Title:
Ladeeinrichtung zum induktiven Laden eines Energiespeichers eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Kraftwagens
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Ladeeinrichtung (10) zum induktiven Laden eines Energiespeichers eines Kraftfahrzeugs, mit wenigstens einer in einem von einer Primärspule bereitgestellten, zeitlich veränderlichen magnetischen Fluss anordenbaren Sekundärspule (12), auf welche mittels des magnetischen Flusses elektrische Energie zum Laden des Energiespeichers induktiv übertragbar ist, und mit wenigstens einem Ferritelement (14) zum Führen des magnetischen Flusses, wobei zumindest die Sekundärspule (12), das Ferritelement (14) und eine elektrisch mit der Sekundärspule (12) verbundene Leistungselektronik (16) miteinander zu einem Sandwichkern (18) als eine unabhängig von von dem Sandwichkern unterschiedlichen Bauteilen der Ladeeinrichtung (10) hergestellte Baueinheit eines Sandwichaufbaus (20) verbunden sind, welcher als eine erste Deckfläche (22) ein auf einer ersten Seite (26) des Sandwichkerns (18) angeordnetes Abschirmelement (24), als eine zweite Deckfläche (28) ein auf einer der ersten Seite (26) abgewandten zweiten Seite (32) des Sandwichkerns (18) angeordnetes Unterbodenverkleidungselement (30) und den zwischen den Deckflächen (22, 28) angeordneten Sandwichkern (18) aufweist. embedded image





Inventors:
Zimmer, Steve (71229, Leonberg, DE)
Rothenberg, Sebastian, Dipl.-Ing. (70197, Stuttgart, DE)
Lucas, Peter (01097, Dresden, DE)
Helwig, Martin (01219, Dresden, DE)
Luft, Jan (01097, Dresden, DE)
Pärschke, Roman (01099, Dresden, DE)
Modler, Niels, Prof. Dr. (09212, Limbach-Oberfrohna, DE)
Application Number:
DE102017011870A
Publication Date:
05/30/2018
Filing Date:
12/21/2017
Assignee:
Daimler AG, 70327 (DE)
International Classes:
H01F38/14; B60L11/18; H01F27/36; H02J7/00; H02J50/10
Claims:
Ladeeinrichtung (10) zum induktiven Laden eines Energiespeichers eines Kraftfahrzeugs, mit wenigstens einer in einem von einer Primärspule bereitgestellten, zeitlich veränderlichen magnetischen Fluss anordenbaren Sekundärspule (12), auf welche mittels des magnetischen Flusses elektrische Energie zum Laden des Energiespeichers induktiv übertragbar ist, und mit wenigstens einem Ferritelement (14) zum Führen des magnetischen Flusses, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Sekundärspule (12), das Ferritelement (14) und eine elektrisch mit der Sekundärspule (12) verbundene Leistungselektronik (16) miteinander zu einem Sandwichkern (18) als eine unabhängig von dem Sandwichkern unterschiedlichen Bauteilen der Ladeeinrichtung (10) hergestellte Baueinheit eines Sandwichaufbaus (20) verbunden sind, welcher als eine erste Deckfläche (22) ein auf einer ersten Seite (26) des Sandwichkerns (18) angeordnetes Abschirmelement (24), als eine zweite Deckfläche (28) ein auf einer der ersten Seite (26) abgewandten zweiten Seite (32) des Sandwichkerns (18) angeordnetes Unterbodenverkleidungselement (30) und den zwischen den Deckflächen (22, 28) angeordneten Sandwichkern (18) aufweist.

Ladeeinrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterbodenverkleidungselement (30) aus einem Kunststoff gebildet ist.

Ladeeinrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (24) für ein den magnetischen Fluss umfassendes Magnetfeld undurchlässig ist.

Ladeeinrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärspule (12), das Ferritelement (14) und die Leistungselektronik (16) mittels einer, insbesondere aus einem Kunststoff gebildeten, Vergussmasse oder mittels eines, insbesondere aus einem Kunststoff gebildeten, Schaums miteinander zu dem Sandwichkern (18) verbunden sind.

Ladeeinrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Leistungselektronik (16) verbundene Kondensatoren (36) vorgesehen sind, welche von dem Sandwichkern (18) unterschiedliche, zusätzlich dazu vorgesehene Bauteile sind.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Ladeeinrichtung zum induktiven Laden eines Energiespeichers eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Kraftwagens, gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.

