Title:
Verfahren und Anordnung zur Ausgabe von Warnmeldungen
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Verfahren und Anordnung zur Ausgabe von Warnmeldungen auf ein mobiles Kommunikationsendgerät eines Benutzers, wobei es sich bei den Warnmeldungen um Warnungen vor potentiellen Gefahren in einer unmittelbaren räumlichen Umgebung des mobilen Kommunikationsendgerätes handelt, wobei eine Sendevorrichtung eingerichtet ist zum Aussenden einer Warnmeldung bezüglich einer sich in der räumlichen Umgebung der Sendevorrichtung befindlichen potentiellen Gefahr und/oder eingerichtet zum Aussenden eines der Sendevorrichtung zugeordneten Identifizierungscodes, wobei die Sendevorrichtung weiter eingerichtet ist, in der räumlichen Umgebung der Sendevorrichtung befindliche mobile Kommunikationsendgeräte zu erkennen; wobei ein mobiles Kommunikationsendgerät, eingerichtet ist zum Empfangen einer Warnmeldung und/oder des Identifizierungscodes, und eingerichtet ist zum Ausgeben der empfangenen Warnmeldung, und/oder eingerichtet zum Ausgeben einer dem Identifizierungscode zugeordneten Warnmeldung auf einer Ausgabevorrichtung.





Inventors:
Zechlin, Oliver (Zug, CH)
Application Number:
DE102016208695A
Publication Date:
11/23/2017
Filing Date:
05/20/2016
Assignee:
Siemens Schweiz AG (Zürich, CH)
International Classes:
H04W4/02; G08B21/02
Foreign References:
20100210290
20120290150
20140253326
20160044447
WO2015048856A1
Attorney, Agent or Firm:
Maier, Daniel Oliver, Dipl.-Ing. Univ., 81739, München, DE
Claims:
1. Verfahren zur Ausgabe von Warnmeldungen (WM) auf ein mobiles Kommunikationsendgerät (MG) eines Benutzers (P), wobei es sich bei den Warnmeldungen um Warnungen vor potentiellen Gefahren in einer unmittelbaren räumlichen Umgebung des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG) handelt, das Verfahren umfassend die folgenden Schritte:
(VS1) Aussenden eines Identifizierungscodes oder eines Verweises auf den Identifizierungscode durch eine sich in der räumlichen Umgebung der potentiellen Gefahr befindlichen Sendevorrichtung (SV), wobei der Identifizierungscode der Sendevorrichtung (SV) eindeutig zugeordnet ist;
(VS2) Empfangen des Identifizierungscodes oder des Verweises auf den Identifizierungscode durch eine Empfangseinrichtung des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG); und
(VS3) Ausgeben einer dem Identifizierungscode zugeordneten Warnmeldung (WM) durch das mobile Kommunikationsendgerät (MG) auf eine geeignete Ausgabevorrichtung (AV).

2. Verfahren zur Ausgabe von Warnmeldungen (WM) auf ein mobiles Kommunikationsendgerät (MG) eines Benutzers (P), wobei es sich bei den Warnmeldungen (WM) um Warnungen vor potentiellen Gefahren in einer unmittelbaren räumlichen Umgebung des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG) handelt, das Verfahren umfassend die folgenden Schritte:
Aussenden einer Warnmeldung (WM) durch eine sich in der räumlichen Umgebung der potentiellen Gefahr befindlichen Sendevorrichtung (SV);
Empfangen der Warnmeldung (WM) durch eine Empfangseinrichtung des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG); und
Ausgeben der Warnmeldung (WM) durch das mobile Kommunikationsendgerät (MG) auf eine geeignete Ausgabevorrichtung (AV).

3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Ausgeben der Warnmeldung (WM) basierend auf Sensorwerte erfolgt, die von einer im mobilen Kommunikationsendgerät (MG) befindlichen Sensorik bereitgestellt werden.

4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Ausgeben der Warnmeldung (WM) basierend auf der aktuellen Position des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG) erfolgt.

5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei basierend auf der aktuellen Position des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG) Informationen zur jeweiligen unmittelbaren räumlichen Umgebung des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG) von einer Datenbank abgerufen werden und daraus ein Gefährdungskontext ermittelt wird, und wobei das Ausgeben der Warnmeldung (WM) basierend auf dem Gefährdungskontext erfolgt.

6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei bei der Ermittlung des Gefährdungskontextes auch persönliche Daten berücksichtigt werden.

7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Ausgeben der Warnmeldung (WM) basierend auf vom Benutzer voreingestellten Parametern erfolgt.

8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Ausgeben der Warnmeldung (WM) nur bei einem aktiven Gebrauch des Kommunikationsendgerätes (MG) durch den Benutzer (P) erfolgt.

