Title:
Scharnieranordnung sowie hiermit ausgestattetes Kraftfahrzeug
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Für eine vereinfachte Montage zweier in einem Kfz-Innenraum (7) befindlicher Teile ist eine Scharnieranordnung (5) mit einem ersten und zweiten Scharnierteil (30, 45) vorgesehen, wobei,
– das erste Scharnierteil (30) eine erste und zweite Flanke (50, 55) sowie einen diese beiden miteinander verbindenden, im Wesentlichen kreisringförmigen, eine Außenseite und Innenseite aufweisenden Verbindungsabschnitt (60) aufweist,
– die erste Flanke (50) einen ersten und zweiten Flankenabschnitt (50-1, 50-2) aufweist, die in einem ersten Bereich miteinander und in einem von diesem beabstandeten Bereich mit einem ersten Flankenfuß verbunden sind, der seinerseits mit dem Verbindungsabschnitt (60) verbunden ist,
– die zweite Flanke (55) einen dritten und einen beabstandeten vierten Flankenabschnitt (55-1, 55-2) aufweist, die in einem zweiten Bereich miteinander durch einen fünften Flankenabschnitt und in einem von dem zweiten Bereich (55-5) beabstandeten Bereich durch einen zweiten Flankenfuß verbunden sind, der seinerseits mit dem Verbindungsabschnitt (60) verbunden ist,
– der erste Flankenabschnitt (50-1), die anschließende Außenseite (35) des Verbindungsabschnittes (60) und der anschließende vierte Flankenabschnitt (55-2) eine gemeinsame, im Wesentlichen kreisförmige Außenkontur aufweisen,
– die jeweilige Länge des ersten und des zweiten Flankenabschnittes (50-1, 50-2) größer ist als die jeweilige Länge des dritten und des vierten Flankenabschnittes (55-1, 55-2), und
– der Abstand (d) einer ersten, an dem fünften Flankenabschnitt vorgesehenen, Parallele (P1) zu einer zweiten, an der Außenseite des Verbindungsabschnittes (60) vorgesehenen Parallelen (P2) kleiner ist als ein Öffnungsabstand (D).





Inventors:
Geltinger, Andreas (84163, Marklkofen, DE)
Huynh, Dienhung (84036, Landshut, DE)
Schönhammer, Christof (84082, Laberweinting, DE)
Application Number:
DE102016212809A
Publication Date:
01/18/2018
Filing Date:
07/13/2016
Assignee:
Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, 80809 (DE)
International Classes:
E05D1/04; B60R7/06
Domestic Patent References:
DE102004025034A1N/A2005-12-08
DE102011118585B4N/A
Foreign References:
FR1380979A
Claims:
1. Scharnieranordnung (5) für eine schwenkbare Verbindung zweier Teile (10, 15) in einem Kraftfahrzeuginnenraum (7), aufweisend:
– ein erstes Scharnierteil (30), das mit dem ersten der beiden Teile (10) verbunden ist,
– ein zweites Scharnierteil (45), das mit dem zweiten der beiden Teile (15) verbunden ist, wobei
– das zweite Scharnierteil (45) eine erste Aufnahmeflanke (45-1) und eine zweite Aufnahmeflanke (45-2) aufweist, die zusammen eine mit einer, einen Öffnungsabstand (D) aufweisende, Öffnung (45-3) versehene, einen Radius (R) aufweisende Aufnahmefläche (40) bilden, gegen die die Außenseite (35) des ersten Scharnierteils (30) in Gebrauchslage teilweise anliegt, und
– das erste Scharnierteil (30) und das zweite Scharnierteil (45) eine gemeinsame Schwenkachse (A) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass, im Querschnitt der Scharnieranordnung (5) betrachtet,
– das erste Scharnierteil (30) eine erste Flanke (50), eine zweite Flanke (55) und einen diese beiden miteinander verbindenden, im Wesentlichen kreisringförmigen, eine Außenseite und eine Innenseite aufweisenden Verbindungsabschnitt (60) aufweist, wobei
– die erste Flanke (50) einen ersten Flankenabschnitt (50-1) und einen zweiten Flankenabschnitt (50-2) aufweist, die in einem ersten Bereich (50-4) miteinander und in einem von dem ersten Bereich (50-4) beabstandeten Bereich mit einem ersten Flankenfuß (50-3) verbunden sind, der seinerseits mit dem Verbindungsabschnitt (60) verbunden ist,
– die zweite Flanke (55) einen dritten Flankenabschnitt (55-1) und einen hiervon beabstandeten vierten Flankenabschnitt (55-2) aufweist, die in einem zweiten Bereich (55-5) miteinander durch einen fünften Flankenabschnitt (55-4) und in einem von dem zweiten Bereich (55-5) beabstandeten Bereich durch einen zweiten Flankenfuß (55-3) verbunden sind, der seinerseits mit dem Verbindungsabschnitt (60) verbunden ist,
– der erste Flankenabschnitt (50-1), die hieran anschließende Außenseite (35) des Verbindungsabschnittes (60) und der hieran anschließende vierte Flankenabschnitt (55-2) eine gemeinsame, im Wesentlichen kreisförmige Außenkontur aufweisen,
– die jeweilige Länge des ersten Flankenabschnittes (50-1) und des zweiten Flankenabschnittes (50-2) größer ist als die jeweilige Länge des dritten Flankenabschnittes (55-1) und des vierten Flankenabschnittes (55-2), und
– der Abstand (d) einer ersten, an dem fünften Flankenabschnitt (55-4) vorgesehenen, Parallele (P1) zu einer zweiten, an der Außenseite (35) des Verbindungsabschnittes (60) vorgesehenen Parallelen (P2) kleiner ist als der Öffnungsabstand (D).

