Title:
Kunststoffschlauch für ein Sauggerät
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft einen Kunststoffschlauch (10) für ein Sauggerät, insbesondere Kunststoff-Staubsaugerschlauch (10), welcher entlang seiner Längserstreckungsrichtung wenigstens einen Längenabschnitt (14) aufweist, über welchen der Innendurchmesser des Kunststoffschlauchs (10) variiert, dadurch gekennzeichnet, dass er als extrudiertes Wellrohr (18) mit radial äußeren Wellenbergen (20), radial inneren Wellentälern (22) und sich jeweils zwischen einem Wellenberg (20) und einem Wellental (22) erstreckenden Flankenabschnitten (24) gebildet ist, wobei jedes der in dem wenigstens einen Längenabschnitt (14) angeordneten Wellentäler (22) einen im Wesentlichen planen und in das Innere des Kunststoffschlauchs (10) weisenden Abschnitt (26) umfasst. Ferner betrifft die Erfindung eine Verwendung des erfindungsgemäßen Kunststoffschlauchs (10).




Inventors:
Willinger, Rainer (97519, Riedbach, DE)
Application Number:
DE102016214312A
Publication Date:
02/08/2018
Filing Date:
08/03/2016
Assignee:
Fränkische Industrial Pipes GmbH & Co. KG, 97486 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102015210787A1N/A2016-12-15
DE102010031605A1N/A2012-01-26
DE69910589T2N/A2004-06-24
DE2012424A1N/A1971-10-07



Foreign References:
18923821932-12-27
WO1997027414A21997-07-31
Attorney, Agent or Firm:
Weickmann & Weickmann Patent- und Rechtsanwälte PartmbB, 81679, München, DE
Claims:
1. Kunststoffschlauch (10) für ein Sauggerät, insbesondere Kunststoff-Staubsaugerschlauch (10), welcher entlang seiner Längserstreckungsrichtung wenigstens einen Längenabschnitt (14) aufweist, über welchen der Innendurchmesser des Kunststoffschlauchs (10) variiert,
dadurch gekennzeichnet, dass er als extrudiertes Wellrohr (18) mit radial äußeren Wellenbergen (20), radial inneren Wellentälern (22) und sich jeweils zwischen einem Wellenberg (20) und einem Wellental (22) erstreckenden Flankenabschnitten (24) gebildet ist,
wobei jedes der in dem wenigstens einen Längenabschnitt (14) angeordneten Wellentäler (22) einen im Wesentlichen planen und in das Innere des Kunststoffschlauchs (10) weisenden Abschnitt (26) umfasst.

2. Kunststoffschlauch (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem wenigstens einen Längenabschnitt (14) mit variierendem Innendurchmesser einer der beiden einem Wellenberg (20) zugeordneten Flankenabschnitte (24) kürzer ist als der andere.

3. Kunststoffschlauch (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer, vorzugsweise alle, der jeweils einem Wellental (22) zugeordneten planen Abschnitte (26) zumindest in einem Zustand, in dem die Längserstreckungsrichtung des Kunststoffschlauchs (10) einer Geraden folgt, im Wesentlichen parallel zu der Längserstreckungsrichtung des Kunststoffschlauchs (10) verläuft.

4. Kunststoffschlauch (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Wellentäler (22) des gesamten Kunststoffschlauchs (10) einen im Wesentlichen planen und in das Innere des Kunststoffschlauchs (10) weisenden Abschnitt (26) umfasst, welcher zumindest in einem Zustand, in dem die Längserstreckungsrichtung des Kunststoffschlauchs (10) einer Geraden folgt, im Wesentlichen parallel zu der Längserstreckungsrichtung des Kunststoffschlauchs (10) ist.

5. Kunststoffschlauch (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser wenigstens eines Längenabschnitts (14) mit variierendem Innendurchmesser, in einer vorbestimmten Längserstreckungsrichtung gesehen, zunehmend ist, und, in derselben Längserstreckungsrichtung gesehen, der Innendurchmesser wenigstens eines weiteren Längenabschnitts mit variierendem Innendurchmesser abnehmend ist.

