Title:
Bandvorrichtung
Kind Code:
A1


Abstract:

Bandvorrichtung aufweisend einen Türbandblock und ein Türbandschwenkarm, wobei der Türbandblock einen Bolzen umfasst und an einer Türzarge feststehend anordenbar ist, wobei der Türbandschwenkarm den Türflügel über den Türbandblock mit einer Türzarge schwenkbar verbindet, wobei der Türbandschwenkarm und der Türbandblock derart ausgebildet sind, dass sie im angeordneten Zustand bei geschlossenem Türflügel für einen Betrachter von außen nicht sichtbar vorhanden sind, wobei die Bandvorrichtung derart ausgestaltet ist, dass der Türflügel eine Türöffnung mit einer Bewegung nach außen freigibt. Die Bandvorrichtung kennzeichnet sich dadurch, dass die Bandvorrichtung derart ausgestaltet ist, dass der Türbandschwenkarm alleine oder mit angeordnetem Türflügel werkzeuglos am Türbandblock ein- und/oder aushängbar ist. embedded image




Inventors:
gleich Anmelder
Application Number:
DE102017101714A
Publication Date:
08/02/2018
Filing Date:
01/30/2017
Assignee:
Schattmann, Gerhard, 74348 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE29723528U1N/A1998-10-15
DE29517780U1N/A1997-03-13



Foreign References:
WO2013110292A12013-08-01
Attorney, Agent or Firm:
Otten, Roth, Dobler & Partner mbB Patentanwälte, 88276, Berg, DE
Claims:
Bandvorrichtung (1, 18, 26) aufweisend einen Türbandblock (2) und einen Türbandschwenkarm (3), wobei der Türbandblock (2) einen Bolzen (15) umfasst und an einer Türzarge (17) feststehend anordenbar ist, wobei der Türbandschwenkarm (3) einen Türflügel (7) über den Türbandblock (2) mit der Türzarge (17) schwenkbar verbindet, wobei der Türbandschwenkarm (3) und der Türbandblock (2) derart ausgebildet sind, dass sie im angeordneten Zustand bei geschlossenem Türflügel (7) für einen Betrachter von außen nicht sichtbar vorhanden sind, wobei die Bandvorrichtung (1, 18, 26) derart ausgestaltet ist, dass der Türflügel (7) eine Türöffnung mit einer Bewegung nach außen freigibt, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandvorrichtung (1, 18, 26) derart ausgestaltet ist, dass der Türbandschwenkarm (3) alleine oder mit angeordnetem Türflügel (7) werkzeuglos am Türbandblock (2) ein- und/oder aushängbar ist.

Bandvorrichtung (1, 18, 26) nach dem vorangegangenen Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Bandvorrichtung (1, 18, 26) Einstellmittel (22) vorhanden sind, durch welche eine Höhenverstellung eines angeordneten Türflügels (7), in vertikaler Richtung realisierbar ist.

Bandvorrichtung (1, 18, 26) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Türbandschwenkarm (3) Schraubmittel (9) vorhanden sind, durch welche eine Seitenverstellung eines an die Bandvorrichtung (1, 18, 26) angeordneten Türflügels (7) in horizontaler Richtung realisierbar ist.

Bandvorrichtung (1, 18, 26) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türbandblock (2) in eine Aussparung der Türzarge (17) einsetzbar ist, sodass der Bolzen (15) einseitig eingespannt am Türbandblock (2) im eingesetzten Zustand an der Türzarge (17) vorhanden ist.

Bandvorrichtung (1, 18, 26) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türbandblock (2) die Einstellmittel (22) umfasst.

Bandvorrichtung (1, 18, 26) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türbandschwenkarm (3) derart ausgebildet und am Türflügel (7) anordenbar ist, dass die Schraubmittel (9) zur horizontalen Einstellung des Türflügels (7) entlang einer Innenseite (10) des Türflügels (7) verlaufen.

