Title:
Verfahren und Vorrichtung zur Entfernungsmessung
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Vorrichtung (Vor1, Vor2) und ein Verfahren zum Bestimmen einer verglichen mit einer früheren Entfernung (Ent(n – 1)) aktuelleren Entfernung (Ent(n)) eines ersten Objekts (key) von einem zweiten Objekt (Kfz) zu einem verglichen mit einem früheren Zeitpunkt (t(n – 1)) aktuelleren Zeitpunkt (t(n)),
wobei die Entfernung (Ent(n)) bestimmt wird aus:
– der zum früheren Zeitpunkt (t(n – 1)) bestimmten früheren Entfernung (Ent(n – 1)),
– der Zeitdifferenz (t(n)) – (t(n – 1)) zwischen dem früheren Zeitpunkt (t(n – 1)) und dem aktuelleren Zeitpunkt (t(n)),
– einer für mindestens eine Entfernung (Ent(n); (Ent(n – 1)) geschätzten Dämpfung der Feldstärke (RSSI_Model(n)) eines seitens eines der Objekte (key, Kfz) ausgesandten und seitens des weiteren der Objekte (Kfz, key) empfangenen Signals (Sig(n)) über eine Entfernung (Ent(n); (Ent(n – 1)) zwischen den Objekten (key, Kfz),
– einer zum aktuelleren Zeitpunkt (t(n)) gemessenen Signalstärke (RSSI(n)) des zum aktuelleren Zeitpunkt (t(n)) seitens eines der Objekte (Kfz, key) empfangenen Signals (Sig(n)).





Inventors:
Hermann, Stefan (91077, Neunkirchen, DE)
Application Number:
DE102016213867A
Publication Date:
02/01/2018
Filing Date:
07/28/2016
Assignee:
Continental Automotive GmbH, 30165 (DE)
International Classes:
G01S5/02; B60R25/00
Domestic Patent References:
DE102010010057A1N/A2011-09-08
Foreign References:
201003057792010-12-02
Claims:
1. Verfahren zum Bestimmen einer verglichen mit einer früheren Entfernung (Ent(n – 1)) aktuelleren Entfernung (Ent(n)) eines ersten Objekts (key) von einem zweiten Objekt (Kfz) zu einem verglichen mit einem früheren Zeitpunkt (t(n – 1)) aktuelleren Zeitpunkt (t(n)),
wobei die Entfernung (Ent(n)) bestimmt wird aus:
– der zum früheren Zeitpunkt (t(n – 1)) bestimmten früheren Entfernung (Ent(n – 1)),
– der Zeitdifferenz (t(n)) – (t(n – 1)) zwischen dem früheren Zeitpunkt (t(n – 1)) und dem aktuelleren Zeitpunkt (t(n)),
– einer für mindestens eine Entfernung (Ent(n); (Ent(n – 1)) geschätzten Dämpfung (Däm;) der Feldstärke (RSSI_Model(n)) eines seitens eines der Objekte (key, Kfz) ausgesandten und seitens des weiteren der Objekte (Kfz, key) empfangenen Signals (Sig(n)) über eine Entfernung (Ent(n); (Ent(n – 1)) zwischen den Objekten (key, Kfz),
– einer zum aktuelleren Zeitpunkt (t(n)) gemessenen Signalstärke (RSSI(n)) des zum aktuelleren Zeitpunkt (t(n)) seitens eines der Objekte (Kfz, key) empfangenen Signals (Sig(n)).

2. Verfahren nach Anspruch 1,
wobei die Entfernung (Ent(n)) bestimmt wird aus außerdem:
– einer geschätzten Geschwindigkeit (v) des ersten Objekts (key) relativ zum zweiten Objekt (Kfz).

