Title:
BALGFEDERDÄMPFER
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Ein Staufachverschlussdämpfer enthält eine Balgkammer und Dämpferluftkanalstrukturen, die jeweils dazu konfiguriert sind, während eines Auszugs der Balgkammer eine Luftvolumenzufuhr bereitzustellen, die geringer als ein Luftvolumenausstoß während eines Zusammenziehens der Balgkammer ist. Eine Struktur zur Lüftung von Dämpferluft ist ein Ventil, das einen verschiebbaren Deckel aufweist, der eine dort hindurch definierte Öffnung enthält. Ein Balgkammerluftdruckdifferenzial hält den verschiebbaren Deckel während des Auszugs der Balgkammer in einer geschlossenen Konfiguration und während des Zusammenziehens der Balgkammer in einer geöffneten Konfiguration. Eine andere Struktur zur Lüftung von Dämpferluft ist mindestens eine Balgkammerlüftung, die eine Abdeckung enthält, die so konfiguriert ist, dass ein Auszug der Balgkammer die Abdeckung inkremental in eine geschlossene Konfiguration überführt.





Inventors:
Roychoudhury, Raj S., Mich. (Bloomfield Hills, US)
Oldani, Raymond Anthony, Mich. (Canton, US)
Application Number:
DE102017105664A
Publication Date:
10/05/2017
Filing Date:
03/16/2017
Assignee:
Ford Global Technologies, LLC (Mich., Dearborn, US)
International Classes:
E05D7/00; B60G17/04; B60R7/04; F16F9/16
Attorney, Agent or Firm:
Moser Götze & Partner Patentanwälte mbB, 45127, Essen, DE
Claims:
1. Dämpfer für einen Staufachverschluss, umfassend:
eine Balgkammer; und
mehrere Dämpferluftkanalstrukturen, die jeweils dazu konfiguriert sind, während eines Auszugs der Balgkammer eine Luftvolumenzufuhr bereitzustellen, die geringer als ein Luftvolumenausstoß während eines Zusammenziehens der Balgkammer ist.

2. Dämpfer nach Anspruch 1, wobei die mehreren Dämpferluftkanalstrukturen ein Ventil enthalten, das einen verschiebbaren Deckel mit einer dort hindurch definierten Öffnung umfasst.

3. Dämpfer nach Anspruch 2, wobei ein Balgkammerluftdruckdifferenzial den verschiebbaren Deckel während des Auszugs der Balgkammer in einer geschlossenen Konfiguration und während des Zusammenziehens der Balgkammer in einer geöffneten Konfiguration hält.

4. Dämpfer nach Anspruch 3, wobei der verschiebbare Deckel und die Öffnung so konfiguriert sind, dass eine Balgkammerluftvolumenzufuhr während des Auszugs der Balgkammer geringer als ein Balgkammerluftvolumenausstoß während des Zusammenziehens der Balgkammer ist.

5. Dämpfer nach Anspruch 2, wobei die mehreren Dämpferluftkanalstrukturen ferner mindestens eine Balgkammerlüftung enthalten.

6. Dämpfer nach Anspruch 5, wobei die mindestens eine Balgkammerlüftung eine Lüftungsabdeckung umfasst, die so konfiguriert ist, dass ein Auszug der Balgkammer die Lüftungsabdeckung in eine geschlossene Konfiguration verschiebt.

7. Dämpfer nach Anspruch 6, wobei ein Zusammenziehen der Balgkammer die Lüftungsabdeckung in eine geöffnete Konfiguration verschiebt.

8. Fahrzeugstaufach, das mindestens einen Dämpfer nach Anspruch 1 enthält.

9. Fahrzeugstaufach, umfassend:
ein Staufach, das mindestens einen Schwenkverschluss enthält; und
einen Staufachverschlussdämpfer, der eine Balgkammer und mehrere Dämpferluftkanalstrukturen umfasst, die jeweils dazu konfiguriert sind, während eines Auszugs der Balgkammer eine Luftvolumenzufuhr bereitzustellen, die geringer als ein Luftvolumenausstoß während eines Zusammenziehens der Balgkammer ist.