Bandvorrichtung (1, 18, 26) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türbandschwenkarm (3) aus einem ersten, im Querschnitt rechtwinkligen Türbandschwenkarmelement (4) und einem zweiten Türbandschwenkarmelement (5) zusammengesetzt ist, wobei das zweite Türbandschwenkarmelement (5) zum ersten Türbandschwenkarmelement (4) über die Schraubmittel (9) positionierbar vorhanden ist.

Bandvorrichtung (1, 18, 26) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandvorrichtung (1, 18, 26), insbesondere der Türbandblock (2) und/oder der Türbandschwenkarm (3), in einer Weise vorhanden ist, dass die Bandvorrichtung (1, 18, 26) sowohl an einer linken Seite als auch an einer rechten Seite der Türzarge (17) anordenbar ist.

Türzarge (17) und/oder Türflügel (7) umfassend eine Bandvorrichtung (1, 18, 26) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Türzarge (17) und/oder der Türflügel (7) derart ausgebildet ist, dass die Türzarge (17) und/oder der Türflügel (7) den Türbandschwenkarm (3) im geschlossenen Zustand des Türflügels (7) für einen Betrachter von außen verdeckt, wobei der Türbandschwenkarm (3), insbesondere über das zweite Türbandschwenkarmelement (5), an dem Türflügel (7) befestigt ist und/oder am Türflügel (7) anordenbar ausgestaltet ist.

Türzarge (17) umfassend eine Bandvorrichtung (1, 18, 26) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 8, insbesondere nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Türzarge (17) eine Aussparung (19) umfasst, welche es ermöglicht, dass der Türbandschwenkarm (3) alleine oder mit angeordnetem Türflügel (7) werkzeuglos am Türbandblock (2), welcher in die Aussparung (19) der Türzarge (17) eingesetzt ist, ein- und/oder aushängbar ist.

Türanordnung bestehend aus einer Bandvorrichtung (1, 18, 26) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 8, einer Türzarge (17) nach Anspruch 9 oder 10 und einem Türflügel (7), dadurch gekennzeichnet, dass die Türzarge (17) derart ausgebildet ist, dass sie in einer Aussparung einer Gebäudewand anordenbar ist.

Gebäude, insbesondere Trafostation, mit einer, zwei, drei oder insbesondere vier Bandvorrichtungen (1, 18, 26) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 8 und/oder einer Türzarge (17) nach dem vorangegangenen Anspruch 9 oder 10 und/oder einer Türanordnung nach dem vorangegangenen Anspruch 11.

Description:
Stand der Technik

Türbänder sind in verschiedenen Ausführungsformen bereits bekannt.

Ein bekanntes Türband umfasst ein Bandaufnahmeelement zur Befestigung an einer Türzarge und ein Gelenkteil zur Befestigung an einer Tür, wobei das Gelenkteil verschwenkbar am Bandaufnahmeelement montiert ist. Das Bandaufnahmeelement umfasst einen Aufnahmeraum, in welchen der Gelenkarm in einem Schließzustand positionierbar ist. Hierdurch ist das Türband im angeordneten Zustand an der Tür im Schließzustand für einen Nutzer nicht sichtbar vorhanden.

Eine Ausbildung und Montage eines solchen Türbands ist vergleichsweise aufwendig.

Aufgaben und Vorteil der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine alternative Bandvorrichtung bereitzustellen, welche eine Montage der Bandvorrichtung erleichtert.

Diese Aufgabe wir durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung angegeben.

Die Erfindung geht von einer Bandvorrichtung aufweisend einen Türbandblock und einen Türbandschwenkarm aus, wobei der Türbandblock einen Bolzen umfasst und an einer Türzarge feststehend anordenbar ist, wobei der Türbandschwenkarm einen Türflügel über den Türbandblock mit einer Türzarge schwenkbar verbindet, wobei der Türbandschwenkarm und der Türbandblock derart ausgebildet sind, dass sie im angeordneten Zustand bei geschlossenem Türflügel für einen Betrachter von außen nicht sichtbar vorhanden sind, wobei die Bandvorrichtung derart ausgestaltet ist, dass der Türflügel eine Türöffnung mit einer Bewegung nach außen freigibt.

