Title:
Verteilervorrichtung zur Verteilung einer Flüssigkeit und Verfahren hierfür
Kind Code:
A1


Abstract:

Es wird eine Verteilervorrichtung zur Verteilung einer Flüssigkeit, insbesondere in einem Wasserspiel oder Springbrunnen bereitgestellt. Die Verteilervorrichtung umfasst mindestens eine Einlassöffnung (11) für die Flüssigkeit; mindestens zwei Auslassöffnungen (30) für die Flüssigkeit; und eine Einrichtung (15) zur Änderung des Durchflusses der Flüssigkeit durch die mindestens zwei Auslassöffnungen (30), wobei die Einrichtung mindestens ein Schließelement (20) aufweist, wobei mittels des Schließelements (20) je nach Anordnung des Schließelements (20) der Durchfluss durch die eine Auslassöffnung (30) oder durch die andere Auslassöffnung (30) veränderbar ist, und wobei die Einrichtung (15) derart ausgestaltet ist, dass das Schließelement (20) im Betrieb der Verteilervorrichtung (10) durch die Flüssigkeit betätigt wird. embedded image




Inventors:
Hofheinz, Ottmar (86949, Windach, DE)
Application Number:
DE102017101140A
Publication Date:
07/26/2018
Filing Date:
01/20/2017
Assignee:
AGU Arbeitsgemeinschaft Umwelt GmbH, 82166 (DE)
International Classes:



Foreign References:
47830071988-11-08
EP22300232010-09-22
Attorney, Agent or Firm:
Kahler Käck Mollekopf Partnerschaft von Patentanwälten mbB, 86899, Landsberg, DE
Claims:
Verteilervorrichtung zur Verteilung einer Flüssigkeit, insbesondere in einem Wasserspiel oder Springbrunnen, umfassend:
- mindestens eine Einlassöffnung (11) für die Flüssigkeit;
- mindestens zwei Auslassöffnungen (30) für die Flüssigkeit; und
- eine Einrichtung (15) zur Änderung des Durchflusses der Flüssigkeit durch die mindestens zwei Auslassöffnungen (30), wobei die Einrichtung mindestens ein Schließelement (20) aufweist, wobei mittels des Schließelements (20) je nach Anordnung des Schließelements (20) der Durchfluss durch die eine Auslassöffnung (30) oder durch die andere Auslassöffnung (30) veränderbar ist, und wobei die Einrichtung (15) derart ausgestaltet ist, dass das Schließelement (20) im Betrieb der Verteilervorrichtung (10) durch die Flüssigkeit betätigt wird.

Verteilervorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Verteilervorrichtung (10) derart ausgestaltet ist, dass im Betrieb der Verteilervorrichtung (10) die Strömung der Flüssigkeit in der Verteilervorrichtung (10) bestimmt, ob der Durchfluss durch die eine oder durch die andere Auslassöffnung (30) mittels des Schließelements geändert wird.

Verteilervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Verteilervorrichtung (10) so ausgestaltet ist, dass das Schließelement (20) während des Betriebs die Auslassöffnung (30), deren Durchfluss das Schließelement (20) ändert, wechselt, wobei dieser Wechsel zumindest teilweise von der Strömung der Flüssigkeit in der Verteilervorrichtung (10) verursacht wird.

Verteilervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Verteilervorrichtung (10) eine Verteilerkammer (14) umfasst, wobei die Verteilerkammer (14) die mindestens eine Einlassöffnung (11) und die mindestens zwei Auslassöffnungen (30) aufweist, und wobei das mindestens eine Schließelement (20) in der Verteilerkammer (14) angeordnet ist, insbesondere frei beweglich angeordnet ist.

Verteilervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Auslassöffnungen (30) derart angeordnet sind, dass die auf das Schließelement (20) wirkende Schwerkraft einem Zusammenwirken des Schließelements (20) mit der Auslassöffnung (30) entgegenwirkt.

Verteilervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Verteilervorrichtung (10) mindestens drei Auslassöffnungen (30) und mindestens zwei Schließelemente (20) umfasst, wobei jedes der mindestens zwei Schließelemente (20) ausgestaltet ist, um mit jeder der mindestens drei Auslassöffnungen (30) zusammenzuwirken, um den Durchfluss durch die entsprechende Auslassöffnung (30) zu ändern.

Verteilervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die mindestens zwei Auslassöffnungen (30) jeweils einen Ventilsitz aufweisen, der zum Zusammenwirken mit dem mindestens einem Schließelement (20) ausgestaltet ist, wobei durch das Zusammenwirken der Durchfluss durch die Auslassöffnung (30) geändert wird.

Verteilervorrichtung nach Anspruch 7, wobei mindestens eine der Auslassöffnungen (30) einen planen Ventilsitz (31), einen konischen Ventilsitz (32), einen vorspringenden Ventilsitz (33) oder einen Ventilsitz mit einer kugelförmigen Ausnehmung aufweist.

Verteilervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine Schließelement (20) kugelförmig ausgestaltet ist, und vorzugsweise eine Kugel ist.

Verteilervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Einrichtung ein Schließelement (20) umfasst, dass eine Form aufweist, die bei Zusammenwirken des Schließelements (20) mit einer der Auslassöffnungen (30) einen verringerten Durchfluss durch die Auslassöffnung (30) bewirkt, wobei das Schließelement (20) insbesondere eine Oberflächentextur, eine äußere Form und/oder eine innere Struktur aufweist, die den verringerten Durchfluss bewirkt.

Verteilervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine Schließelement (20) derart ausgestaltet ist, dass es bei einem ersten Druck einer mittels der Einlassöffnung (11) zugeführten Flüssigkeit mit der Auslassöffnung (30) zur Änderung des Durchflusses zusammenwirkt, und bei einem zweiten, geringen Druck der zugeführten Flüssigkeit die Auslassöffnung (30) freigibt.

Vorrichtung zur Ausgabe mehrerer Wasserstrahlen, insbesondere Wasserspiel oder Springbrunnen, umfassend:
- eine Zuführleitung (111) zum Zuführen von Wasser;
- eine Verteilervorrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche; und
- mindestens zwei Wasserstrahleinheiten (130) zur Ausgabe von Wasserstrahlen; wobei die Zuführleitung (111) mit der Einlassöffnung (11) der Verteilervorrichtung (10) verbunden ist, so dass Wasser aus der Zuführleitung (111) in die Verteilervorrichtung (10) einströmen kann, und wobei jeweils eine Wasserstrahleinheit (130) mit einer Auslassöffnung (30) der Verteilervorrichtung (10) verbunden ist, so dass Wasser aus der Verteilervorrichtung (10) durch die Wasserstrahleinheiten (130) austreten kann.

