Title:
Laufrolle
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Laufrolle (38) mit einem Laufkörper (58) aus elastischem Material, der eine Lauffläche (60) aufweist. Am Laufkörper (58) ist ein erster Vorsprung (86) ausgebildet, der in eine erste Ausnehmung (74) eingreift, die an einem Außenring (54) der Laufrolle (38) ausgebildet ist. Dadurch wird Verschleiß/Abnutzung/Ablösung des Laufkörpers (58) stark vermindert. Der Laufkörper (58) kann in eine Aufnahmenut (56) eines Außenrings (54) der Laufrolle (38) eingebettet sein. Seitenwände (62, 64) der Aufnahmenut (56) schließen vorzugsweise radial bündig mit dem Laufkörper (58) ab. Vorzugsweise ist im Nutgrund (70) eine zweite Ausnehmung (76) ausgebildet, in die der Laufkörper (58) eingreift. Die zweite Ausnehmung (76) ist bevorzugt umlaufend im Außenring (54) ausgebildet und verläuft parallel zur ersten Ausnehmung (74). Die Laufrolle (38) kann spiegelsymmetrisch zu einer Mittenebene (42) ausgebildet sein, die senkrecht zur Drehachse (44) der Laufrolle (38) verläuft.





Inventors:
Pfeiffer, Ulrich (71282, Hemmingen, DE)
Fingerle, Stefan (72768, Reutlingen, DE)
Rivera, Gonzalo (70563, Stuttgart, DE)
Application Number:
DE102016210691A
Publication Date:
12/21/2017
Filing Date:
06/15/2016
Assignee:
ROTO FRANK AG, 70771 (DE)
International Classes:
F16C13/00; B60B33/08; E05D15/06; F16C13/02; F16C33/58
Domestic Patent References:
DE102014212463A1N/A
Foreign References:
GB1577306A
0221879
EP03433511989-11-29
EP04789381992-04-08
EP07033381996-03-27
EP13592762003-11-05
JP200913623A
Attorney, Agent or Firm:
Kohler Schmid Möbus Patentanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, 70563, Stuttgart, DE
Claims:
1. Laufrolle (38, 40) zur Abstützung eines Flügel (14) eines Fensters (10) oder einer Tür, wobei die Laufrolle (38, 40) Folgendes aufweist:
a. Ein Wälzlager (46) mit einem Innenring (52) und einem Außenring (54);
b. einen Kunststoff-aufweisenden Laufkörper (58) am Außenring (54), wobei der Laufkörper (58) eine umlaufende Lauffläche (60) aufweist;
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Außenring (54) eine erste Ausnehmung (74) ausgebildet ist, die zumindest teilweise mit einem ersten Vorsprung (86) des Laufkörpers (58) ausgefüllt ist.

2. Laufrolle nach Anspruch 1, bei der die erste Ausnehmung (74) vollständig mit dem ersten Vorsprung (86) des Laufkörpers (58) ausgefüllt ist.

3. Laufrolle nach Anspruch 1 oder 2, bei der die erste Ausnehmung (74) umlaufend am Außenring (54) ausgebildet ist.

4. Laufrolle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der sich die erste Ausnehmung (74) zumindest abschnittsweise, insbesondere vollständig, in radialer Richtung erstreckt.

5. Laufrolle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Laufrolle (38, 40) eine umlaufend am Außenring (54) ausgebildete Aufnahmenut (56) aufweist, in der der Laufkörper (58) angeordnet ist, wobei die Aufnahmenut Seitenwände (62, 64) aufweist und wobei die erste Ausnehmung (74) am Nutgrund (70) der Aufnahmenut (56) angeordnet ist.

6. Laufrolle nach Anspruch 5, bei der der Laufkörper (58) axial beidseitig an den Seitenwänden (62, 64) der Aufnahmenut (56) anliegt.

