Title:
Filteranordnung
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung bezieht sich auf eine Filteranordnung umfassend zumindest eine erste Stromschiene (2) und eine zweite Stromschiene (3) sowie ein Trägerelement (4), an dem zumindest ein elektrisches Filterbauelement (5, 6) angeordnet ist, das mit zumindest einer der Stromschienen (2, 3) elektrisch verbunden ist, wobei die elektrische Verbindung des zumindest einen elektrischen Filterbauelements (5, 6) mit zumindest einer dieser Stromschienen (2, 3) durch mechanisches Einspannen des Trägerelements (4) zwischen der ersten und zweiten Stromschiene (2, 3) erfolgt. embedded image




Inventors:
Würzinger, Mathias (94160, Ringelai, DE)
Application Number:
DE102017100381A
Publication Date:
07/12/2018
Filing Date:
01/10/2017
Assignee:
InTiCa Systems AG, 94032 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19507790C1N/A



Attorney, Agent or Firm:
Wolf, Gerhard, Dipl.-Ing. Univ. Dr.-Ing. , 94469, Deggendorf, DE
Claims:
Filteranordnung umfassend zumindest eine erste Stromschiene (2) und eine zweite Stromschiene (3) sowie ein Trägerelement (4), an dem zumindest ein elektrisches Filterbauelement (5, 6) angeordnet ist, das mit zumindest einer der Stromschienen (2, 3) elektrisch verbunden ist, wobei die elektrische Verbindung des zumindest einen elektrischen Filterbauelements (5, 6) mit zumindest einer dieser Stromschienen (2, 3) durch mechanisches Einspannen des Trägerelements (4) zwischen der ersten und zweiten Stromschiene (2, 3) erfolgt.

Filteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschienen (2, 3) parallel zueinander verlaufen und übereinander angeordnet sind.

Filteranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (4) streifenförmig ausgebildet ist.

Filteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Längsachse (LAT) des Trägerelements (4) quer zur Längsachse (LAS) der Stromschienen (2, 3) verläuft.

Filteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (4) an beiden Seiten der Stromschienen (2, 3) seitlich absteht und an den abstehenden Bereichen (4a, 4b) jeweils ein Filterbauelement (5, 6) vorgesehen ist.

Filteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Filterbauelement (5) die erste Stromschiene (2) mit einem auf einem elektrischen Bezugspotential liegenden Bauteil (7) koppelt.

Filteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Filterbauelement (6) die zweite Stromschiene (3) mit einem auf einem elektrischen Bezugspotential liegenden Bauteil (7) koppelt.

Filteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Verbindung zwischen der Stromschiene (2, 3) und einem auf dem Trägerelement (4) befindlichen leitenden Bereich über einen zumindest einen federartig ausgebildeten Kontaktbereich (8.1) aufweisenden Kontaktabschnitt (8', 8") erfolgt.

Filteranordnung nach einem Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktabschnitt (8', 8") mehrere nach oben hin oder nach oben und unten hin abstehende Kontaktzungen (8.2) aufweist.

Filteranordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Trägerelement (4) und der Stromschiene (2, 3) im Bereich des Kontaktabschnitts (8', 8") zumindest ein Abstandshalter (9) vorgesehen ist, der die Verformung des federartig ausgebildeten Kontaktbereichs (8.1) begrenzt.

Filteranordnung nach der vorhergehenden Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Trägerelement (4) an zwei einander gegenüberliegenden Trägerelementseiten (4', 4") jeweils ein Kontaktabschnitt (8', 8") vorgesehen ist.

Filteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (4) eine Leiterplatte (4.1) mit mehreren Leiterbahnbereichen (4.2) ist.

Filteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (4) einen Träger (4.3) aus einem elektrisch nichtleitenden Material und daran angeordnete Stanzblechteile (4.4) aufweist.

Filteranordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass an einem die Stromschiene (2, 3) mit dem Filterbauelement (5, 6) verbindenden Stanzblechteil (4.4) einstückig der federartig ausgebildete Kontaktbereich (8.1) vorgesehen ist.

Verfahren zur Herstellung einer Filteranordnung (1) umfassend zumindest eine erste Stromschiene (2) und eine zweite Stromschiene (3) sowie ein Trägerelement (4), an dem zumindest ein elektrisches Filterbauelement (5, 6) angeordnet ist, das mit zumindest einer der Stromschienen (2, 3) elektrisch verbunden ist, wobei das zumindest eine elektrische Filterbauelement (5, 6) mit zumindest einer dieser Stromschienen (2, 3) durch mechanisches Einspannen des Trägerelements (4) zwischen der ersten und zweiten Stromschiene (2, 3) elektrisch verbunden wird.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Filteranordnung sowie ein Verfahren zur Herstellung einer Filteranordnung.

