Title:
Adaptereinrichtung und Kameraobjektiv
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft Adaptereinrichtung (2) zur Verbindung einer Einstellfassung (3) eines Objektivs (1) mit einem Objektivmount (4), wobei an der Einstellfassung (3) eine erste Drehverbindung mit einem Kupplungsring (6) gebildet ist und an dem Objektivmount (4) eine zweite Drehverbindung mit dem Kupplungsring (6) gebildet ist und zumindest eine der beiden Drehverbindungen einen Hub parallel zur optischen Achse des Objektivs (1) ermöglicht. embedded image




Inventors:
Weber, Uwe (73432, Aalen, DE)
Application Number:
DE102016220370A
Publication Date:
04/19/2018
Filing Date:
10/18/2016
Assignee:
Carl Zeiss AG, 73447 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE10215140B4N/A2012-12-06
DE102011010783A1N/A2012-01-12
DE19537336B4N/A2004-11-18
DE10315123A1N/A2004-04-01



Claims:
Adaptereinrichtung (2) zur Verbindung einer Einstellfassung (3) eines Objektivs (1) mit einem Objektivmount (4), wobei an der Einstellfassung (3) eine erste Drehverbindung mit einem Kupplungsring (6) gebildet ist und an dem Objektivmount (4) eine zweite Drehverbindung mit dem Kupplungsring (6) gebildet ist und zumindest eine der beiden Drehverbindungen einen Hub parallel zur optischen Achse des Objektivs (1) ermöglicht.

Adaptereinrichtung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als erste Drehverbindung an der Einstellfassung (3) ein Objektivgewinde (5) und an dem Kupplungsring (6) ein Kupplungsringgewinde (7) ausgebildet ist, welche zur axialen Verlagerung des Objektivs (1) entlang dessen optischer Achse (A) relativ zu dem Kupplungsring (6) ineinandergreifen und als zweite Drehverbindung zur drehbaren Verbindung von Kupplungsring (6) mit Objektivmount (4) eine Rastlippe (8) und eine entsprechende Rastnut (9) in Eingriff bringbar sind.

Adaptereinrichtung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als erste Drehverbindung an dem Objektivmount (4) eine Objektivgewinde (5) und an dem Kupplungsring (6) ein Kupplungsringgewinde (7) ausgebildet ist, welche zur axialen Verlagerung des Objektivs (1) entlang dessen optischer Achse (A) relativ zu dem Kupplungsring (6) ineinandergreifen und als zweite Drehverbindung zur drehbaren Verbindung von Kupplungsring (6) mit Einstellfassung (3) eine Rastlippe (8) und eine entsprechende Rastnut (9) in Eingriff bringbar sind.

Adaptereinrichtung (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastlippe (8) des Kupplungsrings (6) in die entsprechende Rastnut (9) des Objektivmounts (4) in Eingriff bringbar ist.

Adaptereinrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine der beiden Drehverbindungen, insbesondere die drehbare Verbindung zwischen Kupplungsring (6) mit Objektivmount (4), hubfrei ausgebildet ist.

Adaptereinrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsring (6) mit einem aufweitbaren Schlitz (10) versehen ist.

Adaptereinrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Kupplungsring (6) ein Klemmring oder zwei in Axialrichtung (A) nebeneinander angeordnete Klemmringe (11a, 11b) zugeordnet sind.

Adaptereinrichtung (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Klemmring oder an den Klemmringen (11a, 11b) Gewindestifte (12) zur lösbaren Klemmung des Kupplungsringgewindes (7) in das Objektivgewinde (5) vorgesehen sind.

Adaptereinrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmring bzw. die Klemmringe (11a, 11b) mit einem Verdrehschutz (13) gegen ein ungewolltes Verdrehen in Bezug auf den Kupplungsring (6) versehen sind.

Adaptereinrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmring als Schelle oder Spannzange ausgebildet ist.

Adaptereinrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastlippe (8) und die Rastnut (9) sowie die Gewinde mit Hub, insbesondere das Objektiv- und Kupplungsringgewinde, V-förmig ausgebildet sind.

Adaptereinrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbare Verbindung zwischen Kupplungsring (6) mit Objektivmount (4) als Gewinde mit Hub ausgebildet ist

Adaptereinrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ausbildung zweier Drehverbindungen mit Hub die Gewinde mit gleichem Drehsinn oder entgegengesetztem Drehsinn ausgebildet sind.

