Title:
Pressverband mit umlaufenden Rillen
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Baugruppe (10) mit einem ersten und einem zweiten Teil (51; 52), wobei das erste Teil (51) eine Außenumfangsfläche (55) aufweist, wobei das zweite Teil (52) eine Innenumfangsfläche (54) aufweist, wobei die eine Fläche, Innenumfangsfläche (54) oder Außenumfangsfläche (55), kreiszylindrisch bezüglich einer Längsachse (11) ausgebildet ist.
Erfindungsgemäß weist die andere Fläche, Außenumfangsfläche (55) oder Innenumfangsfläche (54), eine Profilierung (70) mit hervorstehenden und vertieften Abschnitten (71; 72) auf, wobei die hervorstehenden Abschnitte (71) unter Vorspannung an der einen Fläche anliegt. embedded image




Inventors:
Selke, Andre (97816, Lohr, DE)
Application Number:
DE102016224315A
Publication Date:
06/07/2018
Filing Date:
12/07/2016
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19907732B4N/A2008-08-28
DE19846501A1N/A2000-04-13
DE69300484T2N/A1996-05-09



Foreign References:
200300199582003-01-30
JP201330705A
JP2013030705A2013-02-07
Claims:
Baugruppe (10) mit einem ersten und einem zweiten Teil (51; 52), wobei das erste Teil (51) eine Außenumfangsfläche (55) aufweist, wobei das zweite Teil (52) eine Innenumfangsfläche (54) aufweist, wobei die eine Fläche, Innenumfangsfläche (54) oder Außenumfangsfläche (55), kreiszylindrisch bezüglich einer Längsachse (11) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die andere Fläche, Außenumfangsfläche (55) oder Innenumfangsfläche (54), eine Profilierung (70) mit hervorstehenden und vertieften Abschnitten (71; 72) aufweist, wobei die hervorstehenden Abschnitte (71) unter Vorspannung an der einen Fläche anliegen.

Baugruppe nach Anspruch 1, wobei die vertieften Abschnitte (72) von wenigstens einer schraubenförmig um die Längsachse (11) umlaufenden Rille (73) gebildet werden.

Baugruppe nach Anspruch 1, wobei die vertieften Abschnitte (72) von einer Mehrzahl von kreisringförmig um die Längsachse (11) umlaufenden Rillen (73) gebildet werden.

Baugruppe nach Anspruch 2 oder 3, wobei die wenigstens eine Rille (73) im Querschnitt betrachtet kreisförmig ausgebildet ist.

Baugruppe nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine elektrische Spule (30) vorgesehen ist, wobei das erste und das zweite Teil Bestandteil eines magnetischen Kreises (36) sind, wobei die Spule (30) so relativ zum ersten und zum zweiten Teil (51; 52) angeordnet ist, dass mittels der Spule (30) ein Magnetfeld im ersten und im zweiten Teil (51; 52) erzeugbar ist.

Baugruppe nach Anspruch 5, wobei ein drittes Teil (53) vorgesehen ist, welches beweglich relativ zum ersten und zum zweiten Teil (51; 52) angeordnet ist, wobei es Bestandteil des magnetischen Kreises (36) ist, wobei der magnetische Kreis (36) einen Luftspalt (34) aufweist, dessen Größe durch Bewegung des dritten Teils (53) veränderbar ist.

Baugruppe nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das erste und/oder das zweite Teil und/oder das dritte Teil (51; 52; 53) aus einem ferromagnetischen Material bestehen.

Baugruppe nach Anspruch 6 oder 7, wobei das dritte Teil (53) mit einem gesonderten Steuerschieber, welcher linearbeweglich in einem zugordneten Gehäuse aufgenommen ist, bewegungsgekoppelt ist, wobei das Gehäuse mehrere Fluidanschlüsse aufweist, welche miteinander in Fluidaustauschverbindung bringbar sind, wobei eine entsprechende Verschaltung der Fluidanschlüsse durch Bewegung des Steuerschiebers beeinflussbar ist.

Baugruppe nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei ein Polrohr (12) vorgesehen ist, wobei das dritte Teil (53) ein innerhalb des Polrohrs (12) aufgenommener Anker (33) ist, wobei die Spule (30) das Polrohr (12) umgibt, wobei ein topfartig ausgebildeter Spulenmantel (40) die Spule (30) umgibt.

