Title:
Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeugs mithilfe einer Kommunikationseinrichtung zum Bereitstellen eines Bedienmenüs eines Dienstleisters
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeugs (10), aufweisend die durch eine Kommunikationseinrichtung (12) des Kraftfahrzeugs (10) durchgeführten Schritte: Feststellen einer aktuellen Position des Kraftfahrzeugs (10, S1) und Festlegen eines Umkreises um das Kraftfahrzeug (10, S2), Ermitteln eines Dienstleisters in dem festgelegten Umkreis (S3), Bereitstellen einer Datenkommunikationsverbindung (14) zu einer kraftfahrzeugexternen Servervorrichtung (16) des ermittelten Dienstleisters (S7), und, mithilfe der bereitgestellten Datenkommunikationsverbindung (14), Bereitstellen eines Bedienmenüs (22, S8) zum Auswählen einer Dienstleistung. In Abhängigkeit von einer Benutzereingabe erfolgt ein Erzeugen eines Bestellsignals, das die ausgewählte Dienstleistung beschreibt (S10), und ein Erzeugen eines Bezahlsignals, das ein Autorisieren des Dienstleisters zum Einziehen eines monetären Werts von einem Benutzerkonto des Benutzer des Kraftfahrzeugs (10) beschreibt (S17). Beide Signale werden an die Servervorrichtung übertragen (S18). embedded image




Inventors:
Bergmann, Christiane (85049, Ingolstadt, DE)
Application Number:
DE102016225747A
Publication Date:
06/21/2018
Filing Date:
12/21/2016
Assignee:
AUDI AG, 85057 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102012005984A1N/A2013-09-26
DE60119925T2N/A2007-05-10
DE102005017513A1N/A2005-12-29



Foreign References:
65263352003-02-25
94719032016-10-18
Claims:
Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeugs (10), aufweisend die durch eine Kommunikationseinrichtung (12) des Kraftfahrzeugs (10) durchgeführten Schritte:
- Feststellen einer aktuellen Position des Kraftfahrzeugs (10, S1),
- anhand der festgestellten Position Festlegen eines Umkreises um das Kraftfahrzeug (10, S2),
- Ermitteln eines Dienstleisters in dem festgelegten Umkreis (S3),
- Bereitstellen einer Datenkommunikationsverbindung (14) zu einer kraftfahrzeugexternen Servervorrichtung (16) des ermittelten Dienstleisters (S7),
- mithilfe der bereitgestellten Datenkommunikationsverbindung (14) Bereitstellen eines Bedienmenüs (22, S8) zum Auswählen einer Dienstleistung des Dienstleisters und Übertragen des Bedienmenüs (22) an eine Ausgabeeinrichtung (20) des Kraftfahrzeugs (10),
- in Abhängigkeit von einer Benutzereingabe Auswählen der Dienstleistung und Erzeugen eines Bestellsignals, das die ausgewählte Dienstleistung beschreibt (S10),
- Übertragen des Bestellsignals an die kraftfahrzeugexterne Servervorrichtung (16) des Dienstleisters (S11),
- in Abhängigkeit von einer weiteren Benutzereingabe Erzeugen eines Bezahlsignals, das ein Autorisieren des Dienstleisters zum Einziehen eines monetären Werts von einem Benutzerkonto des Benutzer des Kraftfahrzeugs (10) beschreibt (S17),
- Übertragen des Bezahlsignals an die kraftfahrzeugexterne Servervorrichtung (16) des Dienstleisters (S18).

Verfahren nach Anspruch 1, aufweisend die durch die Kommunikationseinrichtung (12) durchgeführten Schritte:
- Ermitteln einer Kategorie der durch den ermittelten Dienstleister angebotenen Dienstleistung (S5),
-Vergleichen der ermittelten Kategorie mit einem Benutzerkriterium, das eine benutzerspezifische Präferenz vorschreibt (S4), und
- Freischalten des Bedienmenüs (22), falls die ermittelte Kategorie das Benutzerkriterium erfüllt (S6), wobei nur ein freigeschaltetes Bedienmenü (22) bereitgestellt wird (S8).

