Title:
Batterieträger mit Kunststoffunterschale und integrierter Induktionsleitung sowie Verfahren zu dessen Herstellung
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Die Erfindung betrifft einen Batterieträger (1) zur Anordnung an einem Elektrokraftfahrzeug, wobei der Batterieträger (1) zur Aufnahme mindestens einer Akkumulator-Batterie (5) geeignet ist und eine Wanne (2) mit einem umlaufenden Rand (4) und einem Boden (3) und optional einen außen zumindest teilweise um die Wanne (2) umlaufenden Rahmen aufweist sowie optional einen die Wanne (2) verschließenden Deckel, wobei an einer Unterseite (6) unter dem Boden (3) der Wanne (2) eine Unterschale (7) aus Faserverbundwerkstoff angeordnet ist, wobei in der Unterschale (7) mindestens eine Induktionsleitung (8) integriert ist. embedded image





Inventors:
Volker, Grienitz (59494, Soest, DE)
Opdemom, Hermann (59269, Beckum, DE)
Rabe, Frank (32120, Hiddenhausen, DE)
Application Number:
DE102017103668A
Publication Date:
08/23/2018
Filing Date:
02/22/2017
Assignee:
Benteler Automobiltechnik GmbH, 33102 (DE)
International Classes:
H01F27/00; B60K1/04; B60L5/00; B60L11/18; B62D29/04; H01F27/02; H01F27/08; H01F27/30; H01F38/14; H02J7/00; H02J50/10
Domestic Patent References:
DE102015214983A1N/A
DE112007000474T5N/A
DE2332197B2N/A
DE875824BN/A
Foreign References:
EP2808196
Other References:
4) WIKIPEDIA, die freie Enzyklopädie, Organobleche, letzte Änderung am 17. Mai 2016, https://de.wikipedia.org/wiki/Organoblech, recherchiert am 17. Januar 2018, abgerufen am 17. Januar 2018
Attorney, Agent or Firm:
Bockermann Ksoll Griepenstroh Osterhoff, 44791, Bochum, DE
Claims:
Batterieträger (1) zur Anordnung an einem Elektrokraftfahrzeug, wobei der Batterieträger (1) zur Aufnahme von mindestens einer Akkumulator-Batterie (5) geeignet ist und eine Wanne (2) mit einem umlaufenden Rand (4) und einem Boden (3) und optional einen außen zumindest teilweise um die Wanne (2) umgebenden Rahmen aufweist sowie optional einen die Öffnung der Wanne (2) verschließenden Deckel aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Unterseite (6) unter dem Boden (3) der Wanne (2) eine Unterschale (7) aus Faserverbundwerkstoff angeordnet ist, wobei in der Unterschale (7) mindestens eine Induktionsleitung (8) integriert ist.

Batterieträger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterschale (7) auf einer Unterseite (6) ein Organoblech (9) angeordnet ist, welches insbesondere stoffschlüssig und/oder formschlüssig mit der Unterschale (7) gekoppelt ist.

Batterieträger (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktionsleitung (8) in dem Faserverbundwerkstoff eingebettet ist, insbesondere in diesem eingeschlossen ist.

Batterieträger (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterschale (7) in einem Spritzgussverfahren aus Faserverbundwerkstoff hergestellt ist.

Batterieträger (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Unterschale (7) und Wanne (2) eine Rippenstruktur (10) eingegliedert ist.

Batterieträger (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterschale (7) aus zwei im Fließpressverfahren hergestellten Halbschalen ausgebildet ist, wobei zwischen den Halbschalen die Induktionsleitung (8) eingegliedert ist, insbesondere weist zumindest eine Halbschale an ihrer Innenseite eine Ausnehmung für die Induktionsleitung (8) auf.

Batterieträger (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktionsleitung (8) aus einem draht- oder rohrförmigen Leiter von einem Endlosmaterial gefertigt ist oder dass die Induktionsleitung (8) aus einem Blech hergestellt ist.

Batterieträger (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktionsleitung (8) wenigstens einen Körper aus einem ferro-magnetischen oder ferritischen Werkstoff zumindest teilweise umgibt bzw. umwindet.

