Title:
Taschenleuchte und Verfahren zum Betreiben einer Taschenleuchte
Kind Code:
A1
Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Taschenleuchte (10), aufweisend ein Taschenleuchtengehäuse (20) mit einem Lichtaustrittsbereich (14), eine erste Lichtquelle (A) eines ersten Lampentyps und einen ersten optischen Pfad, welcher im Taschenleuchtengehäuse (20) von der ersten Lichtquelle (A) zum Lichtaustrittsbereich (14) verläuft. Weiterhin weist die Taschenleuchte (10) eine zweite Lichtquelle (B) eines zweiten Lampentyps auf, welcher vom ersten Lampentyp verschieden ist, einen zweiten optischen Pfad, welcher im Taschenleuchtengehäuse (20) von der zweiten Lichtquelle (B) zum Lichtaustrittsbereich (14) verläuft. Dabei ist die Taschenleuchte (10) dazu ausgelegt, im Betrieb aus dem Lichtaustrittsbereich (14) aus der Taschenleuchte (10) austretendes Licht mit einer vorbestimmten ersten spektralen Verteilung und einer vorbestimmten ersten Farbtemperatur bereitzustellen. Darüber hinaus weist die Taschenleuchte (10) eine Einstelleinrichtung (16) auf, mittels welcher das aus dem Lichtaustrittsbereich (14) austretende Licht mit der ersten spektralen Verteilung und der ersten Farbtemperatur in Licht mit einer zweiten, von der ersten verschiedenen, vorbestimmte spektrale Verteilung und mit einer zweiten Farbtemperatur, welche von der ersten Farbtemperatur verschieden ist, änderbar ist.



Inventors:
Lorenz, Stefan (93083, Obertraubling, DE)
Baur, Elmar (93049, Regensburg, DE)
Application Number:
DE102016200525A
Publication Date:
07/20/2017
Filing Date:
01/18/2016
Assignee:
OSRAM GmbH, 80807 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102009019742A1N/A2009-12-17
DE202006013912U1N/A2007-05-16
Foreign References:
89261212015-01-06
200701039002007-05-10
200900029922009-01-01
Claims:
1. Taschenleuchte (10) mit
– einem Taschenleuchtengehäuse (20) mit einem Lichtaustrittsbereich (14);
– einer ersten Lichtquelle (A);
– einem ersten optischen Pfad, welcher im Taschenleuchtengehäuse (20) von der ersten Lichtquelle (A) zum Lichtaustrittsbereich (14) verläuft;
– einer zweiten Lichtquelle (B); und
– einem zweiten optischen Pfad, welcher im Taschenleuchtengehäuse (20) von der zweiten Lichtquelle (B) zum Lichtaustrittsbereich (14) verläuft;
wobei die Taschenleuchte (10) dazu ausgelegt ist, im Betrieb aus dem Lichtaustrittsbereich (14) aus der Taschenleuchte (10) austretendes weißes Licht mit einer vorbestimmten ersten spektralen Verteilung und damit mit einer vorbestimmten ersten Farbtemperatur bereitzustellen;
gekennzeichnet durch
eine Einstelleinrichtung (16), mittels welcher das aus dem Lichtaustrittsbereich (14) austretende Lichts mit der ersten spektralen Verteilung und der ersten Farbtemperatur in weißes Licht mit einer zweiten, von der ersten verschiedenen, vorbestimmten spektralen Verteilung und damit mit einer vorbestimmten zweiten Farbtemperatur, welche von der ersten Farbtemperatur verschieden ist, änderbar ist.

2. Taschenleuchte (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Lichtquelle (A) von einem ersten Lampentyp ist und die zweite Lichtquelle (B) von einem zweiten, vom ersten verschiedenen, Lampentyp ist, insbesondere wobei der erste und zweite Lampentyp einen Lampentyp aus der Gruppe
– LED;
– Glühlampe;
– Gasentladungslampe;
– Laser;
– Laserdiode;
darstellen.

3. Taschenleuchte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Taschenleuchte (10) eine Betätigungseinrichtung (12) aufweist, welche von einem Benutzer betätigbar ist und welche mit der Einstelleinrichtung (16) gekoppelt ist, so dass die erste spektrale Verteilung in die zweite spektrale Verteilung in Abhängigkeit von einer Betätigung der Betätigungseinrichtung (12) durch den Benutzer änderbar ist.

4. Taschenleuchte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (16) dazu ausgelegt ist, die erste spektrale Verteilung in die zweite spektrale Verteilung durch eine Änderung eines Aktivierungszustands der ersten und/oder zweiten Lichtquelle (A, B) zu ändern.

5. Taschenleuchte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (16) ein im Taschenleuchtengehäuse (20) angeordnetes und relativ zur ersten und zweiten Lichtquelle (A, B) bewegliches Element (16a) aufweist, wobei das bewegliche Element (16a) zumindest zwei Einstellpositionen aufweist, wobei eine erste der zwei Einstellpositionen der ersten spektralen Verteilung zugeordnet ist und eine zweite der zwei Einstellpositionen der zweiten spektralen Verteilung zugeordnet ist, so dass die erste spektrale Verteilung in die zweite spektrale Verteilung durch Bewegen des beweglichen Elements (16a) von der ersten Einstellposition in die zweite Einstellposition änderbar ist.

6. Taschenleuchte (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Element (16a) im ersten und zweiten optische Pfad angeordnet ist.

7. Taschenleuchte (10) nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Element (16a) mehrere erste Bereiche (A1, A2, An), welche der ersten Lichtquelle (A) zugeordnet sind, und mehrere zweite Bereiche (B1, B2, Bn), welche der zweiten Lichtquelle (B) zugeordnet sind, aufweist, insbesondere wobei in der ersten Einstellposition die erste Lichtquelle (A) einen der ersten Bereiche (A1, A2, An) beleuchtet und die zweite Lichtquelle (B) einen der zweiten Bereiche (B1, B2, Bn) beleuchtet, wobei in der zweiten Einstellposition die erste Lichtquelle (A) einen anderen der ersten Bereiche (A1, A2, An) beleuchtet und die zweite Lichtquelle (B) einen anderen der zweiten Bereiche (B1, B2, Bn) beleuchtet.

8. Taschenleuchte (10) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die ersten und zweiten Bereiche (A1, A2, An, B1, B2, Bn) jeweils einen Bereich aus der Gruppe
– Lichtdurchtrittsöffnung;
– Farbfilter;
– Neutralfilter;
– Wellenlängenkonversionselement, insbesondere Leuchtstoffelement; und
– lichtundurchlässiger Bereich;
darstellen.

9. Taschenleuchte (10) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Element (16a) derart ausgestaltet ist, dass jedem ersten Bereich (A1, A2, An) genau ein zweiter Bereich (B1, B2, Bn) zugeordnet ist, so dass, wenn einer der ersten Bereiche (A1, A2, An) von der ersten Lichtquelle (A) beleuchtet wird, der dem einen der ersten Bereiche (A1, A2, An) zugeordnete der zweiten Bereiche (B1, B2, Bn) von der zweiten Lichtquelle (B) beleuchtet wird.

10. Taschenleuchte (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Taschenleuchte (10) derart eingerichtet ist, dass das mit der ersten spektralen Verteilung aus dem Lichtaustrittsbereich (14) austretende Licht die gleiche Helligkeit aufweist wie das mit der zweiten spektralen Verteilung aus dem Lichtaustrittsbereich (14) austretende Licht, insbesondere wobei die ersten Bereiche (A1, A2, An) und die zweiten Bereiche (B1, B2, Bn) derart ausgebildet sind, dass die Summe des Lichts, welches einen von der ersten Lichtquelle (A) beleuchteten der ersten Bereiche (A1, A2, An) durchlaufen hat, und des Lichts, welches den zugeordneten von der zweiten Lichtquelle (B) beleuchteten zweiten Bereich (B1, B2, Bn) durchlaufen hat, für jedes Paar aus einem der ersten Bereiche (A1, A2, An) und dem zugeordneten zweiten Bereich (B1, B2, Bn) die gleiche Helligkeit aufweist.

