Title:
Detektionsgerät
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Das vorgeschlagene handgehaltene Detektionsgerät (10), insbesondere ein Ortungsgerät zur Ortung von Objekten in einem zu untersuchenden Werkstück (18) oder ein Feuchtemessgerät zur Bestimmung einer Feuchte in einem zu untersuchenden Werkstück (18), bestehend aus zumindest einem Grundkörper (14), der zumindest eine Detektionsvorrichtung (20) umfasst.
Erfindungsgemäß weist der Grundkörper (14) des Detektionsgeräts (10) zu seiner beweglichen Lagerung relativ zu einer Untersuchungsoberfläche (16) des Werkstücks (18) einen Bürstenbesatz (30) auf.





Inventors:
Sgarz, Heiko (71229, Leonberg, DE)
Pohlmann, Martin (70567, Stuttgart, DE)
Roehm, Tobias (72218, Wildberg, DE)
Zibold, Tobias (70567, Stuttgart, DE)
Schliffke, Paul (70567, Stuttgart, DE)
Application Number:
DE102016211027A
Publication Date:
12/21/2017
Filing Date:
06/21/2016
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:
G12B9/08; G01N19/10; G01N33/00; G01V1/00; G01V3/00; G01V8/00; G01V9/00; G01V11/00
Domestic Patent References:
DE102006025861A1N/A2007-12-06
DE102005000054A1N/A
Foreign References:
20150148684
5397996
WO2012005888A1
Other References:
Helmut Fischer GmbH: Poroscope HV5, HV20, HV40. Sindelfingen, 2014. - Firmenschrift. http://www.helmut-fischer.de/fileadmin/user_upload/default/Brochures/de-german/BROC_Poroscope_HV5-20-40_931-004_de.pdf [abgerufen am 01.03.2017]
Claims:
1. Handgehaltenes Detektionsgerät (10), insbesondere ein Ortungsgerät zur Ortung von Objekten in einem zu untersuchenden Werkstück (18) oder ein Feuchtemessgerät zur Bestimmung einer Feuchte in einem zu untersuchenden Werkstück (18), bestehend aus zumindest einem Grundkörper (14), der zumindest eine Detektionsvorrichtung (20) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (14) zu seiner beweglichen Lagerung relativ zu einer Untersuchungsoberfläche (16) des Werkstücks (18) einen Bürstenbesatz (30) aufweist.

2. Handgehaltenes Detektionsgerät (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bürstenbesatz (30) derart an dem Grundkörper (14) des Detektionsgeräts (10) angeordnet ist, dass zumindest ein Teil von Bürstenhaaren (32) des Bürstenbesatzes (30) bei der Durchführung einer Detektionsmessung zwischen der Untersuchungsoberfläche (16) des Werkstücks (18) und dem Grundkörper (14) angeordnet ist.

3. Handgehaltenes Detektionsgerät (10) nach Anspruch einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bürstenbesatz (30) auf einer bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche (16) des Werkstücks (18) zugewandten Seite des Grundkörpers (14) angeordnet ist.

4. Handgehaltenes Detektionsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bürstenbesatz (30) in Form zumindest einer Streifenbürste realisiert ist.

5. Handgehaltenes Detektionsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (14) eine Fixiervorrichtung (34) aufweist, die dazu vorgesehen ist, den Bürstenbesatz (30) am Grundkörper (14) zu fixieren, insbesondere wieder lösbar zu fixieren.

6. Handgehaltenes Detektionsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bürstenbesatz (30) mit dem Grundkörper (14) fest verbunden ist, insbesondere verklebt ist.

7. Handgehaltenes Detektionsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bürstenbesatz (30) derart an dem Grundkörper (14) angeordnet ist, insbesondere fixiert ist, dass die Bürstenhaare (32) des Bürstenbesatzes (30) im Wesentlichen rechtwinklig zu der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche (16) des Werkstücks (18) zugewandten Seite des Grundkörpers (14) ausgerichtet sind.

8. Handgehaltenes Detektionsgerät (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bürstenbesatz (30) derart an dem Grundkörper (14) angeordnet ist, insbesondere fixiert ist, dass die Bürstenhaare (32) des Bürstenbesatzes (30) im Wesentlichen unter einem Vorzugswinkel (36), der ungleich 90 Grad ist, zu der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche (16) des Werkstücks (18) zugewandten Seite des Grundkörpers (14) ausgerichtet sind.

9. Handgehaltenes Detektionsgerät (10) nach einem der Ansprüche 2–8, dadurch gekennzeichnet, dass der Bürstenbesatz (30) die bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche (16) des Werkstücks (18) zugewandte Seite des Grundkörpers (14) vollflächig bedeckt oder in deren Ecken oder in unmittelbarer Nähe zu deren Kanten angeordnet ist.

10. Handgehaltenes Detektionsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bürstenbesatz (30) zumindest im Wesentlichen durchgängig entlang der Außenkontur der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche (16) des Werkstücks (18) zugewandten Seite des Grundkörpers (14) angeordnet ist.

11. Handgehaltenes Detektionsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bürstenbesatz (30) zumindest teilweise aus elektrisch leitfähigen Bürstenhaaren (32) besteht.

Description:
Stand der Technik

Die Erfindung betrifft ein handgehaltenes Detektionsgerät, insbesondere ein Ortungsgerät zur Ortung von Objekten in einem zu untersuchenden Werkstück oder ein Feuchtemessgerät zur Bestimmung einer Feuchte in einem zu untersuchenden Werkstück, bestehend aus zumindest einem Grundkörper, der zumindest eine Detektionsvorrichtung umfasst. Derartige Detektionsgeräte sind aus dem Stand der Technik bekannt, beispielsweise aus DE 10 2006 025 861.

