Title:
Verfahren zum Auffinden eines geparkten Fahrzeugs
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auffinden eines geparkten Fahrzeugs, wobei unmittelbar vor und/oder während eines Einparkvorgangs des Fahrzeugs mittels zumindest einer fahrzeugeigenen Erfassungseinheit (1) eine Fahrzeugumgebung erfasst und in von mittels der zumindest einen Erfassungseinheit (1) erfassten Daten (D) eine Detektion von Parkplatzidentifizierungszeichen (Z) durchgeführt wird. Erfindungsgemäß wird bei erfolgreicher Detektion zumindest eines Parkplatzidentifizierungszeichens (Z) automatisch eine dieses enthaltene Information (I) an eine zentrale Recheneinheit (3) und/oder zumindest ein mobiles Endgerät (4.1 bis 4.n) eines berechtigten Fahrzeugnutzers übermittelt. embedded image




Inventors:
Kutschke, Markus (70195, Stuttgart, DE)
Smuda, Peer, Dipl.-Inf. (71063, Sindelfingen, DE)
Juffern, Joerg, B.E. (70597, Stuttgart, DE)
Application Number:
DE102017007283A
Publication Date:
04/19/2018
Filing Date:
08/01/2017
Assignee:
Daimler AG, 70327 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102010018332A1N/A2011-10-27



Other References:
IEEE 802.15.1
IEEE-802.11
Claims:
Verfahren zum Auffinden eines geparkten Fahrzeugs, wobei unmittelbar vor und/oder während eines Einparkvorgangs des Fahrzeugs
- mittels zumindest einer fahrzeugeigenen Erfassungseinheit (1) eine Fahrzeugumgebung erfasst und
- in von mittels der zumindest einen Erfassungseinheit (1) erfassten Daten (D) eine Detektion von Parkplatzidentifizierungszeichen (Z) durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass
- bei erfolgreicher Detektion zumindest eines Parkplatzidentifizierungszeichens (Z) automatisch eine dieses enthaltene Information (I) an eine zentrale Recheneinheit (3) und/oder zumindest ein mobiles Endgerät (4.1 bis 4.n) eines berechtigten Fahrzeugnutzers übermittelt wird.

Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von der zentralen Recheneinheit (3) empfangene Information (I) von dieser an zumindest ein mobiles Endgerät (4.1 bis 4.n) eines berechtigten Fahrzeugnutzers übermittelt wird.

Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Parkplatzidentifizierungszeichen (Z) Parkplatznummern und/oder Parkebenennummern detektiert werden.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Erfassungseinheit (1) aktiviert wird, wenn das Fahrzeug eine vorgegebene Geschwindigkeit unterschreitet.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Erfassungseinheit (1) aktiviert wird, wenn ein zumindest teilautomatisierter Einparkvorgang startet.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auffinden eines geparkten Fahrzeugs gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der DE 10 2010 018 332 A1 ist ein Verfahren zur Ortung eines geparkten Fahrzeugs bekannt, wobei Informationen über den Standort des Fahrzeugs bestimmt werden, die Informationen an ein tragbares Lokalisierungsgerät übermittelt und in diesem gespeichert werden. Hierbei werden auch Informationen über die Umgebung des Fahrzeugs bestimmt und an das tragbare Lokalisierungsgerät via SMS, Blue Tooth, Funk oder über eine mechanisch elektrische Schnittstelle übermittelt, wobei das tragbare Lokalisierungsgerät ein mobiles Terminal ist, um die Informationen bei Bedarf abrufen zu können. Das tragbare Lokalisierungsgerät ist ein mit dem Fahrzeug verknüpfbares Anzeigengerät, wie ein Medienträger, ein Mobiltelefon, beispielsweise ein Smartphone. Die Informationen über die Umgebung des Fahrzeugs werden mit einer Kamera zur Schildererkennung und einer seitlich am Fahrzeug positionierten Kamera oder eines Kamerasystems einer Einparkhilfe gewonnen. Anhand dieser Informationen wird die Ortung eines geparkten Fahrzeugs durchgeführt und einem Fahrer eine exakte Abstellposition zur Verfügung gestellt. Weiterhin werden mittels weiterer Kamerasysteme am Fahrzeug Informationen über eine unmittelbare Umgebung des Fahrzeugs ermittelt. Mittels der Kamera zur Schildererkennung gewonnene Informationen über die Umgebung des Fahrzeugs sind eine Nummer und eine Ebene der Parklücke, in welcher das Fahrzeug abgestellt wurde. Mittels seitlich am Fahrzeug positionierter Kameras oder des Kamerasystems der Einparkhilfe werden Parkplatzidentifizierungszeichen aufgezeichnet. Die Bestimmung der Informationen wird mit Betätigen einer Taste gestartet, wobei die Taste in ein Navigationssystem integriert ist und an einem anderen, biomechanisch günstig zu erreichenden Teil einer Fahrzeugkonsole oder am tragbaren Lokalisierungsgerät angeordnet ist. Auch kann die Bestimmung der Informationen durch andere Ereignisse gestartet werden. Ein solches Ereignis ist ein Abschließen von Fahrzeugtüren.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Verfahren zum Auffinden eines geparkten Fahrzeugs anzugeben. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren gelöst, welches die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale aufweist.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

