Title:
Brauseneinrichtung mit wählbaren Strahlformkörpern
Kind Code:
B3
Abstract:

Die Erfindung bezieht sich auf eine Brauseneinrichtung mit einer Ausströmöffnung (36), wenigstens zwei unterschiedlichen Strahlformkörpern (21a, 21b, 21c) zur Formung eines jeweiligen aus der Ausströmöffnung austretenden Brausestrahls und einem Strahlwähler, um den jeweiligen Strahlformkörper wahlweise in eine brausestrahlformende Ausströmposition und aus dieser heraus zu bringen.
Bei der erfindungsgemäßen Brauseneinrichtung weist der Strahlwähler einen Rotationskörper (20) mit einer umfangsseitigen Rotationsfläche auf, an der die Strahlformkörper angeordnet sind, die jeweils durch eine Drehung des Rotationskörpers wahlweise in die Ausströmposition und aus dieser heraus drehbar sind.
Verwendung z. B. für Waschtisch-, Küchen- und Duschbrausen.



Inventors:
Kinle, Ulrich (77773, Schenkenzell, DE)
Application Number:
DE102016210063A
Publication Date:
08/24/2017
Filing Date:
06/08/2016
Assignee:
Hansgrohe SE, 77761 (DE)
International Classes:
Foreign References:
200500457442005-03-03
51996391993-04-06
Attorney, Agent or Firm:
Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner mbB, 70174, Stuttgart, DE
Claims:
1. Brauseneinrichtung, insbesondere für den Sanitärbereich, mit
– einer Ausströmöffnung (36),
– wenigstens zwei unterschiedlichen Strahlformkörpern (21a, 21b, 21c) zur Formung eines jeweiligen aus der Ausströmöffnung austretenden Brausestrahls und
– einem Strahlwähler, um den jeweiligen Strahlformkörper wahlweise in eine brausestrahlformende Ausströmposition und aus dieser heraus zu bringen, wobei der Strahlwähler einen Rotationskörper (20) mit einer umfangsseitigen Rotationsfläche aufweist, an der die Strahlformkörper (21a, 21b, 21c) angeordnet sind, die jeweils durch eine Drehung des Rotationskörpers wahlweise in die Ausströmposition und aus dieser heraus drehbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
– wenigstens einer der Strahlformkörper (21a, 21b, 21c), wenn er aus der Ausströmposition herausgebracht ist, eine Fluidzutritts-Durchströmungsposition einnimmt, in welcher er als ein Fluidzutritt in den Rotationskörper (20) fungiert, und/oder
– ein Getriebe zum Drehen des Rotationskörpers (20) mit einem Zahnkranzbogen (14) und ein nutzerbetätigbares Stellglied zur Betätigung des Getriebes mit einem Drehring (11) vorgesehen sind.

2. Brauseneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Brausengehäuse aufweist und der Drehring ein außenbündiger Teil des Brausengehäuses ist.

3. Brauseneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Brausenkörper aufweist, an dem der Rotationskörper drehbar gelagert ist und der austrittsseitig einen Öffnungsrandabsatz (34) als Spritzschutzkante aufweist.

4. Brauseneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe ein Zahnrad (15) aufweist, das drehfest mit dem Rotationskörper verbunden ist und mit dem Zahnkranzbogen kämmt.

5. Brauseneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass austrittsseitige Öffnungen der Strahlformkörper (21a, 21b, 21c) Strahlaustrittsöffnungen (22a, 22b, 22c) der Brauseneinrichtung bilden, wenn sich der betreffende Strahlformkörper in der Ausströmposition befindet.

6. Brauseneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotationskörper wenigstens abschnittsweise eine kugelige, zylindrische oder kegelige Rotationsfläche aufweist, an der die Strahlformkörper angeordnet sind.

7. Brauseneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlwähler mehrere Rotationskörper aufweist, welche mit dem Getriebe und/oder dem nutzerbetätigbaren Stellglied gekoppelt sind.

