Title:
Verfahren, Computerprogramm und Vorrichtung für ein Mobilgerät zum Anpassen einer Kommunikation über ein mobiles Kommunikationssystem
Kind Code:
A1


Abstract:

Ausführungsbeispiele beziehen sich auf ein Verfahren, ein Computerprogramm und eine Vorrichtung für ein Mobilgerät zum Anpassen einer Kommunikation über ein mobiles Kommunikationssystem. Das Verfahren umfasst Bestimmen (110) einer bevorstehenden Kommunikationseinschränkung einer Kommunikation über ein mobiles Kommunikationssystem basierend auf einer voraussichtlichen Position des Mobilgeräts (100) auf einer mehrfach durch das Mobilgerät (100) zurückgelegten Strecke. Das Verfahren umfasst ferner Berechnen (120) eines voraussichtlichen zeitlichen Ausmaßes der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung. Das Verfahren umfasst ferner Anpassen (130) der Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung. embedded image




Inventors:
Henze, Stefan, Dr. (38114, Braunschweig, DE)
Joachim, Manuel (38110, Braunschweig, DE)
Lühr, Kord, Dr. (38302, Wolfenbüttel, DE)
Penshorn, Gerd (31234, Edemissen, DE)
Kureckova, Anna (38448, Wolfsburg, DE)
Jencquel, Jochen (22303, Hamburg, DE)
Application Number:
DE102016221986A
Publication Date:
05/09/2018
Filing Date:
11/09/2016
Assignee:
VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, 38440 (DE)
International Classes:



Foreign References:
200902471472009-10-01
201101671282011-07-07
Claims:
Verfahren für ein Mobilgerät (100), umfassend:
Bestimmen (110) einer bevorstehenden Kommunikationseinschränkung einer Kommunikation über ein mobiles Kommunikationssystem basierend auf einer voraussichtlichen Position des Mobilgeräts (100) auf einer mehrfach durch das Mobilgerät (100) zurückgelegten Strecke;
Berechnen (120) eines voraussichtlichen zeitlichen Ausmaßes der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung; und
Anpassen (130) der Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung.

Das Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem einem Sprachanruf entspricht, und wobei das Anpassen (130) der Kommunikation ein Unterbrechen und Wiederaufnehmen des Sprachanrufs umfasst.

Das Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem einer Datenkommunikation entspricht.

Das Verfahren gemäß Anspruch 3, wobei das Anpassen (130) ferner ein vorausschauendes Puffern der Datenkommunikation basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung umfasst.

Das Verfahren gemäß Anspruch 4, wobei das Mobilgerät ein Fahrzeug ist, und wobei das vorausschauende Puffern während einer Standzeit des Fahrzeugs durchgeführt wird.

Das Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Bestimmen (110) der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung auf einer Karte über voraussichtliche Kommunikationseinschränkungen basiert.

Das Verfahren gemäß Anspruch 6, wobei das Verfahren ferner Bestimmen zumindest eines Teils der Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen umfasst,
und/oder wobei das Verfahren ferner Empfangen zumindest eines Teils der Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen umfasst,
und/oder wobei das Verfahren ferner Senden zumindest eines Teils der Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen umfasst.

Das Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren ein Bereitstellen einer Information über einen Zeitpunkt und/oder eine Dauer der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung umfasst, und/oder wobei das Verfahren ferner ein Bereitstellen von Information über zumindest eine Fahralternative basierend auf der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung umfasst.

Programm mit einem Programmcode zum Durchführen des Verfahrens gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wenn der Programmcode auf einem Computer, einem Prozessor, einem Kontrollmodul oder einer programmierbaren Hardwarekomponente ausgeführt wird.

Vorrichtung (10) für ein Mobilgerät (100), umfassend
ein Kommunikationsmodul (12), ausgebildet zur Kommunikation über ein mobiles Kommunikationssystem; und
ein Kontrollmodul (14), ausgebildet zum:
Steuern des Kommunikationsmoduls (12),
Bestimmen einer bevorstehenden Kommunikationseinschränkung der Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem basierend auf einer voraussichtlichen Position des Mobilgeräts (100) auf einer mehrfach durch das Mobilgerät (100) zurückgelegten Strecke,
Berechnen eines voraussichtlichen zeitlichen Ausmaßes der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung, und
Anpassen der Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung.

Description:

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, ein Computerprogramm und eine Vorrichtung für ein Mobilgerät zum Anpassen einer Kommunikation über ein mobiles Kommunikationssystem, genauer, aber nicht ausschließlich, basierend auf einem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß einer (bevorstehenden) Kommunikationseinschränkung auf einer mehrfach durch das Mobilgerät zurückgelegten Strecke.

Eine Vernetzung von Fahrzeugen, mit anderen Fahrzeugen, mit einem Rechenzentrum eines Fahrzeugherstellers oder mit dem Internet ist ein Fokus im Fahrzeugbau. Durch die Mobilität des Fahrzeugs wird eine Kommunikation des Fahrzeugs mit anderen Kommunikationspartnern möglicherweise erschwert, etwa durch Abschattung, Reflexionen, Interferenz oder durch eine veränderte Distanz zu den Kommunikationspartnern. Selbige Probleme stellen sich häufig auch Mobilgeräten, die in Fahrzeugen mitgeführt werden, etwa im öffentlichen Personennahverkehr.

Eine Mehrzahl von Diensten, die die Vernetzung eines Mobilgeräts mit dem Internet nutzen, sind möglicherweise darauf angewiesen, Daten kontinuierlich nachzuladen und zu Puffern, etwa in einer Navigationsanwendung oder bei der Wiedergabe von Mediendaten. Kommt es dabei zu einer Kommunikationseinschränkung des Mobilgeräts, so kann eine Wiedergabe der Medien oder ein Nachladen von Kartendaten eingeschränkt sein.

Es besteht der Bedarf, ein verbessertes Konzept für eine Kommunikation eines Mobilgeräts über ein mobiles Kommunikationssystem bereitzustellen.

