Title:
Projektor mit berührungsfreier Steuerung
Kind Code:
A1


Abstract:

Es wird ein Projektor (2) zur Verfügung gestellt, welcher mehrere Betriebsmodi (B1, B2) aufweist umfassend einen ersten Betriebsmodus (B1), bei dem ein Strahl (38) von elektromagnetischen Wellen vom Projektor (2) ausgesandt wird. Ferner wird eine Detektoreinheit (3), die im ersten Betriebsmodus (B1) des Projektors (2) derart konfiguriert ist, das Vorhandensein eines Objektes (5) im Strahlengang (40) des Strahls (38) zu detektieren. Weiterhin umfasst der Projektor (2) eine Prozessoreinheit (7), die ausgebildet ist, bei Detektion eines Objektes (5) im Strahlengang (40) des Strahls (38) von dem ersten Betriebsmodus (B1) in einen vom ersten Betriebsmodus (B1) verschiedenen zweiten Betriebsmodus (B2) zu wechseln.




Inventors:
Schmidt, Felix (70190, Stuttgart, DE)
Application Number:
DE102016215746A
Publication Date:
03/01/2018
Filing Date:
08/23/2016
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)



Claims:
1. Projektor (2) umfassend:
– mehrere Betriebsmodi (B1, B2) umfassend einen ersten Betriebsmodus (B1), bei dem ein Strahl (38) von elektromagnetischen Wellen vom Projektor (2) ausgesandt wird;
– eine Detektoreinheit (3), die im ersten Betriebsmodus (B1) des Projektors (2) derart konfiguriert ist, das Vorhandensein eines Objektes (5) im Strahlengang (40) des Strahls (38) zu detektieren,
– eine Prozessoreinheit (7), die ausgebildet ist, bei Detektion eines Objektes (5) im Strahlengang (40) des Strahls (38) von dem ersten Betriebsmodus (B1) in einen vom ersten Betriebsmodus (B1) verschiedenen zweiten Betriebsmodus (B2) zu wechseln.

2. Projektor (2) nach Anspruch 1, wobei die Detektoreinheit (3) im zweiten Betriebsmodus (B2) des Projektors (2) derart konfiguriert ist, das Vorhandensein eines Objektes (5) im Strahlengang (40) des Strahls (38) zu detektieren und eine Prozessoreinheit (7) derart ausgebildet ist, bei Detektion eines Objektes (5) im Strahlengang (40) des Strahls (38) von dem zweiten Betriebsmodus (B2) in einen vom zweiten Betriebsmodus (B2) verschiedenen ersten Betriebsmodus (B1) zu wechseln.

3. Projektor (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Detektoreinheit (3) derart ausgebildet ist, dass die Detektoreinheit (3) eine Intensität eines reflektierten Lichts (42) erfasst, wobei die Detektoreinheit (3) bei einer Erhöhung der Intensität des reflektierten Lichts (42) durch ein in den Strahlengang (40) des Laserprojektors (2) positioniertes Objekt (5) ein Signal erzeugt.

4. Projektor (2) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 2, wobei die Detektoreinheit (3) derart ausgebildet ist, dass die Detektoreinheit (3) bei einer Erhöhung der Intensität des reflektierten Lichts (42) durch ein in den Strahlengang (40) des Laserprojektors (2) positioniertes Objekt (5) und einer darauf folgenden Verringerung der Intensität des reflektierten Lichts (42) durch das aus dem Strahlengang (40) des Laserprojektors entfernte Objekt (5) ein Signal erzeugt.

5. Projektor (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Projektor (2) ein Laserprojektor ist.

6. Projektor (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der erste Betriebsmodus (B1) ein Energiesparmodus ist.

7. Projektor (2) nach Anspruch 6, wobei im Energiesparmodus des Projektors (2) auch die Detektoreinheit (3) so konfiguriert ist, dass diese im Energiesparmodus betreibbar ist.

8. Projektor (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei im ersten Betriebsmodus (B1) der Strahl nicht-scannend ausgebildet ist.

9. Projektor (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Strahl (38) im ersten Betriebsmodus (B1) aus elektromagnetischen Wellen im nichtsichtbaren Bereich des Spektrums ausgebildet ist.