In einem Verfahren zum Auffinden eines geparkten Fahrzeugs wird unmittelbar vor und/oder während eines Einparkvorgangs des Fahrzeugs mittels zumindest einer fahrzeugeigenen Erfassungseinheit eine Fahrzeugumgebung erfasst und in von mittels der zumindest einen Erfassungseinheit erfassten Daten eine Detektion von Parkplatzidentifizierungszeichen durchgeführt.

Erfindungsgemäß wird bei erfolgreicher Detektion zumindest eines Parkplatzidentifizierungszeichens automatisch eine dieses enthaltene Information an eine zentrale Recheneinheit und/oder zumindest ein mobiles Endgerät eines berechtigten Fahrzeugnutzers übermittelt.

Durch diese übermittelte Information ist für einen berechtigten Fahrzeugnutzer in einfacher und zuverlässiger Weise ein Auffinden des geparkten Fahrzeugs möglich, wodurch eine lange Suche vermieden und eine Komforterhöhung erzielt wird.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand einer Zeichnung näher erläutert.

Dabei zeigt:

  • 1 schematisch ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum Auffinden eines geparkten Fahrzeugs.

In der einzigen 1 ist ein Blockschaltbild einer Vorrichtung 1 zum Auffinden eines geparkten Fahrzeugs dargestellt.

Wenn ein Fahrzeugnutzer sein Fahrzeug auf einem Parkplatz, in einer Tiefgarage oder einem Parkhaus parkt, kann es vorkommen, dass dieser das Fahrzeug bei seiner Rückkehr aufgrund einer Größe und Komplexität des Parkplatzes, der Tiefgarage oder des Parkhauses nur mit sehr großem Suchaufwand oder nicht wieder auffindet.

Um für den Fahrzeugnutzer ein einfaches Wiederauffinden oder beispielsweise für Fahrzeugnutzer eines Carsharing-Modells ein einfaches Auffinden eines geparkten Fahrzeugs zu ermöglichen, werden dem Fahrzeugnutzer Parkplatzidentifizierungszeichen Z ausgegeben, anhand derer er in einfacher Weise die Parkfläche, auf welcher das Fahrzeug geparkt wurde, auffinden kann.