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend die durch die Kommunikationseinrichtung (12) durchgeführten Schritte:
- Prüfen einer Kompatibilität des Bedienmenüs (22) des Dienstleisters mit der Kommunikationseinrichtung (12) und/oder der Ausgabeeinrichtung (20) des Kraftfahrzeugs (10, S12), wobei das Bedienmenü (22) nur dann bereitgestellt wird (S8), falls ein Ergebnis des Prüfvorganges positiv ist und/oder wenn eine Kompatibilität herstellbar ist.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend den von der Kommunikationseinrichtung (12) durchgeführten Schritt:
- Bereitstellen des Bedienmenüs (22, S8) zum Bestellen einer Dienstleistung in Abhängigkeit von einer Benutzereingabe.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend die durch die Kommunikationseinrichtung (12) durchgeführten Schritte:
- Ermitteln einer Entfernung des Kraftfahrzeugs (10) zu dem ermittelten Standort (18) des Dienstleisters (S13),
- in Abhängigkeit von der ermittelten Entfernung und von einer aktuellen Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs (10) Festlegen eines Zeitpunkts einer voraussichtlichen Ankunft des Kraftfahrzeugs (10) an dem Standort (18) des Dienstleisters (S14),
- Erzeugen eines Zeitsignals, das den festgelegten Zeitpunkt der voraussichtlichen Ankunft beschreibt (S15), und
- Übertragen des Zeitsignals an die kraftfahrzeugexterne Servervorrichtung (16) des Dienstleisters (S16).

Kommunikationseinrichtung (12) für ein Kraftfahrzeug (10), vorzugsweise aufweisend einen Mikrokontroller und/oder einen Mikroprozessor (13), dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinrichtung (12) dazu eingerichtet ist, die eine Kommunikationseinrichtung (12) betreffenden Verfahrensschritte nach einem Verfahren der Ansprüche 1 bis 5 durchzuführen.

Kraftfahrzeug (10) mit einer Ausgabeeinrichtung (20), gekennzeichnet durch eine Kommunikationseinrichtung (12) nach Anspruch 6.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeugs mithilfe einer Kommunikationseinrichtung des Kraftfahrzeugs. Die Kommunikationseinrichtung ist dabei ein Gerät oder eine Gerätekomponente, die zum Bereitstellen von Kommunikationsverbindungen, beispielsweise einer Internet- oder Telefonverbindung, eingerichtet ist und beispielsweise einen entsprechenden Sender und/oder Empfänger aufweisen kann. Mithilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine Kommunikation zwischen dem Kraftfahrzeug und einer Umgebung des Kraftfahrzeugs ermöglicht.

In modernen Kraftfahrzeugen spielt die Information eines Benutzers des Kraftfahrzeugs eine immer größere Rolle. Im Stand der Technik ist neben Kraftfahrzeug-zu-Kraftfahrzeug-Kommunikation auch eine sogenannte Kraftfahrzeug-zu-Infrastrukturelement-Kommunikation etabliert. Durch beide Kommunikationstechniken können beispielsweise Sensorsignale oder Verkehrssignale, die beispielsweise eine Verkehrssituation auf einer Reiseroute des Kraftfahrzeugs beschreiben können, an das Kraftfahrzeug übertragen werden. Diese Signale können dann von dem Kraftfahrzeug verwertet werden und können beispielsweise bei der die Navigation des Kraftfahrzeugs helfen.

Hierbei wird jedoch nicht berücksichtigt, dass auch ein Benutzer des Kraftfahrzeugs, beispielsweise ein Fahrer, über die Umgebung des Kraftfahrzeugs informiert werden möchte. Hierzu beschreibt die DE 601 19 925 T2 ein Kommunikationssystem zum Anzeigen einer Werbung für ein bestimmtes Produkt, bei dem das Kraftfahrzeug ein entsprechendes Bildsignal empfängt und über eine Anzeigevorrichtung ausgibt.

Ein weiteres Verfahren zum Bereitstellen von Werbung in einem Kraftfahrzeug ist aus der DE 10 2005 017 513 A1 bekannt.

Durch diese Verfahren erfährt der Benutzer zwar Informationen über ein Produkt eines Dienstleisters, der beispielsweise in einer Nähe des Kraftfahrzeugs sein kann. Für den entsprechenden Dienstleister ist ein solches Verfahren vorteilhaft, denn der Benutzer kann sich beispielsweise entschließen, eine Pause bei den Dienstleister einzulegen und die Produkte anzusehen und vielleicht etwas zu kaufen. Der Benutzer erfährt vorteilhaft über die Dienstleistungen des Dienstleisters, muss jedoch seine Fahrt unterbrechen und gegebenenfalls einen Umweg fahren um zu dem Dienstleister zu gelangen.