Objektiv (1) umfassend
eine Einstellfassung (3) mit einer optischen Achse (A),
einen Objektivmount (4) und
eine Adaptereinrichtung (6) nach einem der vorangehenden Ansprüche zum stufenlos beabstandbaren Verbinden von der Einstellfassung (1) mit dem Objektivmount (6).

Objektiv (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass Einstellfassung (3) und Objektivmount (4) Führungsflächen (14, 15) zur gegenseitigen Anlage aufweisen.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Adaptereinrichtung und ein Kameraobjektiv.

Bei optischen Systemen, bei denen Objektive über eine Schnittstelle an eine Kamera angesetzt werden, kommt es häufig vor, dass die Lage der objektivseitigen und/oder kameraseitigen Schnittstelle zur Bildebene für das gesamte abbildende System nicht genau genug ist, und damit nicht die optimale Abbildungsleistung erreicht werden kann. Als Schnittstelle kann beispielsweise ein Bajonett, Gewinde, Flanschung, o.ä. vorgesehen sein.

Das Anlagemaß ist der Abstand der Fläche, an der Objektivmount und Kameramount aufeinandertreffen, zur Bildebene. Diese Fläche gibt es nur einmal, sie gehört somit sowohl dem Objektiv, als auch der Kamera. Allerdings kann der Abstand des Sensors (früher des Films) aufgrund von Bauteiltoleranzen oder Montagefehlern fehlerhaft sein. Das ist dann der Fehler der Kamera. Aber auch das Objektiv kann diesbezüglich fehlerhaft sein, wenn die Optik aufgrund von Bauteiltoleranzen oder Montagefehlern nicht dort liegt, wo sie idealerweise sein sollte. Ein Backfocus-Mechanismus ist in der Lage, die Summe aller dieser Fehler zu kompensieren.

Problematisch sind beispielsweise zu große Toleranzen bei den Kameragehäusen, die dazu führen, dass auch bei gleicher Kameraserie das Anlagemaß, also der Abstand von einer kameraseitigen Anlagefläche des Mounts eines Objektivs zu einer Bildebene der Kamera schwankt. Bereits eine Differenz von 0,2 mm oder weniger im Abstand zwischen Kamerasensor und Objektivanlagefläche an die Kamera kann zu unscharfen Bildern führen.

Häufig wird dann objektivseitig eine Abstimmung mit Scheiben, auch Shims genannt, vorgenommen, um den Fehler zu korrigieren. Das hat aber den Nachteil, dass dies nicht unter Beobachtung erfolgen kann, da hierzu das Objektiv von der Kamera genommen und die Schnittstelle (Mount) demontiert, die Scheiben getauscht und dann wieder montiert werden muss. Zudem erfolgt die Abstimmung hier nur in der Stufung der zur Verfügung stehenden Scheiben. Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise in DE102011010783 A1 offenbart.

Besser sind hier Backfocus-Mechanismen, die eine stufenlose Verstellung unter Beobachtung ermöglichen, wie in DE10315123 A1 offenbart. Allerdings ist dieser Aufbau sehr aufwändig hinsichtlich Teilezahl, Baugröße und somit auch Kosten.

Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Adaptereinrichtung zur Verfügung zu stellen, mit der ein Kameraobjektiv an seinem kameraseitigen Endbereich gezielt verlängert und verkürzt werden kann.

Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1.

Dabei ist eine Adaptereinrichtung zur Verbindung einer Einstellfassung eines Objektivs mit einem Objektivmount vorgesehen, wobei an der Einstellfassung eine erste Drehverbindung mit einem Kupplungsring gebildet ist und an dem Objektivmount eine zweite Drehverbindung mit dem Kupplungsring gebildet ist und zumindest eine der beiden Drehverbindungen einen Hub parallel zur optischen Achse des Objektivs ermöglicht.

Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung ein Kameraobjektiv zur Verfügung zu stellen, bei dem mit einfachen Mitteln eine Korrektur des Anlagemaßes, der sogenannten Back-Focus-Korrektur, ermöglicht wird, indem eine stufenlose Verstellung unter Beobachtung ermöglicht wird, damit die Optik der Einstellfassung auf die Bildebene fokussiert.

Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 14.

Dabei umfasst ein Objektiv eine Einstellfassung mit einer optischen Achse, einen Objektivmount und eine Adaptereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche zum stufenlos beabstandbaren Verbinden von der Einstellfassung mit dem Objektivmount.

Die Einstellfassung umfasst das mechanische Gehäuse mit der darin gefassten Optik. Es können auch noch elektronische Bauteile in der Einstellfassung vorgesehen sein.

