Title:
Wassersperrende Struktur eines Kabelbaums und Verfahren zur Herstellung eines Kabelbaums
Kind Code:
A1


Abstract:

Es wird eine wassersperrende Struktur eines Kabelbaums und ein Verfahren zur Herstellung des Kabelbaums bereitgestellt. Die wassersperrende Struktur enthält einen Drahtsatz mit einer Vielzahl von Drähten, die in mindestens einer Reihe und nebeneinanderliegend in einer Richtung eines Durchmessers des Drahtes angeordnet sind, und ein in einem Stück geformtes Verschlussstück, das aus Hartharz hergestellt ist, das bei einem geringen Druck spritzgegossen wird, so dass es einen Teil des Drahtsatzes in einer Ausdehnungsrichtung der Drähte umgibt und eine einen Abschnitt bildende, äußere Umfangfläche aufweist, die an eine innere Umfangsform eines Drahtdurchführungsabschnitts, in welchen der Drahtsatz eingesetzt werden soll, angepasst ist.




Inventors:
Makino, Kimitoshi (Shizuoka, Makinohara-shi, JP)
Saimoto, Tetsuro (Shizuoka, Makinohara-shi, JP)
Shibuya, Akihito (Shizuoka, Makinohara-shi, JP)
Yamamoto, Masataka (Shizuoka, Makinohara-shi, JP)
Kinezuka, Kenji (Shizuoka, Kakegawa-shi, JP)
Matsuura, Shinnya (Shizuoka, Kakegawa-shi, JP)
Suzuki, Yasuhiro (Shizuoka, Kakegawa-shi, JP)
Mori, Takafumi (Shizuoka, Makinohara-shi, JP)
Application Number:
DE102016206393A
Publication Date:
11/03/2016
Filing Date:
04/15/2016
Assignee:
Yazaki Corporation (Tokyo, JP)
International Classes:



Foreign References:
JP2001172412A2001-06-26
JP2010260297A2010-11-18
JP2012030429A2012-02-16
JP2013103492A2013-05-30
Attorney, Agent or Firm:
Grünecker Patent- und Rechtsanwälte PartG mbB, 80802, München, DE
Claims:
1. Wassersperrende Struktur eines Kabelbaums, wobei die wassersperrende Struktur umfasst:
einen Drahtsatz mit einer Vielzahl von Drähten, die in mindestens einer Reihe und nebeneinanderliegend in einer Richtung längs eines Durchmessers der Drähte angeordnet sind; und
ein in einem Stück geformtes Verschlussstück, das aus Hartharz hergestellt ist, das bei einem geringen Druck spritzgegossen wird, wobei das Verschlussstück einen Teil des Drahtsatzes in einer Ausdehnungsrichtung der Drähte umgibt und eine einen Abschnitt bildende, äußere Umfangsform aufweist, die an eine innere Umfangsform eines Drahtdurchführungsabschnitts, in welchen der Drahtsatz eingesetzt werden soll, angepasst ist.

2. Wassersperrende Struktur nach Anspruch 1, wobei der Drahtsatz in einer Vielzahl von Reihen angeordnet ist, die im Abstand voneinander in einer Richtung angeordnet sind, die die Richtung schneidet, in welcher die Drähte nebeneinanderliegend angeordnet sind.

3. Wassersperrende Struktur nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Verschlussstück einen in einem Stück geformten Eingriffsabschnitt umfasst, der mit einer Trennwand, auf welcher der Drahtdurchführungsabschnitt vorgesehen ist, in Eingriff gebracht werden soll.

4. Wassersperrende Struktur nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Verschlussstück ein Paar von Verschlussstückelementen umfasst, von denen jedes einen in einem Stück geformten Eingriffsabschnitt aufweist, der mit dem Gegenstück des Verschlussstückelements kombiniert werden soll.

5. Wassersperrende Struktur nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei Mittelachsen von Abschnitten des Drahtsatzes, die durch ein Paar von Seitenflächen des Verschlussstücks auf Seiten verlaufen und vorstehen, die sich entlang der Ausdehnungsrichtung des Drahtsatzes erstrecken, voneinander verschoben sind.

6. Wassersperrende Struktur nach Anspruch 1, wobei das Verschlussstück einen Abdichtungsabschnitt aufweist, der zwischen den Drähten vorgesehen ist und in der Ausdehnungsrichtung der Drähte von einer Seitenfläche des Verschlussstücks hervorsteht, von der sich der Drahtsatz aus dem Verschlussstück heraus erstreckt.

7. Verfahren zur Herstellung eines Kabelbaums, wobei der Kabelbaum einen Drahtsatz mit einer Vielzahl von Drähten, die in mindestens einer Reihe und nebeneinander liegend in einer Richtung längs eines Durchmessers der Drähte angeordnet sind, und ein Verschlussstück aufweist, das aus Hartharz hergestellt ist, wobei das Verschlussstück einen Teil des Drahtsatzes in einer Ausdehnungsrichtung der Drähte umgibt und eine einen Abschnitt bildende, äußere Umfangfläche besitzt, die an eine innere Umfangsfläche eines Drahtdurchführungsabschnitts, in welchen der Drahtsatz eingesetzt werden soll, angepasst ist, wobei das Verfahren umfasst:
Schließen einer oberen Matrize und einer unteren Matrize in einem Zustand, bei dem ein Teil des Drahtsatzes in kabelbaumaufnehmende Abschnitte der oberen Matrize und der unteren Matrize gelegt wird, wobei jede der oberen Matrize und der unteren Matrize eine Trennfläche aufweist, an welcher der kabelbaumaufnehmende Abschnitt ausgebildet ist, jeder der kabelbaumaufnehmenden Abschnitte einen Hohlraum zum Formen von Verschlussstück und flachen, Grat schneidenden Teilen zum Festhalten eines äußeren Umfangs des Drahtsatzes zwischen der oberen Matrize und der unteren Matrize besitzt, die Grat schneidenden Teile an äußeren Endabschnitten des Hohlraums auf beiden Seiten in der Ausdehnungsrichtung des Drahtsatzes vorgesehen sind; und
Einspritzen des Hartharzes in einem geschmolzenen Zustand in den Hohlraum bei einem geringen Druck.

8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei jeder der Grat schneidenden Teile der unteren Matrize einen nach innen gewölbten Abschnitt aufweist, der gestaltet ist, um den Drahtsatz aufzunehmen, und jeder der Grat schneidenden Teile der oberen Matrize einen flachen Oberflächenabschnitt umfasst, der dem zugeordneten, nach innen gewölbten Abschnitt entgegenzusetzen ist, und wobei Schließen der oberen Matrize und der unteren Matrize das Pressen des in dem nach innen gewölbten Abschnitt aufgenommenen Drahtsatzes durch die flachen Oberflächenabschnitte in einer Richtung umfasst, in welcher der Drahtsatz festgehalten wird.

Description:
GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine wassersperrende Struktur eines Kabelbaums und ein Verfahren zur Herstellung des Kabelbaums.

STAND DER TECHNIK

Es sind wassersperrende Strukturen eines Kabelbaums mit einem Bündel von Drähten bekannt, die eine Struktur vom Typ einer Einzelflüssigkeit (Silikon) und eine Struktur, bei der Butylkautschuk verwendet wird, aufweisen. Wie in 15A gezeigt ist, wird eine wassersperrende Struktur von Einzelkomponenten hergestellt durch Trennen eines Drahtbündels in einzelne Drähte 501, Aufbringen von Silikon 503 auf diese, Anpassen desselben an die Drähte 501 und Formen und Verfestigen des Silikons 503. Die äußere Umfangsfläche des verfestigten Silikons 503 wird mit einem Folienelement 505 überzogen. Ein sich ergebender Kabelbaum, bei dem die wassersperrende Struktur auf diese Weise ausgeführt wurde und der das Folienelement 505 als das äußerste Element aufweist, wird in eine Durchführungstülle 507 eingeführt. Die Durchführungstülle 507 dient zum Beispiel zum Wasserdichtmachen zwischen dem Folienelement 505 und einem Kabelbaumeinsetzloch (nicht gezeigt) einer Fahrzeugkarosserie.

Wie in 15B gezeigt ist, wird eine wassersperrende Struktur durch Butylkautschuk hergestellt, indem ein Drahtbündel in einzelne Drähte 501 getrennt wird, die Drähte 501 auf Butylkautschuk 509 angeordnet werden, Butylkautschuk 509 und ein Drahtsatz 501 wiederholt aufeinandergelegt werden, die Zwischenräume um die Drähte 501 herum mit Butylkautschuk 509 gefüllt werden, indem Druck auf sie aufgebracht wird, und der Butylkautschuk 509 geformt wird. Ein Klebeband 511 wird auf die äußere Umfangsfläche des Butylkautschuks 509 gewickelt. Ein Dichtungsschwamm 513 wird auf einen sich ergebenden Kabelbaum gewickelt, bei dem die wassersperrende Struktur auf diese Weise ausgeführt wurde, und der an dem äußersten Element das Klebeband 511 aufweist. Der Dichtungsschwamm 513 dient zum Wasserdichtmachen zwischen dem Klebeband 511 und einem Kabelbaumeinsetzloch (nicht gezeigt).