Offenbarung der Erfindung

Das vorgeschlagene handgehaltene Detektionsgerät, insbesondere das Ortungsgerät zur Ortung von Objekten in einem zu untersuchenden Werkstück oder das Feuchtemessgerät zur Bestimmung einer Feuchte in einem zu untersuchenden Werkstück, geht aus von einem Detektionsgerät bestehend aus zumindest einem Grundkörper, der zumindest eine Detektionsvorrichtung umfasst. Erfindungsgemäß weist der Grundkörper des Detektionsgeräts zu seiner beweglichen Lagerung relativ zu einer Untersuchungsoberfläche des Werkstücks einen Bürstenbesatz auf.

Das handgehaltene Detektionsgerät weist zumindest einen handgehaltenen Grundkörper auf, der zumindest eine Detektionsvorrichtung, insbesondere eine Ortungsvorrichtung, umfasst. Die Detektionsvorrichtung, insbesondere die Ortungsvorrichtung, ist dazu vorgesehen ist, Detektionsdaten, d.h. insbesondere eine Ortung betreffende Daten (im Folgenden auch Ortungsdaten) und/oder eine Feuchte betreffende Daten (im Folgenden auch Feuchtemesswerte oder Feuchtigkeitsmesswerte), zu unter einer Untersuchungsoberfläche eines zu untersuchenden Werkstücks verborgenen Ortungsobjekten und/oder zu unter einer Untersuchungsoberfläche eines zu untersuchenden Werkstücks verborgener Feuchtigkeit oder dergleichen zu erfassen.

Unter einer „Detektionsvorrichtung“ soll insbesondere eine Vorrichtung verstanden werden, die Mittel aufweist, die dazu vorgesehen sind, physikalische und/oder chemische Größen, die auf ein Vorhandensein eines Ortungsobjekts und/oder einer Feuchtigkeit und/oder eines Feuchtigkeitsgrads oder dergleichen schließen lassen, zu erfassen und in ein elektrisch auswertbares Signal umzuwandeln. Insbesondere schließt die Detektionsvorrichtung zum Betrieb der Mittel notwendige Komponenten, elektrische Schaltungen und dergleichen ein. Die Detektionsvorrichtung dient der Ortung von unter einer Untersuchungsoberfläche verborgenen Ortungsobjekten und/oder der Detektion von unter einer Untersuchungsoberfläche verborgener Feuchtigkeit, insbesondere von Feuchtigkeitsgraden einer unter einer Untersuchungsoberfläche verborgener Feuchtigkeit. Vorzugsweise ist bei der Detektion ein, insbesondere direkter, taktiler Kontakt zwischen der Detektionsvorrichtung und einem zu ortenden Ortungsobjekt und/oder der Feuchtigkeit nicht nötig. In einer Ausführungsform weist die Detektionsvorrichtung zur Durchführung der Detektion zumindest einen Detektionssensor auf. Detektionssensoren sind prinzipiell geeignet, beispielsweise mittels Auswertung einer elektrischen und/oder magnetischen Feldänderung oder einer Laufzeitänderung einer in ein zu untersuchendes Material ausgestrahlten Strahlung, in einem Untersuchungsgegenstand verborgene Ortungsobjekte und/oder Feuchtigkeit zu detektieren. Beispielsweise kann die Detektionsvorrichtung einen Induktivsensor, einen AC-Sensor, einen Kapazitivsensor oder dergleichen aufweisen. Ebenfalls eignen sich auch Sensoren, die für eine Erfassung mittels elektromagnetischer Strahlung vorgesehenen sind, wie insbesondere ein 50-Hertz-Sensor, ein Mikrowellensensor, ein Radarsensor, ein Terahertzsensor, ein Ultrahochfrequenzsensor, ein Röntgensensor, ein Infrarotsensor oder ein NMR-Sensor. Ferner sind auch Schallsensoren, beispielsweise Ultraschall- oder Impact-Echo-Sensoren oder Neutronensonden als Detektionsvorrichtung denkbar. Bevorzugt ist auch eine Kombination mehrerer, insbesondere auch verschiedenartiger, Detektionssensoren zur Durchführung der Detektion denkbar.

Unter „vorgesehen“ soll insbesondere speziell „programmiert“, „ausgelegt“ und/oder „ausgestattet“ verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion „vorgesehen“ ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt oder dazu ausgelegt ist, die Funktion zu erfüllen.

Unter einem „handgehaltenen“ Detektionsgerät soll insbesondere verstanden werden, dass das Detektionsgerät ohne Zuhilfenahme einer Transportmaschine lediglich mit den Händen, insbesondere mit einer Hand, transportiert werden kann. Insbesondere kann das Detektionsgerät auch während eines Messvorgangs in einer von einem Benutzer des Detektionsgeräts frei ausgeführten Bewegung, insbesondere einer zweidimensionalen freien Bewegung, handgehalten über die Untersuchungsoberfläche geführt werden. Die Masse des handgehaltenen Detektionsgerät beträgt insbesondere weniger als 5 kg, vorteilhaft weniger als 3 kg und besonders vorteilhaft weniger als 1 kg. Vorzugsweise weist das handgehaltene Detektionsgerät ein Gehäuse mit einem Griff oder einem Griffbereich auf, mit dem das Detektionsgerät über die Untersuchungsoberfläche des zu untersuchenden Gegenstands geführt werden kann.