Baugruppe nach Anspruch 9, wobei das erste Teil (51) das Polrohr (12) ist, wobei das zweite Teil (52) der Spulenmantel (40) ist.

Baugruppe nach Anspruch 9 oder 10, wobei zwischen dem Polrohr (12) und dem Spulenmantel (40) eine Polscheibe (60) angeordnet ist.

Baugruppe nach Anspruch 11, wobei das erste Teil (51) das Polrohr (12) ist, wobei das zweite Teil (52) die Polscheibe (60) ist.

Baugruppe nach Anspruch 11 oder 12, wobei das erste Teil (51) die Polscheibe (60) ist, wobei das zweite Teil (52) der Spulenmantel (40) ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Baugruppe gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Pressverbände bestehend aus einem ersten und einem zweiten Teil sind bekannt. Das erste Teil hat eine bezüglich einer Längsachse kreiszylindrische Außenumfangsfläche, wobei das zweite Teil eine bezüglich der Längsachse kreiszylindrische Innenumfangsfläche aufweist. Der Durchmesser der Außenumfangsfläche im unverspannten Zustand ist um das sogenannte Pressübermaß größer als der Durchmesser der Innenumfangsfläche im unverspannten Zustand. Im zusammengebauten Zustand liegen die Innen- und Außenumfangsfläche unter Vorspannung aneinander an.

Bei elektromagnetischen Betätigungsvorrichtungen, wie sie beispielsweise aus der DE 199 07 732 B4 bekannt sind, wäre es wünschenswert, die verschiedenen Teile des magnetischen Kreises, nämlich das Polrohr, die Polscheibe und den Spulenmantel, in der Art eines Pressverbands zusammenzufügen, damit die sogenannten parasitären Luftspalte zwischen diesen Teilen besonders klein sind. In der Folge wären die Betätigungskräfte der Betätigungsvorrichtung besonders groß. Tatsächlich begnügt man sich zwischen den genannten Teilen mit einer Übergangspassung oder gar mit einer Spielpassung, damit die Montagekräfte gering bleiben.

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die resultierende Presskraft vergleichsweise genau und ohne prozessbedingte Schwankungen erreicht werden kann. Weiter kann sowohl ein „Fressen“ der Pressverbände vermieden als auch eine Senkung der Einpresskräfte bei höheren Pressübermaßen erzielt werden. Dies hat ein mögliches Aufweiten der Herstelltoleranzen der am Pressverband beteiligten Bauteile bzw. ein Verschieben zu höheren Pressübermaßen und damit verbundene Kosteneinsparung bei der Fertigung der Bauteile zur Folge. Darüber hinaus können ungenaue Fertigungstoleranzen von z.B. Stanzteilen gut ausgeglichen werden. Diese haben üblicherweise Bohrungstoleranzen gemäß der ISO-Toleranzklasse IT8. Insbesondere bei Teilen des sogenannten „Eisenkreises“ von elektromagnetischen Aktuatoren werden gute, insbesondere geschlossene, Übergänge der beteiligten Komponenten möglich. Es sind weniger parasitäre Luftspalte vorhanden.

Gemäß dem selbständigen Anspruch wird vorgeschlagen, dass die eine Fläche, Innenumfangsfläche oder Außenumfangsfläche, kreiszylindrisch bezüglich einer Längsachse ausgebildet ist, wobei die andere Fläche, Außenumfangsfläche oder Innenumfangsfläche, eine Profilierung mit hervorstehenden und vertieften Abschnitten aufweist, wobei die hervorstehenden Abschnitte unter Vorspannung an der einen Fläche anliegen. Die vertieften Abschnitte können an der einen Fläche anliegen oder mit Abstand zu dieser angeordnet sein. Im ersten Fall ist die entsprechende Vorspannung vorzugsweise geringer als im Bereich der hervorstehenden Abschnitte. Im Bereich der hervorstehenden Abschnitte kann sich beim Zusammenbau des ersten mit dem zweiten Teil eine plastische Verformung ergeben.

In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der Erfindung angegeben.

