Title:
Magnetanordnung für einen elektrischen Schwingungserreger zur Schallerzeugung, elektrischer Schwingungserreger zur Schallerzeugung sowie Kraftfahrzeug mit einem elektrischen Schwingungserreger zur Schallerzeugung
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Magnetanordnung (1) für einen elektrischen Schwingungserreger zur Schallerzeugung, umfassend einen Magnettopf (2), in den unter Ausbildung eines Ringspalts (3) ein Permanentmagnet (4) und eine Polplatte (5) eingesetzt sind. Erfindungsgemäß ist der Permanentmagnet (4) mit dem Magnettopf (2) und/oder der Polplatte (5) formschlüssig verbunden, so dass er in radialer Richtung lagefixiert ist.
Die Erfindung betrifft ferner einen elektrischen Schwingungserreger zur Schallerzeugung mit einer erfindungsgemäßen Magnetanordnung (1) sowie ein Kraftfahrzeug mit einem erfindungsgemäßen elektrischen Schwingungserreger. embedded image




Inventors:
Ferraro, Giovanni (71642, Ludwigsburg, DE)
Beutel, Bernd (70469, Stuttgart, DE)
Stoll, Manuel (70182, Stuttgart, DE)
Application Number:
DE102016225722A
Publication Date:
06/21/2018
Filing Date:
12/21/2016
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102011081595A1N/A2013-02-28



Claims:
Magnetanordnung (1) für einen elektrischen Schwingungserreger zur Schallerzeugung, umfassend einen Magnettopf (2), in den unter Ausbildung eines Ringspalts (3) ein Permanentmagnet (4) und eine Polplatte (5) eingesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnet (4) mit dem Magnettopf (2) und/oder der Polplatte (5) formschlüssig verbunden ist, so dass er in radialer Richtung lagefixiert ist.

Magnetanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnettopf (2) eine Bodenfläche (6) mit einer Absenkung (7) aufweist, in die der Permanentmagnet (4) abschnittsweise aufgenommen ist, wobei vorzugsweise der Permanentmagnet (4) und die Absenkung (7) jeweils eine kreisförmige Grundfläche aufweisen und der Innendurchmesser der Absenkung (7) an den Außendurchmesser des Permanentmagneten (4) angepasst ist.

Magnetanordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Polplatte (5) eine dem Permanentmagneten (4) zugewandte Stirnfläche (8) mit einer Absenkung (9) aufweist, in die der Permanentmagnet (4) abschnittsweise aufgenommen ist, wobei vorzugsweise der Permanentmagnet (4) und die Absenkung (9) jeweils eine kreisförmige Grundfläche aufweisen und der Innendurchmesser der Absenkung (9) an den Außendurchmesser des Permanentmagneten (4) angepasst ist.

Magnetanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnet (4) koaxial in Bezug auf eine Mittellängsachse (A) des Magnettopfs (2) und/oder der Polplatte (5) angeordnet ist.

Magnetanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnettopf (2) mindestens eine gestuft ausgeführte Stirnfläche (10, 11) zur Ausbildung eines ringförmigen Absatzes (12, 13) aufweist.

Elektrischer Schwingungserreger zur Schallerzeugung mit einer Magnetanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einer ringförmigen Spulenanordnung (14).

Schwingungserreger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetanordnung (2) und die Spulenanordnung (14) relativ zueinander beweglich in einem gemeinsamen Gehäuse (15) angeordnet sind, so dass die Spulenanordnung (14) in den Ringspalt (3) der Magnetanordnung (1) eintaucht.

Schwingungserreger nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetanordnung (3) im Gehäuse (15) zwischen zwei Federelementen (16) schwingfähig gelagert ist, wobei vorzugsweise die Federelemente (16) jeweils an einem ringförmigen Absatz (12, 13) des Magnettopfes (2) axial abgestützt sind.

Schwingungserreger nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (16) nach Art einer Tellerfeder ausgeführt und gegen das Gehäuse (15) axial, vorzugsweise axial und radial, vorgespannt sind.

