Title:
Handwerkzeugmaschine mit einem Fluid-Spritzsystem
Kind Code:
A1


Abstract:

Bei einer Handwerkzeugmaschine (100) mit einem Gehäuse (110), in dem ein über ein Bedienelement (112) betätigbarer Antriebsmotor (114) angeordnet ist, und mit einem Fluid-Spritzsystem (160), wobei der Antriebsmotor (114) dazu ausgebildet ist, eine Antriebseinheit des Fluid-Spritzsystems (160) anzutreiben, und wobei dem Fluid-Spritzsystem (160) eine Spritzdruckaufbaueinheit zur Erzeugung eines vorgegebenen Spritzdrucks zum Verspritzen eines Fluids über eine Fluidaustrittsöffnung (180) zugeordnet ist, ist die Antriebseinheit nach Art eines Nockenantriebs mit einem Nockenelement ausgebildet.




Inventors:
Dukart, Anton (70839, Gerlingen, DE)
Giezendanner-Thoben, Robert (70839, Gerlingen, DE)
Application Number:
DE102016215163A
Publication Date:
02/15/2018
Filing Date:
08/15/2016
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:



Claims:
1. Handwerkzeugmaschine (100) mit einem Gehäuse (110), in dem ein über ein Bedienelement (112) betätigbarer Antriebsmotor (114) angeordnet ist, und mit einem Fluid-Spritzsystem (160), wobei der Antriebsmotor (114) dazu ausgebildet ist, eine Antriebseinheit (310) des Fluid-Spritzsystems (160) anzutreiben, und wobei dem Fluid-Spritzsystem (160) eine Spritzdruckaufbaueinheit (320) zur Erzeugung eines vorgegebenen Spritzdrucks zum Verspritzen eines Fluids über eine Fluidaustrittsöffnung (180) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (310) nach Art eines Nockenantriebs mit einem Nockenelement (512) ausgebildet ist.

2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (310) zumindest dazu ausgebildet ist, die Spritzdruckaufbaueinheit (320) anzutreiben.

3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Nockenelement (512) in axialer oder radialer Richtung (101, 102) des Gehäuses (110) ausgerichtet ist.

4. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdruckaufbaueinheit (320) einen Kolben (522) aufweist und das Nockenelement (512) dazu ausgebildet ist, den Kolben (522) zur Erzeugung des vorgegebenen Spritzdrucks um eine vorgegebene Distanz (d) auszulenken.

5. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidaustrittsöffnung (180) eine Twinjet-Düse (185) oder eine Drall-Zerstäuberdüse aufweist.

6. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fluid-Transporteinheit (350) zum Fluid-Transport von einem Fluidbehälter (170) in eine Fluidkammer (330) vorgesehen ist.

7. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidkammer (330) dazu ausgebildet ist, mit dem von der Spritzdruckaufbaueinheit (320) erzeugten, vorgegebenen Spritzdruck beaufschlagt zu werden.

8. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidaustrittsöffnung (180) an der Fluidkammer (330) angeordnet ist.

9. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluid-Transporteinheit (350) nach Art einer Druckluftquelle, eines Kompressors, einer Mikromembranpumpe und/oder eines Radialverdichters ausgebildet ist.

10. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluid-Transporteinheit (350) von der Antriebseinheit (310) oder einem separaten Antrieb (340) antreibbar ist.

11. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die zum Verspritzen eines hochviskosen Fluids und/oder einer Farbe ausgebildet ist.

12. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid-Spritzsystem (160) einem lösbar an der Handwerkzeugmaschine (200) befestigbaren Werkzeugvorsatz (250) zugeordnet ist.

13. Werkzeugvorsatz (250) für eine Handwerkzeugmaschine (200) mit einem Gehäuse (210), in dem ein über ein Bedienelement (212) betätigbarer Antriebsmotor (214) angeordnet ist, wobei der Werkzeugvorsatz (250) ein Fluid-Spritzsystem (160) aufweist, wobei der Antriebsmotor (214) dazu ausgebildet ist, eine Antriebseinheit (310) des Fluid-Spritzsystems (160) anzutreiben, und wobei dem Fluid-Spritzsystem (160) eine Spritzdruckaufbaueinheit (320) zur Erzeugung eines vorgegebenen Spritzdrucks zum Verspritzen eines Fluids über eine Fluidaustrittsöffnung (180) zugeordnet ist, und wobei die Antriebseinheit (310) nach Art eines Nockenantriebs mit einem Nockenelement (512) ausgebildet ist.

