Title:
Ventilanker für ein Magnetventil und korrespondierendes Magnetventil
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Die Erfindung betrifft einen Ventilanker (10) für ein Magnetventil, mit einem Grundkörper (11) und einem mit einem Ventilsitz zusammenwirkenden Stößel (20), wobei der Grundkörper (11) und der Stößel (20) über eine Verbindungsvorrichtung (30) miteinander verbunden sind, sowie ein Magnetventil mit einem solchen Ventilanker (10). Erfindungsgemäß weist die Verbindungsvorrichtung (30) mindestens ein am Stößel (20) angeordnetes erstes Rastelement (31) und mindestens ein am Grundkörper (11) angeordnetes zweites Rastelement (32) auf, wobei die Rastelemente (31, 32) eine formschlüssige und/oder kraftschlüssige Rastverbindung ausbilden.





Inventors:
Haeusser, Bernd (74382, Neckarwestheim, DE)
Application Number:
DE102016205988A
Publication Date:
10/12/2017
Filing Date:
04/11/2016
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:
H01F7/124; F16B1/02; F16K31/06
Domestic Patent References:
DE102007051557A1N/A2009-04-30
Claims:
1. Ventilanker (10) für ein Magnetventil, mit einem Grundkörper (11) und einem mit einem Ventilsitz zusammenwirkenden Stößel (20), wobei der Grundkörper (11) und der Stößel (20) über eine Verbindungsvorrichtung (30) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (30) mindestens ein am Stößel (20) angeordnetes erstes Rastelement (31) und mindestens ein am Grundkörper (11) angeordnetes zweites Rastelement (32) aufweist, wobei die Rastelemente (31, 32) eine formschlüssige und/oder kraftschlüssige Rastverbindung ausbilden.

2. Ventilanker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine erste Rastelement (31) oder das mindestens eine zweite Rastelement (32) als federelastischer Rastbügel (31.1) ausgeführt ist.

3. Ventilanker nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zweite Rastelement (32) oder das mindestens eine erste Rastelement (31) als Rastkante (32.2) ausgeführt ist.

4. Ventilanker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (20) als Kunststoffspritzgussteil ausgeführt ist, an welches das mindestens eine als Rastbügel (31.1) ausgeführte erste Rastelement (31) angeformt ist.

5. Ventilanker nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (11) als Metallteil ausgeführt ist, wobei das mindestens eine als Rastkante (32.2) ausgeführte zweite Rastelement (32) in den Grundkörper (11) eingebracht ist.

6. Ventilanker nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine als Rastbügel (31.1) ausgeführte erste Rastelement (31) an einer Außenwand (11.3) des Grundkörpers (11) anliegt.

7. Ventilanker nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei als Rastbügel (31.1) ausgeführte erste Rastelemente (31) einander gegenüberliegend angeordnet sind und mit mindestens zwei korrespondierenden einander gegenüberliegend angeordneten Rastkanten (31.2) die korrespondierenden Rastverbindungen ausbilden.

8. Ventilanker nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (20) und der Grundkörper (11) zusätzlich über einen Pressverband (12) miteinander verbunden sind.

9. Ventilanker nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (11) eine Aufnahmeöffnung (11.1) an einer dem Stößel (20) zugewandten Stirnwand aufweist, in welche ein dem Grundkörper (11) zugewandter erster Endbereich (22), des Stößels (20) einführbar und einpressbar ist.

10. Magnetventil mit einer Magnetbaugruppe und einer Ventilpatrone, welche eine Ventilhülse, einen in der Ventilhülse axial beweglich gelagerten Ventilanker (11) mit einem Stößel (20) und einen Ventilkörper mit einem Ventilsitz aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilanker (11) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 9 ausgeführt ist.

Description:

Die Erfindung geht aus von einem Ventilanker für ein Magnetventil nach der Gattung des unabhängigen Patentanspruchs 1 sowie von einem Magnetventil nach der Gattung des unabhängigen Patentanspruchs 10.

