Title:
Dynamisches Aggressions-Management von Mobilfunkverbindung
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Offenbarung bezieht sich auf Techniken für die dynamische Auswahl von Verbindungsalgorithmen basierend auf einem Benutzerkontext. Gemäß einigen Ausführungsformen kann ein drahtloses Gerät bestimmte aktuelle Bedingungen des UE, wie Ladezustand der Batterie, Benutzeraktivitätsniveau, Bewegungsebene und/oder andere Bedingungen überwachen. Zumindest teilweise abhängig von dem aktuellen Stand der UE kann ein zellulärer Verbindungsversuchsparameter ausgewählt werden. Unter manchen Bedingungen können die zellulären Verbindungsversuchsparameter so gewählt werden, dass eine aggressivere Verfolgung zellulärer Verbindungen ermöglicht wird, während unter anderen Bedingungen die zellulären Verbindungsversuchsparameter so gewählt werden können, dass eine weniger aggressive Verfolgung zellulärer Verbindung ermöglicht wird.




Inventors:
Pasupuleti, Srinivas, Calif. (Cupertino, US)
Venkataramanan, Sriram, Calif. (Cupertino, US)
Lal, Someet K., Calif. (Cupertino, US)
Application Number:
DE102016207027A
Publication Date:
12/01/2016
Filing Date:
04/26/2016
Assignee:
Apple Inc. (Calif., Cupertino, US)
International Classes:



Other References:
IEEE 802.16
Attorney, Agent or Firm:
BARDEHLE PAGENBERG Partnerschaft mbB Patentanwälte, Rechtsanwälte, 81675, München, DE
Claims:
1. Vorrichtung umfassend ein Verarbeitungselement, das dazu konfiguriert ist, ein drahtloses Endgerät (user equipment, UE) dazu zu veranlassen zu:
ein oder mehrere Bedingungen, die aktuell für das UE-Gerät vorherrschen, zu bestimmen, wobei die ein oder mehreren Bedingungen zumindest eine Akkustandbedingung des UE-Geräts umfassen;
Auszuwählen, ob eine Funkzellsperrung auf einer individuellen Funkzellbasis oder einer Funkzellfrequenzbasis basierend zumindest teilweise auf ein oder mehreren Bedingungen, die als aktuell für das UE-Gerät vorherrschend bestimmt wurden, zu implementieren; und
Funkzellsperrung durchzuführen gemäß der Auswahl, ob die Funkzellsperrung auf einer individuellen Funkzellbasis oder einer Funkzellfrequenzbasis zu implementieren ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Verarbeitungselement ferner dazu konfiguriert ist, das UE-Gerät dazu zu veranlassen:
Auszuwählen, dass die Funkzellsperrung auf einer individuellen Funkzellbasis unter einem ersten Satz von Bedingungen zu implementieren ist, in welcher die Akkustandbedingung des UE-Geräts oberhalb eines Akkustandschwellwerts liegt; und
Auszuwählen, dass die Funkzellsperrung auf einer Funkzellfrequenzbasis zu implementieren ist, unter einem zweiten Satz von Bedingungen, in welcher die Akkustandbedingung des UE-Geräts unterhalb des Akkustandschwellwerts liegt.

3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verarbeitungselement ferner dazu konfiguriert ist, das UE-Gerät dazu zu veranlassen:
einen LTE-Funkzellregistrierungsausfall-Schwellwert zum Abschalten des LTE basierend auf zumindest teilweise auf den einen oder mehreren Bedingungen, die als aktuell für das UE-Gerät vorherrschend bestimmt wurden, auszuwählen; Überwachen des LTE-Funkzellregistrierungsausfalls; und
Ausschalten des LTE für eine vorbestimmte Zeitdauer, falls der ausgewählte LTE-Funkzellregistrierungsausfall-Schwellwert erreicht ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die vorbestimmte Zeitdauer, für die das LTE ausgeschaltet ist, auch ausgewählt ist, basierend zumindest teilweise auf den ein oder mehreren Bedingungen, die als aktuell vorherrschend für das UE-Gerät bestimmt wurden.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verarbeitungselement ferner dazu konfiguriert ist, das UE-Gerät dazu zu veranlassen:
einen Dienstanforderungsausfallschwellwert zum Drosseln von Anwendungsdatenversuchen basierend zumindest teilweise auf den einen oder mehreren Bedingungen, die als aktuell vorherrschend für das UE-Gerät bestimmt wurden, auszuwählen;
Dienstanforderungsausfälle zu überwachen; und
Anwendungsdatenversuche für eine vorbestimmte Zeitdauer zu drosseln, falls der ausgewählte Dienstanforderungsausfallschwellwert erreicht ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei die vorbestimmte Zeitdauer für die die Anwendungsdatenversuche gedrosselt sind, auch ausgewählt wird, basierend zumindest teilweise auf den ein oder mehreren Bedingungen, die als aktuell für das UE-Gerät vorherrschend bestimmt sind.

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verarbeitungselement ferner das konfiguriert ist, das UE-Gerät dazu zu veranlassen:
Direktzugriffsverfahren (random access procedure, RACH) bezogene Schwellwerte für Funkressourcensteuerung (radio resource control, RRC) Verbindungsanfrage oder Funkzellaktualisierungsvorgänge basierend auf zumindest teilweise den ein oder mehreren Bedingungen, die als aktuell vorherrschend für das UE-Gerät bestimmt sind, auszuwählen.

8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die ein oder mehreren Bedingungen ferner ein Benutzeraktivitätsniveau des UE-Geräts und ein Bewegungslevel des UE-Geräts umfassen.

9. Verfahren umfassend:
durch ein drahtloses Endgerät (user equipment, UE):
Überwachen, ob ein oder mehrere vorbestimmte Bedingungen vorliegen;
Versuchen, eine Mobilfunkverbindung gemäß einem ersten Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen aufzubauen, falls die ein oder mehreren vorbestimmten Bedingungen nicht vorliegen; und
Versuchen eine Mobilfunkverbindung gemäß einem zweiten Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen aufzubauen, falls die eine oder mehreren vorbestimmten Bedingungen vorliegen,
wobei ein oder mehrere verbindungsbezogene Parameter zwischen dem ersten Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen und dem zweiten Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen unterscheiden.

10. Verfahren nach Anspruch 9,
wobei Funkzellregistrierungsausfälle eine Funkzellsperrung auslösen, falls ein oder mehrere vorbestimmte Bedingungen nicht vorliegen,
wobei Funkzellregistrierungsausfälle eine Frequenzsperrung auslösen, falls die ein oder mehreren vorbestimmten Bedingungen vorliegen.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 10,
wobei eine erste vorbestimmte Anzahl von Funkzellregistrierungsausfällen gemäß einer Funkzugangstechnologie (radio access technology, RAT) das Ausschalten der RAT für eine erste vorbestimmte Zeit auslöst, falls die ein oder mehreren vorbestimmten Bedingungen nicht vorliegen,
wobei eine zweite vorbestimmte Anzahl von Funkzellregistrierungsausfällen gemäß der RAT das Ausschalten der RAT für eine zweite vorbestimmte Zeitdauer auslöst, falls die ein oder mehreren vorbestimmten Bedingungen vorliegen.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 10,
wobei eine erste vorbestimmte Anzahl von Dienstanforderungsausfällen das Drosseln von Anwendungsdatenversuchen für eine erste vorbestimmte Zeitdauer auslöst, falls die eine oder mehreren vorbestimmten Bedingungen nicht vorliegen,
wobei eine zweite vorbestimmte Anzahl von Dienstanforderungsausfällen das Drosseln von Anwendungsdatenversuchen für eine zweite vorbestimmte Zeitdauer auslöst, falls die eine oder mehreren vorbestimmten Bedingungen vorliegen.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei ein oder mehrere dienstanforderungsausfallbezogene Schwellwerte sich zwischen dem ersten Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen und dem zweiten Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen unterscheiden.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, wobei die ein oder mehreren vorbestimmten Bedingungen ein oder mehrere der folgenden umfassen:
einen Akkustand des UE-Geräts, der unterhalb eines Akkustandschwellwerts liegt;
ein Benutzeraktivitätsniveau des UE-Geräts, das unter einem Benutzeraktivitätsschwellwert liegt; oder
ein Bewegungsniveau des UE-Geräts, das unterhalb eines Bewegungsniveauschwellwerts liegt.

15. Ein Computerprogramm umfassend Anweisungen zum Durchführen irgendeiner der Verfahren von den Ansprüchen 9 bis 14.

Description:
Gebiet

Die vorliegende Anmeldung bezieht sich auf drahtlose Geräte, einschließlich Vorrichtungen, Systeme und Verfahren für drahtlose Geräte, um dynamisch zu modifizieren, wie aggressiv versucht werden soll, eine Mobilfunkverbindung unter verschiedenen Umständen zu erhalten.

Beschreibung des verwandten Standes der Technik

Drahtlose Kommunikationssysteme werden zunehmend verwendet. Darüber hinaus hat sich die drahtlose Kommunikationstechnologie von der ausschließlich sprachlichen Kommunikation soweit entwickelt, dass sie auch die Übertragung von Daten umfasst, wie das Internet und Multimediainhalte. Einige Beispiele von drahtlosen Kommunikationsstandards beinhalten GSM, UMTS (z. B. assoziiert mit WCDMA oder TD-SCDMA Luftschnittstellen), LTE, LTE Advanced (LTE-A), HSPA, 3GPP CDMA2000 (z. B. 1xRTT, 1xEV-DO, HRPD, eHRPD), IEEE 802.11 (WLAN oder Wi-Fi), IEEE 802.16 (WiMAX), Bluetooth und andere. Verfügbarkeit und Qualität des drahtlosen Dienstes kann variieren; es ist möglich, dass ein drahtloses Gerät in manchen Fällen Schwierigkeiten damit hat, einen Dienst zu erhalten oder Dienst zu verlieren (z. B. kann es unfähig sein, Signale zu detektieren und/oder zu empfangen) von ihren Serviceprovidern.

Insbesondere für batteriebetriebene Geräte stellt der Stromverbrauch einen wichtigen Aspekt dar: Benutzer bevorzugen im allgemeinen Geräte, welche eine längere Akkulebensdauer aufweisen. Es ist jedoch üblich, selbst für batteriebetriebene drahtlose Geräte, für die Aggressivität mit der eine Verbindung angestrebt wird (z. B. unter Umständen, wenn ein Dienst nicht zur Verfügung steht oder schwierig zu erhalten ist) statisch zu sein, so dass der Akkuleistungsstand oder andere variable Bedingungen nicht berücksichtigt werden. Daher sind Verbesserungen im Gebiet wünschenswert.

Zusammenfassung

Hierin werden Ausführungsformen von Vorrichtungen, Systemen und Verfahren für drahtlose Geräte, um dynamisch zu modifizieren, wie aggressiv versucht werden soll, Mobilfunkverbindung unter verschiedenen Umständen zu erhalten, dargestellt.

Gemäß den hier beschriebenen Techniken kann ein drahtloses Gerät versuchen, Mobilfunkverbindung unter bestimmten Umständen zu erhalten, wie beispielsweise um eine Datenanforderung zu bedienen, die von einer Anwendungsschicht des drahtlosen Geräts empfangen wurde. Zumindest einige der Parameter, die im Zusammenhang mit solchen Versuchen verwendet werden, um ein Mobilfunknetzwerk zu verbinden, können sich abhängig von bestimmten Bedingungen unterscheiden, möglicher Weise umfassend den Akkustand, das Benutzeraktivitätsniveau und/oder andere Bedingungen. Zum Beispiel können bestimmte Parameter modifiziert werden, um weniger aggressiv zu sein im Anstreben von Verbindung, wenn der Akkustand und das Benutzeraktivititätsniveau beide niedrig sind, und aggressiver sein bei der Verfolgung von Verbindung, wenn der Akkustand und das Benutzeraktivitätsniveau beide hoch sind.

Die Parameter, welche sich abhängig von den Bedingungen unterscheiden können, können eine Reihe verschiedener Parameter umfassen, welche in verschiedenen Betriebsschichten Anwendung finden können. Einige Möglichkeiten von verbindungsbezogenen Parametern können umfassen: eine Art von Sperrung (Funkzelle/Frequenz) verwendet falls ein Funkzellenregistrierungsausfall eintritt, ein Schwellwert von Funkressourcensteuerung (radio resource control, RRC) Verbindungsversuchsausfälle, um Funkzellregistrierungsausfall zu veranlassen, ein Schwellwert von Funkzellenregistrierungsausfall, um ein Ausschalten von ein oder mehreren Funkzugangstechnologien (radio access technologies, RATs) zu veranlassen, eine Zeitdauer für die ein oder mehrere RATs ausgeschaltet sind, falls solches Ausschalten ausgelöst wird, ein Schwellwert von Funkzellregistrierungsausfällen, um Datenanforderungsausfall zu veranlassen, ein Schwellwert von Datenanforderungsbedienungsausfällen, um ein Drosseln der Anwendungsdatenanfragen zu veranlassen, eine Zeitdauer, für die die Anwendungsdatenanforderungen gedrosselt sind, falls ein solches Drosseln ausgelöst wird, oder eine Reihe verschiedener anderer möglicher Parameter.

Die hier beschriebenen Techniken können mit zahlreichen verschiedenen Gerätetypen implementiert und/oder verwendet werden, einschließlich aber nicht begrenzt auf unter anderem Mobiltelefonen, Tablet-Computern, an Körper tragbaren Rechengeräten, tragbaren Mediaplayern, Mobilfunknetzwerkinfrastrukturausstattung, Servern und vielen anderen Rechengeräten.

