Title:
SYSTEME UND VERFAHREN ZUM ABSTIMMEN VON ELECTRONIC SOUND ENHANCEMENT
Kind Code:
A1


Abstract:

Beispielhafte Systeme und Verfahren zum Abstimmen von Electronic Sound Enhancement werden offenbart. Ein beispielhaftes offenbartes Verfahren beinhaltet ein Sampeln eines Audioprofils von Motorgeräuschen in einer Kabine eines Fahrzeugs mithilfe eines Mikrofons. Das beispielhafte Verfahren beinhaltet auch ein Vergleichen des gesampelten Audioprofils mit einem Modell-Audioprofil. Des Weiteren beinhaltet das beispielhafte Verfahren, wenn das gesampelte Audioprofil einem Ähnlichkeitsschwellenwert nicht genügt, ein Anwenden einer Konvergenzfunktion auf das gesampelte Audioprofil, um ein Ziel-Audioprofil zu erzeugen, und ein Wiederholen, bis das Ziel-Audioprofil einem Ähnlichkeitsschwellenwert genügt.




Inventors:
Mongeau, Michael Peter, Mich. (Royal Oak, US)
Teknos, Athanasios, Mich. (Rochester Hills, US)
Vong, Chin Lim, Mich. (Livonia, US)
Application Number:
DE102017105647A
Publication Date:
10/05/2017
Filing Date:
03/16/2017
Assignee:
Ford Global Technologies, LLC (Mich., Dearborn, US)
International Classes:



Other References:
ISO 11898-1
ISO 11898-7
IEEE 1339-Anschlusses
IEEE 1339-Anschluss
Attorney, Agent or Firm:
Moser Götze & Partner Patentanwälte mbB, 45127, Essen, DE
Claims:
1. Verfahren zum Verbessern von Sound in einem Fahrzeug, wobei das Verfahren umfasst:
Sampeln eines Audioprofils von Motorgeräuschen in einer Kabine des Fahrzeugs mithilfe eines Mikrofons;
Vergleichen des gesampelten Audioprofils mit einem Modell-Audioprofil mithilfe eines Prozessors, und
wenn das gesampelte Audioprofil einem Ähnlichkeitsschwellenwert nicht genügt, Anwenden einer Konvergenzfunktion auf das gesampelte Audioprofil mithilfe des Prozessors, um ein Ziel-Audioprofil zu erzeugen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Audioprofil ein erstes Audioprofil ist und das Verfahren beinhaltet, wenn das gesampelte Audioprofil einem Ähnlichkeitsschwellenwert nicht genügt:
Herunterladen des Ziel-Audioprofils in das Fahrzeug und
Sampeln eines zweiten Audioprofils der Motorgeräusche in der Kabine des Fahrzeugs mithilfe des Mikrofons, wobei das Fahrzeug das Ziel-Audioprofil zum Verbessern der Motorgeräusche verwendet.

3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Ziel-Audioprofil ein über Lautsprecher des Fahrzeugs abzuspielendes Audiosignal auf Grundlage der Umdrehungen pro Minute eines Motors des Fahrzeugs angibt.

4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein Sampeln des Audioprofils der Motorgeräusche in der Kabine des Fahrzeugs ein derartiges Fahren des Fahrzeugs umfasst, dass ein Motor des Fahrzeugs sich periodisch wiederkehrend von einer minimalen Anzahl von Umdrehungen pro Minute zu einer maximalen Anzahl von Umdrehungen pro Minute bewegt.

5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Konvergenzfunktion auf Differenzen zwischen dem gesampelten Audioprofil und dem Modell-Audioprofil beruht.

6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die Konvergenzfunktion das gesampelte Audioprofil durch Werte anpasst, die größer als die Differenzen zwischen dem gesampelten Audioprofil und dem Modell-Audioprofil sind.

7. Vorrichtung zum Verbessern von Sound in einem Fahrzeug, wobei die Vorrichtung umfasst:
einen Audioerfasser, der derart ausgestaltet ist, dass er mithilfe eines Mikrofons ein Audioprofil von Motorgeräuschen in einer Kabine des Fahrzeugs sampelt, und
einen Audiotuner, der derart ausgestaltet ist, dass er:
das gesampelte Audioprofil mit einem Modell-Audioprofil vergleicht, und
wenn das gesampelte Audioprofil einem Ähnlichkeitsschwellenwert nicht genügt, mithilfe des Prozessors eine Konvergenzfunktion auf das gesampelte Audioprofil anwendet, um ein Ziel-Audioprofil zu erzeugen.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei das Audioprofil ein erstes Audioprofil ist, wobei die Vorrichtung einen Audio-Flasher aufweist, und wobei, wenn das gesampelte Audioprofil einem Ähnlichkeitsschwellenwert nicht genügt:
der Audio-Flasher derart ausgestaltet ist, dass er das Ziel-Audioprofil in das Fahrzeug herunterlädt, und
der Audioerfasser derart ausgestaltet ist, dass er mithilfe des Mikrofons ein zweites Audioprofil der Motorgeräusche in der Kabine des Fahrzeugs sampelt, wobei das Fahrzeug das Ziel-Audioprofil zum Verbessern der Motorgeräusche verwendet.

9. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei das Ziel-Audioprofil ein über Lautsprecher des Fahrzeugs abzuspielendes Audiosignal auf Grundlage der Umdrehungen pro Minute eines Motors des Fahrzeugs angibt.

10. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei, um das Audioprofil der Motorgeräusche in der Kabine des Fahrzeugs zu sampeln, das Fahrzeug derart ausgestaltet ist, dass es derart fährt, dass sich ein Motor des Fahrzeugs periodisch wiederkehrend von einer minimalen Anzahl von Umdrehungen pro Minute zu einer maximalen Anzahl von Umdrehungen pro Minute bewegt.

11. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei die Konvergenzfunktion auf Differenzen zwischen dem gesampelten Audioprofil und dem Modell-Audioprofil beruht.

12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Konvergenzfunktion das gesampelte Audioprofil durch Werte anpasst, die größer als die Differenzen zwischen dem gesampelten Audioprofil und dem Modell-Audioprofil sind.

13. Materielles computerlesbares Medium, das Anweisungen umfasst, die, wenn sie ausgeführt werden, eine Maschine veranlassen zum:
Sampeln eines Audioprofils von Motorgeräuschen in einer Kabine eines Fahrzeugs mithilfe eines Mikrofons;
Vergleichen des gesampelten Audioprofils mit einem Modell-Audioprofil, und
wenn das gesampelte Audioprofil einem Ähnlichkeitsschwellenwert nicht genügt, Anwenden einer Konvergenzfunktion auf das gesampelte Audioprofil, um ein Ziel-Audioprofil zu erzeugen.

