.

Description:
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine Bewegungs-gesteuerte Anordnung und ein Verfahren zum Lesen von Funkfrequenz-(RF) Identifikations-(RFID)-Tags in einer Örtlichkeit in Echtzeit mit einem verbesserten Betriebsverhalten, insbesondere zum schnellen und genauen Lokalisieren und Nachverfolgen von RFID-Tags, die mit Sachen von Interesse für eine Inventurkontrolle assoziiert sind.

Es ist bekannt ein Funkfrequenz-(RF) Identifikations-(RFID)System in einer Handels-, Fabrik-, oder Lagerumgebung oder einem ähnlichen kontrollierten Bereich oder einer Örtlichkeit für eine Produktlokalisierung, eine Produktnachverfolgung, eine Produktidentifikation und eine Inventurkontrolle einzurichten. Um beispielsweise eine Inventur von Dingen vorzunehmen, die mit RFID-Tags in einer Lagerumgebung oder einer Lagerörtlichkeit assoziiert sind, ist es bekannt eine Vielzahl von RFID-Tag-Lesegeräten über Kopf an festen Stellen an der Decke oder an Türrahmen, Ladedocks und Fertigungslinien in der Örtlichkeit zu positionieren und dann jedes derartige Lesegerät unter der Steuerung eines Netz-Hostcomputers oder eines Servers zu betreiben, um einen Abfragestrahl sowohl im Azimut, zum Beispiel über einem Winkel von 360° um eine vertikale Achse herum, als auch in der Elevation, zum Beispiel über einem Winkel von ungefähr 90° weg von der vertikalen Achse, über einem Abdeckungsbereich über irgendwelche derartigen Tags zu bilden und zu lenken, um deren Nutzlasten (Payload) zu lesen. Jedes RFID Tag ist gewöhnlicherweise an einer einzelnen Sache oder einer Verpackung für die Sache oder an einer Palette oder einem Behälter für mehrere Sachen oder an einer Fracht-Bewegungseinheit, wie beispielsweise einem Gabelstapler oder einem Lastwagen, zum Bewegen von derartigen Sachen, Verpackungen oder Paletten in der Örtlichkeit, angebracht oder damit assoziiert. Jedes RFID Tag umfasst typischerweise eine Tag-Antenne, einen Energieverwaltungsabschnitt, einen Funkabschnitt und häufig einen Logikabschnitt, einen Speicher oder beides. Eine Vielzahl von derartigen Tracks können in dem Abdeckungsbereich von jedem RFID Lesegerät vorhanden sein

Kurz zusammengefasst, jedes RFID Lesegerät sendet ein RF Abfragesignal und jedes RFID Tag, das das Abfrage-RF-Signal erfasst, antwortet durch Übertragung eines Rückkehr-RF-Signals. Jedes RFID-Tag erzeugt entweder das Rückkehr-RF-Signal ursprünglich oder reflektiert einen Teil des Abfrage-RF-Signals in einem Prozess zurück, der als Rückstreuung (Backscatter) bekannt ist. Das Rückkehr-RF-Signal kann ferner Daten, die intern in dem Tag gespeichert sind, dekodieren. Das Rückkehrsignal wird in Identifikationsdaten (die auch als die Nutzlast bekannt sind) von jedem Lesegerät demoduliert und dekodiert, wobei dieses dadurch das zugehörige Ding identifiziert, zählt oder in anderer Weise damit in Wechselwirkung tritt. Die dekodierten Daten können eine Seriennummer, ein Preis, ein Datum, ein Zielort, ein Ort, ein anderes Attribut (andere Attribute) oder irgendeine Kombination von Attributen usw. bezeichnen. Ein spezifischer Ort von irgendeiner bestimmten mit einem RFID-Tag versehenen Sache in der Örtlichkeit wird typischerweise dadurch bestimmt, dass der Server die Nutzlasten verarbeitet und Daten von einer Vielzahl von derartigen RFID Lesegeräten durch Verwendung von Triangulations-/Trilaterations-Techniken, die in dem technischen Gebiet bekannt sind, aufnimmt.

