Title:
Vorrichtung zum Betrieb eines Kommunikationsmoduls
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (4) zum Betrieb eines Kommunikationsmoduls (5) zur drahtlosen Kommunikation eines Fahrzeuges (3). Erfindungsgemäß umfasst die Vorrichtung (4) einen Deaktivierungsschlüssel, einen Deaktivierungstaster und/oder Deaktivierungsschalter zur Trennung des Kommunikationsmoduls (5) von einem drahtlosen Kommunikationsnetzwerk. embedded image




Inventors:
Kok, Wilhelmus, Dipl.-Ing. (71384, Weinstadt, DE)
Brunschier, Moritz, Dipl.-Ing. (70192, Stuttgart, DE)
Application Number:
DE102017009547A
Publication Date:
07/19/2018
Filing Date:
10/13/2017
Assignee:
Daimler AG, 70327 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE112011103546T5N/A2013-11-07



Claims:
Vorrichtung (4) zum Betrieb eines Kommunikationsmoduls (5) zur drahtlosen Kommunikation eines Fahrzeuges (3), gekennzeichnet durch einen Deaktivierungsschlüssel, einen Deaktivierungstaster und/oder Deaktivierungsschalter zur Trennung des Kommunikationsmoduls (5) von einem drahtlosen Kommunikationsnetzwerk.

Vorrichtung (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deaktivierungsschlüssel, der Deaktivierungstaster und/oder der Deaktivierungsschalter die drahtlose Kommunikation mechanisch und/oder elektrisch trennt.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Betrieb eines Kommunikationsmoduls zur drahtlosen Kommunikation eines Fahrzeuges.

Aus der DE 11 2011 103 546 T5 ist ein Mobilgerät bekannt, das zum sofortigen und automatischen Teilen eines Drahtlosnetzwerkes als Reaktion auf eine Einzelhandlung durch einen Nutzer betreibbar ist. Die Einzelhandlung umfasst eine physische Kontaktgeste mit dem Mobilgerät durch den Nutzer oder einen Sprachaktivierungsbefehl.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Vorrichtung zum Betrieb eines Kommunikationsmoduls zur drahtlosen Kommunikation eines Fahrzeuges anzugeben.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Eine Vorrichtung zum Betrieb eines Kommunikationsmoduls zur drahtlosen Kommunikation eines Fahrzeuges umfasst erfindungsgemäß einen Deaktivierungsschlüssel, einen Deaktivierungstaster und/oder Deaktivierungsschalter zur Trennung des Kommunikationsmoduls von einem drahtlosen Kommunikationsnetzwerk.

Mittels der Vorrichtung ist es möglich, dass das Fahrzeug und/oder eine entsprechende Fahrzeugfunktion bei einem unbefugten Eindringen, einem sogenannten Hackerangriff, auf das Fahrzeug und/oder auf die entsprechende Fahrzeugfunktion betreibbar ist, wobei mittels der Vorrichtung eine kabellose Vernetzung, d. h. die drahtlose Kommunikation des Fahrzeuges, insbesondere des Kommunikationsmoduls, mit einem Teilnehmer unterbrochen ist.

Dadurch kann die Verfügbarkeit des Fahrzeuges und/oder der Fahrzeugfunktion gesteigert werden, wobei eine Erpressbarkeit eines Fahrzeugnutzers verringert wird.

Die Attraktivität zur Durchführung eines Hackerangriffes auf das Fahrzeug und/oder das Fahrzeugsystem ist geringer, da mittels der Vorrichtung durch den Hackerangriff beabsichtigte Folgen zumindest reduziert werden können.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand einer Zeichnung näher erläutert.

Dabei zeigt die:

  • 1 schematisch eine mit einem Netzwerk von Steuereinheiten eines Fahrzeuges verbundene Vorrichtung zum Betrieb eines Kommunikationsmoduls des Fahrzeuges.

In der einzigen Figur ist ein Netzwerk 1 von Steuereinheiten 2 eines Fahrzeuges 3 mit einer Vorrichtung 4 zum Betrieb eines Kommunikationsmoduls 5 dargestellt.

Insbesondere erfolgt mittels des Kommunikationsmoduls 5 eine Mobilkommunikation nach außerhalb des Fahrzeuges 3.

Dabei ist unter der Mobilkommunikation beispielsweise eine Fahrzeug-zu-Fahrzeugkommunikation und/oder eine Fahrzeug-zu-Infrastrukturkommunikation zu verstehen.

