Title:
Transformator mit eingehängtem Kühlmodul
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Um ein elektrisches Gerät (1) zum Anschluss an ein Hochspannungsnetz mit einem mit Isolierflüssigkeit befüllbaren Gehäuse (2), in dem ein Kern mit wenigstens einer Wicklung angeordnet ist, und mit einem über Anschlussleitungen (32, 35) mit dem Gehäuse (2) verbundenen Kühlmodul (3) zum Kühlen der Isolierflüssigkeit, bereitzustellen, das günstig ist, schnell transportiert und schnell vor Ort in Betrieb genommen werden kann, wird vorgeschlagen, dass das Kühlmodul (3) mittels einer Hakenverbindung (25) an dem Gehäuse (2) befestigt ist.





Inventors:
Ettl, Christian (Weiz, AT)
Application Number:
DE102016207390A
Publication Date:
11/02/2017
Filing Date:
04/29/2016
Assignee:
Siemens Aktiengesellschaft, 80333 (DE)
International Classes:
H01F27/10; H02B1/56
Domestic Patent References:
DE102005060635A1N/A2007-06-14
Foreign References:
EP27679892014-08-20
WO2012143172A12012-10-26
Claims:
1. Elektrisches Gerät (1) zum Anschluss an ein Hochspannungsnetz mit
– einem mit Isolierflüssigkeit befüllbaren Gehäuse (2), in dem ein Kern mit wenigstens einer Wicklung angeordnet ist, und
– einem über Anschlussleitungen (32, 35) mit dem Gehäuse (2) verbundenen Kühlmodul (3) zum Kühlen der Isolierflüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmodul (3) an dem Gehäuse (2) mittels einer Hakenverbindung (30) befestigt ist.

2. Elektrisches (1) Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hakenverbindung (30) ein fest mit dem Kühlmodul (3) verbundenes Hakenteil (29) und ein an dem Gehäuse (2) fest angeordnetes Gegenstück aufweist, wobei das Hakenteil (29) und das Gegenstück so ausgestaltet sind, dass ein Eingriff des Hakenteils (29) in das Gegenstück ermöglicht ist.

3. Elektrisches Gerät (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) einen Deckel aufweist und das Gegenstück auf dem Gehäusedeckel angeordnet ist.

4. Elektrisches Gerät (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Gegenstücke mit gleichem Abstand zu einer Kante des Gehäuses (2) vorgesehen sind.

5. Elektrisches Gerät (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Hakenteil (29) einen sich in einer Längsrichtung erstreckenden Träger mit einem c-förmig gebogenen freien Ende aufweist und das Gegenstück ein Haltebolzen ist, der sich parallel zu einer Wandung des Gehäuses (2) und mit Abstand zu dieser erstreckt.

6. Elektrisches Gerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl das Gehäuse (2) als auch das Kühlmodul (3) jeweils wenigstens einen Kühlungsflüssigkeitseingang und wenigstens einen Kühlflüssigkeitsausgang aufweisen, die zum Austausch von Isolierflüssigkeit miteinander verbindbar sind, wobei jeder Kühlflüssigkeitsausgang und jeder Kühlflüssigkeitseingang mit einem fluiddichten Schließventil (34) ausgerüstet ist.

7. Elektrisches Gerät (1) nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ein Zwischenstück (35) zur fluiddichten Verbindung von Kühlflüssigkeitsausgang und Kühlflüssigkeitseingang, wobei das Zwischenstück (35) einen Verbindungskanal begrenzt und eine Entlüftungsöffnung (37) zum Entlüften des Verbindungskanals aufweist.

8. Elektrisches Gerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmodul (3) einen Halterahmen (23) aufweist, der mit einem Hakenteil (30) ausgerüstet ist.

9. Elektrisches Gerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmodul (3) einen Halterahmen (23) aufweist, der mit einem Hebeeingriff (25) zum Anheben des Halterahmens (23) ausgerüstet ist.

