Title:
Verfahren zur Zuordnung eines Fahrzeugnutzers zu einem Fahrzeug
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zuordnung eines Fahrzeugnutzers (1) zu einem Fahrzeug (2).
Erfindungsgemäß empfängt ein persönliches mobiles Endgerät (3) des Fahrzeugnutzers (1) einen eindeutigen Gerätidentifikator eines im Fahrzeug (2) angeordneten Funkkommunikationsgeräts (4), wenn es in Übertragungsreichweite des im Fahrzeug (2) angeordneten Funkkommunikationsgeräts (4) ist, und sendet ihn in einer Anmeldenachricht an eine zentrale Datenbank (5), in welcher der Fahrzeugnutzer (1) über sein persönliches mobiles Endgerät (3) und den Gerätidentifikator des im Fahrzeug (2) angeordneten Funkkommunikationsgeräts (4) mit dem Fahrzeug (2) verknüpft wird. Das persönliche mobile Endgerät (3) des Fahrzeugnutzers (1) sendet eine Abmeldenachricht an die zentrale Datenbank (5), wenn es den Gerätidentifikator des im Fahrzeug (2) angeordneten Funkkommunikationsgeräts (4) nicht mehr empfängt und/oder eine Funkverbindung zum im Fahrzeug (2) angeordneten Funkkommunikationsgerät (4) unterbrochen wird, wodurch die Verknüpfung zwischen dem Fahrzeugnutzer (1) und dem Fahrzeug (2) in der zentralen Datenbank (5) gelöscht wird. embedded image




Inventors:
Iglesias Cid, Oscar, Dipl.-Ing. (70176, Stuttgart, DE)
Application Number:
DE102017008826A
Publication Date:
05/30/2018
Filing Date:
09/20/2017
Assignee:
Daimler AG, 70327 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102013222428A1N/A2014-05-08



Claims:
Verfahren zur Zuordnung eines Fahrzeugnutzers (1) zu einem Fahrzeug (2), dadurch gekennzeichnet, dass
- ein persönliches mobiles Endgerät (3) des Fahrzeugnutzers (1) einen eindeutigen Gerätidentifikator eines im Fahrzeug (2) angeordneten Funkkommunikationsgeräts (4) empfängt, wenn es in Übertragungsreichweite des im Fahrzeug (2) angeordneten Funkkommunikationsgeräts (4) ist, und diesen Gerätidentifikator in einer Anmeldenachricht an eine zentrale Datenbank (5) sendet, in welcher der Fahrzeugnutzer (1) über sein persönliches mobiles Endgerät (3) und den Gerätidentifikator des im Fahrzeug (2) angeordneten Funkkommunikationsgeräts (4) mit dem Fahrzeug (2) verknüpft wird, wobei
- das persönliche mobile Endgerät (3) des Fahrzeugnutzers (1) eine Abmeldenachricht an die zentrale Datenbank (5) sendet, wenn es den Gerätidentifikator des im Fahrzeug (2) angeordneten Funkkommunikationsgeräts (4) nicht mehr empfängt und/oder eine Funkverbindung zum im Fahrzeug (2) angeordneten Funkkommunikationsgerät (4) unterbrochen wird, wodurch die Verknüpfung zwischen dem Fahrzeugnutzer (1) und dem Fahrzeug (2) in der zentralen Datenbank (5) gelöscht wird.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zuordnung eines Fahrzeugnutzers zu einem Fahrzeug nach den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

Aus dem Stand der Technik sind, wie in der DE 10 2013 222 428 A1 beschrieben, eine Berechtigungsnachweisprüfung und eine Autorisierungslösung zur Personenfahrzeugvermietung bekannt. Ein Fahrzeugrechensystem enthält einen Prozessor, der dafür programmiert und ausgelegt ist, eine Kommunikation mit einer in die Nähe eines Fahrzeugs gebrachten drahtlosen Vorrichtung herzustellen. Der Prozessor kann die drahtlose Vorrichtung dazu verwenden, einen Identifikator von einem Fahrzeugverleihverwaltungssystem zu empfangen. Der Identifikator ist dafür ausgelegt, mit dem Prozessor ein Fahrzeug während eines festgelegten Verleihzeitraums zu aktivieren. Der Prozessor kann eine Benutzereingabe zur Aktivierung des Fahrzeugs für einen Verleihzeitraum empfangen. Der Prozessor kann die Benutzereingabe mit dem empfangenen Identifikator vergleichen und ein schlüsselloses Wegfahren des Fahrzeugs ermöglichen, wenn die Benutzereingabe dem Identifikator entspricht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Verfahren zur Zuordnung eines Fahrzeugnutzers zu einem Fahrzeug anzugeben.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch Verfahren zur Zuordnung eines Fahrzeugnutzers zu einem Fahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

In einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Zuordnung eines Fahrzeugnutzers zu einem Fahrzeug empfängt ein persönliches mobiles Endgerät des Fahrzeugnutzers einen eindeutigen Gerätidentifikator eines im Fahrzeug angeordneten Funkkommunikationsgeräts, wenn es in Übertragungsreichweite des im Fahrzeug angeordneten Funkkommunikationsgeräts ist, und sendet ihn in einer Anmeldenachricht an eine zentrale Datenbank, in welcher der Fahrzeugnutzer über sein persönliches mobiles Endgerät und den Gerätidentifikator des im Fahrzeug angeordneten Funkkommunikationsgeräts mit dem Fahrzeug verknüpft wird. Das persönliche mobile Endgerät des Fahrzeugnutzers sendet eine Abmeldenachricht an die zentrale Datenbank, wenn es den Gerätidentifikator des im Fahrzeug angeordneten Funkkommunikationsgeräts nicht mehr empfängt und/oder eine Funkverbindung zum im Fahrzeug angeordneten Funkkommunikationsgerät unterbrochen wird, wodurch die Verknüpfung zwischen dem Fahrzeugnutzer und dem Fahrzeug in der zentralen Datenbank gelöscht wird.