Diesem Bedarf wird durch die unabhängigen Ansprüche Rechnung getragen.

Ausführungsbeispiele schaffen ein Verfahren, ein Computerprogramm und eine Vorrichtung für ein Mobilgerät, etwa für ein Fahrzeug oder ein programmierbares Mobiltelefon. Auf einer mehrfach durch das Mobilgerät zurückgelegten Strecke, beispielsweise einer Pendlerstrecke auf der Straße oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, kann eine (voraussichtlich) bevorstehende Kommunikationseinschränkung des Mobilgeräts, etwa durch Abschattung durch Tunnel oder weitere Hindernisse oder Signaldämpfung, vorausgesagt werden. Basierend auf dieser Voraussage kann eine voraussichtliche Dauer und/oder ein Zeitpunkt der Kommunikationseinschränkung berechnet werden, und für diesen Zeitpunkt relevante Daten können zuvor abgerufen und zwischengespeichert werden, etwa um eine ununterbrochene Wiedergabe von Medien zu erreichen. Ferner kann ein Nutzer des Mobilgeräts gewarnt werden, dass eine Kommunikationseinschränkung imminent ist, etwa um ein Telefongespräch zu verschieben, nach der Kommunikationseinschränkung automatisch wieder aufzunehmen, oder um Wegalternativen aufzuzeigen, bei denen die Kommunikationseinschränkung verzögert, verringert oder vermieden werden kann.

Ausführungsbeispiele schaffen ein Verfahren für ein Mobilgerät. Das Mobilgerät kann beispielsweise ein Fahrzeug oder ein programmierbares Mobiltelefon (auch engl. Smartphone) sein, oder ein Fahrzeug kann das Mobilgerät umfassen. Das Verfahren umfasst Bestimmen einer bevorstehenden Kommunikationseinschränkung einer Kommunikation über ein mobiles Kommunikationssystem basierend auf einer voraussichtlichen Position des Mobilgeräts auf einer mehrfach durch das Mobilgerät zurückgelegten Strecke. Die mehrfach durch das Mobilgerät zurückgelegte Strecke kann beispielsweise einer Pendlerstrecke/Pendelstrecke entsprechen. Das Verfahren umfasst ferner Berechnen eines voraussichtlichen zeitlichen Ausmaßes der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung. Das Verfahren umfasst ferner Anpassen der Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung.

Durch ein Bestimmen des voraussichtlichen zeitlichen Ausmaßes der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung können beispielsweise Daten, etwa Mediendaten oder Navigationsdaten, die während der (bevorstehenden) Kommunikationseinschränkung genutzt werden können, vor der Kommunikationseinschränkung angefordert und zwischengespeichert werden, oder es können Informationen über eine mögliche Vermeidung, Verringerung oder Verzögerung der Kommunikationseinschränkung gegeben werden.

Beispielsweise kann die Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem einem Sprachanruf entsprechen. Das Anpassen der Kommunikation kann ein Unterbrechen und Wiederaufnehmen des Sprachanrufs umfassen. Dadurch kann beispielsweise ein Komfort und eine Sicherheit eines Nutzers des Mobilgeräts (etwa eines Fahrers des Fahrzeugs) erhöht werden, indem eine weitere Nutzerinteraktion vermieden wird.

Beispielsweise kann die Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem einer Datenkommunikation entsprechen. Das Anpassen kann ferner ein vorausschauendes Puffern der Datenkommunikation basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung umfassen. Das vorausschauende Puffern kann beispielsweise ermöglichen, dass Daten, die während der voraussichtlichen zeitlichen Ausdehnung der Kommunikationseinschränkung benötigt werden, trotz Kommunikationseinschränkung zur Verfügung stehen.

In zumindest manchen Ausführungsbeispielen kann das Mobilgerät ein Fahrzeug sein. Das vorausschauende Puffern kann während einer Standzeit des Fahrzeugs durchgeführt werden. Ist die mehrfach durch das Fahrzeug zurückgelegte Strecke bekannt (beispielsweise eine Pendlerstrecke), so kann das Verfahren beispielsweise die Daten, etwa Mediendaten oder Navigationsdaten während der Standzeit herunterladen, etwa über eine heimisches kabelloses lokales Netzwerk (auch engl. Wireless Local Area Network, WLAN).

In zumindest einigen Ausführungsbeispielen kann das Bestimmen der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung auf einer Karte über voraussichtliche Kommunikationseinschränkungen basieren. Beispielsweise kann die Karte ein Anpassen der Kommunikation basierend auf Kommunikationseinschränkungen ermöglichen, die von weiteren Mobilgeräten bestimmt wurden.

Beispielsweise kann das Verfahren ferner Bestimmen zumindest eines Teils der Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen umfassen. Zusätzlich oder alternativ kann das Verfahren ferner Empfangen zumindest eines Teils der Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen umfassen. Zusätzlich oder alternativ kann das Verfahren ferner Senden zumindest eines Teils der Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen umfassen. Ein Bestimmen und/oder Austauschen zumindest eines Teils der Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen kann beispielsweise eine genauere oder aktuellere Berechnung des zeitlichen Ausmaßes der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung ermöglichen.

In zumindest manchen Ausführungsbeispielen kann das Verfahren ein Bereitstellen einer Information über einen Zeitpunkt und/oder eine Dauer der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung umfassen, beispielsweise über ein visuelles Ausgabegerät oder ein Audio-Ausgabegerät. Alternativ oder zusätzlich kann das Verfahren ferner ein Bereitstellen von Information über zumindest eine Fahralternative basierend auf der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung umfassen. Beispielsweise kann die Information über die Fahralternative Information über eine alternative Strecke oder über eine angepasste Geschwindigkeit umfassen, etwa um einen Anruf oder eine Datenübertragung vor der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung zu beenden oder die Kommunikationseinschränkung zu verringern oder zu vermeiden.