Vorrichtung nach Anspruch 12, des Weiteren umfassend:
- eine Pumpe (110) zum Fördern des Wassers, wobei die Pumpe (110) druckseitig mit der Zuführleitung (111) verbunden ist;
- eine Steuereinheit (120) zum Ansteuern der Pumpe (110), wobei die Steuereinheit (120) eingerichtet ist um die Pumpe (110) derart anzusteuern, dass der Druck des zugeführten Wassers zeitweise absenkbar ist, um eine Auslassöffnung (30) der Verteilervorrichtung (10) von einem Schließelement (20) freizugeben.

Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, wobei die die Vorrichtung (100) derart ausgestaltet ist, dass das mindestens eine Schließelement (20) im Betrieb auf Zufall beruhend seine Anordnung ändert, wobei die auf Zufall beruhende Änderung der Anordnung zumindest teilweise von der in die Verteilervorrichtung (10) einströmenden Flüssigkeit verursacht ist, so dass eine auf Zufall beruhende Änderung des Durchflusses durch verschiedene Auslassöffnungen (30) und eine entsprechende Ausgabe von Wasserstrahlen mittels der Wasserstrahleinheiten (130) erfolgt.

Verfahren zur Verteilung einer Flüssigkeit mittels einer Verteilervorrichtung (10), die mindestens eine Einlassöffnung (11) für die Flüssigkeit, mindestens zwei Auslassöffnungen (30) für die Flüssigkeit, und eine Einrichtung (15) zur Änderung des Durchflusses durch die mindestens zwei Auslassöffnungen (30) umfasst, wobei die Einrichtung (15) mindestens ein Schließelement (20) aufweist, das entsprechend seiner Anordnung den Durchfluss durch die eine Auslassöffnung (30) oder durch die andere Auslassöffnung (30) ändern kann, wobei die Einrichtung (15), insbesondere das Schließelement (20), durch die Flüssigkeit in der Verteilervorrichtung betätigbar ist, wobei das Verfahren umfasst:
- Durchströmen der Vorrichtung (10) mit der Flüssigkeit derart, dass das mindestens eine Schließelement (20) betätigt wird und den Durchfluss durch eine der mindestens zwei Auslassöffnungen (30) ändert.

Description:
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verteilervorrichtung zur Verteilung einer Flüssigkeit sowie eine Vorrichtung zur Ausgabe mehrerer Wasserstrahlen, insbesondere ein Wasserspiel oder einen Springbrunnen. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Verteilung einer Flüssigkeit mittels einer Verteilervorrichtung.

Hintergrund der Erfindung

Es sind Wasserspiele bekannt, die zur Ausgabe mehrerer Wasserstrahlen mehrere Wasserstrahleinheiten umfassen. Bei einem Springbrunnen werden beispielsweise mehrere Wasserstrahlen gleichzeitig und kontinuierlich abgegeben. Es sind jedoch auch Wasserspiele bekannt, bei denen die Angabe der Wasserstrahlen nicht kontinuierlich, sondern beispielsweise gemäß einem vorbestimmten Muster oder zufällig erfolgt. Zu diesem Zweck erfolgt eine Steuerung der Ausgabe der einzelnen Wasserstrahlen.

Es können beispielsweise elektrisch betätigbare Ventile zum Einsatz kommen, mit denen sich die Ausgabe eines Wasserstrahls aus einer Wasserstrahleinheit kontrollieren lässt. Umfasst das Wasserspiel beispielsweise fünf Wasserstrahleinheiten, aus denen Wasserstrahlen entsprechend einem vorgegebenen Muster oder zufällig abgegeben werde sollen, so ist eine entsprechende Anzahl elektrisch ansteuerbarer Ventile erforderlich. Des Weiteren müssen entsprechende elektrische Leitungen sowie eine Steuereinheit vorgesehen werden, um elektrische Energie sowie Steuersignale für die elektrischen Ventile bereitzustellen. Folglich sind entsprechende Einrichtungen teuer und aufwendig zu installieren. Des Weiteren kann es bei längeren Betriebsdauern zu Ausfällen der elektrischen Ventile kommen. Dies führt wiederum zu einem erhöhten Wartungsaufwand für ein derartiges Wasserspiel. Es ist somit wünschenswert, die Kosten und die Komplexität eines solchen Wasserspiels zu verringern und die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Des Weiteren ist es wünschenswert, den Wartungsaufwand möglichst gering zu halten.

Zusammenfassung der Erfindung

Dementsprechend ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorab genannten Nachteile zumindest teilweise zu vermeiden oder zu verringern. Insbesondere ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die zufällige Abgabe von Wasserstrahlen in einem Wasserspiel zur vereinfachen.

Diese Aufgabe wird mit Hilfe der Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. In den abhängigen Ansprüchen sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beschrieben.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Verteilervorrichtung zur Verteilung einer Flüssigkeit, insbesondere zu aleatorischen bzw. randomisierten Verteilung der Flüssigkeit bereitgestellt. Die Verteilervorrichtung umfasst mindestens eine Einlassöffnung für die Flüssigkeit, mindestens zwei Auslassöffnungen für die Flüssigkeit und eine Einrichtung zur Änderung des Durchflusses der Flüssigkeit durch die mindestens zwei Auslassöffnungen. Die Einrichtung weist mindestens ein Schließelement auf, wobei mittels des Schließelements je nach Anordnung des Schließelements der Durchfluss durch die eine Auslassöffnung oder durch die andere Auslassöffnung veränderbar ist. Die Einrichtung ist derart ausgestaltet, dass das Schließelement im Betrieb der Verteilervorrichtung durch die Flüssigkeit betätigt wird.

Dadurch, dass das Schließelement durch die Flüssigkeit, insbesondere die Strömung der Flüssigkeit in der Verteilervorrichtung, betätigt wird, sind keine elektrischen Ventile erforderlich. Da das Schließelement mit der einen und der anderen Auslassöffnung zusammenwirken kann, beruht es auf Zufall, für welche der Auslassöffnungen der Durchfluss geändert wird. Somit erfolgt die Ausgabe der Flüssigkeit mittels der mindestens zwei Auslassöffnungen aleatorisch bzw. randomisiert, d.h. auf Zufall beruhend. Die Durchflussänderung kann durch Reduzierung des Durchflusses oder durch Unterbrechen des Durchflusses (Verschließen der Auslassöffnung) erfolgen. Das Schließelement kann also derart mit der Auslassöffnung zusammenwirken, dass diese zumindest teilweise von dem Schließelement verschlossen ist.