7. Laufrolle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der an dem Außenring (54) eine zweite Ausnehmung (76) ausgebildet ist, die zumindest teilweise mit einem zweiten Vorsprung (88) des Laufkörpers (58) ausgefüllt ist, wobei die zweite Ausnehmung (76) axial zur ersten Ausnehmung (74) beabstandet ist.

8. Laufrolle nach Anspruch 7, bei der die zweite Ausnehmung (76) vollständig mit dem zweiten Vorsprung des Laufkörpers (58) ausgefüllt ist.

9. Laufrolle nach Anspruch 7 oder 8, bei der die zweite Ausnehmung (76) umlaufend am Außenring (54) ausgebildet ist.

10. Laufrolle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Querschnitt der Lauffläche (60) bogenförmig ausgebildet ist und der Laufkörper (58) sich beidseitig axial von der Lauffläche (60) erstreckende Seitenabschnitte (80, 82) aufweist, die insbesondere an den Seitenwänden (62, 64) anliegen, wobei die axiale Breite (B) der Seitenabschnitte (80, 82) jeweils mehr als 25% des Radius (R) des Querschnitts der Lauffläche (60) entspricht.

11. Laufrolle nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 5, bei der der Laufkörper (58) sich beidseitig axial von der Lauffläche (60) erstreckende Seitenabschnitte (80, 82) aufweist, die radial gleich weit vorstehen wie die Seitenwände (62, 64).

12. Laufrolle nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 5, bei der der Querschnitt des Übergangs (66, 68) zwischen den Seitenwänden (62, 64) und dem Nutgrund (70) jeweils viertelkreisförmig ausgebildet ist.

13. Laufrolle nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 5, bei der der Nutgrund (70) radial fluchtend zur Lauffläche (60) im Querschnitt bogenförmig zum Zentrum der Laufrolle (38, 40) hin ausgebildet ist.

14. Laufwagen (26, 28) für einen, insbesondere von einem festen Rahmen (12) abstellbaren, Flügel (14) eines Fensters (10) oder einer Tür mit einer Laufrolle (38, 40) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

15. Fenster (10) oder Tür mit einem festen Rahmen (12) und einer Laufwagenanordnung (22) zur, insbesondere vom festen Rahmen (12) abstellbaren und parallel zum festen Rahmen (12) verschiebbaren, Anordnung eines Flügels (14) des Fensters (10) oder der Tür, wobei die Laufwagenanordnung (22) einen Laufwagen (26, 28) nach Anspruch 14 aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Laufrolle zur Abstützung eines Fenster- oder Türflügels, insbesondere für einen Laufwagen eines von einem festen Rahmen abstellbaren Fenster- oder Türflügels, wobei die Laufrolle Folgendes aufweist:

  • a. Ein Wälzlager mit einem Innenring und einem Außenring;
  • b. einen Kunststoff-aufweisenden Laufkörper am Außenring, wobei der Laufkörper eine umlaufende Lauffläche aufweist;

Die Erfindung betrifft weiterhin einen Laufwagen mit zumindest einer solchen Laufrolle. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Fenster oder eine Tür mit einem festen Rahmen und einer Laufwagenanordnung mit einem solchen Laufwagen.

Es ist bekannt, Laufrollen für einen Laufwagen bzw. eine Laufwagenanordnung vorzusehen.

Die EP 0 478 938 A1 offenbart eine Laufrollenführung für eine Aufzugschiebetür. Die Laufrollenführung weist an ihren Endstellen Rollenanhebeeinrichtungen auf. Die Rollenanhebeeinrichtungen weisen Rampenstücke auf, auf die Randscheiben von Laufrollen auflaufen können, um die elastischen Laufflächen der Laufrollen zu entlasten. Auf diese Art werden in der EP 0 478 938 A1 Abplattungen in den elastischen Laufflächen vermieden. Eine axiale Belastung der Laufrollen ist in der EP 0 478 938 A1 nicht gegeben.