Im Folgenden werden Richtungsangabe wie oben oder unten verwendet, welche eine räumliche Richtungsangabe in einem Raum angeben. Mit oben ist beispielsweise ein Bereich in Richtung einer Decke eines Raums gemeint oder mit unten ein Bereich in Richtung eines Bodens eines Raums, wobei angenommen wird, dass die Türöffnung eine Öffnung eines Raums bildet.

Die Bandvorrichtung ist vorteilhafterweise an eine Türzarge einer Stromversorgungsstation, z.B. eine Trafostation oder eine Notstromstation anordenbar. Die Bandvorrichtung ist bevorzugterweise als eine Stromversorgungsstationtürbandvorrichtung, z.B. als eine Trafo- und/oder Notstromstationtürbandvorrichtung ausgebildet.

Vorteilhafterweise ist die Bandvorrichtung in einer Weise ausgebildet und an einer Türzarge und/oder einem Türflügel anordenbar, dass eine Tür bestehend aus der Türzarge, dem Türflügel und der Bandvorrichtung im Verbindungsbereich der Türzarge mit dem Türflügel durch die Bandvorrichtung entsprechend der Norm DIN EN 1627 eine Einbruchschutzwiderstandsklasse besser oder gleich RC 3, insbesondere RC 4 aufweist. Vorteilhafterweise besitzt eine derartige Anordnung im Verbindungsbereich der Bandvorrichtung die Widerstandsklasse RC 5 oder größer nach der Norm DIN EN 1627.

Der wesentliche Aspekt der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Bandvorrichtung derart ausgestaltet ist, dass der Türbandschwenkarm alleine oder mit angeordnetem Türflügel werkzeuglos am Türbandblock ein- und/oder aushängbar ist.

Der Türbandschwenkarm ist vorteilhafterweise am Bolzen drehbar am Türbandblock gelagert. Insbesondere ist der Türbandschwenkarm von oben auf den Bolzen des Türbandblocks aufschiebbar.

Bevorzugterweise ist die Bandvorrichtung derart vorhanden und an eine Türzarge bzw. an einen Türflügel anordenbar, dass der Türbandblock im angeordneten Zustand bei geschlossenem Türflügel für einen Betrachter von innen nicht sichtbar vorhanden ist.

Insbesondere alle Elemente der Bandvorrichtung sind beispielsweise aus Metall ausgebildet, z.B. aus Aluminium, Stahl und/oder insbesondere Edelstahl.

Auch wird vorgeschlagen, dass an der Bandvorrichtung Einstellmittel vorhanden sind, durch welche eine Höhenverstellung eines angeordneten Türflügels, in vertikaler Richtung realisierbar ist. Beispielsweise ist ein Einstellmittel in Form einer Schraube ausgebildet. Hierdurch ist eine Höhe des Türflügels insbesondere stufenlos einstellbar. Denkbar ist auch, dass die Einstellmittel als eine rasterartige Anordnung vorhanden sind. Vorstellbar ist ebenfalls, dass die Einstellmittel derart ausgebildet sind, dass die Höhenverstellung werkzeuglos realisierbar ist. Bevorzugterweise umfassen die Einstellmittel Sicherungsmittel, mittels welchen eine Position des Türflügels an der Bandvorrichtung in vertikaler Richtung festlegbar ist.

Ebenfalls von Vorteil ist, dass am Türbandschwenkarm Schraubmittel vorhanden sind, durch welche eine Seitenverstellung eines an die Bandvorrichtung angeordneten Türflügels in horizontaler Richtung realisierbar ist. Durch die Ausbildung der Schraubmittel zur Seitenverstellung am Türbandschwenkarm ist eine Seitenverstellung für einen Monteur vergleichsweise vereinfacht.

Die Schraubmittel sind beispielsweise werkzeuglos bedienbar. Denkbar ist weiterhin, dass die Schraubmittel derart ausgebildet sind, dass eine stufenlose Seitenverstellung realisierbar ist. Bevorzugterweise umfassen die Schraubmittel ein Sicherungsorgan, mittels welchem eine Position des Türflügels an der Bandvorrichtung in horizontaler Richtung fixierbar ist, z.B. einen Sicherungsstift.