Ausführungsbeispiele schaffen ferner ein Programm mit einem Programmcode zum Durchführen des Verfahrens, wenn der Programmcode auf einem Computer, einem Prozessor, einem Kontrollmodul oder einer programmierbaren Hardwarekomponente ausgeführt wird.

Ausführungsbeispiele schaffen ferner eine Vorrichtung für ein Mobilgerät. Die Vorrichtung umfasst ein Kommunikationsmodul, ausgebildet zur Kommunikation über ein mobiles Kommunikationssystem. Die Vorrichtung umfasst ferner ein Kontrollmodul, ausgebildet zum Steuern des Kommunikationsmoduls. Das Kontrollmodul ist ferner ausgebildet zum Bestimmen einer bevorstehenden Kommunikationseinschränkung der Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem basierend auf einer voraussichtlichen Position des Mobilgeräts auf einer mehrfach durch das Mobilgerät zurückgelegten Strecke. Das Kontrollmodul ist ferner ausgebildet zum Berechnen eines voraussichtlichen zeitlichen Ausmaßes der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung. Das Kontrollmodul ist ferner ausgebildet zum Anpassen der Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung.

Ausführungsbeispiele schaffen ferner ein Mobilgerät, etwa ein Fahrzeug oder ein Smartphone, umfassend die Vorrichtung für das Mobilgerät.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele, auf welche Ausführungsbeispiele generell jedoch nicht insgesamt beschränkt sind, näher beschrieben. Es zeigen:

  • 1 zeigt ein Blockdiagramm eines Verfahrens für ein Mobilgerät;
  • 1a zeigt ein Flussdiagramm einer Vorrichtung für ein Mobilgerät;
  • 2azeigt eine Darstellung einer Information über einen Zeitpunkt und/oder eine Dauer der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung;
  • 2bzeigt eine Darstellung einer Information über zumindest eine Fahralternative;
  • 2c zeigt ein Ausführungsbeispiel eines vorausschauenden Pufferns während einer Standzeit eines Fahrzeugs; und
  • 2d zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines vorausschauenden Pufferns.

Verschiedene Ausführungsbeispiele werden nun ausführlicher unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in denen einige Ausführungsbeispiele dargestellt sind. In den Figuren können die Dickenabmessungen von Linien, Schichten und/oder Regionen um der Deutlichkeit Willen übertrieben dargestellt sein.

Bei der nachfolgenden Beschreibung der beigefügten Figuren, die lediglich einige exemplarische Ausführungsbeispiele zeigen, können gleiche Bezugszeichen gleiche oder vergleichbare Komponenten bezeichnen. Ferner können zusammenfassende Bezugszeichen für Komponenten und Objekte verwendet werden, die mehrfach in einem Ausführungsbeispiel oder in einer Zeichnung auftreten, jedoch hinsichtlich eines oder mehrerer Merkmale gemeinsam beschrieben werden. Komponenten oder Objekte, die mit gleichen oder zusammenfassenden Bezugszeichen beschrieben werden, können hinsichtlich einzelner, mehrerer oder aller Merkmale, beispielsweise ihrer Dimensionierungen, gleich, jedoch gegebenenfalls auch unterschiedlich ausgeführt sein, sofern sich aus der Beschreibung nicht etwas anderes explizit oder implizit ergibt.

Obwohl Ausführungsbeispiele auf verschiedene Weise modifiziert und abgeändert werden können, sind Ausführungsbeispiele in den Figuren als Beispiele dargestellt und werden hierin ausführlich beschrieben. Es sei jedoch klargestellt, dass nicht beabsichtigt ist, Ausführungsbeispiele auf die jeweils offenbarten Formen zu beschränken, sondern dass Ausführungsbeispiele vielmehr sämtliche funktionale und/oder strukturelle Modifikationen, Äquivalente und Alternativen, die im Bereich der Erfindung liegen, abdecken sollen. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in der gesamten Figurenbeschreibung gleiche oder ähnliche Elemente.

Man beachte, dass ein Element, das als mit einem anderen Element „verbunden“ oder „verkoppelt“ bezeichnet wird, mit dem anderen Element direkt verbunden oder verkoppelt sein kann oder dass dazwischenliegende Elemente vorhanden sein können. Wenn ein Element dagegen als „direkt verbunden“ oder „direkt verkoppelt“ mit einem anderen Element bezeichnet wird, sind keine dazwischenliegenden Elemente vorhanden. Andere Begriffe, die verwendet werden, um die Beziehung zwischen Elementen zu beschreiben, sollten auf ähnliche Weise interpretiert werden (z.B., „zwischen“ gegenüber „direkt dazwischen“, „angrenzend“ gegenüber „direkt angrenzend“ usw.).

Die Terminologie, die hierin verwendet wird, dient nur der Beschreibung bestimmter Ausführungsbeispiele und soll die Ausführungsbeispiele nicht beschränken. Wie hierin verwendet, sollen die Singularformen „einer,“ „eine“, „eines“ und „der, die, das“ auch die Pluralformen beinhalten, solange der Kontext nicht eindeutig etwas anderes angibt. Ferner sei klargestellt, dass die Ausdrücke wie z.B. „beinhaltet“, „beinhaltend“, „aufweist“, „umfasst“, „umfassend“ und/oder „aufweisend“, wie hierin verwendet, das Vorhandensein von genannten Merkmalen, ganzen Zahlen, Schritten, Arbeitsabläufen, Elementen und/oder Komponenten angeben, aber das Vorhandensein oder die Hinzufügung von einem bzw. einer oder mehreren Merkmalen, ganzen Zahlen, Schritten, Arbeitsabläufen, Elementen, Komponenten und/oder Gruppen davon nicht ausschließen.

