Title:
Ventil
Kind Code:
A1


Abstract:

Das Ventil ist für gasförmige und flüssige Medien vorgesehen und umfasst einen Ventilkörper, einen Plattenanker sowie einen elektrisch betätigbaren Magnetkopf, der eine Elektrospule, einen Innenkern, einen Außenkern und einen zwischen letzteren angeordneten Trennring aufweist, dessen Stirnseitenteil mit einer Stirnfläche des Außenkerns in ein und derselben Ebene als Anschlagfläche für den Plattenanker ausgebildet ist. embedded image




Inventors:
Staiger, Marc (71634, Ludwigsburg, DE)
Kofink, Peter (74189, Weinsberg, DE)
Schaber, Mike (74343, Sachsenheim, DE)
Antritter, Thilo (75031, Eppingen, DE)
Application Number:
DE102017000446A
Publication Date:
07/19/2018
Filing Date:
01/19/2017
Assignee:
Staiger GmbH & Co. KG, 74391 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE202015004290U1N/A2015-07-17
DE102006012530B4N/A2009-06-10
DE10256754A1N/A2004-07-15



Claims:
Ventil für gasförmige und flüssige Medien, umfassend einen Ventilkörper (1) mit einem Eingang (7), einem Ausgang (8), einer Ventilkammer (3) und einem Ventilsitz (9), einen Plattenanker (10) mit einer Ankerscheibe (11) einem Dichtbolzen (13) und einer Feder (12), und einen Magnetkopf (2) mit einer Elektrospule (19), einem Innenkern (15), einem Außenkern (16) und einem zwischen letzteren angeordneten nicht magnetisierbaren Trennring (25, 34), dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der Ankerscheibe (11) des Plattenankers (10) korrespondierende Stirnfläche (27) des Außenkerns (16) und ein der Ankerscheibe (11) zugewandter Stirnseitenteil (28) des Trennrings (25,34) in ein und derselben Ebene als Anschlagfläche (29, 38) ausgebildet sind.

Ventil nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ringwand (26) des Trennrings (25) einen an den die Anschlagfläche (29) mitbildenden Stirnseitenteil (28) angrenzenden Rücksprung 31) aufweist, dessen Grundfläche (33) bezüglich einer Mittenachse (6) auf Abstand zur Anschlagfläche (29) zurückgesetzt ist.

Ventil nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der die Anschlagfläche (29) mitbildende Stirnseitenteil (28) der Ringwand 26() des Trennrings (25) größer ist als die Grundfläche (33) des Rücksprungs (31).

Ventil nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Erstreckung des Stirnseitenteils (28) der Ringwand (26) des Trennrings (25) größer ist als die radiale Erstreckung der Grundfläche (33) des Rücksprungs (31).

Ventil nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stirnseitenteil (28) der Ringwand (26) des Trennrings (25) radial breiter ist als die Grundfläche (33) des Rücksprungs (31).

Ventil nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die der Ankerscheibe (11) zugewandte Stirnwand (30) des Innenkerns (15) auf Abstand zur Ebene der Anschlagfläche (29, 38) zurückgesetzt ist.

Ventil nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trennring (34) mit der Ringwand (35) und einer Bodenwand (36) topfförmig ausgebildet ist

Ventil nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die der Ankerscheibe (11) zugewandte Fläche der Bodenwand (36) des Trennrings (34) mit der Stirnfläche (27) des Außenkerns (16) und dem Stirnseitenteil (37) des Trennrings (34) in ein und derselben Ebene angeordnet sind und die Anschlagfläche (38) bilden.

Ventil nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Dicke der Ringwand (35) des Trennrings (34) größer ist als die axiale Dicke der Bodenwand (36).

Ventil nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Dicke der Bodenwand (36) des Trennrings (34) gleich dem Abstand der zurückgesetzten Stirnwand (30) des Innenkerns (15) zur Ebene der Anschlagfläche (38) ist.

Ventil nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zylinderförmige Außenkern (16) einen radial in Richtung zum Innenkern (15) gerichteten Innenbund (17) aufweist, an dem die die Anschlagfläche (29, 38) mitbildende Stirnfläche (27) ausgebildet ist.

Ventil nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Dicke des Innenbundes (17) des Außenkerns (16) und die axiale Dicke der Ringwand (26, 35) des Trennrings (25, 34) gleich sind.

Ventil nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trennring (25, 34) zwischen dem Außenkern (16) und dem Innenkern (15) hermetisch dicht eingepresst und/oder verschweißt ist.

Ventil nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trennring (25, 34) materialeinheitlich einstückig ausgeführt ist.