In der oben erwähnten wassersperrenden Einzelkomponentenstruktur sind jedoch die Zwischenräume zwischen den Drähten mit dem wasseraufhaltenden Mittel (Silikon 503), das mit den Überzügen der Drähte verklebt wird, gefüllt. Während diese wassersperrende Struktur hinsichtlich der wasserdichten Ausführung viel besser ist, hat sie demgemäß Probleme, dass es schwierig ist, mit dem wasseraufhaltenden Mittel umgehen zu können und seine Arbeitsleistung gering ist, weil die Verfestigung etwa mehrere Stunden braucht. Andererseits ist die Butylkautschuk 509 verwendende, wassersperrende Struktur hinsichtlich der wasserdichten Ausführung viel besser, solange Butylkautschuk 509 sicher eingetragen wird, weil Butylkautschuk 509 selbst weich ist und sich leicht an Drähte anpasst, aber dennoch anhaftend ist. Jedoch weist diese wassersperrende Struktur das Problem auf, dass es schwierig ist, mit der verwendeten Menge Butylkautschuk 509 umgehen zu können. Und die Butylkautschuk 509 verwendende, wassersperrende Struktur weitere Probleme aufweist, dass Arbeit unter Verwendung von Butylkautschuk wenig leistungsfähig ist (z. B. ist er klebrig und klebt leicht an den Händen) und einem Arbeiter nicht erlaubt, seinen Eintragungszustand leicht zu prüfen.

Unter Techniken, die auf wassersperrende Strukturen angewandt werden können, befindet sich eine, bei der ein Kunstharzwerkstoff auf die äußere Umfangsfläche eines Drahtbündels aufgebracht und geformt wird, um eine Formstruktur zu bilden (siehe z. B. JP2001-172412A). Jedoch werden in dieser Formstruktur zwischen den Drähten, aneinander angrenzend, kleine, nicht gefüllte Zwischenräume des Kunstharzes ausgebildet, wenn drei oder mehr Drähte miteinander gebündelt werden. Außerdem wird diese Art von Formstruktur unter Verwendung einer gewöhnlichen Spritzgießmaschine gebildet, die eine große Einrichtung erfordert. Des Weiteren wird es dort, wo eine Spritzgießmaschine verwendet wird, außerdem noch notwendig, zu verhindern, dass sich aufgrund des Austritts von geschmolzenem Kunstharz Grate bilden, wenn geschmolzenes Kunstharz in den Hohlraum eines Spritzwerkzeugs eingespritzt wird. Zu diesem Zweck ist das Spritzwerkzeug mit Grat schneidenden Teilen versehen. Die Grat schneidenden Teile sollten in engen Kontakt mit den äußeren Umfangflächen von Drähten gebracht werden, wenn sie aus dem Spritzwerkzeug herausgezogen werden und folglich eine Vielzahl von Vorsprüngen aufweisen, deren Spitzen scharf wie eine Gebirgskette sind. Die Folge davon ist, dass sich in den Überzügen der Drähte Kratzer bilden können, wenn ein Drahtsatz in das Spritzwerkzeug eingesetzt wird. Somit ist eine sorgfältige Handhabung notwendig, welche die Arbeitsleistung senkt.

ABRISS

Erläuternde Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung stellen eine wassersperrende Struktur eines Kabelbaums und ein Verfahren zur Herstellung des Kabelbaums bereit, die geeignet sind, mühelos das Eindringen von Wasser von einem Drahtdurchführungsabschnitt zu verhindern.

Nach einem erläuternden Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird eine wassersperrende Struktur eines Kabelbaums bereitgestellt. Die wassersperrende Struktur umfasst einen Drahtsatz, der eine Vielzahl von Drähten enthält, die in mindestens einer Reihe und nebeneinanderliegend in einer Richtung eines Durchmesser des Drahtes angeordnet sind, und ein in einem Stück geformtes Verschlussstück aus Hartharz, das bei einem geringen Druck spritzgeformt wird, so dass es einen Teil des Drahtsatzes in einer Ausdehnungsrichtung der Drähte umgibt und eine einen Teil bildende äußere Umfangsform besitzt, die an eine innere Umfangsform eines Drahtdurchführungsabschnitts angepasst ist, in den der Drahtsatz eingesetzt werden soll.

Nach einem weiteren erläuternden Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung eines Kabelbaums bereitgestellt. Der Kabelbaum umfasst einen Drahtsatz, der eine Vielzahl von Drähten enthält, die in mindestens einer Reihe und nebeneinanderliegend in einer Richtung eines Durchmessers des Drahtes angeordnet sind, und ein Verschlussstück aus Hartharz, wobei das Verschlussstück einen Teil des Drahtsatzes in einer Ausdehnungsrichtung der Drähte umgibt und eine einen Teil bildende, äußere Umfangsform besitzt, die an eine innere Umfangsform eines Drahtdurchführungsabschnitts angepasst ist, in welchen der Drahtsatz eingesetzt werden soll. Das Verfahren umfasst Schließen einer oberen Matrize und einer unteren Matrize in einem Zustand, bei dem ein Teil des Drahtsatzes in kabelbaumaufnehmende Abschnitte der oberen Matrize und der unteren Matrize gelegt wird und das Kunstharz im geschmolzenen Zustand in die Hohlräume der oberen Matrize und der unteren Matrize bei einem geringen Druck eingespritzt wird. Jede der oberen Matrize und der unteren Matrize besitzt eine Trennfläche, an welcher der kabelbaumaufnehmende Abschnitt ausgebildet ist. Jeder der kabelbaumaufnehmenden Abschnitte weist den Hohlraum auf zum Formen des Verschlussstücks und von flachen, Grat schneidenden Teilen, um einen äußeren Umfang des Drahtsatzes zwischen die obere Matrize und die untere Matrize zu legen. Die Grat schneidenden Teile sind an äußeren Endabschnitten des Hohlraums auf beiden Seiten in der Ausdehnungsrichtung des Drahtsatzes vorgesehen.

Andere Ausführungsbeispiele und Vorteile der Erfindung erschließen sich aus der folgenden Beschreibung, der Zeichnungen und der Ansprüche.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1A ist eine perspektivische Darstellung einer wassersperrenden Struktur nach einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, in der ein Verschlussstück für einen Satz von in einer Reihe angeordneten Drähten vorgesehen ist;

1B ist eine perspektivische Darstellung einer wassersperrenden Struktur nach einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, in der ein Verschlussstück für zwei Sätze von in getrennten Reihen angeordneten Drähten vorgesehen ist;

2A ist eine Querschnittdarstellung der wassersperrenden Struktur von 1A;

2B ist eine Querschnittdarstellung der wassersperrenden Struktur von 1B;

3 ist eine vergrößerte Darstellung des Teils A in 1A;

4 ist eine auseinandergezogen, perspektivische Darstellung, die eine Anordnung für eine Verbindung mit einer Vorrichtung unter Verwendung eines Kabelbaums, die die wassersperrende Struktur von 1A aufweist, veranschaulicht;

5 ist eine auseinandergezogene, perspektivische Darstellung, die eine Anordnung für eine Verbindung mit einer Vorrichtung unter Verwendung eines Kabelbaums, die die wassersperrende Struktur von 1B aufweist, veranschaulicht;

6 ist eine perspektivische Darstellung einer Niederdruck-Spritzgießmaschine;

7A ist eine Schnittansicht eines Drahtsatzes, die in einer Reihe angeordnet und mit Kunstharz überzogen sind;

7B ist eine Schnittansicht, die ein Bündel von drei oder mehreren mit Kunstharz überzogenen Drähten veranschaulicht;

8A ist eine Vorderansicht eines Beispiels eines Spritzwerkzeugs mit flachen, Grat schneidenden Teilen;

8B ist eine Vorderansicht eines anderen Beispiels eines Spritzwerkzeugs mit flachen, Grat schneidenden Teilen;

8C ist eine Vorderansicht eines weiteren Beispiels eines Spritzwerkzeugs mit flachen, Grat schneidenden Teilen;

9 ist eine Vorderansicht des Spritzwerkzeugs eines Vergleichsbeispiels mit Grat schneidenden Teilen, von denen jeder eine Vielzahl von Vorsprüngen mit scharfen Spitzen aufweist;

10 ist eine Querschnittdarstellung eines Verschlussstücks, der in einem Stück mit Eingriffsabschnitten geformt ist, die mit einer Trennwand in Eingriff gebracht werden sollen;

11A ist eine auseinandergezogene, perspektivische Darstellung eines Beispiels von Verschlussstückelementen, die in einem Stück mit Eingriffsabschnitten zum Kombinieren geformt sind;

11B ist eine auseinandergezogene, perspektivische Darstellung eines weiteren Beispiels;

12A und 12B sind eine perspektivische Darstellung einer wassersperrenden Struktur nach einer weiteren beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

12B ist eine Vorderansicht von 12A;

13 ist eine Draufsicht einer wassersperrenden Struktur nach einer weiteren beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

14 ist eine perspektivische Darstellung eines Kabelbaums nach einem Bezugsbeispiel der vorliegenden Erfindung;

15A ist die Querschnittdarstellung einer wassersperrenden Einzelkomponentenstruktur im Stand der Technik; und

15B ist eine Querschnittdarstellung einer anderen wassersperrenden Struktur im Stand der Technik, die Butylkautschuk verwendet.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG

Im Folgenden werden beispielhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ausführlich mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben. Die folgenden beispielhaften Ausführungsformen schränken jedoch den Umfang der in Anspruch genommenen Erfindung nicht ein.