9. Anordnung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8.

10. Anordnung zur Ausgabe von Warnmeldungen (WM) auf ein mobiles Kommunikationsendgerät (MG) eines Benutzers (P), wobei es sich bei den Warnmeldungen (WM) um Warnungen vor potentiellen Gefahren in einer unmittelbaren räumlichen Umgebung des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG) handelt, die Anordnung umfassend:
eine Sendevorrichtung (SV) eingerichtet zum Aussenden einer Warnmeldung (WM) bezüglich einer sich in der räumlichen Umgebung der Sendevorrichtung (SV) befindlichen potentiellen Gefahr und/oder eingerichtet zum Aussenden eines der Sendevorrichtung zugeordneten Identifizierungscodes, wobei die Sendevorrichtung (SV) weiter eingerichtet ist, in der räumlichen Umgebung der Sendevorrichtung (SV) befindliche mobile Kommunikationsendgeräte (MG) zu erkennen;
ein mobiles Kommunikationsendgerät (MG), eingerichtet zum Empfangen einer Warnmeldung (WM) und/oder des Identifizierungscodes, und eingerichtet zum Ausgeben der empfangenen Warnmeldung (WM), und/oder eingerichtet zum Ausgeben einer dem Identifizierungscode zugeordneten Warnmeldung; und
eine Ausgabevorrichtung (AV) zum Ausgeben der Warnmeldung (WM).

11. Anordnung nach Anspruch 10, weiter umfassend:
eine Lokalisierungsvorrichtung (POS, SAT) zum Bestimmen der aktuellen Position des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG), wobei eine Ausgabe der Warnmeldung (WM) nur erfolgt, wenn sich das mobile Kommunikationsendgerät (MG) in einer vorher festgelegten Entfernung zur Sendevorrichtung (SV) befindet.

12. Anordnung nach Anspruch 10 oder 11, weiter umfassend:
eine Bereitstellungsvorrichtung (S) zum Bereitstellen von Informationen zu einer jeweiligen räumlichen Umgebung einer jeweiligen Sendevorrichtung (SV); und/oder zum Zuordnen einer Warnmeldung zu einem Identifizierungscode, wobei die Bereitstellungsvorrichtung (S) dazu eingerichtet ist, über geeignete Kommunikationsmechanismen (KV2) mit dem mobilen Kommunikationsendgerät (MG) zu kommunizieren.

13. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, weiter umfassend:
eine Bestimmungsvorrichtung (BV) zur Bestimmung eines Gefährdungskontextes basierend der aktuellen Position des mobilen Kommunikationsendgerätes (MG) und den Informationen zu der jeweiligen räumlichen Umgebung, wobei das Ausgeben der Warnmeldung (WM) basierend auf dem Gefährdungskontext erfolgt.

14. Gebäudeautomatisierungssystem oder Überwachungssystem für Gebäude und/oder definierte Bereiche, umfassend eine Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 13.

Description:

Die Erfindung betrifft Verfahren und eine Anordnung zur Ausgabe von Warnmeldungen auf ein mobiles Kommunikationsendgerät eines Benutzers.

In Gebäuden, Campusanlagen, aber auch im sonstigen öffentlichen Raum gibt es baulich- oder ausstattungsbedingte "Stolperstellen" bzw. Gefahrenpunkte welche zu Unfällen mit Personenschaden führen können.

Diese Stellen werden, wenn überhaupt, mit Schildern und/oder Warnfarben signalisiert. Beispiel: Farbstreifen an Treppenstufen oder hinweisende Texte wie "Vorsicht Stufe". Im öffentlichen Raum werden z.B. für Sehbehinderte Signaltöne an Ampelanlagen eingesetzt.

Insbesondere kann die Nutzung von Smartphones oder anderen Kommunikationsendgeräten im Strassenverkehr zu Unachtsamkeit und damit zu Unfällen führen. So gibt es in einigen Städten Modellversuche mit Bodenampeln oder LED-Leuchten entlang des Bordsteins, die am Fussgängerübergang blinken, wenn eine Fussgängerampel auf Rot schaltet, oder wenn sich eine Strassenbahn nähert.

Diese Modellversuche sind bisher nur sporadisch feststellbar und sie erfordern ausserdem aufwändige Infrastrukturmassnahmen zu ihrer Realisierung.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, kostengünstige Verfahren und eine kostengünstige Anordnung zur Vermeidung von Unfällen von Smartphone Benutzern im öffentlichen Raum bereitzustellen.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Ausgabe von Warnmeldungen auf ein mobiles Kommunikationsendgerät (z.B. Smartphone, Tablet, Laptop) eines Benutzers, wobei es sich bei den Warnmeldungen um Warnungen vor potentiellen Gefahren in einer unmittelbaren räumlichen Umgebung des mobilen Kommunikationsendgerätes handelt, das Verfahren umfassend die folgenden Schritte:

  • – Aussenden eines Identifizierungscodes oder eines Verweises auf den Identifizierungscode durch eine sich in der räumlichen Umgebung der potentiellen Gefahr befindlichen Sendevorrichtung (z.B. Bluetooth Beacon, WLAN), wobei der Identifizierungscode der Sendevorrichtung eindeutig zugeordnet ist;
  • – Empfangen des Identifizierungscodes oder des Verweises auf den Identifizierungscode durch eine Empfangseinrichtung des mobilen Kommunikationsendgerätes; und
  • – Ausgeben einer dem Identifizierungscode zugeordneten Warnmeldung (z.B. „Achtung Stufe“, „Achtung Strassenbahn kommt von links“) durch das mobile Kommunikationsendgerät auf eine geeignete Ausgabevorrichtung (z.B. Display des mobilen Kommunikationsendgerätes, Lautsprecher, Headset, Datenbrille). Das Zuordnen der Warnmeldung zum Identifizierungscode kann im Kommunikationsendgerät (on-device) oder in einem mit dem Kommunikationsendgerät verbundenen Server (off-device) erfolgen.

Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Verfahren zur Ausgabe von Warnmeldungen auf ein mobiles Kommunikationsendgerät eines Benutzers, wobei es sich bei den Warnmeldungen um Warnungen vor potentiellen Gefahren in einer unmittelbaren räumlichen Umgebung des mobilen Kommunikationsendgerätes handelt, das Verfahren umfassend die folgenden Schritte:

  • – Aussenden einer Warnmeldung durch eine sich in der räumlichen Umgebung der potentiellen Gefahr befindlichen Sendevorrichtung (z.B. iBeacon, WLAN);
  • – Empfangen der Warnmeldung durch eine Empfangseinrichtung des mobilen Kommunikationsendgerätes; und
  • – Ausgeben der Warnmeldung durch das mobile Kommunikationsendgerät auf eine geeignete Ausgabevorrichtung (z.B. Display des mobilen Kommunikationsendgerätes, Lautsprecher, Headset, Datenbrille). Die Warnmeldungen können sich in einem Speicher (z.B. Flash-Speicher) der Sendevorrichtung befinden oder in einer Datenbank, auf die die Sendevorrichtung Zugriff hat.

Die Warnmeldungen können somit direkt von der Sendevorrichtung auf dem mobilen Kommunikationsendgerät des Benutzers zur Ausgabe bereitgestellt werden.

Eine erste vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das Ausgeben der Warnmeldung basierend auf Sensorwerten erfolgt, die von einer im mobilen Kommunikationsendgerät befindlichen Sensorik (z.B. Accelerometer, Magnetometer, Gyroskop, Barometer, Näherungssensor) bereitgestellt werden. Damit wird sichergestellt, dass ein Benutzer nicht mit unnötigen Warnmeldungen überflutet wird. Wenn ein Benutzer sein Smartphone nicht aktiv benutzt (z.B. Nachrichten bearbeitet) wird er auch keine Warnmeldungen erhalten. Eine auf dem mobilen Kommunikationsendgerät befindliche Software (z.B. App) kann die aktuellen Messwerte der Sensorik auswerten und damit die Ausgabe einer Warnmeldung zulassen oder unterdrücken.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das Ausgeben der Warnmeldung basierend auf der aktuellen Position (durch aktive / passive Positionsbestimmung) des mobilen Kommunikationsendgerätes erfolgt. Auch dadurch wird sichergestellt, dass ein Benutzer nicht mit unnötigen Warnmeldungen überflutet wird. Ausserdem können dediziert in Abhängigkeit der jeweils aktuellen Position des Benutzers zugelassen oder unterdrückt werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass, basierend auf der aktuellen Position des mobilen Kommunikationsendgerätes, Informationen zur jeweiligen unmittelbaren räumlichen Umgebung des mobilen Kommunikationsendgerätes von einer Datenbank abgerufen werden und daraus ein Gefährdungskontext ermittelt wird, und wobei das Ausgeben der Warnmeldung basierend auf dem Gefährdungskontext erfolgt. So kann z.B. ein Gefährdungskontext mit evtl. unterschiedlichen Warnstufen (Dringlichkeit) ermittelt werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass bei der Ermittlung des Gefährdungskontextes auch persönliche Daten wie z.B. Grösse, Gewicht, oder Behinderungen des Benutzers (z.B. Beeinträchtigungen bezgl. Hören, Sehen, Gehen oder Farbenblindheit) berücksichtigt werden. Somit können die Warnmeldungen noch granularer abgestimmt ausgegeben werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das Ausgeben der Warnmeldung basierend auf vom Benutzer voreingestellten Parametern (z.B. durch App-Parameter, Benutzerprofil-Eintrag auf Server; Facebook-Einstellungen) erfolgt. Somit kann das Ausgeben der Warnmeldung benutzerbezogen, d.h. basierend auf einem vom Benutzer definierten Profil erfolgen.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das Ausgeben der Warnmeldung nur bei einem aktiven Gebrauch des Kommunikationsendgerätes durch den Benutzer erfolgt. Nur in solchen Situationen ist der Benutzer abgelenkt. Somit ist sichergestellt, dass der Benutzer keine unnötigen Warnmeldungen erhält. Durch Sensorik des Kommunikationsendgerätes wird erkannt, ob das Gerät aktuell in Verwendung ist.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt in einer Anordnung zur Durchführung der erfindungsgemässen Verfahrens. Die Anordnung lässt sich mit handelsüblichen Vorrichtungen bzw. Geräten realisieren (z.B. handelsübliche Funksender als Sendevorrichtung und handelsüblichen Smartphones), mit entsprechender Software.

Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch eine Anordnung zur Ausgabe von Warnmeldungen auf ein mobiles Kommunikationsendgerät (z.B. Smartphone, Tablet-Computer) eines Benutzers, wobei es sich bei den Warnmeldungen um Warnungen vor potentiellen Gefahren in einer unmittelbaren räumlichen Umgebung des mobilen Kommunikationsendgerätes handelt, die Anordnung umfassend:

