Title:
BANDPASSFILTER UND ABZWEIGFILTER
Kind Code:
A1
Abstract:

Ein Abzweigfilter umfasst ein erstes Bandpassfilter, das zwischen einem gemeinsamen Anschluss und einem ersten Signalanschluss angeordnet ist und ein zweites Bandpassfilter, das zwischen dem gemeinsamen Anschluss und einem zweiten Signalanschluss angeordnet ist. Das erste Bandpassfilter umfasst einen ersten LC-Resonanzkreis und einen ersten Resonanzkreisabschnitt, die in Reihenschaltung angeordnet sind. Der erste Resonanzkreisabschnitt umfasst einen ersten akustischen Wellenresonator. Das zweite Bandpassfilter umfasst einen zweiten LC-Resonanzkreis und einen zweiten Resonanzkreisabschnitt, die in Reihenschaltung angeordnet sind. Der zweite Resonanzkreisabschnitt umfasst einen zweiten akustischen Wellenresonator und eine Induktivität, die parallel geschaltet sind.



Inventors:
Tsukamoto, Kazuhiro (Tokyo, JP)
Suzuki, Hiroya (Tokyo, JP)
Application Number:
DE102017101400A
Publication Date:
07/27/2017
Filing Date:
01/25/2017
Assignee:
TDK CORPORATION (Tokyo, JP)
International Classes:
Foreign References:
JP2010141859A2010-06-24
JP2015115866A2015-06-22
Attorney, Agent or Firm:
Epping Hermann Fischer, Patentanwaltsgesellschaft mbH, 80639, München, DE
Claims:
1. Ein Bandpassfilter (10, 20), das einen ersten Anschluss (P11, P21) und einen zweiten Anschluss (P12, P22) aufweist und ausgebildet ist, selektiv ein Signal einer Frequenz innerhalb eines Durchlassbandes durchzulassen, dessen Frequenz nicht kleiner als eine untere Bandgrenzfrequenz und nicht höher als eine obere Bandgrenzfrequenz ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bandpassfilter (10, 20) zusätzlich einen LC-Resonanzkreis (11, 21) und einen Resonanzkreisabschnitt (12, 22) umfasst, die in Serie zwischen dem ersten Anschluss (P11, P21) und dem zweiten Anschluss (P12, P22) angeordnet sind;
der Resonanzkreisabschnitt (12, 22) umfasst zumindest einen akustischen Wellenresonator (R1, R2), der in einem Pfad, der vom ersten Anschluss (P11, P21) zu dem zweiten Anschluss (P21, P22) führt, angeordnet ist;
der Resonanzkreisabschnitt (12, 22) hat eine Resonanzfrequenz und zumindest eine Antiresonanzfrequenz;
die Resonanzfrequenz liegt innerhalb des Durchlassbandes; und
die zumindest eine Antiresonanzfrequenz liegt außerhalb des Durchlassbandes.

2. Bandpassfilter nach Anspruch 1, wobei die zumindest eine Antiresonanzfrequenz höher ist als die obere Bandgrenzfrequenz.

3. Bandpassfilter nach Anspruch 2, wobei der Resonanzkreisabschnitt (212, 222) als den zumindest einen akustischen Wellenresonator zwei akustische Wellenresonatoren (R11, R12, R21, R22) umfasst, die in Serie geschaltet sind.

4. Bandpassfilter nach Anspruch 1, wobei
der Resonanzkreisabschnitt (22) zusätzlich zumindest eine Induktivität (L2) umfasst, die parallel zu dem zumindest einen akustischen Wellenresonator (R2) geschaltet ist, und
der Resonanzkreisabschnitt (22), als die zumindest eine Antiresonanzfrequenz, eine Antiresonanzfrequenz, die niedriger als die untere Bandgrenzfrequenz ist und eine Antiresonanzfrequenz hat, die höher ist als die obere Bandgrenzfrequenz.

5. Bandpassfilter nach Anspruch 4, wobei der Resonanzkreisabschnitt (222), als den zumindest einen akustischen Wellenresonator, zwei akustische Wellenresonatoren (R21, R22) umfasst, die in Serie geschaltet sind, und die zumindest eine Induktivität zwei Induktivitäten (L24, L25) umfasst, die entsprechend parallel geschaltet sind zu den zwei akustischen Wellenresonatoren (R21, R22).

6. Bandpassfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der LC-Resonanzkreis (11, 21) ein LC-Parallelschwingkreis (11, 21) ist, der eine Resonanzfrequenz außerhalb des Durchlassbandes hat.

7. Abzweigfilter, aufweisend:
einen gemeinsamen Anschluss (2);
einen ersten Signalanschluss (3);
einen zweiten Signalanschluss (4);
ein erstes Filter (10), das zwischen dem gemeinsamen Anschluss (2) und dem ersten Signalanschluss (3) angeordnet ist und ausgebildet ist, selektiv ein Signal einer Frequenz innerhalb eines ersten Durchlassbandes durchzulassen und
ein zweites Filter (20), das zwischen dem gemeinsamen Anschluss (2) und dem zweiten Signalanschluss (4) angeordnet ist und ausgebildet ist, selektiv ein Signal einer Frequenz innerhalb eines zweiten Durchlassbandes oberhalb des ersten Durchlassbandes durchzulassen, dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Filter (10) ein erstes Bandpassfilter (10) ist;
das erste Durchlassband ein Frequenzband ist, das nicht unterhalb einer ersten unteren Bandgrenzfrequenz und nicht oberhalb einer oberen Bandgrenzfrequenz liegt;
das erste Bandpassfilter (10) umfasst einen ersten LC-Resonanzkreis (11) und einen ersten Resonanzkreisabschnitt (12), die in Serie in dieser Reihenfolge von der gemeinsamen Anschlussseite her angeordnet sind;
der erste Resonanzkreisabschnitt (12) umfasst zumindest einen akustischen Wellenresonator (R), der in einem Pfad, der vom ersten LC-Resonanzkreis (11) zu dem ersten Signalanschluss (3) führt, angeordnet ist; und
der erste Resonanzkreisabschnitt (12) hat eine Resonanzfrequenz innerhalb des ersten Durchlassbandes und zumindest eine Antiresonanzfrequenz, die höher ist als die erste obere Bandgrenzfrequenz.

8. Abzweigfilter nach Anspruch 7, wobei der erste Resonanzkreisabschnitt (212), als den zumindest einen akustischen Wellenresonator, zwei akustische Wellenresonatoren (R11, R12) umfasst, die in Serie geschaltet sind.

9. Abzweigfilter nach Anspruch 7 oder 8, wobei der erste LC-Resonanzkreis (11) ein erster LC-Parallelschwingkreis (11) ist, der eine Resonanzfrequenz hat, die höher ist als die erste obere Bandgrenzfrequenz.

10. Abzweigfilter, aufweisend:
einen gemeinsamen Anschluss (2);
einen ersten Signalanschluss (3);
einen zweiten Signalanschluss (4);
ein erstes Filter (10), das zwischen dem gemeinsamen Anschluss (2) und dem ersten Signalanschluss (3) angeordnet ist und ausgebildet ist, selektiv ein Signal einer Frequenz innerhalb eines ersten Durchlassbandes durchzulassen; und
ein zweites Filter (20), das zwischen dem gemeinsamen Anschluss (2) und dem zweiten Signalanschluss (4) angeordnet ist und ausgebildet ist, selektiv ein Signal einer Frequenz innerhalb eines zweiten Durchlassbandes oberhalb des ersten Durchlassbandes durchzulassen, dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Filter (20) ein zweites Bandpassfilter (20) ist;
das zweite Durchlassband ein Frequenzband ist, das nicht unterhalb einer zweiten unteren Bandgrenzfrequenz und nicht oberhalb einer zweiten oberen Bandgrenzfrequenz liegt;
das zweite Bandpassfilter (20) umfasst einen zweiten LC-Resonanzkreis (21) und einen zweiten Resonanzkreisabschnitt (22) zwischen dem gemeinsamen Anschluss (2) und dem zweiten Signalanschluss (4), wobei der zweite LC-Resonanzkreis (21) und der zweite Resonanzkreisabschnitt (22) in Serie in dieser Reihenfolge von der gemeinsamen Anschlussseite her angeordnet sind;
der zweite Resonanzkreisabschnitt (22) umfasst zumindest einen akustischen Wellenresonator (R), der in einem Pfad angeordnet ist, der vom zweiten LC-Resonanzkreis (21) zu dem zweiten Signalanschluss (4) führt, und zumindest eine Induktivität (L2), die parallel zu dem zumindest einen akustischen Wellenresonator (R2) angeordnet ist, und
der zweite Resonanzkreisabschnitt (22) hat eine Resonanzfrequenz innerhalb des zweiten Durchlassbandes, eine Antiresonanzfrequenz, die niedriger ist als die zweite untere Bandgrenzfrequenz, und eine Antiresonanzfrequenz, die höher ist als die zweite obere Bandgrenzfrequenz.

11. Abzweigfilter nach Anspruch 10, wobei der zweite Resonanzkreisabschnitt (222), als den zumindest einen akustischen Wellenresonator, zwei akustische Wellenresonatoren (R21, R22), die in Serie geschaltet sind, und, als die zumindest eine Induktivität, zwei Induktivitäten (L24, L25) umfasst, die entsprechend zu den zwei akustischen Wellenresonatoren parallel (R21, R22) geschaltet sind.

12. Abzweigfilter nach Anspruch 10 oder 11, wobei der zweite LC-Resonanzkreis (21) ein zweiter LC-Parallelschwingkreis (21) ist, der eine Resonanzfrequenz hat, die niedriger ist als die zweite untere Bandgrenzfrequenz.