Wie in 1A gezeigt ist, weist eine wassersperrende Struktur eines Kabelbaums nach einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung einen Drahtsatz 11 und ein aus Hartharz hergestelltes Verschlussstück 13 auf. Der Drahtsatz 11 besteht aus einer Vielzahl von Drähten 15, die in einer horizontalen Richtung angeordnet sind.

Der Drahtsatz 11 ist so vorgesehen, dass die Drähte 15 in einer Reihe nebeneinanderliegend in einer Richtung längs eines Durchmessers der Drähte 15 angeordnet sind. Die äußere Umfangfläche einer Ader jedes Drahtes 15 ist mit einem isolierenden Kunstharz überzogen. Der Drahtsatz 11 ist so geformt, dass die Drähte 15 in mindestens einer Reihe und nebeneinanderliegend in einer Richtung des Durchmessers der Drähte 15 angeordnet sind. Die „mindestens eine Reihe” bedeutet, dass die Drähte 15 in einer Vielzahl von Reihen angeordnet sein können, wobei in diesem Fall die Drahtsätze der unterschiedlichen Reihen im Abstand voneinander angeordnet sind.

Das Verschlussstück 13 ist in einem Stück mit dem Drahtsatz 11 geformt, so dass es in seiner Ausdehnungsrichtung einen Teil des Drahtsatzes 11 umgibt. Das Verschlussstück 13 ist in einem Stück mit dem Drahtsatz 11 geformt, so dass es eine den Teil 17 bildende, äußere Umfangsform, die an die innere Umfangsform eines Drahtdurchführungsabschnitts 19 (später beschrieben) angepasst ist, und ein Paar von Seitenflächen 13a und 13b aufweist, die in der Ausdehnungsrichtung des Drahtsatzes 11 angeordnet sind. Das Formen wird unter Verwendung einer Niederdruck-Spritzgießmaschine und einem Hartharzwerkstoff, wie etwa ein allgemeiner technischer Kunststoff, durchgeführt. Mit anderen Worten, die wassersperrende Struktur ist so gestaltet, dass ein Drahtsatz 11 in einem aus einem solchen technischen Kunststoff hergestellten Element eingespritzt ist.

Wie in 1B gezeigt wird, können die Drahtsätze 11 in einer Vielzahl von Reihen angeordnet werden, so dass sie voneinander im Abstand angeordnet sind in der Richtung (Richtung von oben nach unten in 1B), die die Richtung schneidet, in der die Drähte 15 nebeneinanderliegend angeordnet sind. Obwohl die Drahtsätze 11 im dargestellten Beispiel in zwei Reihen angeordnet sind, können sie in drei oder mehreren Reihen angeordnet werden. Der Grund zur Beabstandung der Drahtsätze 11 ist, eine Bildung von nicht mit Kunstharz gefüllten Zwischenräumen 70 (später beschrieben) zu verhindern, von denen jeder von drei oder mehreren Drähten 15 umgeben ist.

Das Verschlussstück 13 kann so geformt sein, dass seine den Teil 17 bildende, äußere Umfangsform in einer Schnittansicht zum Beispiel eine Trapezform wie in den dargestellten Beispielen annimmt. Jedoch ist die Form der den Teil 17 des Verschlussstücks 13 bildenden äußeren Umfangsform nicht darauf beschränkt. Wenn sich der Drahtsatz 11 auf einer Stufe befindet, wird das Verschlussstück 13 so geformt, dass es eine wie in 2A gezeigte Trapezform geringer Höhe annimmt. In einem Fall, bei dem die Drahtsätze 11 in mehreren Reihen angeordnet sind, ist das Verschlussstück 13 so geformt, dass es eine wie in 2B gezeigte große Trapezform annimmt. Angrenzende von den Drähten 15, die zu jeder Reihe gehören, können entweder im Abstand etwas voneinander angeordnet oder im Kontakt miteinander sein. Das liegt daran, dass, wenn angrenzende Drähte 15 im Abstand etwas voneinander angeordnet sind, Kunstharz in den Zwischenraum zwischen ihnen verläuft und ihre benachbarten äußeren Umfangsflächen von Kunstharz umgeben sind und sich somit ergibt, dass dort das Eindringen von Wasser verhindert wird. Und falls angrenzende Drähte 15 miteinander in Kontakt sind, kann dies an sich als eine Vorbeugungsmaßnahme gegen das Eindringen von Wasser dienen.

Wie in 4 gezeigt wird, ist zum Beispiel in einem fest eingebauten Gehäuse 21 (Trennwände) eines Dichtungskastens 100 ein Drahtdurchführungsabschnitt 19 vorgesehen, den der Drahtsatz 11, der von dem Verschlussstück 13 umgeben ist, durchdringen soll. Der Drahtdurchführungsabschnitt 19 ist wie eine Röhre mit einem Durchgangsloch 23 geformt, das in einer Vorderansicht trapezförmig ist. Das Verschlussstück 13 ist so geformt, dass die den Teil 17 bildende, äußere Umfangsform eine Form annimmt, die an die innere Umfangsform des Drahtdurchführungsabschnitts 19 angepasst ist. In diesem Fall wird das Verschlussstück 13 in das Durchgangsloch 23 eingepasst, nachdem ein Endteil des Drahtsatzes 11 durch das Durchgangsloch 23 hindurchgeführt ist. In diesem Fall ist das Verschlussstück 13 so ausgebildet, dass es in jeder Position in der Einsetzrichtung die gleiche Schnittform aufweist. Übrigens kann eine Wassersperren-Vorbeugungsmaßnahme zwischen der inneren Umfangsfläche des Durchgangsloch 23 und der den Teil 17 des Verschlussstücks 13 bildenden, äußeren Umfangfläche getroffen werden, indem ein Wassersperrelement wie etwa ein Dichtungsschwamm oder ein Gummielement an den Wickelkörper geklebt wird.

Die den Teil 17 des Verschlussstücks 13 bildende, äußere Umfangsform kann abgeschrägte Flächen aufweisen, wobei der Abstand zwischen diesen abnimmt, wenn sich die Position in der Einsetzrichtung befindet. Mit dieser Maßnahme kann das Verschlussstück 13 wegen des Drucks zum Einsetzen des Verschlussstücks 13 in den Drahtdurchführungsabschnitt 19 in engeren Kontakt mit der inneren Umfangsfläche des Durchgangsloch 23 gebracht werden, wodurch eine hohe Funktionsfähigkeit zum Wasserdichtmachen erzielt werden kann.

Wie in 5 gezeigt wird, ist ein weiterer Drahtdurchführungsabschnitt 19 möglich, der eine Teilungsstruktur besitzt, die getrennt im oberen und unteren Gehäuse (Trennwände) 21a und 21b eines wasserdichten Kastens 100A vorgesehen ist. Spezieller kann der Drahtdurchführungsabschnitt 19 so sein, dass er eine Röhrenform bildet, die ein trapezförmiges Durchgangsloch 23 definiert, wenn eine untere Platte 25, die im unteren Gehäuse 21b gebildet ist, und ein gebirgsförmiger Rand 27, der im oberen Gehäuse 21a gebildet ist, miteinander kombiniert werden. In diesem Fall wird das Verschlussstück 13 auf die untere Platte 25 gelegt und anschließend mit dem gebirgsförmigen Rand 27 bedeckt, wodurch das festgelegte Verschlussstück 13 zwischen der unteren Platte 25 und dem gebirgsförmigen Rand 27 festgehalten wird. Das Verschlussstück 13 wird festgehalten, indem entweder das obere und das untere Teilgehäuse 21a und 21b durch Verwendung eines Schraubwerkzeugs (nicht gezeigt) miteinander befestigt werden, oder indem die untere Platte 25 und der gebirgsförmige Rand 27 durch Verwendung eines Schraubwerkzeugs miteinander befestigt werden.

Zum Beispiel ist in dem fest eingebauten Gehäuse 21 des in 4 gezeigten Dichtungskastens 100 ein elektronisches Gerät (nicht dargestellt) aufgenommen. Ein Verbinder 29, der an das eine Ende des Drahtsatzes 11 angeschlossen ist, wird mit dem elektronischen Gerät verbunden. Der Verbinder 29 ist in dem fest eingebauten Gehäuse 21 aufgenommen, wobei ein aus dem Drahtdurchführungsabschnitt 19 des fest eingebauten Gehäuses 21 herausgeführter Teil des Drahtsatzes 11 einer Vorbeugungsmaßnahme gegen Eindringen von Wasser unter Verwendung des Verschlussstücks 13 unterzogen wird. So ist der Verbinder 29 in dem das Wassereindringen vorbeugenden Gehäuse aufgenommen.

