Title:
Induktive Energieübertragung
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Ein Ladegerät umfasst eine Anordnung von nebeneinander angeordneten, parallel ausgerichteten Primärspulen und eine Steuereinrichtung. Die Steuereinrichtung ist dazu eingerichtet, eine Primärspule zu bestimmen, die eine maximale induktive Kopplung zu einer Sekundärspule hat, die im Bereich der Anordnung angebracht ist, und die bestimmte Primärspule mit Wechselstrom anzusteuern. Dabei weisen die Primärspulen andere Durchmesser als die Sekundärspule auf. Werden mehrere Sekundärspulen verwendet, kann der maximal übertragbare Strom gegenüber einer bekannten Anordnung mit der Zahl der Sekundärspulen multipliziert sein.





Inventors:
Gonda, Martin (70191, Stuttgart, DE)
Krupezevic, Dragan (70565, Stuttgart, DE)
Application Number:
DE102016210783A
Publication Date:
12/21/2017
Filing Date:
06/16/2016
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:
H02J50/10; H01F38/14; H02J7/00; H02J50/40
Claims:
1. Ladegerät (105), umfassend:
– eine Anordnung (125) von nebeneinander angeordneten, parallel ausgerichteten Primärspulen (130);
– eine Steuereinrichtung (120), die dazu eingerichtet ist,
– eine Primärspule (130) zu bestimmen, die eine maximale induktive Kopplung zu einer Sekundärspule (135) hat, die im Bereich der Anordnung (125) angebracht ist; und
– die bestimmte Primärspule (130) mit Wechselstrom anzusteuern;
– wobei die Primärspulen (130) andere Durchmesser als die Sekundärspule (135) aufweisen.

2. Ladegerät (105) nach Anspruch 1, wobei die Durchmesser der Primärspulen (130) kleiner als der Durchmesser der Sekundärspule (135) sind.

3. Ladegerät (105) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Durchmesser der Primärspulen (130) gleich groß sind.

4. Ladegerät (105) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Primärspulen (130) regelmäßig angeordnet sind.

5. Ladegerät (105) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Primärspulen (130) im Wesentlichen in einer Ebene angeordnet sind.

6. Ladegerät (105) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Steuereinrichtung (120) dazu eingerichtet ist, mehrere Primärspulen (130) zu bestimmen, die maximale induktive Kopplungen zu Sekundärspulen (135) haben, die im Bereich der Anordnung (125) angebracht sind, und die bestimmten Primärspulen (130) mit Wechselstrom anzusteuern.

7. Elektrisches Gerät (110), umfassend:
– eine Sekundärspule (135), die dazu eingerichtet ist, im Bereich einer Primärspule (130) angeordnet zu werden, die mit Wechselstrom angesteuert wird; und
– einen elektrischen Energiespeicher (150), der dazu eingerichtet ist, elektrische Energie, die induktiv von der Primärspule (130) zur Sekundärspule (135) übertragen wurde, aufzunehmen.

8. Gerät (110) nach Anspruch 7, wobei eine weitere Sekundärspule (135) vorgesehen ist, die wenigstens so weit von der ersten Sekundärspule (135) entfernt angeordnet ist, wie der Abstand zwischen zwei benachbarten Primärspulen (130) eines Ladegeräts (105) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 beträgt.

9. Gerät (110) nach Anspruch 8, wobei wenigstens drei Sekundärspulen (135) vorgesehen sind, die in einer Ebene, aber nicht alle auf einer Geraden liegen.

10. System (100), umfassend ein Ladegerät (105) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und ein elektrisches Gerät (110) nach einem der Ansprüche 7 bis 9.

Description:

Die Erfindung betrifft eine induktive Energieübertragung. Insbesondere betrifft die Erfindung die Übertragung von elektrischer Energie zwischen einem Ladegerät und einem elektrischen Energiespeicher.

Stand der Technik

Zur Übertragung von elektrischer Energie können eine Primärspule und eine Sekundärspule induktiv gekoppelt werden. Dazu werden die beiden Spulen entlang ihrer Erstreckungsrichtungen möglichst miteinander fluchtend ausgerichtet und möglichst nahe zusammengebracht. Die Primärspule wird mit einem Wechselstrom beaufschlagt und ein durch die Sekundärspule fließender Wechselstrom wird einem elektrischen Verbraucher zugeführt.

