Title:
Düsenlanze, Verbrennungsanlage und Verfahren zur Abgasbehandlung
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Es werden eine Düsenlanze zur Abgasbehandlung, eine Verbrennungsanlage mit Düsenlanzen zur Abgasbehandlung und ein Verfahren zur Abgasbehandlung in einer Verbrennungsanlage vorgeschlagen, wobei in bzw. unmittelbar vor der Düsenlanze dem Wirkfluid ein Zumischfluid zumischbar ist. embedded image





Inventors:
Frühauf, Peter (45964, Gladbeck, DE)
Application Number:
DE102017001025A
Publication Date:
08/09/2018
Filing Date:
02/06/2017
Assignee:
RS Rittel GmbH, 45966 (DE)
International Classes:
B01D53/56; B01D53/79; B05B1/00; B05B7/04; B05B7/26; F23J15/00
Domestic Patent References:
DE10359150A1N/A2005-07-21
DE102008036099A1N/A
DE102012110962A1N/A
Foreign References:
20050002841
20140356236
Attorney, Agent or Firm:
VON ROHR Patentanwälte Partnerschaft mbB, 45130, Essen, DE
Claims:
Düsenlanze (2) zur Verdüsung eines Wirkfluids (5) mittels Druckgas (7) für die Abgasbehandlung, insbesondere für eine Verbrennungsanlage (1), mit mehreren Zuleitungen (9) und einem Düsenkopf (12), dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenlanze (2) drei Zuleitungen (9), nämlich eine erste Zuleitung (9A) für ein Wirkfluid (5), eine zweite Zuleitung (9B) für ein Zumischfluid (6) und eine dritte Zuleitung (9C) für das Druckgas (7), aufweist und in der Düsenlanze (2) dem Wirkfluid (5) das Zumischfluid (6) zumischbar ist.

Düsenlanze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Zuleitung (9A, 9B) in der dritten Zuleitung (9C) verlaufen.

Düsenlanze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenlanze (2) einen Zumischbereich (14) zum Zumischen des Zumischfluids (6) zu dem Wirkfluid (5) aufweist.

Düsenlanze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Zuleitung (9A, 9B) in dem Zumischbereich (14) fluidisch miteinander verbunden sind, vorzugsweise wobei der Zumischbereich (14) und die dritte Zuleitung (9C) in einem Verdüsungsbereich (18) der Düsenlanze (2) fluidisch miteinander verbunden sind.

Düsenlanze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenlanze (2) ein Zumischteil (15) zur Bildung des Zumischbereichs (14) und/oder fluidischen Verbindung der ersten und zweiten Zuleitungen (9A, 9B) aufweist, insbesondere wobei Rohre (16A, 16B) für das Wirkfluid (5) und das Zumischfluid (6) in das Zumischteil (15) der Düsenlanze (2) eingesteckt oder eingeschweißt sind.

Düsenlanze nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenkopf (12) mindestens eine Düse (13), insbesondere eine Lavaldüse, aufweist.

Düsenlanze nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenlanze (2) mindestens ein Ventil (10) zugeordnet ist, so dass der Zufluss des Wirkfluids (5), Zumischfluids (6) und/oder Druckgases (7) einstellbar ist.

Verbrennungsanlage (1), insbesondere Großverbrennungsanlage, mit mehreren einem gemeinsamen Abgasraum (3) zugeordneten Düsenlanzen (2) zur Verdüsung eines Wirkfluids (5) mittels Druckgas (7) für die Abgasbehandlung, wobei jede Düsenlanze (2) mehrere Zuleitungen (9) und einen Düsenkopf (12) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsanlage (1) fluidisch getrennte Versorgungsleitungen (8) für ein Zumischfluid (6) und das Wirkfluid (5) aufweist, wobei das Zumischfluid (6) dem Wirkfluid (5) jeweils unmittelbar vor oder in der Düsenlanze (2) zumischbar ist und/oder wobei die Verbrennungsanlage (1) ein Steuerungssystem (24) aufweist, mit dem Zuflüsse des Wirkfluids (5), Zumischfluids (6) und/oder Druckgases (7) für einzelne oder mehrere Düsenlanzen (2) unabhängig von anderen Düsenlanzen (2) einstellbar sind.

Verbrennungsanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenlanzen (2) in verschiedenen Ebenen (E) und/oder Gruppen angeordnet sind, wobei der Zufluss des Wirkfluids (5), Zumischfluids (6) und/oder Druckgases (7) zu den Düsenlanzen (2) ebenenweise bzw. gruppenweise einstellbar ist.

Verbrennungsanlage nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenlanzen (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ausgebildet sind.

Verfahren zur Abgasbehandlung, insbesondere in einer Verbrennungsanlage (1), wobei ein Wirkfluid (5) mittels Druckgas (7) durch mehrere Düsenlanzen (2) in einen gemeinsamen Abgasraum (3) verdüst wird und wobei dem Wirkfluid (5) vor der Verdüsung ein Zumischfluid (6) zugemischt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Wirkfluid (5) und das Zumischfluid (6) den Düsenlanzen (2) getrennt zugeführt werden, wobei das Zumischfluid (6) dem Wirkfluid (5) in oder unmittelbar vor den Düsenlanzen (2) zugemischt wird, und/oder dass die Zuflüsse des Wirkfluids (5), Zumischfluids (6), und/oder Druckgases (7) für einzelne oder mehrere Düsenlanzen (2) unabhängig von anderen Düsenlanzen (2) eingestellt werden.

Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenlanzen (2) in mehreren Ebenen (E) angeordnet sind und die Steuerung des Zuflusses des Wirkfluids (5), Zumischfluids (6) und/oder Druckgases (7) zu den Düsenlanzen (2) ebenenweise erfolgt.

Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Wirkfluid (5) eine Ammoniaklösung ist oder Ammoniak enthält und/oder dass das Zumischfluid (6) Wasser ist oder enthält.

Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren zur Rauchgasreinigung, insbesondere Rauchgasentstickung, dient bzw. dass Stickoxide NOx, insbesondere NO und/oder NO2, aus dem Abgas (A) der Verbrennungsanlage (1) entfernt werden.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Düsenlanze für die Abgasbehandlung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, eine Verbrennungsanlage mit mehreren Düsenlanzen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 8 sowie ein Verfahren zur Abgasbehandlung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11.

Unter dem Begriff „Düsenlanze“ ist bei der vorliegenden Erfindung vorzugsweise eine Vorrichtung zu verstehen, mittels der, insbesondere zur Abgasbehandlung, ein Fluid einem Abgasraum zugeführt werden kann, vorzugsweise wobei das Fluid in den Abgasraum gesprüht oder verdüst wird bzw. als Aerosol oder Spray an den Abgasraum abgegeben wird. Vorzugsweise durchdringt die Düsenlanze hierzu eine Wand des Abgasraums insbesondere horizontal.

Vorzugsweise werden solche Düsenlanzen für die Abgasbehandlung bei größeren Verbrennungsanlagen, insbesondere Großverbrennungsanlagen, eingesetzt.

Eine „Verbrennungsanlage“ bzw. „Großverbrennungsanlage“ im Sinne der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise eine Anlage zur Verbrennung beliebiger Stoffe in insbesondere großem Maßstab, z. B. eine Müllverbrennungsanlage, ein Kraftwerk oder ein Brennofen.

