Title:
Vorsatztür oder -fenster, insbesondere Insektenschutztür oder -fenster
Kind Code:
A1


Abstract:

Vorsatztür oder -fenster, insbesondere Insektenschutztür oder -fenster, umfassend einen Schieberahmen (2) bestehend aus zu einer Rechteckform zusammengesetzten Rahmenprofilen (3), der über wenigstens zwei Rollenanordnungen (9) jeweils umfassend einen Rollenhalter (13) mit einer daran gelagerten Rolle (14) auf einer unterhalb des Schieberahmens (2) angeordneten Laufschiene (7) verschiebbar lagerbar oder gelagert ist, wobei der jeweilige Rollenhalter (13) in einer Kammer (11) eines vertikal verlaufenden Rahmenprofils (3) aufgenommen ist, wobei wenigstens einem Rollenhalter (13) ein in der Kammer (11) positionsfest angebrachtes oder anbringbares Widerlagerelement (17) zugeordnet ist, und dass ein am Widerlagerelement (17) abgestütztes Stellelement (15) vorgesehen ist, das am Rollenhalter (13) angreift und über das der Abstand des Rollenhalters (13) zum Widerlagerelement (17) veränderbar ist. embedded image




Inventors:
gleich Anmelder
Application Number:
DE102017102659A
Publication Date:
08/16/2018
Filing Date:
02/10/2017
Assignee:
Lämmermann, Gerd, 91126 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102010023443A1N/A2011-12-15



Foreign References:
JP2000291321A2000-10-17
Attorney, Agent or Firm:
LINDNER BLAUMEIER, Patent- und Rechtsanwälte, Partnerschaftsgesellschaft mbB, 90402, Nürnberg, DE
Claims:
Vorsatztür oder -fenster, insbesondere Insektenschutztür oder -fenster, umfassend einen Schieberahmen (2) bestehend aus zu einer Rechteckform zusammengesetzten Rahmenprofilen (3), der über wenigstens zwei Rollenanordnungen (9) jeweils umfassend einen Rollenhalter (13) mit einer daran gelagerten Rolle (14) auf einer unterhalb des Schieberahmens (2) angeordneten Laufschiene (7) verschiebbar lagerbar oder gelagert ist, wobei der jeweilige Rollenhalter (13) in einer Kammer (11) eines vertikal verlaufenden Rahmenprofils (3) aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einem Rollenhalter (13) ein in der Kammer (11) positionsfest angebrachtes oder anbringbares Widerlagerelement (17) zugeordnet ist, und dass ein am Widerlagerelement (17) abgestütztes Stellelement (15) vorgesehen ist, das am Rollenhalter (13) angreift und über das der Abstand des Rollenhalters (13) zum Widerlagerelement (17) veränderbar ist.

Vorsatztür oder -fenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerlagerelement (17) mittels einer es senkrecht zur Längsachse der Kammer (11) durchsetzenden Feststellschraube (18) innerhalb der Kammer (11) verspannt oder verspannbar ist.

Vorsatztür oder -fenster nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement (15) ein zwischen dem Widerlagerelement (17) und dem Rollenhalter (13) angeordnetes, senkrecht zur Längsachse der Kammer (11) bewegbares Keilelement (16) ist, das mit einer Keilfläche (21, 22) an einer Keilfläche (23, 24) des Widerlagerelements (17) oder des Rollenhalters (13) anliegt.

Vorsatztür oder -fenster nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Keilelement (16) zwei Keilfläche (21, 22) aufweist, die an einer Keilfläche (23, 24) des Widerlagerelements (17) und des Rollenhalters (13) anliegen.

Vorsatztür oder -fenster nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine das Keilelement (16) senkrecht zur Längsachse der Kammer (11) durchsetzende, von außerhalb der Kammer (11) zugängliche Stellschraube (25) vorgesehen ist, die mit ihrem freien Ende gegen eine Kammerwand (19) abgestützt ist.

Vorsatztür oder -fenster nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement (15) eine das Widerlagerelement (17) parallel zur Längsrichtung der Kammer (11) durchsetzende Stellschraube (27) ist, die am Rollenhalter (13) angreift.

