Title:
Heiz- oder Hausgerät mit Projektionsdisplay sowie eine Steuer- oder Bedieneinheit
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Heiz- oder Hausgerät (10, 30), aufweisend einen Projektor (12) zur Beleuchtung einer Projektionsfläche (16) zur Anzeige von Informationen. Es wird eine Ersatzprojektionsfläche (14) vorgeschlagen, welche durch den Projektor (12) beleuchtbar ist in zumindest einem Betriebszustand, in welchem die Projektionsfläche (16) nicht durch den Projektor (12) beleuchtbar ist.
Die Erfindung betrifft auch eine Steuer- oder Bedieneinheit (54), aufweisend einen Projektor (12) und eine Ersatzprojektionsfläche (14) zur Verwendung in einem Heiz- oder Hausgerät (10, 30) gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. embedded image




Inventors:
Fritz, Udo (73249, Wernau, DE)
Hollenbeck, Ingo (72770, Reutlingen, DE)
Waidner, Juergen (73274, Notzingen, DE)
Application Number:
DE102016226271A
Publication Date:
06/28/2018
Filing Date:
12/28/2016
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)



Foreign References:
20060087623
20070121087
20120194738
4139283
4136935
WO2006128696A12006-12-07
Claims:
Heiz- oder Hausgerät (10, 30), aufweisend einen Projektor (12) zur Beleuchtung einer Projektionsfläche (16) zur Anzeige von Informationen, gekennzeichnet durch eine Ersatzprojektionsfläche (14), welche durch den Projektor (12) beleuchtbar ist in zumindest einem Betriebszustand, in welchem die Projektionsfläche (16) nicht durch den Projektor (12) beleuchtbar ist.

Heiz- oder Hausgerät (10, 30) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Projektionsfläche (16), insbesondere dass die Projektionsfläche (16) als Teil einer Gehäusewand (18) eines Gehäuses (20) des Heiz- oder Hausgeräts (10, 30) ausgebildet ist.

Heiz- oder Hausgerät (10, 30) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusewand (18) am Gehäuse (20) anbringbar und/oder vom Gehäuse (20) wenigstens teilweise lösbar gestaltet ist.

Heiz- oder Hausgerät (10, 30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ersatzprojektionsfläche (14) innerhalb eines bzw. des Gehäuses (20) und/oder an einem bzw. dem Gehäuse (20) des Heiz- oder Hausgeräts (10, 30) befindet.

Heiz- oder Hausgerät (10, 30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ersatzprojektionsfläche (14) wenigstens zwei Positionen annehmen kann wobei
• die Ersatzprojektionsfläche (14) in einer ersten Position (24) durch den Projektor (12) nicht beleuchtbar ist und
• die Ersatzprojektionsfläche (14) in einer zweiten Position (28) durch den Projektor (12) beleuchtbar ist.

Heiz- oder Hausgerät (10, 30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Klappmechanismus (22) und/oder Schiebemechanismus (34) die Ersatzprojektionsfläche (14) aufweist.

Heiz- oder Hausgerät (10, 30) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappmechanismus (22) und/oder Schiebemechanismus (34) einen Stellhebel (46) aufweist bzw. aufweisen und
• die Ersatzprojektionsfläche (14) eine erste Position (24) annimmt, in der die Ersatzprojektionsfläche (14) durch den Projektor (12) nicht beleuchtbar ist, wenn der Stellhebel (46) in einer ersten Stellung (52) ist und/oder
• die Ersatzprojektionsfläche (14) eine zweite Position (28) annimmt, in der die Ersatzprojektionsfläche (14) durch den Projektor (12) beleuchtbar ist, wenn der Stellhebel (46) in einer zweiten Stellung (50) ist.

Heiz- oder Hausgerät (10, 30) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellhebel (46) durch eine bzw. die Gehäusewand (18) betätigbar ist, insbesondere dass der Stellhebel (46) durch ein Anbringen einer bzw. der Gehäusewand (18) an ein bzw. das Gehäuse (20) in eine erste Stellung (52) bringbar ist und/oder der Stellhebel (46) durch ein Lösen einer bzw. der Gehäusewand (18) von einem bzw. dem Gehäuse (20) in eine zweite Stellung (50) bringbar ist.

Heiz- oder Hausgerät (10, 30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Projektionsfläche (16) und/oder Ersatzprojektionsfläche (14) eine wenigstens teilweise transparente Fläche aufweist.

