Title:
Tür-Rahmen-System für eine Schweisssteuerung und Verfahren zur Herstellung eines solchen Tür-Rahmen-Systems
Kind Code:
A1


Abstract:

Es ist ein Tür-Rahmen-System (20) für ein elektrisches Gerät (1), insbesondere eines Schweißsteuerung, und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Tür-Rahmen-Systems (20) bereitgestellt. Das Tür-Rahmen-System (20) umfasst eine Tür (21), die einteilig mit einem ersten Scharnierteil (23A) ausgestaltet ist, einen Rahmen (22), bei dem zumindest ein Teil (12) des Rahmens (22) einteilig mit einem zweiten Scharnierteil (23B) ausgestaltet ist, wobei die Tür (21) mit dem ersten Scharnierteil (23A) an dem zweiten Scharnierteil (23B) schwenkbar an dem Rahmen (22) befestigt ist, wobei das erste und zweite Scharnierteil (23A, 23B) derart ausgestaltet sind, dass die Tür (21) durch lösbares Verrasten des ersten und zweiten Scharnierteils (23A, 23B) aneinander in ihrer geöffneten Stellung gehalten wird. embedded image




Inventors:
Tscherepanow, Waldemar (64711, Erbach, DE)
Application Number:
DE102016224902A
Publication Date:
06/14/2018
Filing Date:
12/14/2016
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102011053799A1N/A2013-03-21
DE7013777UN/A1970-08-13



Foreign References:
74111532008-08-12
Attorney, Agent or Firm:
Thürer, Andreas, 97816, Lohr, DE
Claims:
Tür-Rahmen-System (20) für ein elektrisches Gerät (1), mit einer Tür (21), die einteilig mit einem ersten Scharnierteil (23A) ausgestaltet ist, einem Rahmen (22), bei dem zumindest ein Teil (12) des Rahmens (22) einteilig mit einem zweiten Scharnierteil (23B) ausgestaltet ist, wobei die Tür (21) mit dem ersten Scharnierteil (23A) an dem zweiten Scharnierteil (23B) schwenkbar an dem Rahmen (22) befestigt ist, wobei das erste und zweite Scharnierteil (23A, 23B) derart ausgestaltet sind, dass die Tür (21) durch lösbares Verrasten des ersten und zweiten Scharnierteils (23A, 23B) aneinander in ihrer geöffneten Stellung gehalten wird.

Tür-Rahmen-System (20) nach Anspruch 1, wobei das erste Scharnierteil (23A) zur Aufnahme des zweiten Scharnierteils (23B) ausgestaltet ist, und/oder wobei das erste Scharnierteil (23A) als Lasche (231) mit einer Öffnung (232) ausgestaltet ist, an deren Abmessungen die Abmessungen des zweiten Scharnierteils (23B) angepasst sind, und/oder wobei das zweite Scharnierteil (23B) als T-förmige Auskragung des Rahmens (22) ausgestaltet ist.

Tür-Rahmen-System (20) Anspruch 2, wobei der Rahmen (22) aus mindestens zwei winklig zueinander angeordneten Gehäuseteilen (11, 12) des elektrischen Geräts (1) gebildet ist, und wobei die Tür (21) derart winklig ausgestaltet ist, dass die Tür (21) zum Verschließen einer Öffnung an einer Verbindung der winklig zueinander angeordneten Gehäuseteile (11, 12) angeordnet ist.

Tür-Rahmen-System (20) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zumindest ein Teil (11) des Rahmens (22) auch einteilig mit einem Riegel (111) zum Verriegeln der Tür (21) an dem Rahmen (22) ausgestaltet ist.

Tür-Rahmen-System (20) Anspruch 4, wobei der Riegel (111) aus der Ebene des Rahmens (22) versetzt angeordnet ist, so dass die Tür (21) flächenbündig mit dem Rahmen (22) schließbar ist, und/oder wobei die Tür (21) einen Türgriff (211) mit einem Befestigungselement (212) aufweist, das zum Eingriff in den Riegel (111) ausgestaltet ist.