Vorsatztür oder -fenster nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindebohrung (29), in die die Stellschraube (27) eingeschraubt ist, und die Bohrung (28), durch die die Feststellschraube geführt ist, einander kreuzen.

Vorsatztür oder -fenster nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine den Rollenhalter (13) in einer Richtung senkrecht zur Längsachse der Kammer (11) durchsetzende Feststellschraube (26) vorgesehen ist, über die der Rollenhalter (13) in der Kammer (11) verspannt oder verspannbar ist.

Vorsatztür oder -fenster nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellschrauben (18, 26) und die Stellschraube (25, 27) Madenschrauben sind.

Vorsatztür oder -fenster nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Rollenanordnungen verstellbar ausgeführt sind.

Vorsatztür oder -fenster nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (7) Teil eines in der Montagestellung feststehenden Rahmens (5) ist, in dem der Schieberahmen (2) aufgenommen ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorsatztür oder ein Vorsatzfenster, insbesondere eine Insektenschutztür oder ein Insektenschutzfenster, umfassend einen Schieberahmen bestehend aus zu einer Rechteckform zusammengesetzten Rahmenprofilen, der über wenigstens zwei Rollenanordnungen jeweils umfassend einen Rollenhalter mit einer daran gelagerten Rolle auf einer unterhalb des Schieberahmens angeordneten Laufschiene verschiebbar lagerbar oder gelagert ist, wobei der jeweilige Rollenhalter in einer Kammer eines vertikal verlaufenden Rahmenprofils aufgenommen ist.

Eine solche Vorsatztür oder ein solches Vorsatzfenster ist beispielsweise DE 10 2010 023 443 A1 bekannt. Der Schieberahmen kann zum Öffnen und Schließen horizontal verschoben werden, wozu er üblicherweise unter- und oberseitig entsprechend geführt ist. Diese Führung kann auf separaten Laufschienen erfolgen, oder in einem feststehenden Rahmen.

Zumindest unterseitig ist der Schieberahmen über wenigstens zwei Rollenanordnungen auf einer Laufschiene verschiebbar gelagert. Jede Rollenanordnung umfasst einen länglichen Rollenhalter mit einer daran gelagerten Rolle. Die beiden Rollenhalter sind in entsprechenden Kammer jeweils eines vertikal verlaufenden Rahmenprofils des Schieberahmens aufgenommen. Sie werden vor dem Zusammensetzen der Rahmenprofile, die üblicherweise über Rahmenverbinder miteinander verbunden werden, in die jeweiligen Kammern eingeschoben. Sie können über Befestigungsschrauben, die über eine offene Seite der jeweiligen Kammer, die an den äußeren Rahmenstirnseiten offen ist, zugänglich sind, in der Kammer befestigt respektive verspannt werden, so dass die Rollenanordnungen entsprechend höhenmäßig positioniert werden können. Die Rollen selbst sind am unteren Rahmenende angeordnet und sitzen in der Montagestellung auf der Laufschiene auf.

Zur Einstellung respektive Ausrichtung des Schieberahmens ist es erforderlich, diesen rechts- oder linksseitig mitunter etwas anzuheben oder abzusenken, so dass er horizontal positioniert ist. Dies geschieht, indem der jeweilige Rollenhalter gelöst wird, der Schieberahmen manuell etwas angehoben oder abgesenkt wird und anschließend der Rollenhalter wieder festgezogen wird. Dies ist mitunter etwas umständlich, insbesondere wenn dieser Einstellvorgang mehrmals justiert oder korrigiert werden muss.

Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, eine Vorsatztür oder ein Vorsatzfenster anzugeben, die bzw. das demgegenüber verbessert ist.

Zur Lösung dieses Problems ist bei einer Vorsatztür oder einem Vorsatzfenster der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass wenigstens einem Rollenhalter ein in der Kammer positionsfest angebrachtes oder anbringbares Widerlagerelement zugeordnet ist, und dass ein am Widerlagerelement abgestütztes Stellelement vorgesehen ist, das am Rollenhalter angreift und über das der Abstand des Rollenhalters zum Widerlagerelement veränderbar ist.