  • – eine Sendevorrichtung (z.B. Funk-Beacon) eingerichtet zum Aussenden einer Warnmeldung bezüglich einer sich in der räumlichen Umgebung der Sendevorrichtung befindlichen potentiellen Gefahr und/oder eingerichtet zum Aussenden eines der Sendevorrichtung zugeordneten Identifizierungscodes, wobei die Sendevorrichtung weiter eingerichtet ist, in der räumlichen Umgebung der Sendevorrichtung befindliche mobile Kommunikationsendgeräte zu erkennen;
  • – ein mobiles Kommunikationsendgerät, eingerichtet zum Empfangen einer Warnmeldung und/oder des Identifizierungscodes, und eingerichtet zum Ausgeben der empfangenen Warnmeldung, und/oder eingerichtet zum Ausgeben einer dem Identifizierungscode zugeordneten Warnmeldung; und
  • – eine Ausgabevorrichtung (z.B. Smartphonedisplay, Lautsprecher, Headset, Datenbrille) zum Ausgeben der Warnmeldung. Die Anordnung kann durch handelsübliche Mittel realisiert werden und leicht in eine bestehende Infrastruktur integriert werden. Statische Warnhinweise an gefährlichen Stellen können somit ersetzt oder ergänzt werden durch dynamische Warnmeldungen, die nur auf den Kommunikationsendgeräten von potentiell betroffenen Benutzern ausgegeben werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Anordnung eine Lokalisierungsvorrichtung zum Bestimmen der aktuellen Position des mobilen Kommunikationsendgerätes umfasst, wobei eine Ausgabe der Warnmeldung nur erfolgt, wenn sich das mobile Kommunikationsendgerät in einer vorher festgelegten Entfernung zur Sendevorrichtung befindet. Dadurch wird sichergestellt, dass Warnmeldungen nur an Benutzer ausgegeben werden, die sich mit ihren Kommunikationsendgeräten in der Nähe oder am Ort einer möglichen Gefahrensituation (z.B. Fussgängerüberweg) befinden. Mit Vorteil wird die Entfernung des Kommunikationsendgerätes zur Sendevorrichtung durch ein Lokalisierungssystem (z.B. GPS) ermittelt. Die vorher festgelegte Entfernung kann als Einstellungsparameter in der Sendevorrichtung hinterlegt sein oder in einem Datenbankeintrages eines Webservers der mit dem Kommunikationsendgerät z.B. über eine geeignete Internetverbindung verbunden ist.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Anordnung eine Bereitstellungsvorrichtung (z.B. Datenbank, Web-Server) zum Bereitstellen von Informationen zu einer jeweiligen räumlichen Umgebung einer jeweiligen Sendevorrichtung; und/oder zum Zuordnen einer Warnmeldung zu einem Identifizierungscode umfasst, wobei die Bereitstellungsvorrichtung dazu eingerichtet ist, über geeignete Kommunikationsmechanismen mit dem mobilen Kommunikationsendgerät zu kommunizieren. Somit können weitere Informationen, die sich auf der Datenbank oder dem Web-Server befinden bei der Bereitstellung der Warnmeldung berücksichtigt werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Anordnung eine Bestimmungsvorrichtung zur Bestimmung eines Gefährdungskontextes basierend der aktuellen Position des mobilen Kommunikationsendgerätes und den Informationen zu der jeweiligen räumlichen Umgebung umfasst, wobei das Ausgeben der Warnmeldung basierend auf dem Gefährdungskontext erfolgt. So kann z.B. ein abgestimmter Gefährdungskontext mit evtl. unterschiedlichen (skalierten) Warnstufen (z.B. bezüglich der Dringlichkeit) ermittelt werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die erfindungsgemässe Anordnung Teil eines Gebäudeautomatisierungssystems oder eines Überwachungssystems für Gebäude und/oder definierte Bereiche ist. Moderne Gebäude sind heutzutage oft mit Gebäudeautomatisierungssystemen bzw. Überwachungs- oder Sicherheitssystemen ausgestattet. Durch die Integration oder Anbindung der erfindungsgemässe Anordnung in solche Systeme wird die Sicherheit der Benutzer eines Gebäudes oder Campus (z.B. Bewohner, Angestellte) erhöht.

Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungen der vorliegenden Erfindung werden am Beispiel der nachfolgenden Figuren erläutert. Dabei zeigen:

1 eine erste beispielhafte Anordnung zur Ausgabe von Warnmeldungen auf ein mobiles Kommunikationsendgerät eines Benutzers,

2 ein erstes beispielhaftes Flussdiagramm für ein Verfahren zur Ausgabe von Warnmeldungen auf ein mobiles Kommunikationsendgerät eines Benutzers, und

3 ein zweites beispielhaftes Flussdiagramm für ein Verfahren zur Ausgabe von Warnmeldungen auf ein mobiles Kommunikationsendgerät eines Benutzers.

Auf Grund der zunehmenden Nutzung von Kommunikationsendgeraten, und der damit verbundenen Konzentration der Benutzer auf diese, wie z.B. auf ein Smartphone, wird das Umfeld durch die Benutzer nur noch eingeschränkt wahrgenommen. Das erfindungsgemässe Verfahren erhöht die Sicherheit von Nutzern von Kommunikationsendgeraten (z.B. Smartphones, wearables, implants, Tablet-Computer) als auch von körperlich eingeschränkten Menschen in Gebäuden, Campusanlagen oder im öffentlichen Raum (z.B. für Fussgänger). Durch eine Einblendung von Warnmeldungen und/oder Warnsignalen (z.B. Warn-Icon) oder anderweitige entsprechende Signalisierung auf 1 durch die vom Nutzer verwendeten tragbaren Technologien bzw. Geräten, wird die Aufmerksamkeit des Nutzers auf eine bevorstehende "Stolperstelle" gelenkt. Durch die Nutzung von Warnsendern, idealerweise unter Verbindung von weiterer nutzerseitig vorhandener Sensorik und Informationen, kann personalisiert bzw. profiliert gewarnt werden. So kann z.B. "Warn-Spam" vermieden werden, und auf persönliche Bedürfnisse und Fähigkeiten des Nutzers eingegangen werden.