Batterieträger (1) nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der sich durch das Blech ergebende Strompfad länger ist als der kürzeste Abstand zwischen den elektrischen Polen (12), an denen die in die Induktionsleitung induzierte Elektrizität von der Induktionsleitung (8) abgenommen wird.

Batterieträger (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktionsleitung (8) auf die Unterschale (7) aufgebracht und insbesondere aufgewickelt ist, und im Anschluss mit einer Isolationsschicht umhüllt wird, wobei die Isolationsschicht insbesondere aus dem Matrixmaterial ausgebildet ist.

Batterieträger (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktionsleitung (8) zumindest teilweise von einem fluiden Wärmeträger um-, durch- oder angeströmt wird, zum Zwecke der Kühlung.

Verfahren zur Herstellung eines Batterieträgers (1) mit den Merkmalen von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Faserwerkstoffrohling durch ein Wickelverfahren hergestellt wird und die Induktionsleitung (8) in den Faserwerkstoffrohling eingewickelt wird, wobei im Anschluss und/oder während des Wickelverfahrens der so hergestellte Faserwerkstoffrohling mit Matrixharz imprägniert wird.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Batterieträger zur Anordnung an einem Elektrokraftfahrzeug gemäß den Merkmalen im Oberbegriff von Anspruch 1.

Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines Batterieträgers gemäß den Merkmalen im Anspruch 12.

Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, Kraftfahrzeuge mit kohlenstoffhaltigen Energieträgern anzutreiben. Hierzu werden Brennkraftmaschinen eingesetzt, welche die in dem Brennstoff vorhandene chemische Energie unter der Aufnahme von Sauerstoff und der Abgabe von Wärme und von Brenngasen in Bewegungsarbeit wandeln.

Der im Kraftfahrzeug mitgeführte und von der Brennkraftmaschine genutzte Kraftstoff kann bei Bedarf an einer Tankstelle dem Kraftfahrzeug erneut zugeführt und dessen Betriebsbereitschaft für eine entsprechende Reichweite hergestellt werden.

Aufgrund der ökologischen und ökonomischen Notwendigkeit zur Minderung des Bedarfs an kohlenstoffhaltigen Energieträgern und zur Minderung der Abgabe von Brenngasen ersetzen elektrisch angetriebenen Kraftfahrzeuge zunehmend die Fahrzeuge mit einer Brennkraftmaschine. Die zur Fortbewegung benötigte Energie wird hierbei in Batterien, auch Akkumulatoren bzw. Akkumulator-Batterien genannt, in dem Kraftfahrzeug selbst gespeichert. Zumeist sind hierzu Batterieträger bzw. Batteriewannen, [engl.: battery tray], insbesondere im Unterflurbereich des Kraftfahrzeuges angeordnet, um die zum Teil eine große Masse und einen großen Flächenbedarf aufweisenden Batterien aufzunehmen. Zum Zwecke des Ladens der Batterie wird das Kraftfahrzeug über eine steckbare elektrische Leitung mit einem externen Elektrizitätsnetz verbunden, so dass eine elektrische Stromstärke den Wechsel der elektrischen Ladung in jedem der angeschlossenen elektrischen Batterien bewirken kann..

Aus dem Stand der Technik ist es ferner bekannt, die Batterie eines Elektrokraftfahrzeuges kontaktlos zu laden. Hierzu wird das Induzieren einer elektrischen Spannung mittels eines sich zeitlich ändernden magnetischen Feldes genutzt, um die elektrische Energie berührungslos an das Kraftfahrzeug zu übertragen.

An oder in dem Kraftfahrzeug ist hierzu ein entsprechender Induktionsleiter vorgesehen, dem von einer Ladestation mittels der Induktion elektrische Energie berührungslos zugeführt werden kann.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Möglichkeit aufzuzeigen, in einem Batterieträger einen Induktionsleiter, der wenigstens eine elektrische Induktionsschleife bildet, in der Weise effizient und gegen Umwelteinflüsse geschützt unterzubringen, dass von einem Erregergerät unter dem Fahrzeug elektrische Energie mittels Induktion von dem Batterieträger aufgenommen werden kann.

Die zuvor genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Batterieträger zur Anordnung an einem Elektrokraftfahrzeug mit den Merkmalen im Anspruch 1 gelöst.