Erfindungsgemäß ist ein Stellelement vorgesehen, das zum Einstellen der Rahmenposition betätigt werden kann, und über das der Rollenhalter positionsmäßig verstellt werden kann. Hierzu ist in der Kammer zusätzlich ein Widerlagerelement eingebracht, das positionsfest ist und an dem sich das Stellelement abstützt. Das Stellelement selbst greift am Rollenhalter an. Infolge einer Betätigung des Stellelements und seiner Abstützung am Widerlagerelement kann nur der Abstand des Rollenhalters zum Widerlagerelement verändert werden, mithin also der Rollenhalter näher zum Widerlagerelement oder weiter entfernt dazu positioniert werden.

Das Stellelement ist von außerhalb der Kammer mit einem entsprechenden Werkzeug wie beispielsweise einem Schraubenzieher oder einem Inbusschlüssel oder Ähnliches zugänglich, vorzugsweise über den seitlichen Längsschlitz im Rahmenprofil, über den man in die Kammer gelangt. Die Kammer ist also seitlich offen.

Zum Verändern der Rahmenposition ist es demzufolge lediglich erforderlich, die Fixierung des Rollenhalters, sofern eine solche vorgesehen ist, zu lösen, so dass dieser grundsätzlich verschiebbar in der Kammer ist. Sodann wird das Stellelement betätigt, über das der Rahmen abgelassen oder angehoben werden kann. Das Ablassen erfolgt problemlos, nachdem das Rahmengewicht den Rahmen nach unten drückt, wobei diese Bewegung über die Kopplung von Widerlagerelement und Rollenhalter über das Stellelement definiert und kontrolliert erfolgt. Das Anheben erfolgt dadurch, dass das Stellelement den Rollenhalter gegen das Widerlagerelement nach unten drückt, worüber der Schieberahmen nach oben gedrückt wird.

Erfindungsgemäß ist also ein definiertes, kontrolliertes Anheben und Absenken des Schieberahmens über das Stellelement möglich, eine umständliche manuelle Handhabung respektive Halterung des Schieberahmens zum Ausrichten ist vorteilhaft nicht mehr erforderlich.

Das Widerlager selbst ist wie ausgeführt positionsfest, was zweckmäßigerweise dadurch erreicht wird, dass das Widerlagerelement mittels einer es senkrecht zur Längsachse der Kammer durchsetzenden Feststellschraube innerhalb der Kammer verspannt oder verspannbar ist. Im Rahmen der Montage wird das Widerlagerelement an eine vorbestimmte Position in die Kammer eingeschoben, wo es sodann über die Feststellschraube fixiert wird, die zweckmäßigerweise ebenfalls über die an der Rahmenseite gebildete Öffnung zugänglich ist. Alternativ hierzu ist auch ein Einpressen in einer definierten Position denkbar.

Hinsichtlich der Ausbildung des Stellelements und damit der Funktion der Rollenhalterbewegung sind zwei Erfindungsalternativen gegeben. Gemäß einer ersten Erfindungsalternative ist das Stellelement ein zwischen dem Widerlagerelement und dem Rollenhalter angeordnetes, senkrecht zur Längsachse der Kammer bewegbares Keilelement, das mit einer Keilfläche an einer Keilfläche des Widerlagerelements oder des Rollenhalters anliegt. Das Stellelement wird also innerhalb der Kammer senkrecht zur Kammerlängsachse bewegt, um die gewünschte Verstellung vorzunehmen. Aufgrund der aneinander liegenden Keilflächen kommt es dazu, dass diese bei einer Stellelementbewegung aufeinander abgleiten. Je nach Bewegungsrichtung wird hierbei der Rollenhalter weiter in die oder weiter aus der Kammer bewegt.

Dabei kann die Keilflächenkopplung zwischen dem Keilelement und dem Widerlagerelement oder zwischen dem Keilelement und dem Rollenhalter gegeben sein. Im erstgenannten Fall bewegt sich bei einer Keilelementverstellung auch das Keilelement selbst axial längs der Kammer, im zweitgenannten Fall bewegt sich nur der Rollenhalter axial in der Kammer. In jedem Fall jedoch liegt das Keilelement sowohl am Rollenhalter als auch am Widerlagerelement an.

