Title:
Verfahren und eine Anordnung zum Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale
Kind Code:
A1


Abstract:

Verfahren und Anordnung zum Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale durch ein entsprechend eingerichtetes mobiles Kommunikationsendgerät, wobei auf dem mobilen Kommunikationsendgerät ein Softwareprogramm zum Auslösen der Gefahrenmeldung installiert wird; wobei beim Auslösen der Gefahrenmeldung durch einen Bediener ein Positionsbestimmungssystem die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes bestimmt; und wobei beim Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes mit übertragen wird.




Inventors:
Frey, Christian (Unterägeri, CH)
Kühne, Roland (Zürich, CH)
Pfaff, Manuel (Walchwil, CH)
Zechlin, Oliver (Zug, CH)
Application Number:
DE102016211398
Publication Date:
12/28/2017
Filing Date:
06/24/2016
Assignee:
Siemens Schweiz AG (Zürich, CH)
International Classes:



Foreign References:
20090138353
20110130636
20120329420
20130196614
20150271655
EP3010213
Attorney, Agent or Firm:
Maier, Daniel Oliver, Dipl.-Ing. Univ., 81739, München, DE
Claims:
1. Verfahren zum Senden einer von einem Bediener ausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale (MZ) durch ein entsprechend eingerichtetes mobiles Kommunikationsendgerät (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘),
wobei auf dem mobilen Kommunikationsendgerät (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) ein Softwareprogramm zum Auslösen der Gefahrenmeldung installiert wird;
wobei beim Auslösen der Gefahrenmeldung durch einen Bediener ein Positionsbestimmungssystem (IPS, GPS) die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) bestimmt; und
wobei beim Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) mit übertragen wird.

2. Verfahren zum Senden einer von einem Bediener ausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale (MZ) durch ein entsprechend eingerichtetes mobiles Kommunikationsendgerät (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘),
wobei auf dem mobilen Kommunikationsendgerät (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) ein Softwareprogramm zum Auslösen der Gefahrenmeldung installiert ist;
wobei die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) im Kommunikationsendgerät erfasst ist; und
wobei beim Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) mit übertragen wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei, basierend auf der Position des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘), die Gefahrenmeldung an die zuständige Meldezentrale (MZ) gesendet wird.

4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Installieren des Softwareprogrammes zum Auslösen der Gefahrenmeldung durch einen Download auf das mobile Kommunikationsendgerät (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) erfolgt.

5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Installieren des Softwareprogrammes zum Auslösen der Gefahrenmeldung beim Betreten eines Gebäudes (GB) oder eines Geländes erfolgt, durch im Gebäude bzw. im Gelände befindliche Kommunikationsmittel (QR, SV) zur Übertragung des Softwareprogrammes auf das mobile Kommunikationsendgerät (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘).

6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das mobile Kommunikationsendgerät (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) eines Bedieners beim Betreten des Gebäudes (GB) oder des Geländes durch ein Positionsbestimmungssystem (IPS, GPS) erkannt wird, und wobei, vom Positionsbestimmungssystem (IPS, GPS) ausgelöst, eine Benachrichtigung bezüglich eines Softwareprogrammes zum Auslösen der Gefahrenmeldung auf das mobile Kommunikationsendgerät (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) erfolgt.

7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale (MZ) nur nach Vorliegen einer Bedienerautorisierung erfolgt.

8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine von dem mobilen Kommunikationsendgerät (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) gesendete Gefahrenmeldung einen oder mehrere Messwerte von auf dem mobilen Kommunikationsendgerät (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) befindlicher Sensorik (PM, MF, K1, K2) umfasst.

9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Meldezentrale empfangene Gefahrenmeldung sammelt und Hilfsmassnahmen nur dann ausgelöst werden, wenn aus dem Gebäude (GB) bzw. dem Gelände eine bestimmte Anzahl von Gefahrenmeldungen empfangen wird.

10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Meldezentrale nach empfangenen einer Gefahrenmeldung eine Verifikationsanforderung an weitere Kommunikationsendgeräte (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) sendet und Hilfsmassnahmen nur dann ausgelöst werden, wenn aus dem Gebäude (GB) bzw. dem Gelände eine bestimmte Anzahl von Verifikationsmeldungen empfangen wird.

11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Meldezentrale empfangene Alarmmeldungen priorisiert, wenn diese von einer vordefinierten Personenkategorie stammen.

12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Warnmeldung an andere auf dem mobilen Kommunikationsendgerät installierte Programme weitergeleitet wird.

13. Anordnung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 12.

14. Anordnung zum Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale (MZ), die Anordnung umfassend:
ein mobiles Kommunikationsendgerät (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘), eingerichtet zum Auslösen und Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale (MZ);
ein Positionsbestimmungssystem (IPS, GPS) zur Bestimmung der Position des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) beim Auslösen der Gefahrenmeldung durch einen Bediener;
eine Meldezentrale (MZ) zum Empfangen der Alarmmeldung und zum Einleiten von Hilfsmassnahmen, wobei beim Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale (MZ) die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) übertragen wird.

15. Mobiles Kommunikationsendgerät (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale (MZ), weiter eingerichtet zur Positionsermittlung des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) beim Auslösen der Gefahrenmeldung, wobei beim Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale (MZ) die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) übertragen wird.

16. Mobiles Kommunikationsendgerät (MG1–MG8, MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘) nach Anspruch 15, weiter eingerichtet zum Durchführen einer oder mehrerer Bedienerautorisierungen, wobei das Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale (MZ) nur nach Vorliegen einer erfolgreichen Bedienerautorisierung erfolgt.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zum Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale.

Je früher eine Gefahr, z.B. ein Brand entdeckt und gemeldet wird, desto wirkungsvoller kann dieser bekämpft werden und desto geringer ist der daraus resultierende Schaden.

Als Brandmelder beispielsweise werden technische Geräte oder Anlagen zum Auslösen eines Alarms im Falle eines Brandes in Wohnungen, öffentlichen Einrichtungen, Verkehrsmitteln oder Industrieanlagen bezeichnet. Dabei wird unterschieden zwischen automatischen Brandmeldern, die den Brand anhand physikalischer Eigenschaften erkennen, und nicht-automatischen Brandmeldern, die von Hand betätigt werden müssen. Solch ein Handfeuermelder (engl. Manual Call Point, MCP; früher auch Druckknopfmelder) ist ein roter nicht-automatischer Brandmelder. Er ist durch eine Glasscheibe geschützt, die bei Gebrauch eingeschlagen werden muss. Durch anschließendes Drücken des Knopfes wird an einer angeschlossenen Brandmeldezentrale ein Alarm ausgelöst. Ein einmal betätigter Handfeuermelder kann nur durch einen zugelassenen Techniker oder durch die Feuerwehr zurückgestellt werden. Es soll so der Missbrauch verhindert werden, welcher strafbar ist. Feuermelder sind in einem Brandschutzplan durch ein spezielles Piktogramm gekennzeichnet, also immer an einem festen Ort verbaut. Handfeuermelder müssen immer in roter Farbe ausgeführt werden und seit 2008 in Deutschland für neu errichtete oder geänderte Anlagen mindestens mit einem „brennendes Haus“-Symbol beschriftet sein. Andere Zusatztexte wie „Feuerwehr“ oder „Brandalarm“ dürfen nur zusätzlich zum Symbol angebracht werden. Das „brennendes Haus“-Symbol darf zudem nicht durch Aufkleber überklebt werden. Handfeuermelder, die Teil einer bauordnungsrechtlich erforderlichen Brandmeldeanlage sind, müssen in Europa als harmonisiertes Bauprodukt stets in roter Farbe gehalten sein. Hierzu zählen auch die nicht unmittelbar auf die Feuerwehr aufgeschalteten Anlagen. In diesen Fällen muss der Betreiber über eine ständig verfügbare und im Brandmeldekonzept beschriebene Alarmorganisation sicherstellen, dass nach einer Betätigung eines Handmelders zeitnah eine Intervention erfolgt (Kontrolle des Auslöseortes, Löschmaßnahmen einleiten).