Diese Technik kann verwendet werden, um beispielsweise ein Akkupack aufzuladen, das etwa zur Verwendung in einem kabellosen Haushaltsgerät oder Werkzeug vorgesehen ist. Um ein Anordnen des Akkupacks mit der Sekundärspule bezüglich eines Ladegeräts mit der Primärspule für einen Benutzer einfacher zu gestalten kann das Ladegerät mit einer Anordnung mehrerer Primärspulen ausgestattet sein. Die Primärspulen sind dabei in einer Ebene nebeneinander und parallel zueinander ausgerichtet. Durchmesser der Primärspulen und der Sekundärspule sind gleich groß. Eine entsprechende Anordnung mehrerer Sekundärspulen kann ebenfalls unterstützt werden.

Sind die beiden Anordnungen unvorteilhaft zueinander ausgerichtet, so kann durch gegenseitige Beeinflussung benachbarter Spulen auf der Primär- oder Sekundärseite eine Energieübertragung beeinträchtigt sein oder sogar ganz zum Erliegen kommen. Das Anordnen des Akkupacks gegenüber dem Ladegerät kann somit entscheidend für den Aufladevorgang sein.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Technik zur induktiven Energieübertragung bereitzustellen. Die Erfindung löst dieses Problem mittels der Gegenstände der unabhängigen Ansprüche. Unteransprüche geben bevorzugte Ausführungsformen wieder.

Offenbarung der Erfindung

Ein Ladegerät umfasst eine Anordnung von nebeneinander angeordneten, parallel ausgerichteten Primärspulen und eine Steuereinrichtung. Die Steuereinrichtung ist dazu eingerichtet, eine Primärspule zu bestimmen, die eine maximale induktive Kopplung zu einer Sekundärspule hat, die im Bereich der Anordnung angebracht ist, und die bestimmte Primärspule mit Wechselstrom anzusteuern. Dabei weisen die Primärspulen andere Durchmesser als die Sekundärspule auf.

Da die Durchmesser der bestimmten Primärspule und der Sekundärspule voneinander abweichen, können die beiden Spulen leichter passend zueinander ausgerichtet werden. Üblicherweise besteht zwischen dem Ladegerät und einem elektrischen Gerät, das die Sekundärspule umfasst, eine Trennfläche, die bevorzugt eben ist. Das Ladegerät und das elektrische Gerät können parallel zur Ebene gegeneinander verschoben werden, ohne dass eine Kopplung bzw. ein Kopplungsgrad zwischen der bestimmten Primärspule und der Sekundärspule unter einen vorbestimmten Wert abfällt. Insbesondere können die Durchmesser der Primärspule und der Sekundärspule derart aufeinander abgestimmt sein, dass bei einer beliebigen Position der Sekundärspule bezüglich der Anordnung der Primärspulen entweder eine Primärspule vollständig innerhalb der Sekundärspule oder umgekehrt die Sekundärspule innerhalb der bestimmten Primärspule liegt. Eine Energieübertragung vom Ladegerät zur Sekundärspule bzw. dem elektrischen Gerät kann von einer relativen Lage nur wenig oder gar nicht beeinflusst sein.

Es ist bevorzugt, dass die Durchmesser der Primärspulen kleiner als der Durchmesser der Sekundärspule sind. Dadurch können benachbarte Primärspulen verbessert nahe aneinander angeordnet werden, sodass ein Übergang von einer Primärspule zu einer benachbarten beim Verschieben der Sekundärspule bezüglich der Anordnung von Primärspulen verbessert und ohne Qualitätseinbußen möglich ist.

Es ist weiter bevorzugt, dass die Durchmesser der Primärspulen gleich groß sind. Dadurch ist eine bevorzugte, regelmäßige Anordnung der Primärspulen leichter möglich. So kann ein ungünstiger Bereich, in dem die Sekundärspule zu liegen kommen kann und wo keine gute Kopplung möglich ist, vermieden werden.

Es ist weiter bevorzugt, dass die Primärspulen im Wesentlichen in einer Ebene angeordnet sind. In einer Ausführungsform sind die Primärspulen in einem regelmäßigen Raster in der Ebene angeordnet, wobei optional eine weitere Lage Primärspulen in einer parallelen Ebene angeordnet sein kann. Die beiden Anordnungen können einander entsprechen und gegeneinander verschoben sein, sodass, wenn die Ebenen nahe genug aneinanderliegen, eine regelmäßige Anordnung mit verdoppelter Packungsdichte von Primärspulen realisiert werden kann.