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zweite Objekt (Kfz) seitens eines Kraftfahrzeug (Kfz), insbesondere eines PKW oder LKW, angeordnet ist.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Objekt (key) seitens eines Schlüssels, insbesondere Funkschlüssels und/oder Karte, für das zweite Objekt (Kfz) angeordnet ist.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Signal (Sig(n); Sig(n – 1)) seitens eines der Objekte (key, Kfz) von einem Sender (Transceiver1) ausgesandt wird,
und/oder wobei das Signal (Sig(n); Sig(n – 1)) seitens eines der Objekte (Kfz, key) von einem Empfänger (Transceiv2) empfangen wird.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die geschätzte Geschwindigkeit (v) des ersten Objekts (key) relativ zum zweiten Objekt (Kfz) zwischen 1 km/h und 30 km/h, insbesondere zwischen 3 km/h und 10 km/h, insbesondere 5 km/h ist.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die aktuelleren Entfernung (Ent(n)) bestimmt wird aus der Summe der früheren Entfernung (Ent(n – 1)) und einer dem Produkt ((RSSI(n) + (RSSI_Model(n))/(RSSI(n) – (RSSI_Model(n))·((t(n) – t(n – 1))/v) aus dem Quotient (RSSI(n) + (RSSI_Model(n))/(RSSI(n) – (RSSI_Model(n)) einer Differenz (RSSI(n) – (RSSI_Model(n)) der gemessenen Signalstärke (RSSI (n)) und der geschätzten Feldstärke (RSSI_Model(n)) zu einer Summe (RSSI(n) + (RSSI_Model(n)) der gemessenen Signalstärke (RSSI (n)) und der geschätzten Feldstärke (RSSI_Model(n))
mit einem Quotient ((t(n) – t(n – 1))/v) aus einer Zeitdifferenz (t(n)) – (t(n – 1)) zwischen dem früheren Zeitpunkt (t(n – 1)) und dem aktuelleren Zeitpunkt (t(n)) und der geschätzten Geschwindigkeit (v).

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die aktuelleren Entfernung (Ent(n)) bestimmt wird aus der Summe der früheren Entfernung (Ent(n – 1)) und einer Entfernungsänderung (dE(n)).

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei eine erste aktuellere Entfernung (Ent(n), 1) bestimmt wird mit einem von einem ersten Funksystem (RSSI, Transceiv1),
insbesondere mit einem RSSI-Funksystem (RSSI) oder Audio-System oder Bluetooth-System,
zum aktuelleren Zeitpunkt (t(n)) seitens eines der Objekte (key, Kfz) empfangenen Signal (Sig(n), RSSI(n)),
und
wobei eine zweite aktuellere Entfernung (Ent(n), 2) bestimmt wird mit einem von einem zweiten Funksystem (GPS, Transceiv1), insbesondere in Form eines Satelliten-basierten Funksystem (GPS), zum aktuelleren Zeitpunkt (t(n)) seitens eines oder zweier der Objekte (key, Kfz) empfangenen Signal (Sig(n), GPS(n)),
und wobei diese beiden bestimmten ersten und zweiten aktuelleren Entfernungen (Ent(n, 1), (Ent(n, 2)) gemittelt werden und der Mittelwert als aktuellere Entfernung (Ent(n)) angenommen wird.

10. Vorrichtung (Vor1, Vor2), insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
zum Bestimmen der aktuelleren Entfernung (Ent(n)) eines ersten Objekts (key) von einem zweiten Objekt (Kfz) zum aktuelleren Zeitpunkt (t(n)),
die dazu ausgebildet ist, die aktuelleren Entfernung (Ent(n)) zu bestimmen aus:
– der zu einem früheren Zeitpunkt (t(n – 1)) bestimmten früheren Entfernung (Ent(n – 1)),
– der Zeitdifferenz (t(n)) – (t(n – 1)) zwischen dem früheren Zeitpunkt (t(n – 1)) und dem aktuelleren Zeitpunkt (t(n)),
– einer für mindestens eine Entfernung (Ent(n); (Ent(n – 1)) geschätzten Dämpfung (Däm; –2·log10(Ent(n)); –2·log10(Ent(n – 1))) der Feldstärke (RSSI_Model(n)) eines seitens eines der Objekte (key, Kfz) ausgesandten und seitens eines der Objekte (Kfz, key) empfangenen Signals (Sig) über die Entfernung (Ent(n); (Ent(n – 1)) zwischen den Objekten (key, Kfz),
– einer gemessenen Signalstärke (RSSI (n)) des zu einem aktuelleren Zeitpunkt (t(n)) seitens eines der Objekte (Kfz, key) empfangenen Signals (Sig).