Es kann vorgesehen sein, dass die vertieften Abschnitte von wenigstens einer schraubenförmig um die Längsachse umlaufenden Rille gebildet werden. Die genannte Rille ist besonders kostengünstig mittels einer Drehbearbeitung herstellbar. Die Größe der resultierenden Presskraft kann dabei durch geeignete Wahl der Vordrehgeometrie, der Einstichtiefe der Rillen bzw. der Steigung des entsprechenden vereinfachten Gewindes vergleichsweise genau und ohne prozessbedingte Schwankungen erreicht werden.

Es kann vorgesehen sein, dass die vertieften Abschnitte von einer Mehrzahl von kreisringförmig um die Längsachse umlaufenden Rillen gebildet werden.

Es kann vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Rille im Querschnitt betrachtet kreisförmig ausgebildet ist. Der Kreisradius ist vorzugsweise gleich dem Eckenradius eines üblichen Drehmeißels gewählt. Der Drehmeißel ist vorzugsweise mit Wendschneidplatten ausgerüstet.

Es kann eine elektrische Spule vorgesehen sein, wobei das erste und das zweite Teil Bestandteil eines magnetischen Kreises sind, wobei die Spule so relativ zum ersten und zum zweiten Teil angeordnet ist, dass mittels der Spule ein Magnetfeld im ersten und im zweiten Teil erzeugbar ist. Die Mittelachse der Spule fällt vorzugsweise mit der Längsachse zusammen. Die Spule ist vorzugsweise fest mit dem ersten und dem zweiten Teil verbunden.

Es kann vorgesehen sein, dass ein drittes Teil vorgesehen ist, welches beweglich relativ zum ersten und zum zweiten Teil angeordnet ist, wobei es Bestandteil des magnetischen Kreises ist, wobei der magnetische Kreis einen Luftspalt aufweist, dessen Größe durch Bewegung des dritten Teils veränderbar ist. Damit kann das dritte Teil durch Bestromung der Spule in Bewegung versetzt werden. Das dritte Teil ist vorzugsweise in Richtung der Längsachse beweglich.

Es kann vorgesehen sein, dass das erste und/oder das zweite Teil und/oder das dritte Teil aus einem ferromagnetischen Material bestehen. Die genannten Teile bestehen vorzugsweise aus Stahl.

Es kann vorgesehen sein, dass das dritte Teil mit einem gesonderten Steuerschieber, welcher linearbeweglich in einem zugordneten Gehäuse aufgenommen ist, bewegungsgekoppelt ist, wobei das Gehäuse mehrere Fluidanschlüsse aufweist, welche miteinander in Fluidaustauschverbindung bringbar sind, wobei eine entsprechende Verschaltung der Fluidanschlüsse durch Bewegung des Steuerschiebers beeinflussbar ist. Das entsprechende Ventil ist zur Verwendung mit einem Druckfluid vorgesehen, bei dem es sich vorzugsweise um eine Flüssigkeit und höchst vorzugsweise um Hydrauliköl handelt.

Es kann ein Polrohr vorgesehen sein, wobei das dritte Teil ein innerhalb des Polrohrs aufgenommener Anker ist, wobei die Spule das Polrohr umgibt, wobei ein topfartig ausgebildeter Spulenmantel die Spule umgibt. Eine entsprechende Betätigungsvorrichtung für ein Ventil ist aus der eingangs genannten DE 199 07 732 B4 bekannt. Bei derartigen Betätigungsvorrichtungen ist die vorliegende Erfindung besonders vorteilhaft, da parasitäre Luftspalte vermieden werden. In der Folge steigt die Betätigungskraft der Betätigungsvorrichtung.

Es kann vorgesehen sein, dass das erste Teil das Polrohr ist, wobei das zweite Teil der Spulenmantel ist. Der erfindungsgemäße Pressverband zwischen dem ersten und dem zweiten Teil kann mehrfach innerhalb derselben Baugruppe verwendet werden.

Es kann vorgesehen sein, dass zwischen dem Polrohr und dem Spulenmantel eine Polscheibe angeordnet ist.

Es kann vorgesehen sein, dass das erste Teil das Polrohr ist, wobei das zweite Teil die Polscheibe ist.

Es kann vorgesehen sein, dass das erste Teil die Polscheibe ist, wobei das zweite Teil der Spulenmantel ist.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachfolgend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:

  • 1 einen grobschematischen Längsschnitt einer erfindungsgemäßen Baugruppe;
  • 2 eine perspektivische Teilansicht eines ersten Teils; und
  • 3 einen Teillängsschnitt einer erfindungsgemäßen Baugruppe.

