Title:
Elektrisches Hochspannungsgerät mit einer Regelwicklungsgruppe
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Um ein elektrisches Gerät (1) zum Anschluss an ein Hochspannungsnetz mit einem Gehäuse (2), das mit einer Kühlflüssigkeit befüllbar ist, einem in dem Gehäuse (2) angeordneten Kern (3) aus einem magnetisierbaren Material, einer Stammwicklung (5), die einen Abschnitt (4) des Kerns (3) umschließt, einer Regelwicklungsgruppe (6) mit Regelungswicklungen, die jeweils einen Abschnitt (4) des Kerns (3) umschließen, und einem Schalter (19), der einen Stromfluss über jede Regelungswicklungen wahlweise ermöglicht oder verhindert, zu schaffen, das einen größeren Blindleistungseinstellbereich aufweist, wird vorgeschlagen, dass die Regelwicklungsgruppe (6) über eine erste Regelwicklungsuntergruppe (7) und eine zweite Regelwicklungsuntergruppe (8) verfügt, wobei die erste Regelwicklungsuntergruppe (7) und die zweite Regelwicklungsuntergruppe (8) zueinander identisch aufgebaut sind.





Inventors:
Koczula, Carsten (90478, Nürnberg, DE)
Biegel, Manfred (90427, Nürnberg, DE)
Teli, Zsolt (90409, Nürnberg, DE)
Trautmann, Frank (90411, Nürnberg, DE)
Hoppe, Jens (90592, Schwarzenbruck, DE)
Köhl, Johann (90449, Nürnberg, DE)
Welss, Klaus (90491, Nürnberg, DE)
Application Number:
DE102016206947A
Publication Date:
10/26/2017
Filing Date:
04/25/2016
Assignee:
Siemens Aktiengesellschaft, 80333 (DE)
International Classes:
H01F27/10
Domestic Patent References:
DE102014012266A1N/A2016-01-07
DE962092CN/A1957-04-18
Foreign References:
WO2015113800A12015-08-06
Claims:
1. Elektrisches Gerät (1) zum Anschluss an ein Hochspannungsnetz mit
– einem Gehäuse (2), das mit einer Kühlflüssigkeit befüllbar ist,
– einem in dem Gehäuse (2) angeordneten Kern (3) aus einem magnetisierbaren Material,
– einer Stammwicklung (5), die einen Abschnitt (4) des Kerns (3) umschließt,
– einer Regelwicklungsgruppe (6) mit Regelungswicklungen, die jeweils einen Abschnitt des Kerns umschließen, und
– einem Schalter (19), der einen Stromfluss über jede Regelungswicklungen wahlweise ermöglicht oder verhindert,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Regelwicklungsgruppe (6) eine erste Regelwicklungsuntergruppe (7) und eine zweite Regelwicklungsuntergruppe (8) aufweist, wobei die erste Regelwicklungsuntergruppe (7) und die zweite Regelwicklungsuntergruppe (8) zueinander identisch aufgebaut sind.

2. Elektrisches Gerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stammwicklung (1) einen sich in axialer Richtung erstreckenden Kernabschnitt (4) umschließt und eine erste Windung aufweist, die zum direkten Anschluss an das Hochspannungsnetz eingerichtet ist, wobei die erste Regelwicklungsuntergruppe (7) und die zweite Regelwicklungsuntergruppe (8) in axialer Richtung übereinander angeordnet sind und jeweils einen Teil des Kernabschnittes (4) umschließen, den die Stammwicklung (5) umgibt.

3. Elektrisches Gerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stammwicklung (5) einen sich in axialer Richtung erstreckenden Kernabschnitt (4) umschließt und erste Windung zum direkten Anschluss an das Hochspannungsnetz eingerichtet ist, wobei die erste Regelwicklungsuntergruppe (7) und die zweite Regelwicklungsuntergruppe (8) jeweils den gleichen Kernabschnitt (4) wie die Stammwicklung (5) umschließen und konzentrisch zueinander angeordnet sind.

