Title:
Routingverfahren und Vorrichtung zum Festlegen einer Kommunikationsverbindung
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Routingverfahren und eine Routingvorrichtung zum Festlegen einer Kommunikationsverbindung zwischen einem ersten Kommunikationsendgerät, insbesondere einem sich innerhalb eines Fahrzeugs befindlichen ersten Kommunikationsendgerät, und einem oder mehreren Funknetzen, insbesondere Mobilfunknetzen. Das erste Kommunikationsendgeräts wird mit wenigstens einem zweiten Kommunikationsendgerät über ein von den Funknetzen verschiedenes lokales Kommunikationsnetz vernetzt, wobei das erste und jedes der zweiten Kommunikationsendgeräte eine eigene drahtlose Kommunikationsverbindung zu einem der Funknetze aufweisen. Gemäß einem Bewertungskriterium wird die jeweilige Dienstgüte dieser aktuell verfügbaren drahtlosen Kommunikationsverbindungen bewertet und darauf beruhend wenigstens eine der bewerteten Kommunikationsverbindungen zur Nutzung durch das erste Kommunikationsendgerät ausgewählt. Abhängig von der Auswahl wird das erste Kommunikationsendgerät über eine entsprechende Signalisierung veranlasst, entweder seine eigene Kommunikationsverbindung und/oder eine über das lokale Kommunikationsnetz und die Kommunikationsverbindung eines der weiteren Kommunikationsendgeräte laufende Verbindung zu nutzen.





Inventors:
Cho, Young-Jae (81925, München, DE)
Kellermann, Helmut, Dr. (85764, Oberschleißheim, DE)
Segler, Christoph (80333, München, DE)
Application Number:
DE102016211549
Publication Date:
12/28/2017
Filing Date:
06/28/2016
Assignee:
Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, 80809 (DE)
International Classes:
H04W48/18
Domestic Patent References:
DE102011015382A1N/A
Foreign References:
20130301584
20150056960
Claims:
1. Routingverfahren zum Festlegen einer Kommunikationsverbindung zwischen einem ersten Kommunikationsendgerät, insbesondere einem sich innerhalb eines Fahrzeugs befindlichen ersten Kommunikationsendgerät (6a; 6b), und einem oder mehreren Funknetzen (7; 12), wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
Vernetzen (S1, S2) des ersten Kommunikationsendgeräts (6a) mit wenigstens einem zweiten Kommunikationsendgerät (2; 6b) über ein von den Funknetzen verschiedenes lokales Kommunikationsnetz (5), wobei das erste und jedes der zweiten Kommunikationsendgeräte (2; 6a; 6b) jeweils eingerichtet sind, eine eigene drahtlose Kommunikationsverbindung (8; 10; 11) zu wenigstens einem der Funknetze (7; 12) zu unterhalten;
Bewerten (S4), gemäß einem vorbestimmten Bewertungskriterium, einer jeweiligen Dienstgüte der aktuell verfügbaren drahtlosen Kommunikationsverbindungen (8; 10; 11) einerseits zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät (6a) und wenigstens einem damit verbundenen der Funknetze (7; 12) sowie andererseits jeweils zwischen zumindest einem der zweiten Kommunikationsendgeräte (2; 6b) und wenigstens einem der jeweils damit verbundenen Funknetze (7; 12);
Auswählen (S5, S6), auf Basis der Bewertung, wenigstens einer der bewerteten Kommunikationsverbindungen (8; 10; 11) zur Nutzung durch das erste Kommunikationsendgerät (6a); und
– falls, dabei die eigene drahtlose Kommunikationsverbindung (10) des ersten Kommunikationsendgeräts (6a) ausgewählt wurde (S10A – ja), Übermitteln (S11A) einer entsprechenden ersten Signalisierung an das erste Kommunikationsendgerät (6a), um dieses zu veranlassen, seine eigene Kommunikationsverbindung (10) zu nutzen; und
– falls dabei die eigene drahtlose Kommunikationsverbindung eines der zweiten Kommunikationsendgeräte ausgewählt wurde (S10A – nein), Übermitteln (S12A) einer entsprechenden zweiten Signalisierung an das erste Kommunikationsendgerät (6a), um dieses zu veranlassen, eine über das lokale Netzwerk (5) zu dem zweiten Kommunikationsendgerät (6b) und über dessen eigene drahtlose Kommunikationsverbindung (11) laufende Verbindung zu dem entsprechenden Funknetz (12) zu nutzen.

2. Routingverfahren gemäß Anspruch 1, wobei das erste Kommunikationsendgerät oder wenigstens eines der zweiten Kommunikationsendgeräte ein Steuergerät (2) für ein Fahrzeug oder eine Komponente eines solchen ist.

3. Routingverfahren gemäß einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei das erste Kommunikationsendgerät oder wenigstens eines der zweiten Kommunikationsendgeräte ein mobiles tragbares Kommunikationsendgerät (6a, 6b) ist.

4. Routingverfahren gemäß einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei die Schritte des Bewertens (S4) der aktuell verfügbaren drahtlosen Kommunikationsverbindungen (8; 10; 11) und des Auswählens (S5, S6) einer der bewerteten Kommunikationsverbindungen zur Nutzung durch das erste Kommunikationsendgerät nach dem Aufbau einer zuvor bereits ausgewählten der Kommunikationsverbindungen wiederholt erfolgen, und wenn sich bei der Wiederholung eine auf der erneuten Bewertung erfolgte neue Auswahl einer anderen als der zuvor bereits ausgewählten und aktuell genutzten der Kommunikationsverbindung ergibt, Durchführen eines Hand-Overs von der aktuell genutzten zu der neu ausgewählten Kommunikationsverbindung.

5. Routingverfahren gemäß einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei:
das lokale Kommunikationsnetz (5) einen Zugangsknoten aufweist, der zusätzlich zur Vernetzung mit den ersten und zweiten Kommunikationsendgeräten eine Kommunikationsverbindung zu einem weiteren, von den Funknetzen verschiedenen fest installierten Kommunikationsnetz aufweist;
beim Schritt des Bewertens (S4) auch die Dienstgüte dieser weiteren Kommunikationsverbindung gemäß dem vorbestimmten Bewertungskriterium bewertet wird;
beim Schritt des Auswählens (S5, S6) einer der bewerteten Kommunikationsverbindungen diese weitere Kommunikationsverbindung zusätzlich als Auswahl zur Nutzung durch das erste Kommunikationsendgerät (6b) zu Verfügung steht; und
falls bei der Auswahl diese weitere Kommunikationsverbindung ausgewählt wurde, eine entsprechende Signalisierung an das erste Kommunikationsendgerät übermittelt wird, um dieses zu veranlassen, eine über das lokale Kommunikationsnetz (5) zu dem Zugangsknoten und von dort über diese weitere Kommunikationsverbindung laufende Verbindung anstelle der eigenen drahtlosen Kommunikationsverbindung (10) des ersten Kommunikationsendgeräts (6a) zu nutzen.

6. Routingverfahren gemäß Anspruch 5, wobei das lokale Kommunikationsnetz (5) auf einer WLAN- oder einer Bluetooth-Technologie beruht; und/oder das weitere Kommunikationsnetz ein drahtgebundenes oder optisches Breitbandnetz darstellt.