14. Materielles computerlesbares Medium nach Anspruch 13, wobei das Audioprofil ein erstes Audioprofil ist, und wobei die Anweisungen die Maschine, wenn das gesampelte Audioprofil einem Ähnlichkeitsschwellenwert nicht genügt, veranlassen zum:
Herunterladen des Ziel-Audioprofils in das Fahrzeug, und
Sampeln eines zweiten Audioprofils der Motorgeräusche in der Kabine des Fahrzeugs mithilfe des Mikrofons, wobei das Fahrzeug das Ziel-Audioprofil zum Verbessern der Motorgeräusche verwendet.

15. Materielles computerlesbares Medium nach Anspruch 13, wobei das Ziel-Audioprofil ein über Lautsprecher des Fahrzeugs abzuspielendes Audiosignal auf Grundlage der Umdrehungen pro Minute eines Motors des Fahrzeugs angibt.

16. Materielles computerlesbares Medium nach Anspruch 13, wobei die Konvergenzfunktion auf Differenzen zwischen dem gesampelten Audioprofil und dem Modell-Audioprofil beruht.

17. Materielles computerlesbares Medium nach Anspruch 16, wobei die Konvergenzfunktion das gesampelte Audioprofil durch Werte anpasst, die größer als die Differenzen zwischen dem gesampelten Audioprofil und dem Modell-Audioprofil sind.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Offenbarung betrifft allgemein Soundsysteme von Fahrzeugen und insbesondere Systeme und Verfahren zum Abstimmen von Electronic Sound Enhancement.

HINTERGRUND

Electronic Sound Enhancement (ESE) wird in Kraftfahrzeuge integriert, um einen Mangel an Motor- und Abgasgeräuschen in der Kabine auszugleichen. Mit einem verbesserten Schallschutz der Kabine, um Wind- und Straßengeräusche abzuhalten, wird auch das Motorgeräusch abgehalten. Die Motor- und Abgasgeräusche bewirken jedoch bei einem Fahrer ein Hochgefühl. Soundkarten werden in Audiosysteme einbezogen, um die Motor- und Abgasgeräusche zu simulieren.

KURZDARSTELLUNG

Die angefügten Ansprüche definieren diese Anmeldung. Die vorliegende Offenbarung fasst Aspekte der Ausführungsformen zusammen und sollte nicht zur Einschränkung der Ansprüche verwendet werden. Andere Realisierungen werden gemäß den hier beschriebenen Techniken in Betracht gezogen, wie für Fachleute bei einer Einsichtnahme in die folgenden Zeichnungen und die ausführliche Beschreibung ersichtlich ist, und diese Realisierungen sollen in den Schutzbereich dieser Anmeldung fallen.

Es werden beispielhafte Ausführungsformen von Systemen und Verfahren für einen Abstimmprozess von Electronic Sound Enhancement offenbart. Ein beispielhaftes offenbartes Verfahren beinhaltet ein Sampeln eines Audioprofils von Motorgeräuschen in einer Kabine eines Fahrzeugs mithilfe eines Mikrofons. Das beispielhafte Verfahren beinhaltet auch ein Vergleichen des gesampelten Audioprofils mit einem Modell-Audioprofil. Des Weiteren beinhaltet das beispielhafte Verfahren, wenn das gesampelte Audioprofil einem Ähnlichkeitsschwellenwert nicht genügt, ein Anwenden einer Konvergenzfunktion auf das gesampelte Audioprofil, um ein kalibriertes Audioprofil für ein Ziel-Fahrzeug zu erzeugen.

Eine beispielhafte offenbarte Vorrichtung weist einen Audioerfasser auf, der derart ausgestaltet ist, dass er mithilfe eines Mikrofons ein Audioprofil von Motorgeräuschen in einer Kabine des Fahrzeugs sampelt. Die beispielhafte Vorrichtung weist außerdem einen Audiotuner auf, der dafür ausgestaltet ist, das gesampelte Audioprofil mit einem Modell-Audioprofil zu vergleichen, und wenn das gesampelte Audioprofil einem Ähnlichkeitsschwellenwert nicht genügt, mithilfe des Prozessors eine Konvergenzfunktion auf das gesampelte Audioprofil anwendet, um ein kalibriertes Audioprofil zu erzeugen.

Ein beispielhaftes materielles computerlesbares Medium weist Anweisungen auf, die, wenn sie ausgeführt werden, eine Maschine veranlassen, mithilfe eines Mikrofons ein Audioprofil von Motorgeräuschen in einer Kabine eines Fahrzeugs zu sampeln. Die beispielhaften Anweisungen bewirken auch, dass die Maschine das gesampelte Audioprofil mit einem Modell-Audioprofil vergleicht. Außerdem veranlassen die beispielhaften Anweisungen die Maschine auch dazu, wenn das gesampelte Audioprofil einen Ähnlichkeitsschwellenwert nicht genügt, eine Konvergenzfunktion auf das gesampelte Audioprofil anzuwenden, um ein kalibriertes Audioprofil zu erzeugen.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Im Interesse eines besseren Verständnisses der Erfindung kann auf Ausführungsformen Bezug genommen werden, die in den folgenden Zeichnungen gezeigt werden. Die Komponenten in den Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgerecht, und es wurden möglicherweise zugehörige Elemente weggelassen, oder Proportionen können in einigen Fällen übertrieben sein, um die hier beschriebenen neuartigen Merkmale zu betonen und klar zu veranschaulichen. Des Weiteren können Systemkomponenten auf unterschiedliche Weise angeordnet sein, wie Fachleuten bekannt ist. Außerdem bezeichnen in den Zeichnungen gleiche Bezugszeichen in allen Ansichten übereinstimmende Teile.

1 veranschaulicht ein beispielhaftes System zum Abstimmen von Electronic Sound Enhancement gemäß den Lehren der vorliegenden Offenbarung.

2 ist ein Blockschaltbild des Audioprofiltuners aus 1.

3 zeigt Kurven beispielhafter Konvergenzfunktionen, die von dem Audioprofiltuner aus 1 und 2 verwendet werden.

4 veranschaulicht elektronische Komponenten, die zum Realisieren des Audioprofiltuners aus 1 und 2 verwendet werden.

5 ist ein Ablaufplan, der ein beispielhaftes Verfahren zum Abstimmen eines Electronic-Sound-Enhancement-Systems zeigt, das mithilfe der elektronischen Komponenten aus 4 realisiert werden kann.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG BEISPIELHAFTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Obwohl die Erfindung in verschiedenen Formen ausgeführt werden kann, werden einige beispielhafte und nicht einschränkende Ausführungsformen in den Zeichnungen gezeigt und im Folgenden beschrieben, davon ausgehend, dass die vorliegende Offenbarung als eine Erläuterung der Erfindung durch Beispiele anzusehen ist und die Erfindung nicht auf die speziellen veranschaulichten Ausführungsformen beschränken soll.