13. Abzweigfilter, aufweisend:
einen gemeinsamen Anschluss (2);
einen ersten Signalanschluss (3);
einen zweiten Signalanschluss (4);
ein erstes Filter (10), das zwischen dem gemeinsamen Anschluss (2) und dem ersten Signalanschluss (3) angeordnet ist und ausgebildet ist, selektiv ein Signal einer Frequenz innerhalb eines ersten Durchlassbandes durchzulassen; und
ein zweites Filter (20), das zwischen dem gemeinsamen Anschluss (2) und dem zweiten Signalanschluss (4) angeordnet ist und ausgebildet ist, selektiv ein Signal einer Frequenz innerhalb eines zweiten Durchlassbandes oberhalb des ersten Durchlassbandes durchzulassen, dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Filter (10) ein erstes Bandpassfilter (10) ist;
das erste Durchlassband ein Frequenzband ist, das nicht unterhalb einer ersten unteren Bandgrenzfrequenz und nicht oberhalb einer oberen Bandgrenzfrequenz liegt;
das erste Bandpassfilter (10) einen ersten LC-Resonanzkreis (11) und einen ersten Resonanzkreisabschnitt (12) umfasst, wobei der erste LC-Resonanzkreis (11) und der erste Resonanzkreisabschnitt (12) in Serie in dieser Reihenfolge von der gemeinsamen Anschlussseite her angeordnet sind;
der erste Resonanzkreisabschnitt (12) zumindest einen akustischen Wellenresonator (R) umfasst, der in einem Pfad angeordnet ist, der vom ersten LC-Resonanzkreis (11) zu dem ersten Signalanschluss (3) führt; und
der erste Resonanzkreisabschnitt (12) eine Resonanzfrequenz innerhalb des ersten Durchlassbandes und zumindest eine Antiresonanzfrequenz hat, die höher ist als die erste obere Bandgrenzfrequenz.
das zweite Filter (20) ein zweites Bandpassfilter (20) ist;
das zweite Durchlassband ein Frequenzband ist, das nicht unterhalb einer zweiten unteren Bandgrenzfrequenz und nicht oberhalb einer zweiten oberen Bandgrenzfrequenz liegt;
das zweite Bandpassfilter (20) umfasst einen zweiten LC-Resonanzkreis (21) und
einen zweiten Resonanzkreisabschnitt (22), wobei der erste LC-Resonanzkreis (21) und der zweite Resonanzkreisabschnitt (22) in Serie in dieser Reihenfolge von der gemeinsamen Anschlussseite her angeordnet sind;
der zweite Resonanzkreisabschnitt (22) zumindest einen zweiten akustischen Wellenresonator (R), der in einem Pfad angeordnet ist, der vom zweiten LC-Resonanzkreis (21) zu dem zweiten Signalanschluss (4) führt, und zumindest eine Induktivität (L2) umfasst, die parallel zu dem zumindest einen zweiten akustischen Wellenresonator (R2) angeordnet ist, und
der zweite Resonanzkreisabschnitt (22) eine Resonanzfrequenz innerhalb des zweiten Durchlassbandes, eine Antiresonanzfrequenz, die niedriger ist als die zweite untere Bandgrenzfrequenz und eine Antiresonanzfrequenz hat, die höher ist als die zweite obere Bandgrenzfrequenz.

14. Abzweigfilter nach Anspruch 13, wobei
der erste Resonanzkreisabschnitt (212), als den zumindest einen ersten akustischen Wellenresonator, zwei erste akustische Wellenresonatoren (R11, R12), die in Serie geschaltet sind, und
der zweite Resonanzkreisabschnitt (222), als den zumindest einen zweiten akustischen Wellenresonator, zwei zweite akustische Wellenresonatoren (R21, R22), die in Serie geschaltet sind, und, als die zumindest eine Induktivität, zwei Induktivitäten (L24, L25) umfasst, die entsprechend zu den zwei zweiten akustischen Wellenresonatoren parallel (R21, R22) geschaltet sind.

15. Abzweigfilter nach Anspruch 13 oder 14, wobei
der erste LC-Resonanzkreis (11) ein erster LC-Parallelschwingkreis (11) ist, der eine Resonanzfrequenz hat, die höher ist als die erste obere Bandgrenzfrequenz, und
der zweite LC-Resonanzkreis (21) ein zweiter LC-Parallelschwingkreis (21) ist, der eine Resonanzfrequenz hat, die niedriger ist als die zweite untere Bandgrenzfrequenz.

Description:
HINTERGRUND DER ERFINDUNG1. Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bandpassfilter und ein Abzweigfilter, das das Bandpassfilter umfasst.

2. Beschreibung der verwandten Technik

Mobile Kommunikationssysteme gemäß dem LTE-Standard wurden in den letzten Jahren in der Praxis eingesetzt und ferner wird der praktische Einsatz von Mobilkommunikationssystemen gemäß dem LTE-Advanced Standard, bei dem es sich um eine Weiterentwicklung des LTE Standards handelt, untersucht. „Carrier Aggregation” (CA) ist eine Schlüsseltechnologie des LTE-Advanced Standards. Carrier Aggregation setzt mehrere Kanäle, die als „component carriers” (Deutsch auch: „Einzelkanal”) bezeichnet werden, gleichzeitig ein, um eine Breitbandübertragung zu ermöglichen.

Eine Mobilkommunikationsvorrichtung, die gemäß CA betrieben werden kann, nutzt gleichzeitig mehrere Frequenzbänder. Dementsprechend erfordert eine solche Mobilkommunikationsvorrichtung ein Abzweigfilter, welcher in der Lage ist, eine Vielzahl von Signalen in einer Vielzahl von Frequenzbändern gleichzeitig voneinander zu trennen. Ein Abzweigfilter zur gegenseitigen Trennung eines ersten Signals mit einer Frequenz innerhalb eines ersten Frequenzbandes und eines Signals mit einer Frequenz innerhalb eines zweiten Frequenzbandes, das oberhalb des ersten Frequenzbandes liegt, umfasst typischerweise einen gemeinsamen Anschluss, einen ersten Signalanschluss, einen zweiten Signalanschluss, ein erstes Filter, das in einem ersten Signalpfad angeordnet ist, der von dem gemeinsamen Anschluss zu dem ersten Signalanschluss führt, und ein zweites Filter, das in einem zweiten Signalpfad angeordnet ist, der von dem gemeinsamen Anschluss zu dem zweiten Signalanschluss führt. Beispiele des ersten Filters umfassen ein Tiefpassfilter und ein Bandpassfilter und Beispiele des zweiten Filters umfassen ein Hochpassfilter und ein Bandpassfilter.

Ein Abzweigfilter, das ein Bandpassfilter als das erste oder zweite Filter nutzt, hat einen Vorteil in seiner Eigenschaft, die Dämpfung außerhalb des ersten Frequenzbandes in dem ersten Signalpfad zu erhöhen und die Dämpfung außerhalb des zweiten Frequenzbandes in dem zweiten Signalpfad zu erhöhen.

Zu bekannten Bandpassfiltern gehören LC-Filter unter Verwendung von Induktivität und Kapazitäten und akustische Wellenfilter unter Verwendung von akustischen Wellenresonatoren. Die akustischen Wellenresonatoren sind Resonatoren unter Verwendung akustischer Wellenelemente. Die akustischen Wellenelemente sind Elemente, die akustische Wellen nutzen. Die akustischen Wellenelemente umfassen akustische Oberflächenwellenelemente, die akustische Oberflächenwellen nutzen, und akustische Volumenwellenelemente, die akustische Volumenwellen nutzen.

JP-2010-141859A offenbart ein Abzweigfilter (diplexer), das zwei Bandpassfilter umfasst, die jeweils aus einem LC-Filter gebildet sind.

JP-2015-115866A offenbart ein Abzweigfilter, das zwei Bandfilter umfasst, die jeweils aus einem akustischen Wellenfilter gebildet sind.

Mobilkommunikationsvorrichtungen können ein Abzweigfilter zum Trennen von zwei Signalen in zwei gegenseitig relativ nah aneinander liegenden Frequenzbändern erfordern. Ein solches Abzweigfilter erfordert ein Filter mit einer Einfügungsverlustcharakteristik, die sich in einem Frequenzbereich in der Nähe der Grenzfrequenz abrupt ändert.

Für LC-Filter ist es typischerweise schwierig eine Einfügungsverlustcharakteristik zu erreichen, die sich in einem Frequenzbereich nahe der Grenzfrequenz abrupt ändert.

Auf der anderen Seite sind akustische Wellenfilter, obgleich sie geeignet sind, eine Einfügungsverlustcharakteristik zu erzielen, die sich in einem Frequenzbereich nahe der Grenzfrequenz abrupt verändert, nicht dazu geeignet, ein breites Durchlassband bereitzustellen.

Daher war es auf herkömmliche Art und Weise schwierig, ein Abzweigfilter bereitzustellen, das geeignet ist, zwei Signale in zwei gegenseitig relativ nahen Frequenzbändern voneinander zu trennen und ein Bandpassfilter, das für solch ein Abzweigfilter geeignet ist, bereitzustellen.

AUFGABE UND DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Bandpassfilter bereitzustellen, das eine Einfügungsverlustcharakteristik aufweist, die sich in einem Frequenzbereich nahe der Grenzfrequenz abrupt verändert.

Eine zweite Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Abzweigfilter bereitzustellen, das geeignet ist, zwei Signale in zwei gegenseitig relativ nahen Frequenzbändern voneinander zu trennen. Ein Bandpassfilter der vorliegenden Erfindung ist ausgebildet, selektiv ein Signal einer Frequenz innerhalb eines Durchlassbandes durchzulassen, dessen Frequenz nicht kleiner als eine untere Bandgrenzfrequenz und nicht höher als eine obere Bandgrenzfrequenz ist.

Das Bandpassfilter der vorliegenden Erfindung umfasst: einen ersten Anschluss, einen zweiten Anschluss und einen LC-Resonanzkreis und einen Resonanzkreisabschnitt, die in Serie zwischen dem ersten Anschluss und dem zweiten Anschluss angeordnet sind.

Der Resonanzkreisabschnitt umfasst zumindest einen akustischen Wellenresonator, der in einem Pfad, der vom ersten Anschluss zu dem zweiten Anschluss führt, angeordnet ist.

Der Resonanzkreisabschnitt hat eine Resonanzfrequenz und zumindest eine Antiresonanzfrequenz. Die Resonanzfrequenz liegt innerhalb des Durchlassbandes. Die zumindest eine Antiresonanzfrequenz liegt außerhalb des Durchlassbandes.

In dem Bandpassfilter der vorliegenden Erfindung kann die zumindest eine Antiresonanzfrequenz höher sein als die obere Bandgrenzfrequenz. In diesem Fall kann der Resonanzkreisabschnitt als den zumindest einen akustischen Wellenresonator zwei akustische Wellenresonatoren umfassen, die in Serie geschaltet sind.