11. Vorrichtung (Vor1, Vor2) nach Anspruch 10,
die dazu ausgebildet ist, die aktuelleren Entfernung (Ent(n)) zu bestimmen aus überdies auch:
– einer geschätzten Geschwindigkeit (v) des ersten Objekts (key) relativ zum zweiten Objekt (Kfz).

12. Vorrichtung (Vor1, Vor2) nach einem der Ansprüche 10–11, wobei das zweite Objekt (Kfz), insbesondere in Form eines Senders und/oder Empfängers und/oder Transceivers, seitens eines Kraftfahrzeug (Kfz), insbesondere eines PKW oder LKW, angeordnet ist.

13. Vorrichtung (Vor1, Vor2) nach einem der Ansprüche 10–12, wobei das erste Objekt (key), insbesondere in Form eines Senders und/oder Empfängers und/oder Transceivers, seitens eines Schlüssels, insbesondere eines Funkschlüssels und/oder einer Karte für das zweite Objekt (Kfz), angeordnet ist.

14. Vorrichtung (Vor1, Vor2) nach einem der Ansprüche 10–13, welche dazu ausgebildet ist, dass
das Signal (Sig) seitens eines der Objekte (key, Kfz) von einem Sender (Transceiver1) ausgesandt wird,
und/oder dass das Signal (Sig) seitens eines der Objekte (Kfz, key) von einem Empfänger (Transceiver1) empfangen wird.

15. Vorrichtung (Vor1, Vor2) nach einem der Ansprüche 10–14, wobei die geschätzte Geschwindigkeit (v) des ersten Objekts (key) relativ zum zweiten Objekt (Kfz) zwischen 1 km/h und 30 km/h, insbesondere zwischen 3 km/h und 10 km/h, insbesondere 5 km/h ist.

16. Vorrichtung (Vor1, Vor2) nach einem der Ansprüche 10–15, welche dazu ausgebildet ist, dass
die aktuelleren Entfernung (Ent(n)) bestimmt wird aus der Summe
– der früheren Entfernung (Ent(n – 1)) und
– dem Produkt ((RSSI(n) + (RSSI_Model(n))/ (RSSI(n) – (RSSI_Model(n))·((t(n) – t(n – 1))/v)
– aus dem Quotient (RSSI(n) + (RSSI_Model(n))/(RSSI(n) – (RSSI_Model(n)) einer Differenz (RSSI(n) – (RSSI_Model(n)) der gemessenen Signalstärke (RSSI (n)) und der geschätzten Feldstärke (RSSI_Model(n)) zu einer Summe (RSSI(n) + (RSSI_Model(n)) der gemessenen Signalstärke (RSSI (n)) und der geschätzten Feldstärke (RSSI_Model(n))
– und aus einem Quotient ((t(n) – t(n – 1))/v)
– aus einer Zeitdifferenz (t(n)) – (t(n – 1)) zwischen dem früheren Zeitpunkt (t(n – 1)) und dem aktuelleren Zeitpunkt (t(n)) und
– aus der geschätzten Geschwindigkeit (v).

17. Vorrichtung (Vor1, Vor2) nach einem der Ansprüche 10–16, welche dazu ausgebildet ist, dass
die aktuelleren Entfernung (Ent(n)) bestimmt wird aus der Summe
– der früheren Entfernung (Ent(n – 1)) und
– dem Produkt ((RSSI(n) + (RSSI_Model(n))/(RSSI(n) – (RSSI_Model(n))·((t(n) – t(n – 1))/v)
– aus einem Mittelwert (RSSI(n) – (RSSI_Model(n)) der gemessenen Signalstärke (RSSI (n)) und der geschätzten Feldstärke (RSSI_Model(n))
– und aus einem Quotient ((t(n) – t(n – 1))/v)
– aus einer Zeitdifferenz (t(n)) – (t(n – 1)) zwischen dem früheren Zeitpunkt (t(n – 1)) und dem aktuelleren Zeitpunkt (t(n)) und
– aus der geschätzten Geschwindigkeit (v).