Im Allgemeinen bereiten Fahrern Motor- und Abgasgeräusche Vergnügen, die eine Folge ihrer Fahreingabe sind. Dies trifft insbesondere auf sportlichere Fahrzeuge zu (obwohl auch bei Fahrzeugen, die keine Sportfahrzeuge sind, die Erfahrung möglicherweise verbessert wird). Um die abgehaltenen Motor- und Abgasgeräusche zu kompensieren, erzeugt eine Soundabstimmungs-Entität (wie beispielsweise ein Fahrzeughersteller, ein Soundsystemhersteller oder ein Monteur für kundenspezifische Fahrzeugteile usw.) ein Audioprofil, dass auf eine Soundkarte heruntergeladen wird, die mit dem Soundsystem des Fahrzeugs verbunden ist.

Das Audioprofil definiert mithilfe einiger zusätzlicher Motorparameter eine von dem Soundsystem abzuspielende Wellenform auf Grundlage der Umdrehungen pro Minute (RPM) des Motors. Die Audioprofile sind in RPM-Bereiche (z.B. 0 bis 50 RPM, 51 bis 100 RPM usw.) und entsprechende Frequenzordnungen unterteilt. Mit einer Ordnung ist hier eine Frequenz gemeint, die einem Mehrfachen der RPM entspricht. Zum Beispiel ist die erste Ordnung die RPM des Motors, und die zweite Ordnung ist zweimal die RPM des Motors usw. Die gemessenen RPM werden häufig in Umdrehungen pro Sekunde als Maß in Hertz (Hz) (ein Hz ist gleich sechzig RPM) umgewandelt. Die Wellenform, die von dem Soundsystem abgespielt wird, um das Motorgeräusch zu simulieren, ist ein Verbund aus einer Auswahl der Ordnungen und Größen (z.B. in Dezibel A-gewichtet) (dB(A))), die den in dem Audioprofil definierten Ordnungen entsprechen. Einige der ausgewählten Ordnungen sind ganze Ordnungen.

Wenn zum Beispiel die RPM des Motors 2100 RPM beträgt, können die von dem Soundsystem abgespielten Geräusche eine Frequenz von 105 Hz (die dritte Ordnung) bei 15 dB(A), eine Frequenz von 140 Hz (die vierte Ordnung) bei 20 dB(A) und eine Frequenz von 175 Hz (die fünfte Ordnung) bei 23 dB(A) usw. aufweisen. Einige der ausgewählten Ordnungen sind halbe Ordnungen. Wenn zum Beispiel die RPM des Motors 2100 RPM beträgt, können die von dem Soundsystem abgespielten Geräusche eine Frequenz von 88 Hz (die 2,5. Ordnung) bei 17 dB(A), eine Frequenz von 123 Hz (die 3,5. Ordnung) bei 25 dB(A) und eine Frequenz von 263 Hz (die 7,5. Ordnung) bei 26 dB(A) usw. aufweisen.

Wie hier nachfolgend offenbart, erzeugt die Audioabstimmungs-Entität kalibrierte Audioprofile für das Abstimmungs-Fahrzeug (manchmal als das Ziel-Fahrzeug bezeichnet) auf Grundlage eines Modell-Audioprofils. Das Modell-Audioprofil kann von einem Fahrzeug mit einem gewünschten Sound (z.B. ein Modell-Audioprofil für Varianten des Ford® GT, ein weiteres Modell-Audioprofil für Varianten des Ford® Mustang usw.) gesampelt oder im Labor synthetisiert werden, um einen gewünschten Motorton zu erzeugen. Die Audioabstimmungs-Entität erzeugt eine anfängliche Audiokalibrierungsdatei für das Zielfahrzeug und lädt diese Datei in das Zielfahrzeug herunter. Die Audioabstimmungs-Entität misst das mithilfe der Kalibrierung erzeugte resultierende Audioprofil und vergleicht es mit dem Modell-Audioprofil. Die Audioabstimmungs-Entität wendet eine auf den Differenzen beruhende Konvergenzfunktion an, um ein neues kalibriertes Audioprofil zu erzeugen. Die Audioabstimmungs-Entität lädt das modifizierte Audioprofil in das Zielfahrzeug herunter und erfasst das Audioprofil des Zielfahrzeugs erneut. Dieser Prozess wiederholt sich, bis das Audioprofil des Zielfahrzeugs einem Ähnlichkeitsschwellenwert genügt, wenn es mit dem Modell-Audioprofil verglichen wird.

1 veranschaulicht ein beispielhaftes System 100 zum Abstimmen von Electronic Sound Enhancement gemäß den Lehren der vorliegenden Offenbarung. Zu dem System 100 aus 1 zählen ein Ziel-Fahrzeug 102, eine Audioabstimmungs-Entität 104 und ein Modell-Fahrzeug 106. Das System 100 stimmt ein Ziel-Audioprofil 108 des Ziel-Fahrzeugs 102 auf Grundlage eines Modell-Audioprofils und eines erfassten Audioprofils 110 des Ziel-Fahrzeugs 102 ab.

Das Ziel-Fahrzeug 102 kann ein standardmäßiges benzinbetriebenes Fahrzeug, ein Hybridfahrzeug, ein Elektrofahrzeug, ein Brennstoffzellenfahrzeug oder ein beliebiger anderer Fahrzeugtyp sein. Das Ziel-Fahrzeug 102 kann nichtautonom, halbautonom oder autonom sein. Das Ziel-Fahrzeug 102 weist mit Mobilität in Zusammenhang stehende Teile auf, wie beispielsweise einen Antriebsstrang mit einem Motor, einem Getriebe, einer Aufhängung, einer Antriebswelle und/oder Rädern usw. Bei dem veranschaulichten Beispiel weist das Ziel-Fahrzeug 102 einen Fahrzeug-Datenbus 112, einen Fahrzeug-Datenbusanschluss 114, ein Motorsteuergerät 116, ein Soundsystem 118, Lautsprecher 120 sowie eine ESE-Soundkarte 122 auf. Durch den Fahrzeug-Datenbus 112 werden Sensoren (z.B. das Motorsteuergerät 116 usw.), elektronische Steuereinheiten und Teilsysteme (z.B. das Soundsystem 118, die ESE-Soundkarte 122 usw.) kommunikationsmäßig gekoppelt. Bei dem veranschaulichten Beispiel erleichtert es der Fahrzeug-Datenbus 112 dem Motorsteuergerät 116, mit dem Soundsystem 118 und/oder der ESE-Soundkarte 122 Daten auszutauschen. Bei einigen Beispielen ist der Fahrzeug-Datenbus 112 ein CAN-Busprotokoll (controller area network (CAN) bus protocol), wie von der International Standards Organization als ISO 11898-1 definiert. Alternativ kann bei einigen Beispielen der Fahrzeug-Datenbus 112 ein MOST-Bus (media oriented systems transport (MOST) bus), ein Ethernet-Bus oder ein CAN-FD-Bus (controller area network flexible data (CAN-FD) bus) (wie durch ISO 11898-7 definiert) sein. Der Fahrzeug-Datenbus 112 ist mit dem Fahrzeug-Datenbusanschluss 114 kommunikationsmäßig gekoppelt. Bei einigen Beispielen ermöglicht es der Fahrzeug-Datenbusanschluss 114, dass die Audioabstimmungs-Entität 104 das Ziel-Audioprofil 108 auf die ESE-Soundkarte 122 herunterlädt (manchmal als „flashen“ bezeichnet). Bei einigen weiteren Beispielen ist der Fahrzeug-Datenbusanschluss 114 ein OBD-Anschluss (on-board diagnostics (OBD) port).