Eine der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe ist das Ermöglichen einer Kommunikation einem Benutzer des Kraftfahrzeugs mit einem kraftfahrzeugexternen Dienstleister.

Die gestellte Aufgabe wird von dem erfindungsgemäßen Verfahren und den erfindungsgemäßen Vorrichtungen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Weitere vorteilhafte Weiterbildungen sind durch die Unteransprüche gegeben.

Die Erfindung basiert auf der Idee, eine Kommunikationseinrichtung bereitzustellen, die dazu eingerichtet ist, sowohl ein Bedienmenü des Dienstleisters bereitzustellen, als auch in Abhängigkeit von einer Benutzereingabe eine Interaktion des Benutzers mit dem Bedienmenü zu ermöglichen.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeugs wird durch die Kommunikationseinrichtung des Kraftfahrzeugs durchgeführt, wobei die Kommunikationseinrichtung beispielsweise als Kommunikationsgerät des Kraftfahrzeugs ausgestaltet sein kann.

Zunächst erfolgt ein Feststellen einer aktuellen Position des Kraftfahrzeugs, beispielsweise mithilfe eines Positionssignals oder einer Information eines Navigationsgeräts des Kraftfahrzeugs. Anhand der festgestellten Position erfolgt ein Festlegen eines vorbestimmten Umkreises um das Kraftfahrzeug. In dem festgelegten Umkreis wird dann ein Dienstleister ermittelt und es wird eine Datenkommunikationsverbindung zu einer kraftfahrzeugexternen Servervorrichtung des ermittelten Dienstleisters bereitgestellt. Das Ermitteln des Dienstleisters kann dabei zum Beispiel über ein Ermitteln der kraftfahrzeugexternen Servervorrichtung erfolgen.

Mithilfe der bereitgestellten Datenkommunikationsverbindung erfolgen ein Bereitstellen eines Bedienmenüs zum Auswählen einer Dienstleistung des Dienstleisters und ein Übertragen des Bedienmenüs an eine Ausgabeeinrichtung des Kraftfahrzeugs. Als Ausgabeeinrichtung wird dabei ein Gerät oder eine Gerätekomponente verstanden, die zum Ausgeben zum Beispiel eines Audio- und/oder Bildsignals eingerichtet ist, und beispielsweise als Bildschirm ausgestaltet sein kann. In Abhängigkeit von einer Benutzereingabe erfolgt ein Auswählen einer Dienstleistung, die durch das Bedienmenü Auswahl bereitgestellt ist, und es erfolgt ein Erzeugen eines Bestellsignals, das die ausgewählte Dienstleistung beschreibt. Es erfolgt ein Übertragen des Bestellsignals an die kraftfahrzeugexterne Servervorrichtung des Dienstleisters.

In Abhängigkeit von einer weiteren Benutzereingabe erfolgt ein Erzeugen eines Bezahlsignals, das ein Autorisieren des Dienstleisters zum Einziehen eines monetären Werts von einem Benutzerkonto des Benutzers des Kraftfahrzeugs beschreibt. Hierzu kann beispielsweise zusätzlich eine Kreditkartennummer oder eine Kontonummer des Benutzers beschrieben werden. Das Bezahlsignal wird dann an die kraftfahrzeugexterne Servervorrichtung des Dienstleisters übertragen.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird eine Interaktion mit dem Bedienmenü des Dienstleisters ermöglicht. Der Benutzer des Kraftfahrzeugs muss somit keinen Umweg fahren, um beispielsweise eine Ware zu kaufen. Liegt beispielsweise ein Standort des Dienstleisters direkt auf einer Reiseroute des Kraftfahrzeugs, so muss der Benutzer nicht aus dem Kraftfahrzeug auszusteigen, um die beispielhafte Ware zu bezahlen. Dies ist vor allem bei schlechtem Wetter von Vorteil, und erhöht somit einen Fahrkomfort.