11. Taschenleuchte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Taschenleuchte (10) eine Mischkammer (18) aufweist, um das von der ersten Lichtquelle (A) zumindest mittelbar bereitgestellte Licht mit dem von der zweiten Lichtquelle (B) zumindest mittelbar bereitgestellte Licht zu mischen.

12. Taschenleuchte (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Element (16a) um eine Drehachse (D) rotierbar ist.

13. Verfahren zum Betreiben einer Taschenleuchte (10) mit
– einem Taschenleuchtengehäuse (20) mit einem Lichtaustrittsbereich (14);
– einer ersten Lichtquelle (A);
– einem ersten optischen Pfad, welcher im Taschenleuchtengehäuse (20) von der ersten Lichtquelle (A) zum Lichtaustrittsbereich (14) verläuft;
– einer zweiten Lichtquelle (B);
– einem zweiten optischen Pfad, welcher im Taschenleuchtengehäuse (20) von der zweiten Lichtquelle (B) zum Lichtaustrittsbereich (14) verläuft;
wobei im Betrieb der Taschenleuchte (10) aus dem Lichtaustrittsbereich (14) aus der Taschenleuchte (10) austretendes weißes Licht mit einer vorbestimmten ersten spektralen Verteilung und damit mit einer vorbestimmten ersten Farbtemperatur bereitgestellt wird;
dadurch gekennzeichnet, dass
das aus dem Lichtaustrittsbereich (14) austretende Licht mit der ersten spektralen Verteilung und der ersten Farbtemperatur in weißes Licht mit einer zweiten, von der ersten verschiedenen, vorbestimmten spektralen Verteilung und damit mit einer vorbestimmten zweiten Farbtemperatur, welche von der ersten Farbtemperatur verschieden ist, durch eine Einstelleinrichtung (16) der Taschenleuchte (10) geändert wird.

Description:

Die Erfindung geht aus von einer Taschenleuchte mit einem Taschenleuchtengehäuse mit einem Lichtaustrittsbereich, einer ersten Lichtquelle und einem optischen Pfad, welcher im Taschenleuchtengehäuse von der ersten Lichtquelle zum Lichtaustrittsbereich verläuft. Weiterhin weist die Taschenleuchte eine zweite Lichtquelle und einen zweiten optischen Pfad auf, welcher im Taschenleuchtengehäuse von der zweiten Lichtquelle zum Lichtaustrittsbereich verläuft. Weiterhin ist die Taschenleuchte dazu ausgelegt, im Betrieb aus dem Lichtaustrittsbereich aus der Taschenleuchte austretendes weißes Licht mit einer vorbestimmten ersten spektralen Verteilung und einer vorbestimmten ersten Farbtemperatur bereitzustellen.

Unterschiedliche Lichtquellen lassen beleuchtete Objekte unterschiedlich erscheinen. Beispielsweise wirken Farben bei Tageslicht ganz anders als bei Halogenlicht. Dieser Einfluss von unterschiedlichen Lichtquellen spielt in vielen Situationen eine Rolle, wie beispielsweise beim Einkaufen. Beim Einkaufen von Kleidung ist es zum Beispiel wichtig, auf korrekte Farbzusammenstellung und Farbwirkung der Kleidungsstücke zu achten. Insbesondere die Farbharmonie von zwei unterschiedlichen Kleidungsstücken ist für viele Käufer wichtig, und zwar nicht zur Zeit des Einkaufs, sondern wenn sie tatsächlich getragen werden. Allerdings stellt die Beleuchtungssituation zum Zeitpunkt des Einkaufens im Geschäft oftmals eine ganz andere dar als die Beleuchtungssituation, wenn die Kleidungsstücke dann tatsächlich getragen werden, wie beispielsweise bei Tageslicht, im Büro oder abends. Vorteilhaft wäre es deshalb, schon zum Zeitpunkt des Einkaufs einen Eindruck von der Wirkung beziehungsweise Harmonie in der späteren Anwendung zu erhalten. Leider sind Geschäfte oft mit Lichtquellen ausgestattet, die nur einen verfälschten Eindruck von Farbharmonie oder Farbigkeit erlauben, und die nicht mit dem Harmonieeindruck im Verwendungsfall übereinstimmen. Auch setzen Geschäfte Beleuchtung gezielt dazu ein, um das Kaufverhalten des Kunden zu beeinflussen und zu manipulieren, wie zum Beispiel bei Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse, um diese besonders farbenfroh und frisch wirken zu lassen. Eine schnelle, einfache, mobile und auf die Verwendung abgestimmte Bewertung von Farbharmonie, insbesondere von Kleidungsstücken, ist momentan technisch nur schwierig möglich.

Existierende Lösungen für dieses Problem basieren beispielsweise darauf, die Ausstattung des Geschäfts mit verschiedenen Lichtquellen vorzunehmen, die unterschiedliche Anwendungssituationen repräsentieren. So kann der Kunde die Harmonie in realistischen Beleuchtungssituationen nachstellen und bewerten. Nachteiligerweise stellt jedoch nicht jedes Geschäft eine derartige Ausstattung zur Verfügung.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Bewertung in einer anderen Situation, zum Beispiel eine Begutachtung unter Tageslicht, vorzunehmen. Dies ist jedoch mit großem Aufwand für den Kunden verbunden, zudem steht auch Tageslicht nicht immer zur Verfügung und vor allem lassen sich Anwendungssituationen, in welchen andere Lichtverhältnisse als Tageslicht herrschen, wie beispielsweise im Büro oder bei Abendveranstaltungen, nicht berücksichtigen.

Eine weitere Möglichkeit wäre das Mitführen passender Lichtquellen, um auch eine Begutachtung im Laden möglich zu machen. Möchte ein Kunde jedoch Kleidungsstücke unter mehreren verschiedenen Beleuchtungssituationen begutachten, so müsste für jede Beleuchtungssituation eine entsprechende Lichtquelle bereitgestellt und mitgeführt werden. Dies gestaltet sich wiederum sehr aufwendig, teuer und nicht sonderlich komfortabel für den Kunden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Taschenleuchte und ein Verfahren zum Betreiben einer Taschenleuchte bereitzustellen, welche eine möglichst schnelle, einfache und mobile Bewertung von Objekten und deren Farbwidergabe erlauben.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Taschenleuchte und ein Verfahren zum Betreiben einer Taschenleuchte gemäß den unabhängigen Ansprüchen. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in den abhängigen Ansprüchen.