Description:

Die Erfindung bezieht sich auf eine Brauseneinrichtung, insbesondere für den Sanitärbereich, mit einer Ausströmöffnung, wenigstens zwei unterschiedlichen Strahlformkörpern zur Formung eines jeweiligen aus der Ausströmöffnung austretenden Brausestrahls und einem Strahlwähler, um den jeweiligen Strahlformkörper wahlweise in eine brausestrahlformende Ausströmposition und aus dieser heraus zu bringen, wobei der Strahlwähler einen Rotationskörper mit einer umfangsseitigen Rotationsoberfläche aufweist, an der die Strahlformkörper angeordnet sind, die jeweils durch eine Drehung des Rotationskörpers wahlweise in die Ausströmposition und aus dieser heraus drehbar sind. Derartige Brauseneinrichtungen werden bspw. dafür verwendet, für eine Küchenbrause oder eine Duschbrause mehrere Strahlformen bereitstellen zu können.

Aus der Offenlegungsschrift DE 10 2012 203 016 A1 ist eine Brauseneinrichtung bekannt, bei der ein im Fluidstrom befindliches Auslaufelement durch eine benutzerbediente Drehung einer Drehwelle wahlweise in eine Position gebracht wird, in der das Auslaufelement umströmt oder durchströmt werden kann, wobei zwei unterschiedliche Strahlformen ausgebildet werden.

Weiterhin ist in der nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung DE 10 2015 224 425 A1 eine Brauseneinrichtung beschrieben, bei welcher ein Strahlwähler von einer translatorisch verlagerbaren Platte oder einem zylindrischen Revolverkopf gebildet ist, an dem die Strahlformkörper stirnseitig angeordnet sind.

In der Patentschrift US 5 199 639 A ist eine Brauseneinrichtung der eingangs genannten Art offenbart, bei welcher der Rotationskörper von einem in die Brauseneinrichtung integrierten Mikromotor antreibbar ist, der über einen Drucktastenschalter aktiviert werden kann. Der Rotationskörper ist zylindrisch und weist im Winkelabstand von 90° vier Strahlformkörper mit einem jeweils zugehörigen, axialen Wasserzufuhrkanal auf, wobei die vier Zulaufkanäle an einer axialen Endseite des Rotationskörpers ausmünden. Jeweils einer der vier Zufuhrkanäle kann durch Drehen des Rotationskörpers mit einer gehäusefesten, wasserzuführenden Öffnung in Fluidverbindung gebracht werden, wobei dann der zugehörige Strahlformkörper seine brausestrahlformende Ausströmposition einnimmt. Die übrigen Strahlformkörper bleiben in dieser Drehstellung des Rotationskörpers inaktiv und befinden sich außerhalb eines Wasserweges zum ausgewählten, in Ausströmposition befindlichen Strahlformkörper.

Eine weitere Brauseneinrichtung der eingangs genannten Art ist in der Offenlegungsschrift US 2005/0045744 A1 offenbart. Dort ist der Rotationskörper ebenfalls zylindrisch, wobei er vom Benutzer über zwei an einem zugehörigen Brausengehäuse seitlich angeordnete Drehknöpfe verdreht werden kann, um jeweils einen von mehreren umfangsseitig angeordneten Strahlformkörpern in Ausströmposition zu bringen. Auch bei dieser Brauseneinrichtung ist jedem Strahlformkörper ein axialer Zufuhrkanal zugeordnet, der je nach Drehstellung des Rotationskörpers mit einer gehäuseseitigen Öffnung in Fluidverbindung gebracht werden kann, um dem betreffenden Strahlformkörper Wasser zuzuführen. Wenn sich der Strahlformkörper nicht in der Ausströmposition befindet, ist er von der Wasserführung der Brauseneinrichtung abgekoppelt.

Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine Brauseneinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der zwischen mehreren Strahlformkörpern in einer vorteilhaften Weise ausgewählt werden kann.

Die Erfindung löst dieses technische Problem durch die Bereitstellung einer Brauseneinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückliche Bezugnahme hiermit zum Inhalt der Beschreibung gemacht.

Bei der erfindungsgemäßen Brauseneinrichtung weist der Strahlwähler einen Rotationskörper mit einer umfangsseitigen Rotationsfläche auf, an der die Strahlformkörper angeordnet sind, die jeweils durch eine Drehung des Rotationskörpers wahlweise in die Ausströmposition und aus dieser heraus drehbar sind. Hierbei kann es sich insbesondere um eine Ausströmposition an einer Austrittsseite der Brauseneinrichtung handeln, vorliegend auch als Fluidaustritts-Durchströmungsposition bezeichnet. Vorteilhaft ergibt sich hieraus, dass durch eine einfache Drehbewegung verschiedene Strahlformkörper wahlweise dazu ausgewählt werden können, einen von der Brauseneinrichtung abgegebenen Fluidstrahl zu formen, bzw. als strahlformbestimmendes Element zu fungieren.