Beispielsweise in Gewerbegebieten kann es vorkommen, dass viele Dienstleister ein online-Angebot anbieten. Durch eine vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann ein Ermitteln einer Kategorie der durch den ermittelten Dienstleister angebotenen Dienstleistung erfolgen, und die ermittelte Kategorie kann mit einem Benutzerkriterium verglichen werden, dass eine benutzerspezifische Präferenz vorschreiben kann. Beispielsweise kann das Benutzerkriterium vorgeben, dass Dienstleistungen in der Kategorie Lebensmittel, Speisen zum Mitnehmen oder Kraftstoff besonders bevorzugt sind, weil der Benutzer beispielsweise gerade eine lange Reise unternimmt. Das Benutzerkriterium kann beispielsweise in der Kommunikationseinrichtung gespeichert sein.

In Abhängigkeit eines Ergebnisses des Vergleichs kann ein Freischalten des Bedienmenüs erfolgen, wenn die ermittelte Kategorie das Benutzerkriterium erfüllt. Die Kommunikationseinrichtung stellt das Bedienmenü desjenigen Dienstleisters bereit, dessen Dienstleistungen der entsprechenden Kategorie angehören. Hiermit wird vorgebeugt, dass der Benutzer mit einer Flut von Bedienmenüs überfordert wird. Dies erhöht auch die Fahrsicherheit, weil in einem dicht besiedelten Gebiet oder in einem Gebiet mit vielen Dienstleistern nur ausgewählte Bedienmenüs angezeigt werden.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren ergibt sich eine deutliche Zeitersparnis zum Beispiel beim Erledigen einer Besorgung. Außerdem wird eine Kommunikation erleichtert, wenn beispielsweise ein Lautsprecher eines Drive-in-Restaurants defekt ist oder ein Mitarbeiter, der an einem solchem Schalter arbeiten kann, nicht deutlich spricht und deswegen schlecht verständlich ist. Das erfindungsgemäße Verfahren erleichtert also eine Kommunikation mit der Umgebung des Kraftfahrzeugs, die sprachunabhängig ist.

Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann eine Vielzahl unterschiedlicher Kommunikationseinrichtungen mit der Servervorrichtung des Dienstleisters kommunizieren und das erfindungsgemäße Verfahren durchführen können, kann zum Beispiel ein Prüfen einer Kompatibilität des Bedienmenüs des Dienstleisters mit der Kommunikationseinrichtung und/oder der Ausgabeeinrichtung des Kraftfahrzeugs erfolgen. Das Bedienmenü wird nur dann bereitgestellt, falls ein Ergebnis des Prüfvorganges positiv ist und/oder wenn eine Kompatibilität herstellbar ist.

Optional kann vorgesehen sein, dass das Bedienmenü zum Bestellen der Dienstleistung in Abhängigkeit von einer Benutzereingabe bereitgestellt wird. Mit anderen Worten kann das Bereitstellen des Bedienmenüs von einem Bestätigungssignal der Kommunikationseinrichtung abhängen, wobei das Bestätigungssignal in Abhängigkeit von einer weiteren Bedienhandlung oder Benutzereingabe des Benutzers erzeugt werden kann. Benutzt der Benutzer beispielsweise gerade eine digitale Karte des Navigationsgeräts und möchte dabei nicht durch Werbung gestört werden, kann er diese durch diese Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens unterbinden und ungestört weiter auf die Karte sehen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann ein Ermitteln einer Entfernung des Kraftfahrzeugs zu einem Standort des Dienstleisters vorgesehen sein, und in Abhängigkeit von der ermittelten Entfernung von einer aktuellen Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs kann ein Zeitpunkt einer voraussichtlichen Ankunft des Kraftfahrzeugs bei dem Standort des Dienstleisters festgelegt werden. Die Kommunikationseinrichtung kann dann ein Erzeugen eines Zeitsignals durchführen, das den festgelegten Zeitpunkt der voraussichtlichen Ankunft beschreiben kann. Das Zeitsignal kann dann an die kraftfahrzeugexterne Servervorrichtung des Dienstleisters übertragen werden. Bestellt der Benutzer beispielsweise mit dem bereitgestellten Bedienmenü ein Essen, kann dies genau dann fertig zubereitet werden, wenn der Benutzer an dem Standort des Dienstleisters, beispielsweise dem Restaurant, ankommt. Das Essen ist dann noch frisch und warm und der Benutzer des Kraftfahrzeugs musste nicht lange auf das Essen warten, seine Reise wird also nicht unnötig verzögert.