Die erfindungsgemäße Taschenleuchte umfasst ein Taschenleuchtengehäuse mit einem Lichtaustrittsbereich, einer ersten Lichtquelle und einen ersten optischen Pfad, welcher im Taschenleuchtengehäuse von der ersten Lichtquelle zum Lichtaustrittsbereich verläuft. Weiterhin umfasst die Taschenleuchte eine zweite Lichtquelle und einen zweiten optischen Pfad, der im Taschenleuchtengehäuse von der zweiten Lichtquelle zum Lichtaustrittsbereich verläuft. Dabei ist die Taschenleuchte dazu ausgelegt, im Betrieb aus dem Lichtaustrittsbereich aus der Taschenleuchte austretendes weißes Licht mit einer vorbestimmten ersten spektralen Verteilung und damit mit einer vorbestimmten ersten Farbtemperatur bereitzustellen. Weiterhin weist die Taschenleuchte eine Einstelleinrichtung auf, mittels welcher das aus dem Lichtaustrittsbereich austretende Licht mit der ersten spektralen Verteilung und der ersten Farbtemperatur in weißes Licht mit einer zweiten, von der ersten verschiedenen, spektralen Verteilung und damit mit einer zweiten Farbtemperatur, welche von der ersten Farbtemperatur verschieden ist, änderbar ist. Als Taschenleuchten sind transportable Beleuchtungsvorrichtungen anzusehen, die bevorzugt ohne äußere Energieversorgung betrieben werden können (beispielsweise durch eine integrierte Energieerzeugungsvorrichtung oder einen integrierten Energiespeicher) und zum Transport durch den Verwender ohne weitere Hilfsmittel vorgesehen sind, d.h. kompakte Abmessungen, zumeist in einer Größenordnung von wenigen Zentimetern bis einigen Dezimetern (typischerweise größer als 5mm und kleiner als 50 cm), aufweisen und ein geringes Gewicht von zumeist weniger als 1 kg, bevorzugt weniger als 500 g, besonders bevorzugt von weniger als 200 g aufweisen. Umgangssprachlich wird für derartige Vorrichtungen zumeist der Begriff „Taschenlampe“ verwendet. Es können auch Geräte, die neben der Beleuchtungsfunktion weitere Funktionen umfassen, unter dem Begriff „Taschenleuchte“ verstanden werden, sofern diese in ihrer Nutzung als Taschenleuchte weitgehend ähnliche Eigenschaften wie eine Taschenleuchte aufweisen.

Die Erfindung ermöglicht es damit vorteilhafterweise, verschiedene Beleuchtungsszenarien, die zu den vorbestimmten spektralen Verteilungen mit den unterschiedlichen Farbtemperaturen, welche mittels der Einstelleinrichtung einstellbar sind, korrespondieren können, im einfachen und handlichen Taschenleuchtenformat bereitzustellen. Der Kunde muss damit also nicht mehr verschiedene Einzellichtquellen mitführen, um verschiedene Beleuchtungsszenarien nachbilden zu können, und er ist auch nicht auf eine bestimmte Ausstattung jeweiliger Geschäfte angewiesen. Zudem ist es durch die Integration zweier Lichtquellen in eine Taschenleuchte möglich, das durch die jeweiligen Lichtquellen bereitgestellte Licht in vorbestimmter Weise zu kombinieren, sodass beispielsweise auf Basis zweier Lichtquellen deutlich mehr als nur zwei unterschiedliche Beleuchtungsszenarien bzw. spektrale Verteilungen mit unterschiedlichen Farbtemperaturen bereitgestellt werden können.

Bevorzugt befindet sich die erste Farbtemperatur in einem Farbtemperaturbereich zwischen 2000 und 3000 Kelvin (warmweiß) und die zweite Farbtemperatur in einem Bereich zwischen 5000 und 8000 Kelvin (kaltweiß). Damit lässt sich dann mit der Taschenleuchte sowohl warmweißes Licht als auch Tageslicht bereitstellen. Es jedoch noch vielzählige weitere und/oder andere Farbtemperaturen als erste und zweite Farbtemperatur möglich. Auch können mittels der Einstelleinrichtung auch mehr als nur eine erste und zweite Farbtemperatur einstellbar sein. Insgesamt sind Einstellungen für die erste und zweite sowie optional noch weitere Farbtemperaturen im gesamten Farbtemperaturspektrum des weißen Lichts realisierbar.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die erste Lichtquelle von einem ersten Lampentyp ist und die zweite Lichtquelle von einem zweiten, vom ersten verschiedenen, Lampentyp. Unter zwei verschiedenen Lampentypen sind dabei zwei verschiedene Lichtquellen zu verstehen, deren Lichterzeugung auf unterschiedlichen Wirkprinzipien beruht, wie beispielsweise eine LED und eine Glühlampe. Lichtquellen, welche sich ausschließlich in ihrem Emissionsspektrum unterscheiden, wie zum Beispiel eine blaue und eine rote LED, sollen darunter nicht verstanden werden. Insbesondere stellen der erste und zweite Lampentyp einen Lampentyp aus der Gruppe LED, Glühlampe, Gasentladungslampe, Laser und Laserdiode dar. Die Taschenleuchte kann dabei auch mehrere Lichtquellen des gleichen Typs aufweisen, jedoch bevorzugt nicht ausschließlich Lichtquellen des gleichen Typs. Durch eine Kombination zumindest zweier dieser Lampentypen lassen sich vorteilhafterweise vielzählige unterschiedliche Beleuchtungsszenarien nachbilden.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Taschenleuchte eine Betätigungseinrichtung auf, welche von einem Benutzer betätigbar ist und welche mit der Einstelleinrichtung gekoppelt ist, sodass die erste spektrale Verteilung in die zweite spektrale Verteilung in Abhängigkeit von einer Betätigung der Betätigungseinrichtung durch den Benutzer änderbar ist. Durch die Taschenleuchte können dabei auch deutlich mehr als nur zwei spektrale Verteilungen bereitgestellt sein, wobei es bevorzugt ist, dass sich diese unterschiedlichen spektralen Verteilungen stufenweise, das heißt nicht kontinuierlich ineinander überführbar, einstellen lassen. Die Betätigungseinrichtung kann beispielsweise als Drehhebel, Einstellhebel, Schiebeschalter, Schiebehebel oder Drehknopf ausgeführt sein, wobei diese Betätigungselemente bevorzugt eine zu der Anzahl an einstellbaren spektralen Verteilungen entsprechende Anzahl an Rastpositionen bzw. Einstellpositionen aufweisen. So lassen sich vorteilhafterweise definierte Beleuchtungsszenarien, wie beispielsweise Tageslicht, Halogenlicht, LED-Licht, Leuchtstoffröhrenlicht, Shoplight, oder ähnliches auf einfache Weise einstellen, indem die Betätigungseinrichtung in die entsprechende Einstellposition gebracht wird.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Einstelleinrichtung dazu ausgelegt, die erste spektrale Verteilung mit der ersten Farbtemperatur und die zweite spektrale Verteilung mit der zweiten Farbtemperatur durch eine Änderung eines Aktivierungszustands der ersten und/oder zweiten Lichtquelle zu ändern. Beispielsweise kann eine erste spektrale Verteilung mit der ersten Farbtemperatur dadurch bereitgestellt sein, dass nur die erste Lichtquelle aktiv ist und die zweite beispielsweise ausgeschaltet, die zweite spektrale Verteilung mit der zweiten Farbtemperatur kann dadurch bereitgestellt sein, dass nur die zweite Lichtquelle aktiv ist, und eine dritte spektrale Verteilung mit einer dritten, von der ersten und zweiten verschiednen, Farbtemperatur kann dadurch bereitgestellt sein, dass beide Lichtquellen gleichzeitig aktiv sind. Gleiches gilt natürlich auch für die Verwendung von mehr als nur zwei Lichtquellen, woraus sich dann noch deutlich mehr unterschiedliche Einstellmöglichkeiten ergeben. Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht es jedoch vor, nur zwei Lichtquellen zu verwenden, da dies hinsichtlich Bauraum, Kosten und vor allem Gewicht und Aufwand besonders vorteilhaft ist. Alternativ oder zusätzlich zur Möglichkeit, die unterschiedlichen spektralen Verteilungen durch Ein- und Ausschalten der jeweiligen Lichtquellen bereitzustellen, ist es besonders vorteilhaft, das Emissionsspektrum der jeweiligen einzelnen Lichtquellen selbst zu beeinflussen und zu ändern, beispielsweise durch Filter oder Emitter, wie Leuchtstoffe. Damit sind nämlich vorteilhafterweise der Bereitstellung unterschiedlicher Beleuchtungsszenarien keine Grenzen mehr gesetzt.

