Title:
Verteilervorrichtung und Anlage mit Verteilervorrichtung
Kind Code:
A1


Abstract:

Verteilervorrichtung und Anlage mit Verteilervorrichtung, aufweisend eine mit einem Linienleiter verbundene Leiterplatte und ein Gehäuse,
wobei die Leiterplatte konzentrisch zueinander angeordnete, kreisringförmige Leiterbahnen aufweist embedded image




Inventors:
Schwesinger, Klaus (76646, Bruchsal, DE)
Schilling, Rainer (76703, Kraichtal, DE)
Drong, Adrian (75203, Königsbach-Stein, DE)
Application Number:
DE102017012004A
Publication Date:
07/19/2018
Filing Date:
12/21/2017
Assignee:
SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, 76646 (DE)
International Classes:



Claims:
Verteilervorrichtung, aufweisend eine mit einem Linienleiter verbundene Leiterplatte und ein Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte konzentrisch zueinander angeordnete, kreisringförmige Leiterbahnen aufweist

Verteilervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Gehäuse eine Anschlussdose, insbesondere eine topfförmige Anschlussdose, und einen darauf aufgesetzten Anschlussdeckel aufweist,
wobei der Anschlussdeckel Öffnungen aufweist, durch welche jeweils ein jeweiliger Federkontakt einer Primärspule durchführbar ist, welcher an eine jeweilige der Leiterbahnen andrückbar ist.

Verteilervorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Leiterplatte mittels einer Schraube an einen Kühlkörper angedrückt wird,
insbesondere mittels einer zwischen Schraubenkopf der Schraube und Leiterplatte angeordneten Unterlegscheibe.

Verteilervorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Kühlkörper zweiteilige ausgeführt ist
und/oder dass
der Kühlkörper auf der von dem Schraubenkopf der Schraube und/oder von der Unterlegscheibe abgewandten Seite der Leiterplatte angeordnet ist.

Verteilervorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkörper, insbesondere ein Teil des Kühlkörpers, eine Gewindebohrung aufweist, wobei die Schraube in die Gewindebohrung eingeschraubt ist.

Verteilervorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Leiterplatte eine Signalelektronik bestückt ist, welche einen Sensor zur Erfassung einer Induktivität, insbesondere zur Erkennung der Primärspule, aufweist.

Verteilervorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Anschlussdose in einer in einen Boden eingebrachten Kernbohrung angeordnet ist,
wobei der Kühlkörper das Material des Bodens berührt, insbesondere zur Wärmeabfuhr.

Verteilervorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Öffnungen jeweils denselben Radialabstandsbereich zur Schraubenachse überdecken,
wobei die von den Leiterbahnen überdeckten Radialabstandsbereiche von dem von der jeweiligen Öffnung überdeckten Radialabstandsbereich umfasst sind.

Verteilervorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Leiterbahnen konzentrisch zur Schraubenachse ausgerichtet sind,
und/oder dass
die Öffnungen in Umfangsrichtung gleichmäßig voneinander beabstandet sind

Verteilervorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Boden der Anschlussdose eine Ausnehmung aufweist, durch welche der Kühlkörper, insbesondere der untere Teil des Kühlkörpers, durchgeführt ist,
wobei der Kühlkörper, insbesondere der untere Teil des Kühlkörpers, unterhalb der Anschlussdose verbreitert ist, insbesondere also radial weiter ausgedehnt ist als die Ausnehmung.

Anlage mit Verteilervorrichtung, insbesondere nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
wobei eine Primärspule mit der Verteilervorrichtung steckverbunden ist, insbesondere die Primärspule in die Verteilervorrichtung eingesteckt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Primärspule eine Primärwicklung aufweist, welche mit konzentrisch zueinander angeordneten, kreisringförmigen Leiterbahnen elektrisch verbunden ist,
wobei mit einer jeweiligen Leiterbahn jeweils ein erstes Ende eines jeweiligen Federkontakts verbunden ist, insbesondere lötverbunden ist,
wobei ein anderes Ende des jeweiligen Federkontakts auf eine Leiterbahn der Leiterplatte der Verteilervorrichtung gedrückt ist.

Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass
die Leiterplatte der Primärspule gegen ein metallisch ausgeführtes Gehäuseteil der Primärspule gedrückt gehalten ist, insbesondere von einer zweiten Schraube, die in eine Gewindebohrung des Gehäuseteils eingeschraubt ist,
insbesondere wobei eine Unterlegscheibe vom Schraubenkopf der zweiten Schraube gegen die Leiterplatte gedrückt ist,
und/oder dass
die Federkontakte in Umfangsrichtung um die Schraubenachse der zweiten schraube in Bereichen angeordnet sind, welche jeweils denselben Radialabstandsbereich um die Schraubenachse der zweiten Schraube überdecken und/oder in Umfangsrichtung um die Schraubenachse der zweiten Schraube gleichmäßig beabstandet angeordnet sind.

Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schrauben koaxial zueinander ausgerichtet angeordnet sind,
und/oder dass
die Primärspule eine ebene Ferritschicht aufweist, welche auf der der Verteilervorrichtung und/oder dem Boden zugewandten Seite der Primärwicklung angeordnet ist.

Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass
die Primärspule ein weiteres Gehäuseteil (71) aufweist, welches die Leiterplatte 80 zum Boden hin abdeckt, insbesondere zum Anschlussdeckel 50 hin,
wobei das weitere Gehäuseteil (71) hülsenartige Erhebungen aufweist, insbesondere welche sich zum Boden hin gerichtet hervorheben aus dem restlichen Gehäuseteil (71),
wobei eine jeweilige hülsenartige Erhebung jeweils in eine jeweilige der Öffnungen des Anschlussdeckels eingesteckt ist.

Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass
der Linienleiter in einem Aufnahmeteil aufgenommen ist,
wobei das Aufnahmeteil als Widerhaken fungierende Fortsätze an seiner Außenwandung aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Verteilervorrichtung und Anlage mit Verteilervorrichtung.

Es ist allgemein bekannt, dass ein Fahrzeug induktiv aus einer stationär am Boden angeordneten Primärwicklung versorgbar ist.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anlage mit induktiv versorgbaren Fahrzeugen einfach und kostengünstig herstellbar zu machen.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei der Verteilervorrichtung nach den in Anspruch 1 und bei der Anlage mit Verteilervorrichtung nach den in Anspruch 11 angegebenen Merkmalen gelöst.

Wichtige Merkmale der Erfindung bei der Verteilervorrichtung sind, dass sie eine mit einem Linienleiter verbundene Leiterplatte und ein Gehäuse aufweist,
wobei die Leiterplatte konzentrisch zueinander angeordnete, kreisringförmige Leiterbahnen aufweist.

