Title:
Lüftungs-Wellrohr
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Lüftungs-Wellrohr mit einer Mehrzahl von ersten Wellenbergen (110) jeweils mit einer ersten Wellenberghöhe (111) und einer ersten Wellenbergbreite (112), einer Mehrzahl von zweiten Wellenbergen (120) jeweils mit einer zweiten Wellenberghöhe (121) und einer zweiten Wellenbergbreite (122) und einer Mehrzahl von Wellentälern (140) zwischen den Wellenbergen (110, 120). Dabei unterscheidet sich die erste Wellenberghöhe (111) von der zweiten Wellenberghöhe (121). embedded image




Inventors:
Markus, Norbert (33034, Brakel, DE)
Grünig, Lutz (37603, Holzminden, DE)
Application Number:
DE102017002549A
Publication Date:
09/20/2018
Filing Date:
03/16/2017
Assignee:
Stiebel Eltron GmbH & Co. KG, 37603 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102015002791A1N/A2016-09-08
DE19930151A1N/A2001-01-11



Foreign References:
EP01745081990-10-03
Claims:
Lüftungs-Wellrohr, mit
einer Mehrzahl von ersten Wellenbergen (110) jeweils mit einer ersten Wellenberghöhe (111) und einer ersten Wellenbergbreite (112),
einer Mehrzahl von zweiten Wellenbergen (120) jeweils mit einer zweiten Wellenberghöhe (121) und einer zweiten Wellenbergbreite (122), und
einer Mehrzahl von Wellentälern (140) zwischen den Wellenbergen (110, 120), wobei die erste Wellenberghöhe (111) sich von der zweiten Wellenberghöhe (121) unterscheidet.

Lüftungs-Wellrohr nach Anspruch 1, wobei sich erste und zweite Wellenberge (110, 120) entlang einer Längsachse des Wellrohres (100) abwechseln.

Lüftungs-Wellrohr nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein Querschnitt der Mehrzahl der ersten und zweiten Wellenberge (110, 120) dreieckig, sinusförmig, trapezförmig, als flache Welle oder als spitze Welle ausgestaltet ist.

Lüftungs-Wellrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 3, ferner mit einer inneren Rohrwandung (130), welche mit Wellentälern (140) zwischen benachbarten Wellenbergen (110, 120) verbunden ist.

Lüftungs-Wellrohr nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die radial zur Längsachse angeordneten ersten und zweiten Wellenberge (110, 120) variierend ausgebildet sind, die ersten Wellenberge (110) zusätzlich mindestens einen ersten Höhenbetrag (113) und ersten Breitenbetrag (114), und die zweiten Wellenberge (120) zusätzlich mindestens einen zweiten Höhenbetrag (123) und zweiten Breitenbetrag (124) aufweisen.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lüftungs-Wellrohr.

Lüftungsrohre werden typischerweise für die Luftführung zum Be- und Entlüften von Gebäuden verwendet. Zur Erhöhung der Flexibilität derartiger Rohre kann ein Wellrohr mit Wellungen vorgesehen sein.

DE 199 30 151 A1 beschreibt ein Wellrohr mit Wellungen mit negativen Flankenwinkeln. Die Wellungen erstrecken sich radial zur axialen Längserstreckungsrichtung des Wellrohres. Die Wellungen weisen Wellenberge und Wellentäler sowie Flanken dazwischen auf. Eine Flanke der Wellen kann einen Hinterschneidungsbereich aufweisen.

EP 174508 B1 beschreibt ein Rohr, welches nach Art einer Ziehharmonika gewellt ist und eine äußere Rohrwand mit Wellentälern und Wellenbergen aufweist. Mit der äußeren Rohrwand ist eine innere Rohrwand gekoppelt, wobei die Innenoberfläche der inneren Rohrwand glatt ausgestaltet ist. Die innere Rohrwand weist Wellentäler und Wellenberge auf, wobei die Wellenberge der inneren Rohrwand in die Wellenberge der äußeren Rohrwand hineinragen.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Flexibilität von Lüftungsrohren weiter zu verbessern.

Diese Aufgabe wird durch ein Lüftungsrohr nach Anspruch 1 gelöst.