Aus der EP 1 359 276 A2 ist eine feuerhemmende, rauchdichte Schiebetür bekannt geworden. Die Schiebetür weist mehrere Laufrollen auf. Die Laufrollen weisen einen Kern aus feuerfestem Material und beidseitig der Lauffläche eine Scheibe auf, die nach dem durch einen Brand verursachten Abschmelzen der Lauffläche ein Fangsystem bilden, um eine Notlauffunktion zu gewährleisten. Eine axiale Belastung der Laufrollen wird in der EP 1 359 276 A2 nicht thematisiert.

Die EP 0 343 351 A1 offenbart eine Laufrolle für eine Möbel-Schiebetür. Die Laufrolle weist einen elastischen Laufkörper mit einer Lauffläche auf, der von einer nutförmigen radialen Aufnahme der Laufrolle eingebettet ist. Die Möbel-Schiebetür ist nur in einer Ebene verschiebbar, sodass keine nennenswerten axialen Belastungen der Laufrolle auftreten.

Aus der EP 0 703 338 A1 ist eine Laufrolle für eine Schiebetür bekannt geworden. Die Laufrolle weist einen Außenring auf, der seitlich von ringförmigen Flanschen überdeckt wird. Der Raum zwischen dem Außenring und den Flanschen wird mit einem Laufkörper aus Kunststoffmaterial ausgefüllt, der eine Lauffläche aufweist. Axiale Kräfte auf die Laufrolle werden in der EP 0 703 338 A1 nicht diskutiert.

Problematisch an den bekannten Laufrollen ist, dass der Laufkörper bei häufig auftretenden axialen Belastungen sich verformt und sich vom Außenring ablösen kann. Die Laufrolle läuft dann nicht mehr rund auf einer Laufschiene und muss ausgewechselt werden. Axiale Belastungen der Lauffläche treten insbesondere bei abstellbaren Flügeln auf. Derlei Flügel sind in der Regel kippbar und/oder parallel-verschiebbar zu einem festen Rahmen montiert.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Laufrolle bereit zu stellen, die signifikant weniger Verschleiß durch axiale Belastungen unterliegt. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es weiterhin, einen Laufwagen mit einer solchen Laufrolle sowie ein Fenster oder eine Tür mit einem solchen Laufwagen bereit zu stellen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Laufrolle gemäß Anspruch 1, einem Laufwagen gemäß Anspruch 14 und einem Fenster oder einer Tür gemäß Anspruch 15 gelöst. Die Unteransprüche geben zweckmäßige Weiterbildungen an.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird somit gelöst durch eine Laufrolle für einen Laufwagen. Der Laufwagen ist zur Anordnung eines Flügels an einem festen Rahmen ausgebildet, wobei der Flügel insbesondere vom festen Rahmen abstellbar ist. Die Laufrolle weist ein Wälzlager mit einem Innenring und einem Außenring auf. Die Laufrolle weist einen Kunststoff-aufweisenden Laufkörper am Außenring auf, wobei der Laufkörper umfangsseitig eine Lauffläche aufweist. Weiterhin ist am Laufkörper ein erster Vorsprung ausgebildet, der in eine erste Ausnehmung eingreift, die am Außenring ausgebildet ist.

Durch den in die erste Ausnehmung eingreifenden ersten Vorsprung wird die Anbindung des Laufkörpers am Außenring deutlich verbessert und Verschleiß/Abnutzung/Ablösung stark vermindert. Vorzugsweise erstreckt sich die erste Ausnehmung zumindest abschnittsweise, insbesondere vollständig, in radialer Richtung. Die erste Ausnehmung kann alternativ oder zusätzlich dazu auch den Außenring hintergreifen.

Vorzugsweise ist die erste Ausnehmung vollständig mit dem ersten Vorsprung ausgefüllt. Hierdurch haftet der Laufkörper besonders fest am Außenring.

Die Herstellung der Laufrolle wird signifikant vereinfacht, wenn die Ausnehmung umlaufend am Außenring ausgebildet ist. Die Ausnehmung kann in diesem Fall durch Drehen hergestellt werden.