Diese Zusammenfassung soll einen kurzen Überblick über den in diesem Dokument beschriebenen Gegenstand liefern. Dementsprechend wird angenommen, dass die oben beschriebenen Merkmale lediglich Beispiele sind, die nicht so ausgelegt werden sollen, dass sie den Umfang oder Geist des hier beschriebenen Gegenstandes in irgendeiner Weise einschränken. Andere Merkmale, Aspekte und Vorteile des hier beschriebenen Gegenstands werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung, den Figuren und den Patentansprüchen deutlich.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Ein besseres Verständnis des vorliegenden Gegenstands ist möglich, wenn die folgende detaillierte Beschreibung der verschiedenen Ausführungsformen in Verbindung mit den folgenden Zeichnungen betrachtet wird, wobei:

1 zeigt ein beispielhaftes (und vereinfachtes) drahtloses Kommunikationssystem;

2 zeigt eine beispielhafte Basisstation (BS) in Kommunikation mit einem beispielhaften Endgerät (user equipment, UE), gemäß einigen Ausführungsformen;

3 zeigt ein beispielhaftes Blockdiagramm eines UE gemäß einigen Ausführungsformen;

4 zeigt ein beispielhaftes Blockdiagramm einer BS gemäß einigen Ausführungsformen;

5 ist ein Flussdiagramm, das ein beispielhaftes Verfahren für ein UE darstellt, um dynamisch Verbindungsversuchsaggressivität auszuwählen gemäß einigen Ausführungsformen;

6 ist ein Signalflussdiagramm, das einen beispielhaften RACH-Vorgang darstellt gemäß einigen Ausführungsformen.

7 bis 12 sind Flussdiagramme, die Beispiele von Verbindungsversuchsvorgängen, assoziierten Parametern und Parameterauswahlalgorithmen, darstellen gemäß einigen Ausführungsformen; und

13 bis 14 sind Tabellen, die darstellen, wie die Sperrung von individuellen Funkzellen und Sperren von Funkzellfrequenzen sich funktionell in einem beispielhaften Szenario unterscheiden können gemäß einigen Ausführungsformen.

Während die hier beschriebenen Merkmale verschiedenen Änderungen unterliegen und in alternativen Formen auftreten können, werden bestimmte Ausführungsformen davon in den Zeichnungen als Beispiele dargestellt und hier im Detail beschrieben. Es gilt jedoch als vereinbart, dass die Zeichnungen und die detaillierte Beschreibung dazu nicht als Einschränkungen der besonderen dargelegten Form zu verstehen sind, sondern im Gegenteil die Absicht ist, sämtliche Änderungen, Äquivalente und Alternativen abzudecken, die unter den Geist und Umfang des Gegenstandes wie in den anhängten Ansprüchen definiert, fallen.

Detaillierte BeschreibungAbkürzungen

Die folgenden Abkürzungen werden in der vorliegenden Offenbarung verwendet:

UE:
Endgerät (user equipment)
BS:
Basisstation (base station)
RAT:
Radiozugangstechnologie (radio access technology)
3GPP:
Partnerschaftsprojekt der dritten Generation (Third Generation Partnership Project)
3GPP2:
Partnerschaftsprojekt der dritten Generation 2 (Third Generation Partnership Project 2)
GSM:
Globales System für mobile Kommunikation (Global System for Mobile Communication)
UMTS:
Universales Mobiltelekommunikationssystem (Universal Mobile Telecommunication System)
LTE:
Langfristige Entwicklung (Long Term Evolution)
RACH:
Direktzugriffsverfahren (Random Access Procedure)
RNTI:
Radionetzwerk temporäre Kennung (Radio Network Temporary Identifier)
RA-RNTI:
Direktzugriffs RNTI (Random Access RNTI)
C-RNTI:
Funkzelle RNTI (Cell RNTI)
TC-RNTI:
temporäre Funkzelle RNTI (Temporary RNTI)
TMSI:
temporäre mobile Teilnehmerkennung (Temporary Mobile Subscriber Identity)
S-TMSI:
Systemarchitekturentwicklungs TMSI (System Architecture Evolution TMSI)

Begriffsbestimmung

In dieser Offenlegung werden folgende Begrifflichkeiten gemäß diesem Glossar verwendet: Speichermedium – jedes von verschiedenen Arten von nicht vorübergehenden Speichergeräten oder Archivierungsgeräten. Der Begriff „Speichermedium” umfasst ein Installationsmedium, z. B. eine CD-ROM, Disketten oder Bandgeräte; ein Computersystemspeicher oder ein Arbeitsspeicher, wie DRAM, DDR RAM, SRAM, EDO RAM, Rambus RDM, etc.; ein nichtflüchtiger Speicher, wie Flash, Magnetmedien, z. B. eine Festplatte oder einen optischen Speicher; Register oder ähnliche Arten von Speicherelementen, etc. Das Speichermedium kann auch andere Arten von nicht vorübergehenden Speichern sowie Kombinationen davon umfassen. Darüber hinaus kann sich das Speichermedium in einem ersten Computersystem befinden, in dem die Programme ausgeführt werden, oder in einem zweiten, anderen Computersystem, das über ein Netzwerk, wie das Internet, mit dem ersten Computersystem verbunden ist. In letzterem Fall kann das zweite Computersystem dem ersten Computer für die Ausführung Programmanweisungen erteilen. Der Begriff „Speichermedium” kann zwei oder mehrere Speichermedien umfassen, die sich an unterschiedlichen Orten befinden können, z. B. in verschiedenen Computersystemen, die über ein Netzwerk verbunden sind. Das Speichermedium kann Programmanweisungen, die von einem oder mehreren Prozessoren ausgeführt werden können, speichern (z. B. in Form von Computerprogrammen).

Trägermedium – ein Speichermedium wie oben beschrieben sowie ein physisches Übertragungsmedium wie ein Datenbus, ein Netzwerk und/oder ein anderes physisches Übertragungsmedium, das Signale wie elektrische, elektromagnetische oder digital Signale übermittelt.

Programmierbares Hardwareelement – umfasst verschiedene Hardwaregeräte, einschließlich mehrerer programmierbarer Funktionsblocks, die über eine programmierbare Verbindung miteinander verbunden sind. Beispiele sind u. a. FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), PLDs (Programmable Logic Devices), FPOAs (Field Programmable Object Arrays) und CPLDs (Complex PLDs). Die programmierbaren Funktionsblocks können von feinkörnigen (kombinatorische Logik oder Nachschlagtabellen) bis hin zu grobkörnigen (arithmetischen Logikeinheiten oder Prozessorkerne) reichen. Ein programmierbares Hardwareelement kann auch als „rekonfigurierbare Logik” bezeichnet werden.

Computersystem – jeder beliebige Typ von Rechen- oder Verarbeitungssystemen, einschließlich eines persönlichen Computersystems (PC), eines Großrechnersystems, eines Arbeitsplatzgeräts, einer Netzwerkanwendung, Internetanwendung, eines persönlichen digitalen Assistenten (PDA), eines Televisionssystems, eines räumlich verteilten Rechensystems oder andere Geräte oder Kombination von Geräten. Im Allgemeinen kann der Begriff „Computersystem” weit definiert werden und jedes Gerät (oder jede Kombination von Geräten) umfassen, das/die mindestens einen Prozessor hat, der Anweisungen von einem Speichermedium ausführt.

Endgerät (UE) (oder „UE-Gerät”) – jeder beliebige Typ von Computersystemgeräten, die mobil oder tragbar sind und drahtlose Kommunikation ausführen. Beispiele für UE-Geräte umfassen Mobiltelefone oder Smartphones (z. B. iPhoneTM, AndroidTM-basierte Telefone), tragbare Spielegeräte (z. B. Nintendo DSTM, Playstation PortableTM, Gameboy AdvancedTM, iPhoneTM), Laptops tragbare Geräte (z. B. smart watch, smart glasses), PDAs, tragbare Internetgeräte, Musikabspielgeräte, Datenspeichergeräte oder andere handgehaltene Geräte, etc. Im Allgemeinen kann der Begriff „UE” oder „UE-Gerät” weit definiert werden und jedes elektronische, Rechen- und/oder Telekommunikationsgerät (oder jede Kombination von Geräten) umfassen, das/die von einem Benutzer leicht transportiert werden kann, und für die drahtlose Kommunikation geeignet ist.

Basisstation – der Begriff „Basisstation” hat die volle Breite seiner üblichen Bedeutung und umfasst mindestens eine drahtlose Kommunikationsstation, die an einem festen Ort installiert ist und als Teil eines drahtlosen Telefonsystems oder Funksystems zum Kommunizieren verwendet wird.

Funkzelle – der Begriff „Funkzelle”, wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf einen Bereich, in dem drahtlose Kommunikationsdienste auf einer Funkfrequenz durch einen Funkzellenstandort oder Basisstation zur Verfügung gestellt werden. Eine Funkzelle kann in verschiedenen Fällen durch die Frequenz identifiziert werden, auf der die Funkzelle eingesetzt wird, durch ein Netzwerk (z. B. PLMN), zu dem die Funkzelle gehört und/oder eine Funkzellenkennung (Funkzell ID), unter verschiedenen Möglichkeiten.

Verarbeitungselement – bezieht sich auf verschiedene Elemente oder Kombinationen von Elementen. Verarbeitungselemente umfassen beispielsweise Schaltkreise wie eine ASIC (Application Specific Integrated Circuit, anwendungsspezifische integrierte Schaltung), Teile oder Schaltkreise von einzelnen Prozessorkernen, ganze Prozessorkerne, einzelne Prozessoren, programmierbare Hardwaregeräte, wie ein field programmable gate array (FPGA) und/oder größere Teile von Systemen, die mehrere Prozessoren umfassen.

Kanal – ein Medium, das genutzt wird, um Information von einem Sender (transmitter) an einen Empfänger zu übermitteln. Es ist zu beachten, dass auf Grund der Tatsache, dass die Eigenschaften des Begriffs „Kanal” sich je nach drahtlosem Protokoll unterscheiden können, der Begriff „Kanal” wie hier verwendet auf eine Art und Weise zu verstehen ist, die dem Standard des Gerätetyps entspricht, in Bezug auf den Begriff verwendet wird. In einigen Standards können die Kanalbreiten unterschiedlich sein (z. B. abhängig von der Gerätekapazität, Bandbedingungen, etc.). Zum Beispiel kann LTE skalierbarer Kanalbandbreiten von 1,4 MHZ bis 20 MHz unterstützen. Im Gegenteil dazu können WLAN-Kanäle eine Breite von 22 MHZ haben, während Bluetooth-Kanäle 1 MHz breit sein können. Andere Protokolle und Standards können auch andere Definitionen von Kanälen umfassen. Darüber hinaus können einige Standards mehrere Arten von Kanälen definieren und verwenden, z. B. unterschiedliche Kanäle für Uplink oder Downlink und/oder unterschiedliche Kanäle für unterschiedliche Verwendungen wie Daten, Steuerungsinformationen, etc.

Band – der Begriff „Band” hat die volle Breite seiner üblichen Bedeutung und umfasst mindestens einen Spektrumsabschnitt (z. B. Funkfrequenzspektrum), in dem Kanäle verwendet oder für denselben Zweck bei Seite gestellt werden.

Automatisch – bezeichnet eine Maßnahme oder einen Vorgang, der von einem Computersystem (z. B. Software, die vom Computersystem ausgeführt wird) oder Gerät (z. B. Schaltkreis, programmierbare Hardwareelemente, ASICs, etc.) ausgeführt wird, ohne dass es eine Benutzereingabe gibt, die die Maßnahme oder den Vorgang direkt vorgibt oder ausführt. Somit steht der Begriff „automatisch” im Widerspruch zu einem Vorgang, der manuell ausgeführt oder vom Benutzer vorgegeben wird, wobei der Benutzer eine Eingabe macht, um den Vorgang direkt auszuführen. Ein automatisches Verfahren kann durch vom Benutzer bereitgestellte Eingaben initiiert werden, durch die darauffolgenden Maßnahmen, die „automatisch” ausgeführt werden, werden nicht vom Benutzer vorgegeben, d. h. sie werden nicht „manuell”, wobei der Benutzer jede anzuführende Maßnahme vorgibt, z. B. füllt ein Benutzer, der ein elektronisches Formular ausfüllt, in dem er jedes einzelne Feld auswählt und Eingaben macht, in dem er Informationen angibt (z. B. durch Eintippen von Informationen, Auswählen von Ankreuzfeldern, Funkauswahlen, etc.), das Formular manuell aus, selbst, wenn das Computersystem das Formular als Reaktion auf die Maßnahmen des Benutzers aktualisieren muss. Das Formular kann vom Computersystem automatisch ausgefüllt werden, in dem das Computersystem (z. B. Software, die auf dem Computersystem ausgeführt wird) die Felder des Formulars analysiert und das Formular ohne Eingaben des Benutzers, der Antworten auf die Felder vorgibt, ausfüllt. Wie oben angegeben, kann der Benutzer das automatische Ausfüllen des Formulars herbeiführen, ist aber nicht am tatsächlichen Ausfüllen des Formulars beteiligt (z. B. gibt der Benutzer nicht manuell Antworten auf die Felder vor, sondern sie werden automatisch ausgefüllt). Die vorliegende Beschreibung legt zahlreiche Beispiele für Vorgänge dar, die als Reaktion auf Maßnahmen, die der Benutzer ergriffen hat, automatisch ausgeführt werden.

Fig. 1 und Fig. 2 – Kommunikationssystem

1 stellt ein beispielhaftes (und vereinfachtes) drahtloses Kommunikationssystem gemäß einiger Ausführungsformen dar. Es wird festgehalten, dass das System der 1 nur ein Beispiel eines möglichen Systems ist, und dass Merkmale dieser Offenbarung nach Wunsch in zahlreichen verschiedenen Systemen umgesetzt werden können.