Der verstellbare Rotationskörper ist relativ wenig anfällig für Verschmutzung und Verschleiß und bietet die Möglichkeit der Anbringung von zwei oder mehr Strahlformkörpern auf seiner Rotationsfläche. Als Rotationsfläche gilt hierbei jede Fläche, die durch Rotation einer Kurve bzw. Linie um eine Rotationsachse erzeugt werden kann. Für die Erfindung eignen sich grundsätzlich alle herkömmlichen Arten von Strahlformkörper, wie solche zur Bereitstellung eines unfokussierten, weiten Strahls oder eines fokussierten Strahls, eines belüfteten oder unbelüfteten Strahls, von Strahlen mit unterschiedlicher Fluidmenge, eines harten oder weichen Strahls, eines Massage-Strahls, eines Turbo-Strahls etc.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung weist die Brauseneinrichtung ein Getriebe zum Drehen des Rotationskörpers und ein nutzerbetätigbares Stellglied zur Betätigung des Getriebes auf. Das Stellglied kann dabei Teil des Getriebes, eine separate Baugruppe oder ein separates Bauteil sein. Das Getriebe kann als ein formschlüssiges Getriebe ausgeführt sein, bspw. als ein Zahnstangen- oder Zahnradgetriebe oder als ein Schneckenradgetriebe. Alternativ kann ein Reibgetriebe Anwendung finden oder ein Stellzylinder. Das Getriebe weist einen Zahnkranzbogen und das Stellglied einen Drehring auf. Der Drehring kann mit dem Zahnkranzbogen einstückig sein oder mit diesem form-, kraft- oder stoffschlüssig verbunden sein. Der Zahnkranzbogen kann z. B. einen verzahnten Kreisbogenabschnitt geeigneter Bogenlänge aufweisen, wie ein Kreissegment oder einen Vollkreis.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung nimmt wenigstens einer der Strahlformkörper, wenn er aus der Ausströmposition herausgebracht ist, eine Fluidzutritts-Durchströmungsposition ein, in welcher er als ein Fluidzutritt in den Rotationskörper fungiert. Dadurch kann die Wasserführung von einem Einlass der Brauseneinrichtung zum jeweils ausströmaktiven, sich in der Ausströmposition befindenden Strahlformkörper optimiert werden. Der Strahlformkörper besitzt eine Doppelfunktion, zum einen wirkt er als Ausströmelement für den von ihm geformten Brausestrahl, wenn sich der Strahlformkörper in der Ausströmposition befindet, zum anderen bildet er einen Fluidzutritt in den Rotationskörper, wenn er sich nicht der Ausströmposition befindet.

In Ausgestaltung der Erfindung weist die Brauseneinrichtung ein Brausengehäuse auf und der Drehring ist ein außenbündiger Teil des Brausengehäuses. Der Drehring kann eine ähnliche Außenform und einen ähnlichen Durchmesser wie das Brausengehäuse aufweisen. Alternativ kann er in seiner Form abweichend gestaltet sein und bspw. eine Rändelung aufweisen, um für den Nutzer besser greifbar zu sein.

Auch eine mehreckige Ausführung des Drehrings ist möglich und bietet dem Nutzer dadurch Vorteile in der Handhabung. Die Abmessungen des Drehrings können alternativ von denen des übrigen Brausengehäuses abweichen, d. h. größer oder kleiner als jene sein. Dies bietet viele gestalterische Möglichkeiten für eine optisch ansprechende und einfach zu bedienende Brauseneinrichtung.

In Weiterbildung der Erfindung weist die Brauseneinrichtung einen Brausenkörper auf, an dem der Rotationskörper drehbar gelagert ist und der austrittsseitig einen Öffnungsrandabsatz als Spritzschutzkante aufweist. Die Spritzschutzkante vermeidet ein unkontrolliertes Umherspritzen von austretendem Wasser insbesondere während Umschaltvorgängen, d. h. während des Wechsels von einem Strahlformkörper als brausestrahlbestimmendes Element zu einem anderen.