In dem Bandpassfilter der vorliegenden Erfindung, kann der Resonanzkreisabschnitt ferner zumindest eine Induktivität umfassen, die parallel zu dem zumindest einen akustischen Wellenresonator geschaltet ist. Der Resonanzkreisabschnitt kann als die zumindest eine Antiresonanzfrequenz eine Antiresonanzfrequenz, die niedriger als die untere Bandgrenzfrequenz ist und eine Antiresonanzfrequenz haben, die höher ist als die obere Bandgrenzfrequenz. Der Resonanzkreisabschnitt kann in diesem Fall, als den zumindest einen akustischen Wellenresonator, zwei akustische Wellenresonatoren umfassen, die in Serie geschaltet sind, und als die zumindest eine Induktivität zwei Induktivitäten umfassen, die entsprechend parallel geschaltet sind zu den zwei akustischen Wellenresonatoren.

In dem Bandpassfilter der vorliegenden Erfindung kann der LC-Resonanzkreis ein LC-Parallelschwingkreis sein, der eine Resonanzfrequenz außerhalb des Durchlassbandes hat.

Ein Abzweigfilter gemäß einem ersten bis dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst einen gemeinsamen Anschluss, einen ersten Signalanschluss, einen zweiten Signalanschluss, ein erstes Filter und ein zweites Filter. Das erste Filter ist zwischen dem gemeinsamen Anschluss und dem ersten Signalanschluss angeordnet und ausgebildet, selektiv ein Signal einer Frequenz innerhalb eines ersten Durchlassbandes durchzulassen. Das zweite Filter ist zwischen dem gemeinsamen Anschluss und dem zweiten Signalanschluss angeordnet und ausgebildet, selektiv ein Signal einer Frequenz innerhalb eines zweiten Durchlassbandes oberhalb des ersten Durchlassbandes durchzulassen. In dem Abzweigfilter gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das erste Filter ein erstes Bandpassfilter. Das erste Durchlassband ist ein Frequenzband, das nicht unterhalb einer ersten unteren Bandgrenzfrequenz und nicht oberhalb einer oberen Bandgrenzfrequenz liegt. Das erste Bandpassfilter umfasst einen ersten LC-Resonanzkreis und einen ersten Resonanzkreisabschnitt zwischen dem gemeinsamen Anschluss und dem ersten Signalanschluss, wobei der erste LC-Resonanzkreis und der erste Resonanzkreisabschnitt in Serie in dieser Reihenfolge von der gemeinsamen Anschlussseite her angeordnet sind. Der erste Resonanzkreisabschnitt umfasst zumindest einen akustischen Wellenresonator, der in einem Pfad, der vom ersten LC-Resonanzkreis zu dem ersten Signalanschluss führt, angeordnet ist. Der erste Resonanzkreisabschnitt hat eine Resonanzfrequenz innerhalb des ersten Durchlassbandes und zumindest eine Antiresonanzfrequenz, die höher ist als die erste obere Bandgrenzfrequenz.

In dem Abzweigfilter gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann der erste Resonanzkreisabschnitt, als den zumindest einen akustischen Wellenresonator, zwei akustische Wellenresonatoren umfassen, die in Serie geschaltet sind.

In dem Abzweigfilter gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann der erste LC-Resonanzkreis ein erster LC-Parallelschwingkreis sein, der eine Resonanzfrequenz hat, die höher ist als die erste obere Bandgrenzfrequenz.

In dem Abzweigfilter gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das zweite Filter ein zweites Bandpassfilter. Das zweite Durchlassband ist ein Frequenzband, das nicht unterhalb einer zweiten unteren Bandgrenzfrequenz und nicht oberhalb einer zweiten oberen Bandgrenzfrequenz liegt. Das zweite Bandpassfilter umfasst einen zweiten LC-Resonanzkreis und einen zweiten Resonanzkreisabschnitt zwischen dem gemeinsamen Anschluss und dem zweiten Signalanschluss, der erste LC-Resonanzkreis und der zweite Resonanzkreisabschnitt sind in Serie in dieser Reihenfolge von der gemeinsamen Anschlussseite her angeordnet. Der zweite Resonanzkreisabschnitt umfasst zumindest einen akustischen Wellenresonator, der in einem Pfad, der vom zweiten LC-Resonanzkreis zu dem zweiten Signalanschluss führt, und zumindest eine Induktivität, die parallel zu dem zumindest einen akustischen Wellenresonator angeordnet sind. Der zweite Resonanzkreisabschnitt hat eine Resonanzfrequenz innerhalb des zweiten Durchlassbandes, eine Antiresonanzfrequenz, die niedriger ist als die zweite untere Bandgrenzfrequenz, und eine Antiresonanzfrequenz, die höher ist als die zweite obere Bandgrenzfrequenz.

In dem Abzweigfilter gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung, kann der der zweite Resonanzkreisabschnitt, als den zumindest einen akustischen Wellenresonator, zwei akustische Wellenresonatoren, die in Serie geschaltet sind, und, als die zumindest eine Induktivität, zwei Induktivitäten umfassen, die entsprechend zu den zwei akustischen Wellenresonatoren parallel geschaltet sind.

In dem Abzweigfilter gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann der zweite LC-Resonanzkreis ein zweiter LC-Parallelschwingkreis sein, der eine Resonanzfrequenz hat, die niedriger ist als die zweite untere Bandgrenzfrequenz.

In einem Abzweigfilter gemäß dem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das erste Filter ein erstes Bandpassfilter. Das erste Durchlassband ist ein Frequenzband, das nicht unterhalb einer ersten unteren Bandgrenzfrequenz und nicht oberhalb einer oberen Bandgrenzfrequenz liegt. Das erste Bandpassfilter umfasst einen ersten LC-Resonanzkreis und einen ersten Resonanzkreisabschnitt zwischen dem gemeinsamen Anschluss und dem ersten Signalanschluss, wobei der erste LC-Resonanzkreis und der erste Resonanzkreisabschnitt in Serie in dieser Reihenfolge von der gemeinsamen Anschlussseite her angeordnet sind. Der erste Resonanzkreisabschnitt umfasst zumindest einen ersten akustischen Wellenresonator, der in einem Pfad angeordnet ist, der vom ersten LC-Resonanzkreis zu dem ersten Signalanschluss führt. Der erste Resonanzkreisabschnitt hat eine Resonanzfrequenz innerhalb des ersten Durchlassbandes und zumindest eine Antiresonanzfrequenz, die höher ist als die erste obere Bandgrenzfrequenz.

In dem Abzweigfilter gemäß dem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das zweite Filter ein zweites Bandpassfilter. Das zweite Durchlassband ist ein Frequenzband, das nicht unterhalb einer zweiten unteren Bandgrenzfrequenz und nicht oberhalb einer zweiten oberen Bandgrenzfrequenz liegt. Das zweite Bandpassfilter umfasst einen zweiten LC-Resonanzkreis und einen zweiten Resonanzkreisabschnitt zwischen dem gemeinsamen Anschluss und dem zweiten Signalanschluss, wobei der zweite LC-Resonanzkreis und der zweite Resonanzkreisabschnitt in Serie in dieser Reihenfolge von der gemeinsamen Anschlussseite her angeordnet sind. Der zweite Resonanzkreisabschnitt umfasst zumindest einen zweiten akustischen Wellenresonator, der in einem Pfad angeordnet ist, der vom zweiten LC-Resonanzkreis zu dem zweiten Signalanschluss führt und zumindest eine Induktivität, die parallel zu dem zumindest einen zweiten akustischen Wellenresonator angeordnet ist. Der zweite Resonanzkreisabschnitt hat eine Resonanzfrequenz innerhalb des zweiten Durchlassbandes, eine Antiresonanzfrequenz, die niedriger ist als die untere Bandgrenzfrequenz und eine Antiresonanzfrequenz, die höher ist als die obere Bandgrenzfrequenz.

In dem Abzweigfilter gemäß dem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann der erste Resonanzkreisabschnitt als den zumindest einen ersten akustischen Wellenresonator zwei erste akustische Wellenresonatoren, die in Serie geschaltet sind, und der zweite Resonanzkreisabschnitt kann als den zumindest einen zweiten akustischen Wellenresonator zwei zweite akustische Wellenresonatoren, die in Serie geschaltet sind, und kann als die zumindest eine Induktivität zwei Induktivitäten umfassen, die entsprechend zu den zwei zweiten akustischen Wellenresonatoren parallel geschaltet sind. In dem Abzweigfilter gemäß dem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann der erste LC-Resonanzkreis ein erster LC-Parallelschwingkreis sein, der eine Resonanzfrequenz hat, die höher ist als die erste obere Bandgrenzfrequenz, und der zweite LC-Resonanzkreis kann ein zweiter LC-Parallelschwingkreis sein, der eine Resonanzfrequenz hat, die niedriger ist als die zweite untere Bandgrenzfrequenz.

Das Bandpassfilter der vorliegenden Erfindung umfasst einen Resonanzkreisabschnitt, der zumindest einen akustischen Wellenresonator umfasst. Die Resonanzfrequenz des Resonanzkreisabschnittes liegt innerhalb des Durchlassbandes und die zumindest eine Antiresonanzfrequenz liegt außerhalb des Durchlassbandes. Aufgrund dieser Anordnung stellt das Bandpassfilter der vorliegenden Erfindung eine Einfügungsverlustcharakteristik bereit, die sich in einem Frequenzbereich in der Nähe der unteren oder oberen Bandgrenzfrequenz abrupt ändert.

In dem Abzweigfilter gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung korrespondiert das erste Bandpassfilter oder das erste Filter zu dem Bandpassfilter der vorliegenden Erfindung. Das Abzweigfilter gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung befähigt das erste Bandpassfilter, eine Einfügungsverlustcharakteristik bereitzustellen, die sich in einem Frequenzbereich in der Nähe der ersten oberen Bandgrenzfrequenz abrupt ändert.

In dem Abzweigfilter gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung korrespondiert das zweite Bandpassfilter oder das zweite Filter zu dem Bandpassfilter der vorliegenden Erfindung. Das Abzweigfilter gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung befähigt das zweite Bandpassfilter, eine Einfügungsverlustcharakteristik bereitzustellen, die sich in einem Frequenzbereich in der Nähe der zweiten unteren Bandgrenzfrequenz abrupt ändert.

In dem Abzweigfilter gemäß dem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung korrespondieren beide, das erste Bandpassfilter oder das erste Filter, und, das zweite Bandpassfilter oder das zweite Filter, zu dem Bandpassfilter der vorliegenden Erfindung. Das Abzweigfilter gemäß dem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung befähigt das erste Bandpassfilter, eine Einfügungsverlustcharakteristik bereitzustellen, die sich in einem Frequenzbereich in der Nähe der ersten oberen Bandgrenzfrequenz abrupt ändert und befähigt das zweite Bandpassfilter, eine Einfügungsverlustcharakteristik bereitzustellen, die sich in einem Frequenzbereich in der Nähe der zweiten unteren Bandgrenzfrequenz abrupt ändert

Somit stellen der erste bis dritte Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Abzweigfilter bereit, das geeignet ist, zwei Signale in zwei gegenseitig relativ nahen Frequenzbändern voneinander zu trennen.

Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung besser ersichtlich.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist ein Schaltdiagramm, das die Konfiguration eines Abzweigfilters gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.

2 ist eine perspektivische Ansicht, die ein Beispiel für die externe Erscheinung des Abzweigfilters gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.

3 ist ein charakteristisches Diagramm, das ein Beispiel für Eigenschaften des Abzweigfilters gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.

4 ist ein charakteristisches Diagramm, das eine vergrößerte Ansicht eines Teils der in 3 gezeigten Eigenschaften bereitstellt.

5 ist ein erklärendes Diagramm, das eine Impedanzcharakteristik eines ersten akustischen Wellenresonators des in 1 gezeigten Abzweigfilters veranschaulicht.

6 ist ein charakteristisches Diagramm, das die Eigenschaft des ersten akustischen Wellenresonators des in 1 gezeigten Abzweigfilters zeigt.

7 ist ein Schaltbild, das einen äquivalenten Schaltkreis eines zweiten Resonanzkreisabschnitts des in 1 gezeigten Abzweigfilters zeigt.

8 ist ein erklärendes Diagramm, das eine Impedanzcharakteristik eines zweiten Resonanzkreisabschnitts des in 1 gezeigten Abzweigfilters veranschaulicht.

9 ist ein charakteristisches Diagramm, das die Eigenschaft des zweiten Resonanzkreises des in 1 gezeigten Abzweigfilters veranschaulicht.

10 ist ein Schaltbild, das die Konfiguration eines Abzweigfilters gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.

11 ist ein charakteristisches Diagramm, dass ein Beispiel für Eigenschaften des Abzweigfilters gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung veranschaulich.

12 ist ein Schaltbild, das die Konfiguration eines Abzweigfilters gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.

13 ist ein charakteristisches Diagramm, das ein Beispiel für Eigenschaften des Abzweigfilters gemäß der dritten Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.

14 ist ein charakteristisches Diagramm, das eine vergrößerte Ansicht eines Teils der in 13 gezeigten Eigenschaften bereitstellt.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN[Erste Ausführungsform]

Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Zuerst wird die Konfiguration eines Abzweigfilters gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf 1 dargestellt. Das Abzweigfilter 1 gemäß der ersten Ausführungsform beinhaltet einen gemeinsamen Anschluss 2, einen ersten Signalanschluss 3, einen zweiten Signalanschluss 4, ein erstes Filter 10 und ein zweites Filter 20. Das erste Filter 10 ist zwischen dem gemeinsamen Anschluss 2 und dem ersten Signalanschluss 3 angeordnet und ausgebildet, selektiv ein Signal einer Frequenz innerhalb eines ersten Durchlassbandes durchzulassen. Das zweite Filter 20 ist zwischen dem gemeinsamen Anschluss 2 und dem zweiten Signalanschluss 4 angeordnet und ausgebildet, selektiv ein Signal einer Frequenz innerhalb eines zweiten Durchlassbandes oberhalb des ersten Durchlassband durchzulassen. Bei der ersten Ausführungsform ist das erste Filter 10 insbesondere ein erstes Bandpassfilter und ist das zweite Filter 20 insbesondere ein zweites Bandpassfilter. Nachfolgend wird das erste Filter 10 auch als das erste Bandpassfilter 10 bezeichnet und wird das zweite Filter 20 auch als das zweite Bandpassfilter 20 bezeichnet. Das erste Durchlassband und das zweite Durchlassband werden mm unter Bezugnahme auf 3 und 4 beschrieben. 3 ist ein charakteristisches Diagramm, das ein Beispiel für Eigenschaften des Abzweigfilters 1 veranschaulicht. 4 ist ein charakteristisches Diagramm, das eine vergrößerte Ansicht eines Teils der in 3 gezeigten Eigenschaften bereitstellt. In 3 und 4 repräsentiert die horizontale Achse eine Frequenz und repräsentiert die vertikale Achse eine Dämpfung. In 3 und 4 zeigt die Kurve 51 die Einfügungsverlustcharakteristik des ersten Bandpassfilters 10 und zeigt die Kurve 52 die Einfügungsverlustcharakteristik des zweiten Bandpassfilters 20. Die in 3 und 4 gezeigten Eigenschaften wurden durch eine Simulation bestimmt. In 3 und 4 repräsentiert das Symbol PB1 das erste Durchlassband und repräsentiert das Symbol PB2 das zweite Durchlassband. Das erste Durchlassband PB1 ist ein Frequenzband, das nicht tiefer als eine erste untere Bandgrenzfrequenz f1L und nicht oberhalb des ersten oberen Bandgrenzfrequenz f1H liegt. Die erste untere Bandgrenzfrequenz f1L und die erste obere Bandgrenzfrequenz f1H sind zwei Frequenzen, bei denen die Einfügungsverlustcharakteristik des ersten Bandpassfilters 10 eine Zunahme einer Dämpfung um 3 dB im Vergleich zu dem Minimalwert der Dämpfung zeigt. Die erste obere Bandgrenzfrequenz f1H liegt oberhalb der ersten unteren Bandgrenzfrequenz f1L. Das zweite Durchlassband PB2 ist ein Frequenzband, das nicht tiefer als eine zweite untere Bandgrenzfrequenz f2L und nicht oberhalb einer zweiten oberen Bandgrenzfrequenz f2H liegt. Die zweite untere Bandgrenzfrequenz f2L und die zweite obere Bandgrenzfrequenz f2H sind zwei Frequenzen, bei denen die Einfügungsverlustcharakteristik des zweiten Bandpassfilters 20 eine Zunahme einer Dämpfung um 3 dB im Vergleich zu dem Minimalwert der Dämpfung zeigt. Die zweite obere Bandgrenzfrequenz f2H liegt oberhalb der zweiten unteren Bandgrenzfrequenz f2L. Die zweite untere Bandgrenzfrequenz f2L liegt oberhalb der ersten oberen Bandgrenzfrequenz f1H. Nun werden die Konfigurationen des ersten und zweiten Bandpassfilters 10 und 20 ausführlich unter Bezugnahme auf 1 beschrieben. Das erste Bandpassfilter 10 beinhaltet einen ersten Anschluss P11 und einen zweiten Anschluss P12. Der erste Anschluss P11 ist mit dem gemeinsamen Anschluss 2 verbunden. Der zweite Anschluss P12 ist mit dem ersten Signalanschluss 3 verbunden. Das erste Bandpassfilter 10 beinhaltet ferner einen ersten LC-Resonanzkreis 11 und einen ersten Resonanzkreisabschnitt 12, die in Reihenschaltung zwischen dem ersten Anschluss P11 und dem zweiten Anschluss P12 angeordnet sind. Genauer gesagt sind der erste LC-Resonanzkreis 11 und der erste Resonanzkreisabschnitt 12 zwischen dem ersten Anschluss P11 und dem zweiten Anschluss P12 von der Seite des ersten Anschlusses P11 aus in Reihenschaltung in dieser Reihenfolge angeordnet. Dementsprechend kann auch gesagt werden, dass der erste LC-Resonanzkreis 11 und der erste Resonanzkreisabschnitt 12 zwischen dem gemeinsamen Anschluss 2 und dem ersten Signalanschluss 3 angeordnet sind und von der Seite des gemeinsamen Anschlusses 2 aus in Reihenschaltung in dieser Reihenfolge angeordnet sind. Der erste LC-Resonanzkreis 11 ist ein Resonanzkreis, der unter Verwendung einer Induktivität und eines Kondensators gebildet ist. Bei der ersten Ausführungsform ist der erste LC-Resonanzkreis 11 insbesondere ein erster LC-Parallelresonanzkreis einschließlich einer Induktivität L11 und eines Kondensators C11, die in Parallelschaltung zwischen dem ersten Anschluss P11 und dem zweiten Anschluss P12, das heißt zwischen dem gemeinsamen Anschluss 2 und dem ersten Signalanschluss 3, angeordnet sind. Der erste Resonanzkreisabschnitt 12 beinhaltet wenigstens einen ersten akustischen Wellenresonator, der in einem Pfad angeordnet ist, der von dem ersten Anschluss P11 zu dem zweiten Anschluss P12 führt. Genauer gesagt ist der wenigstens eine erste akustische Wellenresonator in einem Pfad angeordnet, der von dem ersten LC-Resonanzkreis 11 zu dem zweiten Anschluss P12 führt, das heißt in einem Pfad, der von dem ersten LC-Resonanzkreis 11 zu dem ersten Signalanschluss 3 führt. Bei der ersten Ausführungsform ist der erste Resonanzkreisabschnitt 12 insbesondere aus einem ersten akustischen Wellenresonator R1 gebildet. Der erste akustische Wellenresonator R1 ist ein Resonator, der unter Verwendung eines akustischen Wellenelements gebildet ist. Das akustische Wellenelement ist ein Element, das akustische Wellen verwendet. Das akustische Wellenelement, das zum Bilden des ersten akustischen Wellenresonators R1 verwendet wird, kann ein akustisches Oberflächenwellenelement, das akustische Oberflächenwellen verwendet, oder ein akustisches Volumenwellenelement, das akustische Volumenwellen verwendet, sein. Das akustische Oberflächenwellenelement verwendet akustische Oberflächenwellen, d. h. akustische Wellen, die über die Oberfläche eines piezoelektrischen Materials propagieren, wobei das akustische Volumenwellenelement akustische Volumenwellen verwendet, d. h. akustische Wellen, die intern durch ein piezoelektrisches Material propagieren. Das erste Bandpassfilter 10 beinhaltet ferner Induktivitäten L12 und L13 und Kondensatoren C12, C13 und C14. Die Induktivität L12 ist zwischen dem ersten Anschluss P11 und dem ersten LC-Resonanzkreis 11 angeordnet. Der Kondensator C12 ist zwischen der Masse und dem Verbindungspunkt zwischen der Induktivität L12 und dem ersten LC-Resonanzkreis 11 angeordnet. Der Kondensator C13 ist zwischen dem ersten LC-Resonanzkreis 11 und dem ersten akustischen Wellenresonator R1 angeordnet. Ein Ende der Induktivität L13 ist mit dem Verbindungspunkt zwischen dem Kondensator C13 und dem ersten akustischen Wellenresonator R1 verbunden. Ein Ende des Kondensators C14 ist mit dem anderen Ende der Induktivität 13 verbunden. Das andere Ende des Kondensators C14 ist mit der Masse verbunden. Das zweite Bandpassfilter 20 beinhaltet einen ersten Anschluss P21 und einen zweiten Anschluss P22. Der erste Anschluss P21 ist mit dem gemeinsamen Anschluss 2 verbunden. Der zweite Anschluss P22 ist mit dem zweiten Signalanschluss 4 verbunden. Das zweite Bandpassfilter 20 beinhaltet ferner einen zweiten LC-Resonanzkreis 21 und einen zweiten Resonanzkreisabschnitt 22, die in Reihenschaltung zwischen dem ersten Anschluss P21 und dem zweiten Anschluss P22 angeordnet sind. Genauer gesagt sind der zweite LC-Resonanzkreis 21 und der zweite Resonanzkreisabschnitt 22 zwischen dem ersten Anschluss P21 und dem zweiten Anschluss P22 von der Seite des ersten Anschlusses P21 aus in Reihenschaltung in dieser Reihenfolge angeordnet. Dementsprechend kann auch gesagt werden, dass der zweite LC-Resonanzkreis 21 und der zweite Resonanzkreisabschnitt 22 zwischen dem gemeinsamen Anschluss 2 und dem zweiten Signalanschluss 4 angeordnet sind und von der Seite des gemeinsamen Anschlusses 2 aus in Reihenschaltung in dieser Reihenfolge angeordnet sind. Der zweite LC-Resonanzkreis 21 ist ein Resonanzkreis, der unter Verwendung einer Induktivität und eines Kondensators gebildet ist. Bei der ersten Ausführungsform ist der zweite LC-Resonanzkreis 21 insbesondere ein zweiter LC-Parallelresonanzkreis einschließlich einer Induktivität L21 und eines Kondensators C21, die in Parallelschaltung zwischen dem ersten Anschluss P21 und dem zweiten Anschluss P22, das heißt zwischen dem gemeinsamen Anschluss 2 und dem zweiten Signalanschluss 4, angeordnet sind. Der zweite Resonanzkreisabschnitt 22 beinhaltet wenigstens einen zweiten akustischen Wellenresonator, der in einem Pfad angeordnet ist, der von dem ersten Anschluss P21 zu dem zweiten Anschluss P22 führt. Genauer gesagt ist der wenigstens eine zweite akustische Wellenresonator in einem Pfad angeordnet, der von dem zweiten LC-Resonanzkreis 21 zu dem zweiten Anschluss P22 führt, das heißt in einem Pfad, der von dem zweiten LC-Resonanzkreis 21 zu dem zweiten Signalanschluss 4 führt. Der zweite Resonanzkreisabschnitt 22 beinhaltet ferner wenigstens eine Induktivität, das mit dem wenigstens einen zweiten akustischen Wellenresonator parallelgeschaltet ist. Bei der ersten Ausführungsform besteht der zweite Resonanzkreisabschnitt 22 insbesondere aus einem zweiten akustischen Wellenresonator R2 und einer Induktivität L2, das mit dem zweiten akustischen Wellenresonator R2 parallelgeschaltet ist. Der zweite akustische Wellenresonator R2 ist genauso wie der erste akustische Wellenresonator R1 unter Verwendung eines Akustische-Wellen-Elements gebildet. Das Akustische Wellen-Element, das zum Bilden des zweiten akustischen Wellenresonators R2 verwendet wird, kann ein Akustische-Oberflächenwellen-Element oder ein Akustische-Volumenwellen-Element sein. Das zweite Bandpassfilter 20 beinhaltet ferner eine Induktivität L22 und Kondensatoren C22, C23, C24 und C25. Der Kondensator C22 ist zwischen dem ersten Anschluss P21 und dem zweiten LC-Resonanzkreis 21 angeordnet. Die Induktivität L22 und der Kondensator C23 sind in Parallelschaltung zwischen der Masse und dem Verbindungspunkt zwischen dem Kondensator C22 und dem zweiten LC-Resonanzkreis 21 angeordnet. Der Kondensator C24 ist zwischen der Masse und dem Verbindungspunkt zwischen dem zweiten LC-Resonanzkreis 21 und dem zweiten Resonanzkreisabschnitt 22 angeordnet. Der Kondensator C25 ist zwischen dem zweiten Anschluss P22 und der Masse angeordnet. Nun wird der Pfad, der von dem gemeinsamen Anschluss 2 zu dem ersten Signalanschluss 3 führt, als der erste Signalpfad bezeichnet und wird der Pfad, der von dem gemeinsamen Anschluss 2 zu dem zweiten Signalanschluss 4 führt, als der zweite Signalpfad bezeichnet. Ein erstes Signal einer Frequenz innerhalb des ersten Durchlassbandes PB1 wird selektiv durch den ersten Signalpfad und nicht durch den zweiten Signalpfad durchgelassen. Ein zweites Signal einer Frequenz innerhalb des zweiten Durchlassbandes PB2 wird selektiv durch den zweiten Signalpfad und nicht durch den ersten Signalpfad durchgelassen. Auf diese Weise trennt das Abzweigfilter 1 das erste Signal und das zweite Signal voneinander. 2 ist eine perspektivische Ansicht, die ein Beispiel für die externe Erscheinung des Abzweigfilters 1 veranschaulicht. Das Abzweigfilter 1 dieses Beispiels beinhaltet einen Stapel 30 und den ersten und zweiten akustischen Wellenresonator R1 und R2. Der Stapel 30 ist wie ein rechteckiger Festkörper geformt und weist eine Peripherie auf. Die Peripherie des Stapels 30 beinhaltet eine obere Oberfläche, eine untere Oberfläche und vier Seitenoberflächen. Der Stapel 30 beinhaltet dielektrische Schichten und Leiterschichten, die aufeinander gestapelt sind. Andere Komponenten des Abzweigfilters 1 als der erste und zweite akustische Wellenresonator R1 und R2 sind unter Verwendung der dielektrischen Schichten und der Leiterschichten des Stapels 30 gebildet. Der erste und zweite akustische Wellenresonator R1 und R2 sind auf der oberen Oberfläche des Stapels 30 montiert. Der erste und zweite akustische Wellenresonator R1 und R2 können in eine Packung kombiniert werden und die Packung kann auf der oberen Oberfläche des Stapels 30 montiert sein. Obwohl dies nicht veranschaulicht ist, sind drei Anschlüsse, die dem gemeinsamen Anschluss 2, dem ersten Signalanschluss 3 und dem zweiten Signalanschluss 4 entsprechen, und ein Anschluss, der mit der Masse zu verbinden ist, auf der unteren Oberfläche des Stapels 30 angeordnet. Die Merkmale des Abzweigfilters 1 werden nun unter Bezugnahme auf 3 bis 9 beschrieben. Zuerst werden die Merkmale des ersten Bandpassfilters 10 beschrieben. Bei dem ersten Bandpassfilter 10 weist der erste LC-Resonanzkreis 11 eine Resonanzfrequenz f1C außerhalb des ersten Durchlassbandes PB1 auf. Bei der vorliegenden Ausführungsform liegt die Resonanzfrequenz f1C oberhalb der ersten oberen Bandgrenzfrequenz f1H. Der erste Resonanzkreisabschnitt 12, d. h. der erste akustische Wellenresonator R1, weist eine Resonanzfrequenz für und eine Antiresonanzfrequenz f1a auf. Die Resonanzfrequenz f1r ist eine Frequenz, bei der der erste akustische Wellenresonator R1 eine minimale Impedanz (maximale Admittanz) aufweist. Die Antiresonanzfrequenz f1a ist eine Frequenz, bei der der erste akustische Wellenresonator R1 eine minimale Admittanz (maximale Impedanz) aufweist. Die Antiresonanzfrequenz f1a liegt oberhalb der Resonanzfrequenz f1r. 5 ist ein Smith-Diagramm, das die Impedanzcharakteristik des ersten akustischen Wellenresonators R1 zeigt. In 5 gibt der Punkt f1r die Impedanz des ersten akustischen Wellenresonators R1 bei der Resonanzfrequenz f1r an und gibt der Punkt f1a die Impedanz des ersten akustischen Wellenresonators R1 bei der Antiresonanzfrequenz f1a an. 6 veranschaulicht die Reflexionsdämpfungseigenschaft des ersten akustischen Wellenresonators R1. In 6 repräsentiert die horizontale Achse eine Frequenz und repräsentiert die vertikale Achse eine Dämpfung. In 6 gibt der Punkt f1r die Reflexionsdämpfung des ersten akustischen Wellenresonators R1 bei der Resonanzfrequenz f1r an und gibt der Punkt f1a die Reflexionsdämpfung des ersten akustischen Wellenresonators R1 bei der Antiresonanzfrequenz f1a an. Wie in 3 und 4 gezeigt, liegt die Resonanzfrequenz f1r des ersten akustischen Wellenresonators R1 innerhalb des ersten Durchlassbandes PB1. Die Antiresonanzfrequenz f1a des ersten akustischen Wellenresonators R1 liegt oberhalb der oberen Bandgrenzfrequenz f1H. Die Einfügungsverlustcharakteristik 51 des ersten Bandpassfilters 10 zeigt einen ersten Dämpfungspol bei der Antiresonanzfrequenz f1a. Die Resonanzfrequenz f1C des ersten LC-Resonanzkreises 11 liegt oberhalb der Antiresonanzfrequenz f1a. Die Einfügungsverlustcharakteristik 51 des ersten Bandpassfilters 10 zeigt einen zweiten Dämpfungspol bei der Resonanzfrequenz f1C. Die Resonanzfrequenz f1r und die Antiresonanzfrequenz f1a sind relativ nahe beieinander. Dementsprechend führt ein Einstellen der Resonanzfrequenz f1r und der Antiresonanzfrequenz f1a wie oben dazu, dass sich die Resonanzfrequenz f1r innerhalb des ersten Durchlassbandes PB1 und nahe der ersten oberen Bandgrenzfrequenz f1H befindet, und führt dazu, dass sich die Antiresonanzfrequenz f1a außerhalb des ersten Durchlassbandes PB1 und nahe der ersten oberen Bandgrenzfrequenz f1H befindet. Wie in 3 und 4 gezeigt, stellt das erste Bandpassfilter 10 infolgedessen in einem Frequenzgebiet nahe der ersten oberen Bandgrenzfrequenz f1H eine kleine Einfügedämpfung bei der Resonanzfrequenz f1r, die innerhalb des ersten Durchlassbandes PB1 liegt, und eine große Einfügedämpfung bei der Antiresonanzfrequenz f1a, die außerhalb des ersten Durchlassbandes PB1 liegt, bereit. Das erste Bandpassfilter 10 weist dementsprechend eine Einfügungsverlustcharakteristik auf, die eine kleine Einfügedämpfung in dem ersten Durchlassband PB1 zeigt und die sich in einem Frequenzgebiet nahe der ersten oberen Bandgrenzfrequenz f1H abrupt ändert. Dann werden die Merkmale des zweiten Bandpassfilters 20 beschrieben. Bei dem zweiten Bandpassfilter 20 weist der zweite LC-Resonanzkreis 21 eine Resonanzfrequenz f2C außerhalb des zweiten Durchlassbandes PB2 auf. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist die Resonanzfrequenz f2C tiefer als die zweite untere Bandgrenzfrequenz f2L. Der zweite Resonanzkreisabschnitt 22 weist eine Resonanzfrequenz f2r und zwei Antiresonanzfrequenzen f2aL und f2aL auf. Die Antiresonanzfrequenz f2aL ist tiefer als die Resonanzfrequenz f2r. Die Antiresonanzfrequenz f2aH liegt oberhalb der Resonanzfrequenz f2r. Es wird nun Bezug auf 7 genommen, um den Grund zu beschrieben, warum der zweite Resonanzkreisabschnitt 22 eine Resonanzfrequenz f2r und zwei Antiresonanzfrequenzen f2aL und f2aH aufweist. 7 ist ein Schaltbild, das einen äquivalenten Schaltkreis des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 zeigt. Dieses Schaltbild ignoriert jegliche resistiven Komponenten in dem zweiten Resonanzkreisabschnitt 22. Wie in 7 gezeigt, kann der zweite akustische Wellenresonator R2 als ein Schaltkreis repräsentiert werden, der aus einer Induktivität L1 und zwei Kondensatoren C0 und C1 besteht. Der zweite akustische Wellenresonator R2 weist ein erstes Ende und ein zweites Ende auf, die in Bezug auf eine Schaltkreiskonfiguration einander gegenüberliegenden. Ein Ende der Induktivität L1 und ein Ende des Kondensators C0 sind mit dem ersten Ende des zweiten akustischen Wellenresonators R2 verbunden. Ein Ende des Kondensators C1 ist mit dem anderen Ende der Induktivität 1 verbunden. Das eine Ende des Kondensators C1 und das andere Ende des Kondensators C0 sind mit dem zweiten Ende des zweiten akustischen Wellenresonators R2 verbunden. Die Induktivität L2 ist mit dem zweiten akustischen Wellenresonator R2 parallelgeschaltet. Falls L1 den Induktivitätswert der Induktivität L1 bezeichnet, C0 den Kapazitätswert des Kondensators C0 bezeichnet, C1 den Kapazitätswert des Kondensators C1 bezeichnet, Lm den Induktivitätswert der Induktivität L2 bezeichnet und Z die Impedanz des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 bezeichnet, dann gilt: 1/Z = (1/jωLm) + jωC0 + [1/{jωL1 + (1/jωC1)}](1)wobei ω eine Winkelfrequenz ist, j eine imaginäre Einheit ist. Umformen von Gleichung (1) oben ergibt Gleichung (2) unten. Z = jωLm(1–ω2L1C1)/{1 – ω2(L1C1 + LmC1 + LmC0) + ω4L1LmC1C0}(2)Die Resonanzfrequenz f2r des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 wird aus der Winkelfrequenz ω erhalten, bei der der Zähler von Gleichung (2) 0 ist und kann durch Gleichung (3) unten ausgedrückt werden. f2r = 1/{2π√(L1C1)}(3)Falls wir fa die Antiresonanzfrequenz des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 repräsentieren lassen, wird fa aus der Winkelfrequenz ω erhalten, bei der der Nenner von Gleichung (2) 0 ist, und kann durch Gleichung (4) unten ausgedrückt werden. fa = (√X)/2π(4)wobei X durch Gleichung (5) unten ausgedrückt werden kann: X = {B ± √(B2 – 4A)}/2A(5)wobei A und B jeweils durch Gleichungen (6) bzw. (7) ausgedrückt werden können: A = L1LmC1C0(6)B = L1C1 + LmC1 + LmC0(7).Aus Gleichung (5) gibt es zwei Lösungen für X. Daher gibt es auch zwei Lösungen für fa, die durch Gleichung (4) ausgedrückt werden können. Die zwei Lösungen sind die Antiresonanzfrequenzen f2aL und f2aH. Falls wir beispielsweise C0 = 1,26 pF, Lm = 1,9 nH, L1 = 91,87 nH und C1 = 0,0562 pF annehmen, dann gilt: f2r = 2215,0 MHz; f2aL = 2174,7 MHz; und f2aH = 3313,1 MHz. 8 ist ein Smith-Diagramm, das die Impedanzcharakteristik des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 zeigt. In 8 gibt der Punkt f2r die Impedanz des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 bei der Resonanzfrequenz f2r an, gibt der Punkt f2aL die Impedanz des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 bei der Antiresonanzfrequenz f2aL an und gibt der Punkt f2aH die Impedanz des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 bei der Antiresonanzfrequenz f2aH an. 9 veranschaulicht die Reflexionsdämpfungseigenschaft des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22. In 9 repräsentiert die horizontale Achse eine Frequenz und repräsentiert die vertikale Achse eine Dämpfung. In 9 gibt der Punkt f2r die Reflexionsdämpfung des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 bei der Resonanzfrequenz f2r an, gibt der Punkt f2aL die Reflexionsdämpfung des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 bei der Antiresonanzfrequenz f2aL an und gibt der Punkt f2aH die Reflexionsdämpfung des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 bei der Antiresonanzfrequenz f2aH an. Wie in 3 und 4 gezeigt, liegt die Resonanzfrequenz f2r des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 innerhalb des zweiten Durchlassbandes PB2. Die Antiresonanzfrequenz f2aL des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 ist tiefer als die zweite untere Bandgrenzfrequenz f2L. Die Antiresonanzfrequenz f des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 liegt oberhalb der zweiten oberen Bandgrenzfrequenz f2H. Die Einfügungsverlustcharakteristik 52 des zweiten Bandpassfilters 20 zeigt einen ersten Dämpfungspol bei der Antiresonanzfrequenz f2aL. Die Resonanzfrequenz f2C des zweiten LC-Resonanzkreises 21 ist tiefer als die Antiresonanzfrequenz f2aL. Die Einfügungsverlustcharakteristik 52 des zweiten Bandpassfilters 20 zeigt einen zweiten Dämpfungspol bei der Resonanzfrequenz f2C. Die Resonanzfrequenz f2r und die Antiresonanzfrequenz f2aL sind relativ nahe beieinander. Dementsprechend führt ein Einstellen der Resonanzfrequenz f2r und der Antiresonanzfrequenz f2aL wie oben dazu, dass sich die Resonanzfrequenz f2r innerhalb des zweiten Durchlassbandes PB2 und nahe der zweiten unteren Bandgrenzfrequenz f2L befindet, und führt dazu, dass sich die Antiresonanzfrequenz f2aL außerhalb des zweiten Durchlassbandes PB2 und nahe der zweiten unteren Bandgrenzfrequenz f2L befindet. Wie in 3 und 4 gezeigt, stellt das zweite Bandpassfilter 20 infolgedessen in einem Frequenzgebiet nahe der zweiten unteren Bandgrenzfrequenz f2L eine kleine Einfügedämpfung bei der Resonanzfrequenz f2r, die innerhalb des zweiten Durchlassbandes PB2 liegt, und eine große Einfügedämpfung bei der Antiresonanzfrequenz f2aL, die außerhalb des zweiten Durchlassbandes PB2 liegt, bereit. Das zweite Bandpassfilter 20 weist dementsprechend eine Einfügungsverlustcharakteristik auf, die eine kleine Einfügedämpfung in dem zweiten Durchlassband PB2 zeigt und die sich in einem Frequenzgebiet nahe der zweiten unteren Bandgrenzfrequenz f2L abrupt ändert. Wie in 3 gezeigt, zeigt die Einfügungsverlustcharakteristik 52 des zweiten Bandpassfilters 20 einen dritten Dämpfungspol bei der Antiresonanzfrequenz f2aH. Infolgedessen zeigt die Einfügungsverlustcharakteristik des zweiten Bandpassfilters 20 eine große Einfügedämpfung in einem Frequenzgebiet oberhalb des zweiten Durchlassbands PB2. Für ein Bandpassfilter, das unter Verwendung eines LC-Filters ohne akustischen Wellenresonator gebildet ist, würden jegliche Versuche eine Einfügungsverlustcharakteristik zu erreichen, die sich in einem Frequenzgebiet nahe der Grenzfrequenz abrupt ändert, eine große Anzahl an Stufen oder eine große Induktivität erfordern, um einen hohen Q-Wert zu erhalten. Dies würde zu einer Vergrößerung des Bandpassfilters führen. Bei der vorliegenden Ausführungsform beinhaltet das Bandpassfilter 10 den ersten akustischen Wellenresonator R1 und beinhaltet das zweite Bandpassfilter 20 den zweiten akustischen Wellenresonator R2. Im Vergleich zu LC-Resonatoren sind akustische Wellenresonatoren typischerweise dazu in der Lage, höhere Q-Werte zu liefern. Genauer gesagt liefern typische LC-Resonatoren Q-Werte in dem Bereich von 50 bis 100, wohingegen akustische Wellenresonatoren Q-Werte von 200 oder mehr liefern. Der erste und zweite Akustische Wellenresonator R1 und R2 liefern Q-Werte von 200 oder mehr, z. B. von 600 bis 1000. Die vorliegende Ausführungsform erreicht dementsprechend die oben beschriebene Einfügungsverlustcharakteristik des ersten und zweiten Bandpassfilters 10 und 20, ohne die Induktivität zu vergrößern oder die Anzahl an Stufen zu erhöhen. Die vorliegende Ausführungsform stellt dementsprechend den Abzweigschaltkreis 1 bereit, der dazu geeignet ist, zwei Signale in zwei gegenseitig relativ nahen Frequenzbändern voneinander zu trennen, und der verkleinert werden kann. Bei dem Bandpassfilter 10 des Abzweigschaltkreises 1 gemäß der vorliegenden Ausführungsform sind der erste LC-Resonanzkreis 11 und der erste Resonanzkreisabschnitt 12 zwischen dem gemeinsamen Anschluss 2 und dem ersten Signalanschluss 3 angeordnet und sind von der Seite des gemeinsamen Anschlusses 2 aus in Reihenschaltung in dieser Reihenfolge angeordnet. Bei dem zweiten Bandpassfilter 20 sind der zweite LC-Resonanzkreis 21 und der zweite Resonanzkreisabschnitt 22 zwischen dem gemeinsamen Anschluss 2 und dem zweiten Signalanschluss 4 angeordnet und sind von der Seite des gemeinsamen Anschlusses 2 aus in Reihenschaltung in dieser Reihenfolge angeordnet. Eine solche Konfiguration liefert Vorteile, wie unten beschrieben. Das erste Bandpassfilter 10 benötigt Impedanzcharakteristikanpassungen, so dass der Reflexionskoeffizient des ersten Signalpfads, wie von dem gemeinsamen Anschluss 2 gesehen, in dem ersten Durchlassband PB1 einen absoluten Wert von 0 oder nahe 0 aufweist und der Reflexionskoeffizient des ersten Signalpfads, wie von dem gemeinsamen Anschluss 2 gesehen, in dem zweiten Durchlassband PB2 einen absoluten Wert von 1 oder nahe 1 aufweist. Das zweite Bandpassfilter 20 benötigt Impedanzcharakteristikanpassungen, so dass der Reflexionskoeffizient des zweiten Signalpfads, wie von dem gemeinsamen Anschluss 2 gesehen, in dem zweiten Durchlassband PB2 einen absoluten Wert von 0 oder nahe 0 aufweist und der Reflexionskoeffizient des zweiten Signalpfads, wie von dem gemeinsamen Anschluss 2 gesehen, in dem ersten Durchlassband PB1 einen absoluten Wert von 1 oder nahe 1 aufweist. Typischerweise zeigen akustische Wellenresonatoren im Vergleich zu LC-Resonanzkreisen eine größere Änderung der Impedanz hinsichtlich einer Änderung der Frequenz. Falls der erste Resonanzkreisabschnitt 12 zwischen dem ersten LC-Resonanzkreis 11 und dem Verbindungspunkt zwischen den Bandpassfiltern 10 und 20 vorliegt und der zweite Resonanzkreisabschnitt 22 zwischen dem zweiten LC-Resonanzkreis 21 und dem Verbindungspunkt zwischen den Bandpassfiltern 10 und 20 vorliegt, wird es dementsprechend schwierig, die oben beschriebenen Impedanzcharakteristikanpassungen in beiden der Bandpassfilter 10 und 20 durchzuführen. Bei der vorliegenden Ausführungsform dagegen liegt der erste LC-Resonanzkreis 11 zwischen dem ersten Resonanzkreisabschnitt 12 und dem Verbindungspunkt zwischen den Bandpassfiltern 10 und 20 vor und liegt der zweite LC-Resonanzkreis zwischen dem zweiten Resonanzkreisabschnitt 22 und dem Verbindungspunkt zwischen den Bandpassfiltern 10 und 20 vor. Diese Konfiguration macht es einfach, die oben beschriebenen Impedanzcharakteristikanpassungen bei beiden der Bandpassfilter 10 und 20 durchzuführen Bei der vorliegenden Ausführungsform kann das erste Bandpassfilter 10 in einer Vielzahl von verschiedenen Konfigurationen einschließlich unter anderem der in 1 gezeigten Konfiguration gebildet werden, solange wie der erste LC-Resonanzkreis 11 und der erste Resonanzkreisabschnitt 12 enthalten sind und die beabsichtigen Eigenschaften des ersten Bandpassfilters 10 erreicht werden. Gleichermaßen kann das zweite Bandpassfilter 20 in einer Vielzahl von verschiedenen Konfigurationen einschließlich unter anderem der in 1 gezeigten Konfiguration gebildet werden, solange wie der zweite LC-Resonanzkreis 21 und der zweite Resonanzkreisabschnitt 22 enthalten sind und die beabsichtigen Eigenschaften des zweiten Bandpassfilters 20 erreicht werden. Das Abzweigfilter der vorliegenden Erfindung kann ein Bandpassfilter oder ein Hochpassfilter einer beliebigen Konfiguration anstelle des zweiten Bandpassfilters 20 beinhalten. Das Abzweigfilter stellt in diesem Fall wenigstens den Effekt bereit, dass das erste Bandpassfilter 10 eine Einfügungsverlustcharakteristik erreicht, die eine kleine Einfügedämpfung in dem ersten Durchlassband PB1 zeigt und die sich in einem Frequenzgebiet nahe der ersten oberen Bandgrenzfrequenz f1H abrupt ändert. Das Abzweigfilter der vorliegenden Erfindung kann ein Bandpassfilter oder ein Tiefpassfilter einer beliebigen Konfiguration anstelle des ersten Bandpassfilters 10 beinhalten. Das Abzweigfilter stellt in diesem Fall wenigstens den Effekt bereit, dass das zweite Bandpassfilter 20 eine Einfügungsverlustcharakteristik erreicht, die eine kleine Einfügedämpfung in dem zweiten Durchlassband PB2 zeigt und die sich in einem Frequenzgebiet nahe der zweiten unteren Bandgrenzfrequenz f2L abrupt ändert.