Zu diesem Zweck wird mittels zumindest einer fahrzeugeigenen Erfassungseinheit 1 eine Fahrzeugumgebung erfasst. Bei Erfassungseinheit 1 handelt es sich beispielsweise um eine Mehrzweckkamera, auch als Multi-Purpose-Kamera bezeichnet, eine Frontkamera, eine Heckkamera oder eine im Wesentlichen nach unten gerichtete Kamera zur Erzeugung eines Bildes des Fahrzeugs aus der Vogelperspektive. Auch ist die Erfassung der Fahrzeugumgebung mittels mehrerer gleicher oder unterschiedlicher Erfassungseinheiten 1 möglich.

Zur Erfassung der Parkplatzidentifizierungszeichen Z wird unmittelbar vor und/oder während des Einparkvorgangs des Fahrzeugs mittels der zumindest einen fahrzeugeigenen Erfassungseinheit 1 die Fahrzeugumgebung erfasst. Eine Aktivierung der zumindest einen Erfassungseinheit 1 erfolgt dabei beispielsweise automatisch, wenn das Fahrzeug eine vorgegebene Geschwindigkeit unterschreitet oder wenn der Fahrzeugnutzer einen zumindest teilautomatisierten Einparkvorgang startet. Hierbei erkennen Sensoren des Fahrzeugs freie Parkflächen und der Fahrzeugnutzer wählt eine der freien Parkflächen zur Ausführung des zumindest teilautomatisierten Einparkvorgangs.

Anschließend wird mittels einer Auswerteeinheit 2 anhand von mittels der Erfassungseinheit 1 erfassten Daten D eine Detektion von Parkplatzidentifizierungszeichen Z, beispielsweise von Parkplatznummern und/oder Parkebenennummern, durchgeführt. Eine solche Nummer wird beispielsweise auf einer Parkplatzoberfläche, auf Schildern, Parkhaussäulen oder an anderen Positionen in der Fahrzeugumgebung erfasst. Bei erfolgreicher Detektion zumindest eines Parkplatzidentifizierungszeichens Z wird automatisch eine dieses enthaltene Information I an eine zentrale Recheneinheit 3, insbesondere einen so genannten Backend-Server oder eine Cloud, und/oder direkt an zumindest ein mobiles Endgerät 4.1 bis 4.n eines berechtigten Fahrzeugnutzers übermittelt.

Auf dem mobilen Endgerät 4.1 bis 4.n ist insbesondere eine entsprechende Anwendung oder Applikation (kurz: App) zur Ausführung und Bedienung einer Funktion zum Auffinden des geparkten Fahrzeugs installiert. Die Übertragung der Information I erfolgt beispielsweise mittels einer Funkverbindung gemäß IEEE 802.15.1 oder IEEE-802.11, über das Internet, über ein Mobilfunknetz oder andere Kommunikationskanäle.

Alternativ ist es möglich, dass die zentrale Recheneinheit 3 die Information I an ein oder mehrere mobile Endgeräte 4.1 bis 4.n berechtigter Fahrzeugnutzer übermittelt. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn mehrere Fahrzeugnutzer ein Fahrzeug nutzen, beispielsweise im Rahmen eines Carsharing-Modells.

Anhand einer Ausgabeeinheit des mobilen Endgeräts 4.1 bis 4.n kann sich der Fahrzeugnutzer das zumindest eine Parkplatzidentifizierungszeichen Z, beispielsweise eine Parkplatznummer und/oder eine Parkebenennummer, ausgeben lassen und kann somit das Fahrzeug schneller auffinden.

In einem möglichen Ausführungsbeispiel wird mittels der nach unten gerichteten Kamera eine Bodenoberfläche in unmittelbarer Fahrzeugumgebung erfasst. Mittels der Frontkamera wird ein Bereich vor dem Fahrzeug erfasst. Mittels eines Detektionsalgorithmus werden in einem aus den erfassten Daten D der Erfassungseinheiten 1 erzeugten Video Zahlen und/oder Ziffern detektiert, um als Parkplatzidentifizierungszeichen Z Parkplatznummern und/oder Parkebenennummern zu detektieren. Sobald eine Zahl und/oder Ziffer detektiert wurde, wird diese mittels der Information I als Parkplatzidentifizierungszeichen Z übertragen. Somit ist die Information I für jeden berechtigten Fahrzeugnutzer griffbereit mittels seines mobilen Endgeräts 4.1 bis 4.n abrufbar.