Obwohl derartige bekannte RFID Systeme zum Identifizieren, zum Lokalisieren und zum Nachverfolgen von Dingen/Sachen mit RFID-Tags vorteilhaft gewesen sind, insbesondere mit kostengünstigen passiven Tags, hat es sich in der Praxis als schwierig herausgestellt jedes Tag genau und schnell zu lokalisieren (zu orten), insbesondere dann, wenn sich ein oder mehrere der Tags bewegt haben, und auch dann, wenn eine Vielzahl, zum Beispiel eine Tag-Population von mehreren Tausenden von derartigen Tags in der Örtlichkeit vorhanden ist. Zusätzlich weist die Örtlichkeit selbst Strukturen auf, beispielsweise Regale und ähnliche Aufbauten, sowie Wände, den Boden und die Decke und sogar Personen und sich bewegende Geräte, wobei all diese und weitere die RF Signale reflektieren und/oder streuen und/oder absorbieren können, wodurch bewirkt wird, das sich die RF Signale entlang von mehreren, unterbrochenen, geknickten Pfaden bewegen, und die Ausbreitung der RF Signale zwischen dem RFID-Tags und dem RFID Lesegerät negativ beeinflusst wird. Jedes RFID Lesegerät liest bei einer bestimmten Leserate, zum Beispiel ungefähr 100–200 Tags pro Sekunde, und eine gewisse, nicht vernachlässigbare Zeitspanne wird benötigt, um eine gesamte Tag-Population zu lesen. Manchmal muss jedes RFID Lesegerät ein individuelles Tag mehr als einmal lesen, um dessen Ort genau zu bestimmen. Wenn sich eine mit einem RFID-Tag versehene Sache bewegt hat, d. h. wenn sich dessen Ort auf einen neuen Ort geändert hat, wird die Zeit, die benötigt wird, um eine Aktualisierung von dessen neuen Ort bereitzustellen, durch die Anwesenheit einer großen Anzahl von anderen Tags negativ beeinträchtigt. Es ist nicht immer möglich, wenigstens nicht unmittelbar, eine Kenntnis darüber zu haben, wann sich ein bestimmtes Tag bewegt hat, weil das System typischerweise sämtliche Tags identifizieren und lokalisieren muss, bevor es bestimmen kann, ob sich irgendein bestimmtes Tag bewegt hat. Die Zeitspanne, die benötigt wird, um den neuen Ort eines Tags zu bestimmen, welches sich bewegt hat, ist eine lineare Funktion der Anzahl von Tags innerhalb des Abdeckungsbereichs des Lesegeräts (der Lesegeräte). Ein Leseverhalten in Echtzeit in der Größenordnung von einer Sekunde oder weniger zum schnellen Bestimmen des neuen Orts eines Tags, welches sich bewegt hat, oder zum genauen Lokalisieren eines bestimmten Tags, ist eine Herausforderung, die bekannte RFID Systeme nicht immer adäquat erfüllt haben.

Um die Lokalisierung der RFID-Tags zu verbessern ist es bekannt in dem RFID System ein phasengesteuertes Antennenfeld (Phased Antenna Array) in dem RFID System zu verwenden. Jedoch erfordert dies die Hinzufügung von kostenaufwendiger Hardware. Es ist weiter bekannt ein Video- oder Überwachungssystem in der Örtlichkeit einzurichten, indem eine Vielzahl von Videokameras überall in der Örtlichkeit positioniert werden. Jede Videokamera wird betrieben, um Videostreams von Bildern von Zielen, wie beispielsweise den RFID-Tags, einzufangen und aufzuzeichnen und diese Videostreams zu verarbeiten, um zusätzliche Steuerinformation und eine Rückkopplung von dem RFID System bereitzustellen, um dessen Betriebsverhalten beim Lokalisieren der RFID-Tags zu verbessern. Jedoch bedingt dies nicht nur die Hinzufügung von kostenaufwendiger Hardware, sondern erfordert auch zusätzliche Videoverarbeitungs-Serverressourcen, um die Videostreams zu verarbeiten, und benutzt auch eine exzessive Serverbandbreite.

Demzufolge besteht ein Bedarf zum genaueren und schnelleren Lokalisieren von derartigen Tags, insbesondere in einer großen RFID Tag-Population, um Serverbandbreite und Videoverarbeitungs-Serverressourcen einzusparen und das Leseverhalten von derartigen RFID-Systemen zu verbessern.

KURZBESCHREIBUNG DER MEHREREN ANSICHTEN DER ZEICHNUNGEN

Die beiliegenden Figuren, in denen gleiche Bezugszeichen identische oder funktional ähnliche Elemente überall in den getrennten Ansichten bezeichnen, sind zusammen mit der ausführlichen nachstehend angegebenen Beschreibung in die Spezifikation eingebaut und bilden einen Teil davon und dienen zur weiteren Illustration von Ausführungsformen von Konzepten, die die beanspruchte Erfindung umfassen, und erläutern verschiedene Prinzipien und Vorteile von diesen Ausführungsformen.

In den Zeichnungen zeigen:

1 eine aufgebrochene perspektivische Ansicht, in einer Ansicht von oben, von einer Bewegungs-gesteuerten Anordnung von mehreren, über Kopf angeordneten Erfassungsnetzeinheiten, die in einer Lagerörtlichkeit installiert sind, in Übereinstimmung mit der vorliegenden Offenbarung;

2 eine Blockdiagrammansicht eines Bewegungserfassungssystems und eines RFID Lokalisierungssystems, die in jeder über Kopf angebrachten Erfassungsnetzeinheit der 1 gebracht sind;

3 eine vergrößerte Elevationsansicht von jeder über Kopf angebrachten Erfassungsnetzeinheit der 1;

4 eine Querschnittsansicht entlang der Schnittlinie 4-4 der 3; und

5 eine diagrammartige Aufsicht, die ein Beispiel darstellt, wie das Betriebsverhalten eines RFID Lokalisierungssystems bei einer repräsentativen Erfassungsnetzeinheit verbessert werden kann.