4. Elektrische Gerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stammwicklung (5) einen sich in axialer Richtung erstreckenden Kernabschnitt (4) umschließt und eine mittlere Windung zum direkten Anschluss an das Hochspannungsnetz eingerichtet ist, wobei die erste Regelwicklungsuntergruppe (7) und zweite Regelwicklungsuntergruppe (8) jeweils den gleichen Kernabschnitt (4) umschließen und in radialer Richtung (15) nebeneinander angeordnet sind, wobei die erste Regelwicklungsuntergruppe (7) und die zweite Regelwicklungsuntergruppe (8) jeweils in zwei identische Wicklungsuntergruppen (16, 17) unterteilt sind, die in axialer Richtung voneinander beabstandet sind, so dass ein Anschlussspalt (18) zum Anschluss der mittleren Windung gebildet ist.

5. Elektrisches Gerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Regelwicklungsuntergruppe (7, 8) eine Grob-(G) und eine Feinwicklung (F) aufweist.

6. Elektrisches Gerät (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Feinwicklung (F) aus zwei Feinunterwicklungen besteht.

Description:

Die Erfindung betrifft ein elektrisches Gerät zum Anschluss an ein Hochspannungsnetz mit einem Gehäuse, das mit einer Kühlflüssigkeit befüllbar ist, einem in dem Gehäuse angeordneten Kern aus einem magnetisierbaren Material, einer Stammwicklung, die einen Abschnitt des Kerns umschließt, einer Regelwicklungsgruppe mit Regelungswicklungen, die jeweils einen Abschnitt des Kerns umschließen, und einem Schalter, der einen Stromfluss über jede Regelungswicklungen wahlweise ermöglicht oder verhindert.

Ein solches elektrisches Gerät ist aus der Praxis bekannt. So wird eine Drossel in elektrischen Versorgungsnetzen eingesetzt, um zum Beispiel kapazitive Blindleistung zu kompensieren. Hierzu ist die Drossel mit einem Laststufenschalter ausgerüstet, mit dem Windungen einer Regelwicklungsgruppe einer Stammwicklung zugeschaltet werden können. Bisher lag der maximal realisierbare Blindleistungseinstellbereich für eine solche Drossel beispielsweise bei etwa 60% in einem 420kV Netz, bezogen auf deren maximale Betriebsleistung. Aufgrund der zunehmenden Schwankung der Blindleistung im Versorgungsnetz, ist es jedoch wünschenswert die Blindleistung im Netz über einen größeren Bereich hinweg regeln zu können.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein elektrisches Gerät der eingangs genannten Art bereitzustellen, die einen Blindleistungseinstellbereich zu vergrößern. Beispielsweise soll der Blindleistungseinstellbereich bezogen auf die maximale Leistung des elektrischen Geräts bei einer Spannung von 420 kV größer als 60% sein.

Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Regelwicklungsgruppe eine erste Regelwicklungsuntergruppe und eine zweite Regelwicklungsuntergruppe aufweist, wobei die erste Regelwicklungsuntergruppe und die zweite Regelwicklungsuntergruppe zueinander identisch aufgebaut sind.

Erfindungsgemäß sind zum Bereitstellen eines größeren Einstellbereichs der Blindleistung zwei Regelungsuntergruppen vorgesehen, die einen zueinander gleichen Aufbau aufweisen. Durch die Verdopplung der Regelungswicklungsgruppen werden die zusätzlichen Windungen bereitgestellt, die zum Vergrößern des Einstellbereichs notwendig sind. Dabei sind die erste Regelungsuntergruppe und die zweite Regelungsuntergruppe so in dem Gehäuse des elektrischen Gerätes angeordnet, dass in dem durch das Gehäuse begrenzten Bauraum die vorgegebenen Randbedingungen eingehalten werden. Diese vorgegebenen Randbedingungen umfassen beispielsweise die durch den Schalter begrenzte maximal zulässige Streureaktanz zwischen jedem Grobund Feinstufenpaar des Schalters, die nicht überschritten werden dürfen, um einen sicheren Betrieb des elektrischen Gerätes zu ermöglichen. Die Streureaktanz kann auf üblichem dem Fachmann bekanntem Wege ermittelt werden. Sind beispielsweise zwei Wicklungen nebeneinander angeordnet, kann die die Streureaktanz aus den Messungen der Kurzschlussimpedanz beider Wicklungen ermittelt werden.

Die Regelwicklungsuntergruppen weisen bevorzugt jeweils wenigstens eine Grob- und wenigstens eine Feinstufe auf. Der Stromfluss über die Grob- und Feinstufe(n) der Regelungswicklungsuntergruppe kann durch den besagten Schalter je nach Bedarf unterbrochen werden. Bei dem Schalter handelt es sich beispielsweise um einen handelsüblichen Laststufenschalter. Eine Grobstufe ist eine Wicklung mit mehr Windungen als eine Feinstufe. Dabei kann im Rahmen der Erfindung die Feinstufe in mehrere Feinstufenuntereinheiten unterteilt sein. Das Zuschalten einer Grobstufe ändert die Blindleistung im Netz also stärker als das Zuschalten einer Feinstufe. Die Begriffe Grobstufe, Feinstufe und Grobwicklung bzw. Feinwicklung werden hier synonym verwendet.

Um bei dem vorgegebenen und somit begrenzten Bauraum das zulässige Maß an Streureaktanz nicht zu überschreiten, sind die Regelungswicklungsuntergruppen die Stammwicklung in einer erfinderischen Weise in dem allen Wicklungen gemeinsamen Gehäuse des elektrischen Gerätes angeordnet.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umschließt die Stammwicklung einen sich in axialer Richtung erstreckenden Kernabschnitt. Der besagte Kernabschnitt ist beispielsweise ein Schenkel eines Kerns. Die Stammwicklung umfasst eine erste Windung, die zum direkten Anschluss an das Hochspannungsnetz eingerichtet ist. Mit anderen Worten ist die erste Windung über einen windungsfreien Leiterabschnitt mit einem Hochspannungsanschluss des elektrischen Gerätes verbunden. Dieser Hochspannungsanschluss ist beispielsweise eine zweckmäßige Durchführung, deren Hochspannungsleiter an seinem Wicklungsende mit der ersten Windung verbunden ist. An der vom Wicklungsende abgewandten Seite der Hochspannungsdurchführung ist beispielsweise ein Freiluftanschluss ausgebildet. Über den Freiluftanschluss ist die jeweilige Stammwicklung mit einer Phase eines Hochspannungsnetzes verbunden. Die erste Regelungswicklungsuntergruppe und die zweite Regelungswicklungsuntergruppe sind bei dieser Ausführung der Erfindung in der besagten axialen Richtung übereinander beabstandet angeordnet und umschließen einen Teil des Kernabschnittes, den auch die Stammwicklung umschließt. Dabei sind die Regelungswicklungsuntergruppen in axialer Richtung jeweils kürzer und bevorzugt jeweils etwas weniger als halb so lang wie die Stammwicklung ausgebildet. Die axial übereinander gestapelten Regelungswicklungsuntergruppen umschließen daher in Summe den gleichen Kernabschnitt, also beispielsweise den gleichen Schenkelbereich wie die Stammwicklung. Bei dieser Anordnung, die kostengünstig herstellbar ist, ist sichergestellt, dass die zulässigen Streureaktanzen nicht überschritten und der Schalter, also beispielsweise ein Stufenschalter, störungsfrei arbeiten kann.

Gemäß einer diesbezüglich abweichenden Ausgestaltung der Erfindung umschließt die Stammwicklung einen sich in axialer Richtung erstreckenden Kernabschnitt, wobei die erste Windung zum direkten Anschluss an das Hochspannungsnetz eingerichtet ist. Mit anderen Worten ist die erste Windung über einen ungewundenen windungsfreien Leiterabschnitt mit dem Hochspannungsanschluss des elektrischen Gerätes verbunden. Bei dieser Ausgestaltung umschließen jedoch die erste Regelungswicklungsuntergruppe und die zweite Regelungswicklungsuntergruppe jeweils den gleichen Kernabschnitt wie die Stammwicklung, wobei die erste Regelungswicklungsuntergruppe und die zweite Regelungswicklungsuntergruppe konzentrisch zueinander und somit natürlich auch zur Stammwicklung angeordnet sind. Weisen die Regelwicklungsuntergruppen jeweils eine Grob- und eine Feinstufe auf, ist bei einer Ausführung der Erfindung eine Grobstufe in radialer Richtung der Stammwicklung zugewandt. In radialer Richtung nach außen folgt dann die Feinstufe dieser Regelwicklungsuntergruppe. Hieran schließt sich bevorzugt eine Feinstufe der zweiten Regelwicklungsuntergruppe an. Die Reihenfolge in radialer Richtung von innen nach außen ist dann Grob-, Fein-, Fein-, Grobstufe. Im Rahmen der Erfindung kann die besagte Reihenfolge aber auch Grob-, Fein, Grob-, Feinstufe sein. Auch bei dieser Ausgestaltung der Erfindung können die Streureaktanzen auf ein zulässiges Maß begrenzt werden, so dass es zu einem fehlerfreien Betrieb des elektrischen Gerätes und insbesondere des Schalters kommen kann.

Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung, die von den bisherigen Ausführungsbeispielen abweicht, umschließt die Stammwicklung einen sich in axialer Richtung erstreckenden Kernabschnitt, wobei eine mittlere Windung zum direkten Anschluss an das Hochspannungsnetz eingerichtet ist. Eine solche Ausgestaltung wird auch als Mittenanschluss bezeichnet. Hierbei umschließen die erste Regelungswicklungsuntergruppe und die zweite Regelungswicklungsuntergruppe jeweils den gleichen Kernabschnitt und sind in radialer Richtung nebeneinander angeordnet, wobei sie jedoch jeweils in zwei identische Wicklungsuntergruppen unterteilt sind. Mit anderen Worten sind die erste Regelwicklungsuntergruppe und die zweite Regelungswicklungsuntergruppe konzentrisch zueinander und zur Stammwicklung angeordnet. Sie weisen jedoch darüber hinaus jeweils zwei Wicklungsuntergruppen auf, die ebenfalls identisch zueinander ausgebildet sind und einen Abstand in axialer Richtung zueinander aufweisen. Aufgrund dieser beabstandeten Anordnung begrenzen die Wicklungsuntergruppen einen Anschlussspalt, durch den sich ein ungewundener, also windungsfreier, Leiterabschnitt erstreckt, der die mittlere Wicklung mit dem Hochspannungsanschluss des elektrischen Gerätes verbindet. Auch gemäß dieser Ausgestaltung ist ein störungsfreies Schalten der Regelungswicklungsuntergruppen durch handelsübliche Schalter, beispielsweise Stufenschalter, ermöglicht. Der Mittenanschluss ist für bestimmte Anforderungen, vorteilhaft. Hinsichtlich der Anordnung der Grob- und Feinstufen gelten die zuvor gemachten Ausführungen hier entsprechend.

Zweckmäßigerweise weist jede Regelungswicklungsuntergruppe eine Grob- und eine Feinwicklung auf. Gemäß einer diesbezüglich zweckmäßigen Weiterentwicklung ist die Feinwicklung in zwei Feinunterwicklungen unterteilt. Gemäß dieser vorteilhaften Weiterentwicklung können die Einstellbereiche genauer gewählt und somit die Blindleistung in dem mit dem elektrischen Gerät verbundenen Versorgungsnetz noch genauer geregelt werden.

Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung unter Bezug auf die Figuren der Zeichnung, wobei gleich wirkende Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind und wobei

1 ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektrischen Gerätes in einer schematischen Seitenansicht,

2 ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Gerätes in einer schematischen Seitenansicht,

3 ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Gerätes in einer schematischen Seitenansicht und

4 und 5 jeweils die Stellung eines Schalters eines elektrischen Gerätes gemäß der 1 bis 3 schematisch verdeutlichen.

1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektrischen Gerätes 1, das in diesem Fall als Drossel oder mit anderen Worten Kompensationsdrossel 1 ausgeführt ist. Die Drossel 1 weist ein Gehäuse 2 auf, das aus einem elektrischen leitenden Metall besteht und auf einem Erdpotenzial liegt. In dem Gehäuse 2 ist ein Drosselkern 3 angeordnet, von dem in 2 lediglich ein Schenkel 4 als Kernabschnitt schematisch angedeutet ist. Der Drosselkern 3 besteht aus flachen, ebenen Blechen, die aus einem magnetisierbaren Material bestehen. Durch den Einsatz magnetisierbarer Blechen zum Aufbau des Kerns werden bekanntermaßen Wirbelströme unterdrückt.

In 1 ist lediglich ein Schenkel 4 des Drosselkerns 3 gezeigt. Der Kern 3 kann jedoch weitere entsprechend aufgebaute Schenkel 4 aufweisen. Darüber hinaus kann der Kern über Rückflussschenkel verfügen, die von keiner Wicklung umgeben sind. Mit anderen Worten kann die Drossel 1 einphasig oder mehrphasig ausgebildet sein.

Der Schenkel 4 ist in 1 von einer Stammwicklung 5 umgeben, die in der gezeigten Schnittansicht nur an einer Seite des Schenkels 4 schematisch verdeutlicht ist. Neben der Stammwicklung 5 weist die Drossel 1 eine Regelwickelgruppe 6 auf, die aus einer ersten Regelwicklungsuntergruppe 7 und einer zweiten Regelwicklungsuntergruppe 8 besteht. Die erste Regelwicklungsuntergruppe 7 und die zweite Regelwicklungsuntergruppe 8 sind identisch zueinander aufgebaut. Das Gehäuse 2 der Drossel 1 ist mit einer Isolierflüssigkeit, beispielsweise einem Öl oder Ester, befüllt, die neben der elektrischen Isolierung auch zur Kühlung des Aktivteils 4, 5, 6 der Drossel 1 dient.

Jede Regelwicklungsuntergruppe 7 beziehungsweise 8 verfügt über eine Grobwicklung und eine Feinwicklung als Grob- bzw. Feinstufe. Die Grob- und Feinwicklung der ersten Regelwicklungsuntergruppe 7 sind mit G1 bzw. F1 referenziert. G verweist hierbei auf die Grobwicklung und F auf die Feinwicklung. Entsprechend verweist G2 auf die Großwicklung der zweiten Regelwicklungsgruppe und F2 auf deren Feinwicklung. Grobwicklungen weisen deutlich mehr Windungen auf als Feinwicklungen.

Die Stammwicklung 5 bildet eine erste Windung aus, die mit einem Hochspannungsanschluss 11 über einen windungsfreien Leitungsabschnitt 12 verbunden ist. An ihrer vom Hochspannungsanschluss 1 abgewandten Seite bildet die Stammwicklung 5 einen Sternpunktanschluss 13 aus. Der Sternpunktanschluss ist in dem gezeigten Beispiel mit dem Erdpotenzial verbunden. Abweichend davon kann der Anschluss 13 mit den anderen Phasen der Drossel 1 eine Dreiecksschaltung ausbilden.

Die Drossel 1 verfügt darüber hinaus über einen Stufenschalter als Schalter, der in 1 nicht gezeigt ist und der später im Zusammenhang mit der Erläuterung der 4 und 5 beschrieben wird. Mit Hilfe des Schalters ist es möglich, die Stammwicklung 5 mit den Wicklungen der ersten Regelwicklungsuntergruppen 7 und/oder 8 so zu verbinden, dass die Blindleistung in einem an dem Hochspannungsanschluss 11 angeschlossenen Versorgungsnetz stufenweise geregelt werden kann. In axialer Richtung 14 ist jede Regelwicklungsuntergruppe 7 oder 8 weniger als halb so lang dimensioniert wie die Stammwicklung 5. In radialer Richtung 15 ist die Stammwicklung 5 dem Schenkel 4 zugewandt, wobei die Grobwicklungen G1 beziehungsweise G2 und die Feinwicklungen F1 beziehungsweise F2 folgen. Somit umschließen die Grobwicklungen G1 und G2 die Stammwicklung 5. Die Feinwicklungen F1 und F2 umschließen ihrerseits die Grobwicklungen G1 beziehungsweise G2.

2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektrischen Gerätes 1, das auch hier wieder als Drossel 1 ausgeführt ist. Die in 2 dargestellte Drossel 1 unterscheidet sich von der Drossel gemäß 1 lediglich durch die Anordnung der Regelwicklungsuntergruppen 7 und 8. So sind in dem in 2 gezeigten Ausführungsbeispiel die Regelwicklungsuntergruppen 7 und 8 konzentrisch oder mit radialem Abstand zueinander angeordnet, im Gegensatz zur axialen Anordnung gemäß 1. Mit anderen Worten umgibt die Regelwicklungsuntergruppe 7 die Stammwicklung 5 konzentrisch, wobei diese wiederum innerhalb der Regelwicklungsuntergruppe 8 liegt, die die Regelwicklungsuntergruppe 7 und die Stammwicklung 5 sowie den Schenkel 4 des Kerns konzentrisch umgibt. Dabei ist die erste Windung mit der Stammwicklung 5 mit dem Hochspannungsanschluss 11 direkt, also über einen windungsfreien Leistungsabschnitt 12 verbunden. Die axiale Ausdehnung oder Länge jeder Regelwicklungsuntergruppe entspricht in etwa derjenigen der Stammwicklung 5. Die Grobwicklung G1 ist in dem gezeigten Beispiel als Grobstufe der Stammwicklung 5 zugewandt. Die Feinstufe der ersten Regelwicklungsuntergruppe 7 umfasst zwei konzentrische Feinwicklungen F1, die wiederum einer zwei Feinwicklungen F2 aufweisenden Feinstufe der zweiten Regelwicklungsuntergruppe zugewandt sind. Die Grobwicklung G2 liegt in radialer Richtung 15 außen. Die Reihenfolge in radialer Richtung 15 von innen nach außen kann somit als Grob-, Fein-, Fein-, Fein-, Fein-, Grobstufe bezeichnet werden. Ansonsten gelten die Ausführungen zu 1 hier entsprechend.

3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektrischen Gerätes 1, das wieder als Drossel ausgeführt ist. Die hier dargestellte Drossel 1 unterscheidet sich von der in 2 gezeigten Ausgestaltung wieder lediglich durch die Ausgestaltung der ersten Regelwicklungsuntergruppe 7 und der zweiten Regelwicklungsuntergruppe 8. Wie in 2 sind die beiden Regelwicklungsuntergruppen 7 und 8 konzentrisch zueinander und zur Stammwicklung 5 angeordnet, die den Schenkel 4 des Kerns 3 konzentrisch umgibt. Im Gegensatz zu dem in 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist jedoch nicht die erste Windung der Stammwicklung 5 mit dem Hochspannungsanschluss 11 verbunden. Vielmehr wurde ein Mittenanschluss gewählt, so dass eine in der Mitte der Stammwicklung 5 liegende Windung über einen windungsfreien Leiterabschnitt 12 mit dem Hochspannungsanschluss 11 der Drossel 1 verbunden ist. Dabei erstreckt sich der Leiterabschnitt 12 durch zwei identisch zueinander aufgebaute Wicklungsuntergruppen 16 und 17, die in axialer Richtung 14 mit Abstand zueinander angeordnet sind, so dass ein Anschlussspalt 18 ausgebildet ist. Der Leiterabschnitt 12 erstreckt sich durch den Anschlussspalt 18. Wie in 2 sind die Grobwicklungen G1 und G2 in radialer Richtung 15 innen beziehungsweise außen angeordnet. Die Wicklungen der Wicklungsgruppen 16 und 17 der ersten und zweiten Regelwicklungsuntergruppe 7 beziehungsweise 8 sind miteinander elektrisch verbunden, jedoch nicht mit dem Leiterabschnitt 12.

4 zeigt eine Schaltstellung eines Stufenschalters 19 bei einer Drossel 1 gemäß 1. In der gezeigten Schaltstellung sind alle Grob- und Feinwicklungen sowohl der ersten Regelwicklungsuntergruppe 7 als auch der zweiten Regelwicklungsuntergruppe 8 zwischen den Hochspannungsanschluss 11 und den geerdeten Sternpunkt 13 geschaltet. Der Stufenschalter 19 verfügt über zwei Vorwähler 20a und 20b zum Zuschalten oder überbrücken jeweils einer Grobwicklung G1 bzw. G2 sowie über einen Feinwähler 21 zum Zuschalten oder Überbrücken jeweils einer Feinwicklung F1 bzw. F2.

5 zeigt eine weitere Variante zum Schalten der Kompensationsdrosselspule gemäß 1, das sich von dem in 4 gezeigten Ausführungsbeispiel dadurch unterscheidet, dass zwei separate Stufenschalter 19a und 19b pro Phase der Drossel 1 verwendet werden. Darüber hinaus unterscheidet sich die axiale Achssymmetrie der Grob- und Feinstufenwicklungen voneinander. Während in 4 eine Achssymmetrie Grob/Fein Fein/Grob gewählt wurde, wurde in dem Ausführungsbeispiel gemäß 5 eine Achssymmetrie Grob/Fein Grob/Fein eingestellt.