6. Kunststoffschlauch (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Längenabschnitt (14) und der wenigstens eine weitere Längenabschnitt durch einen noch weiteren Längenabschnitt (12, 16) mit im Wesentlichen konstantem Innendurchmesser voneinander getrennt sind.

7. Kunststoffschlauch (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungsstärke zweier zueinander benachbarter Flankenabschnitte (24) im Wesentlichen gleich ist, wobei die Wandungsstärke des zwischen ihnen liegenden Wellentals (22) variiert.

8. Kunststoffschlauch (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein einem Wellenberg (20) zugeordneter Abstand (32), vorzugsweise alle Abstände (32), zwischen zwei benachbarten, an einen Wellenberg (20) anschließenden Flankenabschnitten (24) höchstens etwa 0,5 mm, vorteilhafterweise von höchstens 0,3 mm, beträgt.

9. Kunststoffschlauch (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Übergang (30) zwischen einem Wellental (22) und einem Flankenabschnitt (24) an einer Außenseite des Kunststoffschlauchs (10) einen Radius von höchstens etwa 0,5 mm, vorteilhafterweise von höchstens 0,2 mm, aufweist.

10. Kunststoffschlauch (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffschlauch (10) eine den Wellenbergen (20) oder/und den Flankenabschnitten (24) zugeordnete Wandungsstärke von etwa 0,6 mm bis etwa 1,0 mm, vorteilhafterweise von etwa 0,75 mm bis etwa 0,85 mm, aufweist.

11. Kunststoffschlauch (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffschlauch (10) einen Innendurchmesser von etwa 30 mm bis etwa 48 mm und einen Außendurchmesser von etwa 37 mm bis etwa 55 mm aufweist.

12. Verwendung eines Kunststoffschlauchs (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 bei einem Sauggerät, insbesondere bei einem Industriesauggerät, wie beispielsweise einem Industriestaubsauger.

Description:

Die Erfindung betrifft einen Kunststoffschlauch für ein Sauggerät, insbesondere einen Kunststoff-Staubsaugerschlauch, welcher entlang seiner Längserstreckungsrichtung wenigstens einen Längenabschnitt aufweist, über welchen der Innendurchmesser des Kunststoffschlauchs variiert.

Die US 1,892,382 A offenbart einen gattungsgemäßen, nach dem Wickelrohrverfahren hergestellten Staubsaugerschlauch. Bereits in den frühen 1930er Jahren wurde erkannt, dass mit einem Staubsaugerschlauch, welcher sich von einer Staubsaugerdüse zu einem Staubsaugergerät hin erweitert, an der Staubsaugerdüse bei gleichbleibender elektrischer Leistungsaufnahme des Staubsaugergeräts eine höhere Saugleistung erreicht werden kann, da in diesem Fall die Strömungsgeschwindigkeit der eingesaugten Luft an der Staubsaugerdüse größer ist als am Staubsaugergerät.

Der aus der US 1,892,382 A bekannte Staubsaugerschlauch wies jedoch den Nachteil eingeschränkter Biegsamkeit auf. Darüber hinaus zeigte sich, dass die Saugleistung durch die Bildung von Strömungswirbeln reduziert wurde.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Kunststoffschlauch für ein Sauggerät bereitzustellen, welcher bei guter Biegsamkeit die Vorteile eines Schlauchs mit variierenden Durchmessern besser zur Geltung bringt, insbesondere der Ausbildung von Strömungswirbeln entgegenwirkt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Kunststoffschlauch der eingangs genannten Art gelöst, welcher als extrudiertes Wellrohr mit radial äußeren Wellenbergen, radial inneren Wellentälern und sich jeweils zwischen einem Wellenberg und einem Wellental erstreckenden Flankenabschnitten gebildet ist, wobei jedes der in dem wenigstens einen Längenabschnitt angeordneten Wellentäler einen im Wesentlichen planen und in das Innere des Kunststoffschlauchs weisenden Abschnitt umfasst. Während die Ausbildung als extrudiertes Wellrohr die gewünschte Biegsamkeit bereitstellt, wirken die planen Abschnitte der Bildung von Strömungswirbeln entgegen. Letzteres wird zudem durch die Verwendung des Extrusionsverfahrens bei der Herstellung des Kunststoffrohrs unterstützt, da hierdurch die beim Wickelrohrverfahren zwangsläufig vorhandenen und Wirbelquellen bildenden Schweißnähte vermieden werden können.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass der Ausdruck „plan” einen ebenen Abschnitt mit einer nicht verschwindenden Länge beschreiben soll.