Das Lüftungsrohr stellt ein Wellrohr mit Wellenbergen und Wellentälern dar. Das Rohr weist zumindest erste Wellenberge und zweite Wellenberge auf, wobei die ersten Wellenberge eine erste Höhe aufweisen und die zweiten Wellenberge eine zweite Höhe aufweisen, wobei die erste Höhe unterschiedlich ist zu der zweiten Höhe.

Die ersten Wellenberge können eine erste Höhe und eine erste Breite und die zweiten Wellenberge können eine zweite Höhe und eine zweite Breite aufweisen.

Der Abstand zwischen benachbarten Wellenbergen ist gemäß einem Gedanken der Erfindung im Wesentlichen gleich. Gemäß einem anderen Gedanken der Erfindung sind die Abstände zwischen den benachbarten Wellenbergen ungleich. Optional kann das Rohr ein Innenrohr aufweisen, welches im Bereich der Wellentäler in Kontakt mit dem Außenrohr ist. Die Innenwand kann optional im Wesentlichen glatt ausgestaltet sein.

Durch die unterschiedliche Ausgestaltung der Höhen, insbesondere benachbarter Wellenberge, kann ein Lüftungsrohr vorgesehen sein, welches eine hohe Flexibilität aufweist, insbesondere, weil mit einem derartigen Rohr eine stärkere Wölbung bzw. Verbiegung möglich ist. Durch die unterschiedlichen Höhen der ersten und zweiten Wellenberge kommt es bei einer Verbiegung des Rohres entlang seiner Längsachse erst bei einer stärkeren Biegung dazu, dass die Wellenberge einander berühren und somit eine weitere Wölbung bzw. Verbiegung des Rohres verhindern.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung sind erste, zweite und dritte Wellenberge jeweils mit einer unterschiedlichen Höhe der Wellenberge vorgesehen.

Einem weiteren Aspekt der Erfindung sind die Wellen mit ungleichen Wellenlängen ausgeführt.

Ein Werkzeug zum Herstellen eines oben beschriebenen Lüftungsrohres muss ballig nach außen ausgebeult sein, um somit ein Zusammenfallen nach innen zu verhindern.

Gemäß der Erfindung kann die Dicke des Materials im Bereich der Wellenberge größer ausgewählt sein als im Bereich der Wellentäler. Damit kann erreicht werden, dass es nicht zu einer Verringerung des Strömungsquerschnittes des Rohres kommt.

Die Wellenberge können im Längsquerschnitt eine dreieckige Form, eine Sinusform, eine Trapezform, eine flache Welle oder eine spitze Welle darstellen. Die Wellenberge können optional flach, oval oder rund ausgestaltet sein.

Vorzugsweise sind der erste und zweite Wellenberg radial entlang seiner Längsachse des Lüftungsrohres angeordnet.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung können die zumindest ersten und zweiten Wellenberge des Lüftungsrohres entlang seiner Längsachse bei einer stärkeren Verbiegung einen ersten Höhenbetrag und einen zweiten Höhenbetrag aufweisen. So weist der erste Wellenberg neben einer ersten Höhe zusätzlich einen ersten Höhenbetrag und der zweite Wellenberg neben einer zweiten Höhe zusätzlich einen zweiten Höhenbetrag auf.

Die entlang der Längsachse im Bereich der Verbiegungen zusätzlichen ersten und zweiten Höhenbeträge sind jeweils mit einer unterschiedlichen Höhe ausgebildet. Vorteilhafterweise ist der erste Höhenbetrag des ersten Wellenberges größer als der zweite Höhenbetrag des zweiten Wellenberges.

Erfindungsgemäß ist ferner der erste Höhenbetrag kleiner als die erste Wellenberghöhe und der zweite Höhenbetrag ist kleiner als die zweite Wellenberghöhe ausgebildet.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Vorteile und Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.

  • 1 zeigt einen Längsquerschnitt eines Lüftungsrohres gemäß der Erfindung,
  • 2 zeigt eine Schnittansicht A-A durch einen zweiten Wellenberg gemäß 1,
  • 3 zeigt eine Schnittansicht B-B durch einen zweiten Wellenberg gemäß 1 eines entlang der Längsachse nach rechts gebogenes Lüftungsrohres und
  • 4 zeigt eine skizzierte Prinzipdarstellung eines teilweise umgeformten Lüftungsrohres gemäß 3.