Zweckmäßig ist es, wenn das Keilelement zwei Keilflächen aufweist, die an einer Keilfläche des Widerlagerelements und des Rollenhalters anliegen. Hier sind also doppelte Keilkopplungen vorgesehen, so dass es bei einer Keilelementbewegung an beiden Seiten zu einem Abgleiten der beiden Keilflächenpaare aufeinander kommt. Hierüber kann bei einer Keilelementbewegung ein deutlich größerer Verstellweg realisiert werden, als bei nur einer Keilflächenverbindung.

Um das Keilfläche senkrecht zur Längsachse der Kammer zu bewegen ist zweckmäßigerweise eine das Keilelement senkrecht zur Längsachse der Kammer durchsetzende, von außerhalb der Kammer zugängliche Stellschraube vorgesehen, die mit ihrem freien Ende gegen eine Kammerwand abgestützt ist. Diese Stellschraube ist zweckmäßigerweise ebenfalls über den rahmenseitigen, längs laufenden und in die Kammer führenden Profilschlitz zugänglich, so dass die Stellschraube ohne weiteres mit einem Werkzeug betätigt werden kann. In der Montagestellung ist das Keilelement über die an der Kammerwand abgestützte Stellschraube zwischen dem Widerlagerelement und dem Rollenhalter verspannt, unabhängig davon, ob der Rollenhalter nun separat fixiert ist oder nicht, da auf ihm das Rahmengewicht lastet und er gegen das Keilelement gedrückt ist.

Alternativ zur Verwendung eines solchen Keilelements ist es denkbar, dass das Stellelement eine das Widerlagerelement parallel zur Längsrichtung der Kammer durchsetzende Stellschraube ist, die am Rollenhalter angreift. Bei dieser Erfindungsausgestaltung wird das Widerlagerelement direkt über die Stellschraube mit dem Rollenhalter gekoppelt, zwischen beide ist folglich kein zusätzliches Bauteil gesetzt. Die Stellschraube durchgreift das Widerlagerelement in einer entsprechenden Gewindebohrung, kann also definiert axial verschraubt werden. Zugänglich ist die Stellschraube wiederum über den seitlichen, profilseitigen Längsschlitz mit einem entsprechenden gewinkelten Werkzeug, wie beispielsweise einen Inbusschlüssel. Je nachdem, in welche Richtung nun die Stellschraube geschraubt wird, wird der Abstand des Rollenhalters zum Widerlagerelement verändert. Die Stellschraube kann direkt an einer Stirnseite des Rollenhalters angreifen, oder in eine entsprechende Schraubenaufnahme eingreifen oder Ähnliches.

Um einerseits die Stellschraube durch das Widerlagerelement zu führen, und andererseits die Fixierung des Widerlagerelements in der Kammer zu ermöglichen ist es zweckmäßig, wenn die Gewindebohrung, in die die Stellschraube eingeschraubt ist, und die Bohrung, durch die die Feststellschraube geführt ist, einander kreuzen. Die Feststellschraube ist sehr kurz, so dass es möglich ist, sie in den Abschnitt ihrer Gewindebohrung einzuschrauben, der außerhalb des Kreuzungspunktes der beiden Bohrungen ist. Sie ragt also nicht in das Gewinde bzw. den Weg der Stellschraube ein. Diese Ausgestaltung ist ohne weiteres möglich, nachdem die Feststellschraube nur einmal, nämlich beim Positionieren des Widerlagerelements in der Kammer, festgezogen werden muss und anschließend nicht mehr gelöst werden muss. Das heißt, dass die Stellschraube nicht mehr ausgeschraubt werden muss, da die Feststellschraube nicht mehr betätigt werden muss. Im Rahmen der Montage ist es ohne weiteres möglich, beide Schrauben bereits in die jeweiligen Gewindebohrungen einzuschrauben, die Stellschraube jedoch nur soweit, dass die Feststellschraube noch zugänglich ist. Nach dem Positionieren des Widerlagerelements kann dann die Stellschraube durchgeschraubt werden.