10. Staufach nach Anspruch 9, wobei die mehreren Dämpferluftkanalstrukturen ein Ventil enthalten, das einen verschiebbaren Deckel mit einer dort hindurch definierten Öffnung umfasst.

11. Staufach nach Anspruch 9, wobei ein Balgkammerluftdruckdifferenzial den verschiebbaren Deckel während des Auszugs der Balgkammer in einer geschlossenen Konfiguration und während des Zusammenziehens der Balgkammer in einer geöffneten Konfiguration hält.

12. Staufach nach Anspruch 9, wobei der verschiebbare Deckel und die Öffnung so konfiguriert sind, dass eine Balgkammerluftvolumenzufuhr während des Auszugs der Balgkammer geringer als ein Balgkammerluftvolumenausstoß während des Zusammenziehens der Balgkammer ist.

13. Staufach nach Anspruch 9, wobei die mehreren Dämpferluftkanalstrukturen ferner mindestens eine Balgkammerlüftung enthalten.

14. Staufach nach Anspruch 13, wobei die mindestens eine Balgkammerlüftung eine Lüftungsabdeckung umfasst, die so konfiguriert ist, dass ein Auszug der Balgkammer die Lüftungsabdeckung in eine geschlossene Konfiguration verschiebt.

15. Staufach nach Anspruch 14, wobei ein Zusammenziehen der Balgkammer die Lüftungsabdeckung in eine geöffnete Konfiguration verschiebt.

16. Staufach nach Anspruch 9, das als Armaturenbretthandschuhfach nach Drehfachart konfiguriert ist.

17. Staufach nach Anspruch 9, das als aufklappbares Überkopffach nach Drehfachart konfiguriert ist.

18. Fahrzeug, das das Staufach nach Anspruch 9 umfasst.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Offenbarung betrifft allgemein Kraftfahrzeugstaufächer und insbesondere einen verbesserten Staufachklappendämpfer.

HINTERGRUND

Es werden im modernen Kraftfahrzeug verschiedene Staufächer für die Bequemlichkeit für Benutzer beim Aufbewahren von Gegenständen bereitgestellt, einschließlich Handschuhfächer, Überkopfstaufächer, Mittelkonsolenfächer, türmontierte Fächer und andere. Solche Staufächer enthalten in der Regel einen Verschluss einer bestimmten Art, um zu gestatten, dass der Inhalt der Staufächer nicht zu sehen ist, und um ein versehentliches Herausfallen des Inhalts aus dem Inneren des Staufachs zu verhindern.

Solche Staufachverschlüsse sind in der Regel mit einem Scharnier konfiguriert, so dass sie durch einen Schwenkmechanismus geöffnet werden, der dem Verschluss gestattet, von der Staufachöffnung nach außen zu schwenken, um Zugang zu dem Inneren des Staufachs zu gewähren. Insbesondere im Fall von Staufächern, die durch ein Drehfach definiert werden, bei dem die Fachstruktur selbst den Verschluss definiert, liegen die im Staufach enthaltenen Gegenstände eigentlich auf dem Verschlussteil auf, wenn das Fach geschlossen ist. Beim Öffnen kann das Gewicht der Gegenstände bewirken, dass das Drehfach zu schnell aufschwenkt, wobei potentiell ein Fahrzeuginsasse getroffen wird und/oder der Staufachinhalt versehentlich herausfällt. Ähnliche Probleme können bei anderen Staufachdesigns bestehen, bei denen der Verschluss besonders schwer ist, oder bei denen sich Gegenstände so verschieben können, dass sie am Verschluss anliegen.

