Title:
Streulichtblende eines Bilderfassungsgerätes
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Streulichtblende eines auf der Innenseite einer Kraftfahrzeugscheibe angeordneten Bilderfassungsgerätes, wobei im Boden der Streulichtblende ein flaches Heizelement angeordnet ist, dessen Seitenflächen parallel zur Ober- und/oder Unterseite des Bodens sind, wobei die Streulichtblende im Kunststoffspritzguss hergestellt ist, wobei das flache Heizelement im Boden der Streulichtblende angeordnet und an seiner Ober- und Unterseite von einer Kunststoffschicht bedeckt ist, und wobei in der oberen und/oder unteren Kunststoffschicht mindestens ein Abstandshalter angeordnet ist, der das flache Heizelement während des Kunststoffspritzgießens in seiner Zwischenlage hält. embedded image





Inventors:
Schulze Wehninck, Rembert, Dr. (81667, München, DE)
Großpietsch, Thomas Ewald, Dr. (48607, Ochtrup, DE)
Application Number:
DE102017001513A
Publication Date:
08/23/2018
Filing Date:
02/17/2017
Assignee:
K. L. Kaschier- und Laminier GmbH, 48455 (DE)
International Classes:
H05B3/28; B60R1/00; G03B9/02
Domestic Patent References:
DE102010045220A1N/A
DE102014006923A1N/A
DE9111605U1N/A
Attorney, Agent or Firm:
COHAUSZ HANNIG BORKOWSKI WIßGOTT, 40237, Düsseldorf, DE
Claims:
Streulichtblende eines auf der Innenseite einer Kraftfahrzeugscheibe angeordneten Bilderfassungsgerätes, wobei im Boden der Streulichtblende ein flaches Heizelement angeordnet ist, dessen Seitenflächen parallel zur Ober- und/oder Unterseite des Bodens sind, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Streulichtblende im Kunststoffspritzguss hergestellt ist,
- dass das flache Heizelement im Boden der Streulichtblende angeordnet und an seiner Ober- und Unterseite von einer Kunststoffschicht bedeckt ist, und
- dass in der oberen und/oder unteren Kunststoffschicht mindestens ein Abstandshalter angeordnet ist, der das flache Heizelement während des Kunststoffspritzgießens in seiner Zwischenlage hält.

Streulichtblende nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Abstandshalter von einer Textile gebildet ist/sind.

Streulichtblende nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Textile(n) für flüssigen Kunststoff durchlässig ist/sind.

Streulichtblende nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Textile Zwischenräume aufweist, die für flüssigen Kunststoff durchlässig sind.

Streulichtblende nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Textile gitterförmig ist.

Streulichtblende nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr insbesondere textilförmige Abstandshalter angeordnet sind, die zwischen sich Zwischenräume bilden, durch die der flüssige Kunststoff hindurchtritt.

Streulichtblende nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das flache Heizelement von einer Heizfolie gebildet ist, die eine elektrisch leitende Beschichtung und/oder leitende Bahnen aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Streulichtblende eines auf der Innenseite einer Kraftfahrzeugscheibe angeordneten Bilderfassungsgerätes, wobei im Boden der Streulichtblende ein flaches Heizelement angeordnet ist, dessen Seitenflächen parallel zur Ober- und/oder Unterseite des Bodens sind.

Bei Bilderfassungsgeräten in Kraftfahrzeugen muss bei schlechten Umgebungsbedingungen ein fehlerfreies Funktionieren gewährleistet sein. Besonders problematisch sind hierbei Dunst- und Eisablagerungen außen auf der Windschutzscheibe. Deshalb ist eine Heizeinrichtung zur Beseitigung von Eis und Kondensat wichtig. Der Enteisungsprozess beruht auf einer Aufheizung der Windschutzscheibe durch die Wärmestrahlung einer beheizten Streulichtblende. Bei den meisten Enteisungssystemen wird die Streulichtblende von der Rückseite beheizt. Problematisch dabei ist, dass viel Material aufgeheizt werden muss, was die Reaktionszeit des Heizsystems heraufsetzt.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Streulichtblende bei einfacher Herstellung zu schaffen, deren Heizeinrichtung mit hoher Effektivität die Windschutzscheibe im Bereich des Bilderfassungsgerätes von Eis und Kondensat-Beschlag frei hält.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,

  • - dass die Streulichtblende im Kunststoffspritzguss hergestellt ist,
  • - dass das flache Heizelement im Boden der Streulichtblende angeordnet und an seiner Ober- und Unterseite von einer Kunststoffschicht bedeckt ist, und
  • - dass in der oberen und/oder unteren Kunststoffschicht mindestens ein Abstandshalter angeordnet ist, der das flache Heizelement während des Kunststoffspritzgießens in seiner Zwischenlage hält.