Die vorliegende Lösung ermöglicht einen sehr einfachen und kompakten Aufbau, der zudem deutlich kostengünstiger zu realisieren ist und aufgrund seiner Variabilität unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten erlaubt. Als Einsatzmöglichkeiten ist beispielsweise die Verwendung bei Überwachungskameras, Filmkameras, Industrieapplikationen, u.a. in der Qualitätssicherung vorgesehen.

Mit der vorliegenden Erfindung kann der Abstand des optischen Systems zur Bildebene verändert und somit ein zu großes oder zu kleines Anlagemaß ausgeglichen werden.

Bei einem Objektiv, das Einstellfassung, Adaptereinrichtung und Objektivmount umfasst, kann bei zu kleinem Anlagemaß, also bei zu kleinem Abstand zwischen Kamerasensor und Anlagefläche, die Einstellfassung über die Adaptereinrichtung gegen den Objektivmount verdreht werden, so dass dadurch ein Backfocus-Hub entsteht. D.h., das Objektiv wird an seinem kameraseitigen Ende länger und gleicht somit ein in Richtung optischer Achse zu kurzes Kameragehäuse derart aus, dass das Bild scharf auf dem Kamerasensor abgebildet werden kann. Bei einem zu langen Kameragehäuse hingegen wird die Einstellfassung mittels der Adaptereinrichtung in entgegengesetzter Richtung gedreht und somit verkürzt sich der optische Weg. Natürlich kann auch ein Gewinde zwischen Kupplungsring und Objektivmount und die rotatorische Lagerung (Gewinde ohne Steigung und weitere Ausführungsformen) zwischen Kupplungsring und Einstellfassung angebracht werden.

Es kann in einer Ausführung der Erfindung bei der Adaptereinrichtung in einer Grundeinstellung eines Gewindes ein Hub in beiden Richtungen vorgehalten werden, so dass sowohl ein zu kurzes als auch zu langes Anlagemaß ausgeglichen werden kann.

Dabei kann das Gewinde zwischen Einstellfassung und Kupplungsring oder zwischen Kupplungsring und Objektivmount vorgesehen sein.

Sind beide Drehverbindungen mit Hub versehen, d.h. als Gewinde ausgebildet, so kann bei beiden Gewinden der Hub vorgehalten werden.

Die Adapterreinrichtung umfasst zumindest einen Kupplungsring. Ein Kupplungsring kann beispielsweise aus eloxiertem Aluminium mit der benötigten Präzision und Festigkeit hergestellt werden. Es können aber auch Messing, Bronze, Edelstahl oder geeignete Kunststoffe Verwendung finden.

Das Anlagemaß ist definiert als der Abstand zwischen kameraseitiger Anlagefläche des Objektivmounts und der Bildebene einer Kamera im montierten Zustand, das heißt, zu dem Zeitpunkt an dem die kameraseitige Anlagefläche des Objektivmounts an der korrespondierenden objektivseitigen Anlagefläche des Kameramounts anliegt.

Mit der Adaptereinrichtung können Maßtoleranzen im Anlagemaß ausgeglichen werden. Somit kann eine optimale Fokussierung der Optik der Einstellfassung auf die Bildebene der Kamera erzielt werden.

Unter Mount wird eine Anschlussverbindung zwischen Kamera und Einstellfassung eines Objektivs verstanden. Ein Mount umfasst einen ersten Teil, den Kameramount, und einen zweiten Teil, den Objektivmount. Die Anschlussverbindung kann beispielsweise als Anschlussgewinde oder als Bajonettverschluss ausgebildet sein. Bekannte Mounts sind beispielsweise der C-Mount, CS-Mount, PL-Mount, EF-Mount, F-Mount, K-Mount und Alpha-Mount.

Als Objektivmounts kann eine Vielzahl an unterschiedlichen Formen vorgesehen sein. Die Erfindung kann beispielsweise eingesetzt werden bei PL-Mounts, EF-Mounts, CS-Mounts, C-Mounts und sonstigen Mountformen.

Im montierten Zustand fallen die mechanische Achse von Einstellfassung, Adaptereinrichtung bzw. Kupplungsring, Objektivmount sowie Kameramount mit der optischen Achse der optischen Elemente des Kameraobjektivs zusammen.