In Ausgestaltung der Erfindung weist das Getriebe ein Zahnrad auf, das drehfest mit dem Rotationskörper verbunden ist und mit dem Zahnkranzbogen kämmt. Eine Bewegungsübertragung mittels einer Zahnung kann präzise eingestellt werden, um eine einfache und sichere Betätigung zu gewährleisten.

In Weiterbildung der Erfindung bilden austrittsseitige Öffnungen der Strahlformkörper Strahlaustrittsöffnungen der Brauseneinrichtung, so dass ein Fluid, das den oder die ausgewählten, sich in der Ausströmposition befindenden Strahlformkörper passiert, aus diesen Öffnungen nach außen aus der Brauseneinrichtung austritt. Dabei formen die Strahlaustrittsöffnungen den austretenden Fluidstrahl.

In Weiterbildung der Erfindung weist der Rotationskörper wenigstens abschnittsweise eine kugelige, zylindrische oder kegelige Rotationsfläche auf, an der die Strahlformkörper angeordnet sind. Dadurch lassen sich vorteilhaft Strahlformkörper entlang des Umfangs des Rotationskörpers anordnen und durch eine Drehung des Rotationskörpers in die Ausströmposition und hierbei mit der Zuflussöffnung in Fluidverbindung bringen.

In Weiterbildung der Erfindung weist der Strahlwähler mehrere Rotationskörper auf, welche mit dem Getriebe und/oder dem nutzerbetätigbaren Stellglied gekoppelt sind. Dies ermöglicht eine große Anzahl von Variationen der Strahlform.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Dabei zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht einer Brauseneinrichtung mit vollkugeligem Rotationskörper mit Strahlformkörpern,

2 eine Seitenansicht der in 1 gezeigten Brauseneinrichtung,

3 eine Längsschnittansicht entlang einer Schnittlinie III-III von 2,

4 eine perspektivische Teilschnittansicht der Brauseneinrichtung,

5 eine weitere perspektivische Teilschnittansicht der Brauseneinrichtung,

6 eine Längsschnittansicht einer Brauseneinrichtung mit zylindrischem Rotationskörper mit Strahlformkörpern und

7 eine perspektivische Teilschnittansicht der Brauseneinrichtung von 6.

Die in den 1 bis 7 gezeigten Brauseneinrichtungen 1 ermöglichen das Bereitstellen unterschiedlicher Brausestrahlarten für einen austretenden Fluidstrom mittels entsprechend unterschiedlicher Strahlformkörper und können bspw. bei Küchen- und Waschtischarmaturen oder bei Handbrausen, Kopfbrausen oder Seitenbrausen von Duscheinrichtungen eingesetzt werden. Sie weisen eine Zuflussöffnung 12, eine Ausströmöffnung 36 und wenigstens zwei unterschiedliche Strahlformkörper auf.

In dem in den 1 bis 5 gezeigten Fall weist die Brauseneinrichtung 1 vier Strahlformkörper sowie einen Strahlwähler auf, um den jeweiligen Strahlformkörper wahlweise in eine Ausströmposition zu bringen, in welcher er mit der Zuflussöffnung 12 und der Ausströmöffnung 36 in Fluidverbindung steht und als brausestrahlformendes Element fungiert. Von den vier Strahlformkörpern sind drei Strahlformkörper 21a, 21b, 21c explizit zu erkennen. Bei den vier Strahlformkörpern kann es sich z. B. um solche für einen Massage-Strahl, einen Hart-Strahl, einen Weich-Strahl bzw. einen Turbo-Strahl handeln.

Die Brauseneinrichtung 1 gemäß den 1 bis 5 weist ein oberes Gehäuseteil 10 mit einem Eingangsanschluss 18 mit der mittigen Zuflussöffnung 12 auf. Über den Eingangsanschluss 18 kann die Brauseneinrichtung 1 mit einer nicht dargestellten Fluidversorgung verbunden werden. In einem stromabwärts gelegenen Bereich sind ein Drehring 11 sowie ein unteres Einsatzstück 29 vorgesehen. Zwischen dem oberen Gehäuseteil 10 und dem unteren Einsatzstück 29 ist der Strahlwähler angeordnet. Das obere Gehäuseteil 10 und der Drehring 11 sind jeweils mit einer zylindrischen Außenform ausgeführt und relativ zueinander drehbar.