Wie dargestellt, umfasst das beispielhafte drahtlose Kommunikationssystem eine Basisstation 102A, die über ein Übertragungsmedium mit einem oder mehreren Benutzergeräten 106A, 106B, etc. bis 106N kommuniziert. Jedes der Benutzergeräte kann hier als „Endgerät” (user equipment, UE) bezeichnet werden. Somit werden die Benutzergeräte 106 als UEs oder UE-Geräte bezeichnet.

Die Basisstation (BS) 102 kann eine Basissende-Empfängerstation (base transceiver station, BTS) oder Funkzelle sein, und kann Hardware umfassen, die drahtlose Kommunikation mit den UEs 106A bis 106N ermöglicht. Falls die Basisstation 102 in dem Kontext von LTE implementiert ist, kann es alternativ als eine „eNodeB” bezeichnet werden. Die Basisstation 102 kann auch ausgestattet werden, um mit einem Netzwerk 100 zu kommunizieren (z. B. ein Kernnetzwerk eines Mobilfunkdienstproviders, ein Telekommunikationsnetzwerk, beispielsweise ein öffentliches Telekommunikationsnetz (public switch telephone network, PSTN) und/oder das Internet, unter verschiedenen Möglichkeiten). Somit kann die Basisstation 102 die Kommunikation zwischen den Benutzergeräten und/oder zwischen den Benutzergeräten und dem Netzwerk 100 ermöglichen.

Das Kommunikationsgebiet (oder Versorgungsbereich) der Basisstation kann als „Funkzelle” bezeichnet werden. Die Basisstation 102 und die UEs 106 können so konfiguriert sein, dass sie über das Übertragungsmedium kommunizieren, wobei sie eine von zahlreichen Funkzugangstechnologien (radio access technologies, RATs) verwenden, die auch als drahtlose Kommunikationstechnologien oder Telekommunikationsstandards bezeichnet werden, wie GSM, UMTS (WCDMA, TD-SCDMA), LTE, LTE-Advanced (LTE-A), 3GPP2 CDMA2000 (z. B. 1xRTT, 1xEV-DO, HRPD, eHRPD), WiFi, WiMAX, etc.

Die Basisstation 102 und andere ähnliche Basisstationen, die gemäß demselben oder einem anderen Telekommunikationsstandard funktionieren, können somit als ein Netzwerk von Funkzellen bereitgestellt werden, die den UEs 106A–N und ähnlichen Geräten über einen weiten geografischen Bereich über einen oder mehrere Telekommunkationsstandard kontinuierlich und nahezu kontinuierlichen überlappenden Dienst bereitstellen.

Während die Basisstation 102 also als „Dienerzelle” für die UEs 10A–N fungieren kann, wie in 1 dargestellt, kann jedes UE 106 auch in der Lage sein, Signale von (und ggf. innerhalb eines Kommunikationsbereichs) eine oder mehrere Zellen (die von den anderen Basisstationen bereitgestellt werden) zu empfangen, die als „benachbarte Funkzellen” bezeichnet werden können. Diese Funkzellen können auch in der Lage sein, die Kommunikation zwischen Benutzergeräten und/oder zwischen Benutzergeräten und dem Netzwerk 100 zu ermöglichen. Diese Zellen umfassen „Makrozellen”, „Mikrozellen”, „Picozellen” und/oder Zellen, die eine von zahlreichen anderen Granularitäten der Versorgungsgebietsgröße bieten. Auch andere Konfigurationen sind möglich.

Es ist zu beachten, dass ein UE 106 in der Lage sein kann, unter Verwendung mehrerer drahtloser Kommunikationsstandards zu kommunizieren. Zum Beispiel kann das UE 106 so konfiguriert sein, dass es unter Verwendung von zwei oder mehreren der folgenden kommuniziert: GSM, UMTS, CDMA2000, WiMAX, LTE, LTE-A, WLAN, Bluetooth, ein oder mehrere globale Navigationssatellitensysteme (GNSS, z. B. GPS oder GLONASS), ein und/oder mehrere Mobiltelevisionsausstrahlungsstandards (z. B. ATSC-M/H oder DVB-H), etc. Andere Kombinationen von drahtlosen Kommunikationsstandards (einschließlich mehr als zwei drahtlosen Kommunikationsstandards) sind ebenfalls möglich.

2 zeigt ein Benutzergerät 106 (z. B. eines der Geräte 106A bis 106N) in Kommunikation mit einer Basisstation 102, gemäß einiger Ausführungsformen. Das UE 106 kann ein Gerät mit einer Telekommunikationsfähigkeit, wie ein Mobiltelefon, ein handgehaltenes Gerät, ein am Körper tragbares Gerät, ein Computer oder ein Tablet, oder quasi jede Art von drahtlosen Geräten.

Das UE 106 kann einen Prozessor umfassen, der so konfiguriert ist, dass er die im Speicher hinterlegten Programmanweisungen ausführt. Das UE 106 kann jede der hier beschriebenen Verfahrensausführungsformen ausführen, indem es die gespeicherten Anweisungen ausführt. Alternativ oder zusätzlich kann das UE 106 ein programmierbares Hardwareelement wie ein FPGA (field programmable gate array) umfassen, das so konfiguriert ist, dass es jede der hier beschriebenen Verfahrensausführungsformen oder jeden Teil einer der hier beschriebenen Verfahrensausführungsformen ausführt.

In einigen Ausführungsformen, kann das UE 106 dazu konfiguriert sein, unter Verwendung irgendeines der mehreren RATs zu kommunizieren. Zum Beispiel kann das UE 106 dazu konfiguriert sein unter Verwendung von zwei oder mehreren der folgenden zu kommunizieren: GSM, UMTS, CDMA2000, LTE, LTE-A, WLAN oder GNSS. Andere Kombinationen von drahtlosen Kommunikationstechnologien sind möglich.

Das UE 106 kann eine oder mehrere Antennen umfassen, unter Verwendung von einem/einer oder mehreren drahtlosen Kommunikationsprotokollen oder Technologien zu kommunizieren. In einer Ausführungsform kann das UE 106 so konfiguriert sein, dass es unter Verwendung von beispielsweise CDMA2000 (1xRTT/1xEV-DO/HRPO/eHRPD) oder LTE unter Verwendung des einzelnen geteilten Funkgeräts und/oder GSM oder LTE unter Verwendung des einzelnen geteilten Funkgeräts kommuniziert. Das geteilte Funkgerät kann sich mit einer einzelnen Antenne oder mit mehreren Antennen verbinden (z. B. für MIMO), um drahtlose Kommunikation durchzuführen. Im Allgemeinen kann ein Funkgerät jede Kombination von Basisbandprozessoren, analogen HF-Signalverarbeitungsschaltkreisen (z. B. einschließlich Filter, Mixer, Oszillatoren, Verstärker, etc.), oder digitale Verarbeitungsschaltkreise (z. B. für digitale Modulation und andere digitale Verarbeitung) umfassen. Ebenso kann das Funkgerät eine oder mehrere Empfangs- und Sendeketten unter Verwendung der oben genannten Hardware umsetzen. Zum Beispiel kann das UE 106 einen oder mehrere Teile einer Empfangs- und/oder Sendekette zwischen mehreren drahtlosen Kommunikationstechnologien, wie oben besprochen, teilen.

In einigen Ausführungsformen kann das UE 106 separate Sende- und/oder Empfangsketten (z. B. einschließlich separater Antennen und anderer Funkkomponenten) für jedes drahtlose Kommunikationsprotokoll, für dessen Kommunikation es konfiguriert ist, umfassen. Als weitere Möglichkeit kann das UE 106 eines oder mehrere Funkgeräte, die zwischen mehreren drahtlosen Kommunikationsprotokollen geteilt werden und eines oder mehrere Funkgeräte, die ausschließlich von einem einzelnen drahtlosen Kommunikationsprotokoll genutzt werden, umfassen. Zum Beispiel kann das UE 106 ein geteiltes Funkgerät für die Kommunikation unter Verwendung von entweder LTE oder 1xRTT (oder LTE oder GSM) und separate Funkgeräte für die Kommunikation unter Verwendung von WiFi und Bluetooth umfassen. Andere Konfigurationen sind möglich.

Fig. 3 – Beispielhaftes Blockdiagramm eines UEs

3 zeigt ein beispielhaftes Blockdiagramm eines UE 106 gemäß einer Ausführungsform. Wie dargestellt kann das UE 106 ein System an Chip (SOC) 300 umfassen, das Teile für verschiedene Zwecke umfassen kann. Zum Beispiel kann das SOC 300 wie dargestellt einen oder mehreren Prozessor(en) 302 umfassen, die Programmanweisung für das UE 106 ausführen und Schaltkreise 304 darstellen, die die Grafikverarbeitung ausführen und der Anzeige 360 Darstellungssignale bereitstellen. Der SOC 300 kann auch einen Bewegungssensorschaltkreis 370 umfassen, welcher eine Bewegung des UEs 106 detektieren kann, z. B. unter Verwendung eines Gyroskops, Beschleunigungsmessers, und/oder einer Reihe verschiedener anderer Bewegungssensorkomponenten. Der Prozessor(en) 302 kann auch gekoppelt werden mit der Speichermanagementeinheit (memory management unit, MMU) 340, die so konfiguriert sein kann, dass sie Adressen von dem/den Prozessor(en) 302 empfängt und diese Adressen in Orte des Speichers übersetzt (z. B. Speicher 306, Nur-Lesespeicher (ROM) 350, NAND Flash Memory 310), und/oder können mit anderen Schaltkreisen oder Geräten verbunden sein, wie dem Anzeigeschaltkreis 304, dem drahtlosen Kommunikationsschaltkreis 330, dem I/F-Anschluss 320 und/oder der Anzeige 360. Die MMU 340 kann so konfiguriert sein, dass sie einen Speicherschutz und Seitentabellenübersetzung oder Einrichtung ausführt. In einigen Ausführungsformen kann die MMU 340 als Teil des/der Prozessor(en) 302 enthalten sein.

Wie dargestellt kann der SOC 300 mit verschiedenen anderen Kreisläufen des UE 106 verbunden sein. Zum Beispiel kann das UE 106 verschiedene Arten von Speichern (z. B. einschließlich NAND Flash 310), eine Anschlussschnittstelle 320 (z. B. zur Verbindung mit einem Computersystem, Dock, eine Ladestation, etc.), die Anzeige 360 und einen drahtlosen Kommunikationsschaltkreis (z. B. Funk) 330 (z. B. für LTE, WiFi, GPS, etc.).

Wie oben ausgeführt kann das UE 106 dazu konfiguriert sein, drahtlos zu kommunizieren, unter Verwendung von mehreren drahtlosen Kommunikationstechnologien. Wie weiter oben ausgeführt, kann der drahtlose Kommunikationsschaltkreis 330 in solchen Fällen Funkkomponenten umfassen, welche zwischen mehreren drahtlosen Kommunikationstechnologien und/oder Funkkomponenten, die ausschließlich für die Verwendung gemäß einer einzelnen drahtlosen Kommunikationstechnologie konfiguriert sind, geteilt werden. Wie gezeigt kann das UE-Gerät 106 zumindest eine Antenne umfassen (und möglicherweise mehrere Antennen, z. B. für MIMO und/oder zum Implementieren von verschiedenen drahtlosen Kommunikationstechnologien, unter verschiedenen Möglichkeiten, zum Durchführen von drahtloser Kommunikation mit Mobilfunkbasisstation und/oder anderen Geräten. Zum Beispiel kann das UE-Gerät106 Antenne(n) 335 verwenden, um die drahtlose Kommunikation durchzuführen.

Wie hier danach weiter beschrieben, kann das UE 106 Hardware- und Softwarekomponenten umfassen, zum dynamischen Modifizieren von Verbindungsversuchsaggressivität, wie sie hier beschrieben sind, mit in Bezug zu unter anderem 5 zu implementieren. Der Prozessor 302 des UE-Geräts 106 kann so konfiguriert sein, dass er einen Teil oder alle der hier beschriebenen Verfahren umsetzen kann, z. B. durch die Ausführung von Programmanweisungen, die auf einem Speichermedium (z. B. einem nichtvorübergehenden computerlesbaren Speichermedium) hinterlegt sind. In weiteren Ausführungsformen kann der Prozessor 302 als ein programmierbares Hardwareelement konfiguriert sein, wie ein FPGA (Field Programmable Gate Array) oder als ASIC (Application Specific Integrated Circuit). Alternativ (oder zusätzlich) kann der Prozessor 302 das UE-Gerät 106 in Verbindung mit einem oder mehreren der anderen Komponenten 300, 304, 306, 310, 320, 330, 335, 340, 350, 360 so konfiguriert sein, dass ein Teil oder alle der hier beschriebenen Merkmale umgesetzt werden, wie die hier mit Bezug zu unter anderem 5 beschriebenen Merkmale.

Fig. 4 – Blockdiagramm einer Basisstation

4 zeigt ein beispielhaftes Blockdiagramm einer Basisstation 102. Es wird festgehalten, dass die Basisstation der 4 nur ein Beispiel einer möglichen Basisstation ist. Wie dargestellt, kann die Basisstation 102 einen/mehreren Prozessor(en) 404 umfassen, die Programmanweisung für die Basisstation 102 ausführen. Der/die Prozessor(en) 404 können auch mit der Speichermanagementeinheit (Memory Management Unit, MMU) 440 verbunden sein, die so konfiguriert sein kann, dass sie Adressen von dem/den Prozessor(en) 404 empfängt und diese Adressen in Orte des Speichers übersetzt (z. B. Speicher 460 und Nur-Lesespeicher (ROM) 450) oder können mit anderen Schaltkreisen oder Geräten verbunden sein.