Ein weiterer Staubsaugerschlauch mit variierendem Durchmesser, welcher nach dem Wickelrohrverfahren hergestellt ist, ist aus der WO 97/27414 A2 bekannt.

Es kann vorteilhaft sein, wenn in dem wenigstens einen Längenabschnitt mit variierendem Innendurchmesser einer der beiden einem Wellenberg zugeordneten Flankenabschnitte kürzer ist als der andere. Hierdurch kann auf einfache Weise erreicht werden, dass der Innendurchmesser des Kunststoffschlauchs zunimmt oder abnimmt. In Zunahmerichtung des Innendurchmessers gesehen kann somit ein einem Wellenberg folgender Flankenabschnitt kürzer sein als der vorangehende, d. h. einem Flankenabschnitt mit einer vorbestimmten Länge, welcher in Zunahmerichtung des Innendurchmessers gesehen vor einem Wellenberg liegt, würde so ein Flankenschnitt mit einer relativ zu diesem kleineren vorbestimmten Länge folgen, wobei sich beide Flankenabschnitte an den gleichen Wellenberg anschließen. Analoges gilt entsprechend in umgekehrter Weise in der Abnahmerichtung des Innendurchmessers.

Vorteilhafterweise kann wenigstens einer, vorzugsweise alle, der jeweils einem Wellental zugeordneten planen Abschnitte zumindest in einem Zustand, in dem die Längserstreckungsrichtung des Kunststoffschlauchs einer Geraden folgt, im Wesentlichen parallel zu der Längserstreckungsrichtung des Kunststoffschlauchs verlaufen. Auf diese Weise kann zwischen dem wenigstens einen im Wesentlichen parallel zu der Längserstreckungsrichtung des Kunststoffschlauchs verlaufenden Abschnitt und den zu diesem benachbarten planen Abschnitten jeweils eine Stufe ausgebildet werden. Ein gestufter Verlauf der Innenwand kann im Vergleich zu einem wellenartigen, z. B. sinusförmigen, Verlauf der Innenwand, eine Bildung von Strömungswirbeln und insbesondere eine Verstärkung von aufeinanderfolgenden Strömungswirbeln reduzieren oder sogar verhindern.

Ferner kann vorteilhafterweise jedes der Wellentäler des gesamten Kunststoffschlauchs einen im Wesentlichen planen und in das Innere des Kunststoffschlauchs weisenden Abschnitt umfassen, welcher zumindest in einem Zustand, in dem die Längserstreckungsrichtung des Kunststoffschlauchs einer Geraden folgt, im Wesentlichen parallel zu der Längserstreckungsrichtung des Kunststoffschlauchs ist. Somit kann, beispielsweise in dem Fall, in dem der Kunststoffschlauch wenigstens einen Längenabschnitt mit konstantem Innendurchmesser aufweist, eine möglichst glatte Innenwand des Kunststoffschlauchs ausgebildet werden, wodurch wiederum einer Bildung von Strömungswirbeln entgegengewirkt werden kann.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann der Innendurchmesser wenigstens eines Längenabschnitts mit variierendem Innendurchmesser, in einer vorbestimmten Längserstreckungsrichtung gesehen, zunehmend sein, und, in derselben Längserstreckungsrichtung gesehen, der Innendurchmesser wenigstens eines weiteren Längenabschnitts mit variierendem Innendurchmesser abnehmend sein. Das heißt, dass der Innendurchmesser des Kunststoffschlauchs, z. B. im Verlauf von der Saugdüse zum Sauggerät, nicht nur abnehmend oder nur zunehmend sein kann, sondern sich sowohl in einem Längenabschnitt erweitern als auch in einem weiteren Längenabschnitt verjüngen kann. Auf diese Weise kann die Bildung von Strömungswirbeln noch weiter reduziert werden, wodurch die Saugleistung bei gleichbleibender elektrischer Leistungsaufnahme des Sauggeräts gesteigert werden kann.