In einer erfindungsgemäßen Ausführungform der Adaptereinrichtung kann die drehbare Verbindung zwischen Kupplungsring mit Objektivmount hubfrei ausgebildet ist. Die drehbare Verbindung kann dabei als umlaufende Kerbe und in sie eingreifende Lippe ausgebildet sein. Die Lippe kann dabei geschlossen kreisförmig oder auch nur teilkreisförmig ausgebildet sein. Es können auch mehrere kreisförmige Kerben und Lippen vorgesehen sein, beispielsweise 2, 3, 4 oder mehr Kerben samt Lippen. Diese Kerben und Lippen können dabei parallel zueinander ausgebildet sein. Dies führt zu einer gegen Verkippung stabileren Verbindung. Es sind auch andere Lager, bevorzugt V-förmige Lager vorstellbar, die eine Klemmung ermöglichen.

Diese Form der hubfreien Verbindung kann auch zwischen Einstellfassung und Objektivmount vorgesehen sein. Dann aber ist die Drehverbindung zwischen Kupplungsring und Objektivmount mit Hub ausgebildet.

Einstellfassung und Mount können auch zueinander geführt werden, z.B. über zueinander gerichtete zylindrische Flächen. Dies grenzt einen möglichen Querversatz der beiden Elemente ein. Die beiden Flächen können auch noch eine zusätzliche Führung, z.B. eine Überlappung aufweisen.

In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform der Adaptereinrichtung sind Rastlippe und die Rastnut hubfrei V-förmig ausgebildet. Das Bewegungsgewinde, beispielsweise das zusammenwirkende Objektiv- und Kupplungsringgewinde, ist mit Gewindehub V-förmig ausgebildet. Dabei entspricht die V-Form der hubfreien Anordnung der V-Form der mit Hub ausgebildeten Anordnung.

In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform kann die drehbare Verbindung zwischen Kupplungsring mit Objektivmount anstelle einer hubfreien Verbindung als Gewinde mit Hub ausgebildet ist. Wird bei dem Kupplungsring-Objektivmount-Gewinde und dem Objektiv-Kupplungsring-Gewinde die gleiche Steigung verwendet und haben die Steigungen der Gewinde den gleichen Drehsinn, so führt der Backfocus den Differenzhub der Steigungen aus. Somit lässt sich mit groben Gewinden eine beliebig feine resultierende Steigung erzeugen. Haben die Steigungen den entgegengesetzten Drehsinn, so führt der Backfocus den Summenhub der Steigungen aus. In beiden Fällen kann gegebenenfalls auf das Schlitzen des Kupplungsrings verzichtet werden.

Der Kupplungsring kann mit einem aufweitbaren Schlitz versehen sein. Der Schlitz ist bevorzugt radial, zumindest im Wesentlichen radial zur optischen Achse ausgebildet. Durch Aufweitung des Schlitzes kann die Rastlippe des Kupplungsrings in die entsprechende Rastnut des Objektivmounts aufgeklemmt werden.

Der Kupplungsring kann beispielsweise von zwei Klemmringen umgeben sein. Mit den Klemmringen kann das Kupplungsringgewinde in das Objektivgewinde geklemmt werden. Durch die Klemmung wird gezielt eine Verdrehung von Kupplungsringgewinde und Objektivgewinde zueinander blockiert. Dabei werden bevorzugt drei Gewindestifte verwendet. Die Gewindestifte sind bevorzugt in einem Abstand von 120° zueinander kreisförmig in dem Klemmring angebracht. Die Gewindestifte können soweit zum Kupplungsring eingeschraubt werden, dass das Innengewinde des Kupplungsrings (Kupplungsringgewinde) in das Außengewinde des Objektivs (Objektivgewinde) gedrückt wird und eine Verdrehung verhindert wird. Wird eine weitere Verdrehung gewünscht, so ist zumindest eine der drei Schrauben wieder etwas zu lösen.

Es kann auch nur ein Klemmring oder mehr als zwei Klemmringe vorgesehen sein.

Werden die beiden Klemmringe zu einem Klemmring zusammengefasst so können die Gewindestifte mittig (3 x 120°) angeordnet werden. Somit kann die Verbindung des Kupplungsrings zur Einstellfassung und zum Objektivmount gleichzeitig hergestellt werden.

Um ein ungewolltes Verdrehen des Klemmrings gegenüber dem Kupplungsring zu verhindern, kann ein Verdrehschutz vorgesehen sein. Der Verdrehschutz kann beispielsweise als ein oder zwei Zylinderstifte ausgebildet sein. Diese Zylinderstifte greifen dann in den Schlitz des Kupplungsrings ein. Somit wird der Klemmring/die Klemmringe immer mit dem Kupplungsring gemeinsam verdreht. Ein ungewolltes Eintauchen der Gewindestifte 3 in den Schlitz wird somit unterbunden.