In dem Fall von 5, bei dem Verbinder 29 der zwei Drahtsätze 11 zum Beispiel mit dem elektronischen Gerät (nicht gezeigt), das im oberen und unteren Gehäuse 21a und 21b des Dichtungskastens 100A aufgenommen ist, verbunden sind, werden die Drahtsätze 11 der Vorbeugungsmaßnahme gegen Wassereindringen mittels Verschlussstück 13 in einem Zustand unterzogen, bei dem sich die Drahtsätze 11 miteinander parallel erstrecken und in zwei Reihen vertikal angeordnet sind. Auf diese Weise sind die Drahtsätze 11 in dem Verschlussstück 13 in der gleichen Anzahl von Reihen angeordnet, wenn die Anzahl von Drahtsätzen 11 zur Verbindung erhöht wird. Auf diese Weise wird konzentriert in dem Drahtdurchführungsabschnitt 19 des Dichtungskastens 100A eine Vorbeugungsmaßnahme gegen Wassereindringen mittels Verschlussstück 13 vorgenommen.

Wie es oben beschrieben ist, kann der Dichtungskasten 100 (100A) mit der wassersperrenden Struktur gemäß der beispielhaften Ausführungsform das Eindringen von Wasser ins Innere des Dichtungskastens 100 außerhalb des Gehäuses durch den Drahtdurchführungsabschnitt 19, durch den der Drahtsatz 11 herausgeführt wird, einschränken.

6 ist eine perspektivische Ansicht einer Niederdruck-Spritzgießmaschine.

Eine Niederdruck-Spritzgießmaschine 31 zur Formung eines Verschlussstücks 13 so, dass es mit einem Drahtsatz 11 integriert wird, ist eine Formmaschine, die durch eine Bedienperson bedient werden kann, ohne irgendeine äußere Triebkraft von einem Motor oder dergleichen aufzunehmen, und umfasst ein Spritzwerkzeug 33, eine Matrizeneinspannvorrichtung (nicht gezeigt) und eine Niederdruck-Spritzgießmaschine 35, um geschmolzenes Kunstharz unter Druck zu setzen und in das Spritzwerkzeug 33 einzuspritzen.

Die Niederdruck-Spritzgießmaschine 35 besitzt einen Heizzylinder 37 mit einer Heizvorrichtung zum Schmelzen von Kunstharz oder dergleichen durch dessen Erwärmung, einen Kolben 39 zum Ausstoßen von geschmolzenem Kunstharz in dem Heizzylinder 37 durch eine Düse (nicht gezeigt), einen Einspritzzylinder 41 zum Vorschieben des Kolbens 39, einen Handgriff 43 zum Steuern des Einspritzzylinders 41 und ein Temperatureinstellelement 45, um die Heiztemperatur des Heizzylinders 37 auf einer gewünschten Temperatur zu halten. Diese Bauteile werden von einem Maschinenständer 49 getragen, der sich von einem Untergestell 47 aufbaut.

Die Niederdruck-Spritzgießmaschine 31 kann so ausgelegt sein, dass eine maximale Kunstharzmenge, die in einem einzelnen Spritzgießvorgang geformt werden kann, etwa 10 Gramm beträgt. Zum Zeitpunkt der Einspannung des Spritzwerkzeugs 33 kann die Niederdruck-Spritzgießmaschine 31 mittels eines Luftzylinders, eines Gelenks oder dergleichen manuell betätigt werden. Die Niederdruck-Spritzgießmaschine 35 kann so gestaltet sein, dass der Einspritzzylinder 41 durch eine äußere Kraft wie ein Motor oder Luft angesteuert wird. Spezieller kann die Niederdruck-Spritzgießmaschine 31 in ähnlicher Weise wie die Spritzgießmaschinen ausgelegt sein, die zum Beispiel in JP2010-260297A, JP2012-030429A und JP2013-103492A offengelegt sind.

Das in der beispielhaften Ausführungsform eingesetzte Spritzwerkzeug 33 ist auf dem Untergestell 47 angeordnet. Im Spritzwerk 33 sind eine obere Matrize 51 und eine untere Matrize 53 miteinander angeordnet, so dass zwischen ihnen ein Drahtsatz 11 festgehalten und in Grat schneidenden Teilen 55 (siehe 6 und 8A) eingeschlossen wird, die in ihren, in der Ausdehnungsrichtung des Drahtsatzes 11 angeordneten, äußeren Endabschnitten ausgebildet sind, wodurch ein Formungsraum als ein Hohlraum definiert ist, der das Formen eines Verschlussstückes 13 ermöglicht (Spritzwerkzeugeinspannung).

Spezieller sind in der oberen Matrize 51 und der unteren Matrize 53 eine obere Matrizentrennfläche (Trennfläche) 51a und eine untere Matrizentrennfläche (Trennfläche) 51b mit kabelbaumaufnehmenden Abschnitten 56a und 56b ausgebildet, die einen Hohlraum 57 zum Formen eines Verschlussstückes 13 und flache, Grat schneidende Teile 55 aufweisen, um äußere Teile eines einreihigen Drahtsatzes 11 festzuhalten. Die Grat schneidenden Teile 55 sind in äußeren Endabschnitten ausgebildet, die sich außerhalb des Hohlraums 57 auf beiden Seiten in der Ausdehnungsrichtung des einreihigen Drahtsatzes 11 (die Richtung nach links und rechts in 6) befinden. Jeder Grat schneidende Teil 55 der unteren Matrize 53 besitzt einen nach innen gewölbten Abschnitt, der geeignet ist, einen einreihigen Drahtsatz 11 einzuschließen, wobei seine von der unteren Matrizentrennfläche 53a gemessene Tiefe ungefähr dem Durchmesser jedes Drahtes 15 gleicht. Andererseits ist jeder Grat schneidende Teil 55 der oberen Matrize 51 flach und bündig mit der oberen Matrizentrennfläche 51a.

In dieser Weise ausgeführt, können die obere Matrize 51 und die untere Matrize 53 in einem Zustand aneinander befestigt werden, bei dem ein einreihiger Drahtsatz 11 in den nach innen gewölbten Abschnitten der jeweiligen Grat schneidenden Teile 55 der unteren Matrize 53 eingeschlossen ist. Die Folge davon ist, dass der Drahtsatz 11 leicht in den kabelbaumaufnehmenden Abschnitt 56b gesetzt werden kann und nicht anfällig dafür ist, dass ein unsachgemäßer Knick von Drähten zum Zeitpunkt der Spritzwerkzeugeinspannung auftritt.

Dem Hohlraum 57 wird über eine Zuführstrecke und einen Zugang 52 (siehe 8A) geschmolzenes Kunstharz zugeführt, wodurch ein Verschlussstück 13 um den Drahtsatz 11 herum geformt wird.

Beim Formen mittels Niederdruck-Spritzgießmaschine 31 geht, wenn geschmolzenes Kunstharz in den Hohlraum 57 des Spritzwerkzeugs 33 bei einem geringen Druck in einem Zustand eingespritzt wird, bei dem ein Drahtsatz 11 zwischen den Grat schneidenden Teilen 55 der oberen Matrize 51 und der unteren Matrize 53 festgehalten ist, eine vorgeschriebene Menge von geschmolzenem Kunstharz (d. h., eine zum Formen eines Verschlussstücks 13 notwendige Menge thermoplastischen Kunstharzes) in den Hohlraum 57 (Einspritzschritt).

Die Temperatur des in den Hohlraum 57 eingespritzten, geschmolzenen Kunstharzes nimmt ab, und sein Hartwerden wird schneller, wenn die Position näher an Einspritzenden kommt, wobei die Matrizentemperatur niedriger ist als die Schmelztemperatur des thermoplastischen Kunstharzes in der Nähe der Grat schneidenden Teile 55. Geschmolzenes Kunstharz, das an den Einspritzenden hart geworden ist, besitzt an sich eine Dichtfunktion. Da geschmolzenes Kunstharz in den Hohlraum 57 durch die Niederdruck-Spritzgießmaschine 35 eingespritzt wird, ist es fließfähig, wobei sein Fließvermögen jedoch nicht so hoch ist, um in einer großen Menge durch kleine Spalte zwischen den flachen, Grat schneidenden Teilen 55 und den benachbarten Drähten 15 auszutreten.

Infolgedessen tritt geschmolzenes Kunstharz nicht in einer großen Menge durch die Spalte zwischen den flachen, Grat schneidenden Teilen 55 und den benachbarten Drähten 15 aus, und es ist daher nicht notwendig, die Grat schneidenden Teile 55 mit Strukturen oder Elementen zu versehen, um Kunstharz wie in herkömmlichen Spritzwerkzeugen zu behindern.

Infolgedessen ist das Spritzwerkzeug 33 mit einer einfachen Struktur versehen, und die Herstellungskosten können verringert werden. Außerdem kann das Spritzwerkzeug 33, auch wenn sich die Position in gewissem Grade in Richtung der Breite eines Satzes von zwischen den Grat schneidenden Teilen 55 der oberen Matrize 51 und der unteren Matrize 53 festgehaltenen Drähten 11 ändert, die Positionsänderung flexibel aufnehmen, weil die Spalte zwischen den Grat schneidenden Teilen 55 und dem Drahtsatz 11 durch verfestigtes Kunstharz abgedichtet werden.