2. Scharnieranordnung (5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Scharnierteil (30) einteilig ausgebildet ist.

3. Scharnieranordnung (5) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Flankenabschnitt (50-2), der dritte Flankenabschnitt (55-1), der vierte Flankenabschnitt (55-2) und/oder der fünfte Flankenabschnitt (55-4) konvex ausgebildet sind.

4. Scharnieranordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Polyoxymethylen ausgebildet ist.

5. Scharnieranordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine im Wesentlichen axiale Erstreckung des ersten Scharnierteiles (30), das in Axialrichtung betrachtet einenends einen ersten Lagerabschnitt (70) mit einem ersten Lagerkopf (75), und andernends einen zweiten Lagerabschnitt (80) mit einem zweiten Lagerkopf (85) aufweist, dessen Durchmesser veränderlich ausgebildet ist, wobei der erste Lagerabschnitt (70) und der zweite Lagerabschnitt (80) jeweils in korrespondierenden Ausnehmungen (20, 25) des zweiten Teils (15) aufnehmbar sind.

6. Scharnieranordnung (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Teil (10) ein Handschuhfachgehäuse und das zweite Teil (15) ein das Handschuhfachgehäuse wahlweise verschließender oder öffnender Handschuhfachgehäusedeckel ist.

7. Kraftfahrzeug (1), gekennzeichnet durch eine Scharnieranordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Scharnieranordnung für eine schwenkbare Verbindung zweiter Teile in einem Kraftfahrzeuginnenraum gemäß Anspruch 1 sowie ein entsprechend ausgestattetes Kraftfahrzeug gemäß Anspruch 7.

Aus der DE 10 2004 025 034 A1 ist eine Scharnieranordnung gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruchs 1 bekannt. Diese weist den Nachteil auf, dass die Kontaktfläche zwischen Außenseite des ersten Scharnierteils und der Aufnahmefläche des zweiten Scharnierteils in Gebrauchslage vergleichsweise klein ist, was zu einer vergleichsweise großen mechanischen Belastung der beiden Scharnierteile und somit einem potenziellen Versagen der Vorrichtung führen kann.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diesen Nachteil zu überwinden.

Diese Aufgabe wird durch eine Scharnieranordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Mithin ist eine Scharnieranordnung für eine schwenkbare Verbindung zweier Teile in einem Kraftfahrzeuginnenraum vorgesehen, die