Aus dem Stand der Technik sind stromlos offene oder geschlossene Magnetventile bekannt, welche beispielsweise als Einlassventile oder Auslassventile in einem Hydraulikaggregat eines Fahrzeugbremssystems eingesetzt werden. Über das Hydraulikaggregat können Steuer- und/oder Regelvorgänge in einem Antiblockiersystem (ABS) oder einem Antriebsschlupfregelsystem (ASR-System) oder einem elektronischen Stabilitätsprogrammsystem (ESP-System) für den Druckaufbau bzw. Druckabbau in korrespondierenden Radbremszangen durchgeführt werden. Solche Magnetventile umfassen eine Magnetbaugruppe und eine Ventilpatrone. Die Ventilpatrone umfasst einen Polkern, eine mit dem Polkern verbundene Führungshülse sowie einen innerhalb der Führungshülse gegen die Kraft einer Rückstellfeder zwischen einer Geschlossenposition und einer Offenposition axial beweglich geführten Ventilanker. Der Ventilanker kann einen Grundkörper und einen Stößel aufweisen. Der Stößel wirkt in der Geschlossenposition dichtend mit einem Ventilsitz zusammen und unterbricht eine Fluidströmung zwischen mindestens einer ersten Strömungsöffnung und mindestens einen zweiten Strömungsöffnung. In der Offenposition ist der Stößel vom Ventilsitz abgehoben und ermöglicht die Fluidströmung zwischen der mindestens einen ersten Strömungsöffnung und der mindestens einen zweiten Strömungsöffnung. Durch die Bestromung der Magnetbaugruppe wird eine Magnetkraft erzeugt, welche den Grundkörper mit dem Stößel bei einem unbestromt offenen Magnetventil von der Offenposition in die Geschlossenposition bewegt bis der Stößel auf den korrespondierenden Ventilsitz trifft und diesen abdichtet. Im unbestromten Zustand bewegt die Rückstellfeder den Grundkörper mit dem Stößel und der Stößel hebt vom Ventilsitz ab und gibt diesen frei. Bei einem unbestromt geschlossenen Magnetventil wird der Grundkörper mit dem Stößel durch die Bestromung der Magnetbaugruppe von der Geschlossenposition in die Offenposition bewegt und der Stößel hebt aus dem Ventilsitz ab und gibt diesen frei. Wird der Strom abgeschaltet, dann bewegt die Rückstellfeder den Grundkörper mit dem Stößel in Richtung Ventilsitz bis der Stößel auf den Ventilsitz trifft und diesen abdichtet.

In der Offenlegungsschrift DE 10 2007 051 557 A1 wird beispielsweise ein stromlos geschlossenes Magnetventil für eine schlupfgeregelte, hydraulische Fahrzeugbremsanlage beschrieben. Das Magnetventil umfasst einen auch als Ventilpatrone bezeichneten hydraulischen Teil, welcher teilweise in einer abgestuften Bohrung eines Ventilblocks angeordnet ist, und einen elektrischen Teil, welcher im Wesentlichen aus einer Magnetbaugruppe gebildet ist, welche auf den aus dem Ventilblock ragenden Teil der Ventilpatrone aufgesteckt ist. Die Magnetbaugruppe umfasst einen Spulenkörper mit einer elektrischen Wicklung, einen magnetflussleitenden Spulenmantel und eine magnetflussleitende Ringscheibe. Der hydraulische Teil weist eine Führungshülse auf, welche an ihrem dem elektrischen Teil zugewandten Ende mit einem eingepressten und fluiddicht verschweißten Polkern verschlossen ist. In der Führungshülse ist ein längsverschiebbarer Anker aufgenommen, welcher mit einer Rückstellfeder am Polkern abgestützt ist. Polkernabgewandt weist der Anker einen in einer Vertiefung angeordneten kugelförmigen Schließkörper auf. Am polkernabgewandten Ende ist in die Führungshülse eine topfförmige Ventilhülse mit einem zylindrischen Mantel und einem Boden eingepresst. Die Ventilhülse weist am Boden einen Durchgang sowie einen hohlkegelförmigen Ventilsitz auf, welcher mit dem Schließkörper ein Sitzventil ausbildet. Mit dem Sitzventil ist eine Fluidverbindung zwischen dem Durchgang am Boden der Ventilhülse und mindestens einem Durchgang im Mantel der Ventilhülse schaltbar ausgeführt. Zudem ist außen am Mantel der Ventilhülse ein Radialfilter angeordnet, um Schmutzpartikel aus der Fluidströmung zu filtern. Die Führungshülse kann mittels einer Befestigungsbuchse in der Stufenbohrung des Ventilblocks verstemmt werden.