Der Begriff „Abgasbehandlung“ bezeichnet bei der vorliegenden Erfindung vorzugsweise die Behandlung bzw. Reinigung von Abgasen insbesondere in Verbrennungsanlagen. Ganz allgemein kann durch eine Abgasbehandlung die (chemische) Zusammensetzung des Abgases verändert oder beeinflusst werden. Insbesondere können dabei chemische Verbindungen durch chemische Reaktionen in andere chemische Verbindungen umgewandelt werden und somit bestimmte chemische Verbindungen (zumindest teilweise) aus dem Abgas entfernt werden.

In Verbrennungsanlagen entstehen bei der Verbrennung Abgase mit einer Vielzahl an, insbesondere giftigen, Schadstoffen, die eine Reinigung des Abgases erforderlich machen. Insbesondere ist die erlaubte Menge von Schadstoffen im Abgas in vielen Ländern gesetzlich geregelt, in der Bundesrepublik Deutschland z. B. durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz bzw. die Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes.

Bei der vorliegenden Erfindung ist unter dem Begriff „Abgasbehandlung“ vorzugsweise eine Abgasreinigung zu verstehen, besonders bevorzugt eine Rauchgasentstickung oder Rauchgasentschwefelung. Bei der Rauchgasentstickung werden Stickoxide NOx, insbesondere NO und NO2, zumindest teilweise aus dem Abgas oder Rauchgas, das bei der Verbrennung entsteht, entfernt.

Es ist bekannt, dass das Entfernen von Stickoxiden aus dem Abgas durch eine chemische Reaktion erfolgen kann. Durch Zugabe von Ammoniak (NH3) bzw. einer Ammoniaklösung, bei der Ammoniak in Wasser gelöst ist, zu dem stickoxidhaltigen Abgas können die Stickoxide aus dem Abgas mit Sauerstoff und der Ammoniaklösung reagieren, so dass als Produkte der Reaktion Stickstoff (N2) und Wasser (H2O) entstehen. Es ist auch möglich, zur Entstickung eine Harnstofflösung anstatt einer Ammoniaklösung zu verwenden.

Zur Abgasbehandlung bzw. -reinigung wird gemäß der vorliegenden Erfindung ein Wirkfluid - also ein Fluid mit einem Wirkstoff, wie Ammoniak oder Harnstoff - in das Abgas eingedüst bzw. verdüst.

Der Begriff „Verdüsung“ bezeichnet vorzugsweise die Umwandlung eines oder mehrerer Fluide in ein Spray bzw. ein Aerosol. Die Verdüsung erfolgt vorzugsweise durch eine Düse, insbesondere wobei eine Düse ein Bauteil mit einem sich entlang der Strömungsrichtung des Fluids verändernden, insbesondere verringernden, Querschnitt ist.

Vorzugsweise ist das zu verdüsende Wirkfluid flüssig und erfolgt dessen Verdüsung mittels Druckgas. So wird ein Spray bzw. Aerosol mit einer Vielzahl von Tröpfchen des verdüsten flüssigen Fluids bzw. Wirkfluids gebildet bzw. in das Abgas abgegeben.

Bei bekannten Verbrennungsanlagen wird zur Abgasreinigung bzw. Rauchgasentstickung eine vorgemischte Ammoniaklösung oder andere geeignete Flüssigkeit mittels Düsenlanzen dem Abgas zugeführt.

Die Verbrennungsanlagen weisen einen Tank für die Ammoniaklösung als Wirkfluid sowie einen Tank für ein Zumischfluid, beispielsweise Wasser, auf. Zur Vormischung werden das Wirkfluid und das Zumischfluid in einem gewünschten Verhältnis gemischt, so dass ein Fluidgemisch mit einer bestimmten Konzentration des in dem Wirkfluid enthaltenen Ammoniaks als Wirkstoff entsteht. Dieses Fluidgemisch wird dann über eine gemeinsame Versorgungsleitung den Düsenlanzen zugeleitet. Dies ermöglicht keine optimale Abgasbehandlung, insbesondere hinsichtlich der steigenden Anforderungen bzw. niedrigeren Grenzwerte.

Aus der DE 103 59 150 A1 ist eine Lanze bekannt, in der flüssiger Harnstoff mit einem Trägergas in einer Mischzone gemischt wird, bevor es in einen Abgasstrom dosiert wird.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine optimierte Abgasbehandlung zu ermöglichen.

Die obige Aufgabe wird durch eine Düsenlanze gemäß Anspruch 1, eine Verbrennungsanlage gemäß Anspruch 8 oder ein Verfahren gemäß Anspruch 11 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Eine vorschlagsgemäße Düsenlanze zeichnet sich dadurch aus, dass die Düsenlanze drei Zuleitungen aufweist und/oder in der Düsenlanze dem Wirkfluid das Zumischfluid zumischbar ist.

So ist es insbesondere möglich, die Zumischung lokal bzw. individuell für eine einzelne bzw. jede Düsenlanze einzustellen bzw. anzupassen. Dies ermöglicht entsprechend eine optimierte Abgasbehandlung bzw. Abgasreinigung.

Eine vorschlagsgemäße Verbrennungsanlage, insbesondere Großverbrennungsanlage, weist mehrere einem gemeinsamen Abgasraum zugeordnete Düsenlanzen zur Verdüsung eines Wirkfluids mittels Druckgas für die Abgasbehandlung auf. Insbesondere verdüsen die Düsenlanzen das Wirkfluid bei Betrieb der Verbrennungsanlage in einen gemeinsamen Abgasraum.

Weiter weist die vorschlagsgemäße Verbrennungsanlage fluidisch getrennte Versorgungsleitungen für das Zumischfluid und das Wirkfluid auf, insbesondere wobei das Zumischfluid dem Wirkfluid jeweils unmittelbar vor oder in der Düsenlanze zumischbar ist. So ist es insbesondere möglich, die Zumischung lokal bzw. individuell für eine einzelne bzw. jede Düsenlanze einzustellen bzw. anzupassen. Dies ermöglicht entsprechend eine optimierte Abgasbehandlung bzw. Abgasreinigung.

Alternativ oder zusätzlich weist die vorschlagsgemäße Verbrennungsanlage ein Steuerungssystem auf, mit dem Zuflüsse des Wirkfluids, Zumischfluids und/oder Druckgases für einzelne Düsenlanzen und/oder Düsenlanzengruppen (also mehrere Düsenlanzen) unabhängig von anderen Düsenlanzen einstellbar sind. So ist es insbesondere möglich, die Zumischung lokal bzw. individuell für eine einzelne bzw. jede Düsenlanze einzustellen bzw. anzupassen. Dies ermöglicht entsprechend eine optimierte Abgasbehandlung bzw. Abgasreinigung.

Bei einem vorschlagsgemäßen Verfahren zur Abgasbehandlung in einer Verbrennungsanlage werden den Düsenlanzen das Wirkfluid und das Zumischfluid getrennt zugeführt, wobei das Zumischfluid dem Wirkfluid in oder unmittelbar vor den Düsenlanzen zugemischt wird. So ist es insbesondere möglich, die Zumischung lokal bzw. individuell für eine einzelne bzw. jede Düsenlanze einzustellen bzw. anzupassen. Dies ermöglicht entsprechend eine optimierte Abgasbehandlung bzw. Abgasreinigung.

Alternativ oder zusätzlich werden bei einem vorschlagsgemäßen Verfahren die Zuflüsse des Zumischfluids, Wirkfluids und/oder Druckgases für einzelne oder mehrere Düsenlanzen unabhängig von anderen Düsenlanzen eingestellt. So ist es insbesondere möglich, die Zumischung lokal bzw. individuell für eine einzelne bzw. jede Düsenlanze einzustellen bzw. anzupassen. Dies ermöglicht entsprechend eine optimierte Abgasbehandlung bzw. Abgasreinigung.

