Title:
Verfahren und Vorrichtung zur Justage einer Objektdetektionseinrichtung für ein Fahrzeug
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Objektdetektionseinrichtung (13) die an einem Fahrzeug (11) befestigt ist, und die für den Fahrbetrieb in Ihrer Ausrichtung gegenüber dem Fahrzeug justiert werden kann. Zur Ausrichtung der Detektionseinrichtung (4) wird eine Lichtreflexion (7) die in oder an der Detektionseinichtung (13) stattfindet, verwendet. Für das menschliche Auge ist die Reflexionsfläche (7) unsichtbar, da diese hinter einem Gehäuseteil (2) der Detektionseinrichtung (13) angeordnet ist.




Inventors:
Degro, Markus (71686, Remseck, DE)
Application Number:
DE102016212701A
Publication Date:
01/18/2018
Filing Date:
07/13/2016
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19642811A1N/A1998-04-30



Claims:
1. Objektdetektionseinrichtung (13) die an einem Fahrzeug (11) befestigt ist,
wobei die Ausrichtung (4) der Detektionseinrichtung (13) gegenüber dem Fahrzeug (11) veränderbar ist und
zur Ausrichtung der Detektionseinrichtung (13) Lichtreflexionen (9, 10) verwendet werden, die in oder an der Detektionseinichtung (13) reflektiert werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Reflexionsfläche (7) hinter einem Gehäuseteil (2) der Detektionseinrichtung (13) angeordnet ist.

2. Objektdetektionseinrichtung (13) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtreflexion durch eine Lichtquelle 20) erzeugt wird.

3. Objektdetektionseinrichtung (13) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil (2) aus einem Material, insbesondere aus einem Kunststoff, gefertigt ist, der für Lichtwellen (9; 10; 24a, b; 25a, b), die für menschliche Auge sichtbar ist, undurchsichtig ist.

4. Objektdetektionseinrichtung (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (20) Lichtstrahlung (9; 24a, b) mit einer Wellenlänge erzeugt, die für das menschliche Auge unsichtbar ist.

5. Objektdetektionseinrichtung (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil (2) aus einem Material, insbesondere aus einem Kunststoff, gefertigt ist, der für Wellenlängen des durch die Lichtquelle (20) erzeugten Lichts (9; 24a, b) durchsichtig ist.

6. Objektdetektionseinrichtung (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellenlänge der Lichtquelle (20) im Infrarotbereich liegt.

7. Objektdetektionseinrichtung (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (20) in Fahrtrichtung vor dem Fahrzeug (11), insbesondere mit Ausbreitungsrichtung entgegen der Fahrtrichtung des Fahrzeugs (11), angeordnet ist.

8. Objektdetektionseinrichtung (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil (2) ein Radom eines Radargerätes (13) zum Senden (5) und/oder Empfangen (6) von Radarstrahlung ist.

9. Objektdetektionseinrichtung (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflexionsfläche (7) ein Spiegel ist.

10. Objektdetektionseinrichtung (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflexionsfläche (7) eine polierte Fläche ist.

11. Objektdetektionseinrichtung (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflexionsfläche (7) eine aufgeklebte, reflektierende Folie ist.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Justage einer Objektdetektionseinrichtung, die an einem Fahrzeug befestigt ist und die für den Fahrbetrieb in ihrer Ausrichtung gegenüber dem Fahrzeug justiert werden kann. Zur Ausrichtung der Detektionseinrichtung wird eine Lichtreflexion, die in oder an der Detektionseinrichtung stattfindet, verwendet. Für das menschliche Auge ist die Reflexionsfläche unsichtbar, da diese hinter einem Gehäuseteil der Detektionseinrichtung angeordnet ist.

Stand der Technik

Aus der DE 196 42 811 A1 ist ein Verfahren zum Justieren einer Richtantenne eines Radarsystems sowie ein Radarsystem zur Durchführung des Verfahrens bekannt, indem zur Überprüfung der Justierung mindestens ein Laserstrahl verwendet wird. Außerdem wird ein Radarsystem vorgeschlagen, das zur Durchführung des genannten Verfahrens geeignet ist, indem es entweder selbst mit einer Vorrichtung zur Aufnahme einer Laserquelle ausgerüstet ist oder alternativ spiegelreflektierende Bereiche aufweist, die mit einer externen Laserquelle beleuchtet werden können.