Vorstellbar ist auch, dass Abdeckmittel vorhanden sind, welche an den Türbandschwenkarm anordenbar ausgestaltet sind, sodass die Schraubmittel durch die Abdeckmittel verdeckt und für einen Nutzer nicht sichtbar sind. Hierdurch ist eine Ästhetik der Bandvorrichtung vergleichsweise verbessert.

Vorteilhaft ist auch, dass der Türbandblock in eine Aussparung der Türzarge einsetzbar ist, sodass der Bolzen einseitig eingespannt am Türbandblock im eingesetzten Zustand an der Türzarge vorhanden ist. Der Bolzen des Türbandblocks ist vorteilhafterweise nach oben abstehend am blockförmigen Teil des Türbandblocks vorhanden.

Bevorzugterweise ist der Türbandblock als blockförmiges Teil ausgestaltet, z.B. rechteckig und/oder quaderartig, beispielsweise in einem Querschnitt eckig. Der Türbandblock ist vorteilhafterweise drehfest an der Türzarge, insbesondere fixierbar, anordenbar ist. Denkbar ist, dass der Türbandblock mehrteilig ausgebildet ist. Vorstellbar ist weiterhin, dass der Türbandblock durch einen Monteur bei der Montage an der Türzarge zusammensetzbar anordenbar ist. Bei der Montage des Türbandblocks an der Türzarge sind beispielsweise Teile des Türbandblocks nacheinander und/oder zusammen an der Türzarge anordenbar, z.B. zusammensetzbar und/oder miteinander verschraubbar. Eine Position des Türbandblocks an der Zarge ist vorteilhafterweise durch eine Schraubverbindung festlegbar.

Weiter wird vorgeschlagen, dass der Türbandblock die Einstellmittel umfasst. Die Einstellmittel sind beispielsweise derart am Türbandblock vorhanden, dass ein insbesondere vertikaler Abstand zwischen dem Türbandblock, z.B. dem Bolzen des Türbandblocks, und einem Anschlag der Türzarge und/oder einer Befestigungseinrichtung der Türzarge mittels der Einstellmittel einstellbar ist. Vorstellbar ist, dass die Einstellmittel derart vorhanden sind, dass ein Einstellmittel mit einem Ende am Anschlag der Türzarge anstößt bzw. ansteht. Das Einstellmittel ist beispielsweise als Schraube oder Gewindestange vorhanden.

Außerdem ist es vorstellbar, dass der Türbandschwenkarm im angeordneten Zustand am Türbandblock gegenüber einem Aushängen gesichert ist. Als vorteilhaft erweist sich, dass der Türbandblock die Sicherungsmittel aufweist. Die Sicherungsmittel sind vorteilhafterweise dazu ausgebildet, den an den Türbandblock angeordneten Türbandschwenkarm gegen ein Aushängen, z.B. Demontage, bspw. ein Herausnehmen oder Heraushebeln zu sichern. Die Sicherungsmittel umfassen z.B. ein Federelement, welches im angeordneten Zustand des Türbandschwenkarms über eine Oberkante schnappt, oder bspw. einen Sicherungsstift.

Auch ist es von Vorteil, dass der Türbandschwenkarm derart ausgebildet und am Türflügel anordenbar ist, dass die Schraubmittel zur horizontalen Einstellung des Türflügels entlang einer Innenseite des Türflügels verlaufen.

Vorteilhafterweise ist der Türbandschwenkarm mit dem Türflügel bzw. einer Tür verbindbar, wobei der Türbandschwenkarm entlang einer Schmalseite des Türflügels befestigbar ist. Der Türbandschwenkarm ist bevorzugterweise in einem Querschnitt U-förmig oder V-förmig ausgebildet. Dadurch ist ein vergleichsweise großer Öffnungswinkel α des Türflügels von etwa 110° realisiert, und ein Zugang der Tür für eine Person verbessert. Ein maximaler Öffnungswinkel α der Bandvorrichtung beträgt vorteilhafterweise zwischen 90° und 120°, insbesondere zwischen 105° und 115°. Der maximale Öffnungswinkel α ist beispielsweise 105°, 106°, 107°, 108°, 109°, 111°, 112°, 113°, 114° oder 115°, insbesondere 110°.

Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist, dass der Türbandschwenkarm aus einem ersten, im Querschnitt rechtwinkligen Türbandschwenkarmelement und einem zweiten Türbandschwenkarmelement zusammengesetzt ist, wobei das zweite Türbandschwenkarmelement zum ersten Türbandschwenkarmelement über die Schraubmittel positionierbar vorhanden ist. Hierdurch ist der Türbandschwenkarm vergleichsweise einfach, stabil und kostengünstig ausgestaltet.

Vorteilhafterweise sind die beiden Türbandschwenkarmelemente zueinander insbesondere linear, z.B. in horizontaler Richtung verschieblich gelagert. Eine Verschiebung der beiden Türbandschwenkarmelemente ist beispielsweise durch eine Positionsveränderung der Schraubmittel, z.B. durch ein Drehen eines Schraubmittels realisiert.

Weiter wird vorgeschlagen, dass die Bandvorrichtung, insbesondere der Türbandblock und/oder der Türbandschwenkarm, in einer Weise ausgebildet ist, dass die Bandvorrichtung sowohl an einer linken Seite als auch an einer rechten Seite der Türzarge anordenbar und/oder verwendbar ist.

Vorteilhafterweise ist die Bandvorrichtung derart vorhanden, dass sie sowohl als ein linker oder als ein rechter Anschlag einer Tür bzw. eines Türflügels an eine Türzarge anordenbar ist. Das heißt, dass die Bandvorrichtung auf zwei Weisen zwischen der Türzarge und dem Türflügel angeordnet werden kann, sodass die Tür in eine gleiche Raumrichtung entweder mit einem Uhrzeigersinn oder gegen einen Uhrzeigersinn öffnet.

Vorteilhafterweise ist ein Drehlager des Türbandschwenkarms im angeordneten Zustand an der Bandvorrichtung doppelt gelagert vorhanden. Als vorteilhaft erweist sich, dass die Bandvorrichtung einen ersten und einen zweiten Türbandblock aufweist, wobei der zweite Türbandblock derart an der Türzarge anordenbar ist, dass der Türbandschwenkarm mit einem Drehlager an den ersten Türbandblock insbesondere werkzeuglos einhängbar ist, und anschließend der zweite Türbandblock mit seinem Bolzen von oben auf das Drehlager insbesondere werkzeuglos aufschiebbar bzw. aufsetzbar ist, sodass der Türbandschwenkarm bzw. das Drehlager des Türbandschwenkarms an der Türzarge durch einen Bolzen unten und einen Bolzen oben gelagert ist. Vorteilhafterweise ist der zweite Türbandblock derart ausgebildet und an der Türzarge anordenbar, dass ein Aushängen des Türbandschwenkarms werkzeuglos realisierbar ist. Hierdurch ist insbesondere eine vergleichsweise schwere Tür oder ein vergleichsweise schwerer Türflügel vergleichsweise stabil gelagert.

Eine weitere Modifikation der Erfindung ist eine Türzarge und/oder ein Türflügel, welche eine Ausbildung der Bandvorrichtung wie vorangegangen beschrieben umfasst, wobei die Türzarge und/oder der Türflügel derart ausgebildet ist, dass die Türzarge und/oder der Türflügel den Türbandschwenkarm und/oder den Türbandblock im geschlossenen Zustand des Türflügels für einen Betrachter von außen verdeckt, wobei der Türbandschwenkarm, insbesondere über das zweite Türbandschwenkarmelement, am Türflügel befestigt ist und/oder am Türflügel anordenbar ausgestaltet ist.

Weiter wird vorgeschlagen, dass die Türzarge eine Aussparung umfasst, welche es ermöglicht, dass der Türbandschwenkarm alleine oder mit angeordnetem Türflügel werkzeuglos am Türbandblock, welcher in die Aussparung der Türzarge einsetzbar ist, ein- und/oder aushängbar ist. Vorteilhafterweise ist der Türbandschwenkarm ab einem Öffnungswinkel α größer oder gleich 70° werkzeuglos aushängbar vorhanden.