Tür-Rahmen-System (20) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Tür (21) als Gussteil oder Spritzgussteil oder Frästeil gefertigt ist und/oder der Rahmen (22) als mindestens ein Gussteil oder Spritzgussteil oder Frästeil gefertigt sind/ist.

Tür-Rahmen-System (20) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Tür (21) aus einem planaren Element und/oder der Rahmen (22) aus mindestens zwei planaren Elementen gefertigt sind/ist.

Elektrisches Gerät (1) mit einem Tür-Rahmen-System (20) nach einem der vorangehenden Ansprüche.

Schweißsteuerung mit, einem Gehäuse (10) zur Aufnahme einer elektrischen Einrichtung zur Steuerung eines Schweißwerkzeugs, und einem Tür-Rahmen-System (20) nach einem der vorangehenden Ansprüche, das an dem Gehäuse montiert ist.

Verfahren zur Herstellung eines Tür-Rahmen-Systems (20) für ein elektrisches Gerät (1), wobei das Verfahren die Schritte aufweist Bilden einer Tür (21) des Tür-Rahmen-Systems (20) einteilig mit einem ersten Scharnierteil (23A), Bilden zumindest eines Teils (12) eines Rahmens (22) des Tür-Rahmen-Systems (20) einteilig mit einem zweiten Scharnierteil (23B), Befestigen der Tür (21) mit dem ersten Scharnierteil (23A) an dem zweiten Scharnierteil (23B) derart, dass die Tür (21) an dem Rahmen (22) schwenkbar befestigt ist, wobei das erste und zweite Scharnierteil (23A, 23B) derart gebildet werden, dass die Tür (21) durch lösbares Verrasten des ersten und zweiten Scharnierteils (23A, 23B) aneinander in ihrer geöffneten Stellung gehalten wird.

Description:

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Tür-Rahmen-System für ein elektrisches Gerät, insbesondere für eine Schweißsteuerung, und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Tür-Rahmen-Systems.

Technische Geräte, wie beispielsweise eine Schweißsteuerung zur Steuerung einer Schweißanlage und/oder eines Schweißwerkzeugs, werden bei einigen Anwendungsfällen zum Schutz gegen äußere Einflüsse hinter einer Tür montiert. Hierfür werden in der Regel Tür-Rahmen-Systeme verwendet, die Stifte und/oder Federn und/oder U-Scheiben und/oder Buchsen usw. benötigen, um eine Öffnungs- oder Schließfunktion der Tür mit Einrast- und Haltefunktion zu gewährleisten.

Derartige Tür-Rahmen-Systeme sind aufwändig in der Herstellung und daher teuer.

Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Tür-Rahmen-System und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Tür-Rahmen-Systems bereitzustellen, mit welchen die zuvor genannten Probleme gelöst werden können. Insbesondere sollen ein Tür-Rahmen-System und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Tür-Rahmen-Systems bereitgestellt werden, mit welchen einfach und kostengünstig eine Scharnierfunktion des Tür-Rahmen-Systems bereitgestellt wird.

Diese Aufgabe wird durch ein Tür-Rahmen-System für ein elektrisches Gerät nach Patentanspruch 1 gelöst. Das Tür-Rahmen-System hat eine Tür, die einteilig mit einem ersten Scharnierteil ausgestaltet ist, einen Rahmen, bei dem zumindest ein Teil des Rahmens einteilig mit einem zweiten Scharnierteil ausgestaltet ist, wobei die Tür mit dem ersten Scharnierteil an dem zweiten Scharnierteil schwenkbar an dem Rahmen befestigt ist, wobei das erste und zweite Scharnierteil derart ausgestaltet sind, dass die Tür durch lösbares Verrasten des ersten und zweiten Scharnierteils aneinander in ihrer geöffneten Stellung gehalten wird.