1 zeigt einen grobschematischen Längsschnitt einer erfindungsgemäßen Baugruppe 10 in Form einer Betätigungsvorrichtung. Die Baugruppe 10 umfasst ein Polrohr 12, welches sich entlang einer Längsachse 11 erstreckt. Innen in dem Polrohr 12 ist ein ferromagnetischer Anker 33 in Richtung der Längsachse 11 beweglich aufgenommen. Der Anker 33 bildet das dritte Teil und ist vorzugsweise mit dem Steuerschieber eines (nicht dargestellten) hydraulischen Ventils bewegungsgekoppelt. Das Polrohr 12 kann einstückig an dem Ventil vorgesehen sein. Es kann aber auch als gesondertes Bauteil ausgebildet sein. Das Ventil ist vorzugsweise in Form eines Einschraubventils ausgebildet.

Im einfachsten denkbaren Fall wird der Anker 33 von einer Feder 37 in eine Endstellung gedrückt, so dass ein Ende des Ankers 33 im Bereich eines Flussunterbrechungsabschnitts 35 im Polrohr 12 angeordnet ist. Abseits des Flussunterbrechungsabschnitts 35 besteht das Polrohr 12 aus einem ferromagnetischen Material. Der Flussunterbrechungsabschnitt 35 kann aus einem magnetisch nicht leitenden Material wie Kupfer bestehen. Es ist aber auch denkbar, dass das Polrohr 12 dort mit einer sehr geringen Wandstärke ausgebildet ist, so dass der ferromagnetische Werkstoff des Polrohrs 12 in Sättigung gerät, wenn die Spule 30 unter Strom gesetzt wird. Mittels einer Strichlinie ist grobschematisch der ringartig geschlossene Verlauf des magnetischen Flusses im magnetischen Kreis 36 um die Spule 30 eingezeichnet, welcher entsteht, wenn die Spule 30 unter Strom gesetzt wird. Der magnetische Fluss konzentriert sich auf Bereiche der Baugruppe 10, welche aus ferromagnetischem Material bestehen. Er wird daher vom Flussunterbrechungsabschnitt 35 in den Anker 33 abgelenkt. Die Magnetkräfte bewirken eine Kraft auf den Anker 33, welche in Richtung einer Verkleinerung des Luftspalts 34 gerichtet ist, so dass der Anker 33 sich gegen die Kraft der Feder 37 verschiebt, bis der Luftspalt 34 das kleinstmögliche Maß aufweist. In der Folge muss der magnetische Fluss keinen Luftspalt mehr überbrücken, wobei er weitgehend vollständig in ferromagnetischem Material verläuft.

Die Außenumfangsfläche des Polrohrs 12 ist im Wesentlichen kreiszylindrisch bezüglich der Längsachse 11 ausgebildet, wobei sie beispielsweise von einer Schlüsselfläche unterbrochen sein kann. Am freien Ende des Polrohrs 12 ist ein Außengewinde 13 angeordnet, auf welchem eine Mutter 20 aufgeschraubt ist, die vorzugsweise aus Stahl besteht.

An der Mutter 20 liegt ein Spulenmantel 40 unmittelbar an, wobei zwischen dem Spulenmantel 40 und der Mutter 20 eine Unterlegscheibe angeordnet sein kann. Der Spulenmantel 40 besteht aus Stahl und wurde ausgehend von einem ebenen Blech mit konstanter Dicke in eine topfartige Form umgeformt. Hierbei kommt vorzugsweise das Tiefziehverfahren zur Anwendung. Der Spulenmantel 40 ist im Wesentlichen rotationssymmetrisch bezüglich der Längsachse 11 ausgebildet. Er hat einen Boden 41, wobei am in Richtung der Längsachse 11 gegenüberliegenden Ende eine offene Kopfseite 42 angeordnet ist. Der Boden 41 ist in Form einer ebenen Platte mit konstanter Dicke ausgebildet, welche von einer Bohrung 44 durchsetzt ist, die konzentrisch zur Längsachse 11 ausgebildet ist. Die Bohrung 44 ist an das Polrohr 12 angepasst, so dass dort kein Luftspalt vorhanden ist. In diesem Bereich kann der erfindungsgemäße Pressverband zur Anwendung kommen, wobei das Polrohr 12 das erste Teil und der Spulenmantel 40 das zweite Teil ist. Die entsprechende Innenumfangsfläche wird von der Bohrung 44 gebildet.