Das Verfahren bietet eine Vielzahl von Vorteilen. So wird durch das Verfahren ein automatisches Verknüpfen von Fahrzeugnutzern und Fahrzeugen und ein automatisches Aufheben der jeweiligen Verknüpfung ermöglicht. Insbesondere ist kein manuelles Anmelden und Abmelden des jeweiligen Fahrzeugnutzers am jeweiligen Fahrzeug erforderlich.

Ein Flottenmanager weiß zu jedem Zeitpunkt, welcher Fahrzeugnutzer sich in welchem Fahrzeug seiner Fahrzeugflotte befindet.

Das Verfahren erhöht eine Schnelligkeit und Effizienz bei der Zuordnung von Fahrzeugen und Fahrzeugnutzern.

Insbesondere ist das Verfahren kompatibel zu Fahrzeugen im Wesentlichen aller Fahrzeughersteller ab 1999 und erfordert keine zusätzlichen Hardwarekosten. Bei Fahrzeugen, die keine eingebauten Autoradios aufweisen, oder für Anwendungen, bei denen eine große Anzahl von Fahrzeugnutzern, insbesondere Passagieren, gleichzeitig erwartet wird, zum Beispiel bei Transportdienstleistungen mit Fahrzeugen für neun oder mehr Passagiere, kann eine Bluetooth4.0-Lösung mit einem Bluetooth4.0-LowEnergy-Profil, d. h. mit einem entsprechenden Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät, als Funkkommunikationsgerät verwendet werden. Die Kosten für ein solches Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät, d. h. für ein BT4.0-Beacon sind gering.

Das Verfahren kann mit einer Vielzahl persönlicher mobiler Endgeräte, insbesondere als Smartphone ausgebildeter Mobiltelefone, einer Vielzahl von Herstellern durchgeführt werden.

Für Fahrzeughersteller bedeutet das Verfahren eine einfache, kostengünstige und effiziente Lösung. Die beschriebene Lösung macht die Produkte des Fahrzeugherstellers attraktiver und bietet eine Differenzierungsmöglichkeit zu anderen Fahrzeugherstellern.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand einer Zeichnung näher erläutert.

Dabei zeigt:

  • 1 schematisch eine Ausführungsform eines Verfahrens zur Zuordnung eines Fahrzeugnutzers zu einem Fahrzeug.

1 zeigt, schematisch stark vereinfacht, ein Ausführungsbeispiel eines Verfahrens zur Zuordnung eines Fahrzeugnutzers 1 zu einem Fahrzeug 2.

In diesem Verfahren empfängt ein persönliches mobiles Endgerät 3 des Fahrzeugnutzers 1 einen eindeutigen Gerätidentifikator eines im Fahrzeug 2 angeordneten Funkkommunikationsgeräts 4, wenn es in Übertragungsreichweite des im Fahrzeug 2 angeordneten Funkkommunikationsgeräts 4 ist, und sendet ihn in einer Anmeldenachricht an eine zentrale Datenbank 5, in welcher der Fahrzeugnutzer 1 über sein persönliches mobiles Endgerät 3 und den Gerätidentifikator des im Fahrzeug 2 angeordneten Funkkommunikationsgeräts 4 mit dem Fahrzeug 2 verknüpft wird. Das persönliche mobile Endgerät 3 des Fahrzeugnutzers 1 sendet eine Abmeldenachricht an die zentrale Datenbank 5, wenn es den Gerätidentifikator des im Fahrzeug 2 angeordneten Funkkommunikationsgeräts 4 nicht mehr empfängt und/oder eine Funkverbindung zum im Fahrzeug 2 angeordneten Funkkommunikationsgerät 4 unterbrochen wird, wodurch die Verknüpfung zwischen dem Fahrzeugnutzer 1 und dem Fahrzeug 2 in der zentralen Datenbank 5 gelöscht wird.

Dieses Verfahren ermöglicht einen kostengünstigen Universalmechanismus, um Fahrzeuge 2 und Fahrzeugnutzer 1 automatisch miteinander zu verknüpfen.

Beispielsweise können mittels des Verfahrens Fahrzeuge 2 einer Fahrzeugflotte, zum Beispiel eines Servicedienstleisters, eines Handwerksbetriebs oder eines Personentransportunternehmens, mit einem Servicepersonal des Servicedienstleisters oder Handwerkern des Handwerksunternehmens oder Passagieren des Transportunternehmens als Fahrzeugnutzer 1 automatisch verknüpft werden. Dabei ist das Verfahren für aktuelle, vergangene und zukünftige Fahrzeugmodelllinien geeignet, es ist also vorwärts- und rückwärtskompatibel.

Die Verknüpfung zwischen Fahrzeugnutzern 1 und Fahrzeugen 2 erfolgt dabei automatisch und transparent und insbesondere ohne die Notwendigkeit, dass der Fahrzeugnutzer 1 sich jedes Mal durch einen von ihm durchzuführenden Vorgang anmelden muss, wenn er in das Fahrzeug 2 einsteigt, und sich abmelden muss, wenn er aus dem Fahrzeug 2 aussteigt.