Eine solche Ladeeinrichtung zum induktiven Laden eines Energiespeichers eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Kraftwagens, ist beispielsweise bereits der DE 10 2014 206 739 A1 als bekannt zu entnehmen. Die Ladeeinrichtung weist dabei wenigstens eine Sekundärspule auf, welche in einem von einer Primärspule bereitgestellten, zeitlich veränderlichen magnetischen Fluss und somit in einem den magnetischen Fluss aufweisenden beziehungsweise umfassenden Magnetfeld anordenbar ist. Auf die Sekundärspule kann mittels des magnetischen Flusses beziehungsweise mittels des Magnetfeldes elektrische Energie zum Laden des Energiespeichers induktiv übertragen werden. Außerdem umfasst die Ladeeinrichtung wenigstens ein Ferritelement zum Führen des magnetischen Flusses.

Des Weiteren offenbart die DE 10 2014 018 754 A1 ein Kraftfahrzeug, mit einer Ladeeinrichtung mit wenigstens einer im Bereich der Kraftfahrzeug-Unterseite in einem Spulengehäuse angeordneten Sekundärspule.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Ladeeinrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass die Ladeeinrichtung besonders kostengünstig hergestellt und an dem Kraftfahrzeug montiert werden kann.

Diese Aufgabe wird durch eine Ladeeinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen angegeben.

Um eine Ladeeinrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art derart weiterzuentwickeln, dass die Ladeeinrichtung besonders kostengünstig hergestellt und an dem Kraftfahrzeug montiert werden kann, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass zumindest die Sekundärspule, das Ferritelement und eine elektrisch mit der Sekundärspule verbundene Leistungselektronik miteinander zu einem Sandwichkern verbunden sind, wobei der Sandwichkern eine unabhängig von von dem Sandwichkern unterschiedlichen Bauteilen der Ladeeinrichtung hergestellte Baueinheit ist. Mit anderen Worten ist der Sandwichkern ein Modulteil, welches unabhängig von anderen, von dem Modulteil unterschiedlichen und zusätzlich zu dem Modulteil vorgesehenen Bauteilen der Ladeeinrichtung hergestellt und somit beispielsweise vormontiert werden kann. Hierzu werden zumindest die Sekundärspule, das Ferritelement und die Leistungselektronik unabhängig von von dem Sandwichkern unterschiedlichen, zusätzlich zum Sandwichkern vorgesehenen Bauteilen der Ladeeinrichtung miteinander verbunden. Der Sandwichkern ist dabei Bestandteil eines Sandwichaufbaus der erfindungsgemäßen Ladeeinrichtung. Der Sandwichaufbau umfasst den Sandwichkern und ein Abschirmelement, welches eine erste Deckfläche des Sandwichaufbaus ist und auf einer ersten Seite des Sandwichkerns angeordnet ist. Somit ist beispielsweise der Sandwichkern auf der ersten Seite durch das Abschirmelement zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig, abgedeckt.

Das Abschirmelement ist beispielsweise für ein den magnetischen Fluss aufweisendes beziehungsweise umfassendes Magnetfeld undurchlässig. Um dabei das Gewicht besonders gering halten zu können, ist das Abschirmelement beispielsweise aus Aluminium gebildet. Des Weiteren umfasst der Sandwichaufbau ein Unterbodenverkleidungselement, welches auf einer der ersten Seite abgewandten zweiten Seite des Sandwichkerns angeordnet ist. Somit ist beispielsweise der Sandwichkern auf der zweiten Seite durch das Unterbodenverkleidungselement zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig, abgedeckt beziehungsweise überdeckt. Das Unterbodenverkleidungselement ist eine zweite Deckfläche, wobei der Sandwichkern zwischen den Deckflächen angeordnet und dabei beispielsweise zumindest mittelbar, insbesondere direkt, mit den Deckflächen verbunden ist. Das Unterbodenverkleidungselement und das Abschirmelement sind dabei von dem Sandwichkern unterschiedliche, zusätzlich zu dem Sandwichkern vorgesehene Bauteile der Ladeeinrichtung, sodass der Sandwichkern unabhängig von dem Unterbodenverkleidungselement und unabhängig von dem Abschirmelement hergestellt wird beziehungsweise ist. Der Sandwichkern kann somit in seinem vollständig hergestellten Zustand gehandhabt und zwischen den Deckflächen angeordnet und beispielsweise mit den Deckflächen verbunden werden, sodass beispielsweise die Deckflächen und der Sandwichkern unabhängig voneinander und dabei insbesondere zumindest teilweise gleichzeitig hergestellt werden können. Ferner kann der Sandwichkern als eigenständige, zusammenhängende Baueinheit gehandhabt werden, sodass sich insgesamt eine besonders einfache und kostengünstige Herstellung der Ladeeinrichtung realisieren lässt. Außerdem kann die Ladeeinrichtung dadurch, dass der Sandwichkern ein eigenes Modulteil ist und einfach gehandhabt werden kann, besonders einfach und kostengünstig an dem Kraftfahrzeug, insbesondere an einem beispielsweise als selbsttragende Karosserie ausgebildeten Aufbau des Kraftfahrzeugs, montiert werden.