Die Klemmringe können beispielsweise aus Stahl oder Aluminium hergestellt werden.

Der Mount kann beispielsweise aus Stahl, eloxiertem Aluminium oder verchromten Messing hergestellt werden.

Alternativ kann der Klemmring als Schelle oder Spannzange ausgebildet sein. Bei dieser Ausführungsform können die Gewindestifte und damit auch die Zylinderstifte wegfallen. Die Schelle kann über eine Schraube zusammen gezogen werden. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass anstelle des Klemmrings oder der Klemmringe ein gemeinsamer Überwurfvorschraubring vorgesehen ist.

In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform kann eine Verdrehsicherung zwischen Einstellfassung und Objektivmount vorgesehen sein. Diese Verdrehsicherung bietet sich an, wenn keine Rotation der Einstellfassung gegenüber dem Objektivmount gewünscht wird.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

  • 1 eine Kamera mit Objektiv nach dem Stand der Technik,
  • 2 die erfindungsgemäße Adaptereinrichtung,
  • 3 einen erfindungsgemäßen Klemmring und Kupplungsring
  • 4 ein Bewegungsgewinde zwischen Einstellfassung und Kupplungsring

1 zeigt schematisch, wie aus dem Stand der Technik bekannt, eine Kamera 16 mit einem Bildsensor 18 und einem Kameramount 17. Der Bildsensor 18 liegt in der Bildebene. Ein Objektiv 1 umfasst eine Einstellfassung 3 und einen Objektivmount 4. In der Einstellfassung 3 ist schematisch eine Linse 20 angeordnet. Es ist selbstverständlich, dass in der Einstellfassung 3 eine Vielzahl an ortsfesten und bewegbaren optischen Elementen angeordnet sein können, die die optische Achse A definieren. Über zumindest einen nicht dargestellten Einstellring kann zumindest eines der optischen Elemente entlang der optischen Achse A bewegt werden.

Objektivmount 4 und Kameramount 17 sind gemeinsam als Bajonettverschluss ausgebildet. Der Abstand zwischen der Anlagefläche 15 des Objektivmounts 4 und der Bildebene des Kamerasensors wird als Anlagemaß bezeichnet.

2 zeigt schematisch die erfindungsgemäße Adaptereinrichtung 2. Dabei ist die Einstellfassung 3 des Objektivs 1 nur als ringförmiger Abschnitt dargestellt. Ebenso ist der Objektivmount 4 nur als ringförmiger Abschnitt dargestellt. Einstellfassung 3 und Objektivmount 4 werden über die Adaptereinrichtung 2 miteinander verbunden. Die Adaptereinrichtung 2 weist einen Kupplungsring 6 auf. Dieser ist mit einem Innengewinde 7 versehen, das in das Außengewinde 5 der Einstellfassung 3 eingreift. Es sind beispielsweise vier Umdrehungen vorgesehen. Es können auch mehr oder weniger Umdrehungen vorgesehen sein. Das Gewinde 5, 7 hat eine Steigung, die eine ausreichend präzise Einstellung des Backfocus ermöglicht. Zwischen Einstellfassung 3 und Objektivmount 4 ist ein Spalt 21, der durch den Kupplungsring 6 überbrückt wird und in seiner axialen Erstreckung entlang der optischen Achse A variierbar ist.

Die Verbindung des Objektivmounts 4 zum Kupplungsring 6 ist als Lagerstelle in Form eines Gewindes aus Rastlippe 8 und Rastnut 9 ohne Steigung ausgebildet. D.h., der Kupplungsring 6 ist mit einer Rastlippe 8 versehen und der Objektivmount 4 mit einer Rastnut 9. Rastlippe 8 und Rastnut 9 können auch vertauscht werden. Damit der Kupplungsring 6 trotz der fehlenden Steigung des Gewindes 8, 9 montierbar ist, hat dieser einen Schlitz 10, der ein Aufschnappen durch elastisches Weiten des Kupplungsrings 6 ermöglicht. Um den Kupplungsring 6 sind zwei Klemmringe 11a und 11b angeordnet, in denen jeweils drei Gewindestifte 12, im Abstand von 120° um den Umfang verteilt, eingeschraubt sind. Damit die Gewindestifte 12 nie in den Schlitz 10 eintauchen können, wird die Verdrehung der Klemmringe 11a und 11b zum Kupplungsring 6 durch die Zylinderstifte 13, die in den Schlitz 10 eingreifen, verhindert.