Der Außenring kann eine umlaufend am Außenring ausgebildete Aufnahmenut mit Seitenwänden aufweisen, wobei der Laufkörper in der Aufnahmenut angeordnet ist. Die erste Ausnehmung ist dabei am Nutgrund der Aufnahmenut ausgebildet.

Der Laufkörper liegt vorzugsweise axial beidseitig an den Seitenwänden der Aufnahmenut an. Hierdurch wird der Laufkörper axial besonders zuverlässig am Außenring gesichert. Besonders bevorzugt liegt der Laufkörper axial beidseitig – bis auf Vorsprünge des Laufkörpers – vollständig an den Seitenwänden der Aufnahmenut an.

Am Außenring ist vorzugsweise eine zweite Ausnehmung ausgebildet, die zumindest teilweise mit einem zweiten Vorsprung des Laufkörpers ausgefüllt ist. Die zweite Ausnehmung ist axial zur ersten Ausnehmung beabstandet. Vorzugsweise ist die zweite Ausnehmung radial ausgebildet.

Weiter bevorzugt ist die zweite Ausnehmung vollständig durch den zweiten Vorsprung des Laufkörpers ausgefüllt. Der Laufkörper ist hierdurch besonders sicher am Außenring befestigt.

Die Herstellung der Laufrolle wird weiter vereinfacht, wenn die zweite Ausnehmung in Form einer umlaufenden Ausnehmung am Außenring, insbesondere am Nutgrund der Aufnahmenut, ausgebildet ist.

Der Querschnitt der Lauffläche ist vorzugsweise bogenförmig, ganz bevorzugt halbkreisförmig ausgebildet. Zwischen der Lauffläche und den Seitenwänden können sich Seitenabschnitte befinden. Die axiale Breite der Seitenabschnitte entspricht dabei bevorzugt mehr als 25% des Querschnittradius der Lauffläche.

Wie zuvor erwähnt, kann der Laufkörper Seitenabschnitte zwischen der Lauffläche und den Seitenwänden aufweisen. Die Seitenabschnitte erstrecken sich dabei vorzugsweise in radialer Richtung gleich weit wie die Seitenwände der Aufnahmenut. Mit anderen Worten schließen die Seitenabschnitte vorzugsweise radial mit den Seitenwänden ab.

Die Abnutzung des Laufkörpers wird weiter minimiert, wenn der Übergang zwischen den Seitenwänden und dem Nutgrund der Aufnahmenut im Querschnitt viertelkreisförmig ausgebildet ist.

In weiter bevorzugter Ausgestaltung der Laufrolle ist der Nutgrund von der Lauffläche aus zur Drehachse der Laufrolle hin gesehen im Querschnitt bogenförmig ausgebildet. Hierdurch weist der Laufkörper insgesamt ein im Wesentlichen bogenförmiges, gleichmäßig belastbares Profil auf.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird weiterhin gelöst durch einen Laufwagen zur Abstützung eines abstellbaren Flügels, wobei der Laufwagen eine zuvor beschriebene Laufrolle aufweist.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Fenster oder eine Tür, wobei das Fenster bzw. die Tür einen festen Rahmen und einen relativ zum festen Rahmen bewegbaren Flügel aufweist, der an einer Laufwagenanordnung des Fensters oder der Tür abgestützt ist. Die Laufwagenanordnung weist einen zuvor beschriebenen Laufwagen auf. Vorzugsweise ist der Flügel vom festen Rahmen abstellbar und parallel zum festen Rahmen verschiebbar ausgebildet.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, aus den Ansprüchen sowie anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt. Die verschiedenen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei Varianten der Erfindung verwirklicht sein. Die in der Zeichnung gezeigten Merkmale sind derart dargestellt, dass die erfindungsgemäßen Besonderheiten deutlich sichtbar gemacht werden können.

Es zeigen:

1 eine Draufsicht auf ein schematisch dargestelltes Fenster mit einem festen Rahmen, einem relativ zum festen Rahmen bewegbaren Flügel und einer Laufwagenanordnung mit zwei miteinander gekoppelten Laufwagen zur Abstützung des Flügels;

2 eine Unteransicht eines Laufwagens aus 1 mit zwei Laufrollen; und

3 ein Querschnitt einer Laufrolle aus 2.