Alarmierungseinrichtungen, die anderen Zwecken als der Brandmeldung dienen, haben blaue Handmelder. Blaue Handmelder geben nur Alarm in einem Objekt aus (Hausalarm), der nicht zu einem Alarm bei der Feuerwehr oder Polizei führt. Desweiteren haben sich nach den Amokläufen an Ausbildungsstätten wie Schulen oder Universitäten gelbe Handmelder als sog. Amok-Alarm Melder etabliert. Dieser Amokmelder kann beispielsweise auch in Einkaufzentren oder anderen Versammlungsstätten verbaut sein.

Nichtautomatische Brandmeldung

Während der normalen Arbeitszeiten kann im Allgemeinen davon ausgegangen werden, dass ein Brand in Produktionsbereichen und Büroräumen von den anwesenden Mitarbeitern oder in öffentlichen Bereichen wie Einkaufzentren, Bahnhöfen oder Flughäfen durch Besucher schnell entdeckt wird. In Firmen sollten zur Brandmeldung neben den Handbrandmeldern im gesamten Betrieb auch Telefone verfügbar sein. Die Rufnummern der Feuerwehr oder der betriebsinternen Feuermeldestelle sollten an jedem Apparat deutlich sichtbar angebracht sein, so dass eine schnelle Anwahl und damit eine schnelle Meldung möglich ist. Alternativ kann eine Feuermeldung auch von Hand über Handfeuermelder (Druckknopf-Feuermelder) erfolgen. Diese Melder sind vorzugsweise im Verlauf von Rettungswegen, z.B. an den Ausgängen ins Freie anzuordnen. In besonders gefährdeten Bereichen oder in Abhängigkeit von Nutzung und Beschaffenheit eines Gebäudes sollten die Abstände untereinander nicht mehr als 40 m betragen. Sie müssen von der Anzahl und vom Anbringungsort her so angeordnet sein, dass eine Person nicht mehr als maximal 30 m zum nächsten Handfeuermelder zurücklegen muss. Handfeuermelder und Handmelder dienen der manuellen Alarmauslösung im Brandfall und können neben automatischen Meldern in Brandmeldeanlagen eingesetzt werden. Im Alarmfall muss die Scheibe in der Meldertür eingeschlagen werden, so dass der Drucktaster zugänglich ist. Durch kräftiges Drücken des Tasters wird ein Mikroschalter im Melder betätigt, der das Alarmkriterium in der Melderelektronik erzeugt. Die Tastermechanik ist mit einer Arretierung versehen, sodass der Taster in der Auslösestellung gehalten wird. Die Rückstellung des Melders erfolgt bei geöffneter Tür durch Lösen des Arretierhebels. Zum Öffnen der Gehäusetür stehen spezielle Schlüssel zur Verfügung. Zur optischen Anzeige einer Melderauslösung ist eine Leuchtdiode im Melder eingebaut. Zur Identifizierung des erstausgelösten Melders einer Meldergruppe kann optional ein Adressmodul angeschlossen werden. Der Melder wird in einer Höhe von 1,40 m ± 20 cm über dem Boden gut sichtbar, notfalls beleuchtet, in Flucht- und Rettungswegen montiert. Die Kabeleinführung kann sowohl Aufputz, als auch Unterputz erfolgen. Der Alarmauslösewiderstand ist bereits im Melder eingebaut, der Meldergruppen-Abschlusswiderstand ist an den Klemmen des letzten Melders einer Meldergruppe anzuschließen.

Neuerdings sind in Firmen, in Schulen, Universitäten, Einkaufzentren, Flughäfen, Bahnhöfen etc. keine Telefone zur Alarmierung der Feuerwehr oder einer betriebsinternen Gefahrenmeldestelle vorhanden. Die interne/externe telefonische Kommunikation erfolgt zunehmend nur noch über Mobiltelefone. Notfallrufnummern zur Brand- oder Gefahrenmeldung sind in der Regel nicht jedem Mitarbeiter oder Besucher bekannt, geschweige denn im Telefonbuch des Mobiltelefons abgespeichert. Das Auffinden eines Handmelders kann sich auch als schwierig erweisen, wenn keine Einweisung in die Umgebung erfolgt ist.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren und eine Anordnung zum Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale bereitzustellen, die es einem Benutzer ermöglichen auch an unbekannten Orten eine Gefahrenmeldung abzusetzen.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale durch ein entsprechend eingerichtetes mobiles Kommunikationsendgerät, wobei auf dem mobilen Kommunikationsendgerät (z.B. Smartphone oder Tablet-Computer eines Benutzers) ein Softwareprogramm zum Auslösen der Gefahrenmeldung installiert wird; wobei beim Auslösen der Gefahrenmeldung durch einen Bediener ein Positionsbestimmungssystem die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes bestimmt; und wobei beim Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes mit übertragen wird. Eine Gefahrenmeldung bzw. Alarmmeldung kann somit quasi an jedem Ort in einem Gebäude bzw. auf einem Gelände erfolgen. Weiterhin können aktuelle Fotos oder Videoaufnahmen mit der Alarmmeldung gesandt werden, was eine genauere Lageeinschätzung begünstigt. Zudem ist die auslösenden Person (bzw. deren Smartphone oder sonstiges mobiles Endgerät) bekannt, falls persönliche Daten mit übermittelt werden, ebenso wie der Ort der Auslösung, z.B. durch Indoor Positioning oder GPS im Aussenbereich. Dadurch entfällt die aufwändige und teurere Installation von Handfeuermeldern welche über die gesetzlich geforderte Auflage hinausgeht, was zu einer Kosteneinsparung trotz quasi unlimitierter Anzahl von Handfeuermelder führt. Die Suche nach dem nächsten Handfeuermelder zur Alarmauslösung entfällt dadurch ebenso, da dieser quasi immer mit dabei ist. Somit wird ein Alarm schneller ausgelöst, wodurch entsprechende Massnahmen schneller eingeleitet werden können.

Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Verfahren zum Senden einer von einem Bediener ausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale durch ein entsprechend eingerichtetes mobiles Kommunikationsendgerät, wobei auf dem mobilen Kommunikationsendgerät ein Softwareprogramm zum Auslösen der Gefahrenmeldung installiert ist; wobei die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes im Kommunikationsendgerät erfasst ist; und wobei beim Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes mit übertragen wird. Heutzutage sind mobile Kommunikationsendgeräte (z.B. Smartphones) mit Mitteln (z.B. entsprechende App, Softwareprogramm; Positionstrackingmechanismus) ausgestattet, die laufend die Position des Gerätes bestimmen, z.B. basierend auf satellitengestützte Positionsbestimmungssysteme (z.B. GPS).