Kraftfahrzeug mit einem elektrischen Schwingungserreger nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei der Schwingungserreger an einem schwingfähigen Bauteil, insbesondere an einem Karosseriebauteil, angeordnet und mit diesem gekoppelt ist, so dass das schwingfähige Bauteil unter Einwirkung des Schwingungserregers Schall erzeugt, der außerhalb und/oder innerhalb des Kraftfahrzeugs wahrnehmbar ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Magnetanordnung für einen elektrischen Schwingungserreger zur Schallerzeugung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung einen elektrischen Schwingungserreger mit einer erfindungsgemäßen Magnetanordnung sowie ein Kraftfahrzeug mit einem erfindungsgemäßen elektrischen Schwingungserreger.

Stand der Technik

Es sind Kraftfahrzeuge, wie beispielsweise Hybrid-, Elektro- oder Brennstoffzellenfahrzeuge, bekannt, deren Antriebe, insbesondere im Vergleich zu einem klassischen Verbrennungsmotor, sehr leise sind und daher von der Umgebung oftmals nicht wahrgenommen werden. Dies stellt ein Gefährdungsrisiko für andere Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Fußgänger und Radfahrer, dar. Auch aufgrund gesetzlicher Vorgaben, wie beispielsweise der EU-Verordnung Nr. 540/2014, wurde daher bereits vorgeschlagen, Antriebs- und/oder Fahrgeräusche zu simulieren, um die Wahrnehmbarkeit eines solchen Kraftfahrzeugs zu erhöhen. Hierbei eingesetzte Systeme werden unter dem Begriff „Acoustic Vehicle Alerting System“ (kurz: „AVAS“) zusammengefasst.

Darüber hinaus kann bezweckt sein, das Klangbild eines Kraftfahrzeugs durch zusätzlich erzeugte Geräusche zu verbessern. Derartige Systeme werden unter dem Begriff „Active Sound Enhancement“ (kurz: „ASE“) zusammengefasst.

In beiden Fällen kann ein elektrischer Schwingungserreger zur Schallerzeuger eingesetzt werden, wie er beispielhaft aus der Offenlegungsschrift DE 10 2011 081 595 A1 bekannt ist.

Der aus der DE 10 2011 081 595 A1 bekannte elektrische Schwingungserreger umfasst eine ringförmige Spulenanordnung, die in einen ringförmigen Spalt einer Magnetanordnung derart eingreift, dass die Spulenanordnung und die Magnetanordnung in axialer Richtung relativ zueinander beweglich sind. Ferner ist eine Traganordnung vorgesehen, an welcher die Spulenanordnung und die Magnetanordnung befestigt sind. Zur Befestigung an einem flächigen Bauteil eines Kraftfahrzeugs weist der bekannte Schwingungserreger einen Bolzen auf, der die Traganordnung, die Spulenanordnung und die Magnetanordnung axial durchsetzt. Auf diese Weise wird über den Bolzen zugleich eine Führung der beweglichen Teile bewirkt. Der Bolzen selbst ist über eine Zentriermembran geführt, welche den Bolzen an seinem der Traganordnung abgewandten Ende umgreift. Über die Zentriermembran wird zugleich eine Abdichtung eines die Spulenanordnung und die Magnetanordnung aufnehmenden Volumens erreicht.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Magnetanordnung für einen elektrischen Schwingungserreger anzugeben, der derart gestaltet ist, dass der Schwingungserreger einfach und kostengünstig herstellbar ist.

Zur Lösung der Aufgabe werden die Magnetanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie der elektrische Schwingungserreger mit den Merkmalen des Anspruchs 6 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den jeweiligen Unteransprüchen zu entnehmen. Darüber hinaus wird ein Kraftfahrzeug mit einem erfindungsgemäßen elektrischen Schwingungserreger angegeben.

