Title:
Elektrische Isolationsanordnung sowie Verfahren zur Wartung einer elektrischen Isolationsanordnung
Kind Code:
A1


Abstract:

Eine elektrische Isolationsanordnung, weist ein erstes Gehäuse (1, 2, 3) sowie ein zweites Gehäuse (12, 13, 14, 15) auf. Das erste Gehäuse (1, 2, 3) sowie das zweite Gehäuse (12, 13, 14, 15) begrenzen einen Fluidraum (10a, 10b, 10c) innerhalb welchem ein elektrisch isolierendes Fluid angeordnet ist. Das zweite Gehäuse (12, 13, 14, 15) ist Teil einer Filtereinrichtung, welche über einen Fluidkanal (11a, 11b, 11c, 11d) mit dem ersten Gehäuse (1, 2, 3) verbunden ist.




Inventors:
Baudach, Joachim (13127, Berlin, DE)
Schmidtke, Markus (Bergfelde, Hohen Neuendorf, DE)
Application Number:
DE102016200453A
Publication Date:
07/20/2017
Filing Date:
01/15/2016
Assignee:
Siemens Aktiengesellschaft, 80333 (DE)
International Classes:



Foreign References:
EP12730192005-06-29
Claims:
1. Elektrische Isolationsanordnung aufweisend einen von einem ersten Gehäuse (1, 2, 3) begrenzten Fluidraum, sowie eine Filtereinrichtung zum Binden von Fremdstoff aus einem im Fluidraum angeordneten elektrisch isolierenden Fluid (10a, 10b, 10c), dadurch gekennzeichnet, dass die Filtereinrichtung ein zweites Gehäuse (12, 13, 14, 15) aufweist, welches über einen Fluidkanal (11a, 11b, 11c, 11d) mit dem ersten Gehäuse (1, 2, 3) verbunden ist.

2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fluidkanal (11a, 11b, 11c, 11d) eine Absperreinrichtung angeordnet ist.

3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtereinrichtung außerhalb des ersten Gehäuses (1, 2, 3) angeordnet ist.

4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Gehäuse (1, 2, 3, 12, 13, 14, 15) ein Druckbehälter ist.

5. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Absperreinrichtung (15a, 15b, 15c) ein erstes Ventil aufweist.

6. Anordnung nach Anspruche 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Absperreinrichtung (15a, 15b, 15c) ein erstes Ventil und ein zweites Ventil aufweist.

7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Betätigung des ersten Ventils und des zweiten Ventils einander bedingen.

8. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Absperreinrichtung (15a, 15b, 15c) einen selbstsperrenden Steckverbinder aufweist.

9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass am Fluidraum ein Wartungsanschluss (16) für das zweite Gehäuse angeordnet ist.

10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtereinrichtung eine Filtersubstrat (17) aufnehmende Kartusche aufweist.

11. Verfahren zur Wartung einer elektrischen Isolationsanordnung, welche ein innerhalb eines Fluidraumes angeordnetes elektrisch isolierendes Fluid (10a, 10b, 10c) sowie eine Filtereinrichtung zum Binden von Fremdstoff aus dem im Fluidraum angeordneten elektrisch isolierenden Fluid (10a, 10b, 10c) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass vor einem Öffnen der Filtereinrichtung der Fluidraum in einen ersten Teilabschnitt und einen zweiten Teilabschnitt unterteilt wird.

12. Verfahren zur Wartung einer elektrischen Isolationsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass vor einem Öffnen der Filtereinrichtung ein in der Filtereinrichtung befindliches Medium abgeführt wird.

13. Verfahren zur Wartung einer elektrischen Isolationsanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass vor einem Durchströmen der Filtereinrichtung mit dem elektrisch isolierenden Fluid (10a, 10b, 10c) ein in der Filtereinrichtung befindliches Medium abgeführt wird.

Description:

Die Erfindung betrifft eine elektrische Isolationsanordnung aufweisend einen von einem ersten Gehäuse begrenzten Fluidraum, sowie eine Filtereinrichtung zum Binden von Fremdstoff aus einem im Fluidraum angeordneten elektrisch isolierenden Fluid.

Eine derartige elektrische Isolationsanordnung ist beispielsweise aus der europäischen Patentschrift EP 1273019 B1 bekannt. Dort ist ein Hochspannungsleistungsschalter in Freiluftausführung beschrieben, welcher einen Porzellankörper aufweist, der einen Hauptgasraum bildet. Der Porzellankörper ist mit einer den Porzellankörper abschließenden kuppelförmigen Abschlussarmatur verschlossen. Durch den Porzellankörper und die Abschlussarmatur ist ein Fluidraum begrenzt, welcher mit einem Gas gefüllt ist. Innerhalb des dortigen Fluidraumes sind sogenannte Filterbeutel angeordnet, welche einem Filtern von Fremdstoff aus dem innerhalb des Fluidraumes angeordneten Gas dienen.

Um den im Fluidraum auftretenden Temperaturen widerstehen zu können, sind die Filterbeutel mit einem hochtemperaturfesten Gewebe ausgestattet. Dadurch sind die bekannten Filterbeutel nur mit einem erhöhten Kostenaufwand bereitzustellen. Darüber hinaus erscheint ein Wechsel der bekannten Filterbeutel aufwendig, da eine Demontage des Hochspannungsleistungsschalters in Freiluftausführung vorzunehmen ist und somit längere Ausfallzeiten des bekannten Hochspannungsleistungsschalters zu erwarten sind.

Somit ergibt sich als Aufgabe der Erfindung eine elektrische Isolationsanordnung derart fortzubilden, dass diese eine verbesserte Verfügbarkeit aufweist und Ausfallzeiten, insbesondere im Wartungsfalle reduziert sind.

Erfindungsgemäß wird dies bei einer elektrischen Isolationsanordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Filtereinrichtung ein zweites Gehäuse aufweist, welches über einen Fluidkanal mit dem ersten Gehäuse verbunden ist.