7. Routingverfahren gemäß einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei wenigstens eines der Funknetze (7; 12) ein Weitverkehrsfunknetz ist.

8. Routingverfahren gemäß einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei, wenn im Schritt des Auswählens (S5, S6) mehr als eine der bewerteten Kommunikationsverbindungen (8; 10; 11) ausgewählt wird, diese zu einer virtuellen Kommunikationsverbindung gebündelt werden, wenn:
bei der Bewertung (S4) festgestellt wurde, dass zumindest gegenwärtig, keine der aktuell verfügbaren Kommunikationsverbindungen (8; 10; 11) alleine die für die vorgesehene Nutzung durch das erste Kommunikationsendgerät (6a) erforderliche Dienstgüte aufweist; oder
gemäß einer entsprechenden Konfiguration oder Zusatzanforderung eine Bündelung mehrerer der verfügbaren Kommunikationsverbindungen auch dann erfolgen soll, wenn selbst eine der verfügbaren Kommunikationsverbindungen schon die Anforderungen für die vorgesehene Nutzung erfüllen könnte.

9. Routingverfahren gemäß einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei das Bewertungskriterium auf einem der folgenden oder einer Kombination aus wenigstens zwei der folgenden Maße basiert:
– Verfügbare Übertragungsrate;
– Empfangssignalstärke;
– Signal/Rausch-Abstand;
– Latenzzeit
– Jitter bzgl. der Latenzzeit
– Verlust- oder Fehlerrate.

10. Routingverfahren gemäß einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei wenigstens zwei der zur Auswahl stehenden und bewerteten Kommunikationsverbindungen (8; 10; 11) Verbindungen zu verschiedenen Funknetzen (7; 12) sind.

11. Routingverfahren gemäß einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei die wenigstens eine ausgewählte Kommunikationsverbindung (8; 10; 11) in Form von Routinginformationen in einer Routingtabelle gespeichert und für wenigstens eine nachfolgende Auswahl einer drahtlosen Kommunikationsverbindung auf diese gespeicherten Routinginformationen zugegriffen, wird, um darauf beruhend die Auswahl zu treffen.

12. Routingvorrichtung (2), die eingerichtet ist, das Routingverfahren gemäß einem der vorausgehenden Ansprüche auszuführen.

13. Routingvorrichtung gemäß Anspruch 12, wobei die Routingvorrichtung (2) des Weiteren eingerichtet ist, im Rahmen des Routingverfahrens zusätzlich auch als das erste oder als eines der zweiten Kommunikationsendgeräte zu fungieren.

14. Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrtzeug, aufweisend eine Routingvorrichtung (2) gemäß einem der Ansprüche 12 oder 13.

15. Computerprogramm mit Instruktionen, welche bei ihrer Ausführung auf einem oder mehreren Prozessoren einer Routingvorrichtung (2) gemäß Anspruch 12 oder 13 diese veranlassen, das Routingverfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 auszuführen.

Description:

Die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der funkbasierten Kommunikationsnetze und betrifft ein Routingverfahren zum Festlegen einer Kommunikationsverbindung zwischen einem ersten Kommunikationsendgerät, insbesondere einem sich innerhalb eines Fahrzeugs befindlichen Kommunikationsendgerät, und einem oder mehreren Funknetzen, eine Routingvorrichtung zur Durchführung des Routingverfahrens, ein Fahrzeug mit einer solchen Routingvorrichtung sowie ein Computerprogramm, mit dessen Hilfe das Routingverfahren durchgeführt werden kann.

Viele der heute bekannten Kommunikationsendgeräte, wozu insbesondere Smartphones, tragbare Computer jeder Art, elektronische Lesegeräte usw. gehören, verfügen über mehrere unterschiedliche Kommunikationsschnittstellen, die sie in die Lage versetzen, gleichzeitig mit mehreren verschiedenen Kommunikationsnetzen verbunden zu sein. Insbesondere können diese Kommunikationsnetze einerseits Weitverkehrs-Funknetze, wie etwa die bekannten Mobilfunknetze (insbesondere gemäß den 3GPP Standards in deren verschiedenen Ausgaben, d.h. "Releases" und Varianten, oder auch WiMAX gemäß dem IEEE 802.16 Standard bzw. dessen Varianten) und andererseits lokale Netze, insbesondere sogenannte drahtgebundene oder drahtlose "Local Area Networks" (LAN) oder "Personal Area Networks" (PAN) sein. Zu den prominentesten Vertretern lokaler Netzwerktechnologien gehören insbesondere WLAN gemäß dem IEEE 802.11 Standard als LAN-Technologie und Bluetooth (standardisiert durch die Bluetooth Special Interest Group) als WPAN-Technologie.

Im Rahmen des sogenannten "Tethering" ist es bekannt, eine Verbindung eines Smartphones mit einem anderen Kommunikationsendgerät, insbesondere einem Computer, PDA oder Tabletcomputer mittels einer WLAN oder WPAN-Vernetzung herzustellen, um Letzterem eine Internetverbindung über diese lokale Vernetzung und ein Mobilfunknetz zu ermöglichen, wobei das Smartphone als Mobilfunkmodem wirkt und seine Mobilfunkverbindung über das lokale Netz dem anderen Kommunikationsendgerät zur Datenübermittlung von bzw. zum Internet zur Verfügung stellt.

Zudem ist es bei modernen Kraftfahrzeugen inzwischen bekannt, diese mit einer Schnittstelle zur lokalen Vernetzung mit Kommunikationsendgeräten, insbesondere mit mobilen Telefonen, zu versehen, oder die Fahrzeuge gar selbst mit einer Mobilfunkfunktionalität auszustatten, um sie mit dem Internet zu verbinden und auch herkömmliche mobile Sprachtelefonie zu ermöglichen. Diese Schnittstelle beruht oftmals auf der Wireless LAN oder Bluetooth Technologie. Die Mobilfunkverbindung eines auf diese Weise lokal mit dem Fahrzeug vernetzten Mobiltelefons kann über das lokale Netzwerk anderen Kommunikationsendgeräten im Fahrzeug im Sinne eines Tethering zur Verfügung gestellt werden, um diesen etwa eine Internetverbindung zu ermöglichen. Das lokale Kommunikationsnetz im Fahrzeug ist dann über die Mobilfunkverbindung eines Mobilfunk-Endgeräts mit dem Internet verbunden. Aufgrund der hohen Mobilität von Fahrzeugen, kann die verfügbare Kanalqualität für die Mobilfunkverbindung jedoch insbesondere während der Fahrt, ganz besonders bei hohen Geschwindigkeiten, in urbanen Bereichen mit vielen Funkabschattungen, in Tunnels, gebirgigen Gegenden oder in Gebieten mit grundsätzlich schwacher Mobilfunkversorgung stark schwanken, bis hin zum Verlust der Verbindung.

Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Anbindung von mobilen Kommunikationsendgeräten zu Kommunikationsnetzen, insbesondere dem Internet, zu verbessern. Insbesondere ist es wünschenswert, die Verfügbarkeit und die tatsächliche Dienstgüte solcher Anbindungen zu verbessern.