Eine erste vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass, basierend auf der Position des mobilen Kommunikationsendgerätes, die Gefahrenmeldung an die zuständige Meldezentrale gesendet wird. Dadurch können von der Meldezentrale schnell zielgerichtete Massnahmen eingeleitet werden. Z.B. können Notfallsanitäter oder Personen mit entsprechender Ausbildung, die sich in dem entsprechenden Gebäude befinden, gezielt benachrichtigt werden. So kann z.B. ein Arzt, der zufälligerweise zugegen ist und dessen Fähigkeit bzw. Ausbildung im User-Profil (z.B. auf einem Server oder einer Datenbank der Meldezentrale) entsprechend hinterlegt ist, direkt benachrichtigt werden. Weiterhin kann die Warnmeldung an andere auf dem mobilen Kommunikationsendgerät installierte Programme (Apps) übergeben werden und beispielweise an Gruppen in Sozialen Medien (z.B. WhatsApp, Twitter) unmittelbar versandt werden. Auch die Anwahl oder das Senden einer SMS an eine Notrufnummer kann so ausgelöst werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das Softwareprogramm zum Auslösen der Gefahrenmeldung auf dem mobile Kommunikationsendgerät bereist vorinstalliert ist. Optional kann das Softwareprogramm zum Auslösen der Gefahrenmeldung auf dem mobile Kommunikationsendgerät nachträglich oder bei Bedarf (on demand) installiert werden. Mit Vorteil erfolgt das Installieren des Softwareprogrammes zum Auslösen der Gefahrenmeldung beim Betreten eines Gebäudes oder eines Geländes, durch im Gebäude bzw. im Gelände befindliche Kommunikationsmittel zur Übertragung des Softwareprogrammes auf das mobile Kommunikationsendgerät. Zudem kann das nachträgliche Installieren des Softwareprogrammes zum Auslösen der Gefahrenmeldung durch ein Download auf das mobile Kommunikationsendgerät erfolgen. Der Download kann vom Internet erfolgen, z.B. als Download einer App oder apk-files (Android Package), z.B. von einem App-Store. Es ist auch möglich, dass erst nach einer Registrierung an einem Server ein Softwareprogramm (z.B. App, apk) zum Download bereitgestellt wird und erst nach Aufruf der Meldefunktion installiert wird. Der Download des Softwareprogramms kann aber auch durch Einscannen eines QR-Codes erfolgen. Der QR-Code kann das Softwareprogramm selbst enthalten oder einen Link auf eine entsprechende URL-Adresse. Mit Vorteil ist der QR-Code im Eingangsbereich eines Gebäudes oder Geländes angebracht.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das Installieren des Softwareprogrammes zum Auslösen der Gefahrenmeldung beim Betreten eines Gebäudes oder eines Geländes erfolgt, durch im Gebäude bzw. im Gelände befindliche Kommunikationsmittel zur Übertragung des Softwareprogrammes auf das mobile Kommunikationsendgerät. Kommunikationsmittel zur Übertragung des Softwareprogrammes auf das mobile Kommunikationsendgerät können z.B. sein: NFC (Near Field Communication), Nahbereichskommunikation; z.B. Bluetooth, RFID oder einen QR-Code abscannen durch eine Kamera und ein entsprechendes Scan-Programm eines mobilen Kommunikationsendgerätes.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das mobile Kommunikationsendgerät eines Benutzers beim Betreten des Gebäudes oder des Geländes durch ein Positionsbestimmungssystem erkannt wird, und wobei, vom Positionsbestimmungssystem ausgelöst, eine Benachrichtigung auf das mobile Kommunikationsendgerät erfolgt, bezüglich eines zur Verfügung stehenden Softwareprogrammes zum Auslösen der Gefahrenmeldung. Durch diesen Push-Service wird ein Benutzer darauf hingewiesen, dass ein entsprechendes Softwareprogramm (z.B. App) zum Auslösen der Gefahrenmeldung für einen Download bereitsteht. Beim Positionsbestimmungssystem kann es sich um ein satellitengestütztes Ortungssystem (z.B. GPS) handeln, oder um ein sog. Indoor Positionsbestimmungssystem (IPS, z.B. Bluetooth (Low Energy) Beacons, WLAN).

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale nur nach Vorliegen einer Bedienerautorisierung erfolgt. Die Bedienerautorisierung kann durch Unterstützung entsprechender Sensorik des mobilen Kommunikationsendgerätes (z.B. Puls, Fingerabdruck, Bilderkennung, Stimmerkennung) erfolgen. Mit Vorteil wird z.B. ein Pulsmesser für einen Lebenderkennung (Livecheck) der auslösenden Person verwendet. Wenn der Puls schwach ist, kann z.B. die Dringlichkeit einer Hilfsmassnahme durch die Meldezentrale erhöht werden.

Die alarmauslösende Person ist bei Nutzung von biometrischen Merkmalen bekannt. Mit Vorteil werden der Name und ggf. weitere persönliche Daten der alarmauslösenden Person mit der Alarmmeldung übermittelt. Mit Vorteil wird dabei auch das Foto (Selfie bzw. Gesicht) der alarmauslösenden Person mit der Alarmmeldung übermittelt. Mit Vorteil erfolgt die Bedienerautorisierung durch einen entsprechenden Datenbankabgleich über einen mit der Meldezentrale und dem mobilen Kommunikationsendgerät zumindest mittelbar verbundenen Server. Mit Vorteil wird dabei ein „credibility rating“ (d.h. eine Glaubwürdigkeits-Bewertung) für den Benutzer, d.h. den Alarmmelder erstellt. Erst bei einem Mindest-Rating wird eine Meldung ausgelöst.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass eine von dem mobilen Kommunikationsendgerät gesendete Gefahrenmeldung, einen oder mehrere Messwerte von auf dem mobilen Kommunikationsendgerät befindlicher Sensorik (Temperatur, CO2, Kamera) umfasst. Damit kann das Vorliegen einer Gefahrensituation verifiziert werden und auch der Typ und das Ausmass der Gefahrensituation. Somit können von der Meldezentrale dedizierte Massnahmen eingeleitet werden und auch das Rettungspersonal entsprechend informiert werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Meldezentrale empfangene Gefahrenmeldung sammelt und Hilfsmassnahmen nur dann ausgelöst werden, wenn aus dem Gebäude bzw. dem Gelände eine bestimmte Anzahl (z.B. eine vorher festgelegte Mindestanzahl) von Gefahrenmeldungen empfangen wird. Wenn eine bestimmte Anzahl (z.B. mindestens drei) von Gefahrenmeldungen empfangen wird, kann davon ausgegangen werden, dass eine Gefahrensituation auch wirklich vorliegt und dass ein Alarm nicht zufällig oder unbeabsichtigt ausgelöst wurde. Die Anzahl kann auch relativ zu den (tatsächlich) anwesenden Personen festgelegt werden. Es sind ja theoretisch alle Gebäudenutzer erfasst. Wenn z.B. nur ein einzelner Besucher da ist, muss die Mindestzahl entsprechend heruntergesetzt sein.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Meldezentrale nach empfangenen einer Gefahrenmeldung eine Verifikationsanforderung an weitere Kommunikationsendgeräte sendet (push-Service) und Hilfsmassnahmen nur dann ausgelöst werden, wenn aus dem Gebäude bzw. dem Gelände eine bestimmte Anzahl (z.B. eine vorher festgelegte Mindestanzahl) von Verifikationsmeldungen empfangen wird. Wird in einer Zone (Gebäude, Gebiet) von mehreren Personen ein Alarm gemeldet ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass eine ernste Situation vorliegt. Wird z.B. nur von einer unbekannten Person ein Alarm abgesetzt, besteht durch die Möglichkeit des „crowdsourcings“, d.h. einer Rückfrage an weiteren in der Zone/Gebiet befindlichen Personen, einen gemeldeten Alarm zu verifizieren. Erst, wenn eine definierte Anzahl von angefragten Personen den Alarm verifiziert, wird dieser ausgelöst und/oder entsprechende Massnahmen werden eingeleitet. Mit Vorteil erfolgt die Anfrage bezüglich der gemeldeten Gefahrensituation basierend auf Softwareintelligenz (z.B. KI, Künstliche Intelligenz oder Bot, d.h. autonom arbeitende Computerprogramme). Basierend auf Methoden der Softwareintelligenz können Gegen- bzw. Hilfsmassnahmen eingeleitet werden oder, abhängig von einer ermittelten Situationseinschätzung spezifische Hilfsmassnahmen für den Auslöser auf dessen Kommunikationsendgerät übermittelt werden (z.B. „auf den Boden legen“; „Tuch vor das Gesicht“).

