Title:
Deckenhalterung mit Deckenstativ zur dreidimensionalen Positionierung einer (zahn)medizinischen Behandlungs- bzw. Operationsleuchte eines Operationsmikroskops oder eines anderen Gerätes
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Deckenstativ zur Aufnahme (zahn)medizinischer Arbeitsleuchten, Operationsleuchten, Operationsmikroskopen oder sonstiger (zahn)medizinischer Geräte. Mit der Erfindung wird die beliebige Positionierung eines auswechselbaren Leuchten-Moduls (8), eines Mikroskop-Moduls oder eines anderen Geräte-Moduls im dreidimensionalen Raum erreicht (alle Module werden im Folgenden nur als „Geräte-Modul“ bezeichnet). Dazu wird ein an der Decke montierter Drehkranz (1) mit einer Linearführung (2), welche ein am Linearlager (3) befestigtes Teleskop (5) trägt, kombiniert. Drehkranz (1) und Linearführung (2) dienen der horizontalen Positionierung der „Geräte-Module“ in allen Richtungen. Das Teleskop (5) dient der vertikalen Positionierung der „Geräte-Module“ im Raum. Der innerste Teleskopauszug (5c) trägt das Leuchtenmodul (8), das Mikroskop-Modul oder ein anderes Geräte-Modul. Zum Gewichtsausgleich ist parallel zum Teleskop (5a) ein Parallelrohr (6) von der Länge des maximalen Teleskopauszugs befestigt. In diesem Rohr befindet sich das Ausgleichsgewicht (7), das über einen Seilzug (10) und eine vertikale Umlenkrolle (9) im Oberteil von äußerem Teleskop (5a) und Parallelrohr (6) mit dem das jeweilige „Geräte-Modul“ aufnehmenden Innenteleskop (5c) verbunden ist Das Ausgleichsgewicht (7) besteht aus einem im Parallelrohr teleskopierenden Gehäuse und einem eingebauten Akku zur Stromversorgung der jeweiligen „Geräte-Module“. Zusammen mit dem Seilzug werden die Elektrokabel für die Stromversogrung der angedockten „Geräte-Module“ geführt. embedded image




Inventors:
Erfinder wird später genannt werden
Application Number:
DE102017000281A
Publication Date:
07/19/2018
Filing Date:
01/13/2017
Assignee:
Raddatz, Benno, Dr., 76448 (DE)



Claims:
Deckenhalterung zur dreidimensionalen Positionierung einer (zahn)medizinischen Behandlungs- bzw. Operationsleuchte, eines Operationsmikroskops oder eines anderen Gerätes dadurch gekennzeichnet, dass an der Decke ein Drehlager bzw. ein Drehkranz (1) befestigt wird.

Deckenhalterung zur dreidimensionalen Positionierung einer (zahn)medizinischen Behandlungs- bzw. Operationsleuchte, eines Operationsmikroskops oder eines anderen Gerätes nach 1. dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Drehlager bzw. am Drehkranz (1) eine Linearführung (2) befestigt ist.

Deckenhalterung zur dreidimensionalen Positionierung einer (zahn)medizinischen Behandlungs- bzw. Operationsleuchte, eines Operationsmikroskops oder eines anderen Gerätes nach 2. dadurch gekennzeichnet, dass sich in der Linarführung (2) ein Linearlager (3) befindet

Deckenhalterung zur dreidimensionalen Positionierung einer (zahn)medizinischen Behandlungs- bzw. Operationsleuchte, eines Operationsmikroskops oder eines anderen Gerätes nach 3. dadurch gekennzeichnet, dass am Linearlager (3) vertikal ein Teleskoprohr (5) mit Auszügen (= Innenteleskopen) befestigt ist

Deckenhalterung zur dreidimensionalen Positionierung einer (zahn)medizinischen Behandlungs- bzw. Operationsleuchte, eines Operationsmikroskops oder eines anderen Gerätes nach 4. dadurch gekennzeichnet, dass parallel zum Teleskop ein zweites Neben-Rohr (= Parallelrohr) (6) befestigt ist.

Deckenhalterung zur dreidimensionalen Positionierung einer (zahn)medizinischen Behandlungs- bzw. Operationsleuchte, eines Operationsmikroskops oder eines anderen Gerätes nach 5. dadurch gekennzeichnet, dass sicht im Parallelrohr (6) ein Ausgleichsgewicht (7) befindet.

