Title:
Messgerät, insbesondere handgehaltenes Infrarotmessgerät
Kind Code:
A1


Abstract:

Bei einem Messgerät, insbesondere einem handgehaltenen Infrarotmessgerät, mit einem Infrarotsensor zur berührungslosen Temperaturmessung eines Objektes, sowie mit einer dem Infrarotsensor zugeordneten Blendenvorrichtung (210), die ein Halteelement (220) zur Anordnung einer verschwenkbaren Blende (140) aufweist, wobei die verschwenkbare Blende (140) in zumindest einer ersten Position, in der der Infrarotsensor zumindest im Wesentlichen von der verschwenkbaren Blende (140) verdeckt ist, und in einer zweiten Position, in der die verschwenkbare Blende (140) den Infrarotsensor zumindest im Wesentlichen vollständig freigibt, anordenbar ist, weist das Halteelement (220) zumindest eine Gleitfläche (212, 214, 216) auf und die verschwenkbare Blende (140) weist zumindest ein Gleitelement (232, 234, 236) auf, das dazu ausgebildet ist, sich bei einem Verschwenken der verschwenkbaren Blende (140) zwischen der ersten und zweiten Position entlang der zumindest einen Gleitfläche (212, 214, 216) zu bewegen.




Inventors:
Frank, Michael (75015, Bretten, DE)
Uhlig, Mike (70178, Stuttgart, DE)
Application Number:
DE102016211731A
Publication Date:
01/04/2018
Filing Date:
06/29/2016
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE202014003182U1N/A2014-06-13
DE102010023167A1N/A2011-12-08
DE102007042310A1N/A2009-03-12



Foreign References:
57061201998-01-06
60331312000-03-07
Claims:
1. Messgerät (100), insbesondere handgehaltenes Infrarotmessgerät, mit einem Infrarotsensor (130) zur berührungslosen Temperaturmessung eines Objektes, sowie mit einer dem Infrarotsensor (130) zugeordneten Blendenvorrichtung (210), die ein Halteelement (220) zur Anordnung einer verschwenkbaren Blende (140) aufweist, wobei die verschwenkbare Blende (140) in zumindest einer ersten Position, in der der Infrarotsensor (130) zumindest im Wesentlichen von der verschwenkbaren Blende (140) verdeckt ist, und in einer zweiten Position, in der die verschwenkbare Blende (140) den Infrarotsensor (130) zumindest im Wesentlichen vollständig freigibt, anordenbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (220) zumindest eine Gleitfläche (212, 214, 216) aufweist und die verschwenkbare Blende (140) zumindest ein Gleitelement (232, 234, 236) aufweist, das dazu ausgebildet ist, sich bei einem Verschwenken der verschwenkbaren Blende (140) zwischen der ersten und zweiten Position entlang der zumindest einen Gleitfläche (212, 214, 216) zu bewegen.

2. Messgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die verschwenkbare Blende (140) als Blechbiegeteil ausgebildet ist.

3. Messgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die verschwenkbare Blende (140) in Richtung des Halteelements (220) vorgespannt ist.

4. Messgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Gleitelement (232, 234, 236) nach Art einer Sicke und/oder eines Anspritz-, Anklebe- und/oder Anschraub-Elements ausgebildet ist.

5. Messgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Gleitelement (232, 234, 236) Stahl und/oder Teflon aufweist und/oder das Halteelement (220) als Gußteil ausgebildet ist und/oder Aluminium, Zink und/oder Magnesium aufweist.

6. Messgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Gleitelement (232, 234, 236) auf einer vom Infrarotsensor (130) abgewandten Seite (301) der verschwenkbaren Blende (140) angeordnet ist.

7. Messgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der verschwenkbaren Blende (140) zum Verschwenken zwischen der ersten und zweiten Position eine Antriebseinheit (290) zugeordnet ist und die verschwenkbare Blende (140) von der Antriebseinheit (290) thermisch entkoppelt ist.

8. Messgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die verschwenkbare Blende (140) auf einer dem Infrarotsensor (130) zugewandten Seite (302) ein thermisch leitendes Material mit einer ersten thermischen Leitfähigkeit aufweist und/oder auf einer vom Infrarotsensor (130) abgewandten Seite (301) ein vermindert thermisch leitendes Material mit einer zweiten thermischen Leitfähigkeit aufweist, wobei die erste thermische Leitfähigkeit größer als die zweite thermische Leitfähigkeit ist.

9. Messgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die verschwenkbare Blende (140) auf der dem Infrarotsensor (130) zugewandten Seite (302) ein Säuberungsteil (390) aufweist, das dazu ausgebildet ist, auf dem Infrarotsensor (130) angeordnete Schmutzpartikel bei einem Verschwenken der verschwenkbaren Blende (140) zumindest im Wesentlichen zu entfernen.

10. Messgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Gleitfläche (212, 214, 216) als polierte Fläche ausgebildet ist.

11. Messgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Temperaturmesselement (410, 510) vorgesehen ist, das zur Messung einer Temperatur der verschwenkbaren Blende (140) und/oder des Halteelements (220) ausgebildet ist.

12. Messgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Temperaturmesselement (410, 510) auf der verschwenkbaren Blende (140) und/oder dem Halteelement (220) angeordnet ist.

13. Messgerät nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Temperaturmesselement (410, 510) zur kontaktlosen oder kontaktbehafteten Temperaturmessung ausgebildet ist.

14. Messgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das nach Art einer Wärmebildkamera ausgebildet ist.

15. Blendenvorrichtung (210) für ein Messgerät (100), insbesondere für ein handgehaltenes Infrarotmessgerät, das einen Infrarotsensor (130) zur berührungslosen Temperaturmessung eines Objektes aufweist, wobei die Blendenvorrichtung (210) dem Infrarotsensor (130) zugeordnet ist und ein Halteelement (220) zur Anordnung einer verschwenkbaren Blende (140) aufweist, wobei die verschwenkbare Blende (140) in zumindest einer ersten Position, in der der Infrarotsensor (130) zumindest im Wesentlichen von der verschwenkbaren Blende (140) verdeckt ist, und in einer zweiten Position, in der die verschwenkbare Blende (140) den Infrarotsensor (130) zumindest im Wesentlichen vollständig freigibt, anordenbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (220) zumindest eine Gleitfläche (212, 214, 216) aufweist und die verschwenkbare Blende (140) zumindest ein Gleitelement (232, 234, 236) aufweist, das dazu ausgebildet ist, sich bei einem Verschwenken der verschwenkbaren Blende (140) zwischen der ersten und zweiten Position entlang der zumindest einen Gleitfläche (212, 214, 216) zu bewegen.

Description:
Stand der Technik

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Messgerät, insbesondere ein handgehaltenes Infrarotmessgerät, mit einem Infrarotsensor zur berührungslosen Temperaturmessung eines Objektes, sowie mit einer dem Infrarotsensor zugeordneten Blendenvorrichtung, die ein Halteelement zur Anordnung einer verschwenkbaren Blende aufweist, wobei die verschwenkbare Blende in zumindest einer ersten Position, in der der Infrarotsensor zumindest im Wesentlichen von der verschwenkbaren Blende verdeckt ist, und in einer zweiten Position, in der die verschwenkbare Blende den Infrarotsensor zumindest im Wesentlichen vollständig freigibt, anordenbar ist.

Aus dem Stand der Technik ist ein derartiges, als handgehaltenes Infrarotmessgerät ausgebildetes Messgerät mit einem Infrarotsensor zur berührungslosen Temperaturmessung eines Objektes bekannt. Hierbei ist dem Messgerät eine Blendenvorrichtung, die ein Halteelement zur Anordnung einer verschwenkbaren Blende aufweist, zugeordnet. Die verschwenkbare Blende ist in zumindest einer ersten Position, in der der Infrarotsensor von der verschwenkbaren Blende verdeckt ist, und in einer zweiten Position, in der die verschwenkbare Blende den Infrarotsensor vollständig freigibt, anordenbar.