14. Werkzeugsystem (290) mit einer Handwerkzeugmaschine (200) mit einem Gehäuse (210) in dem ein über ein Bedienelement (212) betätigbarer Antriebsmotor (214) angeordnet ist und mit einem Werkzeugvorsatz (250) für die Handwerkzeugmaschine (200) mit einem Fluid-Spritzsystem (160), wobei der Antriebsmotor (214) dazu ausgebildet ist, eine Antriebseinheit (310) des Fluid-Spritzsystems (160) anzutreiben, und wobei dem Fluid-Spritzsystem (160) eine Spritzdruckaufbaueinheit (320) zur Erzeugung eines vorgegebenen Spritzdrucks zum Verspritzen eines Fluids über eine Fluidaustrittsöffnung (180) zugeordnet ist, wobei die Antriebseinheit (310) nach Art eines Nockenantriebs mit einem Nockenelement (512) ausgebildet ist.

Description:
Stand der Technik

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Handwerkzeugmaschine mit einem Gehäuse, in dem ein über ein Bedienelement betätigbarer Antriebsmotor angeordnet ist, und mit einem Fluid-Spritzsystem, wobei der Antriebsmotor dazu ausgebildet ist, eine Antriebseinheit des Fluid-Spritzsystems anzutreiben, und wobei dem Fluid-Spritzsystem eine Spritzdruckaufbaueinheit zur Erzeugung eines vorgegebenen Spritzdrucks zum Verspritzen eines Fluids über eine Fluidaustrittsöffnung zugeordnet ist.

Aus dem Stand der Technik ist eine derartige Handwerkzeugmaschine mit einem Fluid-Spritzsystem bekannt. Diese Handwerkzeugmaschine hat ein Gehäuse, in dem ein Antriebsmotor angeordnet ist, der über ein zugeordnetes Bedienelement betätigbar ist. Der Antriebsmotor dient dazu, eine Antriebseinheit des Fluid-Spritzsystems anzutreiben. Zur Erzeugung eines vorgegebenen Spritzdrucks zum Verspritzen eines Fluids über eine Fluidaustrittsöffnung ist dem Fluid-Spritzsystem eine Spritzdruckaufbaueinheit zugeordnet.

Offenbarung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt eine Handwerkzeugmaschine mit einem Gehäuse bereit, in dem ein über ein Bedienelement betätigbarer Antriebsmotor angeordnet ist, und mit einem Fluid-Spritzsystem, wobei der Antriebsmotor dazu ausgebildet ist, eine Antriebseinheit des Fluid-Spritzsystems anzutreiben, und wobei dem Fluid-Spritzsystem eine Spritzdruckaufbaueinheit zur Erzeugung eines vorgegebenen Spritzdrucks zum Verspritzen eines Fluids über eine Fluidaustrittsöffnung zugeordnet ist. Die Antriebseinheit ist nach Art eines Nockenantriebs mit einem Nockenelement ausgebildet.

Die Erfindung ermöglicht somit die Bereitstellung einer Handwerkzeugmaschine mit einem Fluid-Spritzsystem, bei der durch den Nockenantrieb ein verbesserter Wirkungsgrad des Fluid-Spritzsystems erreicht werden kann. Somit kann eine effiziente und leistungsstarke Antriebseinheit des Fluid-Spritzsystems bereitgestellt werden, die auch für hochviskose Fluide geeignet ist.

Vorzugsweise ist die Antriebseinheit zumindest dazu ausgebildet, die Spritzdruckaufbaueinheit anzutreiben. Somit kann ein Antrieb der Spritzdruckaufbaueinheit auf einfache Art und Weise ermöglicht werden.

Das Nockenelement ist bevorzugt in axialer oder radialer Richtung des Gehäuses ausgerichtet. Somit kann eine unkomplizierte und bauraumsparende Anordnung des Nockenelements ermöglicht werden.