10. Elektrisches Gerät (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Halterahmen (23) ein Ausdehnungsgefäß (4) befestigt ist, das über eine Anschlussleitung mit dem Innenraum des Gehäuses (2) verbunden ist.

11. Elektrisches Gerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmodul (3) wenigstens ein Gebläse (14) aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein elektrisches Gerät zum Anschluss an ein Hochspannungsnetz mit einem mit Isolierflüssigkeit befüllbaren Gehäuse, in dem ein Kern mit wenigstens einer Wicklung angeordnet ist, und einem über Anschlussleitungen mit dem Gehäuse verbundenen Kühlmodul zum Kühlen der Isolierflüssigkeit.

Ein solches elektrisches Gerät ist aus der ständigen Praxis bereits bekannt. So weisen beispielsweise Transformatoren ein Gehäuse auf, in dem ein Kern mit Joch und mehreren Schenkeln angeordnet ist, wobei wenigstens ein Schenkel von einer Wicklung umschlossen ist. Das Gebilde aus Kern und Wicklungen wird vom Fachmann oft als Aktivteil bezeichnet. Zur Isolierung der elektrischen Leiter wird das Gehäuse des Transformators mit einer Isolierflüssigkeit befüllt, die neben der elektrischen Isolation auch eine Kühlung des Aktivteils ermöglichen soll. Dazu wird die vom Aktivteil aufgeheizte Isolierflüssigkeit über ein Kühlmodul geführt, das mit dem Gehäuse verbunden ist. Um die notwenige Kühlungsleistung bereitstellen zu können, sind Kühlmodule in der Regel raumgreifend und weisen ein hohes Eigengewicht auf. Sie sind ferner bevorzugt fest an dem Gehäuse fixiert.

Darüber hinaus ist aus der Praxis bekannt geworden, Kühlmodule auf Lastkraftwagen anzuordnen. Die Lastkraftwagen werden in der Nähe des Transformatorgehäuses abgestellt, so dass das Gehäuse über eine Schlauchverbindung mit dem oder den Kühlmodulen verbunden werden kann. Dies weist jedoch den Nachteil auf, dass der das Kühlmodul und das Gehäuse umfassende Transformator noch mehr Platz benötigt. Darüber hinaus stellt die fehleranfällige Schlauchverbindung ein Umweltschutzrisiko dar.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein elektrisches Gerät der eingangs genannten Art bereitzustellen, das kostengünstig ist, schnell transportiert und schnell vor Ort in Betrieb genommen werden kann.

Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass das Kühlmodul an dem Gehäuse mittels einer Hakenverbindung befestigt ist.

Erfindungsgemäß wird das Kühlmodul zur Inbetriebnahme eines Transformators oder einer Drossel als elektrisches Gerät an dem Gehäuse eingehakt. Dies ermöglicht das Kühlmodul mit einem Kranhub am Gehäuse zu befestigen. Im Rahmen der Erfindung sind keine Verschraubungen notwendig. Durch die Hakenverbindung im Zusammenspiel mit dem hohen Eigengewicht des Kühlmoduls hält das erfindungsgemäße elektrische Gerät den mechanischen Anforderungen während des Betriebs stand. Zur Verbindung des Innenraums des Kühlmoduls mit dem Innenraum des Gehäuses ist eine zweckmäßige Verbindung, wie beispielsweise eine Rohrverbindung, im Rahmen der Erfindung vorgesehen.

Vorteilhafterweise weist die Hakenverbindung ein fest mit dem Kühlmodul verbundenes Hakenteil und ein an dem Gehäuse fest angeordnetes Gegenstück auf, wobei das Hakenteil und das Gegenstück so ausgestaltet sind, dass ein Eingriff des Hakenteils mit dem Gegenstück ermöglicht ist. Das Hakenteil hintergreift beispielsweise mit einem hakenförmigen Endstück das Gegenstück, wobei das Gewicht des Kühlmoduls das hakenförmige Endstück gegen das Gegenstück drückt.