Offenbarung der Erfindung

Die für einen elektrischen Schwingungserreger zur Schallerzeugung vorgeschlagene Magnetanordnung umfasst einen Magnettopf, in den unter Ausbildung eines Ringspalts ein Permanentmagnet und eine Polplatte eingesetzt sind. Erfindungsgemäß ist der Permanentmagnet mit dem Magnettopf und/oder der Polplatte formschlüssig verbunden, so dass er in radialer Richtung lagefixiert ist. Die Lagefixierung verhindert eine Relativbewegung des Permanentmagneten gegenüber dem Magnettopf und/oder der Polplatte in radialer Richtung. In axialer Richtung hält die Magnetkraft des Permanentmagneten die einzelnen Bauteile der Magnetanordnung zusammen. Ein die Bauteile in axialer Richtung durchsetzender Führungsbolzen, wie ihn der eingangs zitierte Stand der Technik aufweist, kann somit entfallen. Dadurch reduziert sich die Anzahl der Bauteile, was sich kostensenkend auswirkt. Ferner wird die Montage der Magnetanordnung bzw. eines Schwingungserregers mit einer solchen Magnetanordnung vereinfacht.

Der Permanentmagnet der Magnetanordnung ist axial magnetisiert. Das heißt, dass das magnetische Feld bzw. die Feldlinien ihren Ursprung in axialer Richtung haben. In der Polplatte werden die Feldlinien zum Schließen des Magnetkreises umgelenkt, da sie den Weg des geringsten Widerstands, nämlich den Ringspalt zwischen der Polplatte und dem Magnettopf nutzen. Dort ist der Ringspalt am kleinsten. Dabei entstehen im Ringspalt Anziehungskräfte, die zu einer Relativbewegung der Polplatte gegenüber dem Permanentmagneten führen können.

Um dies zu verhindern, wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgeschlagen, dass der Permanentmagnet zumindest mit der Polplatte formschlüssig verbunden ist. Die Polplatte ist dann durch den Permanentmagneten in radialer Richtung lagefixiert.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der Permanentmagnet mit der Polplatte und dem Magnettopf formschlüssig verbunden ist, so dass ferner eine radiale Lagefixierung des Permanentmagneten gegenüber dem Magnettopf sichergestellt ist.

Zur Realisierung eines Formschlusses des Permanentmagneten mit dem Magnettopf weist vorzugsweise der Magnettopf eine Bodenfläche mit einer Absenkung auf, in die der Permanentmagnet abschnittsweise aufgenommen ist. Der Formschluss wird dann durch einfaches Einsetzen des Permanentmagneten in die Absenkung bei der Montage der Magnetanordnung erreicht. Im Unterschied zu anderen Fügeverfahren, wie beispielsweise der Verklebung des Permanentmagneten mit dem Magnettopf, kann auf diese Weise die Montage der Magnetanordnung deutlich vereinfacht werden. Vorzugsweise weisen der Permanentmagnet und die Absenkung in der Bodenfläche des Magnettopfs jeweils eine kreisförmige Grundfläche auf, wobei der Innendurchmesser der Absenkung an den Außendurchmesser des Permanentmagneten angepasst ist. Durch die kreisförmige Grundfläche der in der Bodenfläche des Magnettopfs vorgesehenen Absenkung ist die Winkellage des Permanentmagneten in Bezug auf den Magnettopf bei der Montage der Magnetanordnung unerheblich. Die Anpassung des Innendurchmessers der Absenkung an den Außendurchmesser des Permanentmagneten führt zu einer über den gesamten Umfang des Permanentmagneten wirksamen radialen Lagefixierung.

Zur Realisierung eines Formschlusses des Permanentmagneten mit der Polplatte weist vorzugsweise die Polplatte eine dem Permanentmagneten zugewandte Stirnfläche mit einer Absenkung auf, in die der Permanentmagnet abschnittsweise aufgenommen ist. Der Formschluss wird dann durch einfaches Aufsetzen der Polplatte auf den Permanentmagneten bei der Montage der Magnetanordnung erreicht. Im Unterschied zu anderen Fügeverfahren, wie beispielsweise der Verklebung der Polplatte mit dem Permanentmagneten, kann auf diese Weise die Montage der Magnetanordnung deutlich vereinfacht werden.