Offenbarung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt ein Messgerät bereit, insbesondere ein handgehaltenes Infrarotmessgerät, mit einem Infrarotsensor zur berührungslosen Temperaturmessung eines Objektes, sowie mit einer dem Infrarotsensor zugeordneten Blendenvorrichtung, die ein Halteelement zur Anordnung einer verschwenkbaren Blende aufweist, wobei die verschwenkbare Blende in zumindest einer ersten Position, in der der Infrarotsensor zumindest im Wesentlichen von der verschwenkbaren Blende verdeckt ist, und in einer zweiten Position, in der die verschwenkbare Blende den Infrarotsensor zumindest im Wesentlichen vollständig freigibt, anordenbar ist. Das Halteelement weist zumindest eine Gleitfläche auf und die verschwenkbare Blende weist zumindest ein Gleitelement auf, das dazu ausgebildet ist, sich bei einem Verschwenken der verschwenkbaren Blende zwischen der ersten und zweiten Position entlang der zumindest einen Gleitfläche zu bewegen.

Die Erfindung ermöglicht somit die Bereitstellung eines Messgerätes, insbesondere eines handgehaltenen Infrarotmessgerätes, bei dem durch die zumindest eine Gleitfläche des Halteelements und dem zumindest einen Gleitelement der Blende ein sicheres und zuverlässiges Verschwenken der Blende zwischen zwei unterschiedlichen Positionen ermöglicht werden kann. Somit kann ein Verfälschen eines vom Infrarotsensor erzeugten Messsignals aufgrund eines Verklemmens der Blende und/oder eines Abriebs beim Verschwenken der Blende sicher und zuverlässig zumindest weitgehend verhindert werden. Anders ausgedrückt kann vorteilhafterweise ein Verklemmen der Blende bei einem Verschwenken zwischen den unterschiedlichen Positionen und/oder ein Erzeugen von Schmutzpartikeln aufgrund von Abrieb verhindert werden.

Bevorzugt ist die verschwenkbare Blende als Blechbiegeteil ausgebildet. Somit kann auf einfache Art und Weise eine geeignete verschwenkbare Blende bereitgestellt werden.

Die verschwenkbare Blende ist vorzugsweise in Richtung des Halteelements vorgespannt. Somit kann eine bevorzugte Stellung der verschwenkbaren Blende sicher und zuverlässig vorgegeben werden.

Gemäß einer Ausführungsform ist das zumindest eine Gleitelement nach Art einer Sicke und/oder eines Anspritz-, Anklebe- und/oder Anschraub-Elements ausgebildet. Somit kann eine einfache und unkomplizierte Ausbildung des zumindest einen Gleitelements ermöglicht werden.

Das zumindest eine Gleitelement weist bevorzugt Stahl und/oder Teflon auf und/oder das Halteelement ist als Gußteil ausgebildet und/oder weist Aluminium, Zink und/oder Magnesium auf. Somit kann ein vergleichsweise reibungsarmes Verschieben der Blende durch eine vergleichsweise gute Gleiteigenschaft des zumindest einen Gleitelements auf der zumindest einen Gleitfläche ermöglicht werden.

Vorzugsweise ist das zumindest eine Gleitelement auf einer vom Infrarotsensor abgewandten Seite der verschwenkbaren Blende angeordnet. Somit kann ein Verschmutzen des Infrarotsensors aufgrund eines Abriebs zumindest weitgehend verhindert werden.

Der verschwenkbaren Blende ist bevorzugt zum Verschwenken zwischen der ersten und zweiten Position eine Antriebseinheit zugeordnet und die verschwenkbare Blende ist von der Antriebseinheit thermisch entkoppelt. Somit kann einfach und unkompliziert ein Verfälschen eines Messsignals aufgrund einer Erwärmung der Antriebseinheit zumindest annähernd verhindert werden.