Die Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ladeeinrichtung, insbesondere des Sandwichkerns, ermöglicht einen besonders kompakten und somit bauraumgünstigen Aufbau bei gleichzeitiger Realisierung einer vorteilhaften mechanischen und elektromagnetischen Funktionsfähigkeit. Ferner sind eine besonders einfache, insbesondere elektrische, Kontaktierung und eine besonders einfache Vormontage darstellbar. Der Sandwichkern kann dabei insbesondere als werkzeugfallendes Bauteil hergestellt werden. Dabei ist es beispielsweise vorgesehen, dass die Sekundärspule, das Ferritelement und die Leistungselektronik in einem Werkzeug zum Herstellen des Sandwichkerns angeordnet und mittels des Werkzeugs miteinander verbunden werden. Zumindest wird beispielsweise das Werkzeug geöffnet beziehungsweise die Sekundärspule, das Ferritelement und die Leistungselektronik werden in geöffnetem Zustand des Werkzeugs in dem Werkzeug angeordnet. Daraufhin wird das Werkzeug beispielsweise geschlossen, wobei die Sekundärspule, das Ferritelement und die Leistungselektronik in geschlossenem Zustand des Werkzeugs miteinander zu dem Sandwichkern verbunden werden. Daraufhin wird das Werkzeug geöffnet, sodass beispielsweise der Sandwichkern fertig hergestellt aus dem Werkzeug entnommen beziehungsweise ausgeworfen werden kann. Der Sandwichkern wird somit in dem geschlossenen Werkzeug fertig hergestellt, wenn das Werkzeug geöffnet wird, sodass der Sandwichkern zeit- und kostengünstig als werkzeugfallendes Bauteil hergestellt werden kann.

Beispielsweise sind die Sekundärspule, das Ferritelement und die Leistungselektronik mittels einer Vergussmasse miteinander verbunden, welche beispielsweise aus einem Kunststoff gebildet ist. Insbesondere sind beispielsweise die Sekundärspule, das Ferritelement und die Leistungselektronik zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig, in die Vergussmasse eingebettet, welche beispielsweise jeweils die Sekundärspule, das Ferritelement und die Leistungselektronik vollumfänglich umgeben kann. Auf diese Weise können die Sekundärspule, das Ferritelement und die Leistungselektronik besonders zeit- und kostengünstig zu dem Sandwichkern miteinander verbunden werden. Des Weiteren lässt sich ein besonders guter mechanischer Schutz von elektronischen beziehungsweise elektrischen Komponenten der Ladeeinrichtung durch den Sandwichaufbau realisieren, da durch den Sandwichaufbau eine Sandwich-Bauweise darstellbar ist. Durch die Sandwich-Bauweise kann auf gewichtsgünstige Weise eine besonders hohe Steifigkeit beziehungsweise eine besonders vorteilhafte mechanische Stabilität der Ladeeinrichtung realisiert werden. Insbesondere können die Sekundärspule und das Ferritelement mechanisch vorteilhaft geschützt werden.

Das Ferritelement ist beispielsweise einteilig beziehungsweise einstückig ausgebildet, oder aber das Ferritelement umfasst eine Mehrzahl von separat voneinander ausgebildeten Ferriten oder Ferritteilen. Beispielsweise ist das Ferritelement zumindest teilweise in der Sekundärspule angeordnet und/oder das Ferritelement überdeckt zumindest eine Seite der Sekundärstufe zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig. Insbesondere können bei der erfindungsgemäßen Ladeeinrichtung, eine zumindest nahezu vollumfängliche Schirmwirkung und eine vorteilhafte Skalierbarkeit dargestellt werden. Des Weiteren ist eine vorteilhafte thermische Anbindung, insbesondere in Abhängigkeit von jeweiligen, gewählten Materialien, realisierbar, sodass beispielsweise ein vorteilhafter Wärmeabtransport realisierbar ist. Dadurch kann der Energiespeicher besonders wirkungsgradgünstig induktiv geladen werden.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Die Zeichnung zeigt in:

  • 1 eine schematische und geschnittene Explosionsansicht einer erfindungsgemäßen Ladeeinrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform;
  • 2 eine schematische Perspektivansicht der Ladeeinrichtung gemäß der ersten Ausführungsform;
  • 3 eine schematische Draufsicht der Ladeeinrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform; und
  • 4 eine schematische Schnittansicht der Ladeeinrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform entlang einer in 3 gezeigten Schnittlinie A-A.