An den Boden 41 schließt sich einstückig der rohrartige Abschnitt 45 des Spulenmantels 40 an, welcher in Form eines bezüglich der Längsachse 11 kreiszylindrischen Rohres mit konstanter Wanddicke ausgebildet ist. Das dem Boden 41 gegenüberliegende Ende des rohrartigen Abschnitts 45 bildet die offene Kopfseite 42 des Spulenmantels 40. Dort wird der rohrartige Abschnitt in radialer Richtung von einer Ausnehmung 43 durchsetzt, durch welche elektrische Verbindungsleitungen von der elektrischen Anschlussstelle 31 zur Spule 30 geführt werden. Die Ausnehmung 43 ist im Wesentlichen rechteckig ausgebildet, wobei sie zur Kopfseite 42 hin offen ausgebildet ist. An der Kopfseite 42 hat der Spulenmantel 40 eine ebene Stirnfläche, welche senkrecht zur Längsachse 11 angeordnet ist. Der magnetische Fluss bei bestromter Spule 30 verläuft bevorzugt durch den ferromagnetischen Spulenmantel 40.

Im Inneren des rohartigen Abschnitts 45 ist eine elektrische Spule 30 aufgenommen, welche das Polrohr 12 ringartig umgibt. Die Spule 30 ist in ein Kunststoffmaterial eingebettet, welches fest an dem Spulenmantel 40 anhaftet, so dass der Spulenmantel 40 und die Spule 30 eine im Wesentlichen untrennbare Baueinheit bilden. Die elektrische Anschlussstelle 31 wird ebenfalls von dem genannten Kunststoffmaterial gebildet. Das Kunststoffmaterial wird vorzugsweise im Spritzgussverfahren an den Spulenmantel 40 angeformt. Dabei werden die Spule 30 und der Spulenmantel 40 in die entsprechende Spritzgussform eingelegt, ehe der zähflüssige Kunststoff in die Spritzgussform eingespritzt wird.

Weiter ist eine Polscheibe 60 vorgesehen, die in Form einer ebenen Platte mit konstanter Dicke ausgebildet ist. Die Polscheibe 60 wird von einer Bohrung 61 durchsetzt, welche kreiszylindrisch bezüglich der Längsachse 11 ausgebildet ist, wobei sie an das Polrohr 12 angepasst ist, so dass dort kein Luftspalt vorhanden ist. In diesem Bereich kann der erfindungsgemäße Pressverband zur Anwendung kommen, wobei das Polrohr 12 das erste Teil und die Polscheibe 60 das zweite Teil ist. Die entsprechende Innenumfangsfläche wird von der Bohrung 61 gebildet.

Die Außenumfangsfläche 62 der Polscheibe 60 ist kreiszylindrisch bezüglich der Längsachse 11 ausgebildet, wobei sie innen am Spulenmantel 40 an einer angepassten Gegenfläche anliegt, so dass dort kein Luftspalt vorhanden ist. In diesem Bereich kann der erfindungsgemäße Pressverband zur Anwendung kommen, wobei die Polscheibe 60 das erste Teil und der Spulenmantel 40 das zweite Teil ist. Die entsprechende Außenumfangsfläche 62 befindet sich an der Polscheibe 60. Die Dicke der Polscheibe 60 in Richtung der Längsachse 11 ist vergleichsweise groß ausgebildet, damit die Außenumfangsfläche 62 eine Führung für den Spulenmantel 40 bildet, um dessen Montage zu vereinfachen. Der magnetische Fluss bei bestromter Spule 30 verläuft bevorzugt durch die ferromagnetische Polscheibe 60. Die Polscheibe 60 kann unmittelbar an dem oben erläuterten Kunststoffmaterial anliegen, in welches die Spule 30 eingebettet ist.

Auf der von der Spule 30 abgewandten Seite liegt die Polscheibe 60 an einem Anschlag 14 des Polrohrs 12 an. Der Anschlag 14 bildet vorliegend ein Sechskantprofil, mittels dem das Polrohr 12 bzw. das mit dem Polrohr 12 fest verbundene Ventil in einem Ventilblock eingeschraubt werden kann.