Es können vorteilhafterweise ein Längenabschnitt und ein weiterer Längenabschnitt durch einen noch weiteren Längenabschnitt mit im Wesentlichen konstantem Innendurchmesser voneinander getrennt sein. Somit kann ein Längenabschnitt mit zunehmendem oder abnehmendem Innendurchmesser mit einem weiteren Längenabschnitt mit abnehmendem oder zunehmendem Innendurchmesser über einen Längenabschnitt mit konstantem Innendurchmesser verbunden sein. Hierdurch kann die Ausbildung einer im Wesentlichen laminaren Strömung innerhalb des Kunststoffschlauchs weiter gefördert werden.

Da der Verlauf der Innenwandung des erfindungsgemäßen Kunststoffschlauchs, insbesondere im Bereich der oben erwähnten planen Abschnitte, maßgeblich die Strömungseigenschaften in diesem beeinflusst, kann eine kontrollierte Steuerung der Strömungseigenschaften dadurch verbessert werden, dass die Ausdehnung der planen Abschnitte in Längserstreckungsrichtung des Kunststoffschlauchs erhöht wird. Hierfür kann es vorteilhaft sein, wenn sich die Flankenabschnitte in dem wenigstens einen Längenabschnitt mit variierendem Innendurchmesser, vorzugsweise alle Flankenabschnitte des Kunststoffschlauchs, im Wesentlichen parallel zu der Radialrichtung des Kunststoffschlauchs erstrecken. In anderen Worten kann somit der Abstand zwischen dem Ende eines planen Abschnitts und dem Beginn eines benachbarten planen Abschnitts minimiert werden.

Natürlich umfasst der Ausdruck „im Wesentlichen parallel zu der Radialrichtung des Kunststoffschlauchs” auch einen Winkel zweier an einen Wellenberg angeschlossener Flankenabschnitte an deren Außen- oder/und Innenseite zueinander, welcher zur Entformung des Kunststoffschlauchs aus den Formbacken notwendig ist.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung kann die Wandungsstärke zweier zueinander benachbarter Flankenabschnitte im Wesentlichen gleich sein, wobei die Wandungsstärke des zwischen ihnen liegenden Wellentals variieren kann. Hierdurch kann eine sogenannte „Sackbildung”, d. h. eine sich in das Innere des Kunststoffschlauchs ersteckende Materialanhäufung im Wellental, vermieden werden. Eine Sackbildung kann zu einer welligen Innenhaut und somit zu unerwünschten Strömungseffekten führen. Diese Materialanhäufung im Wellental kann insbesondere bei relativ breiten Wellentälern entstehen, da das Material bei einer Ausformung des Kunststoffschlauchs nicht mehr ausreichend in die Flankenabschnitte und die Wellenberge ausbildende Ausnehmungen der Formbacken verteilt werden kann. Eine sich nach radial außen vorwölbende Materialanhäufung in einem Wellental kann dabei insbesondere einer hierfür vorgesehenen weiteren Ausnehmung in den oben erwähnten Formbacken folgen.