In den Fig. sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.

1 zeigt in einer schematischen und geschnittenen Explosionsansicht eine im Ganzen mit 10 bezeichnete Ladeeinrichtung zum induktiven Laden eines Energiespeichers eines Kraftfahrzeugs. Das Kraftfahrzeug ist beispielsweise als Kraftwagen, insbesondere als Personenkraftwagen, ausgebildet und umfasst in seinem fertig hergestellten Zustand beispielsweise wenigstens eine elektrische Maschine, mittels welcher das Kraftfahrzeug elektrisch antreibbar ist. Dabei umfasst das Kraftfahrzeug in seinem vollständig hergestellten Zustand ferner den Energiespeicher, welcher beispielsweise als Batterie, insbesondere als Hochvolt-Batterie (HV-Batterie), ausgebildet ist. Mittels des Energiespeichers kann die elektrische Maschine mit in dem Energiespeicher gespeicherter elektrischer Energie versorgt werden, wodurch beispielsweise das Kraftfahrzeug elektrisch angetrieben werden kann. Die Ladeeinrichtung 10 wird nun dazu genutzt, den Energiespeicher mit elektrischer Energie, das heißt mit elektrischem Strom zu laden. Hierzu umfasst die Ladeeinrichtung 10 eine beispielsweise in Zusammenschau mit 4 erkennbare Sekundärspule 12, welche in einem von einer Primärspule bereitgestellten und zeitlich veränderlichen magnetischen Fluss und somit in einem den magnetischen Fluss umfassenden beziehungsweise aufweisenden, von der Primärspule bereitgestellten magnetischen Feld anordenbar ist. Auf die Sekundärspule 12 kann mittels des magnetischen Flusses beziehungsweise mittels des Magnetfelds elektrische Energie zum Laden des Energiespeichers induktiv, das heißt berührungslos übertragen werden. Beispielsweise stellt eine Energiequelle über die Primärspule elektrische Energie bereit, welche mittels des Magnetfelds beziehungsweise mittels des magnetischen Flusses induktiv auf die Sekundärspule 12 übertragen werden kann. Die induktiv auf die Sekundärspule 12 übertragene elektrische Energie kann von der Sekundärspule 12 zu dem Energiespeicher geleitet und in dem Energiespeicher gespeichert werden.

Des Weiteren umfasst die Ladeeinrichtung 10 wenigstens ein ebenfalls in Zusammenschau mit 4 erkennbares Ferritelement 14 zum Führen des magnetischen Flusses des Magnetfelds. Das Ferritelement 14 kann beispielsweise einstückig oder einteilig ausgebildet sein, oder das Ferritelement 14 umfasst eine Mehrzahl von Ferritteilen, die beispielsweise auch als Ferrite bezeichnet werden. Das Ferritelement 14 ist beispielsweise ein Ferritkern. Das Ferritelement 14 kann zumindest teilweise in der Sekundärspule 12 angeordnet sein und/oder wenigstens eine Seite der Sekundärspule 12 zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig, abdecken beziehungsweise überdecken.

Um nun die Ladeeinrichtung 10 besonders einfach und kostengünstig herstellen sowie an dem Kraftfahrzeug, insbesondere an einem beispielsweise als selbsttragende Karosserie ausgebildeten Aufbau des Kraftfahrzeugs, montieren zu können, sind zumindest die Sekundärspule 12, das Ferritelement 14 und eine elektrisch mit der Sekundärspule 12 verbundene Leistungselektronik 16 miteinander zu einem im Ganzen mit 18 bezeichneten Sandwichkern verbunden. Der Sandwichkern 18 ist eine unabhängig von von dem Sandwichkern unterschiedlichen Bauteilen der Ladeeinrichtung 10 hergestellte Baueinheit und somit ein Modulteil, welche unabhängig von den von dem Sandwichkern unterschiedlichen, zusätzlich dazu vorgesehenen Bauteilen der Ladeeinrichtung 10 hergestellt werden kann beziehungsweise hergestellt wird. Dadurch kann der Sandwichkern 18 besonders einfach sowie zeit- und kostengünstig gehandhabt und verbaut werden.