Ebenfalls von Vorteil ist, dass die Türzarge, welche eine Ausbildung der Bandvorrichtung wie vorangegangen beschrieben umfasst, derart ausgebildet ist, dass sie in einer Aussparung einer Gebäudewand anordenbar ist. Hierdurch ist ein Einbruchssicherheitslevel vergleichsweise verbessert.

Figurenliste

Mehrere Ausführungsbeispiele werden anhand der nachstehenden schematischen Zeichnungen unter Angabe weiterer Einzelheiten und Vorteile näher erläutert.

Es zeigen:

  • 1 Draufsicht auf einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Bandvorrichtung im angeordneten Zustand an einer geschlossenen Tür,
  • 2 Draufsicht auf die Anordnung nach 1 im angeordneten Zustand an einer vollständig geöffneten Tür,
  • 3 perspektivische Ansicht von seitlich oben auf eine Bandvorrichtung im angeordneten Zustand an einer Türzarge und einem Türflügel im geöffneten Zustand,
  • 4 seitliche Ansicht auf die Bandvorrichtung nach 3 mit einseitiger Lagerung eines Türbandschwenkarms und
  • 5 seitliche Ansicht auf eine Bandvorrichtung, welche eine doppelte Lagerung eines Türbandschwenkarms aufweist.

Eine erfindungsgemäße Bandvorrichtung 1 umfasst einen Türbandblock 2 und einen Türbandschwenkarm 3. Der Türbandschwenkarm 3 ist vorteilhafterweise zweigeteilt vorhanden und setzt sich aus einem ersten Türbandschwenkarmelement 4 und einem zweiten Türbandschwenkarmelement 5 zusammen. Das erste Türbandschwenkarmelement 4 ist vorteilhafterweise L-förmig vorhanden und mit dem zweiten Türbandschwenkarmelement 5 derart verbindbar, dass der Türbandschwenkarm 3 U-förmig vorhanden ist.

Das zweite Türbandschwenkarmelement 5 ist beispielsweise an einer Schmalseite 6 eines Türflügels 7, bzw. eines Türblattrahmens, montiert, z.B. angeschraubt. Das zweite Türbandschwenkarmelement 5 ist durch eine Schraube 8 mit dem ersten Türbandschwenkarmelement 4 fixierbar verbunden. Die Schraube 8 ist vorteilhafterweise derart vorhanden, dass eine seitliche, bzw. horizontale Position der beiden Türbandschwenkarmelemente 4, 5 relativ zueinander mittels einer weiteren Einstellschraube 9 einstellbar ist. Ist die gewünschte seitliche Verstellposition durch die Einstellschraube positioniert kann die Schraube 8 fixierend die beiden Türbandschwenkarmelemente 4, 5 miteinander verbinden. Vorteilhafterweise ist die Schraube 8 derart an die beiden Türbandschwenkarmelemente 4, 5 anordenbar, dass diese miteinander verbunden sind und sich nicht voneinander lösen können.

Eine seitliche Verstellung durch die Einstellschraube 9 ist z.B. wie folgt realisiert. Die Einstellschraube 9 ist bspw. parallel zu einer Innenseite 10 des Türflügels 7 am ersten Türbandschwenkarmelement 4 angeordnet, sodass ein Schraubenkopf 11 der Einstellschraube 9 parallel zur Innenseite 10 beweglich vorhanden ist. Der Schraubenkopf 11 stützt sich vorteilhafterweise an einer Aufnahme 12 des zweiten Türbandschwenkarmelemente 5 ab, wodurch die beiden Türbandschwenkarmelemente 4, 5 im angeordneten Zustand in einer Richtung parallel zur Innenseite 10 des Türflügels 7 aufeinander zu oder voneinander weg bewegt werden. Die Aufnahme 12 ist bevorzugterweise schienenartig ausgebildet. Hierdurch ist eine seitliche, horizontale Einstellung der Bandvorrichtung realisiert. An einem, der Einstellschraube 9 gegenüberliegenden Ende des ersten Türbandschwenkarmelements 4 umfasst das Türbandschwenkarmelement 4 eine Hülse 14, welche zur Aufnahme eines Bolzens 15 des Türbandblocks 2 und damit zur Anordnung des Türbandschwenkarms 3 am Türbandblock 2 ausgebildet ist.