1 zeigt einen Längsquerschnitt eines Lüftungsrohres gemäß der Erfindung. Das Lüftungsrohr 100 ist als ein Wellrohr mit einer Mehrzahl von Wellenbergen 110, 120 sowie einer Mehrzahl von Wellentälern 140 zwischen den Wellenbergen 110, 120 vorgesehen. Optional kann das Rohr eine innere Rohrwandung 130 aufweisen, welche an den Wellentälern 140 anliegt.

Die Wellenberge weisen erste Wellenberge 110 jeweils mit einer ersten Wellenberghöhe 111 und einer ersten Wellenbergbreite 112 auf. Die Wellenberge weisen ferner mindestens zweite Wellenberge 120 mit einer zweiten Wellenberghöhe 121 und einer zweiten Wellenbergbreite 122 auf. Die erste Wellenberghöhe 111 ist dabei größer als die zweite Wellenberghöhe 121. Wie in 1 gezeigt, können die ersten und zweiten Wellenberge 110, 120 sich abwechseln, wobei zwischen benachbarten Wellenbergen 110, 120 Wellentäler 140 vorgesehen sind. Optional können dritte sowie weitere Wellenberge mit einer entsprechenden Wellenberghöhe und einer Wellenbergbreite vorgesehen sein, wobei die Höhe dieser Wellenberge unterschiedlich zu den Höhen der ersten und zweiten Wellenberge ist.

Ein Querschnitt der Wellenberge ist dreieckig, sinusförmig, trapezförmig, als flache Welle oder als spitze Welle ausgestaltet. Optional sind die Wellenberge flach, rund oder spitz ausgestaltet.

2 zeigt eine Schnittansicht A-A durch einen zweiten Wellenberg gemäß 1. Das Lüftungsrohr 100 weist mindestens zwei Wellenberge 110, 120 mit einer ersten Wellenberghöhe 111 und einer zweiten Wellenberghöhe 121 auf. Vorzugsweise sind der erste und zweite Wellenberg 110, 120 radial entlang seiner Längsachse 101 des Lüftungsrohres 100, zumindest an seiner Kopfseite 150 und/oder Bodenseite 151 und an seiner linken Kragenseite 160 und/oder rechten Kragenseite 161, angeordnet.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung können die ersten und zweiten Wellenberge im Wesentlichen die gleiche Wellenberghöhe, jedoch unterschiedliche Wellenbergbreiten oder Wellenlängen aufweisen. Insbesondere können die Breiten der Wellenberge unterschiedlich ausgestaltet sein.

3 zeigt eine Schnittansicht B-B durch einen zweiten Wellenberg gemäß 1 eines entlang der Längsachse nach rechts gebogenes Lüftungsrohres. Die Gestalt des Lüftungsrohres lässt sich insbesondere durch Krafteinwirkung verändern. Eine Verbiegung des Lüftungsrohres 100 entlang der Längsachse 101 führt dazu, dass die zumindest ersten und zweiten Wellenberge 110, 120 teilweise einander berühren.

Im Bereich der rechten Kragenseite 161 findet in 3 eine Stauchung und im Bereich der ihr gegenüberliegenden linken Kragenseite 160 eine Dehnung der mindestens zwei Wellenberge 110, 120 statt. Dadurch weist das Lüftungsrohr 100, insbesondere an der rechten und linken Kragenseite 161, 160, zusätzlich erste und zweite Höhen- und Breitenbeträge auf, die sich vorzugsweise von den ersten und zweiten Wellenberghöhen 111, 112 an der Ober- und Unterseite 150, 151 des Lüftungsrohres 100, insbesondere in der Größe und/ oder Gestalt, unterscheiden können.

Vorzugsweise sind bei einer Verbiegung die ersten und zweiten Höhenbeträge 114, 124, insbesondere an der rechten Kragenseite 161, unterschiedlich groß.

Vorteilhafterweise weist der erste Wellenberg 110 an der rechten Kragenseite 161 einen infolge der Stauchung ersten Höhenbetrag 114 auf, der größer ist als der zweite Höhenbetrag 124 an dem zweiten Wellenberg 120. Weiterhin vorteilhaft ist der erste Höhenbetrag 114 kleiner als die erste Wellenberghöhe 111 des ersten Wellenberges 110, die insbesondere an der Kopf- und/oder Bodenseite 150, 151 des Lüftungsrohres 100 ausgebildet ist. Weiterhin ist der zweite Höhenbetrag 124 vorzugsweise kleiner als die zweite Wellenberghöhe 121 des zweiten Wellenberges 120.