Von Vorteil ist dabei, dass der Linienleiter mit einem mittelfrequenten Strom, insbesondere mit einer Frequenz zwischen 10 und 1000 kHz, beaufschlagbar ist und somit eine Primärspule versorgbar ist, so dass ein Fahrzeug mit einer an seiner Unterseite angeordneten Sekundärwicklung induktiv mit elektrischer Energie versorgbar ist, wenn es eine derartige Position angefahren hat, in welcher eine genügend starke induktive Kopplung zwischen Sekundärwicklung und Primärspule bewirkt ist. Der Linienleiter ist als langgestreckt ausgeführte Leiterschleife verlegt. Dabei weist der Linienleiter einen Hinleiter und einen Rückleiter auf, insbesondere welche parallel verlegt sind.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Gehäuse eine Anschlussdose, insbesondere eine topfförmige Anschlussdose, und einen darauf aufgesetzten Anschlussdeckel auf, wobei der Anschlussdeckel Öffnungen aufweist, durch welche jeweils ein jeweiliger Federkontakt einer Primärspule durchführbar ist, welcher an eine jeweilige der Leiterbahnen andrückbar ist. Von Vorteil ist dabei, dass eine einfache Herstellung der Verteilervorrichtung ausführbar ist.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird die Leiterplatte mittels einer Schraube an einen Kühlkörper angedrückt,
insbesondere mittels einer zwischen Schraubenkopf der Schraube und Leiterplatte angeordneten Unterlegscheibe. Von Vorteil ist dabei, dass ein gut leitender Kühlkörper an die Leiterplatte angedrückt wird, so dass die Wärme von Wärme erzeugenden Bauelementen abführbar ist an das Bodenmaterial.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Kühlkörper zweiteilig ausgeführt. Von Vorteil ist dabei, dass eine einfache Montage ausführbar. Außerdem ist die Länge des Kühlkörpers an die Tiefe der Kernbohrung anpassbar ist. Hierzu sind die beiden Teile des Kühlkörpers relativ zueinander verschiebbar angeordnet, berühren sich aber zur Abfuhr des Wärmestroms stets. Durch die beiden gegeneinander relativ linear verschiebbar angeordneten, sich aber gegenseitig berührenden Teile ist die Gesamtlänge des Kühlkörpers an den Abstand zwischen Boden der Kernbohrung und Leiterplatte anpassbar.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Kühlkörper auf der von dem Schraubenkopf der Schraube und/oder von der Unterlegscheibe abgewandten Seite der Leiterplatte angeordnet. Von Vorteil ist dabei, dass die Leiterplatte an ihrer Unterseite vom Kühlkörper und an ihrer Oberseite von der Unterlegscheibe angedrückt ist, so dass die Wärme beidseitig ableitbar ist. Allerdings wird der wesentliche Teil des an die Unterlegscheibe fließenden Wärmestroms durch die Schraube durch die Leiterplatte hindurch an den Kühlkörper geleitet wird.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist der Kühlkörper, insbesondere ein Teil des Kühlkörpers, eine Gewindebohrung,
wobei die Schraube in die Gewindebohrung eingeschraubt ist. Von Vorteil ist dabei, dass die Schraube in einfacher Weise einschraubbar ist.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist auf der Leiterplatte eine Signalelektronik bestückt, welche einen Sensor zur Erfassung einer Induktivität, insbesondere zur Erkennung der Primärspule, aufweist. Von Vorteil ist dabei, dass erkennbar ist, ob die Primärspule, insbesondere die Ferritschicht der Primärspule, im empfindlichen Bereich des Sensors ist oder nicht. Somit ist beim Einstecken der Primärspule die Bestromung des Linienleiters unterbrechbar, so dass Risiken minimiert werden. Nach dem Einstecken der Primärspule in das Gehäuseteil der Verteilervorrichtung ist somit die Bestromung des Linienleiters fortsetzbar.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Anschlussdose in einer in einen Boden eingebrachten Kernbohrung angeordnet,
wobei der Kühlkörper das Material des Bodens berührt, insbesondere zur Wärmeabfuhr. Von Vorteil ist dabei, dass eine einfache Montage ausführbar ist.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung überdecken die Öffnungen jeweils denselben Radialabstandsbereich zur Schraubenachse,
wobei die von den Leiterbahnen überdeckten Radialabstandsbereiche von dem von der jeweiligen Öffnung überdeckten Radialabstandsbereich umfasst sind. Von Vorteil ist dabei, dass mehrere Federkontakte parallel betreibbar sind, also dieselbe Leiterbahn mit mehreren Federkontakten kontaktierbar ist, so dass die Stromübertragung parallel erfolgt.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Leiterbahnen konzentrisch zur Schraubenachse ausgerichtet. Von Vorteil ist dabei, dass die Leiterbahnen der Primärspule ebenso konzentrisch zur Schraubenachse anordenbar sind wie die Leiterbahnen der in der Anschlussdose angeordneten Leiterplatte. Somit ist ein mittiges Steckverbinden ausführbar.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Öffnungen in Umfangsrichtung gleichmäßig voneinander beabstandet. Von Vorteil ist dabei, dass ein einfaches Steckverbinden ermöglicht ist.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist der Boden der Anschlussdose eine Ausnehmung auf, durch welche der Kühlkörper, insbesondere der untere Teil des Kühlkörpers, durchgeführt ist, wobei der Kühlkörper, insbesondere der untere Teil des Kühlkörpers, unterhalb der Anschlussdose verbreitert ist, insbesondere also radial weiter ausgedehnt ist als die Ausnehmung. Von Vorteil ist dabei, dass die Wärme an das Bodenmaterial ableitbar ist.