Das Motorsteuergerät 116 steuert den Betrieb (z.B. Ventilzeitsteuerung, Kraftstoffeinspritzzeitpunkt usw.) eines Motors des Ziel-Fahrzeugs 102. Ein Drehzahlmesser in dem Motorsteuergerät 116 misst Umdrehungen pro Minute (RPM) einer Kurbelwelle des Motors des Ziel-Fahrzeugs 102. Das Motorsteuergerät 116 teilt die RPM des Motors über den Fahrzeug-Datenbus 112 mit.

Das Soundsystem 118 ist mit den Lautsprechern 120 gekoppelt. Das Soundsystem 118 empfängt als Teil einer Infotainment-Haupteinheit Eingaben von verschiedenen Quellen (z.B. einem Radiotuner, einem mobilen Gerät, das mit der Infotainment-Haupteinheit kommunikationsmäßig gekoppelt ist, Anwendungen usw.) und erzeugt ein Signal, um ein Abspielen über die Lautsprecher 120 zu erzeugen. Die ESE-Soundkarte 122 ist mit dem Soundsystem 118 kommunikationsmäßig verbunden. Bei einigen Beispielen ist die ESE-Soundkarte 122 in das Soundsystem 118 integriert. Die ESE-Soundkarte 122 speichert das Ziel-Audioprofil 108 für das Ziel-Fahrzeug 102. Die ESE-Soundkarte 122 überwacht die RPM des Motors, die von dem Motorsteuergerät 116 über den Fahrzeug-Datenbus 112 empfangen werden. Auf Grundlage der RPM des Motors (sowie anderer gewünschter Motorparameter) und des Ziel-Audioprofils 108 erzeugt die ESE-Soundkarte 122 durch das Soundsystem 118 über die Lautsprecher 120 abzuspielendes Signal. Wenn das Ziel-Audioprofil 108 von der Audioabstimmungs-Entität 104 erzeugt wird, wird das Ziel-Audioprofil 108 auf die ESE-Soundkarte 122 über den Fahrzeug-Datenbus 112 heruntergeladen.

Bei der Audioabstimmungs-Entität 104 handelt es sich um eine beliebige geeignete Entität, die Electronic-Sound-Enhancement-Profile (ESE-Profile) von Fahrzeugen (z.B. dem Ziel-Fahrzeug 102) abstimmt, wie beispielsweise ein Fahrzeughersteller, ein Soundsystemhersteller oder ein Monteur für kundenspezifische Fahrzeugteile usw. Die Audioabstimmungs-Entität 104 erzeugt das Ziel-Audiokalibrierungsprofil 108 auf Grundlage des Modell-Audioprofils für das Ziel-Fahrzeug 102 und des/der erfassten Audioprofils/Audioprofile 110 von dem Ziel-Fahrzeug 102. Die Audioabstimmungs-Entität 104 stimmt das Ziel-Audioprofil 108 iterativ ab, bis das Ziel-Audioprofil 108 und das Modell-Audioprofil im Wesentlichen gleich sind (wie nachfolgend in Verbindung mit 2 definiert). Bei dem veranschaulichten Beispiel zählen zu der Audioabstimmungs-Entität ein Profilgenerator 124, eine Audioprofil-Datenbank 126 und ein Audioprofiltuner 128.

Der Profilgenerator 124 erzeugt die Kalibrierungsprofile. Im Allgemeinen weist ein Fahrzeug einen Hersteller (z.B. Ford, Toyota, BMW, Kia usw.), ein Modell (z.B. Mustang, FR-S, i8, GT4 usw.) sowie eine Variante (z.B. Mustang V6, Mustang EcoBoost, Mustang GT usw.) auf. Varianten desselben Modells können unterschiedliche Motorgrößen (z.B. einen Sechszylindermotor, einen Achtzylindermotor usw.), unterschiedliche Kabinengrößen und/oder -gestaltungen und/oder unterschiedliche Radstände usw. aufweisen. Diese Unterschiede tragen zu unterschiedlichen unmodifizierten Audioprofilen von Fahrzeugen desselben Modells bei. Bei einigen Beispielen nimmt der Profilgenerator 124 für das Modell-Profil für das Ziel-Fahrzeug 102 ein bei einem Modell-Fahrzeug 106 erfasstes Audioprofil als Grundlage. Bei einigen derartigen Beispielen ist das Modell-Fahrzeug 106 eine Variante des Ziel-Fahrzeugs 102. Auf eine solche Weise kann das Motor- und Abgas-Audioerlebnis bei Varianten desselben Fahrzeugmodells dasselbe oder ähnlich sein. Wenn das Modell-Fahrzeug 106 verwendet wird, wird eine Audioerfassungsvorrichtung (z.B. ein Mikrofon) in der Kabine des Modell-Fahrzeugs 106 platziert, während das Modell-Fahrzeug 106 gefahren wird, sodass die Audioaufzeichnungsvorrichtung in der Kabine Audio von dem Motor und dem Abgas aufzeichnet, die sich periodisch wiederkehrend durch den Bereich von RPM (z.B. von 0 RPM bis 7000 RPM) des Motors bewegen (hier manchmal als eine „Sitzung“ bezeichnet). Mehrere Sitzungen können aufgezeichnet und gemittelt werden, um das Modell-Audioprofil zu erzeugen.

