Title:
Adaptiver Sichtschutzfilter, der durch Überlagerung mehrerer speziell gemusterter Schichten in der Lage ist, den Winkel, aus dem ein Betrachter ihn durchblicken kann, variabel einzuschränken.
Kind Code:
A1


Abstract:

Bezeichnung. Adaptiver Sichtschutzfilter, der durch Überlagerung mehrerer speziell gemusterter Schichten in der Lage ist, den Winkel, aus dem ein Betrachter ihn durchblicken kann, variabel einzuschränken.
Kurzfassung.
Technisches Problem der Erfindung. Bisher sind solche den Blickwinkel einschränkenden Sichtschutzfilter statisch aufgebaut, wobei zwischen zwei Trägerfolien feine Lamellen parallel zueinander angeordnet sind. Der neue Aufbau soll eine Möglichkeit bieten, den Winkel je nach aktueller Anforderung (wie der Sitzposition des Benutzers eines mit einem Bildschirm ausgestatteten Gerätes) dynamisch anzupassen.
Lösung des Problems. Durch Anordnung spezieller, nur teilweise durchsichtiger Muster (für Beispiele siehe 2) auf mit Abstand zueinander übereinanderliegenden Schichten auf eine Art, sodass sich die Muster gegeneinander verschieben lassen, lässt sich der Sichtwinkel einschränken (1). Dies kann zum Beispiel durch übereinander beweglich gelagerte, bedruckte und transparente Folien oder mehrere hintereinander liegende Flüssigkristallanzeigen umgesetzt werden.
Anwendungsgebiet. Der Filter kann in allen Situationen angewendet werden, in denen der Einblick auf eine Sache eingeschränkt werden soll, so zum Beispiel bei Anzeige vertraulicher Informationen, die nicht durch Dritte einsehbar sein sollen. embedded image




Inventors:
Wurm, Martin (67580, Hamm, DE)
Hauzeneder, Karola (67549, Worms, DE)
Application Number:
DE102017001087A
Publication Date:
08/09/2018
Filing Date:
02/07/2017
Assignee:
Hauzeneder, Karola, 67549 (DE)
Wurm, Martin, 67580 (DE)



Foreign References:
55283191996-06-18
67655502004-07-20
Claims:
Sichtschutzfilter, bestehend aus mehreren mit Abstand zueinander übereinanderliegenden transparenten Schichten mit aufgebrachten, teilweise undurchsichtigen Mustern, die durch die Art der jeweiligen Musterung und den Abstand der Schichten zueinander den Winkel, unter dem ein Betrachter den Filter durchblicken kann, einschränkt. Dabei können die Muster in der Ebene gegeneinander verschoben werden, um den Sichtbereich anzupassen.

Sichtschutzfilter nach Anspruch 1, der durch mehrere beweglich übereinander gelagerte und mit den jeweiligen Mustern versehene Folien realisiert wird, die mechanisch gegeneinander verschoben werden können, um den gewünschten Effekt zu erreichen.

Sichtschutzfilter nach Anspruch 1, der durch mehrere übereinander gelagerte Flüssigkristallanzeigen realisiert wird, die die entsprechenden Muster elektronisch darstellen. Die Darstellung kann durch die Natur der Anzeigen verschoben werden, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Zudem ist eine Anpassung des Musters zur Variation der Größe des Sichtbereichs sowie eine komplette Deaktivierung der Schutzfunktion durch Verzicht auf die Anzeige eines Musters möglich.

Description:

Bisher gibt es Blickschutzfilter nur mit statischem Winkel. Diese Folien kann man für Laptops, Bildschirme und auch Smartphones nutzen. Im Aufbau sind die Folien dabei sinnbildlich mit einer Lamellenjalousie zu vergleichen; durch parallele Anordnung feiner Lamellen zwischen zwei Schichten wird der Winkel, unter dem man die Folie durchblicken kann, eingeschränkt. Dieser Aufbau wird teilweise auch durch eine Flüssigkristallschicht umgesetzt, wodurch der Effekt elektronisch an- und abgeschaltet werden kann (US5528319 A, US6765550 B2 u. A.).

Insbesondere im mobilen Einsatz bietet diese Technik einige Hindernisse, gerade bei Nutzung kleinerer mobiler Geräte, die oftmals im Verhältnis zum Betrachter nicht stationär sind. Dies schränkt die Alltagstauglichkeit erheblich ein.

Die in Patentanspruch 1 angegebene Erfindung löst diesen Konflikt zwischen Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit durch einen adaptiven Sichtschutz, der den Anwender in der Nutzung seines Gerätes geringstmöglich einschränkt und dennoch verhindert, dass Dritte den Bildschirminhalt einsehen können.

Dazu kommen mehrere übereinanderliegende Transparentschichten mit darauf aufgebrachten, teilweise lichtundurchlässigen Mustern zum Einsatz (1, für Muster-Beispiele siehe 2). Durch Verschieben dieser Muster gegeneinander in der Ebene lässt sich, abhängig vom verwendeten Muster, seinen Dimensionen, dem Abstand zwischen den Musterebenen und der Verschiebung, der Winkel, unter dem die Folie durchblickt werden kann, einschränken. Der Blickwinkel wird durch externe Ansteuerung, je nach Umsetzung, angepasst - die Daten hierzu könnte zum Beispiel eine Gesichtserkennungssoftware in Verbindung mit einer Kamera liefern.

Zur Umsetzung kommen insbesondere die in den Unteransprüchen 2 und 3 beschriebenen Methoden infrage.

Durch die Variabilität der Sichtwinkeleinschränkung, insbesondere bei einer Umsetzung nach Unteranspruch 3, die auch eine Abschaltung des Effektes und zusätzlich zur Ausrichtung des Sichtbereiches auch dessen Größe veränderbar macht, ist der Sichtschutz im Vergleich zu bisherigen Lösungen insbesondere in mobilen Einsatzfeldern, so zum Beispiel bei Einbau in so genannte Handheld-Geräte wie Smartphones oder Tablet-Computer ein Fortschritt hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz, was die Verbreitung solcher Sicherheitsmaßnahmen fördert.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • US 5528319 A [0001]
  • US 6765550 B2 [0001]