Der Strahlwähler weist einen in diesem Beispiel vollkugeligen Rotationskörper 20 mit einer umfangsseitigen Rotationsfläche auf, an der die Strahlformkörper 21a bis 21c angeordnet sind, die jeweils durch eine Drehung des Rotationskörpers 20 wahlweise in die Ausströmposition, in welcher sie in der Ausströmöffnung 36 liegen und mit der Zuflussöffnung 12 in Fluidverbindung stehen, und aus dieser Ausströmposition heraus drehbar angeordnet sind.

Die Brauseneinrichtung 1 weist weiter ein Getriebe zum Drehen des Rotationskörpers 20 und ein nutzerbetätigbares Stellglied zur Betätigung des Getriebes auf. Das Stellglied ist in diesem Beispiel durch den Drehring 11 gebildet, der einen Zahnkranzbogen 14 trägt. Das Getriebe ist in diesem Beispiel von dem Zahnkranzbogen 14 und einem mit ihm kämmenden Zahnrad 15 gebildet.

Stromaufwärts weist das obere Gehäuseteil 10 den geringsten Außendurchmesser im Bereich des Eingangsanschlusses 18 auf. Stromabwärts weist das obere Gehäuseteil 10 einen größeren Durchmesser auf und nimmt in seinem Inneren einen Teil des Rotationskörpers 20 auf. Ebenso befinden sich darin ein oberes Einsatzstück 28 und ein Teil des unteren Einsatzstücks 29. In einem Inneren des Drehrings 11 ist ein restlicher Teil des Rotationskörpers 20 sowie ein restlicher Teil des unteren Einsatzstücks 29 angeordnet.

Gemäß den 1 bis 5 sind im Inneren des oberen Gehäuseteils 10 sowie im Inneren des Drehrings 11 der Zahnkranzbogen 14, das Zahnrad 15, ein Lagerbolzen 16 und verschiedene Dichtungen 17, 25, 30 angeordnet. Das obere Einsatzstück 28 ist stromaufwärts in dem oberen Gehäuseteil 10 angeordnet und weist eine kreisringscheibenförmige Gestalt mit einem innenliegenden, stromabwärts erstreckten Bund auf. An einer stromabwärts gelegenen Stirnseite ist außenliegend eine Nut vorgesehen, in der die Dichtung 30 eingelassen ist. Die Dichtung 30 dichtet das obere Einsatzstück 28 gegen das untere Einsatzstück 29 ab. Das untere Einsatzstück 29 ist als zylindrische Hülse geformt, an der stromaufwärts ein nach außen abragender Bund angeformt ist und stromabwärts ein nach innen abragender Bund angeformt ist. An zwei Seiten, in einer Betrachtungsebene von 3 links und rechts, weist das untere Einsatzstück 29 Ausnehmungen auf, die von einer Zahnradwelle 32 und dem Lagerbolzen 16 durchdrungen sind. Der stromabwärts nach innen abragende Bund grenzt an den Rotationskörper 20 an. Zwischen dem Rotationskörper 20 und dem unteren Einsatzstück 29 befindet sich in einer umlaufenden Nut des unteren Einsatzstücks 29 die Dichtung 17, die den kugeligen Rotationskörper 20 gegen das untere Einsatzstück 29 dichtet.

Die 6 und 7 zeigen eine Ausführungsvariante, die sich vom Ausführungsbeispiel der 1 bis 5 darin unterscheidet, dass der Rotationskörper 20 eine zylindrische statt vollkugelige Form besitzt, wobei zum leichteren Verständnis sowohl für identische als auch für funktionell äquivalente Elemente gleiche Bezugszeichen verwendet sind wie im Beispiel der 1 bis 5 und insoweit ergänzend auf die Erläuterungen zu den 1 bis 5 verwiesen werden kann. Im Ausführungsbeispiel der 6 und 7 sind im Inneren des oberen Gehäuseteils 10a und des Drehrings 11 der Zahnkranzbogen 14, das Zahnrad 15, der Lagerbolzen 16 und die Dichtung 17 untergebracht. Statt eines oberen und unteren Einsatzstücks weist dieses Ausführungsbeispiel nur ein einstückiges Einsatzstück 35 auf. Dieses ist als eine einteilige Buchse gestaltet, welche stromaufwärts einen nach außen ragenden und stromabwärts einen nach innen ragenden Bund aufweist.