Gemäß einer Ausführungsform weist die verschwenkbare Blende auf einer dem Infrarotsensor zugewandten Seite ein thermisch leitendes Material mit einer ersten thermischen Leitfähigkeit auf und/oder weist auf einer vom Infrarotsensor abgewandten Seite ein vermindert thermisch leitendes Material mit einer zweiten thermischen Leitfähigkeit auf, wobei die erste thermische Leitfähigkeit größer als die zweite thermische Leitfähigkeit ist. Somit kann Strahlung von außerhalb sicher und zuverlässig zumindest annähernd absorbiert werden, um ein Verfälschen eines jeweils erzeugten Messsignals zumindest annähernd zu verhindern.

Die verschwenkbare Blende weist vorzugsweise auf der dem Infrarotsensor zugewandten Seite ein Säuberungsteil auf, das dazu ausgebildet ist, auf dem Infrarotsensor angeordnete Schmutzpartikel bei einem Verschwenken der verschwenkbaren Blende zumindest im Wesentlichen zu entfernen. Somit können auf einfache Art und Weise auf dem Infrarotsensor angeordnete Schmutzpartikel bei einem Verschwenken der Blende zumindest im Wesentlichen entfernt werden.

Bevorzugt ist die zumindest eine Gleitfläche als polierte Fläche ausgebildet. Somit kann eine robuste und kostengünstige Gleitfläche bereitgestellt werden.

Vorzugsweise ist zumindest ein Temperaturmesselement vorgesehen, das zur Messung einer Temperatur der verschwenkbaren Blende und/oder des Halteelements ausgebildet ist. Somit kann eine Erwärmung der Blende und/oder des Halteelements sicher und zuverlässig erkannt werden und eine verfälschte Messung zumindest annähernd verhindert werden.

Bevorzugt ist das zumindest eine Temperaturmesselement auf der verschwenkbaren Blende und/oder dem Halteelement angeordnet. Somit kann eine exakte und unkomplizierte Messung der Temperatur der Blende und/oder des Halteelements ermöglicht werden.

Gemäß einer Ausführungsform ist das zumindest eine Temperaturmesselement zur kontaktlosen oder kontaktbehafteten Temperaturmessung ausgebildet. Somit kann auf einfache Art und Weise eine Temperaturmesserung der Blende und/oder des Halteelements ermöglicht werden.

Das Messgerät ist vorzugsweise nach Art einer Wärmebildkamera ausgebildet. Somit kann eine Wärmebildkamera bereitgestellt werden, bei der das Messgerät Anwendung finden kann.

Des Weiteren stellt die vorliegende Erfindung eine Blendenvorrichtung für ein Messgerät, insbesondere für ein handgehaltenes Infrarotmessgerät, bereit, das einen Infrarotsensor zur berührungslosen Temperaturmessung eines Objektes aufweist, wobei die Blendenvorrichtung dem Infrarotsensor zugeordnet ist und ein Halteelement zur Anordnung einer verschwenkbaren Blende aufweist, wobei die verschwenkbare Blende in zumindest einer ersten Position, in der der Infrarotsensor zumindest im Wesentlichen von der verschwenkbaren Blende verdeckt ist, und in einer zweiten Position, in der die verschwenkbare Blende den Infrarotsensor zumindest im Wesentlichen vollständig freigibt, anordenbar ist. Das Halteelement weist zumindest eine Gleitfläche auf und die verschwenkbare Blende weist zumindest ein Gleitelement auf, das dazu ausgebildet ist, sich bei einem Verschwenken der verschwenkbaren Blende zwischen der ersten und zweiten Position entlang der zumindest einen Gleitfläche zu bewegen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines als Wärmebildkamera ausgebildeten Messgeräts mit einer Blendenvorrichtung,

2 eine Draufsicht auf die Blendenvorrichtung von 1 mit einer verschwenkbaren Blende,

3 eine perspektivische Ansicht der Blende von 2,

4 eine Draufsicht auf die Blendenvorrichtung von 1 mit einem Temperaturmesselement gemäß einer ersten Ausführungsform, und

5 eine Draufsicht der Blendenvorrichtung von 1 mit einem Temperaturmesselement gemäß einer zweiten Ausführungsform.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

1 zeigt ein beispielhaftes Messgerät 100, das bevorzugt ein Gehäuse 110 aufweist, das illustrativ und vorzugsweise pistolenförmig ausgebildet ist. Das Gehäuse 110 weist illustrativ ein erstes und zweites Ende 102, 104 auf, sowie einen Griffbereich 116. Am Griffbereich 116 ist vorzugsweise ein Messschalter 120 ausgebildet, mit dem eine Temperaturmessung gestartet werden kann. Vorzugsweise ist das Messgerät 100 als handgehaltenes Infrarotmessgerät ausgebildet und bevorzugt als Wärmebildkamera.