Vorzugsweise ist die Verteilervorrichtung derart ausgestaltet, dass im Betrieb der Verteilervorrichtung die Strömung der Flüssigkeit in der Verteilervorrichtung bestimmt, ob der Durchfluss durch die eine oder durch die andere Auslassöffnung mittels des Schließelements geändert wird. Insbesondere ist es von der Strömung der Flüssigkeit abhängig, mit welcher der Auslassöffnungen das Schließelement zusammenwirkt und somit den Durchfluss ändert, bzw. ob ein solches Zusammenwirken überhaupt stattfindet. Die Strömung der Flüssigkeit in der Vorrichtung, insbesondere Verwirbelungen und Ähnliches, bestimmen somit, durch welche Auslassöffnungen Flüssigkeit ausgegeben wird. Damit lässt sich auf einfache Weise eine zufällige Ausgabe von Wasserstrahlen in einem Wasserspiel realisieren.

Die Verteilervorrichtung ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass das Ändern des Durchflusses der Flüssigkeit durch die mindestens zwei Auslassöffnungen mittels des mindestens einen Schließelements auf Zufall beruht.

Die Verteilervorrichtung kann so ausgestaltet sein, dass das Schließelement während des Betriebs die Auslassöffnung, deren Durchfluss das Schließelement ändert, wechselt, wobei dieser Wechsel zumindest teileweise von der Strömung der Flüssigkeit in der Verteilervorrichtung verursacht wird. Insbesondere kann somit die Belegung der mindestens zwei Auslassöffnungen durch das Schließelement zufällig geändert werden. Im Betrieb der Verteilervorrichtung kann damit eine zufällige, sich verändernde Ausgabe von Flüssigkeit durch die mindestens zwei Auslassöffnungen erfolgen, ohne dass eine Ansteuerung von elektrischen Ventilen oder Ähnliches notwendig ist. Insbesondere kann die Verteilervorrichtung so ausgestaltet ein, dass ein aleatorisches Ändern der Durchflusses durch die mindestens zwei Auslassöffnungen mittels des Schließelements bewirkt wird.

Die Verteilervorrichtung ist beispielsweise so ausgestaltet, dass die Strömung einer durch die Einlassöffnung eingeleiteten Flüssigkeit das mindestens eine Schließelement derart anströmt, dass es sich von einer Auslassöffnung, deren Durchfluss es begrenzt, löst und seine Anordnung ändert, z.B. mit einer anderen Auslassöffnung zusammenwirkt, sodass der Durchfluss durch diese andere Auslassöffnung geändert wird.

Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Verteilervorrichtung eine Verteilerkammer. Die Verteilerkammer weist die mindestens eine Einlassöffnung und die mindestens zwei Auslassöffnungen auf. Das mindestens eine Schließelement ist in der Verteilerkammer angeordnet, insbesondere frei beweglich angeordnet. Bei einer derartigen Ausgestaltung kann ein zufälliges Zusammenwirken zwischen dem Schließelement und einer der Auslassöffnungen erfolgen. Insbesondere ist das Schließelement derart beweglich, dass das Schließelements je nach Anordnung sowohl den Durchfluss durch die eine als auch durch die andere der mindestens zwei Auslassöffnungen ändern kann und/oder diese von dem Schließelement verschließbar sind.

Die Auslassöffnungen können derart angeordnet sein, dass die auf das Schließelement wirkende Schwerkraft einem Zusammenwirken des Schließelements mit der Auslassöffnung entgegenwirkt. Somit wird das Freigeben einer Auslassöffnung dadurch, dass sich das Schließelement von dieser wegbewegt, vereinfacht. Insbesondere kann die Dichte oder das Gewicht des Schließelements derart eingestellt werden, dass es sich bereits bei einer geringen Anströmung durch die Flüssigkeit in der Verteilerkammer von einer Auslassöffnung löst, sodass es anschließend wiederum zur zufälligen Belegung einer anderen oder der selben Auslassöffnung bereitsteht.

Die Auslassöffnungen können beispielsweise in einem oberen Bereich der Verteilerkammer vorgesehen sein, insbesondere in einer horizontalen oberen Wand, und/oder einer schrägen Wand der Verteilerkammer.

Bei einer Ausführungsform umfasst die Verteilervorrichtung mindestens drei Auslassöffnungen und mindestens zwei Schließelemente. Jedes der mindestens zwei Schließelemente ist ausgestaltet, um mit jeder der mindestens drei Auslassöffnungen zusammenzuwirken, um den Durchfluss durch die entsprechende Auslassöffnung zu ändern.

Bei Ausführungsformen der Erfindung können beispielsweise 2, 3, 4, 5, 6, oder mehr, z.B. zwischen 2 und 20 Auslassöffnungen vorgesehen sein. Es können beispielsweise 1, 2, 3, 4, 5, 6 oder mehr, z.B. zwischen 1 bis 20 Schließelemente vorgesehen sein. Die Schließelemente können die gleiche Form und Größe aufweisen und aus demselben Material hergestellt sein, oder es können Schließelemente verschiedener Größen und/oder Formen und/oder Materialien zum Einsatz kommen. Somit lassen sich mit der Verteilervorrichtung mehrere Wasserstrahlen aleatorisch erzeugen.

Die Anzahl der Schließelemente, die die Einrichtung der Verteilervorrichtung aufweist, kann geringer sein als die Anzahl der Auslassöffnungen, z.B. um ein oder zwei Schließelemente geringer. Dadurch kann sichergestellt werden, dass der Durchfluss durch zumindest eine Auslassöffnung nicht begrenzt ist. Bei anderen Ausführungsformen kann die Anzahl der Schließelemente gleich sein oder größer sein als die Anzahl der Auslassöffnungen. Somit kann beispielsweise sichergestellt werden, dass Auslassöffnungen wiederholt durch Schließelemente verschlossen werden.