Wichtige Merkmale bei der Anlage mit Verteilervorrichtung sind, dass eine Primärspule mit der Verteilervorrichtung steckverbunden ist, insbesondere die Primärspule in die Verteilervorrichtung eingesteckt ist,
wobei die Primärspule eine Primärwicklung aufweist, welche mit konzentrisch zueinander angeordneten, kreisringförmigen Leiterbahnen elektrisch verbunden ist,
wobei mit einer jeweiligen Leiterbahn jeweils ein erstes Ende eines jeweiligen Federkontakts verbunden ist, insbesondere lötverbunden ist,
wobei ein anderes Ende des jeweiligen Federkontakts auf eine Leiterbahn der Leiterplatte der Verteilervorrichtung gedrückt ist.

Von Vorteil ist dabei, dass der Boden einer Anlage als Verfahrfläche für Fahrzeuge, die intralogistische Transporte ausführen, verfügbar ist und innerhalb der Anlage mehrere Verteilervorrichtungen an verschiedenen Stellen vorsehbar sind.

Somit ist an jeder Verteilervorrichtung nach Bedarf eine jeweilige Primärspule anordenbar, insbesondere steckverbindbar mit der jeweiligen Anschlussdose. Auf diese Weise ist eine induktive Beladung des jeweiligen Fahrzeugs bei Anfahren der jeweiligen Verteilervorrichtung und dortigem Aufenthalt ermöglicht.

Die auf die Verteilervorrichtung aufgesteckte Primärspule weist ebenfalls wie die Leiterplatte der Verteilervorrichtung konzentrisch angeordnete, kreisringfömige Leiterbahnen auf. Somit sind dort Federkontakte anlötbar, die beim Aufstecken an die Leiterbahnen der Leiterplatte der Verteilervorrichtung angedrückt werden.

Die Federkontakte sind dabei sehr einfach ausführbar, insbesondere aus gebogenem Draht, wobei ein erster Drahtabschnitt tangential zu einer Leiterbahn der Primärspule ausgerichtet ist und lötverbunden ist mit dieser Leiterbahn und wobei der federkontakt mit einem zweiten Drahtabschnitt angedrückt ist an eine der Leiterbahnen der Leiterplatte der Verteilvorrichtung und wobei der Draht zwischen erstem und zweitem Drahtabschnitt eine Sicke aufweist, also nicht geradlinig ausgeführt ist, so dass beim Andrücken der Federkontakt elastisch vorgespannt wird.

Der Federkontakt ragt jeweils in den von einer hülsenartigen Erhebung umgebenen Innenraumbereich hinein und ist somit geschützt gegen Einwirkungen aus der Umgebung.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Leiterplatte der Primärspule gegen ein metallisch ausgeführtes Gehäuseteil der Primärspule gedrückt gehalten, insbesondere von einer zweiten Schraube, die in eine Gewindebohrung des Gehäuseteils eingeschraubt ist,

insbesondere wobei eine Unterlegscheibe vom Schraubenkopf der zweiten Schraube gegen die Leiterplatte gedrückt ist. Von Vorteil ist dabei, dass die von auf der Leiterplatte der Primärspule bestückten Bauelementen erzeugte Wärme ableitbar ist an das Gehäuseteil und somit eine verbesserte Entwärmung erreichbar ist.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Federkontakte in Umfangsrichtung um die Schraubenachse der zweiten schraube in Bereichen angeordnet sind, welche jeweils denselben Radialabstandsbereich um die Schraubenachse der zweiten Schraube überdecken und/oder in Umfangsrichtung um die Schraubenachse der zweiten Schraube gleichmäßig beabstandet angeordnet sind. Von Vorteil ist dabei, dass eine symmetrische Anordnung und somit einfache Herstellung ausführbar ist.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Schrauben koaxial zueinander ausgerichtet angeordnet. Von Vorteil ist dabei, dass eine einfache Herstellung ermöglicht ist.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Primärspule eine ebene Ferritschicht auf, welche auf der der Verteilervorrichtung und/oder dem Boden zugewandten Seite der Primärwicklung angeordnet ist. Von Vorteil ist dabei, dass die Primärwicklung auf die ebene Ferritschicht, welche als magnetischer Rückschluss fungiert, auflegbar ist und somit eine kostengünstige einfach herstellbare Anordnung ausführbar ist.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Primärspule ein weiteres Gehäuseteil auf, welches die Leiterplatte zum Boden hin abdeckt, insbesondere zum Anschlussdeckel hin, wobei das weitere Gehäuseteil hülsenartige Erhebungen aufweist, insbesondere welche sich zum Boden hin gerichtet hervorheben aus dem restlichen Gehäuseteil),
wobei eine jeweilige hülsenartige Erhebung jeweils in eine jeweilige der Öffnungen des Anschlussdeckels eingesteckt ist. Von Vorteil ist dabei, dass eine geschützte Steckverbindung realisierbar ist.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Linienleiter in einem Aufnahmeteil aufgenommen,
wobei das Aufnahmeteil als Widerhaken fungierende Fortsätze an seiner Außenwandung aufweist. Von Vorteil ist dabei, dass eine irreversible Anordnung des Aufnahmeteils ausführbar ist.

Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Erfindung ist nicht auf die Merkmalskombination der Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und/oder einzelnen Anspruchsmerkmalen und/oder Merkmalen der Beschreibung und/oder der Figuren, insbesondere aus der Aufgabenstellung und/oder der sich durch Vergleich mit dem Stand der Technik stellenden Aufgabe.

Die Erfindung wird nun anhand von Abbildungen näher erläutert:

  • In der 1 ist eine Schrägansicht eines Bereichs des Bodens gezeigt, wobei ein schlitz 2 durch eine Kernbohrung 1 geführt ist.
  • In der 2 ist im Schlitz 2 ein Aufnahmeteil 21 für Linienleiter (160, 161) angeordnet und in der Kernbohrung 1 eine Anschlussdose 20.
  • In der 3 ist zusätzlich eine runde Leiterplatte 30 in die Kernbohrung 1 eingesetzt, wobei die Linienleiter (160, 161) mit Leiterbahnen der Leiterplatte 30 elektrisch verbunden sind.
  • In der 4 ist ein Verschlussdeckel 40 auf die Anschlussdose 20 aufgesetzt.
  • In der 5 ist statt des Verschlussdeckels 40 ein Anschlussdeckel 50 auf die Anschlussdose 20 aufgesetzt und eine Primärspule vor dem Aufstecken gezeigt.
  • In der 6 ist eine Primärspule mit Gehäuseteil 51 steckverbunden mit der Anschlussdose 50.
  • In der 7 ist die Unterseite der Primärspule mit Gehäuseteil 51 in Schrägansicht dargestellt.
  • In der 8 ist die Primärspule mit Gehäuseteil 51 explodiert dargestellt.
  • In der 9 ist die Anschlussdose 20 und der zugehörige Anschlussdeckel 50 sowie die davon umfassten Komponenten explodiert dargestellt.
  • In der 10 ist die Leiterplatte 30 mit den elektrisch verbundenen Linienleiter (160, 161) in Schrägansicht gezeigt.
  • In der 11 ist die mit den Komponenten befüllte Anschlussdose 20 in Schrägansicht von unten gezeigt.
  • In der 12 ist eine zugehörige Draufsicht gezeigt.
  • In der 13 ist eine zugehörige Schnittansicht gezeigt.
  • In der 14 ist der statt des Anschlussdeckels 50 auf die Anschlussdose 20 aufgesetzte Verschlussdeckel 40 gezeigt.
  • In der 15 ist eine zur 13 zugehörige Schrägansicht gezeigt.
  • In der 16 ist ein Querschnitt durch das ins Bodenmaterial 164 eingebrachte Aufnahmeteil 21 gezeigt.
  • In der 17 ist ein Ausschnitt aus 16 vergrößert dargestellt.

Wie in den Figuren gezeigt, weist das erfindungsgemäße System zur berührungslosen Übertragung von elektrischer Energie an ein auf einem Boden verfahrbares Fahrzeug Ladebereiche auf, die aus einem Linienleiter (160, 161) versorgt werden.

Die Ladebereiche sind am Boden angeordnet und beispielsweise seriell vom Linienleiter versorgbar.

Das Fahrzeug weist vorzugsweise an seiner Unterseite eine Sekundärwicklung auf, welche induktiv koppelbar ist mit einer jeweiligen am Boden angeordneten Primärspule mit Gehäuseteil 51, wobei diese jeweilige Primärspule mit Gehäuseteil 51 über einem jeweiligen Ladebereich angeordnet ist und vom Fahrzeug eine entsprechende Position anfahrbar ist, so dass die induktive Kopplung ausreichend stark ist zur Übertragung elektrischer Energie.