Die Basisstation 102 kann mindestens einen Netzwerkanschluss 470 umfassen. Der Netzwerkanschluss 470 kann so konfiguriert sein, dass er sich mit einem Telefonnetzwerk verbindet und einer Vielzahl an Geräten, wie UE-Geräten 106, Zugang zum Telefonnetzwerk, wie in 1 und 2 beschrieben, bereitstellt.

Der Netzwerkanschluss 470 (oder ein zusätzlicher Netzwerkanschluss) kann auch oder alternativ so konfiguriert sein, dass er sich mit einem Mobilfunknetzwerk verbindet, z. B. einem Kernnetzwerk eines Mobilfunkanbieters. Das Kernnetzwerk kann mit Mobilität verbundene Dienste und/oder andere Dienste für eine Vielzahl an Geräten, wie UE-Geräten 106 bereitstellen. In einigen Fällen kann sich der Netzwerkanschluss 470 über das Kernnetzwerk mit einem Telefonnetzwerk verbinden und/oder das Kernnetzwerk kein Telefonnetzwerk bereitstellen (z. B. zwischen anderen UE-Geräten, die von dem Mobilfunkanbieter bedient werden).

Die Basisstation 102 kann mindestens eine Antenne 434 und ggf. mehrere Antennen umfassen. Die Antenne(n) 434 kann so konfiguriert sein, dass sie als drahtloser Sendeempfänger funktioniert und kann weiter so konfiguriert sein, dass sie über das Funkgerät 430 mit den UE-Geräten 106 kommuniziert. Die Antennen 434 kommunizieren über die Kommunikationskette 432 mit dem Funkgerät 430. Die Kommunikationskette 432 kann eine Empfangskette, eine Sendekette oder beides sein. Das Funkgerät 430 kann so konfiguriert sein, dass es über verschiedene drahtlose Telekommunikationsstandards kommuniziert, einschließlich unter anderem LTE, LTE-A, UMTS, CDMA2000, WiFi, etc.

Die BS 102 kann so konfiguriert sein, dass sie drahtlos unter Verwendung mehrerer drahtloser Kommunikationsstandards kommuniziert. In einigen Beispielen kann die Basisstation 102 mehrere Funkgeräte umfassen, die es der Basisstation 102 ermöglichen, gemäß mehreren drahtlosen Kommunikationstechnologien zu kommunizieren. Zum Beispiel kann die Basisstation 102 als eine Möglichkeit ein LTE-Funkgerät umfassen, um Kommunikationen gemäß LTE auszuführen, ebenso wie ein WiFi-Funkgerät, um Kommunikation gemäß WiFi auszuführen. In einem solchen Fall kann die Basisstation 102 in der Lage sein, sowohl als LTE-Basisstation als auch als ein WiFi-Zugangspunkt zu funktionieren. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Basisstation 102 ein Multi-Mode-Funkgerät umfasst, das in der Lage ist, Kommunikationen gemäß einer von vielen drahtlosen Kommunikationstechnologien (z. B. LTE und WiFi, LTE und UMTS, LTE und CDMA2000, UMTS und GSM, etc.) auszuführen.

Wie weiter im Folgenden hier beschrieben kann die BS 102 Hardware- und Softwareelemente umfassen, um die Umsetzung der hier beschriebenen Merkmale umzusetzen oder deren Umsetzung zu unterstützen. Der Prozessor 404 der Basisstation 102 kann so konfiguriert sein, dass er einen Teil oder alle der hier beschriebenen Verfahren umsetzt oder deren Umsetzung unterstützt, z. B. durch die Ausführung von Programmanweisungen, die auf einem Speichermedium (z. B., einem nichtvorübergehenden computerlesbaren Speichermedium) hinterlegt sind. Alternativ kann der Prozessor 404 als ein programmierbares Hardwareelement konfiguriert sein, wie ein FPGA (Field Programmable Gate Array), oder als ASIC (Application Specific Integrated Circuit) oder eine Kombination davon. Alternativ (oder zusätzlich) kann der Prozessor 404 der BS 102 in Verbindung mit einem oder mehreren der anderen Komponenten 430, 432, 434, 440, 450, 460, 470 so konfiguriert sein, dass ein Teil oder alle der hier beschriebenen Merkmale umgesetzt werden oder deren Umsetzung unterstützt wird.

Fig. 5 – Flussdiagramm

5 ist ein Flussdiagramm, das ein Verfahren für ein drahtloses Gerät (z. B. ein drahtloses Endgerät (user equipment, UE) darstellt, wie mit Bezug zu den 1 bis 3 dargestellt und beschrieben) um dynamisch die Aggressivität zu modifizieren, mit der eine Mobilfunkverbindung unter verschiedenen Verbindungen verfolgt wird. Das in 5 gezeigte Verfahren kann in Verbindung mit irgendeinem der Computersysteme oder Geräte verwendet werden, die in den obigen Figuren gezeigt sind, unter anderen Geräten. In verschiedenen Ausführungsformen können einige der gezeigten Verfahrenselemente gleichzeitig durchgeführt werden, in einer anderen Reihenfolge als gezeigt, oder können auch ausgelassen werden. Zusätzliche Verfahrenselemente können auch durchgeführt werden, falls erwünscht. Wie gezeigt kann dieses Verfahren wie folgt betrieben werden.

In 502 kann eine Datenanforderung empfangen werden. Die Datenanforderung kann eine Anwendungsschicht Datenanforderung sein, welche durch eine Basisbandschicht des UE-Geräts empfangen werden kann. Zum Beispiel kann die Datenanforderung eine Anforderung einer Anwendung sein, um Daten über eine Mobilfunknetzwerkschnittstelle des drahtlosen Geräts im Auftrag der Anwendung zu kommunizieren. Die Datenanforderung kann für Hintergrunddaten oder Vordergrunddaten bestimmt sein. Die Anwendung kann eine Anwendung aus einer Reihe von verschiedenen möglichen Anwendungsarten sein, wie beispielsweise Webbrowseranwendung, eine Emailanwendung, eine Produktivitätsanwendung, eine Spielanwendung, eine E-Commerce-Anwendung, und/oder irgendeine von verschiedenen anderen möglichen Anwendungsarten.

In 504 können die aktuellen UE-Bedingungen bestimmt werden. Die UE-Bedingungen können sich auf irgendeines von verschiedenen möglichen Aspekten des UE-Betriebs beziehen. Eine mögliche UE-Bedingung kann sich auf den Akkustand des ÚE-Geräts beziehen. Zum Beispiel jede Anzahl von verschiedenen Akkuständen, z. B. korrespondierend mit verschiedenen Akkustandschwellwerten, kann bestimmt werden, und ein aktueller Akkustand oder Status des UE-Geräts kann eine mögliche Bedingung des UE-Geräts sein, das bestimmt wird.

Eine andere mögliche Bedingung kann ein Benutzeraktivitätsniveau des UE-Geräts umfassen. Eine oder mehrere Benutzeraktivitätsindikatoren können überwacht werden, um das Benutzeraktivitätsniveau des UE-Geräts zu bestimmen. Zum Beispiel kann ein Anzeigenstatus ein Indikator für eine Benutzeraktivität sein: Falls die Anzeige angeschaltet ist, kann das ein Hinweis auf ein höheres Benutzeraktivitätsniveau sein (z. B. ein oder mehrere Vordergrund-Anwendungen können laufen), während, falls die Anzeige ausgeschaltet ist (oder angeschaltet ist, aufgrund einer Anzeige eher als die Benutzeraktivität) kann das ein Hinweis auf ein niedrigeres Benutzeraktivitätsniveau sein. Somit, gemäß dieses Beispiels, falls der Anzeigenstatus des UE ausgeschaltet ist, kann bestimmt werden, dass das UE-Gerät ein niedrigeres Benutzeraktivitätsniveau hat, während, falls der Anzeigenstatus des UE angeschaltet ist, kann bestimmt werden, dass das UE-Gerät ein hohes Benutzeraktivitätsniveau hat. Es ist zu beachten, dass jede Anzahl von Benutzeraktivitätsniveaus oder Stati bestimmt werden kann und dass jede Anzahl von Benutzeraktivititätsindikatoren verwendet werden kann zusätzlich oder alternativ zu dem Anzeigenstatus des UE, um das Benutzeraktivitätslevel des UE zu bestimmen, gemäß verschiedener Ausführungsformen.

Eine weitere Bedingung kann ein Bewegungsniveau des UE-Geräts umfassen. Das Bewegungsniveau des UE 106 kann entweder „stationär” oder „nichtstationär” sein, als zwei Möglichkeiten: zum Beispiel, falls eine Bewegung oberhalb eines Bewegungsschwellwerts detektiert wird, kann das UE 106 als nichtstationär bestimmt werden, während, falls Bewegung detektiert wird unterhalb des Bewegungsschwellwerts, das UE 106 als stationär bestimmt wird. Andere (z. B. zwischen) Niveaus oder Stati der Bewegung können bestimmt werden, falls erwünscht. Zumindest in einigen Fällen, kann die Bewegungsdetektion durchgeführt werden durch einen Bewegungssensorschaltkreis des UE. Zum Beispiel kann das UE ein oder mehrere Beschleunigungsmesser, Gyroskope, Vibrationssensoren und/oder andere Bewegungssensorkomponenten, welche in der Lage sind, Bewegungsstärke und die Art von verschiedenen Arten von Bewegungen zu erfassen, umfasst. In 506 kann das UE versuchen, die Datenanforderung zu bedienen. Das Versuchen, die Datenanforderung zu bedienen, kann das Versuchen umfassen, Mobilfunkverbindung zu erhalten (z. B. Versuchen, eine Funkressourcensteuerungsverbindung (radio resource control, RRC) mit einem Mobilfunknetzwerk über eine Funkzelle von dem Mobilfunknetzwerk aufzubauen), und falls die Mobilfunkverbindung erhalten wurde, Daten über das Mobilfunknetzwerk auszutauschen, gemäß der Datenanforderung.

Da die Datenanforderung eine hochrangige Anfrage sein kann, um Datenkommunikation durchzuführen, kann es eine Vielfalt von möglichen Aspekten geben, um solch eine Anforderung zu erfüllen, die durchgeführt werden kann bei verschiedenen operativen Schichten des UE. Zum Beispiel kann die Datenanforderung von einer Anwendungsschicht des UE empfangen werden durch eine Non-Acess Stratum (NAS) Basisbandschicht des UE, welche wiederum eine RRC-Verbindungsanforderung auslösen kann (z. B. falls eine RRC-Verbindung aktuell noch nicht aktiv ist) durch eine Access Stratum (AS) Basisbandschicht des UE. Um die RRC-Verbindungsanfrage zu erfüllen kann eine RRC-Schicht des UE (z. B. welche Teil des AS sein kann) versuchen, sich mit einem Mobilfunknetzwerk zu registrieren (z. B. über eine Funkzelle des Mobilfunknetzwerks, welche gemäß irgendeiner Vielzahl von Funkzugangstechnologien oder „RATs” arbeiten kann, falls noch nicht registriert), und/oder falls schon registriert, kann versuchen, einen Direktzugriffsvorgang (Random Access Procedure, RACH) mit dem Mobilfunknetzwerk um eine RRC-Verbindung für mobilerzeugte (mobile originated, MO) Daten aufzubauen.

Falls einige Aspekte des Versuchs, die Datenanforderung zu bedienen, erfolglos sind, können zumindest in einigen Fällen ein oder mehrere Wiederholungsversuche durchgeführt werden. Zum Beispiel, falls die Funkzellregistrierung mit einer Funkzelle anfänglich erfolglos ist, können ein oder mehrere weitere Versuche, um eine Funkzellregistrierung durchzuführen, durchgeführt werden (z. B. unter Verwendung der gleichen Funkzelle oder einer anderen Funkzelle). Als ein anderes Beispiel, falls das UE anfänglich erfolglos versucht zu RACH, kann das UE mit ein oder mehreren zusätzlichen RACH-Versuchen folgen. Solch eine Persistenz kann in manchen Fällen schließlich dazu führen, dass eine Verbindung hergestellt wird. In manchen Fällen kann es jedoch der Fall sein, dass der Dienst zu einer bestimmten Zeit nicht verfügbar ist, oder dass eine bestimmte Funkzelle und/oder RAT zu einer bestimmten Zeit nicht verfügbar ist, oder dass eine bestimmte Funkzelle zu einer bestimmten Zeit geladen (überfüllt) ist und ein höheres Interferenzniveau hat, das in RACH-Ausfällen resultiert, so dass hartnäckiges Versuchen auf unbegrenzte Zeit eine Verbindung herzustellen, wenig sinnvoll ist und dem UE unnötigerweise Leistung entzieht. Entsprechend kann in manchen Fällen eine Schwellwertanzahl von erfolglosen Versuchen für jede von verschiedenen Arten von Vorgängen gesetzt werden, welche ein oder mehrere Arten von Ausfällen auslösen, welche ein oder mehrere Konsequenzen haben können, falls sie erreicht werden.