Elektrische bzw. elektronische Filter zur Entstörung von elektrischen Systemen und Anlagen sind grundsätzlich bekannt. Insbesondere sind Filter bekannt, die in einem Gleichspannungsnetz hochfrequente Signale, die in Gleichstrompfade eingekoppelt werden, ausfiltern, um die bestehenden Anforderungen hinsichtlich elektromagnetischer Verträglichkeit (EMV) des elektrischen Systems bzw. der Anlage zu erfüllen (sog. EMV-Filter).

Insbesondere bei elektrisch angetriebenen Fahrzeugen besteht das Problem, dass auf Stromschienen zwischen dem Energiespeicher (z.B. Batterieeinheit) und dem Elektromotor hohe elektrische Ströme übertragen werden müssen (z.B. Ströme bis zu 500A). Daher müssen die Stromschienen einen erheblichen Querschnitt (z.B. im cm2-Bereich) aufweisen, um eine übermäßige Erwärmung der Stromschienen zu vermeiden. An diese Stromschienen müssen elektrische Bauteile, insbesondere Kondensatoren angeschlossen werden, um die Ausfilterung der hochfrequenten Störanteile zu ermöglichen. Die sich beim Anschließen der Kondensatoren bildenden Übergangsimpedanzen (ohmsche Widerstände, parasitäre Induktivitäten etc.) müssen zudem möglichst klein sein.

Bislang erfolgt das Anschließen der elektrischen Filterbauelemente (insb. Kondensatoren) durch ein Anschweißen der Anschlussbereiche der Kondensatoren an die Stromschienen, insbesondere an Stromschienenbereiche, die vorher durch geeignete Materialbearbeitung (z.B. Bohren bzw. Fräsen) für ein Anschweißen vorbereitet wurden, um ein Verschweißen der dünn ausgebildeten Anschlussbereiche mit der Stromschiene erst zu ermöglichen. Dies ist zum einen zeit- und kostenintensiv, zum anderen aber fehleranfällig, da die Güte des elektrischen Kontakts maßgeblich von der Güte der Schweißverbindung abhängt, die erheblichen Schwankungen unterliegt.

Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der Erfindung, eine Filteranordnung anzugeben, die zeit- und kosteneffizient herstellbar ist und darüber hinaus eine zuverlässige elektrische Kontaktierung der Filterbauelemente ermöglicht.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche. Ein Verfahren zur Herstellung einer Filteranordnung ist Gegenstand des nebengeordneten Patentanspruchs 15.

Gemäß einem ersten Aspekt bezieht sich die Erfindung auf eine Filteranordnung umfassend zumindest eine erste Stromschiene und eine zweite Stromschiene sowie ein Trägerelement, an dem zumindest ein Filterbauelement, insbesondere ein elektrischer Kondensator, angeordnet ist, das mit zumindest einer der Stromschienen elektrisch verbunden ist. Die elektrische Verbindung des zumindest einen elektrischen Filterbauelements mit zumindest einer dieser Stromschienen erfolgt durch mechanisches Einspannen des Trägerelements zwischen der ersten und zweiten Stromschiene.