Kern und Vorteile der Erfindung

Kern der vorliegenden Erfindung ist es, eine Objektdetektionseinrichtung anzugeben, die an einem Fahrzeug befestigt wird, wobei zur Ausrichtung der Detektionseinrichtung gegenüber dem Fahrzeug eine Lichtreflexion am oder im Sensor verwendet wird, die vorzugsweise mit einem Laserstrahl realisiert wird, wobei die reflektierende Fläche für das menschliche Auge unsichtbar bleiben soll, jedoch eine Reflexion eines Justierstrahls ermöglicht werden soll. Dies soll ermöglicht werden ohne nachträglich Sichtblenden verbauen zu müssen oder Justiervorrichtungen nur für die Dauer des Justiervorgangs anbringen zu müssen, die nach Beendigung des Justiervorgangs demontiert werden zu müssen.

Erfindungsgemäß wird dieses durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass die Lichtreflexion durch eine Lichtquelle erzeugt wird. Als Lichtquelle kann beispielsweise ein Laserstrahl eingesetzt werden, der ein parallel ausgerichtetes Strahlenbündel abstrahlt und damit für Justieraufgaben geeignet ist.

Weiterhin ist es vorteilhaft, dass das Gehäuseteil, das die Objektdetektionseinrichtung abschließt, jedoch für die Detektionsstrahlung des Objektdetektionssensors, insbesondere für Radarstrahlung durchlässig ist, aus einem Material besteht, das für Lichtwellen, die für das menschliche Auge sichtbar sind, undurchsichtig ist. Insbesondere kann dieses Gehäuseteil aus einem Kunststoff gefertigt werden. Hierdurch wird erreicht, dass das Gehäuseteil, durch das die Detektionsstrahlung der Objektdetektionseinrichtung dringen kann, so ausgestaltet werden kann, dass es sich optisch in die Fahrzeugfront eines Fahrzeugs einpasst, beispielsweise indem es einen Teil des Fahrzeugkühlers oder des Fahrzeugstoßfängers bildet und sich damit harmonisch in den Gesamteindruck des Fahrzeugs einfügt. Dadurch, dass das Gehäuseteil aus einem Material besteht, das für Lichtwellen undurchsichtig ist, die für das menschliche Auge sichtbar sind, können Komponenten der Objektdetektionseinrichtung, die sich hinter dem Gehäuseteil befinden, durch den Betrachter nicht wahrgenommen werden. Hierdurch sind eventuell reflektierende Flächen, die für Justagezwecke vorgesehen sind oder andere Komponenten wie Sende- und Empfangseinrichtungen des Objektdetektionssensors für den menschlichen Betrachter unsichtbar. Vorteilhafterweise wird für das Gehäuseteil ein Material, insbesondere ein Kunststoff verwendet, der für Lichtwellen mit einer Wellenlänge zwischen 380 nm und 780 nm undurchsichtig ist. Hierdurch wird erreicht, dass der Kunststoff für die Lichtbestandteile, die das menschliche Auge wahrnehmen kann, undurchsichtig erscheint.