Vorteilhafterweise verfügt das Gehäuse über einen Deckel, wobei das Gegenstück auf dem Deckel angeordnet ist. Gemäß dieser vorteilhaften Weiterentwicklung ist der Vorgang des Einhakens mit einem Kran im Rahmen der Erfindung noch weiter vereinfacht, da das Gegenstück, das auf dem Gehäusedeckel angeordnet ist, einfach zugänglich ist. Die Inbetriebnahme des elektrischen Gerätes ist so noch weiter beschleunigt.

Gemäß einer diesbezüglich zweckmäßigen Weiterentwicklung sind zwei Gegenstücke mit gleichem Abstand zu einer Kante des Gehäuses vorgesehen. Bei dieser Ausführung der Erfindung sind zwei Hakenverbindungen vorgesehen, die zueinander identisch ausgebildet sind, so dass es zu einem symmetrischen Halt des Kühlmoduls am Gehäuse kommt.

Bevorzugt weist das Hakenteil einen sich in einer Längsrichtung erstreckenden Träger mit einem C-förmig gebogenen freien Ende auf, wobei das Gegenstück als Haltebolzen ausgebildet ist, der sich parallel zu einer Wandung des Gehäuses und mit einem Abstand zu dieser erstreckt. Der Haltebolzen ist über zwei fest mit dem Gehäuse verbundene Schenkel fest an dem Gehäuse, beispielsweise auf dem Gehäusedeckel, angebracht, beispielsweise durch Verschweißen, so dass ein auf den Kopf gestelltes U-förmiges Gegenstück bereitgestellt ist, in das das C-förmig gebogene Ende des Hakenteils leicht und zuverlässig eingehakt werden kann.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weisen sowohl das Gehäuse als auch das Kühlmodul jeweils wenigstens einen Kühlflüssigkeitseingang und wenigstens einen Kühlflüssigkeitsausgang auf, die zum Austausch von Isolierflüssigkeit miteinander verbindbar sind, wobei jeder Kühlflüssigkeitsausgang und jeder Kühlflüssigkeitseingang mit einem fluiddichten Schließventil ausgerüstet ist. Gemäß dieser vorteilhaften Weiterentwicklung können die Module des elektrischen Gerätes, also das Gehäuse und das Kühlmodul, unabhängig voneinander mit Isolierflüssigkeit befüllt und transportiert werden. Anschließend erfolgt die Verbindung der beiden Module über dazu zweckmäßig ausgestaltete Anschlüsse, beispielsweise Rohrverbindungen mit Winkelkompensatoren, so dass Isolierflüssigkeit von dem Gehäuse in das Kühlmodul gelangen kann und umgekehrt. Die Schließventile ermöglichen, das Gehäuse beziehungsweise das Kühlmodul fluiddicht zu verschließen. Nachdem die Verbindung zwischen Kühlmodul und Gehäuse hergestellt ist, werden die Schließventile geöffnet. Unter fluiddichten Schließventilen ist zu verstehen, dass die Schließventile sowohl für Luft als auch für Flüssigkeiten undurchlässig sind und somit eine Verunreinigung der Isolierflüssigkeit, beispielsweise eines mineralischen Isolieröls, mit Feuchtigkeit oder Luft verhindern.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist zur fluiddichten Verbindung von Kühlflüssigkeitsausgang und Kühlflüssigkeitseingang ein Zwischenstück vorgesehen, wobei das Zwischenstück einen beidseitig geöffneten Verbindungskanal begrenzt und eine Entlüftungsöffnung zum Entlüften des Verbindungskanals aufweist. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung kann das Zwischenstück beispielsweise durch Anlegen eines Vakuums an der Lüftungsöffnung entlüftet werden. Anschließend werden die Schließventile des jeweiligen Kühlflüssigkeitsausgangs und des jeweiligen Kühlflüssigkeitseingangs, die über das besagte Zwischenstück miteinander verbunden sind, geöffnet. Selbstverständlich ist es auch möglich, den Verbindungskanal mit einem zweckmäßigen Gas, wie beispielsweise Stickstoff, Schwefelhexafluorid oder dergleichen, zu befüllen, so dass es zu keinen Druckdifferenzen kommt. Auch eine sonstige Bearbeitung des Verbindungskanals ist im Rahmen der Erfindung möglich.