In einer weiteren Ausführungsform ist die Steuereinrichtung dazu eingerichtet, mehrere Primärspulen zu bestimmen, die maximale induktive Kopplungen zu Sekundärspulen haben, die im Bereich der Anordnung angebracht sind, und die bestimmten Primärspulen mit Wechselstrom anzusteuern. Dadurch kann eine Energieübertragung zwischen dem Ladegerät und einem elektrischen Gerät unterstützt werden, welches eine Anordnung mehrerer Sekundärspulen umfasst. Die Sekundärspulen sind üblicherweise in einer vorbestimmten geometrischen Konstellation und können bevorzugt beide gleichzeitig im Bereich der Anordnung von Primärspulen zu liegen kommen.

Ein elektrisches Gerät umfasst eine Sekundärspule, die dazu eingerichtet ist, im Bereich einer Primärspule angeordnet zu werden, die mit Wechselstrom angesteuert wird; und einen elektrischen Energiespeicher, der dazu eingerichtet ist, elektrische Energie, die induktiv von der Primärspule zur Sekundärspule übertragen wurde, aufzunehmen. Das elektrische Gerät kann insbesondere ein Akkupack mit einem aufladbaren elektrischen Energiespeicher umfassen. Das Akkupack kann zum Betrieb eines Geräts wie insbesondere eines elektrischen Hand- oder Haushaltsgeräts oder eines kabellosen Werkzeugs vorgesehen sein. Das Akkupack kann fest mit dem genannten Gerät verbunden oder von diesem trennbar ausgeführt sein. Das elektrische Gerät kann insbesondere in Verbindung mit dem oben beschriebenen Ladegerät eingesetzt werden, um den elektrischen Energiespeicher aufzuladen.

In einer Ausführungsform ist am elektrischen Gerät eine weitere Sekundärspule vorgesehen, die wenigstens so weit von der ersten Sekundärspule entfernt angeordnet ist, wie der Abstand zwischen zwei benachbarten Primärspulen des oben beschriebenen Ladegeräts beträgt. Dadurch kann Energie gleichzeitig an beide Sekundärspulen übertragen werden. Durch die Wahl des Abstands der Sekundärspulen zueinander kann verhindert werden, dass sich eine ungünstige Anordnung zwischen Primär- und Sekundärspulen bildet, bei der keine gute Kopplung erreicht werden kann. Der beschriebene Abstand kann außerdem sicherstellen, dass eine gegenseitige Beeinflussung der beiden Sekundärspulen oder der mit ihm gekoppelten Primärspulen die Energieübertragung beeinträchtigt. Das elektrische Gerät kann gegenüber dem oben beschriebenen Ladegerät in der Ebene verschiebbar und drehbar sein, ohne die Energieübertragung substanziell zu verschlechtern.

Es können auch mehr als zwei Sekundärspulen verwendet werden, die in einer Ebene liegen können. In einer weiteren Ausführungsform sind drei Sekundärspulen auf einer Geraden angeordnet. In einer anderen Ausführungsform sind drei oder mehr Sekundärspulen vorgesehen, die bevorzugt nicht alle auf einer Geraden liegen; dabei können sie jedoch in einer Ebene liegen. Abstände von Paaren der Sekundärspulen sind bevorzugt mindestens so groß wie Abstände benachbarter Primärspulen des oben beschriebenen Ladegeräts. In weiteren Ausführungsformen können auch vier oder noch mehr Sekundärspulen am Gerät angeordnet sein.

Ein System umfasst das oben beschriebene Ladegerät und das oben beschriebene elektrische Gerät. Das System kann eine verbesserte Energieübertragung zwischen dem Ladegerät und dem elektrischen Gerät bereitstellen, die weitgehend gegenüber einer Platzierung des elektrischen Geräts am Ladegerät unempfindlich ist. Werden, wie oben beschrieben, mehrere Sekundärspulen verwendet, so kann der maximale Ladestrom gegenüber einem bekannten System um die Anzahl der zusätzlichen Sekundärspulen erhöht werden.