18. Vorrichtung (Vor1, Vor2) nach einem der Ansprüche 10–17, welche dazu ausgebildet ist, dass
eine aktuellere Entfernung (Ent(n, 1)) bestimmt wird für ein mit einem ersten Funksystem (RSSI) abgesandtes seitens eines der Objekte (key, Kfz) ausgesandtes Signal (Sig),
wobei eine aktuellere Entfernung (Ent(n, 2) bestimmt wird für ein mit einem zweiten Funksystem (GPS) seitens eines der Objekte (key, Kfz) empfangenes Signal (Sig(n, 2); GPS(n)),
und wobei diese beiden bestimmten aktuelleren Entfernungen (Ent(n, 1), (Ent(n, 22) mit einer Mittelungseinrichtung (Mit) gemittelt werden und der Mittelwert (Ent(n)) als aktuellere Entfernung angenommen wird,
insbesondere mit einem Fahrzeugs-öffnungs-Funksystem und/oder RSSI-Funksystem (RSSI) als erstes Funksystem und/oder mit einem Satelliten-basierten Funksystem (GPS) als zweites Funksystem.

Description:

Die Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtung zur Entfernungsmessung, insbesondere zur Entfernungsmessung für passive Zugangssysteme für Kraftfahrzeuge.

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine Entfernungsmessung zu optimieren. Die Aufgabe wird jeweils durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Einige besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der Beschreibung angegeben. Ausgestaltungen der Erfindung können als Alternativen zu vorhandenen Lösungen eine effiziente, fehler-unanfällige Entfernungsmessung ermöglichen.

Zu einigen Ausgestaltungen der Erfindung gemäß den Unteransprüchen:
Nach Ausgestaltungen der Erfindung kann das zweite Objekt seitens eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines PKW oder LKW, angeordnet sein, und/oder das erste Objekt seitens eines Schlüssels, insbesondere Funkschlüssels und/oder einer Karte (z.B. zum Öffnen/Starten des zweiten Objekts) angeordnet sein.
Nach Ausgestaltungen der Erfindung kann entweder nur eine Vorrichtung zur Bestimmung der aktuelleren Entfernung verwendet werden,
oder es können mehrere Vorrichtungen (z.B. unterschiedlicher Empfangssysteme wie z.B. RSSI und GPS etc.) zur Bestimmung der aktuelleren Entfernung mit nachfolgender Mittelung verwendet werden.

Weitere Merkmale und Vorteile einiger vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung von einigen Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Zeichnung, wobei auch in einer oder mehreren Zeichnungen dargestellte und/oder dazu nachfolgend beschriebene Merkmale in beliebiger Kombination eigene Erfindungen definieren können.

Dabei zeigt zur Veranschaulichung von einigen möglichen Ausgestaltungen der Erfindung, vereinfachend schematisch:

1 eine Vorrichtung zur Entfernungsmessung,

2 eine weitere Vorrichtung zur Entfernungsmessung,

3 ein erstes Objekt das sich einem zweiten Objekt von einem ersten Zeitpunkt zu einem zweiten Zeitpunkt von einer ersten Entfernung auf eine zweite Entfernung mit einer Geschwindigkeit annähert.

3 zeigt beispielhaft eine Ausgestaltung der Erfindung mit einem ersten Objekt key in Form z.B. eines (z.B. Funk- und oder Karten-)Fahrzeugschlüssels und/oder ID-Gebers, das sich von einer früheren Entfernung Entf(n – 1) zu einem früheren Zeitpunkt t(n – 1) einem zweiten Objekt in Form z.B. eines Fahrzeugs Kfz auf eine aktuellere Entfernung Entf(n) zu einem aktuelleren Zeitpunkt t(n) mit einer Geschwindigkeit v annähert.

In 3 links wird zu einem früheren Zeitpunkt t(n – 1) (von zwei Zeitpunkten) das (links gestrichelt dargestellte) erste Objekt key in Form z.B. eines Funkschlüssels von einem gestrichelt dargestellten Benutzer Usr gehalten, der sich mit dem ersten Objekt key (z.B. gehend) mit einer Geschwindigkeit v von links in 3 in etwa die Mitte in 3 bewegt und zu einem aktuelleren Zeitpunkt t(n) an der aktuelleren Position etwa in der Mitte in 3 befindet, wo der Benutzer Usr und das erste Objekt key (un-gestrichelt) zum aktuelleren Zeitpunkt t(n) (von zwei Zeitpunkten) dargestellt sind.