Um diese zu ermöglichen, stellt es eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung dar, dass die Einstelleinrichtung ein im Taschenleuchtengehäuse angeordnetes und relativ zur ersten und zweiten Lichtquelle bewegliches Element aufweist, wobei das bewegliche Element zumindest zwei Einstellpositionen aufweist, und wobei eine erste der zwei Einstellposition der ersten spektralen Verteilung zugeordnet ist und eine zweite der zwei Einstellpositionen der zweiten spektralen Verteilung zugeordnet ist, sodass die erste spektrale Verteilung und die zweite spektrale Verteilung durch Bewegen des beweglichen Elements von der ersten Einstellposition in die zweite Einstellposition änderbar ist. Dieses bewegliche Element, wie beispielsweise ein Filter-Emitter-Rad oder Filter-Emitter-Zylinder, kann vorteilhafterweise dazu genutzt werden, das von den Einzellichtquellen abgestrahlte Licht jeweils für sich genommen zu beeinflussen, zum Beispiel in seiner spektralen Verteilung zu verändern und/oder in der Intensität.

Dazu ist es bevorzugt, dass das bewegliche Element im ersten und zweiten optischen Pfad angeordnet ist. Dies ermöglicht vorteilhafterweise die gleichzeitige Veränderung des von der ersten Lichtquelle und des von der zweiten Lichtquelle emittierten Lichts. Insbesondere erlaubt dies auch eine Änderung des Lichts der ersten und der zweiten Lichtquelle in korrespondierender und miteinander korrelierter Weise, die durch die konkrete Ausgestaltung des beweglichen Elements aufeinander abgestimmt sein kann.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das bewegliche Element mehrere erste Bereiche, welche der ersten Lichtquelle zugeordnet sind, und mehrere zweite Bereiche, welche der zweiten Lichtquelle zugeordnet sind, auf. Insbesondere sind die Einstelleinrichtungen und die Lichtquellen dabei so angeordnet beziehungsweise ausgestaltet, dass in der ersten Einstellposition die erste Lichtquelle einen der ersten Bereiche beleuchtet und die zweite Lichtquelle einen der zweiten Bereiche beleuchtet, wobei in der zweiten Einstellposition die erste Lichtquelle einen anderen der ersten Bereiche beleuchtet und die zweite Lichtquelle einen anderen der zweiten Bereiche beleuchtet. Die Anzahl der ersten und zweiten Bereiche korrespondiert dabei bevorzugt zur Anzahl an Einstellpositionen, sodass für eine jeweilige Einstellposition die erste und zweite Lichtquelle jeweils den zur Einstellposition korrespondierenden der ersten und zweiten Bereiche beleuchten. Darüber hinaus ist es bevorzugt, dass zumindest zwei der ersten Bereiche unterschiedlich ausgebildet sind, sodass sie das auf sie eingestrahlte Licht in unterschiedlicher Art und Weise ändern. Gleiches gilt für mindestens zwei der zweiten Bereiche. In einer jeweiligen Einstellposition des beweglichen Elements kann so vorteilhafterweise durch die entsprechenden Bereiche das Licht der jeweiligen Lichtquellen in vorgebbarer Weise verändert werden, sodass das resultierende, am Lichtaustrittsbereich der Taschenleuchte bereitgestellte Licht, welches beispielsweise aus den veränderten Lichtanteilen der jeweiligen Lichtquellen zusammengesetzt ist, eine bestimmte spektrale Verteilung mit einer bestimmten Farbtemperatur aufweist. Mit anderen Worten können so unterschiedliche spektrale Verteilungen mit unterschiedlichen Farbtemperaturen am Ausgang, d.h. im Lichtaustrittsbereich, der Taschenleuchte bereitgestellt werden, indem einfach das bewegliche Element in unterschiedliche Einstellpositionen bewegt wird.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung stellen die ersten und zweiten Bereiche des beweglichen Elements jeweils einen Bereich aus der Gruppe Lichtdurchtrittsöffnung, Farbfilter, Neutralfilter, Wellenlängenkonversionselement, insbesondere Leuchtstoffelement, und lichtundurchlässiger Bereich dar. Durch diese Ausbildungsmöglichkeiten der jeweiligen Bereiche sind vielzählige Kombinationsmöglichkeiten gegeben, um unterschiedliche spektrale Verteilungen am Ausgang der Taschenleuchte bereitzustellen. Ist ein Bereich beispielsweise als Lichtdurchtrittsöffnung ausgebildet, so wird das Licht der jeweiligen Lichtquelle, die diesen Bereich beleuchtet, nicht verändert, das heißt weder in seiner Intensität noch in seiner spektralen Verteilung. Ist ein Bereich beispielsweise als Farbfilter ausgebildet, so filtert dieser vorbestimmte Wellenlängen beziehungsweise einen oder mehrere vorbestimmte Wellenlängenbereiche aus dem auf ihn auftreffenden Licht heraus. Ein Farbfilter ändert damit die spektrale Verteilung des Lichts der Lichtquelle, die ihn beleuchtet, wobei durch die Filterung auch die Lichtintensität reduziert wird. Ist einer der Bereiche beispielsweise als Neutralfilter ausgebildet, so ändert dieser lediglich die Gesamtintensität des auf ihn auftreffenden Lichts, jedoch nicht die spektrale Verteilung als solche. Ein Wellenlängenkonversionselement wandelt Strahlung in einem vorbestimmten Wellenlängenbereich in Strahlung in einem anderen Wellenlängenbereich. Ein solches Wellenlängenkonversionselement, wie beispielsweise ein Leuchtstoff oder Leuchtstoffgemische, kann beispielsweise durch blaues oder UV-Licht angeregt werden und wandelt dieses, je nach Ausbildung des Leuchtstoffs, in rotes, gelbes, grünes oder auch weißes Licht. Ein lichtundurchlässiger Bereich lässt überhaupt kein Licht durch. Soll also beispielsweise Licht einer der Lichtquellen nicht zu dem am Ausgang bereitgestellten Licht beitragen, so kann dies beispielsweise durch einen entsprechenden lichtundurchlässigen Bereich des beweglichen Elements, der von dieser Lichtquelle beleuchtet wird, erreicht werden. Allerdings ist es bevorzugt, dass in einem solchen Fall die entsprechende Lichtquelle abgeschaltet wird, da dies deutlich energieeffizienter ist als einen lichtundurchlässigen Bereich zu beleuchten. Licht der ersten und zweiten Lichtquelle, das durch die jeweiligen Bereiche mehr oder weniger verändert wurde, lässt sich nun durch die vielzähligen Ausbildungsmöglichkeiten für die Bereiche auch in vielfältigen unterschiedlichen Arten und Weisen kombinieren, sodass hierdurch vielzählige unterschiedliche Beleuchtungsszenarien beziehungsweise unterschiedliche spektrale Verteilungen am Ausgangsbereich der Taschenleuchte bereitgestellt werden können. Die eingangs erwähnten Beleuchtungsszenarien, zum Beispiel Tageslicht, Shoplight, Halogenlicht, Leuchtstofflampenlicht, und noch viele mehr lassen sich damit auf vorteilhafter Weise mit nur zwei Basislichtquellen erzeugen.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das bewegliche Element derart ausgestaltet, dass jedem ersten Bereich genau ein zweiter Bereich zugeordnet ist, sodass, wenn einer der ersten Bereiche von der ersten Lichtquelle beleuchtet wird, der dem einen der ersten Bereiche zugeordnete der zweiten Bereiche von der zweiten Lichtquelle beleuchtet wird. Damit können diese „Bereichspaare“ gezielt so abgestimmt sein, dass sich ein vorbestimmtes Beleuchtungsszenario durch die Taschenleuchte für eine der jeweiligen Einstellpositionen des beweglichen Elements bereitstellen lässt. So können die einzelnen Beleuchtungsszenarien durch den Benutzer auf besonders einfache Weise eingestellt werden, da durch diese Bereichspaare dann bereits vorgegeben ist, wie sich das gewünschte Beleuchtungsszenario, zum Beispiel tageslichtartig, erzielen lässt, ohne dass der Benutzer beispielsweise die für die erste Lichtquelle vorgesehenen Bereiche und die für die zweite Lichtquelle vorgesehenen Bereiche separat einstellen muss, um die geeignete Kombination herauszufinden. Auch ist durch diese „Bereichspaarung“ eine sehr einfache und kostengünstige Ausbildung des beweglichen Elements und der Einstelleinrichtung, sowie der Aktorik, möglich, da, um unterschiedliche Beleuchtungsszenarien bereitzustellen, lediglich ein Bewegen des beweglichen Elements als Ganzes in die entsprechenden Einstellpositionen möglich ist.