Vorzugsweise weisen der Permanentmagnet und die Absenkung in der Stirnfläche der Polplatte jeweils eine kreisförmige Grundfläche auf, wobei der Innendurchmesser der Absenkung an den Außendurchmesser des Permanentmagneten angepasst ist. Durch die kreisförmige Grundfläche der in der Stirnfläche der Polplatte vorgesehenen Absenkung ist die Winkellage der Polplatte in Bezug auf den Permanentmagneten bei der Montage der Magnetanordnung unerheblich. Die Anpassung des Innendurchmessers der Absenkung an den Außendurchmesser des Permanentmagneten führt zu einer über den gesamten Umfang der Polplatte wirksamen radialen Lagefixierung.

Bevorzugt ist der Permanentmagnet koaxial in Bezug auf eine Mittellängsachse des Magnettopfs und/oder der Polplatte angeordnet. Auf diese Weise ist ein über den Umfang gleich breit bleibender Ringspalt zwischen dem Permanentmagneten und dem Magnettopf und/oder zwischen der Polplatte und dem Magnettopf realisierbar. Gleiches gilt für die mindestens eine in der Bodenfläche des Magnettopfs und/oder in der Stirnfläche der Polplatte vorgesehene Absenkung, so dass bei der Montage der Magnetanordnung die einzelnen Bauteile automatisch zueinander zentriert werden.

In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Magnettopf mindestens eine gestuft ausgeführte Stirnfläche zur Ausbildung eines ringförmigen Absatzes aufweist. Der ringförmige Absatz kann der abschnittsweisen Aufnahme eines Federelements dienen, über welches die Magnetanordnung schwingfähig lagerbar ist. Bei dem Federelement kann es sich insbesondere um eine Art Tellerfeder handeln, die radial innen an der Magnetanordnung und radial außen an einem Gehäuse bzw. Gehäuseteil abgestützt ist. Durch den ringförmigen Absatz ist die Magnetanordnung in Bezug auf das Federelement zentriert und in radialer Richtung lagefixiert.

Da die Magnetanordnung bevorzugt in einem elektrischen Schwingungserreger zum Einsatz gelangt, wird darüber hinaus ein elektrischer Schwingungserreger zur Schallerzeugung mit einer erfindungsgemäßen Magnetanordnung und einer ringförmigen Spulenanordnung vorgeschlagen.

Die Magnetanordnung und die Spulenanordnung des Schwingungserregers sind ferner bevorzugt relativ zueinander beweglich in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet, so dass die Spulenanordnung in den Ringspalt der Magnetanordnung eintauchen kann. Durch das gemeinsame Gehäuse sind die Magnetanordnung und die Spulenanordnung vor äußeren Einwirkungen, insbesondere vor Verschmutzung und Feuchtigkeit, geschützt. Dadurch steigt die Robustheit des Schwingungserregers. Über das Gehäuse ist der Schwingungserreger zudem mit einem schwingfähigen Bauteil, beispielsweise mit einem Karosseriebauteil eines Kraftfahrzeugs, verbindbar, so dass dieses zur Schallerzeugung einsetzbar ist.

Bevorzugt ist die Magnetanordnung im Gehäuse zwischen zwei Federelementen schwingfähig gelagert. Durch die beidseitige Lagerung kann einer Kipp- oder Taumelbewegung der Magnetanordnung innerhalb des Gehäuses entgegen gewirkt werden, so dass die Robustheit des Schwingungserregers weiter steigt. Vorzugsweise sind die beiden Federelemente jeweils an einem ringförmigen Absatz des Magnettopfes axial abgestützt. Die Federelemente können dann zur Zentrierung und zur radialen Lagefixierung der Magnetanordnung eingesetzt werden.

Vorteilhafterweise sind die Federelemente jeweils nach Art einer Tellerfeder ausgeführt und gegen das Gehäuse axial, vorzugsweise axial und radial, vorgespannt. Die radiale Vorspannung dient der Zentrierung der Federelemente und der Magnetanordnung im Gehäuse.