In einem funkbasierten Fahrzeug-Zugangs-und-oder Start-System werden zwischen dem ersten Objekt key in Form z.B. eines Funkschlüssels und dem zweiten Objekt Kfz z.B. in Form eines Fahrzeugs ein oder mehrere Signale Sig(n), Sig (n – 1) in einer oder mehrere Richtungen zu einem oder mehreren Zeitpunkten t(n – 1), t(n) ausgetauscht.

Vereinfachend ist links in 3 ein Signal Sig(n – 1) dargestellt, das von einem ersten Sende- und/oder Empfangssystem Transceiv1 seitens des ersten Objekts key an ein zweites Sende- und/oder Empfangssystem Transceiv2 seitens des zweiten Objekts Kfz zum früheren Zeitpunkt t(n – 1) gesandt wird, und etwa in der Mitte in 3 ist ein Signal Sig(n) dargestellt, das von einem ersten Sende- und/oder Empfangssystem Transceiv1 seitens des ersten Objekts key an ein zweites Sende- und/oder Empfangssystem Transceiv2 seitens des zweiten Objekts Kfz zu einem aktuelleren Zeitpunkt t(n) gesandt wird. In 3 sind also zu zwei Zeitpunkten t(n – 1) und t(n) gesandte Signale Sig(n – 1), Sig(n) dargestellt, wobei nachfolgend vereinfachend der erste t(n – 1) dieser zwei Zeitpunkte als früherer Zeitpunkt und der zweite t(n) dieser zwei Zeitpunkte als aktuellerer Zeitpunkt t(n) bezeichnet wird.

Aufgrund (mindestens) eines seitens z.B. des zweiten Objekts Kfz (alternativ oder zusätzlich auch seitens des ersten Objekts key) empfangenen Signals Sig(n) bzw. Sig (n – 1) kann die Entfernung der beiden Objekte key, Kfz mit unterschiedlichen Methoden (auch mit einer Kombination aus mehreren Methoden) bestimmt werden (z.B. mit der Laufzeit und/oder Signalgeschwindigkeit c(Luft) und/oder der Dämpfung und/oder einer geschätzten Geschwindigkeit v des Benutzers Usr und/oder ersten Objekts key und/oder verschiedenen Empfangssystemen GPS, RSSI etc.).

Z.B. wird mit einer Steuerung Vor1 oder Vor 2 seitens des zweiten Objekts Kfz die aktuelleren Entfernung Ent(n) der Objekte key, Kfz voneinander bestimmt aus:

  • – der zum früheren Zeitpunkt t(n – 1) bestimmten früheren Entfernung Ent(n – 1),
  • – einer geschätzten Geschwindigkeit (v) des ersten Objekts key relativ zum zweiten Objekt Kfz,
  • – der Zeitdifferenz t(n) – t(n – 1) zwischen dem früheren Zeitpunkt t(n – 1) und dem aktuelleren Zeitpunkt t(n),
  • – einer für mindestens eine Entfernung Ent(n); Ent(n – 1) geschätzten Dämpfung Däm (z.B. –2·log10(Ent(n));
  • – ·log10(Ent(n – 1))) der Feldstärke (also damit der Feldstärke RSSI_Model(n) am empfangenden Objekt) eines seitens eines der Objekte key ausgesandten und seitens des anderen der Objekte (Kfz, key) empfangenen Signals Sig(n); Sig(n – 1) über eine Entfernung Ent(n); Ent(n – 1) zwischen den Objekten (key, Kfz) und
  • – einer gemessenen Signalstärke RSSI(n) des zu einem aktuelleren Zeitpunkt t(n) seitens eines der Objekte Kfz empfangenen Signals Sig(n).

Die geschätzte Geschwindigkeit v des ersten Objekts key relativ zum zweiten Objekt Kfz kann bei einem Kraftfahrzeugöffnungs- und/oder Startsystem z.B. geschätzt sein auf zwischen 1 km/h und 30 km/h, insbesondere zwischen 3 km/h und 10 km/h, insbesondere 5 km/h (weil sich der Benutzer Usr mit seinem Funkschlüssel key z.B. gehend zu Fuß auf das Fahrzeug Kfz zu bewegen kann).