Der Türflügel 7 ist im Bereich der Schmalseite 6 an einer Außenseite 13 vorteilhafterweise derart ausgebildet, dass der Türflügel 7 bspw. die Bandvorrichtung 1, zumindest das zweite Türbandschwenkarmelement 5 der Bandvorrichtung 1, für einen Betrachter von außen, insbesondere in jeder Position, verdeckt.

In 3 ist die Bandvorrichtung 1 im angeordneten Zustand an einem Türblattrahmen 16 und einer Türzarge 17 in einem geöffneten Zustand dargestellt. In 3 gezeigt ist, dass der Bolzen 15 z.B. nicht vollständig in die Hülse 14 des Türbandschwenkarms 3 hineinragt, bzw. die Hülse 14 nicht vollständig ausfüllt. Demgegenüber ist in 4 gezeigt, dass in einer weiteren beispielhaften Ausführung einer Bandvorrichtung 18 der Bolzen 28 des Türbandblocks 2 durch die Hülse 14 des Türbandschwenkarms 3 hindurchragt.

Der Türbandblock 2 ist vorteilhafterweise mehrteilig ausgebildet. Hierdurch ist der Türbandblock 2 durch einen Monteur direkt an der Türzarge 17 vergleichsweise unkompliziert montierbar vorhanden. Der Türbandblock 2 ist vorteilhafterweise kastenartig ausgebildet und in eine Aussparung 19 der Türzarge 17 einsetzbar und fixierbar vorhanden. Der Türbandblock 2 ist beispielsweise durch Schrauben 20, 21 mit der Türzarge 17 positionsfest verbindbar.

Des Weiteren umfasst der Türbandblock 2 vorteilhafterweise eine Justageschraube 22. Die Justageschraube 22 ist bspw. an einer Oberseite 23 des Türbandblocks 2 für einen Monteur zugänglich und bedienbar vorhanden. Insbesondere ist die Justageschraube 22 im angeordneten Zustand des Türbandschwenkarms 3 für einen Monteur zugänglich an Türbandblock 2 angeordnet. An der Oberseite 23 des Türbandblocks 2 ist vorteilhafterweise ebenfalls der Bolzen 15 abstehend vorhanden. Die Justageschraube 22 ist vorteilhafterweise derart am Türbandblock 2 vorhanden, dass durch Drehen der Justageschraube 22 eine Positionierung eines ersten Türbandblockteils 24 relativ zu einem zweiten Türbandblockteil 25 des Türbandblocks 2 erfolgt, wobei das zweite Türbandblockteil 25 vorteilhafterweise positionsfest an der Türzarge 17 montiert ist. Vorteilhafterweise bewegen sich die beiden Türbandblockteile 24, 25 beim Drehen der Justageschraube 22 in vertikaler Richtung relativ zueinander. Hierdurch ist eine Höhenverstellung realisiert (3).

In 5 ist eine weitere vorteilhafter Bandvorrichtung 26 gezeigt, welche neben einem unteren Türbandblock 2 und einem Türbandschwenkarm 3 einen oberen Türbandblock 27 umfasst. Hierdurch ist die Hülse 14 des Türbandschwenkarms 3 z.B. oben und unten mit einem Bolzen im angeordneten Zustand gesichert.

Bezugszeichenliste

1, 18, 26
Bandvorrichtung
2
Türbandblock
3
Türbandschwenkarm
4, 5
Türbandschwenkarmelement
6
Schmalseite
7
Türflügel
8
Schraube
9
Einstellschraube
10
Innenseite
11
Schraubenkopf
12
Aufnahme
13
Außenseite
14
Hülse
15
Bolzen
16
Türblattrahmen
17
Türzarge
19
Aussparung
20, 21
Schraube
22
Justageschraube
23
Oberseite
24, 25
Türbandblockteil
27
Türbandblock
28
Bolzen