Mittels des Verfahrens wird der jeweilige Fahrzeugnutzer 1 anhand des dem jeweiligen Fahrzeugnutzer 1 zugeordneten persönlichen mobilen Endgeräts 3 identifiziert, insbesondere anhand eines Mobiltelefons, welches zweckmäßigerweise als ein so genanntes Smartphone ausgebildet ist. Dabei können als Fahrzeugnutzer 1 sowohl ein Fahrzeugführer des Fahrzeugs 2 als auch Passagiere, d. h. andere Fahrzeuginsassen, identifiziert werden.

Das Verfahren ist kompatibel zu allen oder zumindest im Wesentlichen allen in den letzten zehn oder mehr Jahren produzierten Fahrzeugen 2. Insbesondere werden im Fahrzeug 2 vorteilhafterweise keine zusätzlich zu installierenden Komponenten benötigt oder solche zusätzlich erforderlichen Komponenten sind sehr kostengünstig und einfach zu installieren, so dass ein Montageaufwand und Kostenaufwand für solche zusätzliche Hardware gering ist oder nicht anfällt, wenn keine solche Hardware benötigt wird.

Es kann eine zusätzliche Anmeldefunktion vorgesehen sein, mittels welcher sich der Fahrzeugnutzer 1 beispielsweise als Fahrzeugführer des Fahrzeugs 2 identifizieren kann, auch als Master-Modus bezeichnet, insbesondere bei mehreren aktuell mit dem jeweiligen Fahrzeug 2 verknüpften Fahrzeugnutzern 1. Für diese Anmeldefunktion können beispielsweise eine oder mehrere akustische Bestätigungen, zum Beispiel in Form eines Signaltons, und/oder eine oder mehrere visuelle, d. h. optische, Bestätigungen vorgesehen sein.

Das hier beschriebene Verfahren nutzt vorteilhafterweise die Eigenschaften des weltweit verbreiteten Bluetooth-Standards als Funkstandard. Alternativ können auch andere drahtlose Standards, insbesondere Funkstandards, und deren Protokolle verwendet werden, beispielsweise WLAN. Aufgrund der aktuellen Verbreitung in Fahrzeugen 2 bietet sich jedoch die Verwendung des Bluetooth-Standards an.

Der Bluetooth-Standard spezifiziert verschiedene Versionen, die jeweils unterschiedliche Profile enthalten. Zumindest zwei sind für das vorliegende Verfahren von Interesse:

  • - Bluetooth 1.0/1.1 (veröffentlicht 1999), umfassend das so genannte Hands-Free-Profil (HFP) (Hand-Frei-Profil), insbesondere für eine Freisprechfunktion zum Telefonieren,
  • - Bluetooth 4.0 (veröffentlicht im Jahr 2011), auch als BT4.0 bezeichnet, die das so genannte Low-Energy-Profil oder LE-Profil, auch als Bluetooth4.0-LowEnergy-Profil bezeichnet, umfasst (z. B. so genannte BT-Beacons als Funkkommunikationsgerät 4). D. h. diese Version ist für einen geringen Energieverbrauch ausgelegt. Seit seiner Veröffentlichung unterstützen alle oder zumindest im Wesentlichen alle als Smartphone ausgebildeten Mobiltelefone dieses Low-Energy-Profil.

Die meisten der seit 1999/2000 produzierten Fahrzeuge 2 unterstützen das Hands-Free-Profil (HFP-Profil) als Basismerkmal in ihren Autoradios, so dass diese Autoradios das Funkkommunikationsgerät 4 für das hier beschriebene Verfahren bilden können.

Ein als Low Energy BT4.0-Beacon, d. h. als Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät, ausgebildetes Funkkommunikationsgerät 4 ist im Wesentlichen ein Sender, der periodisch einen Gerätidentifikator (eine ID) sendet, der den Sender identifiziert. Ein derart ausgebildetes Funkkommunikationsgerät 4 ist somit insbesondere ein unidirektional funkendes Funkkommunikationsgerät 4, d. h. es kann üblicherweise nur senden und nicht empfangen. Ein Übertragungsradius, d. h. die Übertragungsreichweite, ist konfigurierbar. Ein Leistungsverbrauch ist so minimal, dass diese als BT4.0-Beacon (Bluetooth4.0-LowEnergy-Geräte) ausgebildeten Funkkommunikationsgeräte 4, d. h. diese Sender, typischerweise mit einer internen Batterie autonom arbeiten können. Es ist auch möglich, sie an eine Stromversorgung anzuschließen, beispielsweise an eine Zigarettenanzündersteckdose oder eine andere Steckdose oder eine OBD-Schnittstelle des Fahrzeugs 2.

Die Verwendung von BT4.0-Beacons (Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät), d. h. von Sendern auf Basis von Bluetooth 4.0, ist in der Fahrzeugindustrie bisher nicht verbreitet, da die Notwendigkeit von Standortdiensten für das private Passagiersegment gering ist, denn typischerweise ist die Verknüpfung von Fahrzeugführer zu Fahrzeug 2 stets gleichbleibend. Ausnahmen sind beispielsweise Carsharing und Fahrzeugvermietung.

Im kommerziellen Bereich, beispielsweise bei Servicedienstleistern, Handwerkern und im Personentransport, ist jedoch die Verknüpfung von Fahrzeugnutzern 1, beispielsweise Fahrzeugführern und Passagieren, und Fahrzeugen 2 einer Fahrzeugflotte nicht gleichbleibend. Beispielsweise gibt es eine Fahrzeugliste und eine Fahrzeugnutzerliste, insbesondere Passagierliste, aber ein Flottenmanager weiß nicht, wer in welchem Fahrzeug 2 fährt.