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Meldezentrale empfangene Alarmmeldungen priorisiert, wenn diese von einer vertrauenswürdigen Person aus dem Gebäude bzw. dem Gelände empfangen wird. Wenn eine vertrauenswürdige Person (z.B. Arzt, Sanitäter, Lehrer) einen Alarm absetzt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich nicht um einen zufälligen oder willkürlichen Alarm handelt. In diesem Fall macht es Sinn, dass Hilfsmassnahmen sofort eingeleitet werden, ohne zusätzliche Verifikation. Mit Vorteil sind vertrauenswürdige Person auf einem Server und/oder einer Datenbank der Meldezentrale registriert. Ein Abgleich, ob der Alarm von einer vertrauenswürdigen Person erfolgte, kann somit von der Meldezentrale ohne weitere Nachfragen oder Überprüfungen erfolgen.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Meldezentrale empfangene Alarmmeldungen priorisiert, wenn diese von einer vordefinierten Personenkategorie stammen. Mit Vorteil sind Personen in einem Server oder Datenbank der Meldezentrale registriert und einer Personenkategorie zugordnet (z.B. „Personen mit medizinischer Ausbildung“, „Beamter“ oder „Organe der Rechtspflege“). Personen aus diesen Kategorien gelten als besonders vertrauenswürdig.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Warnmeldung an andere auf dem mobilen Kommunikationsendgerät installierte Programme weitergeleitet bzw. übergeben wird. So kann z.B. die Warnmeldung in einem sozialen Netzwerk hinterlegt werden oder in einem Messenger-Programm weitergeleitet werden. Mit Vorteil wird die Warnmeldung an andere auf dem mobilen Kommunikationsendgerät installierte Programme automatisch übergeben, z.B. durch entsprechende Profileingaben in den Einstellungen der entsprechenden Programme und/oder des Kommunikationsendgerätes.

Die Aufgabe wird auch gelöst durch eine Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens. Eine Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens lässt sich leicht mit handelsüblichen Komponenten (commercials off the shelf) und entsprechender Software realisieren bzw. in einer Infrastruktur nachträglich installieren.

Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch eine Anordnung zum Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale, die Anordnung umfassend:

  • – ein mobiles Kommunikationsendgerät, eingerichtet zum Auslösen und Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale;
  • – ein Positionsbestimmungssystem zur Bestimmung der Position des mobilen Kommunikationsendgerätes beim Auslösen der Gefahrenmeldung durch einen Bediener; und
  • – eine Meldezentrale zum Empfangen der Alarmmeldung und zum Einleiten von Hilfsmassnahmen, wobei beim Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes übertragen wird. Die erfindungsgemässe Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens lässt sich leicht mit handelsüblichen Komponenten (commercials off the shelf) und entsprechender Software realisieren bzw. in einer Infrastruktur (Gebäude, Gebiet) nachträglich installieren. Mobile Kommunikationsendgeräte wie Smartphones sind heutzutage weit verbreitet. Durch die erfindungsgemässe Anordnung entfällt die aufwändige und teurere Installation von Handfeuermeldern, was zu einer Kosteneinsparung trotz quasi unlimitierter Anzahl von Handfeuermelder führt.

Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein mobiles Kommunikationsendgerät eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale, weiter eingerichtet zur Positionsermittlung des mobilen Kommunikationsendgerätes beim Auslösen der Gefahrenmeldung, wobei beim Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes übertragen wird. Durch das erfindungsgemässe mobile Kommunikationsendgerät (z.B. Smartphone, Laptop, Tablet-Computer) entfällt die Suche nach dem nächsten Handfeuermelder zur Alarmauslösung, da ein Benutzer einen Handfeuermelder quasi immer in Form eines entsprechend eingerichteten mobilen Kommunikationsendgerätes mit sich führt.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das mobile Kommunikationsendgerät weiter eingerichtet zum Durchführen einer oder mehrerer Bedienerautorisierungen, wobei das Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale nur nach Vorliegen einer erfolgreichen Bedienerautorisierung erfolgt. Mobile Kommunikationsendgeräte verfügen heutzutage über entsprechendes Equipment und/oder integrierter Sensorik (Pulsmesser, Fingerabdrucksensor, Bilderkennung via Kamera, Stimmerkennung via Mikrophon) wodurch eine Bedienerautorisierung mit „Bordmittel“ des Kommunikationsendgerätes durchgeführt werden kann. Erst nach erfolgter Autorisierung erfolgt eine Übermittlung bzw. Auslösung der Alarmmeldung.

Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungen der vorliegenden Erfindung werden am Beispiel der nachfolgenden Figuren erläutert. Dabei zeigen:

1 eine beispielhafte Anordnung zum Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale durch ein mobiles Kommunikationsendgerät,

2 ein erstes beispielhaftes mobiles Kommunikationsendgerät eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale, und

3 ein zweites beispielhaftes mobiles Kommunikationsendgerät eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale, eingerichtet zur sicheren Alarmauslösung,

4 ein zweites beispielhaftes mobiles Kommunikationsendgerät eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale, eingerichtet zur sicheren Alarmauslösung,

5 ein drittes beispielhaftes mobiles Kommunikationsendgerät eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale, eingerichtet zur sicheren Alarmauslösung,

6 ein viertes beispielhaftes mobiles Kommunikationsendgerät eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale, eingerichtet zur sicheren Alarmauslösung,

7 ein fünftes beispielhaftes mobiles Kommunikationsendgerät eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale,

8 beispielhafte mobile Kommunikationsendgeräte eingerichtet zum Auslösen von Aktionen durch einen Bediener, und

9 ein beispielhaftes Ablaufdiagramm für ein Verfahren zum Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale durch ein entsprechend eingerichtetes mobiles Kommunikationsendgerät.