Das handgehaltene Detektionsgerät weist in einer Ausführungsform ein Gehäuse auf, das zumindest die wesentlichen funktionalen Komponenten des Detektionsgeräts aufnimmt. Bevorzugt besteht das Detektionsgerät aus nur einem Gehäuse, das den Grundkörper des Detektionsgeräts bildet. Insbesondere nimmt das Gehäuse zumindest eine Steuervorrichtung, eine Detektionsvorrichtung samt Detektionssensor, eine Eingabe- und/oder eine Ausgabevorrichtung, insbesondere eine Anzeigevorrichtung, sowie eine Energieversorgungsvorrichtung auf. Insbesondere sind die Komponenten in ihrem Gesamtvolumen zu mehr als 50 %, bevorzugt zu mehr als 75 % und besonders bevorzugt zu 100 % in dem Gehäuse des Detektionsgeräts untergebracht. Auf diese Weise kann ein besonders kompaktes und leicht einhändig durch einen Benutzer führbares Detektionsgerät realisiert werden. Ferner lassen sich die Komponenten des Detektionsgeräts auf diese Weise vorteilhaft durch ein Gehäuse des Detektionsgeräts vor Beschädigungen und Umwelteinflüssen, beispielsweise vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und Staub, schützen.

Unter einer „Untersuchungsoberfläche“ ist insbesondere eine Oberfläche eines hinsichtlich verborgener Ortungsobjekte und/oder hinsichtlich einer Feuchtigkeit und/oder hinsichtlich eines Feuchtegrads zu untersuchenden Gegenstands oder Werkstücks zu verstehen. Insbesondere stellt ein Gegenstand ein Werkstück dar. Der Begriff „Werkstück“ meint in diesem Sinne alle mittels des Detektionsgeräts untersuchbaren Gegenstände oder Materialien. Beispielsweise und nicht abschließend kann es sich bei dem Werkstück um Baustoffe, eine Wand, einen Boden, eine Decke, Estrich, ein organisches Gebilde (insbesondere auch Teile eines Körpers) und/oder Teile eines Geländes handeln. Bestehen kann der Gegenstand oder das Werkstück beispielsweise insbesondere aus Holz, Glas, Kunststoff, Beton, Stein, Ziegel, Gips, Metall, organischen Materialien oder dergleichen. Des Weiteren lassen sich prinzipiell auch Flüssigkeiten oder Gase untersuchen. Einschlüsse eines Materials, das sich von dem Material des zu untersuchenden Gegenstands unterscheidet oder dessen physikalischen Eigenschaften sich von denen des Materials des zu untersuchenden Gegenstands unterscheiden, stellen beispielhafte Ortungsobjekte dar. Typische Beispiele für derartige Ortungsobjekte sind Stromleitungen, Rohre, Gasleitungen, Hohlräume, Armierungen, oder dergleichen, die in einer Gebäudewand verborgen liegen, aber auch Feuchtigkeit, die in einer Gebäudewand verborgen ist.

Das Detektionsgerät weist ferner eine Steuervorrichtung zur Ansteuerung der funktionalen Komponenten des Detektionsgeräts auf, insbesondere zur Ansteuerung zumindest der Detektionsvorrichtung, einer Eingabe- und/oder einer Ausgabevorrichtung, einer Datenkommunikationsschnittstelle, einer Speichervorrichtung sowie weiterer, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Komponenten. Die Steuervorrichtung ist dazu vorgesehen, den Betrieb des Detektionsgeräts zu steuern sowie die von der Detektionsvorrichtung bereitgestellten Detektionsdaten auszuwerten.

Die Energieversorgungsvorrichtung des Detektionsgerät ist dazu vorgesehen, das Detektionsgerät zur Inbetriebnahme und während des Betriebs mit elektrischer Energie zu versorgen. In einer Ausführungsform handelt es sich bei der Energieversorgungsvorrichtung um einen stromnetzunabhängigen Energiespeicher, insbesondere einen Akkumulator, eine Batterie, oder dergleichen.

Die Eingabevorrichtung dient der Eingabe von Arbeitsparametern, d.h. von allen notwendigen und/oder sinnvollen Betriebsparameter des Detektionsgeräts, insbesondere zu dessen Steuerung, sowie Parameter betreffend die Auswertung der Messergebnisse. Die Ausgabevorrichtung dient der Ausgabe von Arbeitsparametern und/oder von Detektionsinformationen, d.h. insbesondere Informationen über ein geortetes Objekt und/oder über eine geortete oder detektierte Feuchtigkeit. In der Ausführungsform des Detektionsgeräts ist die Eingabevorrichtung und/oder die Ausgabevorrichtung in einer dem Benutzer des Detektionsgeräts bei dessen Benutzung zugewandten Seite des Gehäuses angeordnet.

Ferner kann eine Speichervorrichtung, beispielsweise in Form eines elektronischen Datenspeichers, zum Speichern von Messergebnissen und/oder Detektionsinformationen und/oder Arbeitsparametern vorgesehen sein.

Erfindungsgemäß weist der Grundkörper des Detektionsgeräts zu seiner beweglichen Lagerung relativ zu einer Untersuchungsoberfläche des Werkstücks einen Bürstenbesatz auf. Der Bürstenbesatz kann dabei aus Naturfasern und/oder Kunstfasern bestehen und weist eine Vielzahl von Bürstenhaaren auf.