Aus diesem Grunde enthalten Staufächer oftmals einen Dämpfermechanismus zum Steuern einer Öffnungs-/Schließgeschwindigkeit des Verschlusses. Beispielhafte Dämpfermechanismen, die in der Technik bekannt sind, umfassen Schnurdämpfer, Ablagedämpfer, Balgdämpfer, Hydraulik-/Druckluftzylinder und andere. Obgleich herkömmliche Dämpfersysteme im Allgemeinen für ihren Verwendungszweck effektiv sind, enthalten sie in der Regel jedoch mehrere Komponenten, die zu einer verstärkten Komplexität des Mechanismus und zu erhöhten Kosten und potentiell zu einer verringerten Zuverlässigkeit beitragen. Des Weiteren sind herkömmliche Dämpfermechanismen für Einweg-Betrieb konstruiert, das heißt, sie unterstützen die Verringerung einer Öffnungsgeschwindigkeit eines Staufachverschlusses, beeinflussen jedoch in keiner Weise das Schließen des Verschlusses. Dies kann bei besonders schweren Verschlüssen oder bei Drehfach-Staufächern, bei denen, wie oben zusammengefasst, das Staufach auch als Verschluss dient und das Gewicht jeglicher im Fach verstauter Gegenstände trägt, ein Problem sein.

Demgemäß wird ein Bedarf nach verbesserten Dämpfermechanismen identifiziert. Die vorliegende Offenbarung betrifft einen Dämpfer für einen Staufachverschluss. Vorteilhafterweise weist der Dämpfer eine einfache Konstruktion auf und trägt dazu bei, die Verschiebungsgeschwindigkeit eines Staufachverschlusses aus einer geschlossenen Stellung in eine geöffnete Stellung zu verringern. Der beschriebene Dämpfer unterstützt wiederum das Zurückführen des Verschlusses aus der geöffneten Stellung in die geschlossene Stellung.

KURZDARSTELLUNG

Gemäß den hierin beschriebenen Zwecken und Vorteilen wird bei einem Aspekt ein Dämpfer für einen Staufachverschluss beschrieben, der eine Balgkammer und mehrere Dämpferluftkanalstrukturen umfasst, die jeweils dazu konfiguriert sind, während eines Auszugs der Balgkammer eine Luftvolumenzufuhr bereitzustellen, die geringer als ein Luftvolumenausstoß während eines Zusammenziehens der Balgkammer ist. Bei Ausführungsformen enthalten die mehreren Dämpferluftkanalstrukturen ein Ventil, das einen verschiebbaren Deckel mit einer dort hindurch definierten Öffnung umfasst. Ein Balgkammerluftdruckdifferenzial hält den verschiebbaren Deckel während des Auszugs der Balgkammer in einer geschlossenen Konfiguration und während des Zusammenziehens der Balgkammer in einer geöffneten Konfiguration.

Bei Ausführungsformen sind der verschiebbare Deckel und die Öffnung so konfiguriert, dass eine Balgkammerluftvolumenzufuhr während des Auszugs der Balgkammer geringer als ein Balgkammerluftvolumenausstoß während des Zusammenziehens der Balgkammer ist.

Bei Ausführungsformen enthalten die mehreren Dämpferluftkanalstrukturen ferner mindestens eine adaptive Balgkammerlüftung. Die mindestens eine Balgkammerlüftung umfasst bei einer Ausführungsform eine Öffnung, die so dimensioniert ist, dass ein Balgkammerluftdruckdifferenzial die Öffnung während des Auszugs der Balgkammer in einer geschlossenen Konfiguration hält und während des Zusammenziehens der Balgkammer in einer geöffneten Konfiguration hält.

Bei einem anderen Aspekt werden Fahrzeugstaufächer bereitgestellt, die mindestens einen Dämpfer wie oben beschrieben enthalten.