Durchschnittsfachleute werden erkennen, dass Elemente in den Figuren zur Vereinfachung und Übersichtlichkeit dargestellt sind und nicht notwendigerweise im Maßstab gezeichnet sind. Zum Beispiel können die Abmessungen und Orte von einigen der Elemente in den Figuren im Verhältnis zu anderen Elementen übertrieben dargestellt sein, um zu einem verbesserten Verständnis der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beizutragen.

Die Anordnungs- und Verfahrenskomponenten sind, soweit geeignet, mit herkömmlichen Symbolen in den Zeichnungen dargestellt worden, wobei nur diejenigen spezifischen Einzelheiten gezeigt sind, die für das Verständnis der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung relevant sind, um die Offenbarung nicht mit Einzelheiten zu überladen, die Durchschnittsfachleuten in dem technischen Gebiet, die den Nutzen aus der hier vorgelegten Beschreibungen ziehen, bereits offensichtlich sein werden.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNGEN DER ERFINDUNG

Ein Aspekt von dieser Offenbarung betrifft eine Bewegungs-gesteuerte Anordnung zum Lokalisieren von Zielen mit einem verbesserten Betriebsverhalten in einer Örtlichkeit, wie beispielsweise einer Handels-, Fabrik-, oder Lagerumgebung, die eine Vielzahl von Zonen aufweist. Die Anordnung umfasst ein Gehäuse, welches in der Örtlichkeit über Kopf angebracht ist, ein Bewegungserfassungssystem, das von dem Gehäuse gehalten wird, und ein Funkfrequenz-(RF) Identifikations-(RFID)Lokalisierungssystem, welches ebenfalls von dem Gehäuse gehalten wird und betriebsmäßig mit dem Bewegungserfassungssystem verbunden ist. Das Bewegungserfassungssystem umfasst eine Vielzahl von Bewegungsdetektor-Aufbauten mit einer entsprechenden Vielzahl von Sichtfeldern, die von dem Gehäuse weg in unterschiedliche Richtungen blicken und sich über die Zonen der Örtlichkeit erstrecken und diese abdecken. Die Bewegungsdetektor-Aufbauten erfassen Grade einer Bewegung der Ziele in den Zonen. Das RFID Lokalisierungssystem liest die Ziele, die als RFID-Tags konfiguriert sind, um die RFID-Tags in den Zonen im Ansprechen auf die Bewegungsgrade bzw. Bewegungsbeträge, die von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden, zu lokalisieren.

Ein Netzserver ist mit dem Bewegungserfassungssystem und dem RFID Lokalisierungssystem betriebsmäßig verbunden. Das RFID Lokalisierungssystem liest die RFID-Tags in einem Lesebetriebsmodus mit einem Satz von Leseparametern und ein RFID Controller des RFID Lokalisierungssystems ändert wenigstens einen der Leseparameter auf Grundlage der Bewegungsgrade, die von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden. Zum Beispiel schaltet der RFID Controller wenigstens teilweise das RFID Lokalisierungssystem ab oder steuert dieses, um irgendwelche RFID-Tags nicht zu lesen oder um weniger RFID-Tags zu lesen, wenn von den Bewegungsdetektor-Aufbauten keine Bewegung oder eine Null-Bewegung oder eine Bewegung mit einem reduzierten Grad bzw. Betrag erfasst wird, und ändert wenigstens einen der Leseparameter, zum Beispiel eine Verweilzeit, in der ein RF Signal, welches von dem RFID System gesendet wird, jedes RFID liest, auf Grundlage des Bewegungsgrads, der von den Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst wird. Somit wird ein hohes erfasstes Ausmaß einer Bewegung, verursacht durch zahlreiche sich bewegende RFID-Tags oder andere sich bewegende Objekte, bewirken, dass der RFID Controller die Verweilzeit erhöht, und umgekehrt. Andere Leseparameter, die geändert werden, umfassen, sind aber nicht beschränkt auf, eine Sendeleistung, bei der das RF Signal gesendet wird und/oder eine Senderichtung, entlang der das RF Signal gesendet wird, und/oder eine Auslösereihenfolge einer Vielzahl von RF Signalen, die von einer Vielzahl von RFID Antennenelementen des RFID Lokalisierungssystems gesendet werden.

In vorteilhafter Weise weist das Gehäuse eine äußere Wand auf, die eine aufrechtstehende oder vertikale Achse abgrenzt, und die RFID Antennenelemente sind um die aufrechtstehende Achse angeordnet. Die Bewegungsdetektor-Aufbauten umfassen eine Vielzahl von Bewegungsdetektor-Elementen und eine entsprechende Vielzahl von Linsen, wobei beide ebenfalls um die aufrechtstehende Achse herum angeordnet sind. Vorzugsweise umfasst jeder Bewegungsdetektor-Aufbau einen nicht-Bild-gestützten und nicht-Bild-aufzeichenbaren diskreten Detektor und eine Fresnel-Linse.