10. Projektor (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Detektoreinheit (3) dazu ausgebildet ist, eine Geste eines Benutzers zu detektieren.

11. Projektor (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich der zweite Betriebsmodus (B2) durch einen Wechsel der Farbe des Strahls (38) vom ersten Betriebsmodus (B1) unterscheidet.

12. Projektor (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der zweite Betriebsmodus (B2) des Projektors (2) derart ausgebildet ist, dass der Strahl (38) mittels eines Spiegelmoduls (23) über eine Projektionsfläche (12) gescannt wird.

13. Projektor (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Detektion eines Objektes (5) im Strahlengang (40) des Strahls (38) mit und ohne Synchronisationssignale durchführbar ist.

14. Projektor (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei im ersten Betriebsmodus (B1) gegenüber dem zweiten Betriebsmodus (2) ein oder mehrere Lichtquellen des Projektors (B2) ausgeschaltet sind oder eine geringere Intensität aufweisen.

15. Projektor (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Detektoreinheit (3) eine Photodiode, eine CCD-Kamera, eine CMOS-Kamera oder ein Proximitysensor ist.

16. Gerät (50), bevorzugt ein Mobilfunkgerät (50), umfassend einen Projektor (2) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 15.

17. Verfahren zur berührungslosen Steuerung eines Projektors (2) umfassend die folgenden Schritte:
a) Bereitstellen eines Projektors (2) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 15;
b) Erzeugen eines Signals durch eine Detektoreinheit (3), wenn die Detektoreinheit (3) das Vorhandensein eines Objekts (5) im Strahlengang (40) des Strahls (38) detektiert;
c) Übergeben des Signals an eine Prozessoreinheit (7);
d) Ändern des Betriebsmodus (B1, B2) des Projektors (2) durch die Prozessoreinheit (7) auf Basis des Signals.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Projektor mit unterschiedlichen Betriebsmodi und ein Gerät, bevorzugt ein Mobilgerät, in das der Projektor verbaut ist.

Stand der Technik

Zur Erzeugung von Bildern auf Projektionsflächen können scannende Laserprojektoren eingesetzt werden. Dabei werden die Laserstrahlen bilddatentechnisch moduliert sowie mittels eines Spiegelmoduls kontrolliert auf einer Projektionsfläche geführt. Häufig werden dazu RGB-Laser verwendet. Auch kann ein Infrarot-Laser zur Messung von an Objekten gestreutem Licht eingesetzt werden.

Offenbarung der Erfindung

Erfindungsgemäß wird ein Projektor zur Verfügung gestellt, welcher mehrere Betriebsmodi aufweist umfassend einen ersten Betriebsmodus, bei dem ein Strahl von elektromagnetischen Wellen vom Projektor ausgesandt wird. Ferner wird eine Detektoreinheit, die im ersten Betriebsmodus des Projektors derart konfiguriert ist, das Vorhandensein eines Objektes im Strahlengang des Strahls zu detektieren. Weiterhin umfasst der Projektor eine Prozessoreinheit, die ausgebildet ist, bei Detektion eines Objektes im Strahlengang des Strahls von dem ersten Betriebsmodus in einen vom ersten Betriebsmodus verschiedenen zweiten Betriebsmodus zu wechseln.

Der erfindungsgemäße Projektor hat den Vorteil, dass zwischen verschiedenen Betriebsmodi eines Projektors ohne Berührung umgeschaltet werden kann. Das hat beispielsweise unmittelbare hygienische Vorteile, was besonders in hygienisch kritischen Bereichen wie bei medizinischen Anwendungen vorteilhaft sein kann. Die Realisierung der Erfindung benötigt zudem vorteilhaft kaum zusätzlichen technischen Aufwand. Eine Prozessoreinheit kann beispielsweise durch einen oder mehrere digitale Schaltkreise dargestellt sein. Als Objekte sind dabei beispielsweise Gegenstände umfasst, die durch einen Benutzer bewegt werden. Das können beispielsweise Stifte, Kaffeetassen oder andere Küchengeräte sein. Bevorzugt ist das Objekt eine Hand eines Benutzers.