Die oben genannten Merkmale der vorliegenden Erfindung sowie die sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung ergebenen Aspekte und Merkmale der vorliegenden Erfindung können grundsätzlich unabhängig voneinander, aber auch in beliebiger Kombination realisiert werden.

Weitere Aspekte, Vorteile, Merkmale und Eigenschaften der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen anhand der Zeichnung. Es zeigt:

  • 1 eine schematische Darstellung einer vorschlagsgemäßen Verbrennungsanlage;
  • 2 einen schematischen Schnitt durch einen Abgasraum der Verbrennungsanlage in einer Ebene mit Düsenlanzen;
  • 3 einen schematischen Schnitt einer vorschlagsgemäßen Düsenlanze gemäß einer ersten Ausführungsform; und
  • 4 einen schematischen Schnitt einer vorschlagsgemäßen Düsenlanze gemäß einer zweiten Ausführungsform.

In den teilweise nicht maßstabsgerechten, nur schematischen Figuren werden für gleiche oder gleichartige Bauteile und Komponenten dieselben Bezugszeichen verwendet, wobei entsprechende oder vergleichbare Eigenschaften und Vorteile erreicht werden können, auch wenn von einer wiederholten Beschreibung abgesehen wird.

1 zeigt eine vorschlagsgemäße Verbrennungsanlage 1 mit mehreren vorschlagsgemäßen Düsenlanzen 2. Die Verbrennungsanlage 1 ist vorzugsweise eine Großverbrennungsanlage. Die Düsenlanzen 2 sind einem vorzugsweise gemeinsamen Abgasraum 3 der Verbrennungsanlage 1 zugeordnet.

Die Verbrennungsanlage 1 kann auch mehrere, insbesondere baulich getrennte, Abgasräume 3 aufweisen.

Vorzugsweise sind die Düsenlanzen 2 in verschiedenen, insbesondere horizontalen, Ebenen E des sich insbesondere vertikal erstreckenden bzw. gemeinsamen Abgasraums 3 angeordnet.

Bevorzugt bilden die in einer gemeinsamen Ebene E angeordneten Düsenlanzen 2 eine Düsenlanzengruppe bzw. weist jede Etage bzw. Ebene E eine Düsenlanzengruppe auf.

Jede Ebene E bzw. Düsenlanzengruppe weist vorzugsweise mehr als zwei oder drei und/oder weniger als zehn oder acht Düsenlanzen 2 auf. Es ist auch möglich, dass verschiedene Ebenen E bzw. Düsenlanzengruppen unterschiedlich viele Düsenlanzen 2 aufweisen.

Vorzugsweise weist die Verbrennungsanlage 1 mehrere Tanks 4 oder sonstige Versorgungseinrichtungen für ein Wirkfluid 5, ein Zumischfluid 6 und ein Druckgas 7 auf. Es kann auch jedem Abgasraum 3 eine Gruppe von Tanks 4 zugeordnet sein.

Vorzugsweise ist das Wirkfluid 5 eine Flüssigkeit, insbesondere eine Ammoniaklösung, Harnstofflösung oder sonstige Flüssigkeit.

Besonders bevorzugt weist das Wirkfluid 5 einen Wirkstoff, wie Ammoniak, Harnstoff o. dgl. auf, der insbesondere zur Behandlung oder Reinigung von Abgas A geeignet bzw. vorgesehen ist.

Vorzugsweise ist das Zumischfluid 6 eine Flüssigkeit, insbesondere Wasser. Das Zumischfluid 6 wird dem Wirkfluid 5 bedarfsweise zugemischt.

Vorzugsweise wird als Druckgas 7 Druckluft eingesetzt.

Vorzugsweise weist die Verbrennungsanlage 1 einen oder mehrere Kompressoren zur Erzeugung des Druckgases 7 bzw. der Druckluft auf (ebenfalls in den Figuren nicht dargestellt).

Die Verbrennungsanlage 1 weist vorzugsweise separate Versorgungsleitungen 8 auf, um die Düsenlanzen 2 bzw. Gruppen von Düsenlanzen mit dem Wirkfluid 5, dem Zumischfluid 6 und dem Druckgas 7 zu versorgen, insbesondere um die Tanks 4 fluidisch mit den Düsenlanzen 2 verbinden.

Insbesondere weist die Verbrennungsanlage 1 eine Versorgungsleitung 8A für das Wirkfluid 5, eine Versorgungsleitung 8B für das Zumischfluid 6 und eine Versorgungsleitung 8C für das Druckgas 7 auf.

Vorzugsweise ist jede der Versorgungsleitungen 8A, 8B, 8C eine Versorgungsleitung 8.

Die Verbrennungsanlage 1 weist vorzugsweise eine oder mehrere (in den Figuren nicht dargestellte) den Pumpen auf, mit denen das Wirkfluid 5 und/oder das Zumischfluid 6 von den Tanks 4 oder sonstigen Versorgungseinrichtungen durch die Versorgungsleitungen 8 zu den Düsenlanzen 2 gepumpt werden können.

Vorzugsweise ist jede Düsenlanze 2 oder Düsenlanzengruppe über die drei Versorgungsleitungen 8A, 8B und 8C und/oder Zuleitungen 9, insbesondere entsprechend getrennte Zuleitungen 9A, 9B und 9C, mit dem Wirkfluid 5, Zumischfluid 6 und Druckgas 7 versorgbar.

Vorzugsweise ist jede der Zuleitungen 9A, 9B, 9C eine Zuleitung 9.

Besonders bevorzugt weist jede Düsenlanze 2 oder Düsenlanzengruppe getrennte Zuleitungen 9A, 9B und 9C zur Zuführung von bzw. Versorgung mit dem Wirkfluid 5, Zumischfluid 6 und Druckgas 7 auf. Die Zuleitungen 9 sind in 1 und 2 nur angedeutet und deutlicher in 3 und 4 dargestellt, die später erläutert werden.

Vorzugsweise sind die Zuflüsse von Wirkfluid 5, Zumischfluid 6 und/oder Druckgas 7 zu den einzelnen Düsenlanzen 2 bzw. Düsenlanzengruppen mittels entsprechender Ventile 10 einstellbar bzw. steuerbar, anpassbar, dosierbar oder regelbar. Nachfolgend wird zur Vereinfachung der Begriff „einstellbar“ verwendet, auch wenn hierdurch insbesondere nur eine einmalige Einstellung oder Anpassung umfasst sein kann, wobei hierdurch insbesondere aber auch ein (fortlaufendes) Steuern und ggf. Regeln umfasst sein soll.

Die Ventile 10 sind den Versorgungsleitungen 8 zugeordnet, insbesondere um die individuelle Einstellbarkeit zu ermöglichen. Vorzugsweise weist jede Versorgungsleitung 8 bzw. Zuleitung 9 ein Ventil 10 auf.

Insbesondere ist zumindest jeder Versorgungsleitung 8A und 8B bzw. Zuleitung 9A und 9B für das Wirkfluid 5 und Zumischfluid 6 und/oder jeder Düsenlanze 2 oder zumindest jeder Düsenlanzengruppe jeweils ein unabhängig einstellbares bzw. steuerbares oder regelbares Ventil 10 zugeordnet. Gleiches gilt vorzugsweise auch für die dritte Versorgungsleitung 8C bzw. Zuleitung 9C für das Druckgas 7, wie in 1 schematisch angedeutet.