Eine elektrische Isolationsanordnung dient einer elektrisch isolierten Anordnung von Einrichtungen, welche voneinander abweichende elektrische Potentiale führen. Typischerweise dient eine elektrische Isolationsanordnung einer elektrisch isolierten Anordnung eines elektrisch leitfähigen Phasenleiters, welcher zum Vermeiden von Überschlägen zu dem bzw. von dem Phasenleiter mit einer elektrischen Isolation umgeben ist. Beispielsweise kann eine elektrische Isolation durch ein elektrisch isolierendes Fluid ausgebildet sein, welches den elektrisch zu isolierenden Phasenleiter umspült. Zum Vermeiden eines Verflüchtigen des elektrisch isolierenden Fluids kann dieses beispielsweise innerhalb eines Fluidraumes angeordnet werden, wobei der Fluidraum von zumindest einer Gehäusebaugruppe begrenzt ist. Die Gehäusebaugruppe kann bevorzugt eine entsprechend fluiddichte Barriere (z. B. Wandung) aufweisen. Bevorzugt kann das elektrisch isolierende Fluid in Gasform vorliegen. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass das elektrische isolierende Fluid flüssig vorliegt. Je nach Bedarf kann dabei der Grad der Fluiddichtigkeit der Gehäusebaugruppe variieren. Die Gehäusebaugruppe kann dabei zumindest teilweise selbst elektrisch isolierend wirken, es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Gehäusebaugruppe zumindest teilweise elektrisch leitfähig ausgebildet ist. Bevorzugt kann der elektrisch zu isolierende Phasenleiter gegenüber der Gehäusebaugruppe beabstandet gehalten sein. Eine derartige Beabstandung kann beispielsweise durch ein elektrisch isoliertes mechanisches Stützen des Phasenleiters an der Gehäusebaugruppe erfolgen. Der Phasenleiter kann auch an der Gehäusebaugruppe anliegen bzw. diese durchsetzen. Dazu sollte eine entsprechende elektrisch isolierte Ausführung der Gehäusebaugruppe in diesem Bereich vorliegen. Eine Strecke zwischen dem zu isolierenden Phasenleiter sowie der Gehäusebaugruppe kann mit dem elektrisch isolierenden Fluid befüllt sein, so dass eine elektrische Isolation zwischen Phasenleiter und der Gehäusebaugruppe mittels des elektrisch isolierenden Fluids gegeben ist. Das elektrisch isolierende Fluid umspült den Phasenleiter. Um die elektrische Isolationsfestigkeit des elektrisch isolierenden Fluids aufrecht zu erhalten, kann das elektrisch isolierende Fluid mit einer Filtereinrichtung in Kontakt stehen. Über die Filtereinrichtung ist es möglich, Fremdstoffe, welche sich im elektrisch isolierenden Fluid ansammeln können, zu binden. Derartige Fremdstoffe können beispielsweise Stäube, Fremdgase, Fremdflüssigkeiten usw. sein. Um ein Wirksamwerden der Filtereinrichtung zu ermöglichen ist das elektrisch isolierende Fluid durch die Filtereinrichtung hindurchzuführen bzw. der Filtereinrichtung zuzuführen. Bevorzugt kann die Filtereinrichtung selbst einen Teil des Fluidraumes begrenzen. Die Gehäusebaugruppe kann beispielsweise ein erstes Gehäuse und ein zweites Gehäuse aufweisen. Bevorzugt kann dabei die Filtereinrichtung ein zweites Gehäuse aufweisen, so dass der Fluidraum sowohl vom ersten als auch vom zweiten Gehäuse begrenzt (fluiddichte Barriere) ist. Dabei kann sowohl das erste Gehäuse als auch das zweite Gehäuse eine entsprechende Fluiddichte Barriere zur Verfügung stellen, um ein Hindurchtreten des Fluids durch eines der Gehäuse zu vermeiden. Um eine Korrespondenz des elektrisch isolierenden Fluides zwischen dem ersten sowie dem zweiten Gehäuse zu ermöglichen, können das erste sowie das zweite Gehäuse über einen Fluidkanal miteinander verbunden sein. Um ein Verflüchtigen des elektrisch isolierenden Fluids zu vermeiden, ist der Fluidkanal bevorzugt ebenfalls mit einer fluiddichten Wandung bzw. fluiddichten Barriere ausgestattet, so dass ein Überströmen eines elektrisch isolierenden Fluids von dem ersten Gehäuse zu dem zweiten Gehäuse und umgekehrt über den Kanal erfolgen kann.

Die Verwendung eines ersten sowie eines zweiten Gehäuses ermöglicht es, ein Einströmen bzw. ein Beströmen der Filtereinrichtung aus einer definierten Richtung zu erzwingen. Somit kann die Filtereinrichtung hinsichtlich ihrer Filterwirkung verbessert werden. Gegenüber einer diffusen Durchströmung oder Beströmung einer Filtereinrichtung kann so beispielsweise eine mehrstufige Filterung von Fremdstoffen vorgenommen werden. Weiter kann vorgesehen sein, dass das erste Gehäuse das zweite Gehäuse zumindest teilweise umgibt. Durch das zweite Gehäuse kann im Fluidraum ein definierter Bereich (z. B. Teilabschnitt) geschaffen werden, innerhalb welchem beispielsweise ein Filtersubstrat der Filtereinrichtung angeordnet werden kann. Somit kann das zweite Gehäuse neben einem mechanischen Einhausen eines Fremdstoffe bindenden Filtersubstrats auch eine mechanische Schutzfunktion übernehmen, so dass das Substrat beispielsweise vor einem Verbrennen, einem vorzeitigen Altern, einem Zerfallen usw. geschützt ist.

Ein Fluidkanal kann beispielsweise in Form eines Rohres oder einer Durchtrittsöffnung gebildet sein, über welchen eine Kommunikation eines ersten Teilabschnittes des Fluidraumes, welcher zumindest teilweise vom ersten Gehäuse begrenzt ist, sowie eines zweiten Teilabschnittes des Fluidraumes, welcher zumindest teilweise vom zweiten Gehäuse begrenzt ist, ermöglicht ist. Bevorzugt sollte die axiale Erstreckung des Fluidkanales größer (bevorzugt ein Vielfaches) als die Erstreckung des Fluidkanales in einer Querrichtung sein. Durch eine derartige Dimensionierung kann ein Beströmen der Filtereinrichtung mit einem bestimmten Beschleunigungsprofil erfolgen, so dass eine Förderung der Filterwirkung und/oder Filterleistung der Filtereinrichtung erfolgen kann.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass in dem Fluidkanal eine Absperreinrichtung angeordnet ist.