Die oben gestellte Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch eine Kommunikationseinrichtung für ein Kraftfahrzeug, vorzugsweise aufweisend einen Mikrokontroller und/oder einen Mikroprozessor, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinrichtung dazu eingerichtet ist, die eine Kommunikationseinrichtung betreffenden Verfahrensschritte nach einer der oben beschriebenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen. Es ergeben sich die oben genannten Vorteile.

Die oben genannten Vorteile ergeben sich ebenfalls durch ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug mit einer Ausgabeeinrichtung, wobei das Kraftfahrzeug zusätzlich eine erfindungsgemäße Kommunikationseinrichtung aufweist. Das Kraftfahrzeug kann vorzugsweise als Kraftwagen ausgestaltet sein, zum Beispiel als Personenkraftwagen.

Zu der Erfindung gehören auch Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens, die Merkmale aufweisen, wie sie bereits im Zusammenhang mit den Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs beschrieben worden sind. Aus diesem Grund sind die entsprechenden Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens hier nicht noch einmal beschrieben.

Im Folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Hierzu zeigt die einzige Figur („Fig.“): eine schematische Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens.

Bei dem im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Bei dem Ausführungsbeispiel stellen die beschriebenen Komponenten der Ausführungsform jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzusehen sind. Des Weiteren ist die beschriebene Ausführungsform auch durch weitere der bereits beschriebenen Merkmale der Erfindung ergänzbar.

In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.

Die Figur veranschaulicht an einem Ausführungsbeispiel exemplarisch das Prinzip des erfindungsgemäßen Verfahrens. Hierzu zeigte die Figur ein Kraftfahrzeug 10, dass beispielsweise als Kraftwagen wie zum Beispiel Personenkraftwagen ausgestaltet sein kann.

Das Kraftfahrzeug 10 weist eine Kommunikationseinrichtung 12 auf, die beispielsweise als Steuerplatine eines Mainboards des Kraftfahrzeugs 10 ausgestaltet sein kann. Die Kommunikationseinrichtung 12 kann optional einen Mikroprozessor 13 und/oder einen Mikrokontroller aufweisen.

Die Figur zeigt ebenfalls eine Datenkommunikationsverbindung 14 zwischen der Kommunikationseinrichtung 12 und einer kraftfahrzeugexternen Servervorrichtung 16. Die kraftfahrzeugexterne Servervorrichtung 16 kann eine Servervorrichtung 16 eines Dienstleisters zu sein, der beispielsweise Speisen und Getränke anbieten kann und kann zum Beispiel direkt an einem Standort 18 des Dienstleisters stehen, beispielsweise in einem Restaurant.

Das Kraftfahrzeug 10 weist ebenfalls eine Ausgabeeinrichtung 20 auf, die beispielsweise einen dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannten berührungssensitiven Bildschirm aufweisen kann. Die Ausgabeeinrichtung 20 kann beispielsweise auf einer Hutze, Mittelkonsole oder einer Windschutzscheibe angeordnet sein und mit der Kommunikationseinrichtung 12 über eine Datenkommunikationsverbindung 15, beispielsweise einen Datenbus des Kraftfahrzeugs 10, in Verbindung stehen.

Durch die Ausgabeeinrichtung 20 wird in der Figur gerade ein Bedienmenü 22 angezeigt, das von der Servervorrichtung 16 bereitgestellt werden kann. Über die Datenkommunikationsverbindung 14 hat die Kommunikationseinrichtung 12 Zugriff auf Daten der Servervorrichtung 16 und kann diese an die Ausgabeeinrichtung 20 übertragen.

Im Beispiel der Figur ist ein Benutzer, beispielsweise ein Fahrer des Kraftfahrzeugs 10, zum Beispiel gerade von Ingolstadt nach Berlin unterwegs. Da dies eine mehrstündige Reise ist, hat der Benutzer beispielsweise über ein Infotainmentsystem (in der Figur nicht gezeigt) des Kraftfahrzeugs 10 vor der Fahrt angegeben, dass er während der Reise gerne über bestimmte Dienstleistungen entlang der Reiseroute informiert werden möchte. Hierzu kann er beispielsweise entsprechende bevorzugte Kategorien eingeben, beispielsweise die Kategorien „Essen“, „Kraftstoff“ und/oder „Kaffee“. Ein solches Benutzerkriterium oder solche Benutzerkriterien können dann zum Beispiel in einer Speichereinrichtung 24 der Kommunikationseinrichtung 12 abgelegt werden, wobei als Speichereinrichtung 24 ein Bauteil oder eine Gerätekomponente zum Speichern von Daten verstanden wird. Die Speichereinrichtung 24 kann beispielsweise als Speicherchip oder Speicherkarte ausgestaltet sein.