Der Bürstenbesatz dient in erster Linie dazu, den Grundkörper des Detektionsgeräts – und somit auch die Detektionsvorrichtung – in einem konstanten Abstand über die Untersuchungsoberfläche zu führen. Bei aus dem Stand der Technik bekannten Anwendungen wird der Abstand durch mechanischen Kontakt des Detektors mit der Untersuchungsoberfläche konstant gehalten. Der mechanische Kontakt kann dabei durch starre Gleiter, beispielsweise in Form eines Vorsprungs des aus Kunststoff gefertigten Grundkörpers, oder durch gleit- und verschleißoptimierte Gleiter, beispielsweise aus auf den Grundkörper aufgeklebtem Filz oder Polymer wie Teflon oder Nylon, realisiert sein. Ferner sind aus dem Stand der Technik Detektionsgeräte mit Rädern bekannt, mittels der der Grundkörper des Detektionsgeräts in eindimensionaler Richtung, d.h. mit nicht lenkbarer Achse, über die Untersuchungsoberfläche verfahren werden kann.

Die zu untersuchenden Werkstücke sind in der Regel Baustoffe wie Beton, Putz, oder dergleichen, die eine harte, unebene Oberflächenstruktur aufweisen und typischerweise durch Staub oder dergleichen verschmutzt sind. Gegenüber den genannten Lösungen aus dem Stand der Technik bietet der erfindungsgemäße Bürstenbesatz des Grundkörpers des Detektionsgeräts hinsichtlich der beweglichen Lagerung relativ zu der Untersuchungsoberfläche diverse Vorteile.

Der Bürstenbesatz des Grundkörpers ermöglicht es, den Grundkörper in konstantem Abstand über die Untersuchungsoberfläche zu führen, ohne dass kleine Unebenheiten der Untersuchungsoberfläche zu einem Verkippen des Grundkörpers und damit der Detektionsvorrichtung führen. Die einzelnen Bürstenhaare des Bürstenbesatzes führen zu einer besseren Nivellierung des Detektionsgeräts auf der Untersuchungsoberfläche. Da die Messgenauigkeit signifikant von einem Verkippen und vom Abstand zwischen der Detektionsvorrichtung und der Untersuchungsoberfläche abhängt, kann somit auf konstruktiv einfache Weise eine Steigerung der Messgenauigkeit und eine Reduzierung von Messfehlern erreicht werden.

Gleichzeitig unterliegt der Bürstenbesatz – auch bei häufiger Benutzung des Detektionsgeräts auf rauen Oberflächen – keinem oder nur sehr geringem Verschleiß. Insbesondere die aus dem Stand der Technik bekannten Gleiter verschleißen während des Gebrauchs kontinuierlich durch Reibung, sodass sich der Abstand zwischen Detektionsvorrichtung und Untersuchungsoberfläche stetig verkleinert und Messergebnis zunehmend verfälscht werden. Der Bürstenbesatz hingegen, insbesondere die einzelnen Bürstenhaare, reagieren auf Reibung, die durch das Umpositionieren des Detektionsgeräts bezogen auf die Untersuchungsoberfläche entsteht, elastisch durch Verbiegen der einzelnen Bürstenhaare. Somit unterliegen die Bürstenhaare keinem oder nur deutlich verringertem Verschleiß, sodass der Abstand zwischen der Detektionsvorrichtung und der Untersuchungsoberfläche über einen längeren Zeitraum konstant bleibt.

In einer Ausführungsform des handgehaltenen Detektionsgeräts ist der Bürstenbesatz derart an dem Grundkörper des Detektionsgeräts angeordnet, dass zumindest ein Teil der Bürstenhaare des Bürstenbesatzes bei der Durchführung einer Detektionsmessung zwischen der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks und dem Grundkörper des Detektionsgeräts angeordnet ist.

Durch Verwendung des Bürstenbesatzes wird einem Benutzer ein Umpositionieren des Detektionsgeräts in zweidimensionaler Richtung bezogen auf die Untersuchungsoberfläche auf konstruktiv besonders einfache Weise ermöglicht. Insbesondere erlaubt die bewegliche Lagerung des Detektionsgeräts mittels des Bürstenbesatzes, dass der Benutzer das Detektionsgerät in einer freien Bewegung, beispielsweise in einer freien Wischbewegung, über die Untersuchungsoberfläche führen kann. Die freie Wischbewegung des Detektionsgeräts resultiert in einem freien, insbesondere beliebig ausgestalteten Pfad, der unabhängig ist von einem vorgegebenen Verfahrweg.

Durch Verwendung des Bürstenbesatzes zur beweglichen Lagerung des Detektionsgeräts auf der Untersuchungsoberfläche nimmt ein Benutzer die Anwendung des Detektionsgeräts, insbesondere das Umpositionieren auf der Untersuchungsoberfläche, in der Haptik als besonders angenehm wahr. So lässt sich das Detektionsgerät ohne großen Kraftaufwand verschieben bzw. umpositionieren und Unebenheiten in der Untersuchungsoberfläche können ohne Stocken oder Verkanten des Detektionsgeräts überwunden oder überstrichen werden. Das unter Verwendung von Gleitern übliche Gefühl, dass das Detektionsgerät auf der Untersuchungsoberfläche kratzt oder schabt, bleibt vorteilhaft aus.

Auch eine Geräuschentwicklung, welche durch das Verschieben des Detektionsgeräts prinzipiell auf der Untersuchungsoberfläche entstehen kann, wird geringer und somit vom Benutzer als angenehmer wahrgenommen. Schabgeräusche, wie sie typischerweise unter Verwendung von Gleitern entstehen, bleiben vorteilhaft aus.