Durch die Gewindestifte 12 kann das Spiel in den Gewinden 5,7 und 8,9 soweit herausgestellt werden, dass eine präzise Justage des Backfocus möglich wird. Werden am Ende der Justage die Gewindestifte 12 noch weiter gedreht, so ist eine Verdrehung von Kupplungsring 6 zu Einstellfassung 3 und Objektivmount 4 nicht mehr möglich, Einstellfassung 3 und Objektivmount 4 sind dann auch unter Belastung spielfrei miteinander verbunden.

In der 2 nicht zu sehen ist ein Anschlag, der den Hub des Backfocus auf einen zulässigen Wert begrenzt und somit auch ein Herausdrehen des Kupplungsrings 6 vom Objektiv 1 verhindert.

Die Einstellprozedur der dargestellten Anordnung kann erfolgten indem die rotatorische Lagerung 8, 9 durch Klemmring 11b zunächst geklemmt wird. Die Einstellfassung 3 wird gegen den Rest der Anordnung verdreht, dadurch entsteht der Backfocus-Hub. Dadurch verdrehen sich allerdings auch die auf dem Objektiv 1 befindlichen Skalen und sonstigen Markierungen (hier nicht dargestellt). Dann wird das Gewinde 5, 7 durch Klemmring 11a geklemmt und die Drehung der rotatorischen Lagerung 8, 9 ermöglicht. Dadurch wird die Ablesung der auf dem Objektiv 1 befindlichen Skalen und Markierungen in einer beliebig wählbaren Stellung ermöglicht. Anschließend wird auch die rotatorische Lagerung 8,9 geklemmt und das System ist betriebsbereit.

3 zeigt schematisch einen erfindungsgemäßen Klemmring 11a und Kupplungsring 6. Der Klemmring 11a ist mit drei Gewindestiften 12 versehen, mit denen auf den Kupplungsring 6 Druck ausgeübt werden kann. Das Innengewinde 7 des Kupplungsrings kann somit derart in das Außengewinde 5 der Einstellfassung gedrückt werden, das ein Verdrehen blockiert wird.

4 zeigt schematisch einen Ausschnitt der Einstellfassung 3 mit V-förmigen Außengewinde 5 und des Kupplungsrings 6 mit V-förmigem Innengewinde 7. Über die hier nicht dargestellten Klemmringe 11a, 11b kann das Spiel eingestellt bzw. ein Verdrehen der Einstellfassung 3 relativ zum Kupplungsring 6 unterbunden werden.

Rastlippe 8 und Rastnut 9 können die gleiche V-Form aufweisen, wie das Außengewinde 5 und das Innengewinde 7. Rastlippe 8 und Rastnut 9 können als hubfreies Gewinde aufgefasst werden.

Der Teil der Einstellfassung 3 mit dem Außengewinde 5 kann einstückig ausgebildet sein. Es ist aber auch vorstellbar, den Teil mit dem Außengewinde 5 nachrüstbar auszubilden. Er könnte dann mit der Einstellfassung 3 beispielsweise verschraubbar oder verklebbar sein. Ebenso kann der Teil des Objektivmounts 4 mit dem der Rastlippe 8 oder Rastnut 9 einstückig ausgebildet sein oder erst nachträglich befestigbar sein.

Es ist zudem vorstellbar den Hub zu begrenzen, um ein unbeabsichtiges Auseinandergehen des Gewindes 5, 7 zu verhindern. Hierzu kann eine Begrenzungseinrichtung, beispielsweise in Form einer Nase am Kupplungsring 6 und einer den Weg der Nase blockierenden Schraube an der Einstellfassung 3 vorgesehen sein.

Bezugszeichenliste

1
Kameraobjektiv
2
Adaptereinrichtung
3
Einstellfassung
4
Objektivmount
5
Objektivgewinde, Außengewinde
6
Kupplungsring
7
Kupplungsringgewinde, Innengewinde
8
Rastlippe
9
Rastnut, Kerbe
10
Schlitz
11a,b
Klemmringe
12
Gewindestifte
13
Verdrehschutz, Zylinderstifte
14
Anlagefläche der Einstellfassung
15
Anlagefläche des Objektivmounts
16
Kamera
17
Kameramount
18
Sensor, Bildebene
20
Linse
21
Spalt
A
optische Achse

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102011010783 A1 [0005]
  • DE 10315123 A1 [0006]