Mit der beschriebenen Ausgestaltung des Tür-Rahmen-Systems wird die Funktion eines Scharniers ohne Zusatzelemente erfüllt. Hierbei ist die Scharnierfunktion bereits im Rahmen/Tür integriert. Daher sind für das Tür-Rahmen-System als Ausgangsmaterial beispielsweise nur einfache planare Bauteile erforderlich. Es ist kein zusätzliches Scharnier notwendig, da das Scharnier bereits in den Bauteilen von Tür und Rahmen integriert ist.

Dadurch ist sowohl eine sehr einfache Herstellung als auch eine sehr einfache Montage des Tür-Rahmen-Systems möglich. Somit bildet das beschriebene Tür-Rahmen-System eine sehr kostengünstige Lösung.

Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen des Tür-Rahmen-Systems sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.

Das zuvor beschriebene Tür-Rahmen-System kann Teil einer Schweißsteuerung sein, die zudem ein Gehäuse zur Aufnahme einer elektrischen Einrichtung zur Steuerung eines Schweißwerkzeugs umfasst.

Die Aufgabe wird zudem durch ein Verfahren zur Herstellung eines Tür-Rahmen-Systems für ein elektrisches Gerät nach Patentanspruch 10 gelöst. Das Verfahren weist die Schritte auf: Bilden einer Tür des Tür-Rahmen-Systems einteilig mit einem ersten Scharnierteil, Bilden zumindest eines Teils eines Rahmens des Tür-Rahmen-Systems einteilig mit einem zweiten Scharnierteil, Befestigen der Tür mit dem ersten Scharnierteil an dem zweiten Scharnierteil derart, dass die Tür an dem Rahmen schwenkbar befestigt ist, wobei das erste und zweite Scharnierteil derart gebildet werden, dass die Tür durch lösbares Verrasten des ersten und zweiten Scharnierteils aneinander in ihrer geöffneten Stellung gehalten wird.

Das Verfahren erzielt die gleichen Vorteile, wie sie zuvor in Bezug auf das Tür-Rahmen-System genannt sind.

Weitere mögliche Implementierungen der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale oder Ausführungsformen. Dabei wird der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen zu der jeweiligen Grundform der Erfindung hinzufügen.

Nachfolgend ist die Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung und anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Es zeigen:

  • 1 ein elektrisches Gerät, das in ein Gehäuse mit einem Tür-Rahmen-System gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel montierbar ist, wobei die Tür des Tür-Rahmen-Systems geschlossen ist;
  • 2 eine Ansicht des Tür-Rahmen-Systems von 1 von hinten;
  • 3 eine Teilansicht des Gehäuses mit dem Tür-Rahmen-System gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel, wobei die Tür des Tür-Rahmen-Systems geöffnet ist;
  • 4 eine Detailansicht der Tür des Tür-Rahmen-Systems gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel; und
  • 5 eine Detailansicht des Rahmens des Tür-Rahmen-Systems gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel.

In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente, sofern nichts anderes angegeben ist, mit denselben Bezugszeichen versehen.

1 zeigt sehr schematisch ein elektrisches Gerät 1, das in ein Gehäuse 10 aus beispielsweise zwei Gehäuseteilen 11, 12 aufgenommen oder eingebaut sein kann. In die Gehäuseteile 11, 12 ist ein Tür-Rahmen-System 20 integriert, das eine Tür 21 und einen Rahmen 22 aufweist. Die Tür 21 ist an dem Rahmen 22 mit Scharnieren 23 befestigt. Dadurch ist die Tür 21 an dem Rahmen 22 zwischen einer geschlossenen und einer geöffneten Stellung schwenkbar befestigt.

Das elektrische Gerät 1 kann beispielsweise eine Schweißsteuerung sein, die eine elektrische Einrichtung zur Steuerung eines Schweißwerkzeugs hat. Mit dem Schweißwerkzeug kann eine Schweißverbindung hergestellt werden. Die Schweißverbindung kann entweder die Ränder eines Bauteils miteinander verbinden oder es können auch mindestens zwei Bauteile miteinander verbunden sein.