Weitere Vorteile bringt es mit sich, wenn das Kühlmodul einen Halterahmen aufweist, der mit dem Hakenteil ausgerüstet ist. Halterahmen und Kühlmodul können somit individuell hergestellt und nach ihrer Herstellung und Prüfung miteinander verbunden werden. Die Gesamtkonstruktion, die hier ebenfalls als Kühlmodul bezeichnet wird, kann somit mit dem besagten Hakenteil in ein an dem Gehäuse befestigtes Gegenstück eingehakt werden.

Weitere Vorteile ergeben sich, wenn das Kühlmodul einen Halterahmen aufweist, der mit einem Hebeeingriff zum Anheben des Halterahmens ausgerüstet ist. Der Hebeeingriff ist beispielsweise eine ringförmig geschlossene Hebeöse, die einen Innendurchmesser aufweist, der das Einhaken eines üblichen Kranhakens und somit ein einfaches Anheben des Halterahmens und somit des gesamten Kühlmoduls ermöglicht. Abweichend hiervon ist der Hebeeingriff ebenfalls hakenförmig ausgebildet.

Gemäß einer diesbezüglich zweckmäßigen Weiterentwicklung ist an dem Halterahmen ein Ausdehnungsgefäß befestigt, das über eine Anschlussleitung mit dem Innenraum des Gehäuses verbunden ist. Auch das Ausdehnungsgefäß kann dann getrennt von dem Gehäuse als Komponente transportiert werden.

Das Ausdehnungsgefäß weist gemäß einer Weiterentwicklung der Erfindung einen Gehäuseanschluss zur Aufnahme oder Abgabe von Isolierflüssigkeit auf, der mit einem fluiddichten Schließventil ausgerüstet ist. Entsprechendes gilt für ein Ausdehnungsgefäß des Gehäuses, so dass ein unabhängiger Transport ermöglicht ist, wobei beide Bauteile oder Komponenten oder Module mit Isolierflüssigkeit befüllt sein können. Die Verbindung der Module kann wieder über ein Zwischenstück erfolgen, das einen beidseitig offenen Verbindungskanal begrenzt, der mit einer Entlüftungsöffnung und/oder einer Ablassöffnung ausgerüstet ist. Über die Ablassöffnung kann vor der Demontage Isolierflüssigkeit aus dem Zwischenstück abgelassen werden.

Die Ausgestaltung des Kühlmoduls ist grundsätzlich beliebig. Vorteile bringt es jedoch mit sich, wenn das Kühlmodul ein aktives Kühlmodul ist und ein Gebläse aufweist. Das Gebläse steigert die Kühlleistung des aktiven Kühlmoduls im Vergleich zu einem passiven Kühlmodul, das entsprechend dimensioniert ist.

Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung unter Bezug auf die Figuren der Zeichnung, wobei gleiche Bezugszeichen auf gleich wirkende Bauteile verweisen und wobei

1 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektrischen Geräts in einer perspektivischen Darstellung,

2 ein Kühlmodul des elektrischen Geräts gemäß 1 in einer Vorderansicht,

3 das Kühlmodul gemäß 2 ohne Anschlussrohre und teilweise transparent,

4 das Kühlmodul gemäß der 2 und 3 in einer Seitenansicht,

5 das an das Gehäuse angehängte Kühlmodul von oben und

6 ein Ausführungsbeispiel eines Zwischenstücks zeigen.