Solange nichts anderes definiert ist, haben sämtliche hierin verwendeten Begriffe (einschließlich von technischen und wissenschaftlichen Begriffen) die gleiche Bedeutung, die ihnen ein Durchschnittsfachmann auf dem Gebiet, zu dem die Ausführungsbeispiele gehören, beimisst. Ferner sei klargestellt, dass Ausdrücke, z.B. diejenigen, die in allgemein verwendeten Wörterbüchern definiert sind, so zu interpretieren sind, als hätten sie die Bedeutung, die mit ihrer Bedeutung im Kontext der einschlägigen Technik konsistent ist, und nicht in einem idealisierten oder übermäßig formalen Sinn zu interpretieren sind, solange dies hierin nicht ausdrücklich definiert ist.

Zumindest manche Ausführungsbeispiele schaffen verbesserte Konzepte zum positiven Umgang mit „Funklöchern“. Wegen Funklöchern im Mobilfunkbereich kommt es in manchen Fällen zu Verbindungsabbrüchen bei Telefonie und Daten-Diensten. Auf regelmäßigen (Pendel- ) Strecken können diese Funklöcher wiederkehren (und/oder sind bekannt) und/oder könnten auch ohne Provider-Hilfe ermittelt werden. Zumindest einige Ausführungsbeispiele schaffen ein verbessertes Konzept, wie in Fahrzeugen positiv mit solchen Funklöchern umgegangen werden kann.

Ein Positiver Umgang mit Funklöchern kann beispielsweise umfassen:

  • ■ Telefonie: Vor-Ankündigungen des Ausfalls oder des Wiedereintritts in einen Empfangsbereich
  • ■ Navigation: Routenoption „Strecke mit bester Netzabdeckung“
  • ■ Downloads: Empfehlung von Orten mit bester/günstigster Internetverbindung für größere Downloads (z.B. Fahrzeugfunktionen)
  • ■ Streaming: Vor-Puffern von Content, der voraussichtlich im Funkloch abgespielt werden würde

Funklöcher werden in zumindest einigen Ausführungsbeispielen nicht als Totalausfall gewertet. Zumindest einige Ausführungsbeispielen können darauf basieren, unabhängig vom Mobilfunkprovider auf Applikationsseite Lösungen für Probleme in der Infrastruktur zu finden.

1 zeigt ein Flussdiagramm eines Verfahrens für ein Mobilgerät 100. Das Verfahren umfasst Bestimmen 110 einer bevorstehenden Kommunikationseinschränkung einer Kommunikation über ein mobiles Kommunikationssystem basierend auf einer voraussichtlichen (zukünftigen) Position des Mobilgeräts 100 auf einer mehrfach durch das Mobilgerät 100 zurückgelegten (etwa befahrenen) Strecke. Das Verfahren umfasst ferner Berechnen 120 eines voraussichtlichen zeitlichen Ausmaßes der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung. Das Verfahren umfasst ferner Anpassen 130 der Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung. 1a zeigt eine entsprechende Vorrichtung 10 für das Mobilgerät 100. Die Vorrichtung 10 umfasst ein Kommunikationsmodul 12, ausgebildet zur Kommunikation über ein mobiles Kommunikationssystem. Die Vorrichtung 10 umfasst ein Kontrollmodul 14, ausgebildet zum Ausführen der Verfahrensschritte, etwa in Zusammenspiel mit dem (etwa über das) Kommunikationsmodul. Das Kontrollmodul 14 ist ausgebildet zum Steuern des Kommunikationsmoduls 12. Das Kontrollmodul 14 ist ferner ausgebildet zum Bestimmen der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung der Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem basierend auf der voraussichtlichen Position des Mobilgeräts 100 auf der mehrfach durch das Mobilgerät 100 zurückgelegten Strecke. Das Kontrollmodul 14 ist ferner ausgebildet zum Berechnen des voraussichtlichen zeitlichen Ausmaßes der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung (etwa basierend auf der voraussichtlichen Position des Mobilgeräts 100 auf der mehrfach durch das Mobilgerät 100 zurückgelegten Strecke und/oder basierend auf der bestimmten bevorstehenden Kommunikationseinschränkung). Das Kontrollmodul 14 ist ferner ausgebildet zum Anpassen der Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem (über das Kommunikationsmodul 12) basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung.

Das Mobilgerät kann beispielsweise einem Fahrzeug entsprechen, oder einem tragbaren Kommunikationsgerät, etwa einem programmierbaren Mobiltelefon oder einem mobilen Zugangspunkt (auch engl. Hotspot). Alternativ kann das Mobilgerät einer Einrichtung eines Fahrzeugs zur Kommunikation über das mobile Kommunikationsnetzwerk entsprechen. Das Fahrzeug kann die Einrichtung zur Kommunikation über das mobile Kommunikationsnetzwerk umfassen.

Beispielsweise kann das Bestimmen 110 der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung auf zumindest einer Kommunikationseinschränkung der Kommunikation bei einem vorhergehenden Zurücklegen der Strecke basieren. Beispielsweise kann das Bestimmen 110 der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung auf einer Karte über voraussichtliche Kommunikationseinschränkungen basieren. Beispielsweise kann die Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen zumindest ein Element der Gruppe von Information über eine (durchschnittliche oder minimale) Signalstärke oder Signalqualität für eine Position, Information über eine Wahrscheinlichkeit einer Kommunikationseinschränkung für eine Position, Information über ein voraussichtliches Auftreten einer Kommunikationseinschränkung für eine Position, Information über verfügbare mobile Kommunikationsnetzwerke für eine Position, und Information über eine voraussichtliche verfügbare Datenrate für eine Position, beispielsweise für unterschiedliche Anbieter von mobilen Kommunikationssystemen (auch engl. Provider). Das Verfahren kann beispielsweise ferner Bestimmen zumindest eines Teils der Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen umfassen, etwa basierend auf dem zurücklegen der Strecke. Alternativ oder zusätzlich kann das Verfahren ferner Empfangen zumindest eines Teils der Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen umfassen, beispielsweise über das mobile Kommunikationssystem oder über eine (direkte) Mobilgerät-zu-Mobilgerät-Kommunikation (etwa Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation) mit zumindest einem weiteren Mobilgerät (Fahrzeug). Beispielsweise kann sich das weitere Mobilgerät in eine entgegengesetzte Richtung bewegen. In zumindest manchen Ausführungsbeispielen kann das Verfahren ferner Senden zumindest eines Teils der Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen umfassen, beispielsweise an eine Zentralstelle über das mobile Kommunikationssystem oder über eine direkte Mobilgerät-zu-Mobilgerät-Kommunikation.