Bevorzugt ist die Detektoreinheit im zweiten Betriebsmodus des Projektors derart konfiguriert, das Vorhandensein eines Objektes im Strahlengang des Strahls zu detektieren und eine Prozessoreinheit derart ausgebildet, bei Detektion eines Objektes im Strahlengang des Strahls von dem zweiten Betriebsmodus in einen vom zweiten Betriebsmodus verschiedenen ersten Betriebsmodus zu wechseln. Es kann somit vorteilhaft zwischen den Betriebsmodi in beide Richtungen berührungsfrei hin- und hergeschaltet werden.

Bevorzugt ist der Projektor ein Laserprojektor.

Der erste Betriebsmodus ist bevorzugt ein Energiesparmodus. Dies ermöglicht es, den Projektor mittels Objektdetektion aus dem Energiesparmodus zu wecken oder ihn in einen solchen Modus zu versetzen. In einem Energiesparmodus kann entsprechend Strom gespart werden.

Im ersten Betriebsmodus ist der Strahl nicht-scannend ausgebildet. Das kann beispielsweise ein Laserpointermodus sein. Dieser kann beispielsweise die Farbe rot, grün oder blau haben oder aber auch eine andere Farben beziehungsweise Frequenzen aufweisen. Hierbei wird Strom gespart.

Im Energiesparmodus des Projektors ist die Detektoreinheit so konfiguriert, dass diese im Energiesparmodus betreibbar ist. Dadurch kann vorteilhaft Energie beziehungsweise Strom gespart werden.

Bevorzugt ist die Detektoreinheit dazu ausgebildet, eine Geste eines Benutzers zu detektieren. Eine Geste ist dabei eine Interaktion durch eine menschliche Bewegung.

Der Strahl kann im ersten Betriebsmodus aus elektromagnetischen Wellen im nicht-sichtbaren Bereich des Spektrums ausgebildet sein. Zum Beispiel kann ein als Laserpointer arbeitender Projektor im für das menschliche Auge unsichtbaren Spektralbereich liegen wie beispielsweise im Infrarotspektrum.

Der zweite Betriebsmodus unterscheidet sich bevorzugt durch einen Wechsel der Farbe des Strahls vom ersten Betriebsmodus. In einem solchen Fall kann der Projektor in einfacher Weise zwischen zwei Farbzuständen wechseln. Dies kann zum Beispiel für Präsentationszwecke vorteilhafte Anwendungen finden.

Der zweite Betriebsmodus des Projektors kann derart ausgebildet sein, dass der Strahl mittels eines Spiegelmoduls über die Projektionsfläche gescannt wird. Dies entspricht einem typischen Betriebsmodus für einen Laserprojektor.

Die Detektion eines Objektes im Strahlengang des Strahls kann mit und ohne Synchronisationssignale durchführbar sein.

Im ersten Betriebsmodus gegenüber dem zweiten Betriebsmodus sind eine oder mehrere Lichtquellen des Projektors ausgeschaltet oder weisen eine geringere Intensität auf. Eine Lichtquelle kann beispielsweise ein Laser sein. Dadurch kann Strom gespart werden.

Die Detektoreinheit kann eine Photodiode, eine CCD-Kamera, eine CMOS-Kamera oder ein Proximitysensor sein.

Ferner wird ein Gerät vorgeschlagen, bevorzugt ein Mobilfunkgerät, umfassend einen Projektor nach einem der obigen Ausführungen. Ein solches Gerät kann beispielsweise als Zeigegerät zum Beispiel bei Präsentationen verwendet werden. Hierbei können Benutzer ein komfortables Umschalten mittels Hand, Objekt oder Gesten zwischen verschiedenen Farben der Laser beziehungsweise beliebigen Mischwerten der Farben erzielen. Dies kann beispielsweise zur Betonung bestimmter Informationen dienen. Außerdem kann die Intensität des Laserstrahls variiert werden, wodurch beispielsweise die Intensität beziehungsweise Helligkeit des Spots verändert wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur berührungslosen Steuerung eines Projektors umfasst grundsätzlich die folgenden Schritte: In einem ersten Schritt a) wird ein Projektor nach einem der obigen Ausführungen bereitgestellt. In einem zweiten Schritt b) wird ein Signal durch eine Detektoreinheit erzeugt, wenn die Detektoreinheit das Vorhandensein eines Objekts im Strahlengang detektiert. In einem weiteren Schritt c) wird das Signal an die Prozessoreinheit übergeben. In einem weiteren Schritt d) wird der Betriebsmodus des Projektors durch die Prozessoreinheit auf Basis des Signals geändert. Vorteile ergeben sich durch die Vorteile des obig beschriebenen Projektors und Geräts.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben und in der Beschreibung beschrieben.