Alternativ oder zusätzlich wird bei einigen Beispielen das Modell-Profil mithilfe von Audiotechnik erstellt und/oder modifiziert. Zum Beispiel können Audiopegel bei einigen Frequenzordnungen modifiziert werden (z.B. wird die Leistung (dB(A)) der Frequenzordnung erhöht oder verringert), um das Fahrerlebnis in dem Fahrzeug zu verbessern. Beispielsweise kann eine bestimmte Menge von Frequenzordnungen damit in Zusammenhang stehen, dass beim Beschleunigen des Fahrzeugs ein erhöhtes Zufriedenheitsniveau des Fahrers erzeugt wird. Sobald sie erstellt wurden, speichert der Profilgenerator die Modell-Profile 124 in der Audioprofil-Datenbank 126. Die Audioprofil-Datenbank 126 kann Modell-Profile enthalten, die auf Grundlage von Hersteller, Modell und/oder Variante verschiedenen Ziel-Fahrzeugen 102 zugeordnet sind.

Wie nachfolgend in Verbindung mit 2 ausführlicher erörtert wird, erzeugt der Audioprofiltuner 128 das Ziel-Audioprofil 108 für das Ziel-Fahrzeug 102. Der Audioprofiltuner 128 ist mit einer Audioerfassungsvorrichtung 130 (z.B. einem Mikrofon), die sich in der Kabine des Ziel-Fahrzeugs befindet, kommunikationsmäßig gekoppelt. Bei einigen Beispielen ist die Audioerfassungsvorrichtung 130 derart positioniert, dass sie sich dort befindet, wo der Fahrer das Audiosignal (z.B. erzeugt durch den Motor, das Abgas und die ESE-Soundkarte 122) wahrnehmen würde. Zu dem von der Audioerfassungsvorrichtung 130 erfassten Audio zählen die tatsächlichen Motor- und Abgasgeräusche des Ziel-Fahrzeugs 102 (die aufgrund einer Schalldämmung der Kabine zum Verringern von Straßengeräuschen zum Teil gedämpft sein können) sowie von dem Soundsystem 118 abgespielte Geräusche, die mithilfe der ESE-Soundkarte 122 erzeugt werden. Da das Audio durch Hall und Absorption der Schallwellen, den Standort der Lautsprecher 120 und/oder den Weg der Schallwellen zu der Audioerfassungsvorrichtung 130 usw. beeinflusst wird, weist ein Ziel-Audioprofil 108, das für eine Modellvariante erzeugt wurde, möglicherweise nicht dieselben Qualitäten auf, wenn es in einer anderen Modellvariante verwendet wird. Die Audioerfassungsvorrichtung 130 zeichnet eine oder mehrere Sitzungen auf. Bei einigen Beispielen wird das Ziel-Fahrzeug 102 auf Dynamometern gefahren, wenn die Audioerfassungsvorrichtung 130 die Sitzung(en) aufzeichnet. Alternativ wird das Ziel-Fahrzeug auf einer Rennstrecke gefahren, wenn die Audioerfassungsvorrichtung 130 die Sitzung(en) aufzeichnet. Das erfasste Audioprofil 110 kann zwei oder mehr der Sitzungen enthalten, die von dem Audioprofiltuner 128 zu mitteln sind.

Der Audioprofiltuner 128 verarbeitet das erfasste Audioprofil 110 und vergleicht es mit einem der Modell-Audioprofile, die in der Audioprofil-Datenbank 126 gespeichert sind. Der Audioprofiltuner 128 ermittelt, ob das verarbeitete erfasste Audioprofil 110 dem Modell-Audioprofil im Wesentlichen ähnlich ist (wie nachfolgend in Verbindung mit 2 beschrieben). Wenn das verarbeitete erfasste Audioprofil 110 nicht im Wesentlichen ähnlich ist, wendet der Audioprofiltuner 128 eine Konvergenzfunktion auf das verarbeitete erfasste Audioprofil 110 an, um die Ähnlichkeit zwischen dem verarbeiteten erfassten Audioprofil 110 und dem Modell-Audioprofil zu erhöhen. Auf eine solche Weise erzeugt der Audioprofiltuner 128 das Ziel-Audioprofil 108. Der Audioprofiltuner 128 lädt das Ziel-Audioprofil 108 auf die ESE-Soundkarte 122 des Ziel-Fahrzeugs 102 herunter. Der Audioprofiltuner 128 wiederholt diesen Prozess (z.B. Aufzeichnen des erfassten Audioprofils 110 und Erzeugen des Ziel-Audioprofils 108) bis das verarbeitete erfasste Audioprofil 110 dem Modell-Audioprofil im Wesentlichen ähnlich ist.

2 ist ein Blockschaltbild des Audioprofiltuners 128 aus 1. Der Audioprofiltuner 128 erzeugt ein fertiggestelltes Ziel-Audioprofil 108 auf Grundlage eines in der Audioprofil-Datenbank 126 gespeicherten Modell-Audioprofils sowie erfasster Audioprofile 110 des Ziel-Fahrzeugs 102. Bei dem veranschaulichten Beispiel zählen zu dem Audioprofiltuner 128 ein Audioerfasser 202, ein Audioanalysator 204, ein Audiotuner 206 und ein Audio-Flasher 208.

Der Audioerfasser 202 empfängt das erfasste Audioprofil 108 von der Audioerfassungsvorrichtung 130 in dem Ziel-Fahrzeug 102 und/oder ruft es andernfalls von dort ab. Bei einigen Beispielen, wenn das erfasste Audioprofil 108 mehr als eine erfasste Sitzung enthält, kombiniert der Audioerfasser 202 das Audio aus den Sitzungen, um ein kombiniertes erfasstes Audioprofil 210 zu erzeugen. Bei einigen Beispielen mittelt der Audioerfasser 202 das Audio der Sitzungen, um die Sitzungen miteinander zu kombinieren. Alternativ wählt bei einigen Beispielen der Audioerfasser 202 die Minimalwerte unter den Sitzungen oder die Maximalwerte unter den Sitzungen aus.

Der Audioanalysator 204 empfängt das kombinierte erfasste Audioprofil 210 von dem Audioerfasser 202 oder ruft es andernfalls von dort ab. Der Audioanalysator 204 wandelt das kombinierte erfasste Audioprofil 210 in den Frequenzbereich um. Der Audioanalysator 204 sortiert das kombinierte erfasste Audioprofil 210 in RPM-Bereiche und -ordnungen. Zum Beispiel kann der Audioanalysator 204 das kombinierte erfasste Audioprofil 210 in Ordnungen sortieren (z.B. die 2,5. Ordnung, die 3. Ordnung, die 3,5. Ordnung usw.). Bei einem derartigen Beispiel kann der Audioanalysator 204 das kombinierte erfasste Audioprofil 210 auch in 40 RPM umspannende RPM-Bereiche von 600 RPM bis 7000 RPM (z.B. 600 RPM, 640 RPM, 680 RPM usw.) sortieren, sodass jede Ordnung definierte RPM-Bereiche aufweist. Der Audioanalysator 204 ermittelt die Leistung (z.B. in dB(A)) des kombinierten erfassten Audioprofils 210 für die Ordnungen bei jedem der RPM-Bereiche. Zum Beispiel kann die 3,5. Ordnung bei 1840 RPM eine Leistung von –51 dB(A) aufweisen. Bei einigen Beispielen kann der Audioanalysator 204 die von der HEAD Acoustics GmbH entwickelte ArtemisTM Suite enthalten. Der Audioanalysator 204 kompiliert die RPM-Ordnung-Leistungs-Informationen in ein analysiertes Audioprofil 212.