Vorteilhafterweise sind die zumindest ersten Höhenbeträge 114, 115 des ersten Wellenberges 110 an der rechten und/oder linken Kragenseite 161, 160 vorzugsweise größer als zumindest die zweiten Höhenbeträge 124, 125 des zweiten Wellenberges 120. Weiterhin vorteilhaft sind zumindest die ersten Höhenbeträge 114, 115 kleiner als die erste Wellenberghöhe 111 des ersten Wellenberges 110. Weiterhin sind zumindest die zweiten Höhenbeträge 124, 125 kleiner als die zweite Wellenberghöhe 121 des zweiten Wellenberges 120.

Erfindungsgemäß weist der zumindest erste Wellenberg 110 bei einer Dehnung an der linken Kragenseite 160 einen ersten Höhenbetrag 115 und der zweite Wellenberg 120 einen zweiten Höhenbetrag 125 auf, die vorteilhafterweise unterschiedlich groß ausgebildet sind. Bei einer rechtsseitigen Verbiegung des Lüftungsrohres sind die ersten und zweiten Höhenbeträge 114, 124 entlang der rechten Kragenseite 161 vorzugsweise kleiner als die ersten und zweiten Höhenbeträge 115, 125 an der linken Kragenseite 160. Dabei kommt es an der rechten Kragenseite 161 dazu, dass die zumindest ersten und zweiten Wellenberge 110, 120 zusammengedrückt, während sie an der linken Kragenseite 160 auseinandergezogen werden.

In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung, insbesondere bei einer Verbiegung nach links, kann im Bereich der linken Kragenseite 160 eine Stauchung und im Bereich der rechten Kragenseite 161 eine Dehnung der mindestens ersten und zweiten Wellenberge 110, 120 ausgebildet sein.

Durch die unterschiedlichen Höhen der Wellenberge ist ein erfindungsgemäßes Lüftungsrohr in der Lage, eine größere Verbiegung bzw. Biegung, insbesondere entlang der Längsachse, zu ermöglichen. Dies beruht insbesondere darauf, dass bei einer Verbiegung des Rohres die Wellenberge zueinander verbogen werden und auf Grund der unterschiedlichen Wellenberghöhen und Höhenbeträge erst bei einer größeren Wölbung bzw. Verbiegung aneinanderstoßen, was dann die maximale Verbiegung begrenzt.

Die Wellentäler können optional als umlaufende Rillen ausgebildet sein. Die Wellenberge können optional als umlaufende Wellenberge oder Erhebungen ausgestaltet sein.

4 zeigt eine skizzierte Prinzipdarstellung eines teilweise umgeformten Lüftungsrohres gemäß 3. Durch die Verbiegung des Lüftungsrohres 100 werden die zumindest teilweise unterschiedlich hohen ersten und zweiten Wellenberge 110, 120 zunehmend zusammengeschoben und insbesondere einanandergedrückt, wodurch sie sich teilweise mehr oder weniger an benachbarte ebenfalls verformte Wellenberge legen.

Weiterhin ergeben sich vorteilhafterweise an den zumindest ersten und zweiten Wellenbergen 110, 120, insbesondere an der rechten und linken Kragenseite 161, 160, erste und zweite Breitenbeträge 134, 144, 135, 145. An der linken Kragenseite 160 weisen die ersten und zweiten Wellenberge 110, 120 infolge der Dehnung größere erste und zweite Breitenbeträge 135, 145 auf, wohingegen an der rechten Kragenseite 161 die ersten und zweiten Wellenberge 110, 120 infolge der Stauchung geringere erste und zweite Breitenbeträge 134, 144 aufweisen.

Weiterhin vorteilhaft verringern sich die Abstände zwischen den zumindest ersten und zweiten Wellenbergen 110, 120 bei einer Stauchung. Bei einer Dehnung vergrößern sich vorteilhafterweise die Abstände zwischen den zumindest ersten und zweiten Wellenbergen 110, 120.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung können die ersten und zweiten Höhenbeträge im Wesentlichen gleich groß sein, jedoch unterschiedliche Breitenbeträge aufweisen. So können insbesondere die Breiten der ersten und zweiten Wellenberge an der linken und/oder rechten Kragenseite des Lüftungsrohres unterschiedlich ausgestaltet sein.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 19930151 A1 [0003]
  • EP 174508 B1 [0004]