Ein weiterer Aspekt dieser Offenbarung ist gerichtet auf ein Verfahren zum Lokalisieren von Zielen in einer Örtlichkeit, die eine Vielzahl von Zonen aufweist. Das Verfahren wird ausgeführt durch Anbringen eines Gehäuses über Kopf in der Örtlichkeit, durch Erfassen von Bewegungsgraden der Ziele in den Zonen durch Halten einer Vielzahl von Bewegungsdetektor-Aufbauten auf dem Gehäuse, die eine entsprechende Vielzahl von Sichtfeldern aufweisen, die von dem Gehäuse weg in unterschiedliche Richtungen blicken und sich über die Zonen der Örtlichkeit erstrecken und diese abdecken, und durch Lesen der Ziele, die als Funkfrequenz (RF) Identifikations-(RFID)-Tags konfiguriert sind, um die RFID-Tags in den Zonen im Ansprechen auf die Bewegungsgrade, die durch die Bewegungsdetektor-Aufbauten erfasst werden, durch Halten eines RFID Lokalisierungssystems auf dem Gehäuse zu lokalisieren.

In Übereinstimmung mit dieser Offenbarung stellen die Bewegungsdetektor-Aufbauten eine zusätzliche Steuerinformation und eine Rückkopplung an dem RFID Lokalisierungssystem bereit, um dessen Tag-Lokalisierungsverhalten zu verbessern. Wenn die Bewegungsdetektor-Aufbauten in einer bestimmten Zone der Örtlichkeit keine Aktivitäten oder eine Null-Aktivität oder eine Aktivität mit einem verringerten Grad bzw. Ausmaß erfassen, besteht bzw. bestehen für das RFID Lokalisierungssystem in dieser Zone kein Grund bzw. wenig Gründe bei einem vollen Betriebsverhalten zu arbeiten, und deshalb kann es wenigstens teilweise abgeschaltet werden, um dadurch Serverbandbreite und Serververarbeitungsressourcen einzusparen. Wenn die Bewegungsdetektor-Aufbauten immer größere Grade der Aktivität in einer bestimmten Zone der Örtlichkeit erfassen, dann kann die voranstehend erwähnte Verweilzeit proportional direkt erhöht werden, um den größeren Graden einer Bewegung angepasst zu sein, und umgekehrt, wodurch das Tag-Lokalisierungsverhalten des Bewegungs-gesteuerte RFID Lokalisierungssystems optimiert wird.

Bezugnehmend nun auf die Zeichnungen zeigt das Bezugszeichen 10 in 1 allgemein eine Lagerumgebung oder eine Lagerörtlichkeit, in der eine Vielzahl von Erfassungsnetzeinheiten 30 zum Erfassen von Zielen über Kopf angebracht ist. Wie nachstehend in Verbindung mit 5 beschrieben, kann die Örtlichkeit 10 Zonen oder Regale 92, 94, 96, 98 aufweisen, die voneinander beabstandet sind. In vorteilhafter können die Erfassungsnetzeinheiten 30 zu jeden 20 bis 80 Fuß oder ähnlich in einem quadratischen Gitter installiert sein. Wie nachstehend beschrieben weisen die Erfassungsnetzeinheiten 30 ein Bewegungserfassungssystem 32 zum Erfassen von Graden einer Bewegung der Ziele in den Zonen 92, 94, 96, 98 und ein Funkfrequenz (RF) Identifikations-(RFID)Lokalisierungssystem 34, welches zum Lesen der Ziele, die als RFID-Tags betreibbar sind, auf.

An jedem Produkt 12, das in 1 zur Vereinfachung als Karton gezeigt ist, ist ein RFID-Tag angebracht, vorzugsweise wegen Kostgründen ein passives RFID-Tag, und in einigen Anwendungen kann ein RFID-Tag mit einer Palette oder einem Behälter für mehrere Produkte 12 assoziiert werden. Ein RFID-Tag kann auch zu einer von Personen 24 getragenen Marke, oder zu mobilen Einrichtungen 110, wie beispielsweise in der Hand gehaltenen RFID-Tag-Lesegeräten, in der Hand gehaltenen Barcodesymbol-Lesegeräten, Telefonen, Funkgeräten, Uhren, Tabletts, Funkgeräten oder Computern, die von den Personen 24 getragenen und/oder mit sich geführt werden, wenn sie sich innerhalb der Örtlichkeit 10 bewegen, oder sogar zu Produkt-Bewegungseinheiten, wie beispielsweise Lastwägen oder Gabelstaplern 22, die innerhalb der Örtlichkeit 10 zum Bewegen der Produkte 12 bewegbar sind, gehören. Wie weiter in 5 gezeigt werden die voranstehend erwähnten Regale 92, 94 nachstehend als „aktive“ („beschäftigte“) Regale bezeichnet, weil zahlreiche Produkte 12 und/oder Personen 24 und/oder mobile Einrichtungen und 110 und/oder Produkt-Bewegungseinheiten 22 in diesen Zonen in Bewegung sind, wohingegen Regale 96, 98 nachstehend als „ruhende“ Regale beschrieben werden, weil keine oder weniger Produkte 12 und/oder Personen 24 und/oder mobile Einrichtungen 110 und/oder Produkt-Bewegungseinheiten 22 in diesen Zonen in Bewegung sind.

