Title:
Verfahren zur Nebeldetektion
Document Type and Number:
Kind Code:
B3

Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nebeldetektion bei einem Kraftfahrzeug (10) mit den Schritten: Bereitstellen eines ersten Nebelsensors (1) mit einem ein erstes, codiertes, optisches Signal (6a) in eine Kraftfahrzeugumgebung aussendenden, ersten Sender (2) und einem zugehörigen, ersten Empfänger (3) zum Empfang eines aus der Kraftfahrzeugumgebung reflektierten, optischen Signals (6b) und einer ersten Auswerteinheit (4) zur Decodierung, Auswertung und Bereitstellung eines den Empfang betreffenden ersten Detektionsergebnisses (5), wobei zur Codierung ein Code aus mehreren möglichen Codes (A,B,C) durch den ersten Sender (2) in einer Codeauswahl ausgewählt wird und die Codeauswahl vom ersten Sender (2) an den ersten Empfänger (3) und/oder die Auswerteinheit (4) kommuniziert wird, wobei bei der Auswertung des vom erstem Empfänger (3) empfangenen Signals (6b, 6c) durch die erste Auswerteinheit (4) die Codeauswahl zur Identifizierung des ersten, codierten, optischen Signals (6a) im empfangenen Signal (6b, 6c) verwendet wird. embedded image





Inventors:
Kleffel, Thomas (97204, Höchberg, DE)
Bauer, Norbert (97616, Bad Neustadt, DE)
Application Number:
DE102017102489A
Publication Date:
05/24/2018
Filing Date:
02/08/2017
Assignee:
Preh GmbH, 97616 (DE)
International Classes:
G01S17/88; G01N21/53; G01S17/02; G01W1/00
Domestic Patent References:
DE102013002683A1N/A2014-08-21
DE102010026800A1N/A2012-01-12
DE102010005012A1N/A2011-07-21
Attorney, Agent or Firm:
Lohmanns, Bernard, Dipl.-Phys., 40597, Düsseldorf, DE
Claims:
Verfahren zur Nebeldetektion bei einem Kraftfahrzeug (10) mit den Schritten: Bereitstellen eines ersten Nebelsensors (1) mit einem ein erstes, codiertes, optisches Signal (6a) in eine Kraftfahrzeugumgebung aussendenden, ersten Sender (2) und einem zugehörigen, ersten Empfänger (3) zum Empfang eines aus der Kraftfahrzeugumgebung reflektierten, optischen Signals (6b) und einer ersten Auswerteinheit (4) zur Decodierung, Auswertung und Bereitstellung eines den Empfang betreffenden ersten Detektionsergebnisses (5), wobei zur Codierung ein Code aus mehreren möglichen Codes (A,B,C) durch den ersten Sender (2) in einer Codeauswahl ausgewählt wird und die Codeauswahl vom ersten Sender (2) an den ersten Empfänger (3) und/oder die Auswerteinheit (4) kommuniziert wird, wobei bei der Auswertung des vom erstem Empfänger (3) empfangenen Signals (6b, 6c') durch die erste Auswerteinheit (4) die Codeauswahl zur Identifizierung des ersten, codierten, optischen Signals (6a) im empfangenen Signal (6b, 6c') verwendet wird, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
Bereitstellen eines zweiten Nebelsensors (1') mit einem ein zweites, codiertes, optisches Signal (6a',6c') in die Kraftfahrzeugumgebung aussendenden Sender (2'), wobei der Code (C) des zweiten, codierten, optischen Signals (6a', 6c') aus mehreren möglichen Codes (A, B, C) durch Codeauswahl ausgewählt wurde und der zweite Nebelsensor (1') ein zweites Detektionsergebnis (5') bereitstellt; Empfang des zweiten, codierten, optischen Signals (6c') durch den ersten Empfänger (3) des ersten Nebelsensors (1); Decodieren und Auswerten des empfangenen, zweiten, codierten, optischen Signals (6c') durch die erste Auswerteinheit (4) des ersten Nebelsensors (1), wobei das Detektionsergebnis (5) des ersten Nebelsensors (1) in Abhängigkeit der Codeauswahl des empfangenen zweiten, codierten, optischen Signals (6c') bereitgestellt wird.