2 zeigt in einem schematischen horizontalen Schnitt den Abgasraum 3 in einer Etage bzw. Ebene E mit mehreren Düsenlanzen 2, also mit einer Düsenlanzengruppe. In 2 ist die bevorzugte Versorgung der Düsenlanze 2 bzw. Düsenlanzengruppe über die Versorgungsleitungen 8 mit dem Wirkfluid 5, Zumischfluid 6 und Druckgas 7 ebenfalls angedeutet.

Die Verbrennungsanlage 1 weist vorzugsweise erste Ventile 10A und/oder zweite Ventile 10B sowie optionale dritte Ventile 10C auf.

Vorzugsweise ist jedes der Ventile 10A, 10B, 10C ein Ventil 10.

Die ersten Ventile 10A sind vorzugsweise jeweils einer Düsenlanze 2 zugeordnet. Die ersten Ventile 10A sind vorzugsweise in, an oder unmittelbar stromauf der jeweiligen Düsenlanze 2 angeordnet.

Bezogen auf eine zugeordnete Düsenlanze 2 ist vorzugsweise ein erstes Ventil 10A in der entsprechenden Versorgungsleitung 8A bzw. Zuleitung 9A bzw. an deren Übergang und ein weiteres erstes Ventil 10A in der Versorgungsleitung 8B bzw. Zuleitung 9B bzw. deren Übergang sowie optional ein zusätzliches erstes Ventil 10A (insbesondere in Form eines Druckreglers oder Reduzierventils) in der Versorgungsleitung 8C bzw. Zuleitung 9C bzw. deren Übergang angeordnet.

Vorzugsweise sind durch die Ventile 10A die Zuflüsse der Fluide 5, 6 und/oder des Druckgases 7 für einzelne Düsenlanze 2 und/oder Düsenlanzengruppen, besonders bevorzugt unabhängig von anderen Düsenlanzen 2, einstellbar bzw. dosierbar.

Die Ventile 10A können in oder unmittelbar vor der Düsenlanze 2 angeordnet sein. Insbesondere sind die Ventile 10A weniger als 50 cm oder 100 cm von der Düsenlanze 2 entfernt angeordnet.

Auf diese Weise wird eine genaue Bestimmung, insbesondere Messung und/oder Steuerung, des Zuflusses bzw. der Zuflussmengen des Wirkfluids 5, des Zumischfluids 6 und/oder des Druckgases 7 zu der Düsenlanze 2 ermöglicht.

Die alternativ oder zusätzlich vorgesehenen zweiten Ventile 10B sind vorzugsweise den verschiedenen Etagen bzw. Ebenen E bzw. Düsenlanzengruppen oder diesbezüglichen Versorgungsringen zugeordnet.

Bezogen auf eine zugeordnete Ebene E bzw. Düsenlanzengruppe ist vorzugsweise ein zweites Ventil 10B in der entsprechenden Versorgungsleitung 8A bzw. Zuleitung 9A bzw. an deren Übergang und ein weiteres zweites Ventil 10B in der Versorgungsleitung 8B bzw. Zuleitung 9B bzw. deren Übergang sowie optional ein zusätzliches zweites Ventil 10B (insbesondere in Form eines Druckreglers oder Reduzierventils) in der Versorgungsleitung 8C bzw. Zuleitung 9C bzw. deren Übergang angeordnet.

Vorzugsweise sind durch die Ventile 10B die Zuflüsse der Fluide 5, 6 und/oder des Druckgases 7 für jede Ebene E bzw. Düsenlanzengruppe separat bzw. einzeln, also insbesondere ebenenweise bzw. gruppenweise, einstellbar bzw. dosierbar.

Die dritten Ventile 10C sind optional vorgesehen und vorzugsweise stromauf von Steigleitungen bzw. unmittelbar nach den oder in der Nähe der Tanks 4 angeordnet.

Die Ventile 10 sind vorzugsweise elektronisch oder auf sonstige Weise einstellbar, steuerbar oder regelbar.

Die den ersten und zweiten Versorgungsleitungen 8A und 8B bzw. Zuleitungen 9A und 9B zugeordneten Ventile 10 sind vorzugsweise als Kugelventile bzw. Kugelregelventile ausgeführt. Zusätzlich oder alternativ kann es sich auch um Rückschlagventile bzw. Ventile mit Rückschlagfunktion handeln.

Die den dritten Versorgungsleitungen 8C bzw. Zuleitungen 9C für das Druckgas 7 zugeordneten Ventile 10 sind vorzugsweise als Druckminderer und/oder Druckregelventile zur Einstellung, Steuerung oder Regelung des Drucks des Druckgases 7 ausgeführt.

Die anderen Ventile 10 sind vorzugsweise zur Einstellung, Steuerung oder Regelung bzw. Drosselung des Fluidstroms, besonders bevorzugt der Flüssigkeitsströme bzw. des Volumenstroms oder Massenstroms, ausgebildet. Dementsprechend kann der Volumenstrom oder Massenstrom des Wirkfluids 5 und Zumischfluids 6, der den einzelnen Düsenlanzen 2 bzw. Düsenlanzengruppen zugeführt wird, vorschlagsgemäß individuell eingestellt, gesteuert oder geregelt werden.

Durch die Ventile 10 können Zuflüsse und/oder Drücke, insbesondere des Wirkfluids 5, des Zumischfluids 6 und/oder des Druckgases 7, optimal für die Abgasreinigung angepasst werden. Auf diese Weise kann eine besonders effiziente und/oder wirkstoffsparende und somit kostengünstige Abgasreinigung erreicht werden. Insbesondere wird so eine Verschwendung von Wirkstoff durch Zugabe von unnötig hohen Wirkstoffmengen verhindert.

Insbesondere können verschiedene Ventile 10 der Verbrennungsanlage 1 unterschiedlich ausgebildet sein.

Der Abgasraum 3 wird vorzugsweise von einer Wand 11 begrenzt und/oder befindet sich innenseitig der Wand 11.

Der Abgasraum 3 bzw. die Wand 11 kann, wie in 2 dargestellt, in der Ebene E einen runden, insbesondere kreisförmigen oder elliptischen, Querschnitt aufweisen. Hier ist jedoch auch eine beliebige andere Form, insbesondere ein quadratischer, rechteckiger oder sonstiger polygonaler Querschnitt, möglich.

Vorzugsweise ist die Wand 11 wärmedämmend ausgebildet, besonders bevorzugt so dass bei Betrieb der Verbrennungsanlage 1 die Temperatur auf der Außenseite der Wand 11 deutlich geringer ist als auf der Innenseite der Wand 11 bzw. im Abgasraum 3. Insbesondere kann die Temperatur im Abgasraum 3 mehrere 100 °C bis über 1000 °C betragen und/oder beträgt die Temperatur auf der Außenseite der Wand 11 bzw. außerhalb des Abgasraums 3 weniger als 50 °C oder 30 °C.

Es können auch die Düsenlanzen 2 mit Wärmedämmung versehen sein, insbesondere so dass die Temperatur in der Düsenlanze 2 weniger als 50 °C oder 30 °C beträgt.

Vorzugsweise sind die Düsenlanzen 2 zumindest im Wesentlichen in bzw. innerhalb der Wand 11 angeordnet und/oder ragen die Düsenlanzen 2 in den Abgasraum 3 hinein.