Die bisher statischen Warnungen (z.B. Farbmarkierung; Schild) werden durch dynamische, durch digitale, und durch erweiterte Warnnotifikationen dem digitalen Gebäude bzw. dem digitalen Campus oder einem digitalen öffentlichen Raum gerecht, und helfen Unfälle zu vermeiden, wenn die Benutzer durch ihre Kommunikationsendgeräte abgelenkt sind.

Die erfindungsgemässen Verfahren und die erfindungsgemässe Anordnung zur Unfallvermeidung sind mit geringem Investment realisierbar.

Sind die infrastrukturell genutzten Sender/Sendeeinrichtungen dynamisch ansprechbar (d.h. es können von extern (Cloud etc.) Befehle entgegengenommen werden um spezifische Warnungen, oder Warnungstrigger auszugeben, ist weiterhin eine Nutzung als lokale generische Notifikationslösung möglich: so kann bei Vorhandensein einer solchen Infrastruktur diese als Alarmierungsanlage im Falle eines terroristischen Angriffs etc. genutzt werden.

In Gebäuden, Campusanlagen als auch im sonstigen öffentlichen Raum gibt es baulich- oder ausstattungsbedingte "Stolperstellen" und/oder Gefahrenpunkte welche zu Unfällen mit Personenschaden führen können. Bei oder an potentiellen "Stolperstellen", als Beispiel seien Treppen oder auch nicht selbstöffnende Türen genannt, wird ein Funkmelder (z.B. Bluetooth Beacon) und/oder Lichtsender (z.B. LED) und/oder akustische Sendeeinrichtung (z.B. Lautsprecher) platziert. Dieser Sender oder Kombination von Sendeeinrichtungen überträgt bzw. übertragen ein wahlfreies aber definiertes Signal (z.B. Identifikationscode oder Meldung mit semantischem Inhalt), z.B. durch NFC (Near Field Communication) oder WLAN auf ein in der Nähe befindliches Kommunikationsendgerät (z.B. Smartphone) eines Benutzers oder durch geeignete Kommunikationsmechanismen (z.B. Datenfernübertragung) auf einen Server bzw. Cloud. Mit Vorteil stammt das Signal aus einer Datenbank. Vorstellbar ist ebenfalls ein standardisiertes Signal. Das Signal wird vom nutzerseitigen Kommunikationsendgerät erfasst, intern und/oder extern verarbeitet, und bei entsprechendem Vorhandensein einer entsprechenden Applikation oder Dienst durch eine entsprechende Notifikation auf dem Kommunikationsendgerät, oder damit verbundenen Komponenten (z.B. Headset, Datenbrille (z.B. Google Glass) ausgegeben. Ais Signalisierungsbeispiel sei eine visuelle Einblendung genannt, wie "Vorsicht Stufe" (optional mit Entfernungsangabe, und/oder weiteren kontextuellen Informationen).

Eine solche Einblendung wird mit Vorteil über eine genutzte Anwendung (z.B. Facebook oder andere Social-Media-Anwendung) dargestellt. Notifikationen können auch direkt im System des Kommunikationsendgerätes integriert sein, ohne eine zusätzliche App oder Service installieren zu müssen. Weiterhin sind Notifikationen vom Anwender optional aktivierbar bzw. deaktivier-bar, sowie weitere Einstellungen möglich (z.B. wenn in Nähe von x Warnung in Form von y in Zeiten von z). So kann z.B. eine Notifikation des Benutzers basierend auf vordefinierten und hinterlegten Regeln erfolgen, durch fallbasiertes Schliessen (CBR, case-based reasoning) mit Hilfe einer entsprechenden Regelmaschine (Rule Engine).

Um aufmerksame Nutzer nicht durch zu viele Warnungen (z.B. an jeder Treppe pro Stockwerk bei Herunterlaufen im Treppenhaus) abzulenken oder zu verärgern, ist es empfohlen die endgeräteseitig zur Verfügung stehende Sensorik (z.B. Accelerometer, Magnetometer, Gyroskop, Barometer, Näherungssensor) mit einzubeziehen.

Beispiel: Ein Smartphone wird aktiv während der laufenden Fortbewegung in einem Gebäude genutzt, d.h. eine oder mehrere Faktoren kamen zum Tragen: Display ist an, CPU Last ist höher als im normalen stand-by-Betrieb, es wird im Winkelbereich x-y gehalten oder mit einem Abstand z zum Gesicht des Anwenders (z. B. durch Frontkamera erkennbar), mit einer wahrnehmbaren Geschwindigkeit (Beschleunigungssensor; Kompass; ...), Touchscreen-Bedienung ist aktiv, eine „core location engine“ (Vorrichtung zum Erkennen der üblichen Hauptposition eines Benutzers oder Gerätes) nimmt Positionsänderung wahr, laufende Signalstärkeänderungen (z.B. WLAN, Bluetooth, 2G/3G/xG) werden erkannt, oder Kamera nimmt Umgebung auf. Wird vom Kommunikationsendgerät oder einer "in der Cloud" stattfindenden Berechnung eine Positionsänderung des Kommunikationsendgerätes wahrgenommen, macht es Sinn die Warnungs-Notifikationen zu aktivieren und dem Anwender geeignet zu präsentieren (z.B. als Warnmeldung auf dem Display des Kommunikationsendgerätes). Mit Vorteil erfolgt eine Kombination aus mehreren Berechnungsmöglichkeiten um die Genauigkeit zu verbessern.