Bei einer Ausführungsform weisen die mindestens zwei Auslassöffnungen jeweils einen Ventilsitz auf, der zum Zusammenwirken mit dem mindestens einem Schließelement ausgestaltet ist, wobei durch das Zusammenwirken der Durchfluss durch die Auslassöffnung geändert, insbesondere reduziert wird. Beispielsweise kann mindestens eine der Auslassöffnungen einen planen Ventilsitz, einen konischen Ventilsitz, einen vorspringenden Ventilsitz, oder einen Ventilsitz mit einer kugelförmigen Ausnehmung aufweisen. Damit kann ein zuverlässiges Zusammenwirken zwischen Schließelement und Ventilsitz sichergestellt werden. Insbesondere ist es möglich, mittels der Ausgestaltung des Ventilsitzes die Wahrscheinlichkeit und/oder die Dauer des Zusammenwirkens zwischen Schließelement und Ventilsitz festzulegen bzw. einzustellen. Das Schließelement kann beispielsweise einen besseren Halt in einem konischen Ventilsitz finden, sodass eine längere Dauer des Zusammenwirkens zwischen Schließelement und Ventilsitz erzielt wird. Durch einen vorspringenden Ventilsitz kann beispielsweise die Wahrscheinlichkeit verringert werden, dass ein Schließelement mit einem derartigen Ventilsitz zusammenwirkt.

Insbesondere können die Auslassöffnung und das Schließelement ausgestaltet sein, um bei einer bestimmten Strömung der Flüssigkeit durch die Verteilervorrichtung (z.B. bei einem bestimmten Druck) eine vorbestimmte mittlere Dauer des Zusammenwirkens des Schließelements mit der Auslassöffnung einzustellen.

Das mindestens eine Schließelement kann aus Metall, Kunststoff, insbesondere Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE), einem Elastomer oder einer Kombination dieser Materialien hergestellt sein. Insbesondere können die Materialien bzw. deren Zusammenstellung derart gewählt werden, dass ein vorbestimmtes Gewicht oder eine vorbestimmte Dichte und damit ein vorbestimmter Auftrieb des Schließelements erzielt wird.

Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist das mindestens eine Schließelement kugelförmig ausgestaltet. Insbesondere ist das Schließelement eine Kugel, beispielsweise eine massive oder eine hohle Kugel. Es kann eine Form und eine innere Struktur aufweisen, die derart ausgestaltet sind, dass der gewünschte Auftrieb und insbesondere das wechselnde Verschließen verschiedener Auslassöffnungen erzielt wird. Die äußere Form des Schließelements ist derart ausgestaltet, dass das gewünschte Zusammenwirken mit der Auslassöffnung erzielt wird, insbesondere eine Reduzierung des Durchflusses oder ein Verschließen der Auslassöffnung. Beispielsweise kann das Schließelement auch als oblates oder prolates Rotationsellipsoid ausgestaltet sein, scheibenförmig ausgestaltet sein oder eine ähnliche Form haben. Die Auslassöffnung wird durch ein solches Schließelement gegebenenfalls nur teilweise verschlossen. Andere Ausgestaltungen des Schließelements sind selbstverständlich denkbar, wie beispielsweise als eine verschwenkbare Klappe, die sowohl die eine als auch die andere Auslassöffnung zumindest teilweise verschließen kann und durch die Strömung der Flüssigkeit in der Verteilervorrichtung verschwenkbar ist.

Bei einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung umfasst die Einrichtung ein Schließelement, das eine Form aufweist, die bei Zusammenwirken des Schließelements mit einer der Auslassöffnungen einen verringerten Durchfluss durch die Auslassöffnung bewirkt. Beispielsweise kann das Schließelement einer Oberflächentextur, eine äußere Form und/oder eine innere Struktur aufweisen, die den verringerten Durchfluss bewirkt. Es können z.B. Kerben, Einschnitte, Ausnehmungen oder Ähnliches auf der Oberfläche des Schließelements vorgesehen sein, sodass bei Zusammenwirken des Schließelements mit einer Auslassöffnung der Fluss der Flüssigkeit durch die Auslassöffnung verringert wird, nicht jedoch unterbunden wird. Gleichermaßen kann das Schließelement Bohrungen oder eine innere Struktur, beispielsweise eine poröse Struktur oder Ähnliches aufweisen, oder eine strukturierte oder aufgeraute Oberfläche aufweisen, um den verringerten Durchfluss zu bewirken. Gleiches kann wie vorab bereits erwähnt mit einer entsprechenden äußeren Form des Schließelements erzielt werden, insbesondere mit einer Abweichung von der Kugelform.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist das mindestens eine Schließelement derart ausgestaltet, dass es bei einem ersten Druck einer mittels der Einlassöffnung zugeführten Flüssigkeit mit der Auslassöffnung zur Änderung des Durchflusses zusammenwirkt, und bei einem zweiten, geringeren Druck der zugeführten Flüssigkeit die Auslassöffnung freigibt. Beispielsweise übt der Druck der Flüssigkeit in der Verteilervorrichtung eine gewisse Kraft auf das Schließelement aus, wenn das Schließelement eine Auslassöffnung belegt. Ist die Kraft, die aufgrund des Druckes der Flüssigkeit auf das Schließelement aufgebracht wird, geringer als die Gewichtskraft des Schließelements in der Flüssigkeit, so sinkt das Schließelement in der Verteilervorrichtung zu Boden und gibt die Auslassöffnung frei. Ein entsprechendes Freigeben kann damit über den Druck der Flüssigkeit und/oder über die Dichte des Schließelements eingestellt werden. Insbesondere kann die Dichte des Schließelements derart ausgestaltet sein, dass das Schließelement bei einer vorbestimmten Druckdifferenz zu beiden Seiten des Schließelements, wenn es eine Auslassöffnung belegt, freigibt. Wird beispielsweise eine Wasserstrahleinheit, die mit einer Auslassöffnung verbunden ist, verschlossen, so sinkt der Differenzdruck über das Schließelement, und das Schließelement kann freigegeben werden.

Es ist somit möglich, beispielsweise durch Zuhalten von Wasserstrahleinheiten, oder durch Absenken des Drucks der zugeführten Flüssigkeit ein Freigeben von Auslassöffnungen, die durch ein Schließelement belegt sind, zu bewirken. Es kann somit eine erneute, durch Zufall bestimmte Änderung des Durchflusses durch die Auslassöffnungen erfolgen.

Es sollte klar sein, dass das Zusammenwirken zwischen Schließelement und Auslassöffnung über mehreren Faktoren einstellbar ist, wie z.B. Form und Struktur des Schließelements, Druck der zugeführten Flüssigkeit und deren Strömung in der Kammer, Form der Auslassöffnungen und Differenzdruck über das Schließelement bei Belegung einer Auslassöffnung.