Erfindungsgemäss kann ein Benutzer über ein auf einem mobilen Kommunikationsendgerät (z.B. Mobiltelefon, Smartphone) installiertes Softwareprogramm (z.B. Alarm-App) im Gefahren-/Brandfall eine Alarmmeldung absetzen. Hierbei sorgt folgende beispielhafte Vorgehensweise für eine sichere und präzise Alarmübermittlung an Feuerwehr oder Polizei, bzw. an die interne Meldestelle (z.B. Gebäudeleitstelle):

  • 1. Herunterladen und Installation der App direkt aus einem App-Store unmittelbar nach dem ersten Betreten des Gebäudes/Geländes. Durch einen NFC-Sender oder QR-Code mit Link zum entsprechenden App-Store kann dies sehr einfach und benutzergeführt erledigt werden. Diese NFC- oder QR-Codes können an mehreren Stellen im Gebäude bzw. auf dem Gelände angebracht sein (Aufkleber oder Display) und mit entsprechenden Hinweisen versehen werden. Der QR-Code kann auch auf einer Internet/Intranet Website dargestellt werden.

Optional kann das Softwareprogramm zum Auslösen der Gefahrenmeldung auf dem mobilen Kommunikationsendgerät bereits vorinstalliert sein.

Optional wird ein Benutzer beim Betreten eines Gebäudes oder Geländes durch einen „Push-Dienst“ (eine „push-Installation“) auf sein Kommunikationsendgerät auf die Möglichkeit, eine solche App herunterladen zu können, hingewiesen. Dies kann z.B. durch ein im Gebäude befindliches Positionierungssystem erfolgen, nach dem „If there then that“-Grundsatz. D.h. die Präsenz des mobilen Endgerätes in einer definierten Zone wird erkannt (inside / outside), und eine darauf basierende Regel löst eine Aktion auf dem Endgerät aus.

  • 2a. Mit der App wird auch das GPS (outdoor positioning) bzw. IPS (z.B. Bluetooth/WLAN, indoor positioning) eingeschaltet, bzw. andere sinnvolle Sensorik oder eine Kombination verschiedener Sensoren (z.B. Beschleunigungssensor und Kompass) des mobilen Kommunikationsendgerätes aktiviert, wodurch beim Absetzen einer Alarmmeldung die Position der Auslösung ermittelt und übermittelt wird. Die ermittelten Positionsdaten können zur automatisierten Alarmierung von Personen im Umkreis der alarmgebenden Person mittels der mobilen Applikation verwendet werden und zusätzlich zu den Informationen über den Besitzer des Kommunikationsendgerätes können auch Anzahl und Position weiterer Personen im Umkreis der Gefahrenstelle mit übertragen werden.
  • 2b. Weiterhin kann die Warnmeldung an andere auf dem mobilen Kommunikationsendgerät installierte Programme (Apps) übergeben werden und beispielweise an Gruppen in Sozialen Medien (z.B. WhatsApp, Twitter) unmittelbar versandt werden. Auch die Anwahl oder das Senden einer SMS an eine Notrufnummer kann so ausgelöst werden.
  • 3a. Zum sichern Auslösen ist optional ein Sicherungsmechanismus in der App vorgesehen, welcher das versehentliche Auslösen eines Alarm verhindert. Zur Aktivierung des Alarms ist neben der „Knopf-Auslösung“ noch idealerweise ein biometrisches Merkmal wie das Gesicht oder ein Fingerabdruck der Person zu überprüfen. Zusätzlich kann der Puls gemessen werden. Erst die kombinierte Auslösung für eine bestimmte Zeit lässt die finale Auslöseseite erscheinen, wo dann mit einer weiteren Bestätigung wie „JA“ oder NEIN“ über die endgültige Weiterleitung des Alarms entschieden wird.
  • 3b. Optional, alternativ und/oder zusätzlich zu den unter Punkt 3a genannten Sicherungsmechanismen, kann zur Aktivierung des Alarms auch ein Foto der alarmgebenden Person mithilfe der im Mobiltelefon eingebauten Frontkamera aufgenommen und zwecks (späterer) Identifizierung der Person abgeglichen (bzw. abgelegt) werden. Bei Nutzung der kameratechnischen Einrichtung im Kommunikationsendgerät (z.B. Smartphone) kann als Sicherheitsmerkmal auch ein Algorithmus zur automatischen Gesichtserkennung bzw. auch eine Bilderkennung- und/oder Bildbewertung erfolgen. Wird durch die Kamera eine Person erkannt, die sehr wahrscheinlich durch „Spielerei“ einen Alarm auslöste, z.B. ein Säugling oder Kleinkind, kann entsprechend reagiert werden bzw. „nicht“ reagiert werden.

Eine weitere optionale, alternative, bzw. zusätzliche Auslösesicherung kann über die Stimmerkennung oder Sprachaufnahme der alarmgebenden Person erfolgen, wobei hierbei ein in der App eingeblendeter Text vorgelesen werden muss, nachdem die Sprache (de/en) vorab vom Nutzer oder Betriebssystem ausgewählt wurde. Analog zu Abschnitt 3a wird wiederum erst die kombinierte Auslösung für eine bestimmte Zeit, die finale Auslöseseite erscheinen lassen.

Um Missbrauch zu unterbinden, kann weiterhin eine interne oder in der Cloud (Rechnerwolke) befindliche Datenbank zum Einsatz kommen, welche nach dem ersten Anmelden autorisierte Personenmerkmale (biometrische Informationen, Foto, etc.) speichert, so dass nur diese hinterlegten Personen am mobilen Kommunikationsendgerät eine Alarmierung auslösen können. Nichtautorisierte Personen können gesperrt sein, oder auch durch zusätzliche Authentifizierungsschritte freigeschalten werden. Diese Prozedur kann auch mit einem „Rechtesystem“ verknüpft sein, d.h. die bekannte Person „Facility Manager“ hat ein höheres „credibility rating“ als eine unbekannte Person. Im „bekannt“-Fall könnte das Routing direkter/schneller, evtl. ohne weiteren Prüfungsschritt erfolgen.

Eine weitere Möglichkeit ist das „Sammeln“ von Alarmmeldungen, d.h. wird in einer Zone von mehreren Personen ein Alarm gemeldet ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass eine ernste Situation vorliegt. Wird hingegen nur von einer unbekannten Person ein Alarm abgesetzt, bestünde die Möglichkeit des „crowdsourcings“, sprich einer Rückfrage an weiteren in der Zone/Zelle befindlichen Personen, die dann bestätigen oder negieren können.

Nach positiver Verifikation erfolgt die Alarmmeldung bspw. über eine SMS oder Internet-/Mobiltelefonverbindung, oder auf anderen Kommunikationswegen direkt an eine interne/externe Meldestelle, oder an das zur Position gehörende Sicherheits- bzw. Gebäudemanagementsystem oder falls durch Normen / Standards / Gesetze erlaubt direkt an die Brandmeldezentrale.

Zusätzlich können optional mithilfe der mobilen Applikation (App) ein Foto der Gefahrenstelle sowie der Name des Auslösers an die entsprechende Gefahrenmeldestelle (Meldezentrale) übermittelt werden. Sind im mobilen Kommunikationsendgerät weitere nützliche Sensoren vorhanden, können diese optional mit eingebunden werden (z.B. Temperatur, CO-Konzentration, ...). Weiterhin kann durch die entsprechende Gegenstelle (z.B. Gefahrenmeldestelle) die Anfrage/Aufforderung an App oder Anwender zur Freischaltung von Sensorinformationen (dito Mikrofon, Kamera, etc.) für einen bestimmten Zeitraum während der Dauer des Alarmes gestellt werden. Dies dient der Gegenstelle dazu, ein Bild zur besseren Einschätzung der Lage zu bekommen.