1 zeigt den Zustand, in welchem die Tür 21 geschlossen ist, so dass auch das Gehäuse 10 des elektrischen Geräts 1 geschlossen ist. An der Tür 21 ist ein Türgriff 211 vorgesehen, der zum Betätigen der Tür 21, wie zum Öffnen oder Verschließen der Tür 21, von einem Benutzer gegriffen werden kann.

2 zeigt das Gehäuse 10 mit dem Tür-Rahmen-System 20 in einer weiteren Ansicht. Hier ist das Gehäuse 10 von innen gezeigt, so dass das Tür-Rahmen-System 20 von hinten sichtbar ist. Der in 2 nicht sichtbare Türgriff 211 hat ein Befestigungselement 212, wie beispielsweise einen Zapfen. Das Befestigungselement 212 ist zum Eingriff in einen Riegel 111 des Gehäuseteils 11 vorgesehen. Mit dem Riegel 111 ist die Tür 21 an dem Rahmen 22 befestigbar.

Die Scharniere 23 verrasten oder fixieren die Tür 21 in der in 2 gezeigten geschlossenen Stellung.

Wie auch aus 3 ersichtlich, hat der Riegel 111 zur Aufnahme des Befestigungselements 212 eine Öffnung 112. Die Öffnung 112 ist in ihren Abmessungen etwas größer die äußeren Abmessungen das Befestigungselements 212. Die Öffnung 112 ist in ihrer Form an die Form des Befestigungselements 212 angepasst. Zum Biegen des Riegels 111 aus der Ebene des Gehäuseteils 11 sind auf beiden Seiten neben dem Riegel 11 Einkerbungen 113 im Rahmen 22 vorgesehen.

Zudem ist die Tür 21 in der in 3 gezeigten geöffneten Stellung am Rahmen 22 verrastbar. Hierfür sind die Scharniere 23 entsprechend ausgestaltet, wie in Bezug auf 4 und 5 nachfolgend noch genauer beschrieben. Somit bietet das Tür-Rahmen-System 20 im geöffneten Zustand für die Tür 21 am Rahmen 22 eine Halteposition, die in 3 veranschaulicht ist.

Wie aus 1 bis 3 ersichtlich, ist die Tür 21 aus einem planaren Element, wie beispielsweise einem Blech, geformt. Außerdem sin die Gehäuseteile 11, 12 jeweils aus einem planaren Element, wie beispielsweise einem Blech, geformt. Damit ist auch der Rahmen 22 aus planaren Elementen, wie beispielsweise Blech, geformt.

Die Tür 21 ist gemäß dem Beispiel von 1 bis 3 in etwa in der Mitte um ca. 90° gebogen. Dadurch bildet die Tür 21 einen Winkel, insbesondere einen 90°-Winkel. Die Tür 21 ist derart am Rahmen 22 angeordnet, dass die Tür 21 eine Öffnung an der Verbindung der winklig zueinander angeordneten Gehäuseteile 11, 12 verschließt.

Die Teile der Scharniere 23 sind an die Tür 21 bzw. an den Rahmen 22 des Tür-Rahmen-Systems 20 angeformt. Die Scharniere 23 bilden jeweils ein Stecksystem, wie nachfolgend beschrieben.

Gemäß 4 hat die Tür 21 für ein Scharnier 23 ein Scharnierteil 23A, das als Lasche 231 ausgestaltet und an die Tür 21 angeformt ist. In der Lasche 231 ist eine Öffnung 232 vorgesehen, die in etwa T-förmig ausgebildet ist. Das Scharnierteil 23A ist einteilig mit der Tür 21 ausgebildet. Die Lasche 231 ist zudem S-förmig gebogen, so dass das freiliegende Ende der Lasche 231 in einer Ebene angeordnet ist, die versetzt zu der Ebene des sich an die Lasche 231 anschließenden Teils der Tür 21 angeordnet ist jedoch in etwa parallel zu der Ebene des sich an die Lasche 231 anschließenden Teils der Tür 21 angeordnet ist. Hierfür sind an der Tür 21 im Bereich der Lasche 231 Einkerbungen 233 vorgesehen, welche ein Biegen der Lasche 231 ermöglichen, wie beschrieben. Zudem hat die Tür 21 eine Nase oder Auskragung 234, mit welcher die Tür 21 an dem Rahmen 22 in eine vorbestimmte Position stellbar ist, um die Tür 21 auch in ihrer geschlossenen Position gemäß 1 und 2 stabil und möglichst spielfrei an dem Rahmen 22 zu haltern. Die Auskragung 234 ist in 4 als Beispiel rechteckig ausgestaltet.