Steuer- oder Bedieneinheit (54), aufweisend einen Projektor (12) und eine Ersatzprojektionsfläche (14) zur Verwendung in einem Heiz- oder Hausgerät (10, 30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Heiz- oder Hausgerät, aufweisend einen Projektor zur Beleuchtung einer Projektionsfläche zur Anzeige von Informationen. Die Erfindung betrifft auch ein Steuer- oder Bedieneinheit zur Verwendung in einem Heiz- oder Hausgerät gemäß der vorliegenden Erfindung.

Stand der Technik

Die WO2006128696A1 zeigt und beschreibt ein Hausgerät mit einem innen befindlichen Projektionsgerät und einer an einer Gehäusewand befindlichen Projektionsfläche. Derartige Hausgeräte haben den Nachteil, dass die Projektionsfläche keine Informationen mehr anzeigen kann, wenn die die Projektionsfläche aufweisende Gehäusewand geöffnet ist, beispielsweise bei einer Inspektion des Hausgeräts.

Offenbarung der ErfindungVorteile

Dieser Nachteil des Standes der Technik wird durch ein erfindungsgemäßes Heiz- oder Hausgerät gemäß des Anspruchs 1 behoben. Das Heiz- oder Hausgerät weist einen Projektor zur Beleuchtung einer Projektionsfläche zur Anzeige von Informationen auf. Das Heiz- oder Hausgerät kennzeichnet sich durch eine Ersatzprojektionsfläche aus, welche durch den Projektor beleuchtbar ist in zumindest einem Betriebszustand, in welchem die Projektionsfläche nicht durch den Projektor beleuchtbar ist. Auf der Ersatzprojektionsfläche sind Informationen, insbesondere über einen Betriebszustand und/oder einen gewünschten Betriebszustand des Heiz- oder Hausgeräts, anzeigbar, wenn die Projektionsfläche dazu nicht verwendbar ist. Ein Beispiel für einen Betriebszustand, in welchem die Projektionsfläche nicht durch den Projektor beleuchtbar ist, ist eine Inspektion des Heiz- oder Hausgeräts, bei der eine die Projektionsfläche aufweisende Gehäusewand geöffnet ist.

Unter einem „Heiz- oder Hausgerät“ werden zum Beispiel Gas-Wasserheizer zur Erwärmung von Heiz- und/oder Brauchwasser oder andere im Haushalt verwendete Geräte verstanden, beispielsweise eine Waschmaschine, eine Dunstabzugshaube oder eine Klimaanlage.

Unter einem „Projektor“ ist eine Vorrichtung zur Abbildung einer Information auf einer Projektionsfläche zu verstehen. Beispiele für Projektoren sind Auflichtprojektoren, Durchlichtprojektoren, Laserprojektoren oder Videoprojektoren, insbesondere LCD- oder LED-Projektoren, insbesondere Beamer. Unter einer „Projektionsfläche“ ist eine Fläche zu verstehen, welche Licht diffus streuend reflektiert und/oder transmittiert.

Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Merkmale sind vorteilhafte Weiterbildungen des kapazitiven Berührungsschalters möglich.

Ist die Projektionsfläche als Teil einer Gehäusewand eines Gehäuses des Heiz- oder Hausgeräts ausgebildet, ist das eine besonders günstige und zuverlässige Umsetzung einer Projektionsfläche. Zusätzlich wird auf diese Weise eine kompakte Konstruktionsweise des Gehäuses begünstigt.

Dadurch, dass die Gehäusewand am Gehäuse anbringbar und/oder vom Gehäuse wenigstens teilweise lösbar gestaltet ist, ist es besonders komfortabel, das Heiz- oder Hausgerät zu warten und/oder zu reinigen. Insbesondere kann so besonders einfach eine Funktionstüchtigkeit des Projektors sichergestellt werden.

Es ist vorteilhaft, wenn sich die Ersatzprojektionsfläche innerhalb eines bzw. des Gehäuses und/oder an einem bzw. dem Gehäuse des Heiz- oder Hausgeräts befindet. Auf diese Weise ist die Ersatzprojektionsfläche geschützt vor äußeren Einflüssen.

Kann die Ersatzprojektionsfläche wenigstens zwei Positionen annehmen, wobei

  • • die Ersatzprojektionsfläche in einer ersten Position durch den Projektor nicht beleuchtbar ist und
  • • die Ersatzprojektionsfläche in einer zweiten Position durch den Projektor beleuchtbar ist,
hat das den Vorteil, dass die Ersatzprojektionsfläche verwendbar ist, ohne eine Projektionsrichtung des Projektors zu ändern. Das ermöglicht eine besonders kostengünstige, platzsparende und zuverlässige Konstruktion des Projektors bzw. eines den Projektor aufweisenden Projektorsystems. Unter einer „ersten Position“ bzw. „zweiten Position“ in eine räumliche Position und/oder Ausrichtung der Ersatzprojektionsfläche zu verstehen.