Der Rollenhalter selbst kann ebenfalls in der endgültigen Montage- oder Ausrichtstellung kammerseitig fixiert werden, wozu zweckmäßigerweise eine ihn in einer Richtung senkrecht zur Längsachse der Kammer durchsetzende Feststellschraube vorgesehen ist, über die der Rollenhalter in der Kammer verspannbar oder verspannt ist.

Als Feststellschrauben oder als Stellschraube werden bevorzugt Madenschrauben verwendet, die beispielsweise über einen Inbusschlüssel betätigt werden können.

Als das Widerlagerelement durchsetzende Stellschraube kann auch eine normale, einen Kopf aufweisende Schraube verwendet werden.

Die unterseitige Laufschiene kann ein separates Schienenbauteil sein, auf dem der Schieberahmen läuft. Oberseitig ist eine zweite Laufschiene vorgesehen, an der der Schieberahmen beispielsweise eingehängt und geführt ist oder über andere Rollenanordnungen geführt ist. Bevorzugt jedoch ist die Laufschiene Teil eines in der Montagestellung feststehenden Rahmens, in dem der Schieberahmen aufgenommen ist. Auch dieser Außenrahmen besteht aus vier entsprechenden Rahmenprofilen, ebenso wie der Schieberahmen, die entsprechend zur Rechteckform miteinander verbunden sind. Die Rahmenprofile des Schieberahmens sowie des Rahmens, sofern vorgesehen, sind entsprechende Metallprofile, vorzugsweise Aluminiumprofile. Der Schieberahmen selbst weist beispielsweise eine entsprechende Füllung auf, oder im Falle einer Insektenschutztür oder eines Insektenschutzfensters ein entsprechendes Insektenschutzgitter oder -gewebe, das rahmenseitig entsprechend über einen Keder oder dergleichen fixiert ist.

Die Ausrüstung nur einer Rollenanordnung mit dem erfindungsgemäßen Verstellmechanismus ist bereits für eine Ausrichtbarkeit zweckmäßig. Bevorzugt aber sind beide Rollenanordnungen in der erfindungsgemäßen Weise verstellbar und justierbar ausgeführt, wobei bevorzugt bei beiden der gleiche Verstellmechanismus vorgesehen ist.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:

  • 1 eine Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Vorsatztür oder eines erfindungsgemäßen Vorsatzfensters beispielsweise in Form einer Insektenschutztür oder eines Insektenschutzfensters,
  • 2 eine perspektivische Teilansicht der Anordnung aus 1 im Bereich des linken unteren Ecks mit teilweise geschnittenem Schieberahmen unter Darstellung einer Rollenanordnung einer ersten Ausführungsform,
  • 3 eine Aufsicht auf die Teilansicht gemäß 2 mit geschnittener Rollenanordnung,
  • 4 eine Stirnansicht in Richtung der Linie IV aus 3,
  • 5 eine Teilansicht einer erfindungsgemäße Vorsatztür oder eines erfindungsgemäßen Vorsatzfensters mit einer Rollenhalterung einer zweiten Ausführungsform in einer Perspektivansicht mit geschnittenem Schieberahmen,
  • 6 die Anordnung aus 5 mit geschnitten gezeigtem Widerlagerelement, und
  • 7 eine Aufsicht auf die Anordnung aus 6.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorsatztür oder ein Vorsatzfenster 1, beispielsweise in Form einer Insektenschutztür oder eines Insektenschutzfensters. Sie umfasst einen Schieberahmen 2 bestehend aus vier Rahmenprofilen 3, die zu einer Rechteckform verbunden sind. Die Rahmenprofile 3 sind beispielsweise Strangpressprofile aus Aluminium. Sie sind über entsprechende Eckverbinder 4 in an sich bekannter Weise fest miteinander verbunden.

Vorgesehen ist des Weiteren ein äußerer Rahmen 5, ebenfalls bestehend aus vier Rahmenprofile 6, wobei in 3 nur drei Rahmenprofile 6 gezeigt sind, da der äußere Rahmen 5 nur abgebrochen gezeigt ist. Er weist eine untere Laufschiene 7 auf, oberseitig ist eine obere Laufschiene 8 vorgesehen, wobei die Laufschiene 7, 8 Teil des jeweiligen horizontal verlaufenden Rahmenprofils 6 ist. Der Schieberahmen 2 ist an der unteren Laufschiene 7 über zwei Rollenanordnung 9 verschiebbar geführt, die Führung an die obere Laufschiene 8 erfolgt ebenfalls über zwei Rollenanordnung 10, die jedoch gegebenenfalls anders ausgeführt sind als die Rollenanordnung 9. Der Schieberahmen 2 ist, wie durch den Doppelpfeil A dargestellt ist, horizontal im Rahmen 5 verschiebbar.