Zum Beispiel, falls eine Schwellwertanzahl von erfolglosen RACH-Versuchen erreicht ist, kann dies in einem RCC-Verbindungsanforderungs-Ausfall resultieren, kann die Sperrung der Funkzelle verursachen, auf der die Schwellwertanzahl von erfolglosen RACH-Versuchen stattgefunden hat und/oder kann das Ausschalten eines RATs gemäß dem die Funkzelle arbeitet, verursachen, unter verschiedenen Möglichkeiten. Falls eine Schwellwertanzahl von RRC-Verbindungsausfällen stattfindet, kann dies im Ausfall der Datenanforderung selbst resultieren. Falls eine Schwellwertanzahl der Datenanforderung (z. B. einschließlich Datenanforderungswiederholungsversuche) Ausfälle stattfindet, können weitere Datenanforderungen gedrosselt werden (z. B. nichtakzeptiert werden). Beachte, dass sie Konsequenzen/Einschränkungen, die erzwungen werden, können als Ergebnis eines erfolglosen verbindungsbezogenen Vorgangs/Versuchs temporär sein, und können entfernt werden nach einer vorgeschriebenen Zeitdauer und/oder basierend auf anderen Gesichtspunkten (z. B. Veränderungen im Benutzeraktivitätsniveau, Bewegungsniveau, etc.).

Die Aggressivität oder Persistenz der UE-Versuch(e), um Mobilfunkverbindung zu erhalten und die Datenanforderung (und/oder andere Datenanforderungen) zu bedienen, können von bestimmten aktuellen UE-Bedingungen abhängen. In anderen Worten, kann das UE unter einigen Umständen aggressiver versuchen, Mobilfunkverbindung zu erhalten, z. B. durch das Erhöhen der Schwellwertanzahl, die Auswahlereignisse und/oder einschränkende Konsequenzen auslöst, und/oder durch Reduzieren der Wirkung und/oder Dauer der restriktiven Konsequenzen oder Ausfallereignisse, während unter anderen Bedingungen das UE weniger aggressiv versuchen kann, Mobilfunkverbindung zu erhalten, z. B. durch Senken der Schwellwertanzahl, welche die Ausfallereignisse und/oder restriktiven Konsequenzen auslöst, und/oder durch Erhöhen der Wirkung und/oder Dauer der restriktiven Konsequenzen der Ausfallereignisse. Solche dynamische Aggressionsmodifikation kann es dem UE erlauben, adaptiv die Leistung auszugleichen und Gesichtspunkte durchzuführen, gemäß den aktuellen Umständen des UE.

Als ein Beispiel von dynamischem Modifizieren der Aggressivität, mit der das UE versucht, Mobilfunkverbindung zu erhalten, können ein oder mehrere verbindungsversuchsbezogene Parameter modifiziert werden, abhängig von den bestimmten aktuellen UE-Bedingungen, so dass ein (z. B. aggressiverer) Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen/Parametern/Algorithmen befolgt werden unter einem Satz von Bedingungen (z. B. höherem Akkustand und/oder Benutzeraktivitätsniveau) und ein anderer (z. B. weniger aggressivere) Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen/Parameter/Algorithmen befolgt werden unter einem anderen (z. B. niedrigerem Akkustand und/oder Benutzeraktivitätsniveau) Satz von Bedingungen, bis zu so viel bestimmten Sätzen von Bedingungen wie erwünscht.

Die verbindungsbezogen Vorgänge/Parameter/Algorithmen, die sich in verschiedenen Bedingungen unterscheiden können, können jede oder alle von einer Vielzahl von möglichen Verbindungsbezogenen Prozeduren, Parameter und/oder Algorithmen umfassen, welche verwendet werden können in irgendeinem der verschiedenen möglichen Betriebsschichten des UE.

Als eine Möglichkeit können die Parameter, die bestimmte Ausfallkonditionen definieren bei AS und/oder NAS-Schichten des Basisbandes der UEs unter verschiedenen Bedingungen modifiziert werden. Zum Beispiel kann sich die Schwellwertanzahl der erfolglosen RACHs, die einen RRC-Verbindungsanforderungsausfall verursachen, unterscheiden, abhängig davon, welche Bedingungen aktuell vorliegen für das UE. Als ein anderes Beispiel kann die Schwellwertanzahl von RRC-Verbindungs-anforderungsausfällen, die einen Anwendungsdaten-Anforderungsausfall verursachen, sich unterscheiden in Abhängigkeit davon, welche Bedingungen aktuell für das UE vorliegen.

Als eine andere Möglichkeit können Schwellwertzahlen von bestimmten Arten von Ausfällen, die verbindungsbezogene Einschränkungen dazu veranlassen, durchgeführt zu werden, unter verschiedenen Bedingungen modifiziert werden. Zum Beispiel kann eine Schwellwertanzahl von Funkzellregistrierungsausfällen, die das Ausschalten der Benutzung von ein oder mehreren RATs verursacht und/oder die eine Funkzellsperrung verursacht, sich unterscheiden in Abhängigkeit davon, welche Bedingungen aktuell für das UE vorliegen. Als ein anderes Beispiel kann eine Schwellwertanzahl von Anwendungsdaten-Anforderungsausfällen, die das Anwendungsdatenversuchsdrosseln verursachen, sich unterscheiden in Abhängigkeit davon, welche Bedingungen aktuell für das UE vorliegen.

Als ein wieder weiteres Beispiel kann das Maß der verbindungsbezogenen Einschränkungen, die geltend gemacht werden können, falls ausgelöst, unter verschiedenen Bedingungen modifiziert werden. Zum Beispiel eine Zeitdauer, für die eine Anwendungsdatenversuchsdrosselung durchgeführt wird, falls ausgelöst, oder eine Zeitdauer, für welche die Verwendung von ein oder mehreren RATs ausgeschaltet ist, falls ausgelöst, oder eine Zeitdauer, für welche eine Funkzellsperrung auftritt, falls ausgelöst, kann modifiziert werden unter verschiedenen Bedingungen. Als ein anderes Beispiel kann eine Art von Funkzellsperrung, welche auftritt, falls ausgelöst, modifiziert werden unter verschiedenen Bedingungen.

Somit kann ein bestimmter Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen und Parametern ausgewählt werden für das UE gemäß der aktuellen UE-Bedingungen. Als eine Möglichkeit kann ein erster Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen/Parametern ausgewählt werden, falls ein oder mehrere vorbestimmte Bedingungen nicht vorliegen, während ein zweiter Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen/Parametern ausgewählt werden kann, falls die ein oder mehreren vorbestimmten Bedingungen vorliegen. Das UE kann damit fortfahren, zu versuchen, die Datenanforderungen zu bedienen, unter Verwendung der verbindungsbezogenen Vorgänge und Parameter, die basierend auf den Bedingungen, die aktuell bei dem UE vorliegen, ausgewählt wurden.

Fig. 6 – Beispielhafter RACH-Vorgang

6 ist ein Signalflussdiagramm, das einen beispielhaften Ruhmodus RACH-Vorgang darstellt, wie er beispielsweise zwischen einem UE 106 und einem Netzwerk 100 gemäß den LTE durchgeführt werden könnte. Es ist anzumerken, dass während die beispielhaften Details, die in und mit Bezug zu 6 dargestellt und beschrieben sind, repräsentativ sein können für eine mögliche verbundene Übergangsmodus-Vorgangstechnik, aber auch andere Techniken für einen Übergang von Ruhe zum verbundenen Modus (z. B. gemäß anderen RATs) möglich sind. Entsprechend sollen die Merkmale der 6 nicht als beschränkend für die Offenbarung als gesamtes verstanden werden: zahlreiche Variationen und Alternativen zu den hier bereitgestellten Details sind möglich und sollen als innerhalb des Umfangs der Offenbarung erachtet werden.

Ein RACH kann ein inhaltsbasierter Vorgang zum Erlangen von Synchronisation und Aufbau von Kommunikationskanälen und/oder Funklinks sein, welche Zugang zu umfangreicheren Netzwerkressourcen bereitstellen (z. B. datentragende Kanäle und/oder größere Uplink/Downlink-Bandbreite). Wie zuvor erwähnt, kann ein UE RACH versuchen, um eine RRC-Verbindung zu erhalten, welche wiederum verwendet werden kann, um eine Anwendungsdatenanforderung zu bedienen, zumindest als eine Möglichkeit.

Wie gezeigt, kann in 602 das UE 106 eine erste Nachricht an das Netzwerk 100 senden. Die erste Nachricht („Msg1”) kann eine RACH-Präambel enthalten, umfassend eine Direktzugriffs-Funknetzwerk temporäre Kennung (random access radio network temporary identifier, RA-RNTI).

In 604 kann das UE 106 eine zweite Nachricht von dem Netzwerk 100 empfangen. Die zweite Nachricht („Msg2”, auch bezeichnet als „Direktzugriffsantwort” oder „RAR”) kann einen Timing advance(TA)-Parameter, eine temporäre Funkzell-Funknetzwerktemporäre Kennung (temporary cell radio network temporary identifier, TC-RNTI) und eine Uplink-Gewährung zum Senden einer dritten Nachricht umfassen.

In 606 kann das UE 106 die dritte Nachricht an das Netzwerk 100 senden. Die dritte Nachricht („Msg3”, auch bezeichnet als „RRC-Verbindungsanforderung”) kann das TC-RNTI und ein System-Architektur-Entwicklungs mobile Teilnehmerkennung (system architecture evolution temporary mobile subscriber identiiy, S-TMSI) umfassen, um das UE-106 für das Netzwerk 100 zu identifizieren.

In 608 kann das UE 106 eine vierte Nachricht von dem Netzwerk 100 empfangen. Die vierte Nachricht („Msg4” oder „Inhaltsauflösungs-Nachricht”) kann die TC-RNTI an eine Funkzellfunknetzwerk temporäre Kennung (cell radio network temporary identifier, C-RNTI) promoten. Das C-RNTI kann verwendet werden für nachfolgende verbundene Modus RACH-Versuche, unter verschiedenen Verwendungen, wie gewünscht.

Nach Beendigung der vier Nachrichtensequenz, kann das UE 106 sich in einem verbundenen Modus (z. B. RRC_verbunden) mit dem Netzwerk 100 befinden und kann Netzwerkdatenaustausch über seine aktive Funkzelle durchführen.

Fig. 7 bis Fig. 12 – Beispielhafter Verbindungsversuchsvorgang

7 bis 12 stellen verschiedene Aspekte eines beispielhaften Verbindungsversuchsvorgangs dar, dessen Parameter dynamisch modifiziert werden können, um die Aggressivität anzupassen, mit welcher eine Verbindung unter verschiedenen Bedingungen angestrebt wird. 7 bis 12 und die Information, die hier weiter unten bereitgestellt wird in Zusammenhang damit werden als Beispiele von verschiedenen Gesichtspunkten und Details bereitgestellt, die sich auf mögliche Systeme beziehen, mit welcher das Verfahren von 5 implementiert werden kann, und soll nicht als beschränkend für die Offenbarung als Ganzes verstanden werden.

Zahlreiche Variationen und Alternativen zu den hier weiter unten bereitgestellten Details sind möglich und sollten innerhalb des Umfangs der Offenbarung berücksichtigt werden.

7 stellt einen Beispieldatenfluss dar, der sich auf einen Anwendungsdatenanforderung von einem Anwendungsprozessor (application processor, AP) 702 an einen Basisbandprozessor (base band processor, BB) 714 eines drahtlosen Geräts, gemäß einiger Ausführungsformen, bezieht. Wie gezeigt können ein oder mehrere Anwendungen (z. B. APP1 704, APP2 706, APP3 708, etc.) ausgeführt werden auf dem AP 704. Eine oder mehrere von diesen Anwendungen können Datenanforderungen an ein Netzwerkstack 710 von dem AP 702 bereitstellen. Die Datenanforderung(en) kann von dem Netzwerkstack 710 des AP 702 an einen Datenmanager 718 des BB 714 über eine Hardwareschnittstelle zwischen dem AP 702 und dem BB 714 bereitgestellt werden, welche Internetpaketbeschleuniger (internet packet accelerator, IPA) Hardware 712 und IPA Q6 Treiber 716 umfasst.

Der Datenmanager 718 kann die Daten an das NAS 720 des BB 714 bereitstellen, welcher bestimmen kann, ob das Gerät gelagert und registriert ist (724). Falls das drahtlose Gerät nicht gelagert und registriert ist, kann ein RRC-Registrierungsvorgang (wie dargestellt in und beschrieben mit Bezug zu 8) durchgeführt werden.

Falls das drahtlose Gerät gelagert und registriert ist, kann eine neue Datenserviceanforderung ausgelöst werden (726). Es kann dann bestimmt werden, ob eine Anzahl von misslungenen Dienstanforderungen größer ist als ein Dienstanforderungsausfallschwellwert („T1”) (728). Falls die Anzahl von fehlgeschlagenen Dienstanforderungen größer ist als der Dienstanforderungsausfallschwellwert, können Anwendungsdaten gedrosselt werden für einen Anwendungsdatendrosselungsschwellwert („T2”) Anzahl von Sekunden (730). Nach Ablauf der Anwendungsdatendrosselungsschwellwert Anzahl von Sekunden kann der Datenmanager 718 informiert werden und Anwendungsdatendrosselung nicht länger gelten.

Falls die Anzahl von fehlgeschlagenen Dienstanforderungen nicht größer ist als der Dienstanforderungsausfallschwellwert kann die Anzahl von Dienstanforderungen hochgezählt werden (732) und ein RRC-Vorgang für eine Datenanforderung (wie dargestellt in und beschrieben mit Bezug zu 9) kann durchgeführt werden.

Unter bestimmten Umständen (z. B. während eines RRC-Registrierungsversuchs, oder als Teil eines außerbetrieblichen Überwachungsalgorithmus) kann das drahtlose Gerät bestimmen, dass es außer Betrieb ist (out of sevice, OOS). Manche solcher möglichen Umstände sind dargestellt in und beschrieben mit Bezug zu den 8 und 10. In solchen Fällen können anhängige Dienstanfrage(n) abgebrochen werden und OOS-Vorgänge können initiiert werden (722).