Ein breites Wellental kann ferner vorzugsweise dadurch erreicht werden, dass wenigstens ein einem Wellenberg zugeordneter Abstand, vorzugsweise alle Abstände, zwischen zwei benachbarten, an einen Wellenberg anschließenden Flankenabschnitten höchstens etwa 0,5 mm, vorteilhafterweise höchstens 0,3 mm, beträgt. Ein derart dimensionierter Abstand, welcher der Innenseite eines Wellenbergs zugeordnet ist, kann die oben erwähnten Vorteile eines breiten Wellentals, insbesondere auf dessen radial innerer Seite, mit einer guten Reinigbarkeit, z. B. einem selbstständigen Entfernen von sich in diesem Abschnitt des Kunststoffschlauchs angesammelten Fremdkörpern, und einer hohen Biegsamkeit vereinen. Natürlich kann dieser Abstand auch bei der Produktion des Kunststoffschlauchs „vollgefahren” werden, sodass der Abstand zwischen zwei benachbarten, an einen Wellenberg anschließenden Flankenabschnitten 0 mm beträgt.

So kann ein „scharfkantiger” Übergang an der Innenseite des Kunststoffschlauchs von einem planen Abschnitt an einem Wellental zu einem Flankenabschnitt und somit zu einem benachbarten planen Abschnitt erreicht werden. Wie bereits oben erwähnt, kann es vorteilhaft für die Strömungseigenschaften in dem Kunststoffschlauch sein, wenn dieser an seiner Innenseite eine Struktur aufweist, welche sich von einem beispielsweise sinusförmigen Verlauf deutlich unterscheidet.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung kann ein Übergang zwischen einem Wellental und einem Flankenabschnitt an einer Außenseite des Kunststoffschlauchs einen Radius von höchstens etwa 0,5 mm, vorteilhafterweise von höchstens etwa 0,2 mm, aufweisen. Auf diese Weise können sich die oben erwähnten weiteren Ausnehmungen für die Materialanhäufungen in den Wellentälern, welche in den Formbacken ausgebildet sind, sehr nahe an die dazu benachbarten Ausnehmungen in den Formbacken, welche zur Ausbildung der Flankenabschnitte und der Wellenberge vorgesehen sind, erstrecken. Eine hohe Breite dieser weiteren Ausnehmungen in den Formbacken kann die Aufnahme von Material verbessern, wodurch wiederum die glatte Ausbildung der planen Abschnitte an der Innenseite des Kunststoffschlauchs gewährleistet werden kann.

Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn der Kunststoffschlauch eine den Wellenbergen oder/und den Flankenabschnitten zugeordnete Wandungsstärke von etwa 0,6 mm bis etwa 1,0 mm, vorteilhafterweise von etwa 0,75 mm bis etwa 0,85 mm, aufweist. Demgemäß kann die Wandung zwischen zwei benachbarten Materialanhäufungen mit einer konstanten Wandungsstärke verlaufen. Dies kann sich insbesondere vorteilhaft auf die Biegsamkeit des Kunststoffschlauchs auswirken.

Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung eines erfindungsgemäßen Kunststoffschlauchs bei einem Sauggerät, insbesondere bei einem Industriesauggerät, wie beispielsweise einem Industriestaubsauger. Wie bereits vorstehend erwähnt, kann die Verwendung eines erfindungsgemäßen Kunststoffschlauchs bei einem Sauggerät die Energieeffizienz, d. h. die Saugleistung bei gleichbleibender elektrischer Leistungsaufnahme des Sauggeräts, erhöhen.

Nachzutragen ist an dieser Stelle, dass der erfindungsgemäße Kunststoffschlauch einlagig oder auch mehrlagig ausgebildet sein kann. Der Kunststoffschlauch kann insbesondere eine Schicht aus PE-LD und gegebenenfalls eine zusätzliche Schicht aus EVA umfassen. Bei einem mehrlagigen Wandungsaufbau des Kunststoffschlauchs kann dieser beispielsweise eine Farbschicht oder/und eine Verstärkungsschicht, wie eine Gewebeschicht, oder/und eine Schicht mit antibakterieller Wirkung oder/und eine einen Abriebsschutz bereitstellende Schicht oder/und eine eine elektrostatische Aufladung verhindernde Schicht umfassen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Es stellt dar:

1 eine schematische Seitenquerschnittsansicht eines Abschnitts eines erfindungsgemäßen Staubsaugerschlauchs;

2 eine vergrößerte schematische Ansicht eines Details X, welches in 1 gekennzeichnet ist;

3 eine vergrößerte schematische Detailansicht eines Details Y, welches in 1 gekennzeichnet ist.