Zusätzlich kann optional mithilfe der mobilen Applikation (App) die Warnmeldung an andere auf dem mobilen Kommunikationsendgerät installierte Programme (Apps) übergeben werden und an Gruppen in Sozialen Medien (z.B. WhatsApp, Twitter) unmittelbar versandt werden.

Sinnvoll ist der Einsatz des erfindungsgemässen Verfahrens insbesondere auf Firmengeländen wie bspw. einer chemischen Fabrik oder Gasverladestation, wo sich explosive Stoffe in der Umgebung bilden können.

Im erfindungsgemässen Verfahren bzw. der erfindungsgemässen Anordnung liegen insbesondere folgende Vorteile:

  • – Eine Alarmmeldung kann quasi an jedem Ort im Gebäude bzw. auf dem Gelände erfolgen. Zudem ist die auslösenden Person (bzw. deren Smartphone oder sonstiges mobiles Endgerät) bekannt, falls persönliche Daten mit übermittelt werden, ebenso wie der Ort der Auslösung, z.B. durch Indoor Positioning oder GPS im Aussenbereich. Dadurch entfällt die aufwändige und teurere Installation von Handfeuermeldern welche über die gesetzlich geforderte Auflage hinausgeht, was zu einer Kosteneinsparung trotz quasi unlimitierter Anzahl von Handfeuermelder führt. Die Suche nach dem nächsten Handfeuermelder zur Alarmauslösung entfällt dadurch ebenso, da dieser quasi immer mit dabei ist. Somit wird der Alarm schneller ausgelöst, was entsprechende Massnahmen schneller einleitet. Die alarmauslösende Person ist bei Nutzung von biometrischen Merkmalen bekannt.
  • – Insbesondere die optionale Auslösesicherung durch die platzierte Touch-Eingabe (virtueller Druckknopf am Display) verbunden mit biometrischer Überprüfung (Fingerprint-Verifikation, Gesichts- oder Stimmerkennung; Pulsmessung für eine gewisse Zeit „count down“), sowie der Zwei-Stufen-Freigabeprozess reduzieren das Risiko einer ungewollten Auslösung drastisch. Dieses Verfahren kann daher auch für andere sicherheitsrelevante Steuerungen über Smartphone verwendet werden!
  • – Weiterhin ist über einen „TEST-Button“ die Prüfung der Alarmweiterleitung jederzeit möglich, indem bspw. eine Bestätigungsnachricht direkt an die App oder per Email oder SMS an den Melder geschickt wird. Dies vermittelt den Personen möglicherweise auch ein gewisses „Gefühl der Sicherheit“, lässt aber in jedem Fall die einfache Prüfung der Anlage zu. In der Rückmeldung können zudem die zuvor übermittelten persönlichen Daten angezeigt werden, was die Transparenz und damit das Vertrauen in das System erhöht.
  • – Die App ist vorinstalliert oder kann einfach aus dem passenden App-Store, über einen NFC-Tag oder über einen QR-Code-Link heruntergeladen und auf dem Smartphone installiert werden. Durch die Positionsermittlung ist die Zuordnung zur entsprechenden Brandmeldezentrale bzw. dem entsprechenden Brandmeldeabschnitt möglich.
  • – Diese Art der Meldungseingabe kann neben der Gebäudeautomatisierung auch für ganz andere Einsatzgebiete und Industriezweige, wie Digitale Fabrik, Mobilität, medizinischer Notruf etc. verwendet werden.

1 zeigt eine beispielhafte Anordnung zum Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale MZ. Die Anordnung umfasst ein mobiles Kommunikationsendgerät MG1 (z.B. Smartphone, Tablet-Computer), eingerichtet zum Auslösen und Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale MZ und ein Positionsbestimmungssystem (IPS, GPS) zur Bestimmung der Position des mobilen Kommunikationsendgerätes MG1 beim Auslösen der Gefahrenmeldung durch einen Bediener P1. Die Meldezentrale MZ ist eingerichtet zum Empfangen der Alarmmeldung und zum Einleiten von Hilfsmassnahmen. Beim Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale MZ wird die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes MG1 mit übertragen. Die Meldezentrale MZ (z.B. eine Gebäudeleitstelle) umfasst einen Server S (z.B. ein entsprechend leistungsfähiger und eingerichteter Personal Computer oder Workstation) und eine durch den Server S zugreifbare Datenbank DB1. Über eine geeignete Kommunikationsverbindung KV1 (z.B. eine Funkverbindung) erhält die Meldezentrale MZ die Alarmmeldung vom mobilen Kommunikationsendgerät MG1. Die Meldezentrale MZ kann Hilfsmassnahmen einleiten und z.B. eine Rettungsleitstelle RLS über einen empfangenen Alarm entsprechend informieren (z.B. über eine Funkverbindung KV2). Die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes MG1 wird über ein oder mehrere Positionsbestimmungssysteme IPS, GPS bestimmt. Es kann dazu ein satellitengestütztes Positionsbestimmungssysteme GPS verwendet werden, oder aber auch ein Indoor Positionsbestimmungssystem IPS (z.B. WLAN, Bluetooth Low Energy).

Das mobile Kommunikationsendgerät MG1 umfasst ein Softwareprogramm zum Auslösen der Gefahren- bzw. Alarmmeldung. Das Installieren des Softwareprogrammes zum Auslösen der Gefahrenmeldung kann z.B. durch einen entsprechenden Internet-Download auf das mobile Kommunikationsendgerät MG1 erfolgen.

Mit Vorteil erfolgt das Installieren des Softwareprogrammes (z.B. App) zum Auslösen der Gefahrenmeldung beim Betreten eines Gebäudes GB oder eines Geländes durch den Benutzer P1, durch im Gebäude GB bzw. im Gelände befindliche Kommunikationsmittel SV, QR, geeignet zur Übertragung des Softwareprogrammes auf das mobile Kommunikationsendgerät MG1. Das Softwareprogramm kann z.B. durch Einscannen eines QR-Codes erfolgen. Der QR-Code kann dabei die zu installierende Software selbst darstellen, oder einen Link (Verweis, z.B. URL) auf die zu installierende Software. Auch über eine Sendevorrichtung SV, die sich mit Vorteil am Eingangsbereich des betreffenden Gebäudes GB befindet, kann das Softwareprogramm auf das mobile Kommunikationsendgerät MG1 übermittelt werden. Dies kann z.B. über mobile Daten, WLAN, NFC (Nahfeld-Kommunikation), RFID oder eine geeignete Funkverbindung erfolgen.

Mit Vorteil wird das mobile Kommunikationsendgerät MG1 des Benutzers P1 beim Betreten des Gebäudes GB oder des Geländes durch das Positionsbestimmungssystem GPS, IPS erkannt, und vom Positionsbestimmungssystem GPS, IPS ausgelöst, erfolgt eine Benachrichtigung bezüglich des Softwareprogrammes (z.B. App) zum Auslösen der Gefahrenmeldung auf das mobile Kommunikationsendgerät MG1.