Das System arbeitet noch genauer wenn eine aktive oder passive Positionierung, d.h. Lokalisierung des Kommunikationsendgerätes stattfindet. D.h. ein Kommunikationsendgerät macht sporadisch oder laufende Aktualisierungen seiner Position unter Nutzung einer oder mehrerer dafür geeigneter Technologien, wie z.B. GPS, BT, WLAN, cellular, Sensoren (z.B. Bewegungssensoren oder Präsenzsensoren), Kameras. Die Lokalisierung des Kommunikationsendgerätes kann auf dem Kommunikationsendgerät selbst erfolgen (d.h. on-device, mit entsprechenden Bordmitteln) oder mit Hilfe von physikalisch und/oder nicht-physikalisch mit dem Kommunikationsendgerät verbundener Komponenten und/oder durch einen entsprechend ausgestatteten Server (off-device).

Die erfassten Positionen können dann mit einer Datenbank welche Informationen zum Umfeld enthalt abgeglichen werden. So kann ein Gefährdungskontext mit evtl. unterschiedlichen Warnstufen (Dringlichkeit) ermittelt werden.

Sind aus einer z.B., BIM-Datenbank (Building Information Model, Gebäudedatenmodellierung) auch weiterführende kontextuelle Daten zum Umfeld bekannt (z.B. Attribut Treppe, evtl. Stufenanzahl/Höhe/Material; oder z.B. Türrahmen mit Öffnungshöhe (z.B. tiefer als Norm), oder externe Datenquellen verfügbar (z.B. Unfallversicherung; Betriebsarzt), oder auch persönliche Daten des Anwenders (z.B. Körpergrösse x, keine Behinderungen), kann noch granularer abgestimmt gewarnt werden.

Somit ist es möglich, abhängig von der jeweiligen Situation und der physischen Kenngrössen des jeweiligen Benutzers, abgestimmte bzw. skalierbare Warnmeldungen auszugeben.

1 zeigt eine erste beispielhafte Anordnung zur Ausgabe von Warnmeldungen WM auf ein mobiles Kommunikationsendgerät MG eines Benutzers P, wobei es sich bei den Warnmeldungen WM um Warnungen vor potentiellen Gefahren in einer unmittelbaren räumlichen Umgebung des mobilen Kommunikationsendgerätes MG handelt, die Anordnung umfasst eine Sendevorrichtung SV eingerichtet zum Aussenden einer Warnmeldung WM bezüglich einer sich in der räumlichen Umgebung der Sendevorrichtung SV befindlichen potentiellen Gefahr und/oder eingerichtet zum Aussenden eines der Sendevorrichtung zugeordneten Identifizierungscodes, wobei die Sendevorrichtung weiter eingerichtet ist, in der räumlichen Umgebung der Sendevorrichtung SV befindliche mobile Kommunikationsendgeräte MG zu erkennen; ein mobiles Kommunikationsendgerät MG, eingerichtet zum Empfangen einer Warnmeldung WM und/oder des Identifizierungscodes, und eingerichtet zum Ausgeben der empfangenen Warnmeldung WM, und/oder eingerichtet zum Ausgeben einer dem Identifizierungscode zugeordneten Warnmeldung WM; und eine Ausgabevorrichtung AV zum Ausgeben der Warnmeldung WM.

Beim mobilen Kommunikationsendgerätes MG kann es sich z.B. um ein Smartphone, ein Tablet, einen Laptop, oder ein Wearable-Gerät (Wearable Computer, tragbare Datenverarbeitung), wie z.B. Smartwatch oder Smartglasses (Datenbrille) handeln. Mit Vorteil handelt es sich bei der Sendevorrichtung SV um eine Sendevorrichtung zum Aussenden von Funksignalen. Bluetooth Beacons oder WLAN kann dafür verwendet werden. Bei der Ausgabevorrichtung AV kann es sich z.B. um ein Display des Kommunikationsendgerätes MG handeln, es kann aber auch auf einem Headset oder auf einer Datenbrille eine Ausgabe erfolgen. Mit Vorteil erfolgt eine Ausgabe auf mehreren Ausgabevorrichtungen AV. Es ist prinzipiell auf möglich, dass die Ausgabe einer Warnmeldung WM auf einem öffentlichen Bildschirm (z.B. Display, welches üblicherweise für Werbeanzeigen) in der räumlichen Umgebung erfolgt.

Mit Vorteil umfasst die Anordnung eine Lokalisierungsvorrichtung POS, SAT zum Bestimmen der aktuellen Position des mobilen Kommunikationsendgerätes MG, wobei eine Ausgabe der Warnmeldung WM nur erfolgt, wenn sich das mobile Kommunikationsendgerät MG in einer vorher festgelegten Entfernung zur Sendevorrichtung SV befindet. Beim des Lokalisierungsvorrichtung kann es sich um ein satellitengestütztes Positionsbestimmungssystem (GPS) SAT handeln oder um ein IPS (Indoor Positioning System) POS, z.B. Bluetooth Beacons. Indoor-Positioning-Systeme sind heutzutage schon weit verbreitet und leicht in einem Gebäude oder auch ausserhalb eines Gebäudes installierbar, z.B. Pseudolit-GPS, WLAN Netze oder Bluetooth-Beacons. Die Positionsbestimmung innerhalb von WLAN Netzen kann z.B. durch Trilateration oder durch Fingerprinting erfolgen. Die Lokalisierung kann durch aktive oder passive Positionsbestimmung erfolgen.