Beispielsweise können in einem ersten Schritt Funklöcher oder eine Netzgüte auf bekannten Pendler-Strecken für individuellen Nutzer bestimmt werden. Die Information (etwa zumindest ein Teil der Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen) kann im Fahrzeug bzw. auf dem Mobilgerät verbleiben (gespeichert werden. Beispielsweise kann die Vorrichtung 10 einen Speicher zum Speichern zumindest des Teils der Karte umfassen.

In einem zweiten Schritt können Funklöcher/Netzgüte beispielsweise über eine Mehrzahl von Mobilgeräten, etwa über eine Flotte von Mobilgeräten, bestimmt werden. Die Information (etwa zumindest ein Teil der Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen) kann durch Senden der Daten in eine Zentralstelle (auch engl. Backend) mit anderen Daten veredelt und aufbereitet werden.

Alternativ oder zusätzlich kann das Bestimmen 110 auf einer zeitlichen Position des Mobilgeräts 110 auf der Strecke basieren, beispielsweise nach Start einer Fahrt oder nach Auffahrt auf einen Streckenabschnitt.

Das Berechnen des voraussichtlichen zeitlichen Ausmaßes der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung kann beispielsweise zumindest ein Element der Gruppe von einen voraussichtlichen Startzeitpunkt, einen voraussichtlichen Endzeitpunkt, eine voraussichtliche Distanz bis zu dem voraussichtlichen Startzeitpunkt, eine voraussichtliche Distanz bis zu dem voraussichtlichen Endzeitpunkt, eine voraussichtliche Dauer und eine Voraussichtliche Restzeit bis zu einem Beginn der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung umfassen. Beispielsweise kann das Berechnen des voraussichtlichen Ausmaßes auf einer (aktuellen oder durchschnitts-) Geschwindigkeit des Mobilgeräts (relativ zur Strecke) basieren. In zumindest manchen Ausführungsbeispielen kann das Berechnen des voraussichtlichen Ausmaßes auf Information über vorherige Kommunikationseinschränkungen basieren, beispielsweise basierend auf der Karte über die voraussichtlichen Kommunikationseinschränkungen und/oder basierend auf zuvor zurückgelegten Strecken des Mobilgeräts 100.

Beispielsweise kann das Anpassen 130 der Kommunikation ein Aussetzen und Wiederaufnehmen der Kommunikation basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der (bevorstehenden) Kommunikationseinschränkung umfassen. Beispielsweise kann zum Anpassen 130 ein Anruf unterbrochen werden oder ein Versand von Datenpaketen schon vor Eintreten der (bevorstehenden) Kommunikationseinschränkung reduziert oder eingestellt werden.

Beispielsweise kann die Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem einem Sprachanruf entsprechen oder diesen umfassen. Das Anpassen 130 der Kommunikation kann beispielsweise ein Unterbrechen und (automatisches) Wiederaufnehmen des Sprachanrufs umfassen, und beispielsweise ein Bereitstellen einer Information über das Unterbrechen und (automatische) Wiederaufnehmen, beispielsweise mit Information über einen Zeitpunkt und voraussichtliche Dauer der (bevorstehenden) Kommunikationseinschränkung (siehe 2a).

Alternativ oder zusätzlich kann Kommunikation über das mobile Kommunikationssystem einer Datenkommunikation entsprechen oder diese umfassen. Beispielsweise kann das Anpassen 130 ferner ein vorausschauendes Puffern der Datenkommunikation basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung umfassen. Die Datenkommunikation kann beispielsweise zumindest ein Element der Gruppe von Mediendaten, Fahrzeugfunktionen oder Navigationsdaten umfassen. Beispielsweise kann das Anpassen 130 ein Anfordern und Empfangen von Daten, die während der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung relevant sind, (zeitlich oder örtlich) vor der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung umfassen, etwa von Teilen (etwa Musikstücken) einer Medienwiedergabe oder von Kartenmaterial einer Navigationsanwendung. Beispielsweise kann das Mobilgerät ein Fahrzeug sein. Das vorausschauende Puffern kann beispielsweise während einer Standzeit des Fahrzeugs durchgeführt werden, etwa basierend auf einem Fortschritt einer Medienwiedergabeliste (auch engl. Playlist) des Mobilgeräts oder basierend auf einem Verlauf der Strecke (für Navigationsanwendungen) basieren. Genügt das vorausschauende Puffern (voraussichtlich) nicht für das zeitliche Ausmaß der Kommunikationseinschränkung, so kann das Verfahren ferner (nahtloses) Umschalten einer Medienwiedergabe auf ein weiteres Wiedergabemedium (etwa Radio, CD oder gespeicherte Mediendaten) basierend auf dem voraussichtlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung und/oder basierend auf dem vorausschauenden Puffern umfassen.

In zumindest manchen Ausführungsbeispielen kann das Verfahren ein Bereitstellen einer Information über einen Zeitpunkt und/oder eine Dauer der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung umfassen, etwa über eine visuelle Ausgabeeinrichtung (etwa einen Bildschirm oder ein Leuchtmittel) oder einen Lautsprecher Die Vorrichtung 10 kann beispielsweise die visuelle Ausgabeeinrichtung oder den Lautsprecher oder eine Schnittstelle zur Kommunikation mit der visuellen Ausgabeeinrichtung oder dem Lautsprecher umfassen. Beispielsweise kann eine Nutzung des Mobilgeräts basierend auf der Information über den (Start-)Zeitpunkt und/oder die Dauer der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung angepasst werden. Beispielsweise kann die Information über den Zeitpunkt und/oder die Dauer der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung Information über eine bevorstehende Unterbrechung und Wiederaufnahme eines Sprachanrufs umfassen (2a).