Weist ein Klappmechanismus und/oder Schiebemechanismus die Ersatzprojektionsfläche auf, ist das eine besonders einfache und zuverlässige Umsetzung einer beweglichen Ersatzprojektionsfläche. Das erlaubt insbesondere eine Realisierung einer Ersatzprojektionsfläche, die wenigstens zwei Positionen annehmen kann.

Unter einem „Klappmechanismus“ ist eine Vorrichtung zur Bewegung der Ersatzprojektionsfläche, weitestgehend durch eine Rotation um eine Achse, zu verstehen. Ein Beispiel für einen Klappmechanismus ist eine Ersatzprojektionsfläche, welche mit einem Scharnier an der Gehäusewand befestigt ist. Unter einem „Schiebemechanismus“ in eine Vorrichtung zur translatorischen Bewegung der Projektionsfläche zu verstehen. Beispielsweise kann die Ersatzprojektionsfläche auf einer Schiene verschiebbar geführt sein.

Weist bzw. weisen der Klappmechanismus und/oder Schiebemechanismus einen Stellhebel auf und

  • • nimmt die Ersatzprojektionsfläche eine erste Position an, in der die Ersatzprojektionsfläche durch den Projektor nicht beleuchtbar ist, wenn der Stellhebel in einer ersten Stellung ist und/oder
  • • nimmt die Ersatzprojektionsfläche eine zweite Position an, in der die Ersatzprojektionsfläche durch den Projektor beleuchtbar ist, wenn der Stellhebel in einer zweiten Stellung ist,
ermöglicht das eine schnelle, einfache und zuverlässige Veränderung einer Position der Projektionsfläche. Unter einem „Stellhebel“ ist ein mechanisch oder berührungslos betätigbares Element zu verstehen. Ein Stellhebel kann eine mechanische Verbindung zum Klappmechanismus und/oder Schiebemechanismus aufweisen, falls notwendig mit einer Übersetzung. Ein Stellhebel kann auch ein elektrischer Schalter sein, der indirekt auf den Klappmechanismus und/oder Schiebemechanismus einwirkt, beispielsweise durch einen Elektromotor. Ein Stellhebel kann beispielsweise auch ein Sensor, beispielsweise ein Annährungssensor und/oder ein Infrarotsensor und/oder ein kapazitiver Sensor sein. Unter einer „ersten Stellung“ bzw. „zweiten Stellung“ ist ein bestimmter Zustand des Stellhebels zu verstehen. Beispiele für einen Zustand des Stellhebels sind die räumliche Position und/oder Orientierung eines mechanischen Schalterelements oder ein Detektionssignal und/oder Betriebszustand eines berührungslosen Sensors.

Ist der Stellhebel durch eine bzw. die Gehäusewand betätigbar, ist insbesondere der Stellhebel durch ein Anbringen einer bzw. der Gehäusewand an ein bzw. das Gehäuse in eine erste Stellung bringbar und/oder ist der Stellhebel durch ein Lösen einer bzw. der Gehäusewand von einem bzw. dem Gehäuse in eine zweite Stellung bringbar, wird der Bedienungskomfort des Heiz- oder Hausgeräts erhöht. Wird die Gehäusewand entfernt, beispielsweise für eine Wartung, wird automatisch die Ersatzprojektionsfläche in die zweite Position gebracht, in der die Projektionsfläche durch den Projektor beleuchtbar ist.

Weist die Projektionsfläche und/oder die Ersatzprojektionsfläche eine wenigstens teilweise transparente Fläche auf, so hat das den Vorteil, dass die Projektionsfläche durch den Projektor hinterleuchtbar ist. Das begünstigt eine kompakte Konstruktionsweise des Gehäuses.

Eine Steuer- oder Bedieneinheit, aufweisend einen Projektor und eine Ersatzprojektionsfläche zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen Heiz- oder Hausgerät hat den Vorteil, dass die Steuer- oder Bedieneinheit unabhängig vom Heiz- oder Hausgerät Informationen anzeigen kann. Besonders von Vorteil ist das für eine mobile, aus dem Haus- oder Heizgerät entnehmbare Steuer- oder Bedieneinheit. Ist die Steuer- oder Bedieneinheit im Haus- oder Heizgerät verbaut, kann der Projektor die Projektionsfläche des Haus- oder Heizgeräts beleuchten. Ist die Steuer- oder Bedieneinheit außerhalb des Haus- oder Heizgeräts, beispielsweise zu Diagnosezwecken oder zur Fernsteuerung, kann der Projektor die Ersatzprojektionsfläche beleuchten.