Das hier beschriebene Verfahren bietet einen einfachen Mechanismus, um diese Verknüpfung zwischen Fahrzeugen 2 und Fahrzeugnutzern 1 zu ermitteln. Grundlage des Verfahrens ist, dass jeder Fahrzeugnutzer 1 ein ihm zugeordnetes persönliches mobiles Endgerät 3, insbesondere ein Mobiltelefon, welches zweckmäßigerweise als Smartphone ausgebildet ist, mit sich führt, wobei auf diesem persönlichen mobilen Endgerät 3 ein Betriebssystem und/oder ein Programm (App) installiert ist, welches zumindest einen der oben genannten Bluetooth-Standards oder einen anderen Funkkommunikationsstandard unterstützt, der eine Identifikation des Fahrzeugs 2 auf die im Folgenden beschriebene Weise ermöglicht.

Der Hauptunterschied zwischen dem Einsatz beider oben genannter Bluetooth-Technologien aus Sicht eines Anwenders ist, dass bei Verwendung des HFP-Profils eine so genannte Paarung, d. h. eine Kopplung, zwischen dem persönlichen mobilen Endgerät 3, insbesondere Mobiltelefon, des Fahrzeugnutzers 1 und dem Funkkommunikationsgerät 4, insbesondere dem Autoradio, erfolgt. Typischerweise unterstützen die Autoradios, zumindest in den vergangenen zehn Jahren hergestellte Autoradios, einen Zugriff für mehrere Fahrzeugnutzer 1, die am Autoradio gleichzeitig angemeldet sind, zum Beispiel über sechs Kanäle. Nur während des Telefonierens mit Freisprechfunktion kann nur einer der Fahrzeugnutzer 1 den entsprechenden Kanal verwenden.

Bei Verwendung eines BT4.0-Beacons (Bluetooth4.0-LowEnergy-Geräts), d. h. von Sendern auf Basis von Bluetooth 4.0, als Funkkommunikationsgerät 4 gibt es keine Notwendigkeit für eine solche vorherige Paarung, denn der BT4.0-Beacon arbeitet wie ein Bluetooth-Radiosender, und alle persönlichen mobilen Endgeräte 3, insbesondere Mobiltelefone, von Fahrzeugnutzern 1 in seinem Übertragungsbereich, d. h. innerhalb seiner Übertragungsreichweite, können das Signal gleichzeitig empfangen und erkennen.

Vorteilhafterweise können persönliche mobile Endgeräte 3 von Fahrzeugnutzern 1, insbesondere als Smartphone ausgebildete Mobiltelefone, beide Profile gleichzeitig verwenden, zum Beispiel über das HFP-Profil gepaart mit dem Autoradio als Funkkommunikationsgerät 4 und gleichzeitig die Anwesenheit eines BT4.0-Beacon (Bluetooth4.0-LowEnergy-Geräts) als Funkkommunikationsgerät 4 erkennend.

Des Weiteren sind insbesondere neue Fahrzeuge 2, d. h. Fahrzeuge 2, die jetzt oder seit einigen Monaten oder Jahren hergestellt werden, mit so genannten Telematics Control Units ausgestattet, d. h. mit Telematikeinheiten, die einen Bluetooth4.0-LowEnergy-Chip beinhalten können oder auf andere Weise eine Verbindung zu persönlichen mobilen Endgeräten 3, insbesondere als Smartphone ausgebildeten Mobiltelefonen, von Fahrzeugnutzern 1 ermöglichen. Wichtig ist in diesem Fall die Notwendigkeit, persönliche mobile Endgerät 3 mit der Telematikeinheit zu koppeln, da der so genannte Pairing-Prozess, d. h. das Koppeln, in der Regel eine Bestätigung von beiden Seiten bedeutet, und obwohl die Bestätigung mittels eines PIN-Codes oder auf ähnliche Weise über die Kommunikation der Telematikeinheit mit dem Autoradiodisplay erfolgen kann, macht dies die Kopplungslösung komplexer.

Das normale Koppeln mittels des HFP-Protokolls jedoch ist etwas, das nahezu jeder Fahrzeugnutzer 1 bereits gewohnt ist und das wahrscheinlich jeder Fahrzeugnutzer 1 ohnehin tut, um das HFP-Profil zur Durchführung von Telefonaten während der Fahrt zu verwenden.

Bei dem im Folgenden beschriebenen Verfahren erfolgt die Verknüpfung von Fahrzeug 2 und Fahrzeugnutzer 1 auf Basis einer Bluetooth-MAC-Adresse als Gerätidentifikator des insbesondere als Autoradio oder als anderes Bluetooth-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgeräts 4 des Fahrzeugs 2 bei Verwendung des Hands-Free-Profils (HFP) und/oder auf Basis des übermittelten Universal Unique Identifier (UUID) als Gerätidentifikator des als Autoradio oder als anderes Bluetooth-Gerät, beispielsweise BT4.0-Beacon, ausgebildeten Funkkommunikationsgeräts 4 des Fahrzeugs 2 bei Verwendung des Bluetooth4.0-LowEnergy-Profils.