Eine solche Lösung hat u.a. folgende Vorteile:

  • - bei einfacher Herstellung und geringem Energieaufwand wird die Windschutzscheibe sicher von Eis und Beschlag freigehalten.
  • - Die Heizfolie ist vor schädlichen Umwelteinflüssen, wie z. B. starker Sonneneinstrahlung im Sommer geschützt.
  • - Die Fixierung der Streulichtblendenheizung in einem Verbundmaterial ermöglicht es, die Heizung bei höheren Durchschnittstemperaturen zu betreiben.
  • - Das Herstellen der Streulichtblende erfolgt mit dem Heizelement in einem einzigen Arbeitsgang (Spritzguss).

Die Herstellung des beheizten Bodens der Streulichtblende ist besonders einfach, wenn der/die Abstandshalter von einer Textile gebildet ist/sind. Hierbei wird dafür gesorgt, dass die Textile(n) für flüssigen Kunststoff durchlässig ist/sind. Auch sollte die Textile Zwischenräume aufweisen, die für flüssigen Kunststoff durchlässig sind. Hierbei kann die Textile gitterförmig sein.

Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass zwei oder mehr insbesondere textilförmige Abstandshalter angeordnet sind, die zwischen sich Zwischenräume bilden, durch die der flüssige Kunststoff hindurchtritt. Ferner wird vorgeschlagen, dass das flache Heizelement von einer Heizfolie gebildet ist, die eine elektrisch leitende Beschichtung und/oder leitende Bahnen aufweist.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in einem Querschnitt schematisch dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.

Auf der Innenfläche einer Kfz-Scheibe insbesondere einer Windschutzscheibe ist ein Bilderfassungsgerät befestigt, das vor und unterhalb des Objektivs mindestens einer Kamera eine Streulichtblende aufweist, die dafür sorgt, dass möglichst wenig Streulicht zum Objektiv gelangt.

Der Boden 1 der Streulichtblende besteht aus mindestens drei Schichten, einer oberen Kunststoffschicht 2, einer unteren Kunststoffschicht 3 und einer zwischen diesen zwei Schichten angeordneten Wärme erzeugenden Schicht aus einem flachen Heizelement 4. Die beiden Kunststoffschichten bestehen aus einem polymeren Kunststoff.

Die Streulichtblende mit ihrem Boden 1 wird im Kunststoff-Spritzgussverfahren in einem Arbeitsgang hergestellt, wobei vor dem Einspritzen des Kunststoffs in die Spritzgussform das flache Heizelement 4 eingelegt wird. Zudem wird in die Spritzgussform auf einer Seite des flachen Heizelements 4 mindestens ein Abstandshalter 5 eingelegt, der dafür sorgt, dass der eingespritzte Kunststoff zu beiden Seiten des Heizelements gelangt, so dass das Heizelement 4 mittig zwischen den zwei Kunststoffschichten 2, 3 liegt.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Abstandshalter 5 in der unteren Kunststoffschicht 3 angeordnet. Stattdessen kann der Abstandshalter aber auch in der oberen Kunststoffschicht 2 oder in beiden Schichten 2, 3 angeordnet sein.

Vorzugsweise bildet eine Textile (Gewebe, Gewirke, Filz oder Vlies) den Abstandshalter 5, wobei die Fasern der Textile so angeordnet sind, dass beim Spritzguss der Kunststoff zwischen die Fasern hindurchdringen kann, z. B. aufgrund einer Gitterform. Alternativ oder zusätzlich kann die Textile nur stellenweise insbesondere punktförmig angeordnet sein, so dass die Textile Zwischenräume bildet, durch die der Kunststoff beim Einspritzen dringen kann.

Das flache Heizelement kann unterschiedlich aufgebaut sein. Vorzugsweise ist es von einer Heizfolie gebildet ist, die eine elektrisch leitende Beschichtung und/oder leitende Bahnen aufweist.