[Zweite Ausführungsform]

Ein Abzweigfilter gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wird nun beschrieben. 10 ist ein Schaltbild, das die Konfiguration des Abzweigfilters gemäß der zweiten Ausführungsform veranschaulicht. Das Abzweigfilter 101 gemäß der zweiten Ausführungsform ist ausgebildet, drei Signale mit Frequenzen innerhalb drei gegenseitig verschiedenen Frequenzbänder voneinander zu trennen. Die drei gegenseitig verschiedenen Frequenzbänder werden von dem tiefsten zu dem höchsten als das untere Band, das mittlere Band und das obere Band bezeichnet. Das Abzweigfilter 101 gemäß der zweiten Ausführungsform beinhaltet einen gemeinsamen Anschluss 102, einen ersten Signalanschluss 3, und einen dritten Signalanschluss 5. Das Abzweigfilter 101 beinhaltet ferner ein Tiefpassfilter 110, ein erstes Bandpassfilter 10, ein zweites Bandpassfilter 20 und einen Kondensator C40. Das erste und zweite Bandpassfilter 10 und 20 sind auf die gleiche Art wie in der ersten Ausführungsform ausgebildet. Das Tiefpassfilter 110 ist zwischen dem gemeinsamen Anschluss 102 und dem dritten Signalanschluss 5 angeordnet. Das Tiefpassfilter 110 beinhaltet Induktivitäten L31 und L32 und Kondensatoren C31, C32 und C33. Die Induktivitäten L31 und L32 sind in Reihenschaltung zwischen dem gemeinsamen Anschluss 102 und dem dritten Signalanschluss 5 angeordnet. Der Kondensator C31 ist zwischen der Masse und dem Verbindungspunkt zwischen den Induktivitäten L31 und L32 angeordnet. Der Kondensator C32 ist zwischen dem dritten Signalanschluss 5 und der Masse angeordnet. Der Kondensator C33 ist mit der Induktivität 32 parallelgeschaltet. Ein Ende des Kondensators C40 ist mit dem gemeinsamen Anschluss 102 verbunden. Der erste Anschluss P11 des ersten Bandpassfilters 10 und der erste Anschluss P21 des zweiten Bandpassfilters 20 sind mit dem anderen Ende des Kondensators C40 verbunden. Der zweite Anschluss P12 des ersten Bandpassfilters 10 ist mit dem ersten Signalanschluss 3 verbunden. Der zweite Anschluss P22 des zweiten Bandpassfilters 20 ist mit dem zweiten Signalanschluss 4 verbunden.

Das Tiefpassfilter 110 lässt Signale mit Frequenzen innerhalb des unteren Bandes selektiv hindurch. Das erste Bandpassfilter 100 lässt Signale mit Frequenzen innerhalb des mittleren Bandes und Signale mit Frequenzen innerhalb des oberen Bandes selektiv hindurch. Das zweite Bandpassfilter 20 lässt Signale mit Frequenzen innerhalb des oberen Bandes selektiv hindurch. Nun wird der Pfad, der von dem gemeinsamen Anschluss 102 über das Tiefpassfilter 110 zu dem dritten Signalanschluss 5 führt, als der Pfad des unteren Bandes bezeichnet. Der Pfad, der von dem gemeinsamen Anschluss 102 über den Kondensator C40 und das erste Bandpassfilter 10 zu dem ersten Signalanschluss 3 führt, wird als der Pfad des mittleren Bandes bezeichnet. Der Pfad, der von dem gemeinsamen Anschluss 102 über den Kondensator C40 und das zweite Bandpassfilter 20 zu dem zweiten Signalanschluss 4 führt, wird als der Pfad des oberen Bandes bezeichnet. Signale mit Frequenzen innerhalb des unteren Bandes werden selektiv durch den Pfad des unteren Bandes hindurchgelassen. Signale mit Frequenzen innerhalb des mittleren Bandes werden selektiv durch den Pfad des mittleren Bandes hindurchgelassen. Signale mit Frequenzen innerhalb des oberen Bandes werden selektiv durch den Pfad des oberen Bandes hindurchgelassen. Der Verbindungspunkt zwischen dem ersten Bandpassfilter 10 und dem zweiten Bandpassfilter 20 wird als der Anschluss P2 bezeichnet. Bei der zweiten Ausführungsform entspricht der Anschluss P2 dem gemeinsamen Anschluss der vorliegenden Erfindung. 11 ist ein charakteristisches Diagramm, das ein Beispiel für Eigenschaften des Abzweigfilters 101 veranschaulicht. In 11 repräsentiert die horizontale Achse eine Frequenz und repräsentiert die vertikale Achse eine Dämpfung. In 11 zeigt die Kurve 60 die Einfügungsverlustcharakteristik des Pfades des unteren Bandes, zeigt die Kurve 61 die Einfügungsverlustcharakteristik des Pfades des mittleren Bandes und zeigt die Kurve 62 die Einfügungsverlustcharakteristik des Pfades des oberen Bandes. Die in 11 gezeigten Eigenschaften wurden durch eine Simulation bestimmt. Der Rest der Konfiguration, des Betriebs und der Effekte der zweiten Ausführungsform ist ähnlich zu jenen der ersten Ausführungsform.