Da sowohl die Bluetooth-MAC-Adresse als auch der Universal Unique Identifier (UUID) eindeutig sind und typischerweise einem bestimmten Fahrzeug 2 zugeordnet sind, insbesondere bei einem Autoradio, welches physisch in ein Armaturenbrett des Fahrzeugs 2 eingebettet ist, kann auf einfache Weise die Verknüpfung zwischen Fahrzeugnutzer 1 und Fahrzeug 2 hergestellt werden, d. h. es kann auf einfache Weise ermittelt werden, welcher Fahrzeugnutzer 1 sich in welchem Fahrzeug 2 befindet.

Die Verknüpfung zwischen einem Fahrzeugidentifikator, beispielsweise einer Fahrzeug-Identifizierungsnummer, des jeweiligen Fahrzeugs 2 und der korrespondierenden Bluetooth-MAC-Adresse und/oder dem korrespondierenden Universal Unique Identifier (UUID) als Gerätidentifikator wird vorteilhafterweise in der zentralen Datenbank 5, auch als Cloud bezeichnet, gespeichert.

Jedes Mal, wenn das persönliche mobile Endgerät 3 eines jeweiligen Fahrzeugnutzers 1 sich mit einem insbesondere als Autoradio oder anderes Bluetooth-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgerät 4 eines jeweiligen Fahrzeugs 2 koppelt und/oder ein Signal von einem insbesondere als BT4.0-Beacon (Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät) ausgebildeten Funkkommunikationsgerät 4, d. h. von einem Sender auf Basis von Bluetooth 4.0, des jeweiligen Fahrzeugs 2 empfängt und erkennt, sendet es eine Anmeldenachricht, insbesondere in Form einer so genannten Push-Nachricht, mit dem Gerätidentifikator, insbesondere mit der Bluetooth-MAC-Adresse und/oder dem Universal Unique Identifier (UUID), an die zentrale Datenbank 5, um das Anmelden am Fahrzeug 2 anzuzeigen, so dass nun der Fahrzeugnutzer 1, dem das persönliche mobile Endgerät 3 zugeordnet ist, mit dem Fahrzeug 2 verknüpft ist.

Jedes Mal, wenn der Fahrzeugnutzer 1 das Fahrzeug 2 verlässt und die Verbindung des persönlichen mobilen Endgeräts 3 des Fahrzeugnutzers 1 zum als Autoradio oder anderes Bluetooth-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgerät 4 des Fahrzeugs 2 abreißt und/oder das persönliche mobile Endgerät 3 des Fahrzeugnutzers 1 kein Signal von dem insbesondere als BT4.0-Beacon (Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät) ausgebildeten Funkkommunikationsgerät 4, d. h. von dem Sender auf Basis von Bluetooth 4.0, des jeweiligen Fahrzeugs 2 mehr empfängt (zum Beispiel bei einem Übertragungsradius von ein Meter bis zwei Meter), sendet es eine Abmeldenachricht, insbesondere ebenfalls in Form einer so genannten Push-Nachricht, an die zentrale Datenbank 5, um das Abmelden vom Fahrzeug 2 anzuzeigen, so dass nun der Fahrzeugnutzer 1, dem das persönliche mobile Endgerät 3 zugeordnet ist, nicht mehr mit dem Fahrzeug 2 verknüpft ist. Das Senden der Bluetooth-MAC-Adresse des Autoradios oder anderen Bluetooth-Gerätes, mit welchem das persönliche mobile Endgerät 3 bis dahin gekoppelt war, und/oder des Universal Unique Identifier (UUID), den es bis dahin empfangen hat, in der Abmeldenachricht an die Datenbank 5, d. h. das Senden des Gerätidentifikators in der Abmeldenachricht an die Datenbank 5, ist dabei nicht unbedingt erforderlich, da die Datenbank 5 die letzte Verknüpfung zwischen Fahrzeug 2 und Fahrzeugnutzer 1 bzw. dessen persönlichem mobilen Endgerät 3 gespeichert hat und diese nun aufgrund der Abmeldenachricht aufhebt. Alternativ kann jedoch auch vorgesehen sein, dass das persönliche mobile Endgerät 3 den Gerätidentifikator, beispielsweise die Bluetooth-MAC-Adresse des als Autoradio oder anderen Bluetooth-Gerätes ausgebildeten Funkkommunikationsgeräts 4, mit welchem das persönliche mobile Endgerät 3 bis dahin gekoppelt war, und/oder des Universal Unique Identifier (UUID), den es bis dahin empfangen hat, auch in der Abmeldenachricht nochmals an die zentrale Datenbank 5 sendet.

Die zentrale Datenbank 5 wird somit jedes Mal informiert, wer in das jeweilige Fahrzeug 2 eingestiegen oder es verlassen hat. Eine Zuordnung eines jeweiligen Fahrzeugführers zum jeweiligen Fahrzeug 2 in der zentralen Datenbank 5, falls dies bei mehreren möglichen Fahrzeugführern erforderlich ist, ist bei dieser Vorgehensweise noch nicht erfolgt. Dies kann beispielsweise in einer App, d. h. in einem Programm für das Verfahren, bevorzugt auf dem persönlichen mobilen Endgerät 3 des jeweiligen Fahrzeugnutzers 1, oder in einem Flottenmanager-Portal vorbereitet werden. Beispielsweise erfolgt eine Zuweisung, welcher Fahrzeugnutzer 1 welches Fahrzeug 2 jeden Tag als Fahrzeugführer fährt. Diesem Fahrzeugnutzer 1 wird daher ein Master-Modus oder Fahrzeugführermodus zugewiesen.