  • – ein erstes Scharnierteil, das mit dem ersten der beiden Teile verbunden ist,
  • – ein zweites Scharnierteil, das mit dem zweiten der beiden Teile verbunden ist, wobei
  • – das zweite Scharnierteil eine erste Aufnahmeflanke und eine zweite Aufnahmeflanke aufweist, die zusammen eine mit einer, einen Öffnungsabstand aufweisende, Öffnung versehene, einen Radius aufweisende Aufnahmefläche bilden, gegen die die Außenseite des ersten Scharnierteils in Gebrauchslage teilweise anliegt, und
  • – das erste Scharnierteil und das zweite Scharnierteil eine gemeinsame Schwenkachse aufweisen,
    umfasst und sich dadurch auszeichnet, dass, im Querschnitt der Scharnieranordnung betrachtet,
  • – das erste Scharnierteil eine erste Flanke, eine zweite Flanke und einen diese beiden miteinander verbindenden, im Wesentlichen kreisringförmigen, eine Außenseite und eine Innenseite aufweisenden Verbindungsabschnitt aufweist, wobei
  • – die erste Flanke einen ersten Flankenabschnitt und einen zweiten Flankenabschnitt aufweist, die in einem ersten Bereich miteinander und in einem von dem ersten Bereich beabstandeten Bereich mit einem ersten Flankenfuß verbunden sind, der seinerseits mit dem Verbindungsabschnitt verbunden ist,
  • – die zweite Flanke einen dritten Flankenabschnitt und einen hiervon beabstandeten vierten Flankenabschnitt aufweist, die in einem zweiten Bereich miteinander durch einen fünften Flankenabschnitt und in einem von dem dritten Bereich beabstandeten vierten Bereich durch einen zweiten Flankenfuß verbunden sind, der seinerseits mit dem Verbindungsabschnitt verbunden ist,
  • – der erste Flankenabschnitt, die hieran anschließende Außenseite des Verbindungsabschnittes und der hieran anschließende vierte Flankenabschnitt eine gemeinsame, im Wesentlichen kreisförmige Außenkontur aufweisen,
  • – die jeweilige Länge des ersten Flankenabschnittes und des zweiten Flankenabschnittes größer ist als die jeweilige Länge des dritten Flankenabschnittes und des vierten Flankenabschnittes, und
  • – der Abstand einer ersten, an dem fünften Flankenabschnitt vorgesehenen, Parallele zu einer zweiten, an der Außenseite des Verbindungsabschnittes vorgesehenen Parallelen kleiner ist als der Öffnungsabstand.

Diese Vorrichtung vereint folgende Vorteile in sich:

  • – Im Vergleich zu der aus dem Stand der Technik bekannten Scharnieranordnung ist die Kontaktfläche zwischen Außenseite des ersten Scharnierteils und der Aufnahmefläche des zweiten Scharnierteils in Gebrauchslage groß. Hierdurch ist die erfindungsgemäße Scharnieranordnung nicht störanfällig.
  • – Durch die gewählten Abmessungen bzw. Größenverhältnisse der erfindungsgemäß vorgesehenen Flankenabschnitte und des Öffnungsabschnittes ist zum einen eine einfache und sichere Montage sowie Demontage, zum anderen eine sichere Halterung der miteinander verbundenen Teile sichergestellt.

Das erste Scharnierteil ist einteilig ausgebildet, wodurch in vorteilhafter Weise ein einfacher und stabiler Aufbau der Scharnieranordnung geschaffen ist.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, das erste Scharnierteil integral mit dem ersten Teil auszubilden. In bevorzugter Weise ist diese integrale Ausbildung im Fall von einem aus Kunststoff bestehenden ersten Scharnierteil und ersten Bauteil durch einen gemeinsamen Kunststoffspritzprozess geschaffen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist bzw. sind der zweite Flankenabschnitt, der dritte Flankenabschnitt, der vierte Flankenabschnitt und/oder der fünfte Flankenabschnitt konvex ausgebildet, wodurch eine einfache und sichere Montage der erfindungsgemäßen Vorrichtung geschaffen ist.