Die Nutzung einer Absperreinrichtung ermöglicht es, die Durchlässigkeit des Fluidkanals für das Fluid zu begrenzen. Beispielsweise kann mittels einer Absperreinrichtung der Strömungswiderstand des Fluidkanals verändert werden. Der Strömungswiderstand kann beispielsweise derart vergrößert werden, dass keine Strömung durch den Fluidkanal möglich ist. In diesem Falle ist der Fluidkanal verschlossen. Somit kann mittels der Absperreinrichtung Fluid im ersten Teilabschnitt des Fluidraumes sowie Fluid im zweiten Teilabschnitt des Fluidraumes voneinander separiert werden. Dabei sind der erste Teilabschnitt von dem ersten Gehäuse sowie der zweite Teilabschnitt von dem zweiten Gehäuse jeweils zumindest abschnittsweise begrenzt. Mittels der Absperreinrichtung wird ein Absperren der Filtereinrichtung von dem ersten Gehäuse ermöglicht, so dass eine Behandlung des Fluids im ersten Teilabschnitt und/oder des Fluids im zweiten Teilabschnitt unabhängig von dem Fluid im jeweils anderen Teilabschnitt vorgenommen werden kann. So ist es beispielsweise möglich, nach einem erfolgten Sperren des Fluidkanals eine Wartung der Filtereinrichtung vorzunehmen, wobei der Teilabschnitt, welcher von dem ersten Gehäuse begrenzt ist, aufgrund der Absperrung durch die Absperreinrichtung unbeeinflusst bleibt. Die Absperreinrichtung kann dabei manuell oder automatisiert angesteuert sein. So kann es beispielsweise vorgesehen sein, dass bei einer Überwachung des Fluids eine Verunreinigung oder eine Sättigung der Filtereinrichtung festgestellt wird, woraufhin ein Absperren oder zumindest ein teilweises Verdämmen des Fluidkanals ausgelöst werden kann. Bedarfsweise kann ein derartiges Betätigen der Absperreinrichtung auch manuell vorgenommen werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Filtereinrichtung außerhalb des ersten Gehäuses angeordnet ist.

Eine Anordnung der Filtereinrichtung außerhalb des ersten Gehäuses weist den Vorteil auf, dass die Filtereinrichtung beispielsweise unabhängig vom ersten Gehäuse, d. h. ohne ein Eingreifen in das Innere des ersten Gehäuses, gewartet, ausgetauscht, bearbeitet, behandelt usw. werden kann. Beispielsweise besteht so die Möglichkeit, auch mehrere Gehäuse einer elektrischen Isolationsanordnung zu einem Fluidraum zu verbinden und eine zentrale Anordnung einer oder mehrerer Filtereinrichtungen vorzusehen. Insbesondere bei größer ausgedehnten elektrischen Isolationsanordnungen besteht so die Möglichkeit, an einem zentralen Platz eine Filtereinrichtung, welche ein Fluid eines von mehreren (ersten) Gehäusen begrenzten Isolierraumes filtert oder auch mehrere Filtereinrichtungen, welche jeweils Fluide von separaten Gehäusen filtern zu positionieren. Dadurch wird eine Überwachung beziehungsweise Wartung der Filtereinrichtung(en) erleichtert.

Darüber hinaus kann aufgrund einer separaten Anordnung der Filtereinrichtung außerhalb des ersten Gehäuses auch ein Entfernen beziehungsweise Bearbeiten beispielsweise eines zweiten Gehäuses vorgenommen werden, ohne das erste Gehäuse bearbeiten beziehungsweise behandeln zu müssen.

Eine weitere vorteilhafterweise Ausgestaltung kann vorsehen, dass zumindest eines der Gehäuse ein Druckbehälter ist.

Eine Ausbildung zumindest eines des Gehäuses, insbesondere des ersten und des zweiten Gehäuses, bevorzugt ebenso eine druckfeste Ausgestaltung des Fluidkanals, ermöglicht es einen Differenzdruck zwischen dem von dem ersten Gehäuse beziehungsweise dem zweiten Gehäuse beziehungsweise dem Fluidkanal begrenzten Fluidraum sowie der Umgebung des ersten beziehungsweise zweiten Gehäuses bzw. des Fluidkanals herzustellen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, das Fluid im Inneren des Fluidraums unter einen Überdruck zu setzen, wobei das Gehäuse insbesondere das erste und das zweite insbesondere auch der Fluidkanal, eine fluiddichte, druckfeste Barriere darstellen. So ist es beispielsweise möglich, die Isolationsfestigkeit des elektrisch isolierenden Fluids durch Druckerhöhung im Inneren des Fluidraums zu erhöhen. Beispielsweise kann eine Fluidisolation gasförmig ausgebildet sein, wobei das gasförmige Fluid einen Überdruck von mehreren Atmosphären aufweist. Als elektrisch isolierende Fluide (unabhängig von dem Druck derselben) eignen sich insbesondere fluoridhaltige Fluide, wie Schwefelhexafluorid, Fluorketone oder Fluornitrite, die eine hohe Durchschlagsfestigkeit aufweisen und weiter auch über lichtbogenlöschende Eigenschaften verfügen. Darüber hinaus können jedoch auch weitere Fluide, wie beispielsweise Stickstoff, Kohlendioxid, Isolieröle, Isolierester usw. Verwendung finden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Absperreinrichtung ein erstes Ventil aufweist.

Eine Ausstattung einer Absperreinrichtung mit einem Ventil ermöglicht es, gezielt den Fluidkanal zu versperren beziehungsweise dessen Strömungswiderstand zu erhöhen. Mittels des Ventils kann beispielsweise ein Verdämmen des Querschnitts des Fluidkanals vorgenommen werden. Weiterhin ermöglicht ein Ventil ein wiederholtes Öffnen und Schließen. Je nach Ausgestaltung des ersten Ventils kann dieses selbsttätig, beispielsweise differenzdruckgesteuert, weggesteuert, temperaturgesteuert usw. arbeiten. Es kann sich dabei um ein Einweg-Ventil handeln, es kann sich jedoch auch um ein Mehrwege-Ventil handeln.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Absperreinrichtung ein erstes Ventil und ein zweites Ventil aufweist.

Die Verwendung eines ersten Ventils sowie eines zweiten Ventils ermöglicht es, den Fluidkanal in unterschiedliche Abschnitte zu unterteilen, so dass beispielsweise eingangsseitig und ausgangsseitig des Fluidkanals beziehungsweise umgekehrt ein erstes beziehungsweise ein zweites Ventil angeordnet sind, so dass zwischen den Ventilen ein Abschnitt im Fluidkanal gebildet ist, welcher von dem Teilvolumen des ersten Gehäuses sowie von dem Teilvolumen des zweiten Gehäuses separiert werden kann. Vorteilhafterweise können die beiden Ventile gegensinnige Durchlassrichtungen aufweisen, so dass insbesondere bei differenzdruckgesteuerten Ventilen eine gegensinnige Wirkungsweise der Ventile erfolgt. Ebenso können auch bei einer wegabhängigen Steuerung Relativbewegungen von Ventilkörpern der jeweiligen Ventile mit umgekehrtem Richtungssinn erfolgen.

Eine weitere Ausgestaltung kann vorsehen, dass eine Betätigung des ersten Ventils und des zweiten Ventils einander bedingen.