In der folgenden Beschreibung werden Ausführungsformen des offenbarten Dämpfers gezeigt und beschrieben. Es ist ersichtlich, dass der Dämpfer zu weiteren, unterschiedlichen Ausführungsformen geeignet ist, und dass seine mehreren Einzelheiten zu Modifikationen in vielfältigen, offensichtlichen Aspekten geeignet sind, ohne von in den nachfolgenden Ansprüchen dargelegten und beschriebenen Vorrichtungen und Verfahren abzuweichen. Dementsprechend sollten die Zeichnungen und Beschreibungen als Veranschaulichung und nicht als Einschränkung betrachtet werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die beigefügten und hier miteinbezogenen Zeichnungsfiguren, die Teil der Patentschrift bilden, stellen verschiedene Aspekte des offenbarten Dämpfers dar und dienen zusammen mit der Beschreibung der Erläuterung gewisser Grundzüge davon. In den Zeichnungen zeigen:

1 ein Drehfach-Handschuhfach nach dem Stand der Technik;

2 einen Balgdämpfer gemäß der vorliegenden Offenbarung;

3A ein Ventil für den Dämpfer von 2 während des Auszugs des Balgs;

3B das Ventil von 3A während des Zusammenziehens des Balgs;

4A eine adaptive Balgkammerlüftung für den Dämpfer von 2 während des Auszugs des Balgs;

4B die adaptive Balgkammerlüftung von 4A während des Zusammenziehens des Balgs; und

5 ein Drehfach-Handschuhfach, das den Dämpfer von 2 enthält.

Nun wird ausführlich auf Ausführungsformen des offenbarten Dämpfers Bezug genommen, wobei Beispiele davon in den beigefügten Zeichnungsfiguren dargestellt werden.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

In erster Linie wird der hier beschriebene Dämpfer im Zusammenhang mit einem Drehfach-Staufach für ein Fahrzeug beschrieben, zum Beispiel ein Handschuhfach nach Drehfachart. Der Fachmann wird jedoch erkennen, dass der Dämpfer leicht zur Verwendung mit irgendeinem Verschluss für ein Staufach angepasst werden kann. Demgemäß werden die Beschreibungen und Zeichnungen in dieser Hinsicht nicht als einschränkend erachtet.

1 stellt ein Fahrzeug 100 mit einem Armaturenbrett 102 dar, in dem ein herkömmliches Drehfach-Handschuhfach 104 angebracht ist. Wie gezeigt, enthält das Handschuhfach 104 eine Vorderwand 106, die als Verschlussplatte dient, Seitenwände 108 und optional eine Rückwand 110, die zusammen das Staufach definieren, in dem Gegenstände I platziert werden können. Wie in der Zeichnungsfigur gezeigt, ruht das gesamte Gewicht der Gegenstände I auf der Vorderwand/dem Verschluss 106. Nachteiligerweise kann dieses Gewicht bewirken, dass sich das Handschuhfach 104 zu schnell öffnet und potenziell einen auf dem am nächsten zum Fach gelegenen Fahrzeugsitz sitzenden Insassen trifft. Das Gewicht von Gegenständen I kann wiederum ein Zurückführen des Handschuhfachs 104 in die geschlossene Stellung behindern.

Um dieses und andere Probleme zu lösen, wird unter Bezugnahme auf 2 ein Dämpfer 200 für einen Handschuhfachverschluss gezeigt. Der Dämpfer 200 ist ein Balgdämpfer, der eine Balgkammer 202 und eine oder mehrere Strukturen enthält, die ein Luftvolumen regeln, das während des Auszugs und Zusammenziehens der Balgkammer angesaugt bzw. ausgestoßen wird. Eine solche Struktur ist ein Dämpferventil 204 zur Steuerung von Luftzufuhr und -ausstoß während des Auszugs bzw. Zusammenziehens (Pfeil A) der Balgkammer. Das Dämpferventil 204 enthält einen Dämpferventildeckel 206 mit einer dort hindurch definierten Öffnung 208. Ferner enthält der Dämpfer 200 eine oder mehrere adaptive Balgkammerlüftungen 210, deren Struktur und Zweck unten detailliert beschrieben wird.