An seiner stromabwärts befindlichen Seite weist der Brausekörper bzw. dessen Einsatzstück 35 einen kreisringförmigen Absatz bzw. Öffnungsrandabsatz 34 auf, der sich stromabwärts über den Drehring 11 vorstehend erstreckt und als Spritzschutzkante fungiert. An zwei gegenüberliegenden Seiten in einer Betrachtungsebene von 6 weist das Einsatzstück 35 Ausnehmungen auf, die von der Zahnradwelle 32 bzw. der Lagerbolzenwelle 16 durchdrungen sind. Stromabwärts ist der Rotationskörper 20 mit einer kreisringförmigen Dichtung 17 gegen das Einsatzstück 35 gedichtet, die in einer umlaufenden Nut des Einsatzstücks 35 gehalten ist. Wie aus den 3 und 6 ersichtlich, bildet in beiden gezeigten Ausführungsbeispielen der Drehring 11 einen außenbündigen Teil eines Brausengehäuses, welches durch den oberen Gehäuseteil 10 und den Drehring 11 gebildet wird. Der Drehring 11 ist auf einer stromaufwärts liegenden Seite mit dem Zahnkranzbogen 14 versehen und mit diesem drehfest verbunden. Das Zahnrad 15 ist drehfest mit der Zahnradwelle 32 verbunden, welche drehfest in eine Zahnradwellenausnehmung 23 des Rotationskörpers 20 eingefügt ist. An der dem Zahnrad 15 gegenüberliegenden Seite des Rotationskörpers 20 ist der Lagerbolzen 16 angeordnet. Der Lagerbolzen 16 ist in einer Lagerbolzenausnehmung 24 des Rotationskörpers 20 drehbeweglich gelagert und sichert somit die Lage des Rotationskörpers 20 zu dem unteren Einsatzstück 29.

Das Einsatzstück 35 bzw. die beiden Einsatzstücke 28, 29 bilden somit zusammen mit dem umgebenden Brausengehäuse, d. h. dem oberen Gehäuseteil 10 und dem Drehring 11 einen Brausekörper. Die Zahnradwelle 32, das Zahnrad 15, der Lagerbolzen 16 sowie der Rotationskörper 20 drehen um eine Rotationsachse A, die in einer Betrachtungsebene der 3 und 6 horizontal verläuft und senkrecht zu einer Durchströmungsrichtung des Fluids steht. Der Drehring 11 und der Zahnkranzbogen 14 rotieren um eine Rotationsachse B, die parallel zur Durchströmungsrichtung des Fluids verläuft. Die Zahnradwelle 32 ist mittels eines Lagers 26 und der Lagerbolzen 16 mittels eines Lagers 27 im unteren Einsatzstück 29 bzw. im Einsatzstück 35 drehbeweglich gelagert. Beim Ausführungsbeispiel gemäß den 1 bis 5 sind das obere Einsatzstück 28 und das untere Einsatzstück 29 fest mit dem oberen Gehäuseteil 10 verbunden.

Bei einer nutzerbetätigten Drehung des Drehrings 11 wird der drehfest mit dem Drehring 11 verbundene Zahnkranzbogen 14 mitgedreht und das Zahnrad 15 rollt gegen den Zahnkranzbogen 14 ab, so dass die Zahnradwelle 32 um die Rotationsachse A rotiert. Somit dreht sich auch der Rotationskörper 20 mit seinen umfangsseitig angeordneten Strahlformkörpern 21a bis 21c um die Rotationsachse A. Austrittsseitige Öffnungen der Strahlformkörper 21a bis 21d bilden eine jeweilige Strahlaustrittsöffnung 22a bis 22c der Brauseneinrichtung 1, wenn sich der betreffende Strahlformkörper 21a bis 21c in der Ausströmposition befindet.