Die erfindungsgemäße Filteranordnung bietet den entscheidenden Vorteil, dass die elektrische Verbindung zwischen Stromschiene und Filterbauelement einfach und kostengünstig durch die mechanische Montage hergestellt werden kann. Damit kann insbesondere eine Verschweißung der Anschlussbereiche der Filterbauelemente mit den Stromschienen entfallen. Dies führt zum einen zu einer Reduzierung von Kontaktierungsfehlern, zum anderen zu Kostenvorteilen bei der Herstellung der Filteranordnung.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel verlaufen die Stromschienen parallel zueinander und sind übereinander angeordnet. Damit kann ein zwischen den Stromschienen angeordnetes Trägerelement durch Verspannen der Stromschienen gegeneinander fixiert werden und die elektrische Kontaktierung zwischen Stromschiene und Filterbauelement erfolgt durch Andrücken von Kontaktabschnitten während dieses mechanischen Verspannens.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Trägerelement streifenförmig ausgebildet. Es kann insbesondere eine Breite (in Richtung der Längsachse der Stromschienen gemessen) aufweisen, die kleiner ist als die Länge (quer zur der Längsachse der Stromschienen gemessen) des Trägerelements. Das streifenförmige Trägerelement kann zwischen den Stromschienen angeordnet werden, um zwischen diesen mechanisch verspannt zu werden.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel verläuft eine Längsachse des Trägerelements quer, insbesondere senkrecht zur Längsachse der Stromschienen. In dem Bereich, in dem die Stromschienen und das Trägerelement sich kreuzen, kann die elektrische Kontaktierung der Stromschienen zum Zweck der elektrischen Kopplung mit dem zumindest einen Filterbauelement erfolgen.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel steht das Trägerelement an beiden Seiten der Stromschienen seitlich ab und an den abstehenden Bereichen ist jeweils ein Filterbauelement, insbesondere ein elektrischer Kondensator vorgesehen. Die abstehenden Bereiche dienen damit als Anschlussbereiche für die Filterbauelemente. Dadurch können die elektrischen Leitungen zwischen Stromschiene und Filterbauelement kurz gehalten werden.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel koppelt ein erstes Filterbauelement, insbesondere ein elektrischer Kondensator die erste Stromschiene mit einem auf einem elektrischen Bezugspotential liegenden Bauteil. Das elektrische Bezugspotential kann insbesondere Erdpotential haben. Damit können auf der ersten Stromschiene vorhandene hochfrequente Störungen über das Filterbauelement abgeleitet und damit ausgefiltert werden.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel koppelt ein zweites Filterbauelement, insbesondere ein elektrischer Kondensator die zweite Stromschiene mit einem auf einem elektrischen Bezugspotential liegenden Bauteil. Das elektrische Bezugspotential kann insbesondere Erdpotential haben. Damit können auf der zweiten Stromschiene vorhandene hochfrequente Störungen über das Filterbauelement abgeleitet und damit ausgefiltert werden.

Vorzugsweise sind die erste und zweite Stromschiene mit identisch dimensionierten Filterbauelementen gekoppelt. Diese sind vorzugsweise symmetrisch zueinander angeordnet, insbesondere spiegelsymmetrisch zur Längsachse der Stromschienen. Dadurch kann eine Entstörung beider Stromschienen gegen Gleichtaktsignale (common-mode-Filterung) erfolgen.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel erfolgt die elektrische Verbindung zwischen der Stromschiene und einem auf dem Trägerelement befindlichen leitenden Bereich über einen zumindest einen federartig ausgebildeten Kontaktbereich aufweisenden Kontaktabschnitt (Kontaktfeder). Dieser federartig ausgebildete Kontaktbereich kann beim Einspannen des Trägerelements zwischen den Stromschienen zumindest teilweise elastisch verformt bzw. komprimiert werden. Dadurch kann eine verbesserte elektrische Kontaktierung der Stromschienen erzielt werden.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist der Kontaktabschnitt mehrere Kontaktzungen auf. Die Kontaktzungen können zumindest abschnittsweise nach oben oder aber nach oben und unten in Bezug auf eine Mittelebene des Kontaktabschnitts abstehen. Das gleichzeitige nach oben und unten Abstehen der Kontaktzungen wird beispielsweise dadurch erreicht, dass diese vorzugsweise entlang deren Längsachse zumindest abschnittsweise verdreht sind, so dass Kantenbereiche nach oben und unten hin gegenüber der Mittelebene des Kontaktabschnitts abstehen. Die Verdrehung der Kontaktzungen kann beispielsweise vor dem Verklemmen zwischen dem Trägerelement und der Stromschiene zwischen 30° und 60°, beispielsweise zwischen 40° und 50°, insbesondere etwa 45° betragen. Dieser Verdrehwinkel kann dann durch das Verklemmen zwischen dem Trägerelement und der Stromschiene zumindest teilweise reduziert werden. Alternativ kann der Kontaktabschnitt auch andersartige elastisch verformbare Kontaktbereiche aufweisen, beispielsweise in Form eines spiralfederförmigen Kontaktbereichs.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist zwischen dem Trägerelement und der Stromschiene im Bereich des Kontaktabschnitts zumindest ein Abstandshalter vorgesehen, der die Verformung des federartig ausgebildeten Kontaktbereichs begrenzt. Dadurch wird erreicht, dass der federartig ausgebildete Kontaktbereich unabhängig von der Kraft, mit der die Stromschienen gegeneinander verspannt werden, nur zu einem gewissen Grad verformt und nicht vollständig gegen das Trägerelement gepresst werden kann.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist an dem Trägerelement an zwei einander gegenüberliegenden Trägerelementseiten jeweils ein Kontaktabschnitt vorgesehen. Dadurch kann mittels des Einspannens des Trägerelements eine gleichzeitige elektrische Kontaktierung der jeweiligen Stromschienen erfolgen, beispielsweise eine erste Stromschiene mittels eines unterseitigen Kontaktabschnitts und eine zweite Stromschiene mittels eines oberseitigen Kontaktabschnitts.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Trägerelement eine Leiterplatte umfassend einen elektrisch isolierenden Leiterplattenträger und mehrere elektrisch leitfähige Leiterbahnbereiche. Über die Leiterbahnbereiche erfolgt die elektrische Kontaktierung zwischen Stromschiene und Kondensator bzw. zwischen Kondensator und einem auf einem Bezugspotential (insb. Erdpotential) befindlichen Bauteil. Die Leiterbahnbereiche können sich dabei über die gesamte Breite oder im Wesentlichen die gesamte Breite der Leiterplatte (insb. >80%) erstrecken. Dadurch wird eine optimierte Ableitung der Störanteile erreicht.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist das Trägerelement einen Träger aus einem elektrisch nichtleitenden Material und daran angeordnete Stanzblechteile auf. Die Stanzblechteile dienen dabei der jeweiligen elektrischen Kontaktierung des Filterbauelements zur Stromschiene und zum auf Bezugspotential liegenden Bauteil hin. Dadurch können die Herstellungskosten der Filteranordnung weiter reduziert werden.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist an einem die Stromschiene mit dem Filterbauelement verbindenden Stanzblechteil einstückig der federartig ausgebildete Kontaktbereich vorgesehen. In anderen Worten bildet der federartig ausgebildete Kontaktbereich einen integralen Bestandteil eines zur Kontaktierung zwischen Stromschiene und Filterbauelement befindlichen Stanzblechteils. Dadurch kann ein Verlöten eines Kontaktelements mit dem Stanzblechteil vermieden werden, was zu geringen Übergangswiderständen und damit zu verbesserten Filtereigenschaften führt.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Filteranordnung mehrere entlang der Stromschienen zueinander beabstandete Trägerelemente auf, die jeweils zumindest ein Filterbauelement aufweisen. Zwischen diesen Trägerelementen kann eine Drossel vorgesehen sein, die durch einen ringförmigen Magnetkern bzw. durch einen gewickelten Bandkern, insbesondere nanokristallinen Bandkern gebildet ist. Die Drossel kann insbesondere einen Innenöffnung aufweisen, die an den Querschnitt der zueinander verklemmt angeordneten Stromschienen derart angepasst ist, dass die Drossel auf die Stromschienen aufschiebbar ist. Durch die induktive Wirkung des Magnetkerns an der Stromschiene wird die Wirkung einer Drossel erreicht.

Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Filteranordnung umfassend zumindest eine erste Stromschiene und eine zweite Stromschiene sowie ein Trägerelement, an dem zumindest ein elektrisches Filterbauelement angeordnet ist, das mit zumindest einer der Stromschienen elektrisch verbunden ist. Das zumindest eine elektrische Filterbauelement wird mit zumindest einer dieser Stromschienen durch mechanisches Einspannen des Trägerelements zwischen der ersten und zweiten Stromschiene elektrisch verbunden.

Unter „Filterbauelement“ im Sinne der vorliegenden Erfindung wird jegliches elektrisches Bauelement verstanden, das zur Entstörung von Stromschienen verwendet werden kann. Filterbauelemente können insbesondere Kondensatoren, aber auch Induktivitäten oder elektrische Widerstände sein.

Die Ausdrücke „näherungsweise“, „im Wesentlichen“ oder „etwa“ bedeuten im Sinne der Erfindung Abweichungen vom jeweils exakten Wert um +/- 10%, bevorzugt um +/- 5% und/oder Abweichungen in Form von für die Funktion unbedeutenden Änderungen.

Weiterbildungen, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus den Figuren. Dabei sind alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination grundsätzlich Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung. Auch wird der Inhalt der Ansprüche zu einem Bestandteil der Beschreibung gemacht.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

  • 1 beispielhaft eine erste Ausführungsform einer Filteranordnung in einer perspektivischen Ansicht;
  • 2 beispielhaft eine Schnittdarstellung der Filteranordnung entlang der in 1 gezeigten Schnittlinie X-X;
  • 3 beispielhaft der in 2 mit dem strichlierten Kreis gekennzeichnete Klemmbereich zwischen Stromschienenpaar und Trägerelement in einer Detaildarstellung;
  • 4 beispielhaft eine oberseitige Darstellung des Trägerelements mit daran vorgesehenen Kondensatoren;
  • 5 beispielhaft eine unterseitige Darstellung des Trägerelements mit daran vorgesehenen Kondensatoren;
  • 6 beispielhaft eine zweite Ausführungsform einer Filteranordnung in einer perspektivischen Ansicht;
  • 7 beispielhaft eine Schnittdarstellung der Filteranordnung entlang der in 6 gezeigten Schnittlinie X-X;
  • 8 beispielhaft der in 7 mit dem strichlierten Kreis gekennzeichnete Klemmbereich zwischen Stromschienenpaar und Trägerelement in einer Detaildarstellung;
  • 9 beispielhaft eine oberseitige Darstellung des Trägerelements gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel mit daran vorgesehenen Kondensatoren;
  • 10 beispielhaft eine unterseitige Darstellung des Trägerelements gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel mit daran vorgesehenen Kondensatoren; und
  • 11 beispielhaft ein schematisches Blockschaltbild einer beispielhaften Filteranordnung zum Ausfiltern von Störanteilen.