Die bewegliche Lagerung des Detektionsgeräts relativ zur Untersuchungsoberfläche unter Verwendung des Bürstenbesatzes macht das Detektionsgerät auch unter widrigen Bedingungen, beispielsweise auf durch Staub verschmutzten Untersuchungsoberflächen, besser einsetzbar. Im Gegensatz zu Rädern, die auf staubigen Untersuchungsoberflächen in Folge verringerter Haftreibung nicht mehr rollen, sondern gleiten – gefolgt von einem rapiden Ansteigen der zur Bewegung des Detektionsgeräts aufzubringenden Kraft, bleibt die Bewegung des erfindungsgemäßen Detektionsgeräts homogen und insbesondere konstant. Ferner wird Staub von einer verunreinigten Untersuchungsoberfläche gleichmäßiger aufgenommen und mit weniger Druck großflächiger auf die Oberfläche verteilt bzw. aufgebracht. Auf diese Weise entstehen weniger Beschädigungen und Verunreinigungen wie beispielsweise Kratzer an der Oberfläche, die sowohl von Staub als auch von typischerweise eingesetzten Gleitern herrühren.

Außerdem nimmt der Bürstenbesatz auf dem Grundkörper konstruktionsbedingt wenig Platz ein, sodass das Detektionsgerät – bei vorgegebenem Platzbedarf der Detektionsvorrichtung – besonders kompakt realisiert werden kann. Mit einem derart kompakten Detektionsgerät kann beispielsweise auch unter beengten Platzverhältnissen noch bequem und einfach gemessen werden.

In einer Ausführungsform des handgehaltenen Detektionsgeräts ist der Bürstenbesatz auf einer bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite des Grundkörpers angeordnet.

Auf diese Weise kann eine besonders platzsparende und ressourcenschonende Realisierung des Detektionsgeräts mit Bürstenbesatz erfolgen. Diejenige Seite, auf der der Bürstenbesatz angeordnet ist, ist durch die Richtung definiert, aus der die Detektionsvorrichtung Detektionssignale empfangen kann. Ferner kann durch die einseitige Bestückung des Grundkörpers mit dem Bürstenbesatz die korrekte Anwendung des Detektionsgeräts durch den Benutzer, insbesondere die richtige Ausrichtung des Detektionsgeräts bezogen auf die Untersuchungsoberfläche, sichergestellt werden. Die Bedienung des Detektionsgeräts wird somit intuitiver und vereinfacht.

In einer alternativen oder zusätzlichen Ausführungsform des handgehaltenen Detektionsgeräts ist der Bürstenbesatz an einer bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks abgewandten Seite des Grundkörpers angeordnet, wobei die Bürstenhaare des Bürstenbesatzes die der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandte Seite des Grundkörpers in Richtung der Untersuchungsoberfläche überragen bzw. in Richtung der Untersuchungsoberfläche überstehen.

Auf diese Weise können Bürstenhaare alternativ oder zusätzlich auch an einer Außenseite (d.h. nicht die der bei Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite des Grundkörpers) des Grundkörpers angeordnet sein.

In einer Ausführungsform des handgehaltenen Detektionsgeräts ist der Bürstenbesatz in Form zumindest einer Streifenbürste realisiert.

Streifenbürsten sind als Meterware industriell verfügbar und prinzipiell auf jedes Maß einkürzbar. Somit kann eine besonders kostengünstige und wirtschaftlich besonders ökonomische Realisierung des Bürstenbesatzes vorgeschlagen werden.

Ferner kann die Länge der Bürstenhaare, der Querschnitt der Bürstenhaare, die Dichte der Bürstenhaare (d.h. Bürstenhaare pro Quadratmillimeter), das Material der Bürstenhaare, die Länge der zumindest einen Streifenbürste und dergleichen frei gewählt werden. Auf diese Weise kann eine gezielte Anpassung der beweglichen Lagerung erreicht werden. Beispielsweise kann eine Anpassung hinsichtlich des Abstands der Detektionsvorrichtung zu der Untersuchungsoberfläche durchgeführt werden. Alternativ oder zusätzlich kann der Widerstand, der sich bei einer Umpositionierung des Detektionsgeräts bezogen auf die Untersuchungsoberfläche für den Benutzer ergibt, beeinflusst werden. Ferner kann die Anpassung auch hinsichtlich einer Geräuschentwicklung, hinsichtlich der Haptik oder dergleichen erfolgen.

In einem Ausführungsbeispiel des Detektionsgeräts kann die Höhe der Bürstenhaare des Bürstenbesatzes beispielsweise 8 mm betragen, während die Bürstenhaare einen Durchmesser von 0,15 mm aufweisen. Das Material der Bürstenhaare kann in einem Ausführungsbeispiel als Polypropylen gewählt sein.

In einer Ausführungsform des handgehaltenen Detektionsgeräts weist der Grundkörper eine Fixiervorrichtung auf, die dazu vorgesehen ist, den Bürstenbesatz am Grundkörper zu fixieren, insbesondere wieder lösbar zu fixieren.

Vorteilhaft kann auf diese Weise der Bürstenbesatz an dem Grundkörper fixiert werden und die Ausrichtung der Bürstenhaare bezogen auf den Grundkörper festgelegt werden. Der Bürstenbesatz kann fest mit dem Grundkörper verbunden sein oder auch austauschbar befestigt sein. In einer Ausführungsform kann die Fixiervorrichtung als eine Einspannvorrichtung realisiert sein, mittels der der Bürstenbesatz, insbesondere die zumindest eine Streifenbürste, wieder lösbar am Grundkörper fixiert wird. Alternativ oder zusätzlich kann die Fixiervorrichtung als Klettvorrichtung oder auch als Klebevorrichtung realisiert sein.