Eine besonders einfache vorteilhafte Ausgestaltung stellt es dabei dar, wenn das bewegliche Element um eine Drehachse rotierbar ist. Wie ebenfalls bereits erwähnt, kann das bewegliche Element beispielsweise als Zylinder oder Rad ausgebildet sein. Ein Bewegen des beweglichen Elements von der ersten in die zweite Einstellposition kann beispielsweise durch Drehen dieses beweglichen Elements um einen vorbestimmten Winkel um die Drehachse erfolgen. Ist das bewegliche Element beispielsweise zylinderförmig ausgebildet, sodass die ersten Bereiche auf einer Mantelfläche des Zylinders in Umfangsrichtung, zum Beispiel aneinandergrenzend, angeordnet sind und die zweiten Bereiche ebenfalls in Umfangsrichtung auf der Mantelfläche angeordnet sind, jedoch auf anderer Höhe in Bezug auf die Drehachse, das heißt in Drehachsenrichtung oberhalb oder unterhalb der ersten Bereiche, so können die erste und zweite Lichtquelle beispielsweise so angeordnet werden, dass deren Hauptabstrahlrichtung senkrecht zur Drehachse ausgerichtet ist und diese somit Licht von außerhalb des Zylinders auf dessen Mantelfläche, insbesondere auf den jeweiligen Bereich, einstrahlen, wobei auch die beiden Lichtquellen in Bezug zur Drehachse auf unterschiedlicher Höhe korrespondierend zu den jeweiligen Bereichen angeordnet sind. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass zum Beispiel eine der Lichtquellen im Bodenbereich des Zylinders angeordnet ist, sodass die Hauptabstrahlrichtung der Lichtquelle parallel zur Drehachse verläuft und die Lichtquelle im Betrieb Licht auf den Zylinderboden einstrahlt. Der Zylinderboden kann dann als Rad ausgebildet sein, und einzelne Kreissektoren dieses Rads sind durch die zur Lichtquelle korrespondierenden Bereiche gebildet. Auch ist es denkbar, dass das bewegliche Element als Rad ausgebildet ist und beide Lichtquellen auf das Rad in den jeweiligen Hauptabstrahlrichtungen parallel zur Drehachse des Rads einstrahlen, wobei beide Lichtquellen einen unterschiedlichen Abstand in radialer Richtung zum Radmittelpunkt aufweisen, und das Rad innere und äußere Kreissektorabschnitte aufweist, wobei die inneren Kreissektorabschnitte durch die Bereiche korrespondierend zur ersten Lichtquelle gebildet sind und die äußeren Kreissektorabschnitte aus den Bereichen korrespondierend zur zweiten Lichtquelle gebildet sind. Auch sind noch unzählige weitere Ausbildungsmöglichkeiten und Anordnungsmöglichkeiten bezüglich der Lichtquellen und des beweglichen Elements denkbar, was beispielsweise vielzählige vorteilhafte Anpassungen an Bauraumanforderungen und die gewünschte Formgebung der Taschenleuchte ermöglicht.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Taschenleuchte derart eingerichtet, dass das mit der ersten spektralen Verteilung austretende Licht die gleiche Helligkeit, insbesondere den gleichen Lichtstrom und/oder die gleiche Lichtstärke und/oder Beleuchtungsstärke, aufweist wie das mit der zweiten spektralen Verteilung austretende Licht. Dazu können die ersten Bereiche und die zweiten Bereiche derart ausgebildet sein, dass die Summe des Lichts, welches einen von der ersten Lichtquelle beleuchteten der ersten Bereiche durchlaufen hat, und des Lichts, welches den zugeordneten von der zweiten Lichtquelle beleuchteten zweiten Bereich durchlaufen hat, für jedes Paar aus einem der ersten Bereiche und dem zugeordneten zweiten Bereich die gleiche Helligkeit aufweist. Dies hat den großen Vorteil, dass die Erscheinung von mit der Taschenleuchte beleuchteten Objekten nicht durch Helligkeitsschwankungen beim Umschalten zwischen verschiedenen spektralen Verteilungen beeinflusst wird. Dies kann in einfacher Weise dadurch bewerkstelligt werden, dass die jeweiligen Bereichspaare des beweglichen Elements entsprechend aufeinander abgestimmt werden. Eine Beeinflussung ausschließlich der Intensität des Lichts kann dabei, wie bereits beschreiben, zum Beispiel auf einfache Weise durch Neutralfilter bewerkstelligt werden.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Taschenleuchte eine Mischkammer auf, um das von der ersten Lichtquelle zumindest mittelbar bereitgestellte Licht mit dem von der zweiten Lichtquelle zumindest mittelbar bereitgestellten Licht zu mischen. Die Mischkammer kann beispielsweise einen Reflektor umfassen, und zum Beispiel ebenfalls als Zylinder, dessen Mantelfläche zumindest einseitig, insbesondere innenseitig, mit einer reflektierenden Schicht ausgebildet ist, bereitgestellt sein. Die Begriffe „zumindest mittelbar“ sind hier so zu verstehen, dass durch die Mischkammer nicht notwendigerweise Anteile des durch die erste Lichtquelle bereitgestellten Lichts und Anteile des durch die zweite Lichtquelle bereitgestellten Lichts gemischt werden, sondern zumindest die Anteile des durch die jeweiligen Bereiche mehr oder weniger beeinflussten Lichts. Wird beispielsweise durch eine Lichtquelle ein Leuchtstoff beleuchtet, so wird also das vom Leuchtstoff emittierte Licht durch die Mischkammer gemischt und nicht das direkt von der Lichtquelle bereitgestellte Licht, welches auf den Leuchtstoff trifft.

Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer Taschenleuchte mit einem Taschenleuchtengehäuse mit einem Lichtaustrittsbereich, einer ersten Lichtquelle und einem ersten optischen Pfad, welcher im Taschenleuchtengehäuse von der ersten Lichtquelle zum Lichtaustrittsbereich verläuft. Weiterhin weist die Taschenleuchte eine zweite Lichtquelle sowie einen zweiten optischen Pfad auf, welcher im Taschenleuchtengehäuse von der zweiten Lichtquelle zum Lichtaustrittsbereich verläuft. Dabei wird im Betrieb der Taschenleuchte aus dem Lichtaustrittsbereich aus der Taschenleuchte austretendes weißes Licht mit einer vorbestimmten ersten spektralen Verteilung und damit mit einer vorbestimmten ersten Farbtemperatur bereitgestellt. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das mit der ersten vorbestimmten spektralen Verteilung und der ersten Farbtemperatur aus dem Lichtaustrittsbereich austretende Licht in weißes Licht mit einer zweiten vorbestimmten spektralen Verteilung und damit mit einer vorbestimmten zweiten Farbtemperatur, welche von der ersten Farbtemperatur verschieden ist, durch eine Einstelleinrichtung der Taschenleuchte geändert.

Die für die erfindungsgemäße Taschenleuchte und ihre Ausgestaltungen genannten Merkmale, Merkmalskombinationen und deren Vorteile gelten in gleicher Weise für das erfindungsgemäße Verfahren. Darüber hinaus ermöglichen die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Taschenleuchte und ihren Ausgestaltungen genannten gegenständlichen Merkmale die Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens durch weitere Verfahrensschritte.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele, sowie anhand der Zeichnung.

Dabei zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer Außenansicht einer Taschenleuchte mit einer Betätigungseinrichtung zum Einstellen verschiedener spektraler Verteilungen gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;

2 eine schematische Darstellung der Taschenleuchte aus 1 mit funktional gegliederten Komponenten;

3a eine schematische Querschnittsdarstellung der Lichtquellenkomponente der Taschenleuchte gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;

3b eine schematische Netzdarstellung eines Filter- und/oder Emitter-Zylinders der Taschenleuchte in Netzdarstellung;

4a eine schematische Querschnittsdarstellung der Lichtquellenkomponente der Taschenleuchte gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;

4b eine schematische Netzdarstellung des Filter- und/oder Emitterzylinders der Taschenleuchte gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;

5a eine schematische Querschnittsdarstellung der Lichtquellenkomponente der Taschenleuchte gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung; und

5b eine schematische Netzdarstellung des Filter- und/oder Emitterzylinders der Taschenleuchte gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.

1 zeigt eine schematische Darstellung einer Taschenleuchte 10 mit einer Betätigungseinrichtung 12 zum Einstellen verschiedener spektraler Verteilungen und einem Taschenleuchtengehäuse 20. Die Betätigungseinrichtung 12 ist in diesem Beispiel als radial verstellbarer Hebel bzw. Schalter ausgebildet, kann jedoch in beliebiger Art und Weise ausgestaltet sein, wie beispielsweise auch als Druckknopf, Drehschalter oder ähnlichem. Die Taschenleuchte 10 lässt sich dabei prinzipiell in drei funktionale Komponenten gliedern, wie in 2 schematisch dargestellt. Die zentrale Komponente der Taschenleuchte 10 stellt hierbei die Lichtquellenkomponente 10a dar. Zur Energieversorgung der Lichtquellenkomponente 10a weist die Taschenleuchte 10 noch eine Batteriekomponente 10b auf, beispielsweise ein Batteriefach zur Aufnahme einer Batterie, welches mit der Lichtquellenkomponente 10a elektrisch leitend verbunden ist. Im Lichtaustrittsbereich 14 der Taschenleuchte 10 ist optional noch eine Optikkomponente 10c bereitgestellt. Das in der Lichtquellenkomponente 10b bereitgestellte Licht durchläuft also die Optikkomponente 10c und verlässt über den Lichtaustrittsbereich 14 der Taschenleuchte 10 die Taschenleuchte 10.

3a zeigt nun eine schematische Querschnittsdarstellung der Lichtquellenkomponente 10a der Taschenleuchte 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Lichtquellenkomponente 10a umfasst in diesem Beispiel zwei Lichtquellen, eine erste Lichtquelle A und eine zweite Lichtquelle B, und eine Einstelleinrichtung 16 mit einem beweglichen Element, das in diesem Bespiel als ein Zylinder 16a, insbesondere mit Filtern und/oder Emittern und/oder Lichtdurchtrittsöffnungen und/oder lichtundurchlässigen Bereichen, ausgebildet ist. Weiterhin umfasst die Lichtquellenkomponente 10a eine Mischkammer 18 und einen Teil des Gehäuses 20 der Taschenleuchte 10, in welchem die Lichtquellen A, B, die Einstelleinrichtung 16 und die Mischkammer 18 angeordnet sind. Die Betätigungseinrichtung 12 zum Einstellen der verschiedenen spektralen Verteilungen durchdringt dabei das Gehäuse 20, insbesondere auch die Mischkammer 18, und ist mit der Einstelleinrichtung 16 gekoppelt.

Der Zylinder 16a ist dabei beweglich ausgebildet, insbesondere ist dieser um die Drehachse D drehbar. Weiterhin weist die Mantelfläche des Zylinders 16a verschiedene Bereiche auf. Insbesondere sind dabei erste Bereiche A1, A2, ..., An vorgesehen, die der ersten Lichtquelle A zugeordnet sind und zweite Bereiche B1, B2, ..., Bn, die der zweiten Lichtquelle B2 zugeordnet sind. Die Mantelfläche des Zylinders ist hierbei nochmal in Netzdarstellung in 3b gezeigt. Die jeweiligen Bereiche A1, A2, ..., An, B1, B2, ..., Bn können nun als Filter, insbesondere Farbfilter oder Neutralfilter, als Emitter, insbesondere Leuchtstoffelemente, oder auch nur als Durchgangsöffnung oder lichtundurchlässige Bereiche ausgebildet sein. Die Einstelleinrichtung 16 weist nun eine endliche Anzahl diskreter Einstellmöglichkeiten auf, wobei für jede Einstellmöglichkeit eine entsprechende spektrale Verteilung mit vorbestimmter Farbtemperatur des durch den Lichtaustrittsbereich 14 der Taschenleuchte 10 austretenden weißen Lichts bereitgestellt wird.

Beispielsweise beleuchtet die erste Lichtquelle A in einer ersten Einstellung des Zylinders 16a den ersten Bereich A1, während die zweite Lichtquelle B den zweiten Bereich B1 beleuchtet. Für eine zweite Einstellung beleuchtet die erste Lichtquelle A den ersten Bereich A2, während die zweite Lichtquelle B den zweiten Bereich B2 beleuchtet, und so weiter. Für eine jeweilige Einstellung des Zylinders 16a korrespondiert jeweils einer der ersten Bereiche A1, A2, ..., An zu einem der zweiten Bereiche B1, B2, ..., Bn. Das Licht der Lichtquellen A, B wird beim Durchlaufen der jeweiligen Bereiche in vorgebbarer Weise verändert, das heißt in seiner spektralen Zusammensetzung und/oder Intensität, es sei denn, es handelt sich bei einem Bereich um eine Lichtdurchtrittsöffnung. Das Licht tritt, nachdem es diese Bereiche durchlaufen hat und gegebenenfalls verändert oder gewandelt wurde, auf der anderen Seite des Zylinders 16a wieder aus diesem aus und wird durch die Mischkammer 18, welche an ihrer Innenwandung 18b reflektierend ausgebildet ist, gemischt und verlässt die Taschenleuchte 10 durch den Lichtaustrittsbereich 14. Der Zylinder 16a ist hierbei nicht notwendigerweise als massiver Zylinder zu verstehen, sondern beispielsweise nur als Trägervorrichtung oder Haltevorrichtung für die entsprechenden Bereiche A1, A2, ..., An, B1, B2, ..., Bn, insbesondere Filter und/oder Emitter. So kann beispielsweise der in 3a dargestellte Zylinder 16a so ausgestaltet sein, dass er im oberen Bereich, welcher der ersten Lichtquelle A zugeordnet ist, in Umfangsrichtung nur auf der der ersten Lichtquelle A zugewandten Seite mit Filtern und/oder Emittern besetzt ist, während der untere Teil des Zylinders 16a nur auf der der zweiten Lichtquelle B zugewandten Hälfte mit Filtern und/oder Emittern besetzt ist, während die anderen Teile des Zylinders 16a Freibereiche darstellen.