Ein verfahrensmäßiger Teil der Aufgabe wird weiterhin mit den Merkmalen im Anspruch 12 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungsvarianten sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Der Batterieträger eignet sich zur Anordnung an einem Elektrokraftfahrzeug und ist zur Aufnahme wenigstens einer Batterie, die bevorzugt wenigstens zwei Akkumulator-Zellen umfasst. Insbesondere werden mehrere Batterien, vorzugsweise mehr als 6, insbesondere mehr als 10 -Batterien im Inneren des Batterieträgers angeordnet. Hierzu weist der Batterieträger eine Wanne mit einem umlaufenden Rand auf sowie einen Boden. Optional ist außen an dem Batterieträger ein zumindest teilweise die Wanne umgehender Rahmen angeordnet. Der Rahmen kann insbesondere aus einem oder aus mehreren Stücken von einem profilierten Körper aus Leichtmetall hergestellt sein. Ferner ist die Öffnung der Wanne selbst bevorzugt durch einen den Rand der Wanne berührenden Deckel schließbar. Der Deckel kann dabei selbst flach oder auch wannenartig gewölbt ausgebildet sein.

Erfindungsgemäß zeichnet sich der Batterieträger nunmehr dadurch aus, dass an einer Unterseite unter dem Boden der Wanne eine Unterschale aus einem Faserverbundwerkstoff angeordnet ist, wobei in der Unterschale mindestens eine Induktionsleitung integriert ist. Als Faserverbundwerkstoff kann auch ein faserverstärkter Kunststoffwerkstoff verwendet werden. Zusätzliche kann die Unterschale aus einem Faserverbundwerkstoff einen oder mehrere magnetisierbare Körper umfassen, die innerhalb der von der Induktionsleitung gebildeten Induktionsschleife angeordnet sind.

Als Faserverbundwerkstoff wird hierbei ein künstlicher Werkstoff genutzt, in welchem Fasern in einem Matrixharz gebunden und formstabil ausgehärtet sind. Als Fasern werden insbesondere Glasfasern, Aramidfasern, elektrisch isolierte Kohlenstofffasern oder sonstige Faserwerkstoffe eingesetzt. Insbesondere werden Fasern aus elektrisch isolierten oder nichtleitenden Werkstoffen eingesetzt. Zusammen mit dem Matrixharz ergibt sich daraus der Faserverbundwerkstoff.

In dem Faserverbundwerkstoff eingebettet bzw. integriert ist eine Induktionsleitung. Die Induktionsleitung selbst ist beispielsweise als Endlosleiter aus einem Draht oder aus einem Rohr hergestellt und insbesondere als Induktionsschleife ausgebildet. Umgeben von der Induktionsschleife ist bevorzugt wenigstens ein magnetisierbarer Körper, Quader, Scheiben oder Bleche aus einem ferritischen Werkstoff. Die Induktionsleitung selbst kann jedoch auch aus einem Blech hergestellt sein. Zum Zwecke der Kühlung kann die Induktionsleitung von einem fluiden Wärmeträger um-, durch- oder angeströmt werden.

Insbesondere ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Induktionsleitung in dem Faserverbundwerkstoff angeordnet ist. Auf der Rückseite, insbesondere auf der zur Wanne hin gerichteten Rückseite, entsteht somit eine elektrische Isolierung zu einer ansonsten aus metallischem Werkstoff hergestellten Wanne. Auf einer zum Fahrweg hin gerichteten Unterseite schützt eine Deckschicht aus Faserverbundwerkstoff die Induktionsschleife von äußeren Witterungseinflüssen und isoliert diese zudem ebenfalls elektrisch. Bevorzugt ist hier ein Organoblech bzw. thermoplastischer Faserverbundwerkstoff angeordnet.