Noch weiter können Kühlmechanismen (nicht gezeigt) angeordnet werden zum Kühlen von Einspritzendabschnitten von geschmolzenem Kunstharz, das in den Hohlraum 57 eingespritzt wird, in der Nähe der Grat schneidenden Teile 55 des Spritzwerkzeugs 33. Zum Beispiel sind die Kühlmechanismen außerhalb des Spritzwerkzeugs 33 an Positionen angeordnet, die den Grat schneidenden Teilen 55 entsprechen. Zum Beispiel können die Kühlmechanismen von der Art einer Luftkühlung, die Kühlbleche oder ein Kaltluftgebläse verwendet, einer Wasserkühlung unter Verwendung von Kühlwasserröhren oder einer elektronischen Kühlung mittels Peltier-Geräten sein. Die Kühlmechanismen ermöglichen es, die Temperaturen von Einspritzendabschnitten aus geschmolzenem Kunstharz schnell niedriger als Normaltemperatur zu machen, wodurch das Hartwerden von geschmolzenem Kunstharz lokal beschleunigt wird.

Obwohl in der beispielhaften Ausführungsform das Spritzwerkzeug 33 vom Typ mit horizontaler Teilung ist, kann es vom Typ mit vertikaler Teilung sein.

Gemäß der oben beschriebenen wassersperrenden Struktur ist das Verschlussstück 13 in einem Stück mit einem Drahtsatz 11 einer Reihe oder Sätzen von Drähten 11 von zwei Reihen geformt, so dass seine oder ihre Abschnitte in seiner oder ihrer Ausdehnungsrichtung umgeben sind.

Wie es in 7A gezeigt ist, wird die den Teil 17 des Verschlussstücks 13 bildende, äußere Umfangsform so ausgebildet, dass sie eine vorgeschriebene Form annimmt (in der beispielhaften Ausführungsform eine Trapezform in einer Schnittansicht), die an die innere Umfangsform des Drahtdurchführungsabschnitts 19 angepasst ist. Das heißt, das Verschlussstück 13 ist so ausgebildet, dass es eine gewünschte Form besitzt, die an die Öffnungsform des Drahtdurchführungsabschnitts 19 angepasst ist.

Weil der Drahtsatz 11 durch Anordnung einer Vielzahl von Drähten 15 in einer Reihe nebeneinanderliegend in einer Richtung des Durchmessers der Drähte 15, wie in 7B gezeigt, gebildet ist, wird kein Zwischenraum gebildet, der nicht mit Kunststoff gefüllt ist und durch drei oder mehrere Drähte 15 umgeben ist. So wird der Raum zwischen angrenzenden Drähten 15 gefüllt, und das Eindringen von Wasser in den Raum zwischen benachbarten Drähten 15 kann zuverlässig verhindert werden.

Die wassersperrende Struktur kann einen Zustand verwirklichen, der nahe an völlig wasserdicht herankommt, indem als Hartharzwerkstoff des Verschlussstücks 13 ein Werkstoff verwendet wird, der an dem Drahtüberzug anhaftet. Obwohl es unvermeidlich ist, dass Abschnitte vorkommen, in denen sich die Drähte 15 miteinander in Kontakt befinden, sind sie sehr klein und die Drähte 15 befinden sich in engem Kontakt damit. Somit wird ein hohes Schutzvermögen gegen das Eindringen von Wasser erreicht. Vom Standpunkt der Verwendungen des Verschlussstücks 13 ist es jedoch geeignet, einen Werkstoff zu wählen, der nicht teuer und leicht zu formen ist, und es nicht immer notwendig ist, völlig wasserdicht auszuführen.

Indem Hartharz wie ein technischer Kunststoff hergestellt ist und daher formfest ist, kann das Verschlussstück 13 mit vorgeschriebener Festigkeit an dem fest eingebauten Gehäuse 21 oder dem oberen und dem unteren Gehäuse 21a und 21b befestigt werden, welches oder welche mit dem Drahtdurchführungsabschnitt 19 ausgebildete Trennwände ist oder sind. Das Eindringen von Wasser durch den Zwischenraum zwischen dem Verschlussstück 13 und dem Drahtdurchführungsabschnitt 19 kann verhindert werden, indem ein Dichtungsschwamm oder ein Gummielement an der inneren Umfangsfläche des Drahtdurchführungsabschnitts 14 angeklebt wird.

Das Verschlussstück 13 wird in einheitlicher Weise unter Verwendung von Hartharz geformt, das mit einem geringen Druck aus der Niederdruck-Spritzgießmaschine 31, die von gewöhnlichen Spritzgießmaschinen abweichend ist, eingespritzt wird. Beim Formen durch die Niederdruck-Spritzgießmaschine 31 ist der Einspritzdruck von geschmolzenem Kunstharz niedriger als beim Formen durch gewöhnliche Spritzgießmaschinen, und daher kann der Einfluss von Wärme auf die Drähte 15 beim Formen des Verschlussstücks 13 unterdrückt werden. Ferner kann beim Formen durch die Niederdruck-Spritzgießmaschine 31 der Maßstab einer Anlage kleiner gemacht werden als beim Formen durch übliche Spritzgießmaschinen.

Mit der oben beschriebenen wassersperrenden Struktur können die kleinen Spalte zwischen den flachen, Grat schneidenden Teilen 55 des Spritzwerkzeugs 33 und den an sie angrenzenden Drähten 15 offengehalten werden, weil geschmolzenes Kunstharz nicht zum Austreten neigt, während das Verschlussstück 13 so geformt wird, dass es den Drahtsatz 11 umgibt. In diesem Fall kann eine gute wasserhemmende Schutzstruktur erzielt werden, indem die Drähte 15 auf enge Drähte von 0,35 Quadrat (Millimeter) oder weniger mit einer sehr kleinen Abweichung des Drahtdurchmessers beschränkt werden.

Wie oben beschrieben, wird beim Herstellungsverfahren eines Kabelbaums gemäß der beispielhaften Ausführungsform geschmolzenes Kunstharz bei einem geringen Druck eingespritzt, das daher nicht dazu neigt auszutreten, weil das Verschlussstück 13 bei einem geringen Druck durch die Niederdruck-Spritzgießmaschine 31 geformt wird.

Dies wird nachstehend in einer spezielleren Weise beschrieben. Wenn ein Drahtsatz 11 einer Reihe in den kabelbaumaufnehmenden Abschnitt 56b der unteren Matrize 53 eingesetzt wird und die obere Matrize 51 und die untere Matrize miteinander befestigt sind, so dass der einreihige Drahtsatz 11 dazwischen parallel zu diesen festgehalten wird, befinden sich die flachen, Grat schneidenden Teile 55, die in den äußeren Endabschnitten gebildet sind, außerhalb des Hohlraums 57 auf beiden Seiten in der Ausdehnungsrichtung des Drahtsatzes 11. In den Hohlraum 57 wird mit einem geringen Druck geschmolzenes Kunstharz in einem Zustand eingespritzt, bei dem die Spalte zwischen den flachen, Grat schneidenden Teilen 55 und den ihnen benachbarten Drähten 15 offengehalten sind. Zu diesem Zeitpunkt wird, weil das geschmolzene Kunstharz in den Hohlraum 57 mit einem geringen Druck eingespritzt wird und daher nicht zum Austreten neigt, ein Austritt durch die Spalte zwischen den flachen, Grat schneidenden Teilen 55 und den an sie angrenzenden Drähten 15 verhindert, um eine Ausbildung von Graten zu unterdrücken.

Deshalb ist es nicht notwendig, Grat schneidende Teile 63 vorzusehen, von denen jeder eine Vielzahl von Vorsprüngen 61 mit scharfen Spitzen aufweist und mit den äußeren Umfangsflächen der Drähte 15 in engen Kontakt gebracht werden soll, wie in kabelbaumaufnehmenden Abschnitten 67a und 67b, die in einer oberen Matrizentrennfläche 62a einer oberen Matrize 62 und in einer unteren Matrizentrennfläche 64a einer unteren Matrize 64 eines Spritzwerkzeugs 60 eines in 9 gezeigten Vergleichsbeispiels ausgebildet sind.

Daher kann das in der beispielhaften Ausführungsform eingesetzte Spritzwerkzeug 33 eine Gratbildung unterdrücken, selbst wenn die Grat schneidenden Teile 55 der oberen Matrize 51 und der unteren Matrize 53 Formen annehmen, die an flache Formen nahe herankommen. Dies wird nachstehend in einer spezielleren Weise beschrieben. Wenn in den Hohlraum 57 geschmolzenes Kunstharz in einem Zustand eingespritzt wird, bei dem schmale Spalte zwischen den flachen, Grat schneidenden Teilen 55 und Drähten 15, die an die Grat schneidenden Teile 55 angrenzen, vorgesehen sind, wird ein Teil des geschmolzenen Kunstharzes, das aus dem Hohlraum durch die Spalte leicht ausgetreten ist, sofort fest, um einen Versiegelungsabschnitt 14 (siehe 3) zu bilden, wodurch ein weiterer Austritt von geschmolzenem Kunstharz aus dem Hohlraum 57 verhindert wird. Und es wird möglich, geschmolzenes Kunstharz in den Hohlraum 57 mit einem vorgeschriebenen Druck zu füllen. Infolgedessen gibt es nicht die Wahrscheinlichkeit, dass die Überzüge der Drähte 15 zerkratzt werden, wenn der Drahtsatz 11 in die kabelbaumaufnehmenden Abschnitte 56a und 56b des Spritzwerkzeugs 33 eingesetzt werden. Dies macht eine sorgfältige Handhabung unnötig und erhöht damit die Arbeitsleistung zur Formung des Verschlussstücks 13 der wassersperrenden Struktur. Folglich kann eine wassersperrende Struktur mit einer nicht teuren Anlage durch leichte Arbeit verwirklicht werden.