Des Weiteren ist im Bereich des ersten Endes 102 des Gehäuses 110 exemplarisch eine Stirnseite 106 ausgebildet, die eine Austrittsöffnung 160 aufweist. Darüber hinaus ist im Bereich des ersten Endes 102 des Gehäuses 110 ein Messkopf 114 angeordnet. Dem Messkopf 114 sind bevorzugt ein Infrarotsensor 130 zur berührungslosen Temperaturmessung eines Objektes, sowie eine Blendenvorrichtung (210 in 2) mit einer verschwenkbaren Blende 140 zugeordnet.

Die verschwenkbare Blende 140 ist vorzugsweise in zumindest einer ersten Position, in der der Infrarotsensor 130 zumindest im Wesentlichen von der verschwenkbaren Blende 140 verdeckt ist, und in einer zweiten Position, in der die verschwenkbare Blende 140 den Infrarotsensor 130 zumindest im Wesentlichen vollständig freigibt, anordenbar. In 1 ist die verschwenkbare Blende 140 in der zweiten Position illustriert, in der der Infrarotsensor 130 beispielhaft vollständig freigegeben ist und eine Temperaturmessung stattfinden kann.

Darüber hinaus ist im Bereich des zweiten Endes 104 bevorzugt eine Ausgabeeinheit 125 angeordnet, die einen ermittelten Temperaturwert darstellt. Dabei kann die Ausgabeeinheit 125 vorzugsweise als Display ausgebildet sein.

Optional kann das Messgerät 100 eine optische Markierungseinheit aufweisen, die dazu ausgebildet ist, einem Anwender einen jeweils anvisierten Messbereich anzuzeigen. Dabei kann die optische Markierungseinheit auch zusätzlich eine Kamera, insbesondere eine Digitalkamera, umfassen. Hierdurch kann der anvisierte Messbereich auf einem Display des Messgerätes als Kamerabild abgebildet werden. Die Kamera, insbesondere eine Digitalkamera, nimmt hierbei bevorzugt einen erweiterten Messbereich der Oberflächen-Temperaturmessung als Kamerabild auf. In dieses Kamerabild kann vorzugsweise auch der beispielsweise rechnerisch ermittelte, exakte Messort der Temperaturmessung eingeblendet werden, um einem Anwender zu visualisieren, an welcher Stelle genau die Oberflächentemperatur gemessen wird. Des Weiteren kann das Messgerät 100 einen zusätzlichen Temperatursensor zur Bestimmung einer jeweiligen Umgebungstemperatur aufweisen.

2 zeigt eine dem Messgerät 100 von 1 zugeordnete Blendenvorrichtung 210, die beispielhaft die verschwenkbare Blende 140 von 1 aufweist, wobei die Blende 140 illustrativ in der zweiten Position angeordnet ist, in der der Infrarotsensor 130 freigegeben ist. Die Blendenvorrichtung 210 weist vorzugsweise zur Anordnung der Blende 140 ein Halteelement 220 auf. Dem Halteelement 220 ist dabei die Austrittsöffnung 160 von 1 zugeordnet, die beispielhaft mit einer Linse 280 versehen ist. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Austrittsöffnung 160 auch ohne Linse 280 ausgebildet sein kann.

Das Halteelement 220 ist vorzugsweise als Gußteil, bevorzugt als Druckgußteil oder Spritzgußteil ausgebildet und/oder weist Aluminium, Zink und/oder Magnesium auf. Des Weiteren weist das Halteelement 220 vorzugsweise zumindest eine, illustrativ drei Gleitflächen 212, 214, 216 auf, wobei sich die Blende 140 bei einem Verschwenken zwischen der ersten und zweiten Position entlang der zumindest einen Gleitfläche 212, 214, 216 bewegt.