Eine Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Lehre der unabhängigen Ansprüche erreicht durch ein Routingverfahren gemäß Anspruch 1 zum Festlegen einer Kommunikationsverbindung zwischen einem ersten Kommunikationsendgerät und einem oder mehreren Funknetzen, eine Routingvorrichtung gemäß Anspruch 12, ein Fahrzeug gemäß Anspruch 14 mit einer derartigen Routingvorrichtung, sowie ein Computerprogrammprodukt gemäß Anspruch 15 zur Ausführung des Routingverfahrens. Verschiedene Ausführungsformen und Weiterbildung der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Routingverfahren zum Festlegen einer Kommunikationsverbindung zwischen einem ersten Kommunikationsendgerät, insbesondere einem sich innerhalb eines Fahrzeugs befindlichen ersten Kommunikationsendgerät, und einem oder mehreren Funknetzen, insbesondere einem oder mehreren Mobilfunknetzen (bzw. speziell deren Zugangsnetzen, engl. "Radio Access Network", RAN). Dabei weist das Routingverfahren die folgenden Schritte auf: Vernetzen des ersten Kommunikationsendgeräts mit wenigstens einem zweiten Kommunikationsendgerät über ein von den Funknetzen verschiedenes lokales Kommunikationsnetz, wobei das erste und jedes der zweiten Kommunikationsendgeräte jeweils eingerichtet sind, eine eigene drahtlose Kommunikationsverbindung zu wenigstens einem der Funknetze zu unterhalten; Bewerten, gemäß einem vorbestimmten Bewertungskriterium, einer jeweiligen Dienstgüte der aktuell verfügbaren drahtlosen Kommunikationsverbindungen einerseits zwischen dem ersten Kommunikationsendgerät und wenigstens einem damit verbundenen der Funknetze sowie andererseits jeweils zwischen zumindest einem der zweiten Kommunikationsendgeräte und wenigstens einem der jeweils damit verbundenen Funknetze; und Auswählen, auf Basis der Bewertung, wenigstens einer der bewerteten Kommunikationsverbindungen zur Nutzung durch das erste Kommunikationsendgerät; und: falls, dabei die eigene drahtlose Kommunikationsverbindung des ersten Kommunikationsendgeräts ausgewählt wurde, Übermitteln einer entsprechenden ersten Signalisierung an das erste Kommunikationsendgerät, um dieses zu veranlassen, seine eigene Kommunikationsverbindung zu nutzen; und falls dabei die eigene drahtlose Kommunikationsverbindung eines der zweiten Kommunikationsendgeräte ausgewählt wurde, Übermitteln einer entsprechenden zweiten Signalisierung an das erste Kommunikationsendgerät, um dieses zu veranlassen, eine über das lokale Netzwerk zu dem zweiten Kommunikationsendgerät und über dessen eigene drahtlose Kommunikationsverbindung laufende Verbindung zu dem entsprechenden Funknetz zu nutzen. Die Nutzung dieser Kommunikationsverbindung kann insbesondere anstelle der eigenen drahtlosen Kommunikationsverbindung des ersten Kommunikationsendgeräts oder zusätzlich dazu erfolgen.

Unter "Routen" zum Festlegen einer Kommunikationsverbindung ist im Sinne der Erfindung eine Auswahl und Festlegung einer Kommunikationsverbindung innerhalb eines und/oder zwischen mehreren Kommunikationsnetzen unter Berücksichtigung wenigstens eines Kriteriums zu verstehen. Insbesondere stellt die kriteriumsbasierte Auswahl einer von mehreren verschiedenen parallel verfügbaren unmittelbaren oder mittelbaren Kommunikationsverbindungen zwischen einem Sender und einem Empfänger von Datenströmen im Sinne der Erfindung ein "Routen" im Sinne der Erfindung dar.

Unter einem "Bewertungskriterium" im Sinne der Erfindung ist dementsprechend ein technisches Kriterium zu verstehen, mittels dessen eine technisch-objektive Bewertung einer Dienstgüte einer Kommunikationsverbindung vorgenommen werden kann. Ein Bewertungskriterium kann insbesondere durch geeignete Zusammenfassung bzw. Kombination verschiedener Einzelbewertungskriterien definiert sein. Bevorzugte Varianten bzw. Komponenten derartige Bewertungskriterien werden nachfolgend im Zusammenhang mit bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung beschrieben.

Unter einer "aktuell verfügbaren drahtlosen Kommunikationsverbindung" ist eine drahtlose Kommunikationsverbindung zu verstehen, die entweder schon besteht und durch das erste Kommunikationsendgerät genutzt werden kann, oder die bei Bedarf für eine solche Nutzung neu aufgebaut werden kann und in diesem Sinne verfügbar ist.

Die "Dienstgüte" oder auch "Quality of Service" (QoS) im Sinne der Erfindung ist ein technisch-objektives Maß oder ein Satz solcher Maße, das bzw. die die Güte bzw. Leistungsfähigkeit eines Kommunikationsdienstes bzw. einer Kommunikationsverbindung aus der Sicht des Anwenders beschreibt. Insbesondere können die bei einer solchen Kommunikationsverbindung verfügbaren Übertragungsraten, Latenzzeiten, Signalstärken und/oder Fehlerraten Maße für die Dienstgüte darstellen.

Mit Hilfe des Routingverfahrens wird es möglich, dass ein Kommunikationsendgerät, das mit dem lokalen Kommunikationsnetz verbunden ist, grundsätzlich nicht nur seine möglicherweise verfügbare eigene drahtlose Kommunikationsverbindung, sondern gegebenenfalls alternativ oder zusätzlich eine andere aktuell verfügbare Kommunikationsverbindung zwischen einem weiteren mit dem lokalen Kommunikationsnetz verbundenen Kommunikationsendgerät und einem jeweils zugeordneten Funknetz zur Übertragung von Datenströmen nutzen kann. Dabei erfolgt die Auswahl und Festlegung einer solchen zu einem bestimmten Zweck bzw. für eine bestimmte Anwendung zu nutzenden Kommunikationsverbindung aus der Menge der aktuell verfügbaren Kommunikationsverbindungen auf Basis des Bewertungskriteriums im Sinne einer Optimierung bezüglich der verfügbaren Dienstgüte. Somit lassen sich vorteilhaft die verfügbaren Funkressourcen mehrerer Kommunikationsendgeräte mittels lokaler Vernetzung kombinieren bzw. für alle so vernetzten Kommunikationsendgeräte im Sinne eines Ressourcenpools zur Nutzung zur Verfügung zu stellen, insbesondere für Telefonverbindungen oder Datenverbindungen, etwa zum bzw. über das Internet. Dies kann insbesondere dann vorteilhaft sein, wenn die verschiedenen Kommunikationsendgeräte zu einem gegebenen Zeitpunkt nur Funkverbindungen verschiedener Dienstgüte zur Verfügung stellen können. Dies kann vor allem dann der Fall sein, wenn sich die räumlichen Positionen der einzelnen Kommunikationsendgeräte signifikant unterscheiden oder sie mit Funknetzen unterschiedlicher Betreiber oder Technologien in Kommunikationsverbindung stehen.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen des Routingverfahrens beschrieben, die jeweils, soweit dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird, beliebig miteinander sowie mit den im Weiteren beschriebenen anderen Aspekten der Erfindung kombiniert werden können.

Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist das erste Kommunikationsendgerät oder wenigstens eines der zweiten Kommunikationsendgeräte ein Steuergerät, bevorzugt eine sog. "Head-Unit" mit entsprechend erweitertem Funktionsumfang, für ein Fahrzeug oder eine Komponente eines solchen. Das Steuergerät kann bevorzugt zugleich einen Zugangsknoten ("Access Point") für ein lokales Kommunikationsnetz, bevorzugt auf WLAN oder Bluetooth-Basis, für ein Fahrzeug darstellen. Auf diese Weise kann ein Fahrzeug zur Durchführung und Nutzung des Verfahrens ertüchtigt werden. Dies kann insbesondere dann vorteilhaft sein, wenn eine Kommunikationsverbindung bestimmter minimaler Dienstgüte für wesentliche Funktionen des Fahrzeugs, insbesondere zum teil- oder hochautomatisierten Fahren benötigt wird, und so die Verfügbarkeit einer solchen Kommunikationsverbindung zwischen dem Fahrzeug bzw. dessen Steuergerät und einem Funknetz (und einer darüber erreichbaren Gegenstelle, etwa eines Servers im Internet) mittels des Verfahrens verbessert bzw. zumindest weitgehend sichergestellt werden kann.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das erste Kommunikationsendgerät oder wenigstens eines der zweiten Kommunikationsendgeräte ein mobiles tragbares Kommunikationsendgerät, insbesondere ein Mobiltelefon oder ein tragbarer Computer mit eigener drahtloser Kommunikationsfähigkeit zu wenigstens einem der Funknetze. Insbesondere im Zusammenspiel mit der vorausgehend beschriebenen ersten bevorzugen Ausführungsform lässt sich somit innerhalb eines Fahrzeugs ein lokales Kommunikationsnetz aufbauen, dessen Netzknoten zum einen das zugleich als Kommunikationsendgerät ausgelegte Steuergerät des Fahrzeugs sowie ein oder mehrere mobile tragbare Kommunikationsendgeräte bilden. Das Steuergerät und damit das Fahrzeug, oder alternativ jedes der anderen Kommunikationsendgeräte, kann somit eine Rolle als erstes Kommunikationsendgerät einnehmen und mithilfe des Verfahrens die für seine Zwecke optimale der aktuell verfügbaren drahtlosen Kommunikationsverbindungen zu einem der entsprechenden zugehörigen Funknetze nutzen, sei es – bewertungsabhängig – über seine eigene drahtlose Kommunikationsverbindung oder über die eines der anderen Netzwerkknoten.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform erfolgen die Schritte des Bewertens der aktuell verfügbaren drahtlosen Kommunikationsverbindungen und des Auswählens einer der bewerteten Kommunikationsverbindungen zur Nutzung durch das erste Kommunikationsendgerät nach dem Aufbau einer zuvor bereits ausgewählten der Kommunikationsverbindungen wiederholt. Wenn sich bei der Wiederholung eine auf der erneuten Bewertung erfolgte neue Auswahl einer anderen als der zuvor bereits ausgewählten und aktuell genutzten Kommunikationsverbindung ergibt, wird ein Hand Over von der aktuell genutzten zu der neu ausgewählten Kommunikationsverbindung durchgeführt, d.h. die laufende Kommunikation wird von der aktuell genutzten auf die neu ausgewählte Kommunikationsverbindung ohne Unterbrechung der Verbindung verlagert. Die Wiederholung kann insbesondere regelmäßig, gemäß einer vorbestimmten Regel wie etwa dem Ablauf einer festen Zeitspanne oder dem Verbrauch eines bestimmten Datenvolumens usw., oder durch eine entsprechende explizite Anforderung, etwa durch das erste Kommunikationsendgerät oder einen anderen Netzwerkknoten des lokalen Kommunikationsnetzes getriggert erfolgen. Mithilfe der Wiederholungen ist es möglich, die Dienstgüte auch von bereits bestehenden und genutzten Kommunikationsverbindungen dynamisch, insbesondere regelmäßig, zu bewerten und gegebenenfalls einen Hand-Over auf eine für den Zweck der Kommunikationsverbindung besser geeignete alternative aktuell verfügbare Kommunikationsverbindung vorzunehmen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das lokale Kommunikationsnetz einen Zugangsknoten auf, bevorzugt einen Drahtlos-Zugangspunkt (Wireless Access Point), der zusätzlich zur Vernetzung mit den ersten und zweiten Kommunikationsendgeräten eine Kommunikationsverbindung zu einem weiteren, von den Funknetzen verschiedenen fest installierten Kommunikationsnetz aufweist. Dieses Kommunikationsnetz kann insbesondere ein Weitverkehrsnetz sein und/oder auf einer drahtgebunden oder optischen Breitbandtechnologie, etwa auf DSL- oder Glasfaserkommunikationstechnik beruhen. Der Zugangsknoten kann bevorzugt ein Wireless-Access Point mit einem Breitbandanschluss als weiterer Kommunikationsverbindung sein. Beim Schritt des Bewertens wird auch die Dienstgüte dieser weiteren Kommunikationsverbindung gemäß dem vorbestimmten Bewertungskriterium bewertet. Beim Schritt des Auswählens einer der bewerteten Kommunikationsverbindungen steht zusätzlich diese weitere Kommunikationsverbindung als Auswahl zur Nutzung durch das erste Kommunikationsendgerät zu Verfügung. Falls bei der Auswahl diese weitere Kommunikationsverbindung ausgewählt wurde, wird eine entsprechende Signalisierung an das erste Kommunikationsendgerät übermittelt, um dieses zu veranlassen, eine über das lokale Netzwerk zu dem Zugangsknoten und von dort über diese weitere Kommunikationsverbindung laufende Verbindung anstelle der eigenen drahtlosen Kommunikationsverbindung des ersten Kommunikationsendgeräts zu nutzen. Gemäß einer bevorzugten Variante beruht das lokale Kommunikationsnetz auf einer WLAN oder einer Bluetooth-Technologie.