Gemäß eines weiteren Aspekts der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zur Abgabe mehrerer Wasserstrahlen bereitgestellt, insbesondere ein Wasserspiel oder ein Springbrunnen. Die Vorrichtung umfasst eine Zuführleitung zum Zuführen von Wasser, eine Verteilervorrichtung in einer der vorab beschriebenen Ausgestaltungen und mindestens zwei Wasserstrahleinheiten zur Ausgabe von Wasserstrahlen. Die Zuführleitung ist mit der Einlassöffnung der Verteilervorrichtung verbunden, sodass Wasser aus der Zuführleitung in die Verteilervorrichtung einströmen kann. Jeweils eine Wasserstrahleinheit ist mit einer Auslassöffnung der Verteilervorrichtung verbunden, sodass Wasser aus der Verteilervorrichtung durch die Wasserstrahleinheiten austreten kann.

Eine derartige Vorrichtung ermöglicht die aleatorische, d.h. auf Zufall beruhende Abgabe von Wasserstrahlen mittels der Verteilervorrichtung und der Wasserstrahleinheiten. Insbesondere sind dafür keine elektrischen Ventile notwendig, sodass die Komplexität, die Wartungsanfälligkeit, und die Herstellungskosten bzw. die Installationskosten für eine derartige Vorrichtung geringer sind. Mit einer derartigen Vorrichtung können ferner ähnliche wie die vorab mit Bezug auf die Verteilervorrichtung beschriebenen Vorteile erzielt werden.

Bei einer Ausführungsform umfasst die Vorrichtung des Weiteren eine Pumpe zum Fördern des Wassers, wobei die Pumpe druckseitig mit der Zuführleitung verbunden ist, und eine Steuereinheit zum Ansteuern der Pumpe. Die Steuereinheit ist eingerichtet, um die Pumpe derart anzusteuern, dass der Druck des zugeführten Wassers zweitweise absenkbar ist, um eine Auslassöffnung der Verteilervorrichtung von einem Schließelement freizugeben. Das Absenken des Drucks kann die Freigabe der Auslassöffnung bewirken, beispielsweise dadurch, dass die von der Flüssigkeit bzw. des Wassers auf das Schließelement aufgebrachte Kraft geringer ist als die Gewichtskraft, die auf das Schließelement wirkt, sodass dieses in der Verteilervorrichtung absinkt und die Auslassöffnung freigibt.

In vorteilhafter Weise ist die Vorrichtung derart ausgestaltet, dass mindestens ein Schließelement im Betrieb auf Zufall beruhend seine Anordnung ändert, wobei die auf Zufall beruhende Änderung der Anordnung zumindest teilweise von der in die Verteilervorrichtung einströmenden Flüssigkeiten verursacht ist, sodass eine auf Zufall beruhende Änderung des Durchflusses durch verschiedene Auslassöffnungen und eine entsprechende Ausgabe von Wasserstrahlen mittels der verbundenen Wasserstrahleinheiten erfolgt. Somit kann beispielsweise ein Wasserspiel bereitgestellt werden, das trotz reduzierter technischer Komplexität eine aleatorische Ausgabe von Wasserstrahlen ermöglicht.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Verteilung einer Flüssigkeit mittels einer Verteilervorrichtung bereitgestellt, die mindestens eine Einlassöffnung für die Flüssigkeit, mindestens zwei Auslassöffnungen für die Flüssigkeit und eine Einrichtung zur Änderung des Durchflusses durch die mindestens zwei Auslassöffnungen umfasst. Die Einrichtung weist mindestens ein Schließelement auf, das entsprechend seiner Anordnung den Durchfluss durch die eine Auslassöffnung oder durch die andere Auslassöffnung ändern kann, wobei die Einrichtung, insbesondere das Schließelement, durch die Flüssigkeit in der Verteilervorrichtung betätigbar ist. Das Verfahren umfasst das Durchströmen der Vorrichtung mit der Flüssigkeit derart, dass das mindestens eine Schließelement betätigt wird und den Durchfluss durch eine der mindestens zwei Auslassöffnungen ändert.

Mit dem Verfahren können Ähnliche wie die vorab mit Bezug auf die Vorrichtungen beschriebenen Vorteile verwirklicht werden. Die in dem Verfahren zum Einsatz kommende Verteilervorrichtung kann eine der vorab beschriebenen Ausgestaltungen aufweisen.

Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens bestimmt vorzugsweise die Strömung der Flüssigkeit in der Vorrichtung, ob der Durchfluss durch die eine oder durch die andere Auslassöffnung mittels des Schließelements geändert wird. Aufgrund der Verwirbelungen der Flüssigkeit in der Verteilervorrichtung kann somit eine zufällige Änderung des Durchflusses durch die eine oder die andere Auslassöffnung erfolgen.

Selbstverständlich können die Merkmale der vorab beschriebenen Ausführungsformen und Aspekte der vorliegenden Erfindung kombiniert werden. Insbesondere kann die Vorrichtung zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens ausgestaltet sein, und das Verfahren kann sämtliche zum Betrieb der Vorrichtung gehörenden Schritte umfassen.

Figurenliste

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen kennzeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder ähnliche Elemente.

  • 1 ist eine schematische Zeichnung, die eine Ausführungsform der Vorrichtung, insbesondere ein Wasserspiel oder einen Springbrunnen, gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • 2 ist eine schematische Zeichnung, die eine Verteilervorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.
  • 3 ist eine schematische Zeichnung, die verschiedene Aspekte einer Verteilervorrichtung zeigt, die bei einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verteilervorrichtung zum Einsatz kommen können.
  • 4 ist ein Flussdiagramm einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen

1 zeigt beispielhaft eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 100, die beispielsweise als Wasserspiel oder als Springbrunnen ausgestaltet sein kann. Die Vorrichtung 100 umfasst eine Pumpe 110 zum Fördern einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser, mittels der druckseitig verbundenen Zuführleitung 111. Die Zuführleitung 111 ist mit einer Einlassöffnung einer Verteilervorrichtung 10 verbunden, die die zuströmende Flüssigkeit auf verschiedene Auslassöffnungen verteilt. Die Verteilervorrichtung 10 umfasste eine Einrichtung 15, insbesondere eine Ventileinrichtung, mit der der Durchfluss durch die verschiedenen Auslassöffnungen der Verteilervorrichtung 10 geändert werden kann, insbesondere reduziert werden kann. Der Durchfluss kann mittels der Einrichtung 15 beispielsweise verringert werden, sodass der Fluss der Flüssigkeit durch die entsprechende Auslassöffnung nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Flusses beträgt, oder eine Auslassöffnung kann vollständig verschlossen werden. Die Einrichtung 15 kann beispielsweise ein oder mehrere Schließelemente sowie Ventilsitze an den mehreren Auslassöffnungen umfassen, was nachfolgend genauer beschrieben ist.