Weiterhin ist es vorteilhaft, dass die Lichtquelle optische Strahlung mit einer Wellenlänge erzeugt, die für das menschliche Auge unsichtbar ist. Dies ist der Fall, wenn die Lichtquelle Lichtstrahlung erzeugt, deren Wellenlängen außerhalb des Bereichs zwischen 380 nm bis 780 nm liegen. Lichtstrahlung, deren Wellenlänge außerhalb dieses sichtbaren Bereichs von 380 nm bis 780 nm liegt, kann durch Kunststoffteile, die für Licht, das das menschliche Auge undurchsichtig erscheinen hindurchtreten und wird durch das menschliche Auge dennoch nicht wahrgenommen.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Objektdetektionseinrichtung ein Gehäuseteil aufweist, das aus einem Material gefertigt ist, das für die Wellenlängen durchsichtig ist, die durch die Lichtquelle erzeugt werden. Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Material ein Kunststoff ist. Wenn dieses Gehäuseteil, das insbesondere aus einem Kunststoff gefertigt ist, der für die Wellenlängen durchsichtig ist, die das durch die Lichtquelle erzeugte Licht aufweist, kann die erfindungsgemäße Lichtquelle genutzt werden, um optische Strahlung zu erzeugen, die durch das Gehäuseteil hindurchtreten kann und für Justierzwecke genutzt werden. In diesem Fall ist das Gehäuseteil aus einem Material gefertigt, das für Licht mit einer Wellenlänge zwischen 780 nm bis 3000 nm (3 µm) transmittierend ist. Dieser Wellenlängenbereich kann vorteilhaft benutzt werden, um für das menschliche Auge unsichtbare Infrarotstrahlung zu erzeugen, die durch das für das menschliche Auge undurchsichtige Gehäuseteil der Objektdetektionseinrichtung hindurchtreten kann. Weiterhin ist es vorteilhaft, dass in diesem Fall das Material für Licht mit einer Wellenlänge zwischen 380 nm bis 780 nm nicht transmittierend ist, wodurch das Gehäuseteil, für Licht, das das menschliche Auge wahrnehmen kann, undurchsichtig erscheint.

Weiterhin ist es vorteilhaft, dass die Wellenlänge der Lichtquelle im Infrarotbereich liegt. Dies wird erreicht, wenn die Lichtquelle Lichtstrahlung erzeugt, deren Wellenlänge im Bereich zwischen etwa 780 nm und 3000 nm (3 µm) liegt.

Weiterhin ist es vorteilhaft, dass die Lichtquelle in Fahrtrichtung vor dem Fahrzeug angeordnet ist. Dies ist von Vorteil, wenn an dem Fahrzeug ein an der Fahrzeugfront bzw. der Fahrzeugvorderseite befestigter Objektdetektionssensor justiert werden soll. Dabei ist es insbesondere vorteilhaft, dass die Lichtquelle, die in Fahrtrichtung vor dem Fahrzeug angeordnet ist, eine Ausbreitungsrichtung für die ausgesandte Lichtstrahlung aufweist, die entgegen der Fahrtrichtung des Fahrzeugs orientiert ist.

Weiterhin ist es vorteilhaft, dass das Gehäuseteil ein Radom eines Radargerätes zum Senden und/oder Empfangen von Radarstrahlung ist. Die Verwendung von Radarwellen zur Objektdetektion in Fahrzeugen bietet vielerlei Vorteile, da diese Technologie weitgehendst wetterunabhängig arbeitet und für Verkehrsteilnehmer unsichtbar und ungefährlich ist. Jedoch muss eine derartige Objektdetektionseinrichtung auf Radarbasis bezüglich der Fahrtrichtung des Fahrzeugs relativ genau, zumindest aber innerhalb gewisser Toleranzgrenzen justiert werden. Für eine derartige Justage bietet es sich an, eine Reflexionsfläche in oder an der Objektdetektionseinrichtung anzubringen oder zumindest zeitweise anzubringen, so dass die Objektdetektionseinrichtung aufgrund des momentanen Einfalls- und Ausfallswinkels des Justierstrahls der Lichtquelle auf der Reflexionsfläche justiert werden kann.

Weiterhin ist es vorteilhaft, dass die Reflexionsfläche ein Spiegel ist. Spiegel haben sehr ebene Flächen und sehr hohe Reflexionskoeffizienten, so dass diese für optische Justageaufgaben mittels einfallender und reflektierter Lichtstrahlung sehr gut geeignet sind.

Weiterhin ist es vorteilhaft, dass die Reflexionsfläche eine polierte Fläche ist. Eine polierte Fläche, die beispielsweise als polierte Metallfläche, als metallisierte Oberfläche eines Kunststoffes oder eine sonstige polierte Fläche des Objektdetektionssensors ausgeführt ist, kann besonders kostengünstig hergestellt werden und ist einstückig mit dem Gehäuse der Objektdetektionseinrichtung herstellbar, so dass der Herstellaufwand für die Reflexionsfläche in einem kostengünstigen Poliervorgang besteht.