Während der Fahrt kann die Kommunikationseinrichtung 12 eine aktuelle Position des Kraftfahrzeugs 10 feststellen (Verfahrensschritt S1). Hierzu kann beispielsweise ein Navigationsgerät (in der Figur nicht gezeigt) des Kraftfahrzeugs 10 ein entsprechendes Signal empfangen, beispielsweise ein GPS Signal. Dieses kann dann an die Kommunikationseinrichtung 12 übertragen werden. Das Positionssignal kann die aktuelle Position des Kraftfahrzeugs 10 beispielsweise anhand der geographischen Koordinaten beschreiben.

An der festgestellten Position legt die Kommunikationseinrichtung 12 einen Umkreis um das Kraftfahrzeug 10 fest, der beispielsweise eine voreingestellte Größe haben kann, beispielsweise einen Radius von 10 Kilometern um die Position des Kraftfahrzeugs 10. Das Festlegen des Umkreises (S2) kann beispielsweise mit einer geeigneten Navigationssoftware durchgeführt werden. Innerhalb des festgelegten Umkreises, der zum Beispiel auf einer Karte die dazugehörigen Koordinaten beschreiben kann, ermittelt die Kommunikationseinrichtung 12 einen Dienstleister oder mehrere Dienstleister, die ihren Standort 18 innerhalb des Umkreises haben. Hierzu können beispielsweise von der Servervorrichtung 16 oder einer anderen Servervorrichtung 16 die Koordinaten von Dienstleistern abgefragt werden. Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Kommunikationseinrichtung 12 ein Navigationsmodul aufweisen kann, in dem beispielsweise entsprechende Koordinaten von Dienstleistern abgelegt sein können. Das Ermitteln des Dienstleisters (S3) kann beispielsweise dahingehend erfolgen, dass die Koordinaten der Dienstleister mit den durch den Umkreis festgelegten, infrage kommenden Koordinaten verglichen werden können.

Eine Datei, die beispielsweise die Koordinaten des Dienstleisters beschreiben kann, kann beispielsweise zusätzlich eine Art oder Kategorie der Dienstleistungen des Dienstleisters beschreiben. Das Ermitteln der Kategorie (S5) kann beispielsweise durch Auslesen einer solchen Datei erfolgen oder durch Abfragen einer entsprechenden Information von der Servervorrichtung 16. Die Kommunikationseinrichtung 12 kann im Beispiel der Figur beispielsweise 5 verschiedene Dienstleister ermitteln (S3), davon zum Beispiel eine Tankstelle, einen Blumenladen, 2 Baumärkte und ein Restaurant. Durch Vergleichen dieser Kategorien mit dem Benutzerkriterium (S4) kann beispielsweise festgestellt werden, dass das Restaurant mit der Kategorie „Speisen“ durch das vorgegebene Benutzerkriterium als Präferenz des Benutzers ist Kraftfahrzeug 10 vorgegeben sein kann. Die Tankstelle der Kategorie „Kraftstoff“ ist im Fall dem Beispiel der Figur ebenfalls durch das Benutzerkriterium vorgegeben.

Das Bereitstellen der Datenkommunikationsverbindung 14 (S7) kann, wie bereits oben erwähnt, über eine dem Fachmann geläufige Technik erfolgen. Dabei kann das Bereitstellen (S7) schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt erfolgen, beispielsweise bei Ermitteln des Dienstleisters (S3).