Das Elektrokraftfahrzeug kann somit mit dem Batterieträger über das Erregergerät einer induktiv ladenden Station fahren, so dass die in dem Batterieträger angeordneten Batterie kontaktlos elektrisch geladen werden können.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltungsvariante ist vorgesehen, dass die Unterschale auf einer Seite ein Organoblech aufweist, welches insbesondere mit der Unterschale gekoppelt ist. Eine bevorzugte Ausgestaltungsvariante der Koppelung sieht vor, dass diese stoffschlüssig aneinander gefügt sind. Insbesondere wird das Organoblech hierzu mit dem Matrixharz der Unterschale geklebt bzw. verklebt, wobei als Klebstoff ein separater Klebstoff genutzt werden kann oder auch das Matrixharz der Unterschale selbst. Auch ist eine kraftschlüssige und/oder formschlüssige Koppelung alternativ oder ergänzend zu der vorbeschriebenen stoffschlüssigen Koppelung möglich. Somit kann das Organoblech formschlüssig beispielsweise an die Unterschale angeschraubt bzw. an diese genietet werden. Das Organoblech dient somit insbesondere als Unterfahrschutz. Das Organoblech selbst ist bevorzugt auch aus Faserverbundwerkstoff hergestellt.

Die Induktionsleitung selbst ist in dem Faserverbundwerkstoff eingebettet, insbesondere in dem Faserverbundwerkstoff eingeschlossen. Hierzu kann die Induktionsleitung nur in dem Matrixharz eingeschlossen oder zusätzlich von einem Faserwerkstoff des Faserverbundwerkstoffes umgeben bzw. durchdrungen sein. Eine bevorzugte Ausgestaltungsvariante sieht hier vor, dass die Induktionsleitung bereits in einem Faserwerkstoffrohling eingewickelt bzw. eingewebt wird, wobei im Anschluss und/oder während des Wickelverfahrens der so hergestellte Faserwerkstoffrohling mit Matrixharz imprägniert wird. Im Anschluss daran härtet der mit Matrixharz durchsetzter Faserwerkstoffrohling aus.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsvariante sieht vor, dass die Unterschale mit einem Spritzgussverfahren aus Faserverbundwerkstoff hergestellt wird. Hierzu ist insbesondere vorgesehen, dass sich nicht nur Matrixharz, sondern auch Teile des Faserwerkstoffes in Bereiche zwischen der Induktionsleitung, insbesondere im Falle einer Induktionsschleife, setzen, und somit die Unterschale stabil und insbesondere in sich formstabil ausgebildet wird.

Auch kann die Unterschale im Fließpressverfahren hergestellt werden. Hierzu werden dann bevorzugt zwei Halbschalen ausgebildet, wobei zwischen den Halbschalen die Induktionsleitung eingegliedert ist. Hierzu weist zumindest eine Halbschale an ihrer Innenseite eine Ausnehmung für den Induktionsleiter auf. Die Halbschalen können somit im Fließpressverfahren hergestellt werden, der Induktionsleiter in die Ausnehmung eingesetzt werden und im Anschluss daran die zwei Halbschalen aneinander geklebt werden. Das Kleben kann beispielsweise mit einem separaten Klebstoff oder auch mit dem Matrixharz der Halbschalen erfolgen. Es ist auch ein einstückiges Fließpressen der Unterschale im Sinne der Erfindung vorstellbar.

Die Induktionsleitung ist insbesondere als Induktionsschleife mit wenigstens einer halben Vollkreis-Windung ausgebildet. Insbesondere wird hierzu ein draht- oder rohrförmiger Leiter aus einem Endlosmaterial bereitgestellt. Insbesondere kommen elektrisch leitfähige Werkstoffe, beispielsweise Aluminium, Kupfer, Nickel oder deren Legierungen, zum Einsatz. Die Induktionsleitung selbst kann jedoch auch aus einem Blech hergestellt sein. Beispielsweise kann dieses Blech gestanzt und/oder ausgeschnitten werden.

Das Blech ist bevorzugt ebenfalls aus einem metallischen Werkstoff ausgebildet, insbesondere aus Werkstoff mit einer spezifischen elektrischen Leitfähigkeit ӕ von wenigstens 10 *1061/(Ωm) bei T = 293 Kelvin.

Insbesondere ist hierzu der sich durch die Induktionsschleife ergebende Strompfad länger als der kürzeste Abstand zwischen den elektrischen Polen, an denen die elektrische Spannung von der Induktionsleitung abgenommen wird. Von den elektrischen Polen der Induktionsleitung wird die in die Induktionsleitung induzierte Elektrizität über einen Gleichstrom-Steller den Batterien zugeführt, bevorzugt unter Eingliederung von einem entsprechenden Akkumulator-Überwachungs- und Regelungs-Gerät [engl.: Battery Management Controller „BMC“].