Entsprechend dazu hat der Rahmen 22 gemäß dem Beispiel von 5 ein Scharnierteil 23B, das bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel als T-förmiger Vorsprung ausgestaltet ist. Das Scharnierteil 23B ist einteilig mit dem Gehäuseteil 12 ausgebildet. Gemäß 5 hat das Scharnierteil 23B einen Kopf 235, der an einem Stil 236 angeordnet ist. Der Kopf 235 hat eine größere Breite als der Stil 236, wie in 5 dargestellt. Der Stil 236 ist aus der Ebene des Rahmens 22 gebogen, so dass der Kopf 235 versetzt, jedoch in etwa parallel, zu der Ebene des Rahmens 22 angeordnet ist. Zudem ist an dem Rahmen 22 eine Aussparung 237 vorgesehen, in welche die Auskragung 234 der Tür 21 eingreifen kann, wenn die Tür 21 geschlossen wird.

Der Kopf 235 und der Stil 236 des Scharnierteils 23B an dem Rahmen 22 sind in ihren Abmessungen etwas kleiner als die Öffnung 232 des Scharnierteils 23A an der Tür 21 gewählt. Dadurch sind die Scharnierteile 23A, 23B in ihrer Form aufeinander abgestimmt.

Bei einem Verfahren zum Herstellen des Tür-Rahmen-Systems 20 können vier Hauptschritte ausgeführt werden, die vor allem in Bezug auf den nachfolgend beschriebenen ersten bis dritten Hauptschritt zeitlich beliebig nacheinander oder zumindest teilweise zeitgleich ausgeführt werden können.

Bei dem ersten Hauptschritt des Verfahrens wird in einem planaren Element für das Gehäuseteil 11 durch Ausstanzen einer Aussparung ein Teil des Rahmens 22 gebildet. Hierbei wird auch der Riegel 111 mit der Öffnung 112 für das Befestigungselement 212 aus dem Gehäuseteil 11 ausgebildet, wie in 3 gezeigt. Anschließend kann der Riegel 111 etwas aus der Ebene des Gehäuseteils 12 gebogen werden, so dass die Tür 21 derart an dem Riegel 111 anliegt, dass die Tür 21 in der gleichen Ebene wie das Gehäuseteil 11 angeordnet ist. Dadurch schließt die Tür 21 bündig, insbesondere flächenbündig, mit dem Rahmen 22 ab. Anders ausgedrückt, die Tür 21 liegt bündig, insbesondere flächenbündig, in dem Rahmen 22, wie in 1 und 2 gezeigt.

Bei dem zweiten Hauptschritt des Verfahrens wird in einem planaren Element für das Gehäuseteil 12 durch Ausstanzen einer Aussparung ein Teil des Rahmens 22 mit den Scharnierteilen 23B gebildet. Hierbei wird anschließend das Scharnierteil 23B in die in 5 gezeigte Form gebogen.

Bei dem dritten Hauptschritt des Verfahrens wird die Tür 21 aus einem planaren Element hergestellt. Hierfür wird die Tür 21 mit den Scharnierteilen 23A, der zugehörigen Aussparung 233 und der Auskragung 234 aus dem planaren Element ausgestanzt. Danach kann die Tür 21 in ihre winklige Form gebogen werden. Außerdem kann die Lasche 231 für das zugehörige Scharnierteil 23A entsprechend gebogen werden, wie in 4 gezeigt.