Die Kommunikationseinrichtung 12 kann beispielsweise ein Abfragesignal erzeugen, dass eine Anfrage zu einem Bedienmenü des Restaurants und zu einem Bedienmenü der Tankstelle beschreiben kann. Dieses Abfragesignal kann dann über die Datenkommunikationsverbindung 14 an dieser Vorrichtung 16 übertragen werden. Ein solches Abfragesignal kann optional auch ein Freischalten des entsprechenden Bedienmenüs 22 beschreiben, durch das die Servervorrichtung 16 autorisiert wird, Bedienmenü an die Kommunikationseinrichtung 12 zu übertragen. Im Falle der Beispiel der Figur kann die Servervorrichtung 16 des Restaurants ein Bedienmenü 22 bereitstellen, das verschiedene Speisen und jeweils einen dazu zugehörigen Preis beschreiben kann.

Die Kommunikationseinrichtung 12 stellt der Ausgabeeinrichtung 20 das empfangene Bedienmenü 22 bereit (S8), und kann hierzu beispielsweise das Bedienmenü 22 aktiv an die Ausgabeeinrichtung 20 übertragen, zum Beispiel „pushen“.

Optional kann vorgesehen sein, dass vor dem Übertragen des Bedienmenüs 22 an die Ausgabeeinrichtung 20 der Benutzer gefragt wird, ob er das Bedienmenü 22 angezeigt haben möchte. Hierzu kann die Ausgabeeinrichtung 20 zum Beispiel ein Anzeigefenster ausgegeben, in dem um Bestätigung gebeten wird. Über beispielsweise eine Tastatur oder eine Sprachbedienung oder eine Bedienung des berührungssensitiven Bildschirms der beispielhaften Ausgabeeinrichtung 20 kann der Benutzer dann zum Beispiel bestätigen, dass er das Bedienmenü 22 sehen möchte.

Der Benutzer kann mithilfe der Ausgabeeinrichtung 20 das Bedienmenü 22 ansehen und damit über das Angebot des Dienstleisters des Restaurants informiert werden. Durch eine Benutzereingabe, also durch eine Bedienhandlung wie beispielsweise antippen eines Anzeigeelements, das das gewünschte Essen beschreiben kann, kann der Benutzer die gewünschte Dienstleistung auswählen. Durch die Bedienhandlung kann zum Beispiel ein Auswahlsignal erzeugt werden, dass die ausgewählte Dienstleistung beschreiben kann, und in Abhängigkeit von dem Auswahlsignal und damit in Abhängigkeit von der Benutzereingabe wird die Dienstleistung von der Kommunikationseinrichtung 12 ausgewählt. Daraufhin erzeugt die Kommunikationseinrichtung 12 ein Bestellsignal (S10), das die ausgewählte Dienstleistung beschreibt. Im Verfahrensschritt S11 wird das Bestellsignal dann an die Servervorrichtung 16 übertragen.

Optional kann vorgesehen sein, dass vor dem Bereitstellen (S8) und Ausgeben (S9) des Bedienmenüs 22 eine Kompatibilität des Bedienmenüs 22 mit einer Technik der Ausgabeeinrichtung 20 überprüft werden kann (S12). Zum Prüfen der Kompatibilität (S12) kann beispielsweise ermittelt werden, welches Modell das Kraftfahrzeug 10 ist oder zu welcher Generation es gehört. So können dann die technischen Bedingungen ermittelt und optional eingestellt werden. Bei einem positiven Ergebnis kann das Bedienmenü 22 bereitgestellt werden (S8), sollte das Ergebnis des Prüfvorgangs negativ sein, kann beispielsweise der Kompatibilität hergestellt werden, indem beispielsweise das Bedienmenü 22 in einer anderen digitalen Codierung durch die Kommunikationseinrichtung 12 angefragt wird.