Besonders vorteilhaft ist es, dass die Reflexionsfläche eine aufgeklebte, reflektierende Folie ist. Dabei kann die Reflexionsfläche aus einer aufgeklebten, reflektierenden Folie, beispielsweise einer Kunststofffolie, einer metallisierten Kunststofffolie, einer Metallfolie oder einem dünnen, flexiblen Glas bestehen, so dass die Reflexionsfläche nur auf eine Fläche der Objektdetektionseinrichtung aufgeklebt werden muss.

Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt sind. Dabei bilden alle beschriebenen oder dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von Ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung sowie unabhängig von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung bzw. in den Zeichnungen.

Zeichnungen

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Zeichnungen erläutert. Es zeigen

1 eine Seitenansicht eines Querschnitts einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Objektdetektionssensors und

2 eine Seitenansicht eines Querschnitts durch die gesamte Justageanordnung, bestehend aus Objektdetektionseinrichtung und der Justiervorrichtung.

Beschreibung von Ausführungsbeispielen

In 1 ist die Seitenansicht eines Querschnitts durch eine erfindungsgemäße Objektdetektionseinrichtung 13 dargestellt. Die Objektdetektionseinrichtung 13 kann beispielsweise als ein Radarsensor, als ein Ultraschallsensor, als ein Videosensor oder als ein Lidarsensor ausgebildet sein. Die Objektdetektionseinrichtung 13 besteht aus einem Sensorboden 1, der beispielsweise die Rückwand und die Seitenwände des Sensorgehäuses bildet, sowie einem Gehäuseteil 2, das die restliche offene Seite des Sensorbodens 1 oder die mehreren verbleibenden offenen Seiten des Sensorbodens 1 nach außen hin hermetisch abschließt. Dieses Gehäuseteil 2 kann beispielsweise in Form eines Deckels ausgeführt sein, der den Sensorboden 1 umschließt und an den Seiten umgreift und mit dem Sensorboden 1 fest verbunden ist. Durch das Gehäuseteil 2 ist es weiterhin möglich, dass Sendeeinrichtungen 5, die in 1 durch Tx dargestellt sind und Sensorsendesignale abstrahlen, aus dem Inneren der Objektdetektionseinrichtung 13 ausgesandt werden können sowie Empfangssignale, die beispielsweise an Objekten reflektierte Teilstrahlung der Sendestrahlung sein kann, durch eine Empfangseinrichtung 6, die in 1 als Rx dargestellt ist, empfangen werden kann. Demnach muss das Gehäuseteil 2 für die durch die Objektdetektionseinrichtung 13 verwendete Sende- und/oder Empfangsstrahlung durchlässig sein. Dies kann erreicht werden, indem ein oder mehrere geeignete Kunststoffe verwendet werden, die die Sendestrahlung, die von der Sendeeinrichtung 5 abgestrahlt wird und die Empfangsstrahlung, die von der Empfangseinrichtung 6 empfangen wird, passieren lässt, und wobei die Strahlung in eine gemeinsame Richtung abgestrahlt wird bzw. aus einer gemeinsamen Richtung empfangen wird. Hierdurch wird eine Sensorhauptstrahlrichtung 4 vorgegeben, die in der Figur durch eine strichpunktierte Linie 4 eingezeichnet ist und entlang derer der Sensor beispielsweise seine größte Reichweite und/oder seine höchste Sensorempfindlichkeit oder das größte Sensorauflösungsvermögen besitzt. Die Objektdetektionseinrichtung 13 wird häufig an der Front eines Fahrzeugs 11 befestigt, kann jedoch auch für andere Anwendungen beispielsweise am Fahrzeugheck eines Fahrzeugs 11 oder den Seiten eines Fahrzeugs 11 oder an den Ecken eines Fahrzeugs 11, angebracht sein. Die justierbare Sensorhalterung 12, die die Objektdetektionseinrichtung 13 am Fahrzeug 11 befestigt ist meist so gestaltet, dass eine exakte Ausrichtung der Sensorhauptstrahlrichtung 4 der Objektdetektionseinrichtung 13 in Bezug auf das Fahrzeug 11 ermöglicht wird. Um die justierbare Sensorhalterung 12 so einzustellen, dass die Objektdetektionseinrichtung 13 gegenüber dem Fahrzeug 11 wie vorgesehen justiert ist, kann mittels eines Lichtstrahls die Objektdetektionseinrichtung 13 oder eine Teilregion der Objektdetektionseinrichtung 13 bestrahlt werden und der an einer Reflexionsfläche 7 der Objektdetektionseinrichtung 13 reflektierte Lichtstrahl ausgewertet werden.