Verfahren gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Codeauswahl des zweiten, codierten, optischen Signals (6a', 6c') in Abhängigkeit des zweiten Detektionsergebnisses (5') des zweiten Nebelsensors (1') erfolgt.

Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens das erste, codierte, optische Signal (6a, 6c) als Zahlenfolge codiert ist.

Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zweite, codierte, optische Signal (6a', 6c') eine Instruktion (I) für den ersten Empfänger beinhaltet, um einen Empfangsmodus des ersten Empfängers (3) und/oder Auswertmodus der ersten Auswerteinheit (4) vorübergehend zu wechseln und/oder eine vorübergehende Sendeunterbrechung des ersten Senders (2) zu bewirken.

Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in Abhängigkeit der Codeauswahl des empfangenen zweiten, codierten, optischen Signals (6c') die erste Auswerteinheit (4) die Ausgabe einer akustischen, haptischen und/oder optischen Warnmeldung auslöst.

System aus einem ersten Nebelsensor (1) mit einem ein erstes, codiertes, optisches Signal (6a) in eine Kraftfahrzeugumgebung aussendenden, ersten Sender (2) und einem zugehörigen, ersten Empfänger (3) zum Empfang eines aus der Kraftfahrzeugumgebung reflektierten, optischen Signals (6b) und einer ersten Auswerteinheit (4) zur Decodierung, Auswertung und Bereitstellung eines den Empfang betreffenden ersten Detektionsergebnisses (5), wobei zur Codierung ein Code aus mehreren möglichen Codes (A, B, C) durch den ersten Sender (2) in einer Codeauswahl ausgewählt wird und die Codeauswahl vom ersten Sender (2) an den ersten Empfänger (3) und/oder die erste Auswerteinheit (4) kommuniziert wird, wobei bei der Auswertung des vom erstem Empfänger (3) empfangenen Signals (6b, 6c') durch die erste Auswerteinheit (4) die Codeauswahl zur Identifizierung des ersten, codierten, optischen Signals (6a) im empfangenen Signal (6b, 6c') verwendet wird; gekennzeichnet durch einen zweiten Nebelsensor (1'), wobei der zweite Nebelsensor (1') ein zweites Detektionsergebnis (5') bereitstellt und ein zweites, codiertes, optisches Signal (6a', 6c') in die Kraftfahrzeugumgebung aussendenden Sender (2') aufweist, wobei der Code (C) des zweiten, codierten, optischen Signals (6a', 6c') aus mehreren möglichen Codes (A, B, C) durch Codeauswahl ausgewählt wurde, wobei der erste Nebelsensor (1) so ausgebildet ist, dass nach Empfang des zweiten, codierten, optischen Signals (6c') durch den ersten Empfänger (3) des ersten Nebelsensors (1), das empfangene zweite, codierte, optische Signal (6c') von der ersten Auswerteinheit (4) des ersten Nebelsensors (1) decodiert und ausgewertet wird, und das Detektionsergebnis (5) des ersten Nebelsensors (1) in Abhängigkeit der Codeauswahl des empfangenen zweiten, codierten, optischen Signals (6c') bereitgestellt wird.

System gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Codeauswahl des zweiten, codierten, optischen Signals (6a', 6c') in Abhängigkeit des zweiten Detektionsergebnisses (5') des zweiten Nebelsensors (1') erfolgt.

System gemäß einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens das erste, codierte, optische Signal (6a, 6c) als Zahlenfolge codiert ist.

System gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 8, wobei das zweite, codierte, optische Signal (6a') eine Instruktion (I) für den ersten Empfänger (3) beinhaltet, um einen Empfangsmodus des ersten Empfängers (3) und/oder Auswertmodus der ersten Auswerteinheit (4) vorübergehend zu wechseln und/oder eine vorübergehende Sendeunterbrechung des ersten Senders (2) zu bewirken.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie ein System zur Nebeldetektion. Bekannte Nebelsensoren weisen einen optischen Sender und einen zugehörigen optischen Empfänger auf und sind so angeordnet, dass sie nach dem Prinzip einer offenen Lichtschranke arbeiten. Der optische Sender ist so ausgerichtet, dass dessen optisches Signal in die Fahrzeugumgebung, beispielsweise in den vor der Windschutzscheibe liegenden Bereich abgestrahlt wird und im Falle eines in diesem Bereich vorhandenen Nebels durch Rückstreuung reflektiert wird und durch den Sender empfangen wird. Die Detektion eines aus der Kraftfahrzeugumgebung reflektierten optischen Signals durch den Empfänger bei gegebenenfalls durchgeführter Intensitätsanalyse des reflektierten Signals führt letztlich zur Bestätigung des Vorhandenseins von Nebel in der Fahrzeugumgebung und löst das Absetzen einer an den Fahrer gerichteten visuellen oder akustischen Warnmeldung aus. Bei den bekannten Nebeldetektoren kann es zu einer Einstreuung von Fremdlicht, d.h. Licht eines weiteren Nebelsensors und damit zu Fehlauslösungen und damit Falschwarnungen des dieses Fremdlicht empfangenen Nebelsensors kommen. Darüber hinaus ist die von dem Nebelsensor zu erfassende Kraftfahrzeugumgebung aufgrund der Beschränkung der Sendeleistung des Senders eingeschränkt.

Ein Verfahren zur Nebeldetektion gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein entsprechendes System gemäß dem nebengeordneten Anspruch sind aus der DE 10 2010 026 800 A1 bekannt. Vor diesem Hintergrund bestand Bedarf nach einer Lösung für ein Verfahren zur Nebeldetektion mit zuverlässigerer Detektionsleistung bei vergleichsweise ausgedehntem Überwachungsraum, welches insbesondere kostengünstig in konstruktiver Hinsicht umgesetzt werden kann. Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst. Ein gleichermaßen vorteilhaftes entsprechendes System ist Gegenstand des nebengeordneten Anspruchs 6. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind jeweils Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Es ist darauf hinzuweisen, dass die in den Ansprüchen einzeln aufgeführten Merkmale in beliebiger, technologisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung aufzeigen. Die Beschreibung, insbesondere im Zusammenhang mit den Figuren, charakterisiert und spezifiziert die Erfindung zusätzlich.

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nebeldetektion bei einem Kraftfahrzeug mit den folgenden Schritten. In einem Bereitstellungsschritt wird ein erster Nebelsensor bereitgestellt. Der erfindungsgemäß bereitgestellte Nebelsensor weist einen ersten Sender und einen ersten Empfänger auf. Der erste Sender ist ausgebildet, ein erstes codiertes optisches Signal in eine Kraftfahrzeugumgebung auszusenden, während der erste Empfänger zum Empfang eines aus der Kraftfahrzeugumgebung reflektierten, optischen Signals ausgebildet und angeordnet ist. Beispielsweise erfolgt eine Reflexion dann, wenn sich Nebel in der Kraftfahrzeugumgebung befindet. Bevorzugt sind der erste Sender und der erste Empfänger so ausgerichtet, dass der erste Empfänger außerhalb des Abstrahlkegels des ersten Senders angeordnet ist und dass somit ein Empfang des ersten Signals durch den ersten Empfänger ausschließlich bei einer Reflexion in der Kraftfahrzeugumgebung auftritt. Eine derartige Anordnung wird auch als offene Lichtschranke bezeichnet. Beispielsweise sind erster Sender und erster Empfänger so angeordnet, dass die Hauptabstrahlrichtung des ersten Senders und Hauptempfangsrichtung des ersten Empfängers parallel zueinander ausgerichtet sind oder sich in einem spitzen Winkel von bevorzugt weniger als 45°, noch bevorzugter weniger als 20°, schneiden.