Gemäß einer Ausführungsform weist die Spritzdruckaufbaueinheit einen Kolben auf und das Nockenelement ist dazu ausgebildet, den Kolben zur Erzeugung des vorgegebenen Spritzdrucks um eine vorgegebene Distanz auszulenken. Somit kann der Spritzdruck einfach und zuverlässig erzeugt werden.

Bevorzugt weist die Fluidaustrittsöffnung eine Twinjet-Düse oder eine Drall-Zerstäuberdüse auf. Somit kann auf einfache Art und Weise eine geeignete Fluidaustrittsöffnung bereitgestellt werden.

Eine Fluid-Transporteinheit zum Fluid-Transport von einem Fluidbehälter in eine Fluidkammer ist vorzugsweise vorgesehen. Somit kann ein sicherer und unkomplizierter Transport des Fluids von dem Fluidbehälter in eine Fluidkammer ermöglicht werden.

Gemäß einer Ausführungsform ist die Fluidkammer dazu ausgebildet, mit dem von der Spritzdruckaufbaueinheit erzeugten, vorgegebenen Spritzdruck beaufschlagt zu werden. Somit kann das Fluid auf einfache Art und Weise mit dem vorgegebenen Spritzdruck zerstäubt werden.

Die Fluidaustrittsöffnung ist vorzugsweise an der Fluidkammer angeordnet. Somit kann ein direktes Zerstäuben des Fluids nach einer Beaufschlagung mit dem vorgegebenen Spritzdruck ermöglicht werden.

Bevorzugt ist die Fluid-Transporteinheit nach Art einer Druckluftquelle, eines Kompressors, einer Mikromembranpumpe und/oder eines Radialverdichters ausgebildet. Somit kann eine stabile und zuverlässige Fluid-Transporteinheit zum Transport des Fluids bereitgestellt werden.

Gemäß einer Ausführungsform ist die Fluid-Transporteinheit von der Antriebseinheit oder einem separaten Antrieb antreibbar. Somit kann ein geeigneter Antrieb der Fluid-Transporteinheit bereitgestellt werden.

Vorzugsweise ist die Handwerkzeugmaschine zum Verspritzen eines hochviskosen Fluids und/oder einer Farbe ausgebildet. Somit kann auf ein Verdünnen des Fluids und/oder der Farbe verzichtet werden und dadurch ein vereinfachter Arbeitsvorgang ermöglicht werden.

Das Fluid-Spritzsystem ist bevorzugt einem lösbar an der Handwerkzeugmaschine befestigbaren Werkzeugvorsatz zugeordnet. Somit kann auf einfache Art und Weise ein Werkzeugvorsatz bereitgestellt werden, der zum Verspritzen eines Fluids ausgebildet ist.

Des Weiteren stellt die vorliegende Erfindung einen Werkzeugvorsatz für eine Handwerkzeugmaschine mit einem Gehäuse bereit, in dem ein über ein Bedienelement betätigbarer Antriebsmotor angeordnet ist, wobei der Werkzeugvorsatz ein Fluid-Spritzsystem aufweist, wobei der Antriebsmotor dazu ausgebildet ist, eine Antriebseinheit des Fluid-Spritzsystems anzutreiben, wobei dem Fluid-Spritzsystem eine Spritzdruckaufbaueinheit zur Erzeugung eines vorgegebenen Spritzdrucks zum Verspritzen eines Fluids über eine Fluidaustrittsöffnung zugeordnet ist, und wobei die Antriebseinheit nach Art eines Nockenantriebs mit einem Nockenelement ausgebildet ist.

Darüber hinaus stellt die vorliegende Erfindung ein Werkzeugsystem mit einer Handwerkzeugmaschine mit einem Gehäuse, in dem ein über ein Bedienelement betätigbarer Antriebsmotor angeordnet ist, und mit einem Werkzeugvorsatz für die Handwerkzeugmaschine mit einem Fluid-Spritzsystem bereit, wobei der Antriebsmotor dazu ausgebildet ist, eine Antriebseinheit des Fluid-Spritzsystems anzutreiben, wobei dem Fluid-Spritzsystem eine Spritzdruckaufbaueinheit zur Erzeugung eines vorgegebenen Spritzdrucks zum Verspritzen eines Fluids über eine Fluidaustrittsöffnung zugeordnet ist, und wobei die Antriebseinheit nach Art eines Nockenantriebs mit einem Nockenelement ausgebildet ist.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Seitenansicht einer Handwerkzeugmaschine mit einem Fluid-Spritzsystem,