Die Scharnieranordnung und einzelne oder sämtliche ihrer Elemente, insbesondere das erste Scharnierteil und/oder das zweite Scharnierteil, sind aus einem geeigneten Werkstoff, bevorzugt Acrylnitril-Butadien-Styrol, Polycarbonat und/oder Polypropylen, gebildet. Eine besonders einfach herzustellende und geräuscharme Scharnieranordnung ist in vorteilhafter Weise erzielt, wenn diese aus Polyoxymethylen ausgebildet ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform zeichnet sich die Scharnieranordnung durch eine im Wesentlichen axiale Erstreckung des ersten Scharnierteiles, das in Axialrichtung betrachtet einenends einen ersten Lagerabschnitt mit einem ersten Lagerkopf, und andernends einen zweiten Lagerabschnitt mit einem zweiten Lagerkopf aufweist, aus, dessen Durchmesser veränderlich ausgebildet ist, wobei der erste Lagerabschnitt und der zweite Lagerabschnitt jeweils in korrespondierenden Ausnehmungen des Bauteils aufnehmbar sind. Hierdurch ist in vorteilhafter Weise eine Scharnieranordnung geschaffen, die kostengünstig herstellbar und zuverlässig arbeitend ausgebildet ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das erste Teil ein Handschuhfachgehäuse und das zweite Teil ein das Handschuhfachgehäuse wahlweise verschließender oder öffnender Handschuhfachgehäusedeckel. In besonders vorteilhafter Weise sind das Handschuhfachgehäuse und das erste Scharnierteil integral, insbesondere durch ein Spritzgussverfahren, hergestellt.

Die oben genannte Aufgabe wird ebenfalls durch ein Kraftfahrzeug gelöst, das eine Scharnieranordnung der zuvor offenbarten Art aufweist. Die zuvor genannten Vorteile gelten adäquat.

Nachstehend erfolgt unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren eine detaillierte, nicht präjudizierende, insbesondere einschränkende, Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der vorliegenden Erfindung.

1 zeigt einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeuges mit einer in perspektivischer Schnittansicht dargestellten erfindungsgemäßen Scharnieranordnung.

2 zeigt eine Scharnieranordnung im Längsschnitt in vergrößerter Teilansicht.

3 zeigt ein erstes Scharnierteil in perspektivischer Ansicht.

4 zeigt drei Schritte einer Montage eines zweiten Scharnierteils an dem ersten Scharnierteil der 3.

Nachstehend erfolgt unter Bezugnahme auf 1 bis 4 eine detaillierte, nicht präjudizierende, insbesondere einschränkende, Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung. Gleiche Elemente sind mit identischen Bezugszeichen versehen, soweit nichts anderes angegeben wird.

In 1 ist ein Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeuges 1 mit einer in perspektivischer Schnittansicht dargestellten erfindungsgemäßen Scharnieranordnung 5 gezeigt, die sich in einem Kraftfahrzeuginnenraum 7 befindet. Die Scharnieranordnung 5 dient der schwenkbaren Verbindung eines ersten Teiles 10, das in dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein Handschuhfachgehäuse ist, mit einem zweiten Teil 15, das in dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein Handschuhfachgehäusedeckel ist. Die Verbindung selbst ist durch eine an dem ersten Teil 10 vorgesehene Ausnehmung 20, eine an dem zweiten Teil 15 vorgesehene und mit der ersten Ausnehmung 20 fluchtend ausgebildete Ausnehmung 25 und ein erstes Scharnierteil 30 vorgenommen, das in der ersten Ausnehmung 20 und der zweiten Ausnehmung 25 aufgenommen ist. Hierbei liegt eine Außenseite 35 des ersten Scharnierteiles 30 gegen eine Aufnahmefläche 40 eines zweiten Scharnierteils 45 an, wie nachfolgend unter Bezugnahme auf 2 erläutert wird.

2 zeigt die Scharnieranordnung 5 im Längsschnitt in vergrößerter Teilansicht. Das erste Scharnierteil 30 und das zweite Scharnierteil 45 weisen eine gemeinsame, sich in Längsrichtung (d. h. orthogonal zu der Papierebene) des ersten Teils 10 und des zweiten Teils 20 erstreckende Drehachse A auf.

Das erste Scharnierteil 30 umfasst eine erste Flanke 50, eine zweite Flanke 55 und einen diese beiden verbindenden Verbindungsabschnitt 60. Die Außenflächen der ersten Flanke 50, der zweiten Flanke 55 und des Verbindungsabschnittes 60 bilden die Außenseite 35, die teilweise in der Aufnahmefläche 40 beweglich aufgenommen ist. Die Aufnahmefläche 40 ist somit eine Innenseite des zweiten Scharnierteils 45. Die Außenseite 35 und die korrespondierende Innenseite sind im Wesentlichen kreisrund mit einem Radius R ausgebildet, dessen Ursprung an der Drehachse A liegt.