Auf diese Weise ist ein Energiespeicher des Fahrzeugs aufladbar, aus dem der Antrieb des Fahrzeugs versorgbar ist.

Wie in 1 gezeigt, wird zur Herstellung des jeweiligen Ladebereichs im Boden eine Kernbohrung 1 eingebracht, durch welche ein Schlitz 2 hindurchgeführt ist.

Wie in 2 gezeigt, wird der jeweilige Ladebereich elektrisch versorgt durch einen Linienleiter, der in einem Aufnahmeteil 21 eingebracht ist, das langgestreckt ausgeführt ist, vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt ist und in welchem als Linienleiter ein Hinleiter 160 und ein Rückleiter 161 aufgenommen sowie Signalleitungen 162, die miteinander verdrillt sind um einen Mittelkern 163 herum. Die Signalleitrungen 162 sind dabei beabstandet von dem Hinleiter und dem zum Hinleiter 160 parallel verlegten Rückleiter 161.

Wie in 16 und 17 gezeigt, weist das Aufnahmeteil 21 an seinen Seitenflächen hervorstehende Widerhaken auf. Die Widerhaken sind durch jeweilige hervorstehende zur Bodenoberfläche hin gerichteten Erhebungen ausgeführt.

Der Linienleiter wird von einer mittelfrequenten Stromquelle gespeist, die eine Frequenz zwischen 10 und 1000 kHz aufweist.

Der Linienleiter ist als langgestreckt verlegte Stromschleife ausgeführt, wobei der Hinleiter 160 des Linienleiters das Hinleiten und der Rückleiter 161 des Linienleiters das Rückführen des Stroms ausführt.

Wie in 2 gezeigt, ist die Anschlussdose 20 in die Kernbohrung eingegipst und an die Bodenoberfläche nivelliert, also zur Bodenoberfläche ausgerichtet.

Wie in 3 gezeigt, wird danach die Leiterplatte 30 in die Anschlussdose 20 eingeführt und der Hinleiter 160 sowie der Rückleiter 161 elektrisch verbunden.

Wie in 4 gezeigt, ist die Anschlussdose 20 verschließbar mit dem Verschlussdeckel 40 oder alternativ, wie in 5 gezeigt, mit dem Anschlussdeckel 50.

Wie in 5 gezeigt, weist der Anschlussdeckel 50 Öffnungen auf zum Durchführen von Steckkontakten einer Primärspule mit Gehäuseteil 51.

Wie in 6 gezeigt, liegt diese Primärspule mit Gehäuseteil 51 nach dem Steckverbinden an dem Anschlussdeckel 50 an. Somit erhebt sich die Primärspule mit Gehäuseteil 51 nur geringfügig über der Bodenoberfläche. Somit ist die Primärspule mit Gehäuseteil 51 von Fahrzeugen überfahrbar.

Die Primärspule mit Gehäuseteil 51 ist entsprechend flach ausgeführt.

Wie in 7 und 8 gezeigt, weist die Primärspule ein Gehäuseteil 51 auf, an dessen Innenseite eine umlaufende Vertiefung angeordnet ist, in welche eine Spulenwicklung, also die Primärwicklung 81, eingelegt ist.

Die Primärwicklung 81 liegt auf einer ebenen Ferritschicht auf, wobei die ebene Ferritschicht aus einzelnen Ferritplatten 70 zusammengesetzt ist.

Eine Leiterplatte 80 ist zentrisch zur Primärwicklung 81 angeordnet und ebenfalls in einer Vertiefung des Gehäuseteils 51 aufgenommen und zentriert.

Auf der vom Gehäuseteil 51 abgewandten Seite der Leiterplatte 80 sind kreisringförmige, konzentrisch angeordnete Leiterbahnen angeordnet, auf denen Federkontakte 72 bestückt sind, insbesondere also elektrisch verbunden und lötverbunden sind.

Die Federkontakte 72 sind jeweils auf einem von drei Radialabständen angeordnet. Die Federkontakte 72 sind in Umfangsrichtung regelmäßig voneinander beabstandet

Ein weiteres Gehäuseteil 71 deckt die Leiterplatte 80 zum Boden hin, insbesondere zum Anschlussdeckel 50 hin, ab.