Die 1 bis 5 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel einer Filteranordnung 1 in unterschiedlichen Ansichten. Die nachfolgende Beschreibung der Filteranordnung 1 erfolgt unter Bezugnahme auf ein kartesisches Koordinatensystem mit senkrecht zueinander stehenden Achsen, nämlich einer x-Achse, eine y-Achse und einer z-Achse. Die Filteranordnung 1 umfasst ein Stromschienenpaar mit einer ersten Stromschiene 2 und einer zweiten Stromschiene 3. In der Darstellung gemäß 1 ist lediglich die erste Stromschiene 2 gezeigt. Es versteht sich, dass auch mehr als zwei Stromschienen zur Bildung der Filteranordnung 1 vorgesehen sein können.

Die Stromschienen 2, 3 der Filteranordnung 1 bilden beispielsweise eine einen positiven und einen negativen elektrischen Leiter, der eine Energiespeichereinheit, beispielsweise eine elektrische Batterie, mit einem elektrischen Verbraucher, beispielsweise einem Elektromotor verbindet. Die Stromschienen 2, 3 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel in z-Richtung übereinander angeordnet und verlaufen mit ihren Längsachsen LAS parallel zueinander in y-Richtung. Vorzugsweise sind die Stromschienen 2, 3 im Querschnitt halbrund ausgebildet und mit ihren Flachseiten einander zugewandt beabstandet angeordnet, so dass die übereinander angeordneten Stromschienen 2, 3 ein im Querschnitt kreisrundes Stromschienenpaar bilden. Die Beabstandung der Stromschienen 2, 3 kann abschnittsweise durch geeignete Isoliermaterialien erfolgen.

Zur Entstörung der Stromschienen 2, 3 weist die Filteranordnung 1 ein Trägerelement 4 auf, an dem zumindest ein, im gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Kondensatoren 5, 6 vorgesehen sind. Das Trägerelement 4 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel streifenartig ausgebildet, wobei die Breite des Trägerelements 4 kleiner ist als die Länge des Trägerelements 4 entlang dessen Längsachse LAT. Dieses Trägerelement 4 ist zwischen den beiden Stromschienen 2, 3 derart angeordnet, dass die Längsachse LAT des Trägerelements 4 quer, insbesondere rechtwinklig zur Längsachse LAS der Stromschienen 2, 3 verläuft (im gezeigten Ausführungsbeispiel in x-Richtung). Die Fixierung des Trägerelements 4 zwischen den Stromschienen 2, 3 erfolgt durch mechanisches Verklemmen des Trägerelements 4. Dabei liegt eine flach ausgebildete Oberseite der ersten, unteren Stromschiene 2 gegenüber der Unterseite des Trägerelements 4 und eine flach ausgebildete Unterseite der zweiten, oberen Stromschiene 3 gegenüber der Oberseite des Trägerelements 4 an.

Das Trägerelements 4 ist derart gegenüber der ersten und zweiten Stromschiene 2, 3 angeordnet, dass zwei gleichlange oder im Wesentlichen gleichlange Trägerelementbereiche 4a, 4b von dem Stromschienenpaar zu unterschiedlichen Seiten hin abstehen. Beispielsweise steht der erste Trägerelementbereich 4a zur linken Seite hin, der zweite Trägerelementbereich 4b zur rechten Seite hin ab. An dem ersten Trägerelementbereich 4a ist dabei der erste Kondensator 5, an dem zweiten Trägerelementbereich 4b der zweite Kondensator 6 vorgesehen. Dadurch wird eine in Bezug auf die Längsachse LAS der Stromschienen 2, 3 spiegelsymmetrische oder im Wesentlichen spiegelsymmetrische Filteranordnung 1 erreicht. Wie im Ausführungsbeispiel gemäß 1 gezeigt, können die Kondensatoren 5, 6 hängend, d.h. nach unten hin in Richtung der ersten Stromschiene 2 abstehend, an dem Trägerelement 4 angeordnet sein.