Im Beispiel der Figur ist das Kraftfahrzeug 10 in der Nähe des Restaurants am Standort 18 gezeigt. Alternativ kann jedoch Kraftfahrzeug 10 noch weiter von dem Standort 18 entfernt sein, und weil der Benutzer zum Beispiel noch nicht erahnen kann, wie lange das Restaurant zum Zubereiten der Speise benötigen wird, kann sich für den Benutzer das Problem ergeben, dass er zum Beispiel am Standort 18 ankommt und lange auf sein Essen warten muss, oder die Speise schon seit 20 Minuten fertig und bereits wieder kalt ist. Um diesem Problem vorzubeugen kann die Kommunikationseinrichtung 12 eine Entfernung des Kraftfahrzeugs 10 zu dem Dienstleister bzw. zu den Standort 18 des Dienstleisters ermitteln (S13), wobei die Entfernung aufgrund der vorliegenden Koordinaten von Kraftfahrzeug 10 und Standort 18 bereits bekannt sind. In Abhängigkeit von der ermittelten Entfernung und optional in Abhängigkeit von einer aktuellen Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs 10, die beispielsweise von einem Bordcomputer des Kraftfahrzeugs 10 abgefragt werden kann, kann die Kommunikationseinrichtung 12 beispielsweise festlegen (S14) dass das Kraftfahrzeug 10 voraussichtlich in 20 Minuten bei dem Standort 18 ankommen wird. Zusammen mit dem Bestellsignal kann dann zum Beispiel ein Zeitsignal, das den festgelegten Zeitpunkt der voraussichtlichen Ankunft beschreiben kann, an die Servervorrichtung 16 übertragen. Das Erzeugen des Zeitsignals kann gemäß einer dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannten Methode erfolgen. Das Übertragen des Zeitsignals an die kraftfahrzeugexterne Servervorrichtung 16 des Dienstleisters ist dabei in der Figur als Verfahrensschritt S16 angedeutet.

Im Ausschnitt A der Figur ist noch einmal die Ausgabeeinrichtung 20 gezeigt, die das Bedienmenü 22 anzeigt (S9). Optional kann beispielsweise auch ein Anzeigefeld 26 angezeigt werden, das beispielsweise ein Eingabefeld darstellen kann, mit dessen Hilfe der Benutzer beispielsweise eine Bezahlfunktion zum Bezahlen der Dienstleistung durchführen kann. Alternativ könne vorgesehen sein, dass der Benutzer beispielsweise eine Nachricht hinterlassen kann, dass Beispiel eine bestellte Ware einen bestimmten Ort geliefert werden soll. Zum Durchführen der Bezahlfunktion kann Ausgabeeinrichtung 20 eine weitere Bedienhandlung empfangen, durch die in der Kommunikationseinrichtung 12 das Erzeugen einer Bezahlfunktion (S17) durchgeführt werden kann. Das Bezahlsignal kann beispielsweise eine Verbindung zu einem Bezahlservice im Internet oder eine Kreditkartennummer des Benutzers, sowie den zu bezahlenden Betrag beschreiben. Das Bezahlsignal kann dann im Verfahrensschritt S18 an die Servervorrichtung 16 übertragen werden.

Im Beispiel der Figur kann der Benutzer dann beispielsweise nach 20 Minuten am Standort 18 des Restaurants ankommen. Hat er beispielsweise in dem Anzeigefeld 26 zusätzlich angegeben, dass er zum Beispiel mit einem blauen PKW mit einem bestimmten Kennzeichen kommt, kann beispielsweise bei seiner Ankunft ein Mitarbeiter des Dienstleisters mit der fertigen Speise aus dem Restaurant kommen und ihm das Essen bringen.

Das oben beschriebene Ausführungsbeispiel beschreibt die Idee der Erfindung, eine aktive Kommunikation mit einer Fahrzeugumgebung zu ermöglichen.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann ein Fahrer mit seinem Kraftfahrzeug 10 unterwegs sein und beispielsweise auf einen Parkplatz P von einem Restaurant an einem Standort 18 fahren. Im Kraftfahrzeug 10 kann zum Beispiel auf einem Display der Ausgabeeinrichtung 20, die optional zum Beispiel als Kombiinstrument ausgestaltet sein kann, angezeigt werden (S9):„ Wollen Sie Ihr Essen im Fahrzeug bestellen?“. Entsprechend kann dann ein Bedienmenü 22 im Kraftfahrzeug 10 geöffnet werden, auf dem der Kunde sein Essen auswählen und optional auch gleich zum Beispiel per hinterlegte Kreditkarte oder einer Bezahlfunktion im Internet bezahlen kann. Der Fahrer kann sich sein Essen des zum Beispiel an einem Schalter des Restaurants am Standort 18 abholen ohne sein Kraftfahrzeug 10 zu verlassen. Alternativ ist dies auch denkbar für eine andere Dienstleistung oder ein anderes Geschäft, zum Beispiel Bekleidung oder einen Supermarkt. Der Benutzer, also der Kunde, kann somit durch sein Kraftfahrzeug 10 in eine aktive Kommunikation mit seiner Umgebung getreten.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 60119925 T2 [0003]
  • DE 102005017513 A1 [0004]