2 zeigt eine perspektivische Teilansicht eines ersten Teils 51. Die 2 dient in erster Linie der Darstellung der Außenumfangsfläche 55 am ersten Teil 51. Die verbleibenden Konturen am ersten Teil können beliebig anders aussehen, je nachdem, an welcher Stelle der Baugruppe der erfindungsgemäße Pressverband zum Einsatz kommt. Hierzu wird auf die Ausführungen zu 1 verwiesen.

In den 2 und 3 ist jeweils die Außenumfangsfläche 55 am ersten Teil 51 mit einer Profilierung 70 versehen, wobei die Innenumfangsfläche am zweiten Teil kreiszylindrisch bezüglich der Längsachse 11 ausgebildet ist. Es versteht sich, dass die Profilierung 70 auch an der Innenumfangsfläche des zweiten Teils vorgesehen sein kann, wobei die Außenumfangsfläche des ersten Teils 51 kreiszylindrisch bezüglich der Längsachse 11 ausgebildet ist.

Die Profilierung 70 wird vorliegend von einer Rille 73 gebildet, welche schraubenförmig um die Längsachse 11 umläuft. Vorliegend ist nur eine einzige Rille 73 vorgesehen. Es ist aber auch möglich, dass in der Art eines mehrgängigen Gewindes mehrere Rillen 73 vorgesehen sind, die eine gemeinsame Steigung aufweisen, wobei sie in Richtung der Längsachse versetzt zueinander angeordnet sind, vorzugsweise um eine Länge, welche gleich der Steigung dividiert durch die Anzahl der Rillen 73 ist. Anstelle der schraubenförmig verlaufenden Rillen 73 können auch mehrere kreisringförmig um die Längsachse verlaufende Rillen 73 vorgesehen sein, welche verteilt entlang der Längsachse 11 angeordnet sind. Die Profilierung 70 erstreckt sich in Richtung der Längsachse 11 vorzugsweise über die gesamte Breite der entsprechenden Gegenfläche am anderen Teil.

Die Querschnittsform der Rille 73 ist vorliegend kreisförmig ausgebildet, wobei der entsprechende Kreisradius der Übersichtlichkeit halber übertrieben dargestellt ist. Die Rillen werden vorzugsweise mittels einer Drehmaschine hergestellt, wobei der Kreisradius der Rillen dem Eckenradius des entsprechenden Drehmeißels entspricht. Vorzugsweise hat der Drehmeißel eine Wendschneidplatte. Es ist aber auch denkbar, andere Querschnittsformen für die Rille zu verwenden, insbesondere solche, die auch bei einem Gewinde üblich sind.

3 zeigt einen Teillängsschnitt einer erfindungsgemäßen Baugruppe 10. Das erste Teil 51 ist dasjenige, welches bereits mit Bezug auf 2 erläutert wurde. In 3 sind das erste und das zweite Teil 51; 52 jeweils im unverspannten Zustand dargestellt. Es versteht sich, dass die hervorstehenden Abschnitte 71 tatsächlich an der kreiszylindrischen Innenumfangsfläche 54 des zweiten Teils 52 unter Vorspannung anliegen. Im dargestellten unverspannten Zustand stehen die hervorstehenden Abschnitte 71 über die Innenumfangsfläche 54 über. Die von den Rillen 73 gebildeten vertieften Abschnitte 72 sind mit Abstand zur Innenumfangsfläche 54 angeordnet.

Bezugszeichenliste

10
Baugruppe
11
Längsachse
12
Polrohr
13
Außengewinde am Polrohr
14
Anschlag
20
Mutter
30
Spule
31
elektrische Anschlussstelle
33
Anker
34
Luftspalt
35
Flussunterbrechungsabschnitt
36
magnetischer Kreis
37
Feder
40
Spulenmantel
41
Boden des Spulenmantels
42
offene Kopfseite des Spulenmantels
43
Ausnehmung im Spulenmantel
44
Bohrung
45
rohrartiger Abschnitt
51
erstes Teil
52
zweites Teil
53
drittes Teil
54
Innenumfangsfläche
55
Außenumfangsfläche
60
Polscheibe
61
Bohrung der Polscheibe
62
Außenumfangsfläche der Polscheibe
70
Profilierung
71
hervorstehender Ab schnitt
72
vertiefter Abschnitt
73
Rille

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 19907732 B4 [0003, 0014]