Vorzugsweise verlaufen die Düsenlanzen 2 schräg oder quer, besonders bevorzugt zumindest im Wesentlichen rechtwinklig, zu der Wand 11.

Insbesondere ist die Düsenlanze 2 länglich und/oder rohrartig ausgebildet. Die Düsenlanze 2 weist vorzugsweise eine Symmetrieachse oder Längsachse L auf.

Vorzugsweise weist die Düsenlanze 2 einen Düsenkopf 12 auf. Der Düsenkopf 12 ist vorzugsweise an einem axialen bzw. in den Abgasraum 3 ragenden Ende der Düsenlanze 2 angeordnet.

Der Düsenkopf 12 ist vorzugsweise gerade an der Düsenlanze 2 angeordnet, kann aber auch schräg oder quer, insbesondere rechtwinklig zur Düsenlanze 2 angeordnet sein.

Der Düsenkopf 12 weist mindestens eine Düse 13 (in 3 und 4 gezeigt) auf, um im Betrieb aus dem Wirkfluid 5 mit optional zugemischtem Zumischfluid 6 ein Aerosol bzw. Spray S zu erzeugen, wie schematisch angedeutet.

Vorzugsweise verläuft die Hauptsprührichtung der Düse 13 gerade bzw. in der Längsachse L oder schräg dazu.

Insbesondere kann die Düsenlanze 2 bzw. der Düsenkopf 12 aus der Wand 11 hervorragen und/oder in den Abgasraum 3 hineinragen.

Die Länge der Düsenlanze 2 beträgt vorzugsweise mehr als 30 cm oder 40 cm, besonders bevorzugt 60 cm oder mehr, und/oder weniger als 140 cm oder 120 cm, besonders bevorzugt weniger als 100 cm oder 80 cm.

Die Länge des in den Abgasraum 3 hineinragenden bzw. aus der Wand 11 herausragenden Abschnitts der Düsenlanze 2 und/oder des Düsenkopfs 12 entlang der Längsachse L beträgt vorzugsweise mehr als 10 cm oder 20 cm und/oder weniger als 40 cm oder 30 cm.

Die Düsenlanzen 2 - insbesondere einer Gruppe bzw. Ebene E - können an verschiedenen, insbesondere einander gegenüberliegenden, Seiten des Abgasraums 3 angeordnet sein. Insbesondere kann so die von den Düsenlanzen 2 besprühte (Querschnitts-)Fläche möglichst groß sein und/oder möglichst homogen besprüht werden.

3 zeigt einen Schnitt der vorschlagsgemäßen Düsenlanze 2 entlang der Längsachse L gemäß einer ersten Ausführungsform.

Vorzugsweise ist die Düsenlanze 2 zur Verdüsung des Wirkfluids 5 und optional zugemischten Zumischfluid 6 mittels Druckgas 7 ausgebildet. In 3 sind die Fluide 5, 6 und das Druckgas 7 nicht dargestellt, wobei aber das erzeugte Aerosol bzw. Spray S angedeutet ist.

Insbesondere dient die Düsenlanze 2 der Abgasbehandlung, ganz besonders bevorzugt Abgasreinigung und/oder Rauchgasentstickung, insbesondere in Verbrennungsanlagen 1.

Vorzugsweise weist die Düsenlanze 2 die drei Zuleitungen 9 auf, insbesondere also die Zuleitung 9A für das Wirkfluid 5, die Zuleitung 9B für das Zumischfluid 6 und die Zuleitung 9C für das Druckgas 7.

Vorzugsweise verlaufen die Zuleitungen 9 entlang und/oder parallel zu der Längsachse L in der Düsenlanze 2.

Die Zuleitungen 9, insbesondere die Zuleitungen 9A, 9B, können nebeneinander, insbesondere parallel und/oder von der Längsachse L beabstandet, und/oder koaxial zueinander angeordnet sein bzw. verlaufen.

Die Düsenlanze 2 ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass dem Wirkfluid 5 in der Düsenlanze 2 das Zumischfluid 6 zumischbar ist.

Die Zuleitung 9A und/oder die Zuleitung 9B verlaufen vorzugsweise innerhalb der Druckgaszuleitung 9C, insbesondere so dass die Zuleitungen 9A, 9B innere Zuleitungen 9 sind und/oder die Druckgaszuleitung 9C eine äußere Zuleitung 9 ist. Die Druckgaszuleitung 9C umgibt also vorzugsweise die weiteren Zuleitungen 9.

Es ist auch möglich, dass die Düsenlanze 2 eine Außenleitung oder ein Außenrohr aufweist, welches die Zuleitungen 9, insbesondere die Druckgaszuleitung 9C, umgibt oder bildet. Insbesondere kann die Außenleitung dazu ausgebildet sein, die Düsenlanze 2 bzw. innerhalb der Außenleitung angeordnete Teile der Düsenlanze 2 vor Beschädigungen, z. B. durch mechanische Einwirkungen, Hitzeeinwirkung und/oder Fluideintritt, zu schützen.

Die Außenleitung kann auch als Führung für die Düsenlanze 2 ausgebildet sein.

Vorzugsweise weist die Düsenlanze 2 einen Zumischbereich 14 auf. Vorzugsweise ist der Zumischbereich 14 mittig bzw. zentral im Zumischteil 15 und/oder zur Längsachse L angeordnet.

Vorzugsweise sind die erste Zuleitung 9A und die zweite Zuleitung 9B in dem Zumischbereich 14 fluidisch miteinander verbunden. Vorzugsweise ist die dritte Zuleitung 9C nicht unmittelbar mit dem Zumischbereich 14 verbunden.

Vorzugsweise dient der Zumischbereich 14 dem optionalen Zumischen des Zumischfluids 6 zu dem Wirkfluid 5. Insbesondere ist ein (flüssiges) Fluidgemisch aus dem Wirkfluid 5 und Zumischfluid 6 in dem Zumischbereich 14 erzeugbar oder herstellbar.

Vorzugsweise weist das Fluidgemisch also das Wirkfluid 5 und/oder das Zumischfluid 6 auf.

Besonders bevorzugt kann durch das Zumischen die Konzentration des Wirkstoffs in dem Fluidgemisch eingestellt oder verändert, insbesondere verringert, werden.

Es ist jedoch auch möglich, dass dem Wirkfluid 5 bei Betrieb der Düsenlanze 2 kein Zumischfluid 6 zugemischt wird. Dies kann z. B. vorteilhaft sein, wenn der zur Abgasbehandlung benötigte Zufluss des Wirkstoffs zum Abgasraum 3 bereits durch alleiniges Abgeben bzw. Versprühen oder Verdüsen des Wirkfluids 5 in den Abgasraum 3 realisiert werden kann. Dies ist dann der Fall, wenn die zur Abgasbehandlung maximal mögliche Konzentration des Wirkstoffs, nämlich die Konzentration des Wirkstoffs in dem Wirkfluid 5, eingesetzt wird.

Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, dass die Düsenlanze 2 nur mit Zumischfluid 6 betrieben wird, ohne dass Wirkfluid 5 oder der Wirkstoff in den Abgasraum 3 versprüht bzw. verdüst wird. Dies ermöglicht insbesondere eine Feuchteanreicherung des Abgases A bzw. Rauchgases/Verbrennungsgases zur sogenannten „Rauchgaskonditionierung“.