Die beiden Ventile können bevorzugt nur in Abhängigkeit eines bestimmten Zustands des jeweils anderen Ventils betätigt werden, so dass eine Betätigung des einen Ventils eine Betätigung des anderen Ventils bedingt beziehungsweise das durch die Betätigung des einen Ventils eine Betätigung des anderen Ventils bedingt wird. Somit kann beispielsweise sichergestellt werden, dass ein annähernd zeitgleiches Betätigen vom ersten und zweiten Ventil erfolgt oder es kann auch sichergestellt werden, dass eine Betätigung der beiden Ventile in Abhängigkeit des Voranschreitens einer Betätigung des anderen Ventils ausgelöst wird.

Vorteilhafterweise kann weiter vorgesehen sein, dass die Absperreinrichtung einen selbstsperrenden Steckverbinder aufweist.

Ein Steckverbinder ermöglicht es, den Fluidraum insbesondere im Bereich des Fluidkanals aufzutrennen, um ein mechanisches Separieren des ersten Teilabschnittes vom zweiten Teilabschnitt vornehmen zu können. Mittels eines selbstsperrenden Steckverbinders kann sichergestellt werden, dass bei einem Auftrennen des Fluidraums ein unbeabsichtigtes Entweichen von elektrisch isolierendem Fluid reduziert wird. So kann beispielsweise ein Auswechseln der Filtereinrichtung erfolgen, ohne einen Eingriff in das innerhalb des ersten Gehäuses befindliche Fluid vornehmen zu müssen. Vielmehr wird durch den selbstsperrenden Steckverbinder ein An- beziehungsweise Abstecken der Filtereinrichtung ermöglicht. Der selbstsperrende Steckverbinder kann dazu beispielsweise ein Ventil aufweisen, welches bei einem Lösen des Steckverbinders verschließt, d.h. den Fluidkanal verdämmt. Weiter kann ein zweites Ventil ausgelöst durch ein Abtrennen der Filtereinrichtung ebenfalls ein Versperren des Fluidkanals bewirkt. So kann ein zwischen den beiden Ventilen befindlicher Bereich, insbesondere des Fluidkanals, von dem ersten Gehäuse beziehungsweise von dem zweiten Gehäuse (beziehungsweise ersten Teilabschnitten des Fluidraumes und zweiten Teilabschnitten des Fluidraumes) getrennt werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass am Fluidraum ein Wartungsanschluss für das zweite Gehäuse angeordnet ist.

Ein Vorsehen eines Wartungsanschlusses am Fluidraum ermöglicht es, Fluid in den Fluidraum einzufüllen beziehungsweise aus diesem Fluidraum abzulassen. Durch eine Anordnung des Wartungsanschlusses im Bereich des zweiten Gehäuses, d.h. im Bereich der Filtereinrichtung, besteht die Möglichkeit, die Filtereinrichtung beispielsweise vor einem Ankoppeln an das erste Gehäuse vorzubefüllen beziehungsweise vor einem Öffnen der Filtereinrichtung Reststoffe aus dem ersten Gehäuse entnehmen zu können. So kann zu einem Vorbefüllen des ersten Gehäuses ein Isolierfluid verwendet werden. Bei einem Entfernen kann beispielsweise Isolierfluid sowie Fremdstoff aus der Filtereinrichtung entnommen werden.

Damit wird verhindert, dass ein Verunreinigen des Fluids innerhalb des Fluidraums durch ein Anschließen einer Filtereinrichtung in undefiniertem Zustand vorgenommen wird. Umgekehrt wird einer Verunreinigung der Umgebung durch aus der Filtereinrichtung austretendes Fluid beziehungsweise Fremdstoff durch vorheriges Ablassen entgegengewirkt.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Filtereinrichtung eine Filtersubstrat aufnehmende Kartusche aufweist.

Ein Filtersubstrat in einer Filtereinrichtung dient einem Binden von im Isolierfluid enthaltenen Fremdstoff. Als Filtersubstrat eignen sich beispielsweise Oxide, insbesondere Aluminiumoxid, um z. B. Feuchtigkeit aus dem elektrisch isolierenden Fluid herauszufiltern und in dem Filtersubstrat zu halten. Dabei kann das Filtersubstrat verschiedenartige Strukturen aufweisen. Beispielsweise kann das Filtermaterial granulatförmig, mattenförmig, gasförmig usw. vorliegen. Durch die Verwendung einer Kartusche ist die Möglichkeit gegeben, normierte Filtersubstrate in die Kartusche einzubringen und eine geeignete Durchströmung des Filtersubstrats vorzunehmen. Die Kartusche kann dabei vorteilhafterweise einen Teil des zweiten Gehäuses bilden. Beispielsweise kann die Kartusche nach Art einer Glocke auf eine Bodenplatte geschraubt werden, so dass ein Zugang zu dem Innenvolumen der Glocke nach Trennung von der Bodenplatte ermöglicht ist. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, die Filtereinrichtung mehrfach zu verwenden und das Filtersubstrat regelmäßig auszutauschen und gegebenenfalls zu regenerieren. Die Kartusche kann als fluiddichte Barriere wirken und als Teil eines Druckbehälters (z. B. zweites Gehäuse) dienen.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Wartung einer elektrischen Isolationsanordnung anzugeben, welche ein innerhalb eines Fluidraums angeordnetes elektrisch isolierendes Fluid sowie eine Filtereinrichtung zum Binden von Fremdstoff aus dem im Fluidraum angeordneten elektrisch isolierenden Fluid aufweist. Vorteilhafterweise sollte das Verfahren dabei eine einfache und schnelle Wartung der Filtereinrichtung ermöglichen.

Vorteilhafterweise wird die Aufgabe bei einem Verfahren der vorstehenden Art dadurch gelöst, dass vor einem Öffnen der Filtereinrichtung der Fluidraum in einen ersten Teilabschnitt und einen zweiten Teilabschnitt unterteilt wird.

Eine Unterteilung des Fluidraums in einen ersten Teilabschnitt sowie einen zweiten Teilabschnitt kann bevorzugt mittels einer Absperreinrichtung vorgenommen werden. Die Absperreinrichtung sollte dabei bevorzugt auf einen Fluidkanal einwirken, welcher ein erstes Gehäuse sowie ein zweites Gehäuse aufweist, welche gemeinsam einen Fluidraum begrenzen. Durch ein Unterteilen des Fluidraums in einen ersten und einen zweiten Teilabschnitt kann das im Inneren des Fluidraums befindliche elektrisch isolierende Fluid ebenfalls in ein erstes Teilvolumen sowie ein zweites Teilvolumen unterteilt werden. Je nach Größe der voneinander separierten Teilabschnitte besteht nunmehr die Möglichkeit, bei einem Warten beziehungsweise vor einem Öffnen der Filtereinrichtung lediglich einen verkleinerten Teilabschnitt in der Filtereinrichtung vorzuhalten. Dadurch wird der größere Teilabschnitt des elektrisch isolierenden Fluids von einer Wartung der Filtereinrichtung nicht beeinflusst.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass vor einem Öffnen der Filtereinrichtung ein in der Filtereinrichtung befindliches Medium abgeführt wird.