Der Audiotuner 206 empfängt das analysierte Audioprofil 212 von dem Audioanalysator 204 oder ruft es andernfalls von dort ab. Der Audiotuner 206 ruft außerdem das Modell-Audioprofil von der Audioprofil-Datenbank 126 ab. Der Audiotuner 206 vergleicht das analysierte Audioprofil 212 mit dem Modell-Audioprofil. Zum Vergleichen des analysierten Audioprofils 212 und des Modell-Audioprofils ermittelt der Audiotuner 206 die Differenzen zwischen der Leistung bei jeder Ordnung und RPM des analysierten Audioprofils 212 und der entsprechenden Ordnung und RPM des Modell-Audioprofils.

Um zu ermitteln, ob das analysierte Audioprofil 212 und das Modell-Audioprofil im Wesentlichen ähnlich sind, definiert der Audiotuner 206 einen Toleranzwert und einen Ähnlichkeitsschwellenwert. Der Toleranzwert ist ein Leistungspegel (in dB(A)), der eine absolute Differenz zwischen den RPM-Ordnung-Paaren des analysierten Audioprofils 212 und des Modell-Audioprofils angibt, damit der Audiotuner 206 das RPM-Ordnung-Paar als eine Übereinstimmung ansieht. Wenn der Toleranzwert zum Beispiel 3 dB(A) beträgt, der 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert für das analysierte Audioprofil 212 –32 dB(A) ist, und der 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert für das Modell-Audioprofil –34 dB(A) ist, wird das Paar 1800 RPM-3,5. Ordnung als übereinstimmend angesehen. Der Ähnlichkeitsschwellenwert gibt einen Prozentanteil der RPM-Ordnung-Paare in einer Frequenzordnung an, die übereinstimmen müssen, damit der Audiotuner 206 feststellt, dass die Ordnung in dem analysierten Audioprofil 212 mit der entsprechenden Ordnung in dem Modell-Audioprofil übereinstimmt. Wenn zum Beispiel der Ähnlichkeitsschwellenwert 80 % beträgt, und 82 % der Leistungspegel der 3,5. Ordnung des analysierten Audioprofils 212 den Ähnlichkeitsschwellenwert einhalten, stellt der Audiotuner 206 fest, dass die 3,5. Ordnung des analysierten Audioprofils 212 mit der 3,5. Ordnung des Modell-Audioprofils übereinstimmt. Der Audiotuner 206 stellt fest, dass das analysierte Audioprofil 212 im Wesentlichen ähnlich dem Modell-Audioprofil ist, wenn alle die Ordnungen des analysierten Audioprofils 212 dem Ähnlichkeitsschwellenwert genügen. Wenn das analysierte Audioprofil 212 dem Modell-Audioprofil im Wesentlichen ähnlich ist, wendet der Audiotuner 206 die Konvergenzfunktion nicht an. Der Audiotuner 206 erzeugt vielmehr ein fertiggestelltes Audioprofil 214, ohne das analysierte Audioprofil 212 zu ändern.

Bei Ordnungen in dem analysierten Audioprofil 212, die dem Ähnlichkeitsschwellenwert nicht genügen, wendet der Audiotuner 206 eine Konvergenzfunktion auf die RPM-Ordnung-Paare des analysierten Audioprofils 212 an. Die Konvergenzfunktion erzeugt einen Wert zum Modifizieren des Leistungspegels der RPM-Ordnung-Paare des analysierten Audioprofils 212 auf Grundlage der Differenz zwischen den RPM-Ordnung-Paaren des analysierten Audioprofils 212 und der entsprechenden RPM-Ordnung-Paare des Modell-Audioprofils. Wenn zum Beispiel der 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert für das analysierte Audioprofil 212 –27 dB(A) ist, und der 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert für das Modell-Audioprofil –34 dB(A) ist, erzeugt die Konvergenzfunktion den auf den 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert anzuwendenden Wert für das analysierte Audioprofil 212 auf Grundlage von –7 (–34 dB(A) – –27 dB(A)).

3 zeigt Kurven beispielhafter Konvergenzfunktionen 302 und 304. Eine lineare Konvergenzfunktion 302 erzeugt einen Wert gleich der Differenz zwischen dem Leistungspegel des RPM-Ordnung-Paares des analysierten Audioprofils 212 (AdB(A)) und dem entsprechenden Leistungspegel des RPM-Ordnung-Paares des Modell-Audioprofils (TdB(A)). Wenn zum Beispiel die Differenz zwischen dem 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert für das analysierte Audioprofil 212 und dem 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert für das Modell-Audioprofil –7 dB(A) beträgt, erzeugt die lineare Konvergenzfunktion 302 einen Wert von –7 dB(A), der dem 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert des analysierten Audioprofils 212 hinzuzufügen ist. Eine variable Konvergenzfunktion 304 erzeugt einen Wert, der von dem absoluten Wert der Differenz zwischen dem Leistungspegel des RPM-Ordnung-Paares des analysierten Audioprofils 212 (AdB(A)) und dem entsprechenden Leistungspegel des RPM-Ordnung-Paares des Modell-Audioprofils (TdB(A)) abhängt. Die variable Konvergenzfunktion 304 ist ein nicht linearer Ansatz, der in einigen Fällen einen größeren Wert als das gemessene Delta erzeugt und in anderen Fällen einen kleineren Wert als das gemessene Delta anwendet. Wenn zum Beispiel die Differenz zwischen dem 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert für das analysierte Audioprofil 212 und dem 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert für das Modell-Audioprofil –7 dB(A) ist, kann die variable Konvergenzfunktion 304 einen Wert von –5 dB(A) erzeugen, der dem 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert des analysierten Audioprofils 212 hinzuzufügen ist. Wenn, als ein weitere Beispiel, die Differenz zwischen dem 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert für das analysierte Audioprofil 212 und dem 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert für das Modell-Audioprofil –15 dB(A) ist, kann die variable Konvergenzfunktion 304 einen Wert von –20 dB(A), erzeugen, der dem 1800 RPM-3,5. Ordnung-Leistungswert des analysierten Audioprofils 212 hinzuzufügen ist. Die tatsächliche Steigung und Form der variablen Konvergenzfunktion 304 können von dem Benutzer bestimmt werden und sind am wirkungsvollsten, wenn sie auf der für das Ziel-Fahrzeug 102 festgelegten Toleranz beruhen. Zum Beispiel kann es vorteilhaft sein, dass eine Ausgabeanpassung dB(A) kleiner als die oder gleich den gemessenen dB(A) ist, wenn die gemessenen dB(A) innerhalb eines angemessenen Messwerts (z.B. ≤ 1,5-mal der Wert) der Toleranz liegen, und eine Ausgabe größer als die gemessenen dB(A) ist, wenn die gemessenen dB(A) größer als ein angemessener Messwert (z.B. > 1,5-mal der Wert) der Ziel-Fahrzeugtoleranz sind. Zurück zu 2: Der Audiotuner 206 erzeugt ein konvergiertes Audioprofil 216 durch Anwenden der Konvergenzfunktion auf die Leistungswerte der Ordnungen in dem analysierten Audioprofil 212, die dem Ähnlichkeitsschwellenwert nicht genügen.