1 zeigt ein Fenster 10 mit einem festen Rahmen 12 und einem relativ zum festen Rahmen 12 bewegbaren Flügel 14. Am Flügel 14 ist ein Griff 16 angeordnet. In einer ersten Griffstellung 18a ist das Fenster 10 geschlossen und der Flügel 14 liegt fest am festen Rahmen 12 an. In einer zweiten Griffstellung 18b ist der Flügel 14 parallel vom festen Rahmen 12 abstellbar und in Richtung eines Pfeils 20 parallel zum festen Rahmen 12 verschiebbar. In einer dritten Griffstellung 18c ist der Flügel 14 kippbar.

Zur Bewegung des Flügels 14 relativ zum festen Rahmen 12 in Richtung des Pfeils 20 stützt sich der Flügel 14 unterenends über eine Laufwagenanordnung 22 an einer Laufschiene 24 des Fensters 10 ab. Die Laufwagenanordnung 22 weist zumindest zwei Laufwagen 26, 28 auf, die durch eine Koppelstange 30 der Laufwagenanordnung 22 verbunden sind.

2 zeigt den Laufwagen 26 gemäß 1. Aus 2 ist ersichtlich, dass der Laufwagen 26 einen Ausstellarm 32 aufweist. Der Ausstellarm 32 ist einenends schwenkbar an einem Laufwagengehäuse 34 angeordnet und weist anderenends ein Lager 36 zur Verbindung mit dem Flügel 14 (siehe 1) auf. Im Laufwagengehäuse 34 sind zumindest zwei Laufrollen 38, 40 drehbar angeordnet.

Ist der Ausstellarm 32 – wie in 2 dargestellt – vom Laufwagengehäuse 34 abgestellt, ist der Flügel 14 (siehe 1) parallel zum festen Rahmen 12 (siehe 1) verschiebbar. Durch das Abstellen bzw. Anstellen des Flügels 14/Ausstellarms 32 werden die Laufrollen 38, 40 axial stark belastet. Die vorliegende Erfindung minimiert den durch die genannten axialen Belastungen entstehenden Verschleiß der Laufrollen 38, 40.

3 zeigt die Laufrolle 38 im Querschnitt. Die Laufrolle 38 ist spiegelsymmetrisch zu ihrer sich radial erstreckenden Mittenebene 42 ausgebildet. Weiterhin ist die Laufrolle 38 axialsymmetrisch zur Drehachse 44 der Laufrolle 38 ausgebildet. Die Laufrolle 38 weist ein Wälzlager 46, hier in Form eines Kugellagers, mit mehreren Wälzkörpern 48, 50, hier in Form von Kugeln, auf. Die Wälzkörper 48, 50 sind zwischen einem Innenring 52 und einem Außenring 54 angeordnet.

Der Außenring 54 ist aus Stahl ausgebildet. Der Außenring 54 weist umfänglich eine Aufnahmenut 56 auf. In die Aufnahmenut 56 ist ein Laufkörper 58 aus Kunststoff gegossen. Der Laufkörper 58 besteht dabei aus faserverstärktem Kunststoff, insbesondere glasfaserverstärktem Kunststoff. Der Laufkörper 58 weist dadurch eine gewisse Elastizität auf, die zur Laufruhe der Laufrolle 38 beiträgt, wobei der Laufkörper 58 dennoch ausreichend resistent gegen Abnutzung ist. Beim Drehen der Laufrolle 38 stützt sich die Laufrolle 38 über eine Lauffläche 60 des Laufkörpers 58 an der Laufschiene 24 (siehe 1) ab. Die Lauffläche 60 ist im Querschnitt bogenförmig zum Zentrum der Laufrolle 38 hin ausgebildet.