In einem Spritzwerkzeug 33A gemäß einer Modifizierung der in 8B gezeigten beispielhaften Ausführungsform besitzt jeder Grat schneidende Teil 55 eines kabelbaumaufnehmenden Abschnitts 58b der unteren Matrize 53A einen nach innen gewölbten Abschnitt, der geeignet ist, einen Drahtsatz 11 einer Reihe einzuschließen, wobei seine Tiefe von einer unteren Matrizentrennfläche 53a größer ist als der Durchmesser jedes Drahtes 15. Andererseits weist jeder Grat schneidende Teil 55 eines kabelbaumaufnehmenden Abschnitts 58a einer oberen Matrize 51A einen nach außen gewölbten Abschnitt auf, der in den zugeordneten nach innen gewölbten Abschnitt passt und von einer oberen Matrizentrennfläche 51a um eine vorgeschriebene Länge hervorsteht. In einem Spritzwerkzeugeinspannschritt wird der einreihige Drahtsatz 11, der in den Grat schneidenden Teilen 55 der unteren Matrize 53A eingeschlossen ist, durch die nach außen gewölbten Abschnitte der Grat schneidenden Teile 55 der oberen Matrize 51A gepresst und in die Halterichtung gedrückt.

Deshalb können im Herstellungsverfahren eines Kabelbaums, wo das Spritzwerkzeug 33A der beispielhaften Ausführungsform eingesetzt wird, die obere Matrize 51A und die untere Matrize 53A miteinander in einem Zustand befestigt werden, bei dem ein Drahtsatz 11 einer Reihe in den nach innen gewölbten Abschnitten der Grat schneidenden Teile 55 der unteren Matrize 53A eingeschlossen ist. Deshalb kann der Drahtsatz 11 leicht in den kabelbaumaufnehmenden Abschnitt 58b gesetzt werden, und die Drähte sind weniger anfällig dafür, dass zum Zeitpunkt der Spritzwerkzeugeinspannung ein unsachgemäßer Knick auftritt, wodurch die Arbeitsleistung zum Formen des Verschlussstücks 13 der wassersperrenden Struktur weiter erhöht wird.

Zum Zeitpunkt der Spritzwerkzeugeinspannung wird der Drahtsatz 11 einer Reihe, die in den nach innen gewölbten Abschnitten der Grat schneidenden Teile 55 aufgenommen ist, gepresst und durch die nach außen gewölbten Abschnitte der Grat schneidenden Teile 55 der oberen Matrize 51A in die Halterichtung gedrückt. Die Folge davon ist, dass die Überzüge der Drähte 15 durch elastische Verformung zerdrückt, werden, wodurch die Spalte zwischen den flachen, Grat schneidenden Teilen 55 und den an sie angrenzenden Drähten verringert werden können, wobei die Drähte 15 des einreihigen Drahtsatzes 11 ausgezeichnet angeordnet werden können, was ein verbessertes Aussehen bedeutet.

In einem Spritzwerkzeug 33B nach einer anderen Modifizierung der in 8C gezeigten beispielhaften Ausführungsform weist jeder Grat schneidende Teil 55 eines kabelbaumaufnehmenden Abschnitts 59b einer unteren Matrize 53B einen ersten nach innen gewölbten Abschnitt auf, der geeignet ist, die Drähte 15 eines Drahtsatzes 11 einer Reihe anzuordnen, wobei dessen Tiefe von einer unteren Matrizentrennfläche 53a ungefähr der Hälfte des Durchmessers jeden Drahtes 15 entspricht. Andererseits weist jeder Grat schneidende Teil 55 eines kabelbaumaufnehmenden Abschnitts 59a einer oberen Matrize 51B einen zweiten nach innen gewölbten Abschnitt auf, der dem zugeordneten ersten, nach innen gewölbten Abschnitt gegenüberliegt, wobei dessen Tiefe von einer oberen Matrizentrennfläche 51a ungefähr der Hälfte des Durchmessers jedes Drahtes 15 entspricht. In einem Spritzwerkzeugeinspannschritt wird der einreihige Drahtsatz 11, der in den Grat schneidenden Teilen 55 der unteren Matrize 53B eingeschlossen ist, durch die zweiten nach innen gewölbten Teile der Grat schneidenden Teile 55 der oberen Matrize 51B gepresst und in die Halterichtung gedrückt.

Deshalb können bei dem Herstellungsverfahren eines Kabelbaums, welches das Spritzwerkzeug 33B der beispielhaften Ausführungsform verwendet, die obere Matrize 51B und die untere Matrize 53B in einem Zustand aneinander befestigt werden, bei dem die Drähte 15 eines Drahtsatzes 11 einer Reihe in den ersten nach innen gewölbten Abschnitten der gratbildenden Teile 55 der unteren Matrize 53B angeordnet sind. Weil der Drahtsatz 11 leicht in den kabelbaumaufnehmenden Abschnitt 59b gesetzt werden kann, wird die Arbeitsleistung zum Formen des Verschlussstücks 13 der wassersperrenden Struktur erhöht.

Gemäß der in 1B und 5 dargestellten wassersperrenden Struktur sind die Drahtsätze 11 in einer Vielzahl von Reihen angeordnet, so dass sie im Abstand voneinander in der Richtung angeordnet sind, die die Richtung schneidet, in welcher die Drähte 15 nebeneinanderliegend angeordnet sind. Infolgedessen kann ein Verschlussstück 13, das ein hohes Schutzvermögen gegen Eindringen von Wasser aufweist, auch in dem Fall geformt werden, ohne nicht mit Kunstharz gefüllte Zwischenräume 70 zu bilden, wo die Anzahl von Drähten 15 größer ist als die Anzahl von Drähten 15, die einen Drahtsatz 11 einer Reihe bilden.

Wie in 10 gezeigt ist, weist ein Verschlussstück 13A einer wassersperrenden Struktur gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform in einem Stück geformte Eingriffsabschnitte 65 auf, die mit dem fest eingebauten Gehäuse 21 des mit dem Drahtdurchführungsabschnitt 19 ausgebildeten, wasserhemmenden Gehäuses 100 in Eingriff gebracht werden sollen. Die Eingriffsabschnitte 65 ist ein Paar von Befestigungsflanschen, die von den jeweiligen zwei Enden in Richtung der Breite des Verschlussstücks 13A hervorstehen und jeweilige Schraubenlöcher 66 besitzen.

Weil die Eingriffsabschnitte 65, die mit dem fest eingebauten Gehäuse 21, welches mit dem Drahtdurchführungsabschnitt 19 ausgebildet ist, in Eingriff zu bringen sind, unter Verwendung von Hartharz mit dem Verschlussstück 13 in einem Stück geformt sind, kann mit dieser wassersperrenden Struktur das Verschlussstück 13 direkt an dem Drahtdurchführungsabschnitt 19 festgelegt werden. Das heißt, das Verschlussstück 13 kann kräftig an dem Dichtungskasten 100 festgesetzt werden, indem Befestigungsschrauben, die jeweils durch die Schraubenlöcher 66 der Eingriffsabschnitte 65 eingesetzt werden, in das fest eingebaute Gehäuse 21 eingeschraubt werden.

Die in der beispielhaften Ausführungsform verwendeten Eingriffsabschnitte 65 sind nicht auf Befestigungsflansche beschränkt und können Elemente mit Befestigungsformen oder Positionierformen sein, die für das fest eingebaute Gehäuse 21 geeignet sind. Außerdem können Schraubenmuttern, Bolzen oder dergleichen in den jeweiligen Eingriffsabschnitten 65 umspritzt sein.

Die wassersperrende Struktur kann das Verschlussstück 13 mit einer beliebigen Form aufnehmen, solange es in dem Hohlraum 57 des Spritzwerkzeugs 33 geformt werden kann, weil die Matrize 13 durch Einspritzen von geschmolzenem Kunstharz bei einem geringen Druck in den Hohlraum 57 des Spritzwerkzeugs 33 geformt wird. Zum Beispiel ist es möglich, eine wassersperrende Struktur zu bilden, in der ein Verschlussstück in einem röhrenförmigen Abschnitt einer Durchgangstülle mit einem kreisförmigen Drahtdurchführungsabschnitt eingepasst wird durch Formen der einen Teil des Verschlussstücks bildenden äußeren Umfangsform zu einer zylindrischen Form. Auch in diesem Fall kann das kreisförmige Verschlussstück mit Sätzen von Drähten 11 in einer beliebigen Anzahl von Reihen versehen sein.

Ein Verschlussstück 13B einer in 11A gezeigten wassersperrenden Struktur wird gebildet, indem ein Paar von Verschlussstückelementen 13d und 13e, die in einem Stück mit jeweiligen Bestandteilen (Eingriffsabschnitte zum Kombinieren) einer Einbaustruktur 20 geformt sind, miteinander kombiniert wird.