Unter einer „Steuer- oder Bedieneinheit“ ist eine Vorrichtung zum Aufnahmen und Übermitteln und/oder Verarbeiten von Steuerbefehlen bzw. Steuervorgaben an das Heiz- oder Hausgerät, beispielsweise zur Einstellung von gewünschten Betriebsparametern und/oder eines gewünschten Betriebszustandes bzw. Betriebsmodus durch einen Benutzer, und/oder eine Vorrichtung zur Steuerung der Betriebsabläufe des Heiz- oder Hausgeräts, insbesondere der Ansteuerung der technischen Komponenten des Heiz- oder Hausgeräts, zu verstehen. Die Steuer- oder Bedieneinheit kann Mittel für Benutzereingaben aufweisen. Die Steuer- oder Bedieneinheit kann mehrstückig ausgeführt sein, beispielsweise eine Baugruppe für die Registrierung von Benutzereingaben und eine Baugruppe für die Verarbeitung von Benutzereingaben und Steuerung des Heiz- oder Hausgeräts. Es ist denkbar, dass die Steuer- oder Bedieneinheit oder Teile von Ihr im und/oder am Heiz- oder Hausgerät angebracht sind oder sich stationär oder mobil außerhalb des Heiz- oder Hausgeräts befinden. Beispielsweise kann ein Teil der Steuer- oder Bedieneinheit als ein Raumregler für das Heizgerät ausgeführt sein.

Figurenliste

In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Heiz- oder Hausgeräts gemäß der vorliegenden Erfindung sowie der Steuer- oder Bedieneinheit zu Verwendung in einem Heiz- oder Hausgerät gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen

  • 1 und 2 einen Schnitt durch das Heizgerät gemäß der vorliegenden Erfindung,
  • 3 und 4 einen Schnitt durch das Hausgerät gemäß der vorliegenden Erfindung,
  • 5 einen Schnitt durch eine Detailansicht des Heizgeräts zu verschiedenen Zeitpunkten,
  • 6 einen Schnitt durch eine Bedieneinheit gemäß der vorliegenden Erfindung in einer Variante des Heizgeräts und
  • 7 einen Schnitt durch die Bedieneinheit.

Beschreibung

In den verschiedenen Ausführungsvarianten erhalten gleiche Teile die gleichen Bezugszahlen.

In 1 ist ein Schnitt durch ein Heizgerät 10 schematisch dargestellt. Das Heizgerät 10 weist einen Projektor 12 und eine Ersatzprojektionsfläche 14 auf. Der Projektor 12 beleuchtet eine Projektionsfläche 16. Die Projektionsfläche 16 ist Teil einer Gehäusewand 18 eines Gehäuses 20 des Heizgeräts 10. Die Ersatzprojektionsfläche 14 befindet sich auf einem Klappmechanismus 22. In 1 ist die Ersatzprojektionsfläche 14 in einer ersten Position 24. Der Klappmechanismus 22 ist heruntergeklappt. Die Ersatzprojektionsfläche 14 liegt auf dem Gehäuse 20 auf und ist nicht durch den Projektor 12 beleuchtbar. Die Ersatzprojektionsfläche 14 ist außerhalb eines Strahlengangs 26 des Projektors 12.

Im Ausführungsbeispiel ist die Gehäusewand 18 am Gehäuse 20 anbringbar und vom Gehäuse 20 lösbar gestaltet. In 1 ist die Gehäusewand 18 am Gehäuse 20 angebracht. 2 zeigt das Heizgerät 10 mit abgelöster Gehäusewand 18. Das Gehäuse 20 weist nun eine Öffnung auf, durch die im Inneren des Heizgeräts 10 liegende Komponenten, beispielsweise eine Brennereinheit 21, zugänglich sind, beispielsweise für eine Wartung des Heizgeräts 10. Die Ersatzprojektionsfläche 14 ist in einer zweiten Position 28. Der Klappmechanismus 22 ist hochgeklappt. Die Ersatzprojektionsfläche 14 ist parallel zur Projektionsfläche 16 bzw. zur Gehäusewand 18 in einem am Gehäuse 20 angebrachten Zustand. Die Ersatzprojektionsfläche 14 ist durch den Projektor 12 beleuchtbar.