Durch diese Ausgestaltung der Erfindung lässt sich eine besonders kompakte und bauraumeffiziente Taschenleuchte 10 bereitstellen, welche es zum Beispiel mit nur zwei Basislichtquellen ermöglicht, vielzählige verschiedene vorgebbare spektrale Verteilungen am Ausgang der Taschenleuchte 10 bereitzustellen, welche auf besonders einfache Weise von einem Benutzer über die Betätigungseinrichtung 12 einstellbar und änderbar sind.

4a zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Lichtquellenkomponente 10a. Der Unterschied zu 3a besteht hierbei nun darin, dass der Zylinder 16a außerhalb der Mischkammer 18 angeordnet ist. Der Zylinder 16a kann hierbei wiederum wie in 3b als Netzdarstellung dargestellt ausgebildet sein oder beispielsweise auch wie in 4b dargestellt. Das Licht der jeweiligen Lichtquellen A, B trifft bei diesem Aufbau wiederum direkt auf einen entsprechenden durch die Einstellposition des Zylinders 16a bestimmten Bereich des Zylinders 16a auf, durchläuft diesen Bereich, und tritt dann durch eine jeweilige, in der Mischkammer 18 vorgesehene Öffnung beziehungsweise einen lichtdurchlässigen Bereich 18a in die Mischkammer ein, wird dort gemischt und verlässt die Taschenleuchte 10 im Lichtaustrittsbereich 14. Die Mischkammer 18 zur Lichtmischung ist dabei wiederum an ihrer Innenwandung 18b reflektierend ausgebildet. Die Mischkammer 18 ist dabei, wie auch in 3a, nicht rotierbar, sondern lediglich der Zylinder 16a. Da in diesem Beispiel das in den Zylinder 16a eintretende Licht den Zylinder 16a auf der anderen Seite nicht verlassen muss, ist es hier möglich, den Zylinder 16a vollumfänglich mit Filtern und/oder Emittern zu versehen, so wie dies in 4b veranschaulicht ist. Hierbei ist noch anzumerken, dass die Betätigungseinrichtung 12 nicht notwendigerweise so ausgebildet sein muss, dass diese den Zylinder 16a mit einer Eins-zu-Eins-Übersetzung dreht, sondern die Betätigungseinrichtung 12 kann mit dem Zylinder 16b auf unterschiedlichste Weise, zum Beispiel mit einem sich dazwischen befindlichen Übersetzungsmechanismus, einer Aktorik und dergleichen gekoppelt sein, insbesondere so, dass eine Drehung des Zylinders auch um 360 Grad möglich ist, ohne notwendigerweise den Hebel der Betätigungseinrichtung 12 um den ganzen Umfang der Taschenleuchte 10 drehen zu müssen.

Auch ist die Positionierung der Lichtquellen A, B in 3a und 4a rein exemplarisch zu verstehen. Diese sind in den 3a und 4a in Bezug auf die Drehachse D gegenüberliegend angeordnet, können jedoch beispielsweise auch in jedem beliebigen Winkel bezüglich der Drehachse D zueinander angeordnet sein, zum Beispiel auch direkt untereinander.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Lichtquellenkomponente 10a ist in 5a dargestellt. Hierbei ist die erste Lichtquelle wiederum so angeordnet, dass ihre Hauptabstrahlrichtung senkrecht zur Drehachse D verläuft, während jedoch die zweite Lichtquelle B im Bodenbereich, das heißt in der Darstellung unterhalb des Zylinders 16a, angeordnet ist. Eine entsprechende mögliche Netzdarstellung des Zylinders 16a ist wiederum in 5b dargestellt. Hierbei ist nun die Mantelfläche des Zylinders 16a ausschließlich mit Bereichen A1, A2, ... An, welche der ersten Lichtquelle A zugeordnet sind, versehen, während die der zweiten Lichtquelle B zugeordneten Bereiche B1, B2, ..., Bn im Zylinderboden angeordnet sind. Auch hierbei korrespondiert wiederum je ein Bereich der ersten Lichtquelle A zu einem Bereich für die Lichtquelle B und der Zylinder 16a lässt sich wiederum als Ganzes um die Drehachse D rotieren, um dadurch verschiedene spektrale Verteilungen mit verschiedenen Farbtemperaturen bereitzustellen.

Die Mantelfläche des Zylinders 16a muss hierbei nicht notwendigerweise wiederum vollständig mit zu der ersten Lichtquelle A korrespondierenden Bereichen A1, A2, ..., An versehen sein, diese Bereiche könnten alternativ auch nur an einem Teilumfangsbereich korrespondierend zu 3b auf der Mantelfläche des Zylinders angeordnet sein. Auch gibt es hier zahlreiche weitere Anordnungsmöglichkeiten für die beiden Lichtquellen A, B. Diese können beispielsweise auch beide im Bodenbereich angeordnet sein, zum Beispiel um 180 Grad um die Drehachse D versetzt und in einem unterschiedlichen Abstand zur Drehachse D. Die Einstelleinrichtung 16 würde dann keinen Zylinder 16a mehr umfassen, sondern lediglich ein Filter- und/oder Emitterrad, korrespondierend zum Zylinderboden in 5b, wobei im Außenbereich dieses Rads dann beispielsweise die der ersten Lichtquelle A zugeordneten Bereiche angeordnet sind und im inneren Bereich des Rads die der zweiten Lichtquelle B zugeordneten Bereiche.

Sollte es für die Bereitstellung bestimmter spektraler Verteilungen vorteilhaft sein, dass eine der beiden Lichtquellen A, B nicht zum Gesamtlicht beiträgt, so ist es aus energetischen Gründen besonders vorteilhaft, die entsprechende Lichtquelle A, B abzuschalten. Dies kann auf besonders vorteilhafte Weise zum Beispiel dadurch realisiert werden, dass der Zylinder 16a, oder das bewegliche Element im Allgemeinen, elektrische Kontakte aufweist, sodass die jeweiligen Lichtquellen A, B auch elektrisch geschaltet werden können. Es können also Einstellmöglichkeiten der Einstelleinrichtung 16 vorgesehen sein, in welchen die entsprechende Lichtquelle A, B automatisch abgeschaltet werden, wenn der Zylinder 16a in diese Einstellposition bewegt wird. Wird der Zylinder 16a in eine weitere Einstellposition bewegt, in welcher es vorgesehen ist, dass die abgeschaltete Lichtquelle wieder zum Gesamtlicht beiträgt, kann durch die entsprechende Verschaltung des Zylinders 16a die Lichtquelle wieder automatisch aktiviert werden.

Darüber hinaus sind die korrespondierenden Bereichspaare des beweglichen Elements 16a bevorzugt so aufeinander abgestimmt, dass die resultierende Helligkeit für jede Einstellposition des beweglichen Elements 16a konstant ist. Durch jeweils ein zusammengehöriges Bereichspaar kann mit den Lichtquellen A, B eine bestimmte spektrale Verteilung des Lichts bereitgestellt werden, welches am Ausgang der Mischkammer 18 in die Optikkomponente 10c der Taschenleuchte 10 eingekoppelt wird. Durch einfaches Rotieren des Zylinders 16a können die passenden Bereiche vor die jeweiligen Lichtquellen A, B gebracht werden.