2 zeigt in einer vergrößerten Ansicht den Aufbau einer Rollenanordnung 9, wobei zu Darstellungszwecken der Schieberahmen 2 teilweise geschnitten dargestellt ist. Jede Rollenanordnung 9 ist in einer längslaufenden Kammer 11 des jeweiligen vertikalen Rahmenprofils 3 aufgenommen. Die jeweilige Kammer 11 ist an drei Seiten geschlossen, an der äußeren seitlichen Stirnseite ist ein Längsschlitz 12 vorgesehen, dort ist also die Kammer 11 offen, so dass von dieser Seite her ein Zugang zur Kammer 11 möglich ist.

Die Rollenanordnung 9 werden vor dem Zusammensetzen der Rahmenprofile 3, die auf Gehrung geschnitten sind, in die Kammern 11 eingeschoben. Nach dem festen Verbinden über die Eckverbinder 4 kann die Rollenanordnung 9 unterseitig nicht herausfallen, da dies das untere horizontal verlaufende Rahmenprofil 3 verhindert.

Jede Rollenanordnung 9 umfasst einen Rollenhalter 13 mit einer daran drehbar gelagerten Rolle 14, die auf der Laufschiene 7 aufsitzt, auf diese also abrollt.

Vorgesehen ist des Weiteren ein Stellelement 15, das hier als Keilelement 16 ausgeführt ist, worauf nachfolgend noch eingegangen wird.

Des Weiteren ist ein Widerlagerelement 17 vorgesehen, wobei das Stellelement 15 zwischen dem Widerlagerelement 17 und dem Rollenhalter 13 positioniert ist.

Das Widerlagerelement 17 wird positionsfest in der Kammer 11 montiert. Dies geschieht über eine in einer senkrecht zur Längsrichtung der Kammer 11 verlaufenden Gewindebohrung eingeschraubte Feststellschraube 18, beispielsweise eine Madenschraube mit einem Inbuskopf, die, siehe 4, über den Längsschlitz 12 zugänglich ist. Die Feststellschraube 18 verspannt das Widerlagerelement 17 zwischen den beiden Kammerwänden 19, 20, so dass es positionsfest ist und als Abstützteil für das Stellelement 15 dient.

Das Stellelement 15 ist wie beschrieben als Keilelement 16 ausgeführt, das eine obere Keilfläche 21 und eine untere Keilfläche 22 aufweist. Die obere Keilfläche 21 liegt an einer Keilfläche 23 des Widerlagerelements 18 an, die untere Keilfläche 22 liegt an einer Keilfläche 24 des Rollenhalters 13 an.

Das Stellelement 15 respektive das Keilelement 16 ist in einer Richtung senkrecht zur Längsrichtung der Kammer 11 verstellbar, also beweglich. Die Positionierung erfolgt über eine Stellschraube 25, die in eine entsprechende, ebenfalls senkrecht zur Längsrichtung der Kammer 11 verlaufende Gewindebohrung eingeschraubt ist und ebenfalls über den Längsschlitz 12 zugänglich ist, siehe 4. Sie liegt an der Kammerwand 19 an und drückt das Keilelement 16 mit seinen Keilflächen 21, 22 gegen die Keilflächen 23, 24. Je nachdem, wie weit die Stellschraube 25 aus dem Keilelement 16 heraus- oder in diese eingeschraubt ist, variiert die horizontale Position des am Widerlagerelement 17 abgestützten Keilelements 16. Da die Keilflächen 21, 22 auf den Keilflächen 23, 24 abgleiten, kommt es je nach horizontaler Positionierung zwangsläufig zu einer Variation des Abstands des Rollenhalters 13 vom positionsfesten Keilelement 17 und damit zu einer Veränderung der Höhenposition der Rolle 14. Hieraus folgt dann aber auch zwangsläufig eine Veränderung der Positionierung des Schieberahmens 2 im Rahmen 5.