2 eine Seitenansicht eines Werkzeugsystems mit einer Handwerkzeugmaschine und einem Werkzeugvorsatz mit dem Fluid-Spritzsystem von 1,

3 eine schematische Ansicht eines Aufbaus des Fluid-Spritzsystems von 1 und 2 gemäß einer ersten Ausführungsform,

4 eine schematische Ansicht eines Aufbaus des Fluid-Spritzsystems von 1 und 2 gemäß einer zweiten Ausführungsform,

5 eine perspektivische Schnittansicht des Fluid-Spritzsystems von 3,

6 ein beispielhaftes Spritzdruck-Verlauf-Diagramm, und

7 eine schematische Ansicht eines der Antriebseinheit des Fluid-Spritzsystem von 5 zugeordneten Nockenelements.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

1 zeigt eine Handwerkzeugmaschine 100 mit einem Gehäuse 110. Das Gehäuse 110 ist vorzugsweise pistolenförmig ausgebildet und weist einen Griffbereich 116 sowie einen ersten und zweiten Gehäuseabschnitt 117, 156 auf. Illustrativ ist der erste Gehäuseabschnitt 117 zwischen dem Griffbereich 116 und dem zweiten Gehäuseabschnitt 156 ausgebildet. Vorzugsweise ist die Handwerkzeugmaschine 100 zur netzunabhängigen Stromversorgung mechanisch und elektrisch mit einem Akkupack 120 verbindbar. Illustrativ ist der Akkupack 120 im Griffbereich 116 angeordnet, kann jedoch auch im ersten Gehäuseabschnitt 117 angeordnet sein. Darüber hinaus kann die Handwerkzeugmaschine 100 auch netzabhängig ausgebildet sein.

Des Weiteren ist in dem Gehäuse 110, illustrativ und beispielhaft im ersten Gehäuseabschnitt 117, ein über ein Bedienelement 112 betätigbarer Antriebsmotor 114 angeordnet. Dabei bildet das Gehäuse 110 eine axiale und radiale Richtung 101, 102 aus. Die Handwerkzeugmaschine 100 ist z.B. über den Handschalter 112 betätigbar, d.h. ein- und ausschaltbar, und vorzugsweise derart elektronisch steuer- bzw. regelbar, dass sowohl ein Reversierbetrieb, als auch Vorgaben hinsichtlich einer gewünschten Drehgeschwindigkeit realisierbar sind. Illustrativ und beispielhaft ist der Handschalter 112 im Bereich des Griffbereichs 116 angeordnet.

Gemäß einer Ausführungsform ist die Handwerkzeugmaschine 100 nach Art einer Fluidspritzpistole mit einem Fluid-Spritzsystem 160 ausgebildet. Vorzugsweise ist das Fluid-Spritzsystem 160 im zweiten Gehäuseabschnitt 156 angeordnet und dazu ausgebildet, im Betrieb ein Fluid zu Verspritzen. Dabei ist der Antriebsmotor 114 bevorzugt dazu ausgebildet, eine Antriebseinheit (310 in 3) des Fluid-Spritzsystems 160 anzutreiben. Des Weiteren weist das Fluid-Spritzsystem 160 eine Spritzdruckaufbaueinheit (320 in 3) zur Erzeugung eines vorgegebenen Spritzdrucks zum Verspritzen eines Fluids über eine Fluidaustrittsöffnung 180 auf.

Bevorzugt ist das Fluid ein hochviskoses Fluid und/oder eine Farbe. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass das Fluid auch ein beliebig anderes Spritzgut sein kann z.B. ein Lack, eine Lasur, eine Grundierung, ein Holzschutzmittel, ein Beizmittel usw. Das Fluid ist dabei vorzugsweise in einem Fluidbehälter 170 anordenbar, der bevorzugt über eine lösbare Verbindung 175 an der Handwerkzeugmaschine 100 angeordnet ist.