Die erste Flanke 50 umfasst einen ersten Flankenabschnitt 50-1, einen zweiten Flankenabschnitt 50-2 und einen Flankenfuß 50-3. Der erste Flankenabschnitt 50-1 und der zweite Flankenabschnitt 50-2 sind in einem ersten Bereich 50-4, der dem Flankenfuß 50-3 gegenüber liegt, miteinander verbunden. Der Flankenfuß 50-3 seinerseits befindet sich in einem Bereich der ersten Flanke 50, an dem der erste Flankenabschnitt 50-1 und der zweite Flankenabschnitt 50-2 voneinander entfernt sind und verbindet diese in einem Bereich, an dem der Flankenfuß 50-3 an dem Verbindungsabschnitt 60 angrenzt.

Die zweite Flanke 55 umfasst einen dritten Flankenabschnitt 55-1, einen hiervon beabstandeten vierten Flankenabschnitt 55-2, einen zweiten Flankenfuß 55-3, der an den Verbindungsabschnitt 60 angrenzt, und einen hiervon beabstandeten fünften Flankenabschnitt 55-4, der den dritten Flankenabschnitt 55-1 und den vierten Flankenabschnitt 55-2 in einem von dem Verbindungsabschnitt 60 entfernten zweiten Bereich 55-5 miteinander verbindet. Wie der 2 entnommen werden kann sind eine virtuelle erste Parallele P1 an dem fünften Flankenabschnitt 55-4 und eine hierzu parallele virtuelle zweite Parallele P2 vorgesehen, die einen Abstand d von einander aufweisen.

Der erste Flankenabschnitt 50-1 und der zweite Flankenabschnitt 50-2 weisen eine größere Länge auf als der dritte Flankenabschnitt 55-1 und der vierte Flankenabschnitt 55-2.

In seinem der Drehachse A zugewandten Bereich ist der Verbindungsabschnitt 60 mit einer, in diesem Ausführungsbeispiel kreisrunden, Aussparung 65 versehen. Hierdurch, sowie durch die Gestaltung der ersten Flanke 50 und der zweiten Flanke 55, ist die Scharnieranordnung 1 gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Scharnieranordnungen leichter, ohne an Festigkeit einzubüßen.

Dies gilt umso mehr, als dass auch das mit dem ersten Scharnierteil 30 zusammenwirkende zweite Scharnierteil 45 einen ausreichend festen, jedoch filigranen Aufbau aufweist: Das zweite Scharnierteil 45 umfasst eine erste Aufnahmeflanke 45-1 und eine hiermit einenends verbundene zweite Aufnahmeflanke 45-2, die andernends voneinander mit einem Abstand D entfernt sind und eine Öffnung 45-3 zu der Aussparung 65 schaffen.

In 3 ist das erste Scharnierteil 30 in perspektivischer Längsansicht in vergrößert gezeigt. Das erste Scharnierteil 30 weist eine im Wesentlichen axiale Erstreckung auf. An einem seiner Enden umfasst es einen ersten Lagerabschnitt 70 mit einem ersten Lagerkopf 75. An seinem hierzu diametral gegenüberliegenden Ende umfasst das erste Scharniermittel 30 einen zweiten Lagerabschnitt 80 mit einem zweiten Lagerkopf 85. Der erste Lagerabschnitt 70 und der zweite Lagerabschnitt 80 werden in korrespondierende, hier nicht gezeigte Ausnehmungen des zweiten Teils 15 aufgenommen. Der Außendurchmesser des zweiten Lagerkopfes 85 ist veränderlich ausgebildet. Für eine erleichterte und sichere Aufnahme ist der zweite Lagerabschnitt 80 zum einen kegelförmig ausgebildet, zum anderen mit einem Schlitz 90 versehen, so dass die beiden durch ihn definierten Flanken 95 bzw. 100 von ihrer in der 3 gezeigten Ausgangsposition während der Einbringung in die Aufnahme zusammengedrückt werden und, nach dessen Aufnahme in dem bestimmungsgemäß vorgesehenen Lager, wieder in ihre Ausgangsposition zurückkehren. In axialer Richtung ist das erste Scharnierteil 30 im eingebauten Zustand somit durch die beiden Lagerköpfe 75 und 85 gesichert.