Ein Netz-Hostcomputer oder Server 14, der typischerweise in einem Hinterzimmer in der Örtlichkeit 10 angeordnet ist, umfasst ein oder mehrere Computer und steht in einer verdrahteten, drahtlosen, direkten oder über ein Netz verbunden Kommunikation mit jeder Erfassungsnetzeinheit 30. Der Server 14 kann auch entfernt in einem Cloud-Server untergebracht sein. Der Server 14 kann einen drahtlosen RF Transceiver (Sender/Empfänger) umfassen, der mit jeder Erfassungsnetzeinheit 30 kommuniziert.

Zum Beispiel sind WiFi und Bluetooth® offene drahtlose Standards zum Austauschen von Daten zwischen elektronischen Einrichtungen. Der Server 14 ist mit dem Bewegungserfassungssystem 32 und dem RFID Lokalisierungssystem 34 in jeder Erfassungsnetzeinheit 30 verbunden. Wie diagrammartig mit den gestrichen Linien 20 in 1 gezeigt, können drei der Erfassungsnetzeinheiten 30 verwendet werden, um ein Produkt 12 in der Örtlichkeit 10 durch eine Triangulation oder Trilateration, sowie eine mit gestrichelten Linien 16 dargestellte Route, die ein Produkt 12 zurückgelegt hat, zu lokalisieren.

Wie am besten in 2 gezeigt umfasst jedes Bewegungserfassungssystem 32 eine Vielzahl von Bewegungsdetektor-Aufbauten, die jeweils eine Vielzahl von Bewegungsdetektor 1, 2, 3 ..., N aufweisen, die allgemein mit dem Bezugszeichen 26 bezeichnet sind, und eine entsprechende Vielzahl von Fokussierungslinsen 1, 2, 3, ..., N, die jeweils allgemein mit dem Bezugszeichen 36 identifiziert werden. Die Anzahl N ist beliebig und hängt von der bestimmten Anwendung ab. Die Bewegungsdetektor-Aufbauten weisen eine entsprechende Vielzahl von Sichtfeldern (Field Of View; FOV) 38 auf, die sowohl im Azimut als auch in der Elevation von jeder über Kopf angebrachten Netz Erfassungseinheit 30 weg in unterschiedliche Richtungen blicken und sich über die Zonen 92, 94, 96, 98 der Örtlichkeit 10 erstrecken und diese abdecken. Die Bewegungsdetektor-Aufbauten erfassen Grade einer Bewegung von Zielen, zum Beispiel Produkten 12 und/oder Personen 24 und/oder mobilen Einrichtungen 110 und/oder Produkt-Bewegungseinheiten 22 in den Zonen 92, 94, 96, 98 und sind mit einem Bewegungsprozessor oder Controller 40 verbunden, der wiederum ein Bewegungssignal, welches eine Bewegung in einer bestimmten Zone angezeigt, an einen RFID Prozessor oder Controller 42 des RFID Lokalisierungssystems 34 sendet.

Wie ebenfalls in 2 gezeigt weist jedes RFID Lokalisierungssystem 34 eine Vielzahl oder ein Feld von Antennenelementen 1, 2, 3 ..., N auf, die jeweils mit dem Bezugszeichen 44 bezeichnet sind und mit einem RF Abschnitt 46 verbunden sind, der wiederum mit dem RFID Controller 42 verbunden ist, um dessen Betrieb zu steuern. Die Anzahl N ist beliebig und hängt von der bestimmten Anwendung ab. Der RFID Controller 42 lenkt bzw. steuert Abfragestrahlen 28 (siehe 5), die von den Antennenelementen 44 abgestrahlt werden, über die Tags in den Zonen der Örtlichkeit und lokalisiert, in Kombination mit dem Bewegungssignal, die RFID Tags in einer bestimmten Zone im Ansprechen auf den Bewegungsgrad, der von einem bestimmten Bewegungsdetektor-Aufbau erfasst wird, durch Senden eines erweiterten RFID Tag-Lokalisierungsinformationssignals an den Server 14 zur Verarbeitung.