Alternativ zu diesen Ausführungen, bei denen die verschiedenen spektralen Verteilungen durch Rotation des Zylinders 16a bewerkstelligt werden, könnte der Zylinder 16a auch statisch angeordnet sein, insbesondere in Bezug zum Gehäuse 20, und stattdessen könnten die Lichtquellen A, B in/an einem drehbaren Zylinder, insbesondere relativ zu den Bereichen, wie den Filtern und/oder Emittern, drehbar angeordnet sein. Darüber hinaus lassen sich verschiedene spektrale Verteilungen auch dadurch bereitstellen, dass, insbesondere unabhängig vom Vorhandensein eines Filter- und/oder Emitter-Zylinders 16a, die Lichtquellen A, B unterschiedliche Aktivierungszustände aufweisen. Beispielsweise kann nur die erste Lichtquelle A angeschaltet sein oder nur die zweite Lichtquelle B oder beide können gleichzeitig leuchten. Auch können mehr als nur zwei Lichtquellen A, B vorgesehen sein.

Im Folgenden werden nun noch zwei besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele beschrieben, die jedoch wiederum nur exemplarisch zu verstehen sind.

Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel stellt die erste Lichtquelle A eine Glühlampe dar und die zweite Lichtquelle B eine kaltweiße LED. Ein erstes Bereichspaar des beweglichen Elements der Einstelleinrichtung 16 ist dabei so ausgebildet, dass in einer ersten Einstellposition der der Glühlampe zugeordnete Bereich das Glühlampenlicht zu 100 Prozent transmittiert und der der kaltweißen LED zugeordnete Bereich entweder undurchlässig ausgebildet ist oder die kaltweiße LED in dieser Einstellposition des beweglichen Elements abgeschaltet ist. Damit lässt sich in der ersten Einstellposition Halogenlicht mit der Taschenleuchte 10 bereitstellen.

In einer zweiten Einstellposition ist entweder die Glühlampe abgeschaltet oder beleuchtet einen undurchlässigen Bereich, während die kaltweiße LED einen Bereich beleuchtet, zum Beispiel einen Neutralfilter mit vorbestimmten Transmissionsgrad, der die spektrale Zusammensetzung des LED-Lichts unverändert lässt, jedoch die Intensität so modifiziert, insbesondere verringert, dass die resultierende durch die Taschenleuchte 10 bereitgestellte Helligkeit innerhalb vorbestimmter Grenzen gleich der in der ersten Einstellmöglichkeit durch das resultierende Licht bereitgestellten Helligkeit entspricht. In der beschriebenen zweiten Einstellposition kann somit kaltweißes LED-Licht bereitgestellt werden, insbesondere mit gleicher Helligkeit wie das in der ersten Einstellposition bereitgestellte Halogenlicht.

In einer dritten Einstellposition transmittiert der von der Glühlampe beleuchtete Bereich, der zum Bespiel als Farbfilter ausgebildet ist, ausschließlich Zyan und Rot, während der von der kaltweißen LED beleuchtete Bereich, der wiederum als Neutralfilter ausgebildet sein kann, die spektrale Verteilung unverändert lässt, und wiederum die Intensität derart reduziert, dass die Gesamthelligkeit der der ersten und zweiten Einstellposition entspricht. In einer vierten Einstellposition beleuchtet die Glühlampe einen Bereich, zum Bespiel ein Farbfilter, welcher lediglich für Rot transmittiv ausgebildet ist, während die LED einen Bereich beleuchtet, zum Bespiel ebenfalls ein Farbfilter, der nur für Peaks im grünen und blauen Bereich transmittiv ist, wodurch sich insgesamt Leuchtstoffröhrenlicht bereitstellen lässt.

Gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel wird als erste Lichtquelle A wiederum eine Glühlampe verwendet, und die zweite Lichtquelle B stellt eine ultraviolette LED dar. In einer ersten Einstellposition beleuchtet die Glühlampe einen Bereich des beweglichen Elements, welcher das Glühlampenlicht unverändert durchlässt, während die UV-LED abgeschaltet ist oder einen lichtundurchlässigen Bereich beleuchtet. Hierdurch lässt sich wiederum Halogenlicht bereitstellen.

In einer zweiten Einstellposition beleuchtet die Glühlampe einen Bereich, insbesondere Farbfilter, welcher nur für rotes Licht transmittiv ausgebildet ist, während die UV-LED einen Leuchtstoff beleuchtet, welcher dadurch Licht im blauen und grünen Spektralbereich emittiert. Durch diese Kombination lässt sich beispielsweise Leuchtstofflampenlicht bereitstellen.

Bei einer dritten Einstellmöglichkeit beleuchtet die Glühlampe einen Bereich, welcher bestimmte Frequenzen im gelben Bereich herausfiltert, während die UV-LED ohne Änderung ihres Spektrums, sondern lediglich unter Reduktion ihrer Intensität zum Beispiel einen Neutralfilter beleuchtet, wodurch sich Shoplight bereitstellen lässt.

Wiederum sind hier wieder unzählige weitere Kombinationsmöglichkeiten, sowohl hinsichtlich der Ausbildung der einzelnen Bereiche des beweglichen Element, sowie der Anzahl und Art der Lichtquellen denkbar.

Insgesamt wird so eine Taschenleuchte bereitgestellt, welche vorteilhafterweise transportabel ist und die Simulation verschiedener Beleuchtungsarten mit nur zwei Basislichtquellen erlaubt. Durch die Simulation von mehr als zwei Lichtstimmungen mit nur zwei unterschiedlichen Lichtquellen kann der Kunde schnell und einfach die Farbharmonie von unterschiedlichen Kleidungsstücken oder zum Beispiel den Reifegrad von Obst feststellen, ohne auf das bestehende Licht angewiesen zu sein, und ohne mehrere Einzellichtquellen mit sich führen zu müssen. Die kompakte Ausführung mit nur zwei Basislichtquellen erlaubt es, eine Miniaturisierung auf Taschenleuchtenformat zu erreichen, und trotzdem sowohl voluminöse Lichtquellen wie Leuchtstofflampen, Glühlampen und Sonnenlicht zu simulieren. Durch die Taschenleuchte lassen sich damit Manipulationen durch verfälschende Beleuchtungstechnologien, die gerne im Handelsbereich eingesetzt werden, verhindern und eine Möglichkeit zur Beurteilung der Harmonie für verschiedenste Verwendungszwecke, wie zum Beispiel Büro, Abendveranstaltung, Natur, bereitstellen. Damit können Farbeindrücke bereits schon beim Kauf verglichen werden. Somit wird eine mobile Beurteilungsmöglichkeit in extrem kompakter Bauweise bereitgestellt, die nur sehr wenige Einzellichtquellen verwendet, um sehr viele Situationen abbilden zu können.

Bezugszeichenliste

10
Taschenleuchte
10a
Lichtquellenkomponente
10b
Batteriekomponente
10c
Optikkomponente
12
Betätigungseinrichtung
14
Lichtaustrittsbereich
16
Einstelleinrichtung
16a
Zylinder
18
Mischkammer
18a
lichtdurchlässiger Bereich der Mischkammer
18b
Innenwandung der Mischkammer
20
Gehäuse
A
erste Lichtquelle
A1, A2, An
erste Bereiche
B
zweite Lichtquelle
B1, B2, Bn
zweite Bereiche
D
Drehachse