Deckenhalterung zur dreidimensionalen Positionierung einer (zahn)medizinischen Behandlungs- bzw. Operationsleuchte, eines Operationsmikroskops oder eines anderen Gerätes nach 5. und 6. dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichsgewicht (7) im Parellelrohr (6) mit einem Seilzug (10) über eine vertikale Umlenkrolle (9) mit dem Innenteleskop (5c) des Teleskops verbunden ist.

Deckenhalterung zur dreidimensionalen Positionierung einer (zahn)medizinischen Behandlungs- bzw. Operationsleuchte, eines Operationsmikroskops oder eines anderen Gerätes nach 5., 6., 7. dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichsgewicht (7) im Parallelrohr (6) einen Akkupack zur Stromversorgung enthalten kann.

Deckenhalterung zur dreidimensionalen Positionierung einer (zahn)medizinischen Behandlungs- bzw. Operationsleuchte, eines Operationsmikroskops oder eines anderen Gerätes nach 4. dadurch gekennzeichnet, dass leuchten- bzw. geräteseitig am Innenteleskop (5c) eine Schnellwechselkupplung (12) für Leuchten-, Mikroskop- oder andere Geräte-Module vorhanden ist.

Deckenhalterung zur dreidimensionalen Positionierung einer (zahn)medizinischen Behandlungs- bzw. Operationsleuchte, eines Operationsmikroskops oder eines anderen Gerätes nach 1., 2., 3. dadurch gekennzeichnet, dass das Drehlager bzw. der Drehkranz (1) mit einer drehbaren Abdeckkappe (4) mit Schlitz (11) aus Kunststoff oder Aluminium, welche mit der Linearführung (2) verbunden ist, bedeckt ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eineDeckenhalterung mit Deckenstativ zur dreidimensionalen Positionierung einer (zahn)medizinischenBehandlungs- bzw. Operationsleuchte, eines Operationsmikroskops oder eines anderen Gerätes

Stand der Technik

In der Medizin (besonders in der Chirurgie) und in der Zahnmedizin werden heute eine Vielzahl unterschiedlicher Arbeits- bzw. Operationsleuchten (= OP-Leuchten), OP-Mikroskopen und beweglichen Geräten (Elektrochirurgie, Röntgen etc.) angeboten und eingesetzt.

Alle heute auf dem Markt befindlichen oder zum Patent angemeldeten Deckenhalterungen bzw. Deckenstative zur dreidimensionalen Positionierung von (zahn)medizinischen Arbeits-/OP-Leuchten, Operationsmikroskopen oder sonstigen Geraten im Raum bestehen aus einer Kombination aus einer an der Decke montierten (drehbaren) Säule mit daran gelenkig verbundenen horizontalen schwenkbaren Tragarmen.

Patent DE000019945081C2 ist ein Beispiel für ein Deckenstativ mit zentraler drehbarer Säule, mit welcher ein Schwenkarm als Ausleger gelenkig verbunden ist.

Patent EP000002096349A2 hat eine fixe zentrale Säule (Rohr) mit drehbarem horizontalem Ausleger.

In einigen Fällen ist die drehbare vertikale Säule (auch als Teleskop ausgeführt), welches die Gelenkarme trägt, an einem parallel zur Decke gleitenden (kugel)gelagerten Schlitten, der die horizontale Beweglichkeit in eine Richtung erweitert, befestigt. Patent GB000002475242A nutzt zur Horizontalverschiebung des Stativs einen in einem Führungsrahmen geführten kugel- oder gleitgelagerten Schlitten und zeigt die komplizierte Stromversorgung solcher Systeme.

Patent US000008322674B2 nutzt für die Deckenaufhängung die horizontale Gleitbewegung einer verschieblichen Platte parallel zur Decke zur Positionierung eines Operationsmikroskops.

Bei Patent US000006668677B2 wird die horizontale Positionierung mit einem motorisierten Teleskop erreicht.

Das abgelaufene Patent DE000001797040A verwendet sowohl vertikale als auch horizontale Teleskoparme mit einem zusätzlichen gelenkigen schwenkbaren Tragarm.

Alle möglichen Varianten, Tragsäule, gelenkige Ausleger und einer Hebe-Senkvorrichtung, zeigt das Patent EP000002455053A1.