Ventil nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der der Anschlagfläche (29, 38) abgewandten Seite des Innenbundes (17) des Außenkerns (16) und/oder der Ringwand (26, 35) des Trennrings (25, 34) ein die Elektrospule (19) tragender Spulenkörper (21) anliegt.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Ventil mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

Die DE 10 2006 012 530 B4 offenbart ein gattungsgemäßes Ventil, dessen Magnetkopf zwischen einem Innenkern und einem Außenkern einen nicht magnetisierbaren Trennring aufweist, der an der dem Plattenanker zugewandten Seite zurückgesetzt ist. Die Anordnung ist so getröffen, dass bei aktiviertem Magnetkopf die dem Plattenanker zugehörige Ankerscheibe ausschließlich mit einer schmalen Randfläche ihrer dem Magnetkopf zugewandten Oberseite an einer Stirnfläche des Außenkerns anschlägt. Dadurch tritt in diesem schmalen Berührungsbereich eine verhältnismäßig hohe Beanspruchung auf, die insbesondere bei hoher Schalthäufigkeit des Ventils zu Materialverschleiß und Funktionsstörungen führen kann.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Ventil dieser Art dahingehend weiterzubilden, dass die vorbeschriebenen Nachteile weitgehend vermieden werden und mit einfachen Mitteln ein großflächiger Anschlag des Magnetankers sowie eine dauerhaft zuverlässige Funktionstüchtigkeit erzielt wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche gekennzeichnet.

Weitere Vorteile und wesentliche Einzelheiten der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen, die in schematischer Darstellung bevorzugte Ausführungsformen als Beispiel zeigt. Es stellen dar:

  • 1 ein erfindungsgemäßes Ventil in einer vergrößerten Darstellung in einer geschnittenen Seitenansicht,
  • 2 eine nochmals vergrößerte Darstellung eines Ventildetails der 1 in einer ersten Ausführungsform,
  • 3 ein Ventildetail ähnlich der 2, jedoch in einer anderen erfindungsgemäßen Ausführung.

Das in der Zeichnung dargestellte Ventil ist für gasförmige und flüssige Medien vorgesehen. Es ist im Wesentlichen als kreiszylindrischer Körper ausgebildet und besitzt im Wesentlichen einen Ventilkörper 1 und einen mit diesem verbundenen Magnetkopf 2. Im Ventilkörper 1 ist eine Ventilkammer 3 ausgebildet, die von einer Grundwand 4 und einer Umfangswand 5 mitbegrenzt ist. In der Grundwand 4 des Ventilkörpers 1 sind ein bezüglich einer Mittenachse 6 des Ventils koaxial angeordneter Eingang 7 und ein mit der Ventilkammer 3 verbundener Ausgang 8 für das Medium vorgesehen. Die Mündung des zur Ventilkammer 3 führenden Eingangs 7 ist als Ventilsitz 9 ausgeführt.

In der Ventilkammer 3 befindet sich ein axial verlagerbarer Plattenanker 10, der koaxial zur Mittenachse 6 eine Ankerscheibe 11, die von einer Durchgangsbohrung durchsetzt ist, eine scheibenförmige Formfeder 12 und einen aus einem gummielastischen Material bestehenden Dichtbolzen 13 besitzt, die zu einer Baueinheit zusammengefasst sind. Der Dichtbolzen 13 ist an der dem Magnetkopf 2 abgewandten Seite des Plattenankers 10 angeordnet und korrespondiert mit dem Ventilsitz 9. Die Formfeder 12 ist mit ihrem Mittenbereich zwischen der dem Magnetkopf 2 abgewandten Seite der Ankerscheibe 11 und dem Dichtbolzen 13 festgelegt, wobei für einen sicheren Befestigungshalt krallenartig geformte Ausbiegungen in dem Dichtbolzen 13 eingebettet sein können. Der Plattenanker 10 ist mit einer kreisrunden Ringbuchse 14 in der Ventilkammer 3 fixiert.

Der Magnetkopf 2 weist bezüglich der Mittenachse 6 einen rundstabförmigen Innenkern 15 und einen im Wesentlichen rohrförmigen Außenkern 16 auf, der an seinem dem Plattenanker 10 zugewandten Ende einen sich radial in Richtung zum Innenkern 15 erstreckenden Innenbund 17 besitzt. Der Außenkern 16 bildet den Außenmantel des Magnetkopfes 2 und kann einen im Durchmesser etwas reduzierten Umfangsteil 18 aufweisen.

Außerdem gehört zu dem Magnetkopf 2 eine Elektrospule 19, die auf einem mindestens einen Stirnflansch 20 besitzenden Spulenkörper 21 gelagert ist und sich mit diesem in einem von dem Innenkern 15 und dem Außenkern 16 begrenzten Ringraum des Magnetkopfes 2 befindet. Zur Abdichtung kann eine isolierende Vergussmasse 22 vorgesehen sein, in der die Elektrospule 19 und der Spulenkörper 21 im Magnetkopf 2 dicht eingebettet sind und die auch die Leiteranschlussteile 23, 24 der Elektrospule 19 dicht umschließt.