Zeichnungen

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnungen und der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

1 einen erfindungsgemäßen Projektor mit Wechsel zwischen verschiedenen Betriebsmodi,

2 eine detaillierte Darstellung eines erfindungsgemäßen Projektors, und

3 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur berührungslosen Steuerung eines Projektors.

Ausführungsformen der Erfindung

In der 1 wird ein erfindungsgemäßer Projektor 2 und das Wechseln zwischen zwei verschiedenen Betriebsmodi B1, B2 beschrieben. Dabei umfasst die 1 eine rechte Teilfigur und eine linke Teilfigur, wobei in der rechten Teilfigur ein erster Betriebsmodus B1 und in der linken Teilfigur ein zweiter Betriebsmodus B2 dargestellt ist. In beiden Teilfiguren ist ein Projektor 2 dargestellt, der bevorzugt als Laserprojektor 2 ausgeführt ist. Von diesem Projektor 2 wird ein Strahl 38 von elektromagnetischen Wellen ausgesandt.

Bevorzugt sind die Strahlen 38 Laserstrahlen, wobei die Erfindung nicht darauf beschränkt ist.

In der rechten Teilfigur wird eine Ausführungsform für den ersten Betriebsmodus B1 beschrieben. Der Betriebsmodus B1 ist hierbei als ein nicht-scannender Betriebsmodus ausgeführt. Dies kann beispielsweise ein Energiesparmodus beziehungsweise Stand-by-Modus sein. Hierbei wird ein nicht-bewegtes punktförmiges Bild 13 erzeugt. Der Projektor 2 kann hierbei als Laserpointer betrieben werden. Es können dabei sowohl sichtbare als auch unsichtbare Lichtstrahlen beziehungsweise Laserstrahlen, zum Beispiel ein Infrarotlaser, Verwendung finden. Zur besseren Interaktion mit dem Projektor 2 ist eine sichtbare Lichtquelle, zum Beispiel ein Laser im sichtbaren Bereich, vorteilhaft, da der Benutzer den Strahlengang 40 besser antizipieren kann. Hierbei können sowohl eine Lichtquelle beziehungsweise Laser in den Grundfarben rot, grün oder blau, eines Infrarotlasers oder in Form eines zusammengesetzten Kompositlasers aus verschiedenen Farben mit Infrarotlaser verwendet werden, aber auch andere Farben beziehungsweise Mischfarben sind von der Erfindung umfasst. Weiterhin kann auch die Intensität des Lichtstrahls 40 von einem oder mehreren Lichtquellen wie beispielsweise Lasern des Projektors 2 reduziert werden, sodass der Projektor 2 falls als Laserpointer betrieben innerhalb Laserklasse 1 (für sichtbare Laser innerhalb Laserklasse 2) gehalten wird und somit als normaler Laserpointer betrieben werden kann.

In der linken Teilfigur wird eine bevorzugte Ausführungsform für den zweiten Betriebsmodus B2 beschrieben. Dabei wird ein Bild 13 in einem rechteckigen Format durch einen scannenden Projektor 2, bevorzugt ein scannender Laserprojektor, erzeugt. Dabei wird der Laserstrahl des Laserprojektors 2 zeilenweise gescannt und mit entsprechenden Bilddaten moduliert. Das somit entstehende Bild 13 wird dabei auf eine Projektionsfläche 12 projiziert. Die Projektionsfläche 12 ist dabei beispielhaft flach und das Bild 13 entspricht einer rechteckigen Bildmatrix. Auch alternative Laserstrahlführungen sind grundsätzlich von der Erfindung eingeschlossen. Ein Strahlengang 40 der Strahlen 38 wird in der linken Teilfigur durch deren Randstellungen dargestellt.