Vor einem Öffnen der Filtereinrichtung, d. h. vor einem Zugang zu dem an der Filtereinrichtung begrenzten Teilabschnitt kann das in der Filtereinrichtung befindliche (insbesondere fluide) Medium abgeführt werden. Dazu kann vorgesehen sein, dass ein entsprechender Wartungsanschluss genutzt wird, um z. B. das innerhalb der Filtereinrichtung befindliche elektrisch isolierende Fluid beziehungsweise auch Fremdstoff aus der Filtereinrichtung zu entfernen, um ein undefiniertes Herauslassen zu verhindern. Dazu kann ein Anschluss der Filtereinrichtung an ein so genanntes Wartungsgerät erfolgen, mittels welchem ein Absaugen des Fluids nebst Fremdstoff erfolgen kann. Neben der Nutzung eines separaten Wartungsanschlusses kann auch ein aufgetrennter Fluidkanal genutzt werden, um ein elektrisch isolierendes Fluid beziehungsweise Fremdstoff aus dem Inneren der Filtereinrichtung abzuführen beziehungsweise abzusaugen. Dazu kann nach einem erfolgten Anschließen des Fluidkanals an ein Auffangvolumen ein zum Verdämmen des Fluidkanals genutzte Absperreinrichtung geöffnet werden.

Das Filtersubstrat wird vor einer Entnahme aus der Filtereinrichtung belüftet und flüchtige Medien werden aus der Filtereinrichtung vorab herausgelassen. Entsprechend kann das verbleibend Filtersubstrat nach einem Öffnen der Filtereinrichtung entnommen und gegebenenfalls regeneriert werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass vor einem Durchströmen der Filtereinrichtung mit dem elektrisch isolierenden Fluid ein in der Filtereinrichtung befindliches Medium abgeführt wird.

Ein Entfernen eines in der Filtereinrichtung befindlichen Mediums vor einem Durchströmen der Filtereinrichtung mit dem elektrisch isolierenden Fluid ist insbesondere nach einem erfolgten Warten der Filtereinrichtung, insbesondere nach einem erfolgten Austausch des Filtersubstrats von Vorteil. So kann verhindert werden, dass sich bereits vor einem Verbinden der Filtereinrichtung mit dem ersten Gehäuse ein innerhalb der Filtereinrichtung befindlicher Fremdstoff (z. B. Feuchtigkeit oder Fremdgase) in den Fluidraum eingeschleppt wird. Bevorzugt kann ein Entfernen mittels eines Unterdrucks insbesondere eines Vakuums vorgenommen werden, so dass anschließend ein Befüllen mit dem elektrisch isolierendem Fluid vorgenommen werden kann. Dieses Befüllen kann beispielsweise bei einem Öffnen eines Fluidkanals nach einem Verbinden der Teilabschnitte des ersten sowie des zweiten Gehäuses erfolgen, so dass das Fluid über den Fluidkanal in die Filtereinrichtung überströmt. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass vor einem Öffnen der Absperreinrichtung nach erfolgter Entnahme eines in der Filtereinrichtung befindlichen undefinierten Mediums ein zusätzliches Befüllen der Filtereinrichtung mit dem elektrisch isolierenden Fluid vorgenommen wird und erst nach einem Befüllen der Filtereinrichtung über den Fluidkanal nach einem Öffnen einer Absperrvorrichtung ein Austausch des elektrisch isolierenden Fluids zwischen erstem Gehäuse sowie zweitem Gehäuse erfolgen kann.

Beispielsweise kann zum Entnehmen des undefinierten Mediums aus der Filtereinrichtung beziehungsweise einem anschließenden Vorbefüllen der Filtereinrichtung mit dem elektrisch isolierenden Fluid ein Wartungsanschluss am zweiten Gehäuse genutzt werden. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Fluidkanal selbst entsprechend ausgestaltet ist, z. B. mechanisch auftrennbar ist, um eine Entnahme eines undefinierten Mediums aus der Filtereinrichtung beziehungsweise ein Vorbefüllen der Filtereinrichtung mit elektrisch isolierendem Fluid vornehmen zu können.

Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Zeichnung schematisch gezeigt und nachfolgend näher beschrieben.

Dabei zeigen die

1 einen Querschnitt durch eine elektrische Isolationsanordnung,

2 einen Querschnitt durch eine Filtereinrichtung nebst Fluidkanal,

3 eine Außenansicht der aus der 3 bekannten Anordnung in einer Variante.