Ein Ablauf eines möglichen Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum Auffinden eines geparkten Fahrzeugs wird im Folgenden erläutert:

Ein Fahrzeugnutzer fährt mit seinem Fahrzeug in eine Tiefgarage, in ein Parkhaus oder auf einen Parkplatz.

Anhand von Kartendaten einer digitalen Karte oder anhand von Sensordaten in einer Bildererkennung und/oder einer Rampenerkennung erkennt das Fahrzeug die Fahrzeugumgebung.

Weiterhin erkennt das Fahrzeug anhand der Sensordaten eine Anzahl von Stockwerken bei Vorliegen einer Tiefgarage oder eines Parkhauses und berechnet diese eigenständig. Sobald das Fahrzeug eine definierte Geschwindigkeit erreicht und sich in einer entsprechenden Fahrzeugumgebung befindet, werden mittels der zumindest einen Erfassungseinheit 1 Bilder erfasst und gespeichert. Hierbei werden beispielsweise 10 bis 20 Bilder erfasst. In der Zeit dieser Bilderfassung wird nach markanten Landmarks, die für den Fahrzeugnutzer das (Wieder-)Auffinden seines Fahrzeugs erleichtern, gesucht.

Durch die Aktivierung eines automatischen Parkvorgangs oder den Gangwechsel in den Rückwärtsgang werden in einer möglichen Ausgestaltung weitere Umgebungsdaten erfassende Sensoren, das heißt weitere Erfassungseinheiten 1 aktiviert, wobei mittels der Auswerteinheit 2 aktiv nach Landmarks, das heißt Parkplatzidentifizierungszeichen Z wie beispielsweise Parkplatznummern und/oder Parkebenennummern, gesucht wird und entsprechende Daten insbesondere als Bilder oder Videos abgespeichert werden. Die Speicherung erfolgt beispielsweise in einem fahrzeugeigenen Speicher einer so genannten Headunit, eines Parksteuergeräts oder der zumindest einen Erfassungseinheit 1.

Sobald das Fahrzeug abgestellt wird, d. h. eine Position eines Fahrstufenwählhebels in eine Parkposition „P“ gebracht wird oder eine Zündung deaktiviert wird, sendet das Fahrzeug automatisch die aufgezeichneten Parkplatzidentifizierungszeichen Z als Information I in Form von Bildern, Videos oder als andere lesbare Daten an ein zuletzt mit dem Fahrzeug 1 aktiv gekoppeltes mobiles Endgerät 4.1 bis 4.n, die zentrale Recheneinheit 3 oder diverse weitere Dienste. Wohin die Information I gesendet wird, kann der Fahrzeugnutzer beispielsweise in der auf dem mobilen Endgerät 4.1 bis 4.n installierten Anwendung wählen und voreinstellen. Sind mehrere Fahrzeugnutzer berechtigt, kann bei einem Senden der Information I an die zentrale Recheneinheit 3 und anschließendem Senden der Information I von dieser an die berechtigten mobilen Endgeräte 4.1 bis 4.n jeder berechtigte Fahrzeugnutzer die Information I mit den Parkplatzidentifizierungszeichen Z einsehen und sehr einfach einen Abstellort des Fahrzeugs finden.

Bezugszeichenliste

1
Erfassungseinheit
2
Auswerteeinheit
3
zentrale Recheneinheit
4.1 bis 4.n
mobiles Endgerät
D
Daten
I
Information
Z
Parkplatzidentifizierungszeichen

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 102010018332 A1 [0002]

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • IEEE 802.15.1 [0016]
  • IEEE-802.11 [0016]