Offenbarung der Erfindung

Der erfindungsgemäße Ventilanker für ein Magnetventil mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, dass durch eine Rastverbindung, welche einen Stößel und einen Grundkörper formschlüssig und/oder kraftschlüssig miteinander verbindet, ein zuverlässiges Öffnen und Schließen des korrespondierenden Magnetventils erzielt werden kann. Durch den Einsatz von mindestens einem am Stößel angeordneten ersten Rastelement und mindestens einem am Grundkörper angeordneten zweiten Rastelement, wobei das mindestens eine erste Rastelement und das mindestens eine zweite Rastelement die formschlüssige und/oder kraftschlüssige Rastverbindung ausbilden, kann ein Lösen des Stößels vom Grundkörper bei einer Bestromung das Magnetventils oder beim Wirken einer Federkraft zumindest erschwert oder vollständig unterbunden werden. Hierbei kann bei einem stromlos geschlossenen Magnetventil der Grundkörper von einem Polkern angezogen werden und der mit dem Grundkörper verbundene Stößel hebt sich vom Ventilsitz ab. Alternativ kann bei einem stromlos offenen Magnetventil der Grundkörper von der Federkraft eines Federelements bewegt werden, wobei sich der mit Grundkörper verbundene Stößel vom Ventilsitz abhebt. Das zuverlässige Abheben des Stößels vom Ventilsitz kann in vorteilhafter Weise mit der zuverlässigen Rastverbindung zwischen dem Stößel und dem Grundkörper erzielt werden.

Somit tragen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zur Verbesserung der Zuverlässigkeit des Magnetventils bei. Der von der Rastverbindung gebildete Formschluss und/oder Kraftschluss verbindet den Stößel mit dem Grundkörper unabhängig von herrschenden Temperaturen oder anderen wirkenden äußeren Einflüssen auf den Stößel oder den Grundkörper. Hierbei wirken sich beispielsweise unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten von Stößel und Grundkörper nicht negativ auf die Verbindung aus.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung stellen einen Ventilanker für ein Magnetventil zur Verfügung, welcher einen Grundkörper und einen mit einem Ventilsitz zusammenwirkenden Stößel umfasst. Hierbei weist die Verbindungsvorrichtung mindestens ein am Stößel angeordnetes erstes Rastelement und mindestens ein am Grundkörper angeordnetes zweites Rastelement auf, wobei die Rastelemente eine formschlüssige und/oder kraftschlüssige Rastverbindung ausbilden.

Zudem wird ein Magnetventil mit einer Magnetbaugruppe und einer Ventilpatrone vorgeschlagen, welche eine Ventilhülse, einen Ventilkörper mit einem Ventilsitz und einen solchen in der Ventilhülse axial beweglich gelagerten Ventilanker mit einem Stößel aufweist.

Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen und Weiterbildungen sind vorteilhafte Verbesserungen des im unabhängigen Patentanspruch 1 angegebenen Ventilankers für ein Magnetventil möglich.