Gezeigt ist des Weiteren eine in einer senkrecht zur Längsrichtung der Kammer 11 verlaufenden Gewindebohrung eingeschraubte weitere Feststellschraube 26, ebenfalls bevorzugt eine Inbus-Madenschraube, die, siehe 4, ebenfalls über den Längsschlitz 12 zugänglich ist. Hierüber kann der Rollenhalter 13 in der Endposition endgültig fixiert werden.

Im Rahmen der Montage werden zunächst die Rollenanordnungen 9 in die Kammern 11 eingeschoben, wonach die Rahmenprofile 3 fest miteinander verbunden werden. Anschließend wird zunächst das jeweilige Widerlagerelement 17 über die Feststellschraube 18 in einer definierten Höhenposition festgelegt. Nach Einsetzen des Schieberahmens 2 in den Rahmen 5 erfolgt sodann die Justierung, wozu das Keilelement 16 über die Stellschraube 25 derart horizontal nach rechts oder links verschoben wird, bis eine Höhenposition des Rollenhalters 13 und damit die der Rolle 14 eingestellt ist, in der der Schieberahmen 2 exakt horizontal positioniert ist respektive mit allen seinen Seiten parallel zu denen des Rahmens 5 ausgerichtet ist. Wird im gezeigten Beispiel die Stellschraube 25 nach links ausgehend von 3 in das Keilelement 16 eingeschraubt, so wandert der Rollenhalter 13 in Richtung des Widerlagerelements 17 und das Keilelement 16 nach rechts, was über das Eigengewicht des Schieberahmens 2 in Verbindung mit den aufeinander abgleitenden Keilflächen 21, 22, 23, 24 automatisch erfolgt. Wird hingegen die Stellschraube 25 aus dem Keilelement 16 herausgeschraubt so drückt sie dieses gegen die Keilflächen 23, 24 nach links, worüber der Rollenhalter 13 samt Rolle 14 nach unten gedrückt wird und der Schieberahmen 2 angehoben wird.

Nach erfolgter endgültiger Positionierung wird auch der Rollenhalter 13 über die Feststellschraube 26 und seiner endgültigen Position fixiert.

Die 5 - 7 zeigen eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Rollenanordnung 9, wobei für gleiche Bauteile gleiche Bezugszeichen verwendet werden.

In der Teilansicht ist wiederum ausschnittsweise der äußere Rahmen 5 mit zwei Rahmenprofilen 6 sowie die am unteren Rahmenprofil 6 vorgesehene Laufschiene 7 gezeigt. Gezeigt ist des Weiteren der Rollenhalter 13 mit seiner Rolle 14, die auf der Laufschiene 7 läuft. Vom Schieberahmen 2 sind auch hier nur zwei Rahmenprofile 3 gezeigt, die auch hier geschnitten dargestellt sind, so dass ersichtlich ist, dass auch hier die Rollenanordnung 9, die natürlich auch hier beidseits vorgesehen sind, in den jeweiligen Kammern 11 der vertikalen Rahmenprofile 3 aufgenommen sind.

Die Rollenanordnungen 9 umfassen auch hierein Widerlagerelement 17, nicht aber ein Keilelement 16 wie bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform. Vielmehr ist hier ein das Widerlagerelement 17 durchgreifendes Stellelement 15 in Form einer Stellschraube 27 vorgesehen, die, siehe die 6 und 7, das Widerlagerelement in einer parallel zur Kammerlängsrichtung verlaufenden Gewindebohrung 29 durchgreift und an der Stirnseite 28 des Rollenhalters 13 aufliegt.