Die 1 zeigt einen Querschnitt durch eine elektrische Isolationsanordnung mit einer Gehäusebaugruppe. Die Gehäusegruppe weist ein erstes Gehäuse 1 in einer ersten Variante, ein erstes Gehäuse 2 in einer zweiten Variante sowie ein erstes Gehäuse 3 in einer dritten Variante auf. Die ersten Gehäuse 1, 2, 3 sind jeweils im Wesentlichen rohrförmig ausgeführt und weisen einen kreisringförmigen Querschnitt auf. Die ersten Gehäuse 1, 2, 3 sind dabei jeweils koaxial zu einer Rotationsachse 4 ausgerichtet. Die ersten Gehäuse 1, 2, 3 sind an ihren stirnseitigen Enden jeweils mit einem Außenflansch versehen, so dass die Stirnseiten zweier benachbarter Gehäuse 1, 2 & 2, 3 unter Zwischenlage jeweils eines Feststoffisolators 5 miteinander verflanscht werden können. Die Flansche können dabei bevorzugt als Schraubflansche ausgeführt sein, welche in ihren Flanschkrägen jeweils Ausnehmungen aufweisen, durch welche im Wesentlichen zu der Rotationsachse 4 fluchtend Bolzen steckbar sind, welche eine Verspannkraft auf die Flansche der ersten Gehäuse 1, 2, 3 aufbringen können. Die Feststoffisolatoren 5 sind im Wesentlichen kreiszylindrisch ausgebildet, wobei der Außendurchmesser im Wesentlichen dem Querschnitt der Flansche an den ersten Gehäusen 1, 2, 3 entspricht. Somit ist es möglich, die Feststoffisolatoren 5 stirnseitig in die Flanschverbindung zwischen den ersten Gehäusen 1, 2, 3 einzusetzen, so dass beispielsweise eine fluiddichte Barriere jeweils stirnseitig an den ersten Gehäusen 1, 2, 3 geschaffen ist. Die Feststoffisolatoren 5 sind zentrisch von einem Phasenleiter 6 durchsetzt. Der Phasenleiter 6 ist vorliegend als metallischer Leiter ausgebildet, welcher fluiddicht in die Feststoffisolatoren 5 eingesetzt ist und über die Feststoffisolatoren 5 beabstandet zu den ersten Gehäusen 1, 2, 3 gehalten ist. Beispielhaft ist in der ersten Variante des ersten Gehäuses 1 die Anordnung eines Messwandlers 7 gezeigt, mittels welchem ein Stromfluss durch den Phasenleiter 6 detektierbar ist. Weiterhin ist beispielhaft im ersten Gehäuse 2 der zweiten Variante die Anordnung einer Unterbrechereinheit 8 vorgesehen, mittels welcher der Phasenleiter 6 unterbrechbar beziehungsweise schließbar ist. Die Unterbrechereinheit 8 kann beispielsweise die Unterbrechereinheit eines Leistungsschalters oder eines Trennschalters oder eines Lastschalters oder einer anderweitigen Schalteinrichtung sein. Neben einer Unterbrechereinheit 8 im Verlauf des Phasenleiters 6 kann auch vorgesehen sein, dass eine weitere Schalteinrichtung, beispielsweise ein Erdungsschalter, innerhalb eines ersten Gehäuses 1, 2, 3 angeordnet ist, welcher beispielsweise ein Erden des Phasenleiters 6 vornehmen kann. Die ersten Gehäuse 1, 2, 3 können dazu beispielsweise aus einem elektrisch leitenden Material, beispielsweise einem Metall, gefertigt sein und ihrerseits aus Sicherheitsgründen Erdpotential führen, so dass mittels eines Erdungsschalters beispielsweise eine Übertragung des Erdpotentials eines der ersten Gehäuse 1, 2, 3 auf den Phasenleiter 6 vorgenommen werden kann.

In der dritten Variante des ersten Gehäuses 3 ist eine so genannte passive Ausgestaltung gewählt, d.h. in dem ersten Gehäuse 3 der dritten Variante ist lediglich der Phasenleiter 6 angeordnet, wobei dieser elektrisch isoliert gehalten ist. Schaltgeräte oder weitere Einbauten sind am ersten Gehäuse 3 in der dritten Variante nicht vorgesehen.

Jedes der ersten Gehäuse 1, 2, 3 weist einen Anschlussstutzen 9a, 9b, 9c auf. Die Anschlussstutzen 9a, 9b, 9c sind jeweils gleichartig ausgebildet und mantelseitig an dem jeweiligen ersten Gehäuse 1, 2, 3 angesetzt. Jedes der ersten Gehäuse 1, 2, 3 begrenzt jeweils einen Fluidraum 10a, 10b, 10c. Die Fluidräume 10a, 10b, 10c sind jeweils mit einem elektrisch isolierenden Fluid, bevorzugt einem Gas, z. B. Schwefelhexafluorid, Fluornitril oder einem Fluorketon, Stickstoff, CO2 oder einem anderweitig geeigneten elektrisch isolierenden Fluid befüllt. Die ersten Gehäuse 1, 2, 3 sind dabei jeweils als Druckbehälter ausgebildet, um das in ihren Fluidaufnahmeräumen 10a, 10b, 10c jeweils befindliche Fluid unter Überdruck setzen zu können. In dem Fluidraum 10b des ersten Gehäuses 2 in der zweiten Variante dient das Fluid neben einem elektrischen Isolieren des Phasenleiters 6 auch einem Löschen eines gegebenenfalls an der Unterbrechereinheit 8 entstehenden Schaltlichtbogens.

Über die Anschlussstutzen 9a, 9b, 9c ist ein Mündung eines Fluidkanals 11a, 11b, 11c geschaffen, mittels welchem eine fluiddichte Verbindung zwischen dem Inneren eines jeweiligen ersten Gehäuses 1, 2, 3 sowie dem Inneren eines jeweiligen zweiten Gehäuses 12, 13, 14 geschaffen ist. Das jeweilige erste Gehäuse 1, 2, 3 sowie das jeweils über den jeweiligen Fluidkanal 11a, 11b, 11c verbundene zweite Gehäuse 12, 13, 14 begrenzen jeweils einen Fluidraum 10a, 10b, 10c, wobei ein erster Teilabschnitt des jeweiligen Fluidraums 10a, 10b, 10c durch das jeweilige erste Gehäuse 1, 2, 3 sowie ein zweiter Teilabschnitt des Fluidraums 10a, 10b, 10c durch das jeweilige zweite Gehäuse 12, 13, 14 begrenzt ist. Das jeweilige zweite Gehäuse 12, 13, 14 ist dabei außerhalb des jeweiligen ersten Gehäuses 1, 2, 3 angeordnet.

Im Verlauf des jeweiligen Fluidkanals 11a, 11b, 11c ist jeweils eine Absperreinrichtung 15a, 15b, 15c angeordnet. Die Absperreinrichtungen 15a, 15b, 15c sind beispielsweise Ventile, welche bedarfsweise einem Verdämmen des jeweiligen Fluidkanals 11a, 11b, 11c dienen. Über die jeweilige Absperreinrichtung 15a, 15b, 15c ist ein Unterteilen und Separieren von in einem ersten Teilabschnitt und einem zweiten Teilabschnitt des Fluidraumes 10a, 10b, 10c befindlichen elektrisch isolierenden Fluids möglich.

Weiterhin ist dem jeweiligen zweiten Gehäuse 12, 13, 14 jeweils ein Wartungsanschluss 16 zugeordnet. Mittels des Wartungsanschlusses 16 ist es möglich, nach einem Versperren des jeweiligen Fluidkanals 11a, 11b, 11c mittels der jeweiligen Absperreinrichtung 15a, 15b, 15c innerhalb des zweiten Gehäuses 12, 13, 14 verbleibendes elektrisch isolierendes Fluid beziehungsweise Fremdstoff herauslassen beziehungsweise abzusaugen. Bei geöffneter Sperreinrichtung 15a, 15b, 15c ist ein Befüllen/Entleeren auch des ersten Gehäuses 1, 2, 3 über den Wartungsabschluss 16 möglich. Dazu ist der Wartungsanschluss 16 mit einem entsprechenden Ventil versehen. Bei dem Fluidkanal 11a des ersten Gehäuses 1 in erster Variante ist vorgesehen, dass mehrere separate zweite Gehäuse 12, 13 genutzt sind, die eine Vergrößerung der Kapazität der Filtereinrichtung erzielen. In diesem Falle ist vorgesehen, dass ein Wartungsanschluss 16 für sämtliche zweiten Gehäuse 12, 13 der Filtereinrichtung genutzt werden kann. Zur Erhöhung der Kapazität der Filtereinrichtung kann vorgesehen sein, weitere zweite Gehäuse 12, 13 zu nutzen, welche ihrerseits wiederum über den Wartungsanschluss 16 der Filtereinrichtung des vom ersten Gehäuse 1 in erster Variante begrenzten Fluidraums entleert/befüllt werden können.