Mit Vorteil umfasst die Anordnung eine Bereitstellungsvorrichtung S zum Bereitstellen von Informationen zu einer jeweiligen räumlichen Umgebung einer jeweiligen Sendevorrichtung SV; und/oder zum Zuordnen einer Warnmeldung WM zu einem Identifizierungscode, wobei die Bereitstellungsvorrichtung S dazu eingerichtet ist, über geeignete Kommunikationsmechanismen KV2 mit dem mobilen Kommunikationsendgerät MG zu kommunizieren. Bei der Bereitstellungsvorrichtung S handelt es sich z.B. um einen Web-Server in einer Cloud C. Die Bereitstellungsvorrichtung S umfasst einen Speicher SP (z.B. Flash-Speicher und/oder eine Datenbank. Als Kommunikationsmechanismus KV2 zur Kommunikation zwischen der Bereitstellungsvorrichtung S (z.B. Web-Server) und dem Kommunikationsendgerät MG des Benutzers P kann z.B. eine Funkverbindung wie z.B. WLAN oder Satellitenkommunikation verwendet werden. Als Kommunikationsmechanismus KV1 zur Kommunikation zwischen der Sendevorrichtung SV (z.B. Funk Beacon, Funkvorrichtung) und dem Kommunikationsendgerät MG des Benutzers P kann z.B. WLAN verwendet werden.

Das Zuordnen der Warnmeldung WM zum Identifizierungscode kann im Kommunikationsendgerät MG (on-device) oder im mit dem Kommunikationsendgerät verbundenen Web-Server S (off-device) erfolgen.

Mit Vorteil umfasst der Web-Server S eine Bestimmungsvorrichtung BV zur Bestimmung eines Gefährdungskontextes basierend der aktuellen Position des mobilen Kommunikationsendgerätes MG und den Informationen zu der jeweiligen räumlichen Umgebung, wobei das Ausgeben der Warnmeldung WM basierend auf dem Gefährdungskontext erfolgt. Mit Vorteil wird die Bestimmungsvorrichtung BV durch ein entsprechendes Softwareprogramm realisiert. Mit Vorteil umfasst die Bestimmungsvorrichtung BV eine regelbasierte bzw. fallbasierte Maschine, um regel- bzw. fallbasiert eine entsprechende Warnmeldung WM auszugeben.

Die regelbasierte bzw. fallbasierte Maschine („rule based engine“) kann sich auch auf dem Kommunikationsendgerät MG befinden.

Durch die Berücksichtigung des aktuell vorliegenden Gefährdungskontextes wird ein Benutzer nicht mit unnötigen Warnmeldungen WM überflutet. Ohne Nutzung des Endgerätes (z.B. Smartphone) besteht ja auch keine Notwendigkeit für eine Ausgabe einer Warnmeldung WM. Dies macht erst dann Sinn wenn das Kommunikationsendgerät MG und/oder der Webserver S feststellt, dass gerade eine Nutzung vorliegt (z.B. Facebook). (App auf, Display an, wird im Winkelbereich x gehalten, evtl. Interaktion; evtl. check durch Frontkamera, etc.).

Eine Sendevorrichtung SV (z.B. Bluetooth Beacon) kann eine Warnmeldung WM direkt auf das Kommunikationsendgerät MG senden, die dann, basierend auf entsprechender Verarbeitungslogik (Position, Regeln, etc.) ausgegeben wird. Die Verarbeitungslogik kann dabei im Webserver S und/oder im Kommunikationsendgerät MG erfolgen.

Eine Sendevorrichtung SV kann aber auch einen Identifizierungscode (z.B. eine ID, die der Sendevorrichtung SV eindeutig zugeordnet ist) an das Kommunikationsendgerät MG senden. Wird der Identifizierungscode durch Datenbankabgleich vom Webserver S (off-device) oder vom Kommunikationsendgerät MG (on-device) erkannt, erfolgt die Ausgabe einer entsprechenden Warnmeldung WM. Mit Vorteil erfolgt die Ausgabe der entsprechenden Warnmeldung WM basierend auf der aktuellen Position des Kommunikationsendgerätes MG und/oder basierend auf hinterlegten Profildaten des Benutzers.

Eine Sendevorrichtung SV kann an das Kommunikationsendgerät MG auch eine URL senden (z.B. Google Eddystone), welche im Kommunikationsendgerät MG eine entsprechend definierte Regel zur Ausgabe einer entsprechenden Warnmeldung WM auslöst.

Mit Vorteil ist die Anordnung in ein Gebäudeautomatisierungssystem oder ein Überwachungssystem für Gebäude und/oder definierte Bereiche integriert. Dadurch kann die Sicherheit der Benutzer in einem Gebäude erhöht werden. Es ist aber auch möglich, dass Benutzer gewarnt werden, wenn diese sich in einer Area aufhalten, für die Zutritt verboten ist („off-limitarea“) oder wenn sie sich einer solchen Area nähern.