Weiterhin ist es möglich, dass das Gehäuseteil 2, das den Sensorboden 1 deckelartig umschließt, nicht nur die Funktion einer Abdeckung der Sende- und Empfangseinrichtungen 5, 6 der Objektdetektionseinrichtung 13 erfüllt, sondern die Sende- und Empfangsstrahlung zudem fokussieren und bündeln kann. Hierzu ist es möglich, das Gehäuseteil 2 mittels eines fokussierenden Elements 3, das beispielsweise als fokussierende Linse, vorzugsweise in Form einer plankonvexen oder bikonvexen Linse aufweist, auszustatten. Das fokussierende Element 3 kann beispielsweise auch als Fresnellinse ausgestaltet sein, bei der die Linsenform gestuft ausgeführt wird, um Gewicht und Material einsparen zu können, ohne dass sich hierdurch Auswirkungen auf die Fokussiereigenschaften des fokussierenden Elements 3 ergeben.

Die Justage derartiger Objektdetektionseinrichtungen 13 wird häufig durchgeführt, indem ein Lichtstrahl an einem Bereich der Objektdetektionseinrichtung 13 reflektiert wird. Dies geschieht meist, indem an der Außenseite des Gehäuseteils 2 ein Spiegel oder eine reflektierende Folie aufgebracht ist oder indem auf die Objektdetektionseinrichtung 13 eine Justiervorrichtung aufgesteckt wird, und die in ihrer Position und Ausrichtung jeweils gegenüber der Objektdetektionseinrichtung 13 exakt fixiert ist oder indem die Sendecharakteristik des Objektdetektionssensors im Umfeld des Fahrzeugs 11 ausgemessen wird. Alle diese Lösungen haben den Nachteil, dass sie aufwändig sind da Justiereinrichtungen für den Justiervorgang aufgebracht und gegebenefalls entfernt werden müssen oder dass die reflektierenden Flächen an der Außenseite des Objektdetektionseinrichtung 13 für den Betrachter des Fahrzeugs sofort visuell erkennbar sind und bei Dunkelheit und eingeschalteter Fahrzeugbeleuchtung für die anderen Verkehrsteilnehmer durch Lichtreflexe sogar als störend wahrgenommen werden können.

Die in 1 dargestellte Objektdetektionseinrichtung 13 weist eine Reflexionsfläche 7 auf, die erfindungsgemäß hinter dem Gehäuseteil 2, das für die Sende- und Empfangsstrahlung durchlässig ist, angeordnet ist. Die senkrechte Lotachse 8 der Reflexionsfläche 7 ist dabei so orientiert, dass diese möglichst parallel zur Sensorhauptstrahlrichtung 4 verläuft, oder aber in einem abweichenden aber bekannten Winkel verläuft, der während dem Justageprozess berücksichtigt wird. Die Reflexionsfläche 7 wird erfindungsgemäß von einem Lichtstrahl 9 beleuchtet, der aus möglichst parallel orientierten Lichtstrahlen besteht, beispielsweise wie es durch Laserstrahlung ermöglicht wird. Dieser einfallende Lichtstrahl 9, der auch als Justierstrahl 9 bezeichnet werden kann, ist dabei so beschaffen, dass dessen Wellenlänge λ das Gehäuseteil 2 möglichst verlustfrei durchdringen kann. Dies wird erreicht, indem der für das Gehäuseteil 2 verwendete Kunststoff transparent für die Wellenlänge λ des einfallenden Lichtstrahls 9 ist. Weiterhin ist das Gehäuseteil 2 aus einem Material herzustellen, das durch das menschliche Auge als undurchsichtig wahrgenommen wird. Hierdurch ist es möglich, eine dunkle und damit unauffällige Sensoraußenfläche der Objektdetektionseinrichtung 13 herzustellen, bei dem die hinter dem Gehäuseteil 2 angeordnete Reflexionsfläche 7 für den menschlichen Betrachter unsichtbar ist. Der einfallende Lichtstrahl 9 wird durch die Reflexionsfläche 7 reflektiert und je nach Ausrichtung der Objektdetektionseinrichtung 13 zurückreflektiert. Je nach Ausrichtung der Detektionseinrichtung 13 ist der Einfalls- und Ausfallswinkel des einfallenden Lichtstrahls 9 und des ausfallenden Lichtstrahls 10 größer oder kleiner. Im Idealfall ist der Einfalls- und Ausfallswinkel sogar gleich Null, so dass einfallender Lichtstrahl 9 und ausfallender Lichtstrahl 10 identisch sind. In diesem Fall ist die Objektdetektionseinrichtung 13 justiert, da die Sensorhauptstrahlrichtung 4 mit der Richtung des Justierstrahls 9, 10 ausgerichtet ist.