Durch den Zumischbereich 14 bzw. das optionale Zumischen des Zumischfluids 6 in oder unmittelbar vor der Düsenlanze 2 kann erreicht werden, dass möglichst exakt die gewünschten Mengen an Wirkfluid 5 und Zumischfluid 6 unter insbesondere optionalen Druckbedingungen des Druckgases 7 verdüst werden. Außerdem ist so eine separate Einstellung oder Steuerung jeder Düsenlanze 2 möglich.

Vorzugsweise werden zuerst die Fluide 5 und 6 in dem Zumischbereich 14 miteinander gemischt und erst danach, also etwas stromab, das Druckgas 7 dazugegeben.

Vorzugsweise erfolgt die (vollständige) Ausmischung des Fluidgemischs auch/erst bei der Verdüsung.

Vorzugsweise grenzt der Zumischbereich 14 an den Düsenkopf 12 an und/oder erstreckt sich der Zumischbereich 14, zumindest teilweise, in den Düsenkopf 12.

Die Düsenlanze 2 weist vorzugsweise ein Zumischteil 15 auf. Vorzugsweise bildet das Zumischteil 15 den Zumischbereich 14 oder weist diesen auf.

Vorzugsweise bildet das Zumischteil 15 auch teilweise die Zuleitungen 9A und 9B auf.

Vorzugsweise weist die Düsenlanze 2 zwei Rohre 16A und 16B auf, die die Zuleitungen 9A und 9B bilden. Vorzugsweise sind die Rohre 16A, 16B auslassseitig an das Zumischteil 15 angeschlossen.

Einlassseitig sind die Rohre 16A und 16B an die Versorgungsleitungen 8A und 8B bzw. ersten Ventile 10A angeschlossen oder anschließbar.

Vorzugsweise sind die Rohre 16A, 16B in das Zumischteil 15 eingesteckt oder eingeschweißt, insbesondere so dass jeweils dichte fluidische Verbindungen hergestellt werden.

Vorzugsweise münden die Zuleitungen 9A und 9B bzw. die Rohre 16A und 16B mit Öffnungen 17A, 17B in den Zumischbereich 14 bzw. in das Zumischteil 15. Optionale Kanäle 15A des Zumischteils 15 können dann die Fluide 5 und 6 in den Zumischbereich 14 leiten.

Das Zumischteil 15 kann in den Düsenkopf 12 eingesteckt sein, mit dem Düsenkopf 12 verschraubt sein und/oder mit dem Düsenkopf 12 eine bauliche Einheit bilden bzw. den Düsenkopf 12 aufweisen oder bilden. Vorzugsweise ist das Zumischteil 15 druckfest bzw. dicht mit dem Düsenkopf 12 fluidisch verbunden.

Vorzugsweise weist die Düsenlanze 2 bzw. der Düsenkopf 12 einen Verdüsungsbereich 18 auf. Vorzugsweise ist der Verdüsungsbereich 18 fluidisch (unmittelbar) mit dem Zumischbereich 14 und/oder mit der Druckgaszuleitung 9C verbunden, insbesondere durch vorzugsweise schräg zur Längsachse L verlaufende Zuführungen 18A.

Vorzugsweise sind der Zumischbereich 14 und die dritte Zuleitung bzw. Druckgaszuleitung 9C in dem Verdüsungsbereich 18 fluidisch miteinander verbunden.

Weiter vorzugsweise ist der Verdüsungsbereich 18 nur indirekt, insbesondere durch den Zumischbereich 14, mit den Zuleitungen 9A, 9B verbunden. Vorzugsweise wird das Druckgas 7 dem Wirkfluid 5 bzw. dem Fluidgemisch in dem Verdüsungsbereich 18, insbesondere durch die Zuführungen 18A, zugeführt bzw. mit diesem vermischt.

Der Düsenkopf 12 weist eine Düse 13 oder mehrere Düsen 13 auf oder bildet diese.

Der Düsenkopf 12, der Verdüsungsbereich 18 und/oder die Düse 13 sind also zur Verdüsung des Wirkfluids 5 oder Fluidgemischs, insbesondere gemeinsam mit dem oder durch das Druckgas 7, ausgebildet.

Vorzugsweise erfolgt die Verdüsung in den Abgasraum 3, besonders bevorzugt zumindest im Wesentlichen horizontal.

Die Düse 13 ist vorzugsweise dazu ausgebildet, das Spray S als Flachspray zu erzeugen, so dass das Spray S zumindest im Wesentlichen in eine vorzugsweise horizontale Ebene E versprüht wird. Es ist jedoch auch möglich, dass das Spray S kegelartig versprüht wird, so dass auch Bereiche ober- und/oder unterhalb der versprühenden Düsenlanze 2 besprüht werden.

Vorzugsweise ist der Verdüsungsbereich 18 mittig oder zentral in der Düsenlanze 2 angeordnet, insbesondere so dass der Verdüsungsbereich 18 die Längsachse L aufweist bzw. umgibt.

Vorzugsweise weist der Verdüsungsbereich 18 die Düse 13 auf.

Vorzugsweise vergrößert sich der Querschnitt des Verdüsungsbereichs 18 bzw. der Düse 13 in Richtung des Auslasses bzw. Abgasraums 3 zunächst und verkleinert sich dann wieder oder umgekehrt. Der Verdüsungsbereich 18 bzw. die Düse 13 weist vorzugsweise also zwei sich aneinander anschließende Bereiche auf, wobei sich der Querschnitt in einem Bereich vergrößert und in dem anderen Bereich verkleinert. Insbesondere kann die Düse 13 so als Lavaldüse verwendet werden bzw. ist die Düse 13 als Lavaldüse ausgebildet.

Vorzugsweise weist die Düsenlanze 2 bzw. der Düsenkopf 12 ein Halteteil 19 auf. Vorzugsweise umgibt das Halteteil 19 den Düsenkopf 12 in Umfangsrichtung zumindest im Wesentlichen vollständig.

Der Düsenkopf 12 ist insbesondere fluiddicht in das Halteteil 19 eingesteckt oder mit diesem verschraubt oder verschweißt.

Vorzugsweise weist die Düsenlanze 2 ein (drittes) Rohr 16C auf, das die Zuleitung 9C und/oder eine Hülle bzw. ein Außenrohr der Düsenlanze 2 bildet.

Vorzugsweise ist das Halteteil 19 an dem Rohr 16C auslassseitig angebracht, insbesondere mit diesem verschraubt oder verschweißt.

Einlassseitig ist das Rohr 16C an die Versorgungsleitung 8C bzw. ein erstes Ventil 10A angeschlossen oder anschließbar.

Vorzugsweise ist jedes der Rohre 16A, 16B, 16C ein Rohr 16 der Düsenlanze 2.

Die den Zuleitungen 9 und/oder Rohren 16 zugeordneten Ventile 10A sind vorzugsweise als Steuer- oder Regelventile ausgebildet. Weiter ist es auch möglich, dass durch die Ventile 10A ein Zurückfließen eines Fluids 5, 6 in der Zuleitung 9 bzw. dem Rohr 16 verhindert wird.

Des Weiteren können die Zuleitungen 9, der Zumischbereich 14, die Kanäle 15A und/oder die Rohre 16 durch ihre Form, Abmessungen und/oder Volumina dazu ausgebildet sein, dass ein Zurückfließen verhindert wird.

Nachfolgend wird insbesondere auf 4 Bezug genommen, die eine zweite Ausführungsform der Düsenlanze 2 zeigt. Dabei werden vorrangig Unterschiede zu der ersten Ausführungsform, insbesondere betreffend das Zumischteil 15 und den Zumischbereich 14, erläutert. Von einer wiederholten Beschreibung gleicher oder ähnlicher Merkmale wird abgesehen, so dass die vorherigen Erläuterungen insoweit auch für die zweite Ausführungsform ergänzend oder entsprechend gelten.