In der Darstellung gemäss 1 ist die Anordnung in die räumliche Umgebung einer Strasse ST integriert. Ein Benutzer will die Strasse ST an einem Zebrastreifen ZS überqueren, ist aber durch sein Smartphone MG abgelenkt. Die Sendevorrichtung SV ist an einer Fussgängerampel A angebracht, ebenso ein Lokalisierungssystem POS, z.B. ein Indoor Positioning System.

2 zeigt ein erstes beispielhaftes Flussdiagramm für ein Verfahren zur Ausgabe von Warnmeldungen auf ein mobiles Kommunikationsendgerät eines Benutzers, wobei es sich bei den Warnmeldungen um Warnungen vor potentiellen Gefahren in einer unmittelbaren räumlichen Umgebung des mobilen Kommunikationsendgerätes handelt, das Verfahren umfassend die folgenden Schritte:

  • (VS1) Aussenden eines Identifizierungscodes oder eines Verweises auf den Identifizierungscode durch eine sich in der räumlichen Umgebung der potentiellen Gefahr befindlichen Sendevorrichtung, wobei der Identifizierungscode der Sendevorrichtung eindeutig zugeordnet ist;
  • (VS2) Empfangen des Identifizierungscodes oder des Verweises auf den Identifizierungscode durch eine Empfangseinrichtung des mobilen Kommunikationsendgerätes; und
  • (VS3) Ausgeben einer dem Identifizierungscode zugeordneten Warnmeldung durch das mobile Kommunikationsendgerät auf eine geeignete Ausgabevorrichtung.

Im Verfahren nach 2 erfolgt die Ausgabe der Warnmeldung basierend auf der Zuordnung eines Identifizierungscodes zu der Warnmeldung. Diese Zuordnung kann durch Datenbankabgleich im Kommunikationsendgerät (z.B. Smartphone) erfolgen, d.h. „on-device“. Diese Zuordnung kann aber auch durch Datenbankabgleich in einem mit dem Kommunikationsendgerät über ein geeignetes Kommunikationsmedium (z.B. Satellitenfunk, Internet) verbundenen Webserver (befindet sich mit Vorteil in einer Cloud-Infrastruktur) erfolgen.

3 zeigt ein zweites beispielhaftes Flussdiagramm für ein Verfahren zur Ausgabe von Warnmeldungen auf ein mobiles Kommunikationsendgerät eines Benutzers, wobei es sich bei den Warnmeldungen um Warnungen vor potentiellen Gefahren in einer unmittelbaren räumlichen Umgebung des mobilen Kommunikationsendgerätes handelt, das Verfahren umfassend die folgenden Schritte:

  • (VS1‘) Aussenden einer Warnmeldung durch eine sich in der räumlichen Umgebung der potentiellen Gefahr befindlichen Sendevorrichtung;
  • (VS2‘) Empfangen der Warnmeldung durch eine Empfangseinrichtung des mobilen Kommunikationsendgerätes; und
  • (VS3‘) Ausgeben der Warnmeldung durch das mobile Kommunikationsendgerät auf eine geeignete Ausgabevorrichtung. In diesem alternativen Verfahren wird eine Warnmeldung von der Sendevorrichtung direkt auf das Kommunikationsendgerät des Benutzers gesendet. Über entsprechende Verarbeitungslogik (Position, Benutzerprofil, Regeln) erfolgt die Ausgabe der Warnmeldung. Die Verarbeitungslogik kann durch das Kommunikationsendgerät erfolgen und/oder durch einen mit dem Kommunikationsendgerät über ein geeignetes Kommunikationsmedium (z.B. Satellitenfunk, Internet) verbundenen Webserver. Der Webserver befindet sich mit Vorteil in einer Cloud-Infrastruktur.

Die Verfahren nach 2 bzw. 3 können mit handelsüblichen Komponenten (z.B. Smartphone, Funksender, Positionierungssystem, Softwareprogramme, etc.) realisiert werden.

Verfahren und Anordnung zur Ausgabe von Warnmeldungen auf ein mobiles Kommunikationsendgerät eines Benutzers, wobei es sich bei den Warnmeldungen um Warnungen vor potentiellen Gefahren in einer unmittelbaren räumlichen Umgebung des mobilen Kommunikationsendgerätes handelt, wobei eine Sendevorrichtung eingerichtet ist zum Aussenden einer Warnmeldung bezüglich einer sich in der räumlichen Umgebung der Sendevorrichtung befindlichen potentiellen Gefahr und/oder eingerichtet zum Aussenden eines der Sendevorrichtung zugeordneten Identifizierungscodes, wobei die Sendevorrichtung weiter eingerichtet ist, in der räumlichen Umgebung der Sendevorrichtung befindliche mobile Kommunikationsendgeräte zu erkennen; wobei ein mobiles Kommunikationsendgerät, eingerichtet ist zum Empfangen einer Warnmeldung und/oder des Identifizierungscodes, und eingerichtet ist zum Ausgeben der empfangenen Warnmeldung, und/oder eingerichtet zum Ausgeben einer dem Identifizierungscode zugeordneten Warnmeldung auf einer Ausgabevorrichtung.

Bezugszeichen

  • SAT
    Satellit
    SV
    Sendevorrichtung
    POS
    Positionsbestimmungssystem
    C
    Cloud
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