Bevorzugt ist die Kraftfahrzeugumgebung ein vor der Windschutzscheibe des Kraftfahrzeugs befindlicher Bereich, der sich bis zu einige Dekaden Meter von dem Fahrzeug weg erstreckt. Das verwendete Licht ist beispielsweise ein Infrarotlicht. Erfindungsgemäß weist der erste Nebelsensor ferner eine erste Auswerteinheit zur Decodierung, Auswertung und Bereitstellung eines den Empfang betreffenden ersten Detektionsergebnisses auf. Erfindungsgemäß wird in einer Codeauswahl zur Codierung ein Code aus mehreren möglichen Codes durch den ersten Sender ausgewählt und die Codeauswahl vom ersten Sender an den ersten Empfänger kommuniziert. Anders ausgedrückt wird die Information, welcher Code von dem ersten Sender ausgewählt wurde, an den ersten, zum ersten Nebelsensor gehörigen Empfänger weitergegeben.

Erfindungsgemäß wird bei der Auswertung des vom erstem Empfänger empfangenen Signals durch die erste Auswerteinheit die Codeauswahl zur Identifizierung des ersten codierten optischen Signals im empfangenen Signal verwendet. D.h. die Information, welcher von den mehreren Codes seitens des ersten Senders verwendet wurde, wird bei der Auswertung genutzt, um das erste optische Signal von anderen Signalen zu unterscheiden. Es obliegt dem Fachmann eine ausreichende Anzahl von unterschiedlichen Codes zur ausreichenden Diversifizierung des einzelnen Nebelsensors aus mehreren Nebelsensoren bereitzustellen. Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird zuverlässiger die eigene Reflexion von fremder Reflexion oder Direkteinstreuung eines fremden Nebelsensors unterschieden und somit zuverlässiger die Fehldetektion von Nebel vermieden. Anders ausgedrückt, aufgrund der Kenntnis des eigenen Codes, d.h. des vom Senders desselben Nebelsensors ausgesandten Signals, lässt sich dieses vom dem eines anderen Nebelsensors zuverlässig unterscheiden und damit das Detektionsergebnis verifizieren, um Fehldetektionen von Nebel in solchen Fällen zu vermeiden, in denen das optische Signal eines zweiten Nebelsensors von dem ersten Empfänger des ersten Nebelsensors empfangen wird. Das erste Detektionsergebnis initiiert beispielsweise die Ausgabe einer optischen oder akustischen Warnmeldung an den Fahrer.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in einem weiteren Bereitstellungsschritt ein zweiter Nebelsensor mit einem ein zweites, codiertes, optisches Signal in die Kraftfahrzeugumgebung aussendenden Sender bereitgestellt, wobei der Code des zweiten codierten optischen Signals aus mehreren möglichen Codes durch Codeauswahl ausgewählt wurde. Der zweite Nebelsensor stellt ein zweites Detektionsergebnis bereit. Bei dieser Ausgestaltung wird in einem Empfangsschritt das zweite, codierte, optische Signal durch den ersten Empfänger des ersten Nebelsensors empfangen, decodiert und durch die erste Auswerteinheit des ersten Nebelsensors ausgewertet. Das Detektionsergebnis des ersten Nebelsensors wird in Abhängigkeit der Codeauswahl des zweiten, codierten, optischen Signals bereitgestellt. Beispielsweise wird bei Empfang des zweiten, codierten, optischen Signals in Abhängigkeit von dessen Codeauswahl das eigene ursprüngliche Detektionsergebnis, d.h. das Detektionsergebnis der ersten Auswerteinheit bei zusätzlichem Empfang des zweiten Signals, verworfen. Dadurch ist es einfach möglich, das Detektionsergebnis des ersten Nebelsensors durch Information zu beeinflussen, die außerhalb der vom ersten Nebelsensor erfassten Kraftfahrzeugumgebung liegen.