Die für mindestens eine Entfernung Ent(n); Ent(n – 1) geschätzten Dämpfung Däm kann z.B. geschätzt sein auf: 2·log10(Ent(n)) bzw. –2·log10(Ent(n – 1)).(Bei z.B. einem Audio System kann sie auch anders geschätzt oder berechnet sein.)

In 1 ist beispielhaft eine Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung Vor1 dargestellt, wobei die Feldstärke RSSI(n) eines zu einem aktuelleren Zeitpunkt t(n) (am zweiten Objekt Kfz) eingehenden Signals Sig(n) mit einer Feldstärkemesseinrichtung Feldmess gemessen wird und in der Vorrichtung Vor1 zur Bestimmung der aktuellen Entfernung Ent(n) verwendet wird.

Die gemessene Feldstärke RSSI(n) eines zum aktuelleren Zeitpunkt t(n) (am zweiten Objekt Kfz) eingehenden Signals Sig(n) wird von einer Fehlerkorrektureinrichtung Fehlerk korrigiert aufgrund einer geschätzten Dämpfung Däm (z.B. –2·log10(Ent(n)); –2·log10(Ent(n – 1)) der Feldstärke (auf RSSI_Model(n) im Bereich des zweiten Objekts Kfz) eines seitens eines der Objekte key ausgesandten und seitens eines der Objekte Kfz empfangenen Signals Sig(n) über eine Entfernung (Ent(n) oder (Ent(n – 1)) zwischen den Objekten key, Kfz.

Z.B. wird in der Fehlerkorrektureinrichtung Fehlerk die Differenz RSSI(n) – RSSI_Model(n – 1) der gemessenen Feldstärke RSSI(n) und der (z.B. aufgrund der Dämpfung und der (z.B. zuletzt) gemessenen Entfernung (Entf(n – 1) bestimmten geschätzten Feldstärke RSSI_Model(n – 1) bestimmt.

In einer Entfernungs-Schätzungs-Einrichtung EntfSchätz wird aufgrund (z.B. gespeicherten oder von einer Steuerung z.B. im Kfz gelieferten etc.) Systemparametern SystParam (wie z.B. der Dämpfung Däm eines Signals bei der Signalausbreitung und/oder einer geschätzten Geschwindigkeit v des Benutzers Usr und/oder ersten Objekts key) und/oder der früheren (t(n – 1)) bestimmten/gemessenen Entfernung Entf(n – 1) die aktuellere Entfernung Entf(n) bestimmt.

Es kann auch berücksichtigt werden, dass eventuell die Abtastwerte mit der empfangenen Feldstärke nicht in einem festen Zeitraster empfangen werden und/oder dass die Bewegungsgeschwindigkeit v des Benutzers Usr begrenzt sein kann.

Der Ausgang des von einer Schätzmodelleinrichtung Model (zur Bestimmung von RSSI_(Model(n)) verwendeten Schätzmodels wird mit z.B. der gemessenen Feldstärke RSSI (n) und/oder der geschätzten Entfernung (Ent(n – 1)) verglichen und abhängig von der Differenz kann die vorher bestimmte Entfernung angepasst werden.

Im Model kann auch die begrenzte, geschätzte Geschwindigkeit v (des ersten Objekts key und/oder (z.B. gehenden) Benutzers Usr) berücksichtigt werden, was die Entfernungsveränderung dE der Positionen (des ersten Objekts key) zu zwei Zeitpunkten (t(n – 1); t(n)) (und/oder Abtastwerten (n – 1; n)) begrenzen und/oder geschätzt definieren kann: Ent(n) – Ent(n – 1) < ((t(n) – t(n – 1))·v.

Somit kann die (z.B. maximale oder mittlere geschätzte) geschwindigkeitsbedingte (v) Entfernungsveränderung dE(n) der Positionen (des ersten Objekts key) vom früheren Zeitpunkt (t(n – 1); t(n)) links in 3 zum aktuelleren Zeitpunkt t(n) in der Mitte in 3 z.B. wie folgt geschätzt werden als: dE(n) = ((RSSI(n) – RSSI_Model(n))/((RSSI(n) + RSSI_Model(n))·((t(n) – t(n – 1))·v;