Bevorzugt ist der Fluidbehälter 170 an einem dem Fluid-Spritzsystem 160 zugeordneten Befestigungsabschnitt 172 anordenbar. Dabei ist der Fluidbehälter 170 über den Befestigungsabschnitt 172 mit dem Fluid-Spritzsystem 160 verbunden, wobei eine dem Fluid-Spritzsystem 160 zugeordnete Fluid-Transporteinheit (350 in 3) vorzugsweise dazu ausgebildet ist, Fluid aus dem Fluidbehälter 170 in eine Fluidkammer (330 in 3) zu transportieren. In der Fluidkammer (330 in 3) erzeugt die Spritzdruckaufbaueinheit (320 in 3) bevorzugt einen vorgegebenen Spritzdruck zum Verspritzen des Fluids. Hierbei wird das Fluid unter dem vorgegebenen Spritzdruck über die Fluidaustrittsöffnung 180 verspritzt. Vorzugsweise ist die Fluidaustrittsöffnung 180 nach Art einer Twinjet-Düse 185 ausgebildet, wodurch auch hochviskose Fluide ohne ein Verdünnen zerstäubt werden können. Jedoch kann die Fluidaustrittsöffnung 180 auch als konventionelle Drall-Zerstäuberdüse ausgebildet sein.

2 zeigt eine Handwerkzeugmaschine 200 mit einem Gehäuse 210. Das Gehäuse 210 ist vorzugsweise pistolenförmig ausgebildet und weist einen Griffbereich 216 sowie einen daran anschließenden Gehäuseabschnitt 217 auf. Vorzugsweise ist die Handwerkzeugmaschine 200 zur netzunabhängigen Stromversorgung mechanisch und elektrisch mit einem Akkupack 220 verbindbar. Illustrativ ist der Akkupack 220 im Griffbereich 216 angeordnet, kann jedoch auch im Gehäuseabschnitt 217 angeordnet sein. Darüber hinaus kann die Handwerkzeugmaschine 200 auch netzabhängig ausgebildet sein.

Des Weiteren ist in dem Gehäuse 210, illustrativ und beispielhaft im Gehäuseabschnitt 217, ein über ein Bedienelement 212 betätigbarer Antriebsmotor 214 mit einer Antriebswelle 218 angeordnet. Dabei bildet das Gehäuse 210 eine axiale und radiale Richtung 203, 204 aus. Die Handwerkzeugmaschine 200 ist z.B. über den Handschalter 212 betätigbar, d.h. ein- und ausschaltbar, und vorzugsweise derart elektronisch steuer- bzw. regelbar, dass sowohl ein Reversierbetrieb, als auch Vorgaben hinsichtlich einer gewünschten Drehgeschwindigkeit realisierbar sind. Illustrativ und beispielhaft ist der Handschalter 212 im Bereich des Griffbereichs 216 angeordnet.

Gemäß einer Ausführungsform ist die Handwerkzeugmaschine 200 nach Art eines Schraubers, insbesondere eines Akkuschraubers zum drehenden Antrieb eines Einsatzwerkzeugs und/oder eines lösbar an der Handwerkzeugmaschine 200 befestigbaren Werkzeugvorsatzes 250 ausgebildet. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Handwerkzeugmaschine 100 auch als Bohrmaschine oder dergleichen ausgebildet sein kann und/oder der Werkzeugvorsatz 250 derart ausgebildet ist, sodass er an einem konventionellen Schrauber angewandt werden kann. Bevorzugt ist der Antriebsmotor 214 der Handwerkzeugmaschine 200 dazu ausgebildet, eine Antriebseinheit (310 in 3) des Werkzeugvorsatzes 250 über die Antriebswelle 218 anzutreiben.

Bevorzugt ist der Werkzeugvorsatz 250 dazu ausgebildet, ein Fluid zu Verspritzen. Der Werkzeugvorsatz 250 weist bevorzugt ein Gehäuse 256 auf, in dem vorzugsweise das Fluid-Spritzsystem 160 von 1 angeordnet ist. Darüber hinaus weist der Werkzeugvorsatz 250 bevorzugt den Fluidbehälter 170 von 1 auf, der analog zu 1 vorzugsweise über die lösbare Verbindung 175 von 1 und somit über den Befestigungsabschnitt 172 von 1 am Gehäuse 256 des Werkzeugvorsatzes 250 angeordnet ist. Des Weiteren weist der Werkzeugvorsatz 250 bevorzugt die Fluidaustrittsöffnung 180 von 1 auf. Vorzugsweise bilden die Handwerkzeugmaschine 200 und der Werkzeugvorsatz 250 ein Werkzeugsystem 290 aus.