Kurze Beschreibung der Figuren

Die Erfindung wird nun mit Bezug auf die beigefügten Figuren genauer beschrieben, in denen:

1 ein System, das ein Ladegerät und ein elektrisches Gerät umfasst, die induktiv miteinander gekoppelt sind;

2 Anordnungen von Primärspulen eines Ladegeräts und Sekundärspulen eines elektrischen Geräts, in unterschiedlichen relativen Ausrichtungen;

3 eine Sekundärspule an einer Anordnung von Primärspulen;

4 eine Anordnung zweier Sekundärspulen an einer Anordnung von Primärspulen;

5 eine Anordnung dreier Sekundärspulen an einer Anordnung von Primärspulen; und

6 eine Anordnung von vier Sekundärspulen an einer Anordnung von Primärspulen
darstellt.

Genaue Beschreibung von Ausführungsbeispielen

1 zeigt ein System 100, das ein Ladegerät 105 und ein elektrisches Gerät 110 umfasst, die induktiv miteinander gekoppelt sind. Das Ladegerät 105 umfasst eine Energieversorgung 115, eine optionale erste Steuereinrichtung 120 und eine erste Anordnung 125 von Primärspulen 130. Die Energieversorgung 115 umfasst üblicherweise einen Anschluss zu einem Energieverteilungsnetz. In einer weiteren Ausführungsform kann die Energieversorgung 115 jedoch auch beispielsweise ein Bordnetz eines Kraftfahrzeugs oder einen aufladbaren Energiespeicher umfassen. Die erste Steuereinrichtung 120 ist dazu eingerichtet, einen Wechselstrom durch wenigstens eine der Primärspulen 130 zu bewirken. Der Wechselstrom ist bevorzugt möglichst sinusförmig. Es ist weiterhin bevorzugt, dass die einzelnen Primärspulen 130 einzeln adressierbar sind, sodass der Wechselstrom durch eine frei auswählbare Primärspule 130 bewirkt werden kann. In einer weiteren Ausführungsform können auch Wechselströme durch zwei oder mehr Primärspulen 130 bewirkt werden. Dabei sind die Primärspulen 130, durch die der Wechselstrom bewirkt wird, bevorzugt frei anwählbar. Es ist außerdem bevorzugt dass die erste Steuereinrichtung 120 dazu eingerichtet ist, zu bestimmen, über welche Primärspule 130 am effizientesten induktiv Energie übertragen werden kann. Dazu kann insbesondere ein Kopplungsfaktor zwischen einer Primärspule 130 und einer Sekundärspule 135 im Bereich der ersten Anordnung 125 bestimmt werden.

Die erste Anordnung 125 umfasst bevorzugt eine Vielzahl Primärspulen 130, wobei die Primärspulen 130 bevorzugt uniform aufgebaut und ebenfalls bevorzugt in einer Ebene nebeneinander angeordnet sind, sodass Mittenachsen, um die ihre Wicklungen jeweils verlaufen, parallel zueinander und senkrecht zu der Ebene angeordnet sind. In der Darstellung von 1 ist eine matrixartige Anordnung der Primärspulen 130 gewählt, wobei jede Primärspule 130 vier unmittelbare Nachbarn hat. In anderen Ausführungsformen kann auch beispielsweise eine wabenartige Anordnung gewählt sein, bei der jede Primärspule 130 sechs unmittelbar benachbarte Primärspulen 130 aufweist. Andere Anordnungen, etwa mit drei oder mehr unmittelbar benachbarten Primärspulen 130, sind ebenfalls möglich.

Das elektrische Gerät 110 umfasst wenigstens eine Sekundärspule 135 oder eine zweite Anordnung 140 mehrerer Sekundärspulen 135, eine optionale zweite Steuereinrichtung 145 und einen elektrischen Verbraucher, der in der vorliegenden Ausführungsform als elektrischer Energiespeicher 150 ausgeführt ist. Das elektrische Gerät 110 kann insbesondere ein Akkupack umfassen, das dazu eingerichtet ist, elektrische Energie für ein weiteres elektrisches Gerät bereitzustellen. Die zweite Steuereinrichtung 145 ist dazu eingerichtet, einen elektrischen Strom durch eine Sekundärspule 135 in den Energiespeicher 150 umzuleiten. Dazu kann der elektrische Strom entsprechend aufbereitet werden, beispielsweise indem er gleichgerichtet oder in Strom oder Spannung gesteuert wird. Bevorzugt wird ein Aufladevorgang des Energiespeichers 150 in Abhängigkeit von Betriebsparametern des Energiespeichers 150 wie einer Leerlaufspannung oder einer Temperatur gesteuert.