Die Vorrichtung 100 umfasst des Weiteren zwei oder mehr Wasserstrahleinheiten 130, die mit entsprechenden Auslassöffnungen mit der Verteilervorrichtung 10 verbunden sind. Wasserstrahleinheit bedeutet dabei nicht, dass ein Wasserstrahl von einer bestimmten Höhe abgegeben werden muss, sondern es genügt, wenn Wasser durch die entsprechende Wasserstrahleinheit 130 lediglich austritt. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Fluss der Flüssigkeit durch die entsprechende Auslassöffnung reduziert ist.

Die Wasserstrahleinheiten 130 können beispielsweise ebenerdig in den Boden eingelassen sein. Insbesondere kann die in der Druckschrift EP 2 230 023 A1 beschriebene Wasserstrahleinheit, oder eine ähnliche Wasserstrahleinheit ohne Leuchteinheit zum Einsatz kommen.

Die Einrichtung 15 ist nun derart ausgestaltet, dass eine auf Zufall beruhende, bzw. aleatorische Reduzierung des Durchflusses durch die Auslassöffnungen der Verteilervorrichtung 10 stattfindet. Folglich erfolgt eine auf Zufall beruhende Ausgabe von Wasserstrahlen mittels der Wasserstrahleinheiten 130. Die Vorrichtung 15 ist derart ausgestaltet, dass die Zufälligkeit der Reduzierung des Durchflusses im Wesentlichen von der Strömung der Flüssigkeit im Inneren der Verteilervorrichtung 10 verursacht wird, was nachfolgend genauer beschrieben ist. Mit der Vorrichtung 100 kann damit auf einfache Weise eine aleatorische Ausgabe von Wasserstrahlen realisiert werden.

Selbstverständlich kann die Vorrichtung 100 mehrere Verteilervorrichtungen 10 umfassen, sowie weitere oder weniger Wasserstrahleinheiten. Es können auch weitere Pumpen 110 vorgesehen sein, oder es kann auf eine Pumpe verzichtet werden, beispielsweise bei Speisung mit ausreichendem Druck aus einem Wassernetz. Die Vorrichtung 100 kann des Weiteren eine Steuereinheit 120 zum Ansteuern der Pumpe 110 umfassen. Insbesondere kann die Steuereinrichtung 120 derart eingerichtet sein, dass mit ihr die Pumpe an- bzw. ausgeschaltet werden kann, und/oder der Druck der von der Pumpe 110 geförderten Flüssigkeit einstellbar ist.

2 zeigt beispielhaft eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verteilervorrichtung, die beispielsweise in der Vorrichtung 100 der 1 zum Einsatz kommen kann. Die Verteilervorrichtung 10 weist eine Einlassöffnung 11 auf, die mit der Zuführleitung 111 verbunden sein kann. Des Weiteren weist sie sieben Auslassöffnungen 30 auf, wobei auch weitere oder weniger Auslassöffnungen vorgesehen sein können. Jede Auslassöffnung 30 ist beispielsweise mit einer Wasserstrahleinheit 130 verbunden.

Die Verteilervorrichtung 10 umfasst eine Verteilerkammer 14, in die eine Flüssigkeit, insbesondere Wasser, durch die Einlassöffnung 11 einströmt und durch die mehreren Auslassöffnungen 30 ausströmt. Die Verteilervorrichtung 10 stellt somit eine effektive Verteilung der Flüssigkeit auf die verschiedenen Auslassöffnungen 30 und damit auf die Wasserstrahleinheiten 130 bereit. Die Auslassöffnungen sind im oberen Teil der Verteilerkammer 14, insbesondere in einer oberen Abschlusswand der Verteilerkammer 14 angeordnet. Die Einlassöffnung ist im unteren Teil der Verteilerkammer 14, insbesondere im Boden dieser oder im unteren Teil einer Seitenwand der Verteilerkammer 14 angeordnet. Im Beispiel der 2 ist die Verteilerkammer 14 zylinderförmig ausgestaltet, mit einem kreisförmigen Boden und einer kreisförmigen oberen Abschlusswand. Andere Ausführungen der Verteilerkammer 14 sind ebenfalls denkbar, wie beispielsweise als horizontal verlaufender Rohrabschnitt (bzw. Zylinder mit horizontaler Symmetrieachse), bei dem die Auslassöffnungen in einem oberen Bereich der Mantelfläche angeordnet sind, und die Einlassöffnung in einer Endfläche des Rohrabschnitts oder in einem unteren Bereich der Mantelfläche angeordnet ist. Es können selbstverständlich auch mehrere Einlassöffnungen vorgesehen sein.

Die Verteilervorrichtung weist des Weiteren mindestens ein Schließelement 20 auf, wobei in der 2 beispielhaft drei Schließelemente 20 gezeigt sind. Das Schließelement 20 kann mit mehreren der Auslassöffnungen 30 zusammenwirken, um den Fluss der Flüssigkeit durch die entsprechende Auslassöffnung zu ändern, insbesondere zu reduzieren (beispielsweise durch Verringerung des Durchflusses, oder durch Verschließen der Auslassöffnung).

Bei der Ausführungsform der 2 sind die Schließelemente 20 sowie die Auslassungsöffnungen 30 jeweils gleich ausgeführt, sodass jedes Schließelement 20 mit jeder Auslassöffnung 30 auf gleiche Art und Weise zusammenwirken kann. Es sollte jedoch klar sein, dass andere Ausgestaltungen der Vorrichtung 10 denkbar sind, bei denen verschieden ausgestaltete Schließelemente 20 zum Einsatz kommen, und/oder verschieden ausgestaltete Auslassöffnungen 30. Durch das Zusammenwirken von verschiedenen Auslassöffnungen mit verschiedenen Schließelementen können sich damit verschiedene Änderungen des Durchflusses durch die jeweilige Auslassöffnung ergeben.

Die Schließelemente 20 werden durch die einströmende Flüssigkeit betätigt. Die Flüssigkeit, die die Verteilerkammer 14 durchströmt, bewegt die Schließelemente 20, beispielsweise dadurch, dass diese in der Strömung mitgenommen werden. Da die Flüssigkeit die Verteilerkammer 14 durch die Auslassöffnungen 30 verlässt, bewegt die Strömung der Flüssigkeit die Schließelemente 20 zu den Auslassöffnungen 30. Das Schließelement 20 setzt sich auf die entsprechende Auslassöffnung 30 und wirkt mit dieser derart zusammen, dass der Fluss durch diese Auslassöffnung verringert oder gestoppt wird.