Der Projektor 2 umfasst ferner eine Detektoreinheit 3, eine Prozessoreinheit 7 und einen A/D-Wandler 15. Die Detektoreinheit 3 ist dabei derart konfiguriert, das Vorhandensein eines Objekts 5 im Strahlengang 40 des Strahls 38 zu detektieren. Als Detektoreinheit 3 kommt dabei bevorzugt eine Fotodiode, alternativ eine CCD-Kamera, eine CMOS-Kamera, ALS, Näherungsschalter (Proximity-Sensoren) oder ähnliches in Frage. Eine Fotodiode kann dabei beispielsweise mit einer Filtereigenschaft so ausgelegt sein, dass diese in einem bestimmten Frequenzfenster detektiert wie beispielsweise im Infrarotbereich. Der A/D-Wandler 15 dient zur Digitalisierung der von der Detektoreinheit 3 erfassten analogen Messgröße. Die Prozessoreinheit 7 ist dabei derart ausgebildet, bei Detektion eines Objekts 5 im Strahlengang 40 des Strahls 38 von dem ersten Betriebsmodus B1 in einen vom ersten Betriebsmodus B1 verschiedenen zweiten Betriebsmodus B2 zu wechseln. Dies wird durch einen ersten Wechselpfeil W1 in der 1 dargestellt, der von der rechten Teilfigur auf die linke Teilfigur zeigt. Der Wechsel aus einem Energiesparmodus, zum Beispiel des ersten Betriebsmodus B1 in den zweiten Betriebsmodus B2, ist somit ein Wake-Up-Vorgang.

Die Detektoreinheit 3 im zweiten Betriebsmodus B2 des Projektors 2 ist ebenfalls derart konfiguriert, das Vorhandensein eines Objektes 5 im Strahlengang 40 des Strahls 38 zu detektieren. Dabei ist die Prozessoreinheit 7 derart ausgebildet, bei Detektion eines Objektes 5 im Strahlengang 40 des Strahls 38 von dem zweiten Betriebsmodus B2 in einen vom zweiten Betriebsmodus B2 verschiedenen ersten Betriebsmodus B1 zu wechseln. Dies wird durch einen zweiten Wechselpfeil W2 in der 2 dargestellt, der von der linken Teilfigur auf die rechte Teilfigur zeigt. Alternativ kann auch bei längerer ausgebliebener Interaktion der Projektor 2 automatisch in einen ersten Betriebsmodus B1 wechseln. Es kann also vorteilhaft zwischen den Betriebsmodi B1, B2 beliebig hin- und hergeschaltet werden.

Die Initialisierung einer Änderung des Betriebssmodus durch die Detektoreinheit 3 kann durch die Messung der Intensität als Messgröße eines reflektierten Lichts 42 erfolgen, wobei eine Erhöhung der Intensität des reflektierten Lichts 42 durch ein in den Strahlengang 40 positioniertes Objekt 5 erfasst wird und daraufhin ein Signal mittels Kommunikationsmittel 30 an das Prozessoreinheit 7 übermittelt wird. Auch ein Durchwischen durch den Strahlengang 40 kann als Initiator verwendet werden. Dazu ist die Detektoreinheit 3 derart ausgebildet, dass die Detektoreinheit 3 bei einer Erhöhung der Intensität des reflektierten Lichts 42 durch ein in den Strahlengang 40 des Laserprojektors 2 positioniertes Objekt 5 und einer darauf folgenden Verringerung der Intensität des reflektierten Lichts 42 durch das aus dem Strahlengang 40 des Laserprojektors 2 entfernte Objekt 5 ein Signal erzeugt. Ein solches Durchwischen kann bevorzugt mit einer Hand erzeugt werden. Grundsätzlich sind aber auch andere detektierbare Methoden wie beispielsweise die Erkennung von Gesten durch die Detektoreinheit 3 eingeräumt, also eine Interaktion durch eine menschliche Bewegung.