Somit kann aufgrund der (z.B. maximalen oder mittleren geschätzten) geschwindigkeits-(v)-bedingten Entfernungsveränderung dE(n) der Positionen (des ersten Objekts key) vom früheren Zeitpunkt (t(n – 1); t(n)) zum aktuelleren Zeitpunkt t(n) z.B. die aktuellere Entfernung Ent(n) wie folgt geschätzt werden als: Entfernung(n) = Entfernung(n – 1) + dE(n)und damit: Entfernung(n) = Entfernung(n – 1) + dE(n) = Entfernung(n – 1) + ((RSSI(n) – RSSI_Model(n))/((RSSI(n) + RSSI_Model(n))·((t(n) – t(n – 1))·v

In dem Model Mod können verschiedenste mögliche systematische und/oder zufällige Fehler berücksichtigt werden, indem die Modelparameter auf Basis von umfangreichen Messungen ermittelt werden kann.

Alternativ könnte auch aufgrund einer geschätzten Dämpfung Däm (z.B. –2·log10(Ent(n)); –2·log10(Ent(n – 1)) und/oder geschätzten Feldstärke RSSI_Model(n) und/oder Geschwindigkeit v und/oder Zeitdifferenz (t(n) – t(n – 1) die aktuellere Entfernung Ent(n) in Entfernungs-Schätzungs-Einrichtung EntfSchätz bestimmt werden.

Nach Ausgestaltungen der Erfindung können sehr unterschiedliche Signale (z.B. mit 2.8 MHz und/oder aus einem GPS-Empfänger und/oder aus einem RSSI-Empfänger) als und/oder zusammen mit von der Entfernung abhängigen Signalen zur Bestimmung einer aktuelleren Entfernung berücksichtigt werden und somit in vielen Anwendungssituationen eine zuverlässige Entfernungsbestimmung ermöglichen.

In 2 ist beispielhaft eine weitere erfindungsgemäß ausgestaltete Vorrichtung Vor2 dargestellt.

Die Vorrichtung Vor2 weist auf:

  • – in 2 oben eine erste Entfernungsschätzeinrichtung Entfschätz1, zur Bestimmung einer ersten aktuelleren Entfernung Entf(n, 1) mit Systemparametern SystParam (wie z.B. der Dämpfung Däm eines Signals bei der Signalausbreitung und/oder einer geschätzten Geschwindigkeit v des Benutzers Usr und/oder ersten Objekts key) und/oder der früheren (t(n – 1)) bestimmten/gemessenen Entfernung Entf(n – 1) und/oder einer Zeitdifferenz (t(n) – t(n – 1),
    und zwar z.B. für ein Signal Sig(n, 1) in Form z.B. eines RSSI-Signals und/oder einer für Fahrzeugschließsysteme üblichen Frequenz wie z.B. UWB, HF, LF, Bluetooth, Nahbereichsfunk etc. und/oder eines ersten (RSSI-)Funksystems, und
  • – in 2 unten eine zweite Entfernungsschätzeinrichtung Entfschätz2, zur Bestimmung einer zweiten aktuellen Entfernung Entf(n, 2) mit Systemparametern SystParam (z.B. betreffend GPS-Signale und/oder eine geschätzten Geschwindigkeit v des Benutzers Usr und/oder ersten Objekts key) und der früheren (t(n – 1)) bestimmten/gemessenen Entfernung Entf(n – 1) und einer Zeitdifferenz (t(n) – t(n – 1) und (Ortsangaben-)Parametern GPS(n) z.B. einer Satellitenempfangseinrichtung (z.B. eines GPS-Empfangs-Chips/Moduls),
  • – in 2 in der Mitte eine Mittelwertbildungseinrichtung Mit, welche diese beiden bestimmten ersten und zweiten aktuelleren Entfernungen (Ent(n, 1), (Ent(n, 2)) zu einem Mittelwert mittelt, wobei hier der Mittelwert als aktuellere Entfernung (Ent(n)) angenommen wird.

Anstatt eines ersten Funksystems (RSSI, Transceiv1) in Form eines RSSI-Funksystems kann z.B. auch

  • – ein Bluetooth-System, oder
  • – ein auf Tönen (z.B. hörbaren Tönen oder Ultraschall oder Infraschall) z.B. eines Audio-Systems (z.B. insbesondere Computer oder Notebook oder Mobilfunkengerät oder Smartphone) basierendes Funksystem und/oder Signale in 1 oder in 2 (oben) verwendet werden.