Darüber hinaus können im weiteren Verlauf weitere Ventile zwischen den einzelnen zweiten Gehäusen 12, 13 vorgesehen sein oder auch mehrere Wartungsanschlüsse 16, um jeweils individuell die jeweiligen zweiten Gehäuse 12, 13 entleeren zu können.

Im Inneren des jeweiligen zweiten Gehäuses 12, 13, 14 ist ein Filtersubstrat 17 angeordnet. Das Filtersubstrat 17 ist vorliegend als Granulat im Inneren der zweiten Gehäuse 12, 13, 14 angeordnet. Neben einem Vorsehen mehrerer zweiter Gehäuse 12, 13 oder genau eines Gehäuses 12 für ein erstes Gehäuse 1, 2, 3 kann auch vorgesehen sein, dass ein zweites Gehäuse 14 mit mehreren ersten Gehäusen 2, 3 zusammenwirkt. In diesem Falle ist jedem der ersten Gehäuse 2, 3 jeweils eine Absperreinrichtung 15b, 15c zugeordnet, welche jeweils einen Fluidkanal 11b, 11c zu verschließen in der Lage ist. Die Fluidkanäle 11b, 11c des ersten Gehäuses 2 in zweiter Variante sowie des ersten Gehäuses 3 in dritter Variante münden in einem gemeinsamen zweiten Gehäuse 14. Da die Fluidkanäle 11b, 11c in einem gemeinsamen zweiten Gehäuse 14 münden, besteht die Möglichkeit, dieses zweite Gehäuse 14 über einen einzigen Wartungsanschluss 16 entlüften beziehungsweise belüften zu können.

Im Folgenden wird ein Befüllen beziehungsweise ein Warten einer ein zweites Gehäuse 12, 13, 14 aufweisenden Filtereinrichtung beschrieben.

Vor einem Befüllen des ersten Gehäuses 1, 2, 3 kann dieses zur Verhinderung einer Verschmutzung eines einzufüllenden elektrisch isolierenden Fluids evakuiert werden. Eine derartige Evakuierung kann über den Wartungsanschluss 16 erfolgen, wobei bei einer geöffneten Absperreinrichtung 15a, 15b, 15c ein Absaugen eines im Inneren des jeweiligen ersten Gehäuses 1, 2, 3 befindlichen Mediums sowie im Inneren des jeweiligen zweiten Gehäuses 12, 13, 14 befindlichen Mediums vorgenommen werden kann. Mit dem Erreichen eines ausreichenden Unterdrucks, d. h. mit einer ausreichenden Evakuierung, besteht nunmehr die Möglichkeit, über den Wartungsanschluss 16 ein elektrisch isolierendes Fluid in das erste Gehäuse 1, 2, 3 sowie das zweite Gehäuse 12, 13, 14 einzufüllen. Dazu kann der Fluidkanal 11a, 11b, 11c mittels der Absperreinrichtung 15a, 15b, 15c freigegeben sein, so dass ein über den Wartungsanschluss 16 einströmendes elektrisch isolierendes Fluid sich gleichmäßig im Inneren des ersten Gehäuses 1, 2, 3 beziehungsweise des zweiten Gehäuses 12, 13, 14 nebst Fluidkanal 11a, 11b, 11c verteilt.

Bei einem notwendigen Erneuern des Filtersubstrats 17 im Inneren des zweiten Gehäuses 12, 13, 14 kann zunächst ein Versperren der Absperreinrichtung 15a, 15b, 15c vorgenommen werden. Anschließend kann über den Wartungsanschluss ein Entnehmen der innerhalb des zweiten Gehäuses 12, 13, 14 verbleibenden Fluids nebst gegebenenfalls in diesem Fluid enthaltenem Fremdstoff vorgenommen werden. Anschließend kann ein Öffnen des zweiten Gehäuses 12, 13, 14 der Filtereinrichtung vorgenommen werden und das Filtersubstrat 17 entnommen und ersetzt werden. Nach erfolgtem Ersatz des Filtersubstrats 17 kann das zweite Gehäuse 12, 13, 14 wiederum an den Fluidkanal 11a, 11b, 11c angeschlossen werden. Nunmehr ist es möglich, das Innere des zweiten Gehäuses 12, 13, 14 über den Wartungsanschluss 16 zu evakuieren, um dort befindlichen Fremdstoff oder ein undefiniertes Medium, beispielsweise ein Fluid, zu entnehmen und einen Unterdruck beziehungsweise eine Evakuierung zu erzielen. Mit Erreichen eines ausreichenden Unterdrucks im Inneren des zweiten Gehäuses 12, 13, 14 kann der Wartungsanschluss 16 verschlossen werden und anschließend die Absperreinrichtung 15a, 15b, 15c geöffnet werden, so dass das zuvor innerhalb des ersten Gehäuses 1, 2, 3 abgesperrte elektrisch isolierende Fluid über den Fluidkanal 11a, 11b, 11c in das zweite Gehäuse 12, 13, 14 einströmen kann. Bedarfsweise kann vor einem Öffnen der Absperreinrichtung 15a, 15b, 15c über den Wartungsanschluss 16 nach einem bevorzugt vorher erfolgten Evakuieren des zweiten Gehäuses 12, 13, 14 eine Vorbefüllung mit dem elektrisch isolierenden Fluid erfolgen. Dadurch wird einer Reduzierung der Dichte des Fluids im Inneren des Fluidaufnahmeraums 10a, 10b, 10c entgegengewirkt.