Wie in den 3A3B gezeigt, ist das Dämpferventil 204 dazu konfiguriert, verschiedene Luftstromvolumen während des Auszugs und Zusammenziehens des Dämpfers 200 zu gestatten. Während des Auszugs des Dämpfers 200 erzeugt die Kraft der sich in die Balgkammer 202 bewegenden Luft ein Luftdruckdifferenzial, das den Dämpferventildeckel 206 in einer geschlossenen Konfiguration hält, wodurch Luft nur durch die Dämpferventildeckelöffnung 208 strömen kann (Pfeil B). Die Luftzufuhrdrosselung erhöht die zum Verschieben der Balgkammer 202 und dadurch des Dämpfers 200 zu vollem Auszug erforderliche Kraft, wodurch die Geschwindigkeit, mit der der Dämpfer ausgezogen wird, verlangsamt wird. Dadurch wird ebenfalls die Geschwindigkeit verlangsamt, mit der sich ein Staufachverschluss 106 und/oder ein Staufach 104 (in dieser Ansicht nicht gezeigt), der/das dem Dämpfer 200 wirkzugeordnet ist, öffnet.

Während des Zusammenziehens des Dämpfers 200 erzeugt die Balgkammer 202 verlassende Luft (Pfeile C) wiederum ein Luftdruckdifferenzial, das den Dämpferventildeckel 206 in die geöffnete Stellung zwingt (3B), wodurch weniger Widerstand gegenüber Zusammenziehen des Dämpfers erzeugt wird. Das heißt, während Luft während des Auszugs des Dämpfers 200 nur über die Dämpferventildeckelöffnung 400 in die Balgkammer 202 eintreten kann, tritt Luft während des Zusammenziehens des Dämpfers durch die Dämpferventildeckelöffnung 400 und durch einen Dämpferventildurchlass 212, der beim Öffnen des Dämpferventildeckels 206 freigelegt wird, aus. Dies reduziert das Ausmaß des Widerstands, den ein Benutzer antrifft, der den Staufachverschluss 106 und/oder das Staufach 104 (in dieser Ansicht nicht gezeigt), das mit dem Dämpfer 200 wirkverbunden ist, verschiebt, und verringert somit die Höhe der Kraft, die ein Benutzer zum Schließen des Staufachs aufbringen muss.

Eine repräsentative adaptive Balgkammerlüftung 210 für die Balgkammer 202 wird in den 4A4B gezeigt. Die adaptive Balgkammerlüftung 210 enthält eine Lüftungsabdeckung 400, die selektiv eine Bewegung verschiedener Luftvolumen dort hindurch während des Auszugs und Zusammenziehens der Balgkammer 202 gestattet. Wie in 4A gezeigt, befindet sich die adaptive Balgkammerlüftung 210 im vollständig zusammengezogenen Zustand der Balgkammer 202 in einer geöffneten Konfiguration, die die meiste Luftbewegung dort hindurch gestattet.

Beim Übergang der Balgkammer 202 in die ausgezogene Konfiguration (4B; Pfeil D) verschiebt der Auszug der Balgkammer die Balgkammerlüftungsabdeckung 400 inkremental in eine geschlossene Konfiguration (Pfeile E), wodurch eine Luftbewegung dort hindurch inkremental gedrosselt oder verhindert wird. Diese zusätzliche Luftzufuhrdrosselung erhöht weiter die zum Verschieben der Balgkammer 202 und dadurch des Dämpfers 200 zu vollem Auszug erforderliche Kraft, wodurch die Geschwindigkeit, mit der der Dämpfer ausgezogen wird, verlangsamt wird. Dadurch wird ebenfalls die Geschwindigkeit verlangsamt, mit der sich ein Staufachverschluss 106 und/oder ein Staufach 104 (in dieser Ansicht nicht gezeigt), der/das dem Dämpfer 200 wirkzugeordnet ist, öffnet.