Die 4, 5 und 7 zeigen jeweils das durchströmbare Innere des Rotationskörpers 20. In dem Beispiel der 1 bis 5 besitzt der Rotationskörper 20 eine Kugeloberfläche als Rotationsfläche, in dem Beispiel der 6 und 7 besitzt der Rotationskörper 20 eine Zylindermantelfläche als Rotationsfläche. Der Fluidstrom wird in beiden Fällen durch die Zuflussöffnung 12 in das Innere des oberen Gehäuseteils 10 geleitet. Er umströmt den Rotationskörper 20 und durchströmt die in dieser Stellung des Rotationskörpers 20 stromaufwärts liegenden, in den 4 und 5 nicht dargestellten, weggeschnittenen Strahlformkörper 21c sowie sämtliche weiteren Strahlformkörper, die sich nicht in der Fluidaustritts-Durchströmungsposition, d. h. der Ausströmposition, befinden, und gelangt dann in das hohle Innere des Rotationskörpers 20. Aus diesem tritt er über den sich in der Ausströmposition befindenden Strahlformkörper 21a durch dessen Strahlaustrittsöffnungen 22a hindurch aus.

Die Strahlformkörper 21a bis 21c sind hierbei in zwei Richtungen durchströmbar. Alle jeweils stromaufwärts in der Durchströmungsrichtung des Fluids gelegene Strahlformkörper dienen folglich zeitgleich als ein Fluidzutritt in den Rotationskörper 20, d. h. sie befinden sich in einer entsprechenden Fluidzutritts-Durchströmungsposition, während sich der stromabwärts gelegene Strahlformkörper in der Fluidaustritts-Durchströmungsposition befindet und als ein Fluidaustritt des Rotationskörpers 20 und der Brauseneinrichtung insgesamt dient.

Um den Strahlwähler z. B. aus der gezeigten Position der 3 bzw. 6, in welcher der Fluidstrom den Rotationskörper 20 durch die Strahlaustrittsöffnungen 22a des Strahlformkörpers 21a verlässt, in eine zweite Position zu bringen, in welcher der Fluidstrom den Rotationskörper 20 durch die Strahlaustrittsöffnungen 22b des Strahlformkörpers 21b verlässt, dreht ein Benutzer den Drehring 11 um die Rotationsachse B. Das Zahnrad 15 kämmt mit dem Zahnkranzbogen 14 und läuft entlang des Zahnkranzbogens 14 um die Rotationsachse B um. Durch die Rotation des Zahnrades 15 rotiert der Rotationskörper 20 um die Rotationsachse A. Sobald sich der Strahlformkörper 21b in der Ausströmposition befindet, formt er den Fluidstrahl.

Die aus 6 zu erkennende, optionale, umlaufende Spritzschutzkante ermöglicht ein kontrolliertes Abströmen des Fluids in Zwischenstellungen des Strahlwählers, in denen der bislang ausgewählte Strahlformkörper noch nicht vollständig aus seiner Ausströmposition herausgedreht ist und/oder ein gewünschter Strahlformkörper noch nicht vollständig in seine Ausströmposition hineingedreht ist. Damit kann einem etwaigen unkontrollierten Umherspritzen von Fluid während der Umschaltvorgänge entgegengewirkt werden.

In dem in den 1 bis 5 gezeigten Ausführungsbeispiel weist der vollkugelige Rotationskörper um seinen Umfang verteilt vier Strahlformkörper in einem Winkel von 90° auf. Somit kann jeweils durch eine Drehung des Rotationskörpers um 90° ein anderer Strahlformkörper in die Fluidaustritts-Durchströmungsposition gebracht werden. In dem in den 6 und 7 gezeigten Ausführungsbeispiel weist der zylindrische Rotationskörper 20 zwei um 90° versetzte Strahlformkörper auf. Alternativ ist auch eine Anordnung von sechs Strahlformkörpern in einem Winkel von 60° oder jede andere Anzahl und gleichmäßige oder ungleichmäßige Verteilung von Strahlformkörpern entlang des Umfangs des kugeligen oder zylindrischen Rotationskörpers möglich.