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsvariante ist der Induktionsleiter auf die Unterschale aufgebracht, insbesondere auf oder um die Unterschale gewickelt, wobei diese im Anschluss mit einer Isolationsschicht überzogen oder umhüllt wird, die insbesondere die Induktionsleitung umschließt. Die Isolationsschicht selbst ist insbesondere aus dem Matrixmaterial des Faserverbundwerkstoffes hergestellt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsvariante ist die Unterschale nicht unmittelbar an die Unterseite der Wanne gekoppelt. Bevorzugt ist zwischen Wanne und Unterschale eine Rippenstruktur angeordnet. Die Rippenstruktur kann beispielsweise einstückig und werkstoffeinheitlich an der Unterschale ausgebildet sein. Es ist jedoch auch möglich, dass die Rippenstruktur als Rippenblech zwischen Unterschale und Unterseite der Wanne angeordnet wird. Das Rippenblech würde dann mit der Unterschale gekoppelt werden. Das Rippenblech wird ebenfalls mit der Wanne gekoppelt.

Weitere Vorteile, Merkmale, Eigenschaften und Aspekte der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung. Bevorzugte Ausgestaltungsvarianten werden in den schematischen Figuren dargestellt. Diese dienen dem einfachen Verständnis der Erfindung. Es zeigen:

  • 1 eine Querschnittsansicht durch einen erfindungsgemäßen Batterieträger mit angesetzter Unterschale,
  • 2 eine Detailansicht unter Eingliederung einer Rippenstruktur,
  • 3 eine Induktionsleitung, die unmittelbar in einer Rippenstruktur integriert ist.,
  • 4a und b jeweils eine Querschnittsansicht durch die Unterschale eines Batterieträgers,
  • 5 bis 16 verschiedene Formen von Induktionsleitungen in Draufsicht.

In den Figuren sind gleiche oder ähnliche Bauteile durch dieselben Bezugszeichen gekennzeichnet, auch wenn eine wiederholte Beschreibung aus Vereinfachungsgründen entfällt.

1 zeigt einen erfindungsgemäßen Batterieträger 1 in einer Querschnittsansicht. Der Batterieträger 1 weist eine Wanne 2 auf, wobei die Wanne 2 einen Boden 3 sowie einen außen den Boden 3 umgebenden Rand 4 besitzt. Insbesondere ist die Wanne 2 aus einem metallischen Werkstoff ausgebildet. Es kann ein Schweißbauteil oder auch Tiefziehbauteil verwendet werden. In der Wanne 2 selbst ist wenigstens eine Akkumulator-Batterie 5 angeordnet. Die Wanne 2 kann an deren Öffnung durch einen Deckel geschlossen sein.

An einer Unterseite 6 der Wanne 2 ist eine Unterschale 7 angeordnet, wobei die Unterschale 7 aus Faserverbundwerkstoff ausgebildet ist. In der Unterschale 7 selbst ist eine Induktionsleitung 8 integriert bzw. in dieser aufgenommen. Als Abschluss nach unten ist ein Organoblech 9 ausgebildet. Die Unterschale 7 kann insbesondere mit der hier integrierten Induktionsleitung 8 hergestellt werden, so dass die Induktionsleitung 8 vollständig in der Unterschale 7 aufgenommen ist. Als Schutz von unten ist dann das Organoblech 9 unterhalb der Unterschale 7 angeordnet, insbesondere stoffschlüssig mit dieser gekoppelt. Die Unterschale 7 ist weiterhin bevorzugt an der Unterseite 6 des Bodens 3 gekoppelt, insbesondere stoffschlüssig.

2 zeigt eine Detailansicht. Der Boden 3 der Wanne 2 ist dargestellt. Zwischen einer Unterseite 6 des Bodens 3 der Wanne 2 und der eigentlichen Unterschale 7 selbst ist eine Rippenstruktur 10 angeordnet. An die Rippenstruktur 10 gekoppelt ist dann wiederum die Unterschale 7 mit der integrierten Induktionsleitung 8. Unterhalb der Induktionsleitung 8, insbesondere bezogen auf die Kraftfahrzeugvertikalrichtung Z, ist ein Organoblech 9 angeordnet.