Es versteht sich, dass beim Verschieben der Balgkammer 202 aus der zusammengezogenen in die ausgezogene Konfiguration das Verschieben der Lüftungsabdeckung 400 aus der geöffneten Konfiguration von 4A in die geschlossene Konfiguration von 4B nicht unmittelbar erfolgt. Stattdessen gibt es eine Zeitspanne, während der die Luftzufuhr in das Innere der Balgkammer 202 durch die adaptive Lüftung 210 stetig abnimmt, während die Lüftungsabdeckung 400 von vollständig geöffnet zu vollständig geschlossen übergeht. Somit nimmt der Widerstand gegen den Auszug der Balgkammer 202 während des gesamten Auszughubs der Balgkammer stetig zu, wodurch ebenfalls der Widerstand gegen das Öffnen des Staufachverschlusses 106 und/oder des Staufachs 104 (nicht gezeigt) stetig erhöht wird, während der Verschluss seinen weitesten Auszug erreicht.

Dieser Vorgang kehrt sich während des Zusammenziehens der Balgkammer 202 um, wobei die adaptive Balgkammerabdeckung 400 inkremental geöffnet wird und verstärkter Luftstrom dort hindurch gestattet wird. Dies erzeugt weniger Widerstand gegen das Zusammenziehen des Dämpfers 200, wodurch die Höhe des Widerstands, den ein Benutzer antrifft, der den Staufachverschluss 106 und/oder das Staufach 104 (in dieser Ansicht nicht gezeigt), das mit dem Dämpfer 200 wirkverbunden ist, verschiebt, verringert wird und der Benutzer somit beim Schließen des Staufachs unterstützt wird.

Im Gebrauch ist mindestens ein Dämpfer 200 mit einem Schwenkstaufach wirkverbunden, wie in 5 gezeigt. Wie oben beschrieben, erhöht der Dämpfer 200 durch die oben besprochenen Strukturen die Höhe der zum Öffnen des Verschlusses 106 erforderlichen Kraft, wodurch die Öffnungsgeschwindigkeit verlangsamt oder vergleichmäßigt wird und ferner ein unbeabsichtigter Aufprall des Verschlusses auf einen Fahrzeuginsassen verhindert und/oder ein unbeabsichtigtes Herausfallen von im Staufach 104 aufbewahrten Gegenständen verhindert wird. Umgekehrt wird durch die oben besprochenen Strukturen die Höhe der zum Verschieben des Verschlusses 106 in eine geschlossene Stellung erforderliche Kraft verringert, wodurch die Handhabbarkeit und Bequemlichkeit für den Insassen verbessert wird.

Die Vorteile des hier offenbarten Dämpfers sind offensichtlich. Die Struktur ist einfach und unkompliziert und kann in der Tat als ein einstückiges geformtes Teil hergestellt werden, wodurch die Komplexität von Herstellung und Verwendung verringert und die Zuverlässigkeit potenziell erhöht wird. Aufgrund der einstückigen Ausführung wird das Gewicht reduziert. Bei einer Ausführungsform definiert die Dämpferventildeckelöffnung 400 eine Querschnittsabmessung von ca. 3 mm. Für den Fachmann liegt jedoch auf der Hand, dass das durch das Dämpferventil 204 hindurchströmende Luftvolumen durch Ändern einer Größenabmessung der Ventildeckelöffnung 208 und/oder der Balgkammerlüftungsöffnung 400 nach Bedarf geändert werden kann. Somit ist der Öffnungswiderstand des Dämpfers 200 einstellbar und kann gemäß dem Gewicht eines Staufachverschlusses 106, einem antizipierten Gewicht von im Staufach 104 aufbewahrten Gegenständen, einer Größenabmessung der Balgkammer 202 und/oder anderer Faktoren nach Bedarf geändert werden.

Angesichts der obigen Lehren sind offensichtliche Modifikationen und Variationen möglich. Alle derartigen Modifikationen und Varianten liegen innerhalb des Schutzumfangs der angehängten Ansprüche, wenn diese mit der Breite, zu der sie in fairer, rechtlicher und gesetzlicher Weise berechtigt sind, interpretiert werden.