Im Ausführungsbeispiel ist der Projektor 12 als Miniatur-Beamer ausgebildet. Der Projektor 12 beleuchtet die Projektionsfläche 16 bzw. die Ersatzprojektionsfläche 14 direkt. Der Projektor 12 bzw. der Strahlengang 26 des Projektors 12 ist direkt auf die Projektionsfläche 16 bzw. die Ersatzprojektionsfläche 14 gerichtet. In alternativen Ausführungsformen kann der Strahlengang 26 durch einfache oder mehrfache Umlenkung auf die Projektionsfläche 16 bzw. die Ersatzprojektionsfläche 14 gerichtet sein. Die Umlenkung kann beispielsweise durch Spiegel und/oder Prismen erreicht werden. Es können weitere optische Elemente in den Strahlengang 26 eingebracht sein, insbesondere Linsen. Ein optisches System, bestehend aus optischen Elementen, insbesondere Spiegeln und/oder Prismen und/oder Linsen, ermöglicht eine besonders nahe Positionierung des Projektors 12 an der Projektionsfläche 16 bzw. der Ersatzprojektionsfläche 14. Auf diese Weise wird eine besonders kompakte Bauweise des Heizgeräts 10 bzw. eine platzsparende Anordnung des Projektors 12 im Heizgerät 10 begünstigt. Zusätzlich ist es so möglich, optische Verzerrungen eines projizierten Bildes zu minimieren. Insbesondere ist es möglich, nahezu parallel auf die Projektionsfläche 16 bzw. die Ersatzprojektionsfläche 14 zu projizieren. Es ist denkbar, dass zur Beleuchtung der Projektionsfläche 16 oder Ersatzprojektionsfläche 14 jeweils unterschiedliche optische Systeme bzw. unterschiedliche optische Elemente bzw. unterschiedlich positionierte optische Elemente einsetzbar sind.

Im Ausführungsbeispiel nimmt die Ersatzprojektionsfläche 14 eine erste Position 24 oder eine zweite Position 28 ein. In alternativen Ausführungsformen ist die Ersatzprojektionsfläche 14 so positioniert, dass sie sich in einem Normalbetriebszustand des Heizgeräts 10 nicht im auf die Projektionsfläche 16 ausgerichteten Strahlengang 26 befindet. Ist die Projektionsfläche 16 nicht durch den Projektor 12 beleuchtbar, ist der Strahlengang 26 so verändbar, dass die Ersatzprojektionsfläche 14 durch den Projektor 12 beleuchtbar ist. Insbesondere kann in diesen Ausführungsformen die Ersatzprojektionsfläche 14 weitestgehend unbeweglich ausgebildet sein. Der Strahlengang 26 kann beispielsweise durch ein optisches System und/oder durch einen wenigstens teilweise beweglich ausgebildeten Projektor 12 veränderbar sein.

Im Ausführungsbeispiel ist die Projektionsfläche 16 als Teil der Gehäusewand 18 des Gehäuses 20 ausgebildet. Die Gehäusewand 18 ist als eine Glasfront ausgebildet. In Varianten des Ausführungsbeispiels kann die Projektionsfläche 16 als eine ganze oder weitestgehend ganze Innenfläche der Gehäusewand 18 ausgebildet sein. In alternativen Ausführungsformen befindet sich die Projektionsfläche 16 auf einer Mattscheibe und/oder Bildwand, welche in und/oder am und/oder außerhalb des Gehäuses 20 angeordnet ist. In bevorzugten Ausführungen befindet sich die Mattscheibe an einer wenigstens teilweise durchsichtigen Gehäusewand 18 des Gehäuses 20. 3 zeigt ein Hausgerät 30, welches an einer Gebäudewand 32 befestigt ist. Die vom Projektor 12 beleuchtete Projektionsfläche 16 befindet sich an der Gebäudewand 32.

Im Ausführungsbeispiel (1 und 2) ist die Gehäusewand 18 vollständig vom Gehäuse 20 lösbar und am Gehäuse 20 anbringbar gestaltet. Die Gehäusewand 18 weist Rastelemente auf, welche mit passenden Aufnahmen am Gehäuse 20 verbindbar und von diesen wieder lösbar sind. In Varianten dieser Ausführungsform sind andere Verbindungsmethoden möglich, beispielsweise Schraubverbindungen und/oder Steckverbindungen und/oder magnetische Verbindungen. Es ist möglich, dass Teile der Gehäusewand vom Gehäuse 20 lösbar und/oder am Gehäuse 20 anbringt gestaltet sind. In anderen Ausführungsformen ist die Gehäusewand 18 oder wenigstens ein Teil der Gehäusewand 18 teilweise vom Gehäuse 20 lösbar gestaltet. Beispielsweise kann die Gehäusewand 18 oder ein Teil der Gehäusewand 18 als eine Klappe ausgeführt sein, welche über ein Scharnier mit dem Gehäuse 20 verbunden ist. Es ist denkbar, dass die Gehäusewand 18 oder ein Teil der Gehäusewand 18 über einen Schiebemechanismus mit dem Gehäuse 20 verbunden ist und die Gehäusewand 18 bzw. das Teil der Gehäusewand 18 verschiebbar ist, so das beispielsweise auf diese Weise das Gehäuse 20 aufmachbar ist.