Bevorzugt erfolgt die Codeauswahl des zweiten, codierten, optischen Signals in Abhängigkeit des zweiten Detektionsergebnisses des zweiten Nebelsensors. Bevorzugt sind Detektionsergebnisse spezifischen Nebelzuständen zugeordnet. Als spezifische Nebelzustände werden beispielsweise die positive Detektion von Nebel und die Nichtdetektion von Nebel verstanden. Es können ferner ergänzende, die vorgenannten Detektionsergebnisse spezifizierende Nebelzustände bzw. Detektionsergebnisse, wie die Detektion von Nebel in einer spezifizierten Entfernung, vorgesehen sein. Durch die Abhängigkeit der Codeauswahl vom Detektionsergebnis bzw. Nebelzustand ist es möglich, Detektionsergebnisse von einem Nebelsensor zu einem anderen Nebelsensor zu übertragen und damit von einem Kraftfahrzeug zu einem anderen Kraftfahrzeug zu übertragen.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass in Abhängigkeit der Codeauswahl des empfangenen zweiten, codierten, optischen Signals die erste Auswerteinheit die Ausgabe einer akustischen, haptischen und/oder optischen Warnmeldung, bevorzugt eine an den Fahrer gerichtete Warnmeldung, auslöst.

Beispielsweise ist die Auswerteinheit ausgelegt, auch dann eine positive Detektion von Nebel als erstes Detektionsergebnis auszugeben, wenn zwar kein erstes, codiertes, optisches Signal durch den zugehörigen ersten Empfänger aber ein zweites, entsprechend codiertes, optisches Signal, d.h. eine den Nebel positiv bestätigendes Signal empfangen wird. Dadurch kann eine Nebelwarnung von Fahrzeug zu Fahrzeug übertragen werden und eine frühzeitige Nebelwarnung erreicht werden.

Bevorzugt ist wenigstens das erste, codierte, optische Signal als Zahlenfolge codiert, noch bevorzugter sind das erste und zweite, codierte optische Signal als Zahlenfolge, beispielsweise als Pseudozufallszahlenfolge codiert.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung beinhaltet das zweite, codierte, optische Signal eine Instruktion für den ersten Empfänger, um eine vorübergehende Sendeunterbrechung des zugehörigen ersten Senders zu bewirken. Dies wird beispielsweise benutzt, um die Kommunikation zwischen den Nebelsensoren zu erleichtern und/oder zu erweitern.

Die Erfindung betrifft einen Nebelsensor mit einem ein erstes, codiertes, optisches Signal in eine Kraftfahrzeugumgebung aussendenden, ersten Sender und einem zugehörigen, zweiten, optischen Empfänger zum Empfang eines aus der Kraftfahrzeugumgebung reflektierten Signals und einer ersten Auswerteinheit zur Decodierung, Auswertung und Bereitstellung eines den Empfang betreffenden ersten Detektionsergebnisses. Zur Codierung wird ein Code aus mehreren möglichen Codes durch den ersten Sender in einer Codeauswahl ausgewählt und die Codeauswahl vom ersten Sender an den ersten Empfänger kommuniziert. Erfindungsgemäß wird bei der Auswertung des vom erstem Empfänger empfangenen Signals durch die erste Auswerteinheit die Codeauswahl zur Identifizierung des ersten, codierten, optischen Signals im empfangenen Signal verwendet. Durch die erfindungsgemäße Auslegung des Nebelsensors wird zuverlässiger die eigene Reflexion von fremder Reflexion oder Direkteinstreuung eines fremden Nebelsensors unterschieden und somit zuverlässiger die Fehldetektion von Nebel vermieden. Anders ausgedrückt, aufgrund der Kenntnis des eigenen Codes, d.h. des vom Senders desselben Nebelsensors ausgesandten Signals, lässt sich dieses vom dem eines anderen Nebelsensors zuverlässig unterscheiden und damit das Detektionsergebnis verifizieren, um Fehldetektionen von Nebel in solchen Fällen zu vermeiden, in denen das optische Signal eines zweiten Nebelsensors von dem ersten Empfänger des ersten Nebelsensors empfangen wird. Das erste Detektionsergebnis initiiert beispielsweise die Ausgabe einer optischen oder akustischen Warnmeldung an den Fahrer.