1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht einen einphasigen Transformator 1 als Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen elektrischen Geräts. Der dort gezeigte Transformator 1 weist ein Gehäuse 2 auf, das mit einem Kühlmodul 3, einem Ausdehnungsgefäß 4, einem Hilfsstrommodul 5 und Hochspannungsdurchführungen 6, 7, 8 bestückt ist. Die genannten Komponenten oder Module sind lösbar miteinander verbunden, können somit einfach montiert, demontiert und unabhängig voneinander transportiert werden. Zum Schutz der Hochspannungsdurchführungen 6, 7 und 8 und dem in dem Gehäuse angeordneten Aktivteil des Transformators, also der mit der Hochspannungsdurchführung 6 oder 7 verbundenen Oberspannungswicklung sowie der mit der Hochspannungsdurchführung 8 verbundenen Unterspannungswicklung und des Kerns, dessen Schenkel von den jeweiligen Wicklungen umschlossen werden, dienen Ableiter 9, die innerhalb ihres Ableitergehäuses einen nichtlinearen Widerstand aufweisen, der bei Überspannungen von einem nicht leitenden Zustand in einen leitenden Zustand übergeht und somit die parallel zu ihm geschalteten Bauteile schützt.

Die Hochspannungsdurchführungen 6, 7 und 8 sind jeweils als einsteckbare Hochspannungsdurchführungen ausgebildet und können mit ihrem Einsteckende in passende Durchführungssteckbuchsen 10 eingeführt werden. Die Durchführungssteckbuchsen 10 sind rotationssymmetrisch ausgebildet und begrenzen einen zum Gehäusedeckel hin offen liegenden jedoch einseitig geschlossenen Hohlraum, der formkomplementär zu dem Einsteckende der jeweiligen Hochspannungsdurchführung 6, 7, 8 ausgebildet ist. Die Durchführungssteckbuchsen 10 sind ferner fluiddicht mit dem Gehäuse 2 verbunden, so dass der Innen- oder Ölraum des einphasigen Transformators 1 hermetisch oder fluiddicht, also luft- und flüssigkeitsdicht von der Außenatmosphäre abgeschlossen ist. Am geschlossenen Ende der Durchführungssteckbuchse 10 ist ein figürlich nicht erkennbarer Leitungsbolzen gehalten, der wenn die Hochspannungsdurchführung 6, 7 oder 8 in die jeweilige Durchführungssteckbuchse 10 eingeführt ist, in leitendem Kontakt mit dem sich durch die jeweilige Hochspannungsdurchführung 6, 7, 8 erstreckenden Hochspannungsleiter ist. Der besagte Leitungsbolzen erstreckt sich in das Innere des Gehäuses 2, also in dessen Ölraum hinein, wo er in Kontakt mit einer Wicklungsanschlussleitung steht, die somit die Durchführungssteckbuchse elektrisch mit der jeweiligen Ober- oder Unterspannungswicklung des Transformators 1 verbindet.

Zur Montage und Fixierung der Hochspannungsdurchführung 6, 7 oder 8 weisen diese jeweils einen Befestigungsanschluss 11 auf. Von dem Befestigungsanschluss 11 erstreckt sich ein Säulenabschnitt 12 zu einem Hochspannungsanschluss 13, der in dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein Freiluftanschluss ist. Der Abstand zwischen dem Befestigungsanschluss 11 und dem Hochspannungsanschluss 13 beträgt in dem gezeigten Ausführungsbeispiel über 3 Meter und insbesondere 4 Meter.