Die erste Anordnung 125 von Primärspulen 130 ist üblicherweise fest am Ladegerät 105 angebracht. In entsprechender Weise ist die zweite Anordnung 140 von Sekundärspulen 135 üblicherweise fest am elektrischen Gerät 110 angebracht. Das elektrische Gerät 110 wird bevorzugt derart bezüglich des Ladegeräts 105 positioniert, dass die zweite Anordnung 140 von Sekundärspulen 135 wenigstens teilweise im Bereich der ersten Anordnung 125 von Primärspulen 130 liegt. Achsen der Spulen 130, 135 verlaufen dabei möglichst parallel und ein Abstand der Spulen 130, 135 entlang der Richtung der Achsen ist möglichst gering. Dadurch kann eine induktive Kopplung zwischen einer Primärspule 130 und einer Sekundärspule 135 erhöht sein, sodass verbessert auf induktivem Weg Energie zwischen dem Ladegerät 105 und dem elektrischen Gerät 110 ausgetauscht werden kann.

Die Positionierung der Sekundärspule 135 bezüglich einer Primärspule 130 ist üblicherweise von entscheidender Bedeutung für die Qualität der Energieübertragung.

2 zeigt eine erste Anordnung 125 mehrerer Primärspulen 130 eines Ladegeräts 105 an Sekundärspulen 135 eines elektrischen Geräts 110 in unterschiedlichen relativen Ausrichtungen. Die erste Anordnung 125 von Primärspulen 130 verwendet den in 1 gezeigten Aufbau, wobei Primärspulen 130 in zwei Lagen übereinander angeordnet sind. In jeder Lage ist eine dichte matrixförmige Anordnung von Primärspulen 130 in Zeilen und Spalten gebildet Die eine Lage ist gegenüber der anderen Lage in horizontaler und vertikaler Richtung jeweils um die Hälfte des Abstands zweier benachbarter Primärspulen 130 versetzt. Alle Primärspulen 130 weisen den gleichen Durchmesser auf.

Die zweite Anordnung 140 umfasst Sekundärspulen 135 in exemplarischen einer 3×4 Matrix. Bevorzugt weisen die Sekundärspulen 135 und die Primärspulen 130 gleiche Durchmesser auf.

In der oberen Darstellung von 2 fluchtet jede der Sekundärspulen 135 mit einer der Primärspulen 130. In der mittleren Abbildung ist die zweite Anordnung 140 bezüglich der ersten Anordnung 125 um ein halbes Rastermaß in horizontaler Richtung verschoben, sodass jede Sekundärspule 135 im magnetischen Einflussbereich zweier horizontal benachbarter Primärspulen 130 liegt. In der unteren Darstellung ist die zweite Anordnung 140 bezüglich der ersten Anordnung 125 um eine Achse parallel zu Erstreckungsachsen der Spulen 130, 135 verdreht. Unterschiedliche Sekundärspulen 135 weisen unterschiedliche Überdeckungsgrade mit jeweils einer oder mehreren Primärspulen 130 auf.

Die Darstellung von 2 entspricht einem System 100 nach dem Stand der Technik. Allgemein gilt, dass die Kopplung zwischen einer Primärspule 130 und einer Sekundärspule 135 von ihrem Überdeckungsgrad abhängt. Es wird deutlich, dass die Qualität einer Energieübertragung zwischen den Primärspulen 130 der ersten Anordnung 125 des Ladegeräts 105 und den Sekundärspulen 135 der zweiten Anordnung 140 des elektrischen Geräts 110 stark davon abhängig ist, wie das elektrische Gerät 110 bezüglich dem Ladegerät 105 angeordnet ist. Je mehr sich die Anordnung von der oberen Darstellung unterscheidet, umso weniger Energie pro Zeiteinheit kann zwischen dem Ladegerät 105 und dem elektrischen Gerät 110 übertragen werden. Um Qualitätseinbußen bei der Energieübertragung durch eine ungünstige Platzierung des elektrischen Geräts 110 bezüglich des Ladegeräts 105 zu vermeiden wird vorgeschlagen, Durchmesser der Primärspulen 130 und der Sekundärspulen 135 unterschiedlich zu gestalten, sodass eine verbesserte Überdeckung und in der Folge eine verbesserte Kopplung zwischen einer Primärspule 130 und einer Sekundärspule 135 erreicht werden kann.