Die Anzahl der konfigurierten Betriebsmodi kann dabei wie im Beispiel der 2 zwei sein. Es muss dabei aber nicht die in den Teilfiguren der 1 ausgeführte bevorzugte Kombination von Betriebsmodi B1, B2 sein. Dies schließt auch weitere Betriebsmodi ein, die nicht explizit erwähnt wurden. Es können aber auch mehr als zwei Betriebsmodi B1, B2 verwendet werden. Dann kann beispielsweise sequentiell zwischen den drei oder noch mehr Betriebsmodi geschaltet werden. In einer alternativen Ausführungsform können in einem ersten Betriebsmodus B1 gegenüber einem zweiten Betriebsmodus B2 eine oder mehrere Lichtquellen des Projektors 2 ausgeschaltet sein oder eine geringere Intensität aufweisen. In einer weiteren Ausführungsform unterscheidet sich die Farbe des ersten Betriebsmodus B1 von der Farbe des zweiten Betriebsmodus B2, sprich es liegt eine unterscheidbare Frequenz vor. Besonders bei Ausführungen, bei denen der Projektor 2 in einem Gerät 50, bevorzugt ein Mobilgerät beziehungsweise Mobilfunkgerät, verbaut ist, ergibt sich die Möglichkeit durch Positionieren eines Objekts oder Gestenaktivierung in den Strahl 38, wie zum Beispiel Wischen durch den Strahlengang 40, einen Farbwechsel des als Laserpointer betriebenen Laserprojektors 2 zu betreiben oder eine Änderung der Intensität des Laserspots zu erzwingen. Dies kann insbesondere bei der Nutzung als Zeigegerät zu Demonstrations- oder Präsentationszwecken ein vorteilhaftes Werkzeug sein.

In der 2 wird eine detailliertere Ausführung des erfindungsgemäßen Projektors 2 dargestellt. Dabei befindet sich der Projektor 2, der als Laserprojektor 2 ausgeführt ist, in einem scannenden Betriebsmodus B2 analog zu der linken Teilfigur von 1.

Wie im Zusammenhang mit 1 beschrieben, wird durch den Projektor 2 ein Strahl beziehungsweise ein Laserstrahl ausgesendet und mittels eines Spiegelmoduls 23 ein Strahlengang 40 erzeugt, der auf einer Projektionsfläche 12 ein Bild 13 erzeugt. In der 2 sind dabei nur die extremen Positionen des Strahlengangs 40 durch vier Strahlen 38 angezeigt. Ein Objekt 5 kann in den Strahlengang 40 des Laserprojektors 2 platziert beziehungsweise geführt werden, hier beispielhaft eine Hand eines Benutzers. An dem Objekt 5 findet eine Reflexion des Strahls 38, beziehungsweise des Laserstrahls, statt. Dieses reflektierte Licht 42 wird unter anderem in Richtung der Detektoreinheit 3 zurückgestreut und kann von der Detektoreinheit 3 signaltechnisch detektiert werden. Als Objekt 5 kommt in dieser Ausführungsform beispielhaft eine Hand zum Einsatz. Alternativ kann das Objekt 5 aber auch eine Kaffeetasse, ein Stift oder ein anderes Küchengerät sein. Die Erfindung ist demnach nicht auf bestimmte Objekte 5 beschränkt.

Dem Laserprojektor 2 wird ein A/D-Wandler 15 zur Verfügung gestellt, der die von der Detektoreinheit 3 erfasste Signalgröße, wie beispielsweise die Intensität des reflektierten Lichts 42, in ein digitales Signal umwandelt. Die benötigte Samplerate zur Erfassung des reflektierten Lichts 42 durch ein in den Strahlengang 40 positioniertes Objekt 5 ist geringer als zur Erfassung von gescannten Bilddaten im scannenden Betrieb. Daher kann beispielsweise in einem Energiesparmodus die Samplerate vorteilhaft verringert werden, was den Stromverbrauch reduziert. Auch die Detektoreinheit 3 kann in einem Energiesparmodus betrieben werden. Der A/D-Wandler 15 wird hierbei beispielhaft mittels eines Analog-Front-End (AFE) dargestellt, das auch zur Aufbereitung des Signals konfiguriert ist.