Unter einem "Zugangspunkt" bzw. "Zugangsknoten" im Sinne der Erfindung ist ein elektronisches Gerät zu verstehen, das als Schnittstelle eines lokalen Kommunikationsnetzes für Kommunikationsgeräte fungiert, hier also für die Kommunikationsendgeräte, die eine Verbindung zum Zugangsknoten herstellen. Für gewöhnlich verbinden insbesondere Wireless Access Points Notebooks und andere mobile Kommunikationsendgeräte über ein Wireless Local Area Network (WLAN, Funknetz) mit einem Local Area Network (LAN) oder einem anderen kabelgebundenen Datennetz. Vorzugsweise kann ein Wireless Access Point zudem im sogenannten Ad-hoc-Modus als zentrale Schnittstelle zwischen mehreren Kommunikationsendgeräten verwendet werden, um diese drahtlos miteinander zu verbinden.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens eines der Funknetze ein Weitverkehrsfunknetz, bevorzugt gemäß einem der bekannten eingangs genannten Mobilfunkstandards oder WiMAX. Dies ist insbesondere gerade dann vorteilhaft, wenn sich das lokale Kommunikationsnetz in einem Fahrzeug befindet, das über das Funknetz über größere Entfernungen hinweg, insbesondere mit dem Internet oder einer einer anderen entfernten Gegenstelle, verbunden werden soll.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden, wenn im Schritt des Auswählens mehr als eine der bewerteten Kommunikationsverbindungen ausgewählt wird, diese ausgewählten Kommunikationsverbindungen zu einer virtuellen Kommunikationsverbindung gebündelt, wenn (i) bei der Bewertung festgestellt wurde, dass zumindest gegenwärtig, keine der aktuell verfügbaren Kommunikationsverbindungen alleine die für die vorgesehene Nutzung durch das erste Kommunikationsendgerät erforderliche Dienstgüte aufweist oder wenn (ii) gemäß einer entsprechenden Konfiguration oder Zusatzanforderung eine Bündelung mehrerer der verfügbaren Kommunikationsverbindungen auch dann erfolgen soll, wenn selbst eine der verfügbaren Kommunikationsverbindungen schon die Anforderungen für die vorgesehene Nutzung erfüllen könnte. Unter einer "virtuellen Kommunikationsverbindung" ist dabei im Sinne der Erfindung eine Bündelung mehrerer an sich physikalisch separater Kommunikationsverbindungen auf solche Weise zu verstehen, dass das Bündel logisch eine einzige Kommunikationsverbindung darstellt und als solche von den Teilnehmern der darüber laufenden Kommunikation, also insbesondere vom ersten Kommunikationsendgerät angesprochen und verwendet werden kann. Diese Ausführungsform ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn sichergestellt werden muss, dass die bestmögliche Dienstgüte oder eine definierte Mindestdienstgüte zur Verfügung steht. Bei Fahrzeugen kann dies insbesondere für sicherheitsrelevante Anwendungen im Bereich des teil- oder hochautomatisierten Fahrens oder gar des autonomen Fahrens oder bei Anwendungen mit sehr hohen Dienstgüteanforderungen, wie etwa bei videobasierten Anwendungen der Fall sein. Die Variante (ii) kann insbesondere zur Erhöhung bzw. Optimierung der Übertragungsgeschwindigkeit über ein erforderliches Mindestmaß hinaus eingesetzt werden. In einer möglichen Ausführung dieser Variante werden grundsätzlich alle aktuell verfügbaren Kommunikationsverbindungen für die vorgesehene Nutzung gebündelt, um eine maximale Bandbreite und Robustheit für die virtuelle Kommunikationsverbindung zu erreichen. In anderen Ausführungen dieser Variante wird die Entscheidung darüber, welche der aktuell verfügbaren Kommunikationsverbindungen gebündelt werden, anhand zusätzlicher vorbestimmter Kriterien getroffen. Solche Kriterien könnten insbesondere auf Basis der Anzahl oder Bandbreiten der nach der Bündelung noch für andere Nutzungen verbleibenden aktuell Verfügbaren Kommunikationsverbindungen definiert sein. So kann sichergestellt werden, dass die Möglichkeit zur gleichzeitigen Nutzung verschiedener Anwendungen bzw. Dienste, welche separate Kommunikationsverbindungen benötigen, erhalten bleibt und eine möglichst optimale Balance zwischen der maximale Dienstgüte der einfachen oder virtuellen Kommunikationsverbindungen einerseits und der Verfügbarkeit weiterer Kommunikationsverbindungen andererseits erreicht wird.

Gemäß weiterer bevorzugter Ausführungsformen basiert das Bewertungskriterium auf einem der folgenden oder einer Kombination aus wenigstens zwei der folgenden Maße: Verfügbare (z.B. minimale, durchschnittliche oder maximale) Übertragungsrate; Empfangssignalstärke; Signal/Rausch-Abstand; Latenzzeit, Jitter bzgl. der Latenzzeit, Verlust- oder Fehlerrate, insbesondere Paketverlustrate, bei der Übertragung. Bevorzugt wird das Bewertungskriterium, insbesondere aus den vorgenannten Maßen, anwendungsspezifisch ausgewählt oder kombiniert. Diese Maße können bevorzugt auch als Maße für die Dienstgüte selbst verwendet werden.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind wenigstens zwei der zur Auswahl stehenden und bewerteten Kommunikationsverbindungen Verbindungen zu verschiedenen Funknetzen. Auf diese Weise ist es nicht nur möglich, eine aufgrund der unterschiedlichen Positionen der Kommunikationsendgeräte bedingte räumliche Dimension, sondern auch die am gegebenen Ort unterschiedliche Verfügbarkeit verschiedener Funknetze, etwa verschiedener Netzbetreiber, zu nutzen, um die verfügbare Dienstgüte zu erhöhen. Dies kann etwa vorteilhaft genutzt werden, um ein Fahrzeug, das mittels eines eigenen Steuergeräts eine Kommunikationsverbindung zu einem Mobilfunknetz eines ersten Betreibers unterhalten kann, über eine Mobilfunkverbindung eines innerhalb des Fahrzeugs befindlichen Mobiltelefons, das mit dem Steuergerät lokal vernetzt ist und das mit dem Mobilfunknetz eines zweiten Betreibers verbunden ist, zu nutzen, um eine Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und diesem Mobilfunknetz des zweiten Betreibers herzustellen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird die wenigstens eine ausgewählte Kommunikationsverbindung, bevorzugt auch deren Bewertung, in Form von Routinginformationen in einer Routingtabelle gespeichert, und für wenigstens eine nachfolgende Auswahl einer drahtlosen Kommunikationsverbindung auf diese gespeicherten Routinginformationen zugegriffen, um darauf beruhend die Auswahl zu treffen. Die Routinginformationen können insbesondere auch Anwendungs- bzw. dienstabhängig bestimmt werden. Somit wird ermöglicht, zum einen zeitlich konstante oder sich nur wenig oder selten ändernde Auswahlen bzw. Bewertungen wiederholt zu verwenden. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn die verschiedenen zur Verfügung stehenden Kommunikationsverbindungen grundsätzlich über verschiedene Dienstgüten verfügen, beispielsweise wenn die entsprechenden Kommunikationsendgeräte grundsätzlich bezüglich der mit ihnen erreichbaren Bandbreiten unterschiedlichen Beschränkungen unterliegen. Zum anderen kann eine solche Routingtabelle vorteilhaft verwendet werden, um Verzögerungen beim Aufbau einer Kommunikationsverbindung, die sich im Zusammenhang mit einer zunächst durchzuführenden Bewertung verschiedener Kommunikationsverbindungen ergeben könnten, zu vermeiden. So kann etwa zunächst auf Basis der Routingtabelle eine initiale Auswahl und Nutzung einer Kommunikationsverbindung erfolgen, und dann auf Basis einer nachfolgenden Bewertung ein Hand-Over stattfinden, falls auf Basis dieser Bewertung eine günstigere Kommunikationsverbindung ausgewählt wird.

Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft eine Routingvorrichtung, die eingerichtet ist, das Routingverfahren gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung, insbesondere gemäß einer oder mehrere seiner vorgenannten Ausführungsformen, auszuführen. Bevorzugt ist die Routingvorrichtung des Weiteren eingerichtet, im Rahmen des Routingverfahrens zusätzlich auch als das erste oder als eines der zweiten Kommunikationsendgeräte zu fungieren. Bevorzugt weist die Routingeinrichtung wenigstens einen Speicher zum Speichern eines Computerprogramms und ggf. von Daten zur Implementierung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung auf. Auf diese Weise kann ein Kommunikationsendgerät mittels Aufspielen des Computerprogramms auch nachträglich als erstes bzw. zweites Kommunikationsendgerät im Sinne der Erfindung eingerichtet werden.

Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft ein Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug, mit einer solchen Routingvorrichtung. Die Routingvorrichtung kann insbesondere ein Steuergerät des Fahrzeugs oder eine Komponente eines solchen Steuergeräts sein. Auf diese Weise wird ein Fahrzeug ertüchtigt, das erfindungsgemäße Verfahren zu nutzen.

Ein vierter Aspekt der Erfindung betrifft schließlich ein Computerprogramm mit Instruktionen, welche bei ihrer Ausführung auf einem oder mehreren Prozessoren einer Routingvorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung diese veranlassen, das Routingverfahren gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung auszuführen. Das Computerprogrammprodukt kann insbesondere in Form eines Datenträgers vorliegen, auf dem ein oder mehrere Programme zur Ausführung des Verfahrens gespeichert sind. Bevorzugt ist dies ein Datenträger, wie etwa eine CD, eine DVD oder ein Flashspeichermodul. Dies kann insbesondere vorteilhaft sein, wenn das Computerprogrammprodukt als solches handelbar oder durch den Benutzer oder einen Wartungsdienst der Routingvorrichtung selbst zu ihrer Programmierung verwendet werden soll. Alternativ oder zusätzlich kann das Computerprogrammprodukt auch als eine Datei auf einer Datenverarbeitungseinheit, insbesondere auf einem Server vorliegen, und über eine Datenverbindung in die Routingvorrichtung ladbar sein (z.B. per Download über das Internet oder eine dedizierte Datenverbindung).

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Computerprogram zudem konfiguriert, bei seiner Ausführung auf einem ersten Kommunikationsendgerät, dieses zu veranlassen, zur vorgesehenen Nutzung durch eine auf dem Kommunikationsendgerät ablaufenden Anwendung oder einen Dienst eine Anforderung für eine Kommunikationsverbindung dafür an eine Routingvorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung zu übermitteln, von dieser Routingvorrichtung eine darauffolgende Signalisierung zu erhalten, und abhängig von dieser Signalisierung für die Anwendung bzw. den Dienst entweder die eigene drahtlose Kommunikationsverbindung zu einem Funknetz zu nutzen oder eine über das lokale Netzwerk zu einem oder mehreren zweiten Kommunikationsendgeräten und über deren jeweils eigene drahtlose Kommunikationsverbindungen laufende, gegebenenfalls virtuelle, Kommunikationsverbindung zu nutzen. Auf diese Weise ermöglicht es das Computerprogramm einer Routingvorrichtung zugleich auch als ein erstes Kommunikationsendgerät zu agieren. Es ist auch denkbar, die Funktionalität dieser Ausführungsform als separates Computerprogramm auszuführen, das somit nur die auf den Kommunikationsendgeräten erforderliche Funktionalität zur Funktion des Verfahrens bereitstellt, während die Routingfunktionalität gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung in einem allein auf der bzw. jeder Routingvorrichtung im lokalen Kommunikationsnetz vorgesehen wird bzw. zum Einsatz kommt.

Das vorausgehend jeweils für den ersten Aspekt der Erfindung Gesagte trifft somit gleichermaßen auf die zweiten bis vierten Aspekte der Erfindung zu.

Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung im Zusammenhang mit den Figuren.

Dabei zeigen:

1 schematisch ein Fahrzeug mit einer Routingvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung; und

die 2 bis 4 verschiedene zusammenhängende Äste eines Flussdiagramms zur Veranschaulichung einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.

In den nachfolgenden Figuren, werden durchgängig dieselben Bezugszeichen für dieselben oder einander entsprechende Elemente der Erfindung verwendet.

Zunächst wird auf 1 Bezug genommen, in der ein Fahrzeug 1 in Form eines Kraftfahrzeugs gezeigt ist, das mit einem Steuergerät 2 ausgestattet ist, welches eingerichtet ist, ein lokales Kommunikationsnetz 5, insbesondere auf Basis der WLAN-Technologie und/oder der Bluetooth Technologie im Fahrzeug bereitzustellen, und dafür als Access Point bzw. Netzwerkknoten zu dienen. Das Steuergerät 2 ist bevorzugt als sogenannte "Head-Unit", also ein zentrales Kommunikations- und "Infotainment"-Gerät für das Fahrzeug ausgebildet und über eine Antennenleitung 3 mit einer Mobilfunkantennenvorrichtung 4 des Fahrzeugs verbunden. Die Mobilfunkantennenvorrichtung 4 ist bevorzugt, wie hier auch gezeigt, in Form einer sogenannten Dachfinne ausgebildet. Dementsprechend ist das Steuergerät 2 zugleich als Mobilfunk-Kommunikationsendgerät konfiguriert, sodass es über die Mobilfunkantennenvorrichtung 4 eine drahtlose Kommunikationsverbindung 8 zu einem ersten Mobilfunknetz 7 eines ersten Netzbetreibers aufbauen und unterhalten kann. Das Mobilfunknetz 7 kann, wie regelmäßig der Fall, insbesondere wiederum mit dem Internet 9 verbunden sein, sodass das Fahrzeug 1 mit Hilfe des Steuergeräts 2 über eine drahtlose Kommunikationsverbindung zum Mobilfunknetz 7 und über dieses auch zum Internet 9 verfügt. Weitere Steuergeräte (nicht gezeigt) des Fahrzeugs 1 können, etwa über einen Feldbus des Fahrzeugs, mit dem Steuergerät 2 verbunden sein, und somit ebenfalls diese Kommunikationsverbindung anfordern und nutzen.

Weitere Kommunikationsendgeräte 6a bzw. 6b, die insbesondere jeweils tragbare Mobilfunkgeräte, wie etwa Mobiltelefone, Smartphones, Tablet-Computer oder elektronische Lesegeräte oder Spielkonsolen mit eigener Mobilfunkfähigkeit sein können, können sich zumindest temporär, etwa für die Dauer einer Fahrt, im Fahrzeug 1 und somit dem Abdeckungsbereich des vom Steuergerät 2 zu Verfügung gestellten lokalen Kommunikationsnetzes 5 befinden. Sie können dementsprechend bei entsprechender Ausstattung mit dem Kommunikationsnetz 5 über eine entsprechende lokale Netzwerktechnologie, im vorliegenden Beispiel auf WLAN- und/oder Bluetooth-Basis, vernetzt sein bzw. werden und darüber mit dem Steuergerät 2 sowie untereinander Daten austauschen. In dem in 1 illustrierten Fall ist jedes der beiden Kommunikationsendgeräte 6a bzw. 6b über das lokale Kommunikationsnetz 5 mit dem Steuergerät 2 und dem jeweils anderen Kommunikationsendgerät 6b bzw. 6a vernetzt. Zudem weisen das Kommunikationsendgerät 6a eine eigene Mobilfunkverbindung 10 zum Mobilfunknetz 7 und das Kommunikationsendgerät 6b eine eigene Mobilfunkverbindung 11 zu einem vom ersten Mobilfunknetz 7 verschiedenen Mobilfunknetz 12, etwa eines zweiten Netzbetreibers, auf.