Im Unterschied zu der ersten Ausführungsform verlaufen bei der zweiten Ausführungsform die Zuleitungen 9 koaxial, insbesondere zur Längsachse L, so dass eine erste Zuleitung 9 eine zweite Zuleitung 9 umgibt und/oder zwei Zuleitungen 9 ineinander angeordnet sind. Insbesondere ist dabei die Zuleitung 9A die erste Zuleitung 9 und die Zuleitung 9B die zweite Zuleitung 9.

Bei Betrieb der Düsenlanze 2 wird das Wirkfluid 5 insbesondere durch die ganz innen angeordnete Zuleitung 9A geleitet und/oder wird das Zumischfluid 6 durch die Zuleitung 9B geleitet, die die Zuleitung 9A umgibt.

Die Zuleitungen 9, 9A, 9B sind vorzugsweise durch Mischöffnungen 17C in der Wandung der inneren Zuleitung 9, 9A fluidisch miteinander verbunden.

Die (innere) Zuleitung 9, 9A kann auf mehreren Seiten und/oder auf jeder Seite die Mischöffnungen 17C aufweisen.

Vorzugsweise sind die Mischöffnungen 17C nur auf einem, insbesondere dem Zumischbereich 14, Zwischenteil 15 und/oder Düsenkopf 12 zugewandten, axialen Endabschnitt der Zuleitung 9, 9A angeordnet. Insbesondere weist der Zumischbereich 14 die Mischöffnungen 17C auf.

Die obigen Ausführungen zur Anordnung der Zuleitungen 9, 9A, 9B gelten vorzugsweise auch für die Rohre 16, 16A, 16B.

Bei der zweiten Ausführungsform kann die Düsenlanze 2 ein Verbindungsteil 20 aufweisen, welches insbesondere zwischen dem Zumischteil 15 und dem Düsenkopf 12 angeordnet ist bzw. diese miteinander verbindet.

Vorzugsweise weist der Zumischbereich 14 das Verbindungsteil 20 auf.

Das Verbindungsteil 20 kann in das Zumischteil 15 und/oder den Düsenkopf 12 eingesteckt und/oder mit diesen verschweißt sein, insbesondere so dass eine dichte fluidische Verbindung entsteht.

Es ist auch möglich, dass das Verbindungsteil 20 einstückig mit dem Zumischteil 15 und/oder dem Düsenkopf 12 ausgebildet ist.

Vorzugsweise weist die Düsenlanze 2 bei der zweiten Ausführungsform kein Halteteil 19 auf. Insbesondere übernimmt hier der Düsenkopf 12 die Funktion des Halteteils 19 und/oder weist der Düsenkopf 12 das Halteteil 19 auf.

Vorzugsweise ist das Rohr 16 bei der zweiten Ausführungsform also auslassseitig an den Düsenkopf 12 angeschlossen. Vorzugsweise ist das Rohr 16C in den Düsenkopf 12 eingesteckt oder mit diesem verschraubt oder verschweißt, insbesondere so dass eine dichte fluidische Verbindung hergestellt wird.

Vorzugsweise weist die Verbrennungsanlage 1 ein Steuerungssystem 24 auf, insbesondere wobei das Steuerungssystem 24 zur Steuerung der Abgasbehandlung ausgebildet ist. Die Steuerung erfolgt insbesondere durch Steuerung der Zuflüsse, insbesondere der Fluide 5 und 6, zu den Düsenlanzen 2 und/oder des Drucks des Druckgases 7.

Vorzugsweise weist das Steuerungssystem 24 Messeinrichtungen 21 auf, die insbesondere zur Messung von Drücken ausgebildet sind. Vorzugsweise dienen die Messeinrichtungen 21 zur Messung des Drucks des Druckgases 7.

Insbesondere können die der Druckgaszuleitung 9C zugeordneten Messeinrichtungen 21 Manometer zur Druckmessung sein, die auch als Druckregler verwendet werden können. Besonders bevorzugt ist mit den Manometern der Druck des Druckgases 7 messbar und einstellbar.

Weiter können die Messeinrichtungen 21 auch zur Messung von Zuflüssen bzw. Zuflussmengen, insbesondere der Fluide 5, 6, ausgebildet sein bzw. dienen.

Zur Vereinfachung der Darstellung sind in 1 und 2 jedoch nur Messeinrichtungen 21 dargestellt, die der Versorgungsleitung 8C bzw. Zuleitung 9C für das Druckgas 7 zugeordnet sind.

Es ist auch möglich, dass die Messeinrichtungen 21 die Ventile 10 aufweisen bzw. dass die Messeinrichtungen 21 multifunktionale Mess-Dosier-Einrichtungen zur gleichzeitigen Messung und Dosierung sind.

Vorzugsweise weist das Steuerungssystem 24 also verschiedene bzw. unterschiedlich ausgebildete Messeinrichtungen 21 auf.

Des Weiteren weist das Steuerungssystem 24 vorzugsweise Messeinrichtungen 22 zur Messung einer Menge oder Konzentration von Schadstoffen, insbesondere Stickoxiden NOx, im Abgas A auf.

Es können mehrere Messeinrichtungen 22 vorgesehen sein, die insbesondere in verschiedenen Höhen im Abgasraum 3 und/oder auf verschiedenen Seiten des Abgasraums 3 angeordnet sind. Zur Vereinfachung ist in 2 jedoch nur eine Messeinrichtung 22 dargestellt.

Vorzugsweise weist jede Ebene E mit Düsenlanzen 2 eine Messeinrichtung 22 auf, die insbesondere an der Wand 11 oder in der Nähe der Wand 11 angeordnet ist.

Weiter weist das Steuerungssystem 24 vorzugsweise Thermometer 23 zur Messung von Temperaturen, insbesondere in dem Abgasraum 3, auf.

Vorzugsweise sind die Thermometer 23 im Abgasraum 3, besonders bevorzugt auf Höhe der Ebenen E, angeordnet.

Es können mehrere Thermometer 23 vorgesehen sein, die insbesondere in verschiedenen Höhen im Abgasraum 3 und/oder auf verschiedenen Seiten des Abgasraums 3 angeordnet sind. Zur Vereinfachung ist in 2 jedoch nur ein Thermometer 23 dargestellt.

Vorzugsweise ist jeder Düsenlanze 2, jeder Versorgungsleitung 8, jeder Zuleitung 9 und/oder jeder Ebene E jeweils eine Messeinrichtung 21, eine Messeinrichtung 22, ein Ventil 10 und/oder ein Thermometer 23 zugeordnet. Es ist insbesondere auch möglich, dass die Düsenlanzen 2 jeweils eine oder mehrere Messeinrichtungen 21, 22, Ventile 10 und/oder Thermometer 23 aufweisen.

Vorzugsweise sind die Messeinrichtungen 21, 22 und/oder Thermometer 23 dazu ausgebildet, die von ihnen gemessenen Signale an das Steuerungssystem 24 weiterzuleiten.

Vorzugsweise empfängt das Steuerungssystem 24 von den Messeinrichtungen 21, 22 und/oder den Thermometern 23 gemessene Signale und/oder verarbeitet das Steuerungssystem 24 diese Signale bzw. ist das Steuerungssystem 24 dazu ausgebildet.