In 2 ist eine mögliche Anordnung zur Justage der Objektdetektionseinrichtung 13 dargestellt. In der linken Bildhälfte ist wiederum die Objektdetektionseinrichtung 13, bestend aus Sensorboden 1 und Gehäuseteil 2, das vorteilhafter Weise mit einem fokussierenden Element 3 ausgestattet sein kann, dargestellt. Mittels der strichpunktierten Linie 4 ist wiederum die Sensorhauptstrahlrichtung dargestellt, die im unjustierten Zustand in einem beliebigen Winkel zur optischen Achse 18 der Justiervorrichtung 16 steht. Weiterhin ist im Inneren der Objektdetektionseinrichtung 13 eine Reflexionsfläche 7 dargestellt, die senkrecht zur Sensorhauptstrahlrichtung 4 angeordnet ist oder in einem bekannten Winkel zueinander angeordnet ist. Die Justiervorrichtung 16 besteht aus einer Lichtquelle 20, die punktförmige Lichtstrahlung erzeugt. Die Lichtstrahlung ist dabei so ausgelegt, dass diese in einem Wellenlängenbereich liegt, der das Gehäuseteil 2 durchdringen kann, dieses Gehäuseteil 2 jedoch für das menschliche Auge undurchsichtig erscheint. Damit ist es vorteilhaft, eine Lichtwellenlänge für die Lichtquelle 20 zu verwenden, die außerhalb des für das menschliche Auge sichtbaren Wellenlängenbereichs, zwischen 380 nm bis 780 nm Lichtwellenlänge befindet, aufweist. Beispielsweise kann hierzu eine Infrarotlichtquelle 20 eingesetzt werden. Weiterhin ist eine Linse 21 dargestellt, mit der Lichtstrahlung der Lichtquelle 20 in ein paralleles Lichtbündel fokussiert werden kann. Ein beispielhafter Strahlengang eines derartigen Lichtstrahls ist durch die Abfolge der Pfeile 24a24b25a25b dargestellt. Der Lichtstrahl 24 a durchläuft ein Gehäuse 17, das als Lichtkammer 17 oder als Lichtkasten 17 bezeichnet wird. Am linken Ende des Lichtkastens 17 bzw. des Gehäuses 17 ist eine Fresnellinse 23 angeordnet, die den Strahlengang des Lichtstrahls 24a ablenkt und parallel zur optischen Achse 18 der Justiervorrichtung 16, die in 2 durch eine doppelpunktierte Linie dargestellt ist, ablenkt. Dieser Strahlengang 24b, der parallel zur optischen Achse 18 der Justiervorrichtung 16 verläuft, durchdringt das für die Infrarotstrahlung transparent erscheinende Gehäuseteil 2 der Objektdetektionsvorrichtung 13 und wird an der Reflexionsfläche 7, die hinter dem Gehäuseteil 2 in Richtung des Strahlenganges angeordnet ist, reflektiert. Dabei wird der Strahlengang 24 auf seinem Hinweg so abgelenkt, dass der Winkel zwischen Einfallsstrahl 24b und Sensorhauptstrahlrichtung 4 sowie der Winkel zwischen Hauptstrahlrichtung 4 und Ausgangsstrahl 25 a gleich groß sind. Der gemäß dem Reflexionsgesetz reflektierte Lichtstrahl des Hinwegs 24b wird auf seinem Rückweg, wie durch Pfeil 25a angedeutet, in Richtung der Justiervorrichtung 16 zurückreflektiert, jedoch, sofern die Sensorhauptstrahlrichtung 4 und die optische Achse 18 der Justiervorrichtung 16 nicht parallel angeordnet sind, verläuft dieser Strahlengang 25a auf seinem Rückweg nicht parallel zur optischen Achse 18 der Justiervorrichtung 16. Durch die Fresnellinse 