Bei der Verteilervorrichtung 10 hängt es somit von der Strömung der Flüssigkeit in der Verteilervorrichtung 10 ab, welche der Auslassöffnungen 30 von einem Schließelement 20 belegt wird. Die Veränderung des Durchflusses durch die Auslassöffnungen 30 erfolgt damit aleatorisch, bzw. auf Zufall beruhend. Insbesondere können sich in der Verteilerkammer 14 Wirbel ausbilden, deren Ausbildung sowohl von dem Druck und der Flussgeschwindigkeit der einströmenden Flüssigkeit, als auch von der Anzahl der Auslassöffnungen 30 abhängt, durch die die Flüssigkeit wieder ausströmen kann, sowie den entsprechenden Strömungswiderständen. Im Betrieb besetzten die Schließelemente 20 somit wiederholt verschiedene Auslassöffnungen 30. Die Strömung der Flüssigkeit in der Verteilerkammer 14 bewirkt des Weiteren, dass sich ein Schließelement 20 wieder von einer Auslassöffnung löst und diese freigibt, und eine andere oder keine Auslassöffnung 30 belegt. Während des Betriebs ändern sich somit die Auslassöffnungen, die von den Schließelementen 20 belegt sind, und deren Durchfluss reduziert ist.

Die Verteilervorrichtung 10 kann ausgestaltet werden, um die mittlere Häufigkeit, mit der die Schließelemente 20 die Auslassöffnungen 30 wechseln, einzustellen. Beispielsweise können Größe, Gewicht, und/oder Dichte der Schließelemente 20 eingestellt werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Eine größere Größe bietet eine größere Angriffsfläche für die in der Verteilerkammer 14 vorherrschende Strömung. Eine höhere Dichte der Schließelemente 20 führt zu einem größeren Antrieb, der einem Anpressen der Schließelemente 20 gegen die Auslassöffnungen 30 durch den in der Verteilerkammer 14 herrschenden Druck entgegenwirkt. Die Schließelemente 20 können beispielsweise aus Metall, Kunststoff, insbesondere Polyethylen oder Polypropylen, einem Elastomer oder einem ähnlichen Material hergestellt werden. Insbesondere kann auch eine Kombination dieser Materialien verwendet werden, um die gewünschten Eigenschaften der Schließelemente 20 zu erhalten.

Gleichermaßen können die Auslassöffnungen 30 unterschiedlich ausgestaltet sein, um die Wahrscheinlichkeit anzupassen, mit der sich ein Schließelement 20 auf die Auslassöffnung 30 setzt, oder um die mittlere Verweildauer eines Schließelements 20 auf der Auslassöffnung 30 einzustellen. Die Auslassöffnungen 30 können insbesondere einen Ventilsitz aufweisen, auf den sich das Schließelement 20 setzt. Die Ventileinrichtung 15 umfasst die Schließelemente 20 sowie die Auslassöffnungen 30 bzw. die entsprechenden Ventilsitze.

3 zeigt beispielhaft verschiedene Ausführungsformen der Auslassöffnungen 30, die verschiedene Ventilsitze aufweisen. Die Auslassöffnung 31 weist einen planen Ventilsitz auf, bei dem das Schließelement 20 nur wenig in die Auslassöffnung eintritt und somit relativ einfach wieder von dieser entfernt werden kann. Die Auslassöffnung 32 weist einen konischen Ventilsitz auf, bei dem die Ränder der Auslassöffnung beispielsweise angefast sind oder eine entsprechende Ausnehmung aufweisen. Eine derartige Ausgestaltung verleiht dem Sitz des Schließelements in der Auslassöffnung mehr Stabilität, sodass ein Entfernen des Schließelements durch die Strömung erschwert wird, und die mittlere Verweildauer des Schließelements auf der Auslassöffnung 32 vergrößert wird. Der Ventilsitz der Auslassöffnung 33 weist einen Vorsprung oder eine Auskragung auf, mit der das Schließelement 20 zur Änderung des Durchflusses durch die Auslassöffnung 33 zusammenwirkt. Mit einer derartigen Ausgestaltung lässt sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Auslassöffnung 33 von einem Schließelement 20 besetzt wird, verringern. Gleichermaßen verringert sich die mittlere Verweildauer des Schließelements 20 auf der Auslassöffnung 33.

Die Auslassöffnungen 35 sind in schrägen Wänden der Verteilerkammer 14 angeordnet. Mit einer derartigen Ausgestaltung der Auslassöffnungen 35 kann ebenfalls eine Verringerung der Verweildauer der Schließelemente 20 auf den Auslassöffnungen 35 erreicht werden, sodass die entsprechende Auslassöffnung schneller freigegeben wird und ein häufigeres Wechseln der von den Schließelementen 20 belegten Auslassöffnungen stattfindet.

Die Auslassöffnungen 30 der in 2 gezeigten Verteilervorrichtung 10 können eine Ausgestaltung oder eine Kombination der verschiedenen Ausgestaltungen der vorab beschriebenen Ventilsitze ausweisen. Die Auslassöffnungen 30 sind vorzugsweise in einem oberen Bereich der Verteilervorrichtung 10 angeordnet. Insbesondere sind sie in einer horizontalen Wand und/oder einer schräg nach oben verlaufenden Wand der Verteilerkammer 14 angeordnet. Somit kann die Schwerkraft der Schließelemente 20 das Freigeben der Auslassöffnungen begünstigen. Bei anderen Ausführungsformen können die Auslassöffnungen auch in einer unteren Wand oder in einer schräg nach unten verlaufenden Wand angeordnet sein. Die Schließelemente 20 können dann so ausgestaltet sein, dass deren Auftrieb ein Freigeben der Auslassöffnungen begünstigt. Selbstverständlich sind auch Kombinationen der beschriebenen Ausführungen denkbar.

In den Beispielen der 2 und 3 sind die Schließelemente 20 als Kugeln, insbesondere als Hohlkugeln oder Vollkugeln ausgestaltet. Eine Hohlkugel kann beispielsweise mit Luft oder Gas gefüllt sein, um den Auftrieb des Schließelements 20 einzustellen. Andere Formen der Schließelemente 20 sind ebenfalls denkbar. Beispiele sind eine Scheibenform, ein oblater oder prolater Rotationsellipsoid, oder Ähnliches. Weiterhin kann das Schließelement 20 eine Struktur an seiner Oberfläche aufweisen. Beispiele dafür sind Vertiefungen, Kerben, gefräste Bereiche oder Ähnliches. Dadurch wird sichergestellt, dass ein bestimmter Durchfluss durch eine Auslassöffnung, auf die sich das Schließelement 20 gesetzt hat, gewährleistet ist. Zusätzlich oder alternativ zu der genannten strukturierten Oberfläche kann das Schließelement auch Bohrungen oder eine Struktur aufweisen, die einen Fluss der Flüssigkeit durch das Schließelement hindurch ermöglichen.