Der Sandwichkern 18 ist dabei Bestandteil eines Sandwichaufbaus 20, sodass die Ladeeinrichtung 10 eine Sandwich-Bauweise aufweist. Der Sandwichaufbau 20 umfasst den Sandwichkern 18 sowie eine erste Deckfläche 22 in Form eines Abschirmelements 24, das auf einer ersten Seite 26 des Sandwichkerns 18 angeordnet ist. In Einbaulage der Ladeeinrichtung 10 weist die erste Seite 26 in Fahrzeughochrichtung nach oben, sodass der Sandwichkern 18 in Fahrzeughochrichtung nach oben zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig, durch das Abschirmelement 24 überdeckt beziehungsweise abgedeckt ist. Dabei nimmt die Ladeeinrichtung 10 ihre Einbaulage in vollständig hergestelltem Zustand des Kraftfahrzeugs an.

Der Sandwichaufbau 20 umfasst ferner eine zweite Deckfläche 28, welche durch ein Unterbodenverkleidungselement 30 gebildet ist. Das Unterbodenverkleidungselement 30 beziehungsweise die zweite Deckfläche 28 ist auf einer der ersten Seite 26, insbesondere in Fahrzeughochrichtung, gegenüberliegenden beziehungsweise abgewandten zweiten Seite 32 angeordnet, wobei bezogen auf die Einbaulage die zweite Seite 32 in Fahrzeughochrichtung nach unten weist. Somit ist der zwischen den Deckflächen 22 und 28 angeordnete Sandwichkern 18, insbesondere in Fahrzeughochrichtung nach unten, zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig, durch das Unterbodenverkleidungselement 30 beziehungsweise durch die zweite Deckfläche 28 abgedeckt beziehungsweise überdeckt. Insbesondere ist der zwischen den Deckflächen 22 und 28 angeordnete Sandwichkern 18 zumindest mittelbar, insbesondere direkt, mit den Deckflächen 22 und 28 verbunden. Da der Sandwichkern 18 von von dem Sandwichkern 18 unterschiedlichen, zusätzlich dazu vorgesehenen Bauteilen der Ladeeinrichtung 10 unabhängig hergestellt wird beziehungsweise hergestellt werden kann, können beispielsweise der Sandwichkern 18 und die Deckflächen 22 und 28 unabhängig voneinander sowie beispielsweise zeitgleich hergestellt werden, sodass die Ladeeinrichtung 10 zeit- und kostengünstig hergestellt werden kann.

Der Sandwichkern 18 kann beispielsweise wenigstens eine weitere elektrische, insbesondere elektronische, Komponente 34 der Ladeeinrichtung 10 umfassen, sodass sich eine besonders zeit- und kostengünstige Herstellung der Ladeeinrichtung 10 realisieren lässt. Zu den von dem Sandwichkern 18 unterschiedlichen, zusätzlich dazu vorgesehenen Bauteilen der Ladeeinrichtung 10 gehören auch in 1 besonders gut erkennbare Kondensatoren 36, welche bezüglich des Sandwichkerns 18 externe, zusätzlich dazu vorgesehene Komponenten sind. Dabei kann jedoch vorgesehen sein, dass die Kondensatoren 36, insbesondere in Fahrzeughochrichtung, zwischen den Deckflächen 22 und 28 angeordnet sind, um dadurch eine besonders kompakte Bauweise zu realisieren.

Insgesamt ist erkennbar, dass sich ein besonders steifer und integraler Aufbau der Ladeeinrichtung 10 realisieren lässt, da durch die Sandwich-Bauweise auf gewichtsgünstige Weise eine besonders hohe Steifigkeit der Ladeeinrichtung 10 insgesamt dargestellt werden kann. Das Abschirmelement 24 ist beispielsweise als ein Abschirmblech ausgebildet. Dies bedeutet, dass das Abschirmelement 24 aus einem metallischen Werkstoff gebildet sein kann. Insbesondere ist beispielsweise das Abschirmelement 24 aus Aluminium gebildet. Das Abschirmelement 24 ist beispielsweise für das genannte Magnetfeld undurchlässig.