In vorteilhafter Ausgestaltung kann das mindestens eine erste Rastelement oder das mindestens eine zweite Rastelement als federelastischer Rastbügel ausgeführt werden. Hierbei kann der Rastbügel eine Rastnase aufweisen, welche mit einer korrespondierenden Gegenkontur verhakt und/oder verrastet. Durch die Federkraft des federelastischen Rastbügels kann in vorteilhafter Weise der Kraftschluss zwischen dem Stößel und dem Grundkörper erzielt werden. Hierbei kann der Stößel oder der Grundkörper den mindestens einen Rastbügel aufweisen.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung kann das mindestens eine zweite Rastelement oder das mindestens eine erste Rastelement als Rastkante ausgeführt werden. Die Rastkante kann in vorteilhafter Weise die Gegenkontur für den Rastbügel bzw. für die Rastnase des Rastbügels ausbilden. Die Rastkante kann als Wulst und/oder als Vorsprung, und/oder als Hinterschnitt und/oder als Kante einer Aussparung und/oder als Kante einer Nut ausgeführt werden.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung kann der Stößel als Kunststoffspritzgussteil ausgeführt werden, an welches das mindestens eine als Rastbügel ausgeführte erste Rastelement angeformt werden kann. In vorteilhafter Weise können Stößel mit unterschiedlichen Abmessungen durch Spritzgießverfahren einfach hergestellt werden. Zudem können Kunststoffspritzgussteile aus Thermoplasten kostengünstig hergestellt werden. Des Weiteren erzeugt ein als Kunststoffspritzgussteil ausgeführter Stößel im Gegensatz zu einem metallischen Stößel beim Auftreffen auf den Ventilsitz weniger Störgeräusche. Dadurch kann in vorteilhafter Weise das beim Schließen auftretende Schließgeräusch reduziert und im optimalen Fall sogar nahezu vollständig unterbunden werden. Des Weiteren ist der als Kunststoffspritzgussteil ausgeführte Stößel leichter als ein vergleichbarer metallischer Stößel. Des Weiteren kann das mindestens eine erste Rastelement beim Kunststoffspritzgießen einfach mit angegossen werden.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung kann der Grundkörper als Metallteil ausgeführt werden, wobei das mindestens eine als Rastkante ausgeführte zweite Rastelement in den Grundkörper eingebracht ist. Die Rastkante kann in vorteilhafter Weise mittels Drehbearbeitung und/oder Fräsbearbeitung und/oder Sintern und/oder Kaltumformen hergestellt werden.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung kann das mindestens eine als Rastbügel ausgeführte erste Rastelement an einer Außenwand des Grundkörpers anliegen. Durch das Anliegen des federelastischen Rastbügels kann in vorteilhafter Weise der Formschluss zwischen dem Grundkörper und dem Stößel umgesetzt werden.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung können mindestens zwei als Rastbügel ausgeführte erste Rastelemente einander gegenüberliegend angeordnet werden und mit mindestens zwei korrespondierenden einander gegenüberliegend angeordneten Rastkanten die korrespondierenden Rastverbindungen ausbilden. In vorteilhafter Weise kann ein dem Stößel zugewandter Endbereich des Grundkörpers zwischen die mindestens zwei Rastbügel geklemmt werden, so dass zu den Rastverbindungen eine weitere formschlüssige und/oder kraftschlüssige Klemmverbindung entstehen kann.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung können der Stößel und der Grundkörper zusätzlich über einen Pressverband miteinander verbunden werden. Hierbei kann der Grundkörper eine Aufnahmeöffnung an einer dem Stößel zugewandten Stirnwand aufweisen, in welche ein dem Grundkörper zugewandter erster Endbereich des Stößels eingeführt und eingepresst werden kann. Beim Einpressen des Stößels in den Grundkörper kann das mindestens eine als Rastbügel mit Rastnase ausgeführte erste Rastelement in das mindestens eine als Rastkante ausgeführte zweite Rastelement einrasten.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. In der Zeichnung bezeichnen gleiche Bezugszeichen Komponenten bzw. Elemente, die gleiche bzw. analoge Funktionen ausführen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Ventilankers.

2 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung eines Stößels des erfindungsgemäßen Ventilankers aus 1.

3 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung eines Grundkörpers des erfindungsgemäßen Ventilankers aus 1.

Ausführungsformen der Erfindung

Eine nicht dargestellte Ventilpatrone für ein Magnetventil weist einen Polkern, eine mit dem Polkern verbundene Führungshülse, einen innerhalb der Führungshülse gegen die Kraft einer Rückstellfeder zwischen einer Geschlossenposition und einer Offenposition axial beweglich geführten Ventilanker 10 auf. Wie aus 1 ersichtlich ist, umfasst der Ventilanker 10 einen Grundkörper 11 und einen Stößel 20, wobei ein Ventilsitz zwischen mindestens einer ersten Strömungsöffnung und mindestens einer zweiten Strömungsöffnung angeordnet ist. Der Stößel 20 wirkt in der Geschlossenposition dichtend mit dem Ventilsitz zusammen und unterbricht eine Fluidströmung zwischen der mindestens einen ersten Strömungsöffnung und der mindestens einen zweiten Strömungsöffnung. In der Offenposition ist der Stößel 20 vom Ventilsitz abgehoben und ermöglicht die Fluidströmung zwischen der mindestens einen ersten Strömungsöffnung und der mindestens einen zweiten Strömungsöffnung.

Wie aus 1 bis 3 ersichtlich ist, umfasst der Ventilanker 10 für ein Magnetventil im dargestellten Ausführungsbeispiel den Grundkörper 11 und den mit dem Ventilsitz zusammenwirkenden Stößel 20, wobei der Grundkörper 11 und der Stößel 20 über eine Verbindungsvorrichtung 30 miteinander verbunden sind. Hierbei weist die Verbindungsvorrichtung 30 mindestens ein am Stößel 20 angeordnetes erstes Rastelement 31 und mindestens ein am Grundkörper 11 angeordnetes zweites Rastelement 32 auf, wobei die Rastelemente 31, 32 eine formschlüssige und/oder kraftschlüssige Rastverbindung ausbilden.