Der A/D-Wandler 15 kann mittels Kommunikationsmittel 30 der Prozessoreinheit 7 digitale Signale übergeben. Die Kommunikationsmittel 30 können verdrahtet als auch unverdrahtet ausgebildet sein.

Die Prozessoreinheit 7 ist dabei zur Verarbeitung der Signale zuständig. Der Prozessoreinheit 7 ist ein Speichermittel 17 zugeordnet, in dem die verschiedenen Konfigurationsdaten für die verschiedenen Betriebsmodi B1, B2 abgespeichert beziehungsweise hinterlegt sind. Je nach Anzahl der Betriebsmodi B1, B2 können das zwei oder auch noch mehr sein. Als Speichermittel 17 kommt dabei bevorzugt ein persistenter nicht-flüchtiger Speicher (NVM) als Datenspeicher in Betracht.

Das Speichermittel 17 ist einem ASIC 20 (anwendungsspezifische integrierte Schaltung) zur Spannungsversorgung zugeordnet. Ein Treiber 19 kann die abgespeicherten Konfigurationsdaten aus dem Speichermittel 17 auslesen und auf Basis der Konfigurationsdaten bestimmte Einstellungen im ASIC 20 vornehmen. Die Kommunikation zwischen dem Treiber 19 und dem ASIC 20 und auch zwischen dem Treiber 19 und zum Beispiel einem Lasertreiber 22 kann dabei beispielhaft mittels SPI (Serial Peripheral Interface) oder I2C (Interintegrated circuit) erfolgen. Eine auf der Prozessoreinheit 7 laufende Applikation 21, beispielsweise eine Software-Applikation, kann derart konfiguriert sein, dass bei Erfassen eines Signals von der Detektoreinheit 3 dem Treiber 19 eines Spiegelmoduls 23 angewiesen wird, den Laserprojektor 2 in einen anderen Betriebsmodus B1, B2 zu wechseln. Die Applikation kann auch derart ausgebildet sein, dass, falls der Laserprojektor 2 nicht im Energiesparmodus betrieben wird, auch bei längerer ausgebliebener Interaktion automatisch dem Laserprojektor 2 beziehungsweise dem Treiber 19 des Spiegelmoduls 23 angewiesen wird, in einen der vorgeschlagenen nicht-scannenden Betriebsmodi zu wechseln.

In dem ausgeführten scannenden Betriebsmodus empfängt die Prozessoreinheit 7 sowohl Synchronisationssignale vom ASIC 20, die als Ortungssignale zur Ortung des Objekts 5 im scannenden Betriebsmodus benötigt sind, als auch die digitalisierten erfassten Signale von der Detektoreinheit 3, sodass das erfindungsgemäße Wechseln in einen anderen Betriebsmodus aus dem scannenden Betriebsmodus erfolgen kann. Die Prozessoreinheit 7 kann aber auch derart konfiguriert werden, dass nur das Signal der Detektoreinheit 3 betrachtet wird und nicht die Synchronisationssignale, sodass das erfindungsgemäße Wechseln in einen anderen Betriebsmodus auch aus dem nicht-scannenden Betriebsmodus erfolgen kann. Synchronisationssignale werden in einem nicht-scannenden Betriebsmodus nicht gesendet.

In der 3 wird das erfindungsgemäße Verfahren zur berührungslosen Steuerung eines Projektors 2 schematisch dargestellt. In einem ersten Schritt S1 wird ein Projektor 2 nach einem der im Zusammenhang mit 1 und 2 beschriebenen Realisierungen bereitgestellt. In einem zweiten Schritt S2 wird durch eine Detektoreinheit 3 ein Signal erzeugt, wenn die Detektoreinheit 3 das Vorhandensein eines Objekts 5 im Strahlengang detektiert. In einem dritten Schritt S3 wird das Signal an eine Prozessoreinheit 7 übergeben. Auf Basis des Signals wird dann in einem vierten Schritt S4 der Betriebsmodus B1, B2 des Projektors 2 durch die Prozessoreinheit 7 geändert.