Um die Stromschienen 2, 3 elektrisch mit den Kondensatoren 5, 6 zum Zweck der Entstörung der Stromschienen 2, 3 zu koppeln, sind jeweils an der Oberseite 4' und der Unterseite 4" des Trägerelements 4 elektrisch leitfähige Bereiche vorgesehen. Im in den 1 bis 5 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Trägerelement 4 durch eine Leiterplatte 4.1 gebildet, an der oberseitig und unterseitig mehrere Leiterbahnbereiche 4.2 vorgesehen sind.

Wie insbesondere in 3 bis 5 ersichtlich, kann jeweils an der Oberseite 4' und der Unterseite 4" ein Kontaktabschnitt 8', 8" vorgesehen sein. Dieser Kontaktabschnitt 8', 8" ist jeweils über Leiterbahnbereiche 4.2 mit dem Kondensator 5, 6 elektrisch gekoppelt. Dadurch kann eine elektrische Verbindung zwischen den Stromschienen 2, 3 und den Kondensatoren 5, 6 gebildet werden. So ist beispielsweise an der Oberseite 4' des Trägerelements 4 ein Kontaktabschnitt 8' vorgesehen, mittels dem die zweite Stromschiene 3 mit dem ersten Kondensator 5 elektrisch verbunden ist und an der Unterseite 4" des Trägerelements 4 ist ein Kontaktabschnitt 8" vorgesehen, mittels dem die erste Stromschiene 2 mit dem zweiten Kondensator 6 elektrisch verbunden ist. Es versteht sich, dass auch die umgekehrte Verbindungsmöglichkeit besteht.

Die Kontaktabschnitte 8', 8" weisen einen federartig ausgebildeten Kontaktbereich 8.1 auf. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Kontaktbereich 8.1 kammartig mit mehreren nach oben hin oder aber nach oben und unten hin abstehenden Kontaktzungen 8.2 ausgebildet. Diese Kontaktzungen 8.2 werden beim Einspannen des Trägerelements 4 zwischen den beiden Stromschienen 2, 3 elastisch verformt bzw. in Richtung einer horizontalen Ausrichtung deformiert, so dass die Kontaktzungen 8.2 durch die Rückstellkräfte an die Stromschienen 2, 3 angedrückt werden. Dadurch ergibt sich ein niederohmiger Übergangswiderstand zwischen den Leiterbahnbereichen 4.2 und den Kontaktabschnitten 8', 8" und damit ein niederohmiger Anschluss der Kondensatoren 5, 6 an die Stromschienen 2, 3, und zwar ohne Verwendung einer Löt- oder Schweißverbindung. Alternativ zu den Kontaktzungen sind auch andere federartig ausgebildete Kontaktbereichsvarianten möglich, beispielsweise ein Kontaktbereich 8.1 mit spiralfederartigen Kontaktelementen.

Im Falle der Verwendung einer Leiterplatte 8.1 kann der Kontaktabschnitt 8', 8" beispielsweise durch ein auf einen Leiterbahnbereich 4.2 aufgelötetes Kontaktfederelement gebildet werden. Alternativ ist es möglich, dass das Kontaktfederelement lediglich lose auf den Leiterbahnbereich 4.2 aufgelegt oder mit diesem verklebt wird. Die elektrische Kontaktierung zwischen dem Leiterbahnbereich 4.2 und der jeweiligen Stromschiene 2, 3 erfolgt dann über den Kontaktabschnitt 8', 8“derart, dass ein federartig ausgebildeter Kontaktbereich 8.1 verwendet wird, der sowohl eine elektrische Kontaktierung zum Leiterbahnbereich 4.2 als auch zur Stromschiene 2, 3 hin bewirkt, beispielsweise durch nach oben und unten hin abstehende Kontaktzungen 8.2. Das Abstehen nach oben und unten hin kann insbesondere durch eine Verdrehung um 45° oder im Wesentlichen 45° um die Längsachse der Kontaktzungen 8.2 erreicht werden.

Zur Ableitung der Störanteile sind die Kondensatoren 5, 6, wie insbesondere in 2 zu erkennen, mit einem den Stromschienen 2, 3 abgewandten Anschlussbereich mit einem Bauteil 7 elektrisch gekoppelt, das beispielsweise durch ein Gehäuse aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet ist. Dieses Bauteil 7 liegt beispielsweise auf einem Bezugspotential, insbesondere auf Erdpotential. Die elektrische Verbindung mit dem Bauteil 7 kann durch eine Verschraubung o.ä. und einen Leiterbahnbereich 4.2 erfolgen, der den Anschlussbereich des Kondensators 5, 6 mit dem Bauteil 7 elektrisch verbindet. Die Verschraubung kann beispielsweise auch die Fixierung des freien Endes des Trägerelements 4 bewirken. Wie in 1 und 2 gezeigt, können ein oder mehrere Bügel 10 verwendet werden, um die Stromschienen 2, 3 zu fixieren.