Zusätzlich oder alternativ kann das Verfahren ferner ein Bereitstellen von Information über zumindest eine Fahralternative basierend auf der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung umfassen, etwa falls das Mobilgerät ein Fahrzeug ist oder in einem Fahrzeug mitgeführt wird. Beispielsweise kann das Verfahren ferner ein Berechnen einer Route der Fahralternative basierend auf der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung umfassen, und die Information über die zumindest eine Fahralternative kann Information über die Route der Fahralternative umfassen. Alternativ oder zusätzlich kann die Information über die zumindest eine Fahralternative Information über eine alternative Fahrgeschwindigkeit umfassen, und Information über einen Einfluss der alternativen Fahrgeschwindigkeit auf das voraussichtliche zeitliche Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung.

Die voraussichtliche Position kann beispielsweise einer Position entsprechen, an der sich das Mobilgerät zu einem (vorbestimmten) Zeitpunkt oder Zeitintervall in der Zukunft voraussichtlich aufhält, etwa basierend auf einer aktuellen (örtlichen oder zeitlichen) Position und einer aktuellen Geschwindigkeit oder einer Durchschnittsgeschwindigkeit zumindest eines Abschnitts der Strecke. Die mehrfach durch das Mobilgerät zurückgelegte Strecke kann beispielsweise einer Pendlerstrecke entsprechen, beispielsweise einer Strecke, die regelmäßig (etwa täglich, werktäglich, wöchentlich, monatlich, jährlich) zu einer ähnlichen Zeit (etwa ±15 min, ±30 min, ±1 h, ±2 h) zurückgelegt wird. Die bevorstehende Kommunikationseinschränkung kann beispielsweise zumindest ein Element der Gruppe von eine eingeschränkte Datenrate der Kommunikation (etwa unter einem Schwellenwert), Unmöglichkeit der Nutzung von Telefoniefunktionen und Verbindungsabbruch zu einer Basisstation umfassen.

Das Kommunikationsmodul 12 kann beispielsweise einem oder mehreren Eingängen und/oder einem oder mehreren Ausgängen zum Empfangen und/oder Übertragen von Informationen entsprechen, etwa in digitalen Bitwerten, basierend auf einem Code, innerhalb eines Moduls, zwischen Modulen, oder zwischen Modulen verschiedener Entitäten. Das Kommunikationsmodul 12 kann beispielsweise ausgebildet sein, über zumindest ein mobiles Kommunikationssystem der Gruppe von Global System for Mobile telecommunications (GSM), General Packet Radio Service (GPRS), Enhanced Data rates for GSM Evolution (EDGE), Universal Mobile Telecommunication System (UMTS), Long Term Evolution, und ein Mobilfunksystem der 5. Generation (5G) zu kommunizieren.

In Ausführungsbeispielen kann das Kontrollmodul 14 einem beliebigen Controller oder Prozessor oder einer programmierbaren Hardwarekomponente entsprechen. Beispielsweise kann das Kontrollmodul 14 auch als Software realisiert sein, die für eine entsprechende Hardwarekomponente programmiert ist. Insofern kann das Kontrollmodul 14 als programmierbare Hardware mit entsprechend angepasster Software implementiert sein. Dabei können beliebige Prozessoren, wie Digitale Signalprozessoren (DSPs) zum Einsatz kommen. Ausführungsbeispiele sind dabei nicht auf einen bestimmten Typ von Prozessor eingeschränkt. Es sind beliebige Prozessoren oder auch mehrere Prozessoren zur Implementierung des Kontrollmoduls 14 denkbar.

In zumindest manchen Ausführungsbeispielen könnte das Fahrzeug beispielsweise einem Landfahrzeug, einem Wasserfahrzeug, einem Luftfahrzeug, einem Schienenfahrzeug, einem Straßenfahrzeug, einem Auto, einem Geländefahrzeug, einem Kraftfahrzeug, oder einem Lastkraftfahrzeug entsprechen.

2a zeigt eine Darstellung einer Information über einen Zeitpunkt und/oder eine Dauer der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung gemäß einem Ausführungsbeispiel eines Verfahrens oder einer Vorrichtung für ein Mobilgerät, wobei die Kommunikation einen Sprachanruf (Telefonie) umfassen kann. In manchen Fällen kann ein Abbruch eines Telefonates durch Funkloch (eine Kommunikationseinschränkung) nicht verhindert werden. Beispielsweise kann ein Positiver Umgang mit der Infrastruktur-Schwäche eine Vorankündigung umfassen:

  • ■ „Gespräch endet in 20 Sekunden.“ (oder beispielsweise engl. „Cell phone dead zone in...20 sec“) (2a 202)
  • ■ „In 30 sec. kannst Du wieder telefonieren“ (oder beispielsweise engl. „Redial in...“) (2a 204)
  • ■ „Wenn Du statt links mit 190 km/h ganz rechts mit 80 km/h fährst, kannst Du 1 Minute länger telefonieren‘

Beispielsweise kann die Information über den Zeitpunkt und/oder die Dauer der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung einen Fortschrittsbalken 206 zur Visualisierung des Zeitpunkts oder der Dauer umfassen.

Mehr Details und Aspekte des Verfahrens oder der Vorrichtung werden in Verbindung mit dem Konzept oder Beispielen genannt, die vorher (z.B. 1 und 1a) beschrieben wurden. Das Verfahren und die Vorrichtung können ein oder mehrere zusätzliche optionale Merkmale umfassen, die ein oder mehreren Aspekten des vorgeschlagenen Konzepts oder der beschriebenen Beispiele entsprechen, wie sie vorher oder nachher beschrieben wurden.