2 zeigt das Kühlmodul 3 von vorn. Es ist erkennbar, dass das Kühlmodul 3 mit Gebläsen 14 ausgerüstet ist, die in Abhängigkeit der erforderlichen Kühlleistung durch eine Steuerung 15 in ihrer Umdrehungszahl beschleunigt, verlangsamt oder vollkommen abgestellt werden können. Das Kühlmodul 3 verfügt ferner über zwei Kühlzweige 16 und 17, die jeweils mit einer eigenen Anschlussrohrleitung 18 beziehungsweise 19 ausgerüstet sind. Dabei zweigen die Anschlussrohrleitungen 18 und 19 von einer oberen Sammelleitung 20 ab, wobei sie in einer unteren Sammelleitung 21 wieder zusammengeführt werden. Die untere Sammelleitung 21 bildet einen Kühlflüssigkeitsausgang 22 aus, der mit einem Kühlflüssigkeitseingang des Gehäuses 2 verbunden wird. Darüber hinaus ist ein Kühlflüssigkeitseingang 23 für das Kühlmodul 3 in dessen oberen Bereich vorgesehen, über den die in das Kühlmodul 3 eintretende Isolierflüssigkeit in die obere Sammelleitung 20 eintritt und von dort in die Kühlzweige 16 oder 17 gelangen kann.

Die obere Sammelleitung 20 weist ferner zwei weitere in 2 nicht sichtbare Leitungszweige auf, welche einen Wärmeaustauscher aufweisen. Isolierflüssigkeit, die in diese Leitungszweige gelangt, wird über den jeweiligen Wärmetauscher geführt. Jeder Wärmetauscher ist in einem wärmeleitenden Kontakt mit dem von den Gebläsen 14 erzeugten Luftstrom. Die über die Anschlussleitungen 18 und 19 geführte Isolierflüssigkeit wird hingegen nicht von den Gebläsen 14 gekühlt. Die Aufteilung der Isolierflüssigkeit auf die verschiedenen Strömungswege des Kühlmoduls 3 wird von der Steuerung 15 übernommen.

3 zeigt das Kühlmodul 3 ebenfalls von vorn, wobei jedoch die Anschlussleitungen demontiert und die Gebläse 14 und Wärmetauscher transparent verdeutlicht sind, so dass ein Haltegestell 23 erkennbar ist. Das Haltegestell 23 ist aus Längs- und Querträgern zusammengesetzt und dient zur Halterung der Gebläse 14, der figürlich nicht dargestellten Wärmeaustauscher, der Kühlungszweige 16 und 17 und schließlich der Sammelleitungen 20 und 21. An zwei Längsträgern 24 des Haltegestells 23 ist im oberen Bereich des Kühlmoduls 3 jeweils eine Hebeöse 25 ausgebildet. Die Hebeöse 25 kann beispielsweise mit einem Kranhaken in Eingriff gebracht werden, so dass das gesamte Kühlmodul 3 zur Montage des elektrischen Geräts 1 auf einfache Weise angehoben werden kann. In 3 sind die Öffnungen in der oberen Sammelleitung 20 für die Anschlussleitungen 18 und 19 verdeutlicht und deren Gegenpart in der unteren Sammelleitung 21.

4 zeigt das Kühlmodul 3 gemäß 2 oder 3 in einer Seitenansicht, in der insbesondere das Haltegestell 23 verdeutlicht ist. Das Haltegestell 23 weist an jeder Seite sowohl vorn als auch hinten jeweils einen Längsträger 24 auf. Die beiden Längsträger 24 sind zueinander parallel angeordnet und über einen oberen Querträger 26 und einen unteren Querträger 26 miteinander verbunden. Darüber hinaus ist ein sich in Schrägrichtung von dem unteren Querträger 26 zu dem oberen Querträger 26 erstreckendes Versteifungselement 27 erkennbar, das über Verstärkungsrippen 28 mit dem hinteren Längsträger 24 verbunden ist. Die Verstärkungsrippen 28 erhöhen die mechanische Festigkeit des Haltegestellt 23 und bilden darüber hinaus eine Aufstiegshilfe aus. Die Ausstiegshilfe 28 vereinfacht einem Nutzer auf den Transformator 1 beispielsweise zu Wartungszwecken aufzusteigen. Der vordere Längsträger 24 ist mit einem Hakenteil 30 ausgerüstet, das einen sich in einer Längsrichtung erstreckenden Träger 29 aufweist, dessen freies Ende C-förmig gebogenen ist. Das Hakenteil 30 kann mit einem an dem Gehäuse 2 angeordneten Gegenstück in Eingriff gebracht werden, so dass das gesamte Kühlmodul 3 bei der Montage auf einfache Weise durch Einhängen an dem Gehäuse 2 befestigt werden kann.