Wie aus 1 bis 3 weiter ersichtlich ist, ist im dargestellten Ausführungsbeispiel das mindestens eine erste Rastelement 31 als federelastischer Rastbügel 31.1 und das mindestens eine zweite Rastelement 32 ist als Rastkante 32.2 ausgeführt. Bei einem alternativen nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist das mindestens eine zweite Rastelement 32 als federelastischer Rastbügel 31.1 und das mindestens eine erste Rastelement 31 als Rastkante 32.2 ausgeführt.

Wie aus 1 und 2 weiter ersichtlich ist, ist der Stößel 20 im dargestellten Ausführungsbeispiel als Kunststoffspritzgussteil ausgeführt, an welchen das mindestens eine als Rastbügel 31.1 ausgeführte erste Rastelement 31 angegossen bzw. angespritzt ist. Das Kunststoffspritzgussteil ist aus einem Thermoplast hergestellt. Es können auch andere geeignete Kunststoffe zur Herstellung des Stößels 20 verwendet werden. Das mindestens eine erste Rastelement 31 weist an einem Endbereich eine Rastnase 31.2 auf. Des Weiteren steht der mindestens eine Rastbügel 31.1 im Wesentlichen senkrecht von einem bolzenförmigen, dem Grundkörper 11 zugewandten ersten Endbereich 22 des Stößels 20 ab und weist eine rechtwinklige Biegung 31.3 auf. Dadurch liegt das mindestens eine als Rastbügel 31.1 ausgeführte erste Rastelement 31 an einer Außenwand 11.3 des Grundkörpers 11 an. In einem alternativen nicht dargestellten Ausführungsbeispiel können die Rastbügel 31.1 auch am Grundkörper 11 angeordnet werden und mit einer Rastkante 32.2 am Stößel 20 die Rastverbindung ausbilden. An einem dem Ventilsitz zugewandten und dem Grundkörper 11 abgewandten zweiten Endbereich 24 des Stößels 20 ist ein Schließkörper 24.2 angeordnet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Schließkörper 24.2 als Kugelkalotte ausgeführt und an den zylinderförmigen Stößel 20 angeformt. Selbstverständlich können auch andere geeignete geometrische Formen für den Schließkörper 24.2 und den Stößel 20 verwendet werden. So kann der Schließkörper 24.2 beispielsweise als Kegel oder als Kegelstumpf ausgeführt werden. Um eine zusätzliche dämpfende Wirkung zu erzielen, kann der Schließkörper 24.2 als Kunststoffspritzgussteil, wie beispielsweise als PEEK-Teil ausgeführt werden. Der Stößel 20 weist an dem, dem Ventilsitz zugewandten und dem Grundkörper 11 abgewandten zweiten Endbereich 24 einen kleineren Außendurchmesser als an dem, dem Grundkörper 11 zugewandten ersten Endbereich 22 auf.

Wie aus 1 und 3 weiter ersichtlich ist, ist der Grundkörper 11 im dargestellten Ausführungsbeispiel als Metallteil ausgeführt, wobei das mindestens eine als Rastkante 32.2 ausgeführte zweite Rastelement 32 in den Grundkörper 11 eingebracht ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Grundkörper 11 als Eisen-Sinterbauteil ausgeführt. Der Grundkörper 11 weist einen Hohlraum 11.8 auf, in welchem eine nicht dargestellte Rückstellfeder geführt werden kann. Alternativ kann der Grundkörper 11 auch ein anderes magnetisierbares Material aufweisen. Des Weiteren kann der Grundkörper 11, um in eine vorgegebene Form gebracht zu werden, auch als Kaltschlagteil ausgeführt werden. Durch die Bestromung einer nicht näher dargestellten Magnetbaugruppe wird eine Magnetkraft erzeugt, welche den als Eisen-Sinterbauteil ausgeführten Grundkörper 11 des Ventilankers 10 eines unbestromt offenen Magnetventils von der Offenposition in die Geschlossenposition bewegt. Der mit dem Grundkörper 11 verbundene Stößel 20 trifft hierbei auf den korrespondierenden nicht näher dargestellten Ventilsitz auf und dichtet diesen ab. Im unbestromten Zustand bewegt die Rückstellfeder den Grundkörper 11 mit dem Stößel 20 zurück in die Ausgangsposition und der Stößel 20 hebt vom Ventilsitz ab und gibt diesen frei. Bei einem unbestromt geschlossenen Magnetventil wird der Grundkörper 11 mit dem Stößel 20 durch die Bestromung der Magnetbaugruppe von der Geschlossenposition in die Offenposition bewegt und der Stößel 20 hebt aus dem Ventilsitz ab und gibt diesen frei. Wird der Strom abgeschaltet, dann bewegt die Rückstellfeder den Grundkörper 11 mit dem Stößel 20 zurück in Richtung Ventilsitz und drückt den Stößel 20 in den Ventilsitz und dichtet diesen ab.