2b zeigt eine Darstellung einer Information über zumindest eine Fahralternative gemäß einem Ausführungsbeispiel eines Verfahrens oder einer Vorrichtung für ein Mobilgerät. Die Information über die zumindest eine Fahralternative kann beispielsweise Information über einen Startpunkt 210 einer Route, Information über ein Ziel 212 der Route, mögliche Routen 214a-c und Information über eine Netzabdeckung 216 umfassen.

Beispielsweise kann im Navigationskontext (zur Berechnung der möglichen Routen 214a-c) die Netzabdeckung ein Faktor bei der Routenbewertung sein:

  • ■ Route 1: Schnellste 214c
  • ■ Route 2: Kürzeste 214a
  • ■ Route 3: Beste Netzabdeckung 214b

Mehr Details und Aspekte des Verfahrens oder der Vorrichtung werden in Verbindung mit dem Konzept oder Beispielen genannt, die vorher (z.B. 1 bis 2a) beschrieben wurden. Das Verfahren und die Vorrichtung können ein oder mehrere zusätzliche optionale Merkmale umfassen, die ein oder mehreren Aspekten des vorgeschlagenen Konzepts oder der beschriebenen Beispiele entsprechen, wie sie vorher oder nachher beschrieben wurden.

2c zeigt ein Ausführungsbeispiel eines vorausschauenden Pufferns während einer Standzeit des Fahrzeugs. Beispielsweise kann bei einem vorausschauenden Puffern 220 während einer Fahrt auf einer Autobahn 220a mit einer 4G (LTE)-Verbindung 220b in manchen Fällen lediglich ein Teil des Puffers 220c gefüllt werden. Geschieht das vorausschauende Puffern 222 während des Parkens 222a über eine (kostenlose) WLAN-Verbindung 222b (auch engl. Free WiFi, Wireless Fidelity), so kann der Puffer 222c möglicherweise komplett gefüllt werden und dabei keine oder geringere Kosten verursachen.

Beispielsweise kann Im Kontext von herunterladbaren Funktionen für das Mobilgerät (etwa Medien oder Navigation) innerhalb eines Hersteller-Ökosystems kann beispielsweise eine vorhandene WiFi-lnfrastruktur verortet und genutzt werden. Beispielsweise kann das Mobilgerät (etwa ein Fahrzeug) die Funktion über ein freies WiFi während eines Einkaufs herunterladen (etwa vorausschauend puffern). Eine Darstellung ist beispielsweise über eine Karte möglich.

Mehr Details und Aspekte des Verfahrens oder der Vorrichtung werden in Verbindung mit dem Konzept oder Beispielen genannt, die vorher (z.B. 1 bis 2b) beschrieben wurden. Das Verfahren und die Vorrichtung können ein oder mehrere zusätzliche optionale Merkmale umfassen, die ein oder mehreren Aspekten des vorgeschlagenen Konzepts oder der beschriebenen Beispiele entsprechen, wie sie vorher oder nachher beschrieben wurden.

2d zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines vorausschauenden Pufferns, etwa in Bezug auf das kontinuierliche nachladen von Medieninhalten (auch engl. Streaming). Auf einer Strecke 230 (von Start 230a bis Ziel 230b) kann eine Kommunikationseinschränkung 232 (auch engl. „dead zone“) einen ausreichend schnellen Empfang von Medieninhalten verhindern. Das Diagramm 234 veranschaulicht das vorausschauende Puffern: Vor der Kommunikationseinschränkung können die Medieninhalte mit einer höheren Geschwindigkeit 236 vorgepuffert werden, während der Kommunikationseinschränkung kann mit einer niedrigeren Geschwindigkeit 238 übertragen werden. Nach der Kommunikationseinschränkung kann die Übertragungsgeschwindigkeit etwa der Datenrate 240 des Medieninhalts entsprechen.

Auf Pendelstrecken kann bei Kenntnis der Funklöcher und des individuellen Streaming-Verhaltens Streaming-Inhalt vorgepuffert werden. Hat beispielsweise ein Nutzer ein Funkloch am Kreuz A2/A 39 'und hört jeden Tag die Playlist zu Ende; die er bei Fahrtbeginn startet, so kann, beispielsweise basierend auf dem voraussichtlichen zeitlichen Ausmaß der bevorstehenden Kommunikationseinschränkung, bei der aktuellen Geschwindigkeit Lied 5 + 6 der Playlist vorgepuffert werden.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist ein Computerprogramm zur Durchführung zumindest eines der oben beschriebenen Verfahren, wenn das Computerprogramm auf einem Computer, einem Prozessor oder einer programmierbaren Hardwarekomponente abläuft. Ein weiteres Ausführungsbeispiele ist auch ein digitales Speichermedium, das maschinen- oder computerlesbar ist, und das elektronisch lesbare Steuersignale aufweist, die mit einer programmierbaren Hardwarekomponente so zusammenwirken können, dass eines der oben beschriebenen Verfahren ausgeführt wird.

Die in der vorstehenden Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und den beigefügten Figuren offenbarten Merkmale können sowohl einzeln wie auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung eines Ausführungsbeispiels in ihren verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein und implementiert werden.

Obwohl manche Aspekte im Zusammenhang mit einer Vorrichtung beschrieben wurden, versteht es sich, dass diese Aspekte auch eine Beschreibung des entsprechenden Verfahrens darstellen, sodass ein Block oder ein Bauelement einer Vorrichtung auch als ein entsprechender Verfahrensschritt oder als ein Merkmal eines Verfahrensschrittes zu verstehen ist. Analog dazu stellen Aspekte, die im Zusammenhang mit einem oder als ein Verfahrensschritt beschrieben wurden, auch eine Beschreibung eines entsprechenden Blocks oder Details oder Merkmals einer entsprechenden Vorrichtung dar.