Es sei angemerkt, dass die erste Flanke 50, die zweite Flanke 55 und der Verbindungsabschnitt 60 einteilig ausgebildet sein können. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel sind diese darüber hinaus mit dem ersten Lagerabschnitt 70 und dem zweiten Lagerabschnitt 80 einteilig ausgebildet. In vorteilhafter Weise besteht das erste Scharnierteil 30 aus Polyoxymethylen, das hierdurch nicht nur über die erforderliche Festigkeit des ersten Scharnierteiles 30 an sich sowie die erforderliche Nachgiebigkeit der beiden Flanken 95, 100 verfügt, sondern ebenfalls geräuscharm ausgebildet ist.

In 4 ist die Montage des ersten Scharnierteils 30 mit dem zweiten Scharnierteil 45 symbolisch anhand dreier nacheinander folgender Montageschritte I, II und III gezeigt. In einem ersten Montageschritt I wird das zweite Scharnierteil 45, das hier durch eine Punktlinie repräsentiert ist, mit seiner Öffnung 45-3 über die zweite Flanke 55 und einen Teil des Verbindungsabschnittes 60 geschoben; dies erfolgt im Wesentlichen durch eine geradlinige Bewegung. In einem zweiten Montageschritt II, der in dieser Figur durch eine Strichlinie repräsentiert ist, wird das zweite Scharnierteil 45 in Richtung erstem Scharnierteil 30 durch eine (gegenüber Montageschritt I) kombinierte Schieb- und Schwenkbewegung weiterbewegt, bis es eine Endposition in dem dritten Montageschritt III, der durch eine durchgezogene Linie repräsentiert ist, erreicht ist und bei dem die Außenseite 65 gegen die Aufnahmefläche 40 anliegt. Durch die gewählten Abmessungen bzw. Relationen der einzelnen, zuvor beschriebenen Komponenten ist nicht nur eine einfache und schnelle Montage von erstem Scharnierteil 30 und zweitem Scharnierteil 45 erzielt, sondern auch eine zuverlässige und stabile Lagerung derselben.

Wie zuvor erwähnt ist das erste Scharnierteil 30 in einer Ausnehmung 20 des ersten Teiles 10 aufgenommen. Dies ist jedoch nicht zwingend; vielmehr können das erste Scharnierteil 30 und das erste Teil 10 integral, beispielsweise durch ein Spritzgussverfahren, hergestellt sein. In vorteilhafter Weise ist in einem solchen Fall die zuvor beschriebene Ausnehmung 20 entbehrlich.

Es versteht sich, dass die Scharnieranordnung insgesamt oder einzelne ihrer Elemente, insbesondere das erste Scharnierteil 30 und/oder das zweite Scharnierteil 45 sowie deren Elemente, beispielsweise die Lagerköpfe 75, 85 und/oder Lagerabschnitte 70, 80, aus einem geeigneten Werkstoff, bevorzugt Acrylnitril-Butadien-Styrol, Polycarbonat, Polypropylen und/oder Polyoxymethylen, ausgebildet sind.

Bezugszeichenliste

1
Kraftfahrzeug
5
Scharnieranordnung
7
Kraftfahrzeuginnenraum
10
erstes Teil
15
zweites Teil
20
Ausnehmung
25
Ausnehmung
30
erstes Scharnierteil
35
Außenseite
40
Aufnahmefläche
45
zweites Scharnierteil
45-1
erste Aufnahmeflanke
45-2
zweite Aufnahmeflanke
45-3
Öffnung
50
erste Flanke
50-1
erster Flankenabschnitt
50-2
zweiter Flankenabschnitt
50-3
Flankenfuß
50-4
erster Bereich
55
zweite Flanke
55-1
dritter Flankenabschnitt
55-2
vierter Flankenabschnitt
55-3
Flankenfuß
55-4
fünfter Flankenabschnitt
55-5
zweiter Bereich
60
Verbindungsabschnitt
65
Aussparung
70
erster Lagerabschnitt
75
Lagerkopf
80
zweiter Lagerabschnitt
85
Lagerkopf
90
Schlitz
95
Flanke
100
Flanke
A
Drehachse
D
Abstand
d
Abstand
R
Radius
I
Erster Montageschritt
II
Zweiter Montageschritt
III
Dritter Montageschritt

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102004025034 A1 [0002]