Bei einem vierten Hauptschritt des Verfahrens können die Gehäuseteile 11, 12 und die Tür 21 aneinander befestigt werden, wie in 1 bis 3 veranschaulicht. Insbesondere können die Gehäuseteile 11, 12 in einem Winkel von ca. 90° derart aneinander befestigt werden, dass sie eine Öffnung für die Tür 21 bilden, in welche die Tür 21 eingesetzt wird.

Somit ist ein werkzeuglos montierbares Tür-Tahmen-System 20 mit Haltestellung im geöffneten Zustand und Funktion eines Scharniers 23 bereitgestellt. Insgesamt wird damit ein kostengünstig herzustellendes, werkzeuglos montierbares Tür-Rahmen-System 20 bereitgestellt, das ohne Zusatzelemente, wie Stifte, Federn, U-Scheiben, Buchsen, usw. eine öffnende und schließende Funktion erfüllt. Zusätzlich bietet das Tür-Rahmen-System 20 eine Einrast/Haltefunktion im geöffneten und geschlossenen Zustand.

Somit haben die Gehäuseteile 11, 12, die den Rahmen 22 bilden, und die Tür 21 eine im Material durch Stanz- und Umformvorgang integrierte Geometrie, die ohne Zusatzelemente die Funktion eines Scharniers 23 erfüllt. Die Gehäuseteile 11, 12, also der Rahmen 22, und die Tür 21 können ein beliebiges Material haben. Insbesondere sind die Gehäuseteile 11, 12, also der Rahmen 22, und die Tür 21 aus Blech geformt.

Gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel ist die Öffnung 232 in der Lasche 231 pilzkopfförmig ausgestaltet. Dementsprechend ist auch das Scharnierteil 23B pilzkopfförmig ausgestaltet. Auch auf diese Weise kann für das Tür-Rahmen-System 20 eine im Material durch Stanz- und Umformvorgang integrierte Geometrie geschaffen werden, die ohne Zusatzelemente die Funktion eines Scharniers 23 erfüllt.

Noch dazu ist es möglich, dass die Auskragung 234 an der Tür 21 eine andere Form als rechteckig hat, beispielsweise dreieckförmig, pilzförmig, T-förmig, usw.. Die Aussparung 237 des Rahmens 22 ist entsprechend zur Aufnahme der Auskragung 234 ausgestaltet, wie zuvor in Bezug auf das vorangehende Ausführungsbeispiel beschrieben.

Ansonsten ist das Tür-Rahmen-System 20 gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel aufgebaut, wie in Bezug auf das vorangehende Ausführungsbeispiel beschrieben.

Alle zuvor beschriebenen Ausgestaltungen des Tür-Rahmen-Systems 20 und des Verfahrens zu dessen Herstellung können einzeln oder in allen möglichen Kombinationen Verwendung finden. Insbesondere können alle Merkmale und/oder Funktionen der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele beliebig kombiniert werden. Zusätzlich sind insbesondere folgende Modifikationen denkbar.

Die in den Figuren dargestellten Teile sind schematisch dargestellt und können in der genauen Ausgestaltung von den in den Figuren gezeigten Formen abweichen, solange deren zuvor beschriebenen Funktionen gewährleistet sind.

Die Anzahl der Scharniere 23 des Tür-Rahmen-Systems 20 ist beliebig wählbar. Insbesondere ist es möglich, dass das Tür-Rahmen-System 20 nur ein Scharnier 23 aufweist.

Es ist auch möglich, die Geometrie für das Tür-Rahmen-System 20 mit anderen Fertigungsverfahren und/oder Materialien zu realisieren, wie beispielsweise mit Kunststoff-Spritzgussteilen, Gussteilen, Frästeilen, usw.

Denkbar ist auch, die Scharnierteile 23A, 23B in einer abgewandelten Form auszugestalten, als in Bezug auf das erste und zweite Ausführungsbeispiel beschrieben, solange die Schwenkfunktion der Tür 21 zwischen geschlossener und geöffneter Stellung und die Rastfunktion in der geöffneten Stellung der Tür 21 gewährleistet ist.