Mit Vorteil wird, basierend auf der Position des mobilen Kommunikationsendgerätes MG1, die Gefahren- bzw. Alarmmeldung an die zuständige Meldezentrale MZ gesendet. Somit können lokal bezüglich der entsprechenden Örtlichkeit, z.B. Gebäude GB, wo sich eine erkannte Gefahrensituation GS befindet, dedizierte Hilfs- oder Rettungsmassnahmen eingeleitet werden.

Das Auslösen einer Gefahren- bzw. Alarmmeldung erfolgt durch Betätigung, d.h. manuelles Berühren eines Alarmknopfes AB1 durch den Benutzer P1. Durch das installierte Softwareprogramm wird der Alarmknopf AB1 auf der Anzeigevorrichtung AV1 (z.B. berührungssensitives Display eines Smartphones) dargestellt und kann vom Benutzer P3 durch eine entsprechende Berührung des Alarmknopfes AB1 bedient werden. Mit Vorteil muss die Berührung des Alarmknopfes AB1 über einen definierten Zeitraum (z.B. über mindestens 5 Sekunden oder mindestens 5 Pulsschlägen bei kombinierter Pulsmessung) erfolgen. Mit Vorteil erfolgt das Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale MZ nur nach Vorliegen einer Bedienerautorisierung. Somit können zufällig ausgelöste Alarme oder mutwillige Fehlalarme vermieden werden. Mit Vorteil erfolgt das Auslösen einer Gefahren- bzw. Alarmmeldung, wenn der Alarmknopf AB1 auf dem Display mit einem bestimmten Mindestdruck betätigt wird (z.B. iPhone 3D Touch).

2 zeigt ein erstes beispielhaftes mobiles Kommunikationsendgerät MG2 (Smartphone) eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale. Auf dem Display AV2 (Touchscreen) des Smartphones MG2 wird durch die entsprechende App ein virtueller Handmelder für Brandalarm dargestellt. Wenn der auf dem Display AV2 dargestellte Alarmknopf AB2 für 5 Sekunden betätigt wird, wird ein Feueralarm ausgelöst bzw. eine entsprechende Meldung an eine Meldezentrale gesendet.

3 zeigt ein zweites beispielhaftes mobiles Kommunikationsendgerät MG3 eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale, eingerichtet zur sicheren Alarmauslösung. Sichere Alarmauslösung bedeutet dabei, dass eine unbeabsichtigte Alarmauslösung vermieden wird. Auf dem Display AV3 (Touchscreen) des Smartphones MG3 wird durch die entsprechende App ein virtueller Handmelder für Brandalarm dargestellt. Wenn der auf dem Display AV3 dargestellte Alarmknopf AB3 für z.B. (mindestens) 5 Sekunden betätigt wird und gleichzeitig durch den Bediener eine Pulsmessung erfolgt (mindestens 5 Pulsschläge), wird ein Feueralarm ausgelöst bzw. eine entsprechende Meldung an eine Meldezentrale gesendet.

Mit Vorteil wird auf dem Display eine AV3 eine Anweisung zum Pulsmessen dargestellt:

  • 1. Öffnen Sie die vorinstallierte APP "Heartbeat" und richten Sie die Anwendung bei Bedarf ein.
  • 2. Scrollen Sie etwas nach unten. Hier finden Sie auf der linken Seite den Puls-Messer.
  • 3. Tippen Sie auf den Button "Messen" und legen Sie Ihren Zeigefinger auf den Puls-Sensor PM an der Rückseite des Smartphones MG3.
  • 4. Halten Sie Ihren Finger möglichst still und warten Sie, bis die Messung abgeschlossen wurde.

Mit Vorteil wird eine Anweisung zur sicheren Alarmauslösung auf dem Display AV3 dargestellt:

  • 1. Aktivieren Sie Bluetooth und GPS und öffnen Sie die vorinstallierte APP „Feueralarm“.
  • 2. Legen Sie den Daumen auf den schwarzen Button „ALARM" und legen Sie gleichzeitig Ihren Zeigefinger auf den Puls-Sensor PM an der Rückseite des Telefons.
  • 3. Halten Sie Ihre Finger möglichst still und warten Sie, bis die Messung abgeschlossen wurde und die Meldung „Alarm auslösen?“ erscheint.
  • 4. Quittieren Sie diese Meldung mit „JA“ um den Alarm auszulösen, oder mit „NEIN“ um die Auslösung abzubrechen.

Somit wird sichergestellt, dass eine unbeabsichtigte Alarmauslösung durch einen Benutzer unterbleibt. Es könnte auch über die Kamera K1 das Smartphones MG3 eine Bedienerverifikation bzw. eine Bedienerautorisierung erfolgen.

4 zeigt ein zweites beispielhaftes mobiles Kommunikationsendgerät MG4, MG4‘ eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale, eingerichtet zur sicheren Alarmauslösung. Auf dem Display AV4 (Touchscreen) des Smartphones MG4, MG4‘ wird durch die entsprechende App ein virtueller Handmelder für Brandalarm dargestellt. Wenn der auf dem Display AV4 dargestellte Alarmknopf AB4 für z.B. (mindestens) 5 Sekunden betätigt wird und gleichzeitig der Fingerabdruck des Bediener erfasst wird, wird ein Feueralarm ausgelöst bzw. eine entsprechende Meldung an eine Meldezentrale gesendet. Das mobile Kommunikationsendgerät MG4, MG4‘ umfasst einen Fingerabdrucksensor FAS, FAS‘ zum Erfassen des Fingerabdruckes eines Fingers F des Bedieners. Erst nach der Erfassung des Fingerabdruckes erfolgt eine entsprechende Meldung an eine Meldezentrale. Mit Vorteil erfolgt in der Meldezentrale ein Abgleich des erfassten Fingerabdruckes mit den Fingerabdrücken vorher registrierter Personen. Der Abgleich erfolgt durch den Server S (1) mit einem entsprechenden Abgleich in einer Datenbank DB1 (1). Erst bei einem positiven Abgleich werden entsprechende Hilfsmassnahmen eingeleitet.

Mit Vorteil erfolgt die Erfassung eines Fingerabdruckes bedienergeführt durch eine entsprechende Anweisung auf dem Display AV4:

  • 1. Aktivieren Sie Bluetooth und GPS und öffnen Sie die vorinstallierte APP „Feueralarm“.
  • 2. Legen Sie den Daumen auf den schwarzen Button „ALARM" und legen Sie gleichzeitig Ihren registrierten Finger auf den Sensor unten am Telefon.
  • 3. Halten Sie Ihren Finger möglichst still und warten Sie, bis die Erkennung abgeschlossen wurde und die Meldung „Alarm auslösen?“ erscheint.
  • 4. Quittieren Sie diese Meldung mit „JA“ um den Alarm auszulösen, oder mit „NEIN“ um die Auslösung abzubrechen.