Erfindung DE000010252931B3 beschreibt ein Deckenstativ mit vertikalem Teleskoprohr und Ausgleichsgewicht, das oben über eine horizontale Rolle und Spiralfedern den Gewichtsausgleich über den gesamten Auszugsweg des Teleskops und daran befestigter medizinischer Geräte bewerkstelligen soll. Dieses Deckenstativ kann nur in der vertikalen Dimension variabel positioniert werden.

Patent US020020139913A1 zeigt den erheblichen Platzbedarf multipler Gelenkarme.

Die Nachteile bisheriger Deckenstative/Deckenträgersysteme

Alle diese Deckenstative/Deckenhalterungen benötigen, um einen großen Bewegungsradius in allen 3-Dimensionen zu erreichen, viel Platz und sind daher mehr oder weniger sperrig. Dies birgt eine erhöhte Unfallgefahr (besonders in Kopfhöhe) für ärztliches Personal und Patienten.

Zum Halten der Balance der Arbeitsleuchten/OP-Leuchten, OP-Mikroskope und anderer Geräte in jeder beliebigen Position werden zum Gewichtsausgleich in den meisten Gelenk- und Schwenkarmen schwere Torsions- oder Gasdruckfedern eingesetzt. Diese sind nur für bestimmte Traggewichte (z.B. das Leuchtengewicht) ausgelegt und zeigen im Laufe der Jahre eine gewisse Ermüdung, so dass diese Federn dann nachgestellt oder ersetzt werden müssen.

Der bereits oben gezeigte alternative Gewichtsausgleich beim Patent DE000010252931B3 mit Seilzug über eine horizontale Aufwickelrolle und Spiralfeder ist mechanisch sehr aufwändig.

Keinem der vorhandenen oder zum Patent angemeldeten (zahn)medizinischen Deckenstative/ Deckenaufhängungen gelingt es, eine Leuchte oder ein Operationsmikroskop mit allen Freiheitsgraden auf kleinstem Raum leichtgängig zu bewegen und ohne großen mechanischen Aufwand an der gewünschten Position zu halten.

Durch die drehbaren zentralen Säulen und die gelenkige Verbindung der Tragarme ist die Stromzufuhr für die angeschlossenen Geräte z. T. nur mit Schleifkontakten (bei Rotation der zentralen Säule) möglich.

In den Gelenken, welche die Tragarme verbinden, können stromführende Kabel durch ständige Biegebeanspruchung Materialermüdung des Kabelmantels und der Kupferlitzen zeigen.

Ein weiterer Nachteil von horizontalen Tragarmen besteht darin, dass diese infolge der Biegebeanspruchung eine ausreichende Stabilität aufweisen müssen und somit ein hohes Gewicht haben. Bei reiner Belastung der die Leuchten/Mikroskop/Geräte tragenden Teleskope auf Zug kann das Material in Leichtbauweise (z.B. mit Alurohren dünner Wandstärken) erfolgen.

Nachteile aller bisherigen (zahn)medizinischen Deckenstative/Trägersysteme

  • • horizontal und vertikal ausladende Schwenkarme (Sperrigkeit)
  • • erhöhtes Unfallrisiko durch in Kopfhöhe bewegte horizontale Schwenkarme
  • • großes Gewicht der Konstruktion infolge Biegebelastung horizontaler Tragarme beim Tragen großer Lasten (z.B. OP-Mikroskope)
  • • Halten der Balance der Tragarme durch schwere Torsions- oder Gasdruckfedern
  • • schwierige Stromversorgung der OP-Leuchten bzw. Geräte (z.B. über Schleifkontakte)

Gelöste Probleme und Vorteile der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Deckenstativ für (zahn)medizinische Behandlungs- bzw. OP-Leuchten, Operations-Mikroskope und andere Geräte (z.B. Röntgengeräte, Monitore, Werkzeuge, Kameras, etc.). Mit der Erfindung wird eine in allen drei Freiheitsgraden bewegliches, dabei leichtes, Deckenstativ/Trägersystem auf kleinstem Raum realisiert.

Dies wird durch die kombinierte Anordnung eines an der Decke befestigten Drehlagers (bzw. Drehkranzes) (1) und einem in einer Linearführung (2) gleitenden Linearlager (3), an dem ein Teleskoprohr (5a) mit dazu parallem Doppelrohr (6) befestigt ist, erreicht.