Zusätzlich, kann unter bestimmten Umständen ein RRC-Vorgang für eine Datenanforderung eine ausreichende Anzahl von Malen verfehlen einen Datendienstanforderungsausfall auszulösen. Manche solcher möglichen Umstände sind dargestellt in und beschrieben mit Bezug zu 9. In solchen Fällen kann eine neue (z. B. Wiederholungs-Datendienstanforderung) ausgelöst werden (726).

Wie oben erwähnt, stellen die 8A bis 8B einen Beispiel RRC-Vorgang zum Registrieren dar, der durch eine drahtloses Gerät durchgeführt werden kann, gemäß einiger Ausführungsformen. Wie gezeigt kann in 802 RAT Auswahl durchgeführt werden. In 804 kann das drahtlose Gerät nach Funkzellenabscannen (z. B. die gemäß der ausgewählten RAT arbeiten), um möglicherweise zu erlangen.

In 806 kann bestimmt werden, ob eine neue Funkzelle gefunden wurde als Ergebnis des Scannens nach Funkzellen. Falls keine Funkzelle gefunden wurde, kann das drahtlose Gerät bestimmen, dass es OOS ist, und NAS OOS Vorgänge initiieren (wie beispielsweise dargestellt in und beschrieben mit Bezug zu 7).

In 808, falls eine Funkzelle (oder Funkzellen) ist (sind) gefunden, kann bestimmt werden, ob das Gerät in der Lage ist, die Systeminformation (z. B. SIBs) zu lesen und ob die Funkzelle bestimmte Kriterien (z. B. S-Kriterien) erfüllt. Falls das Gerät nicht in der Lage ist, die Systeminformation zu lesen oder die Funkzelle die Kriterien nicht erfüllt, kann das drahtlose Gerät weiter nach Funkzellen die möglicherweise zu erlangen sind (804) scannen.

In 810, falls das Gerät in der Lage ist, die Systeminformation zu lesen und falls die Funkzelle die Kriterien erfüllt, kann eine neue RRC Verbindungsanforderung für die Registrierung initiiert werden.

In 812 kann bestimmt werden, ob eine Anzahl von aufeinanderfolgenden fehlgeschlagenen RRC-Verbindungsversuchen geringer ist als ein aufeinander folgender RRC-Verbindungsversuchausfallschwellwert („TR”).

In 814, falls die Anzahl von aufeinanderfolgenden fehlgeschlagenen RRC-Verbindungsversuchen geringer ist als der RRC-Verbindungsversuchsausfallschwellwert kann die Anzahl von fehlgeschlagenen RRC-Verbindungsversuchen erhöht werden (814) und ein Direktzugriffsvorgang (Random Access Procedure, RACH) auf die Funkzelle initiiert werden (816).

In 818 kann bestimmt werden, ob eine Anzahl von fehlgeschlagenen RACH-Versuchen auf die Funkzelle geringer ist als ein Registrierungs RACH-Versuchsausfallschwellwert („T4”). Falls die Anzahl von fehlgeschlagenen RACH-Versuchen auf die Funkzelle nicht geringer ist als der Registrierungs-RACH-Versuchsausfallschwellwert, kann bestimmt werden, dass der RRC-Verbindungsversuch fehlgeschlagen ist und kann eine neue RRC-Verbindungsanforderung zur Registrierung initiiert werden (810).

Falls die Anzahl von fehlgeschlagenen Registrierungs-RAC-Versuchen auf die Funkzelle geringer ist als der Registrierungs RACH-Versuchsfallschwellwert, kann die Anzahl der fehlgeschlagenen Registrierungs-RACH-Versuchen erhöht werden (820) und RACH-Präambel(n) kann gesendet werden (822). Es kann bestimmt werden, dass das RACH erfolgreich ist (824), und falls dem so ist, drahtlose Gerät mit dem RRC-Verbindungssetup (826) fortfahren, woraufhin das Gerät in einem verbundenen Modus sein kann und Daten senden und/oder empfangen kann (828). Falls das RACH erfolglos ist, kann ein anderer (z. B. Wiederholungs) RACH-Vorgang initiiert werden (816).

Falls an einem Punkt die Anzahl der aufeinanderfolgenden fehlgeschlagenen RRC-Verbindungsversuche nicht niedriger ist als der aufeinanderfolgende RRC-Verbindungsversuchsausfallschwellwert kann bestimmt werden, falls die Gesamtanzahl von Registrierungs-RRC-Verbindungsversuchsausfällen auf die Funkzelle größer ist als der Pro-Zellen-Gesamt RRC-Verbindungsversuchsausfallschwellwert („T5”) und falls die Gesamtanzahl von OOS-Vorfällen auf der Funkzelle größer ist als ein funkzellenspezifischer OOS Erklärungsschwellwert („T6”) (830).

Falls die Gesamtanzahl von Registrierungs-RRC-Verbindungsversuchsausfällen auf die Funkzelle größer ist als der Pro-Funkzellengesamt-RRC-Verbindungsversuchsausfallschwellwert und falls die Gesamtanzahl von OOS-Vorfällen auf die Funkzelle größer ist als der funkzellspezifische OOS-Erklärungsschwellwert, kann eine Entscheidung gefällt werden zwischen dem Sperren der Funkzelle („A1”), Sperren der Frequenz, auf welche die Funkzelle betrieben wird („A2”) oder Ausschalten der RAT gemäß dem die Funkzelle arbeitet („A3) (832). Eine Sperr/Ausschaltzeitschaltuhr („T8”) kann initiiert werden (834); nach Ablauf der Sperr/Ausschaltzeitschaltuhr kann das Sperren oder Ausschalten aufgehoben werden und das drahtlose Gerät kann damit fortfahren, NAS OOS-Vorgänge (wie beispielsweise dargestellt und beschrieben mit Bezug zu 7) zu initiieren. In gleicher Weise, falls die Gesamtanzahl von Registrierungs-RRC-Verbindungsversuchsausfällen auf die Funkzelle nicht größer ist als die Pro-Funkzellengesamt-RRC-Verbindungsversuchsausfallschwellwert oder falls die Gesamtanzahl von OOS-Vorfällen auf die Funkzelle nicht größer ist als der funkzellspezifische OOS-Erklärungsschwellwert, kann das drahtlose Gerät damit fortfahren, NAS OOS-Vorgänge zu initiieren.

Wie hier weiter oben erwähnt stellt 9 einen Beispiel-RRC-Vorgang für eine Datenanforderung dar, z. B. falls das drahtlose Gerät schon registriert und gelagert ist, in einer Funkzelle, gemäß einiger Ausführungsformen. Der RRC-Vorgang kann in solch einem Fall das drahtlose Gerät von einem RRC-Ruhemodus in einen RRC-verbundenen Modus übertragen, in welchen Datenaustausch stattfinden kann.

Wie gezeigt, kann in 902 eine neue RRRC-Verbindungsanforderung für mobilerzeugte (mobile originated, MO) Daten initiiert werden. Ein neuer RAC-Vorgang kann initiiert werden (904) und es kann bestimmt werden, ob eine Anzahl von fehlgeschlagenen RACH-Versuchen auf die Funkzelle geringer ist als ein MO-Daten-RACH-Versuchsausfallschwellwert („T7”) (906).

Falls die Anzahl von fehlgeschlagenen MO-Daten-RACH-Versuchen auf die Funkzelle geringer ist als der MO-Daten-RACH-Versuchsausfallschwellwert, kann die Anzahl von fehlgeschlagenen MO-Daten-RACH-Versuchen erhöht werden (908), und RACH-Präambel(n) kann gesendet werden (910). Es festgestellt werden, ob das RACH erfolgreich ist (912) und falls dem so ist, kann das drahtlose Gerät mit dem RRC-Verbindungssetup (914) fortfahren, worauf hin das Gerät sich in einem verbundenen Modus befinden kann und Daten senden und/oder empfangen kann (916). Falls das RACH erfolglos ist, kann ein anderer (z. B. Wiederholungs) RACH-Vorgang initiiert werden (904).

Falls die Anzahl von fehlgeschlagenen MO-Daten-RACH-Versuchen auf die Funkzelle nicht geringer ist als der MO-Daten-RACH-Versuchsausfallschwellwert, kann ein Datendienstanforderungsausfall ausgelöst werden, und eine neue (z. B. Wiederholungs) Datendienstanforderung getriggert werden, wie beispielsweise dargestellt und beschrieben mit Bezug zu 7.

Wie hier weiter oben erwähnt, stellt 10 ein Beispiel-OOS-Überwachungsalgorithmus für eine Funkzelle dar, gemäß einigen Ausführungsformen. Wie gezeigt kann das Gerät in 1002 sich in einem gelagerten Zustand mit Bezug zu einer Funkzelle befinden. In 1004 kann festgestellt werden, ob das Gerät den Dienst auf einer Funkzelle verloren hat. Falls nicht, kann das Gerät den gelagerten Zustand erhalten. Falls das Gerät den Dienst auf der Funkzelle verloren hat, kann die Anzahl von OOS-Vorfällen, die für die Funkzelle detektiert wurden, erhöht werden (1006), und kann festgestellt werden, ob die Gesamtanzahl von Registrierungs-RRC-Verbindungsversuchsausfällen auf der Funkzelle größer ist als die Pro-Funkzellen-Gesamt-RRC-Verbindungsversuchsausfallschwellwert und ob die Gesamtanzahl von OOS-Vorfällen auf der Funkzelle größer ist als der funkzellspezifische OOS-Erklärungsschwellwert (1008).

Falls die Gesamtanzahl von Registrierungs-RRC-Verbindungsversuchsausfällen auf der Funkzelle größer ist als der Pro-Funkzellen-Gesamt-RRC-Verbindungsversuchsausfallschwellwert und falls die Gesamtanzahl von OOS-Vorfällen auf der Funkzelle größer ist als der funkzellspezifische OOS-Erklärungsschwellwert, kann eine Entscheidung getroffen werden zwischen dem Sperren der Zelle, Sperren der Frequenz, auf welcher die Funkzelle betrieben wird, oder Ausschalten des RAT, gemäß dem die Funkzelle arbeitet (1010). In diesem Fall kann die Sperr/Ausschaltzeitschaltuhr initiiert werden (1012); nach dem Ablauf der Sperr/Ausschaltzeitschaltuhr kann das Sperren oder Ausschalten aufgehoben werden und das drahtlose Gerät kann damit fortfahren, die NAS OOS-Vorgänge (wie beispielsweise dargestellt in und beschrieben mit Bezug zu 7) zu initiieren. In gleicher Weise, falls die Gesamtanzahl von Registrierungs-RRC-Verbindungsversuchsausfällen auf der Funkzelle nicht größer ist als der Pro-Funkzellen-Gesamt-RRC-Verbindungsversuchsausfallschwellwert oder falls die Gesamtanzahl von OOS-Vorfällen auf der Funkzelle nicht größer ist als der funkzellspezifische OOS-Erklärungsschwellwert, kann das drahtlose Gerät damit fortfahren, die NAS OOS-Vorgänge zu initiieren.

11 stellt ein Beispielverfahren zum Bestimmen verschiedener Verbindungsversuchsparameterwerten, die im Zusammenhang mit den beispielhaften Vorgängen von den 7 bis 10 zu verwenden sind, dar, gemäß einiger Ausführungsformen. Wie gezeigt können irgendeine oder alle von den bestimmten UE-Leistungseigenschaften, Benutzeraktivitätsindikatoren und Funkzelleninformation, die sich auf eine aktuell aktive Funkzelle bezieht, bereitgestellt werden als Input für einen dynamischen Aggressionsmanagementschwellwert-Auswahlalgorithmus. Basierend auf dem bereitgestellten Input, kann der Algorithmus die Werte der verschiedenen Parameter und/oder Algorithmen/Techniken bestimmen, die als Teil der verschiedenen Verbindungsversuchsvorgängen verwendet werden, um Leistungs- und Durchführungsgesichtspunkte abzuwägen.

Wie gezeigt können die UE-Leistungseigenschaften, die berücksichtigt werden können, um die verschiedenen Parameter und/oder die Algorithmen/Techniken zu bestimmen, die als Teil der verschiedenen Verbindungsversuchsvorgänge verwendet werden, irgendeine oder alle der folgenden umfassen: Akkustand des UE, Kanalbedingungen, die durch das UE erfahren werden (z. B. welche Sendeleistungsanforderungen beeinflussen können und somit Akkustände beeinflussen können), thermische Bedingungen des Geräts und/oder Uplink-Interferenz/Netzkwerküberlastung erfahren durch das UE, unter verschiedenen möglichen UE-Leistungseigenschaften.

Ähnlich wie gezeigt, können die Benutzeraktivitätsindikatoren berücksichtigt werden, um die verschiedenen Parameter und/oder Algorithmen/Techniken zu bestimmen, die als Teil der verschiedenen Verbindungsversuchsvorgänge verwendet werden, können irgendeine oder alle der folgenden umfassen: ob eine Anzeige des UE an- oder ausgeschaltet ist, ob das UE stationär ist oder sich bewegt und/oder ob Vordergrund und/oder Hintergrundanwendungsdaten aktuell aktiv sind unter verschiedenen möglichen Benutzeraktivitätsindikatoren.

Wie weiter gezeigt, kann die Funkzellinformation, die berücksichtigt werden kann, um die verschiedenen Parameter und/oder die Algorithmen/Techniken zu bestimmen, die als Teil der verschiedenen Verbindungsversuchsvorgänge verwendet werden, irgendeine oder alle der folgenden umfassen: öffentliches landgestütztes Mobilfunknetz der Funkzelle, eine Funkzellkennung (Funkzell ID) der Funkzelle und/oder Funkzugangstechnologie gemäß welcher die Funkzelle arbeitet unter verschiedenen möglichen Arten von Funkzellinformation.