5 zeigt ein drittes beispielhaftes mobiles Kommunikationsendgerät MG5, MG5‘ eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale, eingerichtet zur sicheren Alarmauslösung. Auf dem Display AV5 (Touchscreen) des Smartphones MG5, MG5‘ wird durch die entsprechende App ein virtueller Handmelder für Brandalarm dargestellt. Wenn der auf dem Display AV5 dargestellte Alarmknopf AB5 für z.B. (mindestens) 5 Sekunden betätigt wird und gleichzeitig mit der Frontkamera des Smartphones MG5, MG5‘ der Bediener P2 ein Foto von sich macht, wird ein Feueralarm ausgelöst bzw. eine entsprechende Meldung an eine Meldezentrale gesendet. Mit Vorteil erfolgt in der Meldezentrale ein Abgleich des erfassten Fotos mit den Fotos vorher registrierter Personen. Der Abgleich erfolgt durch den Server S (1) mit einem entsprechenden Abgleich in einer Datenbank DB2. Die Datenbank DB2 enthält eine Liste der registrierten und autorisierten Personen mit entsprechenden Merkmalen dieser Personen, um die Merkmale des aktuell übermittelten Fotos mit den Merkmalen der gespeicherten Personen zu vergleichen. Erst bei einem positiven Abgleich werden entsprechende Hilfsmassnahmen eingeleitet. Zur Autorisierung können auch Bewegungsmuster der Sendeperson verwendet werden.

Mit Vorteil erfolgt eine entsprechende Anweisung auf dem Display AV5:

  • 1. Aktivieren Sie Bluetooth und GPS und öffnen Sie die vorinstallierte APP „Feueralarm“.
  • 2. Legen Sie den Daumen auf den schwarzen Button „ALARM" und positionieren sie sich und das Smartphone gleichzeitig so, dass Ihr Gesicht in dem rot umrandeten Bereich erscheint.
  • 3. Halten Sie die Position und warten Sie, bis die Erkennung abgeschlossen wurde und die Meldung „Alarm auslösen?“ erscheint.
  • 4. Quittieren Sie diese Meldung mit „JA“ um den Alarm auszulösen, oder mit „NEIN“ um die Auslösung abzubrechen.

6 zeigt ein viertes beispielhaftes mobiles Kommunikationsendgerät MG6, MG6‘ eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale, eingerichtet zur sicheren Alarmauslösung. Auf dem Display AV6 (Touchscreen) des Smartphones MG6, MG6‘ wird durch die entsprechende App ein virtueller Handmelder für Brandalarm dargestellt. Wenn der auf dem Display AV6 dargestellte Alarmknopf AB6 für z.B. (mindestens) 5 Sekunden betätigt wird und gleichzeitig ein bestimmter Text T (mit Vorteil wird dieser Text bei der Betätigung des Alarmknopfes AB6 auf dem Display AV6 angezeigt) vom Bediener P3 in das Mikrofon MF des Smartphones MG6, MG6‘ gesprochen wird, wird ein Feueralarm ausgelöst bzw. eine entsprechende Meldung an eine Meldezentrale gesendet. Mit Vorteil erfolgt in der Meldezentrale ein Abgleich der erfassten Stimme mit den Stimmmerkmalen vorher registrierter Personen. Der Abgleich erfolgt durch den Server S (1) mit einem entsprechenden Abgleich in einer Datenbank DB1 (1). Erst bei einem positiven Abgleich werden entsprechende Hilfsmassnahmen eingeleitet. Hier erfolgt eine Autorisierung über Stimmerkennung.

Mit Vorteil erfolgt eine entsprechende Anweisung auf dem Display AV6:

  • 1. Aktivieren Sie Bluetooth und GPS und öffnen Sie die vorinstallierte APP „Feueralarm“.
  • 2. Legen Sie den Daumen auf den schwarzen Button „ALARM" und wählen Sie Ihre präferierte Sprache aus.
  • 3. Lesen Sie anschliessend den Text T laut und deutlich vor und warten Sie, bis die Erkennung abgeschlossen wurde und die Meldung „Alarm auslösen?“ erscheint.
  • 4. Quittieren Sie diese Meldung mit „JA“ um den Alarm auszulösen, oder mit „NEIN“ um die Auslösung abzubrechen.

7 zeigt ein fünftes beispielhaftes mobiles Kommunikationsendgerät MG7 eingerichtet zum Auslösen und Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale. Die Darstellung gemäss 7 stellt ein beispielhaftes Menü für eine finale Bestätigung einer Alarmauslösung dar. Auf dem Display AV7 (Touchscreen) des Smartphones MG7 wird durch die entsprechende App ein virtueller Handmelder AB7 (Alarmknopf) für Brandalarm dargestellt. Das Display AV7 umfasst einen Touchscreen TS mit entsprechenden Knöpfen (Buttons) zur finalen Alarmauslösung.

8 zeigt beispielhafte mobile Kommunikationsendgeräte MG8, MG8‘ und MG8‘‘ eingerichtet zum Auslösen von Aktionen durch einen Bediener. Z.B. für den Einsatz in Fabrikhallen (Nothalt von Maschinen, „Maschine Stop“), in Zügen (Notbremse, Nothalt) oder generell zum Absetzen eines Notrufes (SOS-Notruf). Dadurch können mit einfachen Mitteln physikalische Notrufsäulen NRS durch virtuelle ersetzt werden.

9 zeigt ein beispielhaftes Ablaufdiagramm für ein Verfahren zum Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale durch ein entsprechend eingerichtetes mobiles Kommunikationsendgerät,

  • (VS1) wobei auf dem mobilen Kommunikationsendgerät ein Softwareprogramm zum Auslösen der Gefahrenmeldung installiert wird;
  • (VS2) wobei beim Auslösen der Gefahrenmeldung durch einen Bediener ein Positionsbestimmungssystem die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes bestimmt; und
  • (VS3) wobei beim Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes mit übertragen wird. Durch das Verfahren lässt sich mit handelsüblichen Mittel ein virtueller Handfeuermelder oder eine virtuelle Notrufsäule realisieren. Eine Installation in eine bestehende Infrastruktur ist leicht und mit wenig Aufwand möglich.

Verfahren und Anordnung zum Senden einer bedienerausgelösten Gefahrenmeldung an eine Meldezentrale durch ein entsprechend eingerichtetes mobiles Kommunikationsendgerät, wobei auf dem mobilen Kommunikationsendgerät ein Softwareprogramm zum Auslösen der Gefahrenmeldung installiert wird; wobei beim Auslösen der Gefahrenmeldung durch einen Bediener ein Positionsbestimmungssystem die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes bestimmt; und wobei beim Senden der Gefahrenmeldung an die Meldezentrale die Position des mobilen Kommunikationsendgerätes mit übertragen wird.

Bezugszeichen

  • GB
    Gebäude
    QR
    QR-Code
    RLS
    Rettungsleitstelle
    MG1–MG8
    Kommunikationsendgerät
    MG4‘, MG5‘, MG6‘, MG8‘, MG8‘‘
    Kommunikationsendgerät
    SV
    Sendevorrichtung
    IPS, GPS
    Positionsbestimmungssystem
    MZ
    Meldezentrale
    S
    Server
    DB1, DB2
    Datenbank
    C
    Cloud
    KV1, KV2
    Kommunikationsverbindung
    P1–P3
    Person
    AV1–AV7
    Ausgabevorrichtung
    AB1–AB7
    Alarmknopf
    GS
    Gefahrensituation
    K1, K2
    Kamera
    PM
    Pulsmesser
    FAS, FAS‘
    Fingerabdrucksensor
    F
    Finger
    MF
    Mikrofon
    T
    Text
    KAB
    Kameraabbild
    TS
    Touchscreen
    NRS
    Notrufsäule
    VS1–VS3
    Verfahrensschritt