Insgesamt stehen dem Fahrzeug 1 somit in der in 1 illustrierten Situation grundsätzlich drei verschiedene Mobilfunkkommunikationsverbindungen 8, 10 und 11 zur Verfügung, die im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens, insbesondere gemäß dessen nachfolgend unter Bezugnahme auf die 2 bis 4 beschriebenen bevorzugten Ausführungsform, für verschiedene Anwendungen bzw. Dienste genutzt werden können. Das Verfahren kann dabei wahlweise von einem der über das lokale Kommunikationsnetz 5 vernetzten Kommunikationsendgeräte, im Falle des in 1 gezeigten Fahrzeugs also von dem Steuergerät 2, oder einem der beiden Kommunikationsendgeräte 6a bzw. 6b ausgeführt werden. Dazu können diese Geräte jeweils über einen oder mehrere Prozessoren und eine Speichervorrichtung verfügen, und in der Speichervorrichtung kann ein Computerprogramm abgelegt sein, dass konfiguriert ist, auf dem bzw. den Prozessoren ausgeführt zu werden und dabei das Kommunikationsendgerät zur Durchführung des Routingverfahrens zu veranlassen. Das entsprechende Kommunikationsendgerät stellt dann zugleich eine Routingvorrichtung im Sinne der Erfindung dar.

Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Routingverfahren gemäß einer bevorzugen Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf das in den 2 bis 4 dargestellte Flussdiagramm und im Hinblick auf die in 1 abgebildete Situation erläutert. Dabei wird, ohne dass dies als Einschränkung aufzufassen ist, beispielhaft das Steuergerät 2 des Fahrzeugs 1 zugleich als Routingvorrichtung eingesetzt.

Zu Beginn des Verfahrens stellt das Steuergerät bzw. die Routingvorrichtung 2 – wie in 2 dargestellt – in einem Schritt S1 ein lokales Kommunikationsnetz 5 in Form eines WLAN-Netzes innerhalb des Fahrzeugs 1 bereit, und in einem Schritt S2 werden die beiden Kommunikationsendgeräte 6a und 6b mit dem Steuergerät über das lokale Kommunikationsnetz 5 verbunden, sodass diese drei Geräte jeweils einen Netzwerknoten des lokalen Kommunikationsnetzes 5 bilden.

Wenn nun eine Anwendung oder ein Dienst, der auf einem der drei Geräte 2, 6a und 6b abläuft, eine Mobilfunkverbindung benötigt, etwa um darüber Daten an eine Gegenstelle im Internet 9 zu senden oder von dort empfangen, und eine entsprechende Anforderung an die Routingvorrichtung 2 übermittelt, wird diese Anforderung dort in einem Schritt S3 empfangen und erkannt. Sodann wird in einem weiteren Schritt S4 für jede der in Form der Mobilfunkverbindungen 8, 10 und 11 verfügbaren drahtlosen Kommunikationsverbindungen anhand eines vorbestimmten QoS-Bewertungskriteriums, dass insbesondere durch die für diese Verbindungen jeweils verfügbaren Bitraten bzw. Bandbreiten und/oder Signalstärken für eine Datenübertragung bestimmt sein kann, die jeweilige aktuell verfügbare Dienstgüte bestimmt. Dazu kann optional auf bereits zuvor bestimmte Routinginformationen, welche insbesondere Zuordnungen von Anwendungen bzw. Diensten zu bestimmten der Kommunikationsverbindungen angeben und die im Speicher der Routingvorrichtung in Form einer Routingtabelle abgelegt sein können, zurückgegriffen werden. Letzteres ist insbesondere vorteilhaft, wenn es sich bei den Anforderungen um zeitlich konstante oder sich nur selten ändernde Eigenschaften der gewünschten Kommunikationsverbindung wie etwa um maximale Datenraten oder minimale Latenzzeiten der entsprechenden Kommunikationsverbindungen 8, 10 und 11 handelt.

In einem weiteren Schritt S5 wird nun geprüft, ob unter den existierenden Kommunikationsverbindungen 8, 10 und 11 wenigstens eine über eine ausreichende Dienstgüte, gemäß der Bewertung, zur Erfüllung der Anforderungen der genannten Anwendung beziehungsweise des genannten Dienstes qualifiziert ist. Ist dies der Fall, und liegt auch nicht eine explizite oder implizite Konfiguration der Routingvorrichtung oder eine entsprechende Zusatzanforderung des anfordernden Kommunikationsendgeräts für eine Bündelung mehrerer Kommunikationsverbindungen vor, so wird in einem weiteren Schritt S6 eine gemäß einem Vergleich der Bewertungsergebnisse und der Anforderungen geeignetste dieser qualifizierten Kommunikationsverbindungen zur Nutzung durch die Anwendung bzw. den Dienst ausgewählt und sodann am zu dem in 3 gezeigten Ast "A" des Verfahrensablaufs verzweigt. Dies soll am folgenden Beispiel kurz illustriert werden: Wenn die Anwendung bzw. der Dienst etwa eine bestimmte feste Bandbreite (bzw. äquivalent: Datenrate) anfordert, so kann etwa diejenige der Kommunikationsverbindungen als die geeignetste ausgewählt werden, die einerseits diese angeforderte Bandbreite liefern kann und somit qualifiziert ist, andererseits aber diejenige der qualifizierten Kommunikationsverbindungen ist, die zugleich die niedrigste Bandbreite unter den qualifizierten Kommunikationsverbindungen aufweist. So können die anderen qualifizierten Kommunikationsverbindungen mit höherer Bandbreite für weitere Anforderungen mit höherem Bandbreitenbedarf weiterhin verfügbar bleiben und eine "Verschwendung" von verfügbarer Bandbreite wird minimiert.

Ergibt jedoch die Prüfung im Schritt S5, dass keine einzelne der Kommunikationsverbindungen 8, 10 und 11 für die Anforderungen der Anwendung bzw. des Dienstes qualifiziert ist oder liegt, wie schon vorausgehend beschrieben, eine Konfiguration oder Zusatzanforderung für eine Bündelung mehrerer Kommunikationsverbindungen vor, dann erfolgt in einem weiteren Schritt S7 eine Prüfung daraufhin, ob sich durch Zusammenfassung mehrerer Kommunikationsverbindungen eine virtuelle Kommunikationsverbindung in Form eines Bündels von mehreren der Kommunikationsverbindung bilden lässt, deren (auf das Bündel bezogene) Dienstgüte diesen Anforderungen genügen würde. Ist auch dies nicht der Fall, so endet das Verfahren im Schritt S8, wobei optional eine Fehlermeldung an einer Schnittstelle der Routingvorrichtung 2 ausgegeben werden kann. Andernfalls, d.h. wenn ein solches Bündel existiert, wird in Analogie zur Auswahl einer Verbindung im Schritt S6 in einem weiteren Schritt S9 das geeignetste der qualifizierten Bündel, d.h. die geeignetste virtuelle Kommunikationsverbindung, zur Nutzung durch die Anwendung bzw. den Dienst ausgewählt. Diese Auswahl eines qualifizierten Bündels kann also bei Vorliegen der entsprechenden Konfiguration der Routingvorrichtung oder einer Zusatzanforderung des anfordernden Kommunikationsendgeräts, selbst dann erfolgen, wenn eine der verfügbaren Kommunikationsverbindungen schon die Anforderungen für die vorgesehene Nutzung erfüllen könnte. Sodann wird zu dem in 4 gezeigten Ast „B“ des Verfahrensablaufs verzweigt.