Alternativ kann über die App auf dem persönlichen mobilen Endgerät 3, insbesondere während des oben angegebenen Verknüpfungsprozesses mit dem Fahrzeug 2, eingegeben werden, wer der Fahrzeugführer ist oder ob der Fahrzeugnutzer 1, dem das persönliche mobile Endgerät 3 zugeordnet ist, der Fahrzeugführer ist oder nicht.

Beispielsweise kann während dieses Verknüpfungsprozesses auf dem persönlichen mobilen Endgerät 3 eine Nachricht, insbesondere eine so genannte Pop-up-Benachrichtigung, angezeigt werden, woraufhin der Fahrzeugnutzer 1 dann eingeben kann, wer der Fahrzeugführer ist oder ob der Fahrzeugnutzer 1, dem das persönliche mobile Endgerät 3 zugeordnet ist, der Fahrzeugführer ist oder nicht.

Vorteilhafterweise kann eine solche Zuweisung bezüglich des Fahrzeugführers beispielsweise für einen Tag oder mehrere Tage gültig sein, wenn kein anderer Fahrzeugführer vorgesehen ist, so dass eine solche Abfrage bezüglich des jeweiligen Fahrzeugführers dann nicht bei jedem Einsteigen in das Fahrzeug 2 erfolgt.

Vorteilhafterweise kann jeder Fahrzeugnutzer 1 zu jeder Zeit eine Statusänderung vom normalen Fahrzeugnutzermodus in den Master-Modus oder Fahrzeugführermodus anfordern, zweckmäßigerweise über die App auf seinem persönlichen mobilen Endgerät 3.

In einer möglichen Ausführungsform können ein oder mehrere zusätzliche Informationen, zum Beispiel eine Fahrzeuggeschwindigkeit, verwendet werden, um festzustellen, ob der Fahrzeugnutzer 1 eine Fahrt mit dem Fahrzeug 2 gestartet hat oder gerade mit dem Fahrzeug 2 fährt oder mit dem Fahrzeug 2 steht. Diese mindestens eine zusätzliche Information wird beispielsweise vom persönlichen mobilen Endgerät 3 des jeweiligen Fahrzeugnutzers 1 an die zentrale Datenbank 5 übermittelt. Beispielsweise wird diese mindestens eine zusätzliche Information, insbesondere die Fahrzeuggeschwindigkeit, vom Fahrzeug 2 ermittelt und an das persönliche mobile Endgerät 3 des Fahrzeugnutzers 1 übertragen und/oder vom persönlichen mobilen Endgerät 3 selbst ermittelt, insbesondere mittels dessen Sensorik, zum Beispiel mittels einer Gyrosensorik und/oder mittels einer Positionsbestimmungssensorik, insbesondere durch Verwendung eines globalen Navigationssatellitensystems.

Bei Verwendung des Hands-Free-Profils (HFP) kann der Verfahrensablauf beispielsweise auf folgende Weise erfolgen:

Einmalig ist es erforderlich, in der zentralen Datenbank 5 die Verknüpfung zwischen dem Fahrzeugidentifikator des jeweiligen Fahrzeugs 2, beispielsweise seiner Fahrzeug-Identifizierungsnummer, und dem korrespondierenden Gerätidentifikator des im Fahrzeug 2 angeordneten Funkkommunikationsgeräts 4 zu speichern, beispielsweise die Verknüpfung zwischen dem zum Beispiel als Fahrzeug-Identifizierungsnummer ausgebildeten Fahrzeugidentifikator und der korrespondierenden Bluetooth-MAC-Adresse des im Fahrzeug 2 angeordneten und als Autoradio oder anderes Bluetooth-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgerät 4. Hierzu paart, d. h. koppelt, mindestens ein Fahrzeugnutzer 1 sein persönliches mobiles Endgerät 3 mit dem beispielsweise als Autoradio oder anderes Bluetooth-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgerät 4 des Fahrzeugs 2, beispielsweise während einer Installation oder einer Einstellung der App für das Verfahren auf seinem persönlichem mobilen Endgerät 3. Das persönliche mobile Endgerät 3 sendet eine entsprechende Pairing-Benachrichtigung, d. h. eine Koppelbenachrichtigung, an die zentrale Datenbank 5. Darin enthalten ist zweckmäßigerweise der Gerätidentifikator, d. h. zweckmäßigerweise die Bluetooth-MAC-Adresse, des im Fahrzeug 2 angeordneten und als Autoradio oder anderes Bluetooth-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgeräts 4. Nun ist in der zentralen Datenbank 5 gespeichert, welcher Gerätidentifikator, insbesondere welche Bluetooth-MAC-Adresse, in diesem Fahrzeug 2 verfügbar ist. Dies wird vorteilhafterweise für alle für das Verfahren vorgesehenen Fahrzeuge 2 getan.

Die Zuordnung des jeweiligen Gerätidentifikators, insbesondere der jeweiligen Bluetooth-MAC-Adresse, zum jeweiligen Fahrzeugidentifikator kann in der zentralen Datenbank 5 erfolgen oder der Fahrzeugidentifikator, beispielsweise die Fahrzeug-Identifizierungsnummer, wird in der Koppelbenachrichtigung mitgesendet oder im Zusammenhang mit dieser Koppelbenachrichtigung an die zentrale Datenbank 5 übermittelt, damit in der zentralen Datenbank 5 der Fahrzeugidentifikator des jeweiligen Fahrzeugs 2 mit dem im Fahrzeug 2 verfügbaren Gerätdidentifikator, insbesondere der Bluetooth-MAC-Adresse, verknüpft ist. Alternativ kann für dieses Verknüpfen des Fahrzeugidentifikators mit dem im Fahrzeug 2 verfügbaren Gerätidentifikator, insbesondere der Bluetooth-MAC-Adresse, beispielsweise vorgesehen sein, dass die zentrale Datenbank 5 dem Fahrzeugnutzer 1 den Fahrzeugidentifikator über die App auf seinem persönlichen mobilen Endgerät 3 vorgibt und ihn auffordert, das persönliche mobile Endgerät 3 mit dem als Autoradio oder anderes Bluetooth-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgerät 4 zu paaren, d. h. zu koppeln, um auf diese Weise den in diesem Fahrzeug 2 verfügbaren Gerätidentifikator, insbesondere die Bluetooth-MAC-Adresse, zu ermitteln.