1 stellt ein Beispiel eines erfindungsgemäßen Kunststoffschlauchs 10 dar, welcher in diesem Fall ein Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Staubsaugerschlauch, insbesondere aus einem Endlosschlauch, ist, wie er eine Extrusionsvorrichtung verlässt. Der Endlosschlauch wird anschließend je nach Bedarf in einzelne Schlauchabschnitte mit vorbestimmter Länge unterteilt.

Der in 1 dargestellte Staubsaugerschlauch 10 umfasst einen ersten zylindrischen Längenabschnitt 12 mit konstantem Innendurchmesser ∅1, einen zweiten zylindrischen Längenabschnitt 14 mit variablem Innendurchmesser und einen dritten zylindrischen Längenabschnitt 16 mit konstantem Innendurchmesser ∅2, wobei der Innendurchmesser ∅2 des dritten Längenabschnitts 16 größer ist als der Innendurchmesser ∅1 des ersten Längenabschnitts 12. Der Innendurchmesser des zweiten Längenabschnitts 14 nimmt im Verlauf von dem Längenabschnitt 12 zu dem Längenabschnitt 16 hin zu, d. h. der zweite Längenabschnitt 14 erweitert sich auf seiner einen Seite von dem Innen- und Außendurchmesser des ersten Längenabschnitts 12 allmählich auf den Innen- und Außendurchmesser des dritten Längenabschnitts 16. Der zweite Längenabschnitt 14 kann auch als „Übergangsabschnitt” oder als „konischer Längenabschnitt” bezeichnet werden.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass die in 1 dargestellte Ausführung des erfindungsgemäßen Kunststoffschlauchs 10 lediglich ein Beispiel darstellt. Zum einen kann der zweite Längenabschnitt 14 auch Längenabschnitte mit konstantem Innendurchmesser oder/und zu dem zweiten Längenabschnitt 14 Längenabschnitte entgegengesetzter Konizität aufweisen. Zum anderen kann der zweite Längenabschnitt 14 auch konische Längenabschnitte mit voneinander verschiedenen Konuswinkeln aufweisen.

Der erste Längenabschnitt 12 kann beispielsweise einen Innendurchmesser von etwa 30 mm bis etwa 40 mm und einen Außendurchmesser von etwa 37 mm bis etwa 47 mm aufweisen. Der dritte Längenabschnitt 16 kann beispielsweise einen Innendurchmesser von etwa 38 mm bis etwa 48 mm und einen Außendurchmesser von etwa 45 mm bis etwa 55 mm aufweisen.

Der zweite Längenabschnitt 14 kann einen beispielhaften Konuswinkel α von etwa 5° bis etwa 15° aufweisen.

Der Staubsaugerschlauch 10 kann typischerweise eine Gesamtlänge von etwa 1,8 m bis etwa 3,5 m aufweisen.

An dem erfindungsgemäßen Staubsaugerschlauch 10 kann beispielsweise an dessen einer Seite eine Staubsaugerdüse angebracht werden und an dessen anderer Seite ein Staubsaugergerät. Zu diesem Zweck können die beiden Endabschnitte des Staubsaugerschlauchs 10 bereits im Herstellungsprozess oder/und nachträglich mit entsprechenden, nicht dargestellten, Gewinde- oder Flanschabschnitten oder ähnlichem versehen werden.