Die Schwellwert und/oder Zeitschaltuhrparameter, für welche die Werte ausgewählt werden können und die Algorithmen, die ausgewählt werden können gemäß dem dynamischen Aggressionsmanagementschwellwertauswahlalgorithmus, können irgendeines der verschiedenen Schwellwerte und/oder Algorithmen umfassen, die hier zuvor mit Bezug zu den 7 bis 10 beschrieben wurden, welche auch dargestellt und weiterbeschrieben wurden mit Bezug zu 12.

12 ist eine Tabelle, die verschiedene mögliche Schwellwertarten und Wertbereiche darstellt, die verwendet werden durch einen dynamischen Aggressionsmanagementschwellwertauswahlalgorithmus, wie beispielsweise dargestellt in und beschrieben mit Bezug zu 11 und in Zusammenhang mit irgendeinem oder allen der Vorgänge, die dargestellt sind Wie gezeigt und beschrieben werden mit Bezug zu den 7 bis 10.

Wie gezeigt können die Schwellwerte umfassen: „T1”, Anzahl der fehlgeschlagenen Datendienstanforderungen (z. B. 1 < T1 < 5); „T2”, Zeit um die Datenanforderungen zu drosseln in Sekunden (z. B. 720s < T2 < 1440s); „T3”, Anzahl von fehlgeschlagenen aufeinanderfolgenden RRC-Verbindungsversuche zu Registrierungszwecken (z. B. Anhängen, Positionsbereichsupdate (location area update, LAU), Trackingbereichupdate (tracking area update, TAU), etc.) (z. B. 2 < T3 < 6); „T4”, Anzahl von fehlgeschlagenen RACH-Präambelzyklen oder RACH-Versuchen in MAC-Schicht für eine RRC-Verbindungsanforderung mit Ursache = Registrierung (z. B. 1 < T4 < 12); „T5”, Gesamtanzahl von RRC-Verbindungsversuchsausfällen gesehen pro Funkzelle (z. B. 12 < T5 < 48); „T6”, Anzahl von Malen, in den OOS Profunkzelle erklärt wurde (z. B. 1 < T6 < 4); „T7”, Anzahl von fehlgeschlagenen RACH-Präambelzyklen oder RACH-Versuchen in MAC-Schicht für eine RRC-Verbindungsanforderung mit Ursache = MO-Daten (z. B. 1 < T7 < 12); und „T8”, Sperrzeitschaltuhr verwendet basierend auf der Art des ausgewählten Algorithmus (z. B. A1, A2 oder A3) (z. B. 720s < T8 < 1440s).

Wie gezeigt kann der Algorithmus umfassen: „A1”, in welchem eine Funkzelle, identifiziert durch seine einzigartige globale Funkzell-ID, gesperrt wird; „A2”, in welcher eine Funkzellfrequenz, identifiziert durch absolute Radiofunkfrequenzkanalnummer (ARFCN, z. B. UMTS ARFCN oder UARFCN für UMTS/entwickeltes ARFCN oder EARFCN für LTE) gesperrt ist; und „A3”, in welchem die aktuelle Funkzugangstechnologie ausgeschaltet ist.

Fig. 13 bis Fig. 14 – beispielhafte Funkzellsperrtechniken

Wie zuvor erwähnt, kann das RACH ein stromverbrauchender Prozess sein für ein UE, insbesondere unter schlechten Funkfrequenzbedingungen (radio frequency, RF), da das UE unter solchen Umständen hohe Sendeleistung verbraucht, welche den Akku des UE schneller verbraucht. Zum Beispiel unter schlechten Dienstbedingungen, in welchem ein UE zwischen außer Betrieb und in Betrieb „ping-pongt” (versucht auf irgendeine Funkzelle zu registrieren), kann das UE schließlich häufig und möglicherweise kontinuierlich zu RACH gehen, möglicherweise bei ansteigenden höheren Sendeleistungsständen, für eine ausgedehnte Zeitdauer, welche den Akku des UE schnell entleeren kann.

Wie auch zuvor bemerkt, um solche Szenarien zu vermeiden, UE zumindest in einigen Fällen einen Funkzellsperralgorithmus implementieren. Gemäß solch einem Algorithmus, kann die Anzahl von RACH-Versuchen zum Registrieren mit einer Funkzelle, auch die Anzahl von Malen, an denen das UE außer Betrieb ist, auf jeder Funkzelle überwacht werden und nach Erreichen einer bestimmten Schwellwertanzahl von Registrierungs-RACH-Versuchen und/oder außer Betriebsvorfällen, kann eine Funkzelle für eine bestimmte Zeitdauer gesperrt werden. Solche Funkzelllsperrung kann durchgeführt werden auf einer individuellen Funkzellbasis, als eine Möglichkeit oder kann durchgeführt werden auf einer Frequenzbasis, als eine andere Möglichkeit.

Die 13 bis 14 sind Tabellen, die darstellen wie das Sperren individueller Zellen und Sperren individueller Frequenzen funktionell in einem beispielhaften Szenario unterscheiden können, gemäß einiger Ausführungsformen. Die 13 bis 14 und Information, die hier weiter unten im Zusammenhang damit bereitgestellt wird, wird als Beispiel von verschiedenen Gesichtspunkten und Details bereitgestellt, die sich auf mögliche Systeme beziehen, mit welcher das Verfahren von 5 implementiert werden kann, und soll nicht als beschränkend auf die Offenbarung als Ganzen verstanden werden. Zahlreiche Variationen und Alternativen zu den hier weiter unten bereitgestellten Details sind möglich und sollten als innerhalb des Umfangs der Offenbarung berücksichtigt werden.

Das Sperren von Funkzellfrequenzen kann möglicherweise schneller stattfinden (z. B. hat einen niedrigeren Auslöseschwellwert) und kann restriktiver sein, als das Sperren individueller Funkzellen, z. B. wenn mehrere Funkzellen eingesetzt sind auf der gleichen Frequenz, zumindest in einigen Fällen. Gemäß dem beispielhaften Szenario der 13 bis 14, kann das UE neun UMTS-Funkzellen zu einer bestimmten Zeit entdecken, einschließlich vier Zellen auf Frequenz 4360 in Band V, drei Zellen auf Frequenz 4385 in Band V und zwei Zellen auf Frequenz 612 in Band II. Jede solcher Zellen kann unterschieden werden durch einen primären Scrambling Code (PSC), welcher als eine lokale Kennung für die Funkzelle funktionieren kann.

Wie in 13 gezeigt, falls die Funkzellsperrung implementiert ist auf eine individuelle Funkzellbasis, muss jedes der neun Funkzellen individuell den RRC-Ausfall und OOS-Ausfallschwellwert erfüllen, um gesperrt zu werden, und falls solche Schwellwerte erfüllt werden durch einen der neuen Funkzellen, kann diese Funkzelle individuell gesperrt werden, ohne Effekt auf die anderen Funkzellen, die auf der gleichen Frequenz eingesetzt sind.

Im Gegensatz dazu, wie in 14 gezeigt, falls die Funkzellsperrung implementiert ist auf einer Funkzellfrequenzbasis, können alle der Funkzellen, die auf einer gegebenen Frequenz eingesetzt sind, zum RRC-Ausfall und OOS-Ausfallschwellwert für die Frequenz, auf welcher sie eingesetzt sind, beitragen, und falls solche Schwellwerte für bestimmte Funkzellfrequenz erfüllt sind, werden alle Funkzellen, die auf dieser Frequenz eingesetzt sind, gesperrt.

Das individuelle Sperren von Funkzellen kann ein geringeres Sprungsparen ermöglichen als das Sperren von Funkzellfrequenzen, zumindest in einigen Fällen. Zum Beispiel in einer Position mit mehreren Funkzellen, beispielsweise in den Szenarien von den 13 bis 14, da das UE jede verfügbare Zelle individuell anzeigen kann, zu der Zeit, zu dem das UE die letzte verfügbare Funkzelle angezeigt hat, kann die Sperrzeitschaltuhr für die erste Funkzelle, die gesperrt wurde, ablaufen und die erste Funkzelle kann entsperrt werden. Dies kann sich wiederholen, so dass das UE fortfahren kann, durch die Funkzellen unendlich zu durchlaufen und kann keine Stromsparvorteile von solch einer Funkzellsperrung erhalten. Falls, im Gegensatz dazu, eine bestimmte Funkzellfrequenz (UTRA Absolute Radio Frequency Channel Number oder UARFCN) gesperrt wird, können alle Funkzellen, die zu dem bestimmten UARFCN gehören, gesperrt werden, was die Anzahl von RRC-Versuchen reduzieren kann und dabei helfen kann, mehr Strom zu sparen, verglichen mit dem individuellen Funkzellsperren, zumindest in einigen Szenarien.

Somit kann die Funkzellsperrung auf einer individuellen Funkzellbasis und Funkzellfrequenzsperrung unterschiedliche Toleranzniveaus für Funkzellregistrierungs RACH-Ausfälle bereitstellen. Abhängig von dem gewünschten Aggressivitätslevel, mit welcher eine Verbindung verfolgt werden soll, kann jedes davon zu bestimmten Zeiten angemessen sein. Zum Beispiel, als eine Möglichkeit, unter Bedingungen, wenn die Verbindung aggressiver verfolgt werden soll, wie beispielsweise wenn die Benutzeraktivität und/oder Akkustand hoch sind), kann Funkzellsperrung implementiert werden auf einer individuellen Funkzellbasis (z. B. um die Chancen zu erhalten von Verbindung zu erhöhen), werden unter Bedingungen, wenn die Verbindung weniger aggressiv verfolgt werden soll (wie beispielsweise, wenn die Benutzeraktivität und/oder die Akkustände niedrig sind), kann Funkzellsperrung auf einer Funkzellfrequenzbasis implementiert werden (z. B. um den Stromverbrauch zu reduzieren).

Zusätzlich zum oder als Alternative zum Auswählen, ob die Funkzellsperrung auf einer individuellen Funkzelle oder Funkzellfrequenzbasis durchgeführt werden soll, wie zuvor mit Bezug zu 5 ausgeführt, kann irgendeine Anzahl von verbindungsbezogenen Vorgängen und/oder Parametern modifiziert werden als Teil der dynamischen Modifizierungsaggressivität. Das folgende sind weitere spezifische Beispiele von möglichen Modifikationen von verbindungsbezogenen Vorgängen und/oder Parametern, die dynamisch implementiert werden können, abhängig von den aktuellen UE-Bedingungen, welche nicht die Offenbarung als Ganzes beschränken sollen. Zahlreiche Variationen und Alternativen zu den hier weiter unten bereitgestellten Details sind möglich und sollten als innerhalb des Umfangs der Offenbarung berücksichtigt werden.

Als eine Möglichkeit, unter einem ersten Satz von Bedingungen (z. B. in einem „normalen Leistungsmodus”) können fünf LTE-Registrierungsausfälle (z. B. irgendeines der folgenden: Trackingbereichupdate, Anhängen Positionsbereichupdate oder Inter-RAT-Vorgänge) das Ausschalten von LTE für ein UE für zwölf Minuten auslösen. Unter einem zweiten Satz von Bedingungen (z. B. in einem „niedrigen Leistungsmodus”), können drei LTE-Registrierungsausfälle das Ausschalten von LTE für das UE für 15 Minuten auslösen.

Als eine andere Möglichkeit kann in dem normalen Leistungsmodus ein UEMTS (WCDMA oder TD-SCDMA) Funkzelle gesperrt werden (auf einer individuellen Basis) für 12 Minuten, falls 96 RRC-Verbindungsausfälle oder zwei iRAT-Ausfälle oder Dienstverluste auf der Funkzelle plus 24RRC-Verbindungsausfälle stattfinden, falls das UE stationär ist und die UE-Anzeige ausgeschaltet ist. In dem niedrigen Leistungsmodus, kann eine UEMTS-Frequenz gesperrt werden für 12 Minuten, falls 24RRC-Verbindungsausfälle oder ein iRAT-Ausfall oder Dienstverlust auf der Funkzelle plus12RRC-Verbindungsausfälle stattfinden für irgendeine Funkzelle oder Kombination von Funkzellen auf der Frequenz.

Als wieder eine andere Möglichkeit, können ein oder mehrere RACH-bezogene Schwellwerte in Hälften geteilt werden im niedrigen Leistungsmodus relativ zum normalen Leistungsmodus für RRC-Verbindungsanforderungen oder Funkzellupdate anforderungen. Die RACH-bezogenen Schwellwerte können umfassen: N300, N303, MMAX und/oder irgendeine von verschiedenen Schwellwerten. Zum Beispiel kann der RACH-Ausfallschwellwert für RRC-Verbindungsanforderungsausfall reduziert werden von 20 RACH-Ausfällen in dem normalen Leistungsmodus zu 10 RACH-Ausfällen in dem niedrigen Leistungsmodus. Als eine andere Möglichkeit kann der RCC-Verbindungsanforderungsausfallschwellwert für Anwendungsdatenanforderungsausfall reduziert werden von 6 RCC-Verbindungsanforderungsausfällen in dem normalen Leistungsmodus zu 3 RRC-Verbindungsanforderungsausfällen in dem niedrigen Leistungsmodus.

Als eine noch weitere Möglichkeit können in dem normalen Leistungsmodus 5 mobilerzeugte (z. B. Hintergrund) Anwendungsdaten/Dienstanforderungsausfälle das Drosseln von weiteren Anwendungsdatenversuchen für 15 Minuten unter stationären Bedingungen auslösen. In dem niedrigen Leistungsmodus können drei Applikationsdaten/Dienstanforderungsausfälle das Drosseln von weiteren Anwendungsdatenversuchen für 20 Minuten unter stationären oder halbstationären Bedingungen auslösen.