Alternativ zur Verknüpfung von Fahrzeugidentifikator und im Fahrzeug 2 verfügbarem Gerätidentifikator, insbesondere Bluetooth-MAC-Adresse, kann beispielsweise der Gerätidentifikator, insbesondere die Bluetooth-MAC-Adresse, selbst als Fahrzeugidentifikator dienen, insbesondere wenn sichergestellt ist, dass das Funkkommunikationsgerät 4, welches den insbesondere als Bluetooth-MAC-Adresse ausgebildeten Gerätidentifikator sendet, beispielsweise das Autoradio, fest im Fahrzeug 2 verbaut ist und daher fest diesem Fahrzeug 2 zugeordnet ist.

Der Ablauf zum Verknüpfen eines jeweiligen Fahrzeugnutzers 1 mit dem jeweiligen Fahrzeug 2 und zum Aufheben dieser Verknüpfung erfolgt dann auf die oben bereits beschriebene Weise, d. h. wenn sich das persönliche mobile Endgerät 3 des jeweiligen Fahrzeugnutzers 1 mit dem als Autoradio oder anderes Bluetooth-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgerät 4 des jeweiligen Fahrzeugs 2 koppelt, sendet das persönliche mobile Endgerät 3 des jeweiligen Fahrzeugnutzers 1 die entsprechende Anmeldenachricht an die zentrale Datenbank 5, in welcher der Gerätidentifikator, insbesondere die Bluetooth-MAC-Adresse des als Autoradio oder anderes Bluetooth-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgeräts 4 enthalten ist. Wenn diese Verbindung zwischen persönlichem mobilen Endgerät 3 des jeweiligen Fahrzeugnutzers 1 und dem als Autoradio oder anderes Bluetooth-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgerät 4 des jeweiligen Fahrzeugs 2 getrennt wird, sendet das persönliche mobile Endgerät 3 des jeweiligen Fahrzeugnutzers 1 die entsprechende Abmeldenachricht an die zentrale Datenbank 5.

Vorteilhafterweise kann der jeweilige Fahrzeugnutzer 1 auf die oben beschriebene Weise, beispielsweise jederzeit oder über die Nachricht, insbesondere die Pop-up-Benachrichtigung, auf dem persönlichen mobilen Endgerät 3 festlegen, wer der vorgesehene Fahrzeugführer und wer die anderen Fahrzeuginsassen, insbesondere Passagiere, sind oder ob er der Fahrzeugführer ist oder nicht.

Bei Verwendung des Bluetooth4.0-LowEnergy-Profils kann der Verfahrensablauf beispielsweise auf folgende Weise erfolgen:

Ein Fahrzeugnutzer 1 installiert ein als tragbares Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät ausgebildetes Funkkommunikationsgerät 4 im Fahrzeug 2. In der App auf seinem persönlichen mobilen Endgerät 3 erstellt er ein neues Fahrzeugkonto und verknüpft den Gerätidentifikator, insbesondere den Universal Unique Identifier (UUID), des im Fahrzeug 2 installierten und als Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgeräts 4, den er vorteilhafterweise mit seinem persönlichen mobilen Endgerät 3 empfängt, mit dem Fahrzeugidentifikator des Fahrzeugs 2, beispielsweise mit der Fahrzeug-Identifizierungsnummer. Das persönliche mobile Endgerät 3 sendet nun eine Verknüpfungsbenachrichtigung, umfassend den Gerätidentifikator, insbesondere den Universal Unique Identifier (UUID), des im Fahrzeug 2 installierten und als Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgeräts 4 und umfassend den Fahrzeugidentifikator des Fahrzeugs 2, an die zentrale Datenbank 5, so dass dort nun der Gerätidentifikator, insbesondere der Universal Unique Identifier (UUID), des im Fahrzeug 2 installierten und als Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgeräts 4 mit dem Fahrzeugidentifikator des Fahrzeugs 2 verknüpft vorliegen, d. h. in der zentralen Datenbank 5 ist nun gespeichert, welcher insbesondere als Universal Unique Identifier (UUID) ausgebildete Gerätidentifikator in dem jeweiligen Fahrzeug 2 verfügbar ist. Dies ist für das jeweilige Fahrzeug 2 nur einmal durchzuführen.

Wenn das als transportables Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät ausgebildete Funkkommunikationsgerät 4 in einem anderen Fahrzeug 2 installiert wird, d. h. diesem anderen Fahrzeug 2 neu zugewiesen wird, muss dies für das andere Fahrzeug 2 auf die oben beschriebene Weise erneut durchgeführt werden. Bei Bluetooth4.0-LowEnergy-Geräten, die extern mit Energie versorgt werden, zum Beispiel über die Zigarettenanzündersteckdose oder die OBD-Schnittstelle, kann ein Wechsel des Bluetooth4.0-LowEnergy-Geräts zu einem anderen Fahrzeug 2 auf einfache Weise durch Erkennen eines Verlustes der Energieversorgung, welcher beispielsweise zu einem Reset, d. h. zu einem Zurücksetzen, des Bluetooth4.0-LowEnergy-Geräts führt, erkannt werden. Vorteilhafterweise ist jedoch nicht vorgesehen, dass die Fahrzeugnutzer 1 die als Bluetooth4.0-LowEnergy-Geräte ausgebildeten Funkkommunikationsgeräte 4 zwischen verschiedenen Fahrzeugen 2 austauschen können.