Im Ausführungsbeispiel befindet sich die Ersatzprojektionsfläche 14 innerhalb des Gehäuses 20 und ist am Gehäuse 20 befestigt. In Varianten dieser Ausführungsform ist es möglich, dass andere innere Komponenten des Heizgeräts 10 die Ersatzprojektionsfläche 14 aufweisen. Beispielsweise kann eine Bedieneinheit 54 (siehe 6 und 7) und/oder der Projektor 12 die Ersatzprojektionsfläche 14 aufweisen. Weiterhin ist es denkbar, dass sich die Ersatzprojektionsfläche 14 außerhalb des Gehäuses 20 befindet. Das ist insbesondere bei solchen Ausführungsformen vorteilhaft, in denen sich die Projektionsfläche 16 außerhalb des Gehäuses 20 befindet. Es ist insbesondere denkbar, dass die Ersatzprojektionsfläche 16 am Gehäuse 20 angebracht ist und sich zumindest in einem Betriebszustand, in welchem die Projektionsfläche 16 nicht durch den Projektor 12 beleuchtbar ist, außerhalb des Gehäuses 20 befindet. 4 zeigt das Hausgerät 30 in einem Zustand, in dem es nicht an der Gebäudewand 32 befestigt ist. Der Projektor 12 beleuchtet die Ersatzprojektionsfläche 14, welche aus dem Gehäuse 20 herausgeschoben ist. In einem Zustand, in dem das Hausgerät 30 der Gehäusewand 32 befestigt ist (siehe 3), ist die Ersatzprojektionsfläche 14 in das Gehäuse 20 hineingeschoben. Ein Schiebemechanismus 34 weist die Ersatzprojektionsfläche 14 auf.

Im Ausführungsbeispiel (1 und 2) und in der in den 3 und 4 gezeigten Ausführungsform ist die Ersatzprojektionsfläche 14 beweglich mit dem Gehäuse 20 verbunden. In alternativen Ausführungsformen kann die Ersatzprojektionsfläche 14 abnehmbar und/oder befestigbar gestaltet sein, insbesondere mobil. Beispielsweise ist es denkbar, dass in einem Normalbetriebszustand des Heizgeräts 10 die Ersatzprojektionsfläche 14 an einem Ort innerhalb oder außerhalb des Heizgerätes 20 aufbewahrbar ist. Das Heizgerät 10 weist eine Aufnahme für die Ersatzprojektionsfläche 14 auf. In einem Betriebszustand, in welchem die Projektionsfläche 16 nicht durch den Projektor 12 beleuchtbar ist, ist die Ersatzprojektionsfläche 14 in die dafür vorgesehene Aufnahme einsetzbar.

5 zeigt die Funktionsweise des Klappmechanismus 22 aus dem Ausführungsbeispiel. Dargestellt sind drei nacheinander angeordnete Zeitpunkte 36, 38 und 40, in denen die Gehäusewand 18 an das Gehäuse 20 herangeführt und an diesem befestigt wird. Zum Zeitpunkt 36 ist die Gehäusewand 18 vom Gehäuse 20 gelöst. Der Klappmechanismus 22 befindet sich im Zustand 28 und ist durch den Projektor 12 beleuchtbar. Der Klappmechanismus 22 weist einen Projektionsschirm 42 auf. Der Schirm 42 ist an einer Drehachse 44 beweglich gelagert. 5 zeigt einen Schnitt durch den Klappmechanismus 22, die Drehachse 44 ist als ein Punkt bzw. ein Kreis dargestellt und zeigt in die Zeichenebene hinein. Der Projektionsschirm 42 ist mit einem Stellhebel 46 verbunden. Der Stellhebel 46 ist in einer zweiten Stellung 50. Der Stellhebel 46 ragt in der zweiten Stellung 50 aus dem Gehäuse 20 heraus.