Die horizontale Beweglichkeit der Leuchte bzw. des OP-Mikroskopes parallel zur Decke wird durch die Kombination aus Drehkranz (1) und Linearführung (2) realisiert. Die vertikale Dimension wird durch einen am Linearlager befestigten Teleskopauszug (5) zugefügt. So kann eine Leuchte, ein OP-Mikroskop oder ein sonstiges (zahn)medizinisches Gerät in jeder beliebigen Position - je nach Durchmesser des Drehkranzes bzw. Länge des Linearlagers und des Längenauszugs des Teleskopes - stabil dreidimensional im Raum positioniert werden.

Am äußeren Teleskoprohr (5a) ist parallel ein zweites Rohr (= Parallelrohr) (6) befestigt, in dem sich, mit einem Zug über eine vertikale Umlenkrolle (9) mit dem Leuchten/Geräte-Auszug verbunden, ein Ausgleichsgewicht (7) befindet. Durch dieses veränderbare/austauschbare Ausgleichsgewicht kann jede am Deckenstativ angebrachte Leuchte, OP-Mikroskop bzw. jedes andere Gerät in der Schwebe/Balance gehalten werden. Die exakte vertikale Position kann durch einen schwachen Magneten (manuell oder elektronisch) oder einer Friktionsbremse (bedienbar z.B. über einen Zug) oder einen Spannhebel arrettiert werden.

Heutige LED-Leuchten benötigen nur geringe Spannungen und Wattzahlen. Deshalb kann die Leuchte, die OP-Mikroskopbeleuchtung oder ein anderes (zahn)medizinisches Gerät mittels einer im Ausgleichsgewicht (7) angebrachten (wiederaufladbaren) Batterie (= Akku) mit Spannung versorgt werden. Schleifkontake und Kabelbeanspruchung durch gelenkige Verbindungen entfallen.

Zum schnellen Auswechseln der verschiedenen „Geräte-Module“ (Leuchten-Modul, Mikroskop-Modul, Geräte-Modul, Kamera-Modul etc.) ist am unteren Ende des die Module tragenden Innenteleskops (5c) eine Schnellwechselkupplung (12) vorhanden.

Beim „Geräte-Modul“-Wechsel wird entweder das Ausgleichsgewicht im Parallelrohr gewechselt oder die „Geräte-Module“ selbst werden alle auf das gleiche Gewicht austariert.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind

  • • einfache, platzsparende und leichtgewichtige Konstruktion eines Deckenstativs
  • • verminderte Unfallgefahr durch Verzicht auf horizontale Schwenkarme (in Kopfhöhe)
  • • leichtgängige dreidimensionale Positionierung der „Geräte-Module“ im Raum
  • • Herstellung der Balance unterschiedlicher Geräte durch austauschbare Ausgleichsgewichte oder „Geräte-Module“ gleichen Gewichts.
  • • mögliche Verwendung verschiedener „Geräte-Module“ an ein und demselben Deckenstativ/Trägersystem durch Schnellwechsel-Kupplung und Ausgleichsgewichten
  • • Integration der Stromversorgung (Akku) in die Deckenhalterung

Zeichnungen

  • 1 Deckenhalterung montiert
    1
    = Drehkranz (Drehlager)
    2
    = Linearführung
    3
    = Linearlager
    4
    = Abdeckkappe mit Schlitz
    5
    = Aussen- und Innen-Teleskoprohre
    6
    = Parallelrohr
    7
    = Ausgleichsgewicht mit integriertem Akku
    8
    = Leuchten-Modul
  • 2 Deckenhalterung Einzelteile
    1
    = Drehkranz (Drehlager)
    2
    = Linearführung
    3
    = Linearlager
    4
    = Abdeckkappe mit Schlitz
    5
    = Aussen und Innen-Teleskoprohre
    5a
    = Aussenteleskop
    5b
    = Innenteleskop
    5c
    = Tragerteleskop
    6
    = Parallelrohr
    7
    = Ausgleichsgewicht mit integriertem Akku
    8
    = Leuchten-Modul
    9
    = Umlenkrolle
    10
    = Seilzug
    11
    = Schlitz
    12
    = Schnellwechselkupplung

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 000019945081 C2 [0004]
  • EP 000002096349 A2 [0005]
  • GB 000002475242 A [0006]
  • US 000008322674 B2 [0007]
  • US 000006668677 B2 [0008]
  • DE 000001797040 A [0009]
  • EP 000002455053 A1 [0010]
  • DE 000010252931 B3 [0011, 0015]
  • US 020020139913 A1 [0012]