An der dem Plattenanker 10 zugewandten Unterseite des Magnetkopfes 2 ist ein kreisförmiger Trennring 25 koaxial angeordnet, der eine Ringwand 26 aufweist und aus einem nicht magnetisierbaren Werkstoff, vorzugsweise einem rostfreien Edelstahl, hergestellt ist. Dieser Trennring 25 ist in der Ebene des dem Außenkern 16 zugehörigen Innenbundes 17 zwischen diesem und dem Innenkern 15 positioniert, wobei die äußere Umfangsfläche der Ringwand 26 fest an einer Wandfläche des Innenbundes 17 anliegt und eine Innenfläche der Ringwand 26 mit der Außenfläche des Innenkerns 15 korrespondiert. Der Trennring 25 ist zwischen dem Innenbund 17 des Außenkerns 16 und dem Innenkern 15 bevorzugt mittels Presssitz oder durch Verschweißung hermetisch dicht positioniert, sodass das Medium auch bei hohem Betriebsdruck nicht in den Magnetkopf 2 eindringen kann.

Der Zeichnung ist zu entnehmen, dass der Stirnflansch 20 des Spulenkörpers 21 an der dem Plattenanker 10 abgewandten Seite des Innenbundes 17 sowie des Trennrings 25 an letzteren anliegt bzw. abgestützt ist. An der dem Plattenanker 10 zugewandten Seite sind die Stirnfläche 27 des Innenbundes 17 und ein Stirnseitenteil 28 des Trennrings 25 als in ein und derselben Ebene liegende Anschlagfläche 29 ausgebildet, an der die dem Magnetkopf 2 zugewandte Oberseite der Ankerscheibe 11 zur Anlage gelangt. Die der Ankerscheibe 11 zugewandte Stirnwand 30 des Innenkerns 15 ist axial zurückgesetzt, sodass zwischen der Stirnwand 30 und der Ebene der Anschlagfläche 29 für eine gewisse Reduzierung der magnetischen Haltekraft im Bereich des Innenkerns 15 ein Abstand bzw. Spalt besteht. Im Übrigen ist zu erkennen, dass die axiale Dicke der Ringwand 26 des Trennrings 25 im Wesentlichen gleich der axialen Dicke des Innenbundes 17 ist.

Der 2 ist zu entnehmen, dass bei diesem Ausführungsbeispiel in der Ringwand 26 des Trennrings 25 ein Rücksprung 31 ausgebildet ist, der von einer Ringfläche 32 umfänglich begrenzt ist und dessen Grundfläche 33 axial auf Abstand zur Anschlagfläche 29 zurückgesetzt ist. Dabei ist zu erkennen, dass die Ringfläche 32 des Rücksprungs 31 radial so weit in Richtung zur Mittenachse 6 versetzt ist, dass die radiale Erstreckung des Stirnseitenteils 28 der Ringwand 26 größer ist als die radiale Erstreckung der Grundfläche 33 des Rücksprungs 31. Somit ist die der Anschlagfläche 29 zugehörige Fläche des Stirnseitenteils 28 vorteilhaft größer als die zurückgesetzte Grundfläche 33 des Rücksprungs 31.

Die 3 zeigt, dass bei diesem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Trennring 34 so gestaltet ist, dass er mit der Ringwand 35 und einer Bodenwand 36 im Wesentlichen topfförmig ist. In diesem Topf ist das dem Plattenanker 10 zugewandte Ende des Innenkerns 15 formschlüssig gelagert, wobei die Stirnwand 30 des Innenkerns 15 zweckmäßig an der Bodenwand 36 anliegt. Die Ringwand 35 und die Bodenwand 36 sind dabei zweckmäßig einstückig und bestehen aus ein und demselben Material. Dabei ist zu erkennen, dass die in der Zeichnung untere Fläche der Bodenwand 36 des Trennrings 35, die der Ankerscheibe 11 zugewandt ist, sowie die Stirnfläche 27 des Außenkerns 16 und der Stirnseitenteil 37 des topfförmigen Trennrings 34 in ein und derselben Ebene ausgebildet sind und gemeinsam die verhältnismäßig große Anschlagfläche 38 bilden. Die Dicke der Bodenwand 36 in axialer Richtung ist deutlich bzw. ein Mehrfaches dünner als die axiale Dicke der Ringwand 35, wobei es außerdem vorteilhaft ist, die axiale Dicke der Bodenwand 36 des Trennrings 35 so auszuführen, dass sie im Wesentlichen dem Maß des Abstands entspricht, um das die Stirnwand 30 des Innenkerns 15 bezüglich der Ebene der Anschlagfläche 38 axial zurückgesetzt ist.

Da die mit der Ankerplatte 11 korrespondierende Anschlagfläche 29, 38 des erfindungsgemäßen Ventils relativ groß ist, ist der mechanische Verschleiß an den Berührungs- bzw. Anlageflächen ausgesprochen gering, sodass bei weitgehender Einsparung aufwendiger Schutzschichten oder Oberflächen-Härtungsprozesse selbst bei hoher Schalthäufigkeit des Ventils eine dauerhaft zuverlässige Funktionstüchtigkeit erreicht wird.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102006012530 B4 [0002]