Zum Zeitpunkt 38 wird die Gehäusewand 18 an das Gehäuse 20 herangeführt und ist mit dem Stellhebel 46 im taktilen Kontakt. Der Stellhebel 46 ist näherungsweise in einem rechten Winkel weitestgehend starr mit dem Projektionsschirm 42 verbunden. Der Projektionsschirm 42 ist zusammen mit dem Stellhebel 46 in eine Drehrichtung 48 um die Drehachse 44 bewegbar. Der Stellhebel 46 ist in die Drehrichtung 48 gekrümmt. Durch das Heranführen der Gehäusewand 18 zum Gehäuse 20 wird der Stellhebel 46 betätigt. Der Projektionsschirm 42 und der Stellhebel 46 rotieren aufgrund der Heranführung der Gehäusewand 18 in die Drehrichtung 48. Der Projektionsschirm 42 bzw. der Stellhebel 46 ändern ihre Position bzw. Stellung.

Zum Zeitpunkt 40 ist die Gehäusewand 18 am Gehäuse 20 angebracht. Die Ersatzprojektionsfläche 14 ist in der ersten Position 24 und nicht durch den Projektor 12 beleuchtbar. Der Stellhebel 46 ist in einer ersten Stellung 52. Der Stellhebel 46 ist in einem taktilen Kontakt mit der Gehäusewand 18. Durch den taktilen Kontakt mit der Gehäusewand 18 wird der Stellhebel 46 in der ersten Stellung 52 gehalten.

Durch die weitestgehend starre Verbindung des Stellhebels 46 mit dem Projektionsschirm 42 bedingt im Ausführungsbeispiel die erste Stellung 52 des Stellhebels 46 die erste Position 24 der Ersatzprojektionsfläche 14. Die zweite Stellung 50 des Stellhebels 46 bedingt im Ausführungsbeispiel die zweite Position 28 der Ersatzprojektionsfläche 14. In anderen Ausführungsformen ist es möglich, dass der Stellhebel 46 keine starre mechanische Verbindung zur Ersatzprojektionsfläche 14 aufweist. Beispielsweise ist es denkbar, dass der Stellhebel 46 mit einer Übersetzung und/oder einem Getriebe mit der Ersatzprojektionsfläche 14 verbunden ist. Es ist auch denkbar, dass die Ersatzprojektionsfläche 14 durch einen Aktor, insbesondere einen elektrischen Aktor, insbesondere einen Elektromotor und/oder einen Linearmotor, in eine erste Position 24 bzw. eine zweite Position 28 bringbar ist. Der Stellhebel 46 kann ein elektrischer Schalter und/oder ein Sensor sein, beispielsweise ein Annährungssensor, welcher den Aktor mittelbar oder unmittelbar ansteuert.

In 5 ist gezeigt, dass der Stellhebel 46 im Ausführungsbeispiel durch das Anbringen der Gehäusewand 18 an das Gehäuse 20 in die erste Stellung 52 bringbar ist. Im Ausführungsbeispiel ist der Stellhebel 46 durch ein Lösen der Gehäusewand 18 vom Gehäuse 20 in die zweite Stellung 50 bringbar. Der Projektionsschirm 42 ist aus einem Kunststoff gefertigt. Der Stellhebel 46 ist aus einem Metall gefertigt und hat ein höheres Gewicht als der Projektionsschirm 42. Aus diesem Grund befindet sich ein Schwerpunkt eines aus dem Projektionsschirm 42 und dem Stellhebel 46 gebildeten Hebelelements im Bereich des Stellhebels 46. Das Hebelelement ist so an der Drehachse 44 angebracht, dass sich der Schwerpunkt des Hebelelements in der zweiten Stellung 50 unterhalb der Drehachse 44 befindet. In 5 befindet sich der Schwerpunkt des Hebelelements in der ersten Stellung 52 oberhalb und rechts von der Drehachse 44. Wird die Gehäusewand 18 vom Gehäuse 20 gelöst, wird der Stellhebel 46 nicht mehr durch die Gehäusewand 18 in der ersten Stellung 52 gehalten. Durch die Wirkung einer Gravitationskraft auf den Schwerpunkt des Hebelelements wird der Stellhebel 46 in die zweite Stellung 50 gedreht.

In alternativen Ausführungsformen ist es denkbar, dass eine Ersatzprojektionsfläche 14 mit einem Klappmechanismus 22 durch ein Federelement in die zweite Position 28 bringbar ist. Wird die Gehäusewand 18 an das Gehäuse 20 angebracht, muss eine durch das Federelement auf den Klappmechanismus 22 wirkende Federkraft überwunden werden um die Ersatzprojektionsfläche 14 in die erste Position 24 zu bringen.