3 zeigt eine alternative Ausgestaltungsvariante. Die Rippenstruktur 10 ist direkt zusammen mit der Induktionsleitung 8 ausgebildet. Unterhalb der Induktionsleitung 8 ist dann das Organoblech 9 angeordnet.

4a zeigt eine Querschnittansicht durch die Unterschale 7 gemäß 1. Hierbei sind verschiedene Lagen Faserwerkstoff 11 übereinander angeordnet, wobei eine unterste Lage beispielsweise als Organoblech 9 ausgebildet ist. Die anderen Faserwerkstofflagen 11 können aus laminiertem Faserverbundwerkstoff hergestellt sein oder auch aus Organoblechen 9 die untereinander verklebt sind. Darin eingebettet bzw. eingeschlossen ist die Induktionsleitung 8. Die Induktionsleitung 8 hat an einer Seite elektrische Pole 12, welche nochmals in den 5 ff. dargestellt sind, die über elektrische Anschlussleitungen 13, beispielsweise mit einem nicht näher dargestellten Lademanagement verbunden sind.

4b zeigt eine Querschnittansicht analog zu Figur 4a, mit dem Unterschied, dass zwei Induktionsleitungen 8 parallel in Kraftfahrzeugvertikalrichtung Z übereinander angeordnet sind. Die zwei Induktionsleitungen 8 ergeben bevorzugt insgesamt eine Induktionsleitung, die entsprechend ein kontaktloses Laden ermöglicht. Oberhalb der Unterschale 7 ist optional eine Rippenstruktur 10 angeordnet. Diese kann als Abstandshalter und/oder Verstärkung dienen.

5 bis 16 zeigen verschiedene Ansichten von möglichen Induktionsleitungen 8, dort Induktionsleiter genannt, jeweils in Draufsicht.

5 zeigt dabei eine Draufsicht sowie Seitenansicht eines Induktionsleiters, der als Stanzfaltstück aus einem Metallblech oder aus einer Metallfolie gefaltet ist. Gleiches gilt für 6.

7 und 8 zeigen jeweils Induktionsleiter, die als Stanzstück aus einem Blech geschnitten sind. Insbesondere der Induktionsleiter gemäß 8 ist mehrfach gewunden.

9 und 10 zeigen einen als Stanzfügestück aus einem Doppelblech hergestellten Induktionsleiter. Hier ist in den Induktionsleiter noch ein Wärmeträgerkanal integriert, so dass über Anschlussstücke ein Wärmeträgermedium zum insbesondere Kühlen durchgeleitet werden kann. Diese Wärmeträgerkanäle sind dann ebenfalls mit dem Induktionsleiter in dem Faserverbundwerkstoff eingelassen.

11 und 12 zeigen jeweils einen Induktionsleiter als Stanzkantstück, welche aus einem Blech ausgestanzt und im Anschluss gekantet sind.

13 und 14 zeigen jeweils einen aus einem Stanzbiegestück aus einem Blech gebogenen Induktionsleiter in Draufsicht sowie Seitenansicht. Zu erkennen ist, dass der Induktionsleiter einen gekrümmten bzw. bogenförmigen Querschnittsverlauf aufweist.

15 und 16 zeigen jeweils einen Induktionsleiter, der als Stanzstück aus einem Blech geschnitten ist. Im Innenbereich ist ein Magnetflusssammler, insbesondere Eisenkern angeordnet. Der gesamte Induktionsleiter mit Eisenkern ist wiederum in den Faserverbundwerkstoff eingelassen.

Bezugszeichenliste

1 -
Batterieträger
2 -
Wanne zu 1
3 -
Boden zu 2
4 -
Rand zu 2
5 -
Akkumulator-Batterie
6 -
Unterseite zu 2
7 -
Unterschale
8 -
Induktionsleitung
9 -
Organoblech
10 -
Rippenstruktur
11 -
lage Faserverbundwerkstoff
12 -
elektrischer Pol
13 -
elektrische Anschlussleitung
Z -
Kraftfahrzeugvertikalrichtung