In einer Ausführungsform des handgehaltenen Detektionsgeräts ist der Bürstenbesatz mit dem Grundkörper fest verbunden, insbesondere verklebt.

Alternativ oder zusätzlich kann der Bürstenbesatz mit dem Grundkörper verschweißt oder heißverstemmt sein. Diese Verbindung eignet sich insbesondere bei gleichen oder ähnlichen Materialien des Grundkörpers und der Bürstenhaare bzw. des Bürstenbesatzes.

Auf diese Weise kann ein besonders guter Halt des Bürstenbesatzes an dem Grundkörper erreicht werden. Mittels Verkleben kann ferner eine besonders kostengünstige Fixierung des Bürstenbesatzes am Grundkörper realisiert werden.

In einer Ausführungsform des handgehaltenen Detektionsgeräts ist der Bürstenbesatz derart am Grundkörper angeordnet, insbesondere fixiert, dass die Bürstenhaare des Bürstenbesatzes im Wesentlichen rechtwinklig zu der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite des Grundkörpers ausgerichtet sind.

Unter „im Wesentlichen rechtwinklig“ ist insbesondere zu verstehen, dass die Bürstenhaare in ihrer Gesamtheit rechtwinklig zum Grundkörper angeordnet sind. Dabei können einzelne Bürstenhaare aber von der rechtwinkligen Anordnung auch abweichen, insbesondere um weniger als ±30 Grad, bevorzugt um weniger als ±20 Grad, besonders bevorzugt um weniger als ±10 Grad.

In Folge der im Wesentlichen rechtwinklig zu der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite des Grundkörpers ausgerichteten Bürstenhaare kann das Detektionsgerät besonders leicht in zweidimensionaler Richtung bewegt werden.

In einer Ausführungsform des handgehaltenen Detektionsgeräts ist der Bürstenbesatz derart am Grundkörper angeordnet, insbesondere fixiert, dass die Bürstenhaare des Bürstenbesatzes im Wesentlichen unter einem Vorzugswinkel, der ungleich 90 Grad ist, zu der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite des Grundkörpers ausgerichtet sind.

Unter „im Wesentlichen ungleich 90 Grad“ ist insbesondere zu verstehen, dass die Bürstenhaare in ihrer Gesamtheit unter einem Vorzugswinkel zu der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite des Grundkörpers angeordnet sind, der von 90 Grad abweicht. So kann der Vorzugswinkel beispielsweise bei +45 Grad liegen, sodass die Bürstenhaare im Wesentlichen unter diesem Vorzugswinkel ausgerichtet sind. Dabei können einzelne Bürstenhaare aber von den +45 Grad auch abweichen, insbesondere um weniger als ±30 Grad, bevorzugt um weniger als ±20 Grad, besonders bevorzugt um weniger als ±10 Grad.

In Folge der im Wesentlichen unter einem Vorzugswinkel ungleich 90 Grad zu der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite ausgerichteten Bürstenhaare kann das Detektionsgerät besonders leicht in eine Vorzugsrichtung bewegt werden. Dabei ist die Vorzugsrichtung durch diejenige Richtung definiert, die parallel zur Untersuchungsoberfläche in Richtung des von den Bürstenhaaren mit dem Grundkörper gebildeten stumpfen Winkels liegt. Eine Bewegung des Detektionsgeräts in eine andere als die Vorzugsrichtung, insbesondere entgegen der Vorzugsrichtung, ist nur gegen einen größeren Widerstand möglich.

In einer Ausführungsform des handgehaltenen Detektionsgeräts bedeckt der Bürstenbesatz die bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandte Seite des Grundkörpers vollflächig oder ist in deren Ecken angeordnet oder ist in unmittelbarer Nähe zu deren Kanten angeordnet.

Prinzipiell kann eine beliebige Anordnung des Bürstenbesatzes auf der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite des Grundkörpers umgesetzt werden. Die vollflächige Anordnung des Bürstenbesatzes ermöglicht eine besonders gleichmäßige und somit besonders stabile Aufsetzung des Detektionsgeräts auf die Untersuchungsoberfläche. Durch Anordnen des Bürstenbesatzes in den Ecken der Seite kann vorteilhaft Material gespart werden und eine besonders kostengünstige Realisierung der beweglichen Lagerung erreicht werden. Die Anordnung des Bürstenbesatzes in unmittelbarer Nähe zu den Kanten der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite des Grundkörpers kann ein Kompromiss aus stabiler Aufsetzung des Detektionsgeräts auf die Untersuchungsfläche und Einsparung von Material erreicht werden. Dabei ist unter „unmittelbarer Nähe“ insbesondere in einem Abstand von weniger als 1.5 cm, bevorzugt in einem Abstand von weniger als 1.0 cm, besonders bevorzugt in einem Abstand von weniger als 0.5 cm zu der jeweiligen Kante zu verstehen.

In einer Ausführungsform des handgehaltenen Detektionsgeräts ist der Bürstenbesatz im Wesentlichen durchgängig entlang der Außenkontur der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite des Grundkörpers angeordnet.