Das in 1 gezeigte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Staubsaugerschlauchs 10 ist rotationssymmetrisch um eine Rotationsachse A. Natürlich sind nicht-rotationssymmetrische Ausführungsformen des Staubsaugerschlauchs 10 ebenfalls denkbar, allerdings haben sich kreisförmige Querschnitte, insbesondere aufgrund ihrer in alle Richtungen gleichmäßigen Biegsamkeit, bewährt.

Das in 2 gezeigte Detail X aus 1 stellt eine Ausführungsform eines Wandungsaufbaus des Staubsaugerschlauchs 10 dar. Dabei ist die Wandung des Staubsaugerschlauchs 10 aus einem einlagigen Wellrohr 18 gebildet. Das Wellrohr 18 umfasst Wellenberge 20, Wellentäler 22 und Flankenabschnitte 24, welche sich jeweils zwischen einem Wellenberg 20 und einem Wellental 22 erstrecken.

Das Wellrohr 18 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem im Wesentlichen starren Kunststoff, wie beispielsweise PE-LD, hergestellt.

An der Innenseite des Staubsaugerschlauchs 10 ist jedem Wellental 22 ein planer Abschnitt 26 zugeordnet.

An der Außenseite des Staubsaugerschlauchs 10 ist jedem Wellental 22 eine Materialanhäufung 28 zugeordnet. Zwischen zwei zueinander benachbarten Materialanhäufungen 28 verläuft die Wandung des Staubsaugerschlauchs 10 mit im Wesentlichen konstanter Wandstärke, welche in dem dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 0,75 mm bis etwa 0,85 mm beträgt.

Dabei beträgt der Radius an der Außenseite des Staubsaugerschlauchs 10 im Übergang 30 von einem Wellental 22 zu einem daran angeschlossenen Flankenabschnitt 24 etwa 0,2 mm bis etwa 0,5 mm.

Der Radius an der Außenseite eines Wellenbergs 20 beträgt in etwa 1 mm.

Somit ergibt sich für den zwischen zwei an einen Wellenberg 20 angeschlossenen Flankenabschnitten 24 angeordneten Abstand 32 in Längserstreckungsrichtung des Staubsaugerschlauchs 10 ein Wert von etwa 0,3 mm bis etwa 0,5 mm.

Eine Periodenlänge, d. h. eine Länge, zu der sich die Struktur der Wandung des Staubsaugerschlauchs 10 periodisch wiederholt, beträgt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 4 mm bis etwa 5 mm, insbesondere 4,6 mm.

Das in 3 dargestellte Detail Y zeigt im Wesentlichen den gleichen Wandungsaufbau wie das in 2 dargestellte Detail X. Als einziger Unterschied ist in 3 zu erkennen, dass zwei dem gleichen Wellenberg 20 angeschlossene Flankenabschnitte 24 unterschiedliche Längen aufweisen. In dem in 3 dargestellten Detail Y ist der jeweils zu einem Wellenberg 20 rechts angeordnete Flankenabschnitt 24 kürzer als der dazu links angeordnete Flankenabschnitt 24, wobei die jeweils zu einem Wellenberg 20 links angeordneten Flankenabschnitte 24 in dem Detail Y alle die gleiche Länge aufweisen und die jeweils zu einem Wellenberg 20 rechts angeordneten Flankenabschnitte 24 in dem Detail Y alle die gleiche Länge aufweisen. Somit ergibt sich eine treppenartige bzw. stufenweise Veränderung des Innendurchmessers des Staubsaugerschlauchs 10 von einem planen Abschnitt 26 zu einem benachbarten planen Abschnitt 26, wobei jeder der planen Abschnitte 26 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel parallel zu der Achse A verläuft.

Ein Betrag h der Innendurchmesseränderung von einem planen Abschnitt 26 zu einem benachbarten planen Abschnitt 26 beträgt hier in etwa 0,4 mm.

Es versteht sich, dass die angegebenen Werte und Wertebereiche analog zu einer Veränderung des Außen- oder/und Innendurchmessers des Kunststoffschlauchs unabhängig voneinander angepasst werden können.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • US 1892382 A [0002, 0003]
  • WO 97/27414 A2 [0007]