23 an der linken Gehäusewand des Gehäuses 17 wird der zurückgestrahlte Lichtstrahl 25a gebrochen, so dass dieser parallel zur optischen Achse 18 der Justiervorrichtung 16 verläuft, und einen Schirm 19 innerhalb der Justiervorrichtung 16 trifft. Würde man als Lichtquelle 20 sichtbares Licht verwenden, so würde der Ort, an dem der Strahlengang 25b auf seinem Rückweg auf den Schirm 19 trifft, als Lichtpunkt oder Lichtfleck 26 durch einen Beobachter wahrgenommen werden. Durch die Verwendung von Wellenlängen λ, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind, ist der sich auf dem Schirm 19 ergebender Lichtfleck 26 ebenfalls für das menschliche Auge nicht sichtbar. Hierzu kann innerhalb des „Lichtkastens“ bzw. des Gehäuses 17 eine CCD-Kamera 22 angeordnet sein, die Infrarotstrahlung detektieren kann und den Lichtfleck 26 auf dem Schirm 19 erfassen und auf einem Bildschirm darstellen kann bzw. die Position des infraroten Lichtflecks auf dem Schirm 19 in Messkoordinaten angeben kann. Dabei bildet der Abstand des Lichtflecks 26 von der optischen Achse 18 der Justiervorrichtung 16 ein Maß für die Abweichung der Ausrichtung der Sensorhauptstrahlrichtung 4 von der Parallelen zur Achse 18. Hierzu ist es notwendig, dass der Erfassungsbereich 27 der CCD-Kamera so ausgerichtet ist, dass dieser den Schirm 19 der Justiervorrichtung 16 erfassen kann. Wird nun die Halterung 12 der Objektdetektionseinrichtung 13 justiert und die Ausrichtung der Objektdetektionseinrichtung 13 gegenüber dem stehenden Fahrzeug 11 verändert, so verändert sich auch der Winkel zwischen dem Strahlengang 24b auf dem Hinweg sowie dem Strahlengang 25a auf dem Rückweg des Justierlichtstrahls. Umso paralleler die Hauptstrahlrichtung 4 zur optischen Achse der Justiervorrichtung 16 ausgerichtet ist, desto weiter rückt der Lichtfleck 26 auf dem Schirm 19 in Richtung der Öffnung, durch die das Licht der Lichtquelle 20 durch den Schirm 19 hindurchdringt. Bei exakt justierter Objektdetektionseinrichtung 13 verschwindet der Lichtfleck 26 in der Öffnung des Schirms 19, durch das das Licht der Lichtquelle hindurchdringt.

Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Reflexionsfläche 7 in der Objektdetektionseinrichtung 13 und die entsprechende Wahl des Materials des Gehäuseteils 2 der Objektdetektionseinrichtung 13 sowie entsprechende Wahl der Lichtwellenlänge der Lichtquelle 20, ist die Reflexionsfläche 7 für das menschliche Auge unsichtbar, kann jedoch für den Justiervorgang ohne Verwendung weiterer Justagevorrichtungen oder ohne den Einsatz zusätzlicher Handgriffe für das Licht des Justierstrahls uneingeschränkt verwendet werden, da die Lichtstrahlen 24b und 25a durch das Gehäuseteil 2 ungehindert hindurchtreten können, dieses aber für den menschlichen Betrachter als optisch undurchlässig erscheint. Dadurch kann die Reflexionsfläche 7 für den Betrachter keine störenden Auswirkungen mehr haben, jedoch für den Justiervorgnag uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 19642811 A1 [0002]