Vorzugsweise steuert das Steuerungssystem 24, insbesondere auf Grundlage dieser Signale, die Ventile 10, insbesondere wobei die Zuflüsse zu den Düsenlanzen 2 und/oder Drücke des Druckgases 7 gesteuert oder eingestellt werden. Insbesondere sind die Ventile 10 also mit dem Steuerungssystem 24 öffenbar und/oder schließbar.

Zusätzlich zu bereits weiter oben genannten Aspekten und Merkmalen kann ein Verfahren zur Abgasbehandlung in der Verbrennungsanlage 1 die nachfolgend beschriebenen Aspekte und Merkmale aufweisen.

Vorzugsweise werden die Messeinrichtungen 21, 22, die Ventile 10, die Thermometer 23 und/oder das Steuerungssystem 24 bei einer ersten Inbetriebnahme der Verbrennungsanlage 1 und/oder der Düsenlanzen 2 kalibriert, voreingestellt und/oder aufeinander abgestimmt.

Vorzugsweise erfolgt die Steuerung durch das Steuerungssystem 24 in Abhängigkeit der von den Thermometern 23 gemessenen Temperaturen und/oder den von den Messeinrichtungen 22 gemessenen Mengen oder Konzentrationen von Schadstoffen, insbesondere Stickoxiden NOx.

Vorzugsweise stellt das Steuerungssystem 24, insbesondere auf Grundlage dieser Signale, die Menge und/oder die Konzentration des Wirkfluids 5, des Zumischfluids 6, des Fluidgemisches 7 und/oder des Wirkstoffes ein, vorzugsweise sodass eine optimale Abgasbehandlung oder -reinigung erfolgt.

Dabei ist es insbesondere auch möglich, dass dem Wirkfluid 5 kein Zumischfluid 6 zugemischt wird und/oder dass nur das Wirkfluid 5 mittels des Druckgases 7 verdüst wird.

Die Steuerung durch das Steuerungssystem 24 kann - ggf. nach einer Kalibrierung - insbesondere automatisch erfolgen, vorzugsweise wozu das Steuerungssystem 24 einen entsprechend ausgebildeten Computer oder Prozessor aufweist.

Vorzugsweise werden die Ventile 10 bzw. die Düsenlanzen 2 einzeln und/oder ebenenweise eingestellt bzw. gesteuert.

Vorzugsweise ist der Druck des Druckgases 7 durch das Steuerungssystem 24 einstellbar.

Vorzugsweise wird zur optimalen Abgasbehandlung ein Druck zwischen 3000 hPa und 6000 hPa, insbesondere zwischen 4000 hPa und 5000 hPa verwendet.

Vorzugsweise sind durch den Druck des Druckgases 7 die Eigenschaften des erzeugten Aerosols bzw. Sprays S beeinflussbar oder veränderbar, insbesondere die Wurfweite und die Tröpfchengröße.

Vorzugsweise sind diese Größen alternativ oder zusätzlich durch die Form und/oder Dimensionierung der Düsenlanze 2, insbesondere der Düse 13, einstellbar oder beeinflussbar.

Vorzugsweise wird der Zufluss des Wirkfluids 5 und/oder Zumischfluids 6 über einen Massenstrom, einen Volumenstrom, eine Absolutmenge und/oder eine Menge pro Zeiteinheit des jeweiligen Fluids eingestellt und/oder kontrolliert.

Vorzugsweise wird ein Massenstrom, ein Volumenstrom, eine Konzentration, eine Absolutmenge und/oder eine Menge pro Zeiteinheit des Wirkstoffs eingestellt und/oder kontrolliert.

Besonders bevorzugt wird zur Abgasbehandlung die Gesamtmenge der den Düsenlanzen 2 zugeführten Fluide 5 und 6 zumindest im Wesentlichen konstant gehalten, so dass nur das Mischungsverhältnis zwischen dem Wirkfluid 5 und dem Zumischfluid 6 verändert wird.

Vorzugsweise wird auch der Druck des Druckgases 7 zumindest im Wesentlichen konstant gehalten. Es ist jedoch auch möglich, den Druck an die Gesamtmenge der den Düsenlanzen 2 zugeführten Fluide 5 und 6 bzw. an das Mischungsverhältnis der Fluide 5 und 6 anzupassen.

Besonders bevorzugt wird also die Düsenlanze 2 bzw. die Verbrennungsanlage 1 so betrieben, dass ein möglichst konstanter Volumen- oder Massenstrom der Fluide 5 und/oder 6 (unabhängig von deren Mischungsverhältnis) insbesondere bei möglichst konstantem Druck des Druckgases 7 eingedüst bzw. verdüst wird.

Vorzugsweise wird der Zufluss des Druckgases 7 über einen Druck des Druckgases 7 eingestellt und/oder kontrolliert.

Vorzugsweise kann die Einstellung der Ventile 10 für jede Versorgungsleitung 8, jede Zuleitung 9, jede Ebene E, jede Düsenlanze 2 und/oder jede Düsenlanzengruppe separat, einzeln und/oder unabhängig von den anderen Versorgungsleitungen 8, Zuleitungen 9, Ebenen E, Düsenlanzen 2 und/oder Düsenlanzengruppen erfolgen.

Vorzugsweise ist die Verbrennungsanlage 1 bzw. das Steuerungssystem 24 dazu ausgebildet, ein Verfahren zur Abgasbehandlung mit obigen Merkmalen durchzuführen.

Das Verfahren zur Abgasbehandlung oder -reinigung kann auch ein Verfahren zur Entschwefelung bzw. Rauchgasentschwefelung sein. Im Wesentlichen unterscheidet sich die Rauchgasentschwefelung von der Rauchgasentstickung dadurch, dass ein anderes Wirkfluid 5 bzw. ein anderer Wirkstoff verwendet wird. Insbesondere wird statt einer Ammoniak- oder Harnstofflösung eine Calcium- oder kalkhaltige Flüssigkeit verwendet und der im Wirkfluid 5 enthaltene Wirkstoff ist ein insbesondere Calciumcarbonat oder Calciumoxid.

Entsprechend können die Messeinrichtungen 22 zur Messung von schwefelhaltigen Verbindungen, insbesondere Schwefeldioxid SO2, ausgebildet sein.

Bezugszeichenliste

1
Verbrennungsanlage
2
Düsenlanze
3
Abgasraum
4
Tank
5
Wirkfluid
6
Zumischfluid
7
Druckgas
8
Versorgungsleitung
8A
Versorgungsleitung für das Wirkfluid
8B
Versorgungsleitung für das Zumischfluid
8C
Versorgungsleitung für das Druckgas
9
Zuleitung
9A
Zuleitung für das Wirkfluid
9B
Zuleitung für das Zumischfluid
9C
Zuleitung für das Druckgas
10
Ventil
10A
erstes Ventil
10B
zweites Ventil
10C
drittes Ventil
11
Wand
12
Düsenkopf
13
Düse
14
Zumischbereich
15
Zumischteil
15A
Kanal
16
Rohr
16A
Rohr für das Wirkfluid
16B
Rohr für das Zumischfluid
16C
Rohr für das Druckgas
17A
Öffnungen
17B
Öffnungen
17C
Mischöffnungen
18
Verdüsungsbereich
18A
Zuführung
19
Halteteil
20
Verbindungsteil
21
Messeinrichtung
22
Messeinrichtung
23
Thermometer
24
Steuerungssystem
A
Abgas
E
Ebene
L
Längsachse
S
Spray

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 10359150 A1 [0014]