Der Audio-Flasher 208 empfängt das fertiggestellte Audioprofil 214 oder das konvergierte Audioprofil 216 von dem Audiotuner 206 oder ruft es andernfalls von dort ab. Der Audio-Flasher 208 wandelt das fertiggestellte Audioprofil 214 oder das konvergierte Audioprofil 216 in das Ziel-Audioprofil 108 um. Durch die Umwandlung wird das fertiggestellte Audioprofil 214 oder das konvergierte Audioprofil 216 in ein Format zum Herunterladen in die ESE-Soundkarte 122 des Ziel-Fahrzeugs 102 geändert. Bei einigen Beispielen ist der Audio-Flasher 208 mit dem Fahrzeug kommunikationsmäßig gekoppelt (z.B. über den Fahrzeug-Datenbusanschluss 114), um das Ziel-Audioprofil 108 in die ESE-Soundkarte 122 herunterzuladen.

4 veranschaulicht elektronische Komponenten 400, die zum Realisieren des Audioprofiltuners 128 aus 1 und 2 verwendet werden können. Bei dem veranschaulichten Beispiel zählen zu den elektronischen Komponenten 400 ein Prozessor oder eine Steuervorrichtung 402, ein Speicher 404, eine Speicherung 406, Eingabevorrichtungen 408, Ausgabevorrichtungen 410 sowie ein Datenbus 412.

Bei dem Prozessor oder der Steuervorrichtung 402 kann es sich um eine beliebige geeignete Verarbeitungsvorrichtung oder einen Satz Verarbeitungsvorrichtungen handeln wie beispielsweise, aber ohne darauf beschränkt zu sein: ein Mikroprozessor, eine mikrocontrollerbasierte Plattform, eine geeignete integrierte Schaltung oder eine oder mehrere anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (application-specific integrated circuits, ASICs). Bei dem veranschaulichten Beispiel ist der Prozessor oder die Steuervorrichtung 402 derart strukturiert, dass er/sie den Audioerfasser 202, den Audioanalysator 204, den Audiotuner 206 und den Audio-Flasher 208 enthält. Bei dem Speicher 404 kann es sich um flüchtigen Speicher (z.B. RAM, wozu nichtflüchtiger RAM, magnetischer RAM, ferroelektrischer RAM sowie alle anderen geeigneten Formen zählen können); nichtflüchtigen Speicher (z.B. Plattenspeicher, FLASH-Speicher, EPROMs, EEPROMs, nichtflüchtigen Halbleiterspeicher auf Grundlage eines Memristors usw.), unveränderlichen Speicher (z.B. EPROMs) und Nur-Lese-Speicher handeln. Bei einigen Beispielen weist der Speicher 404 mehrere Arten Speicher auf, insbesondere flüchtigen Speicher und nichtflüchtigen Speicher. Bei der Speicherung 406 kann es sich um eine beliebige Speichervorrichtung mit hoher Kapazität handeln wie beispielsweise ein Festplattenlaufwerk und/oder ein Halbleiterlaufwerk. Bei dem veranschaulichten Beispiel ist die Audioprofil-Datenbank 126 in der Speicherung 406 gespeichert.

Der Speicher 404 und die Speicherung 406 sind ein computerlesbares Medium, auf dem ein oder mehrere Anweisungssätze, wie beispielsweise die Software zum Durchführen der Verfahren der vorliegenden Offenbarung, eingebettet sein können. Durch die Anweisungen können eines oder mehrere der hier beschriebenen Verfahren oder Logik verkörpert werden. Bei einer bestimmten Ausführungsform können sich die Anweisungen während eines Ausführens der Anweisungen vollständig oder mindestens zum Teil in dem Speicher 404 und/oder dem computerlesbaren Medium und/oder in dem Prozessor 402 befinden.

Die Begriffe „nichtflüchtiges computerlesbares Medium“ und „computerlesbares Medium“ sollten so verstanden werden, dass sie ein einzelnes Medium oder mehrere Medien beinhalten, beispielsweise eine zentralisierte oder verteilte Datenbank und/oder zugehörige Zwischenspeicher und Server, die einen oder mehrere Anweisungssätze speichern. Die Begriffe „nichtflüchtiges computerlesbares Medium“ und „computerlesbares Medium“ beinhalten außerdem jedes materielle Medium, das in der Lage ist, einen Anweisungssatz zum Ausführen durch einen Prozessor zu speichern, zu codieren oder zu enthalten, oder das ein System dazu veranlassen kann, eine(s) oder mehrere der hier offenbarten Verfahren oder Operationen durchzuführen. Der Begriff „computerlesbares Medium“, so wie er hier verwendet wird, ist ausdrücklich so definiert, dass er jede Art computerlesbare Speichervorrichtung und/oder Speicherplatte einschließt und sich ausbreitende Signale ausschließt.

Die Eingabevorrichtung(en) 408 erleichtern einem Benutzer ein Interagieren mit den elektronischen Komponenten 400. Überdies sind eine oder mehrere der Eingabevorrichtungen 408 mit der Audioerfassungsvorrichtung 130 in dem Ziel-Fahrzeug 102 kommunikationsmäßig gekoppelt. Die Eingabevorrichtung(en) 408 können zum Beispiel mithilfe eines seriellen Anschlusses, eines USB-Anschlusses (universal serial bus (USB) port), eines IEEE 1339-Anschlusses, einer Tastatur, einer Taste, einer Maus, eines Touchscreens, eines Trackpad und/oder eines Spracherkennungssystems realisiert werden.