Die Sekundärspule 12, das Ferritelement 14 und die Leistungselektronik 16 sind beispielsweise mittels einer insbesondere aus Kunststoff gebildeten Vergussmasse oder aber mittels eines Schaums zu dem Sandwichkern 18 miteinander verbunden, wobei der Schaum beispielsweise aus einem Kunststoff gebildet sein kann. Dabei sind beispielsweise die Sekundärspule 12, das Ferritelement 14 und die Leistungselektronik 16 zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig, in dem Schaum eingebettet und dabei beispielsweise kraftschlüssig und/oder formschlüssig mit dem Schaum verbunden. Insbesondere umgibt beispielsweise der Schaum zumindest die Sekundärspule 12, das Ferritelement 14 und die Leistungselektronik 16 jeweils vollumfänglich, wodurch die Sekundärspule 12, das Ferritelement 14 und die Leistungselektronik 16 fest miteinander verbunden werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass insbesondere der in Fahrzeughochrichtung verlaufende Bauraumbedarf der Ladeeinrichtung 10 besonders gering gehalten werden kann.

Das Unterbodenverkleidungselement 30 ist ein Verkleidungselement einer Unterbodenverkleidung des Kraftfahrzeugs. Mittels der Unterbodenverkleidung ist ein Unterboden des Kraftfahrzeugs in Fahrzeughochrichtung nach unten hin zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig, überdeckt und somit abgedeckt, wobei der Unterboden beispielsweise durch den Aufbau gebildet ist.

Die Ladeeinrichtung 10, das heißt beispielsweise der Sandwichkern 18 sowie insbesondere die Kondensatoren 36 und beispielsweise das Abschirmelement 24 sind beispielsweise über das Unterbodenverkleidungselement 30 an dem Aufbau gehalten. Hierzu ist beispielsweise das Unterbodenverkleidungselement 30 zumindest mittelbar, insbesondere direkt, an dem Aufbau befestigt. Somit wird das Unterbodenverkleidungselement 30 als Halter genutzt, um den Sandwichkern 18 beziehungsweise den Sandwichaufbau 20 insgesamt an den Aufbau anzubinden. Das Unterbodenverkleidungselement 30 ist beispielsweise aus einem Kunststoff, insbesondere aus einem faserverstärkten Kunststoff, gebildet, sodass beispielsweise das Unterbodenverkleidungselement 30 als FKV-Komponente ausgebildet ist (FKV - Faser-Kunststoff-Verbund).

Insbesondere umfasst beziehungsweise trägt der Sandwichkern 18 alle Elemente eines Magnetkreises, wobei sogar die Leistungselektronik 16 in dem Sandwichkern 18 integriert ist. Demgegenüber sind beispielsweise die insbesondere als Kompensationskondensatoren ausgebildeten Kondensatoren 36 bezüglich des Sandwichkerns 18 externe, zusätzliche dazu vorgesehene Bauteile, sodass die Kondensatoren 36 nicht Bestandteil des Sandwichkerns 18 sind. Insbesondere ist es denkbar, dass das Unterbodenverkleidungselement 30 aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK) gebildet ist, sodass beispielsweise das Unterbodenverkleidungselement 30 als GFK-Halter ausgebildet ist beziehungsweise genutzt wird.

1 und 2 zeigen eine erste Ausführungsform der Ladeeinrichtung 10, wobei 2 die Ladeeinrichtung 10 in ihrem vollständig hergestellten Zustand zeigt. 3 und 4 veranschaulichen eine zweite Ausführungsform der Ladeeinrichtung 10. Aus 4 ist erkennbar, dass beispielsweise die Deckfläche 22 und der Sandwichkern 18 in Fahrzeuglängsrichtung jeweils zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend, zwischen Querträgern 38 angeordnet sein können. Die Querträger 38 sind beispielsweise Träger eines Integralträgers, welcher auch als Hilfsrahmen bezeichnet wird. Der Integralträger ist dabei beispielsweise an dem Aufbau gehalten, insbesondere gelagert, sodass beispielsweise die Ladeeinrichtung 10 den Integralträger umfasst beziehungsweise über den Integralträger an den Aufbau angebunden ist.

Bezugszeichenliste

10
Ladeeinrichtung
12
Sekundärspule
14
Ferritelement
16
Leistungselektronik
18
Sandwichkern
20
Sandwichaufbau
22
erste Deckfläche
24
Abschirmelement
26
erste Seite
28
zweite Deckfläche
30
Unterbodenverkleidungselement
32
zweite Seite
34
Komponente
36
Kondensatoren
38
Querträger

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 102014206739 A1 [0002]
  • DE 102014018754 A1 [0003]