Illustrativ sind die drei Gleitflächen 212, 214, 216 vorzugsweise oberhalb, unterhalb und/oder seitlich der Linse 280 ausgebildet. Illustrativ ist eine erste Gleitfläche 212 oberhalb der Linse 280 angeordnet, eine zweite Gleitfläche 214 ist seitlich rechts der Linse 280 angeordnet und ein dritte Gleitfläche 216 ist unterhalb der Linse 280 angeordnet. Bevorzugt sind die Gleitflächen 212, 214, 216 als polierte Flächen ausgebildet. Jedoch können die Gleitflächen 212, 214, 216 auch als Beschichtungen ausgebildet sein.

Bevorzugt ist die Blende 140 als Blechbiegeteil ausgebildet, kann jedoch auch aus einem beliebig anderen Material, z.B. Kunststoff, ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die Blende 140 in Richtung der Gleitflächen 212, 214, 216, vorzugsweise in Richtung des Halteelements 220 vorgespannt. Jedoch kann die Blende 140 auch in Richtung des Infrarotsensors 130 vorgespannt sein, falls die Gleitflächen 212, 214, 216 an einer dem Infrarotsensor 130 zugeordneten Halterung ausgebildet sind. Durch die vorgespannte Blende 140 wird eine einseitige Führung der Blende 140 ermöglicht, wodurch zumindest eine thermische Kopplung zwischen der Blende 140 und dem Infrarotsensor 130 entsteht, bevorzugt eine thermische Kopplung zwischen dem Infrarotsensor 130, der Linse 280 und der Blende 140, wodurch eine vergleichsweise höhere Genauigkeit des Messgeräts 100 ermöglicht werden kann.

Die Blende 140 weist vorzugsweise einen Abdeckbereich 241 und einen Verbindungsbereich 243 auf. Der Abdeckbereich 241 ist bevorzugt dazu ausgebildet, in der ersten Position der Blende 140 den Infrarotsensor 130 zu verdecken und in der zweiten Position freizugeben. Illustrativ ist der Abdeckbereich 241 viertelkreisförmig ausgebildet, könnte jedoch auch eine beliebig andere Form, z.B. rechteckig mit abgerundeten Ecken, ausgebildet sein. Der Verbindungsbereich 243 ist bevorzugt dazu ausgebildet, den Abdeckbereich 241 mit einer Antriebseinheit 290 der Blende 140 zu verbinden. Hierfür weist der Verbindungsbereich 243 zumindest ein und illustrativ zwei Verbindungselemente 242, 244 auf. Bevorzugt sind die beiden Verbindungselemente 242, 244 zapfenartig ausgebildet. Vorzugsweise ist die Antriebseinheit 290 als Schrittmotor ausgebildet, kann jedoch auf eine beliebige Art und Weise ausgebildet sein, z.B. zum manuellen Antrieb durch einen Anwender. Die Blende 140 ist vorzugsweise von der Antriebseinheit 290 thermisch entkoppelt, um negative Auswirkungen einer Erwärmung der Blende 140 zu vermeiden. Hierfür ist die Antriebseinheit 290 vorzugsweise auf einem Halteteil 292 angeordnet. Das Halteteil 292 ist dabei mit dem Halteelement 220 verbunden. Jedoch kann das Halteteil 292 auch einstückig mit dem Halteelement 220 ausgebildet sein oder die Antriebseinheit 290 kann direkt auf dem Halteelement 220 angeordnet sein.