Die Einbaustruktur 20 besteht aus einer Einbauaussparung 16, die in der unteren Fläche des Verschlussstückteils 13d eingesenkt ist, und einem Einbauvorsprung 18, der von der oberen Fläche des Verschlussstückelements 13e vorsteht. Das Verschlussstück 13B wird gebildet, indem die Verschlussstückelemente 13d und 13e direkt miteinander durch Einpressen des Einbauvorsprungs 18 in die Einbauaussparung 16 kombiniert werden.

In der beispielhaften Ausführungsform ist jede Seitenfläche des Einbauvorsprungs 18 mit einer Vielzahl von Presssitzstegen 18a ausgebildet, die zum Zeitpunkt des Einpressens zerdrückt werden und dadurch das Einpressen des Einbauvorsprungs 18 in die Einbauaussparung 16 erleichtern und sichern können.

Mit dieser wassersperrenden Struktur wird das Paar Verschlussstückelemente 13d und 13e, die in einem Stück mit jeweiligen Sätzen von Drähten 11 geformt sind, miteinander kombiniert, wodurch die Vielzahl von Drahtsätzen 11 in einer Vielzahl von Reihen angeordnet ist, so dass sie in der Richtung, die die Richtung schneidet, in der die Drähte 15 nebeneinanderliegend angeordnet sind, im Abstand voneinander angeordnet sind. Infolgedessen kann auch in dem Fall, wo die Anzahl von Drähten 15 größer ist als die Anzahl von Drähten 15, die einen Drahtsatz 11 einer Reihe bilden, ein Verschlussstück 13B ausgebildet werden, das eine hohe Funktionsfähigkeit besitzt zur Verhinderung, dass Wasser eindringt, ohne nicht mit Kunstharz gefüllte Zwischenräume 70 zu bilden.

Ein Verschlussstück 13C einer in 11B gezeigten wassersperrenden Struktur wird gebildet, indem ein Paar Verschlussstückelemente 13g und 13h kombiniert wird, von denen jedes in einem Stück mit Bestandteilen (Eingriffsabschnitte zum Kombinieren) von Verriegelungsmechanismen 26 geformt ist.

Jeder Verriegelungsmechanismus 26 besteht aus einem Verriegelungsarm 22, der von einer Seitenfläche des Verschlussstückelements 13g hervorsteht, und einem Verriegelungsvorsprung 24, der von einer Seitenfläche des Verschlussstückelements 13h hervorsteht. Das Verschlussstück 13C wird gebildet, indem die Verschlussstückelemente 13g und 13h miteinander durch Verriegeln der Verriegelungsarme 22 auf den jeweiligen Verriegelungsvorsprüngen 24 direkt kombiniert werden.

Obwohl in der beispielhaften Ausführungsform das Paar Verriegelungsmechanismen 26 auf den Seitenflächen des Verschlussstückes 13C an diagonalen Positionen vorgesehen ist, können zwei oder mehrere Paare Verriegelungsmechanismen 26 auf den Seitenflächen des Verschlussstückes 13C vorgesehen sein.

Mit dieser wassersperrenden Struktur wird das Paar Verschlussstückelemente 13g und 13h, die in einem Stück mit jeweiligen Drahtsätzen 11 geformt sind, miteinander kombiniert, wodurch die Vielzahl Drahtsätze 11 in einer Vielzahl von Reihen angeordnet ist, so dass sie voneinander im Abstand in der Richtung angeordnet sind, die die Richtung schneidet, in welcher die Drähte 15 nebeneinanderliegend angeordnet sind. Infolgedessen kann auch in dem Fall, wo die Anzahl von Drähten 15 größer ist als die Anzahl von Drähten 15, die einen Drahtsatz 11 einer Reihe bilden, ein Verschlussstück 13C ausgebildet werden, dass eine hohe Funktionsfähigkeit besitzt zur Verhinderung, dass Wasser eindringt, ohne nicht mit Kunstharz gefüllte Zwischenräume 70 zu bilden.

Die Verschlussstückelemente 13d und 13e (oder 13g und 13h) werden in einem Stück in ihrer Ausdehnungsrichtung mit Teilen einer Vielzahl von Sätzen von Drähten 11 geformt, so dass sie diese Teile jeweils umgeben, und dann miteinander zu dem Verschlussstück 13 (oder 13C) kombiniert, um die wassersperrende Struktur zu bilden. Deshalb kann ein Fall auftreten, dass die Einbaurichtung der Verschlussstückelemente 13d und 13e (oder 13g und 13d) vorgeschrieben ist. Daher kann die Einbaurichtung der miteinander zu kombinierenden Verschlussstückelemente 13d und 13e (oder 13g und 13h) mit einem, irrtümliches Einpassen verhindernden Mechanismus, der zum Beispiel aus asymmetrischen Stegvorsprüngen und Stege enthaltenden Aussparungen besteht, versehen sein.

Außerdem kann ein Verschlussstück ausgebildet werden, indem drei oder mehrere Verschlussstückelemente, die in einem Stück mit jeweiligen Eingriffsabschnitten geformt sind, direkt miteinander kombiniert werden.

Ein Verschlussstück 13D einer in 12A und 12B gezeigten, wassersperrenden Struktur wird in einem Stück geformt, so dass es eine den Teil 17 bildende äußere Umfangsform, die an die innere Umfangsform des Drahtdurchführungsabschnitts 19 angepasst ist, und ein Paar von Seitenflächen 13a und 13b aufweist, die in der Ausdehnungsrichtung eines Drahtsatzes 11 angeordnet sind. Vorsprungsteile 15a von jeweiligen Drähten 15 stehen von der Seitenfläche 13a des Verschlussstückes 13D hervor, und Vorsprungsteile 15b der jeweiligen Drähte 15 stehen von der Seitenfläche 13b des Verschlussstückes 13D hervor. Eine Mittelachse C1 der Vorsprungsteile 15a und eine Mittelachse C2 der Vorsprungsteile 15b sind durch eine Abmessung h in der Höhenrichtung (in der Figur Richtung von oben nach unten) voneinander verschoben.

Deshalb erstrecken sich die im Verschlussstück 13D vergrabenen Teile der jeweiligen Drähte 15 nicht gerade, sondern sind in gewissem Grade frei gekrümmt, um Reibung größer zu machen, infolgedessen die Fähigkeit des Verschlussstückes 13D, die Drähte 15 gegen eine Belastung, die die Drähte 15 herauszieht, festzuhalten, höher gemacht wird als in einem Fall, bei dem Teile von Drähten 15 so vergraben sind, dass sie sich gerade erstrecken. Die Folge davon ist, dass das Verschlussstück 13D die Fähigkeit erhöhen kann, die Drähte 15 gegen eine sie herausziehende Belastung festzuhalten, ohne einen Werkstoff auswählen zu müssen, der an den Überzügen der Drähte 15 anhaftet.

In einem Verschlussstück 13E einer in 13 gezeigten wassersperrenden Struktur sind Mittelachsen C1 und C2 von Teilen 15a und 15b der Drähte 15, die durch ein Paar von Seitenflächen 13a und 13b verlaufen und an Seiten längs der Ausdehnungsrichtung eines Drahtsatzes 11 hervorstehen, um eine Abmessung s in Richtung der Breite (in 13 Richtung von oben nach unten) voneinander verschoben.

Deshalb erstrecken sich die im Verschlussstück 13E vergrabenen Teile der jeweiligen Drähte 15 nicht gerade, sondern sind in gewissem Grade frei gekrümmt, um Reibung größer zu machen, infolgedessen die Fähigkeit des Verschlussstückes 13E, die Drähte 15 gegen eine sie herausziehende Belastung festzuhalten, höher gemacht wird als in einem Fall, bei dem Teile von Drähten 15 so vergraben sind, dass sie sich gerade erstrecken.

Die Mittelachsen C1 und C2 der vorstehenden Teile 15a und 15b von Drähten 15 sind voneinander verschoben, so dass eine gerade Linie gebildet wird. Die Abweichungsrichtung ist nicht auf die oben erwähnte Höhenrichtung oder Breitenrichtung beschränkt.

Beim Formen des Verschlussstückes 13D oder 13E mögen die Positionen, an denen die Grat schneidenden Teile 55, die in der oberen Matrize 51 und der unteren Matrize 53 des oben beschriebenen Spritzwerkzeugs 33 (siehe 6) in den äußeren Endabschnitten ausgebildet sind, außerhalb des Hohlraums 57 auf beiden Seiten in Ausdehnungsrichtung eines Drahtsatzes 11 angeordnet sind, voneinander versetzt sein. Die Positionen der in dem Hohlraum 57 angeordneten Teile der Drähte 15, die durch die Grat schneidenden Teile 55 festgehalten werden, müssen nicht genau eingestellt sein, wobei sich diese Teile der Drähte 15 im Hohlraum 57 nicht gerade erstrecken.

Ein Kabelbaum nach einem Referenzbeispiel der Erfindung gemäß 14 ist mit einem Draht 15 und einem drahteinbettenden Körper 113 ausgestattet, der in einem Stück mit dem Draht 15 unter Verwendung von Hartharz geformt wird, so dass er einen Teil in seiner Ausdehnungsrichtung des Drahtes 15 umgibt.