Im unteren Bereich des Haltegestells 23 ist ein Abstützelement 31 erkennbar, das an dem vorderen Längsträger 24 befestigt ist und sich parallel zum Träger 29 des Hakenteils 30 erstreckt. Nach dem Einhaken des C-förmigen freien Endes des Hakenteils 30 an dem an dem Gehäuse 2 befestigten Gegenstück liegt das Abstützelement 31 mit seinem freien Ende an der Außenwand des Gehäuses 2 an und hält das Kühlmodul 3 in einer Stellung, in welcher der vordere Längsträger 24 im Wesentlichen parallel zur Seitenwandung des Gehäuses 2 verläuft.

5 zeigt das Gehäuse 2 mit dem eingehängten Kühlmodul 3 in einer Draufsicht mit montierten Anschlussleitungen 18 und 19. In dieser Stellung ist besonders gut erkennbar, dass der Kühlflüssigkeitseingang 23 der oberen Sammelleitung 20 über eine Anschlussleitung 32 mit einem Eingangsstutzen 33 des Gehäuses 2 verbunden ist. Die Anschlussleitung 32 ist fluiddicht, also luft- und flüssigkeitsdicht, mit dem Eingangsstutzen 33 verbunden und weist in ihrem vorderen Bereich ein Schließventil 34 auf. Weiterhin ist der Kühlflüssigkeitseingang 23 des Kühlmoduls 3 mit einem Schließventil 34 ausgerüstet. Die Anschlussleitung 32 ist dabei über ein Zwischenstück 35 mit dem Kühlflüssigkeitseingang 23 des Kühlmoduls 3 verbunden. Mit anderen Worten ist der Kühlflüssigkeitsausgang des Gehäuses 2 mit dem Kühlflüssigkeitseingang 23 über das Zwischenstück 35 verbunden. Entsprechend ist der Kühlflüssigkeitsausgang 22 im unteren Bereich des Kühlmoduls 3, der ebenfalls mit einem Schließventil 34 bestückt ist, mit einem ebenfalls unteren Bereich angeordneten und mit einem Schließventil 34 bestückten Kühlflüssigkeitseingang des Gehäuses 2 über ein Zwischenstück 35 verbunden.

6 zeigt das erwähnte Zwischenstück 35 in einer vergrößerten Darstellung. Insbesondere ist erkennbar, dass das Zwischenstück 35 einen bogenförmig verlaufenden Verbindungskanal begrenzt, der beidseitig geöffnet ist und über eine Flanschverbindung 36 fluiddicht mit einem Kühlflüssigkeitseingang beziehungsweise Kühlflüssigkeitsausgang verbindbar ist. Zum Entlüften des sich zwischen den beiden Öffnungen erstreckenden Verbindungskanals ist eine Entlüftungsschraube 37 vorgesehen. Mit Hilfe der Entlüftungsschraube 37 kann der Verbindungskanal des Zwischenstücks 35 entlüftet werden. Dies erfolgt beispielsweise durch Anlegen eines Vakuums. Anschließend kann der Verbindungskanal mit einem Gas befüllt werden oder aber die Schließventile 34 der Ein- beziehungsweise Ausgänge vorsichtig geöffnet werden.

Das Zwischenstück 35 verfügt ferner über eine Ablassschraube 38, mit der bei der Demontage Isolierflüssigkeit aus dem Verbindungskanal gezielt abgelassen werden kann. Nach dem Ablassen der Isolierflüssigkeit kann jedes Zwischenstück 35 demontiert und anschließend die Kühleinheit 3 von dem Gehäuse 3 getrennt werden.