In anderen Ausführungen ist der Stellhebel 46 ein elektrischer Schalter, welcher durch die Gehäusewand 18 betätigbar ist. Es ist auch möglich, dass der Stellhebel 46 als ein Sensor realisiert wird, welcher registriert, ob die Gehäusewand 18 am Gehäuse 20 angebracht ist bzw. von diesem gelöst ist, beispielsweise ein Annäherungssensor und/oder ein kapazitiver Sensor. Die erste Stellung 52 bzw. die zweite Stellung 50 entspricht einem Sensorzustand bzw. einem Sensorsignal, im dem die Gehäusewand 18 am Gehäuse 20 angebracht ist bzw. nicht angebracht ist.

Im Ausführungsbeispiel weisen die die Projektionsfläche 16 und die Ersatzprojektionsfläche 14 weitestgehend transparente Flächen auf. Die Gehäusewand 18 ist aus einem durchsichtigen Glas gefertigt und weist im Bereich der Projektionsfläche 16 eine aufgeraute Oberflächenstruktur auf. Die aufgeraute Oberflächenstruktur streut ein vom Projektor 12 ausgehendes Licht diffus. Der Projektionsschirm 42 ist aus einem transparenten Kunststoff gefertigt, welcher eine aufgeraute Oberflächenstruktur aufweist.

6 zeigt eine Bedieneinheit 54 für das Heizgerät 10. Die Bedieneinheit 54 ist an einer Halterung 56 im Inneren des Heizgeräts 10 angebracht. Die Bedieneinheit 54 weist eine Funkverbindung zu einem Steuergerät 58 und einer Eingabeeinheit 60 auf. Das Steuergerät 58 und die Eingabeeinheit 60 sind fest im Heizgerät 10 verbaut. Durch die Bedieneinheit 54 sind durch die Eingabeeinheit 60 aufnehmbare Benutzereingaben, beispielsweise eine gewünschte Heizleistung, ein gewünschter Betriebsmodus oder ein Zeitprogramm, empfangbar und verarbeitbar. Die Bedieneinheit 54 ist dazu eingerichtet, von den Benutzereingaben abhängende Steuerinformationen an das Steuergerät 58 zu senden. Das Heizgerät 10 ist abhängig von den Steuerinformationen durch das Steuergerät 58 betreibbar. Dazu sind durch das Steuergerät 58 Steuerbefehle an die funktionalen Komponenten des Heizgeräts 10, beispielsweise an die Brennereinheit 21, sendbar. Insbesondere sind im Heizgerät 10 ablaufende Verbrennungsprozesse, beispielsweise eine Regelung eines Gaszufuhrventils und/oder eines Luftgebläses, durch das Steuergerät 58 regelbar.

Die Bedieneinheit 54 weist einen Projektor 12 und einen Klappmechanismus 22, welcher eine Ersatzprojektionsfläche 14 aufweist, auf. In 6 ist die Ersatzprojektionsfläche 14 in einer ersten Position 24. Der Projektor 12 beleuchtet eine Projektionsfläche 16 auf der Gehäusewand 18. 7 zeigt die Bedieneinheit 54 außerhalb des Heizgeräts 10. Die Bedieneinheit 54 ist mit dem nicht abgebildeten Steuergerät 58 über eine Funkverbindung verbunden. Die Bedieneinheit 54 ist in einem aus der Halterung 56 entnommenen Zustand, in welchem durch ein an der Bedieneinheit 54 angebrachtes Bedienelement 62 Benutzereingaben aufnehmbar sind. Auf diese Weise ist das Heizgerät 10 aus der Ferne steuerbar. Die Projektionsfläche 16 ist nicht durch den Projektor 12 beleuchtbar. Der Klappmechanismus 22 ist manuell in eine zweite Position 28 aufklappbar. Der Projektor 12 kann Informationen auf die Ersatzprojektionsfläche 14 werfen.

In alternativen Ausführungsformen ist es denkbar, dass die Bedieneinheit 54 und das Steuergerät 58 in einer Baugruppe angeordnet sind bzw. eine Steuereinheit die Funktionalität der Bedieneinheit 54 und des Steuergeräts 58 aufweist, insbesondere in einem mobilen Gerät. Weiterhin ist es denkbar, dass die Bedieneinheit 54 oder Teile der Bedieneinheit 54 an einer Gebäudewand 32 befestigbar ist bzw. sind, beispielsweise als Raumregler.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • WO 2006128696 A1 [0002]