Wie insbesondere in 3 zu erkennen ist, können die Kontaktzungen 8.2 zumindest abschnittsweise gegenüber der x-y-Ebene verdreht sein, und zwar insbesondere um eine parallel zur y-Achse verlaufende Drehachse. Dadurch stehen Kantenbereiche der Kontaktzungen 8.2 gegenüber den übrigen Bereichen der Kontaktzungen 8.2 nach oben ab, wodurch sich beim Verklemmen der Stromschienen 2, 3 gegeneinander eine Anlage der Stromschienen 2, 3 gegenüber diesen Kantenbereichen ergibt. Dadurch wird der elektrische Kontakt zwischen den Kontaktabschnitten 8, 8' und den Stromschienen 2, 3 weiterhin verbessert.

Im Bereich des Kontaktabschnitts 8', 8" kann ein Abstandshalter 9 vorgesehen sein. Dieser Abstandshalter 9 kann beispielsweise rahmenartig um den jeweiligen Kontaktabschnitt 8', 8" herum verlaufen oder aber auch lediglich punktweise oder abschnittsweise um den Kontaktabschnitt 8', 8" herum vorgesehen sein. Die Höhe des Abstandshalters 9 kann derart gewählt sein, dass die Verformung der Kontaktzungen 8.2 begrenzt wird, d.h. die Kontaktzungen 8.2 werden durch die Verklemmung der Stromschienen 2, 3 nicht vollständig gegen das Trägerelement 4 gedrückt, sondern bleiben zu diesem zumindest abschnittsweise beabstandet (s. 3).

Für den Fall dass das Bauteil 7 durch ein schalenartig ausgebildetes Gehäuse gebildet ist, kann dieses Gehäuse mit einem geeigneten Vergussmaterial, beispielsweise einem Epoxidharz o.ä. vergossen werden. Dadurch können die Kondensatoren 5, 6 und ggf. die Trägerelementbereiche 4a, 4b gegen Feuchtigkeit und Erschütterungen geschützt werden.

6 bis 10 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Filteranordnung 1. Dabei entspricht die Darstellung gemäß 6 der Darstellung in 1, die Darstellung gemäß 7 der Darstellung in 2 usw. Nachfolgend werden lediglich die Unterschiede des zweiten Ausführungsbeispiels gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel erläutert. Im Übrigen gelten die vorherigen Ausführungen auch für das zweite Ausführungsbeispiel.

Der wesentliche Unterschied zwischen dem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel besteht in der Ausbildung des Trägerelements 4. Im zweiten Ausführungsbeispiel ist das Trägerelement 4 durch einen Träger 4.3 aus einem elektrisch nichtleitenden Material gebildet, auf dem mehrere Stanzblechteile 4.4 (auch als Stanzgitter bezeichnet) angeordnet sind. Die Unter „Stanzblechteile“ werden hierbei jegliche Blechteile verstanden, die durch Stanzen oder aber auch durch andere Materialbearbeitung, beispielsweise Laserschneiden hergestellt sind. Diese Stanzblechteile 4.4 sind durch geeignete Verbindungstechniken auf dem Träger 4.3 angeordnet. So können die Stanzblechteile 4.4 beispielsweise in am Träger vorgesehene Ausnehmungen eingeschoben bzw. eingesetzt sein. Auch eine Fixierung durch Umspritzen, Vergießen oder Verkleben ist denkbar.

Wie in 6 und 7 ersichtlich, können die Anschlussbereiche der Kondensatoren 5, 6 mit den Stanzblechteilen 4.4 beispielsweise durch Verlöten elektrisch verbunden sein, um eine Kontaktierung der Kondensatoren 5, 6 zu den Stromschienen 2, 3 einerseits und zu dem Bauteil 7 hin andererseits zu gewährleisten.

Die Kontaktabschnitte 8', 8" können vorteilhafterweise an den Stanzblechteilen ausgebildet sein, und zwar insbesondere einstückig. Beispielsweise kann durch Stanzen oder Schneiden ein Kontaktbereich 8.1 mit Kontaktzungen 8.2 erzeugt werden. So weisen insbesondere die Stanzblechteile 4.4, die die neben den Stromschienen 2, 3 liegenden Kontaktbereiche mit diesen Stromschienen 2, 3 elektrisch verbinden, einen Kontaktbereich 8.1 mit Kontaktzungen 8.2 auf. Durch die einstückige Ausbildung der Kontaktabschnitte 8', 8" wird erreicht, dass keine Lötstellen zwischen den Kontaktabschnitten 8', 8" nötig sind und damit keine durch die Lötstellen verursachten Übergangswiderstände entstehen.