Je nach bestimmten Implementierungsanforderungen können Ausführungsbeispiele der Erfindung in Hardware oder in Software implementiert sein. Die Implementierung kann unter Verwendung eines digitalen Speichermediums, beispielsweise einer Floppy-Disk, einer DVD, einer Blu-Ray Disc, einer CD, eines ROM, eines PROM, eines EPROM, eines EEPROM oder eines FLASH-Speichers, einer Festplatte oder eines anderen magnetischen oder optischen Speichers durchgeführt werden, auf dem elektronisch lesbare Steuersignale gespeichert sind, die mit einer programmierbaren Hardwarekomponente derart zusammenwirken können oder zusammenwirken, dass das jeweilige Verfahren durchgeführt wird.

Eine programmierbare Hardwarekomponente kann durch einen Prozessor, einen Computerprozessor (CPU = Central Processing Unit), einen Grafikprozessor (GPU = Graphics Processing Unit), einen Computer, ein Computersystem, einen anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreis (ASIC = Application-Specific Integrated Circuit), einen integrierten Schaltkreis (IC = Integrated Circuit), ein Ein-Chip-System (SOC = System on Chip), ein programmierbares Logikelement oder ein feldprogrammierbares Gatterarray mit einem Mikroprozessor (FPGA = Field Programmable Gate Array) gebildet sein.

Das digitale Speichermedium kann daher maschinen- oder computerlesbar sein. Manche Ausführungsbeispiele umfassen also einen Datenträger, der elektronisch lesbare Steuersignale aufweist, die in der Lage sind, mit einem programmierbaren Computersystem oder einer programmierbare Hardwarekomponente derart zusammenzuwirken, dass eines der hierin beschriebenen Verfahren durchgeführt wird. Ein Ausführungsbeispiel ist somit ein Datenträger (oder ein digitales Speichermedium oder ein computerlesbares Medium), auf dem das Programm zum Durchführen eines der hierin beschriebenen Verfahren aufgezeichnet ist.

Allgemein können Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung als Programm, Firmware, Computerprogramm oder Computerprogrammprodukt mit einem Programmcode oder als Daten implementiert sein, wobei der Programmcode oder die Daten dahin gehend wirksam ist bzw. sind, eines der Verfahren durchzuführen, wenn das Programm auf einem Prozessor oder einer programmierbaren Hardwarekomponente abläuft. Der Programmcode oder die Daten kann bzw. können beispielsweise auch auf einem maschinenlesbaren Träger oder Datenträger gespeichert sein. Der Programmcode oder die Daten können unter anderem als Quellcode, Maschinencode oder Bytecode sowie als anderer Zwischencode vorliegen.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist ferner ein Datenstrom, eine Signalfolge oder eine Sequenz von Signalen, der bzw. die das Programm zum Durchführen eines der hierin beschriebenen Verfahren darstellt bzw. darstellen. Der Datenstrom, die Signalfolge oder die Sequenz von Signalen kann bzw. können beispielsweise dahin gehend konfiguriert sein, um über eine Datenkommunikationsverbindung, beispielsweise über das Internet oder ein anderes Netzwerk, transferiert zu werden. Ausführungsbeispiele sind so auch Daten repräsentierende Signalfolgen, die für eine Übersendung über ein Netzwerk oder eine Datenkommunikationsverbindung geeignet sind, wobei die Daten das Programm darstellen.

Ein Programm gemäß einem Ausführungsbeispiel kann eines der Verfahren während seiner Durchführung beispielsweise dadurch umsetzen, dass dieses Speicherstellen ausliest oder in diese ein Datum oder mehrere Daten hinein schreibt, wodurch gegebenenfalls Schaltvorgänge oder andere Vorgänge in Transistorstrukturen, in Verstärkerstrukturen oder in anderen elektrischen, optischen, magnetischen oder nach einem anderen Funktionsprinzip arbeitenden Bauteile hervorgerufen werden. Entsprechend können durch ein Auslesen einer Speicherstelle Daten, Werte, Sensorwerte oder andere Informationen von einem Programm erfasst, bestimmt oder gemessen werden. Ein Programm kann daher durch ein Auslesen von einer oder mehreren Speicherstellen Größen, Werte, Messgrößen und andere Informationen erfassen, bestimmen oder messen, sowie durch ein Schreiben in eine oder mehrere Speicherstellen eine Aktion bewirken, veranlassen oder durchführen sowie andere Geräte, Maschinen und Komponenten ansteuern.

Die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen lediglich eine Veranschaulichung der Prinzipien der vorliegenden Erfindung dar. Es versteht sich, dass Modifikationen und Variationen der hierin beschriebenen Anordnungen und Einzelheiten anderen Fachleuten einleuchten werden. Deshalb ist beabsichtigt, dass die Erfindung lediglich durch den Schutzumfang der nachstehenden Patentansprüche und nicht durch die spezifischen Einzelheiten, die anhand der Beschreibung und der Erläuterung der Ausführungsbeispiele hierin präsentiert wurden, beschränkt sei.

Bezugszeichenliste

10
Vorrichtung
12
Kommunikationsmodul
14
Kontrollmodul
100
Mobilgerät
110
Bestimmen einer bevorstehenden Kommunikationseinschränkung
120
Berechnen eines zeitlichen Ausmaßes
130
Anpassen der Kommunikation
202
Darstellung „Gespräch endet in 20 Sekunden“
204
Darstellung „In 30 Sekunden kannst du wieder telefonieren“
206
Fortschrittsbalken
210
Startpunkt
212
Ziel
214a-c
Mögliche routen
216
Netzabdeckung
220
Darstellung „Vorausschauendes Puffern bei Fahrt auf Autobahn“
220a
Autobahn
220b
4G-Verbindung
220c
Puffer
222
Darstellung „Vorausschauendes Puffern während des Parkens“
222a
Parken
222b
WLAN-Verbindung
222c
Puffer
230
Strecke
230a
Start der Strecke
230b
Ziel der Strecke
232
Kommunikationseinschränkung
234
Diagramm der Übertragungsgeschwindigkeit
236
Höhere Geschwindigkeit
238
Niedrigere Geschwindigkeit
240
Datenrate des Medieninhalts