Unter „im Wesentlichen durchgängig“ ist zu verstehen, dass der Bürstenbesatz der Außenkontur, d.h. der Kante der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite des Grundkörpers, zumindest in großen Teilen, insbesondere zu mehr als 50%, bevorzugt zu mehr als 75%, besonders bevorzugt zu 100%, auf der Umlaufstrecke der Außenkontur folgt. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass ein besonders stabiles Aufsetzen des Detektionsgeräts auf die Untersuchungsoberfläche erreicht werden kann. Gleichzeitig wird erreicht, dass die Funktionalität der Detektionsvorrichtung nicht durch vollflächig auf der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite des Grundkörpers vorhandene Bürstenhaare beeinflusst oder gar beeinträchtigt wird. Außerdem lassen sich bei dieser Anordnung Hindernisse, insbesondere Stufen oder Unebenheiten in der Untersuchungsoberfläche, besonders gleichmäßig oder flüssig überwinden.

In einer alternativen oder zusätzlichen Ausführungsform des handgehaltenen Detektionsgeräts kann der Bürstenbesatz auch derart angeordnet sein, dass die Bürstenhaare im Wesentlichen die der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandte Seite des Grundkörpers in Richtung der Untersuchungsoberfläche überragen bzw. in Richtung der Untersuchungsoberfläche überstehen, wobei der Bürstenbesatz jedoch nicht an der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite des Grundkörpers angeordnet ist. Insbesondere kann bei einer derartigen Ausführungsform der Bürstenbesatz an einer, mehreren oder allen der Seitenflächen des Grundkörpers angeordnet sein, die nicht bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten sind. Insbesondere kann der Bürstenbesatz auch dabei im Wesentlichen durchgängig entlang, jedoch außerhalb der Außenkontur der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche des Werkstücks zugewandten Seite des Grundkörpers angeordnet sein.

In einer Ausführungsform des handgehaltenen Detektionsgeräts besteht der Bürstenbesatz zumindest teilweise aus elektrisch leitfähigen Bürstenhaaren.

Auf diese Weise kann die bewegliche Lagerung des Detektionsgeräts bezogen auf die Untersuchungsoberfläche vorteilhaft mit der Ableitung von elektrischer Ladung an die Untersuchungsoberfläche kombiniert werden. Insbesondere kann somit einer elektrostatischen Aufladung des Detektionsgeräts und somit einer Beeinflussung der Funktionalität der Detektionsvorrichtung, beispielsweise in Folge der Ausbildung elektromagnetischer Felder, entgegengewirkt werden. Ferner lässt sich unter Verwendung elektrisch leitfähiger Bürstenhaare auch ein zu detektierendes elektromagnetisches Feld vorteilhaft beeinflussen, beispielsweise bündeln. Alternativ oder zusätzlich lässt sich ein störendes elektromagnetisches Feld auch abschirmen.

Zeichnungen

Die Erfindung ist an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßiger Weise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. Gleiche Bezugszeichen in den Figuren bezeichnen gleiche Elemente.

Es zeigen:

1a eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Detektionsgeräts mit Bürstenbesatz,

1b eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Detektionsgeräts mit Bürstenbesatz bei Anwendung zur Untersuchung eines Werkstücks,

2 eine Aufsicht auf die Unterseite des erfindungsgemäßen Detektionsgeräts mit Bürstenbesatz,

3a eine schematische Ansicht einer Einspannvorrichtung zur Fixierung des Bürstenbesatzes unter im Wesentlichen rechtwinkliger Ausrichtung der Bürstenhaare zum Grundkörper,

3b eine schematische Ansicht einer Einspannvorrichtung zur Fixierung des Bürstenbesatzes, bei dem die Bürstenhaare im Wesentlichen unter einem Vorzugswinkel zum Grundkörper ausgerichtet sind, der ungleich 90 Grad ist.

1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen handgehaltenen Detektionsgeräts 10, hier als ein Ortungsgerät realisiert. Das Detektionsgerät kann in einer alternativen Ausführungsform ebenfalls als ein Feuchtemessgerät oder Feuchtedetektionsgerät realisiert sein. Das dargestellte Detektionsgeräts 10 weist ein Gehäuse 12 auf, das gleichzeitig den Grundkörper 14 des Detektionsgeräts 10 bildet. Das Gehäuse 12 umfasst alle Komponenten des Detektionsgeräts 10, die zu dessen Betrieb notwendig oder sinnvoll sind. Das handgehaltene Detektionsgerät 10 kann von einem Benutzer mit einer Hand während eines Messvorgangs in einer von einem Benutzer des Detektionsgeräts 10 frei ausgeführten Bewegung handgehalten über eine Untersuchungsoberfläche 16 eines zu untersuchenden Werkstücks 18 (vgl. 1b) geführt werden. Die Masse des handgehaltenen Detektionsgeräts beträgt weniger als 3 kg.

Das Detektionsgerät 10 weist eine Detektionsvorrichtung 20 (vgl. 2) auf, die dazu vorgesehen ist, Detektionsdaten, hier insbesondere Ortungsdaten, zu unter der Untersuchungsoberfläche 16 verborgenen Ortungsobjekten (hier nicht näher dargestellt) zu erfassen. Dazu umfasst die Detektionsvorrichtung 20 in der dargestellten Ausführungsform insbesondere eine LCR-Antenne.