Wie im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel bereits ausgeführt, können im Bereich der Kontaktabschnitte 8', 8" Abstandshalter 9 vorgesehen sein. Wie insbesondere in 7 und 8 zu erkennen, können diese insbesondere einstückig am Träger 4.3 ausgebildet sein. Alternativ können die Abstandshalter 9 auch durch geeignete Verbindungsverfahren, beispielsweise Kleben am Träger 4.3 angeordnet sein.

11 zeigt exemplarisch ein schematisches Blockschaltbild einer Filteranordnung 1, die gemäß den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen gebildet sein kann. Der in 11 gezeigte positive (+) und negative (-) Leiter wird durch die Stromschienen 2, 3 gebildet. An diese Stromschienen 2, 3 sind mehrere Kondensatoren C1 bis C5 angeschlossen, um eine Entstörung der Stromschienen 2, 3 zu bewirken. Der Kondensator C1 ist mit einem ersten Anschlussbereich (Pin) mit der ersten Stromschiene 2 und mit dem zweiten Anschlussbereich mit der zweiten Stromschiene 3 elektrisch verbunden. Der Kondensator C1 (X-Kondensator) bildet einen sog. differential-mode-Filter 10, mittels dem hochfrequente Spannungsdifferenzen zwischen den Stromschienen 2, 3 (Gegentaktstörspannungen) ausgeglichen werden.

Die Kondensatoren C2, C3 bilden zusammen mit der Spule L2, die Kondensatoren C4, C5 zusammen mit der Spule L3 sog. common- mode Filter 11, 11', mittels denen Gleichtaktstörungen, die in gleicher Phase an den Stromschienen 2, 3 auftreten, ausgefiltert werden. Die Kondensatoren C2 bis C5 sind hierzu mit einem Anschlussbereich mit dem Bezugspotential, insbesondere Erde verbunden.

Die elektrische Kontaktierung der Kondensatoren 5, 6 erfolgt, wie zuvor beschrieben, durch ein mechanisches Einspannen eines Trägerelements 4 zwischen den Stromschienen 2, 3.

Die Spulen L1, L2, L3 können insbesondere auf das aus den Stromschienen 2, 3 gebildete Stromschienenpaar aufgesteckt sein. Die Spulen L1, L2, L3 können insbesondere ringartig ausgebildete Magnetkerne aus einem nanokristallinen Bandmaterial gebildet sein. Dadurch kann die Wirkung der Spulen L1, L2, L3 entscheidend gesteigert werden.

Die Magnetkerne und die die Filterbauelemente aufweisenden Trägerelemente 4 können dabei nacheinander, insbesondere abwechselnd nacheinander auf das Stromschienenpaar aufgesteckt werden, so dass eine einfache Montage der Filteranordnung 1 möglich ist. Die Magnetkerne können dabei einstückig, d.h. nicht teilbar ausgebildet sein.

Die Erfindung wurde voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben. Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch der der Erfindung zugrunde liegend Erfindungsgedanke verlassen wird.

Voranstehend wurde davon ausgegangen, dass der Kondensator 5, 6 direkt mit dem auf Bezugspotential befindlichen Bauteil 7 gekoppelt ist. Es versteht sich, dass - abhängig von den geforderten Filtereigenschaften - auch mehrere Filterbauelemente (Filterbauelementgruppe)bzw.

Filtereinheiten (mit einem komplexen Filteraufbau) zwischen der Stromschiene und dem auf Bezugspotential befindlichen Bauteil 7 vorgesehen sein können, um eine gewünschte Filterwirkung zu erzielen. Die elektrische Kontaktierung dieser Filterbauelementgruppe bzw. der Filtereinheit im Bereich der Stromschiene erfolgt jedoch über die vorbeschriebene mechanische Klemmung im Bereich der Stromschienen.

Bezugszeichenliste

1
Filteranordnung
2
erste Stromschiene
3
zweite Stromschiene
4
Trägerelement
4'
Oberseite
4"
Unterseite
4a, 4b
Trägerelementbereich
4.1
Leiterplatte
4.2
Leiterbahnbereich
4.3
Träger
4.4
Stanzblechteil
5
erster Kondensator
6
zweiter Kondensator
7
Bauteil
8', 8"
Kontaktabschnitt
8.1
Kontaktbereich
8.2
Kontaktzungen
9
Abstandshalter
10
differential-mode Filter
11
common-mode Filter
LAS
Längsachse der Stromschiene
LAT
Längsachse des Trägerelements