Die Verteilervorrichtung 10 kann eine geringere Anzahl an Schließelementen 20 als an Auslassöffnungen 30 aufweisen. Bei einer solchen Ausgestaltung ist sichergestellt, dass stets eine Auslassöffnung geöffnet ist, durch die die Flüssigkeit entweichen kann. Somit ist stets eine Strömung in der Verteilerkammer 14 vorhanden. Auch ist es möglich, eine Auslassöffnung für das Zusammenwirken mit einem Schließelement 20 zu sperren, beispielsweise durch das Vorsehen eines Dorns oder einer ähnlichen Struktur in der Auslassöffnung, sodass sich das Schließelement nicht auf die Auslassöffnung setzen kann.

Das Belegen einer oder mehrerer Auslassöffnungen durch Schließelemente hat die Wirkung, dass die Wasserstrahlen aus den zugeordneten Wasserstrahleinheiten versiegen oder eine deutliche Reduzierung des ausströmenden Wasservolumens erfolgt. Das durch die anderen Auslassöffnungen beziehungsweise Wasserstrahleinheiten ausgegebene Wasservolumen wird dadurch entsprechend erhöht, sodass die Wasserstrahlen höher bzw. weiter spritzen.

Die in 3 gezeigte Ausführungsform der Verteilervorrichtung 10 kann ebenfalls in der Vorrichtung 100 der 1 zum Einsatz kommen. Die Verteilervorrichtung 10 kann nur eine Art der gezeigten Auslassöffnungen 31, 32, 33, 35 oder eine Kombination verschiedener Arten von Auslassöffnungen aufweisen. In den Vorrichtungen 10 der Fig. 2 und 3 können beispielsweise zwischen 2 und 20 Auslassöffnungen vorgesehen sein. In 3 ist des Weiteren ein Gitter angedeutet, das verhindert, dass die Schließelemente 20 durch die Einlassöffnung 11 aus der Verteilerkammer 14 austreten.

Das Flussdiagramm der 4 veranschaulicht eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens. Das Verfahren kann beispielweise mit der Verteilervorrichtung 10, die in 2 oder 3 dargestellt ist, in der Vorrichtung der 1 durchgeführt werden insbesondere in einem Wasserspiel oder einem Springbrunnen. In dem ersten Schritt 41 strömt die Flüssigkeit, insbesondere Wasser, in die Verteilerkammer 14 der Verteilervorrichtung 10 ein. Die Flüssigkeit kann dabei von der Pumpe 110 gefördert werden. In der Verteilerkammer 14 verursacht die Strömung der Flüssigkeit eine Bewegung der Schließelemente 20, woraufhin die Schließelemente Auslassöffnungen der Verteilervorrichtung 10 belegen (Schritt 42). Der Auslass der Flüssigkeit aus den Wasserstrahleinheiten 130 wird somit geändert. Die Flüssigkeit durchströmt weiterhin die Verteilerkammer 14 und verlässt diese durch die noch offenen Auslassöffnungen 30. Durch die Strömung der Flüssigkeit in der Verteilervorrichtung 10 wird die Belegung von Auslassöffnungen mit Schließelementen geändert, wobei diese Änderung zufällig stattfindet (Schritt 43). Insbesondere kann diese zufällige Veränderung der Belegung durch die Verwirbelung der Flüssigkeit in der Verteilerkammer 14 herbeigeführt werden.

Wie in Schritt 44 angedeutet kann die Freigabe einer Auslassöffnung von einem Schließelement auch von außen beeinflusst werden, wie beispielsweise durch Absenken des Drucks, mit dem die Flüssigkeit durch die Einlassöffnung 11 einströmt, oder durch Verschließen einer Auslassöffnung, was beispielsweise durch manuelles Zuhalten einer der Wasserstrahleinheiten 130 erfolgen kann. Der Druck der zuströmenden Flüssigkeit kann durch Ansteuern der Pumpe 110 mit der Steuereinheit 120 zeitweilig abgesenkt werden, was zur einer Verringerung des Drucks in der Verteilerkammer 14 und damit zu einer verringerten Druckdifferenz über die Schließelemente 20 führt, die eine Auslassöffnung belegen. Dadurch erfährt das Schließelement eine verringerte Anpresskraft, wodurch das Freigeben der entsprechenden Auslassöffnung erleichtert wird. Auch durch Zuhalten einer der Wasserstrahleinheiten 130 erhöht sich beispielweise durch einen noch vorhandenen geringen Fluss der Flüssigkeit zwischen Schließelement und Ventilsitz der Druck innerhalb der die Auslassöffnung und die Wasserstrahleinheit verbindenden Leitung, wodurch auch hierbei die Druckdifferenz über das Schließelement verringert wird. Aufgrund der entsprechend verringerten Anpresskraft wird auch in diesem Beispiel die Freigabe der Auslassöffnung erleichtert. Die Schließelemente, die in Schritt 44 Auslassöffnungen freigegeben haben, können im Schritt 42 erneut freie Auslassöffnungen belegen.

Der Druck der zugeführten Flüssigkeit kann beispielweise durch kurzes Ausschalten der Pumpe 110 oder durch eine kurzzeitige Änderung der Drehzahl der Pumpe 110, beispielsweise mittels Frequenzsteuerung, verändert werden.

Wie aus obiger Beschreibung ersichtlich ist ermöglichen die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung auf einfache Weise eine auf Zufälligkeit beruhende Verteilung einer Flüssigkeit mittels verschiedener Auslassöffnungen und Schließelemente. Durch die in der Verteilervorrichtung vorhandene Strömung erfolgt ein zufälliges Ändern der Belegung von Auslassöffnungen mit Schließelementen. Die Belegung der Auslassöffnungen mit Schließelementen kann weiterhin durch ein Ändern der Druckverhältnisse in der Verteilerkammer beeinflusst werden. Dies ist sowohl für den Benutzer eines entsprechenden Wasserspiels, beispielsweise durch Zuhalten von Wasserstrahleinheiten, als auch für den Betreiber durch Ansteuern der Pumpe oder ähnliche Maßnahmen möglich. Die Verteilervorrichtung und das Wasserspiel, das eine solche Verteilervorrichtung einsetzt, sind dabei wesentlich weniger komplex und damit kostengünstiger ausgestaltet als herkömmliche Systeme, die elektrische Ventile benötigen. Des Weiteren können der Installationsaufwand und der Wartungsaufwand verringert werden.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 2230023 A1 [0037]