Statt den im gezeigten Ausführungsbeispiel in beide Richtungen durchströmbaren Strahlformkörpern können alternativ nur in eine Richtung durchströmbare Strahlformkörper vorgesehen sein. Das Fluid kann in diesem Fall an geeigneter anderer Stelle in den Rotationskörper eingeleitet werden und aus dem jeweils ausgewählten Strahlformkörper austreten. Die Strahlformkörper können bei dieser alternativen Ausführungsform in beliebigen Winkelabständen am Umfang des Rotationskörpers angeordnet sein, da sie nicht als in eine Fluidzutritts-Durchströmungsposition zu bringende Fluideintritte fungieren, so dass es nicht erforderlich ist, dass einer der Strahlformkörper die Fluideintritts-Durchströmungsposition einnimmt, wenn sich ein anderer Strahlformköper in der Fluidaustritts-Durchströmungsposition befindet.

Ein weiteres alternatives Ausführungsbeispiel der Erfindung weist einen zylindrischen Rotationskörper auf, an dessen Umfang eine beliebige gewünschte Anzahl von zwei, drei oder mehr Strahlformkörpern angeordnet ist. Das Fluid kann z. B. stirnseitig in diesen zylindrischen Rotationskörper eingeleitet werden, was sich vorteilhaft auf die Gestaltungsmöglichkeiten des Strahlwählers bzgl. Anzahl und Verteilung der Strahlformkörper auswirkt.

Alternativ zu den gezeigten vollkugeligen bzw. zylindrischen Rotationskörpern sind erfindungsgemäß Realisierungen möglich, bei denen der Rotationskörper nur abschnittsweise eine Kugelform, z. B. als Halb- oder Viertelkugel etc., oder Zylinderform besitzt oder bei denen der Rotationskörper wenigstens abschnittsweise eine kegelige Rotationsfläche aufweist, an der die Strahlformkörper angeordnet sind.

Es ist in alternativen Ausführungen der Erfindung zudem möglich, dass der Strahlwähler mehrere Rotationskörper umfasst, die mit dem Getriebe und/oder dem nutzerbetätigbaren Stellglied gekoppelt sind. Dann können mit einer einzigen nutzerbetätigten Bedienbewegung mehrere Rotationskörper gleichzeitig gedreht und mehrere entsprechend ausgewählte Strahlformkörper in die Fluidaustritts-Durchströmungsposition gebracht werden, so dass sie zeitgleich von dem Fluid durchströmt werden und gemeinsam als Fluidaustritte der Brauseneinrichtung fungieren. Zur Verstellung aller Rotationskörper ist lediglich eine einzige Drehbewegung durch den Benutzer nötig. Dies gewährleistet eine einfache Bedienbarkeit.

Möglich ist alternativ zur erwähnten Bediendrehbewegung auch eine Verstellung des Stellgliedes oder des Getriebes mittels einer linearen Bewegung, die dann in die benötigte Drehbewegung des Rotationskörpers umgesetzt wird. Ebenso ist eine Verstellung des Getriebes über einen Stellzylinder statt des erwähnten Drehrings realisierbar. Alternativ können sensorische Elemente Anwendung finden, bspw. eine Ausführung mit einem kapazitativen oder licht- oder druckempfindlichen Sensor, bei der eine Drehbewegung durch den Benutzer entfällt.

Die erfindungsgemäße Brauseneinrichtung lässt sich mit relativ wenig Bauteilen und sehr geringem Platzbedarf realisieren. Auch die benötigten Abdichtmaßnahmen erfordern nur geringen Aufwand. Bei Bedarf können die verschiedenen Strahlpositionen des Rotationskörpers als Raststellungen ausgeführt sein, die mit etwas erhöhter Bedienkraft überfahren werden können. Optional kann ein Reinigungspad oder eine mit Reinigungsmittel gefüllte Kammer vorgesehen sein, mit der die Rotationsfläche zwecks Reinigung in Kontakt kommt, wenn der Rotationskörper gedreht wird.

Wie die gezeigten und erläuterten Ausführungsbeispiele deutlich machen, stellt die Erfindung eine vorteilhafte Brauseneinrichtung zur Verfügung, bei der mit einem Minimum an Aufwand mehrere unterschiedliche Strahlformkörper wahlweise in Fluidverbindung mit der Zuflussöffnung und insbesondere in die Fluidaustritts-Durchströmungsposition gebracht und als brausenstrahlbestimmende Elemente ausgewählt werden können.