Wenn der Verfahrensast “A“ erreicht wird, so wird – wie in 3 dargestellt – in einem weiteren Schritt S10A geprüft, ob die im vorausgegangenen Schritt S6 ausgewählte drahtlose Kombinationsverbindung eine eigene Kommunikationsverbindung des anfordernden Netzknotens ist. Wenn also beispielsweise die Anwendung bzw. der Dienst, von dem die Anforderung ausging, auf dem Kommunikationsendgerät 6a abläuft, so wird im Schritt S10A geprüft, ob die im Schritt S6 ausgewählte Kommunikationsverbindung die Kommunikationsverbindung 10 ist, oder nicht.

Ergibt diese Prüfung, dass es sich bei der ausgewählten Kommunikationsverbindung um die entsprechende eigene Kommunikationsverbindung des anfordernden Kommunikationsendgeräts (im vorliegenden Beispiel um die Kommunikationsverbindung 10 des Kommunikationsendgerät 6a) handelt, so wird von der Routingvorrichtung 2 zum weiteren Schritt S11A verzweigt und eine Signalisierung an dieses Kommunikationsendgerät 6a gesendet, um es zu veranlassen, diese eigene drahtlose Kommunikationsverbindung für die anfordernde Anwendung bzw. den anfordernden Dienst zu nutzen.

Falls jedoch im Schritt 10A erkannt wird, dass die ausgewählte Kommunikationsverbindung nicht die eigene Kommunikationsverbindung 10 des anfordernden Kommunikationsendgeräts 6a ist, wird stattdessen zum Schritt S12A verzweigt. Dort wird von der Routingvorrichtung eine Signalisierung an dieses Kommunikationsendgerät 6a gesendet, um dieses zu veranlassen, eine Verbindung über das lokale Kommunikationsnetz 5 sowie die ausgewählte drahtlose Kommunikationsverbindung, dies sei beispielsweise die Verbindung 8, für die Anwendung/den Dienst zu nutzen. Sollte dabei für diese Anwendung/diesen Dienst aktuell bereits eine andere Kommunikationsverbindung genutzt werden, z.B. die Verbindung 11, so wird mittels der Signalisierung aus Schritt S12A ein Übergang im Sinne eines Hand-Overs von dieser bislang genutzten Kombinationsverbindung 11 auf die ausgewählte Kommunikationsverbindung 8 zur weiteren Nutzung durch die Anwendung/den Dienst angefordert.

In einem weiteren, optionalen, Schritt S13 können sodann die ausgewählte Verbindung und deren Bewertung in einer Routingtabelle der Routingvorrichtung gespeichert werden. Nach Ablauf eines, beispielhaft durch die Schritte S14 und S15 implementierten Timers mit einer definierten Ablaufzeit t0 wird dann zum Schritt S4 für einen erneuten Durchlauf des Verfahrens zurückverzweigt, um eine dynamische fortlaufende Auswahl der geeignetsten verfügbaren Kommunikationsverbindung für die Anwendung/den Dienst, d.h. ein optimales Routing, auch während deren bzw. dessen Nutzung zu ermöglichen. Alternativ (und nicht in 3 dargestellt) kann das Verfahren jedoch nach dem Schritt S12A oder dem optionalen Schritt S13 beendet werden.

Wenn der Verfahrensast “B“ erreicht wird, so wird – wie in 4 dargestellt – in einem weiteren Schritt S10B – in Analogie zum Schritt S12A – eine Signalisierung an das anfordernde Kommunikationsendgerät 6a gesendet, um dieses zu veranlassen das ausgewählte Bündel von Kommunikationsverbindungen als virtuelle Kommunikationsverbindung zu konfigurieren und für die Anwendung/den Dienst zu nutzen. Sollte dabei für diese Anwendung/diesen Dienst aktuell bereits eine andere Kommunikationsverbindung oder ein anderes Bündel genutzt werden, so wird mittels der Signalisierung aus Schritt S10B ein Übergang im Sinne eines Hand-Overs von dieser bislang genutzten Kombinationsverbindung bzw. dem bislang genutzten Bündel auf das nun ausgewählte Bündel zur weiteren Nutzung durch die Anwendung/den Dienst angefordert. Alternativ, zu der hier beschriebenen Variante kann die Konfiguration des ausgewählten Bündels auch durch die Routingvorrichtung selbst vorgenommen werden.

In einem weiteren, optionalen, Schritt S13 können sodann das ausgewählte Bündel und dessen Bewertung in der Routingtabelle der Routingvorrichtung gespeichert werden. Die weiteren Schritte S14 und S15 entsprechen denselben Schritten aus 3. Danach kann wiederum, wie oben beschrieben, zum Schritt S4 verzweigt oder das Verfahren beendet werden.

Während vorausgehend wenigstens eine beispielhafte Ausführungsform beschrieben wurde, ist zu bemerken, dass eine große Anzahl von Variationen dazu existiert. Es ist dabei auch zu beachten, dass die beschriebenen beispielhaften Ausführungsformen nur nichtlimitierende Beispiele darstellen, und es nicht beabsichtigt ist, dadurch den Umfang, die Anwendbarkeit oder die Konfiguration der hier beschriebenen Vorrichtungen und Verfahren zu beschränken. Vielmehr wird die vorausgehende Beschreibung dem Fachmann eine Anleitung zu Implementierung mindestens einer beispielhaften Ausführungsform liefern, wobei sich versteht, dass verschiedene Änderungen in der Funktionsweise und der Anordnung der in einer beispielhaften Ausführungsform beschriebenen Elemente vorgenommen werden können, ohne dass dabei von dem in den angehängten Ansprüchen jeweils festgelegten Gegenstand sowie seinen rechtlichen Äquivalenten abgewichen wird.

Bezugszeichenliste

1
Fahrzeug
2
Steuergerät bzw. Routingvorrichtung
3
Antennenleitung
4
Antennenvorrichtung, insbesondere Dachfinne
5
lokales Kommunikationsnetz, insbesondere auf WLAN-Basis
6a, 6b
mobile Kommunikationsendgeräte, insbesondere Smartphones
7
erstes Mobilfunknetz
8
drahtlose Kommunikationsverbindung des Fahrzeugs
9
Internet
10, 11
drahtlose Kommunikationsverbindungen der mobilen Kommunikationsendgeräte
12
zweites Mobilfunknetz

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • IEEE 802.16 [0002]
  • IEEE 802.11 [0002]