Darüber hinaus wird ein Kraftfahrzeug mit einem erfindungsgemäßen elektrischen Schwingungserreger zur Schallerzeugung vorgeschlagen. Der Schwingungserreger ist dabei an einem schwingfähigen Bauteil, insbesondere an einem Karosseriebauteil, des Kraftfahrzeugs angeordnet und mit diesem gekoppelt ist, so dass das schwingfähige Bauteil unter Einwirkung des Schwingungserregers Schall erzeugt, der außerhalb und/oder innerhalb des Kraftfahrzeugs wahrnehmbar ist.

Mit dem erfindungsgemäßen Schwingungserreger lassen sich auf diese Weise Zusatzgeräusche genieren, die zum Einen der Erfüllung von Sicherheitsanforderungen dienen, da die akustische Wahrnehmbarkeit durch außerhalb des Kraftfahrzeugs befindliche Verkehrsteilnehmer verbessert wird. Zum anderen kann der Komfort im Inneren des Kraftfahrzeugs gesteigert werden, um dem Fahrer und/oder den Fahrzeuginsassen das Fahren so angenehm wie möglich zu machen. Beispielsweise können als unangenehm empfundene Geräusche durch Zusatzgeräusche überlagert bzw. abgeschwächt werden, so dass sie weniger deutlich wahrgenommen werden. Ferner können Zusatzgeräusche generiert werden, die positiv besetzt sind und somit das Fahrerlebnis von Fahrer und/oder Fahrzeuginsassen erhöhen.

Bevorzugt ist das schwingfähige Bauteil bzw. das Karosseriebauteil eine Motorhaube, ein Kotflügel, ein Stoßfänger, insbesondere ein vorderer Stoßfänger, und/oder eine Frontschürze des Kraftfahrzeugs. Da diese Karosseriebauteile in der Regel aus dünnen Blechen gefertigt sind, bilden sie aufgrund ihrer Flächenausdehnung besonders schwingfähige Bauteile aus. Das heißt, dass sie sich besonders leicht in Schwingung versetzen lassen. Die Schallerzeugung kann demnach mit geringem Kraftaufwand realisiert werden. Die vorgeschlagenen Karosseriebauteile sind zudem in einer gewissen Entfernung zum Innenraum des Kraftfahrzeugs angeordnet, so dass der Schall nicht unmittelbar nach innen übertragen wird. Die generierten Zusatzgeräusche sind demnach innen weniger deutlich wahrzunehmen als außen, wodurch dem Umstand Rechnung getragen wird, dass die Wahrnehmung im Außenraum oftmals durch laute Umgebungsgeräusche beeinträchtigt wird.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Diese zeigen:

  • 1 einen schematischen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Schwingungserreger,
  • 2 einen schematischen Längsschnitt durch die Magnetanordnung des Schwingungserregers der 1,
  • 3 eine perspektivische Darstellung der Bauteile der Magnetanordnung der 2 vor der Montage und
  • 4 eine schematische Darstellung der Flusslinien des Magnetkreises der Magnetanordnung der 2.

Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen

Der in der 1 schematisch dargestellte Schwingungserreger weist ein mehrteiliges Gehäuse 15 auf, das ein erstes Gehäuseteil 15.1 und ein zweites Gehäuseteils 15.2 umfasst. Die beiden Gehäuseteile 15.1, 15.2 sind jeweils topfförmig ausgeführt und derart aufeinander gesetzt, dass sich ihre Öffnungen gegenüber liegen. Im Gehäuse 15 sind eine ringförmige Spulenanordnung 14 und eine Magnetanordnung 1 aufgenommen, so dass diese vor äußeren Einwirkungen geschützt sind.