Das Detektionsgerät 10 weist ferner eine Eingabevorrichtung 22 in Form von Betätigungselementen auf, die zum Ein- und Ausschalten des Detektionsgeräts 10 sowie zum Starten einer Detektionsmessung geeignet sind. Eine Ausgabevorrichtung 24 dient der Darstellung und Ausgabe von Arbeitsparametern und/oder Auswerteergebnissen, insbesondere von Detektionsinformationen. Die Komponenten der Eingabevorrichtung 22 sind zur Übermittlung von Benutzereingaben mit einer nicht näher dargestellten Steuervorrichtung des Detektionsgeräts 10 verbunden. Die Ausgabevorrichtung 24 ist insbesondere dazu vorgesehen, eine Detektionsinformation auf einem Display darzustellen. Die Ausgabevorrichtung 24 ist mit Steuervorrichtung zur Übermittlung von Messergebnissen oder anderweitigen Informationen verbunden.

Die hier nicht näher dargestellte Steuervorrichtung, die insbesondere eine Steuerelektronik aufweist, dient der Steuerung und/oder Regelung des Detektionsgeräts 10 sowie der Detektionsvorrichtung 20 im Besonderen. Dazu umfasst die Steuervorrichtung eine nicht näher dargestellte Einheit mit einer Prozessoreinheit, einer Speichereinheit und einem in der Speichereinheit gespeicherten Betriebsprogramm. Ferner ist die Steuervorrichtung dazu vorgesehen, Detektionsdaten der Detektionsvorrichtung 20, d.h. hier insbesondere Ortungsdaten, auszuwerten.

Das Detektionsgerät 10 verfügt ferner zum Transport und zu dessen Führung über einen Handgriff 26. Der Handgriff 26, die Eingabevorrichtung 22 sowie die Ausgabevorrichtung 24 befinden sich auf einer Gehäuseseite des Detektionsgeräts 10, die bei einer Bedienung des Detektionsgeräts 10 typischerweise dem Benutzer zugewandt ist.

Zur Energieversorgung des Detektionsgeräts 10 weist das Detektionsgerät 10 im Handgriff 26 eine Aussparung auf, die zur Aufnahme zumindest eines stromnetzunabhängigen Energiespeichers 28, insbesondere von Batterien oder wiederaufladbaren Akkus, vorgesehen ist.

Wie in 1b dargestellt ist, ist das Detektionsgerät 10 dazu vorgesehen, während der Durchführung einer Detektionsmessung auf ein zu untersuchendes Werkstück 18, insbesondere auf die Untersuchungsoberfläche 16 des Werkstücks 18, aufgesetzt zu werden. Zum stabilen Aufsetzen des Detektionsgeräts 10 auf die Untersuchungsoberfläche 16 sowie zu dessen bequemer, beweglicher Lagerung relativ zu der Untersuchungsoberfläche 16 weist das Detektionsgerät 10 an seinem Grundkörper 14 einen Bürstenbesatz 30 auf. Der Bürstenbesatz 30 ist dabei auf der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche 16 des Werkstücks 18 zugewandten Seite des Grundkörpers 14 angeordnet (vgl. insbesondere 2).

Ein in einem Bereich unter der Untersuchungsoberfläche 16 angeordnetes Ortungsobjekt (hier nicht näher dargestellt), beispielsweise eine Bewehrung, eine Leitung, ein Rohr oder dergleichen, aber prinzipiell auch eine Feuchtigkeit in dem Werkstück 18, wird von der Detektionsvorrichtung 20 des Detektionsgeräts 10 erfasst und unter Verwendung der Ausgabevorrichtung 24 an den Benutzer des Detektionsgeräts 10 ausgegeben.

Der Bürstenbesatz 30 erlaubt, den Grundkörper 14 des Detektionsgeräts 10 – und somit auch die Detektionsvorrichtung 20 – in einem konstanten Abstand über die Untersuchungsoberfläche 16 zu führen bzw. zu bewegen. Wie in 2 dargestellt, ist der Bürstenbesatz 30 in Form einer Streifenbürste realisiert, die durchgängig unmittelbar entlang der Außenkontur der bei der Durchführung der Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche 16 des Werkstücks 18 zugewandten Seite des Grundkörpers 14 angeordnet ist.

Die Streifenbürste ist, wie in 3a und 3b dargestellt, mittels einer Fixiervorrichtung 34 an dem Grundkörper 14 des Detektionsgeräts 10 fixiert. Die Fixiervorrichtung 34 ist als eine Einspannvorrichtung realisiert, sodass der Bürstenbesatz 30 wieder lösbar an dem Grundkörper 14 des Detektionsgeräts 10 fixiert ist. Die Bürstenhaare 32 des Bürstenbesatzes 30 sind dabei in 3a im Wesentlichen rechtwinklig zu der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche 16 des Werkstücks 18 zugewandten Seite des Grundkörpers 14 ausgerichteten und somit zur Untersuchungsoberfläche 16 hin ausgerichtet (vgl. 1b). Alternativ kann die Ausrichtung der Bürstenhaare des Bürstenbesatzes, wie in 3b dargestellt, auch im Wesentlichen unter einem Vorzugswinkel 36 zu der bei der Durchführung einer Detektionsmessung der Untersuchungsoberfläche 16 des Werkstücks 18 zugewandten Seite des Grundkörpers 14 ausgerichtet sein, der ungleich 90 Grad ist. Die Vorzugsrichtung ist dabei durch diejenige Richtung definiert, die parallel zur Untersuchungsoberfläche 16 in Richtung des von den Bürstenhaaren 32 mit dem Grundkörper 14 gebildeten stumpfen Vorzugswinkels 16 liegt (d.h. in 3b in Richtung des horizontalen Pfeils).

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 102006025861 [0001]