[Dritte Ausführungsform]

Ein Abzweigfilter gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung wird nun beschrieben. 12 ist ein Schaltbild, das die Konfiguration des Abzweigfilters gemäß der dritten Ausführungsform veranschaulicht. Das Abzweigfilter 201 gemäß der dritten Ausführungsform ist ausgebildet, drei Signale mit Frequenzen innerhalb dreier Frequenzbänder, d. h. des unteren Bandes, des mittleren Bandes und des oberen Bandes, voneinander zu trennen, wie in der zweiten Ausführungsform. Das Abzweigfilter gemäß der dritten Ausführungsform beinhaltet ein erstes Bandpassfilter 210 anstelle des ersten Bandpassfilters 10 der zweiten Ausführungsform und ein zweites Bandpassfilter 220 anstelle des zweiten Bandpassfilters 20 der zweiten Ausführungsform. Das Tiefpassfilter 110 lässt Signale mit Frequenzen innerhalb des unteren Bandes selektiv hindurch. Das erste Bandpassfilter 100 lässt Signale mit Frequenzen innerhalb des mittleren Bandes und Signale mit Frequenzen innerhalb des oberen Bandes selektiv hindurch. Das zweite Bandpassfilter 220 lässt Signale mit Frequenzen innerhalb des oberen Bandes selektiv hindurch. Nun wird der Pfad, der von dem gemeinsamen Anschluss 102 über das Tiefpassfilter 110 zu dem dritten Signalanschluss 5 führt, als der Pfad des unteren Bandes bezeichnet. Der Pfad, der von dem gemeinsamen Anschluss 102 über den Kondensator C40 und das erste Bandpassfilter 210 zu dem ersten Signalanschluss 3 führt, wird als der Pfad des mittleren Bandes bezeichnet. Der Pfad, der von dem gemeinsamen Anschluss 102 über den Kondensator C40 und das zweite Bandpassfilter 220 zu dem zweiten Signalanschluss 4 führt, wird als der Pfad des oberen Bandes bezeichnet. Signale mit Frequenzen innerhalb des unteren Bandes werden selektiv durch den Pfad des unteren Bandes hindurchgelassen. Signale mit Frequenzen innerhalb des mittleren Bandes werden selektiv durch den Pfad des mittleren Bandes hindurchgelassen. Signale mit Frequenzen innerhalb des oberen Bandes werden selektiv durch den Pfad des oberen Bandes hindurchgelassen. Der Verbindungspunkt zwischen dem ersten Bandpassfilter 210 und dem zweiten Bandpassfilter 220 wird als der Anschluss P2 bezeichnet. Bei der dritten Ausführungsform entspricht der Anschluss P2 dem gemeinsamen Anschluss der vorliegenden Erfindung. Das erste Bandpassfilter 210 beinhaltet einen ersten Resonanzkreisabschnitt 212 anstelle des ersten Resonanzkreisabschnitts 12 des ersten Bandpassfilters 10 der ersten Ausführungsform. Der erste Resonanzkreisabschnitt 212 beinhaltet zwei erste akustische Wellenresonatoren R11 und R,12, die in Reihe geschaltet sind. Die akustischen Wellenresonatoren R11 und R12 sind in dem Pfad, der von dem ersten LC-Resonanzkreis 11 zu dem zweiten Anschluss P12 führt, d. h. dem Pfad, der von dem ersten LC-Resonanzkreis 11 zu dem ersten Signalanschluss 3 führt, angeordnet und sind von der Seite des ersten LC-Resonanzkreises 11 aus in der Reihenfolge von R11 und R12 angeordnet. Die akustischen Wellenresonatoren R11 und R12 sind Resonatoren, die unter Verwendung von akustischen Wellenelementen gebildet sind. Die akustischen Wellenelemente, die zum Bilden der akustischen Wellenresonatoren R11 und R12 verwendet werden, können akustische Oberflächenwellenelemente oder akustische Volumenwellenelemente sein. Der erste Resonanzkreisabschnitt 212 beinhaltet ferner eine Induktivität L14. Die Induktivität L14 ist zwischen der Masse und dem Verbindungspunkt zwischen den akustischen Wellenresonatoren R11 und R12 angeordnet. Das zweite Bandpassfilter 220 beinhaltet einen zweiten Resonanzkreisabschnitt 222 anstelle des zweiten Resonanzkreisabschnitts 22 des zweiten Bandpassfilters 20 der ersten Ausführungsform. Der zweite Resonanzkreisabschnitt 222 beinhaltet zwei zweite akustische Wellenresonatoren R21 und R22, die in Reihe geschaltet sind. Die akustischen Wellenresonatoren R21 und R22 sind in dem Pfad, der von dem zweiten LC-Resonanzkreis 21 zu dem zweiten Anschluss P22 führt, d. h. dem Pfad, der von dem zweiten LC-Resonanzkreis 21 zu dem zweiten Signalanschluss 4 führt, angeordnet und sind von der Seite des zweiten LC-Resonanzkreises 21 aus in der Reihenfolge von R21 und R22 angeordnet. Die akustischen Wellenresonatoren R21 und R22 sind Resonatoren, die unter Verwendung von akustischen Wellenelementen gebildet sind. Die akustischen Wellenelemente, die zum Bilden der akustischen Wellenresonatoren R21 und R22 verwendet werden, können akustische Oberflächenwellenelemente oder akustische Volumenwellenelemente sein. Der zweite Resonanzkreisabschnitt 222 beinhaltet ferner eine Induktivität L24, das mit dem akustischen Wellenresonator R21 parallelgeschaltet ist, und eine Induktivität L25, das mit dem akustischen Wellenresonator R22 parallelgeschaltet ist. Das zweite Bandpassfilter 220 beinhaltet ferner einen Kondensator C25. Der Kondensator C25 ist zwischen der Masse und dem Verbindungspunkt zwischen den akustischen Wellenresonatoren R21 und R22 angeordnet. 13 ist ein charakteristisches Diagramm, das ein Beispiel für Eigenschaften des Abzweigfilters 201 veranschaulicht. 14 ist ein charakteristisches Diagramm, das eine vergrößerte Ansicht eines Teils der in 13 gezeigten Eigenschaften bereitstellt. In 13 und 14 repräsentiert die horizontale Achse eine Frequenz und repräsentiert die vertikale Achse eine Dämpfung. In 13 zeigt die Kurve 70 die Einfügungsverlustcharakteristik des Pfades des unteren Bandes, zeigt die Kurve 71 die Einfügungsverlustcharakteristik des Pfades des mittleren Bandes und zeigt die Kurve 72 die Einfügungsverlustcharakteristik des Pfades des oberen Bandes. Die in 13 und 14 gezeigten Eigenschaften wurden durch eine Simulation bestimmt. Der erste Resonanzkreisabschnitt 212 weist eine Resonanzfrequenz f1r innerhalb des ersten Durchlassbandes PB1 und zwei Antiresonanzfrequenzen f1a1 und f1a2, die oberhalb der ersten oberen Bandgrenzfrequenz f1H liegen, auf. Die Antiresonanzfrequenz f1a1 ist die Antiresonanzfrequenz des akustischen Wellenresonators R11. Die Antiresonanzfrequenz f1a2 ist die Antiresonanzfrequenz des akustischen Wellenresonators R12. Wie in 14 gezeigt, zeigt die Einfügungsverlustcharakteristik 71 des Pfades des mittleren Bandes zwei Dämpfungspole bei den zwei Antiresonanzfrequenzen f1a1 und f1a2. Der erste Resonanzkreisabschnitt 212 beinhaltet bevorzugt ein Element zum Ändern einer Impedanz zwischen den akustischen Wellenresonatoren R11 und R12, so dass die akustischen Wellenresonatoren R11 und R12 gegenseitig unterschiedliche Antiresonanzfrequenzen aufweisen. Das in 12 gezeigte Induktivität L14 wird bevorzugt als das Element zum Ändern einer Impedanz verwendet. Der zweite Resonanzkreisabschnitt 222 weist eine Resonanzfrequenz f2r innerhalb des zweiten Durchlassbandes PB2 und zwei Antiresonanzfrequenzen f2a1 und f2a2, die tiefer als die zweite untere Bandgrenzfrequenz f2L sind, auf. Die Antiresonanzfrequenz f2a1 ist eine der Antiresonanzfrequenzen eines Schaltkreises, der aus dem Akustischen Wellenresonator R21 und der Induktivität L24 besteht. Die Antiresonanzfrequenz f2a2 ist eine der Antiresonanzfrequenzen eines Schaltkreises, der aus dem Akustischen Wellenresonator R22 und der Induktivität L25 besteht. Wie in 14 gezeigt, zeigt die Einfügungsverlustcharakteristik 72 des Pfades des oberen Bandes zwei Dämpfungspole bei den zwei Antiresonanzfrequenzen f2a1 und f2a2. Die dritte Ausführungsform ermöglicht, dass das erste Bandpassfilter 210 eine Einfügungsverlustcharakteristik bereitstellt, die sich in einem Frequenzgebiet nahe der ersten oberen Bandgrenzfrequenz f1H abrupter ändert als dies die Einfügungsverlustcharakteristik des ersten Bandpassfilters 10 der zweiten Ausführungsform macht. Die dritte Ausführungsform ermöglicht auch, dass das zweite Bandpassfilter 220 eine Einfügungsverlustcharakteristik bereitstellt, die sich in einem Frequenzgebiet nahe der zweiten unteren Bandgrenzfrequenz f2L abrupter ändert als dies die Einfügungsverlustcharakteristik des zweiten Bandpassfilters 20 der zweiten Ausführungsform macht. Der Rest der Konfiguration, des Betriebs und der Effekte der dritten Ausführungsform ist ähnlich zu jenen der ersten oder zweiten Ausführungsform. Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorausgehenden Ausführungsformen beschränkt und verschiedene Modifikationen können daran vorgenommen werden. Zum Beispiel sind Eigenschaften des ersten und zweiten Bandpassfilters in der vorliegenden Erfindung nicht auf jene beschränkt, die in den vorausgehenden Ausführungsformen veranschaulicht sind, und können frei gestaltet werden, soweit die Anforderungen der beigefügten Ansprüche erfüllt werden. Offensichtlich sind viele Modifikationen und Variationen der vorliegenden Erfindung in Anbetracht der obigen Lehren möglich. Dementsprechend versteht es sich, dass die Erfindung innerhalb des Schutzumfangs der beigefügten Ansprüche und Äquivalenten von diesen in anderen als den vorausgehenden bevorzugtesten Ausführungsformen praktiziert werden kann.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • JP 2010-141859 A [0006]
  • JP 2015-115866 A [0007]