Bei einer solchen Mobilkommunikation besteht das Risiko eines unbefugten Eindringens, d. h. einem sogenannten Hackerangriff, in das Fahrzeug 3 und/oder in eine Fahrzeugfunktion, wodurch die Funktionsweise des Fahrzeuges 3 und/oder dieser Fahrzeugfunktion beeinträchtigt sein können bzw. kann. Dadurch kann eine Gefahr für Leib und Leben der Insassen des Fahrzeuges 3 sowie für Verkehrsteilnehmer in unmittelbarer Umgebung des Fahrzeuges 3 bestehen.

Um die ungewollten Folgen eines solchen Eingriffes in das Fahrzeug 3 und/oder eine Fahrzeugfunktion weitestgehend ausschließen zu können, ist die Vorrichtung 4 zum Betrieb des Kommunikationsmoduls 5 vorgesehen.

Das Kommunikationsmodul 5 umfasst einen Festwertspeicher, auch als Nur-Lese-Speicher bekannt, als Datenspeicher 6, auf welchen ausschließlich lesend zugegriffen werden kann.

Der Datenspeicher 6 weist eine originale und/oder eine sogenannte Notfall-Software für alle programmierbaren Steuereinheiten 2 in dem Netzwerk 1 auf.

Des Weiteren umfasst das Kommunikationsmodul 5 einen Chipsatz 7, beispielsweise zur drahtgebundenen Kommunikation und einen weiteren Chipsatz 8 zur drahtlosen Kommunikation auf.

Die Vorrichtung 4 zur Vermeidung eines unbefugten Eindringens, insbesondere in das Netzwerk 1, ist als Deaktivierungsschlüssel, als Deaktivierungstaster und/oder als Deaktivierungsschalter ausgebildet.

Mittels der Vorrichtung 4 ist das Fahrzeug 3 von einem Kommunikationsnetzwerk außerhalb des Fahrzeuges 3 trennbar.

Im Fall eines erfassten Hackerangriffes ist die Vorrichtung 4 vom Fahrzeugbesitzer, insbesondere vom Fahrzeugnutzer, aktivierbar. Durch die Aktivierung der Vorrichtung 4 ist eine drahtlose Kommunikation des Fahrzeuges 3 nach außerhalb des Fahrzeuges 3 vollständig unterbunden. Insbesondere ist die drahtlose Kommunikation nach außerhalb des Fahrzeuges 3 mittels der Vorrichtung 4 bei erfasstem Hackerangriff elektrisch und/oder mechanisch unterbindbar. Das Kommunikationsmodul 5 ist also elektrisch und/oder mechanisch von einem drahtlosen Kommunikationsnetzwerk außerhalb des Fahrzeuges 3 trennbar.

Umfasst die Vorrichtung 4 einen Deaktivierungsschlüssel, so entfernt der Fahrzeugnutzer den Deaktivierungsschlüssel aus dem Kommunikationsmodul 5, wodurch das Kommunikationsmodul 5 von der drahtlosen Kommunikation getrennt ist. Hierbei handelt es sich insbesondere um eine mechanische Lösung.

Umfasst die Vorrichtung 4 einen Deaktivierungstaster oder einen Deaktivierungsschalter, so erfolgt die Trennung des Kommunikationsmoduls 5 von der drahtlosen Kommunikation elektrisch und/oder mechanisch.

Das Fahrzeug 3 kann nach Aktivierung der Vorrichtung 4 nicht mehr über das Kommunikationsmodul 5 nach außerhalb des Fahrzeuges 3 kommunizieren.

Darüber hinaus ist vorgesehen, dass im Fall eines Hackerangriffes eine Fahrzeugkonfiguration auf eine ursprüngliche Fahrzeugkonfiguration zurücksetzbar oder eine Notkonfiguration mittels der in der Speichereinheit 6 hinterlegten Notfall-Software aktivierbar ist. Mit anderen Worten ist die ursprüngliche Fahrzeugkonfiguration herstellbar oder es ist ein Notlauf-Programm aktivierbar.

Durch Aktivierung der Vorrichtung 4 kann ein Zugriff Unbefugter auf das Netzwerk 1 von Steuereinheiten 2 weitestgehend unterbunden werden.

Bezugszeichenliste

1
Netzwerk
2
Steuereinheit
3
Fahrzeug
4
Vorrichtung
5
Kommunikationsmodul
6
Datenspeicher
7
Chipsatz
8
weiterer Chipsatz

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 112011103546 T5 [0002]