Außerdem weist das weitere Gehäuseteil 71 hülsenartige Erhebungen auf, welche sich zum Boden hin gerichtet hervorheben aus dem restlichen Gehäuseteil 71.

Die hülsenartigen Erhebungen umgeben jeweilige Federkontakte 72.

Wie in 9 gezeigt, ist innerhalb der Anschlussdose 20 die Leiterplatte 30 mittels einer metallischen Unterlegscheibe 31 hin angedrückt an einen Kühlkörper 33, welcher an einem innerhalb der Kernbohrung aufs Bodenmaterial aufgesetzten Kühlkörper 34 angedrückt ist.

Dabei liegt der Kühlkörper 33 an der Unterseite der Leiterplatte 30 flächig an, so dass von auf der Leiterplatte 30 bestückten Bauelementen erzeugte Wärme an den Kühlkörper 33 abführbar ist. Von diesem Kühlkörper 33 wird dann Wärme weitergeleitet an den am Boden aufliegenden Kühlkörper 34.

Dabei ist eine Schraube in eine Gewindebohrung des Kühlkörpers 34 eingeschraubt. Der Schraubenkopf drückt somit die Unterlegscheibe 31 an die Oberseite der Leiterplatte 30, welche somit auf den an der Unterseite der Leiterplatte 30 anliegenden Kühlkörper 33 gedrückt wird, der wiederum auf den Kühlkörper 34 gedrückt wird.

An der Oberseite der Leiterplatte 30 sind konzentrisch angeordnete, kreisscheibenförmige Leiterbahnen 32 angeordnet, welche elektrisch kontaktierbar sind von den Federkontakten 72 der Primärspule.

Der Anschlussdeckel 50 weist Öffnungen auf, durch welche die hülsenartigen Erhebungen des weiteren Gehäuseteils 71 durchführbar sind.

Ein Teil der von den Bauelementen erzeugten Wärme wird auch von der Unterlegscheibe 31 aufgenommen und abgeführt, insbesondere auch über die in den Kühlkörper 34 eingeschraubten Schraube.

Wie in der 11 gezeigt, schließt der Kühlkörper 34 eine an der Unterseite der Anschlussdose 20 angeordnete Öffnung ab.

Wie in 12 und 15 gezeigt, sind die Leiterbahnen 32 unter den Öffnungen des Anschlussdeckels 50 angeordnet, so dass die Federkontakte nach dem Durchführen durch die Öffnungen an die Leiterbahnen andrückbar sind.

Die Öffnungen sind in Umfangsrichtung voneinander regelmäßig beabstandet. Außerdem überdeckt jede Öffnung denselben Radialabstandsbereich.

13 zeigt einen Querschnitt durch den Beriech der Anschlussdose 20, wobei klar ersichtlich ist, dass die die Unterlegscheibe 31 an die Leiterplatte 30 andrückende Schraube durch eine Ausnehmung der Unterlegscheibe 31 geführt ist und durch die Leiterplatte 30 und den Kühlkörper 33 geführt ist.

In 14 ist der den Anschlussdeckel 50 alternativ mit der Anschlussdose 20 verbindbare Verschlussdeckel 40 gezeigt.

Dabei weist der Verschlussdeckel 40 ein regelmäßiges Gitter von Ausnehmungen auf, so dass Flüssigkeiten hindurchtreten können. Auch der Verschlussdeckel 40 ist von einem Fahrzeug überfahrbar und entsprechend stabil ausgeführt.

Bezugszeichenliste

1
Kernbohrung
2
Schlitz
20
Anschlussdose
21
Aufnahmeteil für Linienleiter
30
Leiterplatte, insbesondere bestückte Leiterplatte mit Überwachungssensoren
31
Unterlegscheibe
32
Leiterbahnen, insbesondere konzentrische Leiterbahnen
33
Kühlkörper
34
Kühlkörper
40
Verschlussdeckel
50
Anschlussdeckel
51
Primärspule, umfassend Primärwicklung 81
70
Ferritkerne
71
Gehäuseteil
72
Federkontakt
80
Leiterplatte
81
Primärwicklung
160
Linienleiter, insbesondere Hinleiter
161
Linienleiter, insbesondere Rückleiter
162
Signalleitung
163
Mittelkern für verdrillte Signalleitungen 162
164
Bodenmaterial