3 zeigt eine Sekundärspule 135 an der ersten Anordnung 125 von Primärspulen 130 entsprechend der von 2. Der Durchmesser der Sekundärspule 135 ist von dem der Primärspule 130 verschieden; bevorzugt indem die Sekundärspule 135 einen größeren Durchmesser als die Primärspule 130 hat, obwohl auch eine umgekehrte Ausführungsform denkbar ist. In der dargestellten Ausführungsform beträgt der Durchmesser der Sekundärspule 135 etwa das 1,5-fache des Durchmessers der Primärspule 130. In einer oberen, einer mittleren und einer unteren Darstellung von 3 befindet sich die Sekundärspule 135 in jeweils einer anderen Position. In jeder möglichen Position liegt genau eine Primärspule 130 vollständig innerhalb der Sekundärspule 135. Eine Kopplung zu dieser Primärspule 130 ist daher optimal. Eine Verschiebung oder Verdrehung der Sekundärspule 135 gegenüber der ersten Anordnung 125 von Primärspulen 130 in der dargestellten Ebene kann die Energieübertragung zwischen der ersten Anordnung 125 von Primärspulen 130 und der Sekundärspule 135 nicht negativ beeinflussen. Es ist bevorzugt, dass zur Energieübertragung lediglich diejenige Primärspule 130 mit Wechselstrom versorgt wird, die die beste Kopplung zur Sekundärspule 135 aufweist.

4 zeigt eine zweite Anordnung 140 zweier Sekundärspulen 135 an der Anordnung 125 von Primärspulen 130 der 2 und 3. Die Durchmesser der Sekundärspulen 135 bezüglich der Durchmesser der Primärspulen 130 ist bevorzugt so gewählt wie oben bezüglich 3 beschrieben ist. Ein Abstand zweier Sekundärspulen 135 in der dargestellten Ebene beträgt etwa den 5-fachen Radius bzw. den 2,5-fachen Durchmesser einer Sekundärspule 135. Von oben nach unten sind wieder drei relative Ausrichtungen der zweiten Anordnung 140 bezüglich der ersten Anordnung 125 dargestellt. Unabhängig von einer Verschiebung in horizontaler oder vertikaler Richtung der Ebene oder einer Verdrehung um eine Achse senkrecht zur dargestellten Ebene befindet sich stets eine Primärspule 130 vollständig innerhalb jeder Sekundärspule 135. Eine Energieübertragung kann parallel durch beide Sekundärspulen 135 und ihnen jeweils zugeordnete Primärspulen 130 erfolgen, sodass potentiell der doppelte Strom übertragen werden kann als in einer Ausführungsform mit nur einer Sekundärspule 135.

5 zeigt eine zweite Anordnung 140 dreier Sekundärspulen 135 an einer ersten Anordnung 125 von Primärspulen 130 entsprechend den Darstellungen der 2 bis 4. Die drei Sekundärspulen 135 liegen in der dargestellten Ebene nicht auf einer gemeinsamen Geraden, sondern bilden in der dargestellten Ebene ein Dreieck. Abstände zwischen Paaren von Sekundärspulen 135 in der Ebene sind nicht zu klein zu wählen, um eine gegenseitige Beeinflussung von Magnetfeldern der Sekundärspulen 135 zu vermeiden. Vorliegend betragen die Abstände jeweils wenigstens das 3,5-fache des Radius einer Sekundärspule 135. Dabei müssen die Abstände zwischen den Sekundärspulen 135 nicht notwendigerweise gleich sein. Verglichen mit einer Ausführungsform mit nur einer Sekundärspule 135 kann durch die drei Sekundärspulen 135 der dreifache Strom übermittelt werden.

Die zweite Anordnung 140 ist wieder in drei Darstellungen von oben nach unten in unterschiedlichen Stellungen bezüglich der ersten Anordnung 125 dargestellt. Wieder findet sich zu jeder Sekundärspule 135 eine Primärspule 130, die vollständig von der Sekundärspule 135 umschlossen ist.

Das gleiche Prinzip wird in 6 mit einer zweiten Anordnung 140 von vier Sekundärspulen 135 weiter illustriert. Hier kann der vierfache Strom gegenüber einer Ausführungsform mit nur einer Sekundärspule 135 übermittelt werden. Mit jeder weiteren Sekundärspule 135 kann der übertragbare Strom weiter gesteigert werden, sodass eine Anordnung mit N Sekundärspulen 135 den N-fachen Strom gegenüber einer Ausführungsform mit nur einer Sekundärspule 135 übertragen kann.