Die Erfindung betrifft ferner ein System aus dem zuvor beschriebenen, ersten Nebelsensor und einem zweiten Nebelsensor, wobei der zweite Nebelsensor ein zweites Detektionsergebnis bereitstellt und ein zweites, codiertes, optisches Signal in die Kraftfahrzeugumgebung aussendenden Sender aufweist, wobei der Code des zweiten, codierten, optischen Signals aus mehreren möglichen Codes durch Codeauswahl ausgewählt wurde. Dabei ist der erste Nebelsensor so ausgebildet, dass bei Empfang des zweiten, codierten, optischen Signals durch den zweiten, optischen Empfänger des ersten Nebelsensors, das zweite, codierte, optische Signal von der ersten Auswerteinheit des ersten Nebelsensors decodiert und ausgewertet wird, und das Detektionsergebnis des ersten Nebelsensors in Abhängigkeit der Codeauswahl des zweiten, codierten, optischen Signals bereitgestellt wird.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems erfolgt die Codeauswahl des zweiten codierten optischen Signals in Abhängigkeit des zweiten Detektionsergebnisses des zweiten Nebelsensors. Bevorzugt sind die Detektionsergebnisse spezifischen Nebelzuständen zugeordnet. Als spezifische Nebelzustände werden beispielsweise die positive Detektion von Nebel und die Nichtdetektion von Nebel verstanden. Es können ferner ergänzende, die vorgenannten Detektionsergebnisse spezifizierende Nebelzustände bzw. Detektionsergebnisse, wie die Detektion von Nebel in einer spezifizierten Mindestentfernung, vorgesehen sein. Durch die Abhängigkeit der Codeauswahl vom Detektionsergebnis bzw. Nebelzustand ist es möglich, Detektionsergebnisse von einem Nebelsensor zu einem anderen Nebelsensor zu übertragen und damit von einem Kraftfahrzeug zu einem anderen Kraftfahrzeug zu übertragen.

Beispielsweise ist die Auswerteinheit ausgelegt, auch dann eine positive Detektion von Nebel als erstes Detektionsergebnis auszugeben, wenn zwar kein erstes, codiertes, optisches Signal durch den zugehörigen ersten Empfänger aber ein zweites, entsprechend codiertes, optisches Signal des zweiten Nebelsensors, beispielsweise eines weiteren Kraftfahrzeugs, durch den ersten Empfänger empfangen wird. Dadurch kann fahrzeugübergreifend eine Nebelwarnung trotz fehlender eigener Detektion von einem zweiten Nebelsensor zu einem ersten Nebelsensor und gegebenenfalls umgekehrt, beispielsweise von einem Fahrzeug auf ein anderes Fahrzeug, übertragen werden.

Bevorzugt ist wenigstens das erste, codierte, optische Signal als Zahlenfolge codiert, noch bevorzugter sind das erste und zweite, codierte optische Signal als Zahlenfolge, beispielsweise als Pseudozufallszahlenfolge codiert.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Signals beinhaltet das zweite, codierte, optische Signal eine Instruktion für den ersten Empfänger, um einen Empfangsmodus des ersten Empfängers vorübergehend zu wechseln und/oder eine vorübergehende Sendeunterbrechung des zugehörigen ersten Senders zu bewirken. Dies wird beispielsweise benutzt, um die Kommunikation zwischen den Nebelsensoren zu erleichtern und/oder zu erweitern. Beispielsweise kann so zusätzliche Informationen in das zweite, codierte, optische Signal eingebettet werden, wie geographische Koordinaten, Straßeninformationen und/oder Uhrzeitangaben an denen Nebel positiv detektiert wurde, und der erste Empfänger auf den Empfang dieser Information vorbereitet werden. Beispielsweise wird eine durch eine Laufzeitmessung erhaltene Information betreffend die Entfernung des zweiten Nebelsensors zu einer Nebelfront in das zweite Signal eingebettet und an den ersten Empfänger übertragen.

Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Die Figuren sind dabei nur beispielhaft zu verstehen und stellen jeweils lediglich eine bevorzugte Ausführungsvariante dar. Es zeigen:

  • 1 eine schematische Ansicht zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
  • 2 eine weitere schematische Darstellung zur Erläuterung einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens;
  • 3 eine weitere schematische Darstellung zur Erläuterung einer bevorzugten Abwandlung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Das erfindungsgemäße Verfahren in einer ersten Ausführungsform wird anhand der 1 erläutert. Ein erstes Kraftfahrzeug 10 weist einen ersten Nebelsensor 1 auf. Der Nebelsensor sendet ein erstes, codiertes, optisches Signal 6a aus. Das erste Signal 6a wird an einer in der Kraftfahrzeugumgebung befindlichen Nebelfront 30 reflektiert und gelangt als reflektiertes Signal zurück zum ersten Nebelsensor 1, um dort die Ausgabe einer Nebelwarnung an den Fahrer zu initiieren. Das erste, codierte, optische Signal gelangt als reflektiertes Signal 6b aber ferner an einen zweiten Nebelsensor 1' eines weiteren Kraftfahrzeugs 10'. Aufgrund der Codierung des ersten, reflektierten Signals 6b kann dieses von einem eigenen, von dem zweiten Nebelsensor 1' unterschieden werden und wird nicht fälschlicherweise als sein eigenes Heimkehrsignal, also für ein reflektiertes Signal des zweiten Nebelsensors 1' gehalten. „Fälschlicherweise“ weil beispielsweise das zweite Kraftfahrzeug 10' aufgrund seiner Entfernung zur Nebelfront 30 oder aufgrund seiner Fahrtrichtung bezüglich der Nebelfront 30 nicht durch den Nebel 30 gefährdet ist. Dieses Problem wird das erfindungsgemäße Verfahren, insbesondere die spezifische Codierung des ersten Signals 6a gelöst. Im vorliegenden Fall sind die Sendesignale digital codiert und ihre zeitliche Abfolge entspricht einer festgelegten Pseudo-Zufallszahlenfolge, wobei hier eines aus mehreren unterschiedlichen Zahlenfolgen auswählbar ist.

Anhand der 2 wird eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens näher erläutert. Es ist ein erster Nebelsensor 1 und zweiter Nebeisensor 1' vorgesehen, wobei der zweite Nebelsensor 1' dem ersten entsprechend aufgebaut und funktionell ebenbürtig ist. Der erste Nebelsensor 1 ist beispielsweise im Bereich der Windschutzscheibe eines nicht näher dargestellten, ersten Fahrzeugs angeordnet, während der zweite Nebelsensor 1' im Bereich der Windschutzscheibe eines nicht näher dargestellten, zweiten Fahrzeugs angeordnet ist. Der erste Nebelsensor 1 weist einen ersten Sender 2 und einen ersten Empfänger 3 auf. Mit dem ersten Empfänger 3 ist eine zum ersten Nebelsensor 1 gehörige, erste Auswerteinheit 4 gekoppelt, die wie gezeigt innerhalb des ersten Nebelsensors 1 aber auch alternativ außerhalb des ersten Nebelsensors 1 vorgesehen sein kann. Der erste Sender 2 des ersten Nebelsensors 1 ist in der Lage ein erstes, codiertes, optisches Signal 6a zu erzeugen, das er in eine Fahrzeugumgebung abstrahlt. Der erste Sender 2 ist in der Lage das Signal nach einer Codeauswahl aus drei möglichen Zahlencodes A, B, C zu codieren. Dem ersten Empfänger 3 wird nach erfolgter Codeauswahl das Ergebnis der Codeauswahl, hier der Code A kommuniziert. Aufgrund dessen ist die mit dem ersten Empfänger 3 elektrisch verbundene, erste Auswerteinheit 4 nach Decodierung des empfangenen Signals 6b, welches beispielsweise das an einer in der Kraftfahrzeugumgebung befindlichen Nebelfront 30 reflektierte, erste, codierte, optische Signal 6a ist, anhand der Codierung zu identifizieren und bei Übereinstimmung der Codierung eine Nebelwarnung 5 an den Fahrer auszugeben.