Insbesondere umfasst der RF Abschnitt 46 eine Steuerungs- und Verarbeitungselektronik, die mit den Antennenelementen 44 betriebsmäßig verbunden ist, um die Antennenelemente 44 in einer Auslösereihenfolge einzuschalten (bzw. mit Energie zu versorgen). Der RF Abschnitt 46 umfasst einen RF Transceiver (Sender/Empfänger), der unter der Steuerung des RFID Controllers 42 betrieben wird, um einen Abfrage-RF-Strahl 28 (siehe 5) über irgendwelche RFID-Tags, die in seinem Abdeckungsbereich sind, zu bilden und zu lenken und die Nutzlasten von diesen RFID-Tags abzufragen und zu verarbeiten. Es sei darauf hingewiesen, dass in der Örtlichkeit 10 Tausende von RFID-Tags vorhanden sein können. Die Antennenelemente 44 empfangen einen Rückkehr-RF-Strahl von dem abgefragten Tag (den abgefragten Tags), und der RFID Controller 42 dekodiert ein RF Signal von dem Rückkehr-RF-Stahl in dekodierten Daten. Die dekodierten Daten, die auch als eine Nutzlast oder aufgenommene Zieldaten bekannt sind, können eine Seriennummer, einen Preis, ein Datum, einen Zielort, einen Ort, ein anderes Attribut (andere Attribute) oder irgendeine Kombination von Attributen usw. für das mit einem Tag versehene Ziel bezeichnen.

Eine bevorzugte Ausführungsform von jeder Erfassungsnetzeinheit 30 ist in 3 dargestellt. Jede Einheit 30 weist ein allgemein kreisförmiges, hohles, gemeinsames Gehäuse 50 auf, das an einem Überkopfort in einer Zone der Örtlichkeit 10 angebracht ist. Ein segmentierter Dom 52 mit mehreren Facetten ist an dem Boden des Gehäuses 50 angebracht. Das Gehäuse 50 und der Dom 52 sind beide zu einer aufrechtstehenden vertikalen Achse 48 symmetrisch. Das Gehäuse 50 hält sämtliche Komponenten des Bewegungserfassungssystem 32 und des RFID Lokalisierungssystems 34.

Wie am besten aus 5 ersichtlich sind die RF Antennenelemente 44 innerhalb des Gehäuses 50 angebracht und sind um die aufrechtstehende Achse 48 herum, vorzugsweise in gleichen Winkelabständen voneinander getrennt, angeordnet. Das Gehäuse 50 deckt die RF Antennenelement 44 ab und wirkt als eine Kuppel, um diese zu schützen. Das Gehäuse 50 besteht aus einem Material, durch das RF Signale leicht treten können, beispielsweise Plastik. Wie am besten in 45 ersichtlich sind auch die Bewegungsdetektoren 26 innerhalb des Gehäuses 50 angebracht und sind um die aufrechtstehende Achse 48 herum, vorzugsweise in gleichen Winkelabständen voneinander getrennt, angeordnet. Die Fokussierungslinsen 36 sind in vorteilhafter Weise konfiguriert, um mit dem Dom 52 mit mehreren Facetten integral bzw. einstückig zu sein, d. h. jede Facette bildet eine Fokussierungslinse 36 und sämtliche Linsen 36 sind um die aufrechtstehende Achse 48 herum, vorzugsweise in gleichen Winkelabständen voneinander getrennt, angeordnet.

Wie dargestellt weist der Dom 52 drei Ebenen auf und jede Ebene weist acht Bewegungsdetektoren 26 und acht Linsen 36 auf. Diese Offenbarung ist nicht so gedacht, dass sie auf derartige numerische Werte beschränkt ist, weil eine andere Anzahl von Ebenen und eine andere Anzahl von Detektoren 26 und Linsen 36 auf jeder Ebene vorhanden sein kann. Ferner muss jede Linsen 36 nicht unbedingt planar, wie dargestellt, sein, sondern könnte gekrümmt sein. Zusätzlich können die Linsen 36 diskrete Elemente sein und miteinander nicht in einer einstückigen Konstruktion integriert sein. In vorteilhafter Weise ist jeder Bewegungsdetektor 26 ein nicht-Bild-gestützter und nicht-Bild-aufzeichenbarer diskreter Detektor und jede Linse 36 ist eine Fresnel-Linse.

In Übereinstimmung mit dieser Offenbarung stellt das Bewegungserfassungssystem 32 eine zusätzliche Steuerung, Information und Rückkopplung an dem RFID Lokalisierungssystem 34 bereit, um dessen Tag-Lokalisierungsverhalten zu verbessern. Die Bewegungsdetektoren 26 in jeder Einheit 30 überwachen den Bewegungsgrad von irgendwelchen Zielen in deren Abbildung-FOVs 38 oder Zonen 92, 94, 96, 98 in der Örtlichkeit 10. Wenn die Bewegungsdetektoren 26 keine oder eine Null-Bewegung oder einen reduzierten Grad einer Bewegung in einer bestimmten Zone der Örtlichkeit erfassen, zum Beispiel bei ruhenden Regalen 96, 98, dann besteht kein Grund oder bestehen wenig Gründe, dass das RFID Lokalisierungssystem 34 in dieser Zone arbeitet, um Zieldaten bei einem vollen Betriebsverhalten aufzunehmen, und deshalb kann es wenigstens teilweise von dem RFID Controller 42 abgeschaltet werden, wodurch eine Serverbandbreite und Verarbeitungsressourcen eingespart werden. Wenn die Bewegungsdetektoren 26 immer größere Grade einer Bewegung in einer bestimmten Zone der Örtlichkeit 10 erfassen, zum Beispiel bei Regalen 92, 94, dann wird der Betrieb des RFID Lokalisierungssystems 34 in dieser Zone durch den RFID Controller 42 modifiziert, um die größeren Grade einer Bewegung unterzubringen und umgekehrt, wodurch das Tag-Lokalisierungsverhalten des Bewegungs-gesteuerten Lokalisierungssystems 34 optimiert wird. Somit arbeitet das Bewegungserfassungssystem 32 und das RFID Lokalisierungssystem 34 gegenseitig miteinander, um die Ziele genau zu lokalisieren.