Die Magnetanordnung 1 umfasst einen Magnettopf 2, in den unter Ausbildung eines Ringspalts 3 ein Permanentmagnet 4 und eine Polplatte 5 eingesetzt sind. Die ringförmige Spulenanordnung 14 ist derart im Gehäuse 15 aufgenommen, dass sie in den Ringspalt 3 der Magnetanordnung 1 hineinragt. Während die Spulenanordnung 14 mit dem ersten Gehäuseteil 15.1 des Gehäuses 15 fest verbunden ist, ist die Magnetanordnung 1 über zwei Federelemente 16 schwingfähig im Gehäuse 15 gelagert. Die Federelemente 16 sind hierzu jeweils nach Art einer Tellerfeder ausgebildet und jeweils radial innen an einem ringförmigen Absatz 12, 13 des Magnettopfs 2 der Magnetanordnung 1 abgestützt. Der Magnettopf 2 weist zur Ausbildung der ringförmigen Absätze 12, 13 gestufte Stirnflächen 10, 11 auf (siehe auch 2). Zwischen dem Permanentmagneten 4 und dem ersten Gehäuseteil 15.1 ist zudem ein Dämpferelement 19 eingelegt.

Bei der Herstellung des Schwingungserregers der 1 werden zunächst das Dämpferelement 19 und die ringförmige Spulenanordnung 14 in das erste Gehäuseteil 15.1 eingesetzt. Die Spulenanordnung 14 wird dabei mit Steckerpins 17 verbunden, die in das erste Gehäuseteil 15.1 integriert sind und in einem Steckeranschluss 18 enden, der an das erste Gehäuseteil 15.1 angeformt ist (siehe 1). Anschließend wird die Magnetanordnung 1 zusammen mit Federelementen 16 in das erste Gehäuseteil 15.1 eingesetzt. Mit Aufsetzen des zweiten Gehäuseteils 15.2 auf das erste Gehäuseteil 15.1 wird die Magnetanordnung 1 zwischen den beiden Federelementen (16) eingespannt.

Die Magnetanordnung 1 wird als vormontierte Einheit in das erste Gehäuseteil 15.1 eingesetzt (siehe 2). Hierzu wird zunächst der Permanentmagnet 4 in den Magnettopf 2 eingesetzt. Anschließend wird die Polplatte 5 auf den Permanentmagneten 4 gesetzt (siehe 3).

Wie insbesondere der 2 zu entnehmen ist, weist der Magnettopf 2 eine Bodenfläche 6 mit einer zentralen Absenkung 7 auf, in welcher der Permanentmagnet 4 abschnittsweise aufgenommen ist. Auf diese Weise wird ein Formschluss erreicht, über den der Permanentmagnet 4 in Bezug auf den Magnettopf 2 in radialer Richtung lagefixiert ist. Zugleich ist die Polplatte 5 über den Permanentmagneten 4 in radialer Richtung lagefixiert, da die Polplatte 5 eine Stirnfläche 8 mit einer zentralen Absenkung 9 aufweist, in welcher der Permanentmagnet 4 abschnittsweise aufgenommen ist. Somit wird ferner ein Formschluss zwischen dem Permanentmagneten 4 und der Polplatte 5 erreicht. Zugleich wird eine Zentrierung der Bauteile in Bezug auf eine Mittellängsachse A bewirkt. In axialer Richtung hält die Magnetkraft des Permanentmagneten 4 die Bauteile zusammen.

Wie der 4 zu entnehmen ist, ist der Permanentmagnet 4 axial magnetisiert. Das heißt, dass die Feldlinien 20 des Magnetkreises im Bereich des Permanentmagneten 4 axial ausgerichtet sind. Im Bereich der Polplatte 5 werden die Feldlinien 20 umgelenkt, da sie zum Schließen des Magnetkreises den Weg des geringsten Widerstands nutzen. Dieser führt über den Ringspalt 3 zwischen der Polplatte 5 und dem Magnettopf 2. Im Ringspalt 3 entstehen dabei Anziehungskräfte (siehe Pfeile 21), die in radialer Richtung auf die Polplatte 5 wirken. Da diese jedoch über den Permanentmagneten 4 in radialer Richtung lagefixiert ist, verändert die Polplatte 5 ihre Lage nicht. Entsprechend bleibt ein in Umfangsrichtung gleich großer Ringspalt 3 erhalten, der sicherstellt, dass ein Kräftegleichgewicht herrscht.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 102011081595 A1 [0004, 0005]