Gemäß einer Ausführungsform weist die Blende 140 zumindest ein, illustrativ drei Gleitelemente 232, 234, 236 auf, die dazu ausgebildet sind, sich bei einem Verschwenken der Blende 140 zwischen der ersten und zweiten Position entlang der zumindest einen, illustrativ drei Gleitflächen 212, 214, 216 zu bewegen. Dabei sind die Gleitelemente 232, 234, 236 den Gleitflächen 212, 214, 216 zugeordnet, wobei ein erstes Gleitelement 232 derart auf der Blende 140 ausgebildet ist, dass es sich bei einem Verschwenken der Blende 140 auf der ersten Gleitfläche 212 bewegt, ein zweites Gleitelement 234 derart auf der Blende 140 ausgebildet ist, dass es sich auf der zweiten Gleitfläche 214 bewegt und ein drittes Gleitelement 234 ist derart auf der Blende 140 ausgebildet, dass es sich auf der dritten Gleitfläche 214 bewegt. Dabei sind das erste und zweite Gleitelement 232, 234 vorzugsweise auf dem Abdeckbereich 241 der Blende 140 angeordnet und das dritte Gleitelement 236 ist bevorzugt auf dem Verbindungsbereich 243 der Blende 140 angeordnet. Jedoch können auch alle Gleitelemente 232, 234, 236 auf dem Abdeckbereich 241 oder dem Verbindungsbereich 243 angeordnet sein.

Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Anordnung der Gleitelemente 232, 234, 236 auf der Blende 140 lediglich beispielhaften Charakter hat und nicht als Einschränkung der Erfindung zu sehen ist. Dabei kann eine beliebige Anzahl von Gleitelementen 232, 234, 236 auf der Blende 140 angeordnet sein, die einer beliebigen Anzahl von Gleitflächen 212, 214, 216 zugeordnet ist. Des Weiteren muss die Anzahl der Gleitflächen 212, 214, 216 nicht mit der Anzahl der Gleitelemente 232, 234, 236 übereinstimmen.

Vorzugsweise sind die Gleitelemente 232, 234, 236 nach Art von Sicken und/oder Anspritz-, Anklebe- und/oder Anschraub-Elementen ausgebildet. Bevorzugt sind die Gleitflächen 212, 214, 216 und die Gleitelemente 232, 234, 236 aus unterschiedlichem Material und/oder weisen eine unterschiedliche Beschichtung auf, um eine vergleichsweise gute Gleiteigenschaft zu ermöglichen. Dabei weisen die Gleitelemente 232, 234, 236 vorzugsweise Stahl und/oder Teflon auf.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Materialwahl für das Halteelement 220 und/oder die Blende 140 bzw. die Gleitelemente 232, 234, 236 lediglich beispielhaften Charakter hat und nicht als Einschränkung der Erfindung zu sehen ist. So kann das Halteelement 220 auch Stahl und/oder Teflon aufweisen und die Blende 140 kann als Gußteil ausgebildet sein und/oder die Gleitelemente 232, 234, 236 können Aluminium, Zink und/oder Magnesium aufweisen. Dabei können das Halteelement 220, die Blende 140, die Gleitflächen 212, 214, 216 und/oder die Gleitelemente 232, 234, 236 auch eine zumindest abschnittsweise Beschichtung aufweisen. Darüber hinaus weisen die Gleitflächen 212, 214, 216 und/oder die Gleitelemente 232, 234, 236 bevorzugt Rundungen anstatt Kanten auf und/oder sind abgerundet ausgebildet um ein Verklemmen/ Verhaken bei einem Verschwenken der Blende 140 zu verhindern.

3 zeigt die Blende 140 der Blendenvorrichtung 210 von 2 und verdeutlicht eine beispielhafte Anordnung der Gleitelemente 232, 234, 236. Die Blende 140 weist illustrativ eine erste und zweite Seite 301, 302 auf, wobei die erste Seite 301 dem Infrarotsensor 130 abgewandt angeordnet ist und die zweite Seite 302 dem Infrarotsensor 130 zugewandt angeordnet ist. Bevorzugt sind die Gleitelemente 232, 234, 236 auf der ersten Seite 301 der Blende 140 angeordnet, können jedoch auch auf der dem Infrarotsensor 130 zugewandten Seite bzw. der zweiten Seite 302 angeordnet sein. Des Weiteren weist die zweite Seite 302 vorzugsweise ein thermisch leitendes Material mit einer ersten thermischen Leitfähigkeit auf und/oder die erste Seite 301 weist ein vermindert thermisch leitendes Material mit einer zweiten thermischen Leitfähigkeit auf. Die erste thermische Leitfähigkeit ist bevorzugt größer als die zweite thermische Leitfähigkeit.