Die Ausgabevorrichtung(en) 410 erleichtern das Bereitstellen von Informationen für den Benutzer durch die elektronischen Komponenten 400. Des Weiteren sind eine oder mehrere der Ausgabevorrichtungen 410 mit der ESE-Soundkarte 122 des Ziel-Fahrzeugs 102 kommunikationsmäßig gekoppelt. Die Ausgabevorrichtungen 410 können zum Beispiel mithilfe von Anzeigevorrichtungen (z.B. eine Licht emittierende Diode (LED), eine organische Licht emittierende Diode (OLED), eine Flüssigkristallanzeige, eine Kathodenstrahlröhren-Anzeige (cathode ray tube display, CRT display), ein Touchscreen usw.) und/oder Datenübertragungsvorrichtungen (der serielle Anschluss, der USB-Anschluss, der IEEE 1339-Anschluss usw.) realisiert werden.

Durch den Datenbus 412 werden der Prozessor 402, der Speicher 404, die Speicherung 406, die Eingabevorrichtungen 408 und die Ausgabevorrichtungen 410 kommunikationsmäßig gekoppelt. Der Datenbus 412 kann mithilfe eines oder mehrerer Schnittstellenstandards realisiert werden, beispielsweise als eine Ethernet-Schnittstelle, eine USB-Schnittstelle, PCI-Express-Schnittstelle und/oder eine Serial ATA-Schnittstelle usw.

5 ist ein Ablaufplan, der ein beispielhaftes Verfahren zum Abstimmen eines Electronic-Sound-Enhancement-Systems des Ziel-Fahrzeugs 102 zeigt, das mithilfe der elektronischen Komponenten 400 aus 4 realisiert werden kann. Zu Anfang erlangt der Audioerfasser 202 ein anfängliches erfasstes Audioprofil 110 von dem Ziel-Fahrzeug 102 (Block 502). Bei einigen Beispielen erlangt der Audioerfasser 202 das erfasste Audioprofil 110 unter Verwendung der Audioerfassungsvorrichtung 130, die in dem Ziel-Fahrzeug 102 positioniert ist, um Audio aus der Perspektive des Fahrers zu erfassen. Der Audioanalysator 204 analysiert das erfasste Audioprofil 110, um die RPM-Wert-Frequenzordnung-Paaren zugeordneten Leistungswerte zu erkennen, und erzeugt das analysierte Audioprofil 212 aus 2 (Block 504). Der Audiotuner 206 ruft das Modell-Audioprofil von der Audioprofil-Datenbank 122 ab (Block 506). Der Audiotuner 206 vergleicht die RPM-Wert-Frequenzordnung-Paaren zugeordneten Leistungswerte des analysierten Audioprofils 212 mit den entsprechenden RPM-Wert-Frequenzordnung-Paaren zugeordneten Leistungswerten des Modell-Audioprofils (Block 508).

Der Audiotuner 206 ermittelt, ob das analysierte Audioprofil 212 einem Ähnlichkeitsschwellenwert genügt (Block 510). Das analysierte Audioprofil 212 genügt dem Ähnlichkeitsschwellenwert, wenn ein Prozentanteil der Leistungspegel in jeder der Frequenzordnungen bei einem Vergleich mit den entsprechenden Leistungspegeln in dem Modell-Audioprofil dem Toleranzwert genügt. Wenn das analysierte Audioprofil 212 dem Ähnlichkeitsschwellenwert genügt, stellt der Audiotuner 206 das Ziel-Audioprofil 108 für das Ziel-Fahrzeug 102 fertig (Block 512). Das Verfahren aus 5 endet dann.

Wenn das analysierte Audioprofil 212 dem Ähnlichkeitsschwellenwert nicht genügt, wendet der Audiotuner 206 die Konvergenzfunktion (z.B. eine der Konvergenzfunktionen 302 und 304 aus 3) auf das analysierte Audioprofil 212 an, um das konvergierte Audioprofil 216 zu erzeugen (Block 514). Der Audio-Flasher 208 erzeugt das Ziel-Audioprofil 108 auf Grundlage des konvergierten Audioprofils 216 und wendet das Ziel-Audioprofil 108 auf die ESE-Soundkarte 122 des Ziel-Fahrzeugs 102 an (z.B. lädt er es herunter) (Block 516). Der Audioerfasser 202 erlangt dann erneut das erfasste Audioprofil 110 von dem Ziel-Fahrzeug 102 (Block 518).

Der Ablaufplan aus 5 stellt maschinenlesbare Anweisungen dar, die ein oder mehrere Programme umfassen, die, wenn sie von einem Prozessor (wie beispielsweise dem Prozessor 402 aus 4) ausgeführt werden, den Audioprofiltuner 128 aus 1 und/oder 2 realisieren. Obwohl ferner die beispielhaften Programme unter Bezugnahme auf den in 5 veranschaulichten Ablaufplan beschrieben werden, können alternativ zahlreiche andere Verfahren zum Realisieren des beispielhaften Audioerfassers 202, des beispielhaften Audioanalysators 204, des beispielhaften Audiotuners 206, des beispielhaften Audio-Flashers 208 und/oder, allgemeiner, des beispielhaften Audioprofiltuners 128 angewendet werden. Zum Beispiel kann die Ausführungsreihenfolge der Blöcke geändert werden, und/oder einige der beschriebenen Blöcke können geändert, entfernt oder kombiniert werden.

Bei dieser Anmeldung soll die Verwendung der Disjunktion die Konjunktion einschließen. Die Verwendung bestimmter oder unbestimmter Artikel soll keine Kardinalität anzeigen. Insbesondere soll eine Bezugnahme auf „das“ Objekt oder „ein“ Objekt auch eines aus einer möglichen Mehrzahl derartiger Objekte bezeichnen. Ferner kann die Konjunktion „oder“ verwendet werden, um gleichzeitig vorhandene Merkmale anstelle von einander ausschließenden Alternativen zu vermitteln. Anders ausgedrückt: Die Konjunktion „oder“ sollte so verstanden werden, dass sie „und/oder“ beinhaltet. Die Begriffe „weist auf“, „aufweisend“ und „aufweisen“ sind einschließend und decken jeweils denselben Bereich ab wie „umfasst“, „umfassend“ und „umfassen“.

Die oben beschriebenen Ausführungsformen und insbesondere jegliche „bevorzugten“ Ausführungsformen sind mögliche Beispiele für Realisierungen und werden lediglich dargelegt, um ein klares Verständnis der Grundgedanken der Erfindung zu ermöglichen. Zahlreiche Änderungen und Abwandlungen können an der/den vorstehend beschriebenen Ausführungsform(en) vorgenommen werden, ohne wesentlich von dem Sinn und den Grundgedanken der hier beschriebenen Techniken abzuweichen. Alle Abwandlungen sollen hier in dem Schutzbereich dieser Offenbarung enthalten und durch die folgenden Ansprüche geschützt sein.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • ISO 11898-1 [0019]
  • ISO 11898-7 [0019]
  • IEEE 1339-Anschlusses [0039]
  • IEEE 1339-Anschluss [0040]