3 zeigt das Fluid-Spritzsystem 160 von 1 und 2 und verdeutlicht einen ersten beispielhaften Aufbau des Fluid-Spritzsystems 160 von 1 und 2. Das Fluid-Spritzsystem 160 weist vorzugsweise eine Antriebseinheit 310, eine Spritzdruckaufbaueinheit 320, eine Fluidkammer 330 sowie eine Fluid-Transporteinheit 350. Dabei ist gemäß der ersten Ausführungsform der Fluid-Transporteinheit 350 ein separater Antrieb 340 zugeordnet.

Vorzugsweise ist die Antriebseinheit 310 nach Art eines Nockenantriebs mit einem Nockenelement (512 in 5) ausgebildet. Dabei ist die Antriebseinheit 310 bevorzugt zumindest dazu ausgebildet, die Spritzdruckaufbaueinheit 320 anzutreiben. Die Spritzdruckaufbaueinheit 320 ist vorzugsweise zur Erzeugung eines vorgegebenen Spritzdrucks zum Verspritzen des Fluids über die Fluidaustrittsöffnung 180 von 1 und 2 ausgebildet. Dabei ist die Fluidkammer 330 dazu ausgebildet, mit dem von der Spritzdruckaufbaueinheit 320 erzeugten, vorgegebenen Spritzdruck beaufschlagt zu werden. Bevorzugt ist die Fluidaustrittsöffnung 180 an der Fluidkammer 330 angeordnet, sodass das mit dem vorgegebenen Spritzdruck beaufschlagte Fluid die Fluidkammer 330 durch die Fluidaustrittsöffnung 180 verlassen kann.

Des Weiteren ist die Fluid-Transporteinheit 350 zum Fluid-Transport vom Fluidbehälter 170 von 1 und 2 in die Fluidkammer 330 vorgesehen. Bevorzugt ist die Fluid-Transporteinheit 350 zum kontaktlosen Fluidtransport ausgebildet, wodurch die Fluid-Transporteinheit 350 wartungsarm und langlebig ist. Die Fluid-Transporteinheit 350 ist dabei vorzugsweise nach Art einer Druckluftquelle, eines Kompressors, einer Mikromembranpumpe und/oder eines Radialverdichters ausgebildet.

4 zeigt das Fluid-Spritzsystem 160 von 1 und 2 und verdeutlicht einen zweiten beispielhaften Aufbau des Fluid-Spritzsystems 160. Das Fluid-Spritzsystem 160 weist vorzugsweise die Antriebseinheit 310, die Spritzdruckaufbaueinheit 320, die Fluidkammer 330 sowie die Fluid-Transporteinheit 350 von 3 auf. Dabei ist gemäß der zweiten Ausführungsform die Antriebseinheit 310 der Fluid-Transporteinheit 350 zugeordnet. Vorzugsweise ist die Antriebseinheit 310 dazu ausgebildet, die Spritzdruckaufbaueinheit 320 und die Fluid-Transporteinheit 350 anzutreiben.

5 zeigt das Fluid-Spritzsystem 160 von 4 und verdeutlicht die bevorzugt als Nockenantrieb ausgebildete Antriebseinheit 310 von 4 sowie die die Spritzdruckaufbaueinheit 320 von 4. Das Fluid-Spritzsystem 160 bzw. die Antriebseinheit 310 weist vorzugsweise eine als Nockenwelle 514 ausgebildete Antriebswelle 514 auf, die vorzugsweise mit einem Nockenelement 512 verbunden ist. Illustrativ und beispielhaft ist die Nockenwelle 514 einstückig mit dem Nockenelement 512 ausgebildet, könnte jedoch auch über eine beliebige Verbindung, z.B. eine Schweiß-, Klemm- und/oder Schraubverbindung, mit diesem verbunden sein. Bevorzugt ist das Nockenelement 512 in axialer oder radialer Richtung 101, 102; 203, 204 von 1 bzw. 2 des Gehäuses 110; 220 von 1 bzw. 2 ausgerichtet. Jedoch kann das Nockenelement 512 auch in axialer oder radialer Richtung des zweiten Gehäuseabschnitt 156 von 1 bzw. des Gehäuses 256 von 2 ausgerichtet sein.