Im Folgenden werden weitere beispielhafte Ausführungsformen bereitgestellt. Ein Satz von Ausführungsformen kann ein Verfahren enthalten, umfassend: durch ein drahtloses Endgerät (user equipment, UE): Überwachen, ob ein oder mehrere vorbestimmte Bedingungen vorliegen; und versuchen, eine Mobilfunkverbindung gemäß einem ersten Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen aufzubauen, falls die ein oder mehreren vorbestimmten Bedingungen nicht vorliegen; und Versuchen eine Mobilfunkverbindung gemäß einem zweiten Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen aufzubauen, falls die eine oder mehreren vorbestimmten Bedingungen vorliegen, wobei ein oder mehrere verbindungsbezogene Parameter zwischen dem ersten Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen und dem zweiten Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen unterscheiden.

Gemäß einigen Ausführungsformen lösen Funkzellregistrierungsausfälle eine Funkzellsperrung aus, falls ein oder mehrere vorbestimmte Bedingungen nicht vorliegen, wobei Funkzellregistrierungsausfälle eine Frequenzsperrung auslösen, falls die ein oder mehreren vorbestimmten Bedingungen vorliegen.

Gemäß einigen Ausführungsformen löst eine erste vorbestimmte Anzahl von Funkzellregistrierungsausfällen gemäß einer Funkzugangstechnologie (radio access technology, RAT) das Ausschalten der RAT für eine erste vorbestimmte Zeit aus, falls die ein oder mehreren vorbestimmten Bedingungen nicht vorliegen, wobei eine zweite vorbestimmte Anzahl von Funkzellregistrierungsausfällen gemäß der RAT das Ausschalten der RAT für eine zweite vorbestimmte Zeitdauer auslöst, falls die ein oder mehreren vorbestimmten Bedingungen vorliegen.

Gemäß einigen Ausführungsformen löst eine erste vorbestimmte Anzahl von Dienstanforderungsausfällen das Drosseln von Anwendungsdatenversuchen für eine erste vorbestimmte Zeitdauer aus, falls die eine oder mehreren vorbestimmten Bedingungen nicht vorliegen, wobei eine zweite vorbestimmte Anzahl von Dienstanforderungsausfällen das Drosseln von Anwendungsdatenversuchen für eine zweite vorbestimmte Zeitdauer auslöst, falls die eine oder mehreren vorbestimmten Bedingungen vorliegen.

Gemäß einigen Ausführungsformen unterscheiden ein oder mehrere dienstanforderungsausfallbezogene Schwellwerte sich zwischen dem ersten Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen und dem zweiten Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen.

Gemäß einigen Ausführungsformen umfassen die ein oder mehreren vorbestimmten Bedingungen ein oder mehrere der folgenden: einen Akkustand des UE-Geräts, der unterhalb eines Akkustandschwellwerts liegt; ein Benutzeraktivitätsniveau des UE-Geräts, das unter einem Benutzeraktivitätsschwellwert liegt; oder ein Bewegungsniveau des UE-Geräts, das unterhalb eines Bewegungsniveauschwellwerts liegt.

Gemäß einigen Ausführungsformen korrespondiert der erste Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen mit aggressiverem Verfolgen von Mobilfunkverbindung als der zweite Satz von verbindungsbezogenen Vorgängen.

Ein weiterer Satz von Ausführungsformen kann ein drahtloses Endgerät (UE) enthalten, umfassend: ein Funkgerät; und ein Verarbeitungselement, das operativ an das Funkgerät gekoppelt ist; wobei das Funkgerät und das Verarbeitungselement dazu konfiguriert sind eine Datenanforderung von einer Anwendungsschicht des UEs empfangen; und zu versuchen eine Mobilfunkverbindung aufzubauen, um die Anwendungsdatenanforderung zu bedienen gemäß einer Vielzahl von Verbindungsversuchsparameter, wobei zumindest eine der Verbindungsversuchsparameter unter einer oder mehreren Bedingungen modifiziert ist, wobei die eine oder mehreren Bedingungen zumindest einen Akkustand des UE-Geräts, der unterhalb des Akkustandschwellwerts liegt, umfassen, wobei der Verbindungsversuchsparameter, der unter einer oder mehreren Bedingungen modifiziert ist, eines oder mehrere der Folgenden umfasst: ob Funkzellfrequenzen oder individuelle Funkzellen zu sperren sind, basierend auf Funkzellregistrierungsausfällen für Funkzellen von einer oder mehrerer Funkzugangstechnologien (RATs); ein Funkzellregistrierungsschwellwert zum Ausschalten der Verwendung von einer oder mehrerer RATs und/oder einer Zeitdauer zum Ausschalten der Verwendung von einer oder mehrerer RATs, falls der Funkzellregistrierungsschwellwert erreicht ist; Anwendungsdatenanforderung drosselnder Schwellwert und/oder Längenparameter; oder ein oder mehrere Anwendungsdatenanforderungsausfallschwellwertparameter.

Gemäß einigen Ausführungsformen umfassen die eine oder mehreren Bedingungen ferner ein Benutzeraktivitätsniveau des UE-Geräts unterhalb eines Benutzeraktivitätsniveauschwellwertes.

Gemäß einigen Ausführungsformen umfassen die eine oder mehreren Bedingungen ferner ein Bewegungslevel des UE-Geräts unterhalb eines Bewegungslevelschwellwertes.

Gemäß einigen Ausführungsformen ist das zumindest eine der Verbindungsversuchsparameter modifiziert, um das UE dazu zu veranlassen weniger aggressiv eine Mobilfunkverbindung zu verfolgen unter der einen oder mehreren vorbestimmten Bedingungen.

Noch ein weiterer beispielhafter Satz von Ausführungsformen kann ein nichtflüchtiges computerzugängliches Speichermedium enthalten, das Programmanweisungen umfasst, welche, wenn an einem drahtlosen Endgerät (UE) ausgeführt werden, das UE-Gerät dazu veranlassen: eine oder mehrere Bedingungen, die aktuell für das UE-Gerät vorherrschen, zu bestimmen, wobei die ein oder mehreren Bedingungen zumindest eine Akkustandbedingung des UE-Geräts umfassen; Auszuwählen, ob eine Funkzellsperrung auf einer individuellen Funkzellbasis oder einer Funkzellfrequenzbasis basierend zumindest teilweise auf ein oder mehreren Bedingungen, die als aktuell für das UE-Gerät vorherrschend bestimmt wurden, zu implementieren; und Funkzellsperrung durchzuführen gemäß der Auswahl, ob die Funkzellsperrung auf einer individuellen Funkzellbasis oder einer Funkzellfrequenzbasis zu implementieren ist.

Gemäß einigen Ausführungsformen wird die Funkzellsperrung für UMTS Funkzellen implementiert.

Gemäß einigen Ausführungsformen veranlassen die Programmanweisungen, wenn ausgeführt, ferner das UE-Gerät dazu: Auszuwählen, dass die Funkzellsperrung auf einer individuellen Funkzellbasis unter einem ersten Satz von Bedingungen zu implementieren ist, in welcher die Akkustandbedingung des UE-Geräts oberhalb eines Akkustandschwellwerts liegt; und Auszuwählen, dass die Funkzellsperrung auf einer Funkzellfrequenzbasis zu implementieren ist, unter einem zweiten Satz von Bedingungen, in welcher die Akkustandbedingung des UE-Geräts unterhalb des Akkustandschwellwerts liegt.

Gemäß einigen Ausführungsformen veranlassen die Programmanweisungen, wenn ausgeführt, ferner das UE-Gerät dazu: einen LTE-Funkzellregistrierungsausfall-Schwellwert zum Abschalten des LTE basierend auf zumindest teilweise auf den einen oder mehreren Bedingungen, die als aktuell für das UE-Gerät vorherrschend bestimmt wurden, auszuwählen; Überwachen des LTE-Funkzellregistrierungsausfalls; und Ausschalten des LTE für eine vorbestimmte Zeitdauer, falls der ausgewählte LTE-Funkzellregistrierungsausfall-Schwellwert erreicht ist.

Gemäß einigen Ausführungsformen wird die vorbestimmte Zeitdauer, für die das LTE ausgeschaltet ist, auch ausgewählt, basierend zumindest teilweise auf den ein oder mehreren Bedingungen, die als aktuell vorherrschend für das UE-Gerät bestimmt wurden.

Gemäß einigen Ausführungsformen veranlassen die Programmanweisungen, wenn ausgeführt, ferner das UE-Gerät dazu: einen Dienstanforderungsausfallschwellwert zum Drosseln von Anwendungsdatenversuchen basierend zumindest teilweise auf den einen oder mehreren Bedingungen, die als aktuell vorherrschend für das UE-Gerät bestimmt wurden, auszuwählen; Dienstanforderungsausfälle zu überwachen; und Anwendungsdatenversuche für eine vorbestimmte Zeitdauer zu drosseln, falls der ausgewählte Dienstanforderungsausfallschwellwert erreicht ist.

Gemäß einigen Ausführungsformen wird die vorbestimmte Zeitdauer für die die Anwendungsdatenversuche gedrosselt sind, auch ausgewählt, basierend zumindest teilweise auf den ein oder mehreren Bedingungen, die als aktuell für das UE-Gerät vorherrschend bestimmt sind.

Gemäß einigen Ausführungsformen veranlassen die Programmanweisungen, wenn ausgeführt, ferner das UE-Gerät dazu: Direktzugriffsverfahren (random access procedure, RACH) bezogene Schwellwerte für Funkressourcensteuerung (radio resource control, RRC) Verbindungsanfrage oder Funkzellaktualisierungsvorgänge basierend auf zumindest teilweise den ein oder mehreren Bedingungen, die als aktuell vorherrschend für das UE-Gerät bestimmt sind, auszuwählen.

Gemäß einigen Ausführungsformen umfassen die eine oder mehreren Bedingungen ferner ein Benutzeraktivitätsniveau des UE-Geräts und ein Bewegungslevel des UE-Geräts.

Ein zusätzliche beispielhafte Ausführungsform kann ein drahtloses Endgerät (UE) enthalten, umfassen: ein Funkgerät; und ein Verarbeitungselement, das operativ an das Funkgerät gekoppelt ist; wobei das UE dazu konfiguriert ist jeden oder alle Teile von irgendeinem der vorhergehenden Beispiele zu implementieren.

Ein weiterer beispielhafter Satz von Ausführungsformen kann ein nichtflüchtiges computerzugängliches Speichermedium enthalten, das Programmanweisungen umfasst, welche, wenn an einem Gerät ausgeführt werden, das Gerät dazu veranlassen jeden oder alle Teile von irgendeinem der vorhergehenden Beispiele zu implementieren.

Noch ein weiterer beispielhafter Satz von Ausführungsformen kann ein Computerprogramm enthalten, das Anweisungen zum Durchführen von jedem oder allen Teilen von irgendeinem der vorhergehenden Beispiele umfasst.

Wieder ein weiterer beispielhafter Satz von Ausführungsformen kann eine Vorrichtung enthalten, das Mittel zum Durchführen von jedem oder alle der Elemente von irgendeinem der vorhergehenden Beispiele umfasst.

Ausführungsformen der vorliegenden Offenlegung können in zahlreichen Formen umgesetzt werden. Zum Beispiel können einige Ausführungsformen als computerimplementiertes Verfahren, als computerlesbares Speichermedium oder Computersystem umgesetzt werden. Andere Ausführungsformen können unter Verwendung von einem oder mehreren maßgeschneiderten Hardwaregeräten wie ASICs umgesetzt werden. Noch weitere Ausführungsformen können unter Verwendung von einem oder mehreren programmierbaren Hardwareelementen wie FPGAs umgesetzt werden.

In einigen Ausführungsformen kann ein nichtvorübergehendes, computerlesbares Speichermedium so konfiguriert sein, dass es Programmanweisungen und/oder Daten speichert, wobei die Programmanweisungen bei der Ausführung durch ein Computersystem das Computersystem dazu bringen, ein Verfahren auszuführen, z. B. jede der hier beschriebenen Verfahrensausführungsformen oder jede Kombination der hier beschriebenen Verfahrensausführungsformen oder jeden Untersatz der hier beschriebenen Verfahrensausführungsformen oder jede Kombination dieser Untersätze.

In einigen Ausführungsformen kann ein Gerät (z. B. ein UE 106) so konfiguriert sein, dass es ein Prozessor (oder ein Satz von Prozessoren) und ein Speichermedium umfasst, wobei das Speichermedium Programmanweisungen speichert, wobei der Prozessor so konfiguriert ist, dass er die Programmanweisung des Speichermediums liest und ausführt, wobei die Programmanweisungen auszuführen sind, um jede der verschiedenen, hier beschriebenen Verfahrensausführungsformen umzusetzen (oder jede Kombination der hier beschriebenen Verfahrensausführungsformen oder jeden Untersatz der hier beschriebenen Verfahrensausführungsformen oder jede Kombination dieser Untersätze). Das Gerät kann in zahlreichen Formen umgesetzt werden.

Auch wenn die oben genannten Ausführungsformen beachtlich detailliert beschrieben wurden, sind für Fachleute zahlreiche Variationen und Änderungen offensichtlich, sobald die oben beschriebene Offenbarung vollständig verstanden wurde. Die folgenden Patentansprüche sind so zu verstehen, dass sie sämtliche dieser Variationen und Änderungen umfassen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • IEEE 802.11 [0002]
  • IEEE 802.16 [0002]