Alternativ zum Installieren eines tragbaren Bluetooth4.0-LowEnergy-Geräts kann ein bereits im Fahrzeug 2 vorhandenes, insbesondere fest verbautes, Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät als Funkkommunikationsgerät 4 verwendet werden, wenn ein solches vorhanden ist.

Der Ablauf zum Verknüpfen eines jeweiligen Fahrzeugnutzers 1 mit dem jeweiligen Fahrzeug 2 und zum Aufheben dieser Verknüpfung erfolgt dann auf die oben bereits beschriebene Weise, d. h. wenn das persönliche mobile Endgerät 3 eines jeweiligen Fahrzeugnutzers 1 das Signal vom als Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgerät 4, d. h. vom Sender auf Basis von Bluetooth 4.0, des jeweiligen Fahrzeugs 2 empfängt und erkennt, sendet es, zweckmäßigerweise über die App, die Anmeldenachricht, insbesondere in Form der so genannten Push-Nachricht, mit dem Gerätidentifikator, insbesondere mit dem Universal Unique Identifier (UUID), an die zentrale Datenbank 5, um das Anmelden am Fahrzeug 2 anzuzeigen, so dass nun der Fahrzeugnutzer 1, dem das persönliche mobile Endgerät 3 zugeordnet ist, mit dem Fahrzeug 2 verknüpft ist.

Wenn das persönliche mobile Endgerät 3 des Fahrzeugnutzers 1 kein Signal von dem als Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät ausgebildeten Funkkommunikationsgerät 4, d. h. von dem Sender auf Basis von Bluetooth 4.0, des jeweiligen Fahrzeugs 2 mehr empfängt, sendet es, insbesondere über die App, die Abmeldenachricht, insbesondere ebenfalls in Form der so genannten Push-Nachricht, an die zentrale Datenbank 5, um das Abmelden vom Fahrzeug 2 anzuzeigen, so dass nun der Fahrzeugnutzer 1, dem das persönliche mobile Endgerät 3 zugeordnet ist, nicht mehr mit dem Fahrzeug 2 verknüpft ist.

Vorteilhafterweise kann auch hier der jeweilige Fahrzeugnutzer 1 auf die oben beschriebene Weise, beispielsweise jederzeit oder über die Nachricht, insbesondere Pop-up-Benachrichtigung, auf dem persönlichen mobilen Endgerät 3 festlegen, wer der vorgesehene Fahrzeugführer und wer die anderen Fahrzeuginsassen, insbesondere Passagiere, sind oder ob er der Fahrzeugführer ist oder nicht.

Das Verfahren bietet eine Vielzahl von Vorteilen. So wird durch das Verfahren ein automatisches Verknüpfen von Fahrzeugnutzern 1 und Fahrzeugen 2 und ein automatisches Aufheben der jeweiligen Verknüpfung ermöglicht. Insbesondere ist kein manuelles Anmelden und Abmelden des jeweiligen Fahrzeugnutzers 1 am jeweiligen Fahrzeug 2 erforderlich. Ein Flottenmanager weiß zu jedem Zeitpunkt, welcher Fahrzeugnutzer 1 sich in welchem Fahrzeug 2 seiner Fahrzeugflotte befindet. Das Verfahren erhöht eine Schnelligkeit und Effizienz bei der Zuordnung von Fahrzeugen 2 und Fahrzeugnutzern 1.

Insbesondere ist das Verfahren kompatibel zu Fahrzeugen 2 im Wesentlichen aller Fahrzeughersteller ab 1999 und erfordert keine zusätzlichen Hardwarekosten. Bei Fahrzeugen 2, die keine eingebauten Autoradios aufweisen, oder für Anwendungen, bei denen eine große Anzahl von Fahrzeugnutzern 1, insbesondere Passagieren, gleichzeitig erwartet wird, zum Beispiel bei Transportdienstleistungen mit Fahrzeugen 2 für neun oder mehr Passagiere, kann die Bluetooth4.0-Lösung mit dem Bluetooth4.0-LowEnergy-Profil, d. h. mit einem entsprechenden Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät als Funkkommunikationsgerät 4, verwendet werden. Die Kosten für ein solches Bluetooth4.0-LowEnergy-Gerät, d. h. für ein BT4.0-Beacon, sind gering.

Das Verfahren kann mit einer Vielzahl persönlicher mobiler Endgeräte 3, insbesondere als Smartphone ausgebildeter Mobiltelefone, einer Vielzahl von Herstellern durchgeführt werden.

Für Fahrzeughersteller bedeutet das Verfahren eine einfache, kostengünstige und effiziente Lösung. Die beschriebene Lösung macht die Produkte des Fahrzeugherstellers attraktiver und bietet eine Differenzierungsmöglichkeit zu anderen Fahrzeugherstellern.

Bezugszeichenliste

1
Fahrzeugnutzer
2
Fahrzeug
3
Endgerät
4
Funkkommunikationsgerät
5
Datenbank

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 102013222428 A1 [0002]