Die 2 zeigt ausschnittsweise einen Fluidkanal 11d mit einer alternativen Ausgestaltung einer Absperreinrichtung. Der Fluidkanal 11d kann beispielsweise alternativ zu den in der 1 gezeigten Fluidkanälen 11a, 11b, 11c an die dortigen Anschlussstutzen 9a, 9b, 9c angeflanscht werden. Der Fluidkanal 11d weist dabei einen Steckverbinder 18 auf, welcher mit einem zweiten Gehäuse 15 verbunden ist. Der Steckverbinder 18 weist in seinem Inneren ein erstes Ventil 19 mit einem Ventilkörper 20 auf. Der Ventilkörper 20 des ersten Ventils 19 ist axial beweglich gelagert, wobei dieser federbelastet gegen eine Mündungsöffnung 21 des Steckverbinders 18 gepresst ist. In einem gegengleich ausgebildeten Steckverbinder 22 ist ebenfalls ein Ventilkörper 23, welcher bevorzugt baugleich zum Ventilkörper 20 des ersten Ventils 19 ausgebildet ist, angeordnet. Der Ventilkörper 23 dient einem Verdämmen einer Mündungsöffnung 24 des gegengleichen Steckverbinders 22. Die beiden Ventilkörper 20, 23 stoßen im zusammengesteckten Zustand der Steckverbinder 18, 22 derart aneinander, dass die Ventilkörper 20, 23 aus ihrem Dichtsitz der jeweiligen Mündungsöffnung 21, 24 herausgepresst sind. Dieser Zustand ist in der 2 gezeigt. D. h. die Verschlusseinrichtung 11d, welche ein erstes Ventil 19 und ein zweites Ventil 19a aufweist, ist geöffnet, so dass der Fluidkanal 11d eine Korrespondenz des von dem zweiten Gehäuse 15 sowie einem ersten Gehäuse 1, 2, 3 eingeschlossenen Fluid ermöglicht. Um ein erwünschtes Lösen der Steckverbinder 18, 22, beispielsweise getrieben durch die Federbelastung der Ventilkörper 20, 23 beziehungsweise eines im Inneren gegebenenfalls vorhandenen Überdrucks zu verhindern, ist ein Sicherungsüberwurf 25 über der Verbindungsstelle der Steckverbinder 18, 22 angeordnet. Um ein Lösen der Steckverbinder 18, 22 zu bewirken, muss der Sicherungsüberwurf 25 entsichert werden, so dass in axialer Richtung die Steckverbinder 18, 22 voneinander entfernt werden können. Dadurch wird die Distanz der federbelasteten Ventilkörper 20, 23 erhöht, wodurch die Ventilkörper 20, 23 federbelastet dichtend in die jeweilige Mündungsöffnung 21, 24 eingepresst werden. Die Ventilkörper 20, 23 sind weggesteuert betätigt. Um während des Übergangs von einer Öffnungsposition der beiden Ventile 19, 19a in eine Sperrposition (sowie umgekehrt) ein Austreten von elektrisch isolierendem Fluid zu verhindern, sind die Mündungsöffnungen 21, 24 jeweils mit Krägen 26a, 26b versehen, die außen- beziehungsweise innenmantelseitig über eine Dichtlippe 27 gegeneinander gedichtet sind, so dass bis zu einem endgültigen Abdichten der Mündungsöffnungen 21, 24 mittels der jeweiligen Ventilkörper 20, 23 ein Entweichen eines elektrisch isolierenden Fluids aus dem sich auftrennenden Fluidkanal 11b begrenzt ist. Nach einem Verschließen der Mündungsöffnungen 21, 24 durch die Ventilkörper 20, 23 kann auch die Überlappung der Krägen 26a, 26b und die Dichtwirkung der Dichtlippe 27 aufgehoben werden. Entsprechend ist lediglich ein zu vernachlässigender Anteil von elektrisch isolierendem Fluid, welches sich in einem Ringspalt zwischen den Krägen 26a, 26b gegebenenfalls gesammelt hat, zu verzeichnen.

Nunmehr ist das zweite Gehäuse 15 verschlossen. Weiterhin ist das zweite Gehäuse 1, 2, 3 ebenfalls verschlossen. Der Fluidkanal 11d ist aufgetrennt. Die Filtereinrichtung mit dem zweiten Gehäuse 15 kann entfernt werden, wobei im Inneren des zweiten Gehäuses 15 neben dem Filtersubstrat 17 elektrisch isolierendes Fluid befindlich ist. Über das zweite Ventil 19a mit dem Ventilkörper 23 ist nunmehr eine Möglichkeit gegebenen, bedarfsweise das Innere des Gehäuses 15 zu entleeren. Dazu kann ein Betätigen des ersten Ventils 19 nach/bei einem Anschluss an einen Auffangbehälter erfolgen. Um das im Inneren des zweiten Gehäuses 15 befindliche Filtersubstrat 17 zu ersetzen, kann das kartuschenförmig ausgeformte Gehäuse 15 aus einem Schraubsockel 28 herausgeschraubt werden. Das Filtersubstrat 17 kann ersetzt und anschließend kann das zweite Gehäuse 15 wieder in den Schraubsockel 28 dichtend eingesetzt werden. Dabei umgreift der Schraubsockel 28 das zweite Gehäuse 15 außenmantelseitig, so dass eine Dichtwirkung zusätzlich durch ein im Inneren des zweiten Gehäuses befindlichen Überdruck eines Fluids unterstützt werden kann. Vor einem erneuten Ansetzten des zweiten Gehäuses 15 an den Steckverbinder 18 kann das zweite Gehäuse 15 gegebenenfalls evakuiert und bedarfsweise auch mit einem elektrisch isolierenden Fluid vorbefüllt werden. Dies kann wiederum über das erste Ventil 19 erfolgen.

Bei einem Verbinden der Steckverbinder erfolgt nunmehr im umgekehrten Sinne in Abhängigkeit des Verbindens der beiden Steckverbinder 18, 22 eine weggesteuerte Betätigung der Ventilkörper 20, 23, so dass wiederum der Fluidkanal 11d hergestellt und eröffnet wird und ein elektrisch isolierendes Fluid innerhalb eines Fluidraums 10a, 10b, 10c, welcher von einem ersten Gehäuse 1, 2, 3 sowie einem zweiten Gehäuse 12, 13, 14, 15 begrenzt ist, fließen kann.

Mittels des Sicherungsüberwurfs 25 kann eine Sicherung der Steckverbindung gegen die Federkraft der jeweiligen Ventilkörper 20, 23 sowie gegen einen gegebenenfalls im Inneren des zweiten Gehäuses 15 beziehungsweise im Innern des ersten Gehäuses 1, 2, 3 respektive innerhalb des Fluidkanals 11 herrschenden Fluidüberdruck gesichert werden.

Die 3 zeigt eine Außenansicht der aus der 2 bekannten Konstruktion in einer Variante, wobei dort zum Ermöglichen einer variablen Anordnung eines zweiten Gehäuses 15 die Verwendung einer Verrohrung 29 vorgeschlagen ist. Die Verrohrung 29 kann beispielsweise flexibel oder winkelstarr ausgebildet sein. Mittels der Verrohrung 29 kann die Position des zweiten Gehäuses 15 beabstandet zu einem Anschlussstutzen 9a, 9b, 9c eines ersten Gehäuses 1, 2, 3 vorgenommen werden.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 1273019 B1 [0002]