Optional kann die Blende 140 auf der dem Infrarotsensor 130 zugewandten Seite bzw. der zweiten Seite 302 ein Säuberungsteil 390 aufweisen, das dazu ausgebildet ist, auf dem Infrarotsensor 130 angeordnete Schmutzpartikel bei einem Verschwenken der Blende 140 zumindest im Wesentlichen zu entfernen. Das Säuberungsteil 390 ist dabei vorzugsweise im Abdeckbereich 241 angeordnet. Dabei ist das Säuberungsteil 390 vorzugsweise nach Art einer Bürste ausgebildet.

4 zeigt die Blendenvorrichtung 210 mit dem Halteelement 220 von 2 und der Blende 140 von 2 und 3. Dabei ist der Blendenvorrichtung 210 zumindest ein Temperaturmesselement 410 (510 in 5) zugeordnet, das zur Messung einer Temperatur der Blende 140 und/oder des Halteelements 220 ausgebildet ist. Vorzugsweise ist das zumindest eine Temperaturmesselement 410 (510 in 5) auf der verschwenkbaren Blende 140 und/oder dem Halteelement 220 angeordnet. Hierbei ist das zumindest eine Temperaturmesselement 410 (510 in 5) vorzugsweise zur kontaktlosen oder kontaktbehafteten Temperaturmessung ausgebildet.

Illustrativ ist in 4 ein Temperaturmesselement 410 auf dem Halteelement 220 angeordnet, wobei eine kontaktbehaftete Temperaturmessung vorzugsweise in der zweiten Position der Blende 140 stattfindet. Jedoch kann das Temperaturmesselement 410 auch derart auf dem Halteelement 220 angeordnet sein, dass eine Temperaturmessung bei einem Verschwenken der Blende 140 stattfindet, wobei die Blende 140 über das Temperaturmesselement 410 schleift. Des Weiteren kann eine Temperaturmessung auch in der ersten Position der Blende 140 und/oder einer beliebig anderen Position der Blende 140 stattfinden.

5 zeigt die Blendenvorrichtung 210 mit dem Halteelement 220 und der Blende 140 von 4 mit einem Temperaturmesselement 510 zur kontaktlosen Temperaturmessung der Blende 140 und/oder des Halteelements 220. Vorzugsweise findet die Temperaturmessung analog zu 4 in der zweiten Position der Blende 140 statt, könnte jedoch auch in der ersten Position stattfinden. Des Weiteren kann auch eine Temperaturmessung von zumindest einer Gleitfläche 212, 214, 216 durchgeführt werden. Dabei kann aufgrund der thermischen Kopplung des Halteelements 220 und der Blende 140 auf die Temperatur der Blende 140 geschlossen werden. Darüber hinaus kann auch eine Temperaturmessung der Blende 140 und/oder des Halteelements 220 über einen weiteren Infrarotsensor stattfinden.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Ausgestaltung mit einem Temperaturmesselement lediglich beispielhaften Charakter hat und nicht als Einschränkung der Erfindung zu sehen ist. So können auch mehrere Temperaturmesselemente zur Temperaturmessung des Halteelements 220 und/oder der Blende 140 angeordnet sein. Dabei können die Temperaturmesselemente zur kontaktlosen und/oder kontaktbehafteten Temperaturmessung ausgebildet sein, wobei z.B. ein erstes Temperaturmesselement kontaktlos eine erste Temperatur misst und ein zweites Temperaturmesselement kontaktbehaftet eine zweite Temperatur misst. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass die Anordnung des Temperaturmesselements in der zweiten Position der Blenden lediglich beispielhaften Charakter hat und nicht als Einschränkung der Erfindung zu sehen ist. So kann das Temperaturmesselement auch in der zweiten Position und/oder einer beliebig anderen Position der Blende angeordnet sein. Darüber hinaus kann auch eine Temperaturmessung der Blende durch eine Temperaturmessung des Infrarotsensors erfolgen.