Zum Beispiel liest das RFID Lokalisierungssystem 34 die RFID-Tags in einem Lesebetriebsmodus mit einem Satz von Leseparametern oder Einstellungen. Ein derartiger Leseparameter ist die Dauer einer Verweilzeit eines RF Abfragesignals, das von dem RFID Lokalisierungssystem 34 gesendet wird. Die Verweilzeit ist die Zeitspanne, über der ein RFID-Tag in dem Feld des RF Abfragestrahls 28 bleibt. Der RFID Controller 42 verändert die Verweilzeit oder irgendeinen anderen Leseparameter oder eine Einstellung auf Grundlage des Bewegungsgrads, der von dem Bewegungserfassungssystem 32 erfasst wird. Somit wird ein höherer erfasster Aktivitätsgrad, zum Beispiel mehr Bewegung, verursacht durch zahlreiche sich bewegende Ziele, zum Beispiel an aktiven Regalen 92, 94, den RFID Controller 42 veranlassen, die Verweilzeit oder irgendeinen anderen Leseparameter, und umgekehrt, direkt proportional zu erhöhen. Andere Leseparameter, die verändert werden können, umfassen, sind aber nicht beschränkt auf, eine Sendeleistung, bei der das RF Signal gesendet wird, und/oder eine Senderichtung, entlang der das RF Signal gesendet wird, und/oder eine Auslösereihenfolge einer Vielzahl von RF Signalen, die von den RF Antennenelemente gesendet werden. Irgendeiner oder mehrere von derartigen Leseparametern können in irgendeiner Kombination verändert werden.

In der voranstehenden Beschreibung sind spezifische Ausführungsformen beschrieben worden. Jedoch werden Durchschnittsfachleute in dem technischen Gebiet erkennen, dass verschiedene Modifikationen und Änderungen durchgeführt werden können, ohne von dem Umfang der Erfindung abzuweichen, so wie sie in den nachstehend angegebenen Ansprüchen aufgeführt ist. Demzufolge sollen die Beschreibung und die Figuren in einer illustrativen und nicht in einem beschränkenden Sinn angesehen werden, und sämtliche derartigen Modifikationen sollen in den Umfang der vorliegenden Lehren enthalten sein.

Die Nutzen, Vorteile, Lösungen von Problemen und irgendein Element (irgendwelche Elemente), das (die) bewirken kann (können), dass irgendein Nutzen, Vorteil oder eine Lösung auftritt oder besser hervortritt, werden nicht als kritische, erforderliche oder wesentlichen Merkmale oder Elemente von irgendwelchen oder allen Ansprüchen angesehen. Die Erfindung wird ausschließlich durch die beigefügten Ansprüche einschließlich von irgendwelchen Änderungen, die während der Anhängigkeit dieser Anmeldung durchgeführt werden, und sämtlicher äquivalente Ausführungsformen von den Ansprüchen, wie erteilt, definiert.

Ferner werden in diesem Dokument Begriffe, die sich aufeinander beziehen, wie beispielsweise erster/erste und zweiter/zweite, oben und unten und dergleichen ausschließlich verwendet, um eine Einheit oder eine Aktion von einer anderen Einheit oder einer anderen Aktion zu unterscheiden, ohne dass dies notwendigerweise irgendeine tatsächliche derartige Beziehung oder Reihenfolge zwischen derartigen Einheiten oder Aktionen erfordert oder impliziert. Die Begriffe „umfasst“, „umfassend“, „weist auf“, „aufweisend“, „enthält“, „enthaltend“, „schließt ein“, „einschließend“ oder irgend eine andere Variation davon sollen einen nicht-exklusiven Einbau bedeuten, sodass ein Prozess, ein Verfahren, ein Artikel oder eine Vorrichtung, die eine Liste von Elementen umfasst, aufweist, einschließt oder enthält, nicht nur diese Elemente enthält, sondern andere Elemente einschließen kann, die nicht explizit aufgelistet sind oder für einen derartigen Prozess, ein derartiges Verfahren, einen derartigen Artikel oder eine derartige Vorrichtung inhärent sind. Ein Element, dem „umfasst ... einen/eine/einer“, „weist auf...einen“, „schließt ein einen/einer“, „enthält ... einen/eine“ vorangeht, schließt ohne weitere Randbedingungen die Existenz von zusätzlichen identischen Elementen in dem Prozess, dem Verfahren, dem Artikel oder der Vorrichtung, die das Element umfasst, aufweist, einschließt oder enthält, nicht aus. Die Begriffe „ein“ und „einer“ werden als ein oder mehrere definiert, außer wenn dies explizit hier anders angegeben ist. Die Begriffe „substantiell“, „essenziell“, „ungefähr“, „nahezu“ oder irgendeine andere Version davon sind so definiert, dass sie von einem Durchschnittsfachmann in dem technischen Gebiet als nahe zu verstanden werden, und in einer nicht beschränkten Ausführungsform wird der Begriff definiert, um innerhalb von 10 % zu sein, in einer anderen Ausführungsform von innerhalb von 5 %, in einer anderen Ausführungsform innerhalb von 1 % und in einer anderen Ausführungsform innerhalb von 0,5 %. Der Begriff „gekoppelt“, so wie er hier verwendet wird, wird als verbunden definiert, obwohl dies nicht bedeutet, dass dies notwendigerweise direkt und notwendigerweise mechanisch ist. Eine Einrichtung oder eine Struktur, die in einer bestimmten Weise „konfiguriert“ ist, ist in wenigstens dieser Weise konfiguriert, kann aber auch in Vorgehensweisen konfiguriert sein, die nicht aufgelistet sind.