Das Widerlagerelement 17 wird auch hier in der Kammer 11 über eine Feststellschraube 18, bevorzugt wiederum eine Madenschraube mit Inbus, verspannt, die Feststellschraube 18 wird gegen die Kammerwand 19 geschraubt, so dass das Widerlagerelement 17 gegen die zweite Kammerwand 20 gedrückt wird. Wie die 6 und 7 zeigen, kreuzen die beiden Bohrungen, in denen einerseits die Stellschraube 27 und andererseits die Feststellschraube 18 angeordnet sind, einander. Die Feststellschraube 18 jedoch ist relativ kurz bemessen, der Gewindeabschnitt 31, in dem sie geführt ist, ist jenseits der Gewindebohrung 29, in der die Stellschraube 27 geführt ist, ausgebildet. Vorderseitig, also in Richtung des Längsschlitzes 12, ist ein größerer Bohrungsdurchmesser vorgesehen.

Im Rahmen der Montage werden zunächst, wie natürlich auch bei der Ausführungsform gemäß der vorstehenden Figuren, die Feststellschrauben sowie die Stellschraube in die jeweiligen Gewinde eingeschraubt, wobei bei dieser Ausgestaltung die Stellschraube 27 nur im oberen Gewindeabschnitt eingeschraubt wird, so dass die Feststellschraube 18 über den Längsschlitz 12 noch zugänglich ist. Nach Einschieben der Rollenanordnungen 9 in die jeweiligen Kammern 11 und Verpressen der Rahmenprofile wird sodann das Widerlagerelement 17 über die Feststellschraube 18 in der vorbestimmten Höhenposition fixiert, wonach die Stellschraube 27 durch ihre Gewindebohrung 29 geschraubt wird, bis sie an der Stirnseite 28 des Rollenhalters 13 anliegt. Je nachdem, wie weit nun die Stellschraube 27 aus dem Widerlagerelement 17 herausgeschraubt wird, variiert der Abstand des Rollenhalters 13 zum Widerlagerelement 17. Wird sie weiter herausgeschraubt, wird der Schieberahmen 2 angehoben, wird sie wider eingeschraubt, so wird der Schieberahmen 2 abgesenkt.

Der Zugriff zur Stellschraube 27 erfolgt auch hier über den Längsschlitz 12 mittels eines um 90° abgewinkelten Werkezugs, beispielsweise wiederum einen Inbusschlüssel. Die Feststellschraube 27 ist hier als Inbusschraube mit einem entsprechenden Schraubenkopf ausgeführt, kann aber auch als längliche Madenschraube ausgeführt sein.

Auch hier ist der Rollenhalter 13 in seiner endgültigen Montageposition über eine Feststellschraube 26 fixierbar, vorzugsweise wiederum über eine entsprechende Inbus-Madenschraube, die den Rollenhalter 13 auch hier zwischen den Kammerwänden 19, 20 verspannt.

Die beiden beschriebenen Ausführungsvarianten erlauben eine Justierung des Schieberahmens 2 relativ zum Rahmen 6 respektive, sollten zwei separate Laufschienen 7, 8 vorgesehen sein, zu diesen, ohne dass der Schieberahmen 2 in irgendeiner Weise aus seiner Montagestellung ausgebaut werden muss. Denn wie ausgeführt sind die Rollenanordnungen 9 respektive die jeweiligen Stellelemente, sei es das Keilelement 16, sei es die Stellschraube 27, jeweils über den Längsschlitz 12 zugänglich. Es ist also lediglich erforderlich, den Schieberahmen 2 etwas aufzuschieben, so dass jedes zu betätigende Schraubenelement betätigt werden kann. Die Ausrichtung des Schieberahmens 2 erfolgt also im Rahmen 6 respektive in der Montagestellung zwischen den Laufschienen 7, 8.

Schließlich zeigen die Figuren noch den jeweiligen Rollenanordnungen 9 zugeordnete Seitenführungen 30, die die Laufschiene 7 jeweils seitlich umgreifen und so den Schieberahmen 2 gegen einen Seitenversatz sichern. Die Seitenführungselemente 30 können auch den oberen Rollenhalterungen 10 zugeordnet sein.

Die Ausrüstung nur einer Rollenanordnung 9 mit dem erfindungsgemäßen Verstellmechanismus ist bereits für eine Ausrichtbarkeit zweckmäßig. Bevorzugt aber sind beide Rollenanordnungen 9 in der erfindungsgemäßen Weise verstellt und justierbar ausgeführt, wobei bevorzugt bei beiden der gleiche Verstellmechanismus vorgesehen ist.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102010023443 A1 [0002]