Wie aus 1 weiter ersichtlich ist, sind der Stößel 20 und der Grundkörper 11 zusätzlich über einen Pressverband 34 miteinander verbunden. Zu diesem Zweck weist der Grundkörper 11 eine Aufnahmeöffnung 11.1 an einer dem Stößel 20 zugewandten Stirnwand auf. Der dem Grundkörper 11 zugewandte erste Endbereich 22 des Stößels 20 wird in diese Aufnahmeöffnung 11.1 eingeführt und eingepresst. Der dem Grundkörper 11 zugewandte erste Endbereich 22 des Stößels 20 ist bolzenförmig ausgeführt. Dadurch liegt eine Innenwand 11.2 eines Endbereichs 11.6 des Grundkörpers 11 an einer Außenwand 22.2 des ersten Endbereichs 22 des Stößels 20 an.

Wie aus 1 weiter ersichtlich ist, greifen die Rastnasen 31.2 in die Rastkanten 32.2 ein und bilden die formschlüssige und/oder kraftschlüssige clipsähnliche Rastverbindung aus. Der Grundkörper 11 weist im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei in Längsrichtung verlaufende Nuten 11.4 an der Außenwand 11.3 auf, welche auf Höhe des Aufnahmeraums 11.1 enden. Die Nuten 11.4 können mittels Drehbearbeitung oder Fräsbearbeitung oder Sintern oder Kaltumformen oder mittels einer Kombination der genannten Verfahren in den Grundkörper 11 eingebracht werden. Hierbei entsteht ein Vorsprung, welcher als Rastkante 32.2 wirkt. Alternativ kann die Rastkante 32.2 auch als Wulst oder als Vorsprung auf der Außenwand 11.3 des Grundkörpers 11 oder als Hinterschnitt und/oder als Kante einer Aussparung des Grundkörpers 11 ausgeführt werden. Der Stößel 20 weist zwei als Rastbügel 31.1 ausgeführte erste Rastelemente 31 auf. Die beiden Rastbügel 31.1 sind einander gegenüberliegend angeordnet und bilden mit den beiden korrespondierenden einander gegenüberliegend angeordneten Rastkanten 31.2 die korrespondierenden Rastverbindungen aus. Hierbei wird der dem Stößel 20 zugewandte Endbereich 11.6 des Grundkörpers 11 zwischen die beiden Rastbügel 21.1 oder zwischen die Rastbügel 21.1 und der Außenwand 22.2 des bolzenförmigen ersten Endbereichs 22 des Stößels 20 geklemmt. In einem alternativen Ausführungsbeispiel kann der Stößel 20 mehr als zwei Rastbügel 31.1 aufweisen, welche gleichmäßig verteilt am Umfang des Stößels 20 angeordnet sind und zwischen welchen der dem Stößel 20 zugewandte Endbereich 11.6 des Grundkörpers 11 geklemmt wird. Denkbar wären beispielsweise drei Rastbügel 31, welche einen Abstand von 120° zueinander aufweisen, oder vier Rastbügel 31, welche einen Abstand von 90° zueinander aufweisen und paarweise einander gegenüberliegend angeordnet sind. Korrespondierend weist dann der Grundkörper 11 des Ventilankers 10 drei oder vier Rastkanten 32.2 auf, welche mit den Rastbügeln 31 die korrespondierenden drei oder vier Rastverbindungen ausbilden.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung stellen einen Ventilanker für ein Magnetventil zur Verfügung, welcher zuverlässig öffnet und schließt. Durch den Einsatz mindestens einer formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Rastverbindung, welche von mindestens einem am Stößel angeordneten ersten Rastelement und mindestens einem am Grundkörper angeordneten zweiten Rastelement, ausgebildet wird, kann ein Lösen eines Stößels vom Grundkörper bei einer Bestromung das Magnetventils oder beim Wirken einer Federkraft zumindest erschwert oder vollständig unterbunden werden.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102007051557 A1 [0003]