Es sei darauf hingewiesen, dass einige Ausführungsformen ein oder mehrere generische oder spezialisierte Prozessoren (oder „Verarbeitungseinrichtungen“) umfassen können, wie beispielsweise Mikroprozessoren, digitale Signalprozessoren, speziell zugeschnittene Prozessoren und Field Programmable Gate Arrays (FPGAs) und ferner einzigartige gespeicherte Programmbefehle (einschließlich sowohl Software und Firmware), die die ein oder mehreren Prozessoren steuern, um in Verbindung mit bestimmten Nicht-Prozessorschaltungen einige, die meisten oder alle Funktionen des Verfahrens und/oder der Vorrichtung, die hier beschrieben werden, zu implementieren. Alternativ können einige oder sämtliche Funktionen durch eine Zustandsmaschine implementiert werden, die keine gespeicherten Programmbefehle aufweist, oder in ein oder mehreren anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen (Application Specific Integrated Circuits, ASICs), bei denen jede Funktion oder irgendwelche Kombinationen von bestimmten Funktionen als eine speziell zugeschnittene Logik implementiert sind. Natürlich kann eine Kombination der zwei Ansätze verwendet werden.

Ferner kann eine Ausführungsform als ein Speichermedium, welches von einem Computer lesbar ist, und welches einen computerlesbaren Code aufweist, der darauf gespeichert ist zur Programmierung eines Computers (zum Beispiel umfassend einen Prozessor), um ein Verfahren wie beschrieben und hier beansprucht auszuführen, implementiert werden. Beispiele von derartigen von einem Computer lesbaren Speichermedien umfassen, sind aber nicht beschränkt auf, eine Festplatte, eine CD-ROM, eine optische Speichereinrichtung, eine magnetische Speichereinrichtung, ein ROM (Nur-Lese-Speicher), ein PROM (programmierbarer Nur-Lese-Speicher), ein EROM (ein löschbarer programmierbare Nur-Lese-Speicher), ein EPROM (elektrisch löschbarer programmierbarer Nur-Lese-Speicher) und ein Flash-Speicher. Ferner wird erwartet, dass Durchschnittsfachleute in dem technischen Gebiet trotz möglicherweise signifikanter Anstrengungen und zahlreicher Designwahlmöglichkeiten, die beispielsweise durch die verfügbare Zeit, die gegenwärtige Technologie und wirtschaftlichen Erwägungen geleitet werden, dann, wenn sie von den Konzepten und Prinzipien geführt werden, die hier offenbart sind, leicht in der Lage sein werden derartige Softwarebefehle und Programme und ICs mit einem minimalen experimentellen Aufwand zu erzeugen.

Die Zusammenfassung der Offenbarung ist vorgesehen, um den Leser in die Lage zu versetzen schnell die Art der technischen Offenbarung festzustellen. Sie wird mit dem Verständnis vorgelegt, dass sie nicht verwendet werden wird, um den Schutzumfang oder die Bedeutung der Ansprüche zu interpretieren oder zu beschränken. Zusätzlich lässt sich in der voranstehenden ausführlichen Beschreibung ersehen, dass verschiedene Merkmale in verschiedenen Ausführungsformen für den Zweck einer Übersichtlichkeit der Offenbarung zusammen gruppiert sind. Dieses Verfahren der Offenbarung soll nicht als die Absicht reflektierend interpretiert werden, dass die beanspruchten Ausführungsformen mehr Merkmale erfordern, als explizit in jedem Anspruch angegeben ist. Im Gegenteil, wie die folgenden Ansprüche darlegen, liegt der erfindungsgemäße Gegenstand in weniger als sämtlichen Merkmalen einer einzelnen offenbarten Ausführungsform. Somit sind die folgenden Ansprüche hiermit in die ausführliche Beschreibung eingebaut, wobei jeder Anspruch für sich selbst als ein getrennt beanspruchter Gegenstand steht.