Illustrativ weist die Spritzdruckaufbaueinheit 320 einen Kolben 522 auf und das Nockenelement 512 ist vorzugsweise dazu ausgebildet, den Kolben 522 zur Erzeugung des vorgegebenen Spritzdrucks auszulenken. Jedoch kann die Spritzdruckaufbaueinheit 320 auch direkt, d.h. ohne den Kolben 522 ausgebildet sein, bzw. mit dem Nockenelement 512 verbunden sein, sodass das Nockenelement 512 die Spritzdruckaufbaueinheit 320 direkt auslenkt.

6 zeigt ein beispielhaftes Spritzdruck-Verlauf-Diagramm 600, das verdeutlicht, dass der vorgegebene Spritzdruck in der Fluidkammer 330 von 3 bis 5 in Abhängigkeit von einer Drehzahl der Antriebseinheit 310 von 3 bis 5 variiert werden kann. Der vorgegebene Spritzdruck ist illustrativ auf einer Ordinate 604 in Bar aufgetragen und eine Zeit ist auf einer Abszisse 602 des Messdiagramms 600 aufgetragen.

Dabei verdeutlicht eine erste Messkurve 610 eine beispielhafte Messung bei einer Drehzahl von 4000 UPM (Umdrehungen pro Minute), eine zweite Messkurve 620 eine Messung bei einer Drehzahl von 3500 UPM, eine dritte Messkurve 630 eine Messung bei einer Drehzahl von 3000 UPM und eine vierte Messkurve 640 eine Messung bei einer Drehzahl von 2500 UPM. Dabei kann illustrativ mit einer Drehzahl von 4000 UPM ein maximaler Spritzdruck von annähernd 60 Bar, mit einer Drehzahl von 3500 UPM ein maximaler Spritzdruck von annähernd 45 Bar, mit einer Drehzahl von 3000 UPM ein maximaler Spritzdruck von annähernd 40 Bar und mit einer Drehzahl von 2500 UPM ein maximaler Spritzdruck von annähernd 35 Bar ermöglicht werden.

7 zeigt eine beispielhafte Ausgestaltung des Nockenelements 512 des Nockenantriebs 310 von 5. Das Nockenelement 512 weist illustrativ einen zumindest annähernd runden Grundkörper 712 mit einem Radius R von beispielhaft 10mm, sowie einen Auslenkungsabschnitt 714 auf. Der Auslenkungsabschnitt 714 ist bevorzugt dazu ausgebildet, den beispielhaften Kolben 522 von 5 der Spritzdruckaufbaueinheit 320 von 3 bis 5 zur Erzeugung des vorgegebenen Spritzdrucks um eine vorgegebene Distanz d auszulenken. Vorzugsweise beträgt die Distanz d 1mm.

Bei einem beispielhaften Betrieb des Nockenantriebs 310 dreht sich das Nockenelement 512 illustrativ z.B. gegen den Uhrzeigersinn bzw. in Richtung eines Pfeils 701, wobei der beispielhafte Kolben 522 im Uhrzeigersinn bzw. in Richtung eines Pfeils 702 angetrieben wird. Trifft der Auslenkungsabschnitt 714 auf den Kolben 522, so wird dieser um die Distanz d, hier vorzugsweise 1mm, illustrativ nach unten bzw. in Richtung eines Pfeils 703 ausgelenkt. Dadurch wird der Spritzdruck von vorzugsweise 40 Bar erzeugt. Wie oben beschrieben, wird darauf hingewiesen, dass der Nockenantrieb 310 bzw. das Nockenelement 512 die Spritzdruckaufbaueinheit 320 von 3 bis 5 auch direkt auslenken kann. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass die beschriebenen Zahlenwerte lediglich beispielhaften Charakter haben und nicht als Einschränkung der Erfindung zu sehen sind und somit beliebige Werte annehmen können.