Der zweite Nebelsensor 1' weist entsprechend einen zweiten Sender 2' und einen zweiten Empfänger 3' auf. Mit dem zweiten Empfänger 3' ist entsprechend eine zum zweiten Nebelsensor 1' gehörige, zweite Auswerteinheit 4' gekoppelt, die wie gezeigt innerhalb des zweiten Nebelsensors 1' aber auch alternativ außerhalb des zweiten Nebelsensors 1' vorgesehen sein kann. Der zweite Sender 2' des zweiten Nebelsensors 1' ist in der Lage ein zweites, codiertes, optisches Signal 6a' zu erzeugen, das er in eine Fahrzeugumgebung abstrahlt. Der zweite Sender 2' ist in der Lage das Signal nach einer Codeauswahl aus drei möglichen Zahlencodes A, B, C zu codieren. Dem zweiten Empfänger 3' wird nach erfolgter Codeauswahl das Ergebnis der Codeauswahl, hier der Code C kommuniziert. Aufgrund dessen ist die mit dem zweiten Empfänger 3' elektrisch verbundene Auswerteinheit 4' nach Decodierung des empfangenen Signals 6b', welches beispielsweise das an einer in der Kraftfahrzeugumgebung befindlichen Nebelfront 30 reflektierte, zweite, codierte, optische Signal 6a' ist, anhand der Codierung zu identifizieren und bei Übereinstimmung der Codierung eine Nebelwarnung 5' an den Fahrer auszugeben.

Aufgrund der unterschiedlichen Codierung des ersten, codierten optischen Signals 6b und des zweiten, codierten, optischen Signals 6b' ist für die jeweilig betroffene Auswerteinheit, erste Auswerteinheit 4 oder zweite Auswerteinheit 4' das Signal 6b bzw. 6b' des eigenen Senders 2 bzw. 2' von dem Signal 6c bzw. 6c' des jeweilig anderen Senders 2 bzw. 2' unterscheidbar. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Codeauswahl eine spezifische Nebelsituation zugeordnet, beispielsweise ist dem Code A die Nebelsituation zugeordnet, dass kein Nebel vorhanden ist, während dem Code B die Nebelsituation zugeordnet ist, dass Nebel detektiert wurde und der Code C die Situation zugeordnet ist, dass Nebel in einer vorgegebenen Entfernung vorhanden ist. In einer bevorzugten Ausgestaltung wird seitens des ersten Senders 2 und zweiten Senders 2' in Abhängigkeit des Detektionsergebnisses die Codeauswahl vorgenommen und in Abhängigkeit der Codeauswahl des jeweilig anderen Nebelsensors 1 bzw. 1' das Detektionsergebnis in Form der Ausgabe 5 bzw. 5' bereitgestellt. Die mit der jeweiligen Codeauswahl aus den Codes A, B, C verbundene Information kann so genutzt werden, das Signal des eigenen Senders 2, 2' zu verifizieren oder um den Fahrer trotz ausbleibender eigenen Detektion bei Nebeldetektion durch einen fremden Nebelsensor 1 bzw. 1' vor Nebel zu warnen. Anhand der 3 wird eine weitere Ausführungsform erläutert, bei der in das ausgesandte Signal 6a' eines Senders, hier des zweiten Senders 2' eine Instruktion T sowie eine nachfolgende Information I eingebettet sind. Die Instruktion T wird seitens des zweiten Senders 2' versandt, um nach Empfang durch einen zu einem ersten Sender 2 gehörigen ersten Empfänger, den zugehörigen ersten Sender 2 in eine vorübergehende Sendepause U der Ausstrahlung seines ersten, codierten, optischen Signals 6a zu versetzen und den zugehörigen ersten Empfänger (3 in 2) und gegebenenfalls dessen Auswerteinheit (4 in 2) in einen Empfangsmodus zu versetzen, welcher die Übertragung der in das zweite, codierte, optische Signal 6a' eingebetteten, die jeweilige Information betreffenden Datensequenz I gestattet. Diese Informationen können beispielsweise Angaben zur Nebelsituation aber auch andere Verkehrsinformationen, beispielsweise auch die weitere Fahrstrecke des Fahrzeugs betreffende Informationen, beinhalten.