Die Aufnahmenut 56 weist Seitenwände 62, 64 auf, die den Laufkörper 58 axial, d. h. in einer zur Drehachse 44 parallelen Richtung, beidseitig begrenzen. Die Seitenwände 62, 64 tragen maßgeblich zur axialen Stabilisierung des Laufkörpers 58 bei.

Die Seitenwände 62, 64 gehen durch im Querschnitt viertelkreisförmig geformte Übergänge 66, 68 in einen Nutgrund 70 der Aufnahmenut 56 über. Der Nutgrund 70 ist radial, d. h. senkrecht zur Drehachse 44, bogenförmig zum Zentrum der Laufrolle 38 hin ausgebildet. Der Laufkörper 58 ist hierdurch insgesamt – wie durch eine gestrichelte Linie 72 in 3 angedeutet – bogenförmig ausgebildet.

Der Nutgrund 70 weist – wie aus dem oberen Teil der 3 ersichtlich ist – eine erste Ausnehmung 74 und eine zweite Ausnehmung 76 auf. Die Ausnehmungen 74, 76 weisen radial zur Drehachse 44. Die Ausnehmungen 74, 76 sind vollständig durch den Laufkörper 58 gefüllt. Durch das Eingreifen des Laufkörpers 58 in die Ausnehmungen 74, 76 werden – in 3 durch einen Doppelpfeil 78 angedeutete – Ausdrehbewegungen des Laufkörpers 58 im Falle starker axialer Belastung effektiv vermieden.

Die Ausnehmungen 74, 76 sind axial gesehen vorzugsweise zwischen Seitenabschnitten 80, 82 des Laufkörpers 58 vorgesehen. Die Seitenabschnitte 80, 82 erstrecken sich zwischen den Seitenwänden 62, 64 und der Lauffläche 60, wie in 3 durch gestrichelte Linien 84a84d angedeutet ist. Die Seitenabschnitte 80, 82 erstrecken sich radial genauso weit wie die Seitenwände 62, 64 von der Drehachse 44 weg. Die Seitenabschnitte 80, 82 weisen axial jeweils eine Breite B auf, die zu mehr als 25% dem Radius R der Lauffläche 60 entspricht.

Der Laufkörper weist in einem axial zentralen Abschnitt, zwischen den Seitenabschnitten 80, 82, einen ersten Vorsprung 86 auf, der in die erste Ausnehmung 74 eingreift und einen zweiten Vorsprung 88, der in die zweite Ausnehmung 76 eingreift, auf.

Unter Vornahme einer Zusammenschau aller Figuren der Zeichnung betrifft die Erfindung zusammenfassend eine Laufrolle 38, 40 mit einem Laufkörper 58 aus elastischem Material, der eine Lauffläche 60 aufweist. Am Laufkörper 58 ist ein erster Vorsprung 86 ausgebildet, der in eine erste Ausnehmung 74 eingreift, die an einem Außenring 54 der Laufrolle 38, 40 ausgebildet ist. Dadurch wird Verschleiß/Abnutzung/Ablösung des Laufkörpers 58 stark vermindert. Der Laufkörper 58 kann in eine Aufnahmenut 56 eines Außenrings 54 der Laufrolle 38, 40 eingebettet sein. Seitenwände 62, 64 der Aufnahmenut 56 schließen vorzugsweise radial bündig mit dem Laufkörper 58 ab. Vorzugsweise ist im Nutgrund 70 eine zweite Ausnehmung 76 ausgebildet, in die der Laufkörper 58 eingreift. Die zweite Ausnehmung 76 ist bevorzugt umlaufend im Außenring 54 ausgebildet und verläuft parallel zur ersten Ausnehmung 74. Die Laufrolle 38, 40 kann spiegelsymmetrisch zu ihrer Mittenebene 42 ausgebildet sein, die senkrecht zur Drehachse 44 der Laufrolle 38, 40 verläuft.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 0478938 A1 [0004, 0004, 0004]
  • EP 1359276 A2 [0005, 0005]
  • EP 0343351 A1 [0006]
  • EP 0703338 A1 [0007, 0007]