Der drahteinbettende Körper 113 ist ein Teil jedes von verschiedenen Produkten, die in einem Stück mit dem Draht 15 wie eine Klammer und ein Drahtschutzelement geformt werden, und so geformt ist, dass er ein Paar von Seitenflächen 113a und 113b aufweist, die in der Ausdehnungsrichtung des Drahtes 15 angeordnet sind. Vorsprungsteile 15a und 15b des Drahtes 15 stehen von den jeweiligen Seitenflächen 113a und 113b des drahteinbettenden Körpers 113a hervor, wobei die Mittelachsen C1 und C2 der jeweiligen vorstehenden Teile 15a und 15b voneinander in Richtung der Höhe (in 14 die Höhe von oben nach unten) voneinander verschoben sind.

Der in dem drahteinbettenden Körper 113 eingegrabene Teil des Drahtes 15 erstreckt sich nicht gerade, sondern ist in gewissem Grade frei gekrümmt, um Reibung zu erhöhen, infolgedessen die Fähigkeit des drahteinbettenden Körpers 113, den Draht 15 gegen eine Belastung, die den Draht 15 herauszieht, höher gemacht ist als in einem Fall, bei dem ein Teil eines Drahtes 15 vergraben ist, so dass er sich gerade erstreckt. Infolgedessen kann der drahteinbettende Körper 113 die Fähigkeit zum Festhalten des Drahtes 15 gegen eine Belastung, ihn herauszuziehen, erhöhen, ohne einen Werkstoff auswählen zu müssen, der an dem Überzug des Drahtes 15 anhaftet.

Beim Formen des drahteinbettenden Körpers 113 genügt es, dass die Positionen, an denen die Grat schneidenden Teile, die in einer oberen Matrize und einer unteren Matrize eines Spritzwerkzeugs (nicht gezeigt) in äußeren Endabschnitten ausgebildet sind, außerhalb eines Hohlraums auf beiden Seiten in Ausdehnungsrichtung eines Drahts 15 angeordnet sind und zum Festhalten des Drahtes 15 dienen, voneinander versetzt sein mögen. Die Position des in dem Hohlraum angeordneten Teils des Drahtes 15, dessen äußeren Abschnitte durch die Grat schneidenden Teile festgehalten werden, müssen nicht genau eingestellt sein, wobei sich dieser Teil des Drahtes 15 im Hohlraum nicht gerade erstreckt.

Wie oben beschrieben, können die wassersperrenden Strukturen eines Kabelbaums und die Herstellungsverfahren eines Kabelbaums nach den beispielhaften Ausführungsformen das Eindringen von Wasser aus dem Drahtdurchführungsabschnitt 19 mühelos einschränken.

Einige Aspekte der wassersperrenden Strukturen eines Kabelbaums und der Herstellungsverfahren eines Kabelbaums gemäß beispielhafter Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachstehend zusammengefasst.

Es wird eine wassersperrende Struktur eines Kabelbaums bereitgestellt. Die wassersperrende Struktur weist einen Drahtsatz (11) einschließlich einer Vielzahl von Drähten (15), die in mindestens in einer Reihe und nebeneinanderliegend in einer Richtung längs eines Durchmessers der Drähte (15) angeordnet sind, und ein in einem Stück geformtes Verschlussstück (13), das aus Hartharz hergestellt ist, das bei einem geringen Druck spritzgegossen wird, so dass es einen Teil des Drahtsatzes (11) in einer Ausdehnungsrichtung der Drähte (15) umgibt und eine den Teil (17) bildende, äußere Umfangsform aufweist, die an eine innere Umfangsform eines Drahtdurchführungsabschnitts (19), in welchen der Drahtsatz (11) eingesetzt werden soll, angepasst ist.

Die Drahtsätze (11) können in einer Vielzahl von Reihen angeordnet werden, die im Abstand voneinander in einer Richtung angeordnet sind, die die Richtung schneidet, in welcher die Drähte (15) nebeneinanderliegend angeordnet sind.

Das Verschlussstück (13) kann einen in einem Stück geformten Eingriffsabschnitt (65) aufweisen, der mit einer Trennwand (21; 21a, 21b) in Eingriff gebracht werden soll, auf welcher der Drahtdurchführungsabschnitt (19) vorgesehen ist.

Das Verschlussstück kann ein Paar Verschlussstückelemente (13e, 13d; 13g, 13h) enthalten, wobei jedes einen in einem Stück geformten Eingriffsabschnitt (Einbaustruktur 20; Verriegelungsmechanismus 26) aufweist, der mit dem entgegengesetzten Verschlussstückelement (13e, 13d; 13g, 13h) kombiniert werden soll.

Mittelachsen (C1, C2) von Teilen (15a, 15b) des Drahtsatzes (11), die durch ein Paar von Seitenflächen (13a, 13b) des Verschlussstückes (13D) an Seiten verlaufen und von diesen vorstehen, die sich längs der Ausdehnungsrichtung des Drahtsatzes (11) erstrecken, können voneinander verschoben sein.

Das Verschlussstück (13) kann einen Dichtungsabschnitt (14) aufweisen, der zwischen den Drähten (15) vorgesehen ist und in Ausdehnungsrichtung der Drähte (15) von einer Seitenfläche (13a, 13b) des Verschlussstückes (13) hervorsteht, von der sich der Drahtsatz (11) aus dem Verschlussstück (13) heraus erstreckt.

Es wird Verfahren zur Herstellung eines Kabelbaums bereitgestellt. Der Kabelbaum weist einen Drahtsatz (11) auf, der eine Vielzahl von Drähten (15) einschließt, die in mindestens einer Reihe und nebeneinanderliegend in einer Richtung längs eines Durchmessers der Drähte (15) angeordnet sind, und ein Verschlussstück (13), das aus Hartharz hergestellt ist, wobei das Verschlussstück (13) einen Teil des Drahtsatzes (11) in einer Ausdehnungsrichtung der Drähte (15) umgibt und eine den Teil (17) bildende, äußere Umfangsform besitzt, die an eine innere Umfangsform eines Drahtdurchführungsabschnitts (19) angepasst ist, in welchen der Drahtsatz (11) eingesetzt werden soll. Das Verfahren umfasst Schließen einer oberen Matrize (51) und einer unteren Matrize (53) in einem Zustand, bei dem ein Teil des Drahtsatzes (11) in kabelbaumaufnehmende Abschnitte (56a, 56b) der oberen Matrize (51) und der unteren Matrize (53) gelegt wird, wobei jede der oberen Matrize (51) und der unteren Matrize (53) eine Teilungsfläche (obere Matrizentrennfläche 51a, untere Matrizentrennfläche 53b) aufweist, an welcher der kabelbaumaufnehmende Abschnitt (56a, 56b) ausgebildet ist, jeder der kabelbaumaufnehmenden Abschnitte (56a, 56b) einen Hohlraum (57) zum Formen von Verschlussstück (13) und flachen, Grat schneidenden Teilen (55) zum Festhalten eines äußeren Umfangs des Drahtsatzes (11) zwischen der oberen Matrize (51) und der unteren Matrize (53) aufweist, wobei die Grat schneidenden Teile (55) an äußeren Endabschnitten des Hohlraums (57) auf beiden Seiten in der Ausdehnungsrichtung des Drahtsatzes (11) vorgesehen sind, und das Hartharz in einem geschmolzenen Zustand in den Hohlraum (57) bei einem geringen Druck eingespritzt wird.

Jeder der Grat schneidenden Teile (55) der unteren Matrize (53) kann einen nach innen gewölbten Abschnitt aufweisen, der gestaltet ist, um den Drahtsatz (11) aufzunehmen, und jeder der Grat schneidenden Teile (55) der oberen Matrize (51) kann einen flachen Oberflächenabschnitt aufweisen, der dem zugeordneten, nach innen gewölbten Abschnitt gegenüber gelegt werden soll, wobei Schließen der oberen Matrize (51) und der unteren Matrize (53) das Pressen des in dem nach innen gewölbten Abschnitt aufgenommenen Drahtsatzes (11) durch die flachen Oberflächenabschnitte in einer Richtung umfasst, in welcher der Drahtsatz (11) festgehalten wird.

Nach einem anderen Aspekt umfasst ein Kabelbaum einen Draht (15) und einen in einem Stück geformten und drahteinbettenden Körper (113), der aus Hartharz hergestellt ist und einen Teil des Drahtes in einer Ausdehnungsrichtung des Drahtes umgibt. Mittelachsen (C1, C2) von Teilen (15a, 15b) des Drahtes (15), die aus einem Paar von Seitenflächen (113a, 133b) des drahteinbettenden Körpers auf Seiten längs der Ausdehnungsrichtung des Drahtes (15) hervorstehen, sind voneinander verschoben.

Während die vorliegende Erfindung mit Bezug auf eine bestimmte beispielhafte Ausführungsform davon beschrieben wurde, ist der Umfang der vorliegenden Erfindung nicht auf die oben beschriebene beispielhafte Ausführungsform beschränkt, und dem Fachmann erschließt sich, dass verschiedene Änderungen und Modifizierungen daran vorgenommen werden können, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung, wie durch die angefügten Ansprüche definiert, abzuweichen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • JP 2001-172412 A [0005]
  